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Das Weltweitwandern-Magazin, Nr. 2

Deutschlernen am Dach der Welt

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Auf gleicher Augenhöhe

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Die Zukunft ist jetzt

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Reisen • Begegnungen • Nachhaltigkeit

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Die Zukunft ist jetzt Büro mit Vision – Arbeiten mit Vision Ein Blick in die Zukunft. Man stelle sich ein Bürohaus im Jahre 2100 vor. Wie sieht es aus? Stahlbetonmauern, spiegelglatte Glasflächen, Metallverstrebungen, kahle, weiße Wände, Neonröhren über Hightech-Schreibtischen, eng aneinander gereiht, Überwachungsanlagen, MitarbeiterInnen mit Chips in den Köpfen, von oben gesteuert? Würde das Bürohaus in Hollywood gemacht, würde es wohl so aussehen. Wird es in Graz von einem visionären Unternehmer gebaut, schaut es ganz anders aus. Willkommen in der Gaswerkstraße 99! Nicht im Jahr 2100, sondern im Hier und Jetzt. deres schaffen. Wechselseitigkeit par excellence. Der Würfel ist gefallen Das Gebäude ist ein fast quadratischer Würfel. Die Form an sich energiesparend und ökonomisch. Die Härte des Kubus wird durch die Lärchenverschalung abgeschwächt. Die Hülle ist stabil, der Würfel ist gefallen. Die Basis von Weltweitwandern ist wie das Gebäude: einfach, erdverbunden, nicht so leicht aus der Bahn zu werfen, nicht modisch, aber zuverlässig. Innen drinnen aber wird immer wieder neu gewürfelt. Und das ist das eigentlich Spannende. Am Büro, als auch am Unternehmen.

Das Weltweitwandern-Büro wurde vom Architekten Johann Obereder geplant.

Wer Christian Hlade, den Gründer von Weltweitwandern, kennt, wusste schon von vornherein, dass das von ihm konzipierte Bürogebäude sicher nicht nur einfach ein Dach über den Köpfen seiner MitarbeiterInnen sein wird. Das wäre zu simpel. Das Gebäude verkörpert seine Visionen und seine Philosophie,

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die Werte seines Unternehmens. Man könnte sagen, er hat sich und sein Unternehmen als Haus gebaut. Ein Haus, in dem es während und oft auch außerhalb der Öffnungszeiten brodelt. Wie in einem Labor. Hier wird aber nicht mit Elementarteilchen und chemischen Mixturen operiert,

sondern an neuen Wegen des Reisens, am sich dabei Entfalten-Können, am Über-den-Tellerrand-Blicken, starre StrukturenAufbrechen und Unvereinbares Zusammenbringen getüftelt. Menschen formen Gebäude, Gebäude formen Menschen. Ein besonderes Gebäude schafft besondere Menschen, die Beson-

Am Anfang IST das Licht Wer in Gedanken ein Bürogebäude betritt, erwartet ganz klassisch ein Vorzimmer mit einer Empfangsdame, dem personifizierten Schutzwall, um unerwünschte Gäste abzuwimmeln. Es gibt zwar einen Vorraum, doch da ist niemand. Wer dann durch die erste Tür geht, betritt


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser! Auch mit der zweiten Ausgabe des WEITBLICK möchten wir Sie wieder hinter die Kulissen von Weltweitwandern führen. Eine bunte, lebendige Kulisse,

das großzügige Zentrum des Gebäudes. Und eines fällt hier gleich auf: LICHT! LICHT! LICHT! Im Osten – gegenüberliegend vom Eingang – eine riesige Glaswand hinaus in den Garten. Müde MitarbeiterInnen, die sich an Novembertagen durch Nebelschwaden ins Büro mühen, hellen in dieser Lichtinsel deutlich auf. Einen wunderschönen guten Morgen, der Tag kann beginnen! Es geht um wertschätzende Begegnung von Menschen, Kulturen und mit der Natur. Gut sechs Meter über der Mitte des 60m2 großen Raumes ragt eine zwei Meter hohe Dachlaterne in die Höhe. Diese an tibetisch-buddhistische Klosterarchitektur angelehnte Lichterhöhung wird demnächst noch tibetischer. Befreundete Mönche aus Ladakh/Nordindien werden an der Decke ein kunstvoll ge-

denn eine Reise mit Weltweitwandern ist kein fertig verpacktes Industrieprodukt, das man aus dem Supermarktregal nimmt und in den Einkaufswagen steckt. Unsere Reisen leben. Sie werden vor den Augen der KäuferInnen und unter deren Mitwirkung geschaffen. An der Erstellung unserer Reisen sind Hunderte AkteurInnen beteiligt. Hat die/der ReiseleiterIn Sorgen, kann sich das auf ihre/seine Führungsqualitäten auswirken. Ist sie/er frisch verliebt, stecken ihre/seine Glücks-

staltetes Mandala anbringen. Sieh Dich um! An der Süd- und Nordseite hängen „futuristische“ Gebetsfahnen – nicht klassisch aus Stoff und mit buddhistischen Gebeten bedruckt, sondern Leuchten in der typisch tibetischen Farbanordnung blau, gelb, grün, rot, weiß. Wandteppiche aus Bhutan, Marokko und Armenien, ein Tisch aus Ladakh, eine mongolische Jurte im Garten, eine Buddhastatue aus Nepal, Literatur über fremde Länder und Kulturen, ein Tischfußballtisch von der Fußball-WM 2008 in Österreich und der Schweiz, eine Gebetstafel aus Tibet, ein Metallteller aus Ägypten und, und, und. Genau! Wir sind beim Konzept der Begegnung – allgegenwärtig, nicht zu übersehen. Besonders hier in dieser Halle. Treffen wir uns in der Mitte Die Halle ist mehr als nur gebauter Treffpunkt der Kulturen

gefühle möglicherweise die Reisegruppe an. Auch die Natur, der Straßenzustand, Fluglinien, die Dienstleistungsqualität oder Abfallwirtschaft eines Landes, alles Faktoren, die wir kaum oder nicht beeinflussen können. Trotzdem bemühen wir uns um faires und nachhaltiges Reisen. ABER: eine Reise ist kein Freilandei, dessen Produktionskette sich anhand nachvollziehbarer Kriterien überprüfen und bewerten lässt. Wir können und wollen unseren Gästen keinen supersauberen „Nachhaltigkeits-

cluburlaub“ bieten, den sie vom Liegestuhl aus passiv genießen können. Was wir ihnen bieten, ist eine Reise ins echte Leben, das ja auch nicht frei von unvorhergesehenen Ereignissen ist. Gehen Sie mit auf diese spannende Reise?

Christian Hlade GF von Weltweitwandern

und lichtenergetische Quelle. Die goldene Mitte! Das Gebäude hat ganz genau im Schnittpunkt der Achsen sein Zentrum. Rund um die dort angebrachte Steinrosette trifft man sich im wahrsten Sinne des Wortes in der Mitte. Es ist das Begegnungs- und Kommunikationszentrum, das Herz des aus Ziegel, Holz und Glas geformten Unternehmens.

‚Pausenkammerl’ zum ‚wirklichen’ Zusammensitzen einzuplanen. Mir fiel bei diesem Wunsch erstmal das ‚Ladl obi’ (=österreichisch für Sprachlosigkeit; Anm. d. Red.). Doch auch ich war unsicher. Was, wenn aus meiner Vision eines großen, hellen ‚Begegnungsraumes’ doch nur eine öde, repräsentative aber letztlich leere Halle wird?“, so Christian Hlade.

