Page 1

zug

Ausgabe Nr. 38 2011

3I

Faszinierend – tiefsinnig – spontan - Verwurzelt und fest gegründet in Christus, fest im Glauben (Kol 2,7)-. Unter diesem Motto stand der diesjährige Internationale Weltjugendtag, der im August in Madrid stattfand. Über eine Million Jugendliche und junge Erwachsene aus der ganzen Welt machten sich auf den Weg in die spanische Metropole, darunter auch fast 400 Jugendliche aus der Deutschschweiz. Schon im Januar dieses Jahres trafen sich 40 Jugendliche aus dem Kanton Zug, um sich auf die Reise vorzubereiten und Geld für die Fahrt nach Spanien zu sammeln. Die Gruppe «zug-goes Madrid» konnte in vier Pfarreien unseres Dekanats Gottesdienste gestalten und so die Reisekasse füllen. Im August ging es dann über verschiedene Varianten zum Papst nach Spanien. Für einen Teil begann es mit der Vorreise nach Südfrankreich. Dort wurde eine Pfarrei in Ossun besucht, im Meer gesurft und ein Halt in Lourdes gemacht. Der zweite Teil der Gruppe stiess dann in Santander zu den Pilgern. Dort waren wir fünf Tage zu Besuch in der Diözese. Hier wurde die Gruppe schon etwas internationaler, denn auch Pilger aus Polen und die spanischen Gastgeber waren miteinander unterwegs. Am Montag, den 15. August trafen sich alle Schweizer in einem Vorort von Madrid, welcher der Gruppe Unterkunft bot. Von dort aus ging es jeden Tag mit dem Bus in die Stadt, wo die Gruppe zuerst an einer Katechese teilnahm. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst gingen die Jugendlichen in individuellen Gruppen in die Stadt, wo es Kulturelles, Spirituelles und Begegnungsmöglichkeiten gab. Höhepunkte waren die Gottesdienste mit dem Papst, der gemeinsame Kreuzweg und die Vigil am Samstagabend, bei der alle unter freiem Himmel übernachteten. Am Sonntag nach der Eucharistiefeier fuhr der Grossteil der Schweizer Gruppe wieder nach Hause. Ein Teil blieb für die Nachreise noch ein paar Tage in Spanien. Simone Zierof

Foto: s.z.

Rückblick auf den Weltjugendtag in Madrid

Der Weltjugendtag in Madrid – unvergesslich für die jungen Menschen.

f Du hast beim Projekt «zug goes» mitgemacht. Wie fandest du es? Aline (14 Jahre aus Cham): Ich fand es sehr gut, wir hätten noch ein paar Gottesdienste mehr gestalten können – aber ich war froh, denn so kannte ich schon ein paar Leute und war nicht so verloren. Rahel (16 Jahre aus Baar): Ich fand es toll. So habe ich schon vor Madrid viele nette Menschen kennengelernt und habe mit ihnen auch schon einiges erlebt. Marielle (18 Jahre aus Hünenberg): Ich fand es sehr angenehm und unterhaltsam, in einer Gruppe reisen zu können. Durch die Mitgestaltung der Gottesdienste haben wir viele Lieder auf Madrid hin bereits einüben können und zudem finanzielle Unterstützung erhalten. f Was hat dich am WJT fasziniert? Marielle: Die Masse! So viele Leute in einer Stadt und schliesslich auf einem Feld, so etwas habe ich noch nie erlebt. Trotz häufigem Gedränge und Anstehen hab ich die Stimmung stets als friedlich und ausgelassen erlebt. Aline: Die Zeugnisse der Teilnehmer haben mich sehr bewegt. Ich finde es beeindruckend, wie man so viel Schlechtes erleben kann und doch an Gott glaubt, tief verwurzelt ist in ihm und mit einem Lächeln durch die Welt gehen kann. f Kannst du etwas für den alltäglichen Glauben mitnehmen? Marielle: An drei Vormittgen habe ich sehr eindrückliche Katechesen von verschiedenen Bischöfen gehört und Zeugnisse von jungen Menschen miterlebt. Das gemeinsame Singen und stille Beten waren für mich sehr eindrückliche Glaubenserfahrungen, die mich weitergebracht haben. Rahel: Dass der Glaube auch sehr fröhlich sein kann, nicht nur ernst. Und dass der Glaube mich mit anderen Menschen verbindet. f Was wünschst du dir von der Kirche in der Schweiz? Marielle: Offenheit, Transparenz und Erklärungen. Ich wünsche mir, dass wir so offen sind, auch Meinungen anzuhören, die der Kirche widersprechen und die Welt aus der Sicht des Andersdenkenden zu sehen. Und Erklärungen und eine verständliche Sprache, so dass man im Gottesdienst nicht nur Phrasen nachspricht, sondern verstehen kann um was es im christlichen Glauben geht. Rahel: Dass sie offen ist und auch Jugendliche etwas sagen dürfen. Dass es Anlässe für Jugendliche gibt, die den Glauben fördern und Spass machen. Aline: Ich wünsche mir, dass die Kirchen wieder voll werden. Dass man in der Messe spüren kann, dass Jesus unter uns ist.

Bericht Pfarreiblatt Zug  

Bericht im Pfarreiblatt von Zug.

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you