Issuu on Google+

AUSZEICHNUNG FÜR WELTHAUS GRAZ IST FAIRTRADE STADT UKRAINE: WEGE AUS DER ARMUT NEUE MEDIEN / TERMINE

Seite 4 Seite 5 Seite 9 Seite 10

e 40 Jahr

WelthausInfo Welthaus-Info 6 (Okt. - Dez.) / 2010 GZ 02Z034351 M Verlagspostamt 8010 Graz.P.b.b. (Foto: A. Herrmann / aboutpixel.de) Welthaus-Info 4 (Jan.) / 2010 GZ 02Z034351 M Verlagspostamt 8010 Graz.P.b.b. Foto: Jack Simanzik / aboutpixel.de

MAGAZIN FÜR WELTWEITE MENSCHENWÜRDE UND GERECHTIGKEIT

Erdnüsse für Europa und Armut im Senegal


THEMA ERNÄHRUNG

THEMA

<<11/08>>

Die der Klei Reis für die eigene Ernährung statt Erdnüsse für den Export: Welthaus unterstützt Kleinbauernfamilien im Senegal

Kleinbauern sichern weltweit die Ernährung. Doch sie kommen immer stärker unter Druck. Gäste aus Senegal berichten im Oktober über die Gründe für Armut und Hunger, Verbindungen zu Europa und nachhaltige Projekte. CHRISTIAN KÖPF

I

n Österreich gibt es rund 160.000 Landwirte – noch. Denn es werden von Jahr zu Jahr weniger. „Die Doppelbelastung von Berufstätigkeit und Landwirtschaft im Nebenerwerb dürfte ein Hauptgrund dafür sein“, sagt Josef Renner. Der Geschäftsführer von Bio Ernte Steiermark bewirtschaft gemeinsam mit seiner Frau Marianne eine 32 Hektar große Landwirtschaft in St. Margarethen/Raab. Wie Renner 2

WelthausInfo

sind 80 Prozent der österreichischen Landwirte Nebenerwerbsbauern. Ohne Unterstützung durch öffentliche Gelder wäre das Bauernsterben noch weit dramatischer. Doch die Verteilung der Subventionen ist umstritten. Sie sollten primär ökologische Mehrleistungen und den Arbeitsplatz Bauernhof berücksichtigen, meint Renner. “Die derzeitigen Preise, etwa für Milch, decken nicht einmal die Produktionskosten ab.” HAUPTSACHE BILLIG? Der Preisdruck auf die Landwirte ist enorm. Drei Handelsketten beherrschen den österreichischen Markt und diktieren die Preise. Viele Konsumenten greifen lieber zu billigen, oft importierten Lebensmitteln - auch wenn sie damit etwa brutale Massentierhaltungen in Ländern ohne Qualitätskontrollen fördern. Andererseits spielen die Supermärkte eine wichtige Rolle

Oktober - Dezember 2010 - Nr. 6

beim aktuellen Bio-Boom. Österreich ist das Bio-Land Nummer eins in Europa. Rund ein Fünftel der Agrarflächen wird biologisch bewirtschaftet. Der Absatz von Bio-Lebensmitteln stieg im Vergleich zum Vorjahr um 20 bis 40 Prozent. “Bio” hat ein gutes Image - Stichwort: Qualitätskontrollen und keine Gentechnik - und wird entsprechend intensiv beworben. Doch können die damit zu erzielenden höheren Preise das „Bauernsterben“ aufhalten? Renner, dessen Familie die gesamte Produktion im hofeigenen Bioladen vermarktet, meint dazu: „Wichtig ist jedenfalls Qualität statt Quantität.“ Spezielle Produkte seien gefragt: „Für die Heumilch, also Milch von österreichischen Kühen, die nur mit frischem Grünlandfutter und Heu gefüttert werden, erhalten Landwirte neun Cent Zuschlag.“ Ähnliches gelte für Bio-Eier oder das Styria-Beef-Programm.


Land erhoffte. „Der jahrelange Anbau in Monokulturen mit chemischen Düngemitteln und Pestiziden hat die Böden total ausgelaugt. Unser Feld ist kaputt“, beklagt Cheikh Djouf. Gleichzeitig ist der Weltmarktpreis für Erdnüsse stark gefallen. Viele Kleinbauern können sich nun weder selbst versorgen, noch haben sie genügend Einkommen, um sich ausreichend Nahrungsmittel zu kaufen. Immer mehr Familien geraten in Verschuldung und Armut. Hinzu kommen die negativen Folgen des Klimawandels: Dürren und Überschwemmungen bedrohen die Existenz von Millionen Menschen. IMPORTIERTE KONKURRENZ

