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Ă–ffne deinen Horizont.

Näher dran mit Local Guides.

Mit 254 Reisen rund um die Welt.


„Wenn man weit weg ist, sieht man sich selbst wieder   nah.“ CHRISTIAN HL ADE, G R Ü N D E R V O N W E LT W E I T WA N D E R N

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Das größte Glück ist oft einfach. Ein Lächeln. Frisch gebrauter Pfefferminztee in der Wüste. Eine Einladung aus Gastfreundschaft. Das Einklatschen am Gipfel, wenn man es geschafft hat. Chef und Gründer von Weltweitwandern, Globetrotter, Architekt und Autor

CHRISTIAN HLADE „Ich will von meinen Hobbies einmal leben können (…)“, schrieb ich im Alter von 14 Jahren in mein Tagebuch. Viele dieser Träume verlieren sich oft im Erwachsenwerden. Nicht aber dieser Traum. Die Rede war damals vom Wandern und Reisen. Mit 50.000 gewanderten Kilometern auf allen Kontinenten ist mein Tagebucheintrag längst lebendig geworden. Auch, wenn es manchen Umweg gab. Wie die Metamorphose vom ausgebildeten Architekten zum Firmeninhaber des Wanderreiseveranstalters „Weltweitwandern“ eingetreten ist? Indem ich eine als Diplomarbeit geplante Solarschule in Ladakh im Himalaya gebaut habe. Finanziert habe ich die Schule mit organisierten Wanderreisen nach Ladakh und Marokko. Ende 2000 war die Schule auf 4.000 m Seehöhe erbaut. Und zugleich „Weltweitwandern“ geboren.

Dieses kleine, große Glück kennen wir alle und doch verfangen wir uns im Alltag im Dickicht verwirrender und komplizierter Situationen. Der Stress und das Tempo nehmen zu. Wir verbringen immer mehr Zeit vor unseren Computern und unseren Smartphones. Die Welt dreht sich für die meisten von uns immer schneller. Gegen diesen rasanten Wirbel, in den ich immer wieder selbst gerate, reagiere ich seit Jahren mit dem gleichen Rezept: reisen. Hinaus – Kopf ausrauchen lassen – neue Perspektiven bekommen – den Horizont erweitern – Ruhe finden. Zu wandern und zu reisen, heißt nicht nur Bewegung, sondern ist für mich eine „Gegen-Bewegung“ im besten Sinn – es schafft einen Ausgleich zur „Generation Highspeed“ und zur Erschöpfung der unentwegten Selbstoptimierung. Wandern folgt einem anderen Zeitmaß. Sein entschleunigender Rhythmus ermöglicht es, sich buchstäblich wieder zu „be-Sinnen“.

Einfachheit ist Luxus Ich wünsche mir mit unseren Reisen, Menschen zu ermöglichen, ihrem Alltag zu entfliehen, die schönen Ecken unserer Welt erwandern zu können und das Wesentliche mit nach Hause zu nehmen. Wesentliches wie: das Genießen der Natur, authentische Einblicke, die Besinnung auf den Luxus eines Frühstücks in freier Natur und den Perspektivenwechsel durch das Eintauchen in eine andere Welt. 04 weltweitwandern


Ich wollte immer von meinen Hobbies leben, aber auch einen Mehrwert schaffen – etwas mit „Sinn“ machen. Weltweitwandern entstand aus dem Ziel heraus, eine Solarschule im Himalaya aufzubauen. Das Credo „vom Reisen sollten alle Beteiligten etwas haben“ steckt tief in jeder Weltweitwandern-Reise. Wir arbeiten bewusst mit lokalen Guides und PartnerInnen, um einen Großteil der Wertschöpfung im Land zu lassen und ermöglichen damit gleichzeitig, dass unsere Gäste das Land so kennen lernen, wie es wirklich ist. Wir setzen auf achtsamen Umgang mit der Natur und investieren in Bildungsprojekte und Empowerment der lokalen Bevölkerung. Nachhaltigkeit ist bei uns nicht nur eine Schlagzeile, sondern wir arbeiten ständig an dem, was wir verantwortungsvollen Tourismus nennen.

