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Wellness WORLD 4/2017

WELLNESS WORLD BUSINESS – DAS 1. FACHMAGAZIN FÜR GESUNDHEIT & WELLNESS | 2017 | VERKAUFSPREIS € 8,50 | VERLAGSPOSTAMT 1160 WIEN P.B.B. | GZ 06Z037114M

DAS 1. FACHMAGAZIN FÜR GESUNDHEIT, WELLNESS & PRÄVENTION

BUSINESS

GESUNDHEIT

Akupunktur – Varianten und Möglichkeiten DESIGN & TECHNIK Baubiologie: Gesund bauen WIRTSCHAFT Bloggen: Wellness-Blogger am Prüfstand KOSMETIK & LEBEN Enthaarung: Welche Methoden es am Markt gibt


Egal wo Sie uns lesen und unsere einmaligen Informationen genießen, jetzt kommen zu unserer Webseite www.wellnessworldbusiness.com noch zwei weitere Informationsquellen hinzu!

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iPad! WellnesWs ellnes DAS 1. FACHMAGAZIN

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1160 WIEN P.B.B. | GZ 06Z037114M € 8,50 | VERLAGSPOSTAMT | 2014 | VERKAUFSPREIS FÜR GESUNDHEIT & WELLNESS – DAS 1. FACHMAGAZIN WELLNESS WORLD BUSINESS WELLN ESS WO RLD BU SINESS – DAS 1. FAC HMAGA ZIN FÜR GESUN DHEIT & WE WEL LLNESS LN | 201 ES 4 | VER SW KAUFSP OR REIS LD € 8,5 BU 0 | VER SIN LAGSPO ES STAMT S– 1160 DAS WIEN P.B.B. 1. | GZ 06Z FA CH 037114 MAG M AZ IN FÜ RG ES UN DH EIT & WEL LN ES S| 20 16 | VE RKA UFS PR EIS € 8,50 | VE RLA GSP OST AM T 11 60 WIE N P. B.B .| GZ 06 Z0 37 11 4M

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egenheit für Betreiber Eine aufwändige Angel DE raufbereitung: Gesundheitsresort DESIGN & TECHNIK Wasse SI ige Aspekte für jedes ten DESIG DHEIT Sport & Beweg GN ung: Wicht von Anti-Aging-Produk GESUN& Visier: Inhaltsstoffe im ik osmet & GESU N ETIK Naturk TE KOSM TEC& LEBEN KOS NDHGEIT HNIK Fa CH MET E Das cility N IK B S IK i-Syn M W & ULE drom anagem KO IRT NDBHEN e : Wa SM SC EI s ist nt: Was bring mit d ET HAF T t e IK T Was m Bi-Syn es für W & ist zu ellne drom LE ss tun, in BE um im der TC -Hotels N Som M gem mer gepfl eint egt zu In sein Be de W sse m P el r r ch be äv es ka en Pr nn tion od t a e uk uc rle tp h b as unt bar st er ge zu Re m we ve ach lc nu t w he em Ma ird Ha na ut ge typ m ? ent 17.08.

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Background: freepic.com

B ei äde ns rk t u ult nd ur je – tzt !


Liebe Leserin, lieber Leser,

Gehören Sie auch zu den Gewinnern von Awards?

ja, es gibt bereits einige Awards, aber auch hier ist es wie bei den Hotels oder den Menschen: Es gibt anspruchsvolle und besondere Perlen – und durchschnittliche bzw. unterdurchschnittliche. Wir reden jedoch hier von einem anspruchsvollen, der sehr objektiv die Unternehmen in ihrer Ganzheit betrachtet. Das Niveau war wieder hoch, das kann ich als Jury-Mitglied sagen, doch das heißt leider noch lange nicht, dass es nicht viel zu viel Durchschnittliches gibt – oder sogar darunter! Auch im Wettbewerb sind die Einreichungen sehr unterschiedlich und haben, was die Qualität betrifft, ein breites Spektrum. Von den 42 Nominierten sind viele rausgefallen und auch bei den Nominierten gibt es Schwächen, die meist im Management des Umsatzes, aber ebenso in dem der personellen Ressourcen liegen! Im Personalmanagement liegen oft die größten Defizite, dann kommt noch Personalmangel hinzu und fertig ist der toxische Cocktail, den wir mit schlechtem Service zusammenfassen können. Und das in einem Dienstleistungssektor? Es bleibt zu hoffen, dass hier doch einige endlich aufwachen und in die Ausbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren. Viele Ausbildungseinrichtungen klagen auch darüber, dass gerade im Tourismus wenig Bereitschaft vorhanden ist. Haben Sie schon einmal nachgerechnet, was Sie die ständige Personalsuche und dann die Einschulung etc. kostet? Wäre es da nicht sinnvoller, darüber nachzudenken, ob es nicht besser wäre, in seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren? Gott sei Dank tun das schon einige und genau die erhalten dann auch meist die Awards. Interessant, oder? Die spannenden Inhalte dieser Ausgabe entnehmen Sie bitte der nächsten Seite. Bei Fragen, Anregungen, Beschwerden senden Sie uns bitte ein E-Mail an: info@wellnessworldbusiness.com. Ich wünsche Ihnen wieder viel Vergnügen und ein haptisch sinnliches Erlebnis beim Lesen!

Ihr Norbert Hintermayer, Herausgeber PS: Besuchen Sie uns auf www.wellnessworldbusiness.com, folgen Sie uns auf twitter.com/wellnessworldb facebook.com/WellnessWorldBusiness xing.com/net/wellnessworld oder LinkedIn und Instagram

Impressum Medieninhaber & Verleger: Norbert Hintermayer Media, Redtenbacherg 1/20, 1160 Wien, Tel.: +43 1 9972733, Fax: +43 1 997273320, www.wellnessworldbusiness.com Herausgeber/Chefredaktion: Norbert Hintermayer, hintermayer@wellnessworldbusiness.com Redaktion: Mag. Kerstin Jamnig, redaktion@wellnessworldbusiness.com MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: Gabriella Mühlbauer, Dr. Daniela Stockenhuber Lektorat: Mag. Sabine Till Sekretariat: Mag. Gabriele Lasser Anzeigen: anzeigen@wellnessworldbusiness.com Client-Service: Paul Stern Layout: Arnold R. Müller Grafik: Arnold R. Müller, Sylvia Piskula Coverfoto: 1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin Druck: Bösmüller Print Management Vertrieb: Post AG Bankverbindung: BAWAG P.S.K., Kto.-Nr. 06210-039-544, BLZ 14000. Die Teilnahme an sämtlichen Aktionen und Gewinnspielen ist nicht an den Kauf der Zeitschrift gebunden. Für den Inhalt von bezahlten Ein­schaltungen und von als Promotion oder Werbung gekennzeichneten Artikeln ist der Verlag nicht haftbar zu machen. Jede Veröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Die mit „Schaufenster“ und „SPA Lounge“ gekennzeichneten Druckstrecken entsprechen nicht der Blattlinie beziehungs­weise der Meinung der Redaktion, da es sich dabei um entgeltliche Einschaltungen nach dem Mediengesetz handelt, die damit ordnungs­gemäß gekennzeichnet sind.

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Editorial/Impressum

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Editorial & Impressum News

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Spa lounge Buch & Musik

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Jobs Intern & Karriere

Design & Technik

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 Baubiologisch gesund bauen! Gesund bauen, aber wie? Da die Materie doch etwas komplexer ist, wollen wir Ihnen einen genaueren Einblick in die vielfältige Welt des ökologischen Bauens geben.

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 Kurzmeldungen

Wirtschaft

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Mit gutem Einfluss. Bloggen ist eine beliebte Methode der neuen Medien. Doch auch hier heißt es: gewusst wie.  European HEALTH & SPA AWARD 2017  Kurzmeldungen  Interview mit Sven Huckenbeck

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Gesundheit

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 Akupunktur – Varianten und Möglichkeiten. Die Akupunktur ist eine Behandlungsmethode, die in ein philosophisches Konzept eingebettet ist, welches bei näherer Betrachtung ein komplexes Bild des Menschen und seiner Erkrankungen bietet.

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 Kurzmeldungen

kosmetik & leben

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 Haarlos glücklich. Der Sommer ist da, und für viele geht es ab in den Urlaub. Bikini, Sommerkleid, Shorts und Minirock haben Hochsaison. Jetzt sind seidig glatte Beine ein wichtiges Thema.

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 Kurzmeldungen

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Inhalt

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Weisheit der Massai

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ie ist Autorin, Yoga- und Meditationsinstruktorin und bietet unter anderem „healing safaris“ an. Dr. Tanya Pergola lebt in Miami, studierte Soziologie und Sozialpsychologie, und wartet nun mit neuen Angeboten und einer neuen Website auf. Darunter auch ein Trip nach Tansania im Dezember, auf dem man durch Yoga und das dortige „Wildlife“ Kraft tanken kann. Die Unterkünfte tragen das Label Eco-Luxury. Die Reise führt durch das Land der Massai, durch die Landschaft zwischen Kilimanjaro und dem Berg Meru und durch die Serengeti. Auch die Begegnung mit afrikanischer Weisheit und Tradition ist Inhalt der Reise. Die Weisheit der Massai als Weg zu mehr Einfachheit im Leben ist auch Thema eines ihrer Bücher. Die Reise findet unter der Leitung von Dr. Pergola selbst statt und ihrem „local guide“ Lekoko Ole Sululu, der aus einem Massai-Dorf stammt. Dieses und weitere Gesundheitsangebote finden Sie auf Dr. Pergolas neuer Website. www.tanyapergola.com

Pressekonferenz: H. Mahrer, Wirtschafts- und Tourismusminister, P. Stolba, GF der ÖW, P. Nocker-Schwarzenbacher, WKÖ, M. Honzik, Leiter Ars Electronica (v. l. n. r.)

Strategien für den digitalen Umbruch

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ie digitale Transformation bringt auch für den Tourismus-Sektor tiefgreifende Umbrüche. Das digitale Nutzungsund Freizeitverhalten der Gäste ändert sich, und Unternehmen sind immer mehr internationalem und innovationsgesteuertem Wettbewerb ausgesetzt. Um sich den neuen Anforderungen stellen zu können, müssen Unternehmen frühzeitig mit der technischen Nachrüstung und mit Schulungen für ihre Mitarbeiter reagieren. Die neue Digitalisierungsstrategie wird gemeinsam vom Wirtschaftsministerium, der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und der Österreich Werbung (ÖW) mit der Branche erarbeitet und an den Österreichischen Tourismustagen (www.tourismustage.at) am 11. und 12. September in Linz präsentiert. Der Vertreterin von rund 90.000 Tourismusbetrieben Petra Nocker-Schwarzenbacher, Spartenobfrau der Bundessparte Tourismus in der WKÖ, ist es wichtig, dass Unternehmer mit der Digitalisierungsstrategie Informationen, Ideen und Services rund um die Digitalisierung erhalten und auch in der Praxis nutzen.

Fotos: pixabay.com (2), BMWFW/ Lendl, Bürgenstock Resort Robert Müller

Tao-Kongress in Graz Der 14. internationale Tao TCM-Kongress steht unter dem Motto „TCM – Begleitung durch das Leben“, mit den Schwerpunktthemen Stress, Männer- und Frauenkrankheiten, Gesichtsdiagnostik, Probleme der Generation 50 plus, Begleitung von Krebstherapien und Therapeutenschutz. Die Veranstaltung steht auch im Zeichen der wachsenden Akzeptanz von TCM. Beispielsweise gibt es vermehrt seriöse Studien in den USA, die dazu geführt haben, dass Akupunktur als First-Line-Therapie bei akutem und chronischem Kreuzschmerz in Guide Lines verankert wurde. Auch die Kräuter­therapie wird ein immer wichtigerer Bestandteil bei der Behandlung von Erkrankungen. Zu dem Fachkongress vom 28.–30. September 2017 werden 300 Ärzte aus dem In- und Ausland erwartet. Parallel zum Ärztekongress findet am Freitag der Ernährungstag der Gesellschaft für Ernährung nach den fünf Elementen für ErnährungsberaterInnen statt. www.tcmkongress.at

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Zwischen Luzern und Zürich

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itten in der Zentralschweiz auf dem Bürgenberg unweit von Luzern entstand eine Anlage mit Hotel, einer alpinen Spalandschaft, Residence-Suiten, Restaurants, Shopping und einem Healthy Living Center. Herzstück des Resorts ist das neue Bürgenstock Hotel mit seinen 102 Zimmern und Suiten. Das Palace Hotel von 1906 wurde nach strengen Denkmalschutzauflagen renoviert und bietet eine Synthese von „State of the Art“-Hotel-Design und Grandezza der legendären Fin-de-Siècle-Architektur. Das Spa hat eine Fläche von 10.000 m2. Es gibt einen Innen- und zwei Außenpools, zusätzlich zu den Sprudelbecken und Saunalandschaften auch ein Hamam. Die Freizeitangebote rund um das Resort sind reichhaltig. Sehr attraktiv für die Besucher wird sicher der Hammetschwand-Lift, der höchste Außenlift Europas. Eröffnung ist am 28. August.

News

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Yoga-Retreat auf der Insel-Farm

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ie Lanserhof Group setzt ihren Wachstumskurs fort; diesmal außerhalb des deutschen Sprachraums auf der britischen Insel. Gemeinsam mit dem Partner London+Regional Properties hat man das Grayshott Health Spa in Surrey bei London erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, man kann aber davon ausgehen, dass ein Anwesen mit einer Fläche von 200.000 m2, eine Autostunde von London entfernt nicht günstig gewesen ist. Das renommierte Resort bietet viele Möglichkeiten der Angebotsentwicklung und hat sich bereits als Spa zur Gewichtsreduktion und Regeneration nach Verletzungen einen Namen gemacht. Fokus bei dem 50/50-Joint-Venture liegt klarerweise auf dem medizinischen Wellnessbereich und der Sanierung des Hotels. Dies geschieht unter der Kontrolle des Unternehmens, da die operative Führung Eva-Maria Hasenauer übernehmen wird, die derzeit noch den Lanserhof Tegernsee leitet. Christian Harisch, Geschäftsführer Lanserhof Group, dazu: „Der Lanserhof ist sehr glücklich, mit London+Regional Properties den idealen Partner gefunden zu haben. Wir möchten das bestehende Angebot von Grayshott Health Spa ergänzen und es zur ersten Adresse für F.X. Mayr Medizin in England entwickeln. Dafür werden in den nächsten Monaten sowohl auf Seiten des Gebäudes aber vor allem auf medizinischer Ebene die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen.“

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News

a Granja heißt übersetzt „die Farm“ und ist im Wesen genau das: ein schmuckes renoviertes Bauernhofgebäude auf Ibiza, das aufgrund seiner malerischen Erscheinung und Lage als Austragungsort für zwei Yoga-Retreat-Programme gewählt wurde – und zwar von Silver Linings Retreats. Die umfassenden Programme beinhalten Yoga, Pilates, HIIT-Training und einiges mehr, um Körper und Geist anzusprechen und das in individueller, auf die Bedürfnisse des Gastes abgestimmter Form. Die Philosophie von Silver-Li-

nings-Programmen ist es, die Energien von besonders einladenden Orten für Gesundheit und Wohlbefinden zu nutzen. So finden Übungseinheiten auch in den Pinienwäldern statt und die Küche bedient sich der lokalen Zutaten. Mit Stewart Gilchrist und Chrissy Sundt sind als Übungsleiter sehr schillernde Persönlichkeiten der Yoga- und Pilatesszene im Einsatz. Die viertägigen Programme finden von 9. bis 13. und 16. bis 20. Oktober statt. Der Preis, nur für das Programm, beläuft sich auf knappe zweitausend Euro. Also: „See you at the farm!“

Luxuriöser Alpen-Tourismus mit Six Senses Die massive Erweiterung des Portfolios bei Six Senses bis 2020 schließt nun auch ein neues Luxus-Resort und Spa in den Kitzbüheler Alpen mit ein. Mit der Location am Pass Thurn auf 1.200 Metern Seehöhe, macht sich das Projekt die Vorzüge der Region zu Nutze: Bekanntheit, imposante Kulisse und 168 Pistenkilometer mit sechs Ski-Liften. Auch für die Sommersaison ist man mit 500 Kilometern an Wanderwegen und der Nähe zum größten alpinen Nationalpark Hohe Tauern gut aufgestellt. Die Infrastruktur des Resorts umfasst 80 Hoteleinheiten, die 14 Chalets und 50 Wohneinheiten stehen zum Verkauf und werden auf einem bereits gewidmeten und bewilligten Zweitwohnungsbereich errichtet. Die gesamte Liegenschaft wird von der Kitzbüheler Alps Projekt GmbH entwickelt. Für die Architektur zeichnet IAW – International Architecture Workshop – verantwortlich. Das Design für die Inneneinrichtung kommt von Martin Brudnizki Design Stu-

dio und Six Senses Creative selbst und lässt sich als moderne Interpretation des klassisch-österreichischen Stils beschreiben. Das Projektmanagement und das Landschaftsdesign übernimmt AECOM. Ziel ist es auch, die LEED Green Building Certification zu erhalten. Selbstverständlich wird es auch ein Six Senses Spa mit lokalen Behandlungen neben dem internationalen Wellness Programm geben, wie etwa „Eat or Sleep with Six Senses“, Anti-Aging, „Integrated Wellness”, Personal Training und Beautyanwendungen.

Die Inhaber der Kitzbüheler Alps Projekt GmbH Franz Wieser (l.) und Dr. Walther Staininger (r.) besiegeln den Management-Vertrag mit Bernhard Bohnenberger, President Six Senses (Mitte)

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Fotos: Grayshott Health Spa, Design Hotels / La Granja, Six Senses

Lanserhof übernimmt Spa-Hotel in England

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Qualität im Gesundheitstourismus

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pa Travel ist der dritte Anbieter, der neben FIT Reisen und Medi Kur Reisen der Qualitätsinitiative „Quality in Health Prevention e.V.“ (Quhep) beitritt. Das Unternehmen ist bereits seit zehn Jahren auf dem europäischen Markt und hat 420 Kur- und Spa-Hotels in vierzehn Ländern im Portfolio. „Wir möchten einen wertvollen Beitrag zu den Zielen von Quhep leisten“, betonen die Spa-Travel-Geschäftsführer Alexander Dik und Yuriy Paul über den einstimmig angenommenen Mitgliedsantrag. Spa Travel wird wie FIT Reisen auch auf einer eigenen Seite im Katalog auf die Qualitätsziele der Vereinigung (www.

quhep.org) hinweisen. Dabei werden die mit dem EuropeSpa-med-Zertifikat ausgezeichneten Hotels und Kur-Kliniken im Katalog hervorgehoben, um den Anbietern einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Der Verein „Quality in Health Prevention“ bringt Teilnehmer im europäischen Kur- und Bäderwesen, wie zum Beispiel Krankenkassen, Politik, Reiseveranstalter, Verbände und wissenschaftliche Institute, zusammen, um Qualität im Gesundheitstourismus zu fördern. Um diesen Austausch zu verbessern, findet erstmals der Health Prevention Day (www.ehp-day.eu) am 23. und 24. November statt.

Fotos: Six Senses Hotels Resorts Spas, Det Kempe, pixabay.com (2)

Mehr Kurzreisen nach Österreich Die deutsche Reiseanalyse 2017 bringt nun erste Ergebnisse für Österreich. Während die Terrorbedrohung die Reiselust der Deutschen in der Gesamtheit nicht schmälern konnte, haben sich die Reiseströme doch sehr verlagert. So haben 2016 die Türkei, Nordafrika und Frankreich Marktanteile verloren, während vor allem Spanien und Griechenland, aber auch das Inland und Nachbarstaaten wie Österreich oder die Niederlande dazugewinnen können. Bei den Reisen nach Österreich über

eine Dauer von fünf Tagen oder mehr sind die Zahlen konstant geblieben. Deutliche Zuwächse gab es hingegen bei den Kurzreisen. Österreich konnte hier seine Top-Position weiter ausbauen. Bei den längeren Reisen lag Österreich wie gewohnt an vierter Stelle der beliebtesten Auslandsziele (hinter Spanien, Italien und der Türkei). Ohne die in Deutschland lebenden Ausländer belegen die Türkei und Österreich ex aequo mit je 4,7 % Marktanteil den vierten Platz.

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Expansion in die Schweizer Alpen

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ix Senses erhöht kontinuierlich seine Präsenz in Europa. Bis 2020 wird zusätzlich zu den Projekten auf Ibiza und in den Tiroler Alpen ein Resort und Spa in Crans-Montana im Schweizer Kanton Wallis, etwa zwei Autostunden von Genf entfernt, eröffnet. Das Resort bietet 47 Wohneinheiten für die Gäste, 17 Residential Suites stehen bereits zum Verkauf. Bei diesem Projekt wurde ein Managementvertrag mit 1875 Finance geschlossen, die den Investor vertreten. Das Marketing für den Verkauf der Residential-Suites hat Barnes übernommen, auch Nicht-Schweizer dürfen in dem

Fall einen Zweitwohnsitz erwerben. In bewährter Six-Senses-Manier werden hohe Ansprüche an die Nachhaltigkeit gesetzt. Die Architekten- und Designteams wählten für die Umsetzung ihrer Vorhaben lokale, teils recycelte Materialien. Effiziente Beleuchtung und erneuerbare Energien sind im Bau integriert. Auch Anrainer werden Zugang zu den Wellness-, Fitness- und Restaurant-Bereichen haben, nicht nur im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit, sondern auch als Teil einer Strategie zur besseren Ganzjahresauslastung. Das Spa wird eine Größe von 2.000 m2 haben und alpine Treatments anbieten sowie Fitnessstudio und Pools. Die Besonderheit ist neben dem ausgezeichneten Standardservice ein eigenes Spa für Kids.

News

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Holz und Naturstein gehören zu baubiologisch gesunden Materialien.

Bauen mit Materialien, die für das Wohnbefinden der Menschen geeignet sind.

Gesund bauen, aber wie? Da die Materie doch etwas komplexer ist, wollen wir Ihnen hier einen genaueren Einblick in die vielfältige Welt der Baubiologie und des ökologischen Bauens geben. Eine Welt, die bei genauerer Betrachtung gar nicht so kompliziert ist, wenn man weiß, was zu tun ist und was vermieden werden sollte.

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nverträglichkeiten und Allergien boomen und man fragt sich: Woher kommt das alles? Sind es Umweltfaktoren, ist es die höhere Sensibilität des Menschen oder sind es psychische Faktoren? Erforscht werden heute alle Bereiche, daher kann man auch sagen, dass die Psyche wie auch die Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Wir wollen uns diesmal mehr den Umweltfaktoren, sprich den Baumaterialien widmen. Wir haben uns schon am Anfang

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Design&Technik

des Jahres in der Ausgabe 1/2017 mit „Wellness-Architektur“ beschäftigt und wollen jetzt einen genaueren Blick auf die Materialien richten, die für ein gesundes Raumklima sorgen. Denn der Gast von heute achtet auch auf diese Dinge. Menschen, die in einem ökologischen Niedrigenergiehaus leben, wollen sich im Urlaub nicht mit belastetem Material umgeben. Detox bedeutet ja auch, sich nicht nur vom inneren Müll zu befreien, sondern auch vom äußeren.