„In der Planungsphase gab es große Befürchtungen, dass die Halle ungemütlich und nicht geeignet für unseren internen Gebrauch sein würde“, erzählt Christian Hlade von der Entstehungsgeschichte der Halle. „Große Räume wirken oft beängstigend – nicht von ungefähr treffen sich Menschen auf einer Party viel lieber in der kleineren Küche. Das Team fragte mich einmal, ob es denn nicht möglich wäre, ein zusätzliches kleines

Seine Ängste und die des Teams zeigten sich schnell als unbegründet. Das bestätigt auch Sophie Borckenstein, die Marketingfachfrau von Weltweitwandern: „Die Begegnungshalle hat das Klima im Team noch freier und offener gemacht. Kaffeepausen, Tischfußballmeisterschaften, zwanglose Gespräche untereinander, wie auch mit KundInnen und PartnerInnen – unser Begegnungsraum ist wirklich voll gelungen!“ Hier wird auch ein großer

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Teil der Firmenphilosophie von Weltweitwandern in die Praxis umgesetzt. Der Tüftler, Christian Hlade, hat sich viel mit Führungsstilen, neuen Konzepten des Arbeitens und sozialverantwortlichem Wirtschaften auseinander gesetzt. Vieles ist noch im Entstehen, im Reifen, muss noch erprobt und evaluiert werden. Einiges wurde jedoch bereits als WWW-tauglich befunden und hat Einzug in die Räume des Reiseveranstalters gehalten. (s. Kasten rechts)

werden hier per Kick ins gegnerische Tor katapultiert. Einmal in der Woche werden außerdem Ess- und Fußballtisch in die Ecke geräumt und Matten ausgerollt. Weltweitwandern bietet seinen MitarbeiterInnen Yogastunden an.

Weltweitwandern will mehr als „nur“ Reisen verkaufen. Dieses Mehr-Wollen fordert einen aber auch, fordert Ruhephasen, ein In-sich-Gehen. Wie gut, dass wir uns noch immer in der Halle befinden. Hier steht nämlich auch ein großer Tisch, hier trifft man sich zu MITTag. Gekocht wird abwechselnd von den Teammitgliedern selbst, das gemeinschaftliche Mittagessen ist ein sich täglich wiederholendes Ritual. Eins aber ist tabu: Über die Arbeit wird nicht gesprochen, ganz bewusst.

Es geht bergauf Oben, im ersten Stock, verbindet ein gewölbter Holzsteg die linke und rechte Gebäudehälfte. Dieser Verbindungsweg ist Sinnbild für das „Brücken schlagen“ und Netzwerke bilden, das bei Weltweitwandern so sehr im Vordergrund steht. Hinten links befindet sich das Gästezimmer mit Bad und WC. Wenn man mit einem weltumspannenden Netzwerk arbeitet, hat man auch oft Besuch. Immer wieder sind das Guides, die in Österreich ihre Deutschkenntnisse verbessern und die Kultur ihrer Gäste kennen lernen wollen. Das ist dem Reiseveranstalter ein großes Anliegen. Besonders bei exotischen Destinationen setzt er auf

Gleich neben dem Esstisch steht ein „Wutzltisch“ (österreichisch für Tischfußballtisch; Anm. d. Red.). Aufgestaute Probleme

„Mit unseren besonderen Reisen wollen wir unsere KundInnen begeistern. Gesunde und zufriedene MitarbeiterInnen sind die Basis für dieses Vorhaben.“, begründet der gelernte Architekt Christian Hlade die Freiräume.

einheimische Guides, da sie ihre eigene Kultur authentisch vermitteln können. Empowerment ist das Weltweitwandern-übliche Schlagwort dafür. Bei den angebotenen Wanderreisen geht es nicht nur um die erreichten Höhenmeter und die Pulsfrequenz bei Bergbesteigungen – es geht auch um Begegnungen auf Augenhöhe – mit der Natur und Kultur. Dafür braucht es gut ausgebildete ReiseleiterInnen. Ausgezeichnete Arbeit Im oberen Stock ist auch ein Großteil der Büroräume, die nach Feng-Shui-Konzepten farblich und energetisch akzentuiert wurden. Nicht weil Weltweitwandern so esoterisch ist. Es geht dabei um die positiven Auswirkungen auf die MitarbeiterInnen und somit um den wirtschaftlichen Nutzen. Auch die Lichtplanung spielt da eine große Rolle. Es wird mit unterschiedlichsten Lichtquellen, je nach Funktion gespielt. Die gewünschte Stimmung – Aktivierung für die Arbeit oder Regeneration in den Pausen – kann mittels Dimmer individuell eingestellt werden. Mit Erfolg. Die Weltweitwandern-MitarbeiterInnen fühlen sich in ihrem Umfeld wohl.

„Natürlich geht es dabei letztlich darum, dass ein zufriedenes Team mehr Gewinn erwirtschaftet. Den braucht jedes Unternehmen wie Sauerstoff zum Atmen. Trotzdem ist Gewinn nicht unser Ziel, sondern nur eine Bedingung, mit der wir weiterhin tolle Projekte verwirklichen können.“, erklärt Christian Hlade sein Konzept. Dass Weltweitwandern gute Arbeit leistet, haben auch andere bemerkt und das Unternehmen mehrfach ausgezeichnet: Als familienfreundlichstes Unternehmen, für innovative Leistungen im Tourismus, als einziger Reiseveranstalter in Österreich mit dem CSR-Gütesiegel, für verschiedenste Reisen mit der Goldenen Palme, zwei Mal mit dem „Fit im Job“- Gesundheitspreis usw. Weil Weltweitwandern in den letzten Jahren mit Preisen geradezu überhäuft wurde, witzelt man intern schon über mögliche zukünftige Auszeichnungen: tierfreundlichstes Unternehmen, weil Una, der Bürohund, sogar auf der Teamseite der Homepage zu finden ist; buddhistischstes Unternehmen, weil die fernöstliche Philosophie dem Geschäftsführer sehr wichtig ist; oder futuristischstes Bürogebäude und das sogar im Ernst, weil es dank der innovativen Gedanken, die in ihm stecken, seiner Zeit bei Weitem voraus ist. (dlw)

Unser Buchtipp: GemeinwohlÖkonomie. Das Wirtschaftsmodell der Zukunft. Von Christian Felber. Erschienen im Deuticke Verlag, 16,– Euro, ISBN: 978-3-552-06137-8 Im Aufenthaltsraum lässt es sich nicht nur zu Weihnachten gut zusammen sitzen. 4