Erleben macht reicher als besitzen Wenn Sie von unseren Reisen nach Hause kommen, können Sie von der Begegnung mit der mongolischen Nomadenfamilie erzählen, davon, wie sie plötzlich frisches Leitungswasser in der Trockenheit als puren Luxus erlebten und wie sie die Stille wahrgenommen haben, die Ihnen die Natur geschenkt hat. Wir arbeiten daran, Ihnen das zu ermöglichen. Schenken Sie sich selbst Zeit dafür.

BUCHTIPP

Mein Ziel: Reisen mit Verantwortung

Ein Must-have für alle Wandernden. Das große Buch vom Wandern. Von Christian Hlade.

TAUSEND TIPPS & TRICKS AUF 384 SEITEN

€ 25.-

Seit über 40 Jahren ist Christian Hlade auf der ganzen Welt unterwegs und konnte sich dabei viel Wissen „erwandern“. Praktisches Know-how ebenso wie Erkenntnisse über das Leben, die Natur und andere Kulturen. Die Auswahl der richtigen Tour, der perfekte Wanderschuh, die ideale Wanderkost, Gesundheitstipps, die besten Wetter-Apps oder der Umgang mit Gefahrensituationen – in diesem Buch hat der Autor mehr als 1.000 Tipps und Tricks fürs Wandern zusammengetragen.

Christian Hlade mit Familie und Freunden auf einer Weltweitwandern-Reise in Montenegro.

Erhältlich online unter weltweitwandern.com/wanderladen im Internet-Buchhandel und in ihrer Buchhandlung vor Ort

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SANF TES WANDERN

Mit den Beinen die Welt entdecken. Weg vom Highspeed, hin zum Lowspeed. Zu einem Tempo, das für den Geist und Körper angemessen ist. Auf Tuchfühlung mit der Natur, innehalten und staunen. Die Sinne bereichern, die „Detailschärfe“ erhöhen. Im Gehen den Kopf auslüften. Und am Weg anderen Menschen und Kulturen begegnen. Aber auch sich selbst.

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IM CLUB DER ABENTEURERINNEN

Abenteuer sind das Gewürz im Alltagsbrei. Es bedeutet, die Alltagsmonster zu vertreiben. Losziehen und Geschichten für daheim erleben. Reicher werden an Erfahrungen. Über sich hinauswachsen und stolz sein, dass man sich überwunden hat. Und dennoch sicher unterwegs mit kundigen Local Guides und Gleichgesinnten.

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Schon einmal gehört von: Tuschetien, Chewurien, Swanetien? – Nein? Es sind entlegene Gebirgsregionen in Georgien, im Großen Kaukasus. Dort, wo der allmächtige Zeus den Titanen Prometheus an den Felsen gekettet hat, zur Strafe, weil er den Menschen das Feuer brachte. Eine andere Sage erzählt, dass Gott den Georgiern sein schönstes Land auf Erden geschenkt hatte – und das fruchtbarste. Umwerfend schön ist es auch heute noch, das Land in Vorderasien, weil: sanfte Bergwiesen, mächtige Bergriesen, tiefe Schluchten und tosende Bäche. Und fruchtbar ist es ebenso: Georgien ist die Wiege des Weines und der Weinkultur.