Zukunft nbauern Foto: Petra Koppensteiner

Österreich ist neben „bio“ auch beim Anteil an Kleinbauern führend: Rund 60 Prozent der Betriebe bewirtschaften weniger als 20 Hektar. „Das ist sehr wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt“, erklärt Renner. „Durch gartenbauliche Nutzung tragen Kleinbauern weltweit wesentlich zur Ernährungssicherung bei. Sie nutzen lokal angepasste Sorten und belassen die Landschaftsstruktur im Wesentlichen.“ Doch auch in Österreich setzt sich der Trend zu größeren Betrieben fort. SENEGAL - ERDNÜSSE FÜR EUROPA Schauplatzwechsel: Senegal, Westafrika. Wie viele andere Kleinbauern hat die Familie Djouf in der Region Fatick Erdnüsse für den europäischen Markt angebaut - auf Empfehlung der Regierung, die sich von der Exportpolitik Devisen und wirtschaftliche Entwicklung für das

Obwohl rund 70 Prozent der Menschen im Senegal von der Landwirtschaft leben, muss rund die Hälfte der benötigten Lebensmittel importiert werden. Von Rahmenbedingungen wie in Österreich können die Kleinbauern hier nur träumen. Im Durchschnitt bewirtschaftet eine Familie zwei bis drei Hektar. Subventionen gibt es keine. Es mangelt auch an staatlichen Strategien für den Anbau, die Verarbeitung und die Konservierung gesunder lokaler Produkte. Doch für unverarbeiteten Reis, Mais oder Hirse sind die Preise am Markt extrem niedrig. Hinzu kommt die übermächtige Konkurrenz durch ausländische Waren: Hühnerfleisch etwa wird in Europa hoch subventioniert, was dazu führt, dass es im Senegal billiger angeboten wird als die frische, heimische Ware. Dasselbe gilt für Zwiebeln, die aus Holland stammen. Die Folge: Eine senegalesische Hausfrau, die auf den Markt geht, stürzt sich auf ausländische Produkte, anstatt jene der heimischen Bauern zu kaufen. Das ist das Resultat einer Agrarpolitik, die die realen Bedürfnisse der lokalen Produzenten nicht berücksichtigt. PROJEKT VON WELTHAUS Zurück zur Familie Djouf. Statt auf Erdnüsse, die kaum etwas einbringen und den Boden ruiniert haben, will sie zukünftig Reis zur Eigenver-

sorgung anbauen. Dazu muss der Boden aber erst wieder fruchtbar gemacht werden. Außerdem müssen Reissorten gezüchtet werden, die genügend Ertrag bringen. Bei diesem Prozess unterstützt Welthaus die senegalesischen Kleinbauern, gemeinsam mit der lokalen Organisation Adaf Yungar. „Die Familien bauen in dem Projekt klimatisch angepassten Reis an und halten Vieh. Sie schützen die natürlichen Ressourcen wie Wald und Wasser und forsten den Wald wieder auf“, erklärt Hane Elhadji Hamath von Adaf Yungar (siehe Kasten). Die Kleinbauern errichten Staudämme zur Bewässerung der Felder und legen Kompostgruben an, um wieder fruchtbares Ackerland zu gewinnen. Und sie lernen Techniken kennen, wie sie Fisch und Meeresfrüchte besser sammeln, konservieren und vermarkten können.

Gäste aus Senegal Wo kommt unser Essen her und wie wird es produziert? Legen wir Wert auf „bio“ oder „Hauptsache billig“? Können Kleinbauern in Österreich noch von ihrer Arbeit leben? Und wie sieht die Lage im Senegal aus? Diskutieren Sie diese und andere Themen mit unseren Gästen aus Senegal. Malick Ba und Hane Elhadji Hamath sind Landwirtschaftsexperten, die in Projekten für senegalesische Kleinbauernfamilien arbeiten. Die Möglichkeit zur persönlichen Begegnung gibt es auch beim Welthaus Fest Senegal! TERMINE: Seiten 10/11


NEWS KOMMENTAR

Wir sind Krise

10 Jahre Millennium Development Goals (MDGs) Max Santner, Österreichisches Rotes Kreuz, Leiter der Internationalen Hilfe

Die im Jahr 2000 verabschiedeten 8 Millennium Development Goals (MDGs) streben an, bis 2015 grundlegende soziale Verbesserungen für Menschen weltweit zu erreichen. Auch die Republik Österreich hat die MDGs in ihrer Entwicklungszusammenarbeit verankert und in den vergangenen 10 Jahren bekräftigt, dass die Beiträge Österreichs gemäß Zusage aus dem Jahre 1970 auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens erhöht und zu ihrer Erreichung eingesetzt werden. Umgesetzt wurde diese Zusage niemals. Im Gegenteil: Die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit wurden und werden gekürzt - wegen der Krise. Die österreichischen NGOs aus Entwicklungspolitik und Humanitärer Hilfe kritisieren diese Spar-Politik massiv, zumal die Hälfte der europäischen Mitgliedstaaten trotz der Krise ihre Mittel nicht nur nicht gekürzt, sondern sogar erhöht haben. Jedoch nicht nur der Mittelfluss zur Umsetzung der Ziele muss sichtbar zunehmen, vor allem müssen Reformen in Weltwirtschaft und Handel, der EU-Agrarpolitik, dem internationalen Finanzsystem etc. Platz greifen, um die strukturellen Ursachen für die weltweite soziale Ungleichheit zu beseitigen.

