Issuu on Google+

GÄSTE AUS BRASILIEN UND NEPAL ENTDECKUNGSREISE IN NEUE WELTEN INTERVIEW: THOMAS BAUER TANSANIA: DER GRIFF NACH LAND

Seite 4 Seite 5 Seite 6 Seite 9

WelthausInfo Welthaus-Info 11 (Juni-September) / 2012 GZ 02Z034351 M Verlagspostamt 8010 Graz.P.b.b. Grafik: Dominik Staudinger

MAGAZIN FÜR WELTWEITE MENSCHENWÜRDE UND GERECHTIGKEIT

Konferenz Rio+20: Das Gleiche in grün?

$


THEMA RIO+20

Die Grenzen des ewigen Wachstums

Der Rio+20-Gipfel bietet die historische Chance, einen grundlegenden Kurswechsel im Wirtschaftssystem einzuleiten. Doch der viel zitierte Begriff „grüne Wirtschaft“ ist höchst umstritten… CHRISTIAN KÖPF

D

ie Bezeichnung „Mammutkonferenz“ scheint nicht übertrieben - angesichts von mehr als hundert Staats- und Regierungschefs, die in Rio de Janeiro von 20. bis 22. Juni zusammentreffen. Anlass ist die UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung „Rio+20“. Vor 20 Jahren war der „Erdgipfel“ in Rio der Startschuss für die globale Umweltpolitik. Die Delegierten verabschiedeten damals die globalen Konventionen zum Schutz des Klimas und der Artenvielfalt, außerdem die Agenda 21, eine hunderte Seiten umfassende Blaupause zur nachhaltigen Entwicklung. Rio+20 soll nun Bilanz ziehen und einen neuen Anschub geben. Der Gipfel ist aber viel mehr als eine reine Umweltkonferenz. Es geht um einen Paradigmen-Wechsel hin zu nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweisen im Umfeld von Krisen und knapper werdenden Ressourcen. Wirtschaft, Umwelt und Soziales hängen zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Ein Naturpark hier und ein paar Sonnenkollektoren dort reichen nicht aus. 2050 werden geschätzte neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Mit einer global wachsenden Mittelklasse steigen auch die Konsumansprüche. Derzeit nutzt ein Fünftel der Weltbevölkerung vier Fünftel

Ein Mädchen in Laos bei der Ernte. Ohne nachhaltige, kleinbäuerliche Landwirtschaft kann eine „grüne Ökonomie“ nicht gelingen.


der Ressourcen auf eine Art, die die Grenzen des Wachstums längst erreicht hat. Würden alle Menschen so leben wie wir, fahren wir den blauen Planeten unweigerlich an die Wand. WACHSTUM ÜBER ALLES? Wenn man eine Konferenz über nachhaltige Entwicklung macht, liegt es nahe zu untersuchen, was nicht nachhaltig ist. Das führt uns unweigerlich zum derzeitigen Wirtschaftsmodell. Es fördert nicht nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster und „erzieht“ uns dazu, ständig neue Autos, Laptops, Smartphones etc. zu kaufen und dabei extrem viel Müll zu produzieren. Es ermöglicht ein ungerechtes Handelssystem, das zwar den grenzenlosen „Freihandel“ propagiert, aber durch Zölle und Subventionen den Wettbewerbsvorteil der Industrieländer schützt und vorhandene Ungerechtigkeiten absichert. Das neoliberale Modell ist auch daran gescheitert, die Armut zu beseitigen. Derzeit hungert fast eine Milliarde Menschen. Jede/r Zweite lebt von weniger als zwei Dollar am Tag. Stark steigende Lebensmittelpreise – nicht zuletzt durch Spekulationen auf Nahrungsmittel – verschärfen die prekäre Situation. Auf die unteren 50 Prozent der Weltbevölkerung entfällt weniger als ein Prozent des weltweiten Vermögens, während die reichsten 10 Prozent etwa 85 Prozent besitzen. RÜCKGANG DER ARTEN Dieses Wirtschaftsmodell fördert auch die gnadenlose Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen. Immer mehr Tiere und Pflanzen werden aus ihren Lebensräumen verdrängt. Laut WWF-Studie „Living Planet Report 2012“ ist die weltweite Artenvielfalt seit 1970 um 30 Prozent (!) geschrumpft, in tropischen Regionen durchschnittlich sogar um 60 Prozent. Fazit: „Wenn wir so weitermachen, brauchen wir in 18 Jahren eine neue Erde.“ Unterdessen geht die Rodung der Regenwälder unvermindert weiter. So hat vor kurzem