Die Dichtkunst der Natur Georgien boomt. Und dennoch bergen Tuschetien, Chewurien und Swanetien ein kaum entdecktes Wander- und Trekkingparadies. Unberührt, also perfekt für Weltweitwandern-Reisen. Vom UNESCO-Dörfchen Uschguli aus lässt es sich, zum Beispiel, wunderbar wandern – umgeben von einer Gebirgskulisse, die Nepal ähnelt. Bergriesen mit Schneekappen, saftige Weideflächen, alte steinerne Wehrtürme und dörfliche Traditionen verdichten sich hier zu einem Gesamtkunstwerk. Vom Dörfchen Stepanzminda, etwas weiter östlich, wandert die Reisegruppe zur Gergeti-Kirche, die beinahe mystisch vor dem mächtigen Kasbek-Massiv erstrahlt. Unterwegs trifft man Schafhirten und mit Glück laden sie die kleine Reisegruppe auf eine Jause mit frischem Käse ein. Wie gut, dass man mit lokalen Guides unterwegs ist. 08 weltweitwandern

Georgien

Im Land der 1.000 Türme Chatschapuri, Chinkali, Tschurtschchela

Auch noch nie gehört? Im Dorf Mestia übernachten Weltweitwandern-Gäste in einem traditionellen alten Dorfhaus – inklusive Wehrturm. Liana, die Frau des Hauses, verwöhnt die hungrigen Wandernden: mit Chatschapuri, das ist Fladenbrot mit Käse, mit Walnüssen gefüllten Auberginen, gegrilltem Huhn mit Granatapfelsauce und Chinkali, gefüllten Teigtaschen. Dazu Walnusssoße, genannt Baji. Herzhafte Trinksprüche und Lobpreisungen begleiten jedes Festessen und machen die Abende mit GeorgierInnen zum Erlebnis. Dazu georgischer Wein aus sonnenverwöhnten Trauben, die in vergrabenen Terrakottagefäßen zu Wein vergären.

„Paris des Ostens“ – Zwischen Zerfall und Hoffnung Zerfall und Hoffnung, alte Traditionen und modernes Leben sind hier vereint, in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens. „Paris des Ostens“ wird sie zu Recht genannt, erinnert sie doch an manchen Stellen an eine altmodisch-angegraute Version der Stadt der Liebe sowie an Filmkulissen von Federico Fellini. Zur osmanischen und eklektischen Architektur gesellen sich avantgardistische Baudenkmäler von Toparchitekten des Westens wie Michele De Lucchi oder Jürgen Mayer H. Sie treffen auf hypermoderne Bauwunder, verspielte Holzveranden, prachtvollen Jugendstil, arabische Bäder und morbiden Charme.

Lust auf Georgien? weltweitwandern.com/asien/georgien


Wir wandern über unberührte Wiesenfelder und alte Steindörfer.

Tiflis ist eine schillernde Mischung aus Alt und Neu.

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Im Altstadtviertel Abanotubani reiht sich ein Badehaus ans andere.

Guide Soso trifft einen alten Bekannten, den Schafhirten Dimitri.

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Wanderer & Guenter Hupfer, Gast „Die große Annapurna-Runde“, Nepal

Welche Eigenschaften würdest du aus Nepal in unsere Kultur mitnehmen? Die Freundlichkeit und Gelassenheit der Menschen.

Wie kommunizierst du in Nepal? Kommunikation funktioniert in Nepal super: Deutsch mit dem Guide, Englisch mit der Bevölkerung. Und wenn die Sprache nicht ausreicht, dann eben mit Händen und Füßen.

Das Schönste nach einem langen Wandertag war ... ? ... der gemütliche Tagesausklang mit der Gruppe und die zufriedenen Gesichter.

Was hat dich deine Reise „gelehrt“? Sie hat mir eine neue Sicht auf unsere europäischen Bedürfnisse 10 weltweitwandern

gegeben. Wir denken, dass wir dieses und jenes brauchen, damit es uns gut geht. In Nepal erfährt man aber, dass Glück ein Ergebnis von Einfachheit und Gelassenheit sein kann. Und: Ich kann jetzt „Momos“ zubereiten, die leckeren nepalesischen Teigtaschen – zur Freude meiner Familie und Freunde.

Was hast du für dich neu entdeckt? Ich würde sagen, wieder ein Stück mehr von mir selbst. Aber auch, dass Wandern die Augen öffnet und wieder bescheidener macht.