4

Foto: Lorenz Seidler

Auszeichnung für Welthaus

Das Projekt „Global Action Schools“ ist ein großer Erfolg. Weitere Schulen sind eingeladen, teilzunehmen.

G

roße Freude beim Welthaus und die Verwendung dieser ProdukTeam: Am 9. Juni wurde das te im Alltag kennen. Sie gestalteten Projekt „Global Action Schools 2 zum Beispiel „faire“ Adventkalender Communities“ im Unterrichtsmiund „faire“ Osternester. Zum Elternnisterium zum UN-Dekadenprojekt sprechtag organisierten sie mit viel ausgezeichnet, als „herausragende Engagement ein „Fair-Cafe“ sowie Initiative, die einen wertvollen Beiein „faires“ interkulturelles Picknick trag für nachhaltige und zukunftsbei der Schulabschlussfeier. In der TOBiAS-Schule lag der weisende Bildung leistet.“ BeSchwerpunkt auf dem Lernen mit reits 28 steirische „Global Action der Natur. In diesem Zeichen stand Schools“ wurden für ihren Einsatz auch das erste für Armutsbekämpfung, Um- „Wir laden alle LehrerIn- Bio- und Famiweltschutz und nen zum Kick Off Seminar lienfest. Themen den Fairen Handel am 14. Oktober ein.“ waren der Klimazertifiziert. wandel, unsere Gudrun Ragossnig, Welthaus Graz Worum geht’s? Ernährung und Unter fachkundiger Begleitung von nachhaltige Lebensformen. Dazu Welthaus beschäftigen sich Schülewurden Plakate und ein Klimaweg rInnen gemeinsam mit Gemeinden, gestaltet. Die SchülerInnen betrieben Pfarren und Unternehmen mit der auch einen kreativen Verkaufsstand, Frage, wie unser Lebensstil mit dem wo sie fair gehandelte Produkte aus Leben von Menschen in Entwickdem Weltladen und selbstgemachtes lungsländern zusammenhängt. Sie Kunsthandwerk, teilweise aus Recycarbeiten an positiven Veränderunlingmaterial, anboten. gen und setzen diese um. TIPP: Am 14.10. von 15 bis 18 Uhr Zwei Beispiele: Frei nach dem Motto „fairnetzen“ beschäftigte sich findet im Welthaus für alle interesdie Volksschule Karl Morré mit der sierten LehrerInnen ein Kick Off SeFrage nach ethisch vertretbarem minar zum Schulprojekt statt. Lebensmittelkonsum. Die SchüleInfos: T. +43 / 316 / 32 45 56-16, gudrun.ragossnig@welthaus.at rInnen lernten den fairen Handel


DIE NEUE WEBSITE... ..von Welthaus ist online. In neuem Design bietet sie ausführliche Infos über unsere Bildungsangebote und Projekte für Menschenrechte und Bildung weltweit. Sie können online Medien recherchieren, WelthausProjekte unterstützen, Videos und Fotogalerien anschauen oder Audioclips hören. graz.welthaus.at Besuchen Sie uns auch auf

Karikatur: Gerhard Mester

Graz setzt auf den Fairen Handel Auszeichnung für Graz: Erste FAIRTRADE-Landeshauptstadt Österreichs. CHRISTIAN KÖPF

W

er Produkte aus dem fairen Handel kauft, entscheidet sich nicht nur für Lebensmittel mit höchster Qualität, sondern leistet gleichzeitig einen unverzichtbaren Beitrag zur Verringerung der Armut und Ausbeutung der ProduzentInnen in Entwicklungsländern.

AUSZEICHNUNG FÜR GRAZ Auch die Stadt Graz bekennt sich als eine von weltweit über 800 und 42 österreichischen Gemeinden zum fairen Handel. Produkte mit dem FAIRTRADE Gütesiegel sind in vielen Grazer Geschäften, Cafés, Restaurants sowie in Getränkeautomaten und Schulkantinen erhältlich und werden entsprechend b e wo rben.

Für dieses Engagement wurde Graz am Fairtrade-Tag des Landes Steiermark am 30. September zur FAIRTRADE-Gemeinde ausgezeichnet. Darüber hinaus ist Graz die erste FAIRTRADE-Landeshauptstadt Österreichs. „Unsere Arbeitsgemeinschaft - bestehend aus Umweltamt, Weltladen, Welthaus und Südwind - leistete dafür Öffentlichkeitsarbeit, betrieb Lobbying für Produkte aus dem fairen Handel und konnte die

Grazer Stadtbibliotheken als Vorzeigeunternehmen gewinnen“ erklärt Karin Mauser vom Welthaus. SERVICESTELLEN Zahlreiche weitere Veranstaltungen sind in Kooperation geplant. Informationen zu FAIRTRADE soll es künftig auch über die Bezirksämter und Servicestellen der Stadt Graz geben. Kontakt: T. +43 / 316 / 32 45 56-15 karin.mauser@welthaus.at Webtipp: www.oekostadt.graz.at Foto: Yoshi Kato FAIRTRADE Austria

5


40 JAHRE WELTHAUS

PartnerInnen über „40 Jahre Welthaus“ Seit 40 Jahren tritt Welthaus weltweit für Menschenrechte und Bildung ein. Aus Anlass dieses runden Jubiläums haben wir PartnerInnen aus (Entwicklungs-)Politik, Wirtschaft, Kultur, Kirche, NGOs und Bildungsarbeit nach der Bedeutung unserer Arbeit gefragt. Jede Woche veröffentlichen wir ein neues Statement auf:

g r az.welthaus.at

Hier finden Sie einen kleinen Auszug daraus...