Exkursion in die „Chefetage“ Der Geschäftsführer, Christian mern die MitarbeiterInnen zu Hlade, hat sein Büro nicht in einer frustrierten Arbeitsmaschinen. Als eigenen Chefetage. Sein Zimmer logische Konsequenz hat er sich für die Mitte entschieden arbefindet sich Hlade, zwischen Mitar-turen-Aufbrechen Wer Christian den zwei Gründer und Unver-und ternehmen. beitet in Netzwerken, die auch über beiterInnenbüros und ist auch von Weltweitwandern, kennt, einbares Zusammenbringen die Grenzen desformen Büros Gehinausgenicht größer anderen. Be-getüftelt. wusste schon als vondievornherein, Am Anfang IST das Licht Menschen Sie setzen sich Menaus Teams hen. Gebäude wusstdas undvon gewollt! dass ihm konzipierte Wer in Gedanken ein Bürogebäude, formen zusammen, die vonGebäude verantwortliBürogebäude sicher nicht nur bäude betritt, erwartet ganz klasschen. Ein besonderes chenbesondere LeiterInnen geführtdie werden. Weil sich einfach ein der Dachgelernte über denArchitekt Köpsisch ein Vorzimmer mit einer schafft Menschen, gerne den Kopf über neue Wege fen seiner MitarbeiterInnen sein Empfangsdame, dem personifiBesonderes schaffen. WechDaneben par beschäftigt sich der Undes Miteinander-Arbeitens wird. Das wäre zu simpel. Daszer-selseitigkeit zierten Schutzwall, um unerexcellence. mit seiner unternehbricht, wollte er auch Gebäude verkörpert seinemitVi-demDerternehmer wünschte Gäste abzuwimmeln. Würfel istgern gefallen Büro weg gängigen Firmen-Dasmerischen sionen undvon seine Philosophie, Es– gibt zwar einen Vorraum, Gebäude Sozialverantwortung ist ein fast quader Corporate Responsibility konzepten. Zwar unterscheidetdratischer die Werte seines Unternehmens. doch da ist niemand. Wer dann Würfel.Social Die Form an und mit und denökonoWerten der sich sein Bürosagen, nicht er vonhat denen Man könnte sich dersich(CSR) durch die erste Tür geht, betritt energiesparend „Gemeinwohl-Ökonomie“. anderen MitarbeiterInnen, und sein Unternehmen als Hausvonmisch. das großzügige Zentrum des GeDie Härte des Kubus basisdemokratischen Entschei-wird durch die Lärchenverschgebaut. bäudes. Und eines fällt hier gleiDabei geht es um verantwortungsdungsprozessen hält er trotzdemalung abgeschwächt. Die Hülle ch auf: LICHT! LICHT! LIvolles der Handeln auf die Ceiwenig. ist stabil, WürfelinistBezug gefallen. Ein Haus, in dem es während H T ! Geschäftstätigkeit, Im die Osten – gegenüberliegend Diegentliche Basis von Weltweitwandern und oft auch außerhalb der Öffseine einfach, MitarbeiterIn„Die sind zu zermürbend wie das und Gebäude: nungszeiten brodelt. Wie in ei-undist Umwelt vom Eingang – eine riesige nen. Dazu gibt langwierig. Wenn erdverbunden, nichtessoauch leichteinen aus zweinem Labor. Hier wirdalle abermitreden, nicht Glaswand hinaus in den Garten. Nachhaltigkeitsbericht, zerredet man vieles und kommt Bahn zu werfen, nicht momit Elementarteilchen und che- zuder jährlichen Müde MitarbeiterInnen, die sich der jedem frei zugänglich ist: an Novembertagen durch Nebelnichts.“ Von strenger operiert, Hierarchiedisch, aber zuverlässig. Innen mischen Mixturen www.weltweitwandern.at/downloads hält er genauso wenig. Wenn aber wird immer sondern an neuen Wegen des alledrinnen schwaden ins Büro mühen, helEntscheidungen nur von oben gewieder neu gewürfelt. Und das Reisens, am sich dabei Entlen in dieser Lichtinsel deutlich und Mitreden! troffen werden, am geht über viel Weisheit ist Reinklicken das eigentlich Spannende. falten-Können, den auf. Einen wunderschönen guten Blog von und Kreativität verloren. NebenAmimBüro, als Christian auch amHlade. UnTellerrand-Blicken, starre StrukMorgen, der Tag kann beginnen! dem „allwissenden“ Chef verküm- http://blog.weltweitwandern.at

„Es geht um wertschätzende Begegnung von Menschen, Kulturen und mit der Kultur.“ Gut sechs Meter über der Mitte des 60qm2 großen Raumes ragt eine zwei Meter hohe Dachlaterne in die Höhe. Diese an tibetisch-buddhistische Klosterarchitektur angelehnte Lichterhöhung wird demnächst noch tibetischer. Befreundete Mönche aus Ladakh/Nordindien werden an der Decke ein kunstvoll gestaltetes Mandala anbringen. Sieh Dich um! An der Süd- und Nordseite hängen „futuristische“ Gebetsfahnen – nicht klassisch aus Stoff und mit buddhistischen Gebeten bedruckt, sondern Leuchten in der typisch tibetischen Farbanordnung blau, gelb, grün rot, weiß. Wandteppiche aus

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Deutschlernen am Dach der Welt Ein Erfahrungsbericht von Greta Kostka Ich heiße Greta. Und du? Guten Morgen, hast du gut geschlafen? Möchtest du Tee? Ich bin Guide. Ich bin Koch. Ich heiße Tsewang. Mein Spitzname ist Sanju. Ich heiße Schokolade … Nein! Ich möchte heiße Schokolade. Und ich Zitronentee. Ich esse ladakhisches Brot. Und was nehmen Sie? Ich nehme Reis und Linsen. Achtung auf den Kopf! Ist es noch weit bis zum Pass? Was hier so bunt gemischt klingt, ist unser Alltag beim Deutschkurs im winterlich eiskalten Ladakh. Die Lehrerin: Das bin ich, Greta Kostka, pensionierte Lehrerin aus Lassnitzhöhe. Die Schüler: alles “gstandene” Männer zwischen 26 und 45, die während der Saison als Bergführer, Kulturführer, Koch oder Helfer für die ladakhische

Empowerment in der Praxis Bereits seit Jahren setzt Weltweitwandern massiv auf die Ausbildung einheimischer Guides und verzichtet in vielen Fernreisezielen auf ReiseleiterInnen aus Europa. Erfolgreich veranstaltet Weltweitwandern jährlich fachspezifische Weiterbildungen und Deutschkurse in den Zielländern und Austauschaufenthalte in Österreich. Mehr als 100 Guides & PartnerInnen haben bisher von diesem Engagement profitiert. Zwei unserer erfolgreichsten ladakhischen Guides wurden 2010 nach Österreich eingeladen, um neben der Verbesserung der Sprachkenntnisse auch die Kultur ihrer Gäste kennen zu lernen.

