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Editorial 

Karl-F. Lietz, Chefredakteur von SAVOIR-VIVRE

Liebe Leserinnen und Leser. „Wo bleibt das Positive, Herr Kästner?“. Die berühmte Frage eines Lesers an den Schriftsteller Erich Kästner beschreibt noch heute das Dilemma vieler journalistischer Kritiker. Der vermeintlich gute Journalismus soll aufrütteln. Wahrscheinlich überwiegen deshalb auch in unseren Medien negative Nachrichten – terroristische Anschläge, Überschwemmungen, Politiker-Skandale. Das tägliche Informationsbrot, mit dem wir gefüttert werden. Ganz am Rande dann positive Meldungen. Wenn Sie SAVOIR-VIVRE lesen, wird Ihnen auffallen, dass es hier genau umgekehrt zugeht. Die negativen Nachrichten fehlen. Auch gibt es keine Restaurant-Verrisse oder andere böse Kritiken. Der Lärm der Welt bleibt draußen, wenn wir genießen. Selbstverständlich erleben unsere Autoren und Redakteure während ihrer Recherchen vieles, das zu kritisieren wäre – schlechte Weine, dilettantisch zubereitete Gerichte, schmutzige Hotelzimmer … Aber: Darüber berichten wir nicht. Warum damit die Zeit unserer Leser verschwenden? Wir strafen diese Angebote einfach durch Nichtbeachtung. SAVOIR-VIVRE konzentriert sich lieber auf Empfehlenswertes. Wir wollen Ihnen Tipps und Anregungen geben, wo etwas wirklich Gutes zu finden ist. Das hat nichts mit oberflächlichem Hedonismus zu tun, sondern ist kultivierte Lebensart. Und die zu fördern und zu verbreiten ist seit 16 Jahren die Mission von SAVOIR-VIVRE. Positive Entdeckungen gibt es in Hülle und Fülle. Die Gourmandise blüht, die Weinkultur erlebt neue Höhenflüge. Engagierte Winzer konkurrieren im Wettstreit um allerbeste Qualitäten, Köche feilen so lange an ihren Rezepten, bis der Connoisseur zu ihnen pilgert, Hotels umsorgen ihre Gäste mit fantastischen Arrangements. Nehmen Sie uns gern beim Wort und folgen Sie der Spur des Genusses. In jeder Ausgabe des Magazins SAVOIR-VIVRE finden Sie Hunderte von Anregungen, täglich aktualisiert durch unser Internet-Portal Ein Kompass für Menschen, die das gute Leben www.savoirvivre.de. Und wir machen Ihnen den Genuss lieben: unser Internet-Portal www.savoirvivre.de. ganz einfach. Besonders herausragende Leistungen – Restaurants, Hotels, Weine, Spirituosen oder Delikatessen – bewertet unsere Fachredaktion mit dem SAVOIR-VIVRE Sonnen-System (siehe Infokasten rechts). Mit kulinarischen Grüßen Ihr

Karl-F. Lietz

SAVOIR-VIVRE SONNENSYSTEM

SAVOIR-VIVRE bewertet die Küchenleistung mit dem Symbol der Sonne als dem alleinigen Qualitätsmerkmal. litätsmerkmal. Alle mit einer, zwei oder drei Sonnen ausgezeichneten Restaurants zählen zu den besten Häusern in Deutschland. Diese Benotung gilt auch für getestete Adressen in Europa.

Bewertung Die Abstufung

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Sehr gut Ausgezeichnet Erstklassig Eines der weltbesten Restaurants

Das Symbol der weißen Sonne bescheinigt auf Grund der festgestellten Qualität die Anwartschaft auf die erste gelbe Sonne. Diese wiederum führt zur Aufnahme in die Hitliste der besten Restaurants, die alljährlich in SAVOIR-VIVRE veröffentlicht wird. Service, Weine (Pflege, Angebot, Beratung) und Ambiente werden von Fall zu Fall gesondert ausgewiesen.

Die Bewertung im Einzelnen Service in der Abstufung Akzeptabel Gut Perfekt

Weine in der Rangfolge Ausreichend Beachtlich Optimal Ambiente bzw. Ausstattung sind nicht in die „Sonnen“-Benotung einbezogen. Hier beschränkt sich SAVOIR-VIVRE beispielsweise auf die Charakterisierungen: elegant, bürgerlich, rustikal, mediterran, modern.

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SAVOIR-VIVRE September / Oktober 2010

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Im Hotel „Die Sonne Frankenberg“ definiert der Gast die Tiefe des Service.

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Eine Supernase auf der Suche nach dem schwarzen Gold: Trüffelschwein Rosalie.

■ Essen & Trinken 20 Große Küche Ali Güngörmüs ist der einzige türkische Sternekoch der Welt. Mit seinem Hamburg Restaurant „Le Canard Nouveau“ spielt er in der Königsklasse der Gourmets.

31 Genießen mit Freunden Deutschlands Winzer präsentieren ihre Spitzenweine

46 „Einzigartig wie ein Apfelkuchen“ Filini-Restaurants in den Radisson Blu Hotels

52 7 Rezept-Ideen von Kochprofis Exklusiv in SAVOIR-VIVRE

70 Aufregend lecker Gourmet Festivals in Westfalen und Schleswig-Holstein

72 Hannovers Genüsse Die Leinestadt erlebte ihr erstes Gourmet- & Winzerfestival

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Stand uns Rede und Antwort: Weinkönigin Sonja Christ.

■ Hotels & Restaurants 8 Hotel „Die Sonne Frankenberg“ Königin am Firmament

18 Grand Hotel Villa Castagnola in Lugano Refugium mit nobler Attitüde

28 Navigare NSBhotel in Buxtehude Willkommen an Bord!

38 Ritters Weinstuben in Merseburg Leidenschaft und Lebensfreude

44 Relais & Châteaux Weinromantikhotel Richtershof Wo Weinkultur gelebt wird

50 Steigenberger Hotel in Hamburg Verliebt in Hamburg

58 Residence Restaurant Ente in Oberschwaben Der Froschkönig auf Schwäbisch

73 Heiße Währung auf See Rum – eine der beliebtesten Spirituosen

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„O’zapft is!“: In diesem Jahr feiert das größte Volksfest der Welt seinen 200. Geburtstag – mit einem außergewöhnlichen Programm.

VIVRE XTRA Gewinnen Sie mit SAVOIR-VIVRE! Viele hochwertige Preise erwarten Sie auch in dieser Ausgabe. Lösen Sie die Rätsel und beantworten Sie die Preisfragen. Mit dem Gewinncoupon auf Seite 98 können Sie alle Lösungswörter gesammelt an uns schicken. Viel Erfolg!

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Der Mann war ein Genießer: Baron Philippe de Rothschild. Vor 80 Jahren erfand er den berühmten Mouton Cadet.

68 Relais & Châteaux Landhotel Le Vieux Manoir au Lac in Murten Luxuriöses Landhausleben

84 Hotel Boscolo Exedra in Rom Grandezza und Genuss

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Eine unserer schönsten Weinregionen: der Bodensee.

■ Lebensart 6 Herbst Die Jahreszeit der Muße beginnt

14 Kostbare Trüffel Die Jagd nach dem schwarzen Gold

■ Kultur 36 Happy Birthday! 80 Jahre Mouton Cadet

40 „Ohne Musik wäre ich unglücklich!“ Pianist Rudolf Buchbinder verrät, warum er sich ein Leben als pensionierter Banker nicht vorstellen kann

42 Arte in Cucina Ein Kochbuch für alle Sinne

43 Kultur-Kalender 2010

■ Leute 30 Weinkönigin Sonja Christ „Junge deutsche Winzer sind sehr experimentierfreudig!“

32 Im Gespräch Prinz Charles, Johann Lafer, Nobuyuki Matsushisa u. a.

34 Tischgespräch mit … Dr. Tina Ingwersen-Matthiesen: „Die Menschen sollten viel mehr genießen!“

90 Winzerporträt Georg und Beate Vollmayer bewirtschaften Deutschlands höchsten Weinberg

56 Visionäres für die Küche Der Dining Desk von Poggenpohl

88 Weinregion Am Bodensee hat die Weinkultur eine lange Tradition

94 „O’zapft is!“ 200 Jahre Oktoberfest

■ Service & Unterhaltung 11 Kurz angebraten Aktuelle Namen und Nachrichten

26 Lesestoff „Die Rechnung, bitte!“

61 Romantik-Arrangements Aktuelle Angebote Ihrer Romantik-Hotels

74 Genießer auf Reisen Die besten Adressen für Ihren Urlaub

87 Rätselgarten 98 Standards VIVRE-Weinwettbewerbe, Gewinncoupon, Impressum

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Exklusiv: Diese Spitzenköche verrieten uns ihre Rezepte.

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 LEBENSART

Herbsttag Jahreszeit der Muße

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los. Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein; gib ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin, und jage die letzte Süße in den schweren Wein. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben. Rainer Maria Rilke, 21. September 1902, Paris

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ie gehören wohl zu den berühmtesten Versen Rainer Marie Rilkes: „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben“. Wundervolle Worte, die uns melancholisch stimmen. Ja, der Herbst ist nicht die Zeit der neuen Anfänge, er läutet stets ein Ende ein – das Ersterben des Sommers. Und ein Beginn ist er dennoch: Der Auftakt in die Zeit der Besinnung. Denn wer im Frühjahr und Sommer viel geschaffen hat, der freut sich nun auf Monate der Muße – schöne Stunden im Kreise seiner Lieben, kontemplative Spaziergänge im Wald. Wer Angst hat vor dem „unruhig wandern, wenn die Blätter treiben“, der sollte dabei vielleicht einer entspannenden Tätigkeit nachgehen. Pilze sammeln beispielsweise. Dies ist nicht nur eine beruhigende Beschäftigung für alle Sinne, sie erzielt darüber hinaus auch noch ein sinnvolles Ergebnis. Denn der Sammler kann sich, während er die Früchte seiner Arbeit stolz in den Korb legt, schon auf herrliche Genüsse freuen: Pilzsuppe, Pilzragout, gefüllte Pilze, Pilze pur, mit Fleisch, Fisch, oder anderen duftenden Gemüsen ... ■

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FOTO KLAUS STEVES PIXELIO.DE, WILLIAM REAVELL

Buchtipp

Vom Steinpilz bis zur Weißen Albatrüffel – entdecken Sie die 50 feinsten wild wachsenden Speisepilze! Neben nützlichen Tipps, wo Sie die Köstlichkeiten finden, gibt das Buch „Wildpilze sammeln & genießen“ (Dorling Kindersley Verlag, 192 S., ca. 400 Farbfotos, 80 Illustrationen, 9,95 Euro) auch praktische Anleitungen zur Verarbeitung Ihrer Sammelausbeute.

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v Hotels & Restaurants

Hotel „Die Sonne Frankenberg“

Königin am Firmament „Die Sonne Frankenberg“ im gleichnamigen mittelalterlichen Städtchen an der Eder hat ein besonderes Credo: „Der Gast definiert die Tiefe des Service“. SAVOIR-VIVRE wollte wissen, was sich hinter diesem Satz verbirgt. Und wir staunten nicht schlecht … 8

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Zur Philosophie des Hauses gehört eine flache Personalstruktur. Das ist in der „Sonne“ zu spüren: Gäste und Personal strahlen gute Laune aus.

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ästen im Gourmet-Restaurant „Philipp Soldan“ wird aufs Feinste der Gaumen gekitzelt. Denn Küchenchef Florian Hartmann und seine Crew kredenzen Mediterranes, Französisches und Heimisches in verblüffender Form. Da treffen geliebte Speisen aus der Kindheit auf Aromen aus der Haute Cuisine. Das funktioniert beim À la carte-Gericht ebenso wie beim Degustationsmenü mit sieben Gängen.

Da gibt es zum Beispiel Steinbuttfilet mit Eigelb, Rahmspinat und Trüffeln. Und zum Dessert Milchschokolade, Erdbeeren, Zitronenluft und Wattle Seed Eiscreme. Im Hotel „Die Sonne Frankenberg“ bieten insgesamt fünf verschiedene Locations dem Feinschmecker ein be­eindruckendes Ambiente. Die „SonneStuben“ beispielsweise verbreiten rustikales Flair. Die Inneneinrichter haben urige Eichentische und verspielte Klei-

nigkeiten aus der Region zu einer stimmigen Gesamtkomposition zusammen­ gefügt. Passend zur Speisekarte. Denn in den „Sonne-Stuben“ wird mit viel Raffinesse gutbürgerliche Küche serviert – wie Battenberger Wildschweinbratwürstchen, eine absolute Köstlichkeit. „Wir legen sehr großen Wert auf Authentizität“, erklärt der Stellvertre­ tende Hoteldirektor und Marketingchef des Hauses, Michael Lemke.

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v Hotels & Restaurants

Romantik pur: Für Brautleute steht ein weißer Rolls-Royce bereit. Und die Hochzeits-Suite hat einen eigenen SPA-Bereich.

Wuchtige Holzbalken

Wer auf der breiten Kopfsteinpflasterstraße zur „Sonne“ hinaufspaziert, blickt direkt auf das Frankenberger FachwerkRathaus, das mit seinen zehn Türmen an eine Malerei von Tomi Ungerer erinnert. Zur Linken liegt nun die Sonnen-Terrasse und zur Rechten ebenfalls ein Teil des Hotels. Haupt- und Nebengebäude sind unterirdisch durch einen breiten Gang verbunden. „Die Sonne Frankenberg“ wurde mit viel Liebe komplett restauriert, wobei der Charme des Alten respektvoll erhalten blieb: wuchtige Deckenbalken aus Holz, die leicht schiefe Architektur, Blumenkästen vor jeder Fensterbank. Jedes Gästezimmer hat seinen individuellen Reiz. Allein gemeinsam ist der sehr hohe Standard der Small Luxury Hotels of the World. Insgesamt bietet das Hotel im Inneren mehr Platz, als man von außen vermuten würde. Und da kann man sich als Gast

Tabak-Kollegium und Stadtweinkeller: Hier lagern sehr edle Gewächse.

schon mal verlaufen. Was allerdings immer interessant endet. Denn überall im Haus verteilen sich Wohlfühloasen – wie der Stadtweinkeller. Hier lagern die Weine wie vor 500 Jahren. Einer der edlen Tropfen ist der Haussekt. JungWinzer Stefan Breuer aus dem Rheingau stellt ihn her. Ein paar Schritte weiter verbirgt sich das Tabak-Kollegium. Trotz einer exquisiten Auswahl an Zigarren ist die Luft hier sehr frisch – dank der ausgezeichneten Lüftungsanlage.

Hochzeitssuite mit SPA

„Der Gast definiert die Tiefe des Service“, so Michael Lemke. Das bedeutet unter anderem, dass Gäste an jedem belie­bigen Ort im Hotel ihr FünfGang-Menü serviert bekommen können. Außerdem stehen ihnen besondere Extras zur Verfügung. Ein weißer RollsRoyce beispielsweise für eine Hochzeitsfeier. Oder die Hochzeitssuite mit eigenem SPA-Bereich und ein Landeplatz für diejenigen, die mit einem Privatflugzeug anreisen. Ein weiteres Merkmal des Hotels ist die flache Hierarchie in der Personalstruktur. Das Management legt viel Wert auf die Kommunikation mit den Mitarbeitern. Ziel ist die gemeinsame stete Weiterentwicklung. Und diese Bemühung kann jeder im ganzen Haus spüren: Die Stimmung ist heiter. Ob Gast oder Hotelangestellte – man blickt in fröhliche Gesichter.

SPA-Philosophie mit vier Säulen

Carmen Rauch, die Leiterin des hauseigenen SPA-Bereichs, ist gelernte HeilWie kleine Oasen verteilen sich Plätze zum Wohlfühlen im gesamten Hotel.

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praktikerin mit vielen weiteren Qualifikationen. In der „Sonne“ können die Wellness-Anwendungen daher, wenn vom Gast gewünscht, bis zu einer professionellen medizinischen Behandlung erweitert werden. „Sie wissen ja: Der Gast definiert ...“ lacht Michael Lemke. Die SPA-Philosophie der „Sonne“ stützt sich auf die vier Säulen Entspannung, Therapie, Vitalität und Schönheitspflege. Buchbar sind neben einzelnen Anwendungen auch Beauty- und Wellness-Packages. Die Umgebung des Hotels tut ein Übriges zur Entspannung: Sanfte grüne Hügel des angrenzenden Nationalparks Kellerwald Edersee mischen sich mit Fachwerkhäuschen zu einer romantischen Kulisse. Man fühlt sich, als wäre man in eine andere Zeit versetzt. „Wer einmal bei uns war, der kommt immer wieder“, sagt Michael Lemke. Und das glauben wir ihm auf der Stelle.  Annette Waldow ■

vv Hotel Die Sonne Frankenberg Marktplatz 2-4 35066 Frankenberg Telefon: 06451/75 00 Fax: 06451/750550 info@sonne-frankenberg.de www.sonne-frankenberg.de Hoteldirektorin: Kerstin Scholl Geschäftsführer: Jörg Lenz Executive-Küchenchef: Stephan Brennecke Küchenchef Gourmet: Florian Hartmann Service: ausgezeichnet Ambiente: luxuriös, rustikal

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KURZ ANGEBRATEN 

Zum Sieg geschüttelt M

ixen, werfen, fangen … und den feingliedrigen Geschmacksnerv als Komponier-Waffe nutzen. 40 Barkeeper aus zwölf Sektionen der Deutschen Barkeeper-Union (DBU) kämpften in Köln um die Deutsche Cocktail Meisterschaft. And the Winner is:

Stephan Hinz! Der Nordrhein-Westfale aus der Bar „Shepheard“ in Köln überzeugte die Jury in der Kategorie „Open“ mit seiner Kreation „Atom Limon“, einer hochexplosiven Cocktail-Bombe. Auch in der fast eher akrobatischen Kategorie „Freestyle/Flair-tending“ gab es einen

Stephan Hinz und Tony Oliviero (Foto links) werden an der Cocktail-Weltmeisterschaft in Polen teilnehmen.

Sieger: Tony Oliviero aus Hessen ließ seinen Drink „Roman’s Secret“ kunstvoll durch die Lüfte sausen. Stephan Hinz und Tony Oliviero werden nun bei der Cocktail-Weltmeisterschaft 2011 in Polen für Deutschland mixen. ■ Viel Glück!

Genuss vor Politik!

Whisky mal kulinarisch

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as als ein Land der Gourmets bekannte Frankreich bekommt Konkurrenz: Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Australier mehr Interesse für das Kochen als für Politik zeigen? Vermutlich die wenigsten von uns. Doch auf dem Känguru-Kontinent wurde nun eine TVWahldebatte wegen einer Reality-Sendung mit dem Titel „Masterchief“ um eine Stunde vorverlegt. Grund: Der politische Schlagabtausch zwischen Premierministerin Julia Gillard und Oppositionsführer Tonny Abott wäre zeitgleich mit dem Finale des Köche-Wettstreits über die australischen Mattscheiben geflimmert – und hätte wohl ■ nur wenige Zuschauer angelockt.

ass auch Männer kochen können, ist längst kein Geheimnis mehr. Dass Whisky und feines Essen sich perfekt ergänzen, war eine Zeit lang nur Insidern bekannt. Doch die zweite Auflage des Whisky & Food Kochwettbewerbs bewies, dass sich das spannende Zusammenspiel von Whisky und erlesenen Zutaten inzwischen herumgesprochen hat. Aus immerhin 200 Bewerbern wurde schließlich der Finalist ausgewählt, der vor einer hochkarätigen Jury seine Kochkünste zum Besten gab: Philippe Hersberger aus Lyss in der ■ Schweiz.

Herzlichen Glückwunsch!

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appy Birthday, Glen Grant! Zum 170-jährigen (!) Jubiläum präsentiert die schottische Whiskybrennerei einen ganz besonderen Single Malt Scotch Whisky in limitierter Auflage. Die Jubiläumsedition wurde vom Master Distiller Dennis Malcolm kreiert und spiegelt wie kein anderer Whisky aus dem Sortiment die Geschichte der Traditionsbrennerei wider. Dabei traf Malcolm eine sorgfältige Auswahl aus den wertvollsten Single Malt-Jahrgängen und schuf daraus einen Glen Grant von ein■ maliger Ausdruckskraft. Glen Grant feiert seinen 170-jährigen Geburtstag mit einem besonderen Malt.

Philippe Hersberger aus Lyss in der Schweiz ist der Gewinner der zweiten Auflage des Whisky & Food Wettbewerbs.

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 KURZ ANGEBRATEN

Back to Basic

Tiefsee-Perlen

Der betagte Champagner aus der Ostsee prickelt immer noch!

Champagner und Ostseewasser harmonieren offenbar sehr gut: Taucher haben jetzt in einem Schiffswrack den wahrscheinlich ältesten Schaumwein der Welt gefunden.

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unächst wollten sie ihren Schatz ganz für sich behalten: Schon am 7. Juli 2010 hatte eine Tauchergruppe in einem Schiffswrack vor der Insel Åland zwischen Finnland und Schweden den wahrscheinlich ältesten Champagner der Welt gefunden. Jedoch erst knapp zwei Wochen später, als alle Flaschen gehoben waren, gingen die Forscher mit dieser Sensation an die Öffentlichkeit. Der Grund: Die gut 30 dort gefundenen und noch nicht gehobenen Flaschen, die vom Ende des 18. Jahrhunderts stammen sollen, könnten jeweils um die 50.000 Euro wert sein. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, stammt der mehr als 200 Jahre alte Champagner aus einer der ersten Exportunternehmungen der Firma Veuve Clicquot. „Wir stehen im Kontakt mit Moët & Chandon, und sie sind sich zu 98 Prozent sicher, dass es sich um Veuve Clicquot handelt,“ sagte Expeditionsleiter Christian Ekström im Spiegel-OnlineInterview. Auf dem Korken sei ein Anker, und dieses Symbol habe in der Champagne nur dieser Hersteller verwendet.

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Besonders erstaunlich ist: Trotz des hohen Geld- und Sammlerwertes der Flaschen haben es sich ihre Entdecker nicht nehmen lassen, eine exklusive Champagner-Verkostung mit OstseeAbgang vorzunehmen. Ekström gab in den schwedischen Medien bekannt: „Der Champagner schmeckt absolut fantastisch“. Und das ist trotz des hohen Flaschenalters auch erklärbar: Eine durchschnittliche Wassertemperatur von vier Grad in 55 Meter Tiefe und intakte Korken haben das teure Getränk perfekt gekühlt und frisch gehalten. Zur Klärung der Echtheit und des Alters ist nun eine Probe der Tiefseeperlen an ein französisches Speziallabor gesandt worden. Sollte sich bestätigen, dass der Champagner tatsächlich zwischen 1782 und 1789 gesunken sein sollte, wäre er noch über dreißig Jahre älter, als der bisherige Rekordhalter. Jener Schampus stammt aus dem Jahre 1825 – vergleichsweise ein Jung■ spund also.

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ange Zweit war still es um den Qualitätsbegriff „Made in Germany“. Doch nun sind Produkte und Marken aus der Heimat wieder gefragt wie nie. Zum Beispiel vom Küchengeräte-Hersteller Zassenhaus. Und nicht nur Tradition, sondern auch Nachhaltigkeit gehören zum neuen, großen Konsumtrend. So wird der Küchenfreund vergeblich ein Kabel am Zassenhaus-Allesschneider suchen. Denn der wird handbetrieben. „Back to basic“. Das Retro-Gerät ist das zur Maschine gewordene Simplifizierungs-Motto. Oder, typisch pragmatisch deutsch gesagt: Umso mehr Funktionen, Knöpfe und Schalterchen ein Gerät besitzt, umso mehr kann ■ daran auch kaputt gehen.

Endlich satt!

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reisfrage: Ist ein Maki-Monster ... a) ein japanisches Tiefseewesen mit Stielaugen und mindestens 748 langen Reißzähnen, b) die dreiundzwanzigste Liebesstellung im indischen Kama Sutra, oder c) der Vernichter von 156 Stück Maki-Sushis innerhalb nur einer Stunde? Richtig. Die korrekte Antwort lautet c! Olaf Fischer ist der Sieger des 1. Berliner Sushi-Wettessens und somit offizieller Träger des ehrwürdigen Titels „Maki Monster“. Der ZweiMeter-Mann verspeiste in der vorgegebenen Zeit etwa drei Kilogramm Olaf Fischer, der japanischen KöstMaki Monster lichkeit. Zum Schluss stapelte er beachtliche 13 Teller vor sich. Während einige seiner elf Mitstreiter vorzeitig aus dem Wettkampf aussteigen mussten, ging es dem strahlenden Sieger nach dem Wettkampf richtig prächtig. „Ich bin nun endlich satt“, verkündete das Ungeheuer ■ während der Siegerehrung.

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Essen auf Flügeln K reuzflug statt Kreuzfahrt? Klingt komisch, ist aber tatsächlich machbar. Der Fluganbieter Hapag Lloyd bietet ab Oktober spannende GourmetKreuzflüge zu den Genuss-Tempeln in Europa an. Die Stationen: Saint-Émilion, Tain l’Hermitage, San Sebastian und Francia­corta. Neben exklusiven

Weinproben stehen drei Besuche in Sterne-Restaurants an. In San Sebastian werden die Gäste in den mit drei Michelin Sternen ausgezeichneten Restaurants „Arzak“ und „Martin Berasategui“ verwöhnt, in Italien von Sternekoch Gualtiero Marchesi. Begleitet wird die Reise von der Sommelière Paula Bosch

Sommelière Paula Bosch vom Restaurant Tantris in München begleitet in der ­Lombardei einen der kulinarischen Höhepunkte der Hapag Lloyd Gourmet-Flüge.

(Restaurant Tantris, München) und dem Weinexperten Werner Riess (Weinhaus Tesdorpf, Lübeck). Ein Highlight: eine Kaviarverkostung von Caviar House & Prunier. Und jeder Gast darf sich eine Dose seines Lieblingskaviars aussuchen, die ihm nach Hause geliefert wird. Per ■ Luftpost, versteht sich. 

Schumann & Schott E

in Mann mit einem Teint wie edler Whiskey und Kleidung, die, bestünde sie aus Holz, sicher aus teuerstem Teak gefertigt wäre. Charles Schumann ist schon zu Lebzeiten eine Bar-Legende. Seine 1982 eröffnete „Schumann’s American Bar“ ist längst die Stammbar zahlreicher Autoren, Journalisten und Künstler sowie Treffpunkt der restlichen Münchener High Society. Nun präsentiert Schumann gemeinsam mit dem Glashersteller Schott Zwiesel eine Glaskollektion. Die 17-teilige Barlinie „Basic Bar Selection“ umfasst sowohl klassische Becher-, Cocktail- und Champagner­gläser als auch neuartige ­Größen und Accessoires. Das Design der Gläser folgt dem Anspruch, den spezifischen Charakter des jeweiligen Drinks optimal zu unter­streichen. Schumann, selbst ein Fan von eher purem alkoholischen Trinkgenuss, hat während seiner Barkeeper-Karriere viele bis heute bekannte Cocktails erfunden. Unter ihnen der „Swimmingpool“ (1978), ein Colada-Cocktail aus Rum und Kokos■ nusscreme, der seine blaue Farbe durch blauen Curaçao-Likör erhält. 

Barbesitzer Charles Schumann ist eine echte Legende – und das Gesicht von Männer-Modelabel „Baldessarini“.

Der zehn Sekunden-Cocktail C

ocktails selber machen – und das auch noch in AugenaufschlagsGeschwindigkeit? Mit der neuen innovativen Cocktail-Serie von Coppa ist dies nun tatsächlich möglich. Der Clou: In Zusammenarbeit mit preisgekrönten Barkeepern wurden die bekanntesten Cocktails in stylische, Shaker-förmige Flaschen abgefüllt: Schütteln, aufdrehen, fertig. Denn Coppa Cocktails sind sekundenschnell zubereitetet: (Crushed) Eis ins Glas, Coppa eingießen und nach Belieben dekorieren – fertig ist ein leckerer Cock■ tail in absoluter Barqualität. 

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Links: Im Périgord ist Trüffel­ schwein Rosalie im Einsatz. Unten: Bei Kennern löst der Duft der Trüffel Verzückung aus.

v Lebensart

Gourmets bezeichnen Trüffel als schwarzes Gold, andere erinnert ihr Aroma an …

Sex und alte Socken Bei Nacht und Nebel ziehen sie los, um die kleinen Knollen auszugraben: Trüffeljäger. Denn die guten Reviere sind rar. Doch nicht allein der Geschmack macht den teuersten Pilz der Welt so begehrt.

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m vier Uhr morgens geht in einem windschiefen Haus nahe des italie­ nischen Dorfes Norcia das Licht an. Ein Mann tritt heraus, an der Leine ein Hund. Taschenlampe und Salami hat er in der Hose verborgen. Die beiden gehen zum nahe gelegenen Eichenhain. Sie suchen etwas: schwarzes Gold. Nach kurzer Gewöhnung an die Dämme­ rung fängt der Hund an zu buddeln. Der Mann springt hinzu – greift mit der einen Hand in die Erde, füttert mit der anderen den Hund mit Wurst. Und wenig später liegt eine winzige Trüffel auf seinem Handteller. Szenen wie diese spielen sich jedes Jahr ab Herbst in Umbrien ab. Meist ziehen die Trüffeljäger nachts oder im Morgen­ grauen los, um ihr Revier geheim zu halten. Denn der Schwarzmarkt boomt.

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Geschmack von Cognac und Erde

Weltweit gibt es etwa 240 Trüffelsorten. Frankreich und Italien stehen an der Spitze bei Produktion und Export. Ungarn, Jugoslawien, Kroatien, China und Australien beleben den Markt eben­ falls. Über die Qualität der Pilze aus den verschiedenen Erdteilen streiten sich die Experten. Eines jedoch ist sicher: Eleganz und Zurückhaltung der schwarzen Périgord-Trüffel und der reichhaltige, volle Duft der weißen Alba-Trüffel machen diese beiden Sorten zu den beliebtesten und teuersten der Welt. Die Weiße darf in Italien offiziell nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert werden. So intensiv ist ihr Geruch. Wie eine Trüffel duftet? „Nach Sex und alten Socken“, meinte einst ein Londoner Chefkoch lapidar …

Der Geschmack von Trüffeln ist kaum zu beschreiben, spiegelt jedoch immer Akzente des jeweiligen Terroirs wider. Der Kundige kann Noten von Cognac, Knoblauch und Zwiebeln bis Parmesan herausschmecken.

Von Gürteltieren und Kängurus

Zwischen Oktober und Dezember findet im Piemont die Ernte der weißen Trüffel statt. Im Périgord und in Umbrien werden von Dezember bis März die Schwarzen geerntet. Trotz hartnäckiger Versuche gelang es bisher nicht, Trüffeln künstlich zu züchten. Die Bestände in den belieb­ testen Gegenden sind daher begrenzt. Ende des 19. Jahrhunderts wurden im Périgord etwa tausend Tonnen Trüffeln geerntet, heute sind es nur mehr hundert Tonnen. Wildschweine – in Australien

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Z um Dahinschmelzen Wir haben für Sie einige Rezepte von Sergio Hermann und Peter Goossens ausgesucht. Die beiden Spitzenköche aus Belgien bzw. den Niederlanden besitzen jeweils drei Michelin-Sterne. Unsere Sommelière Petra Mommens empfiehlt Ihnen dazu den passenden Wein (Seite 17).

Sergio Hermann

Restaurant Oud Sluis Beestenmarkt 2 4524 EA Sluis / Niederlande Tel.: +31(0)117/46 12 69 www.oudsluis.nl contact@oudsluis.nl

Peter Goossens

Restaurant Hof Van cleve Riemegemstraat 1 9770 Kruishoutem / Belgien Tel.: +32(0)9/383 58 48 www.hofvancleve.com info@hofvancleve.com

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v Lebensart Seezunge gefüllt mit schwarzer Trüffel, Algen und Muscheljus (Foto siehe Seite 15)

Königskrabben, junger Lauch und schwarze Trüffel FÜR 4 PERSONEN: 3 Stangen junger Lauch 5 cm Königskrabbe, in 3 gleichgroße Stäbchen geschnitten 1 Handvoll Frisée­Salat Salz und Pfeffer 2 EL Olivenöl 2 EL Balsamicoessig 24 Scheibchen schwarze Trüffel Für die Krebsbisque: 500 g Krebsköpfe 40 g Zwiebel 150 g Tomaten 90 g Staudensellerie 15 g Tomatenmark 200 ml lieblicher Weißwein 600 ml Hühnerbrühe Olivenöl und Butter Zubereitung: Zuerst die Bisque zubereiten. Dazu die Krebsköpfe in Olivenöl bräunen und zusammen mit allen Gewürzen schmoren. Die Tomaten und die Flüssigkeit dazu­ geben, bis alle Zutaten bedeckt sind. Die Mischung 20 Minuten köcheln lassen und durch ein Sieb abgießen. Mit einem Stückchen Butter verfeinern. Den weißen Teil des Lauchs in 4 cm lange Streifen schneiden und bei 90 °C im Vakuumgarer 14 Minuten garen. Den Knorpel aus der Königskrabbe ent­ fernen und das Fleisch in 3 gleichgroße Streifen schneiden. Vom Salat die äußeren Blätter entfernen und nur die feinsten Blätter für den Salat verwenden. Diese mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Balsamicoessig würzen. Die Krebsbisque mithilfe eines Stab­ mixers aufschäumen. Alles mit schwarzer Trüffel abrunden und wie auf dem Foto (siehe oben) dekorieren. 16

FÜR 4 PERSONEN: 2 Seezungen à ca. 500 g 50 ml geklärte Butter 24 Scheibchen schwarze Trüffeln „Algen“: 50 g Meersalat, 50 g Wakame, 50 g Codium 250 g weiße Rüben 150 ml Milch 150 ml Sahne 100 ml Hühnerbrühe 100 g Schwertmuscheln 100 ml Muschelfond 2 Schalotten, fein geschnitten 1 Knoblauchzehe 3­4 Thymianzweige 5 Champignons 150 ml Noilly Prat 1 EL geschlagene Sahne 2 EL gesalzene Butter einige Zweige Apfelblüten 100 ml Olivenöl 3 EL SushiEssig Zubereitung: Aus den Seezungen 8 schöne Filets schneiden. Alternativ bereits beim Fisch­ händler zurechtschneiden lassen. 4 See­ zungenfilets mit Trüffeln belegen und die restlichen 4 darüber legen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der geklärten Butter bestreichen. Die Filets fest zu einer Rolle aufwickeln und in Wasser bei 50 °C etwa 15 bis 20 Minuten garen. Die geputzten und geschnittenen Rüb­ chen in Butter anschmoren, die Milch, die Sahne und die Bouillon dazugeben und garen lassen. Anschließend alles abseihen und die Rübchen zu einer cremigen Masse pürieren. Die Scha­ lotten zusammen mit dem Knoblauch, den Champignons und den Thymian­ zweigen schmoren lassen. Mit Noilly Prat ablöschen, einkochen lassen. Die Schwertmuscheln und den Muschelfond dazugeben. Langsam einkochen lassen und abseihen. Pürieren und mit Sahne und Butter schaumig aufschlagen.

Trüffelsalat Peter Goossens FÜR 4 PERSONEN: 1 Kopfsalatherz (Sorte Coeur de Laitue) 6 Blätter gelber Kopfsalat 1 Handvoll fein geschnittener frischer Kerbel 10 Scheiben Knollensellerie 10 Scheiben rote Beete 10 Scheiben Pariser Champignons 10 Scheiben Comté gewürfelte Gänseleberterrine 1 Handvoll Pinienkerne 15 Scheibchen schwarze Trüffeln Für die Vinaigrette: 1 EL Olivenöl 1 EL Haselnussöl 1 TL XeresEssig Trüffelreste 1 EL Trüffelsauce Zubereitung: Zuerst die Vinaigrette zubereiten, dazu alle Zutaten zu einer sämigen Sauce verrühren. Die Salatblätter abrupfen und den Salat mit der Vinaigrette vermischen. Den Knollensellerie und die rote Beete in dünne Scheiben schneiden, und mit einem Ausstecher Kreise mit einem Durchmesser von 3 cm ausstechen. Diese Scheiben in Wasser blanchieren. Die Champignons und den Comté ebenfalls in dünne Scheiben schneiden und mit einem Ausstecher Kreise ausstechen. Die Gänseleberterrine in 1 cm große Würfel schneiden. Auch aus dem Trüffel mithilfe des Ausstechers dünne Scheiben herstellen. Den Salat wie auf dem Foto unten garnieren.

Anrichten: Die drei Algensorten mit Olivenöl und Sushi­Essig beträufeln. Die Algen neben und auf den Seezungenröllchen anrichten. Die Sauce rund um die Röllchen träufeln und aus dem Rübenpüree Streifen heraus ziehen. Das Gericht mit den Apfelblüten garnieren.

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unter anderem Gürteltiere und Kängurus – verbreiten die Sporen nach dem Verzehr des Pilzes. Die weiblichen Tiere werden durch das Steroid Androstenol im Pilz angelockt, das dem Sexuallockstoff des Männchens ähnelt. Im Mittelalter war die Knolle als Inbe­ griff der Sünde gebrandmarkt, da sie eine ähnliche Wirkung auf den Menschen haben soll. Erst in der Renaissance erfuhr die Trüffel neue Wertschätzung – und war ab dieser Zeit auch wieder eine beliebte Speise auf den Tellern von Päpsten.

Verbrannte Erde

Trüffeln wachsen bis zu zwei Meter tief in der Erde. Sie leben mit ihrer Wirts­ pflanze – bevorzugt Eichen, Pappeln und Hainbuchen – in Symbiose. Wo sie gedeihen, sieht das Erdreich wie ver­ brannt aus. Die so genannte Brulée ent­ steht, ein Indiz für Trüffelsucher. Im Herbst haben die Trüffelmärkte in Italien und Frankreich Hochsaison, locken Hunderttausende von Fein­ schmeckern aus aller Welt an. In allen möglichen Formen gibt es die Trüffel dann als Amuse Bouche zum Probieren. Begleitet werden die Märkte von einem bunten Rahmenprogramm.

Jean­Marie Dumaine und sein Hund Max gehen im Ahr­Tal auf Trüffel­Suche.

Ein Kilo Trüffel kostet einige Tausend Euro, je nach Ausbeute des Jahres. Und Touristen müssen dafür meist etwas tiefer in die Tasche greifen als die Ein­ heimischen. Einer der berühmtesten Märkte findet im Oktober und Anfang November in Alba statt. Ein weiteres Highlight: die Trüffelmesse im Februar inmitten der malerischen Landschaft Umbriens, in Norcia.

Max, der Trüffelhund

Im Périgord tun heute nur noch zwei Trüffelschweine ihren Dienst. Denn die Schweine fressen ihre Fundstücke am liebsten selbst. Zudem sind Haltung und Transport der Tiere zu teuer. Heute werden für die Trüffelsuche verstärkt

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Hunde eingesetzt, und die Rasse Lagotto Romagnolo beweist dabei eine besonders feine Spürnase. Der berühmteste deutsche Trüffel­ hund ist allerdings ein Terrier­Mix namens Max. Sein Herrchen Jean­Marie Dumaine, Koch und Betreiber des Restaurants „Vieux Sinzig“ in Sinzig am Rhein, fand 2002 im Ahr­Tal mit Max’ Hilfe eine hervorragende Trüf­ fel. Und gründete prompt den Verein Ahrtrüffel e.V., der es sich zur Auf­ gabe gemacht hat, seltene heimische Wildgewächse zu schützen und zu för­ dern. Und wer weiß: Vielleicht wird Deutschland ja eines Tages noch zum Trüffel­Export­Land … Annette Waldow ■

Eine Übernachtung im Trüffel Hotel zu gewinnen

Wein­Tipps von Petra Mommens Für die Königskrabben:

Hier darf es ein ausdrucksstarker Weißer sein. Frucht trifft Holz. Sauvignon blanc mit seiner frischen bis exotischen Aromatik passt sehr gut dazu. Hatte er obendrein einen kurzen Aufenthalt im Barriquefass – perfekt! Gerade in der Südsteier­ mark findet man diese Weine.

Für den Trüffelsalat:

Ein Bourgogne blanc aus Burgund bietet Trüffel plus Gänseleber einen fantastischen Begleiter. Er besitzt einen zarten Schmelz und viel Mineralik.

Für die Seezunge:

Ein Weißwein mit dezenter Säure ist in diesem Fall genau richtig: Wie wäre es also mit einem badischen Weiß­ oder Grauburgunder?