Wie hat sich dein Kulturverständnis durch deinen Guide Chandra verändert? Die tiefe Religiosität hat mich schon sehr beeindruckt. Es war spannend zu sehen, dass ein und dieselbe Kulturstätte von mehreren Religionen abwechselnd benutzt wird: einmal von den Hindus, dann wieder von

den Buddhisten. Chandra war die Brücke zwischen den Kulturen und Religionen. Er hat uns in seine eigene Religion eingeführt, aber auch über andere Religionen in Nepal erzählt.

Ohne Chandra hättest du verzichten müssen auf ... ? ... viele Detailinfos zu heimischen Pflanzen und Tieren. Aber auch auf diesen direkten Kontakt zu den Menschen vor Ort.

Wofür würdest du ihm einen Preis verleihen? Für seine Gelassenheit und sein Wissen über Land und Leute.

Was interessiert die Menschen in Nepal an unserer Kultur? Ob wir auch viele Berge haben.

Wie schmeckt Nepal? Nach Dal Bhat – Linsensuppe, Reis und saisonalem Gemüse.


Local Guide F R AG E N & ANT WORTEN

Chandra Thapa Magar Guide in Nepal

Welches Land würdest du gerne besuchen? Ich liebe Berge und die Natur, beides würde ich gerne einmal in Österreich, Deutschland oder der Schweiz erleben.

und man die Berge besonders klar erkennen kann. Außerdem finden dann unsere großen Festivals „Dashain“ und „Tihar“ statt.

Welchen Rat deiner Mutter trägst du überall hin mit?

Nenne drei Eigenschaften, die ein Guide haben sollte!

Gib nie die Hoffnung auf, sei geduldig und bemühe dich – dann wirst du erfolgreich sein.

Führungsqualität, gute Kommunikationsfähigkeit, Pünktlichkeit und Geduld. Oh, das waren jetzt vier Eigenschaften ( lacht) ...

Warum bist du Guide geworden?

Was erstaunt dich an der Natur immer wieder? Ihre Frische und Reinheit.

Welche Jahreszeit in Nepal ist dir die liebste und warum? September und Oktober, weil das Wetter sehr stabil ist

Ich möchte Anderen die einzigartigen Schätze meines Heimatlandes zeigen. Guide zu sein, bedeutet auch, dass man immer wieder über sich hinauswachsen und sich weiterentwickeln kann, langweilig wird es nie. Es ist aber auch schön zu sehen, wie die Gäste nach einigen Tagen immer gelassener werden und zur Ruhe kommen.

Womit kannst du andere beeindrucken? Mit meiner Freundlichkeit.

Dein bester Tipp fürs Wandern? Erstens: Wähle eine Tour, die deiner Fitness angemessen ist. Zweitens: Mache dich mit der Tour vertraut. Und drittens, das Wichtigste: Wähle das richtige Gehtempo!

Was macht dein Heimatland Nepal besonders für dich? Unsere mächtigen Berge, unsere Königsstädte Kathmandu und Bhaktapur, unsere Kultur – für mich ist Nepal einfach ein Paradies. Nirgends auf der Welt ist die Erde dem Himmel näher als hier bei uns.

Was hast du immer bei dir? Meine Geduld.

Hast du neue Freundschaften geschlossen? Ja natürlich, mehrere sogar, zum Beispiel mit Guenter! weltweitwandern 11


Im Club der Abenteurer Unterwegs sein mit Gleichgesinnten, die weltoffen sind und neugierig. Gemeinsam lachen und sich gegenseitig inspirieren. Zusammen Abenteuer erleben und dabei über sich hinauswachsen. Abends um ein Lagerfeuer sitzen und den Tag Revue passieren lassen. Und dabei feststellen, dass es in der Gemeinschaft doch am Schönsten ist.