das Parlament in Brasilien ein Gesetz gebilligt, welches den Waldschutz aufweicht und damit Forderungen der Agrarlobby entgegenkommt. Gleichzeitig breitet sich die industrielle Landwirtschaft auf riesigen Monokulturen und mit massivem Einsatz von Gentechnik, Pestiziden und Kunstdüngern global immer weiter aus. Schließlich die Finanzmärkte: Während Regierungen rund um den Erdball damit beschäftigt sind, die verheerenden sozialen Folgen der Finanzkrise in den Griff zu bekommen, hat sich am System praktisch nichts geändert. Finanztransaktionssteuer? Trennung von Investment- und Geschäftsbanken? Trockenlegung von Steueroasen? Verbote hochriskanter Wetten? Keine einzige Forderung zur stärkeren Regulierung der entfesselten Märkte wurde bisher auf globaler Ebene umgesetzt. Auf den internationalen Märkten wird indessen weiter gewettet wie im Casino - nur dass man im Casino nach Verlust des Einsatzes nicht noch mehr Geld vom Staat (uns allen) erhält. RIO-MINUS-20 Angesichts der vielen Krisen scheint der Handlungsbedarf riesig – doch welche Rezepte hat nun die internationale Gemeinschaft? Geht es nach dem UN-Umweltprogramm UNEP, soll die „Green Economy“ den Paradigmen-Wechsel vollbringen. Das Konzept sieht vor, die Natur und Ökosysteme monetär zu bewerten und „grüne“ Technologien wie etwa Geo-Engineering voranzutreiben – mit dem Ziel, die heutigen Klimaund Umweltprobleme zu lösen. Zivilgesellschaftliche Organisationen und soziale Bewegungen lehnen dieses Konzept jedoch rundweg ab und sprechen von einer Mogelpackung. Das auf der Ausbeutung fossiler Energien beruhende Wirtschaftsmodell werde durch die „grüne Wirtschaft“ weder hinterfragt noch ersetzt. Garantiert werde vielmehr das Weiterfunktionieren des Bisherigen, mit zusätzlichen Geschäftsbereichen für

mächtige Konzerne (siehe auch Kommentar auf Seite 4). Längst macht statt „Rio+20“ der Begriff „Rio-minus-20“ die Runde. EWIGES WACHSTUM GEHT NICHT Parallel zur UN-Konferenz findet in Rio ein „Gipfel der Völker“ statt, der sich mit Alternativen zum Programm der offiziellen Konferenz beschäftigt. Das derzeitige Paradigma von ewigem Wirtschaftswachstum und steigendem Konsum ist jedenfalls nicht haltbar. Es braucht keine Reform, sondern Ersatz. Der Wandel muss hingehen zu einem anderen Verständnis von Wohlstand und gleichen Chancen für alle – innerhalb der natürlich vorgegebenen Grenzen. Eine Verlagerung der Verantwortung weg von Staaten hin zum privaten Sektor ist abzulehnen. Statt freiwilliger Selbstverpflichtungen braucht es gesetzliche Verbindlichkeiten. Im Zentrum müssen die Einhaltung der Menschenrechte und der Schutz der Umwelt stehen. Nur dann ist eine wirklich nachhaltige Entwicklung möglich.

Mit Rio+20 gegen die Krise? 20 Jahre nach dem Erdgipfel in Rio findet im Juni eine Neuauflage der UN-Konferenz auf höchster politischer Ebene statt. Nachhaltigkeit wurde zum Modewort, doch die Probleme haben sich in vielen Bereichen massiv verschärft. Immer deutlicher wird, dass für eine zukunftsfähige Entwicklung ein tiefgreifender Wandel erforderlich ist. Diese Welthaus-Info beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Rio+20-Gipfel und Alternativen zum Credo des „ewigen Wachstums“.

3


NEWS KOMMENTAR

Kommerzialisierung Dietmar Schreiner, WelthausGeschäftsführer

„The Future We Want“ ist das Motto der UN-Konferenz Rio+20 (siehe S. 2/3). Dass mit „We“ auch die Armen in Entwicklungsländern mitgemeint sind, ist aber fraglich. Zentrale Strategie im Abschlussbericht wird eine „Green Economy“ sein – klingt gut, ist es aber nicht. Erstens ist das Konzept sehr vage und baut auf freiwilliger Selbstverpflichtung der Staaten statt auf rechtlicher Verbindlichkeit auf. Und zweitens setzt man verstärkt auf den Privatsektor. Dass die Kommerzialisierung von Land, Wasser und Wald aber zu mehr Armut führt, sollte in UN-Kreisen schon bekannt sein. Auch scheint es, dass in diesem „grünen Konzept“ Megastaudämme, Atomkraftwerke und Gentechnik ohne weiteres Platz haben. Wenn die globale Ökonomie so reformiert werden soll,dass sie zu einer nachhaltigen, armutsvermindernden und grünen Entwicklung führt, müssen die Lebensgrundlagen der Menschen dem Finanzmarkt und der Spekulation entzogen werden. Nur so können wir das Wohlergehen aller Menschen erreichen. Mag sein, dass das UNUmweltprogramm die Absicht hatte, mit „Green Economy“ eine gerechtere und sozialere Wirtschaftsweise einzuführen. Das was derzeit vorliegt, wird dazu aber nicht führen.

4

Abseits von Himalaya und Zuckerhut

Gäste aus Brasilien und Nepal besuchen die Steiermark und bieten authentische Einblicke in ihre Heimatländer.

U

im Gastgeberland der UN-Konferenz Rio+20 (Termine: S. 11).