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Partneragentur von Weltweitwandern arbeiten. Der Background der Männer könnte unterschiedlicher nicht sein: Sie sind Bauern, einer arbeitet auch als Kellner, einer besitzt ein Restaurant, zwei waren früher Mönche in Südindien, einer ist Augenarzt-Assistent. Einige haben nur vier Jahre lang eine Schule besucht, ein anderer studiert sogar Englisch. Meine Gruppe, bestehend aus 12 Leuten, ist alles andere als einheitlich. Es gibt eine Anfänger- und eine Fortgeschrittenengruppe. Um zehn Uhr kommen die ersten Schüler in das Zimmer im ersten Stock eines alten Hauses in Leh und heizen den kleinen Holzofen ein. Sie setzen sich auf die Matten und beginnen zu lesen. Wenn ich dann so gegen halb elf ankomme, höre ich bereits, wie sie üben und freue mich darüber. Ihr Deutsch klingt manchmal sehr indisch oder englisch, aber das stört mich nicht. Das wird schon ... Mit kleinen Pausen arbeiten wir bis vier Uhr nachmittags. Als Pausenhighlight gibt es kaschmirisches Fladenbrot, frisch und warm vom Bäcker um die Ecke, und dazu eine große Kanne Milchtee. Beten oder Lernen? Unsere Lernstube liegt genau ne-

Greta Kostka vor dem Stadtkloster von Leh

ben dem Hauptkloster in der Innenstadt. Während wir lernen hören wir oft durch Lautsprecher verstärkte Gebete. Von unseren Fenstern aus beobachten wir das Treiben auf dem Klosterhof und die vielen rotgekleideten Mönche. Wenn sie unten ihre religiösen Texte rezitieren, sind wir nicht sicher, ob wir mitbeten sollen oder nicht. Ich frage sie, ob es nicht ein

Sakrileg sei, wenn wir hier im Klang der Trommeln einfach unsere Zahlen oder Deutschsätze sprechen ... Nein, nein, wird mir versichert, das sei schon in Ordnung. Wir gehen einerseits systematisch vor, nach Lehrbüchern für Anfänger, andererseits auch kreativ, zugeschnitten auf die Arbeit meiner Schüler als Kul-


Greta Kostka. Lehrerin mit Herz und Humor Die pensionierte Lehrerin aus der Steiermark ist in Ladakh bestens bekannt. Als ehemalige Obfrau des Vereins Friends of Lingshed hat sie die nordindische Provinz mehrfach und oft monatelang bereist, um Projekte vor Ort zu betreuen und durchzuführen. Ihr Engagement und die Liebe zu Ladakh und seinen Menschen zeichnen sie aus und machten sie zur idealen Besetzung für den Job als Deutschlehrerin am Dach der Welt.

Greta Kostka im Kreis ihrer eifrigen Studenten

tur- und Bergführer. Sie lernen also vor allem, was bei einer Klosterführung oder unterwegs beim Trekken unbedingt gesagt werden muss. Oder die notwendigen Worte, wenn Gäste in Leh ankommen, wenn sie Fragen zur Kultur haben. Natürlich können sie nicht in zwei Monaten perfekt Deutsch sprechen. Auch Auswendiglernen ist sinnlos. Vielmehr arbeiten wir mit Rollenspielen: Gast und Guide im Kloster. Der Kursraum ist unser imaginäres Kloster.

Mit Humor lernt es sich leichter

Guide: „Kommen Sie rein. Bitte ziehen Sie die Schuhe aus!“ Gast: „Oh ja! Klar! Was ist das?“ Guide (zeigt auf uns im Kreis Sitzende. Wir stellen buddhistische Statuen dar): „Das ist Buddha Shakyamuni, das ist Guru Rinpoche, das ist der Zukunftsbuddha …“ Ich werde meist als grüne Tara angesprochen, und der manchmal etwas finster dreinblickende Sonam bekommt den Namen einer zornvollen Gottheit verpasst. Im Kursraum liegende Matten und Decken werden zu unseren „heiligen Büchern“ und die Plakate zu Wandmalereien. Im tibetischen Buddhismus, so scheint mir, ist nichts todernst. Hinter allem verbirgt sich ein Lächeln. Zwei Meter große Igel Auch die Aussprache bringt uns zum Lachen, denn die Durchwahl beim Telefonieren klingt oft wie Durchfall. Und statt Eierspeise sagen viele - weil’s

leichter ist - einfach Eier-spicy! Dann ist da noch die Geschichte mit dem Igel: Wir lernen das ABC und dazu jeweils ein Tier, also A für Adler, Y für Yak und I für Igel. Ich will wissen, ob es in Ladakh auch Igel gibt. Zu meinem Erstaunen ist die Antwort ein einstimmiges Ja, die Igel in Ladakh seien sogar zwei Meter groß. Ich wundere mich ein wenig, doch mit den Händen wird die Igelspannweite bestätigt. Erstaunlich, was dieses karge Land für Igel hervorbringt! Sonam meint dann noch, statt Igel könnte man auch Lämmergeier sagen. Da ist alles klar! Der englische Eagle ist unserem

deutschen Igel ja auch wirklich zum Verwechseln ähnlich. Meine Schüler können noch kein perfektes Deutsch, sie können ihre Gäste aber nach dem Befinden fragen, ihnen etwas zu trinken oder zu essen anbieten. Und noch etwas wissen sie jetzt bestimmt: dass es Igel in Ladakh doch nicht gibt und sie auch in Österreich nicht so groß wie Adler sind. Mehr über Gretas Erfahrungen als Deutschlehrerin am Dach der Welt finden Sie unter: www.gretareisen.posterous.com

„Julley! Willkommen!“ So würden Sie unsere Guides gerne begrüßen!

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Mehr Infos über Ladakh: www.allesueberladakh.com Weltweitwandern ist DER führende Spezialist für Ladakh mit über 20 Jahren Erfahrung! Ein umfangreiches Wander- und Trekkingreiseangebot in Ladakh ermöglicht die Wahl zwischen Begegnungsreisen mit Land und Leuten, längeren Trekkingtouren, Bergbesteigungen, einfachen Wanderreisen bis hin zu Stadt- und Klösterbesichtigungen. Und wenn das passende Programm nicht dabei ist, gibt es auch maßgeschneiderte Individualangebote.

www.weltweitwandern.at

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Auf gleicher Augenhöhe Das Olpopongi-Maasai-Dorf in Tansania Allein. Ganz allein in einem Dorf in Tansania am Fuße des Kilimanjaro. Rundherum nur Maasai. Ein paar wenige von ihnen sprechen englisch, die anderen ihre traditionelle Sprache. Kurze oder kahlgeschorene Haare, lange bunte Gewänder und der typische selbstgemachte Schmuck. Abwartendes Verhalten auf beiden Seiten.

Der „weiße Maasai“ Tom Kunkler hat das Museumsdorf ins Leben gerufen.

„Am Anfang gibt es immer Berührungsängste, vor allem seitens der TouristInnen“, erklärt der Deutsche, Tom Kunkler, der das Maasai-Museumsdorf Olpopongi in Tansania auf Wunsch eines Stammes ins Leben gerufen hat. „Die meisten Gäste wissen sehr wenig über die lokale Bevölkerung und sind zu Beginn eher

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ängstlich, wenn nur Maasai rund um sie sind.“ Aber ein Tag im Museumsdorf vergeht sehr schnell und wenn gemeinsam gesungen und getanzt wird, verfliegen die Vorbehalte und es gibt viel zu lachen. Treffpunkt Olpopongi Das Museumsdorf Olpopongi

wurde originalgetreu gebaut. Die Maasai leben aber nicht dort, sondern weiterhin in ihren nahe gelegenen Dörfern. Wenn Gäste kommen, gehen die BewohnerInnen ins Museumsdorf „arbeiten“. Es gibt vier angestellte MaasaiGuides, die englisch, teilweise auch deutsch und spanisch sprechen und die Gäste während

ihres Aufenthaltes in Olpopongi betreuen. Darüber hinaus gibt es noch fest angestellte Köche und Nachtwächter. Die anderen machen genau das, was sie sonst auch machen: Sie stellen Werkzeuge und Schmuck her, singen, machen Brennholz, kochen, hüten ihre Rinder, stillen ihre Kinder, holen Wasser usw. Über ihre


Wissenwertes über die Maasai Die Maasai sind ein halbnomadisch lebendes Hirtenvolk in Ostafrika. Die ersten Maasai kamen wahrscheinlich kurz nach 1550 aus dem Süden und dem Niltal nach Kenia und Tansania. Dabei brachten sie ihr eigenes, domestiziertes Vieh bereits mit. Das Volk ist vor allem in der Serengeti, im Ngorongoro Schutzgebiet und in den Steppen rund um Arsuha beheimatet. Die Maasai sprechen Maa, eine nilotische Sprache und haben eine eigene monotheistische Religion. Einige sind jedoch auch Christen und Muslime.