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Im eleganten ****Trüffel Hotel in Wiesbaden lässt es sich hervorragend schlemmen: im Restaurant „Morello“ werden feinste Trüffel­Kreationen serviert, im hauseigenen Feinkostgeschäft gibt es Spezialitäten rund um die Trüffel zu kaufen. Gewinnen Sie eine Übernachtung plus Frühstück im „Hotel Trüffel“ für zwei Personen (einzulösen am Wochenende). Unsere Preisfrage: Aus welchen beiden Ländern stammen die teuersten Trüffelsorten? Das Lösungswort bitte auf den VIVRE­EXTRA Gewinn­ coupon auf Seite 98 mit dem Kennwort D001 eintragen.

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v Hotels & Restaurants

Grand Hotel Villa Castagnola in Lugano

Refugium mit nobler Attitüde Direkt am Luganersee gelegen, mit 5 Sterne Superior-Standard klassifiziert und einem Küchenchef gesegnet, der zum „Aufsteiger des Jahres 2009“ gekürt wurde – die Villa Castagnola zählt zweifellos zu den feinsten Adressen im feinen Tessin.

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ugano. Ein Name, der italienischen Lifestyle, Schweizer Zuverlässigkeit und mondänes Savoir vivre verspricht. Bereits im 19. Jahrhundert wurde das Tessin von der europäischen Highsociety als Sommerrefugium erkoren. Kaiser, Könige und Fürsten, aber auch der Zar, englische Lords, Maharadschas sowie orientalische Sultane reisten samt ihrer Entourage an, um das mediterrane Klima mit milden Temperaturen und einer opulenten Flora zu genießen. Kosmopolitische Eleganz hielt ihren Einzug, zog Bonvivants und Belesprits gleichermaßen an. Adel und Geldadel bauten große Villen und Schlösschen, von denen ein Teil später zu noblen Hoteladressen verwandelt wurden. So auch in

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Lugano, im vornehmen Ortsteil Castagnola. Hier ließ eine großbürgerliche russische Familie ihren Sommersitz zu Füßen des Monte Bré errichten. Direkt am See, inmitten eines traumhaft schönen Parks. Jahrzehnte später erwarb eine Schweizer Familie dieses Anwesen. Im Laufe der Jahre wurde das Hotel umfangreich und konstant mit viel Liebe zum Detail renoviert, um den Erwartungen eines Grand Hotels gerecht zu bleiben. Heute wird das „Grand Hotel Villa Castagnola au Lac“ von Hoteldirektor Ivan Zorloni geleitet. Die Villa Castagnola bietet das Ambiente eines herrschaftlichen Hauses mit exquisitem Flair. Dazu tragen kostbare Kunstgegenstände und Antiquitäten wie die Gobelin d’Aubusson in der Kamin-

halle bei, Werke niederländischer Meister in der Sala delle Colonne, aber auch zeitgenössische Kunst. Insgesamt verfügt die Villa über 84 verschiedene Zimmer, davon 23 Suiten, alle individuell mit erlesenem Intérieur und modernstem technischen Equipment ausgestattet. Der Wellnessbereich punktet mit Schwimmbad, Fitnessraum, diversen Saunen und „Clarins Beauty Corner“. Und der „Place to be“ für einen romantischen Sundowner ist die Cocktailbar „Banana Bar“ mit grandiosem Blick auf den See und den gegenüber liegenden Berg San Salvadore. Für kulinarische Highlights beherbergt die Villa Castagnola zwei Restaurants: Das elegante „Relais“ mit seinem

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Mit einem sensationellen Ausblick über den See: Im „Ristorante Galleria Arté al Lago“ verwöhnt Küchenchef Frank Oerthle die Gäste mit exquisiten Gaumenfreuden.

Hier haben Hektik und Stress Hausverbot: Das Grand Hotel Villa Castagnola in Lugano ist bei Kennern sehr geschätzt wegen seiner ruhigen Atmosphäre, seiner Eleganz und wegen des perfekten Service – ein idealer Ort für private Auszeiten oder entspanntes Business.

Küchenchef René Nagy bietet leichte mediterrane Küche an und wurde mit 14 Gault Millau Punkten bewertet. Das Gourmet-und Kunstrestaurant „Arté“, liegt direkt am Wasser, gibt den Blick auf eine zauberhafte See-Kulisse frei. Küchenchef Frank Oerthle offeriert hier eine Fisch-betonte Speisekarte, die mit 16 Gault Millau Punkten ausgezeichnet wurde. Die Villa Castagnola ist wahrlich ein wunderschönes Refugium, geprägt von nobler Attitüde, Diskretion und einer gepflegten Hotelkultur. In diesem Jahr war ihr inspirierendes Ambiente einer der Schauplätze für das beliebte Gourmetfestival S. Pellegrino Sapori Ticino. 2010 stand es unter dem Motto: Vive la donne – eine Hommage an die Frauen in der heutigen Haute Cuisine. Und so luden sieben Tessiner Spitzenköche sieben renommierte Küchenchefinnen aus ganz Europa in ihre Gourmet-Restaurants ein. Villa Castagnola-Chef de Cuisine Frank Oerthle hatte die mit einem Michelin Stern dekorierte „Donne“ Anna Sgroi erkoren, die das gleichnamige Restaurant in Hamburg St. Georg führt. Ihr Markenzeichen: einfache, klare Kompositionen, die sich auf die geschmacklichen

Reize erstklassiger Zutaten konzentrieren. Überlieferte Küchentraditionen werden von Anna Sgroi modern interpretiert, einfühlsam nuanciert und verfeinert. Es war ein lauer Frühsommerabend, als man sich zum Gourmet-Event in der Villa Castagnola begab. Ein betörender Duft blühender Kamelien lag über dem tropisch anmutenden Park. Anna Sgroi und Frank Oerthle begeisterten ihre Gäste im Restaurant „Arté“ mit einem fulminanten Menü. Und wurden mit standing ovations bedacht – eine angemessene Krönung des Abends, den niemand so schnell vergessen wird. Angelika Moeller ■

vv Grand Hotel Villa Castagnola au Lac Viale Castagnola 31, 6906 Lugano, Schweiz Telefon: +41 (0)91 973 25 55 Fax: +41 (0)91 973 25 50 E-Mail: info@villacastagnola.com Internet: www.villacastagnola.com Hoteldirektor: Ivan Zorloni Küchenchefs: Frank Oerthle, „Arté“ René Nagy, „Le Relais“ Service: sehr gut Weine: erstklassig Ambiente: stilvoll, luxuriös

Im Wellness-Bereich erwartet die Gäste ein großer Pool, Saunen, Dampfbad und ein Solarium. Die „Clarins Beauty Corner“ bietet zahlreiche kosmetische Behandlungen an.

Rezept-Tipps

von Profiköchen

Ein Rezept zu diesem Porträt finden Sie auf Seite 54.

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Behagliche Eleganz: Das Hotel verfügt über insgesamt 61 Zimmer und 23 Suiten, die alle individuell eingerichtet sind.

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 GROSSE KÜCHE

Restaurant Le Canard Nouveau in Hamburg

Kebab-Connection deluxe Ali Güngörmüs lebt einen Traum. Sein Restaurant Le Canard Nouveau in Hamburg spielt in der Königsklasse der Gourmets. Doch es gibt einen Ort, an dem der 34-jährige Sternekoch gerne mal ein Praktikum machen würde …

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ausend und ein mediterranes Aroma, orientalische und cross-over-Elemente, dazu eine Prise Lachfalten. Wollte man Ali Güngörmüs’ Stil einfangen, dann vielleicht so. „Es gibt keine Grenze, wenn Neugier und Leidenschaft über die Sicherheit eines Rezepts triumphieren“, sagt er. Ein Michelin Stern prangt seit 2006 über dem Hamburger Restaurant Le Canard Nouveau. Ali Güngörmüs ist der einzige türkische Koch der Welt, dem diese Auszeichnung zuteil wurde. Die Location? Direkt über dem Elbstrand, mit atemberaubendem Blick über den Containerhafen. Erst zwei Mal war er unten am Strand, verrät er gut gelaunt, als wir beim Interview an der Promenade entlang stapfen. Keine Zeit. Mit zitternden Knien und einer Bewerbung im Münchener Gasthaus Glockenbach begann Güngörmüs’ Weg in die Gourmet-Gastronomie. Es folgten Lehrjahre im Tantris bei Hans Haas und als Küchenchef im legendären Lenbach. Als Kind eines Gastarbeiters mit zehn Jahren nach München gekommen, verfolgte er seinen Berufswunsch mit viel Optimismus. „Schau in die Sonne, schau in den Tag“, lautet sein Nachname auf Deutsch.

Der Weg führte ihn schließlich an die Elbe. Ein Türke aus Bayern in Hamburg? „Zu viel Süden für den Norden“, befürchtete er. Und gab dem damals maroden Le Canard trotz anfänglicher Bedenken ein neues Image. Le Canard Nouveau war geboren.

Anspruch und Gefühl

„Gibt es etwas, das Sie nicht zubereiten können?“, fragen wir. Die prompte Antwort: Sushi-Röllchen. Die würden bei ihm immer viereckig, verrät der Sternekoch. „Ich würde gerne mal in Japan als Praktikant bei einem Sushi-Meister arbeiten“. Aufgewachsen ist Ali Güngörmüs mit sechs Geschwistern in einem Dorf nahe Tunceli in der Osttürkei. Dort kamen alle Produkte direkt vom Erzeuger, schmeckten entsprechend unverfälscht. Einen Supermarkt gab es nicht. Daraus entstanden Gefühl und Anspruch für exzellente Qualität. Und deshalb bekommt beispielsweise ein Gast keinen Zander zu Gesicht, wenn er nicht makellos ist. Auch, wenn der Zander bereits auf der Karte steht. Dann muss eben ein anderer Fisch her – einer, der höchsten Ansprüchen genügt. „Das bin ich meinen

Der Sternekoch ganz entspannt beim Interview am Elbstrand.

Gästen schuldig“, sagt Ali Güngörmüs. Ein privates Schmankerl erzählt er zum Schluss: Vor zehn Monaten ist er Vater geworden. Und Familien-Mops Dietmar klaut seinem kleinen Sohn gerne das Spielzeug. Ali Güngörmüs lacht sein typisches Lachen. Alles eine Frage der Entwicklung. Mal gucken, wer in fünf Jahren das Sagen hat … Annette Waldow ■

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 GROSSE KÜCHE

Lammrücken mit zweierlei Dips ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN Oliventapenade 1 Schalotte, fein geschnitten 2 EL Olivenöl 150 g schwarze Oliven 2,5 getrocknete Tomaten 50 ml Geflügelfond (siehe Grundrezept Seite 23) 1 Prise Salz 1 Prise schwarzer Pfeffer 1 Prise Chilipulver 1 Prise Zucker 1 TL alter Aceto Balsamico 1 Zweig Rosmarin 1 Zweig Thymian Kräuterbrösel 4 Scheiben Toastbrot gehackte Kräuter nach Belieben (z. B. Petersilie, Estragon, Basilikum) Lammrücken 4 küchenfertige Lammrücken à 250 g Salz, frisch gemahlener schwarzer Peffer 200 g Oliventapenade frischer Thymian und frischer Rosmarin etwas geriebene Orangenschale 1 Knoblauchzehe Butter Olivenöl Fleur de Sel (erhältlich in guten Feinkostläden) Gurken-Koriander-ReIish 1 kleine Salatgurke 1 Knoblauchzehe etwas Koriandergrün, gehackt 250 g Joghurt, 10 % Fettgehalt frisch gepresster Zitronensaft Salz, frisch gemahlener schwarzer Peffer Pepperonata-ChiIi-Dip 1 Zucchini 1 rote Paprika 1 gelbe Paprika frischer Thymian und Rosmarin 1/2 Chilischote Olivenöl Anrichten 100 ml Geflügelfond (siehe Grundrezept Seite 23) 1 EL kalte Butter 1 TL gehackter Thymian und Rosmarin 22

Oliventapenade Die Schalotten in dem Olivenöl anbraten. Die Oliven, die getrockneten Tomaten dazugeben und mit dem Geflügelfond aufgießen. Mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und Zucker abschmecken. Kurz köcheln lassen. Die Tapenade in der Küchenmaschine grob hacken. Den Aceto Balsamico dazugeben und den Rosmarin- und Thymianzweig hinzugeben und die Tapenade etwa 3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Dann 200 g der Tapenade für den Lammrücken abnehmen. Kräuterbrösel Die getoasteten Brotscheiben entrinden und mit den Kräutern im Küchenmixer zu einer grünen Panade verarbeiten. Lammrücken Die Lammrücken mit Salz und Pfeffer würzen und in Olivenöl kurz anbraten. Dann im auf 160°C vorgeheizten Backofen etwa 8 Minuten garen. Die Lammrücken mit OIiventapenade bestreichen, etwas Kräuterbrösel darauf verteilen und unter dem Backofengrill goldgelb gratinieren. Den gezupften Thymian und Rosmarin, die Orangenschale und den zerdrückten Knoblauch in Butter nachgaren, dann auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Die Kräuter mit Fleur de Sel mischen. Gurken-Koriander-Relish Die Gurke schälen, von den Kernen befreien und in Würfel schneiden. Die Gurkenwürfel in eine Schüssel geben, mit dem gehackten Knoblauch, dem Koriandergrün und dem Joghurt vermischen und gut verrühren. Nach Belieben mit frischem Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Relish kalt stellen. Pepperonata-Chili-Dip Die Zucchini in feine Würfel schneiden. Die Paprikaschoten von den Kernen und Scheidewänden befreien und ebenfalls fein würfeln. Die Gemüsewürfel mit dem Thymian, dem Rosmarin und der entkernten, gehackten Chilischote in Olivenöl garen. Anrichten Den Bratensatz des Lammrückens mit dem Geflügelfond lösen und einkochen. Mit der kalten Butter aufmontieren und die gehackten Kräuter unterheben. Den Lammrücken auf 4 Tellern anrichten und mit dem Fond umgießen. Die mit Fleur de Sel vermischten Kräuter danebensetzen. Die beiden Dips in kleinen Schalen dazu reichen. Nach Wunsch mit einer im Backofen geschmorten Spitzpaprika dekorieren.

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Grundrezepte Passionsfruchtglace 50 g 20 ml 3 20 ml 1

brauner Zucker Zuckerrohrschnaps Passionsfrüchte Orangensaft Limette etwas Läuterzucker (farbloser reiner Zuckersirup aus gleichen Teilen Wasser und Zucker)

Den Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren und mit dem Zuckerrohrschnaps ablöschen. Den Fond auf die Hälfte reduzieren. Die Passionsfrüchte halbieren, das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen und in den Karamellfond geben. Dann den Orangensaft und den Saft der Limette zugeben und den Fond wieder um etwa die Hälfte reduzieren. Den fertigen Fond nach Belieben mit etwas Läuterzucker abschmecken.

Geflügelfond (ergibt ca. 3,5 l) 1,5 kg 1 kg 1 1 1 EL 10 1 1

Geflügelkarkassen Zwiebeln Stange Staudensellerie Stange Lauch, nur das Weiße Feuchtes Meersalz weiße Pfefferkörner, im Mörser zerstoßen Zweig Estragon Zweig Blattpetersilie

Die Geflügelkarkassen klein hacken, in einen Topf geben, mit ca. 3 l kaltem Wasser bedecken und aufkochen. Den Schaum abnehmen. Das Gemüse putzen, schälen und fein würfeln. Die Gemüsewürfel mit dem Meersalz, den Pfefferkörnern, dem Estragon und der Petersilie in den Fond geben. Den Fond etwa 5 Stunden im offenen Topf ziehen lassen. Dabei immer wieder den Schaum abnehmen. Den Fond durch ein Tuch passieren, erkalten lassen und entfetten.

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 GROSSE KÜCHE

Gänselebertiramisu mit Rhabarber und Mokkagelee ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN Rhabarberkompott 2 Stangen Rhabarber 150 g Zucker 50 ml trockener Rotwein 50 ml roter Portwein 2-3 EL feine Speisestärke 1 Spritzer Zitronensaft 25 g Himbeeren, tiefgekühlt Mokkagelee 15 g brauner Zucker 100 ml Madeira 50 ml erkalteten Mokka 2 Blatt Gelatine, in kaltem Wasser eingeweicht 1 Briocheboden (Fertigprodukt)

Mandelcreme 50 g Mascarpone 1 EL Mandellikör 1 Prise Zucker 1 Spritzer Zitronensaft 1 Prise Salz 1 EL Milch Gänseleberschaum 125 ml Portwein 125 ml Madeira 125 ml Geflügelfond (siehe Grundrezept Seite 23) 200 g Gänsestopfleber Salz frisch gemahlener schwarzer Pfeffer Himalaysalz 2 EL Süßwein Anrichten 4 Scheiben Biskuit (Fertigprodukt) etwas kalter Espresso etwas Kakaopulver etwas alter Aceto Balsamico

Rhabarberkompott Den Rhabarber schälen und in kleine Würfel schneiden, zuckern und 2 bis 3 Stunden ziehen lassen. Den Rotwein, den roten Portwein, die Rhabarberschalen, die Himbeeren, den Zitronensaft und den restlichen Zucker in einen Topf geben und leicht köchelnd um etwa zwei Drittel reduzieren. Dann durch ein Sieb geben und mit der in etwas kaltem Wasser verrührten Stärke abbinden. Die gut abgetropften Rhabarberwürfel hineingeben. Mokkagelee Den braunen Zucker in einem Topf karamellisieren. Den Madeira über den Karamell gießen und um die Hälfte reduzieren. Den Mokka dazu geben, den Karamell erhitzen und mit der eingeweichten Gelatine binden. Die Flüssigkeit in ein mit Klarsichtfolie ausgelegtes Gefäß füllen und mindestens eine Stunde auskühlen lassen. Aus dem Briocheboden und aus dem Mokkagelee je 12 kleine Kreise stechen. Die Mokkageleekreise auf die Briochekreise legen.

Mandelcreme Den Mascarpone mit dem Mandellikör, dem Zucker, dem Zitronensaft und dem Salz in eine Schüssel geben, verrühren und mit der Milch schön cremig rühren. Gänseleberschaum Den Portwein und den Madeira in einen Topf geben, erwärmen und um die Hälfte reduzieren. Den Geflügelfond dazugeben und erhitzen. Die Hälfte der Gänsestopfleber in einer heißen Teflonpfanne ohne Fettzugabe anbraten, dann mit der anderen Hälfte in die Brühe geben. Mit Salz, Pfeffer und Himalayasalz abschmecken, den Süßwein dazugeben und gut verrühren. Die Gänseleberrmasse durch ein Sieb geben, in eine Isi-Flasche (Sprühflasche) füllen und mit einer Isi-Patrone aufladen. Etwa 1 Stunde kühl stellen. Anrichten Vier Whiskeygläser mit je einem Stück Biskuit auslegen. Den Biskuit mit etwas Espresso tränken. Etwas Rhabarberkompott daraufgeben, dann den Leberschaum einspritzen, bis die Gläser fast gefüllt sind. Zum Schluss die Mandelcreme daraufstreichen und mit Kakaopulver bestreuen. Das Mokkagelee auf Brioche separat reichen. Nach Belieben mit einigen Balsamicotropfen dekorieren. 24

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Alis Valrhona-Schokoladenkuchen mit Vanilleeis Valrhona-Schokoladenkuchen Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Butter mit der Kuvertüre über dem heißen Wasserbad zum Schmelzen bringen. Die Butter-Kuvertüre-Creme zum Ei-Zucker-Gemisch geben und verrühren. Das gesiebte Mehl unterheben. Die fertige Masse in 4 mit Backpapier ausgestellte Metallringe (je ca. 6 cm Durchmesser) füllen und im auf 230°C vorgeheizten Backofen etwa 8 bis 10 Minuten backen. Der Kuchenkern soll flüssig bleiben. Vanilleeis Das Mark der Vanilleschoten auskratzen, mit der Milch und der Sahne zum Kochen bringen und etwas ziehen lassen. Das Eigelb mit dem Zucker cremig schlagen. Zügig einen Löffel voll Vanillemilch hinzufügen, damit die Creme die Temperatur annimmt und nicht gerinnt. Die restliche Vanillemilch unter ständigem Rühren zügig hinzufügen und die Creme anschließend über dem heißen Wasserbad zur Rose abziehen. Die Eismasse kalt schlagen, in der Eismaschine cremig abdrehen und gefrieren. Bananenpüree 8 Babybananen im Mixer oder mit einer Gabel pürieren, mit dem Zitronensaft und etwas Puderzucker abschmecken. Die restlichen 4 Bananen in feine Scheiben schneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Anrichten Das Bananenpüree in 4 Metallringen auf 4 Teller verteilen. Einige Bananenscheiben fächerartig auf dem Püree anrichten. Die Bananescheiben mit etwas Passionsfruchtglace bedecken. Dann vorsichtig den Metallring abziehen. Den Kuchen danebensetzen, ebenfalls den Metallring abziehen. Den Kuchen mit Puderzucker bestäuben. Mit je einer Kugel Vanilleeis dekorieren. Tipp Bereiten Sie den Teig einen Tag vorher zu und lassen Sie ihn bis zum Zubereiten ruhen.

ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN Valrhona-Schokoladenkuchen 4 Eier 160 g Zucker 100 g Valrhona-Kuvertüre, 70 % 120 g Butter 50 g Mehl, Type 405 Vanilleeis 2 Vanilleschoten 1l Milch 500 ml Sahne 15 Eigelb (Größe M) 220 g Zucker Bananenpüree 12 Babybananen 1/2 Zitrone Puderzucker Anrichten 4 EL Passionsfruchtglace (siehe Grundrezept Seite 23)

Ali Güngörmüs: Das Kochbuch. Bilder von Luzia Ellert, erschienen in der Collection Rolf Heyne. Preis: 39,90 Euro.

VIVRE XTRA Überraschungsmenü für zwei Personen zu gewinnen Gewinnen Sie ein Lunch-Überraschungsmenü: inklusive sind drei Gänge plus Getränke zum Essen für zwei Personen im Le Canard Nouveau. Unsere Preisfrage: Wann wurde das Le Canard Nouveau mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet? Das Lösungswort bitte auf den VIVRE-EXTRA Gewinncoupon auf Seite 98 mit dem Kennwort D002 eintragen.

Le Canard Nouveau Elbchaussee 139 22763 Hamburg Telefon: 040/ 881295 31/32 www.lecanard-hamburg.de

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 LESESTOFF

Diamanten der Küche

Annemie Dedulle, die führende Trüffel-Expertin der Benelux-Länder und Toni de Coninck, Chefredakteur des flämischen UIT-Magazins, geben in diesem Buch einen umfassenden Einblick in Geschichte und Herkunft des Edelpilzes und stellen Berufe rund um die Trüffel vor. Sie berichten über Märkte und Preise, erzählen von wunderlichen Ritualen, Märchen und Aberglauben. Drei Spitzenköche aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden präsentieren dazu ihre raffiniertesten Rezepte. FOTO: PAUL-GEORG MEISTER - PIXELIO.DE

Annemie Dedulle und Toni de Coninck mit Fotos von Kris Vlegels: „Trüffel – Diamanten der Küche, Einblicke in eine faszinierende Welt“, Umschau Verlag, 160 S., 19,90 Euro.

Auf den Spuren der Trüffelsucher

Dieses humorvoll geschriebene und mit ästhetischen Bildern gespickte Werk wurde von der Gastronomischen Akademie Deutschland e.V. mit der Goldmedaille 2007 ausgezeichnet. Darin werden die bekannten Trüffelsorten vorgestellt und bewertet. Exklusive Fotoreportagen schildern die Trüffelsuche im Perigord, in Italien und im Himalaya. Autor und Fotograf haben dort die manchmal skurrilen Methoden der Trüffelsucher dokumentiert sowie Trüffelmärkte und Händler besucht. Ralf Bos & Thomas Ruhl: „Trüffel und andere Edelpilze“, Fackelträger Verlag, 312 S., 69,00 Euro.

Stufenweise in den kulinarischen Himmel

Sternekoch Thomas Martin, renommierter Küchenchef im mehrfach ausgezeichneten Hamburger Hotel Louis C. Jacob, zeigt in diesem außergewöhnlichen Buch, wie die persönliche kulinarische Kreativität verbessert werden kann. Die „Jacobsleiter“ ist ein Buch der besonderen Art, denn der Leser klettert Stufe für Stufe in seinen ganz persönlichen Feinschmecker-Himmel. Dabei kann jeder sein Einstiegsniveau selbst festlegen: einfach, gehoben oder mit Anspruch. Die Stufen bauen aufeinander auf, sind aber dennoch in sich geschlossen und auf jedem Level gästetauglich. Ein einzigartiges Konzept und ein einzigartiges Kochbuch! Thomas Martin: „Meine Jacobsleiter“, Südwest Verlag, 160 S., 24,95 Euro

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„Die Rechnung, bitte!“ Ein Kellner packt aus. Dieses Buch ist eine erschütternd witzige, quälend lebensechte Schilderung seines Berufsalltags. Verständlich, dass der Autor anonym bleiben möchte. Ich bin Kellner. Ich bringe das Essen an Tische, und als Gegenleistung bekomme ich Trinkgeld. Auf den ersten Blick sieht das wie ein leichter Job aus. Gepflegt auftreten, freundlich sein, ein wenig Geschäftssinn zeigen und immer schön lächeln. Ziemlich simpel, oder? In welcher Welt leben Sie eigentlich?

Heute müssen Kellner Spezialisten für Nahrungsmittelallergien sein, Sommeliers, ästhetische Leckerbissen, Beichtväter, Entertainer, Barkeeper, Notärzte, Rausschmeißer, Empfangsdamen, Witzeerzähler, Therapeuten, Linguisten, Prügelknaben, Parapsychologen, Spezialisten fürs Protokoll und Amateurköche. Der Kochsendungswahn hat eine neue

15 Tipps, ein guter Gast zu werden 1. Sagen Sie nie: „Ich bin mit dem Besitzer befreundet.“ Das entlarvt Sie als Wichtigtuer. Restaurantbetreiber haben keine Freunde. 2. Wenn Sie schon Ihr Kind mitbringen und einen Hochstuhl benutzen, stellen Sie ihn nicht mitten in den Gang, nur damit Oma Gesichter schneiden kann. 3. Seien Sie freundlich. Sagen Sie bitte und danke. Auch zum Hilfskellner.

4. Sagen Sie niemals: „Wissen Sie nicht, wer ich bin?“ Warum? Haben Sie vergessen, wer Sie sind? 5. Schnipsen Sie nicht mit den Fingern, um die Aufmerksamkeit des Obers auf sich zu ziehen. Bedenken Sie: Es gibt Messer in der Küche, die Knochen durchschneiden können. 6. Wenn Sie nicht ein Herzchirurg im Bereitschaftsdienst sind, schalten Sie Ihr Handy aus oder auf lautlos.

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Jeder Tag ein Fest

Klasse von Kostgängern hervorgebracht, mit übertriebenen kulinarischen Erwartungen und verminderter sozialer Kompetenz. Wirtschaftsexperten behaupten, dass das Restaurantgeschäft ein Frühwarnindikator für die nationale wirtschaftliche Lage ist – ich glaube, es ist auch ein Indikator für den geistigen Zustand Amerikas. Und ich will Ihnen noch etwas sagen: 20 Prozent der Gäste in der amerikanischen dinierenden Öffentlichkeit sind verhaltensgestörte Psychopathen. Wir sollten damit anfangen, Prozac ins Perrier-Mineralwasser zu geben. Bei einem Kellner eine Bestellung aufzugeben ist eine der selbstverständlichsten Erfahrungen des modernen Lebens. Wir sind selten so sehr wir selbst wie in den Momenten, wenn wir mit der Familie und Freunden essen gehen. Während wir das elementare Ritual des Brotbrechens zelebrieren, sind wir weniger zurückhaltend und sehr viel primitiver. Da die Kunden glauben, der Kellner sei ein ohnmächtiger Trinkgeldsklave, richten sie ihre Primitivität auf die Person, die die Bestellung entgegennimmt. Kellnern sollte eine einfache Arbeit sein. Dem ist nicht so. Es ist aber auch nicht nur deprimierend. Wenn man seine Augen offen hält, sieht man zuweilen einen Krümel menschlicher Anmut vom Tisch fallen. 80 Prozent meiner Kunden sind die nettesten Menschen, die man sich vorstellen kann. Ich befürchte allerdings, dass der Anteil der Leute, die wissen, wie man sich in einem Restaurant benimmt, immer weiter abnimmt.

Während meiner ersten vier Jahre als Kellner habe ich meine Heldentaten in einem Blog namens „Waiter Rant“ aufgezeichnet. Angestellt in einem teuren Restaurant namens „The Bistro“, habe ich über Freud und Leid der Arbeit in der Gastronomie berichtet. Die Anonymität erlaubte es mir, mich ohne Angst vor Vergeltung oder ausbleibendem Trinkgeld über das schlechte Benehmen der Gäste auszulassen, aber auch, über die Leute zu schreiben, die sich wunderbar verhielten. Ich hatte Glück. Millionen von Lesern interessierten sich für meine Berichte, ich habe ein paar Preise gewonnen und erntete sogar ein wenig von dem verrückten Zeug, das man Ruhm nennt. Trotz aller Aufmerksamkeit wissen nur sehr wenige Menschen, wer ich bin oder wo das „Bistro“ zu finden ist. Nach drei Jahren hat mich nur einmal ein Kunde darauf angesprochen. Dieses Buch ist die natürliche Folge von „Waiter Rant“. Abgesehen davon, dass ich so einiges über verrückte Kunden, tyrannische Restaurantbesitzer und zugedröhnte Kellner auftische, hoffe ich, Ihnen ein schmerzliches Gefühl davon zu vermitteln, was es heißt, im Amerika von heute als Kellner zu arbeiten. Nachdem Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie jeden Kellner, der Sie bedient, mit anderen Augen sehen. Davon bin ich überzeugt. Und vielleicht lernen Sie auch, ein besserer Kunde zu sein.

Niemand möchte Ihren blöden Der Pate-Klingelton hören. 7. Fragen Sie Ihren Kellner nicht nach seinem Namen, nur damit Sie ihn durch den halben Raum brüllen können. 8. Bestellen Sie eindeutig. Ein Kellner ist kein Hellseher. 9. Bitten lassen Sie Ihren Kellner die Specials nur einmal aufsagen. 10. Wenn Sie Wein bestellen, riechen Sie nicht am Korken. Das stellt Sie als absoluten Amateur bloß. 11. Sagen Sie Ihrem Teenager, er soll den Gameboy weglegen und sich gerade hinsetzen.

12. Fassen Sie den Kellner nie aggressiv an. Halten Sie ihn nicht am Arm fest, und ziehen Sie nicht an Schürzen. 13. Kommen Sie niemals 15 Minuten vor der Schließzeit. Denn: Während Sie noch beim Salat plaudern, schmachtet Ihr Hauptgericht bereits unter einer Wärmelampe. 14. Wenn Sie es sich nicht leisten können, Trinkgeld zu geben, können Sie es sich auch nicht leisten, zum Essen auszugehen. 15. Das Geheimnis, wie ein Stammgast behandelt zu werden? Seien Sie ein Stammgast.

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Die beliebte schwedische Fernsehköchin Leila Lindholm macht den grauen Alltag zum Fest. In ihrem neuen Kochbuch stellt sie ihre Lieblingsgerichte für jede Gelegenheit vor – vom Brunch über beliebte Klassiker, leckere italienische und asiatische Gerichte bis hin zu bezaubernden Cocktail-Ideen und essbaren Geschenken. Alle Rezepte sind schnell und einfach zuzubereiten. Dazu gibt die Autorin zahlreiche pfiffige Küchentricks und Tipps in typischer Leila-Art – farbenfroh, fröhlich und sehr persönlich präsentiert. Leila Lindholm: „Kochen mit Leila“, AT Verlag, 160 S., 120 Farbfotos, 19,90 Euro.

Cuba Classics

Kuba ist mehr als eine beliebte Urlaubsinsel, fast schon ein Mythos. Kuba hat einen Charme, dem nicht nur Ernest Hemingway erlegen ist. Er nimmt auch die Leser dieses Bilder-, Rezeptund Lesebuchs gefangen. Es berichtet von berühmten Bars und den köstlichen Daiquiris und Mojitos, die dort kreiert werden, von den unübertroffenen HavanaZigarren, den Cohibas und Montecristos und wie sie kunstvoll gerollt werden. Das Buch macht Lust, lesend und genießend auf eine Entdeckungsreise zu gehen und das Außergewöhnliche dieser Karibikinsel zu erleben – vor Ort oder zu Hause, mit einem köstlichen Drink und einer edlen Havana ... Ernst Lechthaler u.a.: „Rum Drinks & Havanas“, Hädecke Verlag, 96 Seiten, 14,95 Euro.

Gewinnen Sie 5 x Lesegenuss! SAVOIR-VIVRE verlost 5 x das Buch „Die Rechnung, bitte!“ aus dem Hädecke Verlag. Unsere Preisfrage: In welchem Land arbeitete der Autor das Buches als Kellner? Das Lösungswort bitte auf den VIVRE-EXTRA Gewinncoupon auf Seite 98 mit dem Kennwort D003 eintragen.

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v Hotels & Restaurants

B

uxtehude. Ist das nicht der Ort, wo die Hunde angeblich mit dem Schwanz bellen? Oder in Süddeutschland heißt es „Geh doch nach Buxte­hude, wo der Pfeffer wächst!“, um einen Ort als völlig unbekannt und sehr abgelegen zu bezeichnen. Dabei liegt Buxtehude in unmittelbarer Nähe von Hamburg am südlichen Rand des Alten Landes, das als größtes Obstanbaugebiet Mittel­europas bekannt ist und im Frühjahr wegen seiner prächtigen Kirsch- und Apfelblüte ein beliebtes Ausflugsziel darstellt. Überhaupt ist die ehemalige Hansestadt Buxtehude an der Este, einem Nebenfluss der Elbe, mit ihren grachtenartigen Fleeten, den Fachwerkbauten und mittelalterlichen Gebäuden ein wahres Schmuckstück. Der HalepagenAltar in der St. Petri-Kirche gilt sogar als eines der Hauptwerke norddeutscher Tafelmalerei gegen Ende des Mittelalters. Seit Ende 2007 gehört die Stadt auch zur Deutschen Märchenstraße. Immerhin spielt die Parabel vom Wettlauf zwischen Hase und Igel in Buxtehude. Vielleicht wurde Michael Herold, Küchenchef des „Seabreeze Restaurants“ im Navigare NSBhotel ja von dieser Geschichte inspiriert. Im Märchen gewinnt der Igel bekanntlich den Wettlauf gegen den ungleich laufstärkeren Hasen. Und Herolds Ambition ist es, dass die Hamburger auch mal ins „Seabreeze“ nach Buxtehude kommen, wenn sie gut essen wollen. Diesem Anspruch folgt der 28-Jährige jedoch ganz ohne die List eines Igels: „Die Gäste mit kulinarischen Gerichten derart zu begeistern, dass sie immer wieder gern zu uns kommen – das“, so meint er leidenschaftlich, „ist eine tolle

Navigare NSBhotel in Buxtehude

Willkommen an Bord! Geschmackvolles maritimes Ambiente und kreative Kochkunst auf höchstem Niveau locken die Gäste in die niedersächsische Provinz unweit von Hamburg. Ein Konzept, mit dem die Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft nun auch als Hotelbetreiber erneut auf Erfolgskurs ist. 28

Aufgabe.“ Dazu gehört für Herold auch die Motivation und die gute Zusammenarbeit seines achtköpfigen Teams. „Nur dann können die Gäste die Leidenschaft schmecken, mit der wir in der Küche des ‚Seabreeze Restaurants‘ jeden Tag aufs Neue kochen.“

Frische und Leichtigkeit

Michael Herold greift gern auf die klassische regionale Küche zurück – um sie für seine Gäste neu zu interpretieren. Frische und Leichtigkeit, regionale Produkte und zeitgemäße Zubereitung der Speisen prägen die Philosophie des „Seabreeze Restaurants“. So findet man auf der Speisekarte neben dem Filet vom Weiderind mit grünem Spargelbündchen, Salbeipolenta und Schalottenjus auch den Buxtehuder Labskaus. Aber der hat schon rein optisch nichts mit dem aus Hamburg gemein. Genauso authentisch und geradlinig wie seine Gerichte ist auch die Person des aus Cottbus stammenden Küchenchefs. Michael Herold: „Ich habe mein Handwerk in einem Familienbetrieb gelernt und im Anschluss die Neueröffnung des Hotel Colosseo im Europapark Rust begleitet – ein Kontrastprogramm!“ Nach zwei Jahren Erlebnisgastronomie auf Vier-Sterne-Plus-Niveau entschied sich der junge Koch 2006 für eine weitere Neueröffnung: A-Rosa Resort in Kitzbühel. „Kreative Küche auf qualitativ hohem Niveau, jeden Tag aufs Neue – das fand ich spannend.“ So zog es ihn bald als Chef de Partie ins Innsbrucker Sterne-Restaurant „Der Pavillon“. „An das hohe Niveau der Küche musste ich mich erst gewöhnen, aber von da an wusste ich genau: Das ist mein Leben“, erzählt Herold. „Nie hätte ich bis dahin gedacht, dass 16 bis 18 Stunden in der Küche wie im Fluge vergehen können.“ Von den Alpen ging es dann in den Norden – ins a-Rosa Scharmützelsee in Bad Saarow, wo Michael Herold für das Restaurant „Die Weinwirtschaft“ verantwortlich zeichnete, bis er vor zwei Jahren gemeinsam mit seinem Junior Sous Chef Marko Weise dem Ruf des Navigare NSBhotels nach Buxtehude folgte. Das Navigare NSBhotel wurde im Herbst 2008 unter Leitung von Hoteldirektor Arne Christian Meyer in den Räumen des ehemaligen Hauptsitzes der NSB Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft, der Eigentümerin des Hotels, eröffnet. Das ursprünglich als Schulhaus erbaute, inzwischen denkmalgeschützte

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Gebäude bietet seinen Gästen neben dem „Seabreeze Restaurant“ mit einladender SummerLounge und der von Andreas Kudras geführten „Lighthouse Bar“ 28 helle, geräumige Zimmer sowie vier Apartments. Schon beim Betreten des Hauses merkt man, wes Geistes Kind das Navigare ist. Die Rezeption in Form eines Schiffsbugs befindet sich nämlich nicht etwa im Erdgeschoss, sondern auf dem sogenannten Hauptdeck. Auf dieser Etage wird man in den Hotelzimmern, die neben der Zimmernummer auch den Taufnamen eines Schiffes der Reederei NSB tragen, mit der Exotik Asiens empfangen. Auf Deck 1 herrscht die mediterrane Welt vor, während das zweite Deck mit skandinavischem Flair an die europäische Heimat der Seefahrt erinnert. Das Brückendeck im Dachgeschoss behauptet mit hellem Blau und viel Weiß, dass die Arktis auch ihre gemütlichen Seiten hat. Hier findet sich auch die Top Lounge, in der man gemütlich mit Blick auf die Sterne den Tag ausklingen lassen kann, der aber auch als Tagungsraum in entspannter Atmosphäre genutzt wird. Für Tagungen und Konferenzen, aber auch für private Feiern oder das gemütliche Ausklingen eines Betriebsausflugs steht ebenfalls der Veranstaltungsraum „Northern Joy“ zur Verfügung. Weitere Veranstaltungsräume im 100 Meter entfernten, am Buxtehuder Hafen gelegenen Kulturforum runden das Angebot ab.  Barbara Leuschner ■

Rezept-Tipps

von Profiköchen

Ein Rezept zu diesem Porträt finden Sie auf Seite 55.

v + Navigare NSBhotel

Ob Sie Erholung suchen oder beruflich unterwegs sind, das Hotel der Reederei NSB bietet Gästen ein komfortables Quartier – in einem stilvoll restaurierten historischen Gebäude aus der Kaiserzeit.

Harburger Straße 4 • 21614 Buxtehude Tel.: 04161/74 90-0 Fax: 04161/74 90-303 E-Mail: info@hotel-navigare.com Internet: www.hotel-navigare.de Hoteldirektor: Arne Christian Meyer Küchenchef: Michael Herold Service: gut Weine: beachtlich Ambiente: modern

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 LEUTE

Weinkönigin Sonja Christ:

„Die jungen deutschen Winzer sind sehr experimentierfreudig“ Sie ist gebürtige Heilbronnerin und reiste im vergangenen Jahr als 61. deutsche Weinkönigin um die Welt. SAVOIR-VIVRE sprach mit Sonja Christ über Herbstweine und die Trends im deutschen Weinbau. Frau Christ, gibt es eine Entwicklung in der deutschen Weinlandschaft, die man vor zehn Jahren nicht vorausgesagt hätte?

Die Entwicklung der jungen Winzergeneration! Sie ist heute besser ausgebildet als je zuvor. Die Youngsters sind äußerst experimentierfreudig, innovativ und geben dem deutschen Wein ein modernes und dynamisches Gesicht. Wohin geht der Trend?