Baubiologie: Was ist das? Zuerst ist es wichtig, auf die Beschaffenheit der Stoffe, die fürs Bauen verwendet werden, zu achten und zu definieren, was eine gesunde Baubiologie überhaupt bedeutet. Dazu haben wir einige Experten, die seit Jahren ökologisches Bauen erforschen, befragt. Ing. Herbert Rupitsch, Baubiologe aus Rosenheim definiert es so: „Die Baubiologie ist ganzheitlich und nicht nur auf ein Haus begrenzt. Es geht um Bau- und Siedlungskultur und um Ordnung und Harmonie in unserer Umwelt.

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Foto: Hannes Pacheiner, Schabus Möbelbau GmbH, Biohotel Daberer

Baubiologisch gesund bauen!


Die Bauökologie beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Gebäude und Umwelt.

Es geht auch darum, unseren nächsten Generationen ein gesundes Umfeld zu hinterlassen, in welchem nicht alle Ressourcen bereits verbraucht sind und nur noch Zivilisationskrankheiten hinterlassen werden. Das Thema Baubiologie ist auch vernetzt mit Umweltmedizin.“ Architekt DI Dr. Herwig Ronacher, von

Baubiologisch gesunde Baumaterialien Holz, Lehm- oder gebrannte Tonziegel Naturstein Stroh, Schilf Organische Dämmstoffe aus Holzspänen, Baumrinde, Wiesengras, Schafund Baumwolle, Flachs und Hanf Anorganischer Dämmstoff: Steinwolle (künstliche Mineralfasern – KMF) Holz-Lehm-Dämmung Naturputze (Lehm-, Kalk- und Zementputze) Schadstoffgeprüfte Baustoffe Naturfarben (Silikatfarbe), Naturharz-Dispersionsfarbe und Lehmfarbe Bodenbeläge aus Kork, Linoleum und Holz Info dazu auch unter: www.natureplus-database.org

Architekten Ronacher ZT aus Österreich beschreibt es etwas anders: „Baubiologisch hochwertig zu bauen, bedeutet die Errichtung von Bauwerken mit umweltfreundlichen und schadstoffminimierten Bauteilen unter Verwendung von möglichst naturnahen Baustoffen. Es geht darum, dass Materialen zum Einsatz kommen, welche für das Wohlbefinden der Menschen geeignet sind.“ Ökologische Baubiologie führt uns damit zweifelsohne immer zum Thema Gesundheit und da schließt sich der Kreis für Wellness-Unternehmen. Wellness ist ein Konzept, das Gesundheit fördert, deshalb sollten hochwertige Architektur und die Art und Weise, wie gebaut wird, zusammenstimmen, um Gesundheit nachhaltig zu stimulieren. Daher macht es Sinn, nicht nur schick zu bauen, sondern die Umwelt und die Materialien mit einzubeziehen. Beim ökologisch gesunden Bauen steht für Ronacher, wie schon erwähnt, „die Gesamtheit der Umweltverträglichkeit im Vordergrund, während es bei der Baubiologie um die Gesundheit des Menschen geht“. Ein weiterer interessanter Aspekt ist laut Rupitsch: „Zur Ökologie gehört auch das ökosoziale Bauen und eine ökosozial orientierte Bau- und Siedlungskultur, welche Gesundheit schafft und erhält, auch in seelisch-psychischen Bereichen.“ Das ist

etwas, womit man sich neuerdings auch in der Wellness-Branche beschäftigt. Stichwort Wellness-Architektur oder Wellness-Communities. Daher kann es für ein Wellness-Unternehmen nie egal sein, mit welchen Materialien man baut. Barbara Bauer vom IBO (Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie) bringt es auf den Punkt: „Baubiologie ist die Lehre von den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Gebäude, Bauökologie hingegen ist die von den Wechselwirkungen zwischen Gebäude und Umwelt.“ In der Bauökologie wird vor allem auf den Lebenszyklus von Baustoffen und Gebäuden geachtet, und es werden schadstoff- und emissionsarme Bauprodukte verwendet. Biozide sollte man so weit wie möglich vermeiden. Darüber hinaus sind haptische, akustische, ästhetische, also auf die Sinne wirkende Qualitäten wichtig. Ist ökologisch auch immer gesund? Interessant ist, dass ökologische bzw. energieeffiziente Bauten nicht immer gesund sein müssen. Das ist zwar scheinbar widersprüchlich, aber in der Regel nicht zwingend notwendig, dass solche Bauten baubiologisch hochwertig ausgestattet sind. Oft wird am falschen Platz gespart und bei den Baumaterialien



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Beim Bauen steht die Umweltverträglichkeit im Vordergrund, während es bei der Baubiologie um die Gesundheit des Menschen geht Architekt DI Dr. Herwig Ronacher, von Architekten Ronacher ZT

liegt doch einiges an Einsparungspotential. Doch wer billig baut, baut teuer, da Sanierungskosten meist sehr rasch an- und hoch ausfallen. Barbara Bauer meint allerdings, „wenn Ökologie in all seinen Facetten (Herstellung, Transporte, Nutzung, Entsorgung) ernst genommen wird, dann ist ökologisches Bauen auch gesundes Bauen.“ Das macht es so wichtig, sich schon während der Planung mit der Materie ausführlicher zu beschäftigen, damit später nicht böse Überraschungen auftauchen.

bei auch die Webseiten www.baubook. info und www.klimaaktiv.at. „Gäste von Spas oder Wellness-Hotels wissen es sehr zu schätzen, wenn sie sich in einem baubiologischen Ambiente erholen können. Einen guten Überblick kann man sich mit unseren ‚25 Grundregeln der Baubiologie‘ holen“, erklärt Geschäftsführer Winfried Schneider vom IBN (Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit). Planungshilfen finden Sie auch auf www. wecobis.de, weitere informative Links in den Infoboxen.

Worauf achten bei der Planung? Zum einen sind, wie schon erwähnt, die Materialien bedeutend, und zum anderen natürlich auch die Energie. Aber auch das Design der Strukturen und der Einrichtungen sollte eventuell etwas zeitloser sein und nicht jedem Trend folgen. Denn Bauer betont, „wenn wegen des Erlebnishungers alle fünf Jahre die Einrichtung samt Innenausstattung getauscht wird, obwohl technisch keine Notwendigkeit besteht, dann kann das nur schwerlich ökologisch sein. Obwohl es die Chance in sich birgt, Materialien aus einem natürlichen Kreislauf (ohne Kunststoffzusätze) zu nehmen und wieder zu integrieren, wie etwa Lehmputze, Teppiche aus Naturfasern oder Ähnliches.“ Im Spa ist jedoch auch zusätzlich auf die strengen Hygieneanforderungen zu achten, die klarerweise resistente und pflegeleichte Materialien verlangen. Hilfreich sind da-

Gesunde Baumaterialien. „Klassiker wie Lehm, Kalk und Holz in weitestgehend naturbelassenem Zustand entsprechen baubiologischen Grundsätzen. Stärker modifizierte Bauprodukte sollten genau

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Design&Technik

Kritische Baustoffe sind: PU-Bauschäume Mineralfaser-Dämmstoffe (Steinwolle, Glaswolle) PVC- (Polyvinylchlorid) oder Laminat-Bodenbeläge Kunstfaserteppiche Lösemittelhaltige Farben und Kleber REA-Gipsplatten Gipsputz Immer die RAL-Gütezeichen-Kriterien beachten!

geprüft werden,“ meint Bauer vom IBO. Beispiele finden Sie dazu auf www.natureplus-database.org. Auch Naturstein, Stroh und Schilf sind Produkte, die selten, aber doch Verwendung finden. Im Mauerwerk werden meist Tonziegel einsetzt, aber immer mehr auch Holz oder Lehm, da sie die Luftfeuchtigkeit ausgezeichnet ausgleichen. Lehmputz erzeugt ein angenehmes Raumklima ähnlich wie auch Kalk- und Zementputze. Diese Materialien wirken diffusionsoffen oder dampfdurchlässig. Das Gegenteil geschieht bei „filmbildenden“ Oberflächen wie Dispersions- und Latexfarbe. Baubiologisch empfehlenswert sind lösemittelfreie Silikat-, Lehm-, Leim-, Kalk- und Naturharz-Dispersionsfarben. Wesentlich zur Innenraumatmosphäre tragen Bodenbelege bei. Materialien wie Holz oder Kork sind nachwachsende Rohstoffe, aber auch Naturstein und Linoleum (Leinsamen der Flachs­ pflanze, Baumharzen, Jutegewebe, Holz-, Korkmehl, Kalksteinpulver) stellen Wohlfühlmaterialien dar. Linoleum darf nur als 100 % baubiologisches Produkt bezeichnet werden, wenn es unbehandelt ist und nach dem Verlegen mit Emulsionen aus Naturwachsen versiegelt wird. Das gilt auch bei anderen Bodenbelegen wie Holz, die ebenfalls nur mit Öl und nicht mit schädlichen Lacken versiegelt werden sollten.



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Foto: Hotel Larimar/Bernhard, Architekten Ronacher

In der Baubiologie geht es um Ordnung und Harmonie in unserer Umwelt.


LANS

NEU Europas führendes Gesundheitsresort in neuem Gewand: Neue Suiten mit privater Dachterrasse, ein komplett neuer Spa-Bereich mit Indoor- und OutdoorPool in Meerwasserqualität, eine neue Saunalandschaft mit atemberaubendem Ausblick, eine medizinische Kältekammer mit bis zu minus 110 Grad sowie weitere spektakuläre Highlights machen den legendären Lanserhof nahe Innsbruck jetzt noch attraktiver. Sieben Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive medizinischem Basispaket ab 3.240 EUR p.P.

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Heiztechnik & Haustechnik. Um das Raumklima zu verbessern und eine angenehme Wohnatmosphäre zu schaffen, ist natürlich auch Technik notwendig, wobei es gut ist, wenn der Gast davon nichts merkt oder sie nur reduziert eingesetzt wird. „Bei der Haustechnik, im Speziellen bei der Beheizung, gab es zumindest in den von uns geplanten und errichteten Gebäuden, eine klare Abwehr von fossilen Brennstoffen hin zu Biomasse und Wärmepumpe“, erklärt Ronacher. Erfordert das aufwendige technologische Lösungen? „Wenig Technik ist preiswerter, aber es gibt auch gute Argumente für Hightech bzw. eine umfassendere haustechnische Ausrüstung. Auch diese lässt sich nach baubiologischen Kriterien umsetzen. Damit man ein gutes Raumklima erzielt, den Elektrosmog bestmöglich reduziert oder auch das Trinkwasser eine optimale Qualität hat“, so Baubiologe Schneider.

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Design&Technik

Nicht zwingend höhere Kosten – doch dabei ein gesundes und wohltuendes Wohn- und Arbeitsumfeld.

Kosten. Ein wichtiger Faktor, der immer wieder gegen baubiologisches Bauen angeführt wird, sind die Kosten, doch das ist oft auch nur ein Vorurteil. „Baubiologisches Bauen ist im Kern entgeltlich günstiger, aber aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen wird auf die Qualität geachtet, daher entstehen Kosten, die etwa 10 % höher sind. Die dadurch verursachten Mehrkosten amortisieren sich in der Regel innerhalb von ca. 15 Jahren. Langfristig hat man Kostenvorteile und obendrauf ein gesundes und wohl-

Hilfreiche Links: www.baubiologie.de www.ibo.at www.baubiologie.or.at www.hausderbaubiologie.at www.baubiologie.at www.wecobis.de www.natureplus-database.org www.baubook.info sbm.baubiologie.de www.klimaaktiv.at nachhaltiges-bauen.de www.biokugel.com www.architekten-ronacher.at www.larimarhotel.at

tuendes Wohn- und Arbeitsumfeld“, meint Schneider vom IBN. Wenn man jedoch reine Holzlösungen anstrebt – ohne Holzleim und Klebestoffe, mit gedübelten Massivholzwänden – können die Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Wand- und Deckenaufbauten das Doppelte betragen. Leider bauen viele Hotels aber noch immer sehr billig in Stahlbeton: kunststoffbasierte Dämmungen, PVC-Fenster, kunststoffbeschichtete Möbel, verklebte Kunstfaserteppiche, massive Elektrosmogbelastungen, trockene Luft und dazu Bettwäsche aus Kunstfasern. Dass sich der Gast hier nicht regenerieren kann, darf dann aber auch nicht überraschen. Sanierung und Erneuerung. Oft sind auch nach wenigen Jahren Sanierungen notwendig, die enorme Mehrkosten verursachen. Denn zahlreiche Studien belegen bereits die Wechselwirkung zwischen Mensch und den Materialien oder dem umgebenden Raumklima. Das bestätigt der Hotelier Johann Haberl des Larimar in Stegersbach, der im ganzen Haus geölte Holzböden hat, da Teppichböden auch nicht so langlebig und zusätzlich unhygienisch sind. Es empfiehlt sich aber, vor einer Sanierung Baubiologen zu konsultieren, um alle Details vorab zu besprechen, damit bei Problemen rasch die für Sie richtige Lösung umgesetzt werden kann. ■

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Foto: Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit

Ökologische Innenraum-Dämmstoffe reichen von Holzfaserplatten über exotische Produkte wie Wiesengras, Jute-, Flachs-, Kork- und Hanf-Dämmung bis hin zu den Zelluloseflocken, die am Markt sehr beliebt sind. Bedauerlich ist aber, dass in Bauprodukten immer öfter Kunststoffe mit Additiven wie Bioziden oder Flammschutzmittel eingesetzt werden. Diese synthetischen Substanzen sind oft auch für die Anwender völlig unbekannt und sorgen für hohe Risiken, da deren Wirkung auf den Menschen nicht immer genau erforscht ist. Diese besonders besorgniserregenden Stoffe werden mit SVHC (substances of very high concern) bezeichnet. Die KMR-Substanzen (krebserregend, mutagen, reproduktionstoxisch) sollten am europäischen Markt nach und nach durch andere, weniger gefährliche Stoffe ersetzt werden. In der REACH-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) der EU-Chemikalienverordnung werden diese Stoffe genau aufgelistet. Leider sind giftige Zusatzstoffe in Baumaterialien immer noch Realität, das ist genau der Grund, weshalb es so wichtig ist, bewusst und ökologisch zu bauen.


Dinner für zehn

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as Ekies All Senses Resort an der Küste von Vourvourou auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki hat eine neue Attraktion bekommen – ein Gourmetrestaurant inmitten von Baumkronen – ein Baumhaus-Restaurant also. Die Mailänder Agentur Ctrlzak Art & Design Studio hatte das Konzept entworfen, umweltfreundlich und inspiriert durch das lokale Ökosystem und angelehnt an das Design des bereits bestehenden Hotels. Katia Meneghini und Thanos Zakopoulos, Gründer der Agentur nahmen Anleihen an der das Ekies Resort umgebenden Natur, angefangen bei den Pinienbäumen bis hin zu Kleintieren, wie dem Pinien-Prozessionsspinner, einem Schmetterling, der die Idee zum Kokon lieferte, der das Baumhaus umspannt. Dafür verwendet wurde Inox-Metallgewebe – ein einzigartiges Material, das im Webstuhl gesponnen wird und aus mehreren im Sonnenlicht unterschiedlich leuchtenden Farben besteht. Das Material soll die Gäste die Symbiose zwischen Mensch und Natur erleben lassen. Das Restaurant bietet zehn Plätze.

Spa über den Dächern von Meran

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ine Sechs-Millionen-Euro-Investition für eine Fläche von 6.000 m2 mit viel Platz für neue Spa-Kreationen – Familie Reiterer schaffte dieses Vorhaben innerhalb weniger Monate von November bis Frühjahr und während eines laufenden Betriebes in ihrem Hotel Chalet Mirabell. Erlebnissauna mit spektakulärer Lichtinszenierung und inszenierten Aufgüssen und ergonomische Infrarotsessel als Kinobestuhlung für ein wohltemperiertes Filmerlebnis sind einige der verwirklichten Ideen inmitten edler Materialien und hochwertigem Design. Demnach handelt es sich um ein Spa mit Eventcharakter. Umgeben ist die Anlage von der alpinen Bergwelt und einer 10.000 m2 großen Gartenanlage mit beheiztem Naturbadeteich. Ebenfalls neu sind der Infinity-Pool, die Spa-Behandlungsräume, Räume für Yoga-Retreats und der Fitness-Bereich. Gastgeber Michael Reiterer legte viel Wert darauf, den Großteil der Arbeiten von lokalen Handwerkern ausführen zu lassen.

Fotos: Ekies All Senses Resort/Design Hotels, Hotel Chalet Mirabell, VALLONE®, Europa-Park

Wasserwelt im Europa-Park Ab 2019 ist der Europa-Park im deutschen Rust um eine erfrischende Attraktion reicher. Die Bauarbeiten am Wasser-Erlebnis-Resort im Europa-Park haben bereits begonnen und schon im nächsten Jahr kann man im Erlebnishotel Zimmer reservieren. Dann wird es mit 304 individuell thematisierten Zimmern und Suiten Platz für 1.300 Gäste bieten, denen auch ein eigener, direkter Zugang zum Wasser-Erlebnis-Resort zur Verfügung steht. Die Abmessung des gesamten Resorts umfasst 450.000 m2, das entspricht etwa 63 Fußballfeldern. Für den Indoor-Bereich der Wasserwelt sind 14.000 m2 vorgesehen, für das Außenbecken allein 445 m2. Der Indoor-Bereich ist komplett thematisiert und soll einzigartig in Europa sein. Insgesamt 30 Attraktionen sollen für Abkühlung und Nervenkitzel sorgen. Bis es so weit ist, kann man diese im Europa-Park auch schon jetzt haben, beispielsweise auf Litill Island, der Kinderwasserwelt, am Wasserspielplatz oder auch am Abenteuerspielplatz.

Die aktuelle Baustelle der Wasserwelt im Europa-Park

Designarmaturen aus Edelstahl

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as junge Boutique-Label Vallone® kreiert seine erste eigene Armaturen-Kollektion in ästhetischer Anlehnung an den Lago di Como, in dessen Nähe ebenfalls Bad-Armaturen hergestellt werden. Ungleich der üblichen Chrom-Messing-Armaturen, ist die Como-Kollektion zu hundert Prozent aus Edelstahl gefertigt, was ihnen die matte Oberflächenbeschaffenheit verleiht und sie zusätzlich korosionsbeständig und keimabweisend macht. Das Design ist minimalistisch und auf das Wesentliche reduziert. Beides, Qualität und Design erheben einen Premium-Anspruch bei vergleichsweise günstigen Preisen. Das Unternehmen war ursprünglich als Hersteller für freistehende Badewannen und Waschtische gestartet und reagiert nun auf die wachsende Kundennachfrage nach passenden Armaturenlösungen. Vallone® stellt durch moderne Vertriebswege für eine breitere Käuferschicht verträgliche Preise sicher. Unter anderem erhielt das Unternehmen den Red Dot Design Award 2015 und 2016, den European Design Award 2015, den German Design Award 2017 sowie den Best of Houzz Service Award 2016 und 2017.

Wellness world business | 4/2017Kurzmeldungen

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Neue Angebote für die Wasseraufbereitung

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Neuigkeiten bei FMA und IFMA Austria Am 28. Juni wurden zum 15. Mal die Ausbildungspreise der FMA und IFMA vergeben. Seit ihrer Gründung zählen die Ausund Weiterbildung im Bereich Facility Management zu ihren Hauptaufgaben. Dazu wurde im Rahmen des heurigen Sommerevents im Justizpalast der Preis wieder an ausgezeichnete Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten verliehen. Der erste Platz ging an Martin Huber, MA, Absolvent FH Kufstein Tirol über die Probleme bei der Einführung von Building Information Modeling. Am Nachmittag fanden die ordentlichen Mitgliederversammlungen mit Vorstandswahl statt. Am 27. 9. findet der FM-Day 2017 zum dritten Mal statt, eine Konferenz mit viel Wissen über aktuelle Innovationen. Im Park Hyatt Vienna werden an diesem Tag nach Begrüßung durch die Vorstände und der Eröffnungs-Keynote drei Themenschwerpunkte in sieben Vorträgen erläutert und in Podiumsdiskussionen besprochen. Der Tag endet mit einem Exklusiv-Interview mit Kira Grünberg.

PreisträgerInnen des Ausbildungspreises der FMA/IFMA 2017

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Kurzmeldungen

Neueröffnung auf 2.000 Metern Höhe

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as Schweizer Dorf Chandolin im Kanton Wallis wird zum Standort des neuen Chandolin Boutique Hotels von Design Hotels. Die Gemeinde mit ihren nur etwa hundert Einwohnern, Bars, Cafés und Gourmetrestaurants ist während der Hochsaison Anziehungspunkt für Bergtouristen und gilt als Geheimtipp. Das Haus mit seinen 25 Zimmern und Suiten soll auch einen Ästhetik- und Designschwerpunkt setzen. Die Schweizer Architekturfirma Kittel SA war für das gesamte Design-Konzept des Hotels verantwortlich und hat dem typisch Schweizer Chalet-Stil eine eigene Note verliehen. Auffällige Akzente wurden durch Balustraden aus Lärchen- und Zedernholz sowie Steinmauern wie zu Römerzeiten gesetzt. Die Holzlatten der Außenfassade wurden mit Leinsamenöl behandelt. Zudem wurde besonderer Wert auf umweltschonende Technologien gesetzt. Das Konzept soll die Eingebundenheit in die alpine Natur zum Ausdruck bringen.

Neues Bad mit Wellness in Tirol

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as neue Telfer Bad hat Mitte Juli eröffnet und wartet mit großzügiger Liegewiese, Sportbecken, Indoor-Familienbecken und Wellnessbereich auf. Die Glasfront zum Außenbereich lässt sich aufschieben – so kann man die Bergluft und Natur auch im Innenbereich genießen. Der Wellnessbereich befindet sich im Obergeschoss und inkludiert eine 450 m² große Saunalandschaft und zwei am Dach angesiedelte Außenanlagen. Im Inneren findet man eine finnische Sauna, ein Sanarium, ein Dampfbad, Kneipp-Fußbäder und ein beleuchtetes, gläsernes Tauchbecken zur Abkühlung. Der Saunagarten bietet ein Relaxbecken mit Sprudelliegen, und eine großzügige Panoramasauna (mit Barrierefreiheit!)gewährt einen Ausblick auf die gesamte Badeanlage. „Bei der Gestaltung und Ausstattung der Saunalandschaft haben wir auf die langjährige Erfahrung von Klafs vertraut. Dank der optimalen Beratung und Ausführung konnte der Wellnessbereich ganz nach unseren Vorstellungen realisiert werden“, resümiert Geschäftsführer Markus Hube.

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Fotos: Grünbeck, Chandolin Boutique Hotel/Design Hotels, Bernhard Stelzl Photography, FMA/IFMA Austria

rünbeck bietet seit Ende Juli drei Paketangebote zur Wasseraufbereitung. Die Angebote enthalten einen Filter aus der Filterbaureihe pureliQ und eine Enthärtungsanlage aus der softliQ-Baureihe. Zusätzlich gibt es noch gratis einen Kanalanschluss und eine Übergangsverschraubung. Die Pakete ermöglichen es dem Fachbetrieb, dem Kunden gleich ein Komplettsystem anzubieten. Der Filter bietet sowohl Korrosions- und Anlagenschutz sowie Schutz vor Kleinstpartikeln im Trinkwasser zur Verhinderung von Ablagerungen. Die Enthärtungsanlagen sorgen für weiches Wasser und schützen damit Rohre, Armaturen und Haushaltsgeräte. Die Firma legt auch viel Wert auf ein stimmiges Design ihrer Geräte. Die Grünbeck-Firmengruppe erzielt derzeit einen Jahresumsatz von rund 140 Millionen Euro.