Gäste wissen die Maasai zwar sehr wenig, sind aber genauso an ihnen interessiert wie umgekehrt. Dass die TouristenInnen mit dem Flugzeug gekommen sind und wo ihre Heimatländer liegen, ist für die meisten Einheimischen völlig unklar. „Diese Bildungslücken erschweren manchmal die Zusammenarbeit“, erklärt Tom Kunkler, „aber, dass hier Gäste aus aller Welt mit den Maasai auf Augenhöhe kommunizieren, ist fantastisch und alle bisherigen Strapazen wert!“ Wir wollen Weiße! Dabei wollte Tom, ein Deutscher, der seit 5 Jahren in Tansania lebt, dieses Projekt anfangs gar nicht. Eigentlich betreibt er ja in Moshi einer 200.000 Einwoh-

ner zählenden Stadt am Kilimanjaro einen Großhandel für Mountain Equipment und Souvenirs. Die Wachleute für seine Firma und sein Haus sind Maasai. Mit einem von ihnen, Johnson, freundete sich Tom an und wurde von ihm regelmäßig nach Hause ins Maasai-Land eingeladen.

Und dort begann auch alles Die Familie von Johnson und andere Klans baten Tom Kunkler wiederholt, TouristInnen in ihr Dorf zu bringen. „Auch wir Maasai müssen dringend Geld verdienen, um Medizin und Essen zu kaufen!“, unterstrichen sie ihre Bitte und „Warum nicht mit dem Tourismus?“. Tom Kunkler hatte Bedenken: „Die TouristInnen zerstören eure Kultur und die Privatsphäre, wenn sie durch eure Dörfer trampeln…!“ Doch sie blieben hartnäckig und Tom Kunkler ließ sich zu einem Kompromiss überreden, der heute Olpopongi heißt: TouristInnen JA, aber eben kontrolliert und auf Augenhöhe und nicht als „Eindringlinge“. Ein Vorzeigeprojekt, das Nachahmer braucht.

Tansania - Mt. Meru & Kilimanjaro ▲ ▲ ▲

Tansania hat einiges zu bieten - es gilt als Wiege der Menschheit und ist ein besonders spannendes und schönes Land im Osten Afrikas, das mit unvergesslichen Natur- und Kulturerlebnissen aufwarten kann. Und erst recht Bergerlebnisse: Der Kilimanjaro ist mit seinen 5.895 Metern nicht nur der höchste Berg Tansanias, sondern auch der höchste Berg Afrikas. Mehr Superlative: Er ist der einzige Berg der Welt, der alle fünf Klimastufen der Erde in sich vereint und damit wohl nach dem Mount Everest der berühmteste aller Berge. Doch die Reise beginnt mit dem Mount Meru, der nur einige Kilo-

Hütten-Trekking auf den Mt. Meru (4.566m) Bergtrekking mit Zelt (Machameroute) oder Hütten (Maranguroute) auf den Gipfel des Kilimanjaro (5.895m) Nächtigung im Olpopongi-Maasai-Dorf meter entfernt aus der weiten Steppe Tansanias in die Höhe ragt. Mit seinen 4.566m ist er der ideale Akklimatisierungsberg und erleichtert die Höhenanpassung für die anschließende Besteigung. Tansania bietet viel Abwechslung und großartige Highlights: Die vielfältigen Klimazonen am Kilimanjaro, die Kultur der Maasai, die wilden Tiere in der Serengeti und die langen Sandstrände auf Sansibar. Afrika pur! Weitere Infos zu dieser und anderen Tansania-Reisen:

www.weltweitwandern.at

Die Einnahmen aus dem Museumsdorf werden aufgeteilt und versorgen die gesamte MaasaiGemeinschaft. Ein Teil geht an die acht Angestellten und ihre Familien, einer fließt an die Gemeinschaft für den Erhalt ihrer Infrastruktur. Diejenigen, die zum Verrichten ihrer Arbeiten oder zum Tanzen und Singen ins Dorf kommen, erhalten eine Art Tagelohn. Die „Mamas“, die im Museumsdorf traditionellen Schmuck herstellen, dürfen ihn am lokalen Marktplatz auch verkaufen. Doch das ist nicht alles. Mit dem Geld wird auch die lokale, ziemlich desolate Grundschule renoviert und ausgebaut und eine Busch-Arztpraxis unterstützt. Mit dem Geld der weißen Gäste werden Medikamente und medizinisches Equipment besorgt. Sauberes Wasser und Strom werden über eine eigens aus Spendengeldern der Wirtschaftsjunioren Bad Kreuznach/Deutschland erbaute Solaranlage bereitgestellt. Heute ist das Olpopongi-Museumsdorf zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Die Maasai kommen gern hierher, treffen sich auf dem Dorfplatz, um Tee zu trinken, Wasser zu holen oder mit den TouristInnen zu tanzen. Dass es dabei weniger darum geht, für die Gäste zu arbeiten, als um Unterhaltung und Austausch, macht dieses Projekt so besonders. Es ist eines von jenen Vorzeigeprojekten, das gut und gern weltweit kopiert werden darf! (cs) Infos: www.maasai.co.tz www.olpopongi-maasai.com

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Von wegen Ölkrise! Eine schmierige Erfolgsstory Im kretischen 150-Seelen Dorf Kapetaniana, auf 800 Höhenmetern leben zwei Kärntner, die sich unter anderem der Produktion und dem Vertrieb von Öl verschrieben haben. Und das in diesen Zeiten? Wo das Öl doch immer knapper wird? Von wegen kurzsichtig und knapp! Wer das behauptet, kennt Luisa und Gunnar Schuschnigg noch nicht. Ihr Öl verstößt nicht gegen Klimaschutzrichtlinien, erneuert sogar Energien und ist nicht schwarz, sondern gold: Olivenöl!

Vor vielen Jahren hat sich das österreichische Paar bei einem Kreta-Urlaub in die Berge inmitten des Meeres so sehr verliebt, dass sie beschlossen, dort zu bleiben. Mit dem Einstieg in den Tourismus war der Ausstieg möglich. Luisa und Gunnar zeigen WanderfreundInnen ihr lieb gewonnenes Kreta. Ein altes Bauernhaus wurde von Gunnar und den beiden Söhnen, Alex und Tino, liebevoll renoviert und ist heute gern besuchtes Zentrum und Ausgangs- und Treffpunkt für WanderInnen, KletterInnen und BikerInnen, aber auch für KünstlerInnen, die zum Malen, Komponieren oder Schreiben in das stille Dorf kommen. Gunnar als gelernter Koch, verköstigt dabei die Gäste mit abwechslungsreicher ProfiKüche. Allroundgenies Dem nicht genug, sind die Schuschniggs auch sozial tätig. Sie betreuten über mehrere Jahre deutsche Jugendliche, organisierten Ausstellungen, Theaterveranstaltungen und Lesungen auf Kreta und arbeiten jährlich beim Snow-Jazz-Festival im Gasteinertal mit. Dass das genügend Arbeit für zwei Personen ist, würde hier wohl kaum jemand bestreiten. Oder? Luisa und Gunnar jedenfalls hat dies nicht gereicht.