Man kann es vor allem schmecken. Das Qualitätsstreben der deutschen Winzer hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verstärkt. Dies wird künftig dazu beitragen, die deutschen Weine im internationalen Wettbewerb sehr gut zu positionieren. Wo liegt der Unterschied zwischen Deutschland und anderen Kulturen beim Weingenuss?

Die Auswahl der Gewächse in Deutschland ist generell sehr ausgewogen; Weiß- und Rotweine halten sich beim Einkauf die Waage. Ein großer Unterschied zu traditionellen Weinbauländern wie Frankreich oder Italien besteht darin, dass der Wein in unserer Gesellschaft oftmals nicht als selbstverständlicher Teil eines ausgewogenen Lebensstils angesehen wird. In der Kultur Südeuropas ist Wein aus dem Alltag der Menschen nicht wegzudenken. Ein Wein als Begleiter zu einem Mittag- oder Abendessen ist dort unverzichtbar. Was ist der Grund dafür?

Vielleicht nehmen wir uns im Alltag im Allgemeinen zu wenig Zeit zum bewussten Genießen. Allerdings glaube ich, dass wir uns auf einem guten Weg befinden: Immer mehr Menschen legen großen Wert auf Nachhaltigkeit, achten verstärkt auf die Herkunft der Lebensmittel und auch des Weines. Was können Sie uns zum Thema ökologischer Weinbau sagen?

Zertifizierte Ökobetriebe bearbeiten zurzeit knapp fünf Prozent der gesamten deutschen Weinbergsfläche, dies

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entspricht einem Flächenzuwachs von 60 Prozent in den vergangenen drei Jahren. Dieser starke Zuwachs ist Ausdruck einer steigenden Nachfrage nach Wein aus ökologischem Anbau. Welche Weine trinken die Deutschen generell gern?

Das Traumpaar Riesling und Spätburgunder ist so beliebt wie eh und je. Neuerdings setzen die deutschen Winzer aber auch verstärkt auf Rebsorten wie Chardonnay oder Sauvignon Blanc; deren Anbaufläche wächst in Deutschland von Jahr zu Jahr. Was ist Ihr persönlicher Favorit?

Meine Wurzeln liegen an der Mosel. Und dort dreht sich fast alles um den Riesling. Daher genieße ich zwar die Vielfalt der deutschen Weine, mein Favorit bleibt aber der Riesling. Vom mineralisch-trockenen Gewächs bis hin zur edelsüßen Spezialität – dieser Wein zeigt stets Frucht und Finesse und ist ein hervorragender Begleiter zu einem Essen. Welche Weine schmecken im Herbst besonders gut?

Silvaner und vollmundige Weine aus der BurgunderFamilie. Ich freue mich aber ebenso auf den frischen Federweißen, der je nach Region auch als „Rauscher“ oder „Sauser“ erhältlich ist. Welchen Süßwein kann man jetzt trinken?

Wer gerne Süßweine trinkt, sollte mal Bukettsorten wie Gewürztraminer, Muskateller oder Scheurebe ausprobieren. Diese Rebsorten weisen ein besonders markantes, blumig bis würziges Bukett auf und liefern ein tolles Geschmackserlebnis. Was hat Ihnen in Ihrer Zeit als deutsche Weinkönigin besonders viel Spaß gemacht?

Ich habe die Welt der Weine aus vielen verschiedenen Blickwinkeln erlebt, fremde Kulturen kennen gelernt und hatte ganz viele interessante Begegnungen. Hong Kong, Vancouver und New York zählten für mich zu den schönsten Reisen, weil man dort eine große Begeisterung für deutsche Weine spürt.

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GENIESSEN MIT FREUNDEN 

Deutschlands Top-Winzer präsentieren ihren Spitzenwein in SAVOIR-VIVRE

Genießen mit Freunden

2008 Pinotimes, Pinot Noir 2008 Stern Spätburgunder Barrique

Wein: 2009 Burkheimer Feuerberg Grauer Burgunder Kabinett trocken: 5,60 € Probierpaket: 6 Flaschen des Burkheimer Feuerberg Grauer Burgunder trocken, inkl. Versand: 33 €

Winzergenossenschaft Burkheim eG. Winzerstraße 8, 79235 Vogtsburg-Burkheim Telefon: 07662/93 93-14, Fax: 07662/93 93-25 info@burkheimerweine.de, www.burkheimerweine.de

Wein: 2007 Munzinger Kapellenberg Spätburgunder Rotwein QbA trocken. Im Holzfass gereift: 8 € Probierpaket: 3 Flaschen zum Sonderpreis von 33 € , inkl. Versand: 2007 Spätburgunder Rotwein trocken, Holzfass,

2006 Spätburgunder Rotwein trocken, Barrique, 2009 Grauer Burgunder, Kabinett, trocken Weingut Fridolin Luhr Romanstraße 18, 79112 Freiburg-Munzingen Telefon: 07664/48 22, Fax: 07664/48 23 weingut.luhr@t-online.de

Wein: 2009 Sauvignon blanc, Qualitätswein trocken: 9,50 € Probierpaket: 3 Flaschen 2009er Sauvignon Blanc Quailitätswein trocken, inkl. Versand 30 €

Alde Gott Winzer eG. Talstraße 2, 77887 Sasbachwalden Telefon: 07841/20 29-0, Fax: 07841/20 29-18 info@aldegott.de, www.aldegott.de

Wein: 2009 Riesling Spätlese edelsüß, Volkacher Ratsherr: 9 € Probierpaket: 3 Flaschen zum Sonderpreis von 25 € , inkl. Versand: 2009 Riesling Spätlese edelsüß; 2009 Rivaner vom Muschelkalk trocken; 2009 Silvaner Kabinett trocken vom Sommeracher Katzenkopf

Weingut Otmar Zang Zum Katzenkopf 2 97334 Sommerach Telefon: 09381/ 92-78 Fax: 09381/ 92-80 info@weingut-zang.de, www.weingut-zang.de

Wein: 2009 Würzburger Stein Silvaner Großes Gewächs: 23 € Probierpaket: Drei Große Gewächse aus Franken, alle 2009: Stein Riesling, Stein Silvaner, Julius Echter Berg Silvaner. Versand frei Haus: 75 €

Weingut Juliusspital Klinikstraße 1, 97070 Würzburg Telefon 0931/393 14-00, Fax: 0931/393 14-14 weingut@juliusspital.de, www.juliusspital.de

BADEN

Weingut Stern Hauptstraße 199, 76879 Hochstadt Telefon: 06347/70 05 80, Fax: 06347/7309 weingut.stern@gmx.de, www.weingut-stern.de

FRANKEN

FOTO VON RAINER STURM

Wein: 2008 Stern Spätburgunder*** Barrique-Ausbau: 15,50 € Weinangebot: 6er Paket: 68 € inkl. Versand: 2009 Stern Weißburgunder tr., vom sandigen Lehm 2008 Pinotimes Pinot Blanc, sur lie 2009 Stern Grauer Burgunder, Kabinett trocken 2008 Stern Chardonnay Barrique

PFALZ

Zusammensitzen, plaudern, lachen und dazu einen exzellenten Tropfen genießen – was gibt es Schöneres? Deutschlands Top-Winzer öffnen exklusiv für SAVOIR-VIVRE die Türen zu ihren Weinkellern. Et voilá! Das sind die besten Weine für den Herbst. Sie können direkt beim Hersteller bestellt werden.

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v Im Gespräch Schauspieler, Stars und SushiKenner schätzen die Kochkunst in den rund 20 Nobu-Dependancen in London, Hong Kong, Mailand, auf den Bahamas oder in Kapstadt.

Gipfeltreffen der Genüsse

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Kronprinz Charles eröffnete den Neubau der The Glenlivet Destillerie in Schottland.

apanische Tradition kombiniert mit peruanischen Einflüssen, genau diese, für uns Deutsche etwas ungewohnt klingende, Kombination hat den Sterne­ koch Nobuyuki Matsuhisa, besser bekannt als „Nobu“, bekannt gemacht. Nun schickt der „Küchencelebrity“ ein Team aus der griechischen Nobu-Dependance „Matsuhisa“ aus Mykonos in das Trendrestaurant Rive Gauche des 5-Sterne Traditionshotel Baur au Lac, Zürich. In der Küche des Zürcher Restaurants bereiten die Köche vom 1. bis 11. Dezember 2010 einige der Highlights zu, für die Nobu weltweit bekannt ist: z. B. „Black Cod with Miso“ (schwarzer Kabeljau mit der traditionellen japanischen Suppe), „Tiradito“ (ein peruanisches Gericht mit ■ rohem Fisch) und Variationen seines „New Style Sashimi“. 

Besucher sind im Visitor’s Center der Destillerie herzlich Willkommen.

Auf Whisky-Mission

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er Kilt wird um die Hüfte gewickelt und zwar so, dass die Falten exakt die Verlängerung des Rückgrats bilden.“ So die einschlägige Literatur. Wie beim Anlegen des Kilts ist auch bei der Her­ stellung eines Whiskys größte Sorgfalt geboten. Im Juni feierten die beiden schottischen National­ symbole eine freudige Zusammenkunft. Und mit dabei: der britische Kronprinz Charles. Anlass war die Erweiterung der berühmten Glenlivet Destil­ lerie im schottischen Ballindalloch. Zur Feier des Tages wurde eine spezielle The Glenlivet Founder’s Reserve abgefüllt – in exakt 1824 Flaschen, die das Gründungsjahr der Destillerie widerspiegeln. Der Blend ist 21 Jahre alt und wurde aus den kost­ barsten Fässern der Destillerie gewonnen. Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.theglenlivet.de. ■ 32

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Wilhelm Sitzius und seine Frau Sonja in ihrem Weinkeller.

Glückwunsch zum 450-Jährigen!

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eit 450 Jahren gibt es das Weingut Sitzius in Langenlonsheim an der Nahe. Wilhelm Sitzius leitet es zusammen mit seiner Frau Sonja seit nunmehr 30 Jahren. Ein rundes Doppel-Jubiläum, das mit einem besonderen Tropfen aus dem Keller begossen wurde: Mit der „S-Klasse“, einem 2009er Riesling von der Niederhäuser Hermannshöhle. Für Besucher serviert Wilhelm Sitzius in seiner Weinwirtschaft Herzhaftes wie den Kellermeister-Käse, in Scheurebe eingelegt. Mehr Informationen erhalten Sie hier: Weingut Wilhelm Sitzius, Nahewein­ straße 87, 55450 Langenlonsheim (Nahe), Telefon 06704/13 09, Fax 06704/278, weingut@sitzius.de, www.sitzius.de ■

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„Von meiner Mutter habe ich die Liebe zum Kochen“ Johann Lafer erzählt gerne von seiner Kindheit – als er bei seiner Mutter in der Küche saß und sich auf das Essen freute, das sie gerade zubereitete. Heute besticht der Spitzenkoch selbst mit +++ erlesenen DachzeileRezepten. Hier stellen wir eine seiner beliebten Süßspeisen vor. seinen

+++ Headline Futura groß

Nuss-Schmarren mit Preiselbeeren (für 4 Personen) Preiselbeeren 170 g gezuckerte Preiselbeeren im Saft

Die Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Quarkmasse hin­ eingeben und bei mittlerer Hitze so lange Backen, bis die Unterseite goldbraun ist. Dann den Schmarren im Ofen auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen. Herausnehmen und in der Pfanne mit zwei Pfannenwendern in mundgerechte Stücke zerteilen. Herdplatte auf mitt­ lerer Hitze stellen. Den Schmarren in die eine Hälfte der Pfanne schieben.

Die Preiselbeeren lassen. Den Saft auffangen und bei zzriustrud mittlerer Hitze auf Karamell +++ Cum abtropfen inismodo odit num dolessim dit la commy nullam zzriliquam die Hälfte einkochen lassen. Dann die Preiselbeeren wieder zugeben. 2 EL Butter, 20 g Puderzucker ilisi erci tem ea feu faccum inci tatummy nullaore dipsummy nibh essis dolore tationu Nuss-Schmarren Die Butter in die andere Hälfte der Pfanne geben, zerlaufen lassen. Den Ofen auf 180° vorheizen. 3 Eier lputem vullamet lum zzriure diam, quismod te te magna consenim. Puderzucker auf die Butter sieben, goldgelb karamellisieren lassen. Für den Nuss-Schmarren die Eier trennen. Dann den Schmarren mit dem Karamell gründlich mischen. 1/2 Tahiti-Vanilleschote Die Vanilleschote längs aufschneiden, das 125 g Magerquark Mark herauskratzen. Mit Eigelben, Mager­ Dekoration 3 EL Milch ex2esectem quipiscidunt tat, consed tem doluptat. Delenim esequis atincin quiscil Puderzucker, EL Pistazien, gehackt ilit alit ver sis­ quark, Milch, Sahne und et, Mehl gut delent ver­ nostrud 60Idui g Sahne diam, sum quam doluptaquirlen. tions­ Diemodolore feuis nullupt ationsecte facin molore feui tet alis amet, si tat praese Haselnüsse rösten und unter­ 50diam g Mehl Den Schmarren mit den Preiselbeeren anrichten, mit Puderzucker dit mit nonullamet aliquam volorem et lam, erosto od modolobore euguer in Anschließend ent ullutpatdas wisEiweiß nonsed adigna und mischen. mit miniat Salz bestäuben 50equat g Haselnüsse den gehackten Pistazien bestreuen. halbsteif 60henis g Zucker corem vel eril inibh exer se min ulput­ dolutat ip et lute dolore veliqui bla­ schlagen. alisisi. Zucker zufügen und alles steifem Schnee schlagen. Vorsichtig unter Unser Wein-Tipp: 1 Prise Salz patue erit laor sectem dolessi eum nim orperil doluptate mincincil dolorezumodo­ die Quarkmasse 2 EL Butter zumconsed Fetten der Plauelrain Scheurebe Trockenbeerenauslese Odioheben. doluptat num nulla 2008 Durbacher doloreratet niam, sed dionsent lortio lorem nulla elitPfanne adio ea consequis

esto conulla ndionsecte vent velis acipit ad dolummod et iustie mincip esequa­ met vel ercip erat. An hendit wisit ing eriure magna feum dolutate min vel eu faciliquat, susci bla aut ullum nos duis ero odit dunt nonsed dolore velit irilis acipit la facilit wisi. Wis ea feu feugait, quip eu feugiamet, consequissis nos dit nostin el il dolore exero delit, susto dolobor in volumsan

facinci lismolore tat, consequamet iurer suscilit am, con utpat am do corem quat aut nis elenim nulput wis digniscipit augiam, consed tat lor at prat volore cor in eugue min euis aciduipsum nulla feu feuisse ctetue dolor accumsan henis esto odolesed do dolore dolore dunt delisi. Exerostrud tem el iriure modit velenim incilit alissecte dolore magna augait nim augait ero ex eu facillandiam quip

dipsum ad te del ute doluptat aut pratue dolor ad tem quis do odo dignim vulla facing er suscipisl exero con heniatum ing erat volent lumsandre dunt dunt irit in ercinit luptat ad magnissi. Ommolorem quat init ipisl ing essi tat auguerit nis nisse­ Süßspeisen gehören zu Johann Lafers quis dolorer aessent Spezialitäten. Mit aliquis auguedem Kenwood KM 007 Titanum Major lassen faciduisi. sich Teige und andere Massen perfekt anrühren.

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v Tischgespräch

Dr. Tina Ingwersen-Matthiesen:

„Die Menschen wollen wieder mehr genießen!“ Im VIVRE-Tischgespräch plauderten wir mit Dr. Tina Ingwersen-Matthiesen, Mitglied in der Geschäftsleitung der Firma Borco-Marken-Import, über die aktuellen Trends in der Spirituosen-Szene. Aber ein Geheimnis mochte sie uns partout nicht verraten …

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rau Ingwersen-Matthiesen, Ihre Visitenkarte weist Sie als Mitglied der Borco-Geschäftsleitung und als promo­vierte Psychologin aus. Wie passt das zusammen?

Sehr gut sogar. Ich bin bei Borco zuständig für die Corporate Communication, Marken-PR und den Bereich Human Resources – also Personalauswahl und -entwicklung. Und in allen diesen Aufgaben ist ja sehr viel Psychologie gefragt. Borco zählt zu den fünf größten Spirituosen-Unternehmen Deutschlands. Worin begründet sich der Erfolg?

Sicherlich damit, dass wir als familiengeführtes Unternehmen unser Wachstum auch auf Kontinuität begründen. Da packen alle mit an, ziehen an einem Strang. Außerdem hat Borco eine lange Tradition. Bereits 1948 hat mein Großvater Bernhard Matthiesen mit der Fa. Borco Borm & Co. einen Vorläufer des heutigen Unternehmens gegründet. Und der dritte Erfolgs­ faktor ist sicherlich: Wir produzieren und vermarkten ausschließlich Spitzenprodukte. Was sind die Bestseller in Ihrem Portfolio?

Borco hat insgesamt über 60 Marken im Vertrieb, und davon ist Sierra Tequila, unsere eigene Marke, der absolute Verkaufshit. Wir exportieren Sierra Tequila in alle Welt, sind damit Marktführer in über 90 Ländern. Sehr gut verkaufen sich auch Marken, für die Borco in Deutschland und Österreich Exklusiv-

Distributeur ist wie zum Beispiel Fernet Branca, Lanson Champagner und De Kuyper-Liköre. Verzeichnen Sie bestimmte Trends im Spirituosenhandel?

Zur Zeit sind klare Spirituosen angesagt – unser Finsbury Gin beispielsweise oder Parliament Vodka. Immer beliebter werden auch dunkle, fassgelagerte Qualitäten beim Rum, gute Whiskys und große internationale Liköre wie Disaronno Originale. Gibt es auffällige Entwicklungen, die Sie in der Spirituosenbranche aktuell beobachten?

In der Gastronomie tendieren meinungsführende Barkeeper der Szene-Locations zur Zeit dazu, die klassischen Cocktails in den Vordergrund zu stellen. Gerade Grundrezepturen aus den frühen Jahren des 19. Jahrhunderts oder sogar früher erfreuen sich steigender Beliebtheit. Die Kunst des anspruchsvollen Cocktail-Mixens besteht insofern darin, aus wenigen, qualitativ sehr hochwertigen Komponenten einen perfekten Drink zu mixen. Unser ausgewogenes Premium-Portfolio erfüllt für jede Bar den Anspruch, dem Gast sowohl die weltweit bekanntesten Cocktails als auch individuelle Signature Drinks anbieten zu können. Und seitens der Konsumenten ist ein verstärktes Interesse an Qualität, Herkunft, Herstellung und Authentizität einer Spirituose festzustellen. Wie auch beim Wein nicht mehr nur zwischen Weißem und Rotem unterschieden, sondern z.B.

Da fließt der Champagner! Die Fa. Borco-MarkenImport sponsert das Beach Polo und die German Polo Masters auf Sylt und konnte mit seinem LansonTeam schon einige Erfolge feiern.

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Dr. Tina IngwersenMatthiesen ist bei Borco-MarkenImport neben dem Personalwesen für die PR zuständig. Auch für einen Klassiker des Unternehmens, Helbing Kümmel (r.), den sie persönlich sehr gern trinkt.

Eine Art hanseatisches Nationalgetränk

hinsichtlich Anbaugebiet, Alter und Rebsorten ausgewählt wird, so nimmt ebenfalls die Spirituose diese Entwicklung. Beim Kauf und Konsum von Premium-Spirituosen steht zunehmend der Genuss eines hochwertigen Produkts im ­Vordergrund. Eine Entwicklung, die ich sehr erfreulich finde. Neben der Produktion und Vermarktung von internationalen Spirituosenmarken ist die Firma Borco vor allem in Norddeutschland auch bekannt als Hersteller von Helbing Kümmel. Mal ehrlich – mögen Sie das Getränk?

Oh, ja. Mir schmeckt er wirklich gut. Helbing ist ja sehr mild im Geschmack und bekömmlich. Er brennt nicht im Hals und ist auch nicht so hochprozentig. Wir wissen, dass unser Helbing bei Männern wie Frauen gleichermaßen beliebt ist – von der Eckkneipe bis hin zum Sterne-Restaurant. Ich selbst trinke ihn am liebsten zu Hause, nach einem guten Essen. Wer kocht denn bei Ihnen zu Hause – Sie?

Ja. Und zwar mit großer Begeisterung. Sowohl traditionell deutsch aber auch gern thailändisch. Und vorzugsweise saisonal. Im Oktober bereite ich Kürbis zu, Anfang November eine Martinsgans. Danach kommt die Rotkohl- und später dann die Grünkohlzeit.

Hamburg war schon immer eine Stadt unzähliger Brauereien und Destillen. Und die älteste Spirituose der Hansestadt ist Helbing Kümmel – ein Stück hanseatischer Wirtschaftsgeschichte. Gegründet von Johann Peter Heinrich Helbing im Jahre 1836 und von seinem Sohn Christoph Heinrich Helbing weitergeführt, wuchs der anfangs kleine Betrieb bis zur Jahrhundertwende zum größten SpirituosenUnternehmen Deutschlands heran. Um 1900 waren über 400 Mitarbeiter bei der „Helbingschen Dampf-Kornbrennerei und Press­ hefefabrik AG“ beschäftigt. So ist es denn auch kein Zufall, dass es in Hamburg Plätze, Gebäude, Straßen und sogar eine Schule gibt, die nach Heinrich Helbing benannt wurden. 1974 übernahm das familiengeführte Spirituosen-Unternehmen Borco-Marken-Import die Destillerie und schreibt die Tradition des Kümmels fort. Noch heute wird das „hanseatische Nationalgetränk“ wie vor knapp 175 Jahren hergestellt. Grundlage des Erfolgsrezepts sind erlesene Kümmel­ samen, reiner Getreidealkohol der höchsten Qualitätsstufe und eine ■ schonende Destillation.

Und dann feiert Helbing seinen 175. Geburtstag.

Richtig. Im nächsten Jahr. Und dieses Helbing-Jubiläum werden wir in Handel und Gastronomie sicherlich mit vielen Aktionen ganz groß feiern. Die befinden sich zur Zeit allerdings noch in Planung. Noch heute wird Hamburgs feiner Kümmel nach dem Original­ rezept von 1836 hergestellt. Kennen Sie die Rezeptur?

Die Hauptbestandteile von Helbing sind beste Kümmelsamen und reiner Getreidealkohol. Aber mehr werde ich Ihnen ganz bestimmt nicht verraten. Denn das Originalrezept bleibt ein wohlgehütetes Geheimnis und wird an einem sicheren Ort aufbewahrt – in unserem Firmensafe.  Interview: Raimond Ahlborn ■

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 KULTUR

Happy Birthday! 80 Jahre Mouton Cadet

„Weine sind wie eine Frau – unbeständig, zurückhaltend und schwer zufriedenzustellen. Wann immer man sie öffnet, riskiert man enttäuscht zu werden. Sind sie aber in Form – Baron Philippe de Rothschild und das sind sie bei guter Pflege meistens – welche Wonnen!“

D

er Mann war ein echter Genießer und seiner Zeit oft um Jahre voraus. Lange bevor der Begriff überhaupt erfunden wurde, führte Baron Philippe de Rothschild (1902-1988) bereits das Leben eines Playboys – umgab sich gern mit schönen Begleiterinnen, begeisterte sich für schnelle Autos. Und meist hatte der junge Philippe mit dem, was er sich als Ziel in den Kopf setzte, Erfolg.

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Nicht nur bei den Frauen. Auch im ersten Grand Prix auf dem Stadtkurs von Monaco belegte er einen beachtlichen vierten Platz. Als Ur-Enkel des Baron Nathaniel de Rothschild aus dem Londoner Zweig der Familie musste der smarte Jüngling nicht wirklich Geld verdienen. Eher um seinen Filius mit etwas Sinnvollem zu beschäftigen, übertrug Papa Henri

dem erst 20-Jährigen die Leitung seines Weinguts Château Mouton-Rothschild in Pauillac bei Bordeaux. Und es sollte der Beginn einer weiteren Erfolgsgeschichte werden … Zwei Jahre nach Übernahme der Geschäftsleitung führte der Neu-Winzer die Château-Abfüllung ein. Das heißt: Rothschild lieferte seine kostbaren Weine nicht mehr, wie bis dahin üblich, in

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Pauillac, ca. 50 Kilometer nordwestlich von Bordeaux: Hier werden die Trauben für den berühmten Mouton Cadet angebaut.

Abenteurer und Avantgardist: Baron Philippe de Rothschild. Bei seinen Erntehelfern war er offensichtlich recht beliebt.

Fässern an die Großhändler aus, sondern in Flaschen. Eine zu jener Zeit revolutionäre Maßnahme, die im Wein-Business von Bordeaux für reichlich Zoff sorgte. Denn das Prinzip „Mis en bouteille au château“ lenkte die Zahlungsströme der Kunden weg von den Négociants hin zum Erzeuger, erforderte auf dem Weingut allerdings auch Investitionen in größere Kellerei-Einrichtungen. Ende der 20er Jahre gab es in Bordeaux einige schlechtere Jahrgänge, und Baron Philippe de Rothschild machte aus dieser Not eine Tugend. Als Abgrenzung zum „Grand Vin“ kreierte er einen Zweitwein, dem er ab 1930 den Namen „Mouton Cadet“ gab. Dabei hat die Bezeichnung „Cadet“ (= Junior)

Links: das Barrique-Lager im Weingut Mouton-Rothschild. Oben: das Etikett zum 80-jährigen Jubiläum des Cadets.

eine zweifache Bedeutung. Zum einen verweist sie auf Baron Philippe als den jüngsten Familien-Spross, zum anderen soll sie die einfachere Qualität des Weins ausdrücken. Schon nach kurzer Zeit erfreute sich der „Cadet“ so großer Beliebtheit, dass die Zweitweine von Mouton Rothschild allein nicht mehr ausreichten, um die Nachfrage zu stillen. Also kaufte der Baron ausgesuchte Trauben zu. So schuf er Frankreichs erfolgreichsten Premiumwein aller Zeiten, der heute in rund 150 Ländern zu Hause ist. 2010 begeht der zeitlos elegante Mouton Cadet seinen 80. Geburtstag und ehrt damit die Philosophie jenes Mannes, der so viele Jahre sein voll-

endeter Botschafter war. Aus Anlass des Jubiläums gibt das Weingut eine limitierte Sonder-Cuvée (AOC Pauillac 2006) heraus. Und eine „Retroflasche“ – eine originalgetreue Reproduktion der ersten Mouton Cadet Flasche von 1930. Den Baron, dessen Tochter Phillippine inzwischen die Geschäfte führt, hätte es gefreut. Er starb 1988, regierte sein Wein-Imperium zuletzt vom Bett aus. Umgeben von zwei riesigen Doggen. Und wenn ihm sein Butler mitteilte, da würden mal wieder Touristen im Garten des Weingutes ein Picknick veranstalten, ließ er ihnen dazu aus dem Keller einen edlen Tropfen servieren. Mit den besten Empfehlungen des Hauses … Raimond Ahlborn ■

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v HOTELS & RESTAURANTS

Ritters Weinstuben in Merseburg

Leidenschaft und Lebensfreude Merseburg, Sachsen-Anhalt – auf dem kulinarischen Atlas eher ein Niemandsland. Wenn es da nicht Steffen Warias gäbe, der – unterstützt von befreundeten Winzern – mit großem Können und Kreativität das Restaurant „Ritters Weinstuben“ zu einer Top-Adresse für Genießer entwickelt.

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s ist wirklich ein Glücksfall für die Domstadt Merseburg und das Land Sachsen-Anhalt, dass es Steffen Warias nach einigen kulinarischen Wanderjahren wieder in seine Heimat zog. Mit modernen, leichten Gerichten zu erschwinglichen Preisen, teils regional, teils mediterran, erobert er hier einen stetig wachsenden Kreis von Stammgästen. Sein Haus ist für Feinschmecker – ob hier ansässig oder auf der Durchreise – ein sicherer Hafen des Genusses in der ansonsten mit Spitzenköchen nicht gerade verwöhnten Region. Der Gourmet-Führer Gault Millau verlieh Steffen Warias in der Ausgabe 2010 auf Anhieb 13 Punkte und lobte sein Carpaccio von Lachs und Jakobsmuscheln in dezenter Limonenmarinade mit Kerbel, gebratene Gänsestopfleber mit Quittenchutney und Brioche und die würzige Curry-Fenchelsuppe mit knuspriger Eisbeinpraline. Auch die dünnen Scheiben vom Angus-Rücken mit Trüffelschaum und die Crème brulée mit intensivem Schokoladeneis konnten punkten. Es sind aber durchaus auch bodenständigere Gerichte, gekonnt und mit

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viel Liebe zubereitet, im Angebot: Ob geschmorte Rinderbacke, SchweinefiletSchnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat, Forellen aus der Zucht im nahegelegenen Mücheln oder „Anhaltinische Tapas“. Fischliebhaber freuen sich über Dorade oder Wolfsbarsch im Ganzen gebraten. Offenbar zahlt sich aus, dass Steffen Warias, der nach der Wende zunächst als Autodidakt startete, seine Kochkunst in renommierten Häusern bei preisgekrönten Kollegen verfeinerte. Zu seinen Stationen zählen „Schloss Reinhardshausen“ im Rheingau, das „Kaiser Maximilian“ in Leipzig (14 Gault MillauPunkte) und „Schloss Hubertushöhe“ in Storkow, wo er gemeinsam mit Peter Armin Strauß 15 Punkte erkochte. Eine hervorragende Ergänzung zum verlockenden Speisenangebot seines heutigen Restaurants ist die exzellente Auswahl an Saale-Unstrut-Weinen, die ebenfalls zu moderaten Preisen kredenzt werden. Der Koch aus Leidenschaft pflegt enge Kontakte zu den benachbarten Spitzenwinzern wie Thürkind, Pawis, Herzer, Behmer oder Gussek. Das beliebte Weinanbaugebiet um Freyburg und Naumburg beginnt nur

Steffen Warias setzt auf frische Zutaten aus der Region, immer wieder neue kulinarische Ideen, erlesene Weine und perfekten Service.

wenige Kilometer von Merseburg entfernt. Und abwechselnd tragen seine Winzerfreunde mit interessanten Geschichten rund um das Thema Wein oder ihre Heimat zu den regelmäßigen Kulinarischen Stammtischen bei. In lockerer Atmosphäre werden dann zu einem köstlichen 5-Gang-Menü korrespondierende Weine serviert. So vereinen sich Lebensfreude und Genuss in idealer Weise. Ritters Weinstuben waren ursprünglich ein historisches Haus, das jedoch abgerissen und im alten Stil komplett neu wieder aufgebaut werden musste.

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Idyllisch: Der weinberankte Innenhof bietet Raum zum Feiern, Beraten, Tagen, Amüsieren.

Ritters Weinstuben zählen zu den ältesten und renommiertesten Gourmet-Restaurants in Merseburg und Umgebung.

Heute wirkt der weinberankte Innenhof mit seinen Sitzgruppen sehr gemütlich, und im Inneren setzen einige ausgewählte Antiquitäten attraktive Akzente. Steffen Warias pachtete das Haus im Oktober 2009, nachdem er dort bereits seit März 2008 als Küchenchef tätig war. Für Gäste, die nach einem genussvollen Menü und einigen Gläsern Wein in Ritters Weinstuben übernachten möchten, stehen acht gepflegte Hotelzimmer zu sehr günstigen Preisen zur Verfügung. Ohnehin lohnt es, ein paar Tage länger in Merseburg zu verweilen, denn für kulturell Interessierte sind Dom und Schloss ein Muss. Weinfreunde können sich im Saale-Unstrut-Gebiet auf Winzersafari begeben, Radler treffen direkt in Merseburg auf den Saale-Radwanderweg, und der Geiseltalsee mit seinen enormen Ausmaßen bietet mit Strand und Weinberg weitere Attraktionen.  Barbara Zimmermann ■

v v  Ritters Weinstuben Gourmet-Restaurant & Hotel Große Ritterstraße 22 06217 Merseburg Telefon: 03461/336 60, Fax: 03461/33 66 12 E-Mail: info@ritters-weinstuben.de Internet: www.ritters-weinstuben.de Service:gut Weine: beachtlich Ambiente: innen elegant, außen rustikal

„Gut zu kochen ist kein Handwerk. Es ist eine Kunst, die aus Leidenschaft erwacht. Täglich.“ Steffen Warias will die Gäste in seinen Ritters Weinstuben begeistern. Bis ins kleinste Detail.

Rezept-Tipps

von Profiköchen

Ein Rezept zu diesem Porträt finden Sie auf Seite 55.

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 KULTUR

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SAVOIR-VIVRE sprach mit dem Pianisten und Dirigenten Rudolf Buchbinder über Disziplin, Genuss und darüber, warum er sich ein Leben als pensionierter Bankdirektor nicht so recht vorstellen kann.

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err Buchbinder, im Alter von fünf Jahren wurden Sie als jüngster Student an der Hochschule für Musik in Wien aufgenommen – ein Beweis für Ihr frühes und großes Talent. Inwiefern verlief Ihre Kindheit dennoch normal? Hatten Sie überhaupt gleichaltrige Freunde?

Obwohl ich täglich üben musste, brauchte ich auf nichts zu verzichten. Neben dem Klavier habe ich auch regelmäßig Fußball gespielt – zum Leidwesen meiner Familie und der Lehrer am liebsten im Tor. Zum Beruf des Pianisten und Dirigenten gehört viel Talent, aber sicher auch viel Übung. Wie viel Ihres Berufs ist Disziplin, wie viel gelebte Leidenschaft?

Mit einem Talent auf die Welt zu kommen, das ist wohl das größte Geschenk. Und zugleich auch eine Verpflichtung. Disziplin und Leidenschaft bedingen sich dabei gegenseitig: Meine Professionalität beim Proben erlaubt es mir, meinen Emotionen während des Konzerts freien Lauf zu lassen. Musik ist mein Beruf, mein Hobby und mein Lebensinhalt – aus Leidenschaft. „Es ist nicht erforderlich Musik zu verstehen. Man braucht sie nur zu genießen,“ sagte zu seinen Lebzeiten der berühmte englische Dirigent Leopold Stokowski. Stimmen Sie zu?

Ein minimaler Prozentsatz des Publikums ist das sogenannte „Verständige“. Viel wichtiger ist der andere, weit 40

größere Teil: Musikliebhaber, die ins Konzert gehen, um sich zu erfreuen und zu genießen. Diese Art Zuhörerschaft unterscheidet sich weltweit in keiner Weise. Was bedeutet es Ihnen, gut zu essen und zu trinken?

In meinem Beruf kann ich es mir nicht erlauben, schlecht zu essen, um mir damit den Magen zu verderben. Mein Publikum würde dies als erstes registrieren, daher bin ich zum Glück gezwungen, immer auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Im Jahr 2003 sind Sie von einer Gault Millau-Jury sogar zum „Feinschmecker des Jahres“ gewählt worden. Warum, glauben Sie, hat man gerade Sie ausgewählt?

Rudolf Buchbinder hat in seinem Leben mehr als 200 Tonträger bespielt. 1976 gewann er den Grand Prix du Disque für die Aufnahme sämtlicher Klavierwerke Joseph Haydns. Seit 2007 ist Buchbinder zudem künstlerischer Leiter des neuen MusikFestivals auf Schloss Grafenegg in Niederösterreich. KonzertTermine mit Rudolf Buchbinder finden Sie im Internet unter www.buchbinder.net

Meine internationale Gaumenerfahrung hat mich gelehrt, dass es sowohl eine Ess- als auch eine Trinkkultur gibt. Vielleicht ist dies der Grund für meine Auszeichnung.

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In einem Interview sagten Sie einmal, Sie seien ein absoluter Optimist, Gemütsverstimmungen kennen Sie nicht. Seien Sie ehrlich – geht das überhaupt?

Doch, das stimmt. Meine Probleme trage ich tatsächlich nie in die Öffentlichkeit und ich habe aufgehört, mich über Dinge zu ärgern, die ich sowieso nicht ändern kann. Verspätete Flüge gehören dazu oder nicht mitgekommene Koffer. Notfalls spiele ich das Konzert dann eben im normalen Straßenanzug. Neben der Musik interessieren Sie sich außerdem für Malerei, malen selbst Aquarelle. Was sind Ihre Lieblingsmotive?

Meine Malerei, beeinflusst und gefördert von meinen vielen Malerfreunden wie Arik Brauer, Rudolf Hausner u.a., diente mir in erster Linie als Ausgleich und Entspannung – dazu brauchte ich nie ein Motiv. Die Fantasie ist grenzenlos. Auch Literatur gehört zu Ihren Leidenschaften. Ihr Leben scheint ganz und gar der Kultur und den Künsten gewidmet zu sein. Haben Sie eigentlich auch eher triviale, sagen wir mal, nicht-akademische Hobbys – zum Beispiel Fußball-Schauen, Kegeln oder Comics sammeln?

Ich versäume, wenn es die Zeit zulässt, kein wichtiges Sportereignis – sei es nun die Fußball WM, Tennis oder auch jede Art von Wintersport. Nur Baseball, Cricket und Golf finde ich weniger spannend. Außerdem liebe ich es, mit meiner Frau und Familie zu plaudern, mit ihnen Gesellschaftsspiele zu spielen.

Welchen Beruf hätten Sie ergriffen, wären Sie nicht Pianist und Dirigent geworden?

Ohne Musik wäre ich wohl nie wirklich glücklich geworden. Selbst wenn ich als pensionierter Bankdirektor auf die Welt gekommen wäre, hätte mir dieses Leben ohne Klänge keine Freude bereitet. Interview Christina Hollstein ■

VIVRE XTRA

Konzertkarten zu gewinnen

Gewinnen Sie mit SAVOIR-VIVRE zwei mal zwei Eintrittskarten für das Konzerthaus Dortmund am 06.12.2010: SCHUMANN: Fantasie C-Dur op. 17, CHOPIN: Scherzo Nr. 2 b-Moll op. 31 BEETHOVEN: Klaviersonate Nr. 6 F-Dur op. 10/2 Klaviersonate Nr. 21 C-Dur op. 53 „Waldstein.“ Außerdem drei mal zwei Eintrittskarten für den 02.01.2011 in der Dresdner Semperoper: Rezital mit Beethoven-Sonaten Sonate Nr. 3 C-Dur op. 2/3, Sonate Nr. 19 g-Moll op. 49/1,Sonate Nr. 26 Es-Dur op. 81a, »Les Adieux«, Sonate Nr. 7 D-Dur op. 10/3, Sonate Nr. 28 A-Dur op. 101 in der Semperoper (Rezital mit Beethoven-Sonaten). Unsere Preisfrage: Wie alt war Rudolf Buchbinder, als er mit seinem Studium an der Hochschule für Musik in Wien anfing? Das Lösungswort bitte auf den VIVRE-EXTRA Gewinncoupon auf Seite 98 mit dem Kennwort D004 eintragen.

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v kultur

Ein Kochbuch für alle Sinne

ARTE IN CUCINA 33 Künstler präsentieren ihre Lieblingsrezepte und die dazugehörige Kunst. Das Ergebnis: Essenslust und Kunstgenuss auf höchstem Niveau.

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iebke van der Scheer ist einer dieser Menschen, die Methaphern etwas zu wörtlich nehmen. Dass dabei auch etwas ganz Wunderbares herauskommen kann, beweist sie mit ihrem Buch „Arte in Cucina“– oder frei übersetzt: die Kunst in der Küche. Hier präsentiert sie ihren Lesern nämlich nicht nur Kunstwerke der wohlschmeckenden Art, sondern vor allem auch jede Menge Sinnliches für das Auge.

Marie Godest, „Ober“; Acryl auf Leinwand, 150 x 65 cm.

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Kunst und Küche treten in diesem Kleinod in einen entspannten Dialog: Zwischen internationalen Leckereien und Rezepte­k lassikern tummeln sich Figuren und Szenen voller Schönheit, Charme und Sinnesfreude. Alle Künstler vereint nicht nur ihre Liebe zu Kunst und Kulinarik, sondern auch die Galerie, in der sie austellen: ARTACASA in Amsterdam, deren Inhaberin Wiebke van der Scheer ist. Alle Gemälde der „Arte in Cucina“ sind farbenfroh, gegenständlich und von einer angenehmen Stimmung getragen.

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Kultur-Kalender 2010 BERLIN Deutsche Guggenheim 22.10.10 bis 10.01.11 Splash Color Fields Mit Splash – Color Fields zeigt das Deutsche Guggenheim eine einmalige Auswahl der bedeutendsten Vertreter der Farbfeldmalerei. Den Pinsel vermeidend, schütteten, sprühten oder tränkten Künstler wie Morris Louis, Frank Stella und Kenneth Noland die Farbe auf die Leinwand und grenzten sich so vom gestischen Strich des Abstrakten Expressionismus ab. Color Fields zeigt Künstler, die eine neue Form der Abstraktion in den fünfziger Jahren suchten.