I

ch möchte mich im Namen der CIDSE Laos und der LaotInnen bei Welthaus für die 30 Jahre der Unterstützung und für das Engagement danken. Mit eurer Hilfe konnte die laotische Bevölkerung ihre Lebensgrundlage verbessern und natürliche Ressourcen in nachhaltiger Weise nutzen. Was wir heute leisten, tun wir nicht zuletzt aufgrund der wichtigen Unterstützung von Welthaus.

Khankham (CIDSE), Projektpartnerin in Laos 6

WelthausInfo

W

n der Arbeit von Welthaus gefällt mir besonders, dass sie einerseits dazu beiträgt, in Entwicklungsländern Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, andererseits im eigenen Land ein Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutsamkeit dieser Arbeit im globalen Zusammenhang zu entwickeln und zu fördern.

elthaus hat vieles an unserer Schule bewirkt, bereits gewohnte Projekte aufgewertet oder wieder mit neuen Ideen versorgt und eine Art Revolution ins Rollen gebracht. Aktionen wie die „gesunde Jause“, fair gehandelte Schokolade, Kaffee, Kakao und Gummibärli festigen sich in unseren Köpfen immer mehr und lassen auch Erwachsene mehr darüber nachdenken.

Aglaia Szyszkowitz, Schauspielerin

K. Gaube & A. Ranegger, Schülerinnen

A

W

A

Josef Zotter, Chocolatier

Ludwig Schwarz, Bischof von Linz

enn es Organisationen wie euch nicht gäbe, dann wüssten wir nichts über das Thema soziale Verantwortung und Bekämpfung von Armut. Sie zeigen die Missstände auf und wir müssen reagieren und uns engagieren. Wir müssen Verantwortung übernehmen, persönlich wie wirtschaftlich. Fairer Handel und biologischer Anbau müssen für uns die Grundlagen sein, auf denen wir arbeiten.

Oktober - Dezember 2010 - Nr. 6

ls Referatsbischof für Mission und Entwicklung in der Österreichischen Bischofskonferenz und als Mensch, der laufend erfahren darf, wie Teilen und Gerechtigkeit das Leben von Menschen in benachteiligten Ländern positiv verändern können, danke ich Welthaus Graz aufrichtig für seinen wichtigen Beitrag zu einer menschenfreundlicheren Umgestaltung der Welt.


MEIN WELTHAUS

Welt?

ACHTUNG: Die neue WelthausWeltkarte.

Verkehrte

Die Art und Weise, wie die Erde abgebildet wird, ist nicht zufällig. Sie schreibt ein Weltbild fest und stellt einen Standpunkt dar. Welthaus dreht die Weltkarte um - und zeigt damit neue Perspektiven. Mit Themenkarten: Armut, Hunger, Klima. Beiblatt, Schutzhülle. Format: 119 x 84 cm, gefalzt auf A4

Preis: 9,80 € Bestellung: www.welthaus.at

Mein Lieblingsrezept Apfel-Preiselbeer-Pie im Glas Verwöhnen Sie Ihre Lieben mit einem außergewöhnlichen Dessert, das leicht und schnell zuzubereiten ist. Verwenden Sie biologische und saisonale Produkte aus der Region und dem Fairen Handel – ganz nach dem MOTTO der Kochschule GRÜNES ZEBRA.

ZUTATEN: Apfelmasse 80 dag Äpfel, gewürfelt, ev. geschält 10 dag Vollrohrzucker Vanillemark 6 EL Dinkelmehl 5 dag getrocknete Preiselbeeren Butter für die Gläser Streusel 12 – 15 dag Vollrohrzucker 10 dag Dinkelmehl 8 dag Haferflocken 1⁄2 TL Zimt, eine Prise Kardamom 12 dag Butterwürfel, kalt

Sauerrahmeis 3 Eier, 10 dag Zucker/Ahornsirup, Vanille, 1/8 l Schlag, 1/8 l Sauerrahm und 1/8 l Milch, Zotter Basic Schokolade

www.kochschule.grueneszebra.at

ZUBEREITUNG: 1. Die Äpfel mit den weiteren Zutaten gut vermischen und in ausgebutterte, feuerfeste Gläser füllen. 2. Die Streuselzutaten verkneten und mit einem Löffel auf der Apfelmasse verteilen. Bei guter Mittelhitze ungefähr 35 Minuten backen. 3. Schlagobers schlagen und kalt stellen, Eier mit Zucker und Vanille schlagen, mit Schlagobers, Sauerrahm und Milch sowie gehackter Schokolade verrühren und in eine Eismaschine geben. Oder: 15 Min. vorfrieren, danach alle 10 Minuten mit dem Handmixer durchquirln. Guten Appetit wünscht Ihnen das Team der Kochschule Grünes Zebra

7


INTERNATIONAL

Dieser argentinische Kleinbauer konnte sein Land für die Viehzucht behalten - mit Unterstützung von Welthaus.