Mit gutem Einfluss Bloggen ist eine beliebte Methode der neuen Medien, seine Gäste besonders zielgruppengerecht zu erreichen. Doch auch hier heißt es: gewusst wie. Wir stellen einige Wellness­Blogger vor und verraten, wie man diese 2.0­PR­Strategie richtig anwendet.

Blogger verfassen ihre Texte zumeist in der Ich­Perspektive und integrieren ihre persönliche Meinung.

Foto: Pixabay.com/Travelita

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ls hätte der Unternehmer nicht genug damit zu tun, sich mit der herkömmlichen Pressearbeit auseinanderzusetzen, sieht er sich im Zeitalter der neuen Medien mit einer Fülle von, nun ja, neuen PR-Strategien und Methoden konfrontiert. Dazu gehören Facebook und Instragram, Twitter und Mailings. Und auch Blogs. Sie entwickelten sich in den vergangenen Jahren zu immer beliebter werdenden Mitteln, um seine Zielgrup-

pe besser zu erreichen. Doch was ist ein Blog eigentlich? Mit der Verbreitung und dem Aufstieg des Internets wurde unser Leben in vielen, vielen Aspekten öffentlicher und weniger privat. Schrieb man früher im stillen Kämmerlein auf papiernen Seiten sein Tagebuch, so konnte man das plötzlich auch im Internet tun. Und das ist auch die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Blog – es bezeichnet ein, öffentlich zugänglich geführtes, Tagebuch

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im Internet. Ende 1990 ging die Webseite von Softwareentwickler Tim Berners-Lee online, die bis heute als offiziell erster Blog gilt. Berners-Lees Blog wurde zum Informationsaustausch zwischen Wissenschaftlern vom europäischen Kernforschungszentrum bei Genf genutzt. Mitte der 1990er-Jahre folgte dann eine Reihe weiterer Blogs, bald darauf wurden schon die ersten Soft-



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Aus dem Tagebuch eines Bloggers. Eine Bloggerin in diesem klassischen, ursprünglichen Sinn ist Anita Brechbühl. Die junge Schweizerin betreibt den Reise- und Wellnessblog „Traveli-

Der Großteil meiner Leserinnen und Leser sind potenzielle Endkunden, die meinem Blog entweder regelmäßig folgen oder aber auf der Suche nach Ausflugsideen und möglichen Reisezielen sind. Anita Brechbühl – Texterin des Blogs Travelita.

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Wirtschaft

Entspannung und Recherche -– für Wellness-Blogger vermischen sich diese Welten.

ta“. „Ich bin schon immer gern in der Weltgeschichte herumgereist und habe früher aufwendige Reisetagebücher mit Text und Fotos gestaltet. Am Ende meines Studiums kam mein Freund Nicolas Glauser, der im Online-Marketing tätig ist, plötzlich mit der Idee, dass ich meine Reiseerlebnisse ja auf einem Blog festhalten könnte. Ich hatte damals gerade einige Reisen geplant und war neugierig, dieses – für mich neue – Medium auszuprobieren. Und irgendwie hat’s mich dann gepackt.“ Besagter Nicolas Glauser erledigt für die Stadt- und Verkehrsplanerin die technischen Feinheiten und das Fotografieren, Inhalt und Ausrichtung gehen aber alleine auf Brechbühl zurück. Da der Blog nicht hauptberuflich betrieben wird, nutzen die beiden Wochenenden zu Recherchezwecken. Pro Monat kommen vier bis sechs neue Beiträge auf den Blog. Dieser hat pro Monat 20.000 Unique Visitors und um die 25.000 Follower auf verschiedenen Social-Media-Kanälen. Diese Zahlen sind nicht gerade schwindelerregend, wenn es einem Hotelier darum geht, Gäste zu erreichen. Im Blogger-Universum ist das aber nicht so schlimm, wenn man auf Gabriele Epple von der deut-

schen Blogger-Relations-Agentur SpaPress hört. „Wir halten Blogger für gut, wenn sie glaubwürdig und authentisch die „Markenbotschaft“, den USP des Wellnesshotels verbreiten können. Dabei ist uns nicht so wichtig, dass die Blogger eine wahnsinnig hohe Reichweite haben, da diese auch zugekauft werden könnte. Wir achten mehr darauf, dass die Blogger für das Hotel eine passende Zielgruppe haben. Auch Micro-Influencer können für das Wellnesshotel von großer Wichtigkeit sein, da sie ihre Meinung glaubwürdig an ihre kleine Follower-Gruppe weitergeben. Das ist dann wie Mouth-to-Mouth-Marketing und hat die besten Buchungserfolge.“ Damit kann Brechbühl dienen, die ihre Leserschaft gut kennt. „Der Großteil meiner Leserinnen und Leser sind potenzielle Endkunden, die meinem Blog entweder regelmäßig folgen oder aber auf der Suche nach Ausflugsideen und möglichen Reisezielen via Google-Suche auf meine Blogbeiträge stoßen. Ich merke das auch daran, dass mich diese Leute im Anschluss via E-Mail oder Facebook mit spezifischen Fragen zu einem Reiseziel oder aber auch mit der Bitte nach Hoteltipps persönlich kontaktieren.“

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Foto: Travelita (2)

ware-Programme angeboten, die es Leuten erlaubten, selbst einen Weblog zu bauen. 2004 wurde „Blog“ zum Wort des Jahres ernannt – der Beweis, dass es diese Mitteilungsform in den Mainstream geschafft hatte. Menschen bloggen über alles Mögliche: sich selbst, ihre Gedanken, Kochen, Sport, Haushaltsführung, Dekoration, die Restauration alter Möbel, die Probleme mit neuen Medien – die Liste ist so vielfältig wie der Mensch selbst und es finden sich auch Reisen, Wellness und Touristik darauf. Allen Bloggerinnen und Bloggern ist aber eines gemeinsam: Sie beschäftigen sich auf ihren Blogs mit Themen, die ihre ureigensten Interessen sind, so intensiv, dass viele von ihnen zu Experten werden. Und das macht sie für viele ihrer Follower oder Leser, zu einer glaubwürdigen und authentischen Quelle. Aus dem Blickwinkel von PR und Werbung ein unbezahlbarer USP.


Ich setze mich mit dem Kunden zusammen und wir ermitteln gemeinsam, was benötigt wird und wohin die Reise gehen soll, und dann hole ich nach und nach verschiedene Experten ins Boot Profi Bloggerin Tanja Klindworth von Spaness

Reiseblogs liefern den Lesern Ausflugs­ ideen und mögliche Reiseziele.

Foto: pixabay.com, spaness.de

Was ist Blogging? Beruf: Blogger. Hauptberuflich betreibt hingegen Tanja Klindworth ihren Blog „Spaness“, der 2009 als Portal gegründet wurde, sich dann aber schnell in einen Blog verwandelte. Klindworths Unternehmen steht auf zwei Beinen. Einerseits der Blog, andererseits die Betreuung von PR- und Marketing-Maßnahmen, speziell für Firmen und Hotels aus der Wellnessbranche. Eine Kombination, die von vielen Bloggern angeboten wird. Das geht nicht als One-Woman-Show. „Hinter Spaness stehe ich und ein freiberuflichesTeam. Für unterschiedliche Projekte arbeite ich mit unterschiedlichen Experten zusammen. Die Frage ist ja: Was möchte der Kunde? Unterstützung bei der Pressearbeit, Aufbau eines eigenen Blogs, passende Blogger und Influencer für das eigene Produkt, Newsletter oder E-Mail-Marketing, eine neue Webseite oder auch vielleicht einfach nur optimierte Texte für die Webseite oder für das Printwerbematerial? Wir sind flexibel auf-



Ein Blog ist laut Wikipedia ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, international auch Weblogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt. Ein Blogger ist der Verfasser des Textes, schreibt meist in der Ich-Perspektive und integriert seine persönliche Meinung. Er ist Teilnehmer der Blogosphäre und verlinkt seine Beiträge häufig mittels Trackbacks oder Pingbacks zu anderen Blogs, um eine größere Bekanntheit zu erlangen. Blogger gehören allen sozialen Schichten, Alters- sowie Berufsgruppen an. Sie sind ein entscheidender Hinweisgeber für den klassischen sowie den Online-Journalismus.[1] Der Autor kann innerhalb eines Blogbeitrags testen, wie relevant das Thema für seine Leser ist, und mithilfe des Feedbacks eine eigene Geschichte schreiben.

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SILENT SPA

KEIN TAG WIE JEDER ANDERE Wie schön wäre es, einmal nur das Wasser rauschen zu hören. Nichts tun müssen. Nur da sein. Nur einmal einen Moment lang selbst ruhig bleiben. Und dann, Stille. Wo gibt es das noch? Ein besonderer Ort – ein Ort der Stille. Wir Menschen suchen immer wieder instinktiv Orte auf, die uns gut tun. Weil sie uns etwas von jener Geborgenheit, jener Unbeschwertheit zurückgeben können, die wir im hektischen Trubel unserer Tage zu verlieren scheinen. An diesen Orten finden wir Ruhe und Kraft und besinnen uns in der Stille des Augenblicks auf uns selbst und unser Leben. Mit seinen Ruhezonen und Relaxoasen, den In- und Outdoor Pools, dem Restaurant und der Bar, dem Saunabereich und den Spa Suiten schafft das SILENT SPA in einer lauten Welt Raum für Raum einen Ort der Stille. Lassen Sie die Zeit stillstehen. Für einen Moment, einen kostbaren Augenblick lang. Für einen wunderbaren Tag. Willkommen im SILENT SPA das Premium Day SPA der Therme Laa!

www.silentspa.at


Ein Blogger sollte sich für den Besuch im Haus Zeit nehmen und nicht nur kurz vorbeischauen.

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Wirtschaft

empfehlen, denn wird ein Blogger dabei erwischt, „Schleichwerbung“ zu betreiben, zieht das eine finanzielle Abmahnung nach sich. „Allerdings fließt bei Hoteleinladungen oft kein Geld, daher ist die Auslegung hier immer noch sehr schwammig. Werden Wellness-Blogger für Wellnesshotel-Tests bezahlt, muss

Der Blogger muss zu unserer Zielgruppe passen oder sich in dieser bewegen. Wenn er nicht über Vier-Sterne-Häuser aufwärts berichtet, dann ist er für uns uninteressant. Cornelia Siewert, Direktorin des Strandhotels Heringsdorf.

Einen Blogger finden Unter der Vielzahl von Bloggern ist es oft schwierig, den richtigen für einen Beitrag über sein Wellness-Hotel zu finden. Bei der Auswahl sollte man darauf achten, ob die Zielgruppe des Bloggers sich mit der eigenen überschneidet. Wie gefällt mir der Stil des Autors? Wie ist der Aufbau der Artikel? Wie regelmäßig wird gebloggt? Haben die Fotos gute Qualität? Werden die besuchten Häuser fair behandelt? Ist mir der gesamte Blog an sich sympathisch? Wer keine Lust oder Zeit für diesen Rechercheaufwand hat, der kann sich auch an eine Blogger-Relations-Agentur wenden, die die passenden Autoren und Formate aussucht. Ist der Blogger dann im Haus, sollte besonders im Wellness- und Spabereich darauf geachtet werden, dass ihm sämtliche Spa-Einrichtungen zur Verfügung stehen und auch ausreichend Zeit zum Fotografieren ist. Bei den Wellnesstreatments sollte der Spa-Manager darauf achten, dass hier die Signature Treatments des Hotels im Vordergrund stehen.

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Fotos: Travelita, Strandhotel Heringsdorf

gestellt, und das nutzt dem Kunden auf Dauer wesentlich mehr. Ich setze mich mit dem Kunden zusammen und wir ermitteln gemeinsam, was benötigt wird und wohin die Reise gehen soll, und dann hole ich nach und nach verschiedene Experten ins Boot“, schildert Klindworth. Zwei bis drei Artikel werden pro Woche auf den Blog gestellt, der in diesem Zeitraum von durchschnittlich 10.000 Besuchern konsultiert wird. Über die verschiedenen sozialen Netzwerke kommen dann noch 20.000 Follower hinzu, die von Spaness auch analysiert werden. „Das Thema Wellness und Gesundheit spricht schon einmal ein älteres Publikum an. 70 Prozent der Leser sind Frauen im Alter von 30 bis 35 Jahre. Der größte Teil der Leser sind tatsächlich Endkunden – doch es lesen eben auch viele aus der Branche mit – Hoteliers, Redaktionen, Thermenbetreiber, Destinationen“, sagt Klind­ worth, die auch genau auf die Einhaltung der rechtlichen Richtlinien, wie der Kennzeichnung von gesponserten Beiträgen achtet. „Selbst wenn ich zu einer Pressereise eingeladen bin und ansonsten keine Bezahlung fließt, schreibe ich das grundsätzlich dazu, dass ich zur Reise eingeladen wurde.“ Dies ist generell zu


die Spa-Review auf jeden Fall mit ‚Sponsored Post‘ gekennzeichnet werden“, sagt Gabriele Epple. Im Strandhotel Heringsdorf auf der Ostseeinsel Usedom arbeitet man rege mit Bloggern zusammen. „Wir hatten bereits eine Bloggerreise zum Thema Global Wellness, in der jeder Blogger den Besuch auf seine individuelle Art mit seinem ganz eigenen Zugang umgesetzt hat. Das ist schon sehr interessant“, sagt Direktorin Cornelia Siewert, die aber auch schon eine schlechte Erfahrung machen musste. „Eine Bloggerin, die sich an mich wandte und deren Stil ich wirklich gut fand, kam zu uns. Das war diesen März und bisher ist noch immer kein Beitrag auf ihrem Blog erschienen. Sie reagierte bisher auch auf Nachfragen nicht. Ich kann mir vorstellen, dass solche schwarzen Schafe schlecht für den Ruf der ganzen Branche sind“, so Siewert. Die Hoteldirektorin achtet aber genau darauf, wen sie einlädt. „Der Blogger muss natürlich zu unserer Zielgruppe passen oder sich in dieser bewegen. Wenn sonst gar nicht über Vier-Sterne-Häuser aufwärts berichtet wird, dann ist er für uns uninteressant. Ich sehe mir auch den Schreibstil an, wie viele Follower er hat, wie er verlinkt ist und wie er seine Berichte aufbaut“, so Siewert, die an der Zusammenarbeit mit Bloggern die individuelle Umsetzung und die Möglichkeit, seine Zielgruppe sehr genau zu erreichen schätzt. „Wie bei den meisten Marketingmaßnahmen lässt es sich aber leider nicht messen, zu wie vielen Buchungen das letztendlich führt.“ Ganz unabhängig. Dies ist ein Thema, über das sich Anja Eva Keller von „TalkWellness“ keine Gedanken machen muss. Sie ist in erster Linie Spa Consultant und schreibt auf ihrem Blog über Branchenthemen: „Ich verkaufe keine Beiträge oder Werbung und das ist eins der Hauptmerkmale von TalkWellness. Ich bleibe vollkommen Marken-unabhängig.“ Sie schreibt auf Englisch, um ihrem internationalen Publikum gerecht zu werden. Dazu zählen Endverbraucher, Spa-Manager, Magazine, Betreiber, Therapeuten, branchenverwandte Unternehmen wie Zulieferer und Hersteller. Diese Gruppen rezipieren auch unterschiedliche Themen. „Meinen Newsletter abonnieren hauptsächlich Fachleute. Spa-Reviews sind für die breitere Masse interessant, wohingegen spezifische Fachartikel oft für einen kleinen, exklusiven Kreis sind. Meine drei erfolgreichsten Artikel sind ‚Dress for success – how important is appearance of spa staff?‘, ‚Spa Online Booking – is the print spa menu outdated?‘ und das Interview mit Padma Nair.“ Wellness World Business hat hier drei Blogger vorgestellt, doch der Markt bietet viel mehr und wird hart umkämpft. Wer sich an eine Zusammenarbeit machen will, der muss die Spreu vom Weizen trennen und sich mit Bedacht seinen Partner wählen. Denn es ist, wie Cornelia Siewert, Direktorin des Strandhotel Heringsdorf, sagt: „Man muss sich im Marketing breit aufstellen. Nur eine Schiene alleine reicht nicht – heutzutage muss man auf fast allen fahren.“ An dieser Stelle dürfen wir ankündigen, dass auch „Wellness World Business“ im Herbst einen Blog starten wird, auf dem die Redaktion und diverse Expertinnen und Experten, die eingeladen werden, schreiben. ■

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K A M E H A G R A N D H OT E L

Je tz t ta lo g R e fe re n z ka u f a n e ll e b e st .a t fs la .k w w w

PA R K H YAT T © b y R i c h a rd Wa t z ke

TELFER BAD © b y B e r n h a rd S t e l z l

WIR RUHEN ERST, WENN SIE ENTSPANNEN. Mit Sorgfalt und Hingabe arbeiten wir bis ins kleinste Detail, damit der Umsetzung Ihrer Vorstellungen nichts mehr im Wege steht. Lassen Sie sich inspirieren von unseren Referenzprojekten auf www.klafs.at KLAFS GmbH, Sonnwiesenweg 19 A-6361 Hopfgarten, Wien, Salzburg, Graz Tel. +43 (0)5335 / 2330 0


Spa-Innovationen ohne Ende So könnte man die Gala-Veranstaltung des European HEALTH & SPA AWARDs zusammenfassen. Es ist jedes Jahr faszinierend, welch kreative und innovative Ideen, Produkte und Treatments die Einreichungen der Bewerber für den Award beinhalten.

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ei vollem Festsaal wurden erstmals im exklusiven Park Hyatt in Wien 2017 die anspruchsvollen Preise der Jury und der Tester vergeben. Doch bevor es losging, gab es auf der Bel Etage noch ein Glas Champagner und danach eine Führung durch das Haus sowie das Arany Spa, der schönsten Wellness-Oase der Stadt. Der historische Ballsaal mit goldverzierter Kassettendecke war auf den letzten Platz gefüllt und man spürte die Spannung, mit der die 42 Nominierten den besonderen Ga-

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Wirtschaft

la-Abend erwarteten. Die ORF-Moderatorin und „Miss Health & Spa Award“ Olivia Peter eröffnete den Abend und führte wie immer charmant und humorvoll durch das anspruchsvolle Programm. In diesem Jahr war mit Elias Meiri und seinem Quartett auch erstmals ein Weltklasse Jazz-Musiker zur Verleihung der „Oscars“ der Spa-Branche auf der Bühne des Park Hyatt Vienna. Im Gespräch mit Olivia Peter betonte der Veranstalter Norbert Hintermay-

er (Chef der Agency for Health & Wellness), wie sehr sich in den letzten Jahren die Branche verändert, die Qualität im Service und die Innovationskraft zugelegt hat. „Leider gibt es jedoch immer wieder einen doch erheblichen Anteil an Hotels, die noch nicht die Wichtigkeit der Mitarbeiterführung und auch -bindung erkannt haben, oder sich nicht wirklich ernsthaft der Einreichung widmen, nach dem Motto, wieder mal so ein ‚gemütlicher‘ Award. Spätestens jedoch beim Ausfül-

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Foto: bakography

Die glücklichen Nominierten der European HEALTH & SPA AWARDs präsentieren stolz ihre Auszeichnungen.


Foto: Park Hyatt Vienna, bakography

len der Einreichungsunterlagen wird klar: Hier werden andere Maßstäbe an den Tag gelegt. Hier wird in die Tiefe gegangen und das Unternehmen in seiner Ganzheit betrachtet, daher ist mogeln meist zwecklos“, so Hintermayer. Der Award unterscheidet sich durch seine Transparenz und die Punktezahl auch maßgeblich von anderen. Dies gibt eine wunderbare Möglichkeit, zu vergleichen wie sich ein Unternehmen über die Jahre gesteigert hat. Jede Einreichung erhält auch sehr genau Auskunft über das Ergebnis in Form eines Feedbacks. Damit kann jeder Teilnehmer genau nachvollziehen, wie man in den einzelnen Bewertungskategorien abgeschnitten hat und wo die Stärken und Schwächen liegen. Abgesehen von diesen unschätzbar wertvollen Informationen wurden auch Preise im Gesamtwert von 30.000 Euro vergeben. Das Galadinner im Park Hyatt bot mit einer exzellenten Speisefolge wie etwa Burattini, konfiertem Seesaibling, gebratenem Kalbsrücken und leckeren Süßigkeiten großartige Kulinarik. Trotz dieser Genüsse konnte man spüren, wie sich die Spannung im Saal steigerte. Gegen 22:00 Uhr war es dann so weit: Die mit höchster Spannung erwartete Präsentation der Gewinner begann. Die Ergebnisse der Awards finden Sie im Detail auf der Webseite : www.health-spa-award.com. In der Kategorie „Beste Produktinnovation – Technik“ wurde Landsberg mit dem „JetPeel Aesthetic“ ausgezeichnet. Mit dieser patentierten Technologie und dazu gehörigen Wirkseren werden hochaktive Wirkstoffe oder medizinische Gase berührungsfrei durch einen kollimierten Aerosol-Jet sanft in die Haut penetriert. Die Schutzbarriere der Haut wird nicht verletzt und trotzdem werden Wirkstoffe bis auf die Dermis gebracht. Eine sehr hautschonende Behandlung entwickelt auf der Basis von Salzwasser, die in der Form einzigartig ist. In der Kategorie „Beste Produktinnovation – Kosmetik“ hat Vitalis Dr. Joseph mit dem Produkt „Hyaluronic Age Repair Booster Serum“ (Wirkstoff-Booster-Creme-Serum für die Intensivkur der anspruchsvollen Gesichtshaut mit biotechnologischer Hyaluronsäu-

Das Park Hyatt in Wien, die perfekte Location für eine außergewöhnliche Preisverleihung.

re, Hibiskuskernextrakt und einzigartigen selektiven Wirkstoffen) das Rennen gemacht und in diesem Jahr erstmals die begehrte Auszeichnung geholt. Das Produkt ist von der Verpackung und dem Design bis hin zu den Inhaltsstoffen sehr gut konzipiert. In der Kategorie „Best Signature Treatment“ gewann die Tamina Therme Bad Ragaz mit haki® – Ritualen in der exklusiven Behandlungssuite «haki® – Kunst der Berührung». Im Raum wird der Gast durch vier verschiedene Sinneswelten geführt. Das Zusammenspiel von Infrastruktur, Atmosphäre und haki-Behandlung befreit den Menschen

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von physischem und emotionalem Druck. Jeder Raum ist anders kreiert – ein Erlebnis für alle Sinne. Durch die unterschiedlichen Bereiche werden die Imagination und Kreativität des Gastes angesprochen. Die Kategorie „Bestes öffentliches Bad“ hat in diesem Jahr das Asia Spa Leoben für sich entschieden. Das in die Jahre gekommene Bad stellt noch immer eine Besonderheit dar, beginnend bei der Architektur bis hin zu den Angeboten. Die beste Therme Europas befindet sich in Österreich und heißt Therme Loip-