MÜNCHEN Pinakothek der Moderne bis 31.10.2010 Geschichte der Rekonstruktion | Konstruktion der Geschichte In der Ausstellung des Architekturmuseums werden anhand von circa 150 repräsentativen Fallbeispielen verschiedene Beweggründe für die Rekonstruktion verlorener Bauten präsentiert und analysiert. Der Bogen spannt sich von Rekonstruktionen aus Gründen religiöser Kontinuität oder aus nationalen Überlegungen bis hin zu Wiederaufbauten zur Erfüllung ästhetischer oder kommerzieller Wünsche.

Frank Stella: „Harran II“, 1967

Und passen deshalb deliziös zum lebenslustigem Thema Kochen. Ob Seezunge mit Thunfischcreme, pikante Mozzarella-Tarte, indonesische Hackfleischbällchen oder eine frische ErdbeerQuark-Torte – hier treffen sich Essenslust und Kunstgenuss auf höchstem Niveau. Ein Buch für Kunst- und Küchenliebha■ ber gleichermaßen.

Künstler Deimling: „Bread“

STUTTGART Kunstmuseum Stuttgart 18.9.2010 bis 9.1.2011 EAT ART Vom Essen in der Kunst erzählt die Stuttgarter Austellung EAT ART anhand von Objekten, Filmen und Installationen. Ihr Thema: Die Verwendung von Lebensmitteln in der Kunst von den 1970er Jahren bis heute. Neben Dieter Roth und Daniel Spoerri beschäftigen sich damit Künstler wie Joseph Beuys, Roy Lichtenstein, Gordon Matta-Clark.

HAMBURG Deichtorhallen 24.9.2010 bis 9.1.2011 Paul Graham: Fotografien 1981-2006 Das Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen zeigt in Kooperation mit dem Museum Folkwang die erste Retrospektive des britischen Fotografen Paul Graham (geb. 1956). Die Ausstellung präsentiert mit über 145 Bildern aus elf großen, seit 1981 entstandenen Werkkomplexen eine repräsentative Auswahl seiner Arbeit. Graham steht in der Tradition der sozialdokumentarischen Fotografie, die in England nach dem 2. Weltkrieg durch Bill Brandt geprägt und von Fotografen wie Chris Killip und John Davis weitergeführt wurde.

Wiebke van der Scheer, Margré Mijer

ARTE IN CUCINA

33 Künstler und ihre Lieblingsrezepte 73 Rezepte, 160 S., durchgehend farbig, 16 x 24 cm, Flexcover. Gerstenberg Verlag, ISBN 978-3-8369-2634-8. 19,95 Euro.

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2 x 2 Konzertkarten für Kammermusik in Baden-Baden

Im Renaissance-Saal des Friedrichsbad in Baden-Baden spielt das Ensemble Parnassi musici am 26. September Werke u. a. von Händel, Scarlatti und Schmelzer. Gewinnen Sie mit SAVOIR-VIVRE zwei mal zwei Freikarten. Unsere Preisfrage: In welcher musikalischen Epoche lebte Georg Friedrich Händel? Das Lösungswort bitte auf den VIVRE-EXTRA Gewinncoupon auf Seite 98 mit dem Kennwort D005 eintragen.

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Paul Graham: „Troubled Land“, 1984

FOTO: CARASANA/FRIEDRICHSBAD

Links: Tamar Rubinstein, „Mobiele meeuw“, Collage/Linol, 28 x 20 cm. Unten: Elisabeth Jonkers, „La cucina de maria“, Öl auf Leinwand, 90 x 70 cm.

Das Ensemble Parnassi musici: Matthias Fischer, Violine; Margaret Mae Duffie, Violine; Martin Lutz, Cembalo.

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v Hotels & Restaurants

Eine Gastronomie zum Genießen plus Wellness-Angebote zum Entspannen – der „Richtershof“ ist ein Hotel zum Wohlfühlen.

Relais & Châteaux Weinromantikhotel Richtershof

Wo Weinkultur gelebt wird Im Keller lagern Spitzenweine, die Menüs passen perfekt zu Riesling & Co., die Zimmer sind nach berühmten Weinlagen benannt – das „Weinromantikhotel Richtershof“ an der Mosel ist eine exklusive Adresse für Feinschmecker und Weinkenner.

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n diesem Haus ist alles auf Wein abgestimmt. Vom kulinarischen Angebot in den Restaurants über die Namen der Zimmer, die Anwendungen im Spa­bereich bis hin zur Vinothek im Gewölbe­keller – im Weinromantikhotel Richtershof in Mülheim an der Mosel

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wird Weinkultur gelebt. Das beginnt schon mit der Lage des 4-Sterne-Superior Hotels: Der Richtershof liegt dort, wo es im Moseltal am schönsten ist, zwischen den Reben und Steilhängen der Mittelmosel, wenige Kilometer entfernt vom Weinstädtchen Bernkastel-Kues.

Eingebettet in eine 10.000 Quadratmeter große Parkanlage mit Teich und Wasserfall ist der Richtershof in einem Gebäude-Ensemble aus Barock, Gründerzeit und Jugendstil untergebracht. Ein Ambiente mit Geschichte. 1680 als Kolonialwarenhandlung gegründet,

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in späteren Jahrhunderten umgebaut und erweitert zu einem Weingut, zog 2001 der Hotelbetrieb in die historische Anlage. Seitdem führen Manuela und Armin Hoeck das Haus. Mit Liebe zum Detail und erstklassigem Service haben sie den Richtershof zu einem echten gastronomischen Highlight entwickelt. Seit 2008 gehört der Richtershof zum exklusiven Kreis der Relais & Châteaux Hotels, eine weltweite Vereinigung individuell geführter Luxusherbergen.

Geschmack und Charme

„Allen, die das Besondere schätzen, möchten wir Außergewöhnliches bieten“, definiert Hotelchef Hoeck sein Credo. Das spüren seine Gäste im ganzen Haus. Die 43 Zimmer und Suiten des Richtershof sind individuell eingerichtet. Die Hoecks haben alle Möbel, Stoffe und Tapeten persönlich ausgesucht und die Räume mit Geschmack und Charme ausgestattet. Die Zimmer sind nach berühmten Mosel-Weinlagen benannt. Für Liebhaber feiner Moselweine fängt der Genuss also schon beim Bezug der Zimmer an, beim Kofferauspacken im „Ürziger Würzgarten“ oder „Erdener Treppchen“. Passend zur Region sind auch die vier Suiten des Hauses eingerichtet. In der „Riesling-Suite“ machen zarte CremeTöne Lust auf den eleganten Wein, die „Romantik-Suite“ eröffnet den Blick auf die benachbarten Weinberge. Wo früher Wein gekeltert wurde, wird heute den Gästen das Frühstück und Abendesen serviert. Und in den Räumen des ehemaligen Kolonial­

Peter Krones zelebriert im Richtershof eine bodenständige Küche auf höchstem Niveau.

warenladens befindet sich das „Culinarium R“. Für beide Restaurants kocht Peter Krones, geboren und aufgewachsen an der Mosel und auch kulinarisch mit der Heimat verbunden. Krones bereitet seine Gerichte und Menüs vor allem mit den Produkten der Region zu. Seine Heimatküche verfeinert er gern mit internationalen Spezialitäten. Da wird die Quitte aus dem Garten mit Schnittchen von der französischen Gänseleber kombiniert oder das Stubenküken auf Kohlrabi-Würfeln serviert. Auf der Karte stehen je nach Jahreszeit auch Wildgerichte aus der heimischen Jagd, Käse aus der Vulkaneifel oder Tatar vom geräucherten Mosel-Aal. Thymian und Rosmarin erntet Peter Krones im eigenen Kräutergarten. „Was ich zum Kochen haben muss, das finde ich vor der Tür“, erklärt der bodenständige Küchenchef seine Philosophie. Vor der Tür wächst auch das, was im Richtershof den 1.700 Quadratmeter großen Gewölbekeller von 1680 füllt: der Wein. Die Weinkarte verzeichnet insgesamt 300 Positionen. Der Schwerpunkt liegt auf Weißweinen von ausgesuchten Gütern an Mosel, Saar und Ruwer. Riesling, Elbling, Rivaner, Weißund Grauburgunder und Chardonnay bilden den Grundstock des Angebots. Im offenen Ausschank gibt es beispielsweise die berühmte „Wehlener Sonnenuhr“ und den „Ürziger Würzgarten“. Abgerundet wird die Karte durch deutsche Rotweine und einige internationale Gewächse. Von A bis Z. „Weine für die Gaumenwellness“, wie Armin Hoeck es nennt. Zuständig für Keller und Weinkarte ist Sommelier Pascal Brizin. Er empfiehlt in den Restaurants des Hauses nicht nur den richtigen Tropfen zum Essen, Brizin kümmert sich auch um das „Forum Vinum“, die Vinothek im Gewölbekeller. Hier präsentieren zehn Weingüter der Region ihre Produkte, und auch Weine namhafter internationaler Winzer können verkostet werden. Außerdem organisiert Pascal Brizin Rebbergwanderungen, Weinseminare und Besichtigungen der mit dem Richtershof kooperierenden Weingüter. Um den Weingenuss abzurunden: Im kleinen, feinen Wellnessbereich, dem Römischen Spa, kann man den MoselTag mit einer Ganzkörpermassage im warmen Traubenkernöl ausklingen lassen. Im Richtershof ist der Wein halt überall präsent. Thomas Meins ■

Kulinarische Genuss-Momente Anspruchsvollen Feinschmeckern bietet das Weinromantikhotel Richtershof einen besonderen Verwöhnaufenthalt an. Das Arrangement beinhaltet: zwei kuschelige Schlummernächte im individuell eingerichteten Hotelzimmer; zwei reichhaltige „Richtershof-Sekt-Frühstücks­büffets“ für einen guten Start in den Tag; ein Glas Jahrgang-Rieslingsekt brut „Exclusiv“, vinifiziert im hoteleigenen Keller; ein feines Abendmenü in 3 Gängen am ersten Abend im GourmetRestaurant „Culinarium R“; ein kulinarisches Highlight am zweiten Abend: ein 5-GangGourmet-Menü, serviert mit korrespondierenden Weinen im Gourmet-Restaurant „Culinarium R“. Jeweils am Freitag um 18.30 Uhr erleben die Gäste eine kommentierte Führung durch den über 300 Jahre alten Weinkeller „Forum Vinum“ mit Verkostung erlesener Weine. Die Anreise ist an einem Mittwoch, Donnerstag, Freitag oder Samstag möglich. Arrangement-Preis pro Person im Doppelzimmer: ab 330 Euro.

43 individuell eingerichtete Zimmer und Suiten bieten dem Gast die Annehmlichkeiten großer Grand-Hotels.

vv Weinromantikhotel Richtershof Relais & Châteaux Hauptstr. 81-83, D-54486 Mülheim/Mosel Telefon: 06534/948-0 Telefax: 06534/948-100 E-Mail: info@weinromantikhotel.de Internet: www.weinromantikhotel.com Hoteldirektor: Armin Hoeck Küchenchef: Peter Krones Service: gut Weine: optimal Ambiente: elegant

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v Essen & Trinken

Filini-Restaurants in den Radisson Blu Hotels:

„Einzigartig wie ein Apfelkuchen“ Modern interpretierte Klassiker der italienischen Küche und ein Ambiente à la Dolce Vita – mit diesem Konzept treffen die Filini-Restaurants offenbar exakt den kulinarischen Zeitgeist.

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lles begann in Großbritannien. Genauer gesagt, in den Radisson Hotels London Stansted, Belfast und Liverpool. Hier eröffneten die ersten „Filinis“ nach den Vorstellungen von Ideengeber Roy Ackerman und MarkenFreundlicher Service, ein gleichermaßen ungewöhnliches und stilvolles Ambiente sowie frische Zutaten, die in der Küche meisterhaft zubereitet werden – das macht einen Filini-Besuch zum Erlebnis.

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mogul Gordon McKinnon, die mit der Entwicklung eines neuen Gastronomie-Konzepts beauftragt worden waren. Ackerman, der schon erfolgreiche Restaurant-Philosophien wie das „TaPaell’ya“ und „College“ entwickelt hatte, schwebte dabei „etwas Schlichtes und Einzigartiges wie ein Apfelkuchen“ vor. Filini. Das ist italienische Küche vom Feinsten – von variantenreichen Antipasti über Risotto und Pasta, mediterrane Fleisch-

Dieser freundliche Herr im grauen Zwirn ist einer der weltweit erfolgreichsten Erfinder von Restaurant-Konzepten: Roy Ackermann.

und Fischgerichte bis hin zu knuspriger Pizza Croccante und unwiderstehlichen Nachspeisen. Denn Roy Ackerman weiß: „Italienisches Essen ist in den meisten Teilen der Welt beliebt. Es steht für eine gute, schmackhafte und gradlinige Küche.“ Und wie bekamen die Restaurants ihren Namen? „Vor einigen Jahren aß ich in der Toskana zum ersten Mal Filini, diese dünnen, streichholzkurzen Nudeln – einfach angerichtet mit Olivenöl und

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Waldpilzen. Sie waren einzigartig!“ verrät Roy Ackerman. Die Idee war geboren. Nun entwickelte ein Team aus Spitzenköchen klassische italienische Rezepte, die mit erstklassigen frischen Produkten aus der Region zu­bereitet werden. Übrigens: Noch heute treffen sich alle Filini-Küchenchefs zweimal im Jahr, erkochen gemeinsam die Speisekarte der kommenden Saison. Mittlerweile gibt es Filini-Restaurants auch in den britischen Radisson Blu Hotels in Birmingham, Durham und Bristol, in Zürich und Basel in der Schweiz, in Hamburg, Trondheim in Norwegen, Mailand in Italien, Tripolis in Libyen, Tiflis in Georgien, Alexandrien und Kairo in Ägypten, Abu Dhabi, Dakar im Senegal und Port Elizabeth in Südafrika. Aber selbstverständlich sieht die europäische Karte etwas anders aus als die afrikanische. Allein schon wegen der Verfügbarkeit der frischen, regionalen Produkte. Geführt werden die Radisson Blu Hotels, die alle als Vier- oder Fünf-Sterne-Häuser klassifiziert sind, von der Rezidor Hotel Group, einem der am schnellsten wachsenden Hotel-Unternehmen weltweit. Und was liegt da näher, als ein länderüber­ greifendes Konzept für die hoteleigenen Restaurants zu etablieren?

Ein Unikat weltweit: der 16 Meter hohe „Wine Tower“ aus Acrylglas vor dem Filini im Radisson Blu Hotel, Zurich Airport. Die hier gelagerten Weine werden dem Gast von menschlichen Engeln (Foto unten rechts) serviert.

Das Konzept zeigt sich auch im Design: Stilvolles Ambiente mit viel Holz trifft auf edle Stoffe und Materialien. Typische blaue Details unterstreichen die besondere Filini-Atmosphäre. Und dennoch hat jedes Restaurant seine ganz eigene Note, die sich dem Flair des Hauses anpasst. Im Radisson Blu Hotel Zurich Airport zum Beispiel, das direkt auf dem FlughafenAreal steht, gelangt man über eine spekta­ kuläre, 25 Meter hohe Lobby ins Filini. Die Ausstattung des Restaurants mit 140 Plätzen und der dazu gehörigen Lounge besteht aus einer integrierten Showküche, dunklen Holztischen sowie von Matteo Thun entworfenen ocker- und orangenfarbenen Stühlen. Küchenchef ist hier André Egger, der ein 44 Mann starkes Team leitet. Ihm zu verdanken sind die authentischen italienischen Spezialitäten „Grüße vom Mittelmeer“, eine Ergänzung der modern interpretierten Filini-Karte durch Gerichte wie „Miesmuscheln mit Tomatenwürfeln & Basilikum“, „Gefüllter Tintenfisch auf gegrilltem

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v Essen & Trinken

Edles Mobiliar, unkonventionelles Lichtdesign und eine offene Feuerstelle sorgen im Filini Restaurant Basel für ein einzigartiges Ambiente.

Radisson blu hotel, Basel
 Steinentorstraße 25 CH-4001 Basel, Schweiz Tel.: +41 (0) 61/227 27 27 Fax: +41 (0) 61/227 28 28 E-Mail: info.basel@radissonblu.com www.radissonblu.com/hotel-basel

Der Einrichtungsstil des Filini Restaurants in der Hamburger City ist geprägt von dunklem Holz und schwarzen Leder­stühlen. Kosmopolitisches Flair auf edlem Bambusparkett.

Rezept-Tipps

radisson blu hotel, hamburg Marseiller Straße 2 D-20355 Hamburg, Deutschland Tel.: +49 (0) 40/35 02-0 Fax: +49 (0) 40/35 02-3530 E-Mail: info.hamburg@radissonblu.com www.radissonblu.com/hotel-hamburg

Radisson blu hotel, ZÜRICH PO Box 295 CH-8058 Zurich-Airport, Schweiz Tel.: +41 (0) 44/800 40-40 Fax: +41 (0) 44/800 40-50 E-Mail: info.zurich@radissonblu.com www.radissonblu.com/hotel-zurichairport 48

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von Profiköchen

Filini-Rezepte finden Sie ab Seite 52.

Von exquisiten Meeresfrüchten über knackig frische Salate und würzige Käsesorten bis hin zu köstlichen Desserts – die Filini-Restaurants verwöhnen mit mediterraner Küche vom Feinsten.

Gemüse“ und „Ganze Dorade mit KartoffelGemüsemosaik & Oliventapenade“. Allabendlich ab 17.15 Uhr erfreuen sich die Gäste des 330-Zimmer-Hotels an der „Wine Angels“-Show im Atrium. Denn dort steht ein transparenter „Wine Tower“ aus Acrylglas: 16 Meter hoch und 27,5 Tonnen schwer. Hier lagern in 4.000 Fächern Weine und Champagner aus 14 Ländern, die von akrobatischen „Engeln“ für die Gäste herbeigeschafft werden. Alle Filini-Restaurants und Bars haben eine ausgeprägte Weinkultur. Die Weine kommen aus verschiedenen italienischen Anbaugebieten, und die Karte beinhaltet sowohl preiswerte Klassiker als auch ganz exklusive Tropfen. Im komplett renovierten, 206 Zimmer und Suiten umfassenden Radisson Blu Hotel, Basel erwartet das neu gestylte

Filini Restaurant plus Bar die Fein­ schmecker und Liebhaber der italienischen Küche mit 120 Plätzen. Mediterrane Farbtöne, edles Mobiliar, unkonventionelles Lichtdesign und eine offene Feuerstelle sorgen für ein einzigartiges Ambiente. Bei sonnigem Wetter wird die raumhohe Fensterfront der Lounge geöffnet und es entsteht ein Boulevard-Restaurant unter freiem Himmel – la Dolce Vita pur! Seit 2004 ist der gebürtige Franzose Christian Alain Kech Küchenchef im Filini Basel. Neben verschiedenen Antipasti-Tellern steht bei ihm auch eine „Artischockensuppe mit Pecorino Creme“ auf der Karte. Zum Hauptgang werden neun Gerichte angeboten, und da fehlt das typisch italienische „Kalbsschnitzel mit Parmaschinken, Salbei, Marsala-Salat und Sommer-Spinat“ natürlich nicht.

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Die Palette der in den Filini-Restaurants angebotenen Weine umfasst sowohl preiswerte Klassiker als auch exklusive Tropfen aus verschiedenen italienischen Anbaugebieten.

Sein Kollege Andreas Latzke, der neue Küchenchef im Radisson Blu Hotel am Dammtor in Hamburg, wendet sich mit seinen Rapido-Menüs besonders an Menschen, die mittags nur begrenzte Zeit zum Essen haben. Während Latzke und seine Mitarbeiter das Hauptgericht frisch zubereiten – hier stehen verschiedene Pasta-Gerichte, Risotti und Pizzen mit Fleisch, Fisch oder vegetarisch zur Auswahl –, kann der Gast schon mal bei einer Auswahl an Brot und angemachten Blattsalaten zugreifen. Das 2009 komplett renovierte Radisson Blu Hotel, Hamburg-Dammtor verfügt über 556 Zimmer mit Panoramablick und ist eines der beliebtesten Kongresshotels der Hansestadt. Neben dem Restaurant „Trader Vic’s & Mai Tai Bar“ im Souterrain des Hauses bietet das Filini Platz für

85 bis 250 Personen. Der Einrichtungsstil ist geprägt von dunklem Holz und Lederstühlen sowie mit rotem Samt überzogenen Sitzbänken als Farbtupfer. Blickpunkt in der angrenzenden Filini Bar ist der frei stehende, von innen blau beleuchtete Tresen. Im zweiten Hamburger Radisson Blu Hotel in Hamburg, direkt am Flughafengelände gelegen, sorgt Küchenchef Ralf Lampe für das leibliche Wohl der Gäste im Filini-Restaurant. Das Ende 2009 eröffnete Haus verfügt über 266 Zimmer. Beliebt und einen Ausflug wert ist hier der sonntägliche Brunch im Filini. CEO & President The Rezidor Hotel Group ist der Schweizer Hotelier Kurt Ritter: „Das enorme Wachstum der Rezidor Hotel Group verschafft Filini eine solide Basis, in weiteren Destinationen mit seiner italienischen Küche Fuß zu fassen.

Ein aufmerksames, perfekt geschultes Personal ist die Seele der Filini-Restaurants. Gäste fühlen sich sofort willkommen.

Unser Ziel ist es, das Filini selbst zu einem Reiseziel in Großbritannien, Deutschland, der Schweiz, Russland und Südafrika zu machen.“ Fazit: Filini bietet authentische mediterrane Köstlichkeiten in stilvollem Ambiente zu erschwinglichen Preisen. Design, Service und Stimmung harmonieren perfekt mit den exquisiten, auf das Wesentliche reduzierten Gerichten. Das Weinangebot, die Bar-Atmosphäre, die Musik und nette Menschens – das alles macht einen Besuch im Filini zu einem unverkennbar italienischen Erlebnis. Barbara Leuschner ■ SAVOIR-VIVRE

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v Hotels & Restaurants

Verliebt in Hamburg Steigenberger Hotel in Hamburg

Auf der romantischen Fleetinsel im Herzen der Hansestadt liegt das 5-Sterne-Superior-Hotel mit seinem Gourmet-Restaurant CALLA. Hier wird europäische Haute Cuisine mit einem raffinierten Akzent aus Fernost veredelt.

E

r ist ein phantasievoller Purist, dieser Michael Winkle. Seit Herbst 2008 ist er Küchenchef des Gourmet-Restaurants C A LL A im Steigen­berger Hotel Hamburg. Sein besonderes Interesse gilt der Kombination mediterraner Produkte mit asiatischen Aromen. Damit tritt er in die Fußstapfen des heutigen Küchendirektors Alfred Schreiber. Die Zusammenarbeit macht den beiden Aromen-Zauberern großen Spaß; guckt man als Unbescholtener ihnen zu, glaubt man, zwei alte Freunde vor sich zu haben, die zusammen kochen. Alfred Schreiber baute das CALLA auf, machte sich als Vorreiter im Cross-Over zwischen europäischen

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und fernöstlichen Aromen über Hamburgs Grenzen hinweg einen Namen. 1993 begann seine Pionierarbeit; damals gab es viele der Gewürze und Produkte aus Asien in Hamburg noch gar nicht zu kaufen. Die leichte Gartechnik, bei der Vitamine und feinste Geschmacks­ nuancen der Lebensmittel erhalten bleiben, war erst im Kommen. Serviert wird im Herbst im CALLA beispielsweise ein Menü von Asiatischem Meeresfrüchtesalat mit Glasnudeln und Wasabi-Mayonnaise, Confiertem Spanferkel mit Gänseleber, Pfifferlingen, Spitzkohl und Hoi-Sin-Sauce und zum krönenden Abschluss eine Variation von Aprikosen und Pistazien.

Genießen zu Lande und zu Wasser Die Weinkarte spiegelt den engen Kontakt zu renommierten Winzern wider, die in Hamburg gerne persönlich ihre Highlights präsentieren: Zum Beispiel bei den Degustationsmenüs (siehe SAVOIR-VIVRE-Tipp). 2009 wurde das Restau­rant komplett neu gestaltet, erlesene Mate­rialien schaffen ein stilvolles Am­biente, in dem die Gäste einen bezaubernden Blick auf das glitzernde Alsterfleet genießen können. Apropos Alsterfleet: Vom hoteleigenen Schiffsanleger aus kann man zu speziellen Events unter dem Motto „Schippern & Schlemmen“ per Barkass aufbrechen – und Hamburg von der Wasserseite erkunden.

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Die Nähe zur Innenstadt mit Binnenalster, Theater, Oper und besten ShoppingMöglichkeiten garantiert einen kurzweiligen Aufenthalt. Küchendirektor Alfred Schreiber (ganz links) und CALLA-Küchenchef Michael Winkle sind ein einge­ spieltes Team. 

Traumhafter Ausblick beim Training Über den Dächern der Stadt liegt das Steigenberger DaySpa. Das Angebot ist facettenreich: Von einer Hot Stone Massage mit dem Einsatz von kalten und erwärmten Lava-Steinen über vielfältige Ayurveda-Anwendungen bis hin zur Hawaiianischen Tempelmassage Lomi Lomi reicht die Palette. Nicht wenige Stammgäste buchen letztere bereits als Standard bei jedem Aufenthalt. Dabei löst der Masseur Ver­ spannungen und Blockaden mit Händen und Unterarmen – und setzt reines, kalt gepresstes Kokos-Öl ein, das die Haut zart macht. Auf der Fitness-Dachterrasse kann man im Freien trainieren. Der Ausblick ist traumhaft: Die Dächer der Stadt, die Stadthausbrücke und das Fleet bieten ein belebtes Panorama. Diesen Blick genießt man übrigens auch aus den Fenstern der Panorama-Sauna. Für die Wellness- und Beauty-Anwendungen werden Produkte von THE ORGANIC PHARMACY, LIGNE ST. BARTH und THALGO benutzt; einige Mixturen für den Körper werden jeweils mit frischem Fruchtpüree angerührt: Es darf gekostet werden! Feinste Genüsse ■ also – in jeder Etage des Hauses.

SAVOIR-VIVRE Tipp: Die Degustationsmenüs im Restaurant CALLA verführen mit Aromenreichtum und Finesse. 6 Weine suchen einen Namen Die Blindverkostung mit Drei-Gang-Menü findet bis zum 2. Oktober jeweils ab 18.00 Uhr im CALLA statt. Errät ein Gast die Rebsorte eines der sechs servierten Gewächse, bekommt er eine Flasche seines „Weins des Abends“ geschenkt. Das Beste vom Barrique-Forum Am 6. November werden die Highlights der vom Pfälzer Barrique-Forum gekürten Weine im CALLA präsentiert. Korres­ pondierend dazu: ein fein harmonierendes Vier-Gang-Menü. Das WHO´S WHO der deutschen Winzer Aus namhaften Weingütern Deutschlands reisen am 27. November die Winzer persönlich nach Hamburg und erzählen Wissenswertes über ihren Wein. Ein Fünf-Gang-Menü rundet den Aromenreichtum ab. Mehr Informationen: www.hamburg.steigenberger.de Fitness hoch über den Dächern der Stadt: Der Ausblick über das Fleet sorgt für einen freien Kopf. 

v Steigenberger Hotel Hamburg Heiligengeistbrücke 4 20459 Hamburg Telefon: 040 / 36 80 60 Fax: 040 / 36 80 67 77 info@hamburg.steigenberger.de www.hamburg.steigenberger.de

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v Essen & Trinken

Exklusiv in Savoir-Vivre:

7 Rezept-Ideen von Kochprofis Sie möchten sich und Ihre Lieben mal auf Haute Cuisine-Niveau verwöhnen? Kein Problem. Exklusiv in Savoir-Vivre lassen sich die Küchenchefs der Hotels und Restaurants, die wir in dieser Ausgabe porträtieren, in die (Speise-)Karten schauen.

Rezept-Tipp

vom Profikoch

aus dem Radisson Blu Hotel, Hamburg

Kalbskotelett

mit Steinpilzen, Pfifferlingen und Marsalasauce Für vier Personen 4 Kalbskoteletts, küchenfertig à 220 g 1 Zweig Rosmarin 1 Zweig Thymian 1 Knoblauchzehe Olivenöl zum Anbraten 2 EL Butter zum Nachbraten Salz Pfeffer

Topographisch und qualitativ – Andreas Latzke kocht auf höchstem Niveau.

Zubereitung Das Kalbskotelett mit Salz und Pfeffer würzen. Von allen Seiten scharf in Olivenöl anbraten. Das angebratene Kotelett etwa 8 bis 10 Minuten in den auf 150 °C vorgeheizten Backofen geben. Das Fleisch aus dem Ofen nehmen und etwa 3 Minuten ruhen lassen, dann mit der aufgeschäumten Butter, Thymian, Rosmarin und Knoblauch arrosieren (beschöpfen) und darin schwenken. Gebratene Steinpilze & Pfifferlinge 200 g Steinpilze 200 g Pfifferlinge 2 Schalotten 1 Knoblauchzehe Olivenöl zum Anbraten 3 EL Butter Salz Schwarzer Pfeffer aus der Mühle 2 EL geschnittene Kräuter – Blattpetersilie, Thymian und Kerbel

Zubereitung Die Pilze putzen und in grobe Stücke schneiden. Die Schalotten und den Knoblauch abziehen und in feine Würfel schneiden. In einer heißen Pfanne das Olivenöl erhitzen. Die Pilze bei mäßiger Hitze 5 bis 6 Minuten darin anbraten. Kurz vor Ende der Garzeit die Schalotten, den Knoblauch und die Butter hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz vor dem Anrichten die frisch geschnittenen Kräuter dazu geben. Marsalasauce 100 ml Marsala 2 Schalotten 1 Knoblauchzehe 1 Lorbeerblatt 200 ml fertige Kalbsjus 50 g kalte Butter Zubereitung Schalotten und Knoblauchzehe abziehen und in grobe Stücke schneiden. Mit dem Lorbeerblatt in den Marsala geben und um die Hälfte reduzieren. In die Kalbsjus passieren, aufkochen, vom Herd nehmen und die kalte Butter zum Binden hineinrühren.

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Rezept-Tipp

vom Profikoch

Rezept-Tipp

vom Profikoch

aus dem Hotel Le Vieux Manoir, Murten-Meyriez

aus dem Radisson Blu Hotel, Zurich Airport

Loup de mer

Tafelspitz

Für 4 Personen 1,2 kg Loup de mer, ganz 0,5 dl Sojasauce 100 g Lauch, gebleicht 2 cl Sesamöl 5 g rote Chili 1 Bund frischer Koriander 200 g Blattspinat Franz W. Faeh kreiert 20 g Oystersauce eine zeitgenössische 150 g Karotten, jung Küche mit raffinierten 0,5 kg Kartoffeln asiatischen Einflüssen. Salz Das Rezept zu diesem Porträt finden Sie auf Seite xx Pfeffer

Zutaten 1 Kalbstafelspitz vom Metzger Zwiebel Suppengemüse 1 kg Rindsknochen, warm abgewaschen Randen, Karotten, Sellerie und Kartoffeln, gewürfelt 1 Meerrettich, frisch 2 Äpfel Trockenes Weissbrot, in groben Stücken Instant-Gemüsebrühe Majoran gehackt

Vorbereitung Den Loup de mer schuppen, filetieren und portionieren. Lauch waschen, in feine Julienne schneiden. Chili waschen und auch in feine Julienne schneiden. Koriander waschen und zupfen. Kartoffeln turnieren. Blattspinat zupfen und waschen. Karotten rüsten und in Julienne schneiden.

Zubereitung Für den Salat die Randen-, Karotten- und Selleriewürfel in einer Schüssel mit Traubenkernöl, Himbeeressig, Salz und Pfeffer mischen, 2-3 Stunden ziehen lassen. Randen, Sellerie, Karotten und Kartoffeln in Butter anschwitzen, mit Salz und Pfeffer würzen, etwas Gemüsebrühe angießen und einkochen lassen. Für den Tafelspitz die Zwiebel in der Schale halbieren und auf der Schnittseite in der Bratpfanne schwarz anbraten, anschließend in einem zur Hälfte mit Wasser gefüllten Topf zusammen mit dem Suppengemüse und einigen Pfefferkörnern zum Kochen bringen. Hitze reduzieren, Tafelspitz dazugeben und köcheln lassen, bis er beim Aufspießen wieder von der Fleischgabel rutscht. Für die Sauce Milch aufkochen, Brot hinzugeben und ziehen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Hälfte des Meerrettichs an der Raffel hineinreiben und einige Minuten köcheln lassen. Für den Apfelkern die Äpfel schälen und an der Raffel in eine Schüssel reiben, etwas Apfelsaft darüber gießen. Die zweite Hälfte des Meerrettichs ebenfalls hinreinreiben und gut vermischen. Je zwei Scheiben Tafelspitz auf einer Kelle Kartoffeln anrichten, etwas Brühe darübergeben. Den Salat und die beiden Saucen separat dazu reichen.

mit Kikkoman Sojasauce und geröstetem Sesamöl

Zubereitung Ein wenig Sesamöl auf ein Blech geben, den Loup de mer drauf legen und im Ofen mit 180 °C für 6 Minuten backen. Blattspinat im heißen Sesamöl anziehen, Karotten Julienne dazugeben, mit Oystersauce abschmecken und anrichten. Sojasauce in einen großen Suppenteller geben. Loup de mer mit der Haut nach oben auf einen Teller mit dem Blattspinat geben. Den rohen Lauch auf den Fisch legen und mit sehr heißem Sesamöl übergießen. Mit Chili und Koriander garnieren. Die gekochten Kartoffeln neben den Fisch legen und servieren.

mit Kartoffeln, Gemüsesalat und Apfelkern

Im Filini-Restaurant am Flug­hafen Zürich leitet André Egger ein 44-köpfiges Küchenteam. Zu seinen Spezialitäten zählen authentische italienische Köstlichkeiten.

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v Essen & Trinken

Rezept-Tipp

vom Profikoch

aus dem Grand Hotel Villa Castagnola au Lac, Lugano

Rotbarben di Scoglio mit Sizilianischen Cous-Cous-Gemüsen

Für 4 Personen 12 Rotbarben „di Scoglio“ (ganz kleine Rotbarben), ausgenommen, geschuppt, von der Bauchseite filettiert, so dass die Filets am Rücken verbunden bleiben 8 Cherry-Tomaten, blanchiert, geschält, in Scheiben geschnitten 3 Zweige Thymian, gezupft, geschnitten 3 Zweige Majoran, gezupft, geschnitten 30 ml Olivenöl Extra Vergine 2 Blätter Lauch, blanchiert, längs in schmale Streifen geschnitten Olivenöl zum Braten feines Meersalz schwarzer Pfeffer Cous Cous 50 g Cous Cous 230 ml Wasser 6 Fäden Safran 1 Espressolöffel Cumin, gemahlen 25 g Kichererbsen, gekocht 50 g Möhren, geschält, längs halbiert, in ½ cm dünne Scheiben geschnitten ½ rote Paprika, geschält, in kleine Rauten geschnitten 1 Mini-Zucchini, längs halbiert, in ½ cm dünne Scheiben geschnitten 20 g Stangensellerie, geschält, in ½ cm dünne Scheiben geschnitten 2 Frühlingszwiebeln, in sehr dünne Scheiben geschnitten 30 ml Geflügelbrühe 10 ml Olivenöl Extra Vergine 2 Zweige glatte Petersilie, gezupft, fein geschnitten ¼ Zitrone, ausgepreßt 10 ml Arganöl Zubereitung: Cherry-Tomaten mit Olivenöl und den Kräutern aufkochen, bis die Flüssigkeit reduziert ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit dieser Masse die Rotbarben füllen und mit den Lauchfäden zusammenbinden. Kalt stellen. Wasser mit Meersalz zum Kochen bringen. Cous Cous mit Cumin und Safran vermengen. Alle 5 Min. 1 EL kochendes Wasser unter den Cous Cous heben bis das wasser aufgebraucht ist. Die Gemüse mit

Rezept-Tipp

Mit einer Fisch-betonten Speisekarte erkochte sich Frank Oerthle im Gourmet- und Kunstrestaurant „Arté“ 16 GaultMillau Punkte. Olivenöl kurz sautieren. Mit Geflügelbrühe ablöschen. Cous Cous hinzugeben. Petersilie hinzugeben. Mit Zitronensaft und Arganöl abschmecken. Warm halten. Die Rotbarben in einer beschichteten Pfanne auf jeder Seite 1 Min. anbraten und mit dem Cous Cous anrichten.

vom Profikoch

aus dem Radisson Blu Hotel, Basel

Der gebürtige Franzose Christian Alain Kech weiß mit mediterraner Kochkunst zu begeistern.

Schokoladen Souflée Moelleux aux chocolat Filini Zutaten 15 frische Eier 5 Eigelb 450 g Zucker 650 g Couverture dunkel 650 g Butter 400 g Mehl, halbweiß 220 g Backhefe

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Zubereitung: Eigelb, Eier und Zucker zusammen schlagen. Schokolade und Butter schmelzen lassen und der Eiermasse zufügen. Mehl dazu geben und am Ende das Backpulver. Formen mit Butter und Zucker einreiben. Backzeit: 11 Minuten bei 190 °C Heißluft

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Rezept-Tipp

vom Profikoch

aus dem Navigare NSBhotel, Buxtehude

Buxtehuder Labskaus mal anders

Für 4 Personen 125 g gekochter Schinken, in Würfel geschnitten 2 Schalotten, in Würfel geschnitten 125 g Rote Beete in Würfel geschnitten, gekocht (Fond aufheben) 125 g Altländer Äpfel, in Würfel geschnitten 50 g Gewürzgurke, in Würfel geschnitten 2 El Frischkäse 4 Aalrauchmatjes, Doppelfilet 7 La Ratte Kartoffeln 4 Wachteleier Salz, Pfeffer Schnittlauch 1 El Butter roter Rettich, in dünnen Scheiben Kresse nach Belieben Dekoration: Kirschtomate confiert, Basilikumchip Zubereitung: Die in Würfel geschnittenen Zutaten in eine Schüssel geben und mit Frischkäse, Saft vom Kochen der Roten Beete, Gewürze und Schnittlauch miteinander vermischen. Die La Ratte Kartoffeln mit Schale kochen und in Scheiben schneiden. Die Rote Beete-Masse auf einen Teller setzen und das Doppelmatjesfilet links und rechts platzieren. Die Kresse auf die Rote Beete-Masse dekorieren und das gebratene Wachtelspiegelei in die Mitte setzen. Die in Butter kurz gebratenen Kartoffelscheiben mit dem dünn aufgeschnittenen roten Rettich zu einem Türmchen legen. Mit der confierten Kirschtomate und dem Basilikumblatt ausgarnieren.

Rezept-Tipp

Michael Herold, Küchenchef im „Seabreeze“Restaurant, möchte seine Gäste kulinarisch so begeistern, dass sie immer wieder gern zu ihm nach Buxtehude kommen.

vom Profikoch

aus dem Gourmet-Restaurant & Hotel Ritters Weinstuben, Merseburg

Seeteufelfilet

mit Serranoschinken und Gartenbohnensalat mit Chorizo

Für 4 Personen 400 g Seeteufelfilet 4 Scheiben Serranoschinken Gehackte Kräuter – Petersilie, Basilikum, Estragon Olivenöl, Thymian 400 g Brechbohnen, blanchiert 50 g Chorizo, in dünnen Scheiben 40 g Zwiebeln 40 g Frühlingslauch 40 g Tomatenwürfel Bohnenkraut, Majoran, Petersilie, Traubenkernöl, Balsamico hell, Salz, Pfeffer

Moderne, leichte Gerichte zu erschwinglichen Preisen, oftmals durchaus bodenständig, und eine große Auswahl an Spitzenweinen – so lockt Steffen Warias die Feinschmecker nach Merseburg.

Zubereitung Seeteufelfilet pfeffern und in gehackten Kräutern wälzen. Den Schinken nebeneinander überlappend auf Klarsichtfolie legen. Das Seeteufelfilet obenauf legen, in den Schinken einrollen und mit der Folie fest eindrehen. Fisch aus der Folie nehmen, Olivenöl und Thymianzweig erhitzen. Das Filet leicht anbraten und bei 120 Grad 8 Min. im Ofen fertig garen. Die Chorizo im Öl bei leichter Hitze auslassen. Zwiebeln und Lauch dazu und glasig anschwitzen. Blanchierte Bohnen, gezupfte Kräuter und Tomaten im Chorizo-Lauchöl lauwarm schwenken. Mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Bohnensalat auf Teller anrichten, Fisch in 8 Scheiben schneiden, obenauf legen. Dazu KrustentierMayonnaise und geröstetes Nizza-Baguette.

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Der Dining Desk von Poggenpohl

Visionäres für die Küche Er ist Esstisch und Arbeitsplatte in einem: der Dining Desk. Denn in seinem Inneren versteckt sich so manche Überraschung, unter anderem ein winziger Motor.