Was gibt es Schöneres, als mit seiner erwachsenen Tochter zu neuen Abenteuern aufzubrechen? So viel gemeinsame Zeit hatten wir schon lange nicht mehr! WOLFGANG &  ANNA 56 & 28 JA HRE GEORGIEN

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Wieder einmal in einem Zelt zu schlafen, war richtig lustig, und dann noch in der Wüste! Abends dieser unglaubliche Sternenhimmel, die Stille und Weite: Fernab von jeder Zivilisation zu sein, tat mal wieder richtig, richtig gut! PIA 57 JAHRE MAROKKO

Umbrische Spezialitäten verkosten, ein Aperitiv in der netten Bar, Abendessen in der Trattoria: Essen und Genießen in Gesellschaft ist um ein Vielfaches schöner und macht mich einfach glücklicher. Die handgerollten Fussili in Felitto haben mit der Gruppe einfach besser geschmeckt! K ATHRIN 35 JAHRE ITA LIEN

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Wer lacht über deine Witze? Wer motiviert dich dazu, über dich hinauszuwachsen? Und wer teilt mit dir das Erlebte, den Moment? Besondere Augenblicke gemeinsam erleben, ist das, worum es beim Reisen geht. Glück, so heißt es, sei das einzige, das sich vermehrt, wenn man es mit anderen Menschen teilt. In der Gruppe zu reisen, bereichert auf viele Arten: Ein Gespräch, das neue Perspektiven und Blickwinkel eröffnet. Lebensgeschichten, die inspirieren und berühren. Neue Freundschaften mit Menschen, die genauso ticken wie man selbst. Oder Freundschaften zu Menschen, denen man sonst nicht begegnen würde. Man teilt das gleiche Ziel und erreicht zusammen mehr. Durch das gemeinsame Gehen erlebt man aber auch eine neue Nähe zu sich selbst. Gemeinsam ist man weniger allein. In der Gruppe ist es weniger weit.

Mit uns reisen: Alleinreisende, Paare, Familien, erwachsene Kinder mit ihren Eltern, Großeltern mit ihren Enkeln, Freunde und Freundinnen, Arbeitskollegen & –kolleginnen Aus einer kleinen Gruppe wird oft eine große Gemeinschaft.

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Barbara Bachmeier, 34 Jahre, Auswanderin, Madeira-Guide

Oliver Handler, 44 Jahre, Auswanderer & Azoren-Guide

Anita Stiegler, 46 Jahre, Reisegast Montenegro

WAS UNS VERBINDET

weltoffen ˙ naturverbunden ˙ verantwortungsvoll ˙ interessiert ˙ respektvoll ˙ im Herzen AbenteurerIn

Bernhard Higer, 49 Jahre, Reisegast Costa Rica

Karin Steinmaurer, 35 Jahre & Tochter Miriam, 10 Jahre

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B E R G R E G I O N Z A N S K A R, I N D I S C H E R H I M A L AYA

Wenn der Wind die Wolken über das Land jagt, Licht und Schatten wechseln, dann enstehen Eindrücke, die man nur beim Wandern erfährt. 16 weltweitwandern


K L O S T E R T H I K S E Y, I N D I S C H E R H I M A L A Y A

Das Ankommen in der Gegenwart und das unmittelbare Erleben des Moments, begleiten uns auf Schritt und Tritt. weltweitwandern 17


NÄHER DRAN, ELEFANT IN BOTSWANA

Es geht um die Eindrücke, die wir unterwegs sammeln, die Menschen, denen wir begegnen, um Erfahrungen und Begegnungen, die uns verändern. 18 weltweitwandern


BAOBA B -A L LEE IN MOR ONDAVA, M A DAGAS K A R

Bewegt vom Fernen, dem Wunsch nach Neuem. Jeder bereiste Ort öffnet neue Ansichten und hinterlässt feine Nuancen, die unser Leben verändern. weltweitwandern 19