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Spa Name/ Produktname

Firma/Name

Firma/Name

Platzierung

Platzierung

Best Public Bath

Best Spa Manager Johannes Mikenda (D)

Schloss Elmau Luxury Winner Spa Retreat

4

Asia Spa Leoben (A)

Asia Spa Leoben

Winner

Patrizia Bortolin (IT)

Borgo Egnazia/Vair Spa

2nd Place – Best in Italy

Splash e Spa Tamaro (CH)

Splash e Spa Tamaro

3

2nd Place – Best in Switzerland

Mag. Florian Perteneder (A)

Therme Laa – Hotel & Silent Spa

3rd Place – Best in Austria

3

Maren Brandt (D)

12.18. Fleesensee Schlosshotel

2

Marlis Minkenberg (D)

Severin*s Resort & Spa

2

Angela Erbst (D)

Radisson Blu Hotel, Hamburg/Health & Sport Botanical Spa

Lefay Resort & SPA, Lago di Garda (IT)

Lefay SPA

Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe (D)

Das Spa

Hotel Plunhof (IT)

Spa Minera

Winner

4

2nd Place – Best in Germany

2

3rd Place

1

Best Hotel (Resort) Spa Borgo Egnazia (IT)

Vair Spa

Winner

4

Hotel Hochschober (A)

Kristall-Spa

2 Place – Best in Austria

3

Waldhaus Flims (CH)

Waldhaus Spa

3rd Place – Best in Switzerland

3

Beau Rivage – Cinq Mondes (CH)

Cinq Mondes

Hotel Forsthofgut (A)

waldSPA

12.18. Fleesensee Schlosshotel (D)

SCHLOSS SPA

Klosterhof (D)

Artemacur Spa

nd

2 2

Lanserhof Spa

Winner

La Pura (A)

la pura women’s health resort kamptal

2 Place

Silent Spa/Therme Laa (A)

Silent Spa

Winner

Splash e Spa Tamaro (CH)

Splash e Spa Tamaro

2nd Place – Best in Switzerland

nd

Tamina Therme Bad Ragaz (CH)

haki-Ritual „Das Versöhnende“ aus «haki® – Kunst der Berührung»

Cinq Mondes Spa Paris (F)

„Ko bi do“ – GLOBAL 2nd Place – Best ANTI –AGING FACIAL in France TREATMENT

Comfortzone Deutschland + Österreich – proSPA GmbH (A)

ProSleep aus der Serie „Tranquillity“

1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin (A)

„Reflexologie“ Ganzheitliche Vier-Temperamente-Behandlung

Océano Hotel Health Spa Tenerife (E)

Sea-Water Osteopathy

Biologique Recherche (DE)

Soin Seconde Peau – Masque Seconde Peau

2

Radisson Blu Hotel, Hamburg (D)

Hypnotic Relax Massage

2

LIVINYOU – Rubrik LIVINREST (A)

Livinrest 5 – Chakra 5

1

Gertraud Gruber Kosmetik (D)

Alpine Balance Körperbehandlung

1

Mila d’Opiz (CH)

The Skin Whisperer Treatment

Winner

Thermana d.d. (SLO)

Wellness Spa Centre and Thermal Centre

2nd Place – Best in Slovenia

Wirtschaft

3rd Place – Best in Austria

2

Winner

1

brainLight (D)

relaxTower Zenesse

2nd Place

2Bfunctional fruitdrinks – 2B ACTIVE und 2B RELAXED

3rd Place– Best in Austria

4

2B[to be] Lifestyle Trading – Dr. Armin Breinl (A)

3 2

Best Spa Innovation / Beste Produktinnovation – Kosmetik VITALIS Dr. Joseph (IT)

Hyaluronic Age Repair Booster Serum

Winner

Comfort Zone Deutschland + Österreich – proSPA GmbH (A)

Remedy line

2nd Place – Best in Austria

Lefay Resorts (IT)

Lefay SPA new Cosmetic Line „Tra Suoni e Colori“

2

EBENHOLZ skincare e.K. (D)

Natural Skincare for Men

2

LIVINYOU – Rubrik LIVINCARE (A)

Livincare

2

3

3

JetPeel

3

3

Best Spa Innovation / Beste Produktinnovation – Technik

Best Thermal Resort Therme Loipersdorf

4

Landsberg – First Class Aesthetic (D)

Best Day Spa

Therme Loipersdorf (A)

Winner

1

Best Medical Spa Resort / Beste Kuranstalt Lanserhof (A)

1

Best Signature Treatment

Best Destination Spa

22

Spa Name/ Produktname

3rd Place

3

2

2 1

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Foto: bakography

Gewinner (v.l.): P. Galluschke (Landsberg,), M. Prandelli (Lefay,), J. Mikenda (Schloss Elmau), N Schedlbauer (Asia Spa), F. Perteneder (Therme Laa,), L. Franz (Dr. Joseph, IT), W. Wieser (Therme Loipersdorf) H. Kitz (haki), A. Fink (Therme Bad Ragaz), W. Kölbl (Therme Loipersdorf), M. Landsberg (Landsberg,), M. Riva (Borgo Egnazia), S. Breitschädel (Lanserhof), P. Bortolin (Borgo Egnazia)

ersdorf. Abgesehen von dem umfangreichen Angebot hat die Thermenleitung ein einzigartiges Lebensakademiekonzept für seine MitarbeiterInnen und die Gäste entwickelt. „Magie des Herzens“ heißt das mutige und innovative Führungsmodell für das Management-Team und alle Führungskräfte jeder Abteilung. Dabei werden Selbsterkenntnis und Selbstbewusstheit aller Mitarbeiter gefördert. Ziel sind Self-Empowerment, Work-Life-Balance, Freude und Begeisterung als Voraussetzung für Erfolg. Das beste und innovativste Day Spa Europas liegt in einer eher abgeschiedenen und ruhigen Gegend Österreichs und trägt den bezeichnenden Namen „Silent Spa“ der Therme Laa an der Thaya. Ein außergewöhnliches Wellness-Refugium in moderner sakraler Architektur konzipiert. Ein Luxusprojekt im Sinne von Raum und Ideenvielfalt. In der Kategorie „Bestes Medical Spa“ wurde ein Resort ausgezeichnet, das schon viele Male für seine Innovationskraft und die Vielfalt, das es dem Gast bietet, geehrt wurde. Der Lanserhof in Lans besticht wieder einmal mehr nicht nur durch sein besonderes Konzept, sondern auch durch die neue, sehr kreative Architektur. Heißt, die Hardware ist zwar nicht alles, aber doch ein sehr wichtiger Bestandteil des Gesamtangebotes. Das beste Hotel-Spa in Europa kommt diesmal aus Italien, genauer aus Apulien und trägt den klingenden

Namen „Borgo Egnazia“. Ausgezeichnet wurde in diesem Fall nicht nur das Ambiente und die kreative Gestaltung des Resorts, sondern auch das wirklich sehr innovative psycho-emotionale Spa-Konzept von Patrizia Bortolin und „The Shaman“ Stefano Battaglia. Die Königsdisziplin im Spa-Bereich, das „Beste Destination Spa“ ging an das Lefay Resort & Spa am Gardasee in Italien. Die Lefay SPA Method stellt eine gute Symbiose aus alter traditioneller chinesischer Medizin (TCM) und moderner westlicher Medizin dar. Last, but not least geht der Gewinn für eine der wichtigsten Kategorien „Best Spa Manager“ an Johannes Mikenda. Der gebürtige Bad Ischler arbeitet heute mit großem Einsatz und Leidenschaft in seiner aktuellen Wahlheimat in Bayern im luxuriösen Schloss Elmau und managt mit großem Erfolg zwei Spas und eine Vielzahl an Mitarbeitern. Der akademisch ausgebildete Therapeut und Yogalehrer hat es auch durch die Veranstaltung eines sehr anspruchsvollen Yoga-Retreats geschafft, den Umsatz langfristig deutlich zu heben. Auf S. 22 haben wir für Sie die Nominierten sowie die Gewinner und Preisträger der Brillanten zusammengefasst. Ein Award, der für Innovation und Qualität steht. Die in diesem Jahr 42 Nominierten konnten in zehn Kategorien – Best Spa Manager, Destination, Hotel, Medical und Day Spa sowie Beste Ther-

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men, Öffentliches Bad, Treatments und Produktinnovationen technisch/kosmetisch – ihre Souveränität und die Qualität ihrer Arbeit unter Beweis stellen. Zu den auszuzeichnenden Kategorien gehörten an erster Stelle die besten Mitarbeiter und die besten Treatments eines Betriebs sowie auch ganze Spa-Einrichtungen und neueste Innovationen in den Bereichen Technik und Kosmetik. Einen wichtigen Teil des Auswahlvorgangs für das beste eingereichte Produkt, Hotel oder Spa in der jeweiligen Kategorie stellte auch heuer nicht nur die Bewertung der Jury, sondern der anonyme Test bzw. Mystery Check dar. Bei der Bewertung unbestreitbar hoher Qualitätsstandards war nicht nur ein Team fachkundiger und leidenschaftlicher Mystery-Tester hilfreich, auch die ausgezeichnete Jury aus Expertinnen und Experten, Führungspersönlichkeiten und bekannten Personen aus Wirtschaft und Medien wurde zur Beurteilung herangezogen. Für die Bewertung in der Jury waren eine ganzheitliche Sicht auf das Unternehmen und das Spa sowie acht einzelne Kategorien maßgeblich, wie Design & Technik, Gesundheit, Angebot & Service, Nutzen, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Kreativität und Corporate Social Responsibility (CSR). Falls Sie im nächsten Jahr auch mit dabei sein wollen, besuchen Sie die Webseite www.health-spa-award.com und senden Sie ein E-Mail an die Agentur für Gesundheit & Wellness. ■

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Kurhaus Aspach

Alle Fotos: Posthotel Achenkirch

Kurhaus Bad MĂźhllacken

Kurhaus Bad Kreuzen

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Spa Lounge

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Spa W

Traditionell – und doch modern So lässt sich das Angebot der drei Kurhäuser der Marienschwestern vom Karmel in Bad Kreuzen, Bad Mühllacken und Aspach zusammenfassen. Mittelalterlich und auch wieder ganz modern sind die unterschiedlichen Gesundheitsangebote.

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ir wollen Ihnen diesmal an der Stelle ganz bewusst kein Luxus-Spa präsentieren, sondern auf die Dinge eingehen, die wesentlich sind, wenn wir über Wellness reden oder Wellness selbst genießen. Das ist der Luxus, sich Zeit zu nehmen und für einige Tage auszusteigen aus dem hektischen Leben, das die meisten führen, um zum Wesentlichen, zu sich zu kommen. Wo geht das besser als in einer abgelegenen Kuranstalt, die komplett darauf ausgerichtet ist, nach den Gesetzmäßigkeiten der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) und den Regeln nach Pfarrer Sebastian Kneipp, den Menschen im Zentrum, auf dem Weg zu einem lebensfrohen und gesunden Geschöpf zu unterstützen? Diese drei Häuser sind darauf fokussiert, den Gast auf sehr anspruchsvolle Weise wieder zur Einheit zu bringen, durch die Behandlungen, die Ernährung, Bewegung und die Natur. Mehr braucht es oft nicht und dass die TEM hier einiges leisten kann, können Sie in den Kurhäusern erfahren.

Kurhaus Aspach Auch wenn diese Einrichtungen teilweise sehr unterschiedlich sind, so verbindet sie doch ein zentrales Thema, und das ist Sebastian Kneipp. Der Er-

finder der Kneipp-Methode hat seit vielen Jahrzehnten im wahrsten Sinne des Wortes eine Verbindung zu den Ordensschwestern. Das führt uns zurück zum Ausgang und den Wurzeln der drei Gesundheitseinrichtungen. Begonnen hat alles in Aspach, an dem Platz, wo einst, fast 500 Jahre, ein traditionsreiches Schloss am Weyer stand. Dr. Joseph Lechner, der ehemalige Dechant von Aspach, initiierte vor seinem Tode 1887 den Bau einer sozialen Einrichtung, die von den Marienschwestern von Karmel aus Linz geführt werden sollte. So wurde das ehemalige Schloss erworben, und 1902 begannen die Schwestern mit ihrer Arbeit. Doch erst 1911 durch die gebürtige Wienerin Sr. M. Raphaela Freund, die selbst aufgrund schwerer Erkrankungen in Bad Wörishofen von Pfarrer Kneipp behandelt und vollständig geheilt wurde, wurde das Kurhaus gegründet. Die Ordensschwester und Lehrerin verschrieb ihr Leben dem Schaffen von Pfarrer Kneipp und gab das Wissen, das sie erlernt hatte, weiter an kranke Menschen. Nach der Jahrtausendwende 2005 kam in Aspach die Phase der Erneuerung, die Rezeption und Gästezimmer wurden modernisiert und im 1. Stock wurden 6 Massageräume angelegt sowie der Garten neu gestaltet und mit dem Labyrinth

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der Sinne ausgestattet, um einen Ort zu kreieren, an dem man loslassen und meditieren kann. Der Schwerpunkt des Hauses ist seit dieser Zeit Stressbewältigung und Burnout-Prävention. Hinzu kamen auch ein schönes Biotop, eine neue Saunalandschaft und ein duftender Kräutergarten. 2006 wurde es dann richtig luxuriös: Das Erlebnishallenbad der Sinne entstand und ein weiterer „Garten der Stille“ mit integrierter Therapiearena. Seit 2015 wird in allen Häusern nach dem ganzheitlichen Ansatz der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) gearbeitet.

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Die Kneipp-Methode Die fünf Säulen der Kneipp-Methode: Lebensordnung Heilpflanzen Ernährung Bewegung Wasser & Wickel

Spa Lounge

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Im Kurhaus Aspbach widmet man sich vor allem der Stressbewältigung.

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Offline in Aspach Neuerdings kann man auch das Paket „Offline in Aspach“ buchen. Für all jene, die sich von ihrem Smartphone sowie E-Mails und Co. beurlauben möchten und einen Gang zurückschalten, um eine mediale Ruhepause einzulegen. Das Offline-Package ist übrigens kostenfrei und kann zu jedem Aufenthalt kombiniert werden.

Kurhaus Bad Mühllacken Das zweite Kurhaus, das von den Ordensschwestern verwaltet wird, ist in Bad Mühllacken, einem der ältesten Heilbäder Oberösterreichs. Es hat nicht nur eine lange Tradition als Kurort, sondern auch eine besondere Heilquelle die „Bruno-Quelle“, benannt nach dem Knappen Bruno, der durch das Wasser geheilt wurde. In der „Fontingraphia“ einem Druckwerk, das 1756 erschien, wurden die Baderegeln des „Wild- und Heyl-Bades zu Mühllacken“ dokumentiert. Damals dauerte eine Kur 30 Tage und wurde in drei Abschnitte gegliedert. Zu Beginn der Kur steigerten sich die Bäder bis zu viereinhalb Stunden täglich. Vom 11. bis zum 20. Tag wurden sie auf bis zu fünfeinhalb Stunden ausgedehnt und danach wieder etwas reduziert. Die heilende Kraft des eisen- und manganhältigen Wassers, seit 1364 genutzt, wird auch in der Therapie und beim Fasten eingesetzt, der Schwerpunkt in Bad Mühllacken seit 2003. Das Bade- und Kurhaus

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Spa Lounge

ging 1936 in den Besitz der Kongregation der Marienschwestern von Karmel in Linz über und wurde erst renoviert und später etwas ausgebaut. Nach der Jahrtausendwende kam auch bewusste Ernährung und Entgiftung hinzu. Seit 2015 liegt der Fasten- und Ernährungsschwerpunkt auf Basis der Traditionellen Europäischen Medizin. Aber auch hier dürfen natürlich die fünf Kneipp-Säulen Lebensordnung, Heilpflanzen, Ernährung, Bewegung und Wasser & Wickel nicht fehlen. Es werden auch spezielle Fastenwochen angeboten, die nach unterschiedlichen Methoden ablaufen. So wird Heilfasten nach Buchinger/Lützner, oder der Typenlehre, Suppenfasten, Hildegardfasten (die Fastenbegleiterin ist täglich 24 Stunden anwesend) offeriert. Der klösterliche Lebensrhythmus mit seinen re-

Traditionelle Europäische Medizin (TEM) Naturheilverfahren basierend auf der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen. Einteilung nach Archetypen: Melancholiker, Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker oder meist Mischtyp

gelmäßigen Gebetszeiten, den es hier gibt, unterstützt auch noch die notwendige Ruhe und Zurückgezogenheit. In Verbindung mit der Traditionellen Europäischen Medizin wurde auch eine Detox-Kur entwickelt, bei der nur heimische Nahrungsmittel, Kräuter und Heilpflanzen verwendet werden. Die ärztliche und therapeutische Betreuung macht den Aufenthalt dadurch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Für Menschen mit wenig Zeit gibt es den Aufbau-Leitfaden sogar nach Hause. Ebenfalls ein besonderes Erlebnis stellt der angrenzende Kräutergarten dar, der alle wichtigen Heilkräuter gedeihen lässt, eine wunderbare Pracht an Farben und Gerüchen. Aber auch für ausgedehnte Wanderungen zu 23 Kraftplätzen in das Naturschutzgebiet Pesenbachtal im Mühlviertel ist genügend Zeit. Haben Sie schon Lust bekommen, eine Fastenwoche zu buchen? Kurhaus Bad Kreuzen Das dritte und modernste Kurhaus befindet sich in Bad Kreuzen und blickt auf eine über 150-jährige Kur-Tradition zurück. Bereits 1846 wurde in der alten Schlosstaverne zu Kreuzen eine Kaltwasserheilanstalt errichtet. 1969 war es so weit, und die beiden Architekten Josef Linecker und Friedrich Wierer aus Mattighofen konnten mit dem Bau der Kuranstalt beginnen, die im März 1972 feierlich ihrer Bestimmung übergeben wurde. Damit begann die Erfolgsge-

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Alle Fotos: Kurbetriebe der Marienschwestern vom Karmel

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Das Kurhaus Bad Kreuzen ist ein modernes Zentrum für TEM.


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schichte, denn das Haus wurde kontinuierlich verbessert und erneuert und an die Erfordernisse der modernen Zeit sowie die Bedürfnisse der Gäste angepasst. 2006/2007 in der großen Umbauphase gab es auch eine Erneuerung im Management. Im Oktober 2006 übernahm Frau Dr. Desiree Margotti, Fachärztin für physikalische Medizin und Rehabilitation, die ärztliche Leitung der Anstalt. Ein Jahr später, im Juli 2007, erhielt das Kurhaus auch mit Dipl.-BW Friedrich Kaindlstorfer, MBA einen neuen Betriebsleiter, der bis heute Bad Kreuzen sehr erfolgreich managt. Unter seiner Führung wurde das Haus 2012 mit einer Investition von 2,8 Mio. Euro nochmals modernisiert und umgebaut und auch etwas Besonderes geschaffen, nämlich das erste Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin (TEM). Ein Novum in Oberösterreich, der führenden Gesundheitsdestination in Österreich. Seither ist man bestrebt, die alten Heilverfahren wieder genauer zu erforschen und wieder neu aufleben zu lassen sowie der heutigen Zeit entsprechend anzuwenden; ein Wissen, das immerhin eine Tradition von fast 2.500 Jahren hat. Die Anwendungen werden genau auf den jeweiligen Archetypus (Persönlichkeitsmuster) abgestimmt. Beginnend bei den Massagen bis hin zu den Düften und Speisen. Zusätzlich wird auch auf die Iridologie (Augendiagnose), Zungen- und Segmentdiagnostik in der Therapie zurückgegriffen. Eine wesentliche Säule der TEM ist die Kräutermedizin, daher findet man auch gerade hier passenderweise den größten Kneipp-Garten Österreichs mit vielen heimischen Heilkräutern, die für die selbst hergestellten Hydrolate, Tinkturen, Tees, die köstliche Küche oder als Tischschmuck verwendet werden. Was erwartet jetzt den Gast, der nach Bad Kreuzen kommt? „Um Traditionelle Europäische Medizin kompetent umzusetzen und erlebbar zu machen, bedarf es neben der Erfahrung der kneippschen Lehre ein Wissen um die Vielfalt der TEM. Dafür wurde in Bad Kreuzen ein Konzept erarbeitet, wo im Zentrum der Diagnose der ganze Mensch steht, nicht nur einzelne Organe“, so der Betriebsleiter Friedrich Kaindlstorfer. Der Einstieg in die TEM beginnt mit einem Fragebogen. Dieser erleichtert die Zuordnung zum Archetypus und ist ein Bestandteil in der Diagnostik. Zur ärztlichen Untersuchung gehören, neben der üblichen schulmedizinischen Anamnese, auch Auskultation, Inspektion, Palpation, Perkussion und neurologische Untersuchungen. In weiterer Folge wird ein speziell abgestimmter Therapieplan erstellt. Zur konkreten Umsetzung der Therapie verrät uns Friedrich Kaindlstorfer: „Jeder einzelne wird von den Persönlichkeitsmerkmalen seines Archetyps, seines Temperaments geprägt. Egal ob Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker oder Melancholiker. Für die richtige Wahl der Bäder, Güsse, Wickel und Massagen ist das Wissen um die individuellen Persönlichkeitsmerkmale des Gastes entscheidend. Der Gast wird mit speziellen Handgriffen und in einem eigenen Rhythmus massiert, wobei auch die Düfte natürlicher Öle und Salben eine große Rolle spie-

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Die Traditionelle Europäische Medizin (TEM) Damit ist eine Reihe von unterschiedlichen Behandlungsmethoden (Kneipp-Medizin, anthroposophische Medizin, Naturheilkunde, Homöopathie, Klostermedizin oder Hildegard-Medizin) gemeint, die aus dem Europäischen Kulturraum kommen. Da die einzelnen Methoden sehr unterschiedlich sind, handelt es sich nicht um ein einheitliches System. Die TEM ist auch ein komplementärmedizinisches Naturheilverfahren, basierend auf der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen, der nach Archetypen (Sanguiniker – warm und feucht, Choleriker – warm und trocken, Phlegmatiker – kalt und feucht und Melancholiker – kalt und trocken, oder meist Mischtyp) eingeteilt wird. Auf diese Einteilung wird dann auch die Therapie abgestimmt von der Ernährung bis zu den Massagen und auch Kneippbehandlungen. Wie schon erwähnt gibt es auch ähnlich der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) ein eigenes Diag-

noseverfahren wie die Iridologie, Zungen- und Segmentdiagnostik. Und die TEM-Heilkräuter werden ebenfalls in flüssiger wie auch fester Form kontinuierlich in der Therapie verwendet. Eine der wichtigsten Grundlagen der TEM ist die „Viersäftelehre“, wobei die Säfte keine Flüssigkeiten, sondern systemische Wirkprinzipien sind, die es typgerecht auszubalancieren gilt. „Weitere traditionell europäische Schwerpunkte Bad Kreuzens sind die fünf Elemente, die Jahreszeiten sowie Mondphasen und die Rituale der TEM“, ergänzt Kaindlstorfer.

flexologie“. Sie ist ein Resultat der Forschungsarbeit, die Bad Kreuzen auch leistet und die extern von Dr. Karl Steinmetz und Dr. Maurizio Cavagnini vom Institut für Traditionelle Europäische Medizin in Wien unterstützt wird. Aber federführend haben im Haus auch Dr. Martin Spinka, Dr. Michaela Lehmann und Therapieleiter Thomas Kanitz MHPE mitgewirkt. Kaindlstorfer verrät uns, worum es dabei geht: Reflexologie ist eine ganzheitliche Vier-Temperamente-Behandlung. Massieren, Schröpfen und Wärmetherapie sind eine Wohltat für Körper, Geist und Seele. Die Vier-Temperamente-Medizin versucht das Schema der Säftelehre auf den Biorhythmus des Menschen zu übertragen. Die Reflexpunkte werden wesensgerecht stimuliert, wobei jeder Reiz ein Bündel von Effekten zur Folge hat und die Selbstheilungskräfte in Schwung bringt. Die Organfunktionen werden normalisiert, Stauungen und Verkrampfungen lösen sich. Das therapeutische Angebot ist hauptsächlich vom Konzept der mittelalterlichen Badstube inspiriert. Die Vier-Temperamente-Massage ist eine auf den Grundtheorien der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) basierende manuelle Therapie, mit besonderer Berücksichtigung der Humorallehre, gemäß den aktuellen Anforderungen von Medical-Wellness-Behandlungen. Sie hat damit einen deutlich anderen Akzent als etwa die schwedische Heilmassage: Sie zielt nicht in erster Linie auf Muskeln, Bindegewebe, Gelenke etc., sondern versucht, Säfte (humores) in Fluss zu bringen, Energie zu aktivieren, fokussieren und regulieren. Es war uns eine Freude, hier einzutauchen in die Welt der TEM, die wirklich eine unglaubliche Vielfalt aufweist. Vor allem stehen die Häuser für ein solides und für den Menschen nutzen- und sinnbringendes Konzept. Es herrscht auch ein sehr innovativer Geist, der der Branche im gesamten auch sehr guttut und bereichernd ist. Dafür wurde Bad Kreuzen auch schon zweimal mit dem European HEALTH & SPA AWARD ausgezeichnet. Falls Sie mehr dazu erfahren wollen: www.tem-zentrum.at ■

Lounge Wyda – Yoga auf Europäisch Eine besondere Spezialität neben dem Osteoporose-Schwerpunkt in Bad Kreuzen ist „Wyda“ und „Reflexologie“. Wyda ist eine sehr alte Bewegungsform und wird als Gymnastik der Kelten zusammengefasst. Die keltischen Druiden haben erkannt, dass bestimmte Bewegungen dem Körper sehr gut tun. Wyda kann in jeder körperlichen Verfassung und in jedem Alter ausgeübt werden. Regelmäßige Wyda-Übungen fördern die Leistungsfähigkeit, die Konzentration und Beweglichkeit. Reflexologie Die beliebteste Behandlung jedoch, erfahren wir, ist die neu entwickelte „Re-

Das Kurhaus Bad Mühllacken hat eine lange Tradition als Kurort – und eine Heilquelle.