Luisa Schuschnigg legt bei der Olivenernte selbst Hand an. 10

Seit 1999 sind sie stolze Besitzer eines eigenen Olivenhaines. Er

liegt mitten in Kretas größter Ebene, der Messara. Die fast 50 km lange und an ihrer engsten Stelle 8 km breite Tiefebene ist ein einziges Meer aus Olivenbäumen. Ihr Grundstück umfasst vier „Stremmata“, also ca. 4.000 m2. Darauf stehen 85 Stück, sowohl große alte Bäume als auch Jungbäume der Sorte Koronaiki. Ölmultis Die Olivenernte findet in den Wintermonaten statt. Und alle Schuschniggs legen dann Hand an. Nach den Feiertagen, meist am Anfang eines neuen Jahres, gehen sie raus zur Ernte, bringen alles zur Mühle, füllen das frisch gepresste Öl in 1l- oder 5lDosen ab und etikettieren sie. Ein buntes Netzwerk aus Hausund Wandergästen, GeschäftspartnerInnen, Familienmitgliedern und FreundInnen sorgt für die Abnahme und die weitere Mundpropaganda. „Wir liefern nur einmal im Jahr, direkt nach der Ernte. Die Pakete kommen auf eine Palette und werden mit einem kretischen Spediteur bis nach Kärnten geliefert. Dort angekommen, werden sie dann per Paketversand direkt an die Haustür geliefert.“, erklärt Luisa das simple wie erfolgreiche Prinzip des Vertriebs. Steht das Naturprodukt Olivenöl dann in der österreichischen


oder deutschen Küche, raten die Olivenölexperten aus Kapetaniana, es nicht im Kühlschrank zu lagern. Olivenöl stockt bereits ab 14 Grad. Eine Temperaturmarke, die im mitteleuropäischen Winter eigentlich so gut wie immer unterschritten wird. Deswegen überbringt es die/der Paketfrau/mann oft auch im flockig-gestocktem Zustand. Was aber kein Grund zur Sorge ist, versichern die Schuschniggs. Bei warmer Lagerung über 18 Grad nimmt es wieder seine flüssige Form an. „Auch die Farbe des frisch geernteten und gemahlenen Öls ist intensiver olivgrün als man es ansonsten von Produkten aus dem Ladenregal gewöhnt ist. Es schmeckt deswegen auch anfangs pfeffriger und wird im Laufe der Zeit dann gaumenmilder.“, erzählen die beiden weiter.

Zubereitung: Hackfleisch, Zwiebel, Käse pürieren. Mit den Kräutern, Salz u. Pfeffer vermengen, 2 Eier mit Olivenöl verquirlen und der Fleischmischung zufügen. Alles gut kneten, bis eine glatte Masse entsteht. Die Hände befeuchten und mithilfe eines Esslöffels längliche Fleischbällchen formen, diese in eine ausreichend große Pfanne legen, mit 330 ml Wasser

auffüllen und bei mittlerer Hitze aufkochen und 20 Min. köcheln lassen. Die Bällchen herausheben und abkühlen lassen. Das verbliebene Ei in eine flache Schale geben und leicht aufschlagen. Auf einen weiteren Teller dicht Mehl füllen und die Kroketten zuerst im Ei, dann im Mehl wälzen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, darin die Kroketten rundum knusprig braten.

Zutaten: Blumenkohl (=Karfiol), 1 Tasse Milch, Essig, Salz, Zucker, Pfeffer, Ei, Zitronen-Limettenöl* Zubereitung: Einen kleineren Karfiolkopf ca. 5 Min. in heißem Wasser (Salz und Tasse Milch zufügen) blanchieren. Aus Essig, Salz, Zucker, Pfeffer eine Marinade zubereiten. Der gekochte Karfiol kommt mit der Marinade in einen Plastiksack. Der wird so zugedreht und verschlossen, dass die Luft entweicht

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PS: Sie haben die Möglichkeit das Kretische Bauernöl (* sowie das Zitronen-Limettenöl) von Luisa und Gunnar Schuschnigg zu bestellen. Email an info@ korifi.de reicht.

Rindfleisch-Käse-Kroketten

Zutaten für 4 Personen: 700 g fein gehacktes Rindfleisch, 1 Zwiebel fein gehackt, 50 g Schafskäse, 2 EL Langkornreis, 1 EL gehackte Petersilie, 1 TL Dill, Salz, Pfeffer, 3 Eier, 1 TL Olivenöl, Mehl zum Panieren, Öl zum Anbraten

Wenn es um ihr kretisches Bauernöl geht, sind Luisa und Gunnar Feuer und Flamme. Voller Eifer haben sie ein eigenes WEITBLICK-Gericht kreiert, in dem ihr Olivenöl eine wichtige Rolle spielt. Womit sie auch recht haben, denn man muss es schon schmecken, um zu verstehen, warum die beiden weiterhin auf Öl setzen. (dlw)

Weitblick-Gaumenfreude von Luisa & Gunnar Schuschnigg

Einsame Küstenwege, alte gepflasterte Verbindungswege, atemberaubende Gipfel - Kreta ist eine Wanderperle, die an Vielfältigkeit glänzt Mischung aus hohen Bergen, tiefen Schluchten und blauem Meer Byzantinische Kapellen, wunderschöne Mittelmeervegetation, unvergleichliche kretische Küche Die Samaria- und Irini Schlucht Entspannen & Baden in Sougia

und die Marinade den kompletten Karfiol umschließt. Ein hart gekochtes Ei wird grob zerhackt. Nach ca. 3stündigem Marinieren wird der Plastiksack aufgeschnitten und der Karfiol im Ganzen auf ein Teller gesetzt, mit Zitronen-Limettenöl kräftig beträufeln und mit dem gehackten Ei bestreuen.

Westkreta - Berge im Meer Besuchen Sie Luisa und Gunnar Schuschnigg

„Gunnar ist ein äußerst liebevoller Reiseleiter, der immer für die Gruppe da war und uns die kretische Lebensweise nahe gebracht hat. Wir haben ein echtes „Griechenland-Feeling“ erlebt. Vor allem das Kochen mit Gunnar war ein tolles Erlebnis (obwohl ich normalerweise nicht koche!)“

Wolfgang Altinger, Wien

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Keine Angst! Tipps zum (Fern)Reisen mit Kindern Wer schon vor der Geburt seiner Kinder gerne in exotische Länder gereist ist, wird diese Vorliebe auch mit Kindern nicht abschütteln können. Doch viele Eltern sorgen sich um das Wohl ihrer Kinder und die Qualität ihres Urlaubs, wenn es um Fernreisen geht. Drei Reiseprofis mit insgesamt neun Kindern möchten Sie vom Gegenteil überzeugen. vieren in abgeschiedenen Gebieten der Ukraine unterwegs waren, die Reisen waren stets geprägt vom nahen Kontakt zu den Menschen und überschwänglicher Gastfreundschaft. Als allein reisender, weißer Mann stößt man in der Ferne oft nicht gleich auf Offenheit, als reisende Familie aber vertrauten uns die Menschen schnell. Dort beginnt dann für mich das schönste Reiseerlebnis, das Kennenlernen und Mitleben des Alltags der Menschen, fernab der touristischen Routen.