Sie wissen um die Besonderheiten der Wege und der Natur. Führen durch Orte und Regionen abseits ausgetretener Pfade. Vor allem aber bilden sie die Brücke zur lokalen Bevölkerung und deren Kultur. Mit unseren Local Guides entdeckt man unterwegs, was sonst im Verborgenen bliebe. Vor dem Musiker auf dem Tisch stehen Raki und Johannisbeerlikör, und das, was er da an sich drückt, erinnert an einen überdimensionalen Kochlöffel. Çiftelia heißt diese albanische Langhals-Gitarre, Fixstarterin auf jeder Hochzeit. Am Nachmittag hat die Wandergruppe den Çiftelia-Spieler noch mit der Maurerkelle gesehen, jetzt zeigt er, was er sonst noch kann. Der Rhythmus wird schneller. Semir, unser Guide, halt es nicht länger aus: Er springt auf und beginnt übermutig durch den Raum zu tanzen.

SEMIR, EINER UNSERER GUIDES AM BALK AN

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Balkan

Näher dran

Weltweitwandern-Guide Semir führt unsere Reisegäste vom Kosovo nach Montenegro mit einem Abstecher nach Albanien – auf Pfaden, die in keiner Wanderkarte verzeichnet sind. Semir ist hier im Dreiländereck aufgewachsen, in Rožaje. „Berge trennen Länder nicht voneinander, sie halten sie vielmehr zusammen“, erzählt er der Gruppe, während sie über die „Verwunschenen Berge“ wandern. Verwunschen? – Ja, denn unzählige Legenden ranken sich um das Prokletije-Gebirge. Semir kennt die Besonderheiten seiner Heimat und viele dieser Mythen. Die Wandergruppe erreicht die Hajla (2.403 m), ein Grenzberg zwischen Montenegro und dem Kosovo. Hier, so könnte man meinen, überblickt man beinahe den gesamten Balkan. Und tief unten im Tal ist Semirs Heimatdorf zu erkennen. Stolz blickt er von oben aufs Haus seiner Mutter und erzählt vom Leben in seinem Dorf.

„Wo immer wir hingekommen sind, hat ihn jemand begrüßt und umarmt.“ S OPHIE , 28 JA HRE , REISEGA S T

Die Abende verbringt die Gruppe in kleinen, familiengeführten Herbergen. Kredenzt wird reichlich gute Hausmannskost. Die Leute leben hier sehr einfach, man fühlt sich wie in eine andere Zeit versetzt. Dass die Gruppe immer wieder mit BewohnerInnen ins Gespräch kommt, dafür sorgt der Weltweitwandern-Guide. „Wo immer wir hingekommen sind, hat ihn jemand begrüßt und umarmt“, erzählt ein Reisegast. „Dank ihm wurden wir überall mit offenen Armen aufgenommen.“ Es sind Begegnungen und Einblicke ins Land, die sonst verborgen blieben.

Die Balkan-Grenzlandwanderung erleben? weltweitwandern.com/meg02


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Die Balkan-Grenzlandwanderung fĂźhrt vom Kosovo nach Montenegro mit einem Abstecher nach Albanien.

Guide Semir fĂźhrt uns entlang unbekannter Pfade.

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Im Gehen รถffnen ...

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M A R O K KO , STERNSCHNUPPEN DER WÃœSTE

... sich neue Wege.

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EINFACHHEIT IST LUXUS

Der erste Schluck Kaffee am Morgen. Stille statt Straßenlärm. Und klare Bergluft, die Purzelbäume in den Lungen schlägt. Im Rucksack nur das Nötigste. Und dabei merken, wie sich Einfachheit in Glück verwandelt. Nichts war so erfrischend, wie diese glasklaren Naturpools.

Je länger ich gehe, desto klarer werde ich im Kopf.

So viel Zeit draußen zu verbringen, ist wie eine digitale Entgiftungskur.

D O R O T H E E , 46

M E I N R A D, 57

A N N A , 32

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IM HIER UND JE T Z T L ANDEN.

Nur zu Fuß hält das Erleben Schritt. IM K L EIN EN DA S G R O S S E F IN D EN .

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F E R N A B V O N F E I N S TA U B U N D S T R A S S E N L Ä R M .

DER GR Ö S S T E LU X US L IEGT IM EINFAC HEN .