Soja vor die Schweine werfen

In Argentinien müssen Kleinbauern ihr Land verlassen, damit dort Gen-Soja für den Export als Tierfutter nach Europa angebaut wird. Welthaus unterstützt die lokale Bevölkerung. CHRISTIAN KÖPF

D

ie argentinischen Volksgruppen Pilagá und Tobás erlebten 2004 eine böse Überraschung: Die Regionalregierung enteignete 1800 Hektar Land der indigenen Gemeinden. Seither wird dort großflächig Gen-Soja für den Export als Tierfutter nach Europa und in die USA angebaut. Die Enteignungen gehen bis heute weiter. Riesige Wälder werden für den Sojaanbau abgeholzt. Viele Menschen wurden ihrer Lebensgrundlage beraubt, haben aber auch keinen Zugang zu den Gewinnen der meist multinationalen Konzerne.

UNGEWISSE ZUKUNFT In ihrer Verzweiflung schrieben sie einen Brief an den Gouverneur der Provinz: „Wenn wir uns nicht gegen die maßlose Ausdehnung der landwirtschaftlichen Flächen wehren, werden wir unseren Boden, unseren Klimaregulator und unseren Schutz gegen Dürren verlieren. Wir wollen nur unsere Wälder verteidigen, die die Zukunft für unsere Kinder sind!“ 8

WelthausInfo

Argentinien, die USA und Brasilien deckten drei Viertel des weltweiten Sojabedarfes. 99 Prozent des argentinischen Sojas ist genmanipuliert - das Saatgut stammt von Konzernen wie Monsanto und Beyer, die auch das passende Spritzmittel dazuliefern und so die Landwirte in die Abhängigkeit treiben. Große Waldgebiete wurden für den Soja-Anbau gerodet, die dort lebenden Völker verloren ihre Heimat. Rolando Tevez, ein Betroffener, ist verzweifelt: „Der Wald besitzt viele Reichtümer: Er liefert Feuerholz, Medikamente, Fleisch und Honig. Außerdem ist er die Heimat vieler Tiere. Die Konzerne wollen uns glauben machen, dass uns das Soja retten wird. Aber in ein paar Jahren sind diese Böden Wüste und man kann nichts mehr anbauen!“

SOJA VERDRÄNGT KLEINBAUERN Die riesigen Soja-Monokulturen für den Export verdrängen aber auch Anbauflächen für Getreide, Kartoffeln oder Bohnen für den Eigenbedarf von Kleinbauern. Dies führt zu der paradoxen Situation, dass sich die Ernährungssituation der Bevölkerung dramatisch

Oktober - Dezember 2010 - Nr. 6

verschlechtert, obwohl immer mehr Soja produziert wird. Die argentinische Regierung räumt zwar ein, dass das Wachstum der Soja-Industrie soziale Probleme ausgelöst hat, gleichzeitig ist der Staat aber von den Einkünften aus dem Sojaexport abhängig.

WELTHAUS-PROJEKT Die argentinische Organisation Incupo arbeitet mit Unterstützung von Welthaus seit Jahren mit ethnischen Minderheiten in den Provinzen Formosa und Chacó zusammen. Ziel ist die Absicherung von indigenem Gemeinschaftsland, damit die Bevölkerung ihre Lebensgrundlage behalten kann. „Die Regierung will uns einreden, dass Argentinien den Export braucht“, meint Graciela Gáspari von Incupo. „Dabei haben die Gentechnik und der Einsatz von Chemikalien die Ernährungskrise und die Ausgrenzung von tausenden Bauern weiter erhöht!“ Neben dem Kampf um Land ist die Hebung des Lebensstandards vorrangiges Ziel: Incupo unterstützt Kleinbauern, damit sie sich durch verbesserte Anbaumethoden und Kleintierzucht selbst versorgen können.


Wege aus der Armut Die Armut in der Ukraine führt zu steigender Migration. Viele Kinder, deren Eltern im Ausland arbeiten, wachsen in katastrophalen Verhältnissen auf. Agnes Truger vom Welthaus hat diese „sozialen Waisen“ besucht. CHRISTIAN KÖPF

D

ie „Orange Revolution“ hat bei vielen Menschen in der Ukraine die Hoffnung auf eine bessere Zukunft geweckt. Sechs Jahre später ist davon wenig übrig. Politische Lähmung, verschleppte Reformen und spannungsgeladene Beziehungen zu Russland prägen das Land. „70 Prozent der Bevölkerung können sich kaum ein menschenwürdiges Leben leisten!“ erzählt Agnes Truger, die kürzlich Projekte von Welthaus in der Ukraine besucht hat. Seit Jahren ändere sich nichts an der hohen Arbeitslosigkeit, verbunden mit niedrigen Sozialhilfen und steigenden Preisen. Und: „Die Schere zwischen Arm und Reich ist dramatisch größer geworden.“