BRASILIEN – ALTERNATIVE WEGE

Auch wenn sie aus einer völlig anderen Weltgegend kommen, haben Namaraj Silwal und Madina Paudel in ihrer Heimat Nepal ebenfalls mit großer Armut, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung zu kämpfen. Der (touristische) Blick auf die höchsten Berge der Welt verdeckt oft den „atem(be) raubenden“ Alltag der Bevölkerung abseits der Trekkingpfade. Von 11. bis 17. Oktober 2012 werden unsere Gäste bei Workshops und Vorträgen einen kritischen Blick auf eines der ärmsten Länder der Welt werfen. Sie zeigen hoffnungsvolle Wege auf - für die nepalesischen Frauen, aber auch für eine zukünftige positive Entwicklung des Landes, das eingebettet zwischen den Wirtschaftsmächten China und Indien um seine Identität kämpft.

m fremde Länder und Kulturen kennenzulernen, kann man eine Reise tun. Oder ein Buch lesen. Im Internet surfen. Den Fernseher aufdrehen. Einen etwas anderen Zugang bietet das Bildungsprojekt „Begegnung mit Gästen“: Regelmäßig lädt Welthaus Gäste nach Österreich ein, die sich in ihren Heimatländern für eine nachhaltige Gestaltung der Gesellschaft einsetzen. Sie bieten authentische Einblicke in diese Arbeit und ihren Lebensalltag. Im Juni 2012 besucht Julita Rosa de Abreu Carvalho aus Brasilien die Steiermark. Sie arbeitet bei der Landpastoralkommission CPT, die Kleinbauernfamilien im Nordosten Brasiliens beim Kampf um ihre Menschenrechte unterstützt. Hilfe erhalten die Menschen auch dabei, ihre Nahrungsmittel nachhaltig und unabhängig produzieren zu können. Welthaus ist Projektpartner (siehe auch Interview auf Seite 5). Julita Carvalho berichtet bei Workshops und Vorträgen in der Steiermark über ihren Einsatz gegen Armut und Umweltzerstörung in Brasilien und aktuelle Entwicklungen

NEBEN DEN TOURISTENPFADEN

Sie möchten unsere Gäste aus Nepal für einen Workshop in die Schule, Pfarre oder Gemeinde einladen? Kontakt: Tel. +43 316 324556 16 silvia.miranda@welthaus.at Infos zu den Gästen: www.welthaus.at


JETZT PETITION UNTERZEICHNEN! Die Agrartreibstoffpolitik der EU führt zu Vertreibungen und Hunger in Entwicklungsländern. Getreide im Tank ist mitverantwortlich für Landraub und steigende Lebensmittelpreise. Studien zeigen auch, dass Agrodiesel klimaschädlicher ist als fossiler Kraftstoff. Trotz dieser Fakten plant Österreich die Einführung von Agrosprit „E10“ im Herbst dieses Jahres. Bitte fordern Sie den Nationalrat online zum Umdenken auf!

www.agrotreibstoffe.net Karikatur: Gerhard Mester

Entdeckungsreise in neue Welten

Welthaus bietet neue Workshops zu globalen Themen mit ReferentInnen aus aller Welt. SILVIA MIRANDA AGUIRRE

K

akao aus Ghana, indischer Reis, das Handy made in Taiwan, TShirts aus China… allein der Blick auf unsere Alltagsprodukte zeigt, wie sehr die Globalisierung in viele unserer Lebensbereiche vorgedrungen ist. Wir leben heute auf einer kleineren, aber komplexeren Erde. Orte, Güter und Informationen aus aller Welt werden für uns immer schneller und leichter erreichbar.

Gleichzeitig verknüpft sich unser Leben zunehmend mit dem Leben anderer, weit entfernt lebender Menschen. Um die Auswirkungen der stärkere Verflechtungen verstehen zu können, müssen wir einen Blick über unseren Tellerrand wagen. Welthaus bietet Workshops für Schulen, Jugendgruppen und Erwachsenenbildungseinrichtungen an, die interkulturelle Begegnungen ermöglichen und die Zusammenhänge zwischen unserer Lebensweise und dem Lebensalltag von

Menschen in Entwicklungsländern aufzeigen. Entdecken Sie mit Welthaus andere Länder und Kulturen! So erforschen wir im Workshop Fährst du schon oder isst du noch? gemeinsam mit ReferentInnen aus Lateinamerika die sozialen und ökologischen Folgen der AgrotreibstoffProduktion und wer vom weltweiten Agrarhandel profitiert. Im Workshop Golden Rice versuchen wir eine Antwort auf die Frage zu finden, warum die grüne Revolution und der Einsatz von Gentechnik im Reisanbau die Armut in Indien nicht gelindert haben. Der Workshop Handys, Gold und Diamanten: Tatort Kongo beschäftigt sich mit der Frage, was mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun hat. Der Wasserturm von Afrika zeigt die Knappheit von Wasser auf und regt zur Reflexion über den eigenen Wasserverbrauch an. Sie möchten einen Workshop buchen? Kontakt: Tel. +43 316 3245 56-16, silvia.miranda@welthaus.at Weitere Angebote: graz.welthaus.at 5


INTERVIEW

Unser Ressourcenverbrauch sei viel zu hoch, radikale Änderungen wären unumgänglich, meint Thomas Bauer im Interview.