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Spa Lounge

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Alle Fotos: Kurbetriebe der Marienschwestern vom Karmel

Spa len. Außerdem werden stets auf den jeweiligen Archetypen abgestimmte Menüs serviert.“ Das führt uns zur Frage: Was genau versteht man denn unter TEM bzw. wie wird dieses jahrtausendealte System eigentlich definiert?


Exzellente Umweltbilanz

S Die Lead-Auditoren

Neue Co-AuditorInnen für die Schweiz

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ber die europäisch harmonisierten Kriterien der Hotelstars Union hinaus gibt es in der Sterne-Klassifikation von Hotelleriesuisse die Basis-Kategorie „Swiss Lodge“ sowie die verschiedenen „Spezialisierungskategorien“, die auf zusätzlichen und eigens von hotelleriesuisse entwickelten Kriterien basieren. Die Kategorisierungen selbst werden durch sechs bestimmten Regionen zugewiesene, hauptberuflich tätige Lead-Auditoren durchgeführt. Unterstützt werden sie durch die Co-Auditoren, die das Amt

für eine Dauer von 9 Jahren nebenberuflich innehaben. Nach einer zweitägigen Schulung durch Hotelleriesuisse und SQS im Mai sind nun neu hinzugekommen: Blaise Baetscher (Direktor vom Drei-Sterne-Haus Hôtel avec vue Le Rivage in Lutry), Selinda Geyer (Direktorin vom Vier-Sterne-Garni GAIA HOTEL in Basel) sowie Bettina Römer (Direktorin vom Hotel Marina Lachen in Lachen), die die Lead-Auditoren bei den Überprüfungen der Klassifikationskriterien zusätzlich unterstützen werden.

tolz präsentiert Lefay Resort & SPA Lago di Garda seinen Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2016 mit vielen herzeigbaren Ergebnissen in verschiedenen Bereichen. So wird die über ein zertifiziertes System gemessene direkte und indirekte CO2-Emission vollends durch die von der UNO anerkannten CERS-Credits ausgeglichen. Des Weiteren werden 66 Prozent der verwendeten Lebensmittel aus der gleichen Region bezogen und weitere 19 Prozent aus einem Umkreis von 150 Kilometern. Besonders stolz ist man auf die in der Branche sehr niedrige Fluktuationsrate seiner Mitarbeiter von 17 Prozent. Dafür zeichnen sich persönliche Evaluierung und

Fotos:Hotelerieswuiss, Lefay Hotel und Spa, Standard Agentur Tirol

Tiroler Kongress: Trends im Wellness-Sektor Die 400 im gesundheitstouristischen Sektor tätigen Tiroler Betriebe erzielen eine jährliche Wertschöpfung von 1,4 Milliarden Euro. Grund genug, sich einmal im Jahr auf dem vom Cluster Wellness der Standortagentur Tirol und der Wirtschaftskammer veranstalteten Wellness-Kongress einzufinden, um Trends und Strategien für eine erfolgreiche Zukunftspositionierung zu diskutieren. 130 Experten aus Gesundheit, Wellness und innovativer Hotellerie waren anwesend. Neben der Notwendigkeit von Spezialisierung und Innovation wurde die Herausforderung, Fachkräfte zu finden hervorgehoben sowie die Bedeutung einer optimalen Preisgestaltung. Eine Befragung außerdem, dass es immer wichtiger wird, dass die angebotenen Produkte auch einen erwiesenen Gesundheitsnutzen haben. Daraus abzuleiten ist eine wachsende Bedeutung der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft und daraus folgend Kooperationen mit Hochschulen. Deshalb wird die Zusammenarbeit mit

Forschungseinreichungen in allen fünf Cluster-Netzwerken bereits aktiv gelebt, betont Dr. Marcus Hofer von der Standortagentur Tirol. Einer der Hauptredner, Dr. Arnulf Hartl von der Med. Universität Salzburg, sieht im alpinen Raum mit seinen vielfältigen Sportmöglichkeiten ideale Voraussetzungen für eine gesundheitstouristische Inwertsetzung. Das heißt, es müssen daraus innovative Produkte entwickelt und danach vermarktet werden. Dies birgt noch enorme Entwicklungsmöglichkeiten in den nächsten Jahren.

Robert Ranzi (Cluster Wellness Tirol) und Spa-Leiterin Michaela Hösch aus dem Balance Resort Stegersbach

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Motivationsmethoden, die die Weiterentwicklung der Mitarbeiter belohnen, verantwortlich. Gleich mehrere Auszeichnungen erhielt die neue Kosmetiklinie „Tra Suoni e Colori“ – darunter „Vegan ok“ und „Cruelty Free“. Um den Herausforderungen weiterer Expansion zu begegnen, kam es auch zu Umstrukturierungen, die die strategische Planung und Verwaltung bei Lefay Resort SRL zusammenführt, und dadurch wurde eine neue Managementform etabliert.

Kurzmeldungen

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Lehrgang: Korruption bei KMUs

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Kurzlehrgang für Qualitätsmanagement In einer Zeit, in der durch Digitalisierung und Industrie 4.0 die Abläufe immer schneller und komplexer werden, ist Qualitätsmanagement auch für kleinere Betriebe ein immer größer werdendes Thema. Es bedarf der Kenntnis gewisser Grundlagen, um Normen und Zertifizierungen und einen ständigen Optimierungsprozess leichter umsetzen zu können. Die ebam Akademie in München bietet für diesen Zweck einen dreitägigen Kurzlehrgang an, der einen Überblick über die Qualitätsmanagementsysteme, die Instrumente, die Themen Kundenforschung und Befragung und Beschwerdemanagement bietet. Auch die Stelle des Qualitätsbeauftragten sowie die Abläufe bei externe Audits und Zertifizierungen werden beleuchtet. Besonders kleinere Unternehmen und deren Qualitätsbeauftragte werden mit dem Angebot angesprochen. Sie sollen von erfahrenen Referenten und praxisbezogener Gestaltung profitieren. Der nächste Lehrgang startet am 4. September.

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Kurzmeldungen

Was tun für erholsamen Schlaf?

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uch in Deutschland ist erholsamer Schlaf für viele Menschen nicht mehr selbstverständlich. Etwa 80 % leiden an Ein- oder Durchschlafstörungen, jeder Zehnte sogar an schwerer Insomnie (Schlafstörung). Insbesondere Großstädter sind vielen Stressfaktoren wie Lärm, Enge und Lichtverschmutzung ausgesetzt und haben vermehrt mit Schlafproblemen zu kämpfen. Das Online-Portal für Wellness beauty24 hat eine Umfrage mit über tausend Teilnehmern durchgeführt. Es wurde erhoben, was den Deutschen ein Mehr an Schlafqualität bringt. Die daraus abgeleiteten Top Fünf für mehr Schlafqualität sind: hochwertige Matratzen (89 %), ruhige Schlafumgebung (87 %), individuell regulierbare Raumtemperatur (70 %), abdunkelbare Fenster (65 %) und hochwertige Bettwäsche (50 %). Aber auch Wellnessausflüge werden genutzt, um mal richtig auszuschlafen. 46 % der Befragten gaben an, sich häufiger im Jahr eine Wellness-Auszeit zu gönnen.

Nachwuchs aus Bad Gleichenberg

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rofessoren und Schulleitung zeigten sich sehr zufrieden mit den Leistungen der Schülerinnen und Schüler bei der Abschlussprüfung der Tourismusschulen Bad Gleichenberg. Unter den 91 Absolventen der Hotelfachschule und Höheren Lehranstalt für Tourismus sowie den Studenten des deutsch- und englischsprachigen Tourismuskollegs gab es für fast die Hälfte gute Erfolge und Auszeichnungen. Den scheidenden Schulleiter Wolfgang Haas freut ganz besonders die internationale Herkunft der Schüler, die unter anderem aus Deutschland, Kroatien oder der Ukraine kommen. Noch internationaler sind die Karrierewege der Absolventen, die sich schon beim Sammeln ihrer ersten Berufserfahrungen wahrlich in die ganze Welt verstreuen. Daher wies Christian Schweinzer, selbst Absolvent und Obmann des Schüler- und Absolventenverbandes auf das weltweite Netzwerk von 6.500 Absolventen hin und riet dazu, es auch zu nutzen. Andere wiederum werden sich an Partneruniversitäten weiter fortbilden oder sich in elterlichen Betrieben einbringen.

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Fotos: EuropeSpa med, Cornerstone/pixelio.de, Tony Hegewald/pixelio.de

rävention von Korruption ist als Thema schon lange in großen Unternehmen angekommen, aber wie steht es mit dem Problembewusstsein bei kleineren und mittleren Betrieben? Dieser Frage ist Prof. Dr. Tanja Rabl von der Universität (TU) Kaiserslautern im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „RiKo“ nachgegangen. In der Studie zeigte sich, dass die Sensibilisierung für das Thema sehr von öffentlichem Druck und der moralischen Verpflichtung der Führungskräfte abhängt. Es zeigte sich aber auch, dass Korruption bei KMUs oft gar nicht als Problem wahrgenommen wird. Viele der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer schätzen das Risiko als sehr gering ein, weil es sich in ihren Betrieben oft um familiäre Strukturen handle. Zudem fehle es oft an Kompetenz und den zeitlichen und finanziellen Ressourcen, um Maßnahmen zu setzen. Aus den Ergebnissen wurde ein Workshop entwickelt, der die negativen Folgen von Korruption darstellt, individuelle Risikoanalysen anbietet und auf den Nutzen von Prävention hinweist: bessere Beziehungen zu Banken, Investoren, Kunden und nicht zuletzt zu den Mitarbeitern.


Italien noch nicht im Zenit

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as Land zählt mit seinen 51 Millionen internationalen Ankünften im Jahr neben Frankreich, USA, Spanien und China zu den fünf am meisten bereisten Ländern der Welt. Italien wirkt wie ein sicherer Standort für die Hotellerie und der attraktive Mix aus Bade- und Kulturdestination scheint noch mehr Potentiale zu versprechen: Nicht weniger als 57 Hotels befinden sich gerade in der Pipeline, davon 38 in der Vier-Sterne-Kategorie und 19 im Luxus-Segment. Das ist ein Zuwachs von insgesamt 8.550 Hotelzimmer. Allein für Rom bringt das 1.375 neue Zimmer. In Mailand entstehen vier neue First-Class- und Luxushotels mit 539 Zimmern. In der Nähe von Siena entsteht ein Luxus-Projekt von Hilton, das Bagnaia Golf & Spa Resort Siena. Die Intercontinental Hotel Group ist mit ihrem ersten Projekt in Venedig vertreten und kündigt einem Eröffnungstermin Anfang nächsten Jahres an. In dem historischen Gebäude bleiben die alten Deckenfreskos und Holzbalken erhalten. Einen ultramodernen Auftritt liefert das La Lama in Rom mit einer geplanten Eröffnung im ersten Quartal 2018. Es wird 1.800 Plätze für Konferenzen bieten.

Fotos: Flo Lechner, Rainer Sturm/pixelio.de, Jorma Bork/pixelio.de, Thorben Wengert/pixelio.de

Kennzahlen für Spa-Manager Die Plattform für Spa-Wissen und Expertentipps „Talk Wellness“ von Spa-Expertin Anja Eva Keller beschreibt die heikle Frage der richtigen Kennzahlenfindung im Wellness-Business. Dieses hat nämlich im besonderen Maße mit menschlicher Interaktion zu tun und ist somit schwer messbar. Zunächst lohnt es sich, die Zielsetzungen zu betrachten. Diese können sich nicht nur auf die Umsatzsteigerung beziehen, denn Umsatz ist ein Resultat und kein Ziel. Dahingegen sind die Kundenzufriedenheit zu erhöhen oder jene der Mitarbeiter: Ziele, die im Endeffekt Umsatz bringen. Weitere Ziele wie: Verändere um X Prozent den Neukundenanteil gegenüber den Stammkunden, verbessere die Auslastung durch …, senke Kosten durch … oder verbessere die Stimmung im Staff durch …, könnten daher im Spa sinnvolle Maßnahmen sein, um Umsatzzuwächse zu generieren. KPIs können unterschiedliche Ausgangspunkte haben. Daher kann es sein, dass für das Spa-Management manchmal andere Dinge wichtiger sind als für das Management, das über Investitionen nachdenkt. Deshalb sollte der Spa-Manager seine allgemeinen operativen KPIs verstehen. Einen Teil der KPIs wie Spa-Auslastung, durchschnittliche Treatment Rate, durchschnittliche Treatment Zeit, Stammkundenverhältnis und etc. kann man mit der Spa-Software abrufen. Bei Fragen helfen wir gerne weiter.

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Innovationsprojekte umsetzen lernen

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ie hotelleriesuisse bietet einen neuen Lehrgang für Unternehmerinnen und Unternehmer und Führungskräfte in der Beherbergungsbranche. In acht bis zwölf Unterrichtstagen in einer Zeit von drei bis vier Monaten werden die Teilnehmer von Experten darin unterstützt, Innovationspotential zu erkennen und solche Projekte umzusetzen. Die Kernthemen der sechs Module sind Business Model Innovation, Trends in der Beherbergungsbranche, Kreativ Ideen generieren, Innovationskultur, Finanzierung und Kommunikation bzw. Präsentation. Eine Liste von Fähigkeiten soll dabei geschult werden, angefangen beim Erkennen von Trends und Innovationsmöglichkeiten, der systematischen Planung von Maßnahmen, dem Einsatz aktueller Methoden und Verfahren, dem Schaffen einer innovationsfreundlichen Umgebung bis hin zur Gewinnung potentieller Geldgeber. Der Kurs mündet in einer Prüfung und der Verleihung eines Verbandsdiploms der hotelleriesuisse.

Input in die Hotelbranche

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nput“ heißt das von hotelleriesuisse regelmäßig in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Diplomierter Hoteliers/ Hotelmanager (VDH) veranstaltete Expertenforum, das dem derzeitigen Informationsbedürfnis in der Hotellerie Rechnung tragen möchte. In den Referaten und Workshops wird besonderer Wert auf einen hohen Praxisbezug und die direkte Umsetzbarkeit im Betrieb gelegt. Die letzte dieser Veranstaltungen fand am Dienstag, dem 20. Juni 2017 im Hotel Schweizerhof in Luzern statt. Hauptthema war dabei der Umgang mit Fachkräftemangel. An die Teilnehmer wurden Strategien und Maßnahmen vermittelt, wie man trotz dieses Problems erfolgreich Mitarbeiter für sein Unternehmen gewinnen und an sich binden kann. Die Hauptthemen waren dabei die Ausbildung von Lernenden und der Nutzen daraus, das Verfassen attraktiver Stelleninserate und erfolgreiches Personalmarketing, das die Zufriedenheit der Mitarbeiter nutzt, um neue zu gewinnen.

Kurzmeldungen

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Hotelmanagement vs. Spa-Management Zu diesem Thema haben wir mit Sven Huckenbeck gesprochen. In zahlreichen Jahren in der Top-Hotellerie und in großen Thermen hat er viel Erfahrung gesammelt und weiß, wo die Stärken und Schwächen der Branche liegen.

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s wäre wünschenswert, dass viele Hotelmanager dieses Interview lesen, um ein besseres Verständnis für das Spa-Management zu entwickeln. Sven Huckenbeck leistet auch als Jury-Mitglied des European HEALTH & SPA AWARDs sehr wertvolle Arbeit und bringt dabei sein Know-how kritisch ein und nimmt dazu auch Stellung. WELLNESS WORLD Business: Wir würden zu Beginn gerne wissen, wie Sie ins Spa-Business eingestiegen sind. Sven Huckenbeck: Als diplomierter Sportwissenschaftler mit therapeutischen Ausbildungen lag das irgendwann nahe, sich für das Spa-Business zu entscheiden, weil dort die Kombination zwischen Bewegung/Sport und Entspannung/Erholung zusammenfindet. 2004 begann die Reise, kurioserweise in der Tschechischen Republik, in einem der umsatzstärksten Spas in Europa, so wie es sich entwickelt hat. Dann ging es weiter in der Vier-Sterne-Superior-Hotellerie, in einige sehr große Häuser wie Heiligendamm, Therme Laa an der Thaya, Brune Balance med & SPA und zuletzt unter anderem das Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe, die ich eine ganze Weile mit entsprechenden Erfolgen versorgen konnte. WWB: Sie sind auch in der Jury des European HEALTH & SPA AWARDs. Wie läuft das ab, und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

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Wirtschaft

Sven Huckenbeck: Grundsätzlich war ich sehr überrascht, wie objektiv unterm Strich die ganze Geschichte abläuft, wie vollkommen unabhängig voneinander die Juroren die Bewertungen treffen und wie dicht die einzelnen Juroren aneinander liegen. Und dadurch ein sehr klar strukturiertes Ranking zum Vorschein kommt. Interessant war die jeweilige Entwicklung des Hotels, Produkts etc. in den unterschiedlichen Kategorien am Markt im Vergleich zum Wettbewerb. Hier tritt sehr deutlich in Erscheinung, dass einige Produkte oder Innovationen einfach wesentlich höhere Marktchance haben als andere – weil der Nutzen besonders ausgeprägt ist, weil die Kommunikation besonders rund und schlüssig ist, weil die Umgebung, in der diese Innovation eingesetzt wird, besonders geeignet ist usw. Also da spielen viele Faktoren eine Rolle, die dann letztlich ein schönes Gesamtbild abzeichnen. WWB: Wollen Sie zur Qualität der Einreichungen oder den Einreichungen selbst Stellung nehmen? Sven Huckenbeck: Bei den Einreichungen muss man sagen, dass offensichtlich nicht bei allen Einreichern die Bedeutung erkannt wird, und daher auch die Einreichungsqualität leidet. Die Einreichungen spielen jedoch eine große Rolle in der Beurteilung. Eine Einreichung sollten die Bewerber sehen wie eine große Marketingkampagne,

wo es darum geht, sich selbst möglichst aufrichtig und authentisch und natürlich auch gut darzustellen. Dazu gehört natürlich auch unbedingt die Vollständigkeit der Angaben im Fragebogen. WWB: Themenwechsel: Was macht Ihrer Meinung nach gutes Spa-Management aus? Sven Huckenbeck: Über diese einfache Frage kann man ein Buch schreiben. Ja, die Basis für ein erfolgreiches Spa-Management ist natürlich ein ordentliches Produkt. Es braucht auch ein stimmiges, ein schlüssiges Konzept für das Spa das auch zum Haus passt. Wenn das nicht aus einem Guss erscheint, dann wird es schon schwierig. Dann geht es auch um die Klarheit des Angebots. Es muss nutzenorientiert dargestellt werden, es muss auch leicht verständlich sein. Wir alle kennen das Gefühl, wenn wir zum Chinesen gehen und die Speisekarte kommt mit 73 Gerichten drauf, das ist keine vertrauensbildende Maßnahme. Lieber die Konzentration auf weniger, aber aussagekräftige Behandlungen – das ist meines Erachtens erfolgreicher als ein umfangreiches Spa-Menü. Es geht um ein klares Profil, denn Generalist kann nicht jeder sein. WWB: Kurz zum Hotelmanagement: Wo sehen Sie die Fehler beim Hotelmanagement dem Spa gegenüber? Sven Huckenbeck: Hier geht es allgemein um die Wertschätzung und die Bedeutung des Spas für das Ho-