E

s ist die Fähigkeit, immer wieder neu zu denken“. So bringt Geschäftsführer Elmar Duffler die Philosophie der Marke Poggenpohl auf den Punkt. Es begann im Jahr 1892. Da gründete der Tischler Friedemir Poggenpohl in Bielefeld seine Tischlerei – und legte damit den Grundstein für die erste deutsche Küchenmarke. Mittlerweile steht der Name weltweit für innovative Konzepte. „Wir möchten Räume schaffen, die nicht mehr zwischen Kochen und Wohnen unterscheiden“, erklärt Elmar Duffler. Und der Dining Desk ist die Quintessenz dieses Gedankens. Je nach Bedarf kann er als Esstisch oder Arbeitsplatte benutzt werden. Eigentlich war das Möbelstück nur als Designstudie

angedacht, ging in Zusammenarbeit mit der Möbelmanufaktur Draehnert dann aber doch in Serie. Besonders interessant wird es in der Mitte des großformatigen Tisches. Denn die lässt sich aufziehen. Mit einem lautlosen elektrischen Motor. Und zum Vorschein kommt ein System, auf dem Schneidebrett, Besteckbehälter, Tablett oder Speisen abgestellt werden können. Vom „Tischlein Deck dich“ zum Platz für gemeinsames Kochen. Den Dining Desk gibt es in furnierter Echtholz-Ausführung oder in Naturstein. Die kurzen Enden des Tisches bieten Platz für zwei Trolleys, die die Verbindung zum Küchenbereich her­ stellen können.  ■

Gemeinsam Speisen zubereiten und anschließend essen – der Dining Desk bietet beste Voraussetzungen dafür.

5 Fragen an Thomas Funke, den Designer des Dining Desk 1. Was inspiriert Sie zu Ihrer Arbeit? Der tägliche Blick über den Tellerrand. 2. Wie kam es dazu, dass der Dining Desk – zunächst nur als Designstudie angedacht – dann doch in Serie ging? Der Dining Desk ist Teil einer Crossover-Studie,

in der die essentiellen Themen Wohnen, Kochen und Kommunizieren verschmelzen. Die positive Resonanz auf der Mailänder Möbelmesse war so groß, dass wir Thomas Funke entschieden, das Desk-Konzept umzusetzen. 3. Wie viel Zeit vergeht vom ersten Entwurf bis zum fertigen Produkt? Der Designprozess entwickelt sich im Grunde über fünf Phasen. Es werden Rahmenbedingungen festgelegt, danach finden wir innovative Designansätze. In der Detaillierungsphase werden diese Ideen dann kanalisiert und optimiert. Die vierte Phase ist die Realisierung und Konstruktion. Verzahnt folgt die Kommunikation und Markteinführung. Wir entwickeln Konzepte im Zweijahres-Rhythmus. Dies ist der Zeitrahmen, der notwendig ist, um Design und Innovationen umzusetzen.  4. Was mögen Sie besonders am Dining Desk? Seine Vielseitigkeit. Er ist erweiterbar – nicht nur in seiner Form, sondern auch in seinen Funktionen. 5. Haben Sie selbst einen Dining Desk zu Hause? Noch nicht … Weitere Informationen finden Sie unter www.poggenpohl.de

Zwei Trolleys dienen als Bindeglied zwischen Küche und Desk.

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v HOTELS & RESTAURANTS

Residence Restaurant Ente in Oberschwaben

Der Froschkönig auf Schwäbisch Reisende aus dem In- und Ausland handeln es mittlerweile als Geheimtipp: das „Residence Restaurant Ente“ in Biberach an der Riß. In dem kulinarischen Kleinod lässt es sich vorzüglich tafeln und nächtigen.

A

uf einmal war er da: Der Koch, der Claudia Gebharts Restaurant total verwandelte – in ein kulinarisches Kleinod. Eigentlich suchte David Schlegel nur eine Stelle für den Übergang, wollte ein paar Monate bleiben. Inzwischen sind es zweieinhalb Jahre mit Fortsetzung auf unbestimmte Zeit.

Inhaberin Claudia Gebhart am Ausschank. Die Gäste schätzen ihren charmanten Service.

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Das „Residence Restaurant Ente“ im Herzen der Altstadt von Biberach an der Riß hat seither eine Metamorphose erfahren: David Schlegel mixte die feine schwäbische Küche mit einer riesigen Portion Kreativität. So stehen heute die verschiedensten Kreationen auf der wöchentlich wechselnden Karte. Allen voran Spezialitäten von der Ente: Von feiner Entenleber bis zur halben Ente aus dem Ofen mit Knödel und Rotkohl reicht die Palette. Dazu wird eine gute Auswahl an Weinen angeboten. Und Desserts sind sowieso David Schlegels großes Steckenpferd. Seit 17 Jahren betreibt Claudia Gebhart das Restaurant. Und nicht zuletzt wegen ihrer charmanten Leitung des Service kommt so manch Reisender immer wieder nach Biberach. 2008 baute sie die oberen Stockwerke des Hauses zur Residence mit drei großzügigen Suiten um, wurde dafür vom deutschen Tourismus-Verband mit vier Sternen ausgezeichnet.

Die Zimmer gestaltete Claudia Gebhart in Zusammenarbeit mit einer Feng-ShuiArchitektin. Heraus kamen exklusiv eingerichtete Räume mit viel Platz und Stil. So können Gäste beispielsweise in der Residence Suite unterm Dach in einem Whirlpool mit italienischem Marmor relaxen.

Der Froschkönig: Im Märchen findet die Prinzessin unerwartet ihr Glück. Wir finden: Parallelen sind unverkennbar.

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Rustikaler Charme: das Restaurant, eingedeckt für den Abend.

Süße Kreationen aus der Manufaktur: Marmelade mit Pina Colada-Geschmack.

David Schlegel (r.) demonstriert in seinem Kochkurs, wie Kräuter gehackt werden.

Zwei Gemeinsamkeiten teilen sich die Suiten. Zum einen die Multi-MediaAnlage mit W-LAN, Plasma-Bildschirm und DVD-Player. Und zweitens einen kleinen Froschkönig aus Terrakotta.

Aus eigener Manufaktur

Als wir in die Küche gehen, fertigt David Schlegel Maultaschen mit Kalbsbrät und Spinat. Die sind mittlerweile so beliebt, dass sie auch in den umliegenden Feinkostläden angeboten werden. Neben dem Restaurantbetrieb hat Schlegel eine Manufaktur mit einem kleinen, aber feinen Feinkostsortiment aufgebaut. Da gibt es zum Beispiel Caipirinha-Konfitüre oder Entenleberpaté mit Portwein. Die große Nachfrage bestärkt David Schlegel darin, ständig Neues zu entdecken – und weiterzugeben. Wie in seinen Kochkursen, bei denen er sehr auf die Wünsche der Gäste eingeht. Schlegel will das Kochen als Erlebnis

zelebrieren: In seinem letzten Kochkurs wurde ein Waller, ein Flusswels, zu Steaks und Filet verarbeitet. Der Fischer war ebenfalls in der Küche zu Gast – und erzählte über Herkunft und Lebensweise der Tiere. Reisende aus aller Herren Länder reichen die „Ente“ heute als Geheimtipp untereinander weiter. Deshalb gibt es die Speisekarte auch auf Englisch. Erst neulich war der Sänger Chris de Burgh wieder zu Gast. Ob es an der herzlichen Atmosphäre liegt oder am schönen Garten mit Springbrunnen? Eigentlich egal. Ist man auf der Durchreise oder schaut sich die Schönheiten der Schwäbischen Barockstraße an, geht man in die „Ente“. Direkt. Ohne nach anderen Häusern zu suchen. Übrigens: David Schlegel und Claudia Gebhart sind mittlerweile auch privat liiert. Manchmal werden eben Märchen wahr …  Annette Waldow ■

Drei exklusiv gestaltete Suiten stehen den Gästen in der Residence zur Verfügung.

v Residence Restaurant Ente Gymnasiumstraße 17 88400 Biberach an der Riß Telefon: 07351/ 13394 Telefax: 07351/578848 E-Mail: info@restaurant-ente.de www.restaurant-ente.de Inhaberin: Claudia Gebhart Küchendirektor: David Schlegel

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Romantik Hotel Die Gersberg Alm, Salzburg

Ankommen, wohlfühlen, genießen Idyllisch am See, hoch oben in den Bergen, direkt am Meer, am lebhaften Dorfplatz, inmitten von grünen Wäldern … Die Lage der 205 privat geführten, historischen Romantik Hotels & Restaurants in 10 Ländern Europas ist immer etwas Besonderes. Spezialitäten aus der Region, landestypische Architektur sowie Klima und Mentalität der Menschen prägen den Charakter eines jeden Hotels und Restaurants ebenso wie die Individualität der Gastgeber. 66 Wellness Häuser in 5 Ländern und 23 Restaurants, die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet sind, stehen für Wohlbefinden und Genuss auf höchstem Niveau.

Bestellen Sie Ihr persönliches Exemplar des neuen Romantik Hotel & Restaurant Guides telefonisch unter +49 (0) 69/66 12 34-0, per E-Mail: info@romantikhotels.com oder online.

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Leichtigkeit des FOTO: PIXELIO.DE/NADINE TAPERLA

Genießens

ArrAngements v

Genießen kann so leicht sein: Ein herzlicher Empfang, ein stilvolles Ambiente in einer reizvollen Umgebung und eine ex zellente Küche, die von den regionalen Spezia litäten bis hin zu kulina rischem Hochgenuss verwöhnt, wie Sie es von jedem unserer Häuser erwarten dürfen. Information: www.romantikhotels.com

Region

Nord-West 1 8

2 Bad Zwischenahn bei Oldenburg

3 2

4 6

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1 Juist, Nordsee-Insel

Wellness- und Wohlfühltage Arrangement „Wellness- und Wohlfühltage“: 2 Übernachtungen mit Frühstück. 2 viergängige „Eiden-Menüs“ (je mit einem Vitamin-Cocktail) sowie eine Gesichtsbehandlung Methode Spa, eine Aromaöl-Massage und Fahrradnutzung. Preis: 362 € (334,50 €) pro Person. Einzelzimmerzuschlag 10 € pro Tag nur in der Hauptsaison.

Achterdieks 3 Wohlfühltage Aller guten Dinge sind drei – in diesem Fall drei wunderbare Tage mit allem, was dazugehört: 3 Nächte erholsames Schlummern im Nordseeklima. Ostfriesisches Frühstücksbuffet mit Sekt. Gutschein für einen Cocktail an der Bar. Ein Wertgutschein und eine Beauty-Pack-Ganzkörperbehandlung in unserer Beauty- und Wellness-Abteilung. Jeden Abend ein feines 4-Gänge-Menü. Gemütlicher Abend am Kamin. Schwimmen, aalen, schwitzen in unserer Badelandschaft. Wandern, radeln, bummeln in der jodhaltigen Nordseeluft. Preis pro Person: ab € 395.

Romantik Hotel Josthof D-21376 Salzhausen bei Lüneburg Am Lindenberg 1 Tel. ++49 (0) 41 72 / 90 980 Fax ++49 (0) 41 72 / 62 25 josthof@romantikhotels.com www.josthof.de 5 Bad Salzuflen, Westfalen

Sonntagsschnäppchen Romantik Hotel Jagdhaus Eiden am See D-26160 Bad Zwischenahn, Eiden 9 Tel. ++49 (0)4403 / 698 000 Fax ++49 (0) 4403 / 698 398 Jagdhaus-eiden@romantik hotels.com, www.romantikhotels. com/bad-zwischenahn 3 Bad Bederkesa bei Bremerhaven

Unser „Wochenangebot“

Romantik Hotel Achterdiek D-26571 Juist, Wilhelmstraße 36 Tel. ++49 (0) 49 35 / 80 40 Fax ++49 (0) 49 35 / 17 54 info@hotel-achterdiek.de www.hotel-achterdiek.de

Romantik Hotel Bösehof D-27624 Bad Bederkesa Hauptmann-Böse-Straße 19 Tel. ++49 (0) 47 45 / 94 80 Fax ++49 (0) 47 45 / 94 82 00 www.boesehof.de boesehof@t-online.de

DAS Angebot für schlaue Rechner – wenn sich die Welt im Bösehof etwas langsamer dreht! Anreise: Sonntag, Abreise: Freitag. 5 Übernachtungen mit Frühstück vom Buffet, 4 mal Halbpension, 1 sechsgängiges Feinschmeckermenü mit Aperitif, Kaffee und Digestif, Benutzung unserer Saunen- und Badelandschaft, Fahrradverleih. Ab 388 € im DZ. NEU: 3 Golfplätze mit Greenfee-Vereinbarung, Romantik Natur Spa.

4 Salzhausen, Lüneburger Heide

Schnupper-Wochenende Jede Jahreszeit gibt der Heide ein anderes Gesicht. Blühende Erika, grüne Birkenwälder, herbstgoldene Lichtungen oder schneeglitzernde, sanft gewellte Weiten: Immer ist die Lüneburger Heide schön und lohnenswert für einen Besuch. Inmitten dieses Landstrichs mit seinen freundlichen Heidedörfern, tiefen Wäldern und versteckt liegenden Hünengräbern aus vorchristlicher Zeit liegt der „Josthof “ mit seiner über tausendjährigen Geschichte. Unser „Schnupper-Wochenende“: 2 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche / WC. Frühstücksbuffet. Gutscheine für die Salztherme in Lüneburg. 1. Abend: 3-Gang-Menü. 2. Abend 5-Gang-Menü. 169 € p. P., im Appartement oder Einzelzimmer 183 €.

Das Geheimnis kultivierter Lebensart liegt oft in der Liebe und Sorgfalt gegenüber den kleinen Dingen des Lebens – dafür möchte Sie das Arminius begeistern. Harmonie zwischen mittelalterlichen Mauern und moderner Architektur. Eine kleine Hotelwelt voller Komfort, Luft, Farben und romantischer Details. 1 Übernachtung in einer kuscheligen Suite, Frühstück vom Buffet, Menü bei Kerzenschein in 3 Gängen im Varus inkl. alkoholfreier Getränke, Nutzung des Calida Spa’s. € 81,50 p.P.

Romantik Hotel Arminius 32105 Bad Salzuflen, Ritterstr. 2-8 Tel. ++49 (0) 52 22 / 36 60 Fax ++49 (0) 52 22 / 36 61 11 arminius@romantikhotels.com www.hotelarminius.de

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v ArrAngements 6 Faßberg-Müden, Lüneburger Heide

Sieben Tage Landromantik Genießen Sie 7 Tage Landromantik in der Heide. Erleben sie bei einer Wanderung unsere einzigartige Landschaft. Relaxen Sie in unserer über 200 Quadratmeter großen WellnessOase. Am Abend verwöhnen wir Sie bei Kerzenschein in unserem vielfach ausgezeichneten Gourmetrestaurant „Schäferstuben“. 7 Übernachtungen mit Frühstück vom Buffet. Willkommenspräsent und Aperitif am Anreisetag. 6 Drei-Gang-Wahlmenüs (nach Wunsch am Mittag oder Abend). 1 Fünf-Gang-Gourmetmenü. Freie Nutzung unserer „Wohlfühl-Oase“. Umfangreiche Ausflugstipps. Pro Gast ab € 593.

Niemeyer’s Romantik Posthotel D-29328 Faßberg-Müden Hauptstraße 7 Tel. ++49 (0) 50 53 / 98 900 Fax ++49 (0) 50 53 / 98 90 64 Posthotel-fassberg@romantik hotels.com, www.romantikhotels. com/fassberg

7 Rheda-Wiedenbrück, Westfalen

Fachwerkromantik und Gaumenfreuden Lassen Sie sich entführen in die heimelige Atmosphäre eines über 1050 Jahre alten Fachwerkhausstädtchens. Genießen Sie Gastfreundschaft und Komfort. Vergessen Sie den Alltagsstress für eine Weile und lassen Sie Ihre Seele baumeln. Unser Arrangement beinhaltet 2 Übernachtungen mit Verwöhnfrühstück, ein Westfälisches Menü mit 3 Gängen inklusive urigem Appetitmacher, ein Feinschmecker Menü mit 4 Gängen mit Champagner Aperitif, eine entspannende, 20-minütige Rückenmassage, Obst und Mineralwasser zur Begrüßung auf dem Zimmer, Bademantel für die Zeit des Aufenthaltes und

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Nutzung der Dachterrassensauna sowie eine ganz private Stadtführung. Preis: ab 234 € pro Person im Doppelzimmer, Anreise täglich.

Romantik Hotel & Restaurant Ratskeller Wiedenbrück Markt 11 / Lange Straße 40 33378 Rheda-Wiedenbrück Tel. ++49 (0) 52 42 / 92 10 Fax ++49 (0) 52 42 / 92 11 00 info@ratskeller-wiedenbrueck.de www.ratskeller-wiedenbrueck.de

9 Münster, Westfalen

Gegen den Stau Ganzjährig buchbar: Arrangement „Gegen den Stau“. Anreise Sonntag. Abreise Dienstag. Zwei Übernachtungen inklusive Frühstück. Westfälisches 4-Gang-Menü am ersten Abend. 1 Schlemmermenü (5-Gänge) am zweiten Abend. Fahrräder und Kartenmaterial leihweise. Preise ab € 175 pro Person im Doppelzimmer.

Romantik Hotel Hof zur Linde D-48157 Münster-Handorf Handorfer Werseufer 1 Tel. ++49 (0) 251 / 327 50 Fax ++49 (0) 251 / 32 82 info@hof-zur-linde.de www.hof-zur-linde.de 10

8 Norden, Niedersachsen

Ostfriesland entdecken Herrlich ist es hier oben, so ganz nah an der Küste. Bis zur Nordsee sind es gerade mal 3 km. Unser Arrangement „Ostfriesland entdecken“ beinhaltet 3 Übernachtungen im Doppelzimmer inkl. Frühstück sowie verschiedene Abendessenarrangements und bietet Ihnen die Möglichkeit unsere wunderschöne Region zu erkunden. Wir stellen Ihnen hierfür die notwendige Ausrüstung: Fahrräder für einen Tag, eine Umgebungskarte, einen gefüllten Picknickkorb sowie Fährkarten für eine Überfahrt nach Norderney. Stärken Sie sich bei Tee und Ostfriesentorte und erkunden Sie selbstständig das Norder Tief mit dem hauseigenen Ruderboot. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie erholsame Stunden in unserem Wellnessbereich „Meer und Moor“. Ab € 279 p. P.

Entfliehen Sie dem Ehealltag 2 Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive reichhaltigem Frühstück, Willkommens-Prosecco, Obstteller und Mineralwasser bei der Anreise auf dem Zimmer. 2-mal romantisches 3-Gang-Abendmenü, Saunanutzung inklusive. Wandeln Sie zwischen mittelalterlichen Gassen und Shoppingvergnügen in vielen inhabergeführten Fachgeschäften oder entdecken Sie einen Teil der 100 Schlösser und Burgenroute. Pro Person ab 178 € (Kategoriezuschlag: 10 € pro Kategorie).

Romantik Hotel Sim-Jú D-59368 Werne, Stockumer Str. 8 Tel. ++49 (0) 23 89 / 95 39 30 Fax ++49 (0) 23 89 / 92 41 74 sim-ju@romantikhotels.com www.villa-suplie.de 11

Romantik Hotel Reichshof D-26506 Norden, Neuer Weg 53 Tel. ++49 (0) 4931 / 175 0 Fax ++49 (0) 4931 / 175 75 www.reichshof-norden.de info@reichshof-norden.de

Werne, Münsterland

an jedem Mittwoch Abend (Juli/August). Landleben mit Bauernhof-Molkerei, Kornbrennerei und Ziegenkäserei. Ankommen, Wohlfühlen und Genießen. 6 Nächte Halbpension pro Person im Doppelzimmer: € 444.

Romantik Hotel Haus Elmer D-46499 Hamminkeln/Marienthal An der Klosterkirche 12 Tel. ++49 (0) 28 56 / 91 10 Fax ++49 (0) 28 56 / 9 11 70 info@haus-elmer.de, www.haus-elmer.de 12

Willingen, Hessen

Rundum Grün Eingebettet in die 800er Gipfel des Hochsauerlandes am Fuße des Ettelbergs und direkt am Wald liegt das Stryckhaus – ideal für Ihre Auszeit: Natur erleben, Abschalten, Erholen. Im Jahre 1912 vom Worpsweder Jugendstilmaler Heinrich Vogeler erbaut, bietet es 4*-Wohnkomfort, Entspannung auf 600 m2 SPA mit Saunawelt, Verwöhn-Momente für Körper und Seele in der Beautyfarm oder Massagen von Kopf bis Fuß. Geschmackserlebnisse finden Genießer bei einer leichten Küche – internationale und regionale Spezialitäten, immer aus frischen Zutaten gezaubert. Unser schönes Angebot zum Kennenlernen: 3 x Übernachtung im Komfortzimmer „Mühlenkopf “ inkl. Frühstücksbuffet, 2 x Schlemmer-Halbpension, 1 x rustikales 3-Gang-Menü in der Wirtsstube, Freie Nutzung des Spa, dafür Leihbademantel und Frottierschuhe auf dem Zimmer, frisches Obst und Mineralwasser ab € 255 pro Person im Doppeloder Einzelzimmer (bei Anreise Sonntag bis Mittwoch), ab € 299 pro Person (bei Anreise Donnerstag bis Samstag).

Hamminkeln, Niederrhein

Landleben und Kulturerlebnisse Idylle pur im Klosterdorf Marienthal; Wander- und Radwege, Allee der Poesie, Balladenweg und Kunsterlebnisse pur. Ruhr 2010 – Kulturhauptstadt Europas vor der Haustüre, Marienthaler Abende- Kleinkunst vom Feinsten

Romantik Hotel Stryckhaus Mühlenkopfstraße 12 34508 Willingen Tel +49 (0)56 32/9 86-0 Fax +49 (0)56 32/6 99 61 stryckhaus@romantikhotels.com www.stryckhaus.de

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Region

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Nord-Ost

freie Getränke in der Minibar. Nutzung der hauseigenen Sauna inklusive Bademäntel. Hochwertige Rügenkarte als Kunstdruck. Arrangementpreis: € 495 pro Person im Doppelzimmer.

in Jüterbog, 1 Lunchpaket. Das Arrangement wird mit € 174,- pro Person im Doppelzimmer berechnet. Einzelzimmerzuschlag € 12,- pro Nacht.

nüs an der großen Tafel im Kaminsaal oder an individuellen Tischen, ein Eintritt im Barockschloss Rammenau, ein Picknickkorb gefüllt mit Köstlichkeiten aus der Schlossküche, die Nutzung unserer Leihfahrräder sowie tägliche Auszeiten in unserem großzügigen Spa-Bereich mit Saunalandschaft und Endlesspools. Preis pro Person im DZ ab € 300.

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Ahlbeck, Insel Usedom

Traum für zwei Ganzjährig gültig: Arrangement „Traum für zwei“. 2 Übernachtungen im romantisch hergerichteten Doppelzimmer. 1 Flasche Wasser bei der Anreise. Tägliches Kuschelfrühstück im Bett. 1x 3-Gang-Schlemmermenü und 1x Candlelight-Dinner in 4 Gängen im Gourmetrestaurant „Kaiserblick“. Süße Überraschung auf dem Zimmer am ersten Abend. 1x Wellness-Rückenmassage. Genießen Sie während Ihrer Wohlfühl-Massage zusammen mit Ihrem Partner die private Atmosphäre unseres Double-Treatment-Raumes. Kostenfreie Nutzung unseres Wellness-Bereiches, 1000 Quadratmeter groß. Verschiedene Saunen, Pool, Erlebnisduschen, Blütenpools. Neu: Asia-Spa „Kinnaree“ mit diversen Massagen und Ritualen. Preis pro Personen: ab € 263.

Romantik Seehotel Ahlbecker Hof D-17419 Ahlbeck, Ostseebad Dünenstraße 47 Tel. ++49 (0) 383 78 / 620 Fax ++49 (0) 383 78 / 6 21 00 ahlbecker-hof@romantikhotels.com www.romantikhotels.com/Ahlbeck 14

Romantik Hotel Kaufmannshof D-18528 Bergen auf Rügen Bahnhofstraße 6-8 Tel. ++49 (0) 38 38 / 80 45-0 Fax ++49 (0) 38 38 / 80 45-45 info@kaufmannshof.com www.kaufmannshof.de 15

Heringsdorf, Insel Usedom

Romantik Hotel Alte Försterei D-14913 Kloster Zinna bei Jüterbog, Markt 7 Tel. ++49(0)3372/4650 Fax ++49(0)3372/406577 +465222 alte-foersterei@romantikhotels.com www.romantikhotels.com/ kloster-zinna 17

Dresden, Sachsen

Ostseemärchen

Kultur und Wellness

7 Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive Schlemmerfrühstück vom Buffet bis 11:00 Uhr Halbpension als 3-Gang Menue im Restaurant Epikur und kostenfreie Nutzung der Wellnessoase Shehrazade: Schwimmbad mit wohl temperiertem Wasser, Sprudelbänken und Gegenstromanlage, Fitnessraum, Laconium, osmanisches Dampfbad, Tepidarium, Amethystensauna, Eisgrotte, Erlebnisduschen und Entspannungsoasen in der gegenüberliegenden Residenz. Ein Platz in der Tiefgarage ist kostenfrei. Preis: € 700 pro Person.

Genießen Sie 5 traumhafte Urlaubstage in der Kulturstadt Dresden mit vier Übernachtungen im komfortablen Hotelzimmer. Willkommensdrink zur Anreise. Gourmetfrühstück mit romantischem Blick auf unseren Hotelpark. Täglicher Transfer in die Innenstadt. Ticket „Große Stadtrundfahrt“ durch Dresden mit Führungen & Besichtigung von Frauenkirche und Semperoper. Nutzung unseres Vitalgartens (Sauna, Dampfbäder u.v.m.) für den gesamten Aufenthalt. Dieses Arrangement „5 traumhafte Urlaubstage��� können Sie buchen zum Arrangementpreis von: 249 € pro Person im komfortablen Doppelzimmer.

Romantik Hotel Esplanade D-17424 Seebad Heringsdorf Seestraße 5 Tel. ++49 (0) 383 78 / 700 Fax ++49 (0) 383 78 / 704 00 esplanade@romantikhotels.com www.romantikhotels.com/ heringsdorf

Bergen, Insel Rügen

Romantik Hotel und Restaurant Pattis D-01157 Dresden, Merbitzer Straße 53 Tel. ++49 (0) 3 51 / 4 25 50 Fax ++49 (0) 3 51 / 4 25 52 55 pattis@romantikhotels.com www.pattis.net

Romantik Hotel Schloss Gaußig D-02633 Gaußig , An der Kirche 2 Tel. ++49 (0)35 930/55 227 Fax ++49 (0)35 930/29 932 schloss-gaussig@romantikhotels.com www.schloss-gaussig.de

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Region

Süd-West

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Hamm/Sieg, Westerwald

Jahreszeit-Erleben Tafelfreuden-Arrangement „Der Froschkönig“. Das Jahreszeiten-Erleben. 2x Übernachtung mit Frühstück. 1x 3-Gang-Menü mit Aperitif. 1x handgemachte Kräuterseife. 1x Jahreszeiten-Erlebnis, zum Beispiel Frühling/ Sommer. Wildkräuter-Wanderung mit Kräuterexperten. Preis pro Person im Doppelzimmer: ab € 165.

Romantische Erlebnisreise 6 Übernachtungen im komfortablen Hotelzimmer. Begrüßungsgetränk an der Hotelbar. Romantisches Frühstücksbuffet im Wintergarten. 6 Menü-Überraschungen im Restaurant „Kontor“. Karten für die romantische Schiffstour entlang der Kreide küste. Karten für Rügens nostalgische Kleinbahn „Rasender Roland“. Alkohol-

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Kloster Zinna, Brandenburg

Radlertage im Romantik Hotel „Alte Försterei“ 2 Übernachtungen im Doppelzimmer, 2 Frühstück vom reichhaltigen Buffet, 1 Leihfahrrad/Person mit Fahrradkarten, 2 abendliche DreiGang-Menüs, 1 Imbiss im Kaffeehaus

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Gaußig, Oberlausitz

Oberlausitz entdecken Schloss Gaußig ist die Verwirklichung des Traumes vom „Leben auf dem Schloss“. Unser Arrangement beinhaltet: 3 Übernachtungen in einem unserer eleganten Schlosszimmer inkl. reichhaltigem Sektfrühstück, 3 abendliche Me-

Romantik Hotel Alte Vogtei D-57577 Hamm/Sieg Lindenallee 3 Tel. ++49 (0) 26 82 / 259 Fax ++49 (0) 26 82 / 89 56 alte-vogtei@romantikhotels.com www.romantikhotels.com/hamm

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v Arrangements 20

Stolberg bei Aachen

Kuschelwochenende Zu jeder Jahreszeit ist unser kleines Landhotel mit Café genau der richtige Ort für ein romantisches Kuschelwochenende. 2 x Träumen in einem schönen ruhigen Doppelzimmer Ihrer Wahl. Zimmer romantisch mit Rosen und Accessoires dekoriert. 1 Flasche Prosecco und Obst fürs prickelnde Vergnügen im Hotelzimmer. Kostenfreie Nutzung von Schwimmbad und Sauna. 2 x Frühstück vom großen Genießer-Buffet; sonntags Langschläfer-Frühstück bis 12 Uhr; auf Wunsch Kuschel-Frühstück im Zimmer. Begrüßungscocktail in der Hotelhalle. Pro Person ab € 119,50.

Romantik Parkhotel am Hammerberg D-52222 Stolberg, Hammerberg 11 Tel. ++49 (0) 24 02 / 123 40 Fax ++49 (0) 24 02 / 123 480 hammerberg@romantikhotels.com www.romantikhotels.com/stolberg 21

Attendorn, Süd-Sauerland

Faszination Golf Auf einem der schönsten Golfplätze Nordrhein-Westfalens finden Golfer ihr Paradies. 2 x Übernachtung im Doppelzimmer inkl. Frühstücks­buffet, 1x 4-Gang-Verwöhnmenü mit Apéritif, 1x 5-Gang-Romantikmenü mit Champagner, Nutzung der Relax- und Wellnessoase mit Schwimmbad und Saunalandschaft, 2 x Green-Fee auf der 18Loch-Anlage im Golfpark Repetal.

Romantik Hotel Haus Platte D-57439 Attendorn-Niederhelden Repetalstraße 219 Tel. ++49 (0) 27 21 / 13 10 Fax ++49 (0) 27 21 / 13 14 15 info@platte.de, www.platte.de 22

Solingen, Bergisches Land

Sie zwei Tage vom Alltag. Im Arrangement sind enthalten: 2 Übernachtungen im Business- oder Romantik-Doppelzimmer mit reichhaltigem Frühstücksbüffet, Nutzung der Sauna- und Badelandschaft mit Schwimmbad, Whirlpool, Vitalgarten und Fitness-Center, Obstteller und Begrüßungsaperitif am Anreisetag, 1x regionales Menü in drei Gängen und 1x Romantik-Menü in fünf Gängen, eine Wanderkarte rund um den Gravenberg und eine Hausführung auf Wunsch Preis: € 220 oder € 255 pro Person und Arrangement.

Romantik Hotel Gravenberg D-40764 Solingen-Langenfeld Elberfelder Straße 45 Tel. ++49 (0) 21 73 / 922 00 Fax ++49 (0) 21 73 / 227 77 rezeption@gravenberg.de www.gravenberg.de 23

Wartmannsroth, Unterfranken

Mühlendinner Aus einer ehemaligen Getreidemühle wurde ein Kleinod – eine gekonnte Mischung aus dem Charme einer längst vergangenen Zeit und modernem Komfort. Das Arrangement „Mühlendinner“ besteht aus einer Übernachtung mit Neumühler Frühstück und Abendessen, Champagnerapéritif, 5-GangMenü mit begleitenden Weinen, Espresso und Digestif. Buchbar im Zweibett- oder Doppelzimmer ab € 140,00 bis € 160,00 pro Person und Tag (Einbettzimmer € 185,00 oder Kamin­suite € 205,00 pro Person und Tag).

Romantik Hotel Neumühle D-97797 Wartmannsroth Neumühle 54 Tel. +49 (0)97 32/8 03-0 Fax +49 (0)97 32/8 03-79 neumuehle@romantikhotels.com www.romantikhotel-neumuehle.de 24

Volkach, Unterfranken

Unterwegs im Bergischen Land

Weinfrohe Tage

Lernen Sie bei einem Kurzausflug das Bergische Land kennen und entspannen

2 Übernachtungen. 1. Tag: Genießen Sie als Auftakt das „Degustations­

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menü“ in unseren mehr als 600 Jahre alten Gaststuben oder im idyllischen Innenhof. Vier Gänge und acht korrespondierende Weine aus eigenem Anbau entführen Sie in die Weihen der Kombinierbarkeit von Speise und Wein. 2. Tag: Mit Rad- und Wanderkarte ausgerüstet erkunden Sie Volkach und die Mainschleife oder wandern einen der Weinsortenlehrpfade entlang (auch gerne mit Führung buchbar). Gerne können Sie auch ein Fahrrad bei uns mieten und die gut ausgebauten Fahrradwege der Mainschleife entlang radeln. Am Abend erwarten wir Sie zur Weinprobe in unseren Kellern im Anschluss ein fränkisches Drei-GangMenü. Einkaufsguthaben im Wert von € 10. Ganzjährig buchbar. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Romantik Hotel Zur Schwane D-97332 Volkach, Hauptstr. 12 Tel +49 (0)93 81/80 66-0 Fax +49 (0)93 81/80 66-66 schwane@romantikhotels.com www.schwane.de 25

Laudenbach, Franken

Genießertage in Churfranken Genießen Sie Spitzenweine und ausgezeichnete Obstbrände vom Untermain bei köstlichen Menüs. Zwei Übernachtungen mit liebevoll serviertem Frühstück mit Buffet, fränkischem 3-Gang-Menü mit 0,375 l Bocksbeutel, 5-Gang-Gourmet-Menü, danach Digestif im Gewölbeweinkeller. Preise pro Person: Doppelzimmer ab € 205, Appartement ab € 228. „Mit dem Chef in die Luft gehen“: Bei einem Zusatztag erleben Sie mit dem Chef bei gutem Wetter einen Freiflug über die schöne Weinlandschaft des Maintals (DZ ab € 260; Appartment ab € 280).

Romantik Hotel Zur Krone D-63925 Laudenbach/Main Obernburger Straße 4 Tel. ++49 (0) 93 72 / 24 82 Fax ++49 (0) 93 72 / 101 12 krone@romantikhotels.com www.krone-laudenbach.de

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Zweibrücken, Westpfalz

Goldener Herbstwald Buchbar zwischen dem 11. und dem 28.10.2010. 4 Übernachtungen in der gewünschten Zimmerkategorie. 4 x Frühstück vom Gourmet-Romantik-Frühstücksbuffet mit Sekt. Am Abend jeweils ein Menü in drei Gängen inkl. aller Getränke. Frisches Obst und Mineralwasser auf dem Zimmer während des Aufenthalts. Kartenmaterial, Prospektmaterial und Eintrittskarten für Ihren Lieblingsgarten in der Umgebung zusammen mit einem Lunchpaket. Kulinarische Begrüßung im Zimmer. Bademantel für den Aufenthalt. Nutzung von Hallenbad und Saunabereich. DZ € 496 p. P. im Galerieoder Landhauszimmer, € 596 im Atelier, € 636 in der Maiso­nette. EZ € 596 p. P. im Landhauszimmer, € 620 im Galeriezimmer, € 720 im Atelier, € 760 in der Maisonette.

Romantik Hotel Landschloss Fasanerie D-66482 Zweibrücken, Fasanerie 1 Tel. ++49 (0) 63 32 / 9 73-0 Fax ++49 (0) 63 32 / 9 73-1 11 info@landschloss-fasanerie.de www.landschloss-fasanerie.de 27

Rammingen, Alb-Donau-Kreis

Urlaubsstopp Arrangement Urlaubsstopp: Aperitif. 4-Gang-Abendmenü. Übernachtung mit Frühstücksbuffet. € 119 p. P. im DZ, € 129 im EZ. Alternativen: 1-Tages-Gourmet-Arrangement. Aperitif. 5-Gang-Abendmenü inkl. korrespondierender Weine, Mineralwasser, Kaffee. Übernachtung mit Frühstücksbuffet. € 179 p. P. im DZ, € 189 im EZ. 2-TagesGourmet-Arrangement: Am 1. Abend 4-Gang-Menü, am 2. Abend 5-GangMenü, jeweils mit Aperitif, korrespondierenden Weinen, Mineralwasser, Kaffee. € 338 p. P. im DZ, € 348 im EZ.

Romantik Hotel Landgasthof Adler D-89192 Rammingen, Riegestr. 15 Tel. ++49 (0) 7345 / 96410 Fax ++ 49 (0) 7345 / 964110 info@adlerlandgasthof.de www.adlerlandgasthof.de

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Oberkirch, Mittlerer Schwarzwald

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Wangen, Allgäu

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Titisee-Neustadt, Schwarzwald

Duett im Himmelbett

Zauber der Romantik

Wellness mit Seeblick

Verbringen Sie romantische Stunden zu zweit und erleben Sie 350 Jahre Gastlichkeit in unserem denkmalgeschützten Haus – einem Kulturgut der Region. Zwei Übernachtungen im Original Schwarzwälder Himmelbett inklusive Frühstücksbüffet, ein 4-Gang-Menü am ersten Abend, ein 6-Gang-Menü am zweiten Abend, jeweils inklusive einer Flasche badischer Wein Ihrer Wahl aus unserer Hauskollektion. Preis pro Person im Doppelzimmer € 249. Ganzjährig buchbar.

Zwei Übernachtungen im Doppelzimmer. Freitag bis Sonntag inklusive Frühstücksbuffet. 5-Gang-Menü. Preis pro Person € 160. Genießen Sie den Zauber des Allgäus mit Sonne, klarer Luft, Kerzenlicht und barocken Köstlichkeiten für die Augen und den Magen.

Drei Übernachtungen im Komfort-Doppelzimmer mit Halbpension und Wellness ab 380 €. Anreise: Sonntag, Montag oder Dienstag. Leistungen: Punsch in unserer Kaminbar „Fläschlehimmel“. Obst, Blumen und eine Flasche Wasser bei der Anreise. Vital-Frühstücksbuffet. Täglich am Abend ein saisonales 4-Gang-Menü (Hauptgang zur Wahl). Nutzung der Bade- und Sauna-Welt „Titinova“ mit Bio- und Finnischer Sauna, Dampfbad, Whirlpool, Fitness-Raum, beheiztem Innen- und Außenpool. Bademantel und Badeschuhe auf dem Zimmer. Kurtaxe Titisee. Gratis-Ticket für Bus und Bahn mit der Konus-Gästekarte. Abschiedspräsent pro Zimmer. Außerdem: 90-minütige Behandlung in unserer „Beauty-Farm „Bellezza“ mit Schwarzwald-Molke. Molke-Ganzkörpercreme-Peeling, entspannende Rücken-Relax-Massage, Molke-Ganzkörper-Cremepackung, schmackhafter MolkeDrink. Preis für 3 Nächte pro Person: 380 € im Doppelzimmer, 445 € im Einzelzimmer.

Romantik Hotel Zur Oberen Linde D-77704 Oberkirch, Hauptstr. 25-27 Tel. +49 (0)78 02/80 20 Fax +49 (0)78 02/30 30 obere-linde@romantikhotels.com www.zur-oberen-linde.de 29

Baiersbronn, Schwarzwald

Kulinaria und Natur 3 Übernachtungen für 2 Personen im schönen Doppelzimmer mit reichhaltigem Frühstücksbuffet. 1 Überraschungscocktail. 2 Menüs im Rahmen der Halbpension. 1 mehrgängiges Gourmet-Überraschungsmenü. Kostenfreie Benutzung der Wellness-Anlage mit Hallenbad, Sauna, Dampfbad und Fitnessraum. Mit der Baiersbronn Touristik Card können Sie den öffentlichen Nahverkehr im Kreis Freudenstadt kostenfrei nutzen. € 402 p. P. im Haus Schlossberg, € 420 p. P. im Haus Burgfels. Buchbar auf Anfrage. Im neu renovierten Gourmetrestaurant verwöhnt Sterne- und Drei-Sonnen-Koch Jörg Sackmann mit einer saisonal ausgerichteten internationalen Küche mit französischen und mediterranen Schwerpunkten.