Kinder öffnen Türen und Herzen in fremden Ländern.

Pascal Fials Erfahrungen: Kinder öffnen Türen Der Reisefotograf und Gründer der Alles Leinwand Vortragsreihe (www.violo.at und www. allesleinwand.at) reist bereits seit seinem 16. Lebensjahr intensiv. Da er mittlerweile Vater von vier Kindern ist, die ihn öfters auf seinen Touren begleiten, weiß er, was es heißt, mit Kindern auf Reisen zu gehen. „Aus eigener Erfahrung kann ich Reisen mit Kind(ern) als eine wunderbare Bereicherung bezeichnen. Die Reisen mit meinen Kindern habe ich als die

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intensivste Art empfunden, ein Land und deren BewohnerInnen kennen zu lernen. Egal ob wir mit unserem sechs Monate alten Sohn im Tragetuch

durch die Berge Albaniens wanderten, ob wir mit unserer zweijährigen Tochter in Einbäumen Dschungelflüsse in Honduras entlang paddelten oder mit allen

Natürlich kommen auf meinen Reisevorträgen immer viele Fragen: Ist Reisen mit Kindern nicht zu gefährlich, zu anstrengend, unverantwortlich, schlichtweg unmöglich? Haben Kinder nicht Angst in fremden Umgebungen? Meine Antwort ist stets ein simples aber klares: Nein. Für Kleinkinder und Säuglinge ist meistens die Präsenz der Eltern genug, um sich ‚zu Hause’ zu fühlen. Bis zum 4. Lebensjahr tun sich Kinder über alle Sprachbarrieren hinweg sehr leicht, Freundschaften mit anderen Kindern zu schließen.“


Christian Hlades Tipps zum gesunden Reisen mit Kindern Der Geschäftsführer von Weltweitwandern ist Vater von drei Kindern. Laura, Lino und Leo. Wenn die Hlades auf Urlaub fahren, ist das ein ziemliches Unterfangen. Eines war bislang aber kein Problem: die Gesundheit der Kids. Gewusst wie, eben!

❶› Gehen Sie beim Essen und

Trinken kein Risiko ein! Seien Sie lieber etwas übervorsichtig und strenger als zu Hause. Geben Sie nicht nach, wenn die Kinder um Eis betteln, wenn Sie nicht 100% sicher sind, dass es auch in Ord-

nung ist! In vielen Ländern kommt es immer wieder zu Stromausfällen und damit zu längeren Unterbrechungen in der Kühlkette. ❷› Rohes Obst und Gemüse: Hände weg von allem, was nicht geschält werden kann! Keine

Beeren, Tomaten oder Salate! ❸› Eine gute Reiseapotheke ist das A und O. Erkundigen Sie sich im Vorfeld – bestenfalls beim Kinderarzt – welche Medikamente Sie unbedingt mit in den Reisekoffer packen sollten.

❹› Ansonsten gilt: Keine allzu großen Sorgen machen. Die Kinder sind meist robuster als man selbst. Die Familienreisen nach Marokko, Madeira, Kreta, Ladakh und Südindien waren für alle ein Hit!

Daniela Luschin-Wangails Tipps zum Fliegen mit Kindern Die Steirerin organisiert mit ihrem Mann, Tashi Wangail, die Ladakh-Reisen von Weltweitwandern. Weil sie auch Mutter zweier Buben ist, weiß sie nur zu gut, worauf es beim Fliegen mit Kindern ankommt.

Familienreisen von Weltweitwandern Marokko: WÜSTENFUCHS - BERGE & MEER - SCHATZSUCHE IM ATLAS ▲

Rumänien: FAMILIENREISE IN SIEBENBÜRGEN ▲ ▲ ▲ ▲

sehr sensibel und spüren es, wenn Mama oder Papa große Angst vor dem „Abenteuer“ Fliegen haben. ❷› Lieber direkt! Auch wenn es etwas mehr kostet, buchen Sie lieber Direktflüge. Das Umsteigen ist oft mit langen Wartezeiten oder einer unliebsamen Hetzerei verbunden. ❸› Nehmen Sie sich Zeit! Fahren Sie lieber etwas früher zum Flughafen und trinken Sie noch etwas und beobachten das Trei-

❶› Nur kein Stress! Kinder sind

ben, als in letzter Sekunde zum Flugsteig zu hasten. ❹› Fragen Sie nach Hilfe! Bitten Sie doch darum, dass Sie jemand vorlässt, wenn die Kinder schon ungeduldig sind. Das Flugpersonal hilft. Beim Boarding haben Reisende mit Kindern Vorrang! ❺› Beschäftigen Sie Ihr Kind! Achten Sie darauf, dass Malutensilien, Bücher und Spiele mit im Handgepäck sind. ❻› Reisen mit Baby leicht gemacht. Säuglinge können noch keinen Druckausgleich machen. Deshalb schreit ein Baby während der Start- und Landephase. Das kann einfach vermieden werden, wenn Sie Ihr Kind stillen oder ihm ein Fläschchen geben!

Familienfreundliches, kinderliebendes Begleitteam, Reitmaultiere, Dromedare, Berberkultur, Lehmburgen und vielfältige Vegetation Bunte Souks, Brotbacken am Feuer, Übernachten in Zelten oder im Freien

Besuch im größten Bärenreservat seiner Art in Europa Besichtigung des sagenumwobenen Drakulaschlosses in den Karpaten Floßbau und Flößen sowie Campen am Olt-Fluss Entdeckungsfahrt mit dem Pferdewagen

Diese Reisen sind speziell für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Sie geben einen kindgerechten Einblick in die Kultur des Reiselandes.

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Reisende Retter Tourismus als Wegbereiter zum Tier- und Naturschutz
 Es sind längst nicht mehr wilde Männer mit Harpunen, die im Insel-Archipel der Azoren Jagd auf Wale machen. Nicht mehr gierige Großwildjäger, die dem Elfenbein der Elefanten in der Serengeti nachstellen. Es sind auch keine hochmütigen Kolonialherren, die im Dickicht indischer Urwälder nach Tigern Ausschau halten. Dort wo anno dazumal zerstört wurde, sind heute oftmals Reisende unterwegs, die mit ihrer Liebe zur Natur (auch unbewusst) zum Schutz der Tiere und deren Lebensräumen beitragen.

Die Begegnung mit den friedlichen Riesen ist für Azorenreisende ein Highlight.

Money rules the world Ganz uneigennützig zum bloßen Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sind die Nationalparks unserer Welt nicht immer entstanden. Oft war es die Aussicht auf zahlungskräftige TouristInnen, die den Ausschlag zur Umsetzung diverser Schutzräume gegeben hat. Doch was eigentlich der Grund ist - der Jagd im großen kommerziellen Stil einen Riegel vorzuschieben - ist den bedrohten Tieren höchstwahrscheinlich egal. Auch wenn es bekanntermaßen immer wieder Rückschläge beispielsweise durch illegale Wilderer gibt, so hat doch die weltweite Nachfrage nach intakten

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Lebensräumen Bestände bedrohter Tierarten stabilisieren und erhöhen können. Beispiel Tansania Trotz seiner stetig steigenden Bevölkerung hat Tansania fast 43.000 km2 für Nationalparks bereitgestellt und schützt somit 38% seines Territoriums. Auch wenn Massentourismus schnelle Gewinne verspricht, setzt Tansania auf Qualität vor Quantität. Wovon nicht nur die Tierwelt profitiert. Ein nachhaltig wirtschaftender Nationalpark schafft langfristig mehr Arbeitsplätze. Einheimische arbeiten in Nationalpark-Lodges, als Wildhü-

ter, bei Reiseveranstaltern und für die Nationalparkbehörde. Ein Teil der Einnahmen fließt in lokale Bildungs- und Infrastrukturprojekte und schafft damit ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Schutzgebiete in der Bevölkerung. Eine beispielhafte WinWin-Situation für Flora und Fauna, Einheimische und Gäste. Beispiel Azoren Der Inselarchipel im Atlantik ist seit jeher ein beliebter Tummelplatz für Wale und Delfine. 27 verschiedene Meeressäuger finden sich in regelmäßigen Abständen und zu bestimmten Jahreszeiten auf den Azoren ein,

um Rast auf ihren Wanderungen einzulegen und/oder sich zu reproduzieren. Während bis in die 1980er Jahre noch Walfänger Jagd auf die friedlichen Tiere machten, sind es heute vorwiegend TouristInnen, die Ausschau nach ihnen halten. Im Jahr 1991 gründete der aus Frankreich stammende Serge Vialelle das erste Unternehmen zur Beobachtung der Meeressäuger. Dem Pionier sind mittlerweile etliche MitbewerberInnen gefolgt. Damit es in der Werbung um die Gunst der WalfreundInnen auch mit rechten Dingen zugeht, wurde die „Association of Azorean Whale Watching Companies“


eingerichtet. Sie stellt sicher, dass bei den Ausfahrten strenge Richtlinien eingehalten werden. „Ich bin seit Jahren draußen bei den Walen. Mir taugt es einfach irrsinnig, die Klicklaute der Delfine oder das Ausatmen der Wale zu hören. Die Art des Whalewatching auf den Azoren finde ich sehr gut, in kleinen Zodiacs geht’s flott dahin, es wird sehr darauf geachtet, die Tiere möglichst wenig zu stören und riesige Massenausfahrten á la Hawaii (bis zu 400 Personen pro Tag von einer(!) Firma) gibt’s auf dem grünen Archipel nicht.“ Oliver Handler, Azoren-Reiseprofi Dass die Azoren tatsächlich vorbildhaft arbeiten, bestätigt auch die Bewertung des „National Geographic Magazine“, das den Archipel im Atlantik 2008 zur zweitbesten nachhaltig wirtschaftenden Inseldestination weltweit gewählt hat. Beispiel Rumänien In den rund 70.000 km2 weiten Karpaten Rumäniens finden sich die letzten zusammenhängenden Urwälder. Sie sind die Heimat von ca. 5.500 Braunbären – das ist die Hälfte aller europäischen Bären -, 3.000 Wölfen und 2.000 Luchsen. Dass das auch so bleibt, dazu trägt auch der Tourismus bei. 1999 entstand ein besonders schönes und spannendes Projekt. Im Nationalpark Piatra Craiului werden Wander- und Naturerlebnisreisen mit Wildtierbeobachtung angeboten. Eigens errichtete Futterplätze garantieren Sichtungserfolge. In kleinen Gruppen kommt man so ganz

In Rumänien lassen sich Wölfe aus nächster Nähe beobachten.

nah ran an die europäischen Großräuber Wolf, Bär und Luchs. Mit den Einnahmen aus dem Tourismus wird der Bestand aber nicht nur gesichert, es werden auch bereits verschwundene Tierarten, wie der Biber oder das Murmeltier, wieder angesiedelt. Spuren hinterlassen Dem Töten bedrohter Tierarten und Raubbau an der Natur kann

nur Einhalt geboten werden, wenn es alternative Einnahmequellen gibt. Denn es geht nur selten ums Morden oder Zerstören aus purer Lust, sondern ums Geld, oft nur darum, seine Familie zu ernähren. Tourismus kann und soll hier aktiv Einfluss nehmen, nicht einfach nur sanft und nichtzerstörend sein. Er kann und soll progressiv sein, animie-

ren, ja fordern, Lebensräume und Tiere zu schützen. Schlussendlich profitiert jeder davon, wenn TouristInnen Spuren dieser Art hinterlassen. Die Tierwelt und ihre Lebensräume durch den Schutz, die Einheimischen durch Arbeitsplätze und die Gäste durch das hautnahe Erleben und einen unvergesslichen Urlaub. (dlw)

Dankeschön!

Unserem Team im Büro, unseren MitarbeiterInnen und PartnerInnen rund um die Welt, unseren KundInnen, unserer Redakteurin Daniela Luschin-Wangail und unserem Grafiker Gerhard Vay! Christian Hlade, GF Weltweitwandern Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Weltweitwandern GmbH, Gaswerkstr. 99, 8020 Graz; Projektleitung: Daniela Luschin-Wangail; Redaktion: Daniela Luschin-Wangail (dlw), Claudia Schmidt (cs), Christian Hlade, Sophie Borckenstein-Quirini; Gestaltung: www.vaybox.at; Fotos: Weltweitwandern Archiv, Pascal Fial; Druck: Druckerei Ferdinand Berger & Söhne GmbH, 3580 Horn; Gedruckt nach den Richtlinien des österreichischen Umweltzeichens. Änderungen, Irrtümer, Druck- und Satzfehler vorbehalten.

Das Österreichische Umweltzeichen für Druckerzeugnisse, UZ 24, UW 686 Ferdinand Berger & Söhne GmbH.

Azoren - Farbenspiel aus Grün und Blau Inselhüpfen und Wandern auf den Azoren inkl. WHALEWATCHING 6 wunderschöne Azoreninseln in einem zweiwöchigen Wanderpaket, Höchster Berg von Portugal: Pico (2.351m), 
gewaltige Caldeiras, traumhafte Panoramen, Steilküsten und azurblaue Kraterseen,
 Ausflug zu den friedlichen Giganten des Atlantik;

Rumänien - Siebenbürgische Städte und wilde Natur der Karpaten Inkl. Wildtierbeobachtung im Nationalpark Piatra Craiului Siebenbürgische Städte und Kirchenburgen - eine Zeitreise in die Vergangenheit, Hermannstadt: europäische Kulturhauptstadt 2007 und UNESCOWeltkulturerbe, Urwälder und wilde Gebirge der Karpaten mit Wölfen und Bären; “Seit meiner Erkundungsreise bin ich restlos begeistert von Rumänien. Statt der Klischeebilder von Armut fand ich ein aufstrebendes, europäisches Land. Dazu kommt die weite und sehr ursprüngliche Natur. Ich selbst konnte auf meiner Reise zwei Wölfe und fünf wildlebende Bären beobachten!” Christian Hlade, GF Weltweitwandern

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Weitblick 2  

Auch mit der zweiten Ausgabe des Weitblicks möchten wir Sie wieder hinter die Kulissen von Weltweitwandern führen. Eine bunte, lebendige Kul...