SOZIALE WAISEN Viele Menschen sehen in der Ukraine keine Zukunft. Sie wandern in die EU oder nach Russland aus. Die Gefahr, dabei als Prostituierte oder “Arbeitssklave” zu enden, ist groß (siehe Welthaus Info Nr. 4). Zurück in der Ukraine bleiben vielfach „soziale Waisen“: Kinder, deren Eltern im Ausland arbeiten und die bei Verwandten oder Bekannten aufwachsen. „Viele sehen ihre Eltern jahrelang nicht. Der Kontakt beschränkt sich auf Telefonate und - wenn überhaupt - auf die Zusendung von Geschenken“, erzählt Truger. „Die Kinder hängen emotional im luftleeren Raum. Sie leben von der Hoffnung, dass ihre Eltern sie eines Tages holen kommen.“ Meist werden sie nur notdürftig versorgt – „ein Dach über dem Kopf und ab und zu eine Mahlzeit“, sagt Truger. Da viele Migran-

Kinder im Jugendzentrum Konotop.

Foto: Truger

ten die Obsorge für ihre Kinder nicht regeln, ergeben sich auch beim Umgang mit Schulen und Behörden große Probleme.

TAGESZENTRUM FÜR KINDER Welthaus unterstützt in der Ukraine mehrere Projekte für Kinder und Jugendliche aus zerrütteten Familien: Etwa in der Stadt Konotop im Nordosten, wo der Verein Viden ein Tageszentrum für Volksschulkinder führt: Sie erhalten hier eine gesunde Ernährung sowie pädagogische und medizinische Betreuung. Weiters gibt es Nachmittagsbetreuung und in den Sommerferien Freizeitangebote. Der Verein arbeitet eng mit Schulen zusammen und setzt sich bei Behörden wie dem Jugendamt für die „sozialen Waisen“ ein. Ein weiteres Projekt richtet sich an rund 250 Jugendliche, „mit dem Ziel, sie von der Straße zu holen“, wie Truger betont. An-

geboten werden Bildungs- und Freizeitprogramme wie etwa EDV-Kurse oder Musikerziehung.

VORBILD FÜR VIELE Auf Erfolge sei man stolz, meint Truger: „Ein Mädchen, das wir vor zehn Jahren aus katastrophalen Verhältnissen herausgeholt haben, besucht das Konservatorium. Durch die Teilnahme an einer Fernsehshow wurde sie regional bekannt und ist nun ein Vorbild für viele andere.“ Info und Kontakt: agnes.truger@welthaus.at +43 / 316 / 32 45 56-21

Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Spende das Sozialzentrum! Konto: 19 13 300, BLZ 20 815 9


MEDIATHEK BUCHBESPRECHUNG von Susanne Schrampf, Regionalstelle Bücherei Gleisdorf

Grün, grün, grün ist alles, was wir kaufen Toralf Staud

Unternehmen wollen Geld verdienen. Wichtige Themen wie „Hunger auf der Welt stillen“ oder „Klimawandel stoppen“ oder „Krankheiten weltweit besiegen“ usw. interessieren sie nicht wirklich – und wenn doch, dann sicher nicht vorrangig. Jedes Unternehmen ist im Kern dem wirtschaftlichen Erfolg verpflichtet. Erst an zweiter und dritter Stelle folgen ökologische und gesellschaftliche Verantwortung. Da aber die Öffentlichkeit kritischer, aufmerksamer und sensibler geworden ist, da vielen Menschen diese Themen äußerst wichtig sind, beginnen die Unternehmen zu reagieren. Zitat aus dem Buch: „Spätestens seit der Boykottkampagne von Greenpeace gegen den Ölmulti Shell, der 1995 seine Ölplattform Brent Spar in der Nordsee hatte versenken wollen, ist das auch dem letzten Manager klar. Der Weltkonzern musste damals dem öffentlichen Druck nachgeben ...“ Heute sind umweltbewusste Zielgruppen sehr wichtig geworden und Marketingexperten stellen sich auf diese neue Situation ein. Das „greenwashing“ der Firmen funktioniert nur, solange niemand nachfragt. Detaillierte Recherchen lassen die mit großem Aufwand produzierten Luftblasen schnell platzen. Toralf Staud zeigt in seinem Buch kurzweilig und ironisch Dutzende Fälle von Grünfärberei auf.

10

graz.welthaus.at/mediathek

PLASTIC PLANET

DVD, Österreich 2009, 95 min.

Plastik ist billig und praktisch. Wir sind Kinder des Plastikzeitalters. Kunststoffe können aber bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern und mit ihren unbekannten Zusatzstoffen unser Hormonsystem schädigen. Regisseur Werner Boote zeigt in seinem investigativen Kinodokumentarfilm, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Warum ändern wir unser Konsumverhalten nicht? Warum reagiert die Industrie nicht auf die Gefahren? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Und wer verliert? Freigegeben ab 6 Jahren, empfohlen ab ca. 10 Jahren – das Buch dazu ist ebenso im Verleih.