V E R S T E C K T E D E TA I L S E N T D E C K E N .

Beim Gehen seinen Gedanken freien Lauf lassen und dabei erkennen: Erleben macht reicher als besitzen. weltweitwandern 27


Weltweitwandern Acadamy • Jedes Jahr tauschen wir uns mit unseren weltweiten PartnerInnen und Guides aus, um einen verantwortungsvollen Tourismus voranzutreiben.

Lokale Wertschöpfung • Von unserer Art zu reisen, profitieren Betriebe, Gemeinschaften und Einheimische in den bereisten Ländern.

Jeder Schritt ist wichtig Wir bei Weltweitwandern finden, dass es sich beim Reisen gleich verhält wie bei einer mathematischen Gleichung. Beide Seiten müssen ausgeglichen sein, damit die Lösung stimmt. Wir wollen bessere Orte zum Leben und Besuchen schaffen. 28 weltweitwandern


Weltweitwandern Wirkt! • Wir unterstützen internationale Bildungsprojekte und bestärken Kinder, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Nachhaltiges Reisen • Im Einklang mit der Natur und der Bevölkerung: unsere nachhaltige Unterkunft, die „Quinta dos Artistas“ auf Madeira.

REISEN MIT VERANT WORTUNG

Eindrücke statt Abdrücke hinterlassen. Bessere Orte schaffen für Einheimische und für Reisende. Respekt vor Mensch und Natur. Klingt nach Luftblase, die gleich zerplatzt? Nicht, wenn man aktiv tut, statt passiv ist. Wir bei Weltweitwandern kooperieren bewusst mit lokalen PartnerInnen und Gemeinschaften. Nur so können wir sicher sein, dass der Großteil der Wertschöpfung dort bleibt, wo er hingehört: im besuchten Land. Wie das konkret aussieht? Wir nächtigen in kleinen, familiengeführten Unterkünften statt großen Hotelketten. Kommen an Orte abseits des Massentourismus. Dorthin, wo uns der rumänische Hirte spontan mit seinem Ziegenkäse

verköstigt. Wo die armenische Bergbäuerin über ihr Leben erzählt. Indem wir mit lokal verwurzelten Guides arbeiten, stärken wir nicht nur sie, sondern auch deren Familien. Über unseren Verein „Weltweitwandern Wirkt!“ unterstützen wir internationale Sozial- und Bildungsprojekte. Bei allem was wir tun, achten wir sehr auf einen respektvollen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen. Dabei planen wir etwa eine vernünftig lange Aufenthaltsdauer, um den CO 2 -Ausstoß möglichst gering zu halten. All das schaffen wir natürlich nicht alleine: Über 600 PartnerInnen, KöchInnen, Guides weltweit beteiligen sich an unserer Vision eines verantwortungsvollen und sinnvollen Reisens. weltweitwandern 29


Bottles for Future Verein Weltweitwandern Wirkt!

Nepal ist gespickt mit den höchsten Gipfeln der Welt und reich an kulturellen Schätzen. Der Himalaya-Staat hat aber auch seine Schattenseiten: eine davon ist Kinderarmut. Ob Waisen oder von den Eltern verlassen, sie alle teilen dasselbe Schicksal: sie haben kein Zuhause. Ihre Zukunft: ungewiss.

D A L I S H E R PA Mit Dali Sherpa schließt sich ein Kreis: Sie war das erste Kind, das ein zu Hause im Kinderheim Happy Bottle Houses fand. Heute ist sie zwanzig Jahre alt und Lehrerin an der zugehörigen Kundalinee School, die genauso wie das Kinderheim von unserem Verein Weltweitwandern Wirkt! unterstützt wird. Durch ihr lebendiges, fröhliches Wesen und ihren beindruckenden Lebenslauf ist Dali Vorbild für die Kinder im Kinderheim und an der Schule. Dali ist aber noch nicht am Ende ihrer Karriere: Sie macht eine Ausbildung als Labortechnikerin. Ihr Ziel: ein eigenes medizinisches Labor, um bedürftigen Kranken zu helfen.