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Foto: Wald und Schlosshotel Friedrichsruh

tel. In den meisten Fällen leider vollkommen unterschätzt , denn das Spa, wenn es gut gemacht ist, ist einzigartiger USP des Hauses und steigert die Zimmerrate um 20, 25 bis 30 Prozent, und das bedeutet, ohne Spa würde das Hotel diese Zimmerraten nicht erzielen. Das Andere ist die Auslastung des Hotels, die deutlich leiden würde, insbesondere in Übergangsperioden bei Destinations-Resorts. Weil gerade in Übergangszeiten das Spa ein absolutes Buchungskriterium ist – zur Erholung, zum Kurzurlaub usw. WWB: Was fehlt Ihrer Meinung nach am Markt, im Spa? Hat das mit Personal zu tun, mit der Ausbildung, mit Konzepten, oder ist es die Kreativität? Sven Huckenbeck: Aus der Sicht des Spas fehlt oft das Verständnis des Hoteliers für die Anforderungen, die notwendig sind, um ein Spa erfolgreich zu führen. Das ist oft nicht klar, und dann liegt der Hauptfokus oft beim F&B-Bereich, dadurch ist alles, was im Spa passiert, meist nur ein Zusatz zum Hotelgeschäft. Und meines Erachtens würde man erheblich erfolgreicher sein, gerade in den Resorts, wenn das Thema Spa eine wirkliche Bedeutung für das Hotel bekäme – wie gesagt im Hinblick auf Zimmerrate und Auslastung. WWB: Und wie verhält es sich mit der Kreativität im Spa selbst? Sven Huckenbeck: Wenn das Konzept einmal vorgegeben ist, ist das kreative Potential eng begrenzt, weil man sich in einem gewissen Rahmen bewegen muss. Wünschenswert wäre das jedoch schon, denn die Branche entwickelt sich ja mit bedeutsamer Geschwindigkeit. Im Moment ist allerdings der erlebbare Nutzen für den Gast und die Wirkung von Behandlungen im Fokus, das sind meine Erfahrungen aus den Gast-Gesprächen. Der Gast will wissen, wofür er Geld ausgibt und was er davon hat. Und hier gibt es meines Erachtens noch nicht genügend qualitative Aussagen, um die Branche auf die nächste Stufe zu heben. WWB: Da sind wir gleich beim nächsten Thema: Wie schafft man es, ein Spa wirklich profitabel zu machen? Sven Huckenbeck: Die Frage ist sehr komplex – auf der einen Seite ist die

Dipl. Sportwiss. Sven Huckenbeck, Director Country Club & Spa Kempinski Hotel Frankfurt Gravenbruch

Preisgestaltung, die sicher adäquat ausformuliert werden muss. Dann ist es häufig die Nutzung als Day Spa – falls eine entsprechende Größe vorliegt, und die Mitgliedschaften, die absolut empfehlenswert sind. Auch die schon angesprochenen Arbeitsprozesse. Ganz klar, die sind einfach erforderlich, damit dieser Ablauf rund, effektiv und effizient laufen kann und dann natürlich: Mitarbeiter-Bindung, d. h. Ausbildung, Schulung, Fortbildung, Wertschätzung von Mitarbeitern – ganz wesentlich. Denn es ist unglaublich teuer, durch die Fluktuation neue Mitarbeiter einzuarbeiten, auf die entsprechenden Qualitätsstandards einzuschulen und die dann weiterzuentwickeln. Bei der gegebenen Fluktuation fast nicht möglich. WWB: Wie sehen Sie den Spa-Manager in der Zukunft? Eventuell auch als Hotelmanager? Oder umgekehrt Hotelmanager auch als Spa-Manager? Sven Huckenbeck: Bei der Komplexität des Spa-Business gibt es überhaupt keine Argumentation dagegen, warum ein Spa-Manager, so wie ein gelernter Koch oder eine gelernte Servicekraft, die dann irgendwann Restaurantleiter wird, auch irgendwann zum Hoteldirektor aufsteigt. Meines Erachtens ist es an der Zeit, dass so etwas passiert – mit den entsprechenden Fortbildungsprogrammen. Genau so kann man einen Spa-Manager, der möglicherweise studiert hat, auch auf Positionen vorbereiten, die dann ins Hotelmanagement

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oder ins General Management führen. Überhaupt kein Thema, spricht nichts dagegen. WWB:Gibt es eventuell Vorteile für einen Hotelmanager, der auch Spa-Management-Kenntnisse hat? Sven Huckenbeck: Ein Hotelmanager ohne Spa-Kenntnisse, der ein Wellness-Resort führt, tut sich schwer. Weil er das Wesen oder den großen USP des Hauses nicht entsprechend kompetent bewerten und verarbeiten kann. Dann kommt es immer zu einer Trennung von Hotel und Spa. Wenn das aus einem Guss sein soll, dann ist zumindest die Empfehlung für den Hotelmanager oder für den Hoteldirektor, mal ein Spa-Management-Seminar zu besuchen, einfach um hier mehr in die Tiefe bewerten zu können, welche Anforderungen an ein Spa-Management gestellt werden. WWB: Wo sehen Sie heute die Schwächen im Spa-Management? Sven Huckenbeck: Eine der größten Schwächen ist die Preisgestaltung. Vor allen Dingen sind in den meisten Fällen die Behandlungspreise zu niedrig angesetzt. Es stehen im Verhältnis dazu natürlich hohe Lohnkosten gegenüber, das passt natürlich nicht zusammen. Das nächste Thema ist dann Arbeitsprozesse – die Prozesslogik im Spa-Bereich muss leichtgängig sein, für den Mitarbeiter sein. Deshalb ist eine Prozesslogik ausgesprochen wichtig, damit das funktionieren kann. Und nur wenn das funktioniert, kann man auch Geld verdienen. Im Anschluss daran geht es natürlich um eine äußerst komplizierte Mitarbeiterführung von Menschen, die den ganzen Tag eine unglaubliche Sensibilität, eine Achtsamkeit dem Gast entgegenbringen müssen. Auf der anderen Seite sollen diese Mitarbeiter geführt werden. Das Tragische daran: 80 % ihrer Arbeitszeit sind sie hinter verschlossenen Türen, und Mitarbeiter zu führen, die man einfach nicht sieht, ist schon eine größere Herausforderung. Auch das muss den Betreibern bekannt sein. Das erfordert etliche Winkelzüge, um die Mitarbeiter entsprechend einzuschätzen. Das gesamte Interview lesen Sie auf www.wellnessworldbusiness.com

Wirtschaft

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Akupunktur – Varianten und Möglichkeiten

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ie ist als konstitutionelle Therapieform zu betrachten, die spezifisch auf jeden Patienten und dessen Beschwerdebild abgestimmt werden muss. Ursprünglich war die Akupunktur eine reine Erfahrungsheilkunde, die durch Beobachtung wiederkehrender Effekte und Palpation entstanden ist. Nachdem die westliche Welt Anfang der Siebzigerjahre mit der Akupunktur-Analgesie bei operativen Eingriffen konfrontiert wurde, ergab sich die Frage nach ihrer Wirkung, und damit begann eine

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Gesundheit

intensive Forschungstätigkeit. Mittlerweile sind nerval-reflektorische und humoral-endokrine Wirkungen nachgewiesen. Ebenso konnten Effekte auf die Durchblutung und den Muskeltonus gezeigt werden. In der Akupunkturambulanz der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur, deren 60-jähriges Bestehen wir nächstes Jahr feiern, werden täglich etwa 40 PatientInnen mit Akupunktur behandelt. Die häufigsten Indikationen sind die des Bewegungsapparates

wie Lumbago und Cervikalsyndrom, gefolgt von Kopfschmerzen und Migräne. Saisonal abhängig werden auch viele AllergikerInnen behandelt. Aber auch PatientInnen mit neurologischen Erkrankungen, wie zum Beispiel nach Schlaganfällen, mit Neuralgien oder Multipler Sklerose werden hier, neben vielen anderen, betreut. Dem Therapeuten stehen nun generell verschiedene Varianten der Akupunktur wie die Körperakupunktur und Mikroakupunktursysteme (MAPS) zur Verfügung.

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Fotos: pixabay.com

Die Akupunktur als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist eine mehrere tausend Jahre alte Behandlungsmethode, die in ein philosophisches Konzept eingebettet ist, welches bei näherer Betrachtung ein komplexes, in sich schlüssiges Bild des Menschen und seiner Erkrankungen bietet.


Die klassische Körperakupunktur kennt über 300 Punkte, die auf Leitbahnen (Meridianen) liegen, welche paarweise längsverlaufend am Körper angeordnet sind. Die Benennung der Punkte erfolgte ursprünglich mit Eigennamen, die oft auf die Wirkweise und Indikation Bezug nahmen wie zum Beispiel „Zusanli“, was übersetzt etwa „Dreimeilenpunkt des Beines“ heißt. Dieser Punkt gibt Kraft, stärkt die untere Extremität und ermöglicht „drei Meilen weiter zu gehen“. In der modernen Nomenklatur wurden die auf bestimmten Meridianen liegenden Punkte einfach durchnummeriert, somit heißt dieser auf dem Magenmeridian gelegene Punkt nun Magen 36. Mikroakupunktursysteme (MAPS). Zusätzlich zu den auf den Hauptmeridianen gelegenen Punkten gibt es noch zahlreiche Extrapunkte, die wegen ihrer lokalen Wirkung oder indikations-

spezifisch eingesetzt werden können. Bei den Mikroakupunktursystemen (MAPS) oder Somatotopien handelt es sich um die nochmalige Darstellung des Gesamtorganismus auf einem begrenzten Teilbereich des Körpers, wobei die Projektion sowohl anatomisch als auch funktionell entsprechend der TCM erfolgt. Diese Punkte oder Zonen sind nur im Falle einer Störung aktiv und damit nachweisbar und haben somit einerseits diagnostische und andererseits therapeutische Bedeutung. Von den unzähligen MAPS werden am häufigsten die Ohrakupunktur, die YNSA (Yamamoto New Scalp Acupuncture) und die Koreanische Handakupunktur eingesetzt. MAPS haben viele Vorteile: Die Punkte sind leicht zu erlernen und für die Therapie leicht zu erreichen, oft beobachtet man Sekundenphänomene – also eine rasche Besserung der Beschwerden, Sekunden nach dem Set-

zen der Nadel. Es können – vor allem am Ohr – Dauernadeln, die dann für einige Tage an den Punkten verbleiben, verwendet werden. Bei der YNSA – einer von Toshikatsu Yamamoto beschriebenen Methode, handelt es sich ebenfalls um ein funktionelles ganzheitliches Diagnose- und Therapieverfahren, das einfach in der Anwendung ist und rasch zu einer Besserung der Beschwerden führt. Die koreanische Handakupunktur ist, wie der Name schon sagt, ein Somatotop im Bereich der Hand, wobei sich hier als Besonderheit alle Meridiane und Punkte der Körperakupunktur wiederfinden, und für die Therapie verwendet werden können. Hierbei werden gerne kleine Magnete auf empfindliche Stellen aufgeklebt, die dann von den PatientInnen selbst zur weite-



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Fotos: Lotina marcus _flickr

Am häufigsten wird Akupunktur bei Indikationen des Bewegungsapparates und Kopfschmerzen eingesetzt.

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Gesundheit

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Die klassische Körperakupunktur kennt 300 Punkte, die auf Meridianen liegen.

Schmerzfrei mit Laser. Als weitere völlig schmerzfreie Alternative zur Nadel steht für Kinder oder sehr schmerz­ empfindliche PatientInnen der Laser zur Verfügung, mit dem die Punkte wenige Sekunden bestrahlt werden. Die sogenannte Soft-Laser-Therapie kann somit

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Gesundheit

sowohl als Alternative zum Nadelstich als auch wegen ihrer analgetischen und antientzündlichen Effekte zur Flächenbehandlung bei verschiedensten Haut­ erkrankungen, Narben oder nicht heilenden Wunden herangezogen werden. Schmerztherapie. Die häufigsten Indikationen im Bereich des Bewegungsapparates sind wie bereits erwähnt Lumbago bzw. Lumboischialgie, Cervikalsyndrom gefolgt von Gonarthrose. Beschwerden des Bewegungsapparates zeigen generell ein gutes Ansprechen auf Akupunktur. Weitere Schmerzindikationen wie z. B. Migräne, Neuralgien (Trigeminus- oder Postzosterneuralgien), Polyneurapathien oder das Chronic Pelvic Pain Syndrome erweisen sich mitunter als hartnäckiger. Die Vorgehensweise bzw. Behandlungsstrategie im Sinne der Anwendung von Körperakupunktur in Verbindung mit MAPS, oder nur MAPS, wird individuell entschieden und von der Grunderkrankung und

vom Behandlungserfolg oder weiteren Indikationen abhängig sein. Monotherapie oder Additivmethode. Die einfachste Form der Körperakupunktur ist, einen individuellen schmerzhaften „Ah-shi“-Punkt zu stechen. Üblicherweise wird jedoch ein Punkteprogramm gewählt, das von der betroffenen Region bzw. dem betroffenen Meridian abhängt. Außerdem wird auf weitere anamnestische Angaben wie z. B. Wettereinflüsse oder psychische Faktoren sowie Zungen- und Pulsdiagnostik Rücksicht genommen. Auch die Palpation ist beim Erstellen eines Programmes hilfreich, dadurch können Veränderungen der Gewebskonsistenz im Bereich der Haut, der Subcutis und der Muskulatur festgestellt werden und die entsprechenden Akupunkturpunkte in das Therapieprogramm einbezogen werden. Prinzipiell kann Akupunktur als Monotherapie, aber auch als Additivmethode zu schulmedizinischen Maßnahmen eingesetzt werden. Eine Medika-

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Foto: George Lunsford_flickr, CC0 Public Domain

ren Schmerzreduktion immer wieder massiert werden können. Generell werden die für die Therapie benötigten Punkte nach Palpation und Schmerzhaftigkeit gewählt, für das Ohr eignen sich auch Punktsuchgeräte, die durch Messen des elektrischen Hautwiderstandes den benötigten Punkt verifizieren. Die Therapie kann dann über Einmalnadeln oder die bereits erwähnten Dauernadeln erfolgen. Eine besondere Akupunkturform stellt Shonishin dar. Eine in Japan speziell für die Behandlung von Kindern entwickelte Methode, bei der die Haut der kleinen PatientInnen mit einer ganz besonderen Nadel auf sanfte Weise nur berührt beziehungsweise bestrichen wird.


Foto: beigestellt

menteneinnahme wird z. B. nur langsam entsprechend der Verbesserung des Zustandsbildes reduziert. Die Häufigkeit der Behandlung variiert abhängig von der Dauer des Bestehens der Erkrankung – je akuter, desto häufiger wird genadelt, also bis zu mehrmals pro Woche. Psychische Indikationen. Generell wird der entspannende, emotional ausgleichende Effekt der Akupunktur als äußerst angenehm empfunden. Aber auch bei psychischen Indikationen wie Vegetative Dystonie, Depression, Angststörungen, und in steigender Zahl dem Burnout-Syndrom ist die Methode hilfreich. Meist wird man sich bei der Therapie für eine Kombination von Körperakupunktur und Somatotopien entscheiden, und auch in diesen Fällen gerne Dauernadeln in Punkte am Ohr stechen, die gute psychische Wirksamkeit zeigen, wie z. B. Shenmen oder Sonne. Die humoral-endokrine Wirkung der Akupunktur, wie z. B. die

erwiesene Ausschüttung von Serotonin erklärt noch zusätzlich den antidepressiven Effekt. Auch Schlafstörungen können mittels Akupunktur behandelt werden. Einer chinesischen Studie entsprechend wurden Akupunkturpunkte am Kopf und an den Ohren genadelt und zusätzlich elektrostimuliert, was bereits nach der 1. Akupunktur zu Veränderungen von Schlaflaboruntersuchungen führte. Nicht zuletzt kann Akupunktur auch für kosmetische Zwecke wie Hautbildverbesserung, Reduktion der Faltentiefe oder Gesichtsstraffung angewendet werden. Hierfür wird es nötig sein, viele lokale Nadeln im Gesicht zu stechen und diese mit Fernpunkten am Körper und an den Extremitäten zu kombinieren. Generell stehen uns bei der Akupunktur viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, für den Erfolg der Therapie ist es wichtig, die für den jeweiligen Patienten richtige Strategie zu finden. ■

Die Autorin: Dr. Daniela Stockenhuber Akupunktur-Ambulanz Vizepräsidentin, Kassierin und Aus­ bildungsreferentin der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur KH Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel A-1130 Wien, Riedelgasse 5 Literatur bei der Verfasserin

Therme Loipersdorf – Einfach das Leben spüren!

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ingebettet in die sanft-hügelige Naturlandschaft der Südoststeiermark liegt die Therme Loipersdorf. Das hoch mineralisierte Thermalwasser, einladende Sauna-Landschaften und ausgezeichnete Kulinarik machen die „Mutter aller Thermen“ zur perfekten Destination für eine genussvolle Auszeit. Für ihr visionäres Konzept ganzheitlicher Gesundheit erhielt die Therme Loipersdorf den „European Health &

Spa Award 2017“ in der Kategorie „Beste Therme“. Umfassende Angebote spiegeln die Schätze der Natur wider und bringen Körper, Geist und Seele in Balance. In der Lebenstherme mit Thermenbad und Sonnensauna, im Erlebnisbad mit Rutschenpark oder im Schaffelbad, der Wellnessoase für Gäste ab 16 Jahren, genießt man pure Erholung und jede Menge Glücksgefühle. Klangmeditationen, Vorträge und Seminare der Lebensakademie

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à la Loipersdorf unterstützen dabei, die eigene Lebensreise erfüllend zu gestalten. Exklusiv in Loipersdorf erlebbare Massagen und Behandlungen der „Ganzheitlichen Loipersdorf Methode“ krönen das Wohlbefinden. Individuell in jedem Augenblick zu genießen, was einfach guttut, gelingt in der Therme Loipersdorf wie von selbst. www.therme.at

Gesundheit

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Medikamentenpreisentwicklung führt zu heftigen Diskussionen

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zu drohen. Die Ursache, warum die m 29. Juni 2017 traf sich im RahArzneimittelpreise aus dem Ruder men einer Vorbereitung zum gelaufen sind, sieht Univ. Prof. Dr. European Health Forum Gastein Claudia Wild vom Ludwig Boltz(EHFG) eine Reihe an Experten aus mann Institut in einem „Systemder Pharmaindustrie und Vertretern fehler“. „Da die Finanzierung der österreichischer GesundheitsbehörMedikamenten-Zulassungsbehörde den. Es sollte um Preisbildung bei durch die Pharmawirtschaft erfolgt.“ Arzneimitteln sowie „Innovative Sie fordert daher eine Offenlegung Medizin“ gehen, wobei sich durch der tatsächlichen Forschungskosten, unterschiedliche Positionen eine da diese teilweise durch öffentliche kontroversielle Diskussion entzün- Die Experten v. l .n. r.: Clemens Martin Auer/BM Förderungen finanziert werden. Der dete, die die hohen Preise von be- Gesundheit, Dorli Kahr-Gottlieb/EHFG, Oliver Nutzen von Medikamenten ist leider stimmten Medikamenten und deren Huber/Pharmig, Gerald Bachinger/Patientenanwalt, Claudia Wild/Ludwig-Boltzmann-Institut, auch oft nicht gegeben. Dr. Oliver drastische Konsequenzen für das Wim Goettsch/EUnetHTA, Verena Krassnitzer/ Huber, GF des Verbandes der pharGesundheitssystem thematisierte. Moderatorin, Josef Probst/Hauptverband mazeutischen Industrie (Pharmig) Der Sektionschef Dr. Clemens Martin Auer vom Gesundheitsministerium und neuer Präsident entgegnet allerdings, „dass pharmazeutische Unternehmen des EHFG erklärte in seiner Eröffnungsrede, „dass die Kosten notwendigerweise gewinnorientiert arbeiten müssen, denn bis 2020 um bis zu 30 % steigen werden. Um sicherzustel- nur so kann in weitere Forschungsprojekte reinvestiert werlen, dass neue Arzneimittel und medizinische Technologien den. Außerdem sichern die Erträge die Wettbewerbsfähigkeit, auch die Qualität und den therapeutischen Nutzen, den sie Wachstum und auch Arbeitsplätze. Der Generaldirektor im versprechen, bringen, ist es essenziell, diese systematisch und Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungseuropaweit nach denselben Standards zu evaluieren.“ Auch träger, Dr. Josef Probst, betont, dass diese Preispolitik allerdie Finanzierbarkeit muss sichergestellt werden, und es muss dings das Gesundheitssystem gefährde. „Derzeit verursachen Transparenz bei den Entwicklungskosten herrschen. Um eine 0,5 Prozent der von uns bezahlten hochpreisigen MedikaPartnerschaft aufzubauen macht es keinen Sinn, Preisinfor- mente ein Drittel der Medikamentenkosten der Krankenkasmationen nicht offenzulegen, oder mit Standortverlegungen sen“, so Probst.

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n Bad Hofgastein übergab Helmut Brand am 20. Juni sein Präsidentschaftsamt des Europäischen Gesundheitsforums Gastein (EHFG) an seinen Nachfolger. Dr. Clemens Martin Auer, Sektionsleiter im österreichischen Bundesministerium für Gesundheit Dr. Clemens M. Auer und Frauen, möchte die Marschroute seines Vorgängers weiter fortführen und das Forum „vom Marktplatz der Ideen“ weiter in Richtung realer politischer Umsetzung entwickeln. Dazu Dorli Kahr-Gottlieb, EHFG Generalsekretärin: „Nun bereits in seinem 20. Jahr, hat sich das EHFG zu einem Schlüsselevent der Gesundheitspolitik entwickelt. Nach spannenden Jahren der Weiterentwicklung des Forums unter Prof. Brands Präsidentschaft freuen wir uns darauf, unsere Funktion als unabhängige gesundheitspolitische Plattform unter neuer Führung fortzuführen.“ Das 20. Konferenzjubiläum findet von 4.–6. Oktober 2017 in Bad Hofgastein, Österreich, unter dem Titel „Health in All Politics – a better future for Europe” statt.

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Kurzmeldungen

Big Data und Gesundheit E-Health-Anwendungen, Fitness-Apps, Erbgutanalysen und die digitale Erfassung von Abrechnungs- und Leistungsdaten erschaffen eine immer größer werdende, teils unstrukturierte Datenmenge. Die 14. Gesundheitsökonomischen Gespräche am 20. 10. 2017 an der Hochschule Ludwigshafen gehen der Frage nach, welche Möglichkeiten sich daraus etwa für die präventive und personalisierte Medizin oder die passgenaue Gestaltung von Service- oder Bonusangeboten der Krankenversicherungen ergeben könnten. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen und Herausforderungen werden Themen der Vorträge sein. Im folgenden Workshopteil ist es möglich, mit Expertinnen und Experten über Teilaspekte des Themas zu diskutieren. Eine Podiumsdiskussion, bei der Fachleute die aufkommenden unter anderem auch politischen Herausforderungen diskutieren, rundet die Veranstaltung ab. Die Gesundheitsökonomie an der Hochschule Ludwigshafen ist seit über 15 Jahren am Fachbereich Management, Controlling, HealthCare angesiedelt und verfügt über einen weiten Kreis von Kooperationspartnern zur interdisziplinären und intersektoralen Zusammenarbeit.

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Fotos: EHFG, Clemens Martin Auer

Amtsübergabe in Bad Hofgastein


Leber nicht nur durch Alkohol gefährdet

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ie Leber ist unser zentrales Stoffwechselorgan, in dem über 500 Stoffwechselvorgänge beginnen. Sie ist Ausscheidungsorgan zur Beseitigung von Bakterien, Zellresten oder Schwermetallen. Zudem lagert sie wichtige Vitamine und Mineralien und hilft bei der Immunabwehr. Es leuchtet ein, dass unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit sehr vom Zustand unserer Leber abhängen. Denn in der Leber entstehen Gallensäuren oder Cholesterin, und Glykogen und Eisen werden auch gespeichert. Aber nicht nur Alkohol, sondern auch kalorienreiche Ernährung können zur Heranbildung einer sogenannten Fettleber führen, unter der in Industrieländern bereits jeder Dritte über 40 leidet. Insgesamt weist jeder Vierte überhöhte Werte auf. Als Grund ist besonders die Kombination von ungesunden Ernährungsgewohnheiten und zu wenig Bewegung anzuführen. Daher wären eine Ernährungsumstellung und ein Bewegungsprogramm oft dringend notwendig, um den Entgiftungsprozess zu verbessern. Funktioniert der Ausscheidungsprozess steigert das auch die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit.