„Ein lebenswertes Leben - für alle!“ Wenn bei uns die Verwendung von Agrotreibstoffen forciert wird, hat das für Kleinbauern in Brasilien fatale Auswirkungen. Thomas Bauer setzt sich für die Rechte der Betroffenen ein.

W

ie ist die aktuelle Situation in Brasilien? THOMAS BAUER: Brasilien ist eines der größten Agrarexportländer der Welt. Der Anbau von Zuckerrohr und Soja für die Gewinnung von Agrotreibstoffen erfordert immer größere Landflächen. In den letzten Jahren ist ganz klar zu erkennen, dass die Konzerne immer mehr Land für sich beanspruchen und versuchen, die Bauern zu vertreiben, weil die Nachfrage nach diesen Produkten steigt. Das führt automatisch dazu, dass sich die Situation der Kleinbauern verschlechtert. Dabei produzieren sie 70 Prozent der Lebensmittel in Brasilien. Um welche Produkte geht es? BAUER: Neben Zuckerrohr, Soja und weiteren Ölpflanzen für Agrodiesel ist der Bergbau ein großes Problem - vor allem Uran, Gold und Eisen. Es wird auch sehr viel Eukalyptus angebaut und die Produktion von Zellulosepaste nimmt stark zu. Für den Transport wird massiv in die Infrastruktur investiert. Ein Beispiel ist eine neue Eisenbahnlinie in den Süden, die zu einem geplanten Hafen führt, der vor der Küste im Meer liegen soll – in einem 6

WelthausInfo

Naturschutzgebiet. Die Eisenbahn führt mitten durch viele Dörfer, ohne Rücksicht auf die Bewohnerinnen, deren Existenzgrundlage bedroht ist. Wie sieht Ihre Arbeit vor Ort aus? BAUER: Ich lebe seit 16 Jahren im Nordosten Brasiliens. Es gibt extreme Armut und große soziale Missstände. 92 Prozent der Kleinbauern verfügen nicht über ausreichend Land, um davon leben zu können. Ich bin für die Landpastoral tätig und wir versuchen überall zu sein, wo es Konflikte gibt. Es geht darum, die Situation aufzuzeigen und gemeinsam Lösungen zu finden. Wir überlegen, welche Schritte wir tun können. Etwa: Wie können sich die Leute vernetzen; es werden Treffen organisiert und Fortbildungen. So wird die Zivilgesellschaft gestärkt. Wie kann sich die Lage der Bauern langfristig verbessern? BAUER:Wir fördern eine klimatisch angepasste Landwirtschaft, Kleintierzucht, die Züchtung von Naturheilkräutern und die Haltung von heimischen Bienen. Es regnet nur vier Monate im Jahr - während dieser Zeit wird das Wasser in Zisternen gesammelt - für die Nutzung während der

Juni - September 2012 - Nr. 11

Trockenzeit. Wichtig ist es auch, Schäden durch Großprojekte wie Goldminen aufzuzeigen und ein öffentliches Bewusstsein für diese Probleme zu schaffen. Hierbei sind unsere Partner in Europa, wie Welthaus, sehr wichtig. Oft kommt es erst nach gewalttätigen Konflikten zu „Agrarreförmchen“, bei denen Familien Land zugeteilt wird. Welche Alternativen gibt es? BAUER: Durch geringeren Anbau von Zuckerrohr und Soja würde sich die Situation wesentlich verbessern. Für eine Monokulturplantage von etwa 100 Hektar Größe braucht man nicht ganz zwei Arbeitskräfte, das läuft alles maschinell. Kleinbauernfamilien beschäftigen auf 100 Hektar mindestens 15 Personen. Mit weniger Monokulturen gäbe es weniger Arbeitslose, es würden mehr Nahrungsmittel produziert, auf eine gerechtere Weise. Was kann man in Österreich tun? BAUER: Unser Konsumverhalten hat global einen großen Einfluss. Derzeit verbrauchen wir die Ressourcen von drei Erdbällen. Es muss radikale Änderungen geben. Schließlich geht es um ein lebenswertes Leben – für alle! Interview: Christian Köpf


WIR STÄRKEN MENSCHEN

Nutztiere für Familien in Laos – mit Ihrer Hilfe!

A

chtzig Prozent der laotischen Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Meist handelt es sich um Bäuerinnen und Bauern oder Fischer, für die die Anbauflächen, Wasserressourcen, Wälder und Feuchtgebiete von Laos ihre Lebensgrundlage bedeuten. Aus diesem Grund ist die Bevölkerung von Laos direkt betroffen von den Auswirkungen des Klimawandels. In den letzten 30 Jahren hat die Schwere und Häufigkeit von Dürreperioden und Überschwemmungen zugenommen. Von den Überflutungen betroffen sind vor allem die Landesmitte und der Süden, wo bei Überflutung die Reisfelder und Bewässerungssysteme zerstört werden. Die Folge davon ist Lebensmittelknappheit. Welthaus unterstützt im Bezirk Atsaphone die Menschen in zwölf Dörfern dabei, ihre Ernährungssituation zu verbessern. Es handelt sich um ein landwirtschaftliches Programm, bei welchem Kühe, Ziegen, Schweine oder Hühner an Familien zur Aufzucht vergeben werden. Der erste Nachwuchs dieser Tiere wird dann an andere arme Familien weitergegeben.

