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ZWEI RÄDER SIND GENUG Mobilität mit Köpfchen und Muskelkraft

DIE SCHÖNEN SEITEN

AUSGABE JUNI 2009

KURZ UND KNACKIG Darf es auch ein Kleiner sein?

SPEED-GIRL Auf dem Rundkurs mit Pilotin Sabrina Hungerbühler


Mit höhenverstellbarem Adrenalinspiegel. Schwer zu widerstehen. Der neue Scirocco. Höhenverstellbare Fahrersitze sind heutzutage nichts Besonderes mehr. Ein höhenverstellbarer Adrenalinspiegel schon. Ausgelöst wird er im neuen Scirocco durch extrem dynamische und sportliche TSI ®-Motoren mit beispielsweise 122 PS (90 kW), 160 PS (118 kW)1 oder mit 200 PS (147 kW)2. Und auch seine Getriebevarianten versprechen Dynamik pur – vom 6-Gang-Schaltgetriebe bis zum Doppelkupplungsgetriebe DSG®. Der neue Scirocco. Bereits für 32’800 Franken*. Jetzt Probe fahren bei Ihrem Volkswagen Partner.

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INHALT / EDITORIAL

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Auto & Mobil

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«Z – Die schönen Seiten» ist ein Magazin der «Neuen Zürcher Zeitung» und der «NZZ am Sonntag».

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Die feinsten Stiefel Die aus tibetischem Yakleder genähten Wanderschuhe von Hanwag sind des Wanderers Lust.

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Verbesserter Klassiker Der Winterthurer Schlosser Walter Rohrer hat eine Neuauflage von Alvar Aaltos Bettsofa gebaut und den Klassiker dabei verfeinert.

Redaktionelle Leitung: Jeroen van Rooijen (jvr.) Publizistischer Beirat: Markus Spillmann (msn.), Felix E. Müller (fem.) Redaktion: Katharina Blansjaar (rin.), Kim Dang (kid.), Fiona Hefti (fhe.), Christina Hubbeling (chu.), Peter Keller (kep.), Rebekka Kiesewetter (rkw.), Roberto Zimmermann (roz.) Redaktionelle Mitarbeit: Philipp Bitzer, Marco Fritsche, Philipp Meier (phi.), Olivier Rohrbach, Claudius Wirz Art-Direction: Claudio Gmür (clg.) Grafik: Alexandra Kojic (koj.) Produktionsleitung: Eveline Roth (evr.) Bildredaktion: Anton J. Erni (aje.)

16 Parade der Zwerge Wäre es nicht wunderbar, die Welt führe nur noch Kleinwagen? Eine lustvolle Würdigung der einst verschmähten Auto-Winzlinge.

24 «Bredlecke-Wiibe!» Als sich zwei Wandervögel an der Flora vor seinem Haus zu schaffen machten, verlor Kolumnist Marco Fritsche fast seine Contenance.

36 Schönheit des Blechs Der im Engadin lebende Fotograf Peter Vann gehört zu den Besten, wenn es darum geht, das Automobil dramatisch in Szene zu setzen.

26 Flotte Kurven Sabrina Hungerbühler fühlt sich nirgends so wohl wie auf der Rennstrecke. Eine Ausfahrt mit der schnellen Ostschweizer Schönheit.

46 Pasta und Minifahren Radiolegende Elisabeth Schnell und Schauspielerin Stephanie Glaser sind seit einem halben Jahrhundert beste Freundinnen und freuen sich über den Unruhestand.

32 Zwei Räder sind genug In der Stadt ist das Velo einfach unschlagbar. Ein visuelles Plädoyer fürs gepflegte Strampeln.

Bezugsquellen auf Seite 45

Korrektorat: Irmgard Matthes, Barbara Stuppia Adresse Redaktion: NZZ am Sonntag Postfach CH-8021 Zürich E-Mail: nzzasstil@nzz.ch www.magazin-z.ch Adresse Verlag: NZZ-Verlag Falkenstrasse 11 Postfach CH-8021 Zürich verlag@nzz.ch Leitung Marketing Zeitschriften: Daniel Strobel Anzeigenverkauf: Deutschschweiz Pascale Maurissen NZZ Media – eine Filiale der Publicitas AG Falkenstrasse 11 CH-8021 Zürich Telefon 044 258 13 57 Fax 044 258 13 70 pmaurissen@nzzmedia.ch Westschweiz Yves Gumy Publicitas SA – NZZ Media Rue Etraz 4, CP 7114 CH-1002 Lausanne (VD) Téléphone 021 317 88 08 Fax 044 258 13 70 ygumy@nzzmedia.ch Einzelhefte können zum Preis von Fr. 7.50 / ¤ 5.– unter www.magazin-z.ch bezogen werden.

FOTOS: SIMON PROCTER (JED ROOT), GIAN PAUL LOZZA, DAN CERMAK

Lithos: St. Galler Tagblatt AG Druck: Zollikofer AG Fürstenlandstrasse 122 CH-9001 St. Gallen NZZ Fretz AG Zürcherstrasse 39 CH-8952 Schlieren Unternehmungen der Swiss Printers AG Verbreitete Auflage: 322 000 Exemplare Alle Artikel wurden exklusiv für «Z – Die schönen Seiten» geschrieben. Alle Rechte vorbehalten. Jede Verwendung der redaktionellen Texte (insbesondere deren Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung und Bearbeitung) bedarf der schriftlichen Zustimmung durch die Redaktion. Ferner ist diese berechtigt, veröffentlichte Beiträge in eigenen gedruckten und elektronischen Produkten zu verwenden oder eine Nutzung Dritten zu gestatten. Für jegliche Verwendung von Inseraten ist die Zustimmung der Geschäftsleitung einzuholen. Unternehmensleitung: Albert P. Stäheli (CEO), Markus Spillmann, Daniel Hofer. ISSN 1662-1573 ©2009 Neue Zürcher Zeitung AG

E

lf brandneue Kleinwagen und ihre Chauffeure, ein Mannequin, einen ganzen Schrank Kleidung, einen Fotografen und seinen Assistenten, eine Make-upArtistin sowie das halbe Redaktionsteam: Dies alles auf den Sustenpass zu schaffen, war mit Sicherheit die bisher aufwendigste und umständlichste Fotoproduktion in drei Jahren «Z – die schönen Seiten». War es die Mühe wert? Entscheiden Sie selbst, ab Seite 16 dieser Ausgabe. Ziel der Übung war es, den vielen gescheit gestalteten und verbrauchsarmen Kleinwagen eine spektakuläre Bühne zu bieten. Weil wir uns wünschen, dass mehr von diesen sympathischen Winzlingen die Strassen bevölkern – und nicht diese grimmigen Grobklötze, die sich in den letzten Jahren des Extremwohlstandes so explosionsartig ausgebreitet haben. Nun hören wir natürlich sofort den Einwand, was das denn für ein unökologischer Wahnsinn sei, so etwas zu inszenieren, all

die Fahrten und all das auf dem Weg zur Passhöhe verbrannte Benzin! Nun, lassen Sie uns dem entgegenhalten: Wenn unsere Offensive zugunsten des Kleinwagens auch nur ein Dutzend unserer Leser dazu bringt, ihre schweren Brummer gegen einen Mini, Smart oder Toyota iQ zu tauschen, dann ist der Umwelt mit unserem ästhetischen Eifer durchaus ein Dienst getan. Aber natürlich bleibt das langfristige Ziel der Mobilität, die täglich gefahrenen Kilometer und den Verbrauch weiter zu reduzieren. Sehr vieles von dem, was wir aus Bequemlichkeit und Gewohnheit täglich mit dem Auto erledigen, liesse sich auch mit Muskelkraft bewältigen. Ein kleines Panoptikum des zeitgeistigen Zweirades gibt es deshalb ab Seite 32. Dies, werte Leserinnen und Leser unserer monatlichen Lebensart-Beilage zur «Neuen Zürcher Zeitung» und zur «NZZ am Sonntag», ist die letzte Ausgabe vor der langen Sommerpause des Jahres 2009. Wir sehen uns im September wieder, dann bereits mit der neuen Herbstmode. Geniessen Sie inzwischen den Sommer! Jeroen van Rooijen

Zur Titelseite Links: Mini-Cooper-SCabriolet in Pepper White und mit «Minimalism»Innenausstattung. Rechts: Fiat-500Sonderedition «by Diesel» in Chamonix-Grün. (Siehe auch Seite 45) Mit SwarovskiSteinen besetztes Bustier-Kleid von Versace. Foto: Simon Procter (Jed Root) Model: Jasmin Ploder (Visage) Styling: Kim Dang Haare/Make-up: Helve Leal (Style Council)

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www.3008.ch

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FOTO: WALTER PFEIFFER

OBJET DE DÉSIR

Festes Schuhwerk vom Dach der Welt

Der Trekkingstiefel «Lhasa» aus tibetischem Yakleder ist nur in begrenzter Stückzahl erhältlich. Eine fotografische Inszenierung von Walter Pfeiffer Wanderschuhe taugen im Normalfall nicht zur Begierde: Neonfarben und klobig, innen ebenso hart wie aussen, dazu drohen manchmal Blasen, solange der Schuh halbwegs neu ist – derWanderschuh mag seinen Nutzen haben, aber wirklich begeistern kann man sich nicht für ihn. Der Trekkingstiefel «Lhasa» ist anders. Nicht nur äusserlich, wo er mit seinem schlichten Design und dem genarbten, dicken Leder Erinnerungen an jene Zeiten weckt, als Wanderer noch ganz ohne Goretex und Drylite auf Berge und Hügel stiegen und als kein knalliges Grün und keine fusseligen Fleecepullover die Pfade verstopften. Auch von innen überrascht der Schuh, ausgelegt mit butterweichem, chromfrei gegerbtem Leder, so dass auch nach Stunden nicht einmal das kleinste Bläschen das Wandervergnügen trübt.

Gefertigt wird der «Lhasa» bei Hanwag im bayrischen Vierkirchen, aber seine strapazierfähige Aussenhaut kommt von weit her, aus den Bergen Tibets, wo Nomaden ihre Yakhäute an eine kleine, von Einheimischen geführte Lederfabrik verkaufen, die mit deutscher Entwicklungshilfe aufgebaut wurde. Und spätestens da ist die Begierde geweckt, kreuzen sich die Wege der Nomaden und der Ledergerber doch nur einmal im Jahr. Das macht das Leder knapp, und die daraus gefertigten Schuhe werden durch ihre begrenzte Stückzahl zu Sammlerobjekten. Zumal der Preis – ein Paar kostet 399 Franken – für in Europa hergestellte Wanderschuhe schon fast bescheiden anmutet. Katharina Blansjaar ● Trekkingstiefel «Lhasa» von Hanwag, erhältlich beiAventuraTravel in Uster und Bayard Sport & Fashion in Zermatt, www.hanwag.de

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ATELIER

Das Gute wieder verbessern Walter Rohrer fertigt für den Wohnbedarf das Bettsofa von Alvar Aalto Walter und Renate Rohrer aus Oberwinterthur sind nicht einfach Schlosser, sondern – im besten Sinne – Kunsthandwerker. Zwar sind sie sich nicht zu schade, auch ein Treppengeländer oder eine Balkonbrüstung zu fertigen, aber ihr Herz gehört den Designklassikern der Moderne, namentlich den Stahlrohrmöbeln von Alfred Roth und Marcel Breuer oder auch dem Anfang der dreissiger Jahre entworfenen Bettsofa von Alvar Aalto. Dieses haben die beiden passionierten Metallbauer in einer

neuen, originalgetreuen Kleinserie im Auftrag der Firmen Wohnbedarf in Basel und Zürich gefertigt, und zwar von der ersten bis zur letzten Schraube. Grundlage der Re-Edition dieses gesuchten Möbels war ein gut erhaltenes Original eines Zürcher Architekten, das Walter und Renate Rohrer komplett zerlegten und mit Hilfe des WohnbedarfChronisten Arthur Rüegg nachbauten. Dabei konnte nicht einfach das vorhandene Bettsofa kopiert werden: Die Rohrers haben den Klassiker mit moderner Technik nachkonstruiert und «in all seinen ästhetischen Finessen in die heutige Zeit hinübergerettet», so Walter Rohrer. Was früher relativ krude Schweissverbindungen oder Stanzteile waren, sind heute sorgfältigst verschliffene Übergänge und

mit dem Laser geschnittene Präzisionselemente. Gerade die Sitz- und Keil-Steller, mit denen die Neigung von Sitzfläche und Rückenlehne variiert wird, sind heute mechanische Schmuckstücke. Ein Jahr Zeit haben die Rohrers in die Neuauflage investiert und dabei mit einem Dutzend verschiedener Fachleute zusammengearbeitet, um die besten Rohre, das feinste Chrom, die präzisesten Drehteile oder die asymmetrisch geformten hölzernen Armlehnen zu bekommen. Jedes Sofa wurde in Winterthur gebaut, bis auf die Federkernmatratze, die in einer Basler Manufaktur nach Kundenwunsch bespannt wird. (jvr.) ● Alvar-Aalto-Bettsofa, 12 000 Franken, mehr Details über www.wohnbedarf.ch (Zürich) oder www.wohnbedarf.com (Basel).

Links oben: Renate Rohrer bei der Arbeit in der Winterthurer Schlosserei. Rechts oben: Montage von Schraubverbindungen.

FOTOS: RENATE WERNLI, WALTER ROHRER

Unten: Das fertige Gestell des Sofas mit der typischen Bespannung aus Federdraht.

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“Ein Dandy spaziert auf den Boulevards (...), so lange er will, bis ihm seine wachsame Breguet die Mittagszeit zu Ohren bringt.” Alexander Pushkin, “Eugen Onegin”, 1829


TOUR D'HORIZON

Das deutsche Künstlerpaar Eva und Adele vor einem Werk des costa-ricanischen Künstlers Federico Herrero an der Art Basel 2008.

AUSSTELLUNG DES MONATS

Kulturtermin Art Basel Alle Jahre im Juni trifft sich die internationale Kunst- und Galerienszene in Basel zur weltweit bedeutendsten Messe für moderne und zeitgenössische Kunst. Die Art Basel öffnet dieses Jahr bereits zum 40. Mal ihre Tore, heuer mit rund 300 Ausstellern aus der ganzen Welt. Trotz Wirtschaftskrise war das Interesse von Galerien, an der prestigeträchtigen Art mit von der Partie zu sein, enorm.

Aus einer Rekordzahl von 1100 Bewerbungen konnte die Jury diesmal die Teilnehmer auswählen. Vertreten ist denn die Crème de la Crème der internationalen Galerienszene, wobei im Spezialsektor Art Statements junge, aufstrebende Galerien zum Zuge kommen. In der grossen Halle von Art Unlimited werden überdies 60 Positionen gezeigt, die aufgrund ihrer

KUNST UND KLATSCH

Die Kunst als Gewinnerin

Der Kunstmarkt ist ein hartes Business. Und es ist in den vergangenen Jahrzehnten noch härter geworden. Nur wenig ist von schöngeistigem Kulturgenuss für gebildete und begüterte Schichten geblieben. In monetärer Hinsicht privilegiert musste man allerdings schon sein, um Einlass zu bekommen zu den VIP-Anlässen der grossen Galerien, Auktionshäuser und Messen. Es gab aber Sammler von diskretem Stil, die gar nicht mehr hingingen und Basel, Miami, London, Madrid, Paris oder Schanghai ganz einfach aus ihrem Kunstmessekalender strichen. Wer nämlich schon einmal am Eingang zur Art Basel Miami Beach gestanden hatte, um dann bei Toröffnung regelrecht überrannt zu werden von Kunst-Brokern und grobschlächtigen Spekulanten, der begann solche Anlässe zu fürchten. – Nun hat sich das Blatt mittlerweile etwas zum

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Besseren gewendet. Denn wie jedes Übel hat auch die «Krise» ihre gute Seite. Eine Beruhigung des Marktes ist eingetreten. Man konnte sie vor wenigen Wochen schon in Köln und Brüssel spüren. Dort war an den Messen für Gegenwartskunst wieder ein Durchkommen zwischen den Ständen. Ja gar ein Flanieren war möglich, das der Kunst und ihrem Stellenwert als kulturelles Gut wieder ganz angemessen war. Die hektische Börsenstimmung war verschwunden und einer kontemplativen Kunstbetrachtung alten Stils gewichen. Da darf man sich nun getrost auch wieder auf den Besuch der kommenden Art Basel freuen, wo Kunstfreunde, Sammler, Galeristen, Museumsleute und Kuratoren wieder etwas betonter «unter sich» sein werden. Nicht zuletzt ist auch ein Aufatmen bei den Galeristen auszumachen, deren langjährige Betreuungsarbeit junger Kunstschaffender in vergangener Zeit kaum mehr von den echten Sammlern honoriert werden konnte. Kunst war zur Ware verkommen, und Käufer hatten im Zusammenspiel mit Auktionshäusern oft nur noch den schnellen Gewinn im Auge. Wer jetzt aber – mitten in der Krise – ein gutesAuge für gute Kunst hat, der kommt nun wieder voll zum Zug. Philipp Meier

Dimensionen die Masse eines Messestandes sprengen würden. Grossskulpturen und Installationen, aber auch raumgreifende Videoarbeiten sind hier zu sehen. Und das weite Gelände des Messeplatzes dient wiederum der Präsentation von Grossprojekten für den öffentlichen Raum. (phi.) ● Art Basel, Messe Basel, 10. bis 14. Juni. www.artbasel.com

Asien ist auch in Köln Ein Juwel in der deutschen Museumslandschaft ist das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln. Seine Kollektion mit buddhistischer Malerei, japanischen Farbholzschnitten und Lackkunst gilt als eine der bedeutendsten innerhalb Europas. Doch nicht allein die Kunst des 1913 gegründeten Museums, sondern auch der 1977 eröffnete Museumsbau ist sehenswert. Er gehört zu den wichtigsten Baudenkmälern der klassischen Moderne in Köln. Entworfen wurde er von Kunio Maekawa (1905–1986), einem Schüler Le Corbusiers. Mit seinen strengen, klar gegliederten Kuben knüpft er an alte japanische Traditionen an. (phi.) ● Museum für Ostasiatische Kunst, Köln. www.museenkoeln.de


KUNSTMARKT

Xylor Janes Bilder wie das Gemälde «Icebridge» von 2009 sind intime Kalendarien der eigenen Vergänglichkeit, denn deren abstrakte Struktur beruht auf ganz persönlichen biografischen Daten.

KUNSTWERTE

Xylor Jane Trotz Rezession – es gibt sie noch, die Wartelisten, auf denen sich ein Sammler zu gedulden hat, um Werke junger Künstler zu ergattern. Und auch so manche Ausstellung ist – ganz wie zu Boomzeiten – im Handumdrehen ausverkauft. So sorgte etwa der Auftritt von Xylor Jane im Galerienviertel an der New Yorker Lower East Side erst kürzlich für einen regelrechten Run.

oder Sol Lewitt. Doch wird die strikte Hermetik durch die individuelle Handschrift der Malerin durchbrochen. Jane lebt fernab der Kunstzentren und gilt als Einzelgängerin. Ihre Arbeiten hingegen begeistern nicht nur ein New Yorker Publikum. Die Preise für Gemälde liegen zwischen 12 000 und 16 000 Dollar, Zeichnungen sind schon ab 1800 Dollar zu haben. Christian Schaernack

GALERIE

AUKTION

Hauser &Wirth

Kornfeld ganz surreal

Eine der ganz grossen in der weltweiten Galerienszene und ein Kunstmarkt-Phänomen ist die Zürcher Galerie Hauser & Wirth. Sie ist mehr als eine gewöhnliche Galerie für moderne und zeitgenössische Kunst – ein weitverzweigtes KunstImperium mit Ausstellungsräumen in Zürich und London sowie einer hauseigenen Sammlung bei St.Gallen. Erfolgsrezept ist das hochkarätige Galerieprogramm zeitgenössischer Künstler: Dazu gehören Louise Bourgeois, Subodh Gupta, Jason Rhoades oder Dan Graham, aber auch Schweizer Stars wie Pipilotti Rist oder Roman Signer. Die gegenwärtigeAusstellung in Zürich gilt neuen Skulpturen von Paul McCarthy (bis 25. Juli). (phi.) ● www.hauserwirth.com FOTOS: KEYSTONE, CANADA, LLC, RAINER GÄRTNER, PD

Jane, 45, ist kein Neuling in der Szene. Ihre letzten Bilder verfügen jedoch über eine Intensität, die sich erst über die Jahre entwickelte. Den gepunkteten «Grids» liegen komplexe Zahlensysteme zugrunde, die wiederum auf biografischen Daten der Künstlerin beruhen – intime Kalendarien der eigenen Vergänglichkeit. Die abstrakten Motive erinnern an die Raster von Agnes Martin

Einer von vielen Räumen bei Hauser & Wirth.

Die grosszügige Villa mit Garten an der Laupenstrasse in Bern ist eine Art Oase für überstrapazierte Art-Basel-Besucher. Jeweils im Juni nämlich, zeitgleich mit dem grossen Messe-Rummel am Rheinknie, lädt die Galerie Kornfeld zu ihrer traditionellen Sommer-Auktion in Bern mit einem ausgesuchten Angebot an Kunst der klassischen Moderne. Hektik kann natürlich auch hier aufkommen, wenn sich mehrere Bieter im jeweils vollbesetzten Saal für ein und dasselbe Kunstwerk interessieren. Dennoch aber sorgt die beschauliche Atmosphäre des Anwesens für einen Kunstgenuss, der als Höhepunkt im Terminkalender des internationalen Kunstmarkts gilt. Dieses Jahr wartet Kornfeld ausser mit einem erstklassigen Angebot an Kunst moderner Meister und Werken bedeutender Schweizer Künstler mit einer Privatsammlung von Arbeiten Max Ernsts auf. Insgesamt 213 Werke des Surrealisten, darunter Gemälde, Aquarelle, Collagen, Frottagen, Zeichnungen und Seltenheiten aus dem grafischen Werk sowie illustrierte Bücher kommen am 12. Juni zum Aufruf. Eines der Schlüsselwerke aus der Zeitspanne um 1958 ist das Gemälde «Dimanche après-midi sur les ChampsElysées» mit einer Schätzung von 1,5 Millionen Franken. Ein Kleinod bei den

Arbeiten auf Papier ist die «Hommage à Man Ray», eine Collage von 1935 zum Schätzwert von 150 000 Franken. Der Hauptkatalog zeichnet sich aus durch zahlreiche Arbeiten Marc Chagalls, Paul Klees sowie Pablo Picassos – zumeist gesuchte Arbeiten auf Papier. (phi.) ● Galerie Kornfeld, Laupenstrasse 41, Bern. Auktion 12. Juni, Vorbesichtigung bis 9. Juni.

Max Ernst: «Hommage à Man Ray», Collage.

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DESIGN

Das Sofa Togo ist in verschiedenen Grössen und mit diversen Stoffund Lederbezügen erhältlich. Zweiersofa mit Stoffbezug um 2040 Franken, www.ligne-roset.ch.

DER KLASSIKER

Das Sofa «Togo» von Ligne Roset

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aufeinander abgestimmten Schaumstoffen in verschiedenen Dichten, wurde in einem Stück gegossen und ist sehr leicht. Und bequem auch, denn der Bezug ist voluminös mit Polyesterwatte unterpolstert. Da er sich nur von Fachleuten abnehmen und reinigen lässt, ist man gut beraten, seinem «Togo» eine pflegeleichte Hülle, etwa aus Alcantara, zu verpassen. (rkw.)

MEIN DING

FÜNF TIPPS FÜRS LEBEN

Das Colour-Plaid

Scholten&Baijings

«Was ist der Einrichtungstrend 2009?», fragen mich die Leute, und meistens merke ich, dass es sie gar nicht interessiert. Sie fragen nur, weil sie Interesse zeigen möchten an dem, was ich mache. Zum Glück haben Bloss-aus-Freundlichkeit-Frager meist keine Geduld, zu warten, bis ich eine Antwort zusammengeklaubt habe; sie geben sich mit meinem vagen «Hmmmm . . .» zufrieden. Ich weiss nämlich schlicht und einfach nicht, was man mit saisonalen Wohntrends anfangen soll: Wenn der Stilguru sagt: «Gelb ist hip», dann mag dies in der Mode funktionieren. Ein Abend ist auf gelben Heels gut auszuhalten. Aber jeden Abend auf einem Kanarienvogel-Sofa? Und nächste Saison, wenn Gelb durch ist, muss ein himmelblaues Polster her? Seit kurzem aber ist alles anders. Die blöde

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Entwurf des Franzosen Michel Ducaroy ist, wie Afrika-like, also wild und «groovy». Dies fand man in den Seventies nämlich toll. Man experimentierte mit Kunst- und Schaumstoffen, schuf bodennahe Loungemöbel und kleidete sie in leuchtende Bezüge. Gute-LauneDesign mit komplexem Innenleben entstand zu jener Zeit. «Togo» ist keine Ausnahme: Das Sofa besteht aus

Trend-Frage liebe ich. Ich weiss neuerdings eine Antwort und kann wie aus der Pistole geschossen sagen: «Die Decken des niederländischen Designerpaars Stefan Scholten und Carole Baijings verkörpern das, was im Moment tolles, zeitgemässes Design ausmacht.» Das Plaid aus Merino- und Baumwolle ist alles andere als bloss das Resultat einer KreativenLaune. Es ist eines jener Produkte, mit denen die Designer momentan auf die wohl kriseninduzierten Bedürfnisse nach Rückzug, nach Klarheit, nach bleibenden Werten und nach etwas mehr Fröhlichkeit im Alltag reagieren, auf ein Bedürfnis, das sich im Kaufverhalten sehr wohl zeigt: Gute-Laune-Farben, KuschelWollstoff und geordnete grafische Blockstreifen, gefertigt in Zusammenarbeit mit der Traditionsweberei De Ploeg. Das Colour-Plaid ist Anti-Krisen-Design pur; Design, das – um es mit der deutschen Band Wir sind Helden zu sagen – gekommen ist, um zu bleiben. (rkw.) ● Plaids 140×180 cm, 490 Franken, im Vitra-Showroom, Zürich, www.vitra.ch; weitere Grössen über www.thomaseyck.com

Carole Baijings und Stefan Scholten, welche Gegenstände erleichtern die Reise? 1. Ein Moleskine-City-Notizbuch. 2. Parfum in 10-ml-Auffüllflacons (die ideale Reisegrösse!) aus der Edition de Parfums von Frédéric Malle. 3. Ein Sturm-Regenschirm von Senz. 4. Das Buch «The Perfect Prey» des Finanzjournalisten Jeroen Smit. 5. Das Victorinox-Executive-80.11-Messer (in der Länge von 65 Millimetern mit Zahn- und Nagelpflegetools). www.scholtenbaijings.com Mehr über die Designer erfahren Sie auf www.nzzdomizil.ch/interiordesign

Carole Baijings und Stefan Scholten.

FOTOS: PD

In den siebziger Jahren war Togo eine Präsidialrepublik, diktatorisch regiert von Gnassingbé Eyadéma. Ein 1973 lanciertes Sofa «Togo» zu nennen, wie das die Firma Ligne Roset tat, scheint einem heute zumindest etwas ungewöhnlich. Die Nachfrage bei der Firma bringt keine Klärung der Namenspatenschaft. Vielleicht wollte man damals unterstreichen, wie unkonventionell der Sofa-


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K O L L E K T I O N R O YA L O A K OFFSHORE

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ZU TISCH

Gastronomische Vielfalt am Rhein Rund 50 Jahre stand der Güterhof in Schaffhausen leer. In das imposante Gebäude am Rhein ist seit einem Jahr neues Leben eingekehrt. Die Gastronomie gibt den Ton an. Was früher ein Umschlagsplatz für Handelsgüter war, ist heute ein Restaurant mit offener Küche, eine Sushi-Bar, eine Lounge, eine Bar, also ein vielfältiges wie anspruchsvolles Konzept, das Verena Prager, die Tochter des MövenpickGründers Ueli Prager, entworfen hat.

Wir haben an einem Mittag den soliden Businesslunch genossen: ein perfekt gebratenes Lammfilet in der Kräuterkruste, Tagliatelle und Gemüse. Spannend ist die Kombination von einem gebratenen Zanderfilet mit einer Limettenhaube an Walnuss-Chilisauce, das mit Mascarpone-Risotto und Gemüse serviert wird. Mit einer Vorspeise zahlt man 40 Franken. Mit dem Dessert sind es 45 Franken. Auf der Weinkarte sind Gewächse aus aller Welt

Daniela Chemellis Rezept des Monats Pannacotta mit Knoblauch und Spargel

zu finden, darunter gute Beispiele aus dem Blauburgunderland, wie sich die Region Schaffhausen nennt. Unsere Wahl fiel auf den glasweise angebotenen Figuero Crianza 2004, einen mehrheitsfähigen Roten aus dem Ribera del Duero. Das Gesamtkunstwerk «Güterhof» kann man nicht verpassen: Es ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Peter Keller ● Restaurant Güterhof, Gastronomie am Rhein, Freier Platz 10, 8200 Schaffhausen, www.gueterhof.ch

AUSPROBIERT

Meistunterschätzter Wein der Welt

ZUBEREITUNG

Zur Pannacotta mit Knoblauch und grünem Spargel passt ein Chardonnay.

FOTO: MIRJAM GRAF, MATTHIAS WÄCKERLIN, PD

VORSPEISE FÜR 4 PERSONEN Zutaten: 4 dl Vollrahm ½ Vanillestengel (nur aufschlitzen) 2 bis 3 Blatt Gelatine oder 1 TL Agar-Agar, Salz 5 Knoblauchzehen, geschält, und 20 Stangen grüner Spargel, geschält, beides blanchiert gutes Olivenöl ein paar Cherrytomaten am Zweig evtl. etwas eingekochter Balsamico

Blanchierte Knoblauchzehen, Rahm, Vanillestengel und Salz aufkochen und mixen. Dann die bereits in kaltem Wasser eingelegte Gelatine gut ausdrücken und in die warme Flüssigkeit geben, gut rühren. In ausgespülte Förmchen füllen oder auf ein Blech giessen, mindestens drei Stunden kaltstellen und die Formen ausstechen. In der Zwischenzeit den Spargel im Salzwasser knackig blanchieren, kalt abschrecken. Die Stangen der Länge nach halbieren, dann dritteln. In einer heissen Grillpfanne, die mit Olivenöl ausgepinselt wurde, Spargelstücke und Cherrytomaten so lange grillen, bis sich hübsche Streifen bilden. Das warme Gemüse nicht direkt auf die Panna setzen, sie würde zerfliessen. Falls Sie die feine, etwas sauer-süssliche Note von Balsamico mögen, beträufeln Sie vor dem Servieren das delikate Gericht. Ein Glas Chardonnay aus einem europäischen Anbaugebiet passt gut dazu! Der Wein darf jedoch nicht zu holzbetont sein und soll sich durch eine feine Säure auszeichnen. ● Daniela Chemelli ist zurzeit als Stör- und Gastköchin im In- und Ausland unterwegs.

Dem spanischen Sherry aus Jerez fehlt es an Glamour und Prestige. Doch der Wein, der nach einem speziellen Verfahren produziert wird, wird von den Geniessern dieser Welt völlig zu Unrecht verschmäht. Wer sich die Mühe nimmt, findet neben vielen banalen Produkten aussergewöhnliche, jahrelang gereifte Qualitäten, die sich jeglicher Preisspekulation entziehen. Im 16. Jahrhundert wurden SherryFässer nach Indien verschifft. Der Inhalt gewann dank dem langen Transport an Ausdruckskraft und Weichheit. Das Haus Lustau versucht, diese Art der «Reifung» zu kopieren, und erzeugt aus einem trockenen «Oloroso» und einem süssen «Pedro Ximenez» einen «altmodischen», komplexen, aromatisch umwerfenden Sherry mit dem Namen East India Solera. Ein Gläschen ist einen Versuch wert. (kep.) ● East India Solera Sherry, Emilio Lustau, Fr. 29.50, erhältlich bei Reichmuth, Zürich, www.reichmuth.ch

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AUTO

Kleine Kisten, grosseWirkung Bahn frei für die Kleinsten: Nach den schweren SUV kommen die smarten Cityflitzer in Mode. Sie sind pfiffig, sexy und verbrauchsarm. Ein Hoch auf das neue Zeitalter der automobilen Bescheidenheit

Defilee tout court Von links nach rechts: Verbrauchsoptimierter Volvo C30 1.6D DRIVe mit Start-StoppTechnologie. Ultrakurzer Vierplätzer Toyota iQ. Smart Fortwo Limited Three Cabrio. Suzuki Alto 1.0 GL Top. Gelbes Bustierkleid und goldene Plateau-Sandaletten, beides von Versace; Lederhandschuhe von Hermès; Strumpfhose von Fogal.

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AUTO Ein-Liter-Klasse Links: Der rundum erneuerte Opel Agila Enjoy 1.2. Rechts: Fünftüriger Citroën C1 1.0 Airsport. Petrolblaue MarabuJacke von Bally; gemusterter SeidenOverall von Alice San Diego, bei Fidelio 2.

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Pferdestärken locker. – Und die mobilen Zwerge gewinnen derzeit gewaltig an Profil. Waren die Kleinwagen innerhalb der Modellfamilien der Hersteller früher oft die «hässlichen Entlein», die als Zweitwagen vor allem praktischen Ansprüchen zu genügen hatten, sind sie heute die Hoffnungsträger. Der Erfolg des Fiat 500 zeigt: In einer Welt, die sich mit geringerem Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoss beschäftigen muss, fällt diesen Zwergen die Rolle der Image-Lokomotiven zu. Kaum eine Marke (ausser den klassischen Sportwagen- und SUV-Produzenten natürlich), die heute nicht zuvorderst mit sparsamen Kleinwagen in die Offensive geht. So setzt auch Ford Europa ganz auf den neuen Ka. Es sind allen voran die asiatischen Hersteller, die begriffen haben, wie wichtig die Kleinwagen geworden sind. Sie haben

reihum ihre kleinsten Modelle optimiert, und zwar auch bezüglich der Optik. Die neuen kleinen Autos stehen den «Grossen» in Sachen Design in nichts mehr nach – siehe etwa den Toyota iQ, der die Präsenz eines «erwachsenen» Autos hat und trotzdem nur halb so lang ist. Ein Hyundai i10, ein Daihatsu Materia oder ein Suzuki Alto sind sogar deutlich sexier als die anderen Modelle dieser Marken. Auch die Franzosen haben richtig geschaltet: Der auch als Fünftürer erhältliche Citroën C1 hat Esprit und Witz. Der praktisch baugleiche Peugeot 107 reisst sein Maul ganz schön vorwitzig weit auf. Und Renault hat mit der zweiten Generation des Twingo wieder viel riskiert. Zwar lässt der Neue etwas die kindliche Originalität des Ur-Twingo vermissen, doch wer sich in den Strassen von Paris umschaut, der stellt fest, dass

K

leinenAutos gehört die Zukunft. Das ist logisch, denn die Bevölkerung und ihr Mobilitätsanspruch wachsen, während die zur Verfügung stehenden Verkehrsräume immer voller und enger werden. Offroader müssen also gar nicht mit politischen Mitteln bekämpft werden, sondern werden von selbst aussterben – wie einstmals die Dinosaurier. Weil man auch mit dem kleinsten Kleinwagen heute problemlos die gesetzliche GeschwindigkeitsObergrenze von 120 km/h erreicht und einen Wochenend-Einkauf transportieren kann. Ausserdem zeigt die Bildstrecke auf diesen Seiten: Auch Pässe bezwingt man mit ein paar Dutzend

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AUTO Rein wie raus Links: Der neue Ford Ka 1.2 Grand Prix. Rechts: Renault Twingo Sport 1.6 16V. Rot-orangefarbenes Kleid und PlateauSandaletten, beides von Viktor & Rolf.

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AUTO Typ mit Kanten Der hier abgebildete Publikumsliebling Nissan Cube ist eine rechts gelenkte japanische Version. Ende Jahr kommt der Cube auch nach Europa, dann mit 1,6-Liter-Benziner oder 1,5-dCi-Diesel. Blaues Chiffonkleid und Sandaletten, beides von Gucci. Bezugsquellen und Auto-Infos auf Seite 45.

Fotos: Simon Procter (Jed Root) Fotoassistenz: David Marvier Styling: Kim Dang Produktion: Anton J. Erni Model: Jasmin Ploder (Visage) Haare/Make-up: Helve Leal (Style Council)

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die Franzosen auch diesen kleinen Kerl rasch und ohne viel Sentimentalität fürs Gewesene ins Herz geschlossen haben. Die deutschen Hersteller tun sich einmal mehr etwas schwer mit dem rasch voranschreitenden Zeitgeist. Zwar hat Opel seinen Agila wirklich geschickt aufgepeppt, und der Volkswagenkonzern führt mit dem Fox, dem Lupo und dem Polo drei akzeptable Ideen im Angebot. Der überwiegende Rest produziert lieber hubraumstarke und PS-strotzende Limousinen und SUV. So hat Audi seinen damals visionären A2 vor drei Jahren leider viel zu früh vom Markt genommen. Mercedes müsste die vor zwölf Jahren erfolgreich lancierte und inzwischen etwas brav wirkende A-Klasse dringend aufwerten. Stattdessen hört man aber, dass die Baureihe 2011 auslaufen und

durch etwas zwischen A- und B-Klasse ersetzt werden soll. Und bei BMW ist der kleinste schon so gross wie ein asiatischer Mittelklasse-Wagen – dafür hat man aber mit dem Mini einen der coolsten und geschichtsträchtigsten Zwerge im Konzern-Portfolio. Und natürlich müssen die Münchner aufpassen, mit der Einser-Reihe nicht den Erfolg des Mini zunichtezumachen. Die Kleinen kommen. Das ist die gute Nachricht. Damit bekommt der Verkehr wenigstens ein etwas freundlicheres Gesicht. Doch ist die Bandbreite bei den Kleinen noch längst nicht ausgeschöpft. Man kann sich leicht einen kompakteren Volvo als den C30 denken, der ja in etwa das Format eines VW Golf hat. Oder einen noch kleineren Alfa Romeo, der den etwas gar forschen Designanspruch des neuen MiTo mit dem praktischen

Format des Lancia Ypsilon kombiniert. Die Autobranche steht keineswegs am Abgrund. Es gibt noch sehr viel zu tun und zu entdecken. Vielleicht in anderen Formaten, als diese Branche sie bisher zu denken gewagt hat. Ein wichtiger Hinweis könnte der Nissan Cube sein, der Ende des Jahres auch in Europa auf den Markt kommt. In Japan ist der «Würfel auf Rädern» ein Kultauto, das von Designfans ähnlich begehrt wird wie ein iPhone. Weil Nissan es gewagt hat, die bestehenden Denkmuster zu verlassen und ein neues Feld zu betreten. Wo ein Kleiner funktional sein muss, aber auch extrem cool sein darf. Jeroen van Rooijen ● Weitere Details zu den

abgebildeten Fahrzeugen und Bildgalerien auf www.nzzonline.ch.

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KOLUMNE STILIKONE

Dita von Teese Burlesque-Stripperin Frau von Teese, warum sehen alle Stars heute fast identisch aus? Weil sie alle die gleichen Stylisten haben und diesen Leuten sagen, dass sie wie eine «moderne Grace Kelly» aussehen wollen. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich mag Stylisten durchaus und zähle einige zu meinen besten Freunden. Aber ich möchte nicht, dass sie mir sagen, was ich anziehen soll, das weiss ich nämlich schon selbst. Wie wird man zum «Original»? Sie dürfen nicht wie andere sein wollen, sondern müssen darauf warten, dass andere wie Sie aussehen möchten. Um eine Grace Kelly oder Audrey Hepburn zu werden, muss man etwas riskieren. Vermissen Sie die Individualität? Ja, denn alle spielen die sichere Karte. Sie orientieren sich alle an den Listen mit den am besten angezogenen Frauen. Ich persönlich bevorzuge die Liste mit den «worst dressed women», denn an die erinnert man sich später wirklich.

Normalerweise ist Marco Fritsche charmant und witzig. Aber wenn «zwo Bredlecke-Wiibe» sein Grün schänden, kann er auch anders.

Die Busch-Vandalen

Wie ziehen Sie sich zu Hause an? Normalerweise mit Vintage-Nachthemden. Ausserdem habe ich eine Sammlung grossartiger Kimonos und einen Schrank Loungewear aus den vierziger und fünfziger Jahren.

Machen wandernde Städter sich an seinen Sträuchern zu schaffen, kann Marco Fritsche schon einmal die Fassung verlieren

Werden Sie manchmal gefragt, wie man erfolgreich Männer verführt? Sogar sehr oft! Man muss selbstbewusst und zufrieden mit sich selbst sein. Wenn das nicht vorhanden ist, helfen auch Strümpfe, Strapse und High Heels nichts.

Dank den inzwischen auch im Alpstein sehr gutmütigen Temperaturen und den blühenden Landschaften ist es wieder so weit: Der Städter begibt sich zur Erholung und zum Wandern hinaus aufs Land. Daran ist rein gar nichts auszusetzen – nur über das Wie kann man diskutieren. Nein, ich werde mich hier nicht übers heiss diskutierte «Nacktwandern» auslassen, diesbezüglich hat unsere Landsgemeinde ja eindeutige Signale ausgesandt. Mir geht es vielmehr um das superiore Selbstverständnis, mit dem die lieben Freunde aus den Ballungszentren über uns herfallen. Denn Stadtmenschen erwarten, kaum haben sie ihren Lebensraum verlassen, überall und fraglos eine unberührte Natur vorzufinden. Man will sich ja schliesslich «spüren», wenn man seiner Luxuslimousine (oder dem knallroten Mobility-Vehikel) auf einem Parkplatz am Dorfrand entstiegen ist – und zwar subito! Wenn aber die Landbevölkerung auf Traktoren das Heu einbringt oder am Ende gar mit dem übelriechenden Güllenfass im Schlepptau die eh schon viel zu engen Überlandstrassen verstopft, dann ist es schnell aus mit der Landliebe – von der Zuneigung zur Urbevölkerung ganz zu schweigen. Der Stadtmensch schätzt nämlich den Gedanken an ein Leben ausserhalb der Stadt, aber selbstredend ganz ohne Lärm-, Dreck- und andere Emissionen. Und ihm scheint, das einzige Problem auf dem Land sei, wer dort wohnt! So ist es mir auch schon passiert, dass ich auf meinem Weg nach Hause in einem grösseren AllradFahrzeug – schliesslich braucht man das hier oben wirklich – eine Gruppe Unterländer passieren musste. Ich tat dies in angemessenem Tempo, denn die Strassen sind auf dem Land tatsächlich selten mehr als eineinhalbspurig. Dass man sich dann aber als umweltver-

Interview: Lex Martin

Dita von Teese ist weltberühmt für ihren Striptease.

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pestender Strassen-Rowdy taxieren lassen muss, ist schon etwas anstrengend. Oder dann die andere Geschichte, als ich vor kurzem aus meinem Küchenfenster schaute, von dem aus man direkt auf einen Waldrand unserer Hofwiese sieht, und beobachten durfte, wie zwei naturbegeisterte Damen mittleren Alters sich an einem blühenden Strauch zu schaffen machten. Sie taten dies mit viel Verve, wenn auch mit wenig Talent und leider ohne Schere oder Säge. Als sie dann, vom widerspenstigen Geäst entmutigt, den Strauch invalid und zerfetzt zurückliessen und abzogen, hätte ich nicht wenig Lust gehabt, den beiden ein paar ihnen unverständliche Deutlichkeiten («Vetaasereti, elendi zwo Bredlecke-Wiibe . . .») hinterherzurufen. Doch meine gute Kinderstube hat mich davon abgehalten. Auch bei meinem nächsten Stadtbesuch kam mir mein eigenes Taktgefühl in die Quere: In einem schönen Zürcher Villengarten blühten die Rosenbüsche und andere Blumenarten, deren Namen ich nicht einmal kannte, und sie dufteten bis aufs Trottoir hinaus. An die beiden Weekend-Busch-Vandalinnen zurückdenkend, wäre ich am liebsten in das Pflanzenparadies eingedrungen, um alttestamentarisch an den Büschen herumzuhantieren. Ganz nach dem Motto: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Doch obwohl ich alles andere als ein Schutzpatron der Botanik bin, brachte ich es nicht übers Herz. Denn das Schöne ist meist am Ort seines Entstehens am schönsten. In diesem Sinne, liebe Städter: Wenn es denn sein muss, probieren Sie es doch mit Fragen. So bekommt man auf dem Land recht viel. Und, meine lieben «hurtigen» Damen: Wenn Sie nächstes Mal nett darum bitten, stelle ich Ihnen sogar Werkzeug zur Verfügung. ● Marco Fritsche, 33, gehört zu den innovativsten TVKöpfen der Schweiz. Er moderiert «Fritsche» auf TVO, die «Post-it Street Challenge» auf Pro 7 und die neue Staffel von «Bauer, ledig, sucht . . .» auf 3+. Ausserdem tingelt der in Appenzell lebende Entertainer mit seiner «FKK» («Fritsches Künstler-Kantine») durchs Land. www.marcofritsche.ch

FOTOS: NICOLE BENTIVOGLIO, DAN STEINBERG, AP

Sind Sie eine Aussenseiterin? Ich wollte nie «dazugehören». Ich habe mich immer schon extravagant angezogen. Natürlich gibt es Tage, an denen man es nicht so gut erträgt, wenn alle mit dem Finger auf einen zeigen, aber das brächte mich niemals dazu, Jeans und Ugg-Boots anzuziehen.


Manche Reisen werden zu Legenden. Bahamas. 10:07 Uhr. Tel. 044 221 11 00 louisvuitton.com Sir Sean Connery und Louis Vuitton unterst端tzen The Climate Project.


FOTOS: GIAN PAUL LOZZA

REPORT

Schnelle Kurven u Sabrina Hungerbühler fährt Autorennen. Die 26-jährige männliche Konkurrenz – und steht dabei immer


Alles auf Sieg Kurz vor dem Start bespricht Sabrina Hungerb체hler sich ein letztes Mal mit ihren Mechanikern. Ihr Wagen tr채gt die Nummer drei, weil sie in der letzten Saison Dritte wurde. In diesem Jahr will sie den Titel gewinnen.

nd scharfe Krallen Ostschweizerin k채mpft gegen eine fast ausschliesslich einmal wieder ganz oben auf dem Treppchen


REPORT

A

uf der Zielgeraden des Nürburgrings erklingt verhaltener Applaus. Der Spruch des Speakers – «dieses Mädel ist nicht nur sauschnell, sie sieht auch noch saugut aus» – hat doch noch ein paar Neugierige angelockt. Sabrina Hungerbühler wirkt winzig neben den beiden gestandenen Mannsbildern, die jetzt aufs Podest treten – und die diesmal schneller waren. Das «sauschnelle Mädel», für einige gar «die schnellste Frau der Schweiz», ist im ersten Rennen der Saison nur Dritte geworden. Fünf Minuten später steht sie im Fahrerlager, diskutiert mit ihren Serviceleuten. Eine tiefe Furche zieht sich über ihre Stirn, während sie darüber sinniert, warum es nicht zum Sieg gereicht hat: «Wenn ich nur nicht 40 PS weniger hätte als die anderen», «noch zwei Runden, und ich hätte sie gehabt.» Chassis an Chassis stehen die Wagen, zu siebt teilt man sich die Box, die sonst einem einzigen Formel-1-Team zur Verfügung steht. «Sports Car Challenge» heisst die Klasse, in der Hungerbühler startet, in einem Sportprototypen Marke PRC mit Drei-LiterBMW-Motor. Die Konkurrenz ist fast ausschliesslich männlich, Zuschauer sind heute nur wenige auf dem Ring. Wenn überhaupt, dann kommen sie wegen der 26-jährigen Ostschweizerin mit den langen schwarzen Haaren, die unter dem Helm Lidstrich und Mascara trägt, die mit ihren perfekt manikürten Gelnägeln an Motoren herumschraubt und privat lieber Pumps trägt als Turnschuhe. TRAUM VON DER FORMEL 1

Sabrina Hungerbühler ist acht Jahre alt, als sie zum ersten Mal in einem Kart sitzt. Mit zehn fährt sie ihre ersten Rennen, aber da zweifelt sie noch, ob sie nicht lieber beim Eiskunstlauf bleiben soll. Dort könnte sie es, sagen die Trainer, bis ganz nach oben schaffen. Erst als sie mit 16 Jahren als einziges Mädchen in die Formel A, die höchste Klasse der Karts, aufgenommen wird, ist ihr Ehrgeiz geweckt. Ein paar Jahre später ist sie eine von zehn, die aus Hunderten von Bewerbern für die BMW-Rennfahrerschule ausgewählt werden – und wieder die einzige Frau. Der Deutsche Timo Glock, der heute ein Formel-1-Auto pilotiert, ist in der Formel BMW ihr Teamkollege. Wie er steigt Sabrina Hungerbühler immer weiter auf, fährt 2005 in der Formel 3000. Von da an soll es weitergehen in die Formel 3, dann in die Formel 1. Sie wäre nicht die erste weibliche Fahrerin in der Königsklasse. Fünf Frauen gab es dort bisher, die erfolgreichste unter ihnen war die Italienerin Lella Lombardi, die von 1974 bis 1976 17 GrandPrix-Rennen bestritt. Doch Sabrina Hungerbühlers Höhenflug findet ein jähes Ende. Ihr Formel3000-Wagen erweist sich als nicht

Runde um Runde Diese Seite: Die langen Nägel trägt Sabrina Hungerbühler schon, seit sie 16 ist. «Beim Fahren haben sie mich noch nie behindert.» Links: Erster Test mit dem neuen Sportprototypen Marke PRC auf dem Hockenheimring. Sabrina Hungerbühler hat nur wenige Gelegenheiten, mit ihrem Wagen zu trainieren.

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REPORT

konkurrenzfähig, für einen Aufstieg in die Formel 3 fehlt das Geld. «Im Rennsport hängt alles vom Geld ab. Wenn du ein gutes Auto willst, brauchst du Sponsoren.» Es sei ohnehin schwierig, an Sponsoren zu kommen, sagt Hungerbühler, aber als Frau habe man es noch viel schwerer. «Ach ja, die fährt ein bisschen, denken die meisten, wenn ich bei ihnen vorstellig werde.» Dass eine Frau im Motorsport eine echte Chance hat, daran wollen die meisten nicht so recht glauben. Hinzu komme, dass es für die höchsten Klassen im Moment kaum ein Thema sei, Frauen anzuwerben, «die Zuschauer kommen auch ohne den Exotenbonus». AUS DER ERSTEN REIHE 2006 ist ihr Traum von der Formel 1 endgültig geplatzt; keine Sponsoren, kein Team. Viele würden an so einem Punkt aufhören. Wozu der Aufwand, wenn es doch nicht bis ganz nach oben reicht? Sabrina Hungerbühler macht weiter. «Ich brauche den Wettkampf, ich muss mich mit anderen messen. Wenn einer schneller ist als ich, werde ich ‹sturzverruckt›.» Sie wechselt zur Sports Car Challenge – und gewinnt gleich in ihrer ersten Saison den Titel, wieder einmal als einzige Frau. Heute, am Nürburgring, ist Sabrina Hungerbühler nicht die einzige Frau. Im ersten Rennen ist eine junge Deutsche

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mitgefahren, aber sie war chancenlos, landete irgendwo auf den hinteren Rängen der 22 Fahrer im Feld. Im zweiten Rennen des Tages wird sie nicht mehr starten. Hungerbühler wird starten, aus der ersten Reihe. In der Qualifikation hat sie den zweiten Platz herausgefahren, und mit einem dritten Rang will sie sich diesmal nicht zufriedengeben. «Ich brauche die Punkte, ich will gewinnen», sagt sie immer wieder. Sie habe nur ein Ziel, den Titel. Im vergangenen Jahr wurde sie in der Serie nur Dritte, diese Saison muss besser werden. Sie muss Risiken eingehen – und trotzdem scharf kalkulieren. Denn einTotalschaden ihresAutos würde ihr Budget sprengen. «Wenn ich das Auto ‹zusammenlege›, ist die Saison für mich vorbei. Einen neuen Wagen könnte ich mir nicht leisten.» Nach zwei Jahren als Profi-Rennfahrerin muss Hungerbühler sich ihren Unterhalt in dieser Saison wieder mit einem Bürojob verdienen. Sie ist weggezogen aus ihrer Ostschweizer Heimat, arbeitet in Luzern in der Buchhaltung einer Bekleidungsfirma. Andere in ihrer Serie leben nur vom Rennsport, setzen sich fast täglich in den Wagen, kennen jede Rennstrecke auswendig. Sabrina Hungerbühler hat ihren neuen Wagen vor den Rennen am Nürburgring nur ein einziges Mal getestet. Mit Krafttraining versucht sie, mangelnde Testkilometer wettzumachen. Die drei- bis vierfache Schwerkraft

wirkt auf die Fahrer während der Rennen, bis zu 70 Kilo sollte man auf die Bremse bringen. Hungerbühler wiegt höchstens 55 Kilo. Das hat auch Vorteile. Früh hat sie begriffen, dass sich aus ihrem Aussehen Kapital schlagen lässt. Sie wandert in Brautkleidern über die Laufstege von Hochzeitsmessen und zeigt sich auf ihrer Homepage im sexy Bustier und mit tief geöffnetem Rennanzug. Und sie lehnt sich auch einmal in bester Boxenludermanier lasziv ans Heck eines roten Ferrari. Für die «Schweizer Illustrierte» testet sie Autos, und für kurze Zeit war sie sogar im Fernsehen – als Moderatorin einer Autosendung. Vergleiche mit einer blonden Landsfrau drängen sich da auf, aber davon will sie nichts wissen. DIE FAMILIE FÄHRT MIT Kurz vor den Rennen ist Sabrina Hungerbühler nicht mehr ansprechbar. Sie wirkt bleich, trotz Solariumbräune. Wie versteinert starrt sie ins Leere, die schwarz umrandeten Augen zu Schlitzen verengt, während Vater Albert noch einmal die Reifen kontrolliert. Er ist bei jedem Rennen dabei, von Anfang an. «Die anderen kümmern sich ums Auto, ich kümmere mich um Sabrina», sagt der Garagist. «Er gibt mir im entscheidenden Moment den rechten Tritt in den Arsch», sagt seine Tochter. Doch sie sei, das will sie klar-

stellen, keines dieser Kinder, die nur die Träume ihrer Eltern verwirklichen. Und auch nicht das Töchterchen, das sich vom Vater aushalten lässt. Er greife ihr zwar ein wenig unter die Arme, «aber eine Saison kostet mich rund 150 000 Franken». Beträge, die sie nur mit Hilfe von Gönnern und Sponsoren aufbringen kann. Sie sei schon manchmal «eine Schwierige», sagt der Vater, während seine Tochter den Helm überstreift, die Handschuhe festzurrt. «Wenn es nicht so läuft, wie sie will, dann kann sie ganz schön ‹täubelen›.» Es geht auf die Einführungsrunde. Gestartet wird fliegend, der Vater versucht, von der Boxengasse aus einen Blick auf das Feld zu erhaschen. An die Strecke darf er noch nicht – zu gefährlich. Erst als die Wagen zum zweiten Mal vorbeirasen an Start und Ziel, fast 300 Stundenkilometer schnell, jubelt Albert Hungerbühler. Sabrina führt. «P1» steht auf dem Schild, das der Mechaniker in die Strecke hält, und für einen Moment fühlt es sich fast ein wenig an wie bei der Formel 1. «P1» steht da auch noch bei der nächsten Durchfahrt und der übernächsten und auch, als Sabrina Hungerbühler nach zehn Runden durchs Ziel fährt, die Faust nach oben gereckt wie die ganz Grossen, mit sechs Sekunden Vorsprung auf den Zweitplacierten. Das Team jubelt, als sie das Auto vor der Box parkt. Sie lässt sich drücken, vom


Vater, vom Mechaniker. Dann kommen die Konkurrenten, alle einen Kopf grösser als sie, um ihr Respekt zu zollen. Man versteht sich gut, aber ganz geheuer scheint es ihnen nicht zu sein, dass die kleine Frau mit den grossen Rehaugen sie gerade alle abgehängt hat. «Manche Männer sind immer noch der Meinung, dass eine Klasse, in der eine Frau gewinnt, kein Niveau hat.» Der Traum von der Formel 1 ist geplatzt, aber Sabrina Hungerbühler träumt weiter. Sie will die 24 Stunden von Le Mans fahren. Die hat noch nie eine Frau gewonnen. Katharina Blansjaar ● Sabrina Hungerbühlers nächste Rennen

finden am 19. und 20. Juni auf dem Hockenheimring statt. Weitere Infos: www.prc.at; www.sabrinahungerbuehler.com

Zerlegte Boliden Oben: Erst kurz vor dem Start wird am Wagen die Polyesterverkleidung angebracht. Einem Crash hält die Schale nicht stand, wohl aber die Fahrerbox aus Karbon. Rechts: Wenn Sabrina Hungerbühler nach dem Rennen ihren Helm abstreift, ist so mancher Zuschauer überrascht.

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REPORT

Oben: MERETAEBERSOLD,

SCHUHDESIGNERIN, ZÜRICH, LONDON

Rechts: LINUS JAEGGI, ANWALT, ZÜRICH

«Vor ein paar Jahren habe ich durch meinen Freund, der früher Mountainbike-Rennfahrer war, das Biken wiederentdeckt. Heute fahre ich ein Enduro-Mountainbike der Marke Santa Cruz, Modell Nomad. Sein Neupreis betrug rund 6500 Franken – dieses Bike ist das Teuerste, was ich mir je geleistet habe. An Wochenenden bin ich oft auf dem Uetliberg. Downhill ist die Belohnung fürs Hinauffahren. Ich liebe steile und steinige Wege und habe darum immer wieder blaue Flecken und blutige Beine. Viele haben Respekt vor der Grösse meines Bikes und den Abhängen, die ich hinunterfahre, aber einige habe ich schon vom Mitmachen überzeugt.» (kid.)

«Dieses Militärvelo habe ich vor drei Jahren im Zeughaus Seewen für 150 Franken erstanden. Ich fahre schon seit der Offiziersschule mit Militärvelos, denn die sind so schön einfach. Mehr als einen Gang und eine Rücktrittbremse braucht man doch nicht. Für die modernen Hightech-Velos habe ich nichts übrig. Mein Velo hat eine mittlere Übersetzung, mit der man zwar nicht sehr schnell ist, aber dennoch überall gut hinkommt. Ich besitze auch ein Auto, aber in der Stadt bin ich, wenn immer möglich, mit dem Velo unterwegs. Man ist schneller und muss sich wegen Parkplätzen keine Sorgen machen. Ich will mich einfach stressfrei bewegen können.» (kid.)

Auf zwei Rädern lebt man leichter Warum soll man sich mit Parkplätzen und Staus herumschlagen, wenn es das Veloziped gibt?

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FOTOS: DAN CERMAK, ASSISTENZ: DANIELE KAEHR


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REPORT

D

ie Zeiten, als einVelo zu fahren fast zwingend bedeutete, sich gegen Gesellschaftsund Verkehrsmodelle aufzulehnen, sind vorbei. Natürlich fährt der reinrassige Öko-Fundi auch heute noch bevorzugt Fahrrad, aber er teilt sich den Radweg mit einer immer grösser werdenden Gruppe von undogmatischen Pragmatikern, die für jede Lebenssituation das passende, oft zweirädrige Mobilitätskonzept haben. Velofahren heisst nicht mehr, gegen das Auto zu sein, denn: Das Zweirad ergänzt das Auto auf ideale Weise. Dies überall dort, wo es eng wird, wenn man auf vier Rädern in einer grossen Blechwanne unterwegs ist. Jeder, der einen grossen 4×4 fährt, wäre gut beraten, diesen mit einem smarten und zusammenklappbaren Stadtvelo aufzurüsten, um wieder wirklich «mobil» zu sein. Das hiesse: Das Auto bleibt am Stadt rand stehen, und von dort geht’s geniesserisch und mit der Kraft der eigenen zwei Beine weiter. Das schont die Luft und die Nerven. Einwände gegen diese Form der städtischen Beweglichkeit? Man würde verschwitzt im Büro ankommen? Derjenige, der dies sagt, sollte auf ein modernes Fahrrad steigen, um zu merken, dass Zweiräder in den letzten 35 Jahren ihr Gewicht halbiert haben – dies bei einer stets grösser werdenden Auswahl an Übersetzungen, um das Pedalieren zu erleichtern. Die Entwicklung war bei den Autos in derselben Zeit gegenläufig: Sie wurden immer schwerer und sperriger. Wer fürchtet Statusverlust? Überdenken Sie Ihr Weltbild! Denn der Connaisseur betont seinen Lebensstil längst nicht mehr primär mit einer Karrosse. Die Codes sind subtiler. Biker, Downhiller, «Fixie»-Fahrer oder BMX-ler fahren genauso Zweirad wie die Fans von Hollandvelos, Liegerädern oder die sich gerade explosiv ausbreitenden SeventiesRenner-Girls. Jeder hat seinen Stil, doch keiner glaubt, wegen seines Gefährts dem anderen in einer Weise überlegen zu sein. Das ist moderne Lebenskunst. Anfänger können in Amsterdam Einsteigerkurse buchen. – Also: mehr Mut

zum Velo, liebe Schweizerinnen und Schweizer. Holt die Dinger aus dem Keller, pumpt die Reifen, schmiert die Kette, und ab auf die Piste. Machen wir den Sommer 2009 zum Sommer des Zweirads! Zum Sommer der Fitness! Und zum Sommer der Liebe! Denn auch das wäre ganz wichtig: Velo und Kampfeslust gehören nicht zusammen. Die Zeiten, in denen «Velo-Rowdies» rücksichtslos den Verkehrsraum «eroberten», sind genauso vorbei wie Autofahrer, die Fahrradfahrer mit gefährlichen Manövern zu «erziehen» versuchen. Die Zukunft kann man nur gemeinsam anpacken. In die Pedale getreten! Jeroen van Rooijen

Oben: REGULAWALSER,

SOFTWARE-INGENIEURIN, ZÜRICH «Mein Freund Heiko arbeitet für eine niederländische Firma und ist darum oft in Amsterdam, wo der ‹Bakfiets› sehr beliebt ist und sich als praktisches Nahverkehrs- und Warentransportmittel einen festen Platz im Stadtbild erobert hat. Für ihn war also bald klar, dass wir in Zürich auch ein solches Velo haben müssen. Wir besitzen kein Auto und brauchen das Kistenvelo recht häufig. Es erweist sich als praktisches Fahrzeug, vor allem, wenn die ganze Familie zusammen in die Badi fährt. Unser zweijähriger Sohn Theo sitzt dann vorne auf dem Bänkli und geniesst den Ausblick. Er führt sich immer wie ein kleiner Chef auf und freut sich, wenn die Leute ihm zuwinken. Der ‹Bakfiets› fährt sich aufgrund des langen Radstandes und der indirekten Lenkung etwas anders als ein normales Velo. Man muss also schon vorausschauend fahren. Natürlich ist es auch ein gutes Stück schwerer, wenn das Kind drin sitzt, erst recht.» (jvr.) Links: ADRIAN ARQUISCH,

SHOP-MANAGER, ZÜRICH «Bevor ich mir vor rund einem Jahr dieses schwarze Gorilla-Bike mit Stahlrahmen gekauft habe, bin ich jahrelang auf FlohmarktVelos für maximal hundert Franken durch die Gegend gekurvt. Irgendwann wurde es mir aber zu mühsam, immer wieder viel Geld für kleine Reparaturen auszugeben. Und als mein Lieblingsvelo gestohlen wurde, wollte ich definitiv etwas Neues probieren. Das Gorilla-Bike ist kaum mit den alten Velos zu vergleichen: Ich bin damit viel schneller, und es ist viel sicherer zu fahren. Die Schaltung ist toll, und die Bremsen sind extrem zupackend. Für Gorilla habe ich mich entschieden, weil das Velo so schlicht ist – alles Überflüssige ist entfernt worden. Ich benutze das Velo praktisch täglich, privat und auf dem Weg zur Arbeit, ausser wenn es Katzen und Hunde regnet. (jvr.) Linke Seite: BRIGITTE L., GRAFIKERIN, ZÜRICH

«Seit sieben Jahren fahre ich mit dem Velosolex (Jahrgang 1967, Typ: 3800) und bin immer wieder begeistert. Ich mag seinen charmanten Stil und das unverkennbare Motorengeräusch. Mit diesem Gefährt fahre ich täglich viermal den Weg von zu Hause zur Arbeit und zurück. Mit dem Solex unterwegs zu sein, ist, wie mit einem süssen Hund spazieren zu gehen: Viele Leute sprechen einen an, haben Freude, erzählen Geschichten vom eigenen Solex und wollen dieses und jenes wissen. Ein Solex hat meist den grösseren Bewunderungseffekt als so manches teure Auto. Ab und zu gibt es auch Gelächter von Jungen, die keine Ahnung haben. Auf diesem Cityflitzer fühle ich mich wie auf einem kleinen schwarzen Pferd, welches mich – auch in eleganter Kleidung! – gediegen von A nach B bringt.» (kid.)

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FOTOS: PETER VANN, PD

Vive la France Das Citroën-Cabriolet Traction Avant Décapotable, das Peter Vann 1985 vor dem Eiffelturm in Paris fotografierte, ist seine meistveröffentlichte Foto überhaupt. Die Frau rechts mit der Pagenfrisur ist Vanns Frau Claudine. «Es war nicht einfach, die Genehmigung für den Trocadero, den Platz vor dem Eiffelturm, zu bekommen», erinnert sich der Fotograf. «Heute wäre das nicht mehr möglich, denn die Fläche ist nicht so ganz stabil.»

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PORTR ÄT

Im Banne des Automobils Aus dem Wunsch, Rockstar zu werden, ist nichts geworden. Dennoch hat es das Leben mit Peter Rindlisbacher (alias Peter Vann) gut gemeint: Er gehört zu den Weltbesten, wenn es darum geht, ein Automobil fotografisch zu inszenieren. Heute lebt Vann als Galerist und Landschaftsfotograf im Engadin

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PORTR ÄT

S

-chanf, Ende April 2009. Die unterste Gemeinde des Oberengadins ertrinkt fast im Schnee, und selbst die beinharte Winter gewohnten Einheimischen haben mittlerweile mehr als genug von der weissen Pracht, die dieses Jahr im Übermass vom Himmel kam. Mitten unter ihnen lebt hinter der meterdicken Fassade eines Bauernhauses aus dem 17. Jahrhundert ein Zugezogener, dem die Schneemassen herzlich egal sind. Jahrzehntelang hat er das pure Gegenteil gelebt, den Sommer genossen, die Wärme geliebt, den internationalen Jetset begleitet. Und ist international bekannt geworden als genialischer Bildkomponist für die edelsten und rarsten Sport- und Luxuskarrossen dieser Welt. Doch heute, älter und weise(r) geworden, meint Peter Vann lakonisch, dass jeder halt dort leben müsse, wo es für ihn stimme. Und das sei für ihn im Engadin der Fall. Peter Vann liebt das Bündner Hochtal mit all seinen Extremen. Der mittlerweile 67-Jährige kam schon hierher, als es noch längst nicht hip war, sich in den Dörfern rund um St. Moritz ein zweites Standbein zu errichten. Durch einen Zufall (oder war es vielmehr Schicksal?) konnte er das Haus in S-chanf erwerben, und nach einem umfassenden Um- und Ausbau lebt er nun dort, zusammen mit seiner zweiten Frau Claudine und der gemeinsamen Tochter Lisa. Sohn Oskar studiert in Paris. Während Besuchen im Bündner Hochtal geniesst der 23-Jährige die steilen Aufstiege und stürzt sich noch lieber in halsbrecherischer Manier die mäandernden Passstrassen hinunter. Und bringt damit seinen Vater, der ihn im Auto begleitet, Kurve für Kurve näher an den Rand eines Herzinfarktes. EINE ERSTE KARRIERE ALS SÄNGER Abgesehen von der Sorge um das Wohlergehen seiner Kinder ist Peter Vann furchtlos. Seine illustren Bildbände peppen zwar seit vielen Jahren in Millionen von bürgerlichen Stuben die Bibliothek auf. Doch er mag sie, ehrlich gesagt, mittlerweile nicht mehr sehen, seine auf Hochglanz polierten Luxusfahrzeuge, die es – trotz ihrer Eleganz – nicht mit der rauen Schönheit der

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hochalpinen Gebirgswelt hier oben aufnehmen können. Deren visuelle Wucht hat Peter Vann mittlerweile in den Bann gezogen, und so fotografiert er das Gestein und die sich spektakulär darüber spannenden Himmel. Das Resultat, eine Serie grossformatiger Landschaftsbilder von urtümlicher Kraft, ziert nun die Wände der Kunstgalerie, die sich Peter Vann im Untergeschoss seines Bauernhauses eingerichtet hat und die für die neuste von inzwischen vielen Existenzen steht, die sich der Starfotograf aufgebaut hat. Der Weg zu Wohlstand und Ruhm war für Peter Vann anfänglich steil und steinig. Und es brauchte seine Zeit, bis aus dem kleinen, 1941 in Zürich geborenen Rindlisbacher ein heute weitherum bewunderter Vann geworden ist. Ende der fünfziger Jahre feierte der selbstbewusste Fotografen-Lehrling als Hobby-Musiker in Zürich seine ersten kleineren Erfolge und setzte sich danach bald nach Paris ab, um dort, fernab der helvetischen Enge, in der Bohème als Sänger Karriere zu machen. Weshalb ging er nach Paris? «Die USA mochte ich nicht, und auch England war nicht mein Ding. So kam Paris gerade recht», sinniert Vann. «Die Kamera hängte ich an den Nagel, nahm auf Anraten eines französischen Musiklabels den Künstlernamen Vann an und produzierte in der Folge Schallplatten, hatte Auftritte im Radio und in einer Unzahl von Live-Shows.» Trotz diesen Anfangserfolgen als Musiker fiel Peter Vann mit 28 Jahren in ein totales Loch. Er konnte zwar von seiner Kunst leben, hatte aber nicht den Status erreicht, den er sich erhofft hatte. Zum Glück, meint er rückblickend, «lernte ich damals meine erste Frau kennen, eine Deutsch-Italienerin, die ebenfalls in Paris lebte. Sie war News-Journalistin und schrieb für französische Medien über das Wirtschaftswunderland Deutschland. Sie war es, die mich zurückbrachte zur Fotografie. Anfänglich vor allem im Bereich Reportage. Ich porträtierte für sie unter anderem Polit-Grössen wie Franz Josef Strauss oder auch Willy Brandt und begann mich Ende der sechziger Jahre in Paris als Fotograf zu etablieren, nun auch in den Bereichen Fashion – unter anderem für die französische ‹Vogue› – und ‹People›, wo ich Porträts von Sartre, Sagan, Kinski und Buchholz machte.» – Ab 1972 wurde die Automobilfotografie zum beruflichen Schwerpunkt, denn Peter Vann begann

Der Traumwagen Oben: Der Pontiac Firebird XP-21 von 1959 war ein Showcar mit drei DüsenjägerFlossen und zwei Plexiglas-Cockpits. Seine Gasturbinen hätten den Wagen bis auf 390 km/h beschleunigt und dabei 670 Grad heisse Abgase produziert – wenn er denn je gefahren wäre. «Sie wirkt immer noch modern, wie gerade gestern gemacht», sagt Peter Vann über die in den frühen achtziger Jahren aufgenommene Foto.


neben seiner Arbeit für «Vogue Homme» auch für den französischen Automobilkonzern Citroën sowie diverse AutomobilZeitschriften zu arbeiten, worauf unzählige weitere Aufträge folgten. Eine schreckliche Zäsur im Leben Peter Vanns war 1982 der unvermittelte Tod seiner Frau. Er erhielt einen Anruf von den Verantwortlichen des Rallys Paris–Dakar, an dem seine Frau als Reporterin teilnahm. Darin wurde ihm mitgeteilt, dass sie in einen Unfall verwickelt worden und dabei umgekommen sei. Peter Vann stand zum zweiten Mal in seinem Leben vor dem Abgrund und spielte zeitweise gar mit dem Gedanken, seinem Leben ein Ende zu bereiten. VON DEN AUTOS ZUR KUNST – UND ZURÜCK Doch seine Kämpfernatur war stärker. Nur ein Jahr nach dem tragischen Ereignis veröffentlichte Peter Vann im französischen EPA-Verlag seinen ersten Automobil-Bildband unter dem Titel «Automobiles extraordinaires». Das Buch schlug ein wie eine Bombe und wurde in Dutzenden Ländern in Lizenz herausgegeben. Dieser Erfolg bewog den Herausgeber in der Folge, die Zusammenarbeit mit Peter Vann zu vertiefen, und es folgten weitere Bildbände über Cabriolets («Cabriolets», 1985), zweisitzige Sportcoupés («Berlinettes», 1986), über Ferrari («Fantastiques Ferrari», 1987) und weitere Automobil-Ikonen («Le rêve automobile», 1988 im EPA-Verlag bzw. «Dream Cars» im Londoner Guild Publishing). In den nächsten zwanzig Jahren arbeitete Peter Vann für die namhaftesten Automobilhersteller, und es erschienen von ihm regelmässig in unterschiedlichen Verlagen (ab 1998 auch im eigenen Verlag) neue Fotobücher über amerikanische, italienische und zunehmend auch deutsche Luxus-Autos. Den bibliographischen Abschluss seiner Autobücher bildete 2008 der im Delius-Klasing-Verlag erschienene Bildband «Peter Vann. Das fotografische Werk», welcher im März 2009 in Deutschland vom Motor Presse Club in der Kategorie Foto mit dem «MPC-Autobuch-Preis 2009» ausgezeichnet worden ist. Trotz dieser bemerkenswerten Karriere hat Peter Vann inzwischen mit den Automobilen abgeschlossen, wie er sagt. Er fahre zwar noch immer leidenschaftlich gerne Auto, zurzeit

einen Audi Allroad («noch das alte Modell, weil mir seine Kanten besser gefallen»), seine neue Leidenschaft gelte aber nun der Kunst und hier vor allem seiner Galerie, die von Gattin Claudine gemanagt wird. Automobile hätten als Sujet ausgedient – wenn er denn nicht gerade für einen Automobil-Konzern unterwegs ist irgendwo auf dieser Welt, wie gerade in diesen Tagen. Denn seine schnappschussartigen «Weltbilder 08/09», die er 2008 für den VW-Konzern fotografierte, kamen beim Publikum derart gut an, dass er von den VW-Oberen gleich wieder um den ganzen Globus geschickt wurde, um auch 2009/2010 weitere «Stationen und Erlebnisse des Konzerns mit seinen Marken zu beobachten und in Momentaufnahmen festzuhalten» (Zitat Presseabteilung der Volkswagen Group). Alte Liebe rostet halt doch nicht, ist man geneigt zu sagen. Allen gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz. Philipp Bitzer ● Galerie Peter Vann, Somvih 24, CH-7525 S-chanf. Geöffnet während der Saison von Mittwoch bis Samstag, 16 bis 19 Uhr. Ausserhalb der Saison nach Vereinbarung, Telefon +41 81 850 16 22, Telefax +41 81 850 16 21, www.galeriepetervann.com

Roter Jäger Oben: Mit dem Modell 335 S holte sich Ferrari 1957 die KonstrukteursWeltmeisterschaft bei den Sportwagen. Das Auto verfügt über einen V-12-Motor mit 4 Litern Hubraum, aus denen beachtliche 390 Pferdestärken geschöpft werden. Unten: Fotograf Peter Vann.

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Zum Beispiel mit der Cornèrcard gold, dem edlen Klassiker. Mehr vom führenden Anbieter innovativer Kredit- und Prepaidkarten: www.cornercard.ch Auch als

Zwei Karten und mehr zum Preis von einer.


REISEN

Auf dem weltbekannten Djemaa el Fna in Marrakesch herrscht von früh bis spät Hochbetrieb.

PANORAMA

Unter Gauklern und Gaunern Am schönsten ist es zur Dämmerung. Wenn die Autos vom tagsüber chaotisch befahrenen Platz plötzlich verschwinden. Wenn Hunderte kleiner Gaslichter entzündet werden und Feuerchen in den mobilen Garküchen flackern. Wenn der Singsang des Muezzin über der Stadt liegt, die Gaukler, Geschichtenerzähler,

Saftpresser und Wunderheiler um die Wette rufen, Scharlatane, Wasserträger und Schlangenbeschwörer lauthals um Aufmerksamkeit buhlen. Wenn ein buntes, irres und quirliges Schauspiel seinen abendlichen Lauf nimmt. – Früher Markt- und Henkersplatz, auf dem die Häupter der Geköpften auf

DAS HOTEL

Pfählen zur Schau gestellt wurden, ist der Djemaa el Fna in Marrakesch heute vor allem ein grosser Touristenmagnet. Auch wenn sich deshalb unter den Gauklern immer mehr Gauner tummeln, hat das einzigartige Spektakel bis heute nichts von seinem mystischen Zauber eingebüsst. Claudius Wirz

WOHIN GEHT DIE REISE?

Die mattgoldene Pracht alter Tage

FOTOS: BAB.CH / PHOTONONSTOP, PD; ILLUSTRATION: GABI KOPP

Ans Balkongeländer lehnend und auf den See blickend, ist man sich sogleich sicher, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Die Abendsonne Genfs taucht die majestätische Promenade, den Jet d’Eau und die Alpenkette dahinter in ein wunderbar goldenes Licht. Man stellt sich vor, dass es der französischen Autorin Colette ähnlich ergangen sein muss, als sie Anfang des letzten Jahrhunderts regelmässig im Hotel Le Richemond zu Gast war, genau wie später Walt Disney und Ella Fitzgerald. 2004 kaufte der umtriebige Sir Rocco Forte das angejahrte Hotel am Jardin Brunswick. Mit einer aufwendigen Renovation hauchte Forte dem Hotel neues Leben ein und eröffnete es Ende 2007

Die Schwester des Besitzers richtet die Zimmer ein.

mit 88 Zimmern und 21 Suiten wieder. Fortes Schwester Olga Polizzi, die für die Innenarchitektur der Hotels verantwortlich ist, hat zusammen mit dem jungen Designer John Stefanidis ein zeitgenössisches Art déco ins Haus gebracht. Die Lobby glimmert mattgolden, geheimnisvoll wirkt die Bar nebenan, dank ihrer schwarz-roten Möblierung und den unzähligen Kerzchen. In den leider recht klein wirkenden Zimmern werden dunkles Violett, Rot, helles Blau und Grau stimmig miteinander kombiniert. Durch eine Art goldenen Bambushain tritt, wer sich für eine entspannende Behandlung in das Spa begibt. Gänzlich mondän und ständig die Balance zwischen Noblesse und leichter Arroganz suchend, geben sich die mehrheitlich italienischen und französischen Mitarbeiter. Sie leisten – speziell im hauseigenen Restaurant, wo Küchenchef Pietro Amato eine frische Italianità auf die Teller zaubert – einen fast perfekten Service. Nur die gewünschte morgendliche Belieferung mit der NZZ ging schlicht vergessen. Claudius Wirz ● Le Richemond, Genf, Tel. 022 715 70 00, www.roccofortecollection.com, DZ ab Fr. 475.– (Weekend Package).

Yangon–Apaung Laurent Kuenzle, 41, Group Managing Director von Asian Trails, getroffen in Burma: «Da ich beruflich viel unterwegs bin, möchte ich privat möglichst unkompliziert reisen und gehe mit Freunden segeln. Wir mieten uns ein Schiff mit Skipper und Koch. Für meine letzten Ferien bin ich allerdings zum Karneval nach Sao Paulo geflogen. Ich war von Freunden eingeladen worden. Und zwar nicht als Zuschauer, sondern als Teil einer Samba-Schule im Kostüm mittanzend! Regelmässig reise ich auch nach Burma, wo ich drei karitative Projekte begleite: ein von Nonnen geführtes Altersheim für Mittellose, eine Schule für gehörlose Kinder und eine 2008 von einem Zyklon zerstörte Schule, die neu aufgebaut wurde.» Claudius Wirz


BEAUTY

Innovation des Monats

Estée Lauders «Idealist» gehört längst zu den Klassikern der Notfallkosmetik. Das Serum zaubert die Haut innert Sekunden glatt und seidenweich und bringt vergrösserte Poren zum Verschwinden. Ein idealer Helfer, wenn nach einem langen Arbeitstag noch ein romantisches Abendessen ansteht. Mit dem «Idealist Dual-Action Refinishing Treatment» steht dem Serum nun ein Peeling zur Seite, das mit fünf verschiedenen Arten von Kügelchen matte und raue Haut dauerhaft zum Strahlen bringt. (rin.) ● 75 ml kosten 86 Franken.

Der Duft Klassiker

Türkis ist die Farbe dieses Sommers. Yves Saint Laurent setzt damit auf den Augendeckeln gekonnt Akzente.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts parfümierten die Damen der besseren Gesellschaft nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Handschuhe, ihre Taschentücher – ja sogar ihre Bettwäsche. «Eau de Lit» aus der Linie der «Exclusive Perfumes» von Guerlain ist ein Duft ganz in dieser Tradition. Neroli, Salbei, Vanille und weisser Moschus beruhigen, abends auf Laken und Kissen gesprüht, die Sinne, rufen den Sandmann herbei – und verführen vielleicht sogar zu aussergewöhnlichen Träumereien. (rin.) ● 125 ml zu Fr. 100.–, bei Osswald in Zürich.

Knallbunter Lidschatten setzt in diesem Sommer Akzente. Die Farbe will aber fein dosiert sein. Alle reden vom Revival der achtziger Jahre, Matthew Williamson verbreitet mit Hilfe von H&M seine bunten Fetzen rund um den Globus – und was macht die Kosmetikindustrie? Statt bunter Leckerbissen servieren uns die meisten Kampagnenbilder den immer wieder gerne aufgewärmten Nude-Look, garniert mit ein wenig Bronzepuder. Sommerlaune kommt da nicht wirklich auf. Da sind die türkisfarbenen Lider mit goldener Schattierung, die uns Yves Saint Laurent präsentiert, eine

wahreWohltat – nicht nur fürsAuge. Ein schönerAkzent, und das auch noch in der Farbe dieses Sommers. Frau darf Mut zeigen, es bunt treiben, auch mal ein bisschen mehr wagen. Allerdings gilt im Make-up wie in der Mode: die «echten» achtziger Jahre sind definitiv vorbei. Farben werden heute anders dosiert und nicht wild kombiniert. Wer sich an Türkis wagt, darf es mit ein wenig Gold und schimmerndem Puder sanft betonen. Von buntem Lippenstift und dickem Wangenrouge sollte man aber tunlichst die Finger lassen. Denn nicht alles, was damals angesagt war, wurde über die letzten 25 Jahre so gut konserviert wie Madonna. Katharina Blansjaar ● Palette 5 Couleurs pour les Yeux» aus der Kollektion «Trésor d’Afrique» von Yves Saint Laurent, 88 Franken.

FOTOS: PD

Kleckern statt klotzen

VERLOSUNG

Gewinnen Sie 20-mal ein Verwöhnpaket für den ganzen Körper von Nuxe Mit dem Körperpeeling «Tonific Exfoliation» und dem Pflegeöl «Huile Prodigieuse» bringt Nuxe die Haut gleich doppelt zum Strahlen. 100-prozentig pflanzliche Peeling-Partikel machen die Haut zart und aufnahmefähig, ausgewählte Pflanzenöle und antioxidatives Vitamin E nähren und schützen. Paket im Wert von je 93 Franken. www.magazin-z.ch/verlosung. Teilnahmeschluss für den Wettbewerb ist der 14. Juni 2009.


Publireportage www.lexus.ch

Intelligenz an Bord: Die neue PremiumGelände-Limousine Lexus RX 450h.

DER NEUE LEXUS RX 450h MIT VOLLHYBRIDTECHNOLOGIE BEWEIST ERNEUT:

DIE ZUKUNFT IST HEUTE UND HYBRID. Der neue RX 450h ist die weltweit einzige Premium-Gelände-Limousine mit der bahnbrechenden Lexus Vollhybridtechnologie. Lexus Hybrid Drive sorgt für mehr Leistung bei weniger Verbrauch und ist der Massstab für eine ökologisch verantwortungsbewusste und intelligente Mobilität. Die Technologie der Zukunft ist im PremiumSegment exklusiv bei Lexus erhältlich und sie kann heute schon erlebt werden. Herzlich willkommen zur Probefahrt. nsere Gesellschaft beansprucht nicht nur ein hohes Mass an Mobilität, sie verlangt auch ökonomisch und ökologisch verantwortungsvolle Antriebskonzepte. Gefragt sind Antriebstechnologien, die Energie möglichst effizient nutzen und Emissionen auf ein Minimum begrenzen. Ein entscheidender Schritt ist mit der Entwicklung des Hybridantriebs gelungen. Der Vollhybridantrieb kombiniert einen Verbrennungsmotor mit einem oder mehreren Elektromotoren zu einem gemeinsamen Antriebssystem. Das Elektroaggregat unterstützt den Verbrennungsmotor zur Effizienzsteigerung und bewirkt so eine Senkung der Emissionen. Wie kein anderes alternatives Antriebssystem erfüllt das Hybridmotorenkonzept das Bedürfnis nach intelligenter, zukunftsgerichteter Mobilität. Lexus hat das ökonomische und ökologische Potenzial der Hybridtechnologie als Erster erkannt und bereits im Jahre 2005 das erste Premium-Automobil mit Vollhybridantrieb lanciert. Die Luxusmarke ist heute der einzige Anbieter von PremiumAutomobilen mit ausgereifter, technisch erprobter Vollhybridtechnologie – Lexus bietet heute bereits drei individuelle Vollhybridautomobile an.

U

die elektrische Energie umfassender: Der Elektromotor ersetzt das Benzinaggregat insbesondere beim Anfahren und unterstützt es während der Fahrt permanent als zusätzliche Energiequelle. Die Emissionen eines Automobils mit Vollhybridantrieb liegen weit tiefer als bei denjenigen mit einem herkömmlichen Antriebssystem: Laut Studien der ETH Zürich und der Technischen Universität Darmstadt lassen sich die CO2Emissionen bei einem Vollhybriden im Vergleich zu herkömmlichen Antrieben bis zu 30 % verringern. In der Stadt ist im Stop-and-go-Verkehr sogar komplett emissionsfreies Fahren möglich.

DER NEUE LEXUS RX 450h MIT VOLLHYBRIDANTRIEB UND 4x4:    

6,3 l/100 km Energieeffizienz A 299 PS (220 kW) CO2 148 g/km

Lexus Limousinen mit Lexus Hybrid Drive sind vollhybrid. Im Gegensatz zum Mikro- oder Mildhybridantrieb nutzt ein Lexus Vollhybrid

Lexus Hybrid Drive: intelligente Mobilität für die Schweiz. Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer vertrauen auf die Qualitäten des zukunftsweisenden Antriebssystems von Lexus. Schon über 2500 Schweizer Automobilisten haben sich für die wegweisende Lexus Hybrid-Drive-Technologie entschieden und schätzen den Vorteil von mehr Leistung bei weniger Verbrauch. Übrigens: Nur Lexus bietet im Premium-Segment eine komplette Fahrzeugflotte mit intelligenter Vollhybridtechnologie.

Intelligenz an Bord: Die neue VollhybridGelände-Limousine RX 450h ist im PremiumSegment der Massstab für mehr Leistung und weniger Verbrauch. Reservieren Sie jetzt eine exklusive Probefahrt beim Hybridpionier.

Auch die Verbrauchswerte sind erstaunlich: Die Lexus Vollhybridautomobile etwa weisen bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h einen 29 % bis 40 % tieferen Benzinverbrauch im Stadt- und Landverkehr aus als Automobile mit einem herkömmlichen Benzinmotor. Die Energieeffizienz ist vorbildlich. Das System stellt die Kraft unmittelbar bereit und erreicht eine Leistung, die man von grösseren Motoren erwarten würde. Ein V6-Benzinmotor kombiniert mit einem Elektromotor erbringt die Leistung eines V8-Aggregats, er weist jedoch nur den ungefähren Verbrauch und somit auch den CO2-Ausstoss eines 4-Zylinder-Motors aus. Lexus Hybrid Drive, die Technologie für mehr Leistung bei gleichzeitig weniger Verbrauch, ist ein grosser Schritt auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität. Die Lexus Vollhybridtechnologie ist bis heute die am weitesten entwickelte und zukunftsfähigste aller alternativen Antriebssysteme. Als Pionier hat Lexus das System im PremiumSegment etabliert – mit dem exemplarischen Credo «MissionZeroEmission».

WISSENSWERTES ÜBER DIE LEXUS VOLLHYBRIDTECHNOLOGIE. Was ist ein Vollhybridantrieb? Ein Hybridsystem vereint einen Verbrennungsmotor mit einem oder zwei Elektromotoren. Im Gegensatz zu Mikro- und Mildhybriden kann der Vollhybridelektromotor den Benzinmotor bei gewissen Bedingungen nicht nur unterstützen, sondern den Antrieb ganz übernehmen. Ein Vollhybrid kann also ohne Kraftstoffverbrauch und Emissionen betrieben werden. Benötigt die Batterie eine externe Energiequelle? Nein, bei einem Vollhybriden lädt sich die Batterie mithilfe des Verbrennungsmotors, des Generators und durch Umwandlung von Bremsenergie in Elektrizität immer wieder auf. Ist komplett emissionsfreies Fahren möglich? Ja, beim Anfahren und bei tiefen Geschwindigkeiten sowie im Stop-and-go-Verkehr wird das Fahrzeug ausschliesslich durch den Elektromotor angetrieben. Ist die Technologie ausgereift? Lexus Hybrid Drive ist im Premium-Segment die einzige erprobte und voll ausgereifte Vollhybridantriebstechnologie. In der Schweiz sind aktuell über 2500 Lexus Hybridautomobile unterwegs. Und weltweit wurden seit 1997 bereits mehr als 1,5 Millionen Lexus und Toyota Hybridfahrzeuge verkauft.

DIE VORTEILE DER VOLLHYBRIDTECHNOLOGIE.

Mehr über Lexus – den exklusiven Anbieter der einzigen echten und originalen Vollhybridtechnologie, die neue Vollhybrid-Gelände-Limousine RX 450h mit 4x4 – und die Hybrid-Probefahrtmöglichkeiten erfahren Sie bei Ihrem nächstgelegenen Lexus Partner oder online unter www.lexus.ch

CO2-Reduktion: Die CO2-Emissionen werden um 30 % gesenkt (Studien Universität Darmstadt und ETH Zürich). Niedriger Verbrauch: Bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h lässt sich ein 29 % bis 40 % tieferer Benzinverbrauch im Vergleich zu Automobilen mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren erreichen. Kraftentfaltung: Ein Vollhybrid, beispielsweise mit einem 6-Zylinder-Aggregat, kann eine 8-Zylinder-Leistung mit einem 4-Zylinder-Verbrauch erzielen. Laufruhe: Bis zu einem Tempo von ca. 60 km/h ist oft nur der Elektromotor in Betrieb. Er ist kaum hörbar, die Fahrt ist praktisch geräuschlos. Garantie: Die Lexus Hybrid-Drive-Technologie ist sehr zuverlässig. Auf die Hybrid-Hochleistungsbatterie und die elektronische Steuereinheit gewährt Lexus eine Garantie von 5 Jahren oder bis 100 000 km. Hybridbatterie: Die Nickel-Metallhydrid-Batterie des Lexus Hybrid Drive ist für die gesamte Lebensdauer eines Lexus Automobils konzipiert.

Die Luxus-Limousine LS 600h L mit Vollhybridantrieb und 4x4, 327 kW (445 PS), durchschnittlicher Benzinverbrauch 9,3 l/100 km, CO2-Emission gesamt 219 g/km, Energieeffizienz-Kategorie B.

Die neue Reise-Limousine GS 450h mit Vollhybridantrieb, 254 kW (345 PS), durchschnittlicher Benzinverbrauch 7,6 l/100 km, CO2-Emission gesamt 180 g/km, Energieeffizienz-Kategorie B.

Durchschnittswert CO2-Emission aller in der Schweiz angebotenen Fahrzeugmodelle: 204 g/km.

MISSIONZEROEMISSION Lexus Center | Basel Emil Frey AG Auto Dreispitz | Crissier Emil Frey SA | Genève Emil Frey SA | Noranco-Lugano Emil Frey SA | Ostermundigen Emil Frey AG | Safenwil Emil Frey AG | Schlieren Emil Frey AG | St. Gallen Emil Frey AG | Wetzikon Gruss Ehrler AG | Zürich Emil Frey AG Garage Zürich-Nord | LexusService-Vertreter|Au-WädenswilAusee-GarageAG|Auswil-LangenthalS.FlückigerAG|Biel-BrüggEmilFreyAG|Chur GrisotoyaAG | DelémontGarageSt.ChristopheSA|Küssnachta.R.GarageReichlinAG|LangnauFreyAG|Littau-LuzernEmilFreyAG|MarinAutotechniquecrwtSA|MarlyGarageE.BersetS.à.r.l. | Nyon Emil Frey SA | Rümlang Garage Jensen AG | Salgesch-Sierre Garage Montani SA | Schaffhausen Hässig & Gonzalez AG | Sion Emil Frey SA | Sissach Garage Wirz AG | Thun Auto Tempel AG | Volketswil AZAG | Weesen Garage Jörg AG | Winterthur Emil Frey AG Grüze-Garage | Zollikon Emil Frey AG Seegarage


K ALEIDOSKOP

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Der Sommer 2009 kündigt sich mit üppigen Pflanzenprints und köstlichen Mittelmeer-Düften an. Er spielt mit einer fröhlichen Farbpalette, die von Korallenrot über Fuchsia bis hin zu Mauve oder Aprikosen-Tönen reicht. Der Stil ist frisch und sorgenfrei. Trendsetter lassen die positiven Ideale der Hippie-Zeit neu aufleben. Mit Accessoires in allen Farben des Regenbogens brilliert man von Mittag bis Mitternacht – für ein Wochenende in Ascona, eine Woche auf Forte dei Marmi oder auch einen ganzen Monat auf Ibiza. Let the Sun shine!

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1 Der perfekte Sommer-Sound, passend zu einem Nachmittag am Pool: das unwiderstehliche Elektropop-Album «GlamourA Mort» (Sony Music) vonArielle Dombasle, der Gattin des Intellektuellen Bernard-Henri Levy. www.glamouramort.com. 2 GomminoLoafers von Tod’s, www.tods.com. 3 Bedrucktes Kleid von H&M, www.hm.com. 4 Badetuch mit Kaktus-Motiv von Missoni Home, www.missonihome.it. 5 Brosche in Form einer zarten Blüte, von Mango, www. mango.com. 6 Entspannter Sommerlook in sanften Tönen für ihn, von GiorgioArmani, www.giorgioarmani.com. 7 Das Hemd wird

in bestimmten Klimazonen bis zum Bauch aufgeknöpft, von Trussardi 1911, www. trussardi1911.com. 8 Ärmelloses Kleid mit Antik-Print von Miu Miu, www.miumiu. com. 9 Damenhandtasche aus Leder mit Dégradé-Farbverlauf, von Etro, www.etro. com. 10 Die neue Körperpflegelinie der Marke Diptyque nutzt die sanften Öle der Pflanzenwelt des Mittelmeerraumes, www.diptyqueparis.com. 11 Retro-Sonnenbrille für Damen von Balenciaga, www.balenciaga.com. 12 Eau de Toilette von Sisley, www.sisley-cosmetics.com. Auswahl und Redaktion: Olivier Rohrbach

FOTOS: PD

Riviera Vibes


FACT SHEET

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Typen, Preise und Pferdestärken 4 Volvo C30 1.6 D Start/Stop Öko-Sonderedition «DRIVe», Länge 4252 mm, Leergewicht 1356 kg, Hubraum 1560 cm³, 109 PS, Preis ab 32 350 Fr.

5 Ford Ka 1.2 «Grand Prix» Poppige Aufkleber für mehr Drive, Länge 3620 mm, Leergewicht 980 kg, Hubraum 1199 cm³, 69 PS, Preis ab 14 700 Fr.

6 Renault Twingo Sport 1.6 16V mit «Cup»-Chassis und Heckspoiler, Länge 3607 mm, Leergewicht 1145 kg, Hubraum 1598 cm³, 133 PS, Preis ab 23 900 Fr.

7 Mini Cooper S Cabriolet Vierplätzer, Länge 3714 mm, Leergewicht 1305 kg, Hubraum 1598 cm³, 191 PS, Preis des abgebildeten Autos (Cover) 43 910 Fr.

8 Nissan Cube 1.5 dCi Länge 3980 mm, Hubraum 1461 cm³, 106 PS (vorläufige technische Daten der Europa-Version, Preis noch nicht definiert).

1 Smart Cabrio «Limited Three» mit «Micro Hybrid Drive»-Technologie, Länge 2690 mm, Leergewicht 855 kg, Hubraum 999 cm³, 71 PS, ab 23 650 Fr.

2 Opel Agila «Enjoy» 1.2 mit 5 Türen, optionales «Style»-Paket, Länge 3740 mm, Gewicht 1050 kg, Hubraum 1242 cm³, 86 PS, Preis ab 19 600 Fr.

3 Suzuki Alto 1.0 GL «Top» mit ESP und ABS, Länge 3500 mm, Leergewicht 930 kg, Hubraum 996 cm³, 68 PS, abgebildetes Modell ab 17 990 Fr.

9 Fiat 500 «by Diesel» Sondermodell aus der Designküche der Jeansmarke, Länge 2970 mm, Gewicht 930 kg, ab Oktober, www.500bydiesel.com

10 Citroën C1 1.0i «Airsport» mit Komfortpaket und «Designaufkleber», Länge 3435 mm, Leergewicht 903 kg, Hubraum 998 cm³, 68 PS, ab 18 950 Fr.

11 Toyota iQ 1.0 Eco Länge 2985 mm, Leergewicht je nach Ausstattung bis maximal 885 kg, Hubraum 998 cm³, 68 PS, ab 21 700 Fr.

FOTO: SIMON PROCTER

BEZUGSQUELLEN Alice San Diego www.alicesandiego.it Bakfiets Double Dutch GmbH, Areal Walzmühle, Zentralbau 49, Frauenfeld, Tel. 052 722 40 50; www.bakfiets.ch Balenciaga www.balenciaga.com Bally Freie Str. 38, Basel, Tel. 061 261 18 97; Kramgasse 55, Bern, Tel. 031 311 54 81; Rue du Marché 18, Genf, Tel. 022 310 22 87; Grendelstr. 8, Luzern, Tel. 041 410 57 26; Via Maistra 16; St. Moritz, Tel. 081 833 64 54; Bahnhofstr. 66, Zürich, Tel. 044 224 39 39; www.bally.com Diptyque www.diptyqueparis.com Citroën www.citroen.ch Etro www.etro.com Fiat www.fiat.ch Fidelio 2 Nüschelerstr. 30, Zürich, Tel. 043 344 84 70; www.fideliokleider.ch

Fogal Freie Strasse 4, Basel, Tel. 061 261 12 20; Marktgasse 19, Bern, Tel. 031 311 21 88; Bahnhofstr. 38, Zürich, Tel. 044 211 45 15; Rennweg 10, Zürich, Tel. 044 211 79 28; Stadelhoferplatz, Zürich, Tel. 044 251 33 91; www.fogal.com Ford www.ford.ch Giorgio Armani www.giorgioarmani.com Glamour A Mort, Arielle Dombasle www.glamouramort.com Gorilla Bicycles Butzenstr. 60, Zürich, Tel. 044 271 13 31; www.gorillabicycles.com Gucci Rue du Rhône 92, Genf, Tel. 022 310 84 06; Via Serlas 22, St. Moritz, Tel. 081 837 29 07; Poststr. 3, Zürich, Tel. 044 211 46 20; www.gucci.com H&M www.hm.com Hermès Freie Str. 107, Basel, Tel. 061 283 04 90; Theaterplatz 13, Bern, Tel. 031 312 05 40;

Rue du Rhône 43, Genf, Tel. 022 819 07 19; Schweizerhofquai 4, Luzern, Tel. 041 418 60 80; C. di Sassello 2, Lugano, Tel. 091 921 21 33; Via Veglia 8, St. Moritz, Tel. 081 833 49 81; Bahnhofstr. 31, Zürich, Tel. 044 211 41 77; www.hermes.com Mango www.mango.com Mini www.mini.ch Missoni Home www.missonihome.it Miu Miu www.miumiu.com Nissan www.nissan.ch Opel www.opel.ch Renault www.renault.ch Santa Cruz www.santacruzbicycles.com Sisley www.sisley-cosmetics.com Smart www.smart.com

Suzuki www.suzukiautomobile.ch Swatch www.swatch.com Tod’s www.tods.com Toyota www.toyota.ch Trussardi www.trussardi1911.com Velosolex www.velosolex.ch www.solex-international.com Versace Via Serlas 27/29, St. Moritz, Tel. 081 834 89 50; www.versace.com Viktor & Rolf erhältlich bei: Les Boutiques Donna, Grossmünsterplatz 6, Zürich, Tel. 044 262 33 85; Fidelio, Münzplatz 1, Zürich, Tel. 044 211 13 11; www.viktorrolf.com Volvo www.volvocars.ch Zeughaus Seewen www.armyliqshop.ch

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BESTE FREUNDE

Radiolegende Elisabeth Schnell, 79 (links), und Schauspielerin Stephanie Glaser, 89, kennen sich seit über einem halben Jahrhundert. Sie denken trotz ihrem respektablen Alter noch lange nicht an den Ruhestand.

Gute Pasta hält sie in Schwung Stephanie Glaser und Elisabeth Schnell lieben Pasta und pflegen eine altersuntypische Unruhe Die zwei Damen sitzen an einem Vierertisch neben dem alten Kachelofen im Restaurant Lips in Zollikerberg bei Zürich und haben soeben je einen Teller Spaghetti «Aglio e Olio» genossen, reden viel und lachen herzhaft. Schauspielerin Stephanie Glaser und Radiolegende Elisabeth Schnell kennen sich schon lange, sehr lange. Viele gemeinsame Erlebnisse

verbinden sie, keines aber so stark wie die Wohnungen in Zürich, die sie sich gegenseitig abgetreten haben; die Beizen, in denen sie sich nach Theateraufführungen getroffen haben, und selbstverständlich die Kunst des Schauspiels. Sogar die Spaghetti haben eine Geschichte: Als sich die Schauspielerin Stephanie Glaser vor einigen Jahren den Fuss brach und im Spital liegen musste, verhalf ihr ihre Freundin dank Pasta zur schnelleren Genesung. Sie und Schauspielkollege Erich Vock schlichen sich verkleidet ins Krankenhaus und brachten der Patientin die geliebten Spaghetti. «Schliesslich wird nur der gesund, der

auch gut isst», betont die Radiolegende und fügt an: «Wir hatten viel Spass und wurden nicht verhaftet.» Ein möglicher weiterer Grund, warum beide die rastlose Schauspielerei gewählt haben, könnte sein, dass die zwei Frauen je in einer Gastronomenfamilie aufgewachsen sind – Stephanie Glaser in Bern, Elisabeth Schnell in Zürich. Die Eltern arbeiteten viel, und so wurden die Töchter früh selbständig. Später haben sie in Schauspieltruppen ihre Ersatzfamilien gefunden. «Wir konnten uns unsere Familien immer wieder neu zusammenstellen, das hat mir gefallen», erinnert sich Stephanie Glaser. – Beiden

Frauen ist gemein, dass sie bis heute ihre Unabhängigkeit lieben und es schätzen, neben allem Trubel auch Zeit für sich selbst zu haben. Alleine sein hat aber mit «Ruhe haben» nur bedingt zu tun: Elisabeth Schnell liest gerne regelmässig bis zwei Uhr morgens, gestaltet Radiobeiträge für die DRS Musikwelle und ist im Team der «Kleinen Niederdorfoper» im Herbst dabei. Auch Stephanie Glaser rastet so gut wie nie: Viel lieber kurvt sie mit ihrem Mini (Jahrgang 1992) durch Zürich. «Ich möchte einfach alles erleben und sehe keinen Grund, stillzusitzen. Die Energie kommt ganz von alleine», strahlt die Schauspielerin. Fiona Hefti

Die nächste Ausgabe von «Z – Die schönen Seiten» zum Thema Herbstmode erscheint am 5./6. September in der «Neuen Zürcher Zeitung» und der «NZZ am Sonntag». 46 «z – die schönen seiten»

ausgabe 4/09

FOTO: TOM HALLER

VORSCHAU


Er führt ein jahrhunderte altes Erbe mit Respekt und Forschergeist in die Zukunft

Filippo Baccalaro, Schöpfer des Farnese

Liebe Weinfreundin, lieber Weinfreund, kaum irgendwo in Italien treffen sich Meer, Hügelland und Berge so unmittelbar wie in den Abruzzen. Wer hier Weinbau betreibt, braucht mehr als nur Professionalität, er braucht Hingabe, Fingerspitzengefühl und Passion. Filippo Baccalaro gehört zu diesen Unentwegten, er ist erfüllt von der Liebe zu seinen Reben, seinen Weinbergen und zum Wein, der von alledem erzählt. Solche Winzer gibt es nicht viele, aber wie Filippo Baccalaro gehören auch die sieben anderen Männer und Frauen dazu, deren Weine wir Ihnen heute in einer speziellen Kiste anbieten können. Es sind Weine mit einer unverwechselbaren Persönlichkeit, die von ihren Winzern geprägt sind aber auch von den Böden und dem Klima ihrer Weinberge. In ihnen spiegelt sich ebenso die Tradition wie auch das hohe handwerkliche Können ihrer Hersteller.

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Beat Koelliker ist Präsident von ChateauDirect und Autor mehrerer ausgezeichneter Weinbücher (u. a. der Bestseller Hallwag Weinschule, Weinwanderwege), die nach dem Prinzip „Learning by Tasting“ die Weinliteratur revolutioniert haben.

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Familia Martínez Bujanda Reserva 2001 (1 Fl.) Ein schön gereifter, tiefer aber immer noch verführerisch fruchtiger Rioja. Kurz ein Klassiker.

Farnese Montepulciano d’Abruzzo DOC 2007 (2 Fl.) Ein Wein mit der typischen italienischen Seele, würzig, duftig und ein wenig herb.

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Fabre Montmayou Gran Reserva Malbec 2007 (1 Fl.) Dieser vollmundige Malbec aus Argentinien verströmt intensive Aromen von Maulbeeren und einen Hauch von Gewürzen.

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