Health challenge für deutsche Unternehmen Wie umgeht man das Problem der betrieblichen Gesundheitsförderung, dass angebotene Maßnahmen meist eher jene Mitarbeiter mitmachen, die sowieso schon gesundheitsbewusst sind? Bei der Corporate Health Challenge am 18. September 2017 sind es die Elemente spielerischer Wettbewerb und Gemeinschaft. Egal ob Pausenspaziergang, Stufen statt Lift oder Gehen beim Telefonieren – jenes Unternehmen gewinnt, dessen Mitarbeiter in Summe die meisten Schritte zusammenbringen – und zwar über einen Zeitraum von vier Wochen. Partner der Aktion sind Firmen wie Fitnesstracker Fitbit, Gesundheitsdienstleister VIP-Training und Sanvartis sowie Deutschlands größte Personalmesse „Zukunft Personal“. Weitere Preise werden durch die deutsche Fußballlaufmeisterschaft B2Run, Fitness First und B2Soccer zur Verfügung gestellt. Neue Partner können sich unter kontakt@vitaliberty. de melden. Zu guter Letzt wird ein Euro pro Teilnehmer der Stiftung Kinderherz gespendet. Mehr dazu auf: www.corporate-health-challenge.de

Ökumene der Medizintraditionen

Fotos: Pixabay.com, pexels, Lech Zuers Tourismus by Bernadette Otter

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uf dem Public Health Symposium in Lech wurde an vier gehe nicht um „entweder – oder“, sondern um „sowohl – als Tagen ein geistiger Brückenschlag zwischen den drei gro- auch“, TCM wie Schulmedizin. Als Vertreter der Schulmedizin ßen medizinischen Schulen versucht. Unter dem Motto „Viele betonte Prof. DDr. Johannes Huber das Zwei-Säulen-Prinzip Wege führen zu Gesundheit“ wurden beim diesjährigen Medi- der Schulmedizin, die Naturgesetze und der Beweis durch die cinicum Ayurveda, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) prospektiven randomisierten Studien. Er entwarf auch eine und die westliche naturwissenschaftlich basierte Medizin in große Vision für die Zukunft durch die Möglichkeiten moeiner Reihe von Vorträgen in ihren Vorzügen und Nachteilen derner Technologien und Big Data. Unter den Vortagenden differenziert beleuchtet. Man bekam dadurch einen guten Ein- befand sich auch Dr. Reinhard Haller, der den heutigen Beruf blick in die sehr komplexe Materie. Sowohl die Vertreter der des Mediziners sehr kritisch kommentierte und unter anderem westlichen wie auch der östlichen Medizin begegneten sich mit stärkere Empathie in der Arzt-Patienten-Beziehung einforgroßem Respekt und so entstand derte. Prof. Dr. Gertrude Kubiena zeichnete ein überaus differenein sehr spannender Dialog, oder ziertes Bild von der fernöstlichen wie wir es aus der Religion kennen, Heilkunde, Dr. Gerd Bigus führte eine Ökumene, die ein gleichbeins Ayurveda ein und während des rechtigtes Nebeneinander möglich Referats von Dr. Gerhard Kögler, macht. Prof. Dr. Metka der wisärztlicher Leiter der TEM-Akadesenschaftliche Leiter des Medicinimie, bekam das Publikum einen cums unterstrich gleich zu Beginn vertieften Einblick in die TEM. die steigende Bedeutung der TraZum Abschluss zeigte der theoreditionellen Europäischen Medizin tische Physiker Prof. Dr. Herbert (TEM) als Basis für weitere Ent- Podiumsdiskussion (v. l. n. r.): „Faszination KomplemenPietschmann, die „Vorteile und wicklungen in der Medizin. Prof. tär- und Ganzheitsmedizin“, Markus M. Metka, Hartmut Grenzen des abendländischen Dr. Hartmut Schröder machte in Schröder, Gynäkologe Johannes Huber, Mathias Krön Denkens“ auf. seinem Eröffnungsvortrag klar, es und Ulrike Zika

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Kurzmeldungen

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er glaubt, dass haarlose Haut eine Erscheinung der heutigen Zeit ist, d der er irrt gewaltig, denn schon die Pharaonen fanden Gefallen an der glatten Haut, und unerwünschte Härchen wurden ganz einfach mit einem Messer aus Gold oder Kupfer entfernt. Das konnte jedoch auch ins Auge gehen – nämlich dann, wenn nicht sorgfältig gearbeitet wurde. Heutzutage sind die Methoden zur Haarentfernung sicher – egal ob man mit Rasierer, Epilierer

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Kosmetik & Leben

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Fotos: Remington (2), pixabay.com, MyDerma, Wilkinson Sword, MyDerma, Depilan,

Haarlos glücklich

Der Sommer ist da, und für viele geht es ab in den Urlaub. Bikini, Sommerkleid, Shorts und Minirock haben Hochsaison. Jetzt sind seidig glatte Beine ein wichtiges Thema.


Foto: pixabay, MyDerma

oder Licht arbeitet. Sie unterscheiden sich in erster Linie in der Effizienz, im Preis und ob sie daheim oder beim Kosmetiker oder Facharzt durchgeführt werden. Rasierer & Co. Die meisten Menschen setzen bei der Haarentfernung auf die Nassrasur, um den unerwünschten Härchen Herr zu werden – egal ob sie sich an den Beinen, Achseln oder im Gesicht und Intimbereich befinden. Und das ist kein Wunder, denn diese Methode ist schnell, komplikationslos und billig. Der Name Gillette ist uns dabei allen ein Begriff, denn King Camp Gillette meldete bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Patent an, das binnen kürzester Zeit die Welt eroberte – nämlich für einen Sicherheitsrasierer. Und er war es auch, der die Einwegrasierklinge erfand. Wichtig ist – damals wie heute – bei der Nassrasur einen Rasierschaum oder eine Rasiercreme zu verwenden, wodurch die Haut schon während der Rasur gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt wird. Auch Enthaarungscremes sind unkompliziert, sicher und schmerzfrei. Allerdings sollte man dabei auf ihre Verträglichkeit achten und das Produkt vor seinem Einsatz an einer kleinen Körperstelle ausprobieren, um zu klären, ob nicht eine Allergie besteht. Diese Methode bietet sich besonders dann an, wenn man einen Wellnessurlaub übers Wochenende plant, denn das Haar beginnt nach ca. fünf Tagen wieder nachzuwachsen. Enthaarungscremes enthalten zumeist auch Pflegestoffe, die die Haut seidig und weich machen. Auch Epilieren ist eine Methode, die vor allem einen dauerhafteren Erfolg verspricht – nämlich für drei bis vier Wochen –, da das Haar direkt an der Wurzel entfernt wird. Die neuesten Geräte am Markt besitzen sogar schon eine Kühlfunktion, damit die Schmerzen minimiert werden. Und die gibt es zweifelsohne, denn angenehm ist eine Behandlung mit dem Epilierer nicht. Wochenlang glatte Haut. Waxing ist in aller Munde, denn es verspricht wo-

zur Haarentfernung verwendet, indem es konzentriert auf die Haut gestrahlt wird. Licht ist Energie und diese wird von den dunklen Stellen – wie etwa dem Melanin, das sich in der Haarwurzel befindet – in der Haut absorbiert. Dabei wird die Haarwurzel zerstört. Dazu meint der Dermatologe Dr. med. Babak Adib, der mit Laser arbeitet: „Bei einer Behandlung mit dem Laser wird mit einem kleinen Handstück Energie in die Dermis transportiert. Der Laser produziert dabei einen intensiven Lichtstrahl, der von der Haut aufgenommen und in Hitze umgewandelt wird. Diese Hitze wird gezielt von den Haarfollikeln absorbiert und das umliegende Gewebe bleibt dabei unberührt. Schmerzfrei ist wichtig. Dank eines patentierten Kühlsystems namens Dynamic Cooling Device™ (DCD™) ist die Behandlung schmerzfrei. Es bereitet die Haut auf die Behandlung vor, indem die obere Schicht in einstellbaren Abständen mit einem kühlenden Kryogenspray besprüht wird. Die IPL-Haarentfernung wieder-

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chenlang glatte Haut. Bei dieser Prozedur kann die Haut allerdings ziemlich gereizt werden. Besonders wenn man heißes Wachs dafür verwendet. Dabei besteht auch die Gefahr von Brandwunden. Der Gang ins Kosmetikoder Waxingstudio ist hier zu empfehlen. Das bestens ausgebildete Personal weiß, wie die unerwünschten Härchen schnell und vor allem gründlich entfernt werden. Allerdings – auch bei der besten Kosmetikerin ist Waxing keine angenehme Sache. Nie mehr unerwünschte Härchen. Die Haarentfernung mittels Laser oder IPL stellt eine anerkannte und vor allem effektive Methode zur Haarentfernung dar. Bei beiden Methoden wird Licht

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Wichtig ist es auch, eine Hautanalyse durchzuführen, die bestimmt, welcher Applikator zum Einsatz kommt – je nachdem, ob man ein heller oder dunkler Hauttyp ist, Sonja Bracher – Geschäftsführerin www.myderma.wien

Kosmetik & Leben

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Kosmetik & Leben

Bei einer Laserbehandlung wird Energie in die Dermis transportiert. Die Hitze wird dabei gezielt von den Haarfollikeln absorbiert und das umliegende Gewebe bleibt dabei unberührt. Dr. Babak Adib www.dermatologie-stadtpark.at

Sonja Bracher wiederum, die Geschäftsführerin von MyDerma Wien, arbeitet mit dem Prime-Laser-System, der neuesten Technologie der Laser-Haarentfernung. Dabei handelt es sich um eine innovative Methode mit

Mythen & Irrtümer Nach dem Rasieren wachsen die Haare stärker nach: Wenn die Haare nach dem Rasieren wieder nachwachsen, hat man oft den Eindruck, dass sie dicker und auch dunkler geworden sind. Das ist ein Irrglaube, denn der Haarwuchs wird von den Genen und Hormonen unseres Körpers reguliert. Grund für die Annahme ist, dass jedes Haar zur Spitze hin dünner wird. Wird es nun abgeschnitten, dann kommt uns das kürzere dicker und voller vor. Die Sommerbräune verschwindet: Viele Menschen glauben, dass durch Rasieren die gebräunte Haut blasser wird. Wahr ist hingegen das Gegenteil:

Durch regelmäßiges Rasieren werden abgestorbene Hautschüppchen entfernt. So wirkt die Haut glatter und glänzt auch wieder. Und dadurch erscheint sie brauner. Eine Behandlung mit dem Laser genügt: Das stimmt nicht, denn mit dem Laser lassen sich nur jene Haare entfernen, die sich gerade in der Wachstumsphase befinden. Deswegen sind etliche Sitzungen notwendig, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Wie oft die Behandlung nun wiederholt werden muss, hängt auch von den einzelnen Körperzonen ab. Und natürlich von den Genen.

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Fotos: KonradLimbeck, pixabay

um funktioniert ähnlich wie die Laser-Methode. Auch hier entsteht Wärmeenergie, die in Licht umgewandelt wird. Bei der IPLHaarentfernung wird die Blitzlampe genutzt, die für die nötige Hitze sorgt, um die Haarwurzeln zu veröden. IPL-Behandlungen sind aber nicht für dunkle Hauttypen geeignet. Auf gebräunter Haut und in den Sommermonaten sollte auf IPL-Behandlungen verzichtet werden. Es kann nämlich zu unerwünschten Pigmentverschiebungen kommen. Viele Frauen und auch Männer kommen jedoch in der warmen Jahreszeit auf die Idee, die unerwünschten Härchen dauerhaft zu entfernen. Und zwar dann, wenn die Haut schon ein wenig vorgebräunt ist. Auch ihnen kann Dr. med. Babak Adib helfen. Und zwar mit dem Gentle YAG Pro Laser, der für alle Hauttypen geeignet ist. Somit ist eine Laserbehandlung auch im Sommer möglich. Allerdings sollte ein bis zwei Wochen vor der Behandlung direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Und dieses Gerät ist – dank größerer Spotgrößen noch dazu der schnellste Haarentfernungslaser auf dem Markt. Trotzdem sind einige Sitzungen notwendig, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Dazu meint der Dermatologe: „Die Anzahl an Behandlungen hängt immer von der Haarfarbe, der Beschaffenheit der Haare, der Stelle am Körper und natürlich auch vom Hautton ab. Im Schnitt sind sechs bis acht Sitzungen notwendig. Wichtig ist auch der richtige Abstand zwischen den Behandlungen. Die Haare befinden sich nämlich in den unterschiedlichsten Wachstumsphasen. Aus diesem Grund sollte – je nach Körperregion – alle vier bis sechs Wochen gelasert werden, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.“


Foto: Christian Jobst

Glatte Beine: Gerade im Sommer wünschen sich viele eine glatte Haut – ohne störende Härchen. Um das zu erreichen, gibt es viele Möglichkeiten.

einem ultrastarken Diodenlaser. Stellte die dauerhafte Haarentfernung bei rotem oder blondem Haar bisher ein Problem dar, können die Härchen mit diesem Laser ohne Mühe entfernt werden. Er wirkt sogar bei den sogenannten Flaumhaaren, gegen die es bisher kein Mittel gab. Dazu kommt, dass die Behandlung extrem schmerzarm ist. Erreicht wird das durch eine spezielle Wasserkühlung. Dazu Sonja Bracher: „Ich setzte auf das Prime-Laser-Verfahren. Allerdings sollte man einige Dinge beachten. Bei stark gebräunter Haut ist Vorsicht geboten. Sie kann nämlich zu Pigmentierung neigen. Und eines ist ganz wichtig. Nach der Anwendung sollte man unmittelbare Sonneneinstrahlung vermeiden. Auch vor einem Besuch im Solarium ist erst einmal abzuraten. Wichtig ist Information, die bekommen unse-

re Kunden vor jeder Behandlung. Sie werden von unseren Mitarbeiterinnen aufgeklärt, was sie alles vor und natürlich auch nach der Laserbehandlung beachten müssen.“ Geduld ist notwendig. Für effiziente Ergebnisse muss man auch beim Prime-Laser-Verfahren mit etwa fünf bis acht Behandlungen rechnen, die im Abstand von sechs bis zehn Wochen stattfinden sollten. Denn nur ca. ein Fünftel der Haare befindet sich zur gleichen Zeit im Wachstum. Ein bis zwei Tage vor der Behandlung sollten die zu behandelnden Stellen rasiert werden. Im Studio selbst wird ein spezielles Gel aufgetragen. „Das sorgt einerseits für die Kühlung der Haut und andererseits für ein optimales Gleiten des Behandlungskopfes. Das hat wiederum eine optimale Energieverteilung

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Eine dauerhafte Lösung verspricht die Laserbehandlung.

zur Folge“, so Sonja Bracher. „Wichtig ist es auch, eine Hautanalyse durchzuführen, die bestimmt, welcher Applikator zum Einsatz kommt – je nachdem, ob man ein heller oder dunkler Hauttyp ist, oder ob sich auf der zu behandelnden Stelle ein Tattoo befindet. Das Handstück des Lasers ist mit einer Wasserkühlung ausgestattet. Sie sorgt für eine angenehme Kühlung der Haut, indem die äußere Hautschicht optimal geschützt wird. Das hat gleichzeitig eine Schmerzlinderung zur Folge. Ganz persönliche Entscheidung. Welche Methode nun punkto Haarentfernung gewählt wird, ist eine individuelle Entscheidung. Dabei spielen sowohl die Schmerztoleranz als auch der Wunsch nach einer effizienten Methode eine große Rolle. Und natürlich ist auch der Preis entscheidend. ■

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Für Hautpflege-Fans

Pro-Kollagen Marine Öl

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ie patentierte Face Mapping® Hautanalyse von Dermalogica will für die Haut jeder Kundin die richti­ gen Produkte ermitteln. Um Probleme mit der Haut zu lösen, versucht das Unternehmen Synergien zu entwi­ ckeln. So auch beim Peeling. Es gibt die mechanische Art, durch Granu­ late zu peelen, oder die schonendere chemische Art über Hydroxysäuren, Retinol oder Enzyme. Dadurch wer­ den nicht nur die Hautschüppchen entfernt, sondern die Neubildung der Zellen angeregt. Das Puderpeeling Daily Microfoliant versucht nach An­ gaben des Herstellers, die Vorteile der beiden Peeling­Arten zu nutzen. Es sollte sanft genug sein für die tägliche

it zunehmendem Alter trocknet die menschliche Haut immer mehr aus, da ihr natürlicher (Fett­) film zurückgeht. Die Feuchtigkeit geht verloren und die Haut gerät leichter ins Ungleichgewicht. Noella Gabriel, Mit­ begründerin von Ele­ mis Therapies, hat dagegen eine Erwei­ terung der Pro­Kol­ lagen­Linie vorge­

stellt: das Elemis Pro­Collagen Marine Öl. Mit dessen wichtigsten Inhaltsstof­ fen von Seetang (Roaring Water Kelp und Golden Seaweed), Trichteralge, Öl vom weißen Mohn und abessinischem Samenöl soll der Haut Feuchtigkeit zu­ rückgegeben werden. Die drei Algenar­ ten wurden miteinander kombiniert, um ihre einzigartigen, vom Meer ge­ gebenen Eigenschaften in dieses neue Produkt einfließen zu lassen. Eigen­ schaften, die die hauteigene Feuchtig­ keit unterstützen sollen und damit das Aufkommen von Fältchen und Linien – wie klein auch immer – merkbar re­ duzieren sollen.

Naturkosmetik Branchenkongress sie nur schwer aus den Gewässern zu filtern sind. Sogar in Kläranlagen können die Mikroplastikpartikel nicht aus dem Wasser gefiltert werden. So landen diese sie in Lebewesen wie unter anderem in Fischen oder Muscheln. Es wird geschätzt, dass allein von deutschen Kosmetikfirmen pro Jahr ca. 500 Tonnen Mikroplastik im Meer landen. Die Naturkosmetik-Branche will auch in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel vorangehen und verzichtet daher auf festes Mikroplastik sowie auf suspendierte, flüssige, gel- oder wachsartige Kunststoffe. Darüber hinaus werden auch viele andere wichtige Themen behandelt.

Netzwerken beim Naturkosmetik Branchenkongress 2016

Anwendung, beinhaltet aber feinste Körnchen aus Reismehl, die die Haut nicht reizen. Zusätzlich sorgen Enzy­ me und Fruchtsäuren für die Hautzel­ lenerneuerung. Einerseits lösen Enzy­ me und die Salizylsäure abgestorbene Zellen, anderseits glätten Reisstärke und die Riesextrakte die Haut. Zu­ sätzlich enthält das Produkt noch ei­ nen pigmentregulierenden Komplex aus Süßholz und Grapefruit. All diese Wirkstoffe zusammen sorgen für eine weiche Haut.

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Kurzmeldungen

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Fotos: Dermalogica, Elemis, Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Von 26.–27. 9. 2017 findet in Berlin der 10. Naturkosmetik Branchenkongress statt. Und heuer steht ein Thema im Mittelpunkt, das alle angeht und sowohl glücklicherweise als auch berechtigterweise ins Programm aufgenommen wurde – die Vermüllung der Meere durch Plastik bzw. durch Microbeads; diese winzigen Partikel, die viele Kosmetika beinhalten. Am ersten Tag des Kongresses werden daher Vertreter von Sea Shepherd, einer internationalen Meeresschutzorganisation, das Thema Kosmetikverpackungen in den Ozeanen beleuchten. Eine andere Bedrohung des marinen Lebens kommt von den sogenannten Microbeads, da


Pleyel lebt

A Neue Pflegelinie mit Aloe Vera

E

s gibt ein neues Produkt mit Aloe Vera am Markt! Laut Hersteller soll das Produkt 50 % Aloe Vera beinhal­ ten. Da die Marktpreise für Aloe Vera sehr hoch sind, ist hier ein kritischer Blick durchaus sinnvoll, da meist die Angaben sehr überhöht sind. Aloe Vera besitzt einige positive Aspekte, denn es wirkt auf der Haut entzündungshem­ mend, feuchtigkeitsspendend, besitzt Vitamine, Mineralien und Aminosäu­ ren. Dies möchte sich die Firma LR Health & Beauty bei der neuen Pflege­ linie „LR Aloe Via Face Care“ zu Nut­ ze machen. Zum Programm gehört hier die „Aloe Vera Multi-Aktiv Tage­ screme“ mit Bio-Oliven-Extrakt und

50 % Aloe-Vera-Gel sowie die „Aloe Vera Regenerierende Nachtcreme“ und für die Augen die hautverfeinern­ de Augencreme. Für einen Frischekick wird von LR die „Aloe Vera Express Feuchtigkeits-Gesichtsmaske“ emp­ fohlen. Abgerundet wird das Face-Ca­ re-Programm durch Reinigungsmilch, Gesichtspeeling, Gesichtswasser und Reinigungstücher. Zur Tiefenreinigung wird das Aloe-Vera-Gesichtspeeling mit 50 % Aloe-Vera-Gel, Bio-Wild­ rosen-Extrakt und Peelingkörnern aus gemahlenem Bambus empfohlen. Denn ein strahlend schönes Gesicht will nicht nur gepflegt, sondern auch gereinigt werden.

uch diesmal hat sich das Team um und mit Adolf Ehrentraud vom Pleyel Museum in Ruppersthal etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Im neu eröffneten Pleyel Kulturzentrum findet am 8. 9. 2017 die szenische Welt­ uraufführung von „Pleyel lebt“ statt. In diesem zweiaktigen Dokumentar­ spiel werden zu den jeweiligen Szenen passende Kompositionen aus Pleyels Gesamtwerk zur Aufführung gebracht. Das Leben und Wirken von Ignaz Jo­ seph Pleyel (1757 Ruppersthal – 1831 Paris) wird von seiner Kindheit bis zu

Fotos: LR Health & Beauty, wikipedia.org , Cinq Mondes

Produkte der Haut-Diätetik Oft verliert die Gesichtshaut ihre natürliche Leuchtkraft durch Stress und Müdigkeit, lange Arbeitstage und Nächte und andere Faktoren die auf unseren hektischen Lebensstil zurückzuführen sind. Die Routine Éclat wurde von Cinq Mondes entwickelt, um Schritt für Schritt die natürliche Leuchtkraft wiederherzustellen. Diese Gesichtsroutine soll eine Lösung für alle Hauttypen darstellen und basiert auf der Haut-Diätetik-Methode, die von Cinq Mondes entwickelt wurde. Die Rezepturen enthalten rein pflanzliche Öle und patentierte pflanzliche oder biotechnologische Inhaltsstoffe. Die Wirkstoffe sollen den Zellen die benötigten Nährstoffe bieten, um ihre Balance wiederzufinden. Auch soll der natürliche Mechanismus damit stimuliert werden, um unter anderem die Zellerneuerung und den Hautstoffwechsel

zu fördern. Die Routine baut sich auf fünf Schritten auf: Reinigung, Tonen/ Klären durch eine Lotion mit Kühlungseffekt, die Gelmaske Phyto-Peeling, das Elixir Précieux Éclat und schließt mit einer Feuchtigkeitsversorgung der Crème Eclat aux Cinq Fleurs.