TERMINE WELTCAFÉ SENEGAL

Vortrag & Diskussion. Anschließend kleiner Imbiss. Eintritt frei!

steirische entwicklungspolitische mediathek Welthaus und 12 Partnerorganisationen bieten Ihnen über 5.000 Medien zu spannenden globalen Themen! Neben Videos, DVDs, Sachbüchern, Zeitschriften und Literatur können auch Unterrichtsmaterialien, Karten und Spiele entlehnt werden (Jahresbeitrag 10 Euro, erm. 7 Euro). Regionalstellen gibt es in Fürstenfeld, Gleisdorf, Knittelfeld, Leoben, Liezen, Mürzzuschlag und Weiz.

PARTNER Der Weltladen Graz mit Geschäften in der Mandellstraße und im Citypark ist seit Beginn Partner der Steirischen Entwicklungspolitischen Mediathek und ist DAS Fachgeschäft für Produkte aus dem Fairen Handel. Darüberhinaus kann man sich in den Geschäften auch über den Fairen Handel informieren. In ihrer Themensäule in der Mediathek befinden sich Materialien über Fairtrade-Lebensmittel sowie Bekleidung und Fußball. www.weltladen.at Hinterm Horizont geht´s weiter...

13. Okt. 2010, 19 Uhr Stadtbücherei Leoben 18.Okt. 2010, 18 Uhr Stadtbibliothek Knittelfeld 20.Okt. 2010, 19 Uhr Öffentliche Bücherei Liezen

Malick Ba und Hane Elhadji Hamath sind Projektpartner von Welthaus im Senegal. Sie geben Einblicke in das Leben im Senegal, berichten über den „Poker um Reis und Land“ in ihrer Heimat, über unfaire Spielregeln und die täglichen Herausforderungen ihrer Arbeit. Interkulturelle Bewegungen, die bewegen! Weitere Infos: graz.welthaus.at

Foto: Marcel Wenzel

Infos und Entlehnung: graz.welthaus.at, T. (0316) 324556-23 Grabenstraße 39, 8010 Graz

ÖFFNUNGSZEITEN

Mo - Fr: Mo - Mi: Langer Donnerstag:

9 - 12 Uhr 14 - 16 Uhr 14 - 18 Uhr


TERMINE WELTBLICK Ausstellung: Mit allen Sinnen glauben. Wann: 19. Okt. - 6. Nov. Vernissage: 19. Okt. 2010, 19 Uhr Wo: Stadtbücherei Gleisdorf, Weizer Straße 3

Bilder des religiösen Ausdrucks in den Weltreligionen. Die Fotos zeigen die Vielfalt an Ausdrucksformen, mit denen Menschen sich dem Göttlichen nähern. Der Respekt vor dem Glauben des Anderen kann wachsen, und auch eine Reflexion über die persönlichen Formen ist möglich. Der Fotograf Ernst Zerche ist Geschäftsführer von Missio Stmk.

WELTHAUS FEST SENEGAL

Wann: 21. Oktober 2010, 19 Uhr Wo: Welthaus Graz, Grabenstraße 39

Live: Imo Cultural Dancing Group Graz / Afrikanisches Buffet / Vortrag & Diskussion mit Gästen aus Senegal / Infos & Fotos zu Senegal u.v.m. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

WELTGESCHICHTEN AFRIKA Eine Lesereise für Kinder nach Nigeria Wann: 21. Okt. 2010, 9 und 11 Uhr Wo: Bibliothek Liezen Anmeldung: Andrea Heinrich, Petra Weirer; T. 03612/22881-137. Wann: 4. Nov. 2010, 15 Uhr Wo: Stadtbücherei Mürzzuschlag Gemeinsam mit den Kindern wird erzählt, gemalt, gesungen und getanzt. Anmeldung: Petra Bauer T. 03852/2269. Wann: 10. Nov. 2010, 8:30, 10:30 Uhr Wo: Museumscenter Leoben Anmeldung: Erich Bretterbauer T. 03842/4062308

Dieser Workshop bietet Kindern die Chance, ihren Blick auf die Welt anhand von Geschichten zu weiten. Diesmal führt Fred Ohenhen mit Geschichten und Märchen aus Nigeria auf eine Lesereise in eine fremde und doch nahe Welt. Gemeinsam mit den Kindern wird erzählt, gemalt und gesungen und getanzt. Eine spannende Möglichkeit für Kinder, andere Kulturen kennenzulernen! Für Schulkinder von 6-10 Jahren.

FESTGOTTESDIENST MIT BISCHOF KAPELLARI Anlässlich 40 Jahre Welthaus Wann: 6. November 2010, 17 Uhr Wo: Grazer Dom, Burggasse 3

Seit 40 Jahren setzt sich Welthaus Diözese Graz-Seckau weltweit für Menschenrechte und Bildung ein. Zum Abschluss des Jubliäums feiern wir einen Festgottesdienst mit unserem Diözesanbischof, Dr. Egon Kapellari. Wir laden Sie herzlich ein, feiern Sie mit uns!