Laos: Schweine und Hühner sichern das Überleben für Kleinbauernfamilien.

Es gibt auch eine Ausbildung zur Tierhaltung, da die meisten Familien vorher noch keine Tiere besessen haben.

Schenken Sie: eine Kuh mit 236 Euro, eine Ziege mit 84 Euro, ein Schwein mit 84 Euro, und ein Huhn mit 14 Euro.

MIT IHRER SPENDE... ... helfen Sie den ärmsten Familien in Laos, ihre Ernährung auch in der reisarmen Jahreszeit zu sichern und vielfältiger zu gestalten. Kontakt: Tel. +43 316 3245 56-18, claudia.kompacher@welthaus.at

Spenden Sie Online auf: graz.welthaus.at

Zahlschein-Euro

1913300

20815

Nutztiere für Menschen in Laos

Diö z e s e G r a z - S e c k a u E Z A W E LT H A U S Bür g e r g a s s e 2 , 8 0 1 0 G r a z I hre Spende an Welthaus ist steuerlich absetzbar!

Diözese Graz-Seckau EZA WELTHAUS

Wir stärken Menschen.

Spenden sind steuerlich absetzbar. Reg.Nr.: SO1358

004 00001913300+ 00020815>

40+

004 84+


MEIN LIEBLINGSREZEPT Zubereitung: Die grob geschnittenen Zwiebeln, Karotten, Äpfel und Kartoffeln in Olivenöl anschwitzen. Mit Gemüsefond aufgießen und 15 - 20 min. leicht köcheln lassen. Den geriebenen Ingwer dazugeben und alles mit dem Pürierstab pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Sahne abschmecken. Als Einlage und Garnitur kann man Apfelwürfel und in Butter geschwenkte Schwarzbrotwürfel verwenden. Arbeitszeit

Karotten-Apfel-Ingwersuppe Zutaten für 4 Personen: 500g Karotten 1 Apfel 1 TL Ingwer, frisch oder eingelegt 100 g Kartoffeln 30 g Jungzwiebel oder Zwiebel

8

2 EL Olivenöl 3/4 l Gemüsefond Salz und Pfeffer ein Schuss Sahne

ca. 30 Min.

Guten Appetit! Mit freundlicher Genehmigung von: Restaurant Luttenberger, Graz, Körösistraße 10.


INTERNATIONAL

Diese Kleinbäuerin im Bezirk Kasarawe ist froh über die Unterstützung beim Kampf um ihre Rechte.

Der Griff nach dem Land

Investoren gegen Kleinbauern: In Tansania kommt es zu immer mehr Konflikten um fruchtbares Land. Sigrun Zwanzger hat vor Ort mit Betroffenen gesprochen.

I

n Tansania leben vier von fünf Menschen am Land. Ihre Lebensgrundlagen sind die Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei, Jagd und auch Kleinschürferei. Doch fruchtbares Land ist heiß begehrt: Immer mehr Investoren greifen danach, um es als Spekulationsobjekt und für die Produktion von Exportprodukten zu nutzen. „Die Gefahr für Kleinbauern und Viehzüchter, ohne Einhaltung rechtlicher Grundlagen von ihrem Land vertrieben zu werden, steigt“, warnt Sigrun Zwanzger. Sie hat im April Projekte von Welthaus in Tansania besucht: „Das Wissen der Menschen um ihre Landrechte und wie sie diese verteidigen können, ist minimal!“ Wie die Landnahme abläuft, erklärt Zwanzger anhand eines Beispiels: „Im Bezirk Kasarawe, südlich von Daressalam, tauchte eines Tages ein norwegisches Unternehmen namens Sunbioful auf und machte den Dorfbewohnern große Versprechen: Im Gegenzug für ihr Land werde man 1000 Arbeitsplätze schaffen, eine Schule, Straßen und Brunnen bauen und die medizinische Ver-

sorgung verbessern. Auf dem Land wolle man Jatropha anbauen, um Agrodiesel zu gewinnen. Das ist alles in den Protokollen der Treffen nachzulesen und wurde so von beiden Seiten vereinbart.“ VERSPROCHEN - GEBROCHEN Was dann geschah, schildert Zwanzger so: „Der Investor ging mit dem Protokoll zu höheren Regierungsstellen und hat letztendlich einen vom Präsidenten für 99 Jahre ausgestellten Pachtvertrag für 18.000 Hektar erhalten, wobei die Dorfgemeinschaft nicht mehr eingebunden war. Die Betroffenen erhielten keine Abfindung und die versprochenen Arbeitsplätze gibt es bis heute nicht.“ Später habe der Investor gewechselt – und der neue nutze überhaupt nur einen kleinen Teil des Landes, erklärt Zwanzger. Wo früher Obstbäume und Arzneipflanzen wuchsen und Vieh weidete, liege das Land nun als Spekulationsobjekt brach. Welthaus unterstützt gemeinsam mit der lokalen Organisation Hakiardhi die Kleinbauernfamilien beim