Romantik Hotel Alte Post und Postvilla D-88239 Wangen, Postplatz 2 Tel. ++49 (0) 75 22 / 975 60 Fax ++49 (0) 75 22 / 226 04 altepost@t-online.de www.hotel-alte-post-wangen.de 31

Badenweiler, Hochschwarzwald

Schwarzwald pur Ob Kurzurlaub oder längere Auszeit: Bis zum 1. November können Sie bei uns vom Alltag abschalten und die Highlights des Schwarzwaldes genießen. Dazu ein Schwarzwald-Reiseführer, an 3 Tagen die Schwarzwald-Card für über 150 Ausflugsziele und Attraktionen; inklusive die Konus-Gästekarte für weitere Vergünstigungen, beispielsweise Bus und Bahn. Täglich geführte Wanderungen. Besuch der „Cassiopeia Therme“. Abwechslungsreich das Frühstücksbuffet, am Wochenende auch für Langschläfer. Am Abend ein 3-Gang-Menü aus der „Sonnen“-Küche und am Abschlussabend unser 5-Gang-Romantik-Menü. Die Preise: Zum Beispiel 5 Nächte für 2 Personen im Doppelzimmer ab 805 €, Einzelzimmer ab 415 €. Längere Aufenthaltsdauer und weitere Personen: Preise auf Anfrage.

Romantik Hotel Zur Sonne D-79410 Badenweiler Moltkestraße 4 Tel. ++49 (0) 76 32 / 750 80 Fax ++49 (0) 76 32 / 75 08 65 sonne@romantikhotels.com www.zur-sonne.de

Hotel Kleber Post D-88348 Bad Saulgau, Poststraße 1 Tel. ++49 (0) 7581 - 501 410 / 411 Fax ++49 (0) 7581 - 501 499 vinum@kleberpost.de www.kleberpost.de

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Romantik Treschers Schwarzwaldhotel D-79822 Titisee-Neustadt Seestraße 10 Tel. ++49 (0) 76 51 / 805-0 Fax ++49 (0) 76 51 / 8116 info@schwarzwald-hotel-trescher.de www.schwarzwaldhotel-trescher.de

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Romantik Hotel Sackmann D-72270 Baiersbronn-Schwarzenberg, Murgtalstraße 602 Tel. ++49 (0) 74 47 / 28 90 Fax ++49 (0) 74 47 / 28 94 00 info@hotel-sackmann.de www.hotel-sackmann.de

Vital-Frühstück, 1x Tapas mit einer Flasche Rotwein, 1x Therme, 1x Wohlfühlmassage, 1x Maniküre oder Pediküre, 1x Solarium und unseren traumhaften Wellnessbereich über den Dächern der Stadt. Preis pro Person im Doppelzimmer € 199.

Ilmenau, Thüringen

Romantik-Wochenende Romantik-Wochenende im Thüringer Wald. 2 Übernachtungen mit Frühstück. Begrüßungssekt. 1 Flasche Hauswein und Minibar bei der Anreise. Sauna-Landschaft und Schwimmbad stehen zur Verfügung. Preis in einer Suite: € 209. Freitag: 4-Gang-Candlelight-Menü. Samstag: 5-Gang-Schlemmermenü im Gourmet-Restaurant „La Cheminée“. Das Hotel ist umgeben von einem gepflegten Sieben-Hektar-Park am historischen Goethe-Wanderweg.

Bad Saulgau, Oberschwaben

Oberschwaben im Herbst Was tun, wenn die Tage kürzer werden, die Wälder bunt und Äpfel von den Bäumen fallen? Wir meinen im Land bleiben – und mediterran genießen! Erleben Sie unsere KLEINE AUSZEIT: 2 Übernachtungen mit

Romantik Berg- und Jagdhotel Gabelbach D-98693 Ilmenau, Waldstraße 23 a Tel. ++49 (0) 36 77 / 86 00 Fax ++49 (0) 36 77 / 86 022 berghotel@romantikhotels.com www.romantikhotels.com/ilmenau

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Bamberg, Franken

Sinfonie des guten Geschmacks 3 Übernachtungen inkl. RomantikFrühstück, Bademantel und Obstkorb zur Begrüßung auf dem Zimmer, freie Nutzung von Dampfbad und Sauna, die Bamberg-Card mit kosten­loser Teilnahme an einer Stadtführung zur Besichtigung historischer Bauwerke und Kirchen, freier Eintritt in verschiedene Museen und Sammlungen, ein fränkisches 3-Gang Überraschungs-Menü inkl. 1 Flasche Frankenwein und Mineralwasser, ein 5-Gang Schlemmer-Menü inkl. Aperitif, Frankenweine, Mineralwasser und Espresso. Ab € 389 p.P. im DZ. DZ als EZ ab € 479. Ganzjährig buchbar.

Romantik Hotel Weinhaus Messerschmitt D-96047 Bamberg, Lange Straße 41 Tel. ++49 (0) 951 / 297 800 Fax ++49 (0) 951 / 297 802 9 info@hotel-messerschmitt.de www.hotel-messerschmitt.de 36

Iphofen, Franken

Kurzurlauber-Angebot Unser Kurzurlauber-Angebot für 2010: 2 Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive Frühstücksbuffet. Ein 3-Gänge-Menü mit kleiner Weinschaufel. Ein festliches Romantik-Menü mit den passenden Weinen aus dem hauseigenen Weingut. Preise p. P. im DZ: Anreise Sonntag bis Donnerstag ab € 185. Anreise Freitag und Samstag ab € 195.

ser Wanderpaket für 3, 5 oder 7 Tage ist mit vielen Leistungen geschnürt. Mit der Schmelmerhof-Halbpension erwartet Sie täglich ein kräftigendes Landfrühstücksbuffet, Abendessen als 4-GangMenü oder als Buffet, tagsüber Obst, Tee und Bergquellwasser im Wellnessbereich, ein Gäste-Aperitif am Montag, sowie einmal eine Mittagsstärkung mit Flammkuchen und einmal nachmittags Windbeutel-Variationen. Nach unserem abwechslungsreichen Freizeitprogramm ruft schon unser Wellnessbereich mit einem Hallenbad, Außenpool, verschiedenen Saunen, Wintergarten-Ruheraum und einer herrlich ruhigen Liegewiese zum Relaxen und Kräfte sammeln für den nächsten Tag. Buchbar vom 29.08. bis 31.10.2010, ab € 219 pro Person.

Romantik Hotel Gut Schmelmerhof D-94379 St. Englmar Rettenbach 24 Tel. ++49 (0) 99 65 / 189-0 Fax ++49 (0) 99 65 / 189-1 40 hotel@gut-schmelmerhof.de www.gut-schmelmerhof.de 38

Fürstenfeldbruck bei München

Kurzurlaub Fürstenfeld Im Herzen der Fürstenfeldbrucker Altstadt liegt das Romantik Hotel Zur Post. Erleben Sie einen Kurzurlaub mit Sightseeing in München, einen Ausflug an die oberbayerischen Voralpensee (15 km entfernt) oder einfach nur einen Spaziergang entlang der Amper zum berühmten Kloster Fürstenfeld mit all seinen Veranstaltungen. Gerne übermitteln wir Ihnen dazu das Programm. 3 Übernachtungen inklusive Frühstücksbuffet, 3-Gang-Schmankerl-Menü an einem Abend Ihrer Wahl, Tagesticket MVV München, freie Nutzung der „AmperOase“, ein Saunadorf der ganz besonderen Art. Ab € 180 p.P. im DZ.

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Parsberg bei Regensburg

Landfrisch-GourmetWochenende Das Beste aus Feld, Wald, Weide, Wiese, Gewässer und Flur. Für Freunde guten Essens und Liebhaber herrlicher Landschaftsspaziergänge an frischer Luft. Und das Auto bleibt einfach mal stehen. Sie haben die Möglichkeit, das Weltkulturerbe Regensburg zu besuchen. Die über 1500 Einzeldenkmäler erzählen von der 2000-jährigen Geschichte der sehenswerten Stadt an der Donau. 2 Übernachtungen im Doppelzimmer inkl. Oberpfälzer Landfrühstück mit Bioecke, 1 x abendliches 3-GängeVitalmenü light, 1 x abendliches 5Gänge-Wahlmenü mit Haus­aperitif als Appetitanreger, auch alkoholfrei. Nur € 155 p. P. im Doppelzimmer. Romantik Komfort (doppelt belegt), Anreise Freitag oder Samstag.

Romantik Hotel Hirschen D-92331 Parsberg Dr.-Boecale-Straße 2 Tel. +49 (0) 94 92 / 6 06-0 Fax +49 (0) 94 92 / 6 06-222 www.hirschenhotels.com info@hirschenhotels.com 40

Feuchtwangen, Franken

St. Englmar, Bayrischer Wald

Spätsommer-Wandertage Genussvolles Wandern unter Gleichgesinnten oder nach Lust und Laune durch duftende Wälder spazieren. Nehmen Sie sich Zeit, um die besonderen Eindrücke der Natur auf sich wirken zu lassen. Un-

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Romantik Hotel zur Post D-82256 Fürstenfeldbruck Hauptstraße 7 Tel. ++49 (0)81 41 / 314 20 Fax ++49 (0)81 41 / 167 55 www.hotelpost-ffb.de info@hotelpost-ffb.de

Augsburg, Fuggerstadt, Bayern

Augsburger Impressionen Im Herzen der 2000-jährigen Fuggerstadt, dem Mozart-Haus gegenüber, finden Sie den „Augsburger Hof“. Alle Sehenswürdigkeiten sind bequem zu Fuß in 10 Minuten zu erreichen. Unser Wochenend-Arrangement „Augsburger Impressionen 2010“: 2 Übernachtungen im Doppelbettzimmer mit Frühstücksbuffet. Ein schwäbisches 3-Gang-Menü. Ein Gourmet-Menü mit Romantik-Aperitif. Ein persönlich für Sie geführter Stadtrundgang. Je nach Verfügbarkeit eine Eintrittskarte für die weltberühmte „Augsburger Puppenkiste“. Preis pro Person im Doppelzimmer € 209. Einzelzimmerzuschlag € 50. „Romantikzimmer“ in ruhiger Lage, Aufpreis pro Nacht € 40. Verlängerungsnacht Doppelzimmer € 99, Romantikzimmer € 140.

Romantik Hotel Augsburger Hof D-86152 Augsburg, Auf dem Kreuz 2 Tel. ++40(0)821/343050 Fax ++49(0)821/3430555 Augsburger-hof@romantikhotels. com, www.romantikhotels.com/ augsburg 42

Landshut, Niederbayern

Entspannte Tage

Altstadtzauber

2 Übernachtungen inkl. Frühstücksbüffet, eine „Entspannung pur“-Massage, 4-Gang-1000-Kalorien-Menü, 5-Gang-Candle-Light-Dinner (inkl. korrespondierende Getränke an beiden Abenden) Nutzung des Wellnessbereichs mit Schwimmbad, Dampfbad, Tepidarium und Sauna, Gutschein für Kaffee und Kuchen sowie für einen Besuch im Volkskunstmuseum. Wellness in Franken ab € 229 pro Person.

Gönnen Sie sich eine kleine Auszeit vom Alltag und entdecken Sie die einzigartige gotische Altstadt Landshuts! Bei uns finden Sie Erholung, Erlebnis und Entspannung. Mini-Altstadtzauber (1 Übernachtung): Am 1. Tag erwartet Sie auf Ihrem Zimmer schon eine kleine Flasche Sekt (0,375 l) mit süßen Leckereien und erfrischendem Obst. Am Nachmittag servieren wir Ihnen ein Stück leckeren hausgemachten Kuchen und eine Tasse Dinzler-Kaffee. Frisch gestärkt können Sie einen Spaziergang in die prachtvolle Landshuter Altstadt unternehmen, es gibt viel zu entdecken! Am Abend servieren wir Ihnen in einem unserer gemütlichen Restaurants (oder bei schönem Wetter im Romantik-Garten) ein raffiniertes 3-Gang-Menü. Übernachtung in Ihrem kuscheligen Zimmer. Am 2. Tag frühstücken Sie nach Lust und Laune von unserem reichhaltigen Frühstücksbüffet mit Produkten von Landwirten aus der Region. 130 € p. P. im DZ, Anreise von Montag bis Samstag. Bleiben Sie doch noch eine Nacht länger! Anhängselnacht 50 € pro Person.

Romantik Hotel Zehntkeller D-97343 Iphofen, Bahnhofstr. 12 Tel. ++49 (0) 93 23 / 844 0 Fax ++49 (0) 93 23 / 844 123 zehntkeller@romantikhotels.com www.zehntkeller.de 37

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Romantik Hotel Greifen-Post D-91555 Feuchtwangen Marktplatz 8 Tel. ++49 (0) 98 52 / 68 00 Fax ++49 (0) 98 52 / 680 68 greifen@romantikhotels.com www.hotel-greifen.de

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Kurort Jonsdorf

Entdeckung des Naturparks Zittauer Gebirges

Romantik Hotel Fürstenhof D-84034 Landshut Sethaimer Str. 3 Tel. ++49 (0) 871 / 92 55-0 Fax ++49 (0) 871 / 92 55-44 fuerstenhof@romantikhotels.com www.fuerstenhof.la 43

Bad Füssing, Niederbayern

Apfelliebe Das Arrangement „Apfelliebe“ lädt Gäste zum Relaxen ein: Neben drei Übernachtungen mit allen Mühlbach-Inklusivleistungen beinhaltet das Angebot eine Vitalmassage mit Aromaölen, ein Rasulbad – das Festival für die Sinne –, eine Decleor-Gesichtsbehandlung „Aroma Mosaic Visage“ und eine Express-Gesichts-Behandlung für ihn. Das Arrangement ist gültig bis 28. November 2010. Preise pro Person: Übernachtung im DZ Romantik: 465 €. Übernachtung im DZ Mühlbach: 405 €. Erfolgt die Anreise Sonntag, Montag oder Dienstag, gehen 15 € vom Preis ab.

Das kleinste Mittelgebirge Deutschlands lädt ein. 5 Übernachtungen in einer unserer Romantiksuiten mit reichhaltigem Frühstücksbufett, einem Willkommensgetränk, 5 mal 3-Gang-Abendmenü nach Wahl auf der Terrasse oder im Kaminzimmer. Ein Besuch der Burg und Klosterruine am Berg Oybin und eine große Riesengebirgsfahrt (Schlesien, Krumhübel, Kirche Wangen, Isergebirge). Entspannen in romantischer Natur. Preis pro Person: 339 €.

Für Weltenbummler Lassen Sie sich von 33mal Reiselust inspirieren! In jeder Ausgabe zeigen wir Ihnen die Welt auf 180 Seiten – mit 33 spannenden Reise-Reportagen, traumhaften Bildern und nützlichen Informationen.

Romantikhotel Zum Lindengarten D-02796 Luftkurort Jonsdorf, Großschönauerstraße 21 Tel. ++49 (0) 35 844 / 706 54 Fax ++49 (0) 35 844 / 706 11 www.romantikhotels.com/Jonsdorf lindengarten@romantikhotels.com

Romantik Hotel Die Gersberg Alm, Salzburg

Romantik Hotel Am Mühlbach D-94072 Bad Füssing, Bachstr. 15 Tel +49 (0)85 31/278-0 Fax +49 (0)85 31/278-427 muehlbach@romantikhotels.com www.muehlbach.de

Erhältlich im Zeitschriftenhandel oder direkt beim Verlag

www.33mal-reiselust.de Ankommen, wohlfühlen, genießen Idyllisch am See, hoch oben in den Bergen, direkt am Meer, am lebhaften Dorfplatz, inmitten von grünen Wäldern … Die Lage der 205 privat geführten, historischen Romantik Hotels & Restaurants in 10 Ländern Europas ist immer etwas Besonderes. Spezialitäten aus der Region, landestypische Architektur sowie Klima und Mentalität der Menschen prägen den Charakter eines jeden Hotels und Restaurants ebenso wie die Individualität der Gastgeber. 66 Wellness Häuser in 5 Ländern und 23 Restaurants, die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet sind, stehen für Wohlbefinden und Genuss auf höchstem Niveau.

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v Hotels & Restaurants

Relais & Chateaux Landhotel Le Vieux Manoir au Lac in Murten-Meyriez

Luxuriöses Landhausleben Romantisch, luxuriös, entspannt – das Landhotel Le Vieux Manoir überzeugt mit der Noblesse eines englischen Herrenhauses und unaufdringlicher Gastlichkeit inmitten einer prächtigen Parklandschaft am stillen Ufer des Schweizer Murtensees.

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nter hundertjährigen Bäumen erstreckt sich der gepflegte Rasen bis hin zum See. Wellen plätschern sanft ans Ufer. Auf dem schmalen Steg wird ein Dinner für zwei serviert. Die Silhouette des Pärchens zeichnet sich vor der untergehenden Sonne und dem Panorama des Jura ab. Champagner und Hors d’oeuvres bei Kerzenschein. Romantik pur. Im Le Vieux Manoir fühlen sich die Gäste angenehm entrückt, versetzt in längst vergangene Zeiten, fernab moderner Hektik. Und das hat sicher etwas mit der romantischen Vorgeschichte des Hauses zu tun. 1907 ließ der französische General Mallet Smart: Hoteldirektor Daniel J. Ziegler

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es als eine Sommerresidenz am Murtensee errichten – eine Liebesgabe für seine Frau, ein Landsitz im gemäßigten Tudorstil mit Türmchen, Fachwerk, Erkern, Balkonen, umgeben von einem englischen Landschaftspark. In diesem wunderschönen Ambiente frönte die Familie Mallet viele Sommer einem angenehmen Zeitvertreib: Man ging Segeln, spazierte durch die nahegelegenen Weinberge, ließ sich von einer Pariser Köchin verwöhnen oder unternahm einen Ausflug nach Bern.

Exklusive Wohneinheiten

Genau dieses luxuriöse Laissez-faire möchte Daniel J. Ziegler, seit 2009 Hoteldirektor im Le Vieux Manoir, seinen Gästen auch heute bieten. „Die Philosophie unseres herrschaftlichen Landhauses lautet: Alles ist jederzeit möglich, es gibt keinen festgelegten Tagesablauf“, erläutert Ziegler sein Credo. Der Gast ist frei, dann zu frühstücken, zu schwimmen oder zu essen, wann er es will.

Das „Manoir“ ist auf nahezu jeden Wunsch bestens vorbereitet. Und das beginnt bereits beim Zimmerangebot. Keines der 36 Hotelzimmer gleicht dem anderen. Was auch für die Suiten gilt. Die Räume tragen Namen wie Floral Pink, Fliegender Teppich oder Coeur a coeur, sind farbenfroh und fantasievoll gestaltet, mal in Rottönen, cremefarben oder grün, japanisch schlicht oder barock verspielt. Zusätzlich zu den 34 Räumen im Haupthaus ließ Hoteldirektor Ziegler im Park des „Manoir“ ein Baumhaus und ein Seehaus herrichten – exklusive Wohneinheiten direkt am Wasser. Das Baumhaus, ein vollverglastes und verspiegeltes Apartment auf Stelzen, bietet einen 360-Grad-Rundumblick über Murtensee und Hotelpark. Das Seehaus liegt hinter Schilf versteckt direkt am Ufer, verfügt über vier Schlafräume, Sauna und eigenen Bootssteg. Abgeschieden, aber zum Haupthaus mit Bar, Lobby-Lounge und Restaurant sind es nur wenige Schritte.

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Rezept-Tipps

von Profiköchen

Ein Rezept zu diesem Porträt finden Sie auf Seite 53.

Rustikal: die Ausstattung im „Seehaus“.

Elegant: das Ambiente des Restaurants.

Das Restaurant „Juma“ befindet sich in einem lichten und luftigen Wintergarten. Bei gutem Wetter wird auch auf der Terrasse eingedeckt. Chef am Herd im „Manoir“ ist Franz Walther Faeh. Bis 2008 wirkte er im „Badrutt’s Palace“ in St. Moritz, erkochte sich an seiner neuen Wirkungsstätte aber bereits 14 GaultMilllau-Punkte – mit Klassikern wie Chateaubriand an Sauce Bernaise, Kalbsfilet mit Entenstopfleber und regionalen Genüssen wie Felchenfilet. Die Gäste können aus einem täglich wechselnden 12-Gang-Menü je nach Lust und Laune zwischen zwei und zwölf Menüfolgen frei wählen. „Außerdem schlagen wir ein Menü ‚Vieux Manoir‘ und ein Asia-Menü vor“, ergänzt Faeh. Der asiatische Einschlag kommt nicht von ungefähr: Franz W. Faeh kochte zwölf Jahre in Asien, u. a. in Bangkok. Im „Salon Chatoney“, der Lounge des Hauses, können die Gäste jederzeit zwanglos kleine Gerichte und Köstlichkeiten aus Faehs Küche genießen, zum Beispiel eine Platte mit sechs verschiedenen Amuse-Bouche-Happen. Abgerundet wird das kulinarische Angebot durch ein zweites Restaurant, die „Pinte de Meyriez“. In der ehemaligen Garage des Anwesens, einem prächtigen Fachwerkbau, bereitet John Harper saisonale Spezialitäten mit vorwiegend regionalen Produkten zu. Zum Einsatz kommen biologisch angebautes Gemüse aus dem größten Gemüsegarten der Schweiz, dem benachbarten Grossen Moor, und frische Fische aus dem Dreiseenland. Auch die „Pinte“ wird im GaultMillau mit 14 Punkten gelistet.

„Am ‚Vieux Manoir‘ haben mich sofort der Charme und die Lage des Hauses begeistert. Und die Aufgabe, es zu einem der führenden Schweizer Ferienhotels zu machen“, erklärt Daniel Ziegler sein Engagement am Murtensee. Das dürfte dem smarten Hotelier, der zuvor u. a. das „Eden Roc“ in Ascona führte, wohl auch mühelos gelingen. Geplant ist ein Neubau mit Suiten, Residenzen und Spa-Bereich, der sich harmonisch in die Parklandschaft am See einfügen soll. Schöne Aussichten in die Zukunft also. Aber auch das ganz reale Panorama von heute hat seinen Reiz: Auf der gegenüberliegenden Seeseite locken die Rebhänge des Mont de Vully. Bielersee und Lac de Neuchatel sind ebenfalls nur einen Katzensprung entfernt, die Hauptstadt Bern gerade mal 20 Autominuten. Und damit es bei einem Ausflug ebenso stilvoll zugeht wie im Hotel Vieux Manoir, stellt Ziegler den Gästen einen Jaguar XJ und eine elegante Motorjacht zu Verfügung. General Mallet und seine Frau hätten es nicht angenehmer haben können …  Thomas Meins ■

Formschön: das Badezimmer-Design.

Erfrischend: ein Bad im Murtensee.

vv Hotel Le Vieux Manoir au Lac Relais & Châteaux Rue de Lausanne 18 CH-3280 Murten-Meyriez Telefon: +41 (0)26 678 61 61 Telefax: +41 (0)26 678 61 62 E-Mail: welcome@vieuxmanoir.ch Internet: www.vieuxmanoir.ch Hoteldirektor: Daniel J. Ziegler Küchenchef: Franz W. Faeh

Stilvoll: Zimmer mit Aussicht auf den See.

Service: sehr gut Weine: beachtlich Ambiente: luxuriös

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 ESSEN & TRINKEN

Genuss-Offensive Westfalen Gourmetfestival 2010

Zeigt, wo es kulinarisch langgeht: Marcus Besler (Mitte), 2. Vorsitzender des Westfalen Instituts.

Die Köche

uch wenn die westfälische Küche in den bundesweiten Feinschmecker-Medien noch eine eher untergeordnete Rolle spielt, entwickelt sich zwischen Münster-, Sauer- und Siegerland eine echte Genussregion. Schließlich reicht Westfalen kulinarisch betrachtet weit über Pfefferpotthast, Pillekauken und Pumpernickel hinaus“, sagt Gerhard Besler, Präsident des Westfalen Instituts. „Nachdem wir vor zwei Jahren erfolgreich den Westfälischen Gastronomiepreis, einen Publikumspreis, ins Leben gerufen haben,

wollen wir mit dem Westfalen Gourmetfestival unsere Genuss-Offensive nun fortsetzen.“ Auf diesem kulinarischen Gipfeltreffen der Genüsse in Westfalen können Feinschmecker und alle, die es noch werden wollen, in kurzer Zeit an verschiedenen Orten eine hochwertige Gourmetküche erleben. Von Anfang September bis 14. November 2010 präsentieren sich zehn westfälische Restaurants mit ihren eigens zu diesem Anlass kreierten Spezialitäten-Menüs. Regionales, Nationales und Internationales ergänzt sich zu

Björn Freitag

Heiko Antoniewicz

André Skupin

Alexander Dressel

Günther Overkamp-Klein

Sarah Wiener

Holger Bodendorf

Holger Stromberg

Stefan Steinheuer

Silvio Eberlein

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Schauplatz der Eröffnungsgala des Westfalen Gourmetfestivals 2010: das Casino Hohensyburg, Dortmund. Küchenchef: Rolf van der Linde.

einem Geschmackserlebnis, wobei der Schwerpunkt auf Qualität und Vielseitgkeit heimischer Produkte liegt. Unterstützt werden sie dabei an ausgewählten Abenden von namhaften Gastköchen aus der gesamten Republik. Zu den prominenten Vertretern gehören die Sterne- und TV-Köchin Lea Linster oder die „beste Spitzenköchin“ (Bunte, 2007) und gebürtige Westfälin Sarah Wiener. Ihnen zur Seite stehen unter anderem die Zwei-Sterne-Köche

Ali Güngörmüs

Hof Hueck, Bad Sassendorf. Hier steht am 22./23. Oktober Gastkoch Olaf Baumeister am Herd.

Stefan Steinheuer und Thomas Bühner, DFB-Koch Holger Stromberg oder Fernseh- und Sternekoch Björn Freitag, um nur einige zu nennen. In allen teilnehmenden Restaurants erwarten die Gäste ausgefeilte Menükompositionen, exquisite Getränke und freundliche Gastgeber mit ihren Gastköchen. Zum krönenden Finale des guten Geschmacks steigt am 12. November 2010 die große Abschlussparty in der

Michael Röhm

Thomas Bühner

In der Rohrmeisterei Schwerte findet am 12. November die Abschlussparty des Festivals statt. Zwei offene Küchen laden zum Zuschauen und Mitkochen ein.

Rohrmeisterei Schwerte, zu der zahl­ reiche Akteure erwartet werden. Zwei offene Küchen laden zum Zuschauen und Mitkochen ein. Westfälische Wegzehrung für eine lange Partynacht mit Live-Musik und wahre Gaumenexplo­ sionen für alle Sinne können direkt am Herd oder an den Gourmet-Stationen erworben werden. Kleine Versuchungen, die allen Gästen ein Seufzen entlocken werden: „Schön war’s, beim Westfalen  ■ Gourmetfestival …!“

Wolfgang Becker

Jan Michael Stümpert

24. Schleswig-Holstein Gourmet Festival

Aufregend lecker M

it seinen 24 Jahren ist es zwar das älteste Festival seiner Art in Deutschland, hat aber nichts an Charme und Originalität eingebüßt. Im Gegenteil. Das Schleswig-Holstein Gourmet Festival, ausgerichtet von den Mitgliedern der Kooperation Gastliches Wikingland e.V., war noch nie so up to date wie heute. Zwischen

dem 5. September 2011 und dem 6. März 2010 erwartet die Feinschmecker an rund 30 Gala-Abenden ein aufregend leckeres Genuss-Erlebnis. Mit bewährten und neuen Gastköchen der Spitzenklasse. Aus Dänemark gastieren mit Bo Bech, Kopenhagen, und Thorsten Schmidt, Århus, zwei herausragende Trendsetter der

experimentellen nordischen Küche. Für Deutschland gehen u.a. Harald Wohlfahrt und seine Kollegen Henrich Bach, Wolfgang Becker, Thomas Bühner, Johannes King und Hans Stefan Steinheuer an den Start. Außerdem mit dabei: Ingo Bockler, Bobby Bräuer, Michael Hoffmann, Thomas Kammeier, Michael Kempf, Thomas Martin, Michael Röhm, Achim Schwekendiek und Jan Michael Stümpert. Ihr Debüt in Schleswig-Holstein geben Ali Güngörmüs aus Hamburg und Hessens jüngster Sterne­ koch André Großfeld. Infos unter www.gourmetfestival.de. ■

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 ESSEN & TRINKEN Das erste Gourmet& Winzerfestival lockte zahlreiche Gastronomen, Weinproduzenten und Freunde des Genusses nach Hannover.

Hannovers Genüsse Winzer, Gastronomen und Gäste trafen sich vom 18. bis 20. Juni auf dem ersten Gourmet- & Winzerfestival in Hannovers Altstadt – und schlemmten, tranken, feierten …

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in Wochenende im Juni, ein idyllischer Veranstaltungsort, eine Schar ausgewählter Genuss-Experten – das waren die drei Erfolgskomponenten, die in Hannover zu einem spannenden Gourmet- & Weinfestival kombiniert wurden. Ziel der Veranstalter: Der Stadt neue kulinarische Impulse geben. Vom 18. bis 20. Juni luden sie auf den schönen Ballhofplatz. Winzer aus ganz Deutschland und Gastronomen aus Hannover freuten sich darüber, hier eine KommunikationsPlattform zu erhalten und kamen sicher auch das eine oder andere Mal miteinander ins Geschäft. Kein Wunder, denn mit von der Partie waren hochkarätige Weingüter wie das Weingut Kallfelz an der Mosel, Weingut Sitzius in Langenlonsheim oder Weingut zur Schwane in Franken, um nur einige zu nennen. „Ich habe schon einige neue Wein72

Inspirationen für unsere Bar und unser Restaurant gefunden“, sagte Oliver Ahlborn, Inhaber des Restaurants „Diva“ in der Königstraße. Ähnlich zufrieden zeigte sich auch Harald Müller. Der von vielen besser als „Käse Harald“ bekannte Molkereiprodukte-Spezialist hatte eine exquisite Auswahl aus den von ihm geführten 400 Käsesorten mitgebracht. Doch auch die Hannoveraner Gäste kamen auf ihre Kosten: Besonders an den Abenden trafen sie hier in gemütlicher Atmosphäre zusammen, um Spitzenweine und kulinarische Spezialitäten zu verkosten und viele schöne Stunden miteinander zu verbringen. „Trotz Fußball-WM und einiger Regenschauer war die Veranstaltung ein voller Erfolg“, stellten die Organisatoren erschöpft, aber glücklich am Ende fest. Und daher wird das Festival sicher eine ■ Fortsetzung erleben…

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Heiße Währung auf See Karibik, Sonne, Zuckerrohr. Aus diesem Mix entsteht eine der beliebtesten Spirituosen der Welt: Rum. Wenn die Tage kürzer werden, schmeckt er pur – oder als Grog.

Z FOTO: VERENA N. (REZEPT), FRANK LANGE - PIXELIO.DE

u Störtebekers Zeiten war er die heißeste Währung auf See: Rum. Legenden zufolge konnte der wüste Kapitän, der vor rund 600 Jahren lebte, einen Vier-Liter-Humpen davon in einem Zug leeren. Seinen Ursprung hat der Rum, wie wir ihn heute kennen, in der Karibik und in Südamerika. Denn dort herrscht das perfekte Klima für seinen Hauptbestandteil: Zuckerrohr. Rum kann aus frischem Zuckerrohrsaft oder aus Melasse gewonnen werden. Gärung und Destillation kommen bei der Herstellung eine besondere Bedeutung zu. Sie bilden den Grundstein für die Qualität des fertigen Produkts. Und je länger die Spirituose nach der Destillation lagert, desto milder, aber auch runder wird der Geschmack. Feinste Aromen reifen

Vorsicht, heiß! Friesischer Eiergrog 1 Eigelb 1 EL Zucker ca. 8 cl Rum (38 %) kochendes Wasser Zucker und Eigelb zusammen schaumig schlagen. In ein Glas geben. Den Rum erwärmen und sehr langsam hinzufügen. Dabei aufpassen, dass das Ei nicht gerinnt. Anschließend mit kochendem Wasser auffüllen.

allerdings erst im Eichenholzfass. Da verdunsten unerwünschte Inhaltsstoffe oder werden vom Holz absorbiert. Die Farbe von Rum reicht vom dunklen Kakaoton bis zu hellem Bernstein – je nach landestypischer Art der Herstellung und Lagerung.

Neuheiten und Trends

Die Rum Company mit Sitz in Miltenberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Rum in Deutschland zu promoten. Sie bietet Liebhabern einen besonderen Service: Mitglieder des Rum-Club erhalten jedes Quartal sechs kleine Degustationsflaschen mit ganz besonderen Tropfen zum Verkosten. So werden Neuheiten und Trends bekannt. Weitere Veranstaltungen und Infos unter: www.rumcompany.de

VIVRE XTRA Gewinnen Sie eine Flasche des edlen Blend RUM COMPANY 15 Die exklusive Abfüllung ist ein Blend aus Premium-Rums der Karibik – mindestens 15 Jahre im Eichenholzfass gereift. Unsere Preisfrage: Wo hat die Spirituose Rum ihren Ursprung? Das Lösungswort bitte auf den VIVRE-EXTRA Gewinncoupon auf Seite 98 mit dem Kennwort D006 eintragen.

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 GENIESSER AUF REISEN

Die besten Adressen für Ihren Urlaub

Schöne Aussichten Sie sind auf der Suche nach einem besonderen Ort? In Ihrem persönlichen Hotel- und Restaurantführer Genießer auf Reisen werden Sie bestimmt schnell fündig. Hier versorgen wir Sie topaktuell und exklusiv mit Tipps rund um die schönsten deutschen Hotel- und Reiseziele. Egal, welches Bundesland Deutschlands Sie für sich entdecken möchten – hier finden Sie die besten Adressen. Viel Vergnügen bei Ihren Reiseplanungen und natürlich vor allem beim ■ Genießen Ihres Urlaubs.

Baden-Württemberg

Krehls Linde Hotel und Restaurant

Obere Waiblinger Str. 113, 70374 Stuttgart Tel.: 0711 / 520 490 11, Fax: 0711 / 520 490 13 www.krehl-gastronomie.de Hauptgericht von 12,50 bis 27,00 € Exklusive Küche Restaurant geöffnet: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag abends, Freitag und Samstag mittags und abends EZ 75 bis 110 €, DZ 95 bis 139 €

Ringhotel Zum Goldenen Ochsen

Zoznegger Straße 2, 78333 Stockach Tel.: 07771 / 9184-0, Fax: 07771 / 9184-184 www.ochsen.de info@ochsen.de Hauptgericht von 9 bis 21 € Regionale Küche und Bodensee-Fische EZ von 71 bis 89 €, DZ von 79 bis 145 €

Romantik Hotel Alte Post

Postplatz 2 88239 Wangen www.romantikhotels.com/wangen EZ von 60 bis 80 €, DZ von 100 bis 130 € 74

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Wald- & Schlosshotel Friedrichsruhe

Hotel-Restaurant Ochsen

Romantik Hotel Johanniterkreuz

Wasserschloss Inzlingen

Historik Hotel Ochsen

Hotel - Restaurant Zum Ochsen

Kärcherstraße 1, 74639 Friedrichsruhe Tel.: 079 41 / 60 87 0, Fax: 079 41 / 61 46 8 hotel@schlosshotel-friedrichsruhe.de www.schlosshotel-friedrichsruhe.de Chefkoch Boris Benecke, Maître Dominique Metzger Öffnungszeiten mittags und abends, Geschlossen Sonntagabends und Montag EZ von 190 bis 340 €, DZ von 260 bis 410 €

Johanniterweg 11, 88662 Überlingen Tel.: 07551 / 93706-0, Fax: 07551 / 93706-190 www.johanniter-kreuz.de info@johanniter-kreuz.de Bodensee-Küche, Hauptgericht 15 bis 22 €, Öffnungszeiten 12-14 Uhr und 18-21.30 Uhr, Dienstag geöffnet ab 17 Uhr, Montag Ruhetag. EZ von 72 bis 95 €, DZ von 110 bis 160 €

Hauptstr. 40-42 71732 Tamm/ Ludwigsburg Tel.: 07141 / 299 955-5, Fax: 07141 / 299 955-6 www.ochsen-tamm.de, info@ochsen-tamm.de Hauptgericht 11 bis 24 € Gehobene Regionalküche mit mediterranen und asiatischen Einflüssen Öffnungszeiten: abends, Sonntag auch mittags EZ von 59 bis 88 €, DZ von 79 bis 98 €

Hauptstr. 42, 79589 Binzen Tel.: 07621 / 422 088 8 Fax: 07621 / 422 088 9 www.ochsen-binzen.de Hauptgericht 13-28 € Restaurant Öffnungszeiten: Sonntag mittags und abends, Montag bis Samstag abends EZ ab 58 €, DZ ab 85 €

Riehenstr. 5, 79594 Inzlingen Tel.: 07621 / 47057 Fax: 07621 / 13555 www.inzlinger-wasserschloss.de Hauptgericht 28 bis 36 €, Ruhetage: Dienstag und Mittwoch (nur Restaurant) EZ von 57 bis 60 €, DZ von 93 bis 98 €

Pfinzstr. 64, 76227 Karlsruhe Tel.: 0721 / 94386-0, Fax: 0721 / 94386-43 www.ochsen-durlach.de info@ochsen-durlach.de Hauptgericht von 29 bis 35 € Französische Küche mit saisonalen, frischen Produkten Ruhetage: Montag und Dienstag EZ 95 €, DZ 135 €

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Hotel-Restaurant Walker

Rutesheimer Straße 62, 71272 Renningen Tel.: 07159 / 925 850, Fax: 07159 / 7455 info@andreaswalker.de www.hotel-walker.de „Walker-Stüble“: schwäbische Küche; „Gourmetrestaurant“: gehobene französische Küche; Hauptgericht von 6,80 bis 25 € Ruhetage: Samstag und Sonntagabend EZ von 70 bis 85 €, DZ von 90 bis 105 €

Bayern

Residenz Heinz Winkler

FOTO: PIXELIO.DE/RAINER STURM

Kapuzinergarten Hotel & Restaurant

Kapuzinergasse 26, 79206 Breisach Tel.: 07667 / 9300-0, Fax: 07667 / 9300-43 www.kapuzinergarten.de mail@kapuzinergarten.de Frischeküche mit größtenteils regionalen Produkten, Hauptgericht von 10 bis 30 € Öffnungszeiten: täglich 18 bis 22.30 Uhr EZ von 61 bis 120 €, DZ von 77 bis 163 €

Aqua AureliaS Suitenhotel

An den Thermen Vincentistr. 1, 76530 Baden-Baden Tel.: 07221 / 1833-0 Fax: 07221 / 1833-18 www.aquaaurelia.de info@aquaaurelia.de EZ von 145 bis 380 €, DZ von 165 bis 380 €

Hotel - Restaurant Haus zum Sternen

Hauptstraße 60, 78628 Rottweil Tel: 0741 / 5330-0, Fax: 0741 / 5330-30 www.haus-zum-sternen.de info@haus-zum-sternen.de Frische, saisonale Küche, Hauptgericht von 8,50 bis 20 € Öffnungszeiten: abends Ruhetag: Sonntag EZ von 53 bis 88 €, DZ von 95 bis 138 €

Hotel Schloss Reinach & Restaurant s Herrehus

St. Erentrudis-Str. 12, 79112 Freiburg Tel.: 07664 / 407-0, Fax: 07664 / 407-155 www.schlossreinach.de, info@schlossreinach.de Kreative, internationale Gourmetküche Hauptgericht von 28 bis 35 € Öffnungszeiten: Di bis Fr 12-14 Uhr und 18-22 Uhr, Sa ab 18 Uhr, Ruhetage: So und Mo EZ von 69 bis 85 €, DZ von 105 bis 129 €

Hotel HohenloheS

Weilertor 14, 74523 Schwäbisch Hall Tel.: 0791 / 7587-0, Fax: 0791 / 7587-84 hohenlohe@ringhotels.de www.hotel-hohenlohe.de Küche: regional, frisch, gehoben Hauptgericht von 12 bis 25 € EZ von 98 bis 149 € DZ von 126 bis 258 €

Kirchplatz 1, 83229 Aschau Tel.: 08052 / 1799-0, Fax: 08052 / 1799-66 www.residenz-heinz-winkler.de, info@residenz-heinz-winkler.de. Küche: Cuisine Vitale. Mit 21 mal drei Sternen der erfolgreichste Spitzenkoch Deutschlands. DZ von 250 bis 290 €

Bayerischer Hof Wellness-Sport-Tagungshotel

Dorfstr. 32, 93485 Rimbach Tel.: 09941 / 2314, Fax: 09941 / 2315 www.wellnesshotel-rimbach.de info@wellnesshotel-rimbach.de Hauptgericht 9-28 €. EZ ab 51 €, DZ ab 41 €

Hotel Drei Quellen ThermeS

Thermalbadstr. 3-7, 94086 Bad Griesbach Tel.: 08532 / 7980, Fax: 08532 / 7547 www.hotel-dreiquellen.de info@hotel-dreiquellen.de Regionale, frische, gehobene Küche Hauptgericht ab 9,50 € Öffnungszeiten: 11-21.30 Uhr EZ 82-101 €, DZ 156-172 €

Romantik Hotel Schassberger Ebnisee & Gourmet-Restaurant Ernst Karl

Winnender Str. 10, 73667 Ebnisee/Kaisersbach Tel.: 07184 / 292-0, Fax: 07184 / 292-104 www.schassberger.de, info@schassberger.de Hauptgericht 24,50 bis 26,50 €, Donnerstag abend bis Sonntagmittag und Feiertage + Schwäbisches Restaurant Flößerstub, Hauptgericht von 10,50 bis 26,50 € EZ von 80 bis 92 €, DZ von 120 bis 218 €

Hotel BareissS

Gärtenbühlweg 14, 72270 Baiersbronn Tel.: 07442 / 47-0, Fax: 07442 / 47-320 www.bareiss.com Hauptgericht von 16,50 bis 68 € Restaurant Öffnungszeiten: ab 12 Uhr, ab 19 Uhr EZ von 162 bis 254 €, DZ von 284 bis 548 €

Best Western Premier Hotel Rebstock  & Restaurant Rebstock

Neubaustr. 7, 97070 Würzburg Tel.: 0931 / 3093-0, Fax: 0931 / 3093-100 www.rebstock.com, rebstock@rebstock.com Hauptgericht von 18 bis 24 €, saisonale, regionale und internationale Küche mit fränkischem Akzent Öffnungszeiten: Mo - Sa 18:30 bis 22:00 Geschlossen: Sonn- u. Feiertage sowie im August EZ von 105 bis 146 €, DZ von 172 bis 372 € SAVOIR-VIVRE

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ANZEIGE

 GENIESSER AUF REISEN

Brauereigasthof Hotel Aying

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Zornedinger Str. 2, 85653 Aying Tel.: 08095 / 906 50, Fax: 08095 / 906 566 www.ayinger.de, brauereigasthof@ayinger.de Gehobene bayrische Küche, Hauptgericht von 10,80 bis 26 € EZ von 98 bis 114 € DZ von 140 bis 186 €

Schloss Saaleck

Bayerische Traditionen in der Residenz Heinz Winkler Statt Loup de mer oder Jakobsmuscheln servieren wir Ihnen zum Erntedankfest Gerichte aus der Region. Das vielfältige Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten aus der Umgebung reicht von Flusskrebsen über Chiemseefische bis hin zum Chiemgauer Weiderind und dem Kampenwandbock.