WELTHAUS IST

OSUOFIA IN ÖSTERREICH Nollywood Film- und Musik Festival 2010 Wann: Fr., 22.10. und Sa. 23.10.2010 Wo: Helmut-List-Halle, Waagner-BiroStr. 98a, 8020 Graz

Ziel dieses Festivals ist es, das im europäischen Kontext kaum bekannte Phänomen Nollywood aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und einem interessierten steirischen Kulturpublikum näherzubringen. Eine Veranstaltung von Arge Nollywood. Infos: T. 0316/324434 www.aai-graz.at BENEFIZAUSSTELLUNG Lebensbilder - Sinnbilder - WELTbilder Wann: 27. Okt. - 5.Nov 2010, 6-20 Uhr Vernissage: 27. Okt. 2010,19 Uhr Wo: Augustinum, Lange Gasse 2, Graz

Eine Benefiz-Ausstellung mit 40 Bildern für 40 Jahre Welthaus Graz. Mit Bildern von Andrea Bustos, Herbert Kohlmaier, Helmut Loder, Jonny Reisenhofer und Manfred Schuster. Die Ausstellung ist zugänglich während der Öffnungszeiten des „Augustinums“ (6 bis 20 Uhr). Infos: claudia.kompacher@welthaus.at

eine Einrichtung der katholischen Kirche in der Steiermark zur weltweiten Verwirklichung von Menschwürde und Gerechtigkeit. Welthaus verbessert gemeinsam mit lokalen Organisationen die Situation von Armen in Entwicklungsländern und Osteuropa. Bei den Steirerinnen und Steirern weckt Welthaus die Bereitschaft zu einem Engagement für gerechte globale Beziehungen. Welthaus setzt sich für bessere Lebensbedingungen weltweit ein, steht für einen bewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen und zeigt globale Zusammenhänge auf. Richtung weisend sind dabei die Erfahrungen der Partnerorganisationen. Welthaus Diözese Graz-Seckau Grabenstr. 39/2, 8010 Graz 0316/324556 graz@welthaus.at www.graz.welthaus.at Impressum 6/2010: Chefredaktion: Christian Köpf. Redaktion: Max Santner, Irene Mösenbacher, Claudia Kompacher. Layout: Dominik Staudinger. Fotos (wenn nicht anders angegeben): Welthaus. Redaktionsanschrift: Grabenstr. 39, 8010 Graz, Telefon: 0316/32 45 56-19. Medieninhaber und Herausgeber: Welthaus. Druck: Reha, 8051 Graz, Verlagspostamt: 8010 Graz, Erscheinungsort: Graz

11


Graz, Oktober 2010

Herzlichen Dank!

Liebe Spender und Spenderinnen! Liebe Freunde und Freundinnen von Welthaus! Unser letzter Spendenaufruf - Brunnen und Bewässerungssysteme für Menschen im Senegal - brachte ein sehr erfreuliches Spendenergebnis von 21.600,-- Euro! Ein sehr herzliches „Vergelt ́s Gott“ für Ihre Großzügigkeit! Durch die zahlreichen Spenden konnten auf Gemeinschaftsfeldern in den Dörfern Thiaye, Ndeuye und Fouloum Brunnen mit Tröpfchenbewässerungssystemen errichtet werden. Das ist die Grundlage dafür, dass die Frauen während der langen Trockenzeit Gemüse wie Spinat, Tomaten, Zwiebeln und Salat anbauen können. Dadurch ist nicht nur die Ernährung für viele Familien gesichert, sondern auch eine Einkommensquelle: Sie verkaufen ihr Gemüse auch auf dem Markt in ihrem Dorf und in der nächsten Stadt. Nun sind wir dabei, unser erfolgreiches Projekt auf die Regionen Kaolack und Fatick auszudehnen. Diese Gebiete sind ausgelaugt vom langjährigen Erdnussanbau auf Monokulturen. Hier können wir mit Saatgut und Ausbildung gemeinsam einen Schritt in eine bessere Zukunft tun! Schon mit 70 Euro kann Saatgut für einen Hektar Land angekauft werden. Damit ist die Ernährung einer Großfamilie von 16 Personen für die Dauer eines Jahres gesichert. Schon heute vielen Dank für Ihre wertvolle Starthilfe für unser neues Projekt und einen herzlichen Gruß! Ihre

Gutes tun lohnt sich! Ab sofort sind Spenden an Welthaus steuerlich absetzbar. Sammeln Sie bitte Ihre Einzahlungsbelege. Sie können den Gesamtbetrag Ihrer Spenden in Ihrem Jahresausgleich geltend machen. www.spendenrechner.at

Dr. Claudia Kompacher SpenderInnenbetreuung

P.S. Bitte werfen Sie einen Blick auf die Projektbeschreibung auf der Flappe >> Spendenkonto: 1913300, BLZ: 20815 Online-Spende: www.graz.welthaus.at

Welthaus. Wir stärken Menschen.


Welthaus Info Senegal