Kampf um ihr Land. Ziel ist es, dass die Menschen über ihre Rechte Bescheid wissen und diese auch einfordern können. Das gelingt durch Ausbildungen über Landrechte, Austauschbesuche, Rechtsberatung, Treffen in der Hauptstadt und Öffentlichkeitsarbeit. „Das Bewusstsein, wie Prozesse ablaufen müssen, damit sie legal sind, steigt“, meint Zwanzger. Die Betroffenen wollen nun zum Präsidenten gehen und ihr Land zurückfordern. Ihre Argumente: Der Investor investiert nichts, die Versprechungen werden nicht eingehalten, mit dem verbliebenen Land kann man kaum überleben. „Es gibt einen Musterprozess. Dieser soll ein Exempel für andere Fälle sein“, hofft Zwanzger. „Die bäuerliche Bevölkerung erkennt langsam, dass sie nicht nur Pflichten gegenüber dem Staat hat, sondern auch Rechte. Das hat auch mit dem Zugang zu Informationen zu tun.“ Generell gelte, je besser die Menschen über ihre Rechte Bescheid wissen, desto schwieriger werde es für Investoren. „Wenn es ihnen zu lange dauert, gehen sie woanders hin.“ 9


MEDIATHEK FILMBESPRECHUNG Von Karin Mauser, Welthaus

Good Food, Bad Food

Anleitung für eine bessere Landwirtschaft. DVD. Alamode 2011, 113 min. Was haben Millionen Wanderarbeiter Brasiliens, Vandana Shiva’s experimentelle Bauernhöfe in Indien,  französische Mikrobiologen und die Landwirte der weltgrößten Bioplantage in der Ukraine gemeinsam? Sie verfolgen die Verbesserung der Bodenqualität und die Wiederherstellung der Saatenvielfalt zum Schutz der Umwelt und für gesündere Lebensmittel. Die französische Regisseurin Coline Serreau zeigt in ihrem Dokumentarfilm Menschen, die dagegen kämpfen, dass unsere Böden durch chemische Dünger und Pestizide vergiftet werden. Wenn wir alle mehr darüber wüssten wie unsere Lebensmittel „produziert“ werden, welche Folgen diese Art von „Produktion“ insgesamt hat und welchen Interessen wir durch Unwissenheit dienen, könnten wir als VerbraucherInnen tatsächlich etwas bewirken. Der Film ist mutig und macht Hoffnung. Bei Bedarf ist über das Welthaus Graz der Kontakt zum Inhaber der Vorführrechte herstellbar – entlehnbar ist die DVD in der Steirischen Entwicklungspolitischen Mediathek im Welthaus.

10

LANDRAUB

Reisen ins Reich des neuen Kolonialismus. Buch von Stefano Liberti.

Es ist der größte Landraub der Geschichte: Seit der Krise 2008 bringen weltweit Regierungen, Konzerne und „Finanzinvestoren“ fruchtbares Ackerland in ihren Besitz, vor allem in Afrika. Dort ist Land billig, es locken fantastische Gewinne. Ob als Produktionsort für Export-Gemüse und Agrotreibstoffe oder schlicht als Spekulationsobjekt, der Wettlauf um die besten Böden ist in vollem Gange. Die Folgen sind bestürzend, denn gerade dort, wo verheerende Hungersnöte herrschen, können die Menschen selbst nichts mehr zur Linderung ihrer Not beitragen. Rotbuch-Verlag 2012, 254 Seiten.

BEFREIUNG VOM ÜBERFLUSS Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie. Buch von Niko Peach.

Der stete Ruf nach „mehr“ lässt Rohstoffe schwinden und treibt die Umweltzerstörung voran. Noch ist die Welt nicht bereit, von der Droge „Wachstum“ zu lassen. Aber die Diskussion über das Ende der Maßlosigkeit nimmt an Fahrt auf. Der Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech liefert dazu die passende Streitschrift, die ein „grünes“ Wachstum als Mythos entlarvt. In seinem Gegenentwurf fordert er industrielle Wertschöpfungsprozesse einzuschränken und lokale Selbstversorgungsmuster zu stärken. Diese Art zu wirtschaften wäre genügsamer, aber auch stabiler und ökologisch verträglicher. Und sie würde viele Menschen entlasten, denen im Hamsterrad der materiellen Selbstverwirklichung schon ganz schwindelig wird. Oekom-Verlag 2012, 155 Seiten.

steirische entwicklungspolitische mediathek Welthaus und 10 Partnerorganisationen bieten Ihnen über 4.000 Medien zu spannenden globalen Themen! Neben CDs, DVDs, Sachbüchern, Zeitschriften und Literatur können auch Unterrichtsmaterialien, Karten und Spiele entlehnt werden (Jahresbeitrag 10 Euro, erm. 7 Euro). Regionalstellen gibt es in den Stadtbibliotheken Fürstenfeld, Gleisdorf, Kapfenberg, Knittelfeld, Leoben, Liezen, Mürzzuschlag und Weiz.