Damals war Dali Sherpa fünf Jahre alt, als ihr Leben eine entscheidende Wende nahm. Sie begegnete Sudama, unserem Weltweitwandern-Partner. Er war geade als Trekking-Guide unterwegs, als er das Mädchen traf. Sie lebte völlig alleine in den Bergen der Everest-Region. Ihre Mutter war gestorben, ihr Vater gelähmt und konnte sich nicht um Dali kümmern. Kurzerhand nahm Sudama das Mädchen mit nach Kathmandu. Dali war das erste von vielen Kindern, dem Sudama ein Zuhause schenkte. Kinderarmut ist in Nepal weit verbreitet. Getrieben von der Grundidee, diesen Kindern ein behütetes Zuhause und schulische Bildung zu ermöglichen, baute Sudama in Kooperation mit dem Verein Weltweitwandern Wirkt! das Kinderheim Happy Bottle Houses. Die Bottle Houses sind Ökohäuser, die aus weggeworfenen Glasflaschen, Lehm und Holz gebaut sind. Lichtdurchflutete Wände aus bunten Glasflaschen, Zimmer mit guten Betten und hübschen, geblümten Bettdecken: 40 Kinder sind in den Flaschenhäusern derzeit untergebracht. Heute – 15 Jahre nachdem Sudama das Mädchen in seine Obhut genommen hat – ist Dali eine selbstbewusste, junge Frau. Sie unterrichtet voller Stolz die erste Klasse an der benachbarten Kundalinee School, einem weiteren Projekt von Sudama und Weltweitwandern Wirkt! Bottle House N

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Ü B E R N E PA L Das Kinderheim und die Kundalinee School sind aus 6.000 recycelten Glasflaschen gebaut.

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1 kg Reis .......................................................................................................... € 0,70 Durchschnittliches Jahreseinkommen .................................................. € 830 Anteil von Armut Betroffener (unter 2 $ pro Tag) ................................. 57,3 % Analphabeten Frauen .................................................................................... 45 %


Über unseren Verein Weltweitwandern Wirkt! bestärken wir Menschen in ihren Fähigkeiten, ein selbstbestimmtes Leben in ihrer Heimat zu führen. Dazu unterstützen wir Vorzeigeprojekte vor Ort und helfen dort, wo gerade akut Hilfe benötigt wird.

Ihre Spende w irkt Wunder : Schon ab € 1,pro Tag Schulplatz sic hern! Meh r Infos unter w w w.we

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nw irkt.org

-Gäste & -Partner | Pascal Violo, www.violo.at (S. 15 re.u.) | Alexander Müller, www.alexander-mueller.at (S. 17) | justtravelous.com (S. 27 li.u.) | Juri Kowski (S. 12) | Christiana Higer (S. 15 li.u.) | Maxime Vansteenkiste (S. 24, S. 27 li. o.) | stocksy.com | unsplash.com | stock.adobe.com | Druck: Druckerei Berger, 3580 Horn

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Weltweitwandern GmbH, Gaswerkstraße 99, 8020 Graz, Österreich • Designed by moodley brand identity, www.moodley.at • Projektleitung: Nina Kraxner, MA • Texte: Mag.a Monika Pripfl • Lektorat: Natalie Resch, MA • Fotos: Weltweitwandern- & Weltweitwandern-Wirkt-Mitarbeiter,

Bildung schafft Zukunft.


In 254 Reisen um die Welt, verantwortungsvoll und inspirierend. Näher dran mit Local Guides und sicher geführt. Unterwegs in kleinen Gruppen aus Gleichgesinnten. Aufeinander achten, voneinander lernen. Mit jedem Schritt wachsen und mit jeder Begegnung mehr über sich erfahren.

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Österreich +43 (0) 316 58 35 04-0 Deutschland +49 (0) 89 30 70 42 68

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Weltweitwandern Magazin 2020  

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