Saaleckstr. 1, 97762 Hammelburg Tel.: 09732 / 202-0, Fax: 09732 / 202-3 www.burgsaaleck.de, info@burgsaaleck.de Hauptgericht von 12 bis 24 €, Fränkische Küche mit internationalen Akzenten Öffnungszeiten: Di bis Sa 10 bis 24 Uhr; Sonntag: im Winter 10 bis 17 Uhr, im Sommer bis 22 Uhr. Ruhetag: Montag EZ von 56 bis 62 €, DZ von 102 bis 109 €

Dazu haben wir ein ganz besonderes Menu zusammengestellt.

Erntedankfest-Menu

am Sonntag, 3. Oktober 2010 Das Menu beinhaltet: Einen Aperitif sowie ein 5-/oder 8-gängiges Menu Preis pro Person für das 5-Gang Menu: € 150,- pro Person Preis pro Person für das 8-Gang Menu: € 173,- pro Person

Oder genießen Sie unsere

„Ganserl-Essen“

Zur Kirchweih am Montag, 18. Oktober 2010 oder Zu St. Martin am Mittwoch, 11. November 2010 Das „Ganserl-Essen“ beinhaltet: Einen Aperitif sowie ein 5-gängiges Ganserl-Menu in unserem Venezianischen Restaurant Preis pro Person: € 150,-

Bei der Buchung der Menus bieten wir Ihnen die Übernachtung zum Spezialpreis von € 150,- pro Zimmer inklusive Frühstück an.

Hotel Bayerischer Hof  & Restaurant Atelier

Augsburger Str. 41, 10789 Berlin Tel.: 030 / 800999-0, Fax: 030 / 800999-99 www.concorde-hotels.com/concordeberlin reservierung@concorde-hotels.com Hauptgericht von 14 bis 28 €, Französische Brasserie Öffnungszeiten: täglich von 11.30 bis 0 Uhr EZ ab 160 €, DZ ab 180 €

Kneipp-Spa-Hotel Fontenay & Restaurant Refektorium

Eichwaldstr. 10, 86825 Bad Wörishofen Tel.: 08247 / 306-0, Fax: 08247 / 306-185 www.hotel-fontenay.de, fontenay@t-online.de Hauptgericht von 29 bis 40 € Traditionelle, leichte Küche Öffnungszeiten: 12 bis 14 Uhr, 18:30 bis 21 Uhr EZ / ÜF 125 bis 180 € DZ / ÜF 194 bis 286 €

Hugos Restaurant

Budapester Str. 2, 10787 Berlin Tel.: 030 / 2602-1263, Fax: 030 / 2602-1239 www.hugos-restaurant.de, mail@hugos-restaurant.de Französisch-mediterrane Gourmetküche, Hauptgericht 40-48 €, Öffnungszeiten: ab 18 Uhr Ruhetag: Sonntag, Reservierung erbeten.

Swissôtel Berlin & Restaurant 44 im Swissôtel

Augsburger Str. 44, 10789 Berlin Tel.: 030 / 22010-0, Fax: 030 / 22010-2222 www.berlin.swissotel.com, www.restaurant44.de, berlin@swissotel.com Kreative, internationale, klassische und regionale Küche, Hauptgericht von 32 bis 38 €, Ruhetag: Sonntag EZ von 140 bis 280 €, DZ von 160 bis 300 €

Gerne nehmen wir Ihre Buchungen unter der Telefonnummer 08052 / 17990 oder per E-Mail: info@residenz-heinz-winkler.de entgegen. Wir freuen uns auf Sie, Ihr

Seehotel Niedernberg S

- Das Dorf am See - Leerweg, 63843 Niedernberg

Tel.: 06028 / 999-0, Fax: 06028 / 999-2222 www.seehotel-niedernberg.de, mail@seehotelniedernberg.de, Hauptgericht von 13 bis 28 € Restaurant „Rivage“: fränkisch-mediterrane Küche, Öffnungszeiten: täglich 12 bis 14 Uhr, Mo-Sa 18-22 Uhr, So 17:30-21:30 Uhr Restaurant „Don Giovanni“: mediterrane Küche, gegrillte Fleisch- u. Fischspezialitäten, Öffnungszeiten: Di-Sa 18-22 Uhr, EZ ab 99 €, DZ ab 128 €

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Hôtel Concorde Berlin & Brasserie Le Faubourg

Promenadeplatz 2 - 6, 80333 München Tel.: 089 / 2120-0, Fax: 089 / 2120-909 www.bayerischerhof.de, info@bayerischerhof.de Menüs von 95 bis 115 €, Gourmet-Cuisine Öffnungszeiten: 18 bis 24 Uhr Ruhetage: Sonntag und Montag Tel.: 089 / 2120-743, atelier@bayerischerhof.de EZ von 225 bis 490 €, DZ von 340 bis 490 € Jeweils zzgl. Frühstück

Das Erntedankfest-Menu ist nur für den 3. Oktober mittags und abends buchbar. Das Ganserl-Essen ist nur für den 18. Oktober und/oder für den 11. November 2010 mittags und abends buchbar.

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Berlin

Hotel D.O.M.I.C.I.L. Berlin

& Restaurant „Über den Dächern Berlins“ Kantstraße 111 a, 10627 Berlin Tel.: 030 / 32903-0, Fax: 030 / 32903-299 www.hotel-domicil-berlin.de info@hotel-domicil-berlin.de Hauptgericht von 12 bis 21,60 € Bistro-Spezialitäten Öffnungszeiten: 14:00 bis 22:30 Uhr EZ von 90 bis 120 €, DZ von 110 bis 140 €

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Brandenburg Hotel Bayrisches Haus

& Gourmetrestaurant „Friedrich Wilhelm“

Im Wildpark 1, 14471 Potsdam Tel.: 0331 / 5505-0, Fax: 0331 / 5505-560 www.bayrisches-haus.de, info@bayrisches-haus.de Internationale Küche, Ruhetage: Sonntag und Montag , EZ 135 bis 165 €, DZ 145 bis 220 €

Hotel Schloss Neuhardenberg & Restaurant „Kleine Orangerie“

Schinkelplatz, 15320 Neuhardenberg Tel.: 033476 / 600-0, Fax: 033476 / 600-800 hotel@schlossneuhardenberg.de www.schlossneuhardenberg.de Mediterrane Kräuterküche, Hauptgericht von 19 bis 45 €, Restaurant abends geöffnet Ruhetage: Sonntag bis Dienstag EZ von 160 bis 170 €, DZ von 185 bis 195 €

Restaurant „Unter Deck“ im relexa Hotel BellevueS

An der Alster 14, 20099 Hamburg Tel: 040 / 284 44-240, Fax: 040 / 284 44-444 www.relexa-hotels.de, Hauptgericht von 7,50 bis 20,50 €, Regionalküche, Fischspezialitäten EZ von 79 bis 109 €, DZ von 119 bis 139 €

Hessen Hotel Kempinski FalkensteinS

Restaurant Die Leiter

Debusweg 6-18, 61462 Königstein Tel. 06174 / 90-0, Fax: 06174 / 90-9090 www.kempinski-falkenstein.com info@kempinski-falkenstein.com Internationale Küche mit regionaler Verbundenheit, Hauptgericht von 24,50 bis 32 € Öffnungszeiten: abends EZ von 210 bis 300 €, DZ von 216 von 360 €

Kaiserhofstraße 11, 60313 Frankfurt Tel.: 069 / 292 121 Fax: 069 / 291 645 www.dieleiter.de Hauptgerichte von 17,50 bis 31,50 € Küche: mediterran Ruhetag: Sonntag

Bebras Hessischer Hof S

Hotel Schubert Ringhotel Lauterbach

Wellnesshotel Seeschlößchen & Gourmetrestaurant „Sandak“

Buchwalder Str. 77, 01968 Senftenberg Tel.: 03573 / 3789-0, Fax: 03573 / 3789-32 www.seeschloesschen-lausitztherme.de info@seeschloesschen-lausitztherme.de Gehobene Frischküche, Hauptgericht 16-27 € Öffnungszeiten: 17 bis 24 Uhr, Ruhetage: Sonntag und Montag EZ von 75 bis 110 €, DZ 100 bis 170 €

Kasseler Str. 4, 36179 Bebra Tel.: 06622 / 936-0 Fax: 06622 / 936-123 www.bebras-hessischer-hof.de hotel@bebras-hessischer-hof.de Regionale und internationale Küche, Hauptgericht von 7 bis 19 €, EZ von 46 bis 52 €, DZ von 66 bis 72 €

Hotel Schloss Hubertushöhe

Robert-Koch-Straße 1, 15859 Storkow Tel.: 033678 / 43-0, Fax: 033678 / 43-100 www.hubertushoehe.de, schloss@hubertushoehe.de Gourmetrestaurant „Windspiel“ (1 MichelinStern): moderne französische Küche Öffnungszeiten: So bis Do 19 bis 22 Uhr Restaurant „Büxenstein“: Regionale Küche täglich von 12 bis 14:30 Uhr, Fr u. Sa 19 bis 22 Uhr EZ von 130 bis 330 €, DZ von 150 bis 380 €

Kanalstr. 12, 36341 Lauterbach Tel.: 06641 / 96070, Fax: 06641 / 5171 www.hotel-schubert.de info@hotel-schubert.de Klassische deutsch-französische Küche Hauptgericht von 10 bis 36 € Öffnungszeiten: 11-15 Uhr und 18-23 Uhr Sonntagabend geschlossen EZ von 67 bis 107 €, DZ von 108 bis 148 €

Göbel’s Hotel Rodenberg  & Restaurant Zinne

Heinz-Meise-Str. 98 36199 Rotenburg a.d. Fulda Tel.: 06623 / 88-1100, Fax: 06623 / 88-8410 www.goebel-hotels.de info@goebels-rodenberg.de Hauptgericht von 9,50 bis 20,50 € Öffnungszeiten: 11:30 bis 14:30 Uhr, 17:30 bis 22:30 Uhr EZ von 79 bis 109 €, DZ von 120 bis 150 € 

Hamburg Hotel Atlantic Kempinski Hamburg

An der Alster 72-79, 20099 Hamburg Tel.: 040 / 28880, Fax: 040 / 247129 www.kempinski.atlantic.de, hotel.atlantic@ kempinski.com, Hauptgericht 28-42 €, Internationale Küche, Ruhetag: Sonntag, EZ von 265 bis 465 €, DZ von 305 bis 505 €

Traditionshotel Zum Steinernen Schweinchen & Gourmet-Restaurant bei Jürgen Richter Konrad-Adenauer-Str. 117, 34132 Kassel Tel.: 0561 / 94048-0, Fax: 0561 / 94048-555 www.steinernes-schweinchen.de info@steinernes-schweinchen.de Internationale Küche, 16 Punkte im Gault-Millau Ruhetage: Sonntag und Montag EZ von 70 bis 75 €, DZ von 100 bis 110 €

Columbia Hotel Rüsselsheim & Restaurant Navette

Stahlstr. 2-4, 65428 Rüsselsheim Tel.: 06142 / 876-0, Fax: 06142 / 876-805 www.columbia-hotels.com, www.navette-online.de, ruesselsheim@columbia-hotels.de Fine Dining, Hauptgericht von 24,50 bis 28 € Di bis Fr 19-0 Uhr, Ruhetage: Sa, So, Mo EZ von 85 bis 167 €, DZ von 105 bis 187 €, Preise incl. Frühstück SAVOIR-VIVRE

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 GENIESSER AUF REISEN

Relais & Châteaux Burg Schwarzenstein

Rosengasse 32, 65366 Geisenheim-Johannisberg Tel.: 06722 / 9950-0, Fax: 06722 / 9950-99 www.burg-schwarzenstein.de info@burg-schwarzenstein.de Gourmetrestaurant mit 1 Michelin-Stern Hauptgericht von 32 bis 38 € Ruhetage: Montag und Dienstag EZ von 110 bis 160 €, DZ von 140 bis 495 €

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Romantik Seehotel Ahlbecker Hof  & Restaurant „Kaiserblick“

Künstlerquartier Seezeichen & Restaurant Silhouette

Dünenstraße 47, 17419 Seebad Ahlbeck Tel.: 038378 / 62-0, Fax: 038378 / 62-100 www.ahlbecker-hof.de ahlbecker-hof@seetel.de Klassische und regionale Küche, Hauptgericht von 23 bis 35 € Öffnungszeiten: 18 bis 22 Uhr EZ von 89 bis 197 €, DZ von 120 bis 228 €

Dorfstr. 22, 18347 Ostseebad Ahrenshoop Tel.: 038220 / 6797-0, Fax: 038220 / 6797-67 www.seezeichen-hotel.de info@seezeichen-hotel.de Norddeutsche und mediterrane Küche, Hauptgericht von 10,50 bis 28 € Öffnungszeiten: 12-22 Uhr, Frühstück 8-13 Uhr EZ von 100 bis 150 €, DZ von 130 bis 260 €

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Mecklenburg-Vorpommern

Travel Charme Kurhaus Sellin & Restaurant Allegro

Wilhelmstr. 27, 18586 Sellin 038303 / 95-100, 038303 / 95-155 www.travelcharme.com kurhaus-sellin@travelcharme.com Hauptgericht von 8,80 bis 17,80 € Mediterrane Küche mit regionalen Produkten Öffnungszeiten: 12 bis 22 Uhr EZ von 69 bis 179 €, DZ von 98 bis 238 € S

Hotel Meerlust Grand Hotel Binz

Strandpromenade 7, 18609 Binz Tel.: 038 393 / 15-0, Fax: 038 393 / 15-555 grandhotelbinz@aol.com, www.grandhotelbinz.com, Hauptgericht 12-35 €, Küche: gehoben, regional und international, EZ 120-177 €, DZ 160-674 €

Seestr. 72, 18374 Zingst Tel.: 038 232 / 885-0, Fax: 038 232 / 885-99 www.hotelmeerlust.de info@hotelmeerlust.de Mediterrane, euro-asiatische Frischeküche, Hauptgericht von 15 bis 50 € Zimmerpreise incl. Halbpension: EZ von 105 bis 150 €, DZ von 164 bis 275 €

Niedersachsen Hotel & Restaurant Schaumburger Ritter 

Burgstr. 2 - 4, 31737 Rinteln / Schaumburg Tel.: 05152 / 9474-60, Fax: 05152 / 9474-61 www.schaumburger-ritter.com kontakt@schaumburger-ritter.com Hauptgericht von 5,90 bis 28,50 € Küchenschwerpunkt: regionale, deutschfranzösiche Küche Öffnungszeiten: Mo - Sa ab 12:00, So ab 11:30 EZ 49-79 €, DZ 75-99 € incl. Frühstück

Hotel Sellhorn  Ringhotel Hanstedt

Winsener Str. 23, 21271 Hanstedt Tel.: 041 84 / 801-0, Fax: 041 84 / 801-333 www.hotel-sellhorn.de, info@hotel-sellhorn.de Regionalküche, Wildgerichte, Heidschnucke Hauptgericht 10-25 €, EZ 86 -104 €, DZ 115-143 €

City Partner Hotel Alter Speicher Wismar  & Galerie Restaurant „To’n Ossen“

Bohrstrasse 12 + 12a, 23966 Wismar Tel.: 03841 / 211746, Fax: 03841 / 211747 www.hotel-alter-speicher.de wismar@hotel-alter-speicher.de Hauptgericht von 8 bis 33 € Regionale und deutsche Küche Öffnungszeiten: 11:30 - 14:30, 17:30 - 22:00 EZ von 66 bis 130 €, DZ von 79 bis 160 € 78

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Schlosshotel Wendorf  & Restaurant „Cheval Blanc“

Hauptstr. 9, 19412 Wendorf Tel.: 038 486 / 33 66-0, Fax: 038 486 / 33 66-10 www.schlosshotelwendorf.com info@schlosshotelwendorf.com Französische und internationale Küche Hauptgericht von 35 bis 80 € Öffnungszeiten: 12 bis 22 Uhr Suiten von 220 bis 1.000 €

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Romantik Hotel Achterdiek Romantik- & Wellnesshotel Wilhelmstr. 36, 26571 Juist Tel.: 0800 / 2248373, Fax: 04935 / 1754 www.hotel-achterdiek.de info@hotel-achterdiek.de EZ von 102 bis 196 €, DZ von 210 bis 375 €

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Ringhotel „Der Waldkater“

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Waldkaterallee 27, 31737 Rinteln Tel.: 05751 / 1798-0, Fax: 05751 / 1798-83 www.waldkater.com info@waldkater.com Internationale Küche mit regionalen Akzenten, Hauptgericht von 12 bis 26 € EZ von 95 bis 120 €, DZ von 130 bis 165 €

Romantik Hotel Reichshof 

Neuer Weg 53, 26506 Norden Tel.: 04931 / 175-0, Fax: 04438 / 175-75 www.reichshof-norden.de info@reichshof-norden.de Hauptgericht von 14,50 bis 24,50 € Regionale, saisonale Küche Öffnungszeiten: 10:00 bis 23:30 Uhr EZ 73 €, DZ von 116 bis 146 €

VIVRE XTRA Feinster Whisky aus dem Hause „The Glenlivet“ zu gewinnen Durch den Verzicht auf Kältefilterung erhält dieser Single Malt Whisky sein intensives, delikates Bouquet. Gewinnen Sie eine Flasche der Spezialität im Wert von 60 Euro. Lösen Sie einfach das Kreuzworträtsel! Das Lösungswort bitte auf den VIVRE-EXTRA Gewinncoupon auf Seite 98 mit dem Kennwort D007 eintragen.

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Heidehotel Rieckmann & Restaurant Tafelhuus

Kirchweg 1-2, 29646 Bispingen Tel.: 05194 / 951-0, Fax: 05194 / 951-34 www.hotel-rieckmann.de, info@hotel-rieckmann.de Hauptgericht von 11 bis 26 € Anspruchsvolle und frische regionale Küche, Geöffnet 17-22 Uhr, am Wochenende 11-22 Uhr Ruhetag: Montag EZ von 55 bis 65 €, DZ von 79 bis 89 €

Eshramo Mediterranes Restaurant und Café

Dreiberger Straße 15 26160 Bad Zwischenahn Tel.: 044 03 / 984 174, Fax: 04403 / 984 175 info@eshramo.de, www.eshramo.de Küche: mediterran

Landidyll-Hotel  „Gasthof zum Freden“

Zum Freden 41, 49186 Bad Iburg Tel.: 05403 / 4050, Fax: 05403 / 1706 www.hotel-freden.de eichholz@hotel-freden.de Hauptgericht von 11 bis 25 € Regionale Küche Ruhetag: Donnerstag EZ von 55 bis 75 €, DZ von 75 bis 98 € SAVOIR-VIVRE

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 GENIESSER AUF REISEN S

Landhotel Bauernwald

BRENDEL Bistro - Restaurant - Catering

Alte Dorfstr. 8, 29328 Faßberg-Münden Tel.: 050 53 / 989 90, Fax: 050 53 / 15 56 www.bauernwald.de Hauptgericht 14,50-23 € Küche: Die Speisen werden mit regionalen Produkten nach niedersächsischer Tradition zubereitet. EZ von 65 bis 78 €, DZ von 92 bis 125 €

Der Patentkrug

Wilhelmshavener Heerstr. 359 26125 Oldenburg Tel.: 0441 / 394 71, Fax: 0441 / 391 038 Hauptgericht von 12 bis 28 € Neue deutsche und mediterrane Küche Ruhetage: Sonntagabend und Montag EZ 44 €, DZ 67 €

Kaiserstr. 81, 47229 Duisburg Tel.: 02065 / 47016, Fax: 02065 / 40192 www.brendel-gastronomie.de, info@brendel-gastronomie.de Hauptgericht von 21 bis 28 €, Moderne, regionale Küche, Öffnungszeiten: Di - Fr, Sa abends, So: Bistro, Ruhetag: Montag

Pullman Aachen Quellenhof & Restaurant „La Brasserie“

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Monheimsallee 52, 52062 Aachen Tel.: 0241 / 91 32-0, Fax: 0241 / 91 32-100 www.pullmanhotels.com h5327@accor.com Hauptgericht von 21,50 bis 36,50 € Saisonale, internationale und mediterrane Küche Öffnungszeiten: 12.15-15 Uhr und 18.30-23 Uhr EZ von 110 bis 240 €, DZ von 135 bis 280 €

Landhaus Nikolay

Kirchhellener Str. 1, 46514 Schermbeck Tel.: 02302 / 41-132, Fax 02302 / 41-457 www.landhaus-nikolay.de info@landhaus-nikolay.de Hauptgericht von 19 bis 38 € Kücheschwerpunkt: Frankreich Öffnungszeiten: 12 bis 15 Uhr, 18 bis 00 Uhr Bitte um Reservierung Ruhetag: Montag

Schlosshotel Münchhausen

Schwöbber 9, 31855 Aerzen Tel.: 05154 / 706 00, Fax: 05154 / 706 013 0 www.schlosshotel-muenchhausen.com Küche: Gourmet, französisch-mediterran Ruhetage: Montag und Dienstag EZ 97 €, DZ 128 €

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S Pullman Hotel Dortmund & Restaurant GEORGE Fine Dine

Rellinghauser Str. 4, 45128 Essen Tel.: 0201 / 231 766, Fax: 0201 / 229 146 www.la-grappa.de Hauptgericht von 21 bis 35 € Ruhetage: Samstagmittag, Sonntag

Lindemannstr. 88, 44137 Dortmund Tel.: 0231 / 9113-0, Fax: 0231 / 9113-999 www.george-restaurant-dortmund.de h2833@accor.com Euro-asiatische Küche Menüs von 56 bis 110 € Öffnungszeiten von 18 bis 23 Uhr, Ruhetage: Sonntag und Montag EZ von 98 bis 243 €, DZ von 117 bis 262 €

Hotel Kaiserhof & Restaurant Gabriel’s im Kaiserhof

Hotel - Restaurant - Cafe Haus Hochstein

Hotel & Gourmet-  Restaurant Zur Post

Hotel Schloß Hugenpoet

Barceló Cologne City Center & Restaurant “arenas”

Restaurant Rittergut Isenburg

Dorfkrug Hotel & Restaurant Thuns im Dorfkrug

Nordrhein-Westfalen La Grappa

Südstr. 6, 59889 Eslohe-Wenholthausen Tel.: 02973 / 9711-0, Fax: 02973 / 9711-11 www.haus-hochstein.de info@haus-hochstein.de Hauptgericht von 9 bis 28 € Feine, gehobene Küche, Regionalküche, Eurotoques Chef-Koch, Ruhetag: Dienstag EZ von 43 bis 52 €, DZ von 72 bis 95 €

Habsburgerring 9 - 13, 50674 Köln Tel.: 0221 / 228-0, Fax: 0221 / 251206 www.barcelo.com • cologne@barcelo.com Hauptgericht von 12 bis 29 € Mediterrane, spanisch-regionale Küche Öffnungszeiten: 12:30 - 14:30 und 18:00 - 22:30 EZ von 79 bis 419 €, DZ von 79 bis 419 € excl. Frühstück 80

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Altenberger-Dom-Straße 23, 51519 Odenthal Tel.: 02202 / 977 78-0, Fax: 02202 / 977 78-49 www.zurpost.eu info@hotel-restaurant-zur-post.de Hauptgericht von 22 bis 35 €, Regionale und mediterrane Küche mit eigenen Kreationen Ruhetag: Montag EZ von 85 bis 125 €, DZ von 125 bis 145 €

Joh.-Bensberg-Str. 49, 51067 Köln-Holweide Tel.: 0221 / 695909, Fax: 0221 / 698703 www.isenburg.info, info@isenburg.info Hauptgericht 19 bis 29 €, Französische Küche Öffnungszeiten: 12 bis 15 Uhr, 18:30 bis 24 Uhr Ruhetage: Sonntag und Montag

Bahnhofstr. 14, 48143 Münster Tel.: 0251 / 4178-0, Fax 0251 / 4178-666 www.kaiserhof-muenster.de hotel@kaiserhof-muenster.de Hauptgericht von 12,50 bis 26,50 € Internationale Küche Öffnungszeiten 12-14 Uhr und 18-22 Uhr Ruhetag: Sonntagmittag EZ 105-195 €, DZ 120-245 €, excl. Frühstück 

August-Thyssen-Str. 51, 45219 Essen Tel.: 02054 / 1204-10, Fax: 02054 / 1204-80 www.hugenpoet.de Hauptgericht von 30 bis 38 € Ruhetage: Dienstag und Mittwoch EZ ab 198 €; DZ ab 245 €

Brauck 7, 58791 Werdohl Tel.: 02392 / 9798-0, Fax: 02392 / 9798-29 www.thuns.info, service@thuns.info Hauptgericht von 14 bis 24 € Regionale und internationale Küche Öffnungszeiten: ab 18 Uhr, Mo - Fr auch 12 bis 14 Uhr, Ruhetag: Sonntag EZ von 57 bis 62 €, DZ 91 €

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Romantik- & Wellness-Hotel Deimann zum Wilzenberg

Restaurant Weingut Nack

Pfarrstr. 13, 55296 Gau Bischofsheim Tel.: 06135 / 3043, Fax: 06135 / 8382 www.restaurant-nack.de info@restaurant-nack.de Hauptgericht Weinstube: 8,50 bis 18,50 € Hauptgericht Restaurant: 19,50 bis 26,50 € Gourmet-Küche und Weinstube 18-24 Uhr, Samstag und Sonntag auch 12-14 Uhr Ruhetage: Montag und Dienstag

Winkhausen 5 57392 Schmallenberg

Tel.: 029 75 / 81-0, Fax: 029 75 / 81-289 www.deimann.de Hauptgericht von 8 bis 30 € EZ ab 65 €; DZ ab 100 €

Romantik Hotel Linslerhof

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Hotel Aulmann & Restaurant Kiste

Rheinland-Pfalz

Fleischstr. 47-48, 54290 Trier Tel.: 0651 / 9767-0, Fax: 0651 / 9767-102 www.hotel-aulmann.de mail@hotel-aulmann.de Regionale Küche, Hauptgericht von 8 bis 16 € EZ von 50 bis 90 €, DZ von 75 bis 125 €

Landhaus Delle S

Atrium Hotel Mainz & Restaurant Andante

Flugplatzstr. 44, 55126 Mainz Tel.: 0631 / 491-0, Fax: 06131 / 491-128 www.atrium-mainz.de info@atrium-mainz.de Hauptgericht von 18 bis 30 € Regionale, saisonale und mediterrane Küche Öffnungszeiten: 18 bis 22 Uhr Ruhetage: Sonntag und Montag EZ von 79 bis 278 €, DZ von 90 bis 318 €

Romantik Hotel  S Schloss Rheinfels

Schlossberg 47, 56329 St. Goar Tel.: 06741 / 802-0, Fax: 06741 / 802-802 www.schloss-rheinfels.de Hauptgericht von 14 bis 32 € EZ ab 69 €, DZ ab 98 €

Hotel Tannenhof

Linslerhof 1, 66802 Überherrn (Saarlouis) Tel.: 06836 / 807-0, Fax: 06836 / 807-17 www.linslerhof.de, info@linslerhof.de Hauptgericht von 9,80 bis 52 €, Regionale Küche mit französischem Einschlag, Ruhetag: Sonntagabend. EZ 77 bis 174 €, DZ 124 bis 194 €

Sachsen

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Gutenfelsstr. 16, 55422 Bacharach Tel.: 06743 / 1765, Fax: 06743 / 1011 www.landhaus-delle-hotel.com Restaurant und Hotel bitte reservieren. Nur Menü von 59 bis 75 € Europäische Küche Öffnungszeiten: nur abends Ruhetage: Sonntag und Montag EZ bis 130 €, DZ 165 bis 185 € S

Hotel-Restaurant Kunz

Bottenbacher Str. 74, 66954 Pirmasens Tel.: 06331 / 875 0, Fax: 06331 / 875 125 www.hotel-kunz.de Hauptgericht: 13,50 bis 24,50 € Ruhetage: Freitag und Samstag mittag EZ von 58 bis 98 €; DZ von 78 bis 138 €

Saarland

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Steigenberger Hotel de Saxe & Restaurant de Saxe

Küche unter neuer Leitung: Holm Schulze Neumarkt 9, 01067 Dresden Tel.: 0351 / 4386-0, Fax: 0351 / 4386-888 www.desaxe-dresden.steigenberger.de desaxe-dresden@steigenberger.de Hauptgericht von 10 bis 28 € Internationale und regionale Küche Öffnungszeiten: 12 bis 15 Uhr, 17 bis 23 Uhr EZ / DZ 125 bis 235 €, Suite 275 bis 395 €

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Schlosshotel Dresden-Pillnitz

Stebacher Str. 64, 56276 Großmaischeid Tel.: 02689 / 927 10-0 Fax: 02689 / 927 10-199 www.hotel-tannenhof.info info@hotel-tannenhof.info Hauptgericht 15-28 € Internationale und regionale Küche, EZ von 60 bis 70 €, DZ von 110 bis 220 €

August-Böckstiegel-Str. 10, 01326 Dresden Tel.: 0351 / 2614-0, Fax: 0351 / 2614-400 www.schlosshotel-pillnitz.de reservierung@schlosshotel-pillnitz.de Hauptgericht 23 bis 33 €, Französische Küche Öffnungszeiten: abends Ruhetag: Sonntag EZ von 85 bis 102 €, DZ von 115 bis 135 € 

Nattermann’s Restaurant & Gästehaus

Bahnhofstr. 12, 53560 Vettelschoß Tel: 02645 / 9731-0, Fax: 02645 / 9731-24 www.nattermanns.de, info@nattermanns.de Hauptgericht 10-28 € Deutsche und regionale Küche Öffnungszeiten: 11.30-14 Uhr u. 18-22 Uhr, Ruhetag: Montag EZ von 59 bis 62 €, DZ von 89 bis 99 €

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Parkhotel Weiskirchen

Kurparkstr. 4, 66709 Weiskirchen Tel.: 06876 / 919-0 Fax: 06876 / 919-519 www.parkhotel-weiskirchen.de info@parkhotel-weiskirchen.de Hauptgericht von 9,20 bis 33 € Internationale und regionale Küche EZ von 83 bis 98 €, DZ von 112 bis 142 € Suiten von 190 bis 380 €

Hotel Schloss Eckberg & Kavaliershaus

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Bautzner Straße 134, 01099 Dresden Tel.: 0351 / 8099-0, Fax: 0351 / 8099-199 www.schloss-eckberg.de info@schloss-eckberg.de Hauptgericht 18 bis 28 €, Regionale u. mediterrane Küche EZ von 88 bis 165 € DZ von 123 bis 220 €

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 GENIESSER AUF REISEN Hotel-Restaurant Silberhof

Thüringen

Silberhofstr. 1, 09599 Freiberg Tel.: 03731 / 2688-0, Fax: 03731 / 2688-78 mail@silberhof.de, www.silberhof.de Hauptgericht 8,90-13,20 €, Küche: regional, modern, Nur abends geöffnet. Ruhetag: Sonntag EZ von 50 bis 60 €, DZ von 65 bis 95 €

Sachsen-Anhalt Walter’s Hof

& Restaurant „TAPPES“ im Waltershof Kurhausstr. 23, 25999 Kampen-Sylt Tel. 04651 / 98960, Fax: 04651 / 45590 www.walters-hof.de, buchung@walters-hof.de Hauptgericht von 18 bis 45 € Küche: Fisch und weitere regionale Frischprodukte Öffnungszeiten: 17:30 Uhr bis 23:00 Uhr EZ von 100 bis 320 € DZ von 160 bis 650 €

Travel Charme  S Gothisches Haus

Marktplatz 2, 38855 Wernigerode Tel.: 039 43 / 675-0, Fax: 039 43 / 675-555 www.travelcharme.com Hauptgericht von 18 bis 26 € Küche: regional, leicht, mediterran Öffnungszeiten: Restaurant BohlenstubeGourmet nur abends, Mittwoch bis Samstag EZ von 98 bis 187 €, DZ von 144 bis 238 €

Marktplatz 2, 38871 Ilsenburg Tel.: 039 452 / 93 93, Fax: 039 452 / 93 99 info@rotheforelle.de, www.rotheforelle.de Hauptgericht von 32 bis 45 € Regionale und internationale Küche Öffnungszeiten: abends Ruhetage: Montag und Dienstag EZ von 150 bis 215 €, DZ von 220 bis 255 €

Schleswig-Holstein 

Landhotel Villa Witt

Alkersumstieg 4, 25938 Nieblum / Föhr Tel.: 046 81 / 5877-0 Fax: 046 81 / 58 77-58 www.hotel-witt.de landhotel-witt@t-online.de Hauptgericht von 9,80 bis 35 € Leichte, mediterrane Küche Ruhetag: Montag EZ 110 bis 128 €, DZ 160 bis 200 €

Vitalia Seehotel

Am Kurpark 3, 23795 Bad Segeberg Tel.: 045 51 / 80 28 Fax: 045 51 / 802-98 88 info@vitaliaseehotel.de www.vitaliaseehotel.de 82

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Mittelbergstr. 1, 98527 Suhl Tel.: 03681 / 80714-0 Fax: 03681 /80714-333 www.business-vital-hotel.de info@business-vital-hotel.de Hauptgericht 13,60 bis 36 € Mediterrane Küche Öffnungszeiten: 11-14 Uhr und 17-23 Uhr EZ von 60 bis 65 €, DZ von 75 bis 98 €

FAIR RESORT S Sport- & Wellness Hotel

Ilmnitzer Landstr. 3, 07751 Jena Tel.: 03641 / 7676, Fax: 03641 / 767767 www.fairresort.de, service@fairhotel.de Hauptgericht 10-18 €, regionale und internationale Küche. EZ 75 bis 109 €, DZ 85 bis 130 €

Romantik Hotel und  S Restaurant Jörg Müller

Süderstraße 8, 25980 Westerland Tel.: 046 51 / 277 88, Fax: 046 51 / 201 471 www.hotel-joerg-mueller.de hotel.joerg-mueller@t-online.de Restaurant „Pesel“: regional-mediterrane Küche, Hauptgericht 18-32 €, mittags/abends geöffnet. Restaurant „J.M.“: Küche: französ. Meditationen, Hauptgericht 36-58 €, abends geöffnet, Ruhetag Mo. EZ 110-210 €, DZ 160-260 €

Seehotel Schwanenhof

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Am Schulsee, 23879 Mölln Tel.: 045 42 / 84 83-0, Fax: 045 42 / 84 83-83 www.seehotel-schwanenhof.de info@seehotel-schwanenhof.de Hauptgericht 15-25 €, deutsch-mediterrane Küche EZ 60 €, DZ von 100 bis 145 €

Hotel auf der Wartburg

Auf der Wartburg, 99817 Eisenach Tel.: 036 91 / 797-0, Fax: 036 91 / 797-100 info@wartburghotel.de, www.wartburghotel.de Hauptgericht 18-27 €, aromareiche Burgküche EZ von 140 bis 160 €, DZ von 210 bis 340 € 

Grand Hotel Russischer Hof Gourmetrestaurant „Anastasia“

Goetheplatz 2, 99423 Weimar Tel.: 036 43 / 774-0, Fax: 036 43 / 774-841 info@russischerhof.com www.russischerhof.com Küche: regional/international Hauptgericht 18-25 € abends geöffnet. EZ 142-245 €, DZ 163-554 €

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Landhaus Zu den Rothen Forellen & Gourmetrestaurant Forellenstube

Business Vital-Hotel am Rennsteig

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v Hotels & Restaurants

Hotel Boscolo Exedra in Rom

Grandezza und Genuss Was für eine Stadt! Ob Kapitol, Kolosseum oder Campo de’Fiori – seit Jahrtausenden lässt Mamma Roma ihre Grazie vor klassischer Kulisse spielen. Lesen Sie, wo stilvolles Residieren und Fine Dining eine Stippvisite zu einem perfekten Erlebnis machen. ie Ewige Stadt. Jeder, der Rom einmal besucht hat, weiß, dass diese Bezeichnung durchaus zweideutig zu verstehen ist. Nicht nur, weil man überall auf antike Zeitzeugen trifft, es scheint auch ein schier unendliches Unterfangen zu sein, die turbulente Metropole am Tiber zu erkunden. Diesbezüglich sollte man sich auch keinen Illusionen hingeben. Es ist einfach 84

unmöglich, bella Roma innerhalb von ein paar Tagen zu entdecken. Vielmehr sollte man die atemberaubende Schönheit dieser Stadt würdigen, indem man sie ganz genüsslich in sich aufnimmt.

Stilvoll residieren

Einen glamourösen Aufenthalt verspricht zum Beispiel das Hotel Exedra im Herzen der Stadt, auf der Piazza della

Repubblica. Das im weißen Marmor gebaute Boscolo-Luxushotel ist ein prachtvolles Gebäude des 19. Jahrhunderts, umgeben von den antiken Thermen des Diocletian und der Basilika Santa Maria degli Angeli. Alles im Exedra – das zarte Licht, die warmen goldenen Farben, die frischen Blumen und die leichte Musik im Hintergrund – ist Ausdruck der neoklassischen Eleganz des Hotels. Ein

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Das 2003 eröffnete Exedra ist ein Spiegel des alten und neuen Roms. Das Gebäude wurde im 19. Jahrhundert auf den Überresten einer antiken Therme erbaut.

Ambiente, das auch Filmdiva Sophia Loren bezaubert, die hier oft residiert. Zwei exklusive Restaurants, ein großes Wellness-Areal, eine traumhafte Dachterrasse mit Swimming Pool und atemberaubender Aussicht lassen im Hotel Exedra keine Wünsche offen. In den 238 Zimmern und Suiten kann man nach einem anstrengenden Sightseeing-Tag stilvoll entspannen und den Blick über das alte Rom schweifen lassen. Vor allem bei Nacht ist die Aussicht auf die glanzvolle Kulisse phänomenal. Auch im Exedra selbst trifft man auf Spuren aus der antiken Vergangenheit. Wichtige Überreste der Therme des Kaisers Diokletian (298-305 n. Chr.) kann man noch heute im ersten Untergeschoss des Hotels bewundern. Was einen weiteren Reiz des Exedra ausmacht, ist seine zentrale Lage. Schnell

gelangt man zur Spanischen Treppe oder an den Trevi Brunnen. Der Bahnhof ist gerade mal fünf Minuten entfernt, und der Eingang zur Metro befindet sich gleich vor dem Hotel. Perfekt.