Infos und Entlehnung: graz.welthaus.at, Tel. +43 316 324556-23 Achtung! Neuer Standort: Bürgergasse 2, 8010 Graz

ÖFFNUNGSZEITEN

Mo - Fr: Mo - Mi: Langer Donnerstag:

9 - 12 Uhr 14 - 16 Uhr 14 - 18 Uhr

graz.welthaus.at/mediathek WÜSTENBLUME

DVD. Ein Film von Sherry Hormann. Nach dem Bestseller von Waris Dirie.

Geboren in der Wüste Afrikas, flieht die 13-jährige Waris vor einer Zwangsehe in die somalische Hauptstadt Mogadischu. Die Familie ihrer Mutter verschafft ihr eine Stelle in der somalischen Botschaft in London - wo sie jahrelang das Haus nicht verlassen darf. Schließlich taucht sie unter und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, bis sie von Donaldson als Fotomodel entdeckt wird. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erzählt sie in einem Interview von der grausamen Tradition der Frauenbeschneidung, deren Opfer sie selbst als kleines Mädchen wurde. 124 min., ab 12 Jahre.


TERMINE WELTCAFÉ: BRASILIEN

WELTCAFÉ: GUATEMALA

Waldrodungen, gigantische Infrastrukturprojekte und die Ausbeutung von Bodenschätzen bedrohen in Brasilien Mensch und Natur. Die Landpastoralkommission CPT unterstützt Kleinbauern dabei, sich zu mobilisieren und für ihre Rechte zu kämpfen. Ein Ziel ist es auch, dass sie ihre Nahrungsmittel nachhaltig und unabhängig produzieren können. Julita Rosa de Abreu Carvalho von der CPT berichtet über ihre Arbeit und über die Folgen der Agroindustrie in Brasilien. Günther Zgubic arbeitete 22 Jahre in Brasilien – u.a. in der Gefängnispastoral - und ist jetzt Caritas-Seelsorger. Veranstalter: Weltladen und Bücherei Weberhaus in Kooperation mit AK Weltkirche/Schutzengel, Welthaus.

In Guatemala ist der Besitz von Land extrem ungleich verteilt. Der Großteil der Bevölkerung kann von der Arbeit als Kleinbauern oder auf Plantagen kaum überleben. Verschärft wird die Situation durch Megaprojekte wie Staudämme und Minen und den zunehmenden Anbau von Rohrzucker und Palma Africana - nicht zuletzt für Agrotreibstoffe in Europa. Ruth Tánchez von der interdiözesanen Landpastoral berichtet über die Situation für die bäuerliche Bevölkerung und die Position der neuen Regierung von Otto Perez Molina zur ländlichen Entwicklung. Bernada Velásquez ist im Red de las Mujeres aktiv, sie beleuchtet die Situation und Tendenzen in Guatemala insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf Frauen.

Wege für eine nachhaltige Zukunft. Wann: 13. Juni 2012, 19.30 Uhr Wo: Weberhaus Weiz Galerie, Südtirolerplatz 1

Ländliche Entwicklung aus Frauensicht. Wann: 21. Juni 2012, 19 Uhr Wo: Welthaus, Bürgergasse 2, Graz

WELTCAFÉ: SYRIEN

Einsatz für die Menschenrechte. Wann: 28. Juni 2012, 19 Uhr Wo: Welthaus, Bürgergasse 2, Graz

RIO+20: „ÄNDERT DAS SYSTEM UND NICHT DAS KLIMA“ Wege für eine nachhaltige Zukunft. Wann: 15. Juni 2012, 19:15 Uhr Wo: Pfarre Schutzengel, Hauseggerstr. 72, Graz

Julita Rosa de Abreu Carvalho von der CPT berichtet über ihre Arbeit und über die Folgen der Agroindustrie in Brasilien (siehe oben). Veranstalter: AK Weltkirche der Pfarre Schutzengel mit Welthaus, HORIZONT3000, Dreikönigsaktion, Missio.

Michel Kilo, einer der bedeutendsten syrischen Oppositionellen, spricht  über die aktuelle politische Lage in Syrien sowie die Rolle der Opposition und des Westens. Kilo wurde in Syrien Ende der 70er Jahre inhaftiert, weil er sich für Menschenrechte und Meinungsfreiheit einsetzte. Als Mitverfasser der Damaskus-Erklärung - der „Geburt“ der neuen syrischen Opposition wurde er 2006 erneut verhaftet und zu drei Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Freilassung setzte er seine politischen Aktivitäten fort. Eine Kooperation von: Welthaus, Katholische Hochschulgemeinde Graz, Österreichisch-Arabisches Kulturzentrum Wien und Pax Christi.