Das sogenannte Wunderöl Elixir Précieux® Éclat mit Kemiri- und Papayaöl

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seinem Tod musikalisch und szenisch aufgearbeitet. Diese Welturaufführung erlebt am Ende des 2. Akts durch die Aufführung des Monumentalwerkes: „La Revolution du dix aout“, 1792, „Ou le tocsin Allegorique“, 1793, sei­ nen Höhepunkt. Dieses Werk rette­ te zwar Pleyels Leben, trug ihm aber auch ein Einreiseverbot in seine Hei­ mat Österreich ein, in weiterer Folge geriet er dadurch in Vergessenheit. Das Werk wurde deshalb aus Paris geholt, mit einem Libretto versehen und soll 224 Jahre nach der Uraufführung neu erklingen. www.pleyel.at

Kurzmeldungen

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Erholung für sonnengebadete Haut

D 30. Jubiläum für Naturkosmetik

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egründet 1987, feiert lavera Naturkosmetik heuer sein 30-jähriges Jubiläum und hat dazu eine spezielle Linie herausgebracht. Der neue Make-up-Look heißt „Red Car­ pet“ und „Smokey Eyes“. Und diesen Look kann man je nach Anlass variieren: durch einen verwischten Lidstrich nur ganz zart „smokey“. Dezent geschminkte Lippen und ein ebenmä­ ßiger Teint runden den Look ab. Wenn’s noch ein bisschen mehr Glamour sein darf, dreht man die Sache um – mit ver­ führerisch roten Lippen, goldenem Lidschatten und definier­ tem Eyeliner. Die Marke lavera hatte immer das Ziel, Natürlichkeit, Wirk­ samkeit und Schönheit zusammenzubringen und darüber hinaus die meisten Pflegewünsche zu erfüllen. Die Produkte werden in der Region Hannover und aus einer Hand produ­ ziert, so kommuniziert es das Unternehmen. Die Produk­ te sind nach NATRUE zertifizierte Naturkosmetik und in 40 Ländern erhältlich.

as „Summer Shower Gel“ und die „Summer Body Milk“ von Dr. Spiller Biomimetic SkinCare erhöhen den Som­ mergenuss. Dieses belebende Pflege-Duo mit veredeltem Feigenkaktus-Extrakt und linderndem Sensicalm spendet intensive Feuchtigkeit, beruhigt sonnengereizte Haut und wirkt gegen UV-bedingte freie Radikale. Das Summer Sho­ wer Gel beinhaltet laut Hersteller reine Aloe Vera, Panthenol und Allantoin und sorgt beim Duschen für ein Erfrischungser­ lebnis. Gleichzeitig aktiviert es die na­ türlichen Reparaturmechanismen. Die Summer Body Milk mit hochwertiger Sheabutter, versorgt trockene Haut­ stellen mit Feuchtigkeit und zieht rasch ein. Auch der Duft ist Sommer pur: erfrischende Lemon-Akkorde, sinnlicher Moschus und Kokosnoten er­ innern an Sonne und Meer. Das Summer-Set zur Einfüh­ rung beinhaltet je 2 x 200 ml und 75 ml (Reisegröße) in einer sommerlichen Tasche. Kosme­ tikinstitute erhalten Tester-Tu­ ben (20 ml) der Produkte sowie Marketingmaterial gratis dazu. www.dr-spiller.com

Seit September 2014 lädt das Arany Spa des Park Hyatt Vienna zum Relaxen und Krafttanken ein. Wo einst Gold und Geldscheine lagerten, lädt heute eine Oase der Ruhe ein. Untergebracht in den ehemaligen Tresorräumen taucht der Gast in eine sinnliche Welt voller Düfte, Aromen und Musik ein. Das Arany Spa, vom ungarischen Wort „Arany“ für Gold, wurde gerade an dem Ort errichtet, an dem sich früher der Tresor des Bankgebäudes befand. Die drei Tonnen schwere, originale Stahltür von Wertheim wurde als Hommage an die goldene Vergangenheit an ihrem Platz belassen. Das luxuriöse Ambiente aus natürlichem Gold, Perlmutt und edlen Hölzern soll als Zitat dienen und verleiht dem Arany Spa seine elegante Note.

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Kurzmeldungen

Juwel des Spa-Bereichs ist ein lichtdurchfluteter, funkelnder Pool mit einer 100-m2-Wasserfläche, durch die Reliefs an der Wand angelehnt an eine römische Therme. Zusätzlich zu Sauna, Dampfbad, Sanarium und Vitality Duschen bietet das 1.000 m2 große Spa seit 2016 Anwendungen mit der Produktlinie Omorovicza an. Diese ungarische Anti-Ageing-Pflege hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert, als die Familie Omorovicza in Budapest aus einer mittelalterlichen Heilquelle das Racz-Spa errichtete. Zweihundert Jahre später wurde Stephen de Heinrich de Omorovicza und seine zukünftige Frau Margaret dadurch inspiriert und fingen an, die verjüngende Kraft mineralstoffreichen Thermalwassers für ihre Produkte zu nutzen.

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Fotos: lavera, Dr. Spiller, Park Hyatt Vienna/Arany Spa

Goldene Momente im Arany Spa


Gospel im Osten

Buch-Tipp

La Buena Vida

Frank Adler, Ulrich Schachtschneider (Hrsg.)

Postwachstumspolitiken Wege zur wachstumsunabhängigen Gesellschaft Oekom Verlag, 2017 ISBN: 978-3-86581-823-2 328 S., € 24,95 (D), € 20,70 (A) 30 Autorinnen und Autoren zeigen in 22 Beiträgen, mit welchen politischen Reformen sich das expansivkonsumistische Wohlstandsmodell transformieren lässt und stellen dar, wie der dafür nötige Resonanzraum entstehen kann, mit welchen Widerständen dabei zu rechnen ist und durch welche Strategien und Akteurskonstellationen diese überwunden werden könnten. Dadurch soll u. a. die Frage beantwortet werden, wie demokratische Übergänge zu einem Leben und Wirtschaften, die nicht von Qualität und Stabilität eines permanenten ökonomischen Wachstums abhängig sind, realisiert werden können. Die Frage, ob eine Bottom-up-Strategie dazu ausreicht, wird mit Nein beantwortet. Das Gleiche gilt für die Frage: Reichen all die Non-profit-Unternehmen, Tauschläden und Kulturen des Selbermachens als Keime einer im Entstehen begriffenen Postwachstumsökonomie und -gesellschaft? Die Autoren und Autorinnen sind der Meinung, dass ohne grundlegende Reformen des gesamten institutionellen Rahmens für unser Produzieren und Arbeiten, Konsumieren und Miteinanderumgehen eine solche Transformation wohl nicht gelingen wird.

Label: Bauer Studios 15,95 €, Art.Nr.: CACD8428 Gospel im Osten entstand in Stuttgart-Ost. Mittlerweile zählen zu diesem Chor 350 Stimmen aus 22 Nationen. „Freude, Ärger, Spaß, Kummer, Friede, Angst, Glück – es gibt immer einen Grund, zu singen. Gospel groovt und bewegt, fordert und tröstet, macht Mut und beglückt.“

Amaryllis Quartett – Ensemble Obligat – Imme-Jeanne Klett

Japanische Landschaften – Werke von Wolfgang-Andreas Schultz Label: es-dur – C2 Hamburg 18,90 €, Art.Nr.: ES 2042

Inmitten der umfangreichen Werke von Schultz finden sich auch diese Kompositionen für Flöte und Streichquartett. Bei dieser ruhigen, ausgeglichenen Musik kann man sich gut nebelverhangene Hügel der japanischen Landschaft vorstellen.

DePhazz

Private

Label: Edel,16,99 €, Art.Nr.: LC 01666 Pit Baumgartner, Mastermind des Projekts war neugierig, wie es klingt, wenn man die fein gesponnenen DePhazz-Kollagen auf ihren musikalischen Kern bzw. die Texte reduziert. Pat Appleton steuert die Stimme bei, Ulf Kleiner sitzt am Rhodes Piano, Frank Spaniol spielt Saxophon und Bass-Klarinette, Markus Bodenseh Bass und Oli Rubow ist der Schlagzeuger.

Bücher Michael Droste-Laux

Peter Riedl

S. Brunnhuber

Gift auf unserer Haut

Achtsamkeit und Sexualität

Die Kunst der Transformation

UW Verlag, 2017 ISBN: 978-39504267-2-4, 144 Seiten19,90 €

Herder Verlag, 2016, SBN: 978-3-45160003-6, 336 S,€ 24,99 (D), € 25,70 (A)

Der Autor zeigt in diesem Buch auf, dass eine spirituelle Praxis im Leben zu bewusster Sexualität und einem erfüllteren Leben führen kann. Dazu werden Wege und Methoden beschrieben, die zur Heilung der Sexualität, zur Steigerung der Lust, zu Liebe und Hingabe führen. Mit praktischen Übungen zu den Themen Achtsamkeit, Freigebigkeit, Ethik, Entsagung, Weisheit, Anstrengung, Geduld, Wahrhaftigkeit, Entschlossenheit, Meditation, liebende Güte und Gleichmut.

Bisher ist es uns nicht gelungen, unsere Gesellschaft in eine nachhaltige Post-Wachstums-Gesellschaft überzuführen. Es ist wahr: Die Zeit drängt und wir müssen dringend umsteuern. Stefan Brunnhuber versucht in seinem lesenswerten Buch aufzuzeigen, welche (sozial-)psychologischen Mechanismen diese Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft verhindern und wie wir sie aufheben und neutralisieren können.

Knaur MensSana, 2016, ISBN: 978-3426-65790-4, 256 Seiten, € 19,99 (D), € 20,60 (A), sFr. 28,90 Neben negativen Umwelteinflüssen hat unsere Haut heutzutage auch mit Übersäuerung durch Ernährung, aber auch durch Körperpflegemittel und Kosmetik zu kämpfen, wird „sauer“ und macht ihrem menschlichen Träger Probleme. Michael Droste-Laux zeigt auf, dass herkömmliche Kosmetika in Kombination mit fragwürdigen Zutaten eine Übersäuerung des Zellzwischenraumes und des Bindegewebes bewirken und damit Zivilisationskrankheiten fördern können.

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Buch & Musik

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Massage-Therapeut (m/w)

Praktikant Wellness/Beauty (m/w)

Ausbildung als Sport- und Fitnesskauffrau/-mann

Baden-Baden, Dauerstelle Eintrittsdatum: ab sofort oder nach Vereinbarung

Königstein, Deutschland, Praktikum Eintrittsdatum: ab sofort

E-Mail mit Chiffre 2067 an office@wellnessworldbusiness.com

E-Mail mit Chiffre 2068 an office@wellnessworldbusiness.com

Scharmützelsee, Deutschland Ausbildung Eintrittsdatum: ab sofort E-Mail mit Chiffre 2069 an office@wellnessworldbusiness.com

Spa-Rezeptionist (m/w)

Spa-Therapist (m/w)

Fitness-Trainer (m/w)

Neu-Isenburg/Frankfurt, Deutschland Dauerstelle, Teil- oder Vollzeit Eintrittsdatum: ab sofort

Wolfsburg, Deutschland Dauerstelle Eintrittsdatum: ab sofort

Dresden Dauerstelle, Teilzeit Eintrittsdatum: ab sofort

E-Mail mit Chiffre 2070 an office@wellnessworldbusiness.com

E-Mail mit Chiffre 2071 an office@wellnessworldbusiness.com

E-Mail mit Chiffre 2072 an office@wellnessworldbusiness.com

Leiter Massage (m/w)

Spa-Supervisor (m/w)

Massage-Therapeut (m/w)

Düsseldorf Dauerstelle Eintrittsdatum: ab sofort

Jochberg bei Kitzbühel, Österreich Dauerstelle Eintrittsdatum: ab sofort

Tux, Österreich Dauerstelle Eintrittsdatum: ab sofort

E-Mail mit Chiffre 2073 an office@wellnessworldbusiness.com

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Suchen Sie gut ausgebildete MitarbeiterInnen, ob Hotel- oder Spa-ManagerIn, KosmetikerIn oder MasseurIn, so tun Sie das mit Wellness WORLD Business oder auf www.wellnessworldbusiness.com Wir bieten Ihnen jetzt ein einmaliges Einstiegspaket: Eine Einschaltung im Magazin und Präsenz auf www.wellnessworldbusiness.com um 450 statt um 550 Euro.

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Jobs

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The Godfathers of Wellness

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o nennt man heute die drei Pioniere Franz Pirktl, Wolfgang Kostenzer und Josef Stock. Die anlässlich des 25-Jahre-Jubiläums der Best Alpine Wellness Hotels einige humorvolle Erlebnisse pointiert zum Besten gaben. Josef Stock las aus der Kriterienliste von 1993 vor, die definierte, was damals ein Wellness-Hotel war. Etwa: ruhige Lage, Qualität vor Quantität, Sein und Schein halten sich die Waage, Wellness-Inhalte sind keine Verkaufsmasche, keine Radiomusik und Werbung oder möglichst echte Blumen – heute kann man darüber milde lächeln. Staunen kann man über die Kriterien: mindestens ein Gericht der österreichischen Naturküche, Naturprodukte aus der Umgebung, ausgewählte Musik, Wellness-Beratung über Ernährung, Bewegung und Entspannung. Genau definierte Infrastruktur, Mülltrennung, Umweltsiegel und Mitarbeiterentwicklung. Deshalb gab es auch in diesem Jahr eine „Heldenehrung“, das heißt, es wurden 12 Mitarbeiter als „Helden des Hotelalltags“ ausgezeichnet. Am 5. Juli feierte man auf der Hungerburg bei Innsbruck das 25-jährige Jubiläum. Diese familiengeführten Hotels sind besondere Wohlfühlresorts in Österreich und Südtirol und setzen seit 1992 Standards in der Gästezufriedenheit. Die Philosophie der Best Alpine Wellness Hotels basiert auf vier Säulen: Re-

Fotos: Franz Oss, Schlosspark Mauerbach, 7132 Hotel Vals

Mit Geschmackssinn zum Erfolg Amanda Wassmer Bulgin ist die glückliche Gewinnerin des Titels „Sommelière des Jahres“ vom Schweizer Magazin „Bilanz“. Die in England geborene Schweizerin hat mit ihren 33 Jahren einen bereits sehr beeindruckenden Lebenslauf in der Weinszene vorzuweisen. Im Parkhotel Vitznau war sie für die Bestände des Weinkellers im Nettowert von etwa 25 Millionen Franken verantwortlich. Sie organisierte Events und Diners rund um die Weine dieser Welt. Beim berühmten „Decanter“-Magazin fungierte sie von 2012 bis 2013 als Tasting Executive und organisierte die europäische Sektion der Decanter World Wine Awards. Auch im Londoner Kaufhaus „Harrods“ war sie als Beraterin tätig. Weitere Stationen waren das Drei-Sterne-Restaurant „Schauenstein“ in Fürstenau und in Zürich das „Hotelrestaurant Rigiblick“. Im Moment befindet sie sich in der angesehenen Ausbildung „Master of Wine“, als einzige Schweizerin, die je die Aufnahme in dieses Programm geschafft hat. Zusätzlich ist sie gemeinsam mit ihrem Mann Sven Wassmer für das 7132 Hotel in Vals Einsatz. Der Chef des Hotels, Hans-Rudolf Rütti, sieht das Credo von Besitzer Remo Stoffel bestätigt: „Hotellerie und Gastronomie in der Schweiz können ihre Spitzenposition nur dann auf Dauer behaupten, wenn die Qualität ständig verbessert wird.“

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Die ausgezeichneten Helden des Hotelalltags

lax & Beauty, Aktiv, Genuss und Familie. Die hohe Qualität in allen Bereichen der Hotels wird mit laufenden Gästebewertungen, Hygienechecks sowie jährlichen Mystery-Checks kontrolliert. Denn die Gäste sollen nach einem Aufenthalt geistig und körperlich gestärkt, mit vielen Anregungen für eine gesunde Lebensweise nach Hause fahren. Am Ende des ausgelassenen Festes betonte Geschäftsführerin Michaela Thaler: „Wir sind ein Team, wir ziehen an einem Strang und treffen alle Entscheidungen so, dass sie zum Wohle aller unserer Mitgliedshotels ausfallen.“

Ladys-Special

A

n die Ladys unter den Zielgruppen richtet sich das Schloss­park Mauerbach Resort und Spa an der Stadtgrenze von Wien. Das Resort ist umgeben von einem weitläufigen historischen Park. Der Wellness-Bereich bietet Zirben- und Eichensaunen, die einen Ausblick auf den Schlosspark ermöglichen. Typische Anwendungen nennen sich „Kraft des Waldes“ oder „Ruhe des Waldes“ und kombinieren Ritual-Treatments wie Fußbäder, Peelings, Gesichtsmasken, Natursteinmassagen und vieles mehr. Eine Besonderheit sind die beiden Waldsaunen, eine in Zirbe, die andere in Eiche gehalten. Mit der Spa-Linie Vagheggi Phytocosmetic setzt das Spa-Team auf eine ganzheitliche, vegane Pflegelinie. Sehr zielgruppengerecht sind auch die angebotenen Speisen mit leichten Menüs und vegetarischen wie auch veganen Gerichten. Das Restaurant des Resorts ist mit einer GaultMillau-Haube ausgezeichnet und kocht vorwiegend mit Produkten und Kräutern aus der Region. Ein Freundinnen-Package für zwei Nächte im Deluxe-Doppelzimmer gibt es um 285 Euro pro Person.

Karriere/Intern

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Spa-Managerin des Jahres

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Die großzügige Private Spa-Suite im Spa-Chalet

Jubiläumsfeier

B

ereits bei der Gründung 1977 erreichte das Spa Hotel Jagdhof in Neustift im Stubaital auf Anhieb fünf Sterne und war in der Region das erste Haus dieser Art mit Hallenbad: Das auf mittlerweile 3.000 m² Fläche angewachsene Spa wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und bekam 2014 einen 700 m² großen Neubau hinzugefügt – das Spa-Chalet mit drei Themen-Ruheräumen und einer Private Spa-Suite, die 100 m2 groß ist. Bemerkenswert ist auch der hoteleigene Weinkeller mit rund 20.000 lagernden Flaschen, darunter welche aus dem Bordeaux und dem Burgund. Das Gourmet-Restaurant ist mit zwei Hauben (15 Punkte) von Gault Millau ausgezeichnet. Das als Familienbetrieb geführte Haus rühmt sich mit regelmäßigem Besuch aus der Kunst- und Kulturszene, und auch internationale Sportteams fanden sich schon zum Training ein. Eröffnet wurde der Betrieb vom gebürtigen Neustifter Leo Pfurtscheller und seiner Frau Margot. Seit 2000 haben Sohn Armin Pfurtscheller und seine Frau Christina die Leitung übernommen. Für die Gäste gibt es auch jetzt ein Jubiläumsangebot in Form eines 40%igen Rabatts für die Begleitperson.

Luxus im Cocoon der Alpenrose der gehobenen Küche ein, die kulinarischen Köstlichkeiten zu In Kürze bietet die Wellnessresidenz Alpenrose in Maurach genießen. Und wenn man genug hat vom luxuriösen Einsiedam Achensee eine ganz besondere Rückzugsmöglichkeit, den ler-Dasein bzw. der entspannten Zweisamkeit, gibt es im Keller Cocoon by Alpenrose. Diese alpine Lodge wurde gleich neben einen großen Fitnessbereich sowie einen direkten Zugang zum dem Haupthaus errichtet und besteht aus wunderbaren NaturHaupthaus. Eine Besonderheit ist unter anderem auch die gromaterialien – viel Alt-Holz, Eiche und Leinen. Eine großzügige ße Indoor-Mehrzwecksporthalle für diverse Sportaktivitäten, in Verglasung vermittelt Leichtigkeit und das Gefühl, auch ohne der Form einzigartig in einem Hotel. Und das alles unter einem Hinausgehen zu müssen, mitten in der Natur zu sein. GleichDach. Das Investitionsvolumen für dieses Projekt soll 17 Milliozeitig finden sich im Cocoon modernes Design, klare Linien und nen Euro nicht überschreiten, erklärt der Juniorchef Kostenzer sehr viel Platz, angelehnt an die Lodges in Kanada. Auch die im Gespräch mit Wellness World Bukleinste Suite, von insgesamt 25, ist siness. Ergänzend dazu wurde auch großzügig gestaltet und bietet eine die Spa-Fläche heuer um 3.000 m2 eigene Saunakabine mit Infrarot, einen lichtdurchfluteten Schlaf- und erweitert, mit einem Solebecken im einen eigenen Wohnbereich. Der ersten Stock und freiem Ausblick auf Gast soll sich hier zurückziehen das Bergpanorama sowie Saunen, können, sich entfalten und Kraft Dampfbad, einer tollen Erlebnisruttanken, ohne auf irgendetwas versche für die jüngeren Gäste, jedoch zichten zu müssen. Auch nicht in abgetrennt vom Erwachsenenbekulinarischer Hinsicht: Das eigene reich. Dabei wurden laut Kostenzer Restaurant im Cocoon lädt Freunde Gemütliche, lichtdurchflutete Räume in erdigen Farben rund 6 Mio. Euro investiert.

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Karriere/Intern

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Fotos: Tschuggen Hotel Group, SPA-HOTEL Jagdhotel, Wellnessresidenz Alpenrose, Maurach/Achensee

ie Auszeichnung als Spa-Managerin des Jahres des Schweizer Wirtschaftsmagazins „Bilanz“ ging dieses Jahr an Frau Margarethe Schütz. Damit wurde die Arbeit der Deutschen im Fünf-Sterne-Haus Tschuggen Grand Hotel Arosa gewürdigt, in dem sie vor Jahren als Kosmetikerin begonnen hatte. Heute führt sie ein Team von mehr als 20 Mitarbeitern in sämtlichen Spa-Abteilungen. „Ein Spa-Team ist nicht einfach zu führen, weil gute Therapeuten oftmals hochsensible Menschen sind. Das erfordert Einfühlungsvermögen hinter den Kulissen“, hieß es in der Begründung zur Verleihung des Preises. Die Preisträgerin zeigte sich sehr überrascht und verwies auf die Vorzüge ihres Arbeitsplatzes: Mit der Bergoase von Mario Botta genießen wir als gesamtes Team das Privileg einer atemberaubenden Location inmitten der Aroser Berge. Das freut nicht nur unsere Gäste, sondern auch uns als Mitarbeiter und diese Anerkennung rundet unser Glück jetzt perfekt ab.”


Reduktion auf das Wesentliche

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it dem Reduce Gesundheitsresort Bad Tatzmannsdorf ganzheitliche Behandlungs- und Entspannungsmöglichkeiten wurden das Kurzentrum Bad Tatzmannsdorf und das und werden durch