Alle Wege führen nach Rom

Wer sich aufmacht, um Rom zu erobern, braucht eine entsprechende Ausrüstung. Wichtig: bequemes Schuhwerk. Die schönsten Ecken des historischen Stadtkerns, des Centro Storico, lassen sich nur zu Fuß erkunden. „Alle Wege führen nach Rom“ und einige auch mitten durch: Mit Metro und Bus gelangt man schnell zu den wichtigsten Hotspots. Es ergibt Sinn, die Touristen-Angebote der Stadt zu nutzen, beispielsweise den Roma Pass (25 €), mit dem man drei Tage lang nicht nur öffentliche Verkehrsmittel frei nutzen kann,

Das Interieur: stilvolle Eleganz und italienischer Schick.

sondern auch Ticket-Vergünstigungen für viele Sehenswürdigkeiten erhält.

Senatoren, Götter und Gladiatoren

Sightseeing in Rom gleicht einer Lebensaufgabe. Um ein Gefühl für die antike Vergangenheit der Stadt zu bekommen, sollte das Forum Romanum ganz oben auf der Besichtigungs-Liste stehen. Hier spürt man – so kitschig es auch klingen mag – den Atem der Geschichte. Vor dem geistigen Auge schreitet Cäsar vorbei, plaudert mit Senatoren und verweilt vor dem Tempel. Ein beeindruckender Ort. Gleich gegenüber liegt das Kolosseum, das bis zu 50.000 Zuschauern blutige Spektakel mit Gladiatorenkämpfen und Tierhatz bot. Seit 1999 ist die Arena ein Monument gegen die Todesstrafe. Wird diese irgendwo ausgesetzt oder gar abgeschafft, erleuchtet das Kolosseum für

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v Hotels & Restaurants

Die Dachterrasse mit Pool ist der Hotspot des Hotels. Hier kann man wundervoll relaxen, und der Sundowner mit Blick über Rom ist ein Erlebnis.

48 Stunden in buntem Glanz. Für die Sehenswürdigkeiten rund um den Vatikan sollten Besucher genügend Muße mitbringen. Nicht selten muss man mit Wartezeiten von mehr als einer Stunde rechnen. Die Sixtinische Kapelle ist ein Traum, doch da sie den krönenden Abschluss des Vatikanischen Museums mit seinen kilometerlangen Gängen bildet – eine Abkürzung ist nicht möglich – gestaltet sich die Besichtigung entsprechend zeitaufwändig. Neigt sich der Tag dann dem Ende, ruht man sich auf den Stufen der Spanischen Treppe aus, genießt gemeinsam mit vielen anderen Touristen die wundervolle Aussicht.

Genuss auf Italienisch

Pizza und Pasta. Roms Küche darauf zu reduzieren, wäre ungerecht. Man kann hervorragend speisen. Ausgezeichnetes Essen im wörtlichen Sinne bildet jedoch eher die Ausnahme. Bestes Beispiel: das „La Pergola“ (Via Alberto Cadlolo 101, www.romecavalieri.de). Das Restaurant im Hotel Cavalieri verwöhnt seine Gäste nicht nur mit einer grandiosen Aussicht über die Ewige Stadt, sondern auch mit den exquisiten kulinarischen Kreationen von Heinz Beck, dem deutschen Chef de Cuisine im „La Pergola“ seit 1994. Der Ausnahmekoch aus Bayern hat in Rom sein zweites Zuhause gefunden, 86

wird hier wie ein Star gefeiert. Wer einmal seine Speisen von den vergoldeten Tellern des Restaurants genießen durfte, weiß auch, warum. Es ist anzunehmen, dass die internationalen First Ladies, die hier während des G8-Gipfels 2009 beköstigt wurden, begeistert waren. Das lukullische Vergnügen hat natürlich seinen Preis. Ein sechsgängiges Menü kostet etwa 175 Euro. Doch das hält die Gäste nicht fern. Die Tische im „La Pergola“ sind heiß begehrt. Man sollte unbedingt rechtzeitig reservieren. Eine ansprechende Küche bieten auch viele kleine Restaurants. Das L’Antica Boheme (www.anticaboheme.it) ist ein solches bodenständiges Highlight. Das Restaurant liegt etwas versteckt an der Via Napoli, nur drei Straßen und etwa zehn Minuten Fußweg vom Hotel Exedra entfernt. Lassen Sie sich von seinem etwas altbackenen Eisdielen-Charme nicht abschrecken! Der Service ist italienisch-liebenswert, das Essen üppig, lecker und günstig. Gute Restaurants gibt es auch auf der anderen Seite des Tiber im Stadtteil Trastevere. Wo früher der Plebs wohnte, findet man heute in den romantischen Gassen unzählige gemüt­ liche Bars und Trattorias. Ach, es gibt so viel zu entdecken und zu genießen. Ein Dilemma? Keineswegs. Man kommt einfach wieder...  Petra Dietz ■

Innovatives Design in den Executive Suites.

v v + Hotel Boscolo Exedra Piazza della Repubblica 47, I-00185 Rom Telefon: +39 06 489381 Telefax: +39 06 48938000 E-Mail: reservation@exedra.boscolo.com Internet: www.boscolohotels.com Service: perfekt Weine: beachtlich Ambiente: nobel

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SO MACHEN SIE MIT:

RÄtselGaRten

Beginnen Sie mit der ersten Frage. Gesucht sind die Buchstaben der richtigen Antwort, die Sie unten notieren können – und die Sie jeweils zur nächsten Frage und zum Schluss aus dem Rätselgarten hinausführen. Wenn Sie nun Ihre Buchstabenreihe von hinten nach vorne lesen, erhalten Sie das Lösungswort. START

Welches dieser Getränke enthält kein Anis? A Ouzo N Pastis S Arrak

A

N

E

G

Z S

Wie wird die Kakioder Sharonfrucht noch genannt? A Darian U Sternfrucht D Dattelpflaume S Zwergorange

Z

A

B

L

P

E

J

P SS

X Z

R

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A

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Was ist tatsächlich ein Lebensmittel? L Alfalfa Z Betbeta O Gammgamma A Deltdelta

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Aus welcher italienischen Stadt stammt die Kuchenspezialität Panettone? L Bologna U Mailand Q Turin D Neapel

Q C

I

Woraus wird Tofu hergestellt? D Reis I Sojabohnen Z Hirse P Mais

Von wem stammt der Auftrag zur Erfindung der Margarine? F Kaiser Wilhelm I. A Napoleon II. W Friedrich I. X Churchill

Ausgangsprodukt für Grappa? E Traube V Roggen C Kartoffel U Mais

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Was ist heutzutage kein typisch amerikanisches Gericht? L Chop Suey P Fish’n’Chips N Hamburger S Hot Dogs

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Woher stammt die Milch für den Roquefortkäse? Q Pferd B Kuh R Schaf Z Ziege

H M

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Welche der Biersorten bezeichnet man als untergärig? H Weißbier K Weizenbier T Pilsener E Kölsch

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Was wird in Amerika gerne zum Erntedankfest serviert? F Truthahn B Karpfen S Kaninchen O Huhn

B

H

I

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Wo in Europa wurde erstmals beim Essen eine Gabel verwendet? A Hamburg I Venedig C Antwerpen D Wien

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Welche Stadt bezeichnet man als die Hochburg des Champagners? H Reims B Lyon E Bordeaux P Metz

Woher stammt der Danzka Wodka? Z Polen M Russland S Dänemark J Finnland

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Was gehört nicht in eine Kalte Ente? L Kirschlikör B Weißwein Z Zitronenschale V Sekt

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Was gibt der Currymischung die Farbe? V Ingwer W Kurkuma G Koriander F Chilischoten

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Was meint der Österreicher, wenn er von Karfiol spricht? T Blumenkohl A Kohlrabi L Bohnen P Sellerie

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Welcher Cocktail enthält keinen Wodka? V Caipirinha J Caipiroschka M Bloody Mary E Bull Shot

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Welches Gewürz wird aus der Frucht einer Orchidee gewonnen? R Nelke L Zimt T Safran U Vanille

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Welches dieser Lebensmittel hat den geringsten Eisengehalt? T Petersilie H Fenchel K Spinat M Kichererbsen

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Gewinnen Sie eine Küchenarmatur GROHE Red! Der Clou: 100°C heißes Wasser bekommen Sie auf Wunsch direkt aus der Küchenarmatur. Mehr Informationen dazu: www.grohe.de. Um zu gewinnen, tragen Sie bitte das Lösungswort aus dem Rätselgarten auf Seite 98 mit dem Kennwort D008 ein.

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v Weinregion

Noch ein Geheimtipp: das südlichste Weingut Deutschlands, mit modernstem Weinforum zur Degustation. In der unberührten Hochrheinlandschaft gelegen, ca. 40 Min. vom Bodensee entfernt. Unbedingt einen Ausflug wert.

Engelhof WEIN- UND SEKTGUT Familie Georg Netzhammer Engelhof 1, 79801 Hohentengen/Hochrhein Tel. 07742/74 97, www.engelhof.de

Am Bodensee hat die Weinkultur eine lange Tradition

Röhrenbachs Ruderpartie Die älteste Winzergenossenschaft Badens, 1881 durch Pfarrer Dr. Heinrich Hansjakob gegründet, betreibt seit 1993 kontrolliert umweltschonenden Weinbau. Modernste Kellertechnik garantiert höchste Weinqualität.

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Bodenseewein aus Konstanz wird von der Sonne verwöhnt und in stolzer Weinbautradition mit der Kunst erfahrener Kellermeister zu einem besonderen Genuß vollendet.

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Viele große Erfolgsstorys beginnen mit einer nicht ganz legalen Pioniertat. Und so ist es auch bei der Geschichte des Bodenseeweins.

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b es pure Verzweiflung war oder gar eine Vision, die den Winzer Johann Röhrenbach 1925 zu einer weinhistorischen Aktion verleitete, ist nicht überliefert. Fest steht: Röhrenbach, Gutsverwalter des Markgrafen zu Baden auf Schloss Kirchberg, benötigte dringend Ersatz für seine von Krankheiten befallenen Weinstöcke. Also ruderte er bei Nacht und Nebel vom deutschen Bodenseeufer aus hinüber in die Schweiz nach Arenenberg im Thurgau, um sich dort mit Reben der Neuzüchtung eines gewissen Dr. Hermann Müller einzudecken. Gegen den Willen des Markgrafen schmuggelte Röhrenbach die Setzlinge nach Kirchberg, pflanzte die verbotene Rebe in die badische Erde. Der Rest ist Historie. Heute trägt der weiße Müller-Thurgau, mit rund 35 Prozent neben dem Spätburgunder die belieb­teste Rebsorte am Bodensee, ganz entscheidend zum guten Ruf der Seeweine bei. Wein wurde natürlich schon weit vor Röhrenbachs Ruderpartie am Bodensee

angebaut. Die Römer ackerten in den Weinhängen am Ufer, die Mönche im Mittelalter auf zahlreichen Klostergütern und Kaiser Karl der Dicke importierte im 9. Jh. Rebsorten aus dem Burgund an den Bodensee. Kein Wunder: Der See wirkt mit seinen Wassermassen mäßigend auf das Klima und gleicht so Temperaturschwankungen aus. Weinreben lieben Wärme, Weinkenner das milde Klima. Heute gedeiht der Wein rund um den Dreiländer-See – auf der deutschen Seite am badischen und bayrischen Ufer, im Rheintal des schweizerischen Kantons St. Gallen, am Untersee im Thurgau und im kleinen Zipfel des österreichischen Berglandes. Neben Müller-Thurgau und Spätburgunder werden Weißburgunder, Grauburgunder, vereinzelt sogar Chardonnay, Sauvignon Blanc und Riesling angebaut. Prächtige Aussichten also für Genießer, auch landschaftlich. Das breite Angebot an guten Weinen wird perfekt ergänzt von einer abwechslungsreichen Landschaft. Im Osten das Panorama der Alpen, im Westen die erkalteten Kegel einstiger Vulkane. Dazwischen viele Wege, die von Weinberg zu Weinberg führen. Der Bodenseeradweg, ein Klassiker, führt knapp 270 km rund um den See. Ebenso lang ist der Wanderweg um den drittgrößten See Mitteleuropas. Beide Touren lassen sich in bequeme (Halb-)Tagesetappen aufteilen. Die Wege sind zumeist eben, und bis zur

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Das milde Bodenseeklima macht’s möglich: Allein auf badischer Seite gibt es 555 Hektar Rebflächen.

Picknick am See. Dazu schmeckt hervorragend ein Spätburgunder – die meistangebaute Rebsorte am Bodensee.

nächsten Einkehrmöglichkeit ist es nie weit. Wer mag, kann den Weg mit dem Schiff abkürzen. Praktisch alle größeren BodenseeOrte sind per Fähre miteinander verbunden. Lassen Sie uns mit einer Radtour auf der deutschen Seite, von Friedrichshafen bis Meersburg (19 km), starten. In Friedrichshafen locken das Zeppelinmuseum und die Seepromenade. Bis Immenstaad verläuft die Strecke wenig spektakulär parallel zur Bundesstraße. Aber kurz hinter der Kleinstadt stehen wir inmitten der Weingärten. Rechts oberhalb thront das Schloss Hersberg, dann geht die Fahrt durch die Reben von Schloss Kirchberg. Hier war es, wo Johann Röhrenbach einst den geschmuggelten Müller-Thurgau pflanzte. Max Markgraf zu Baden profitiert noch immer von der Pionierleistung des Gutsver-

walters. Der Müller-Thurgau vom Kirchberger Schlossberg ist ein Bestseller und gilt als einer der besten Bodenseeweine. Am Kirchberg besitzt der Markgraf zwar nur noch geringe Anteile, mit seinen badischen Rebflächen von 145 Hektar zählt sein Weingut aber zu den größten privat geführten Winzerhäusern Deutschlands. Bei Hagnau, wo im Jahr 1881 Badens erste Winzergenossenschaft gegründet wurde, mündet der Radweg auf die Strandpromenade. Bis Meersburg radelt es sich bequem zwischen Seeufer und Weinbergen. Nicht wundern, wenn Sie hier auf einen Jungfernstieg oder Bengel treffen! Das sind die Namen traditioneller Weinbergslagen, die zum Staatsweingut Meersburg gehören. Das Weingut hat seinen Sitz im Neuen Schloss in Meersburg oberhalb des Ufers.

Mit insgesamt 145 ha Rebflächen in besten Bodenseelagen sowie in Gailingen und Durbach zählt das Weingut Markgraf von Baden zu den führenden Anbietern in Baden.

Weingut Markgraf von Baden
 Schloss Salem, 88682 Salem Tel. 07553/81-284, Fax 07553/81-569 weingut@weingut-salem.de www.markgraf-von-baden.de

Lesen Sie weiter auf Seite 91 

„Wer einmal am Bodensee war... Den Bodensee-Weinführer mit Infos zu den Winzern und Winzervereinen des BodenseeWein e.V.

und die Einzigartigkeit dieser gesegneten Landschaft erlebt hat wird verstehen, dass

Weine vom See etwas ganz Besonderes sind.”

schicken wir Ihnen gerne gratis zu. Senden Sie eine E-Mail mit dem Stichwort „Savoir-Vivre” an: weinfuehrer@bodenseewein.de GRAT

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v Winzerporträt Weinregionen

Georg und Beate Vollmayer

Deutschlands höchster Weinberg Der Hohentwiel (686 m) ist ein ganz besonderer Berg. Hierzulande gibt es kein höher gelegenes Stück Erde, auf dem Reben wachsen. Und das schon seit über 1000 Jahren!

W

enn man auf seine Etiketten schreibt, man habe den höchsten Weinberg Deutschlands, dann sollte es auch stimmen“, sagt Georg Vollmayer. Und deshalb hat der Winzer das amtlich vermessen lassen. Wir stehen an den sonnigen Südwesthängen des Hohentwiel, die bis zu 67 Prozent ansteigen, und blicken hinunter bis zum Bodensee. Der Hohentwiel mit seinen 686 Metern Höhe liegt in der Vulkanregion Hegau. Oben auf dem Berg thront die gleichnamige Festungsruine, eine der größten Burgruinen Deutschlands. Und rund um ein 108 Hektar großes Naturschutzgebiet verläuft der so genannte Vulkanpfad, auf dem man auf Lehrtafeln viel über die Einzigartigkeit und Seltenheit der Fauna und Flora dieses markanten Berges erfährt. Georg Vollmayer bewirtschaftet am Hohentwiel eine Rebfläche von insgesamt 14,6 Hektar. Neben den Sorten MüllerThurgau, Grauburgunder, Spätburgunder und Bacchus baut er auch Spezialitäten wie Dornfelder, Weißburgunder, Riesling, Regent, Chardonnay, Cabernet, Auxerrois, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer an – und das bis auf 562 Meter Höhe. Die Höhenlage und der tiefgründige, warme Vulkanboden verleihen Vollmayers Weinen eine gute Struktur, ausgeprägte feinfruchtige Aromen und eine vitale Säure. Die Hangfuß­lagen bestehen aus Moräne, einem mittelschweren Boden mit ausgezeichneter Humusver­sorgung. In der mittleren Hanglage vermischt sich Moräne mit

dem oben anstehenden Tuff, einem sehr mineralreichen Boden, der aus der Vulkantätigkeit des Hohentwiel stammt. „Mit kurzem Rebschnitt sowie reduzierten Erntemengen steigern wir die Traubenund Weinqualität“, verrät Georg Vollmayer. Und dank schonender Kelterung entstehen auf diese Weise bekömmliche Weine, die ihren individuellen Charakter tragen – eine Bedingung für große Tropfen. So wird das Weingenießen zum Erlebnis. Der größte Teil des Hohentwielers wird trocken ausgebaut. Aber auch halbtrockene und liebliche Weine stehen zur Auswahl. Hohentwieler Sekt trägt die Bezeichnung „Brut“. In der eigenen Edelbrennerei werden Tresterbrände, Apfelbrand, WilliamsChrist und Weinhefebrand produziert.

Tradition und Innovation

„Wir bewirtschaften unser Gut bereits in dritter Generation – mit der Philosophie, Tradition und Innovation zu verbinden“, erklärt Winzer Georg Vollmayer. Und seine Ehefrau Beate ergänzt: „Wir versuchen, Ökologie und Ökonomie perfekt miteinander zu vereinen.“ Natürlichkeit im Weinberg und im Wein stehen bei den Vollmayers im Vordergrund. Ihre Erzeugnisse werden auf schonende Weise an- und ausgebaut. Das bedeutet: eine komplette Dauerbegrünung der Rebanlagen, organische Düngung, Verzicht auf Schädlingsbekämpfungsmittel, regelmäßige Bodenanalysen, minimaler Einsatz an Fungiziden.

Beate Vollmayer: „Durch die schonende Anbaumethode erhalten wir das natürliche Gleichgewicht der Natur. Das heißt, es sind sehr viele Nutztiere in unseren Rebanlagen vorhanden. Mikroorganismen haben ideale Bedingungen. Und das ist für die Bodenfruchtbarkeit von größter Bedeutung.“ Der Erfolg gibt den Vollmayers Recht. Auf internationalen Verkostungen erhalten die Weine ihres Weinguts regelmäßig Auszeichnungen. Bei der Wiener „Wein Challenge“ Ende vergangenen Jahres beispielsweise erzielten die Winzer von Deutschlands höchst gelegenem Weinberg mit einer Gold- und gleich acht Silbermedaillen einen ausgezeichneten Erfolg. Beate Vollmayer: „Wir waren in den vergangenen Jahren dort immer recht erfolgreich. Doch 2009 kamen unsere Weine besonders weit nach vorne. Viele schrammten knapp an der Goldmarke vorbei.“ Ganz wichtig ist den Winzern der direkte Kontakt zu ihren Kunden. „Wir legen großen Wert auf die individuelle Beratung sowie Verkostung, da 85 Prozent unserer Weine direkt ab Hof verkauft oder versandt werden“, sagt Beate Vollmayer und verweist auf ihren neugestalteten Verkaufsraum. Jedes Jahr im Spätsommer laden die Winzer zu einem großen Weinfest auf ihrem Gut. Da werden dann die feinen Gewächse der jüngsten Saison präsentiert, während im Weinberg bereits die Trauben des neuen Jahrgangs reifen.  Barbara Leuschner ■

Seit drei Generationen in der Familie: Vollmayers Rebflächen am Hohentwiel. Neu: der Verkaufsraum.

Weingut Vollmayer Elsabethenberg 1, 78247 Hilzingen Tel. 07731/641 47, Fax 07731/604 72 info@weingut-vollmayer.com www.weingut-vollmayer.com

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WeinRegion v

Fachwerk unterm Weinberg: Stein am Rhein gilt als eine der am besten erhaltenen Kleinstädte der Schweiz.

 Auf der Terrasse der Gutsschänke legen wir eine Pause ein, mit genialem Blick über den See nach Konstanz und einem Gläschen Weißburgunder vom Jungfernstieg in der Hand. Für Freunde von Hochprozentigem lohnt sich ein Abstecher in den Meersburger Ortsteil Riedetsweiler. Winzer Thomas Geiger destilliert hier in seinem Brennhäusle hervorragende Obstbrände – zum Beispiel aus der Quitte, einer typischen Bodenseefrucht. Saisonal betreibt Geiger auch eine Besenwirtschaft mit Weinausschank und Imbisskarte. In Meersburg wählen wir den Höhenweg durch die Rebhänge. Er beginnt in der Oberstadt und führt über den Meersburger Weinkundeweg nach Hagnau. Unterwegs kann man nochmal die bevorzugte Süd-

Genießen Sie den Blick von unserer Gartenterrasse, direkt am Lindauer Hafen, auf die österreichischen und Schweizer Berge.

HOTEL Reutemann Seepromenade, 88131 Lindau/B Tel. 08382/915-0 Fax 08382/915-591 hotel@reutemann-lindau.de www.reutemann-lindau.de

hanglage der Meersburger Reben genießen, inklusive Panoramablick über den See. Mitten in den Weinhängen liegt das Weingut Aufricht. Schon seit Jahren sorgen die Brüder Manfred und Robert Aufricht weltweit für Aufmerksamkeit bei Weinkennern. Ihre besten Tropfen, vielfach prämiert, stammen von der Meersburger Sängerhalde. Die Aufrichts erklären ihren

Erfolg mit dem besonderen Terroir an diesem Teil des Bodensees: „Eiszeitliche Endmoränen werden auf der Sängerhalde von sandigem Lehm durchzogen. Dadurch haben die Reben auch im Sommer bei Trockenperioden keinen Trockenheitsstress zu fürchten. Unsere Weine zeichnen sich durch natürliche Fruchtigkeit aus.“ Bei Hagnau treffen wir wieder auf den Bodensee-Radweg, der uns über Immenstaad zurück nach Friedrichshafen führt. Traditionsreiche Weinkultur und eine wunderschöne Landschaft – das gibt es auch auf der Schweizer Seite des Bodensees. Im Kanton Thurgau am Untersee verbindet ein Rebwanderweg von Tägerwilen bis Steckborn Weinberge und klassische Adressen des Weinbaus. Die etwa fünfstündige Wanderung beginnt kurz hinter der deutschen Grenze bei Konstanz. Wir starten unsere Tour am Geburtshaus von Hermann Müller in Tägerwilen. Eine Büste davor erinnert an den Erfinder des Müller-Thurgau, der seine Forschungen Mitte des 19. Jh. allerdings nicht hier, sondern in der preußischen Versuchsanstalt in Geisenheim am Rhein betrieb. Von Tägerwilen geht es hinauf zu den Reben von Triboltingen. Heute ist die Landschaft geprägt von Äckern und Weiden, zu Müllers Zeiten standen hier überall Weinstöcke. Zwischen Triboltingen und Ermatingen folgen wir dem idyllischen Lauf des Agerstenbachs. Von der Anhöhe bietet sich ein toller Blick über den See, der hier streng genommen das verbreitete Flussbett des Hochrheins bildet. Gegenüber liegen die Insel Reichenau und das Wollmatinger Ried. Im Fachwerkstädtchen Ermatingen besuchen wir das „Vinorama“. Das Museum präsentiert in schöner Atmosphäre hinter historischen Mauern Wissenswertes zum Weinbau am Bodensee. Keine trockene Angelegenheit: Wer es vorher mit dem Kellermeister vereinbart, kann hier auch gleich den Wein probieren. Ein Bodensee-Highlight erwartet uns an der nächsten Station der Tour: Schloss Arenenberg, wo Röhrenbach vor 85 Jahren

Räume, auf die sich die Seele freut, gehobene Küche mit täglich wechselnden Überraschungsmenüs – dies und noch viel mehr zeichnet das direkt am See gelegene Verwöhnhotel aus.

Hotel Haus am See Uferstraße 23, 88149 Nonnenhorn Telefon 08382/988510 mail@haus-am-see-nonnenhorn.de www.haus-am-see-nonnenhorn.de

Außergewöhnliche Weine eines außergewöhnlichen Ortes: Das Weingut Aufricht liegt mitten im Meersburger Landschaftschutzgebietes. Die Weinberge reichen bis an den Bodensee.

WEINGUT ROBERT UND MANFRED Aufricht
 Höhenweg 8, 88719 Meersburg-Stetten Tel. 07532/24 27, Fax 07532/24 21 info@aufricht.de, www.aufricht.de

Das See Hotel Off liegt direkt am Ufer des Bodensees, eingebettet in die Weinberge Meersburgs. Hier bereitet Küchenchef Michael Off die frisch gefangenen Bodensee-Fische liebevoll mit Biogemüse für seine Gäste zu.

See hotel Off
 Uferpromenade 51, 88709 Meersburg Tel. 07532/44 74 0, Fax 07532/44 74 44 info@seehotel-off.de, www.seehotel-off.de SAVOIR-VIVRE

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v Weinregion

Idylle am „Schwäbischen Meer“, wie der Bodensee auch genannt wird.

Schlemmerpauschale führt in den Thurgau

Genusszeit am Schweizer Bodensee Mit der Thurgauer Schlemmerpauschale können Gäste drei Tage lang die kulinarischen Besonderheiten des Schweizer Grenzkantons entlang von Bodensee und Rhein erkunden. Sie führt Gäste am ersten Tag auf Schloss Arenenberg mit einer Besichtigung des Napoleonmuseums Thurgau und einem drei­ gängigen Dinner am Abend. Am zweiten Tag sind ein Bauernfrühstück in Altnau, die Besichtigung des Saft- und Brennereimuseums der Mosterei Möhl und der Arboner Altstadt vorgesehen. Am Abend gibt

Die Besenwirtschaft von Thomas Geiger: Der Winzer serviert auf seinem Meersburger Weingut elegante Rotweine, rassige Weißweine und edle Destillate aus seinem Brennhäusle.

es ein Gourmet-Dinner in Arbon, wo die Gäste auch übernachten. Die Besichtigung der Kartause Ittingen inklusive Mittagessen steht am dritten Tag auf dem Programm. Ihren kulinarischen Ausklang findet die Reise bei der Besichtigung eines Weinguts mit Degus­ tation. Der Preis ab 399 Franken / 250 Euro (zzgl. 7,6% Mwst.) gilt pro Person im Doppelzimmer für drei Tage (zwei Übernachtungen) inklusive zwei GourmetDinner, einem Brunch auf dem Bauernhof, einem Mittag­essen, einer Weindegustation, aller Eintritte sowie einem Überraschungsgeschenk.

Buchung: Thurgau Tourismus, CH-8580 Amriswil Tel. +41 (0)71 414 11 44 info@thurgau-tourismus.ch www.thurgau-tourismus.ch

Gut essen, in vollen Zügen genießen, feiern, erholsam schlafen, den Wein kennenlernen und direkt beim Winzer kaufen – das bieten das …

Weingut Peter Krause und Gasthaus „Zum letzten Heller“ Daisendorferstr. 41, 88709 Meersburg Tel. 075 32/50 57, Fax 075 32/489 65 weingut.krause@t-online.de www.weingut-krause.com 92

die Müller-Thurgau-Reben auf sein Boot lud. Franzosen-Kaiser Napoleon III. verbrachte hier seine Kindheit und kehrte 1865 auf den Familiensitz der Bonapartes zurück. Noch heute lagern im Weinkeller Flaschen von dem Bordeaux, den der Kaiser damals zum Festmahl auftischen ließ. Keller und Gemächer sind zugänglich. Sie gehören zum Napoleonmuseum. Im „Bistro Louis Napoleon“ nebenan rasten wir bei einem Thurgauer Käseteller und einem Viertel Arenenberger Müller Thurgau. Der Abstieg nach Mannebach am Seeufer führt über verschlungene, aussichtsreiche Wege. Bis Berlingen geht es am Ufer entlang, dann wieder hoch in die Rebhänge

– hier wachsen die Trauben noch mitten im Dorf. Vom Weissenstein gibt es einen erfrischenden Blick auf die Weinlagen im Jakobstal kurz vor Steckborn. Hermann Müller wäre sicher begeistert von den Weinen, die die Bodensee-Winzer aus seiner Schöpfung gemacht haben. Auch wenn er am Ende seines Lebens selbst nicht mehr so genau wusste, welche Rebsorten er gekreuzt hatte. Für ihn war es eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner. Heute kennen wir die Erfolgsformel genauer: Es war die dem Gutedel nahestehende Rebsorte Madeleine Royal, die Müller mit dem Riesling verschmolz. Eine Formel, die am Bodensee voll Thomas Meins ■ aufgeht.

Auf der Halbinsel Mettnau, in absolut ruhiger Lage direkt am Kurpark, erwartet die Gäste ein Hotel mit exklusivem Ambiente – für einen beschaulichen oder sportlich aktiven Urlaub.

Das Hotel verbindet Bodenständiges mit Exklusivität. Die Weine werden im In- und Ausland hoch geschätzt, und die Destillate gelten als Rolls-Royce unter den Bränden.

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und Hotel garni kögel Rebsteig 2/2, 78315 Radolfzell/Bodensee Tel. 07732/94 44-0, Fax 07732/94 44-10 E-Mail:hotel@artvilla.de, www.artvilla.de

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Alles im Leben hat seine Zeit. Zuerst sind Stress im Beruf und Hektik in der Familie angesagt – Karriere, Kindererziehung, Hausbau. Und dann kommt irgendwann der Moment der Entdeckung: Es ist Zeit für die Kunst des Lebens – das, was die Franzosen mit Savoir vivre umschreiben. Mit einem Mal essen wir nicht mehr nur, um satt zu werden. Für den Urlaub suchen wir uns besonders schöne Ziele aus. Es ist Zeit zu genießen. Treten Sie ein in den Dialog mit dem guten Geschmack. Abonnieren Sie jetzt SAVOIR-VIVRE. Aus purer Lust am Genuss! Foto: Best Western Premier Vital Hotel Bad Sachsa

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v Lebensart

Die Münchner Wiesn feiert ein historisches Jubiläum

„O’zapft is!“ Millionen Besucher, hektoliterweise Bier und monatelange Vorbereitung: Das Münchener Oktoberfest ist ein Event der Superlative. In diesem Jahr feiert das größte Volksfest der Welt seinen 200. Geburtstag – mit einem außergewöhnlichen Programm.

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tellen Sie sich folgenden verrückten Alptraum vor: Jemand stößt Sie in ein großes Schwimmbecken voller Bier. Was daran schlimm sein soll? Sie können nicht schwimmen! Ihre einzige Über­ lebenschance: sich zum Boden durch trinken. Was natürlich unmöglich ist bei dieser gewaltigen Menge. Plötzlich jedoch tauchen wie aus dem Nichts die Besucher des Oktoberfests auf – also wirklich alle auf einmal – und retten ihnen Maß um Maß das Leben. Sicher, eine bizarre Vision. Aber wir reden hier ja nur von einem Traum. Und da kann bekanntlich alles passieren …

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Jedem Bremer sein Brathendl

Theoretisch jedoch wäre dieses Szena­ rio möglich. Denn wer auf der Suche nach kuriosen Geschichten rund um das Oktoberfest ist, muss sich bloß an die schnöde Statistik halten: jährlich ca. 5,7 Millionen Besucher (mehr als viermal so viele Wiesn-Gäste wie ganz München Einwohner hat), 6,6 Millionen getrun­ kene Liter Bier (passen in ein gut 6 000 kubikmeter großes Schwimmbecken) und fast 500 000 verzehrte Brathendl (Mit dieser Menge bekäme man ganz Bre­ men satt). Nicht zu vergessen die 12 000 Beschäftigten auf der Theresien­wiese,

die 1 832 verfügbaren Toilettenplätze und den Umsatz von 450 Millionen Euro. Hört sich nach jeder Menge Spaß und Konsum an. Das wirklich Erstaunliche daran aber ist der kurze Zeitraum, in dem sich die Zahlen kumulieren. In diesem Jahr wird die Wiesn vom 18. September bis 4. Oktober stattfinden – also gerade mal 17 Tage lang. Dass das Oktober­ fest auch eine spannende Entstehungs­ geschichte zu erzählen hat, wissen aber wohl nur die wenigsten Besucher.

Prinz Ludwigs Hochzeit Es war ein goldener Oktober im Jahre

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„O’zapft is!“ Seit 1950 eröffnet Münchens Oberbürgermeister das Oktoberfest mit dem traditionellen Fassanstich. Bild: Christian Ude.

Das Oktoberfest 2010: In diesem Jahr wird zwar das 200. Jubiläum, jedoch erst die 177. Wiesn gefeiert.

1810, als sich Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese von Sachsen-Hild­ burghausen das Ja-Wort gaben. Fünf Tage lang dauerten die offiziellen Feier­ lichkeiten zur Hochzeit. Glänzend und populär gingen sie über die Bühne, die ganz München dafür bildete. Eine Parade der Schützen der Nationalgarde, Illuminationen und Musik, Essen und Trinken, Pauken und Trompeten – ein buntes Treiben belebte die Münchner Innenstadt. Und ein Pferderennen am 17. Oktober beendete das Volksfest. Zu Ehren der Braut wurde die Fest­ wiese, auf der das Pferderennen statt­ fand, „Theresens-Wiese“ getauft. Und so heißt der Oktoberfestplatz noch heute: Theresienwiese. Im Jahr darauf beschloss der bayerische Königshof – sehr zur Freude der Stadt­ bevölkerung – das Pferderennen zur gleichen Zeit zu wiederholen. Es war der

Starke Weibsbilder: Wer Wiesn-Bedienung werden will, muss viel Kraft in den Armen haben.

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v Lebensart

Gustav Krauss: „Pferderennen 1844“; Lithographie, 1844.

Mit der Einführung der Elektrizität erhellten ab 1880 hunderte Glühbirnen die über 400 Buden und Zelte. Albert

177. Wiesn in 200 Jahren?

Warum jedoch feiern wir jetzt in 2010 zwar das 200. Wiesn-Jubiläum, aber nur

das 177. Oktoberfest? Die Erklärung: Es waren politische Unruhen, Epedimien oder wirtschaftliche Probleme, die die Veranstalter insgesamt 24mal zum Ab­sagen der Festivitäten zwangen. Schon 1813 fiel das Fest erstmalig aus. Grund: Bayerns Beteiligung an den napo­ leonischen Kriegen. Cholera-Epidemien in den Jahren 1854 und 1873 sorgten ebenso für ein Absagen der Festivitäten wie der Preußisch-Öster­reichische Krieg 1866 und der Deutsch-Französische Krieg 1870. Von 1914 bis 1918 wurde die Wiesn wegen des Ersten Weltkriegs nicht veranstaltet. 1923 und 1924 gebot die Inflation einen weiteren Verzicht. Und auch während des Zweiten Weltkriegs von 1939 bis 1945 fand kein Fest statt.

Ernst Schlemo: „Brauereigespann“; Postkarte, um 1935.

Paul Otto Engelhard: „Das Teufelsrad“; Postkarte, 1911.

Paul Otto Engelhard: „Dachauer Bauer mit Preiskuh“; Postkarte, um 1910.

Beginn der Oktoberfest-Tradition. Und die Wiesn wuchs von Jahr zu Jahr. Zur Pferderennbahn kamen Kletter­ bäume, Kegelbahnen und Schaukeln. 1818 folgte das erste Karussell. Mehrere Losstände zogen vor allem ärmere Stadt­ bewohner an. Immerhin gab es Porzellan, Silber und Schmuck zu gewinnen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Fest verlängert und in die warmen letzten Septembertage vorver­ legt. Seitdem fällt nur das letzte Wiesn­ wochenende in den Oktober.

Einstein als Oktoberfesthelfer

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Zeno Diemer: „Oktoberfest 1910“; Aquarell, 1910.

Einstein schraubte übrigens später als junger Elektrikerlehrling hier höchst persönlich Lichtquellen ein. Irgendwann boten die Zelte aber nicht mehr genug Platz für den immer größer werdenden Besucherstrom. Und so errich­ teten die Brauereien an Stelle der Bier­ buden große Bierhallen. Als die Wiesn im Jahr 1910 mit 12 000 Hektolitern Bier ihren 100. Geburtstag feierte, fanden in der „Bräurosl“, dem damals größ­ ten Bierzelt, bereits 12 000 Gäste Platz. Selbst heute ist die Hofbräu-Festhalle mit ihren 10 000 Plätzen nicht größer.

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1954

1962

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Gustav Krauss: „Teil des Festzugs 1835“; kolorierte Lithographie, 1835.

Sämtliche Abbildungen stammen aus der Ausstellung „Oktoberfest 1810-2010“, die noch bis 31. Oktober 2010 im Münchener Stadtmuseum präsentiert wird. Das Münchener Stadtmuseum (St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München, Tel. 089/23 32 23 70) besitzt die umfangreichste Sammlung zum Oktoberfest und zeigt von historischen Malereien bis hin zu Trash Kunst alles, was das größte Volksfest der Welt ausmacht.

„O’zapft is!“

Oberbürgermeister Thomas Wimmer war es, der die Wiesn 1950 zum ersten Mal mit dem noch heute durchgeführten Fassanstich eröffnete. Eine andere alte Tradition hingegen war beendet: Nach dem Krieg wurde das Pferde­rennen mit

Ausnahme des 150. Jubiläums im Jahr 1960 nicht mehr veranstaltet. Allerdings: 2010 soll im Rahmen der historischen Wiesn wieder eine solche Veranstaltung stattfinden. Leider gibt es auch traurige Momente in der Geschichte des Oktoberfests: Das

tragischste Datum ist der 26. Septem­ ber 1980. Damals starben 13 Menschen, über 200 wurden verletzt, 68 davon schwer, als am Haupteingang des Plat­ zes eine Bombe ein ganzes Festareal in die Luft jagte. Bis heute gilt das Attentat als einer der schwersten Anschläge in der deutschen Geschichte.

Skurriles und Spannendes

Willy Heitzer: „Augustinerbräu-Festhalle“; Plakat, um 1925.

Richard Holzner: „Schausteller Michael August Schichtl auf der Parade“; Tempera, um 1910.

Nun wird die Wiesn also 200 Jahre alt. Und aus Anlass dieses besonderen Jubiläums findet auf dem Südteil der Theresienwiese ein einmaliges Fest statt. Gemeinsam mit Partnern und Sponsoren veranstaltet die Landes­ hauptstadt München ein Programm mit Attraktionen aus der WiesnHistorie: nostalgische Karussells und Volksbelustigungen, tägliche Pfer­ derennen und Tierschauen, Kunst, Kultur und Brauchtum, eine altertüm­ liche Gastronomie sowie jede Menge Skurriles und Spannendes. In ein Schwimmbecken voller Bier wird aber sicherlich auch hier niemand gestoßen. Dafür ist den Oktoberfest­ lern ihr geliebter Gerstensaft dann doch zu schade …  Christina Hollstein ■

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2010

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Petra Mommens, Sommelière im Hamburger 5 Sterne Hotel LOUIS C. JACOB.

CHEFREDAKTEUR & HERAUSGEBER Karl-F. Lietz (verantwortlich für den Inhalt)

Paul Falkowski, langjähriger Redakteur bei DER FEINSCHMECKER.

Große Degustationen

LEITENDER REDAKTEUR Raimond Ahlborn REDAKTION Christina Hollstein, Annette Waldow

S

ie sind längst zu einer SAVOIR-VIVRE Institution geworden: Unsere Weinwettbewerbe. Auch in diesem Herbst werden wieder hochkarätige Weinprofis für uns testen. Anfang September stehen gleich drei Rebsorten auf dem Programm: Riesling, Rosé und Silvaner. Verkostet werden die Weine abermals im Hamburger SAVOIR-VIVRE Degustationsatelier. Um eventuelle Beeinflussungen auszuschließen, werden die Weine als Blindprobe verkostet. Schließlich soll sich nur das Produkt im Glas die begehrten VIVRE-Sonnen verdienen. Für eine noch genauere Bewertung werden die Weine zusätzlich nach dem international anerkannten 100-Punkte-Schema der Organisation Rebe und Wein (OIV) beurteilt. Die besten Winzer erhalten später eine der begehrten VIVRE-Zertifizierungen – und können diese gewinnbringend im täglichen Geschäft als anerkannten Beleg für die Qualität ihrer Weine einsetzen. Weitere Informationen: www.savoirvivre.de.

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