WELTHAUS IST eine Einrichtung der katholischen Kirche in der Steiermark zur weltweiten Verwirklichung von Menschenwürde und Gerechtigkeit. Seit 1970 verbessert Welthaus gemeinsam mit lokalen Organisationen die Situation von Armen in Entwicklungsländern und Osteuropa. Bei den SteirerInnen weckt Welthaus die Bereitschaft zu einem Engagement für gerechte globale Beziehungen. Welthaus setzt sich für bessere Lebensbedingungen weltweit ein, steht für einen bewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen und zeigt globale Zusammenhänge auf. Welthaus Diözese Graz-Seckau Bürgergasse 2, 8010 Graz Tel. +43 316 324556 graz@welthaus.at graz.welthaus.at Impressum 11/2012: Chefredaktion: Christian Köpf. Redaktion: Claudia Kompacher, Silvia Miranda Aguirre , Karin Mauser, Dietmar Schreiner. Layout: Dominik Staudinger. Fotos (wenn nicht anders angegeben): Welthaus. Redaktionsanschrift: Bürgergasse 2, 8010 Graz, Tel. +43 316 324556 19. Medieninhaber und Herausgeber: Welthaus. Druck: Reha, 8051 Graz, Verlagspostamt: 8010 Graz, Erscheinungsort: Graz

11


Neulich in der „Welt-Bürgergasse“ …

Großer Andrang bei der Eröffnung des neuen Welthaus-Standortes im Grazer Zentrum.

S

eit Anfang April befindet sich Welthaus in der Bürgergasse 2, mitten im Grazer Zentrum. Am 8. Mai wurde der neue Standort durch Bischof Egon Kapellari im Rahmen einer Segnung feierlich eröffnet. „Das Welthaus leistet gemeinsam mit anderen katholischen Einrichtungen einen gewaltigen Beitrag, um weltweit Not zu lindern“, würdigte Bischof Kapellari die entwicklungspolitische Einrichtung der Diözese. Dafür sei allen Kirchenbeitragszahlern und Spendern zu danken. Auch Welthaus-Vorsitzender Heiner Herzog und Geschäftsführer Dietmar Schreiner freuten sich über den gelungenen Neubeginn. Die zahlreich erschienenen Festgäste zeigten sich von den hellen, einladenden Räumlichkeiten sehr angetan, und unterhielten sich bei einem klei-

v.l.n.r.: Schreiner, Schaller, Bischof Kapellari, Pein, Herzog.

nem Buffet, steirischen Weinen und Säften aus dem fairen Handel. Am neuen Standort von Welthaus lädt die offen gestaltete Lounge zum Verweilen ein: Bei einer Tasse Kaffee oder Tee aus fairem Handel können

Gäste in einer großen Medienauswahl schmökern. Das Welthaus-Team bietet Beratung zum Globalen Lernen und veranstaltet regelmäßig Vorträge, Diskussionen, Workshops, Ausstellungen und Filmvorführungen.

Toolkit – Von der Theorie zur Aktion

Mit 13 Schulgeschichten und Projektideen aus dem In- und Ausland. Jetzt bestellen! arum gibt es so viel Armut, Hunger, Ungerechtigkeit… und was kann ich schon dagegen tun?“ Unter fachkundiger Begleitung von Welthaus beschäftigten sich SchülerInnen im Projekt „Global Action Schools 2 Communities“ mit der Frage, wie unser Lebensstil mit dem Leben von Menschen in Entwicklungsländern zusammenhängt. Die Schulen öffneten ihre Türen und setzten gemeinsam mit lokalen Einrichtungen Projekte zu den Themen fairer Handel und Nachhaltigkeit um. Lustvolles Lernen mit spannenden globalen Themen in einem internationalen Austausch stand im Vordergrund. Eine Erkenntnis war: Es sind oft „Kleinigkeiten“ wie „bewusstes Einkaufen“ (biologisch, regional, fair gehandelt…), die viel bewirken.

Global Action Schools 2 Communities

W

Das neue Handbuch bietet spannende und anregende Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten der Schulklassen und ihrer Partner. Inhaltliche Informationen, praktische Umsetzungsmöglichkeiten und konkrete Schulprojekte geben Anregungen für eigene Projekte. Das Toolkit ist bestens geeignet für Lehrpersonen und all jene, die sich mit der Umsetzung der UNO-Millenniumsziele beschäftigen.

! T NEUchichten und JETZSc hulges - und m In Mit 13 aus de tideen Projek . Ausland

Design: Dominik Staudinger, office@dominikstaudinger.com www.dominikstaudinger.com

Bildquellen: Falls nicht anderes angegeben, sind die Fotos Eigentum von Welthaus Graz oder Südwind NÖ Süd.

ISBN: 978-3-9503182-1-0

120207_toolkit_umschlag.indd 1

12

Toolkit

Südwind Niederösterreich Süd Bahngasse 46, 2700 Wiener Neustadt T. +43 (0) 2622 / 24832 Koordination: Matthias Haberl E. matthias.haberl@oneworld.at suedwind.noesued@oneworld.at

Von der Theorie zur Aktion

Impressum:

Welthaus Diözese Graz-Seckau Grabenstraße 39, 8010 Graz T. +43 (0) 316 / 324556 Koordination: Alexandra Wieser E. graz@welthaus.at graz.welthaus.at

Das Toolkit mit 88 Seiten und Hardcover ist kostenlos erhältlich im Welthaus in der Bürgergasse 2 in Graz.

Toolkit

Von der Theorie zur Aktion www.schools2communities.eu

Das neue Handbuch - jetzt bestellen!

15.02.12 12:19

Bestellung: Tel. +43 316 324556, graz@welthaus.at

Welthaus. Wir stärken Menschen.


Welthaus Info11 rioplus20