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Das Weltweitwandern Magazin

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Vom Hirtenmädchen zur Lehrerin.

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Ausgabe 1

Der Weltenwanderer Gregor Sieböck.

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Weltweite Liebes­­g´­schicht’n.

Reisen • Begegnungen • Nachhaltigkeit


Weltweitwandern-Reisen sind ausgezeichnet:

2 Goldene Palmen in Berlin 1 TRIGOS - Steiermark 1 Bundes - TRIGOS Juryaussage: "Weltweitwandern ist ein mustergültiges Beispiel für soziales Engagement in der Reisebranche"

Editorial Liebe Leserin, lieber Leser! Sie halten die erste Ausgabe WEITBLICK in Ihren Hän­ den und fragen sich wahr­ scheinlich, wie ein Reise­ver­ anstalter dazu kommt ein Magazin herauszugeben? Bei Weltweitwandern arbei­ ten mehr als 500 Personen rund um den Globus, die sich tagtäglich mit inhaltlichen Fragen, großen Ideen und Visionen auseinander setzen. Dieses Magazin ist einer die­ ser Visionen entsprungen: Einmal über den Tellerrand hinaus zu blicken. Es soll die Menschen, Gedanken und Geschichten, aus denen Welt­ weitwandern besteht, für Sie – unsere Gäste – sichtbarer machen. Ein Magazin zu schaffen, in dem wir Platz für all das machen, was uns und unsere PartnerInnen bewegt: Reisen. Begegnungen. Nach­ haltigkeit. Vielen Dank für Ihr Mitge­ hen auf unserem Weg und viel Freude mit dem „WEIT­ BLICK“ wünscht Ihnen im Namen unseres weltweiten Teams Sophie Borckenstein-Quirini Marketing & PR

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Lebe deinen Traum! Interview mit WeltweitwandernGründer Christian Hlade Weltweitwandern schafft Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Kulturen. Eine Form sich zu begegnen kann ein Gespräch sein. Der erfolgreiche Unternehmer Christian Hlade, Gründer und Geschäftsführer von Weltweitwandern, im Gespräch mit Daniela Luschin-Wangail über seine Geschichte, Intentionen und Visionen. Weltweit, frei und unbeschwert wandern – durch die Wüsten Marokkos, die Weiten der Mongolei und die Gebirgszüge der Anden. Sie helfen Ihren Gästen bei der Verwirklichung eines Traums. Leben Sie selbst Ihren Traum? Christian Hlade: Schon als kleiner Bub war ich sehr neugierig. Beim Spazierengehen mit meinen Eltern hatte ich den Wunsch vom Weg abzuweichen und nachzuschauen, was „hinter den Bergen“ lag. Mit 18 habe ich einen Wunsch in mein Tagebuch geschrieben: „Ich will einmal von meinem Hobby, dem Reisen, leben können!“. Mit Weltweitwandern habe ich meine Aufgabe gefunden. Eine, die meiner inneren Stimme und Vision entspricht. Ich liebe meine Arbeit und arbeite sehr viel, weil es für mich pure Energie und Freude bedeutet, dieses Projekt

1979: Christian Hlade mit 15 Jahren per Autostopp unterwegs.

täglich aufs Neue zu verwirklichen. Ich lebe meinen Traum! Einen Traum, den ich schon als Kind hatte. Gab es viele Hindernisse auf Ihrem Weg? Ich selbst war mir einige Jahre lang Hindernis. Ich besuchte eine HTL, studierte Architektur und arbeitete einige Jahre in namhaften Architekturbüros in

Graz. Während dieser Zeit war ich oft unzufrieden. Ich fühlte mich eingeengt. Meine Familie hielt meine eigentlichen Wünsche für sinnlose Spinnereien. Die erste wichtige Erkenntnis für mich: Folge deinem eigenen Weg und nicht den Wegen, die andere für dich gut finden! Mit 16 reiste ich mit einem Interrailticket nach Marokko und nach der Matura für vier Monate nach Ladakh, Indien und Nepal. Da­ nach gab es kein Halten mehr. Mehrere Monate war ich auf allen Kontinenten unterwegs. Das war die Freiheit, die ich suchte! Während meines Studiums finan­ zierte ich meine Reisen mit Diavorträgen. Doch der Dia-Boom war bald vorbei. Das Scheitern schmerzte und machte mich viele Jahre mutlos. Ich saß also wieder am Zeichentisch in einem Architekturbüro, war verzweifelt und energielos. Das Rei­sen blieb ein Hobby, kein Beruf!

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Weltweitwandern GmbH, Kleeg. 3, A-8020 Graz; Projektleitung: Daniela Luschin-Wangail; Redaktion: Sophie Borckenstein-Quirini, Daniela Luschin-Wangail; Gestaltung: Gerhard Vay, 1180 Wien; Cover: Tashi Wangail (siehe auch Weltweite Liebesg’schicht’n); Fotos: Weltweitwandern Archiv; Druck: Druckerei Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Horn; Gedruckt auf umweltschonend gebleichtem Papier; Recycling: Dieses Magazin ist zu 100 % weiterverwendbar! Geben Sie es nach eigener Lektüre einfach an interessierte Bekannte weiter. Danke! Änderungen, Irrtümer, Druckund Satzfehler vorbehalten.


Wie bewegt sich jemand? Welchen Tagesrhythmus hat er? Wie kocht und isst jemand aus einer anderen Kultur? Welche Werte lebt er? Solche ganzheitlichen Begegnungen zwischen unterschiedlichen Kulturen und Denkmustern schaffen neue, wertvolle Erkenntnisse und hoffentlich mehr Toleranz.

1993: Christian Hlade mit seinen Eltern zu Besuch in Ladakh.

Die Freiheit fand nach Dienstschluss statt. Neben der Arbeit führte ich jedes Jahr ein paar Reise­gruppen. Im Jahr 2000 startete ich erneut den Versuch meinen Traum in die Realität umzusetzen: Ich machte mich selbst­­ständig. Weltweitwandern war geboren.

Nachhaltige und sozialverträgliche Kriterien spielen bei Weltweitwandern eine große Rolle. Teile des Gewinns fließen in verschiedenste Projekte. Wieso ist Ihnen diese soziale und ökologische Verantwortung so wichtig? Ich widmete ein ganzes Jahr dem Bau einer Solarschule in

Ein soziales Projekt war also Ausgangspunkt für die Tätigkeit als Reiseveranstalter. Daher ist es für mich selbstverständlich, dass Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung immer eine zentrale Rolle bei Weltweitwandern spielen werden. Werden Sie Weltweitwandern weiter ausbauen? Im Weltweitwandern-Büro in Graz arbeiten heute 15 Menschen. Im Schnitt startet täglich eine Wandergruppe. Generell habe ich kein Problem mit Wachstum, solange es auf einer nachhaltigen Basis passiert. Ich verbringe viel Zeit mit der Verbesserung der Struktur und

Gründung: 2000. Der Gründer und Geschäftsführer Christian Hlade war jedoch schon viele Jah­re zuvor als Ein-Mann-Unter­ nehmen mit „Hlade-Naturtrek“ als Reiseveranstalter tätig. Größe der WWW-Familie: Mehr als 500 Personen arbeiten weltweit im WWW-Netzwerk. 15 Personen sind derzeit im Grazer Büro. Tendenz steigend. Wachstum: Seit einigen Jahren jährlich ca. 60 % Steigerung der Gästezahl. Durchschnittsgröße der Rei­se­gruppen: 9 Personen. Derzeit unterstützte Projekte: 9 Projekte gesamt (in Ladakh, Marokko, Nepal, Peru und Mongolei). Zusätzlich gibt es laufend Empowerment-Projekte zur Stärkung lokaler Strukturen im Tourismus. Mehr Infos unter: www.FairReisen.at

Was ist die Essenz von Weltweitwandern? Das Ziel von Weltweitwandern, und auch mein „Lebenszweck“, ist es, Menschen unterschiedlicher Kulturen aktive Begegnungen zu ermöglichen. Nicht allein auf einer rein rationalen oder intellektuellen Ebene, sondern ganzheitlich. Es geht mir dabei um das gemeinsame Erleben. Gemeinsames Gehen schafft dabei den nötigen leichten Rahmen, den ich für essentiell halte. Indem Menschen gemeinsam etwas tun, drücken sie sich vollständiger aus. Viel Kommunikation läuft dabei nonverbal ab:

Weltweitwandern in Zahlen

Jährlicher freiwilliger Klima­ schutzbeitrag: Derzeit 5.000,– Euro pro Jahr. 1999: Christian Hlade stellt Mönchen aus Lingshed das Modell der Solarschule vor.

Lingshed, einem äußerst abgelegenem Dorf im indischen Himalaya. Um diese „Auszeit“ finanzieren zu können, wurde das hobbymäßige Organisieren von Reisen ausgeweitet und die Firma Weltweitwandern gegründet.

bin ständig bestrebt mich selbst weg zu rationalisieren. Nur so kann eine Firma wachsen. Wenn gute Leute im Team die Führung übernehmen, kann ich mich der Zukunft und neuen Aufgaben widmen.

Reiseländer: Derzeit 38. Von Armenien bis Usbekistan mit über 500 Terminen. Im Schnitt startet täglich eine WWW-Reisegruppe. Mehr Infos unter: www.weltweitwandern.at

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We are Family! Wenn ein Unternehmen zur Großfamilie wird Stellen Sie sich vor, Ihre Familie würde Hunderte von Menschen aus aller Welt umfassen, von Tibet über Armenien und Marokko bis Patagonien. Jedes Jahr kommen einige von ihnen zu Besuch und bleiben ein paar Monate in Ihrem Haus. Unvorstellbar? Nicht für Weltweitwandern! Für den Grazer Reiseveranstalter ist eine Großfamilie dieser Dimension zur Realität geworden. Das anfängliche Ein-Mann-Unternehmen hat über die Jahre laufend Familienzuwachs bekommen. Von Daniela Luschin-Wangail einer Großfamilie wie der von Weltweitwandern, dessen Netzwerk mehr als 500 Menschen umspannt, hat man eben viel Besuch.

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Das mönchsrote Haus des WWW-Gründers Christian Hlade ist Treffpunkt für Menschen aus aller Welt.

agi, Reiseleiterin und Studentin aus der Mongolei, lebt nun schon ein Jahr in Graz, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Ein Zimmer weiter sitzt Rinchen aus Ladakh mit überkreuzten Beinen über ihren Büchern und versucht es Jagi gleich zu tun. Ein Jahr zuvor waren in den selben Zimmern drei Mönche aus Lingshed, einem abgelegenen Dorf im in-

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dischen Himalaya, untergebracht, um in Graz ein Sandmandala zu streuen. Wenige Tage nach ihrer Abreise stellt Diskit, eine resolute Gästehausbesitzerin aus Ladakh, ihre Koffer in einem der Gästezimmer ab, um Österreich in einem Monat als Touristin zu erfahren. Zwei Reiseleiter aus Marokko, Mustapha und Ibrahim, und Sudama aus Nepal wurden zum

Guidetraining ins Lesachtal ein­ geladen. Über die letzten Jahre haben unzählige Menschen aus den verschiedensten Ländern das mönchsrote Privathaus von Christian Hlade, Gründer und Geschäftsführer von Weltweitwandern, nicht nur kurz betreten, sondern oft auch über längere Zeiträume bewohnt und belebt. Wie es sich für Familienangehörige eben so gehört. Und bei

Was bei anderen „Angstzustände“ auslösen kann - man denke an Reaktionen auf die Ankündigung, die Schwiegereltern wer­ den zu Besuch kommen -, ist für den Familienmenschen Christian Hlade Anlass zur Freude: „Für mich persönlich hat die moderne Kleinfamilie seit jeher etwas ‚Beengendes’. In anderen Kulturen und so auch früher bei uns gab es diese Kleinfamilie gar nicht. In meiner jetzigen Situation als Familienvater mit zwei kleinen Kindern sind die vielen ausländischen Gäste eine wunderschöne Erweiterung unseres eigenen Horizonts. Wir laden uns die Welt ins Haus! Und unseren Kindern tut es enorm gut so viele andere Kulturen mitzuerleben!“ Immer wieder gibt es Familientreffen mit GeschäftspartnerInnen, BuchhalterInnen, Guides


Auf www.weltweitwandern.at unter „Team“ können Sie viele Mitglieder der WWW-Familie kennenlernen!

und ReiseberaterInnen. Im ungezwungenem Rahmen, im urigen Wirtshaus am Rande von Wien beispielsweise. Bei einem Krügerl Bier und Schweinshax’n sitzen dann die mongolischen Partner mit dem Reiseexperten aus Madeira und dem Grafiker des Reisekatalogs gemeinsam am Tisch. Als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Ist es ja auch - zumindest bei Weltweitwandern. Die Treffen sind Teil der Philosophie des Grazer Unternehmens. Im Austausch zwischen verschiedensten Menschen entstehen neue Ideen, die wesentlich zur stetigen Verbesserung der weltweiten Wanderreisen führen. Und weil man sich in einer Fami­ lie umeinander kümmert, sind die vielen Projekte, die von Weltweitwandern unterstützt oder ins Leben gerufen wurden, eine klare Schlussfolgerung. Anstatt schneller Gewinnmaximie­ rung auf Kosten der Reise­länder, setzt das Team von Weltweitwandern auf nachhal­tige und so-

zialverantwortliche Kriterien, die es bei den Rei­sen zu erfüllen gilt. Nur dadurch kann das langfristige Wohl aller Beteiligten gesichert werden. Der Erfolg von Weltweitwandern gibt dem Familienkonzept recht. “Familien”-Urlaube stehen hoch im Trend. Die KundInnen von Weltweitwandern spü­ ren den Zusammenhalt, das per­fekte Teamwork und die Umsicht, mit der man sich um die Gäste kümmert. Margrit But­ tinger und Walter Modrinsky haben mit Weltweitwandern Bhutan besucht und bringen es auf den Punkt: “Wir hatten alle das Gefühl, als Gast in einer “gro­ ßen” Familie aufgenommen wor­den zu sein und die Herz­ lichkeit und Freude, die man Gästen gegenüber aufbringt, war übergroß.” Die KundInnen sind dazu eingeladen, Teil der großen Weltweitwandern-Familie zu wer­­den und in Kontakt mit den Menschen zu bleiben, die sie auf ihren Reisen ins Herz geschlossen haben. Gerade wenn man in weiten

Das WWW-Büroteam ist die Basis der großen Familie.

Landschaften über Stunden mit­ einander geht, entwickelt sich ein besonderes Gefühl der Verbundenheit mit dem Weg, der Natur und insbesondere den Menschen, die einen dabei begleiten. Man lernt sich kennen und schätzen, verstehen und to­ le­rieren - ohne viele Worte, mit kleinen Gesten und gemeinsa­men Tätigkeiten. Eine ägyptische Weis­ ­heit sagt: “Wer Menschen liebt, hat immer eine große Familie.” Ob bei Reisen oder anderen hochwertigen Dienstleistungen und Produkten: Immer, wenn uns etwas bewegt, stehen Menschen und deren persönliche Geschichten dahinter. Weltweitwandern hat das verstanden: Menschen mit ihren Geschichten stehen im Mittelpunkt. Seine Gäste sollen mit “greifbaren” Menschen reisen. Weltweitwandern will keine anonymen FührerInnen, sondern Persönlichkei­

WWW-Mitarbeiter Robert Wolf mit zwei befreundeten Mönchen in Ladakh.

ten, die seinen KundInnen das Land wie FreundInnen zeigen. Dabei sind persönliche Erlebnisse und Geschichten das Wichtigste! In einer Zeit, in der die Bedeutung des Geldes fortan wächst, erscheint die Großfamilie unfinanzierbar und daher passé. Weltweitwandern beweist mit seinem Familienkonzept genau das Gegenteil. Auch wenn die Verwandtschaft nicht auf Blutbande basiert, so erlebt die Großfamilie ausgehend von der steirischen Hauptstadt ein erfolg­ versprechendes Revival.

ein. Sie zeigen mir viel von “Weltweitwandern hat mich im Österreich und Deutschland. Jahr 2006 für drei Monate Aber eines fällt mir nach Österreich auf: Viele Familien eingeladen, damit leben nicht zusam­ ich Deutsch lernen men. Jeder hat kann. Durch an­ immer so viel zu dere Sprachen tun. In Ladakh ist kön­nen wir die das anders. Es ist Menschen besser Rinchen Dolma, Wander­füh­ sehr gut und verstehen. Ich kann rerin aus Ladakh, war bislang wichtig für mich, noch nicht perfekt zweimal in Österreich. dass Weltweit­wan­ Deutsch, aber ich dern mich eingeladen hat. Ich übe immer weiter. Inzwischen kann dadurch die Sprache und war ich schon zwei Mal in etwas von der Kultur lernen. Mein Öster­reich. Die Leute hier sind Ziel ist es, die beste deutsch­spre­ sehr nett. Jedes Mal laden mich chende Reiseführerin in Ladakh auch Kunden von Weltweit­ wandern zu sich nach Hause zu werden!”


Die kleine Thinlas Lhamo hütet Schafe auf einem Berg. Sie kennt nichts anderes: Das Vieh auf die Weide treiben, warten und aufpassen, immer ein wachsames Auge zu haben, denn ab und zu zeigen sich Wölfe am Horizont. Oft ist sie allein mit den Tieren. Einen Grashalm im Mund, Blicke verfolgen die Wolken am Himmel. Lhamo träumt. Davon in die Schule zu gehen und viel zu lernen, um eines Tages ihren Berufswunsch in die Realität umsetzen zu können. „Wenn ich groß bin, möchte ich Lehrerin werden…“

Vom Hirtenmädchen zur Lehrerin Eine ladakhische Erfolgsstory Von Greta Kostka, Obfrau des Vereins „Friends of Lingshed“ aber es wird schon irgendwie gehen…

1993

Eine Versammlung der Dorfgemeinschaft von Lingshed zur Eröffnung der Solarschule (im Hintergrund zu sehen).

1988

Eine Reise zurück in die Zeit. Auf ei­n­em Bauernhof am Rande von Lingshed (Ladakh). Der Hof ist wegen der extremen Witterung wie eine kleine Festung mit dicken Mauern gebaut. Er be­ herbergt eine Familie mit ihren

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Yaks, Ziegen und Schafen. Thinlas Lhamo ist sechs Jahre alt und eines von sechs Kindern. Wenn Thinlas Lhamo abends müde mit ihrer Herde nach Hause kommt, bekommt sie von ihrer Mutter eine Schale Butter­ tee und hilft dann beim Auf­

wickeln von Schafwolle. Wie so oft beginnt sie von ihrem Herzenswunsch zu sprechen: „Amale [Mutter], ich möchte in die Schule gehen. Ich möchte lernen!“ Die Mutter seufzt. Ihre Arbeit wird zwar dringend benötigt,

Thinlas Lhamo ist glücklich. Sie hat nach fünf Schuljahren in Lingshed das Aufstiegszeugnis für das Gymnasium in Khaltse geschafft. Der lange Schulweg von mehr als einer Stunde hat sie nie gestört. Mit Essen ausgestattet ist sie bis zur Dorfschule ge­ laufen, die so gar nicht wie eine Schule aussehen wollte. Ein uralter, baufälliger Verschlag stand an ihrer statt. Gerade genug als Unterstand für die 20 bis 30 Kinder. Trotzdem: Für Lhamo bedeutete Lernen das Tor zur Freiheit. Was für uns bereits selbstverständlich ist, war für sie die Verbindung zu einer größeren Welt.

1998

T h i n l a s Lhamo ist nun Internat­s­ schülerin. Sie besucht die 10. Klasse. Das Leben im Internat ist genau eingeteilt, die Prü­ fungen sind schwer. In den


In einer Zeit rasanter Entwicklung, die langsam auch Ladakh erreicht, stehen die Friends of Lingshed, ein gemeinnütziger Verein aus Österreich, den BewohnerInnen des Dorfes Lingshed zur Seite. Das Ziel des Vereins ist es, durch Bildungsprogramme nachhaltige Hilfe zu leisten.

Das Projekt Friends of Lingshed wurde 1994 von Christian Hlade (GF von Weltweitwandern) ge­ gründet. Im Jahre 2000 leitete er den Bau einer Solarschule, die der Grundstein für die Entwicklung eines großen Schulzentrums der örtlichen Regierung in Lingshed war. Die Solarschule ist nun – im

Friends of Lingshed unterstützen seit 1994 Hunderte Schulkinder in Ladakh.

Sommerferien geht sie zurück nach Lingshed und hilft auf den Feldern und bei der Hausarbeit. Die Eltern erzählen von den Fremden aus Österreich, die nun schon seit einigen Jahren ins Dorf kommen und sich für die Schulbildung einsetzen. Sie nen­ nen sich „Friends of Lingshed“. Sie haben Jampal, den orts­ ansässigen Apotheker, als Privat-­ lehrer angestellt, und nun geht Auch Eshey, ihre kleine Schwester, gerne zur Schule. Jampal ist ihr vertraut, er ist lustig und kennt die schönsten Lieder! Jampal und der von der Regierung an­ gestellte Lehrer verstehen sich gut und arbeiten gern zusammen. Es wird auch vom Bau einer Solarschule gesprochen. Thinlas Lhamo bereitet sich jeden Winter intensiv auf die schweren Prüfungen vor. „Friends of Lingshed“ hat ein Nachhilfesystem für den Winter­ unterricht in Khaltse eingerichtet. Alle Lernwilligen können den

Winter über im Internat bleiben. Sie fühlt sich sicherer und ihrem Ziel näher.

2000

Die Idee der Österreicher, in Lingshed eine Schule zu

Sinne der Nachhaltigkeit - in die Selbstständigkeit entlassen, die vie­len Bildungsprojekte bestehen je­doch weiter. Das ausschließlich ehrenamtliche Team von Friends of Lingshed organisiert Patenschaften, Umwelt- und Bildungsprojekte, nicht nur in Lingshed, sondern auch in umliegenden Dörfern.

bauen, die durch Sonnen­ein­ strahlung er­wärmt wird, ist zur Wirk­lichkeit geworden. Von nun an können die Kinder von Lingshed auch im Winter die Schule besuchen. Bald nach dem Bau der Solar­schule wur­ den von der Regierung ein Internat und ein weiteres Schulgebäude errichtet. Nun ist Lingshed sogar zur Zen­tral­ schule der gesamten Re­gion geworden. Thinlas Lhamo ist stolz auf ihr Dorf und das Schulzentrum. Sie weiß, dass die Österreicher den Anstoß dazu gegeben haben. Lhamo kann auch stolz auf sich selbst sein. Sie hat die letzte große Prüfung geschafft und sich in Leh bei der Schulbehörde angemeldet.

Mehr Infos unter: www.solarschule.org

Infos zu Reisen nach Ladakh: www.weltweitwandern.at

Heute

Was die kleine Thinlas Lhamo mit sechs Jahren auf der Weide nur zu träumen wagte, ist längst Wirk­lichkeit. Seit 2004 ist sie nun Lehrerin in Lingshed und mit ihrem Lebens­ weg ihren Schüler­Innen ein gutes Vorbild.

Heute ist Thinlas Lhamo Lehrerin und Vorbild für die vielen Kinder, die sie unterrichtet.

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Erfahrungen in der Kultur der Gäste Das ungewöhnliche „Empower­ment“-Projekt führt Menschen aus vielen Ländern nach Österreich: Ihr Grazer Arbeitgeber Weltweitwandern und respect (Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung) haben unter dem

Titel „Tourismus in zwei Richtungen“ ein Ausbildungsprogramm für ReiseleiterInnen aus den Zielländern der europäischen TouristInnen ins Leben gerufen. Weitere Infos unter: www.FairReisen.at

Einmal in die Rolle von Touristen schlüpfen ... ... wenn Wanderführer zu Geführten werden Das Lesachtal wurde als „Euro­pas umweltfreundlichstes Tal“ aus­­gezeichnet und von den in­ter­nationalen Naturfreunden zur „Land­schaft des Jahres“ aus­erkoren. www.lesachtal.com

Gespannt warten die vier ReiseleiterInnen auf den Start des Trainings mit ihrem Führer Jan Salcher (Mitte).

Ein Kurz-Bericht von Jan Salcher (respect), Führer der Guides von Weltweitwandern

Über die Gastfreundschaft Eines unserer ersten Ziele war die Filmoor-Standschützenhütte am Karnischen Hauptkamm. Nachdem die Große Kinigat bestiegen, das Essen genossen war und der Hüttenwirt nach getaner Arbeit etwas Zeit fand,

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sich zu uns zu setzen, kam nach anfänglicher Zurückhaltung bald die so oft gepriesene Hütten­ gemütlichkeit auf. Gestärkt durch eine große Tasse Berg­kräutertee, fasste sich Mustafa ein Herz und richtete an Günther Haring, den Hüttenpächter, die Frage, wie

denn so eine Hütte zu führen sei? Günther zeigte sich erstaunt: „Was soll ich euch denn über Gastfreundschaft beibringen? Wo ihr doch über eine jahr­ hundertealte Kultur der Gast­ freundschaft verfügt! Viel eher bin ich es, der etwas von euch lernen kann!“. Voller Stolz, strahlend vor Freude über dieses Kompliment, verließen unsere Vier die Hütte. Mustafa sagte

Zu den Zielen des Aufent­ halts der Wanderführer­ Innen von Weltweit­wan­ dern im Lesachtal zählten Training und Ausbildung: Jagi, Ibrahim, Mustafa und Sudama aus der Mongolei, Marokko und Nepal sollten sich in der für sie ungewohnten Umgebung auch einmal selbst wie TouristInnen fühlen.

sogar: „Das war der schönste Tag, den ich bisher in Österreich hatte!“ „Kurzpraktikum“ auf der Hütte Ebenso willkommen waren Jagi und Mustafa während ihres „Kurzpraktikums“ am Hoch­ weißsteinhaus. Ingeborg Gug­ gen­­­berger, die dortige Hütten­ pächterin, war begeistert von der Offenheit der beiden, die sich


Interkulturelle Hüttengaudi

respect - Institut für nachhaltigen Tourismus Wenn Reisende und Bereiste in Kontakt treten, besteht die Chan­ ce auf einen positiven Austausch und neue Erfahrungen. respect setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung im Incoming- und Outgoing-Tourismus ein und steht für „respektvollen Umgang mit­ einander“. www.respect.at „Weltweitwandern und respect versuchen, Tourismus in zwei Richtungen zu realisieren: Begegnungen auf gleicher Augenhöhe und Momente, in denen Menschen einander Welt(en) in Erfahrung bringen“. Österreicher in Tracht sind für die vier WanderführerInnen etwas Exotisches, was foto­grafisch festgehalten werden muss. „Mir gefällt es so richtig, die vier einmal in die Rolle von Touristen zu stecken!“, sagte Christian Hlade mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

schnell in das Team des Hoch­ weißsteinhauses eingefügt hat­ ten. Mustafa zog es dabei mehr ins Service und zu den Gästen. Hier sorgte er mit seiner blau leuchtenden „Cheches“, die er beim Servieren des Abendessens um den Kopf trug, für Aufsehen und gespannte Fragen. Jagi interessierte sich mehr für die Arbeitsabläufe. Auch sie ging sofort tatkräftig daran mitzu­helfen. Ähnlich en­ga­giert und begeistert verbrach­ten Sudama und Ibrahim ihre Hüttentage auf der FilmoorStandschützenhütte. Beide Hüt­ ten­wirte hoffen auch in Zukunft Guides von Welt­weitwandern für „Kurzpraktika“ aufnehmen zu können und freuen sich schon jetzt auf neue Begegnungen.

Das Lesachtal und die Mongolei Eine besonderes Lob für das Lesachtal bescherte uns Jagi in dem Interview, das sie in der

Februar-Ausgabe des „Mega­ phon“ gab: „Lesachtal ist wie die Mongolei. Die Menschen dort sind vom Charakter her

Margit Leuthold, Geschäftsführerin von respect

ähnlich wie Nomaden, sie reden viel, erzählen Witze und lachen viel. Und es ist ruhig dort, wie in der Mongolei.“

„Das Guidetraining von Weltweitwandern geht über die Grenzen Europas hinaus!“

Nicht nur in Österreich organisiert Weltweitwandern Deutschkurse und Ausbildungen, sondern auch in vielen Zielländern. Der nepalesische Führer Sudama (im Bild ganz links) leitete für WWW mehrtägige Ausbildungstrekkings vor Ort in Nepal und in der Mongolei. Welt­weitwandern finanzierte darüber hinaus allen Trägern und Führern in Nepal eine hochwertige Ausrüstung. Weitere Austauschprojekte unter www.FairReisen.at.

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Vom Weltenwandern Zu Fuß in die weite Welt hinaus

Fotos: Gregor Sieböck

Von Gregor Sieböck

Nicht, um von oben in mein begrenztes Tal zu blicken, von wo ich herkam, sondern über seine Grenzen hinaus zu sehen, um das Leuchten am Horizont, die Dämmerung eines anderen Bewusstseins zu finden, bin ich auf die Berge gestiegen. Von Sehnsucht getrieben zog ich in die Welt hinaus, um am Ende doch wieder dorthin zurück zu kehren, von wo ich herkam: Zu mir selbst. (Robert Rauch)

Gregor Sieböck startete seine Weltenwanderung

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ines Tages wanderte ich einfach los, ließ Arbeit, Wohnung und das ge­ wohnte Leben zurück und begab mich hinaus in die weite Welt. Es war kein leichter Schritt, denn ich musste vielen Stimmen widerstehen: „Du kannst ja nicht deine Sicherheit auf­ge­ ben. Du hast eine gute Arbeit. Schaffe dir zuerst einen ma­ teriellen Wohlstand!“ Ist es nicht so? Als erfolgreich gelten wir erst, wenn wir ein Haus, ein Auto und das neueste Handy besitzen. Das ist alles. Aber gibt es nicht mehr in diesem Leben als dieses „Alles“? Von dieser

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in Bad Ischl. Der Jakobsweg war einer von vielen

Sehnsucht getragen machte ich mich auf den Weg. Es ging los. Drei Jahre wollte ich unterwegs sein und so war mein Rucksack randvoll gepackt mit all’ den Dingen, die ich auf meiner Wanderung brauchen kön­­nte. 30 Kilo lasteten auf mei­nem Rücken. Ich hatte sogar eine Trillerpfeife eingepackt, weil Nordamerika auf meiner Route lag und es dort bekanntlich Bären gab. Freunde meinten, ich solle pfeifen, wenn ein Bär vor mir stehen sollte. Also war die Pfeife mit im Gepäck, obwohl es schon lange keine Bären mehr im Salzkammergut

Pfaden, denen er folgte.

gab und Nord­amerika noch Tausende Kilo­meter Fußmarsch entfernt war. Ich hatte auch ein schönes Hemd eingepackt; zwar nicht wegen der Bären, aber trotzdem. Alles Dinge, die in die Kategorie „Nice to have but not nice to carry“ fallen. Bereits in Salzburg war ich des Ruck­ sackschleppens so leid, dass ich so manches, schein­bar wichtige Utensil zu­rück ließ. Endlich konnte es also los gehen. Ich musste erst lernen, Altgewohntes loszulassen, um zu neuen Zielen aufbrechen zu können. Der Rucksack war in diesem Fall mein bester Lehrmeister.

In Lateinamerika nannten sie mich schlicht „El Caminante“, den Wanderer. Hoch oben in den Anden war die Landschaft ma­ gisch: Nebelverhangene Berge, bunte Felder, aus der Ferne tönte fröhliche Anden­musik. Ich war unterwegs zu einer neuen Er­ fahrung. In den Bergen Perus stieß ich an meine Grenzen: Hitze, Hunger, Durst, Angst und Kälte. Alles Er­fahrungen, die in unserem komfortablen Leben nicht mehr existieren. Die Zentral­heizung, das Auto, das volle Regal im Supermarkt oder die gemütliche Wohnung formen eine Barriere, die den Kontakt


in der Arbeit, um das Auto kau­ fen zu können, mit dem wir dann in die Arbeit fahren. Sub­versive Gedanken? Nein! Das ist Fort­ schritt.

zu den Elementen verhindert. Wir sehen uns nicht mehr länger als Teil der Natur, sondern als ihr Beherrscher. Beherrscher? Was für eine Illusion! Die Begegnung mit einfachen Schafhirten auf der Inkastraße hatte auch dazu beigetragen, mein Leben zu ver­ einfachen und bewusster zu leben. Die Geschwindigkeit des Gehens ist so gering, dass Ort und Seele eins werden können. Nur auf diese Weise lässt sich das Leben in seiner ganzen Fülle erfahren. Langsamkeit. In unserer mate­ riellen Welt wird die Zeit zu unserem Beherrscher. Das ei­ gent­liche Ziel, ein gutes Leben zu leben, haben wir aus den Augen verloren. Wir suchen Zu­ flucht bei „Zeitmaschinen“. Das Auto ist eine von ihnen. Wir glauben, mehr Zeit zu haben, weil wir damit schneller von einem Ort zum anderen gelangen. Gleichzeitig geben wir viel Geld aus, um uns das Auto leisten zu können. So verbringen wir die kostbarste Zeit unseres Lebens

Die westliche Konsumwelt ver­ mittelt uns ein Gefühl der Frei­ heit und schafft doch nichts weiter als Abhängigkeiten. Das erlebte ich besonders drastisch in Kalifornien. Als ich dort am Straßenrand entlang wanderte, sah ich wie schnell die Menschen unterwegs waren. Für Fußgeher gab es nur Geringschätzung, vielleicht noch ein mitleidiges Lächeln. Und doch schien es mir, als wären gerade diese eiligen Menschen auf der Flucht. Die westliche Gesellschaft bietet ein Leben in „geordneten Bah­ nen“, erwartet, dass wir arbeiten, kaufen, konsumieren und ster­ ben. So verrückt uns das anfangs noch erscheinen mag, aber mit der Zeit verstummt die innere Stimme in uns. Wir sollten ihr wieder zuhören, sind wir doch alle aus einem ganz bestimmten Grund auf dieser Welt. Ihn zu entdecken erfordert Zeit und Stille. Beides Mangelware in unserer Gesellschaft. Oder doch nicht? Können wir nicht täglich aufs Neue entscheiden, wohin wir unsere Energie und Kräfte lenken?

Mögen wir immer unseren Entdeckergeist bewahren! Und am Ende all dieser Entdeckungen kommen wir dahin zurück, wo wir angefangen haben. Un d sehen den Ort zum ersten Mal. (T.S. Eliot)

Die Maori (Neuseeland) glau ben, dass es Unheil bringt, wen n man Dinge, wie Muscheln, vom Strand entfernt.

Meine Weltenwanderung wurde auch zu einer Pilgerfahrt zu alten Bäumen. In Patagonien stand ich inmitten jahr­tau­ sendealter Al­erce-Bäumen. Rie­ sig, zeitlos, ewig. Ich, ein Zwerg, verloren, und doch am richtigen Ort, so orientiert wie lange nicht. In Kalifornien schlief ich unter den Sequioas. In Neuseeland be­ suchte ich Kauribäume, die dicksten aller großen Bäume. Sie werden von den Maori tief verehrt und haben auch mein

Gregor Sieböck ist Koope­ra­ tionspartner von Weltweit­wan­ dern. Seine nächste mehr­jäh­ rige Wanderung beginnt im Juli 2008. Mehr Informationen da­rü­ber auf: w w w . g l o b a l ­c h a n g e . a t Anfang 2009 erscheint ein Buch von ihm. „Uns verbindet das Wissen um die Kraft, die aus offenen Be­gegnungen mit anderen Men­schen und aus dem Gehen ensteht.“

Hoch oben in den Anden war die Landschaft für den Weltenwanderer magisch.

Leben verändert. Auf der Suche nach einer größeren Wahrheit stellte ich fest, dass am Ende das Leben ganz einfach ist. Es geht um ein Leben in Liebe, denn die Liebe ist die stärkste Kraft in unserem Universum.

„Auf meiner Wanderung war ich mit Waldviertler Schuhen von GEA (www.gea.at) un­ terwegs, weil ich die Unter­ nehmensphilosophie spannend fand. Da produziert eine kleine Schuhwerkstatt noch in Öster­ reich, wo die meisten anderen schon in Billiglohnländer ab­ gewandert sind!“ Gregor Sieböck über seine Wanderschuhe

Gregor Sieböck über die Ver­ bindung mit Weltweit­wandern

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Ökotrends in der Mode „Northland und Weltweitwandern ver­folgen ein Ziel: Die Freude am Wandern durch hohe Qualität der Angebote zu fördern – DIE Voraus­setzung intensiv zu kooperieren.“ Hans Jörg Leth, Northland Professional

Modetrend wird sein, das gute Gewissen nach außen zu tragen. Es wird nicht mehr um die Länge der Röcke gehen, sondern darum, ein Statement abzugeben.“ Der ökologische Wert der Klei­ dung bleibt dank hochent­ wickelter Technologien un­sicht­ bar, das kratzige WollsockenImage ist passé und genau das scheint das Geheimnis des Erfolgs zu sein. Längst haben Unter­ nehmerInnen das Geschäft mit dem Ökostoff gewittert. Der so­ genannte „Dow Jones Sustain­ ability Index“ listet soziale und umweltfreundliche Unternehmen. Die UNO hat 2009 sogar zum Jahr der Naturfaser erklärt, um auch Jute, Hanf, Bambus und Ko­ kos­als Kleiderstoffe zu för­dern.

Organische Kleidung, wie diese von Northland, kann auch schick sein.

Freiland statt Batterien. Heimische Tomaten statt Gentechnik aus den Niederlanden. Dinkelweckerl statt Big Mac. Der Griff zu Bio-Lebensmittel ist schon seit Längerem für viele eine Selbstverständlichkeit. Der Ökotrend im Modesektor dagegen ließ lange auf sich warten. Bio zum Anziehen galt als zu wenig „anziehend“.

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rganische Kleidung hat den Ruf vom Leinensack und kratzigen Wollpullover längst ver­loren. Der Schlabberlook war gestern. Heute ist es hipp „grün“ zu sein. MarketingexpertInnen haben diesem Trend mittlerweile einen eigenen Namen gegeben: LOHAS – Lifestyle of Health und Sustain­ability (Lebensstil auf Ba­ sis von Gesundheit und Nach­hal­ tig­keit). Einfacher ausgedrückt be­zeichnet man damit Menschen, die ihr Leben genießen und den­ noch ihren Teil zum Umweltschutz beitragen wollen. LOHAS wollen

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Ökokleidung, die im Trend liegt und das Gefühl mit ihrem Kauf einen Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet zu haben. Der dänische Modedesigner Peter Ingwersen meint dazu: „Der nächste große

www.northland-pro.com Northland ist ein wichtiger und verlässlicher Partner von Welt­ weitwandern. KundInnen von Weltweitwandern erhalten wert­ ­­­­­volle Rabatte beim kom­pe­ tenten Trekking­aus­rüster.

Die österreichische Outdoor­be­ kleidungsmarke Northland hat diesen Trend sehr früh erkannt und sich nun mit ihrer ECO-Linie dem Nachhaltigkeitstrend in der Mode verschrieben. ECOTextilien von Northland sind ökound biologische Produkte aus Bambus, Hanf, Soja und Leinen, die ohne Pestizide, Herbizide und andere Chemikalien angebaut werden. Herkömmliche Mate­ rialien benötigen für den Anbau Unmengen an Wasser und Che­ mikalien, die ins Grundwasser und letztlich damit auch in unsere Nahrungskette gelangen. Gerade Menschen, die sich viel im Freien bewegen, liegt der Umweltschutz sehr am Herzen. Es ist nur eine logische Folge, dass sich dem Ökotrend nun auch Trekkingausstatter anschließen. „Ich glaube daran, dass Mode nicht nur von außen, sondern

Bambusfasern sind extrem stark und haben durch ihre poröse Oberfläche eine was­ serabweisende Funktion. Bam­ bus am Körper getragen hält ein bis zwei Grad kühler als Baumwolle, ist natürlich antibakteriell und daher bes­ tens für Allergiker geeignet. Bambustextilien fühlen sich sehr weich an und sind zudem schimmelresistent. Die Herstellung von Bambus­ fasern ist umweltverträglich und frei von Chemikalien. Die Entsorgung verursacht keine Umweltverschmutzung.

Matthias Ropel | photocase.com © madochab

BIO zum Anziehen

Mode aus Bambus:

Mode aus Hanf: Hanf ist eine der umwelt­freun­d­ lichsten Fasern der Welt, be­ nötigt wenig Wasser und keine Herbizide, Pestizide oder Dünge­mittel. Sie ist eine sehr ertragreiche Pflanze und pro­ duziert pro qm erheblich mehr Fasern als Baumwolle. Hanf isoliert hervorragend und nimmt Feuchtig­keit besser auf, ist auß­erdem antiallergisch und haut­freundlich. auch von innen schön sein kann!“, sagt der De­signer Peter Ingwersen und in­zwischen sind selbst kon­ servative Modekritiker davon überzeugt, dass sich der Ökotrend in der Mode durchsetzen wird. Wenn Bio nicht mehr nur schmeckt, sondern uns auch steht, spricht auch nichts mehr dagegen sich nachhaltig und politisch korrekt zu kleiden.


e r v y e w s i here ♥ e v o ♥L Petra & Peppe – Österreich & Italien

Brigitte & Lahoucine – Schweiz & Marokko

Daniela & Tashi – Österreich & Ladakh

Das Netzwerk von Weltweitwandern umfasst Hunderte von Menschen. Jede/r hat seine eigene Geschichte. Drei Geschichten von sechs Personen wollen wir hier erzählen. Liebesgeschichten, weil nichts mehr verbindet als die Liebe.

Peppes chaotische Art und Petras Genauigkeit ergänzen sich bei den Reisen mit dem Dream-Team

Unbemerkt von den anderen TrekkingteilnehmerInnen begann vor über 10 Jahren in der Weite der marokka­ni­schen Wüste der ge­meinsame Weg von Bri­ gitte und Lahou­cine. Einige Jahre lang besuchten sie sich in ihren ge­gen­sei­tigen Leben und Kul­­ turen. Für Lahoucine, Bergführer mit der Vision sich selbstständig zu machen, war es klar, dass er nicht in die Schweiz gehen wollte. Für Brigitte dahingegen war es klar, dass sie den Schritt nach Marokko erst machen wollte, wenn sie in ihrem Gastland eine erfüllende Aufgabe, Arbeit gefunden hatte.

Reisebüro in Marrakech auf. Wie mit Christian, war auch zwischen Brigitte und Lahoucine die nach­ haltige respektvolle Rei­se­­­­philo­ sophie niemals Diskus­sion. Der Weg der beiden „Landeier“ in die Stadt und zu einem eigenen Ge­ schäft war aber doch auch im­mer von Hochs und Tiefs, die Suche nach einer Balance zwi­schen Frei­zeit und Arbeit ge­prägt. La­­­ houcine kann in seiner Arbeit seine Gabe für die ideale Routen­ zu­sam­men­stel­lung und Touren­ orga­ni­sation entfalten. Seine Fäh­ig­­­­keit mit den Mit­ arbeiter­Innen um­zu­ gehen, das „Gspüri“, welche neuen Füh­ rer, Köche eine Chance verdienen, kommt in der Arbeit mit den Begleitteams zu tragen. Während er der Vi­sionär ist, arbeitet Brigitte wie eine em­ sige Arbeits­biene, bleibt an den Din­gen dran. Manchmal auch, da verliert sie sich. Gut ist dann, dass Lahoucine da ist, der alles wieder ein wenig zurecht­rückt.

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Als sich die gemeinsame Touren­ organisation von Christian Hlade (GF von Weltweitwandern) und Lahoucine intensivierte, war die Zeit reif, einen gemeinsamen Ver­ such in Marokko zu wagen. In den folgenden Jahren bauten sie zusammen ein eigenständiges

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Petra und Peppe begannen im Tourismus tätig zu werden und entdeckten dabei eine Liebe, die sie auch nicht losließ, als sie 1998 nach Österreich zogen, um ihre Trattoria La Piazzetta zu eröffnen. Die Liebe, das unentdeckte Italien auszuforschen und die schönsten Ecken des Landes mit netten Gästen zu teilen. Das österrei­ chisch-italienische Paar eröffnete auch ein Reisebüro, durch das sie mit amore geplante Gruppenreisen in das Land ihres Herzens, l´Italia bellissima, anbieten. Mit ihrem Partner Weltweitwandern können sie die Freude an geführten Wan­ derungen durch die unent­deckten Gebiete Italiens weiter­leben und entwickeln.

Brigitte & Lahoucine Schweiz & Marokko

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Peppe stammt aus der Provinz von Neapel, aus Sant Agnello bei Sorrento, wo sich Petra und Peppe vor fast 20 Jahren kennen­gelernt haben. Petra verbrachte den Sommer in Sorrento, um ihre Italienisch­kenntnisse aufzu­bes­ sern. Die Stei­rerin hat sich Hals über Kopf in Peppe und die neapolitanische Lebens­lust ver­ liebt. So sehr, dass sie ihr Studium abbrach und im Süden Italiens fast 10 Jahre verbrachte.

sehr gut. Ihr Reise-Motto: „Nicht nur dabei sein, sondern da­zu­ gehören!“ Das italienische Le­ bens­gefühl zu spüren und als „Freun­de“ Land und Leute zu ent­decken hat sich in den letzen Jahren bewährt.

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Petra & Peppe Österreich & Italien

Daniela & Tashi – Österreich & Ladakh Als Studentin ist Daniela im Jahr 2001 zwei­mal nach Ladakh ge­ reist. Wäh­rend der ersten Blicke vom Flug­zeug aus, hatte sie das seltsame Gefühl, dass dieses kar­ ge un­wirt­liche Land einmal ihre zweite Heimat sein sollte. Durch

Zufall be­geg­nete sie bei ihrem zweiten Auf­enthalt Tashi, den sie anfangs für einen überheblichen Macho hielt. Viele Umwege mussten ge­gangen wer­den, bevor sich eine Liebes­be­zieh­­ung entwickeln kon­nte, ja durfte. Ein Hin und Her zwischen zwei Welten, in denen sich beide mal glücklich, mal trau­rig, mal unsicher und mal stark fühlten, begann und endete bis heute nicht. Tashi war über Jahre Führer im Himalaya. Nach der Begeg­nung mit Daniela wollte er seinen Traum, Reise­veranstalter zu wer­ den, in die Re­alität umsetzen. Anfangs nur zaghaft, brachte sich auch die Österreicherin mehr und mehr in die Arbeit ein. Gemeinsam ver­liehen sie dem Ganzen mehr Form. So unterschiedlich die bei­ den in ihrer Arbeitsweise sind, so einheitlich sind sie in ihren Zie­ len: Sie fördern junge ladakh­ische Ar­beits­kräfte und wollen auslän­ dischen Gästen in Ladakh Kultur­ begegnungen auf eine be­sonders persönliche und liebe­vol­le Art ermöglichen. Eine Vision, die sie mit Weltweit­wandern ver­bindet. Tashi ist jemand, der den Kontakt zu Menschen braucht, mit Hin­ gabe nahezu Unmögliches in die Realität umsetzt und in großen Visionen lebt. Sie ist die Schnelle, die Effektive, die Planerin und die Rechnerin. Seine Schwächen sind ihre Stärken und umgekehrt.

Auf www.weltweitwandern.at unter „Team“ können Sie weitere Mitglieder der WWW-Familie kennen lernen.

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Mein Nachbar, der Spinner Jetzt spinnen sie im Reisebüro auch schon. Fragt die mich doch glatt, ob ich ein Klimaticket will! Erst denk ich: Aha, ein Aufpreis dafür, dass es im Flieger nicht immer so zieht. Eh leiwand. Aber nein, ich soll meine CO2Schuld zahlen. 16 Euro! Für das Geld krieg ich beim Stelios schon ein schö­nes Paar Bade­s chlapfen. Meine Nachbarn, die fallen auf so einen Schmäh na­tür­lich herein. Aber die sind sowieso ein bissl eigen. All inclusive kennen die gar nicht. Haben die noch nie probiert. Im Urlaub rennen die bergauf, bergab. Unten in Indien. Oder quer durch die Wüste. Und was weiß ich wo noch. Die Fotos hab ich einmal ge­ sehen. Eh schön, aber nur Landschaft. Schlafen müssen sie im Zelt. Und rundherum nur Einheimische. Keine Hotels?, frag ich den Nachbarn. Keine Bars und Restaurants? Und deine Gnädigste, wo geht

Von Ute Baumhackl

die shoppen, zum Schafhirten? Er hat nur so komisch ge­grinst. Sag ich zum Nachbarn, pass auf, die nehmen dich aus. Da zahlst du dafür, dass du überhaupt nichts hast; kein Pool, kein Buffet und keine Animation. Wo ist da der Urlaub? Aber dem taugt das. Er sagt, er findet die Ruhe so schön, den Rhythmus, der im Gehen entsteht, das Mit­ leben mit den Leuten dort. Da braucht er keine Tanzband und kein Vierstern­ zimmer. Und er sitzt eh das ganze Jahr im Büro herum, da will er sich nicht mit den anderen Urlaubern um die letzte Sonnenliege prügeln, sondern lieber die Seele rasten lassen und den Körper in Bewegung setzen. Wie gesagt, er ist ein bissl eigen. Aber sonst sehr nett. Zum Beispiel gießt er bei uns die Blumen, wenn wir die zwei Wochen im Club sind. Kann man nichts sagen, das funktioniert tipptopp.

Die WEITBLICK-Buchempfehlung „KulturSchock Tuareg“ von unserem Freund und Wegbegleiter Harald A. Friedl, Autor von „respektvoll reisen“. Ein kaleidoskopischer Überblick über Vergangenheit, Gegenwart und Zu­ kunft der Tuareg-Nomaden, über deren Werte, Lebensrhythmus und Umwelt. Mit aktuellen Tipps für den Kontakt mit Nomaden. Erschienen im Reise Know-how Verlag, 240 Seiten, zahlreiche Farbbilder, 16 Euro, ISBN: 3831716080

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Das kleine 1 x 1 des fairen Reisens Jede/r redet von fair reisen. Was aber kann jede/r Einzeln/e tun, um fair zu reisen? Margit Leuthold, Geschäftsführerin des Instituts für Integrativen Tourismus und Entwicklung respect, gibt Tipps wie man es richtig macht.

1 N

Neugier! Schon vor der Reise kann ich nachlesen, was mich am Ziel erwartet. Wie sieht der Alltag in meinem Rei­ seland aus? Was erfahre ich über die politische Situation in diesem Land?

2 Z

Zeit! „Weniger ist mehr“ heißt mein Urlaubsmotto – spontane Begegnungen und Erlebnisse brauchen Zeit – ich neh­men sie mir.

3 G

Gast sein mit Respekt! Freun­ dlichkeit sagt mehr als tausend Worte – auch wenn ich die Landessprache nicht perfekt beherrsche, so kann ich doch zeigen, dass ich ein guter Gast bin: Kenne ich lokale Sitten und Gebräuche, dann werde ich es einfacher haben, freundlich zu sein.

4 D

Darf ich? Ich frage, bevor ich jemanden fotografiere – an besonderen kulturellen oder religiösen Stätten achte ich auf Verbote. Mein Guide wird mir sicher helfen, hier den richtigen Klick zu finden.

S5

So schmeckt die Ferne! Das fördert regionale Wert­ schöpfung und sichert Arbeits­

plätze – und probieren geht immer über studieren! Geschält und gekocht allemal.

6 U

Unterkunft lokal! Oftmals bieten Familienbetriebe mit einheimischen Angestellten mehr Flair und ein Plus für beide Seiten als internationale Standards.

W

Wasser ist kostbar! Ich frage vorher, ob in mei­nem Urlaubsland Wasser rar ist.

7

F

Fußabdrücke hinterlassen: Ja, Mistplätze: Nein! Ich neh­me meinen Mist einfach wieder mit nach Haus.

8

9 B

Bewusst Souvenirs auswählen! Im Land produ­ zierte Waren sind schöne Erinne­ rungen. Lebende oder prä­­­­­parierte geschützte Tiere oder Kunst­ schätze sind nichts fürs Sideboard.

10 H

Helfen, aber richtig! Bettelnde Kinder schwänzen meist die Schule. Es ist sinn­ voller, Projekte für Kinder zu unter­stützen, die versuchen ihnen eine Perspektive jenseits der Straße zu geben.


7ENNICHMEIN,EBEN

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NOCHEINMALLEBENKĂšNNTE

ANFANGENKĂšNNTE WĂ RDEICHVERSUCHEN

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NURMEHRGUTE!UGENBLICKEZUHABEN

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We are Family!

Wenn ein Unternehmen zur GroĂ&#x;familie wird AUSDIESENBESTEHTNĂ‹MLICHDAS,EBEN .URAUS!UGENBLICKEN

)CHWĂ RDENICHTSOPERFEKTSEINWOLLEN

Stellen Sie sich vor, Ihre Familie wĂźrde Hunderte von Menschen aus aller Welt umfassen, von Tibet Ăźber Armenien und Marokko bis Patagonien. Jedes Jahr kommen einige von ihnen6ERGI”NICHTDENJETZIGEN zu Besuch und bleiben ein paar ICHWĂ RDEMICHMEHRENTSPANNEN Monate in Ihrem Haus. Unvorstellbar? Nicht fĂźr Weltweitwandern! FĂźr den Grazer Reiseveranstalter ist eine )CHWĂ‹REEINBISSCHENVERRĂ CKTER GroĂ&#x;familie dieser Dimension zur Realität geworden. Das anfängliche Ein-Mann-Unternehmen hat Ăźber die Jahre laufend Familienzuwachs bekommen. 7ENNICHNOCHEINMALLEBENKĂšNNTE

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Bilduntertitel

3CHUHEZUM'EHENn-ĂšBELZUM,EBEN 3EITĂ BER*AHRENSTEHEN'%!0RODUKTEFĂ R&UNKTIONALITĂ‹T ,ANGLEBIGKEITUND.ACHHALTIGKEIT "EQUEME SCHĂšNE3CHUHE 6OLLHOLZMĂšBELUND.ATURMATRATZEN+OMMEN3IE WIRBERATEN3IEGERNE

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„Mit Weltweitwandern haben wir einen engagierten Reiseveranstalter für das forum anders reisen gewonnen.“ Rolf Pfeifer, forum anders reisen:

www.forumandersreisen.de “Uns verbindet mit Weltweitwandern eine gemeinsame Vision einer “sanften Globalisierung” - uns aller Motto ist: Leben und Leben lassen!” Karl Pirsch, Eine Welt Handel

www.eine-welt-handel.com „Mit Weltweitwandern haben wir einen Partner gewonnen, dem die Wanderlust mit höchster Qualität ebenso am Herzen liegt wie uns.“ Karmen Mentil, Alpine Pearls

www.alpine-pearls.com “Die Jugend & Familiengästehäuser sind internationale Begegnungstätten und bieten Tou­ris­mus auf hohem Niveau. Der Ansatz von Weltweitwandern einen respektvollen Umgang mit anderen Kulturen zu etablieren, entspricht dabei voll und ganz unserer Philosophie.” Gerhard Wendl, Jugend & Familiengästehäuser

www.jfgh.at

„Wandern und Jodeln – das passt zusammen wie Heidensterz und Schwammerlsuppe. Mit Stimm- und Kreuzbändern eintauchen in die Bergwelt, das verbindet uns mit Weltweitwandern“ Herbert Krienzer und Monika Primas, Jodeltrainer

www.steirisches-volksliedwerk.at

„Wer sich für die Rechte von Minderheiten engagiert, braucht Zeit um sich mit anderen Kul­turen auseinanderzusetzen. Eine Reise mit Weltweitwandern bietet eine Gelegenheit dazu.“ Peter Ritzinger

www.gfbv.at

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Weltweitwandern GmbH Kleegasse 3, 8020 Graz, Austria Fax: 0043(0)316 583504-50

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Weitblick 1  

Weil uns mehr bewegt als nur der Verkauf von Reisen und um Platz für die Vielfalt unserer Gedanken, Ideen und Visionen zu schaffen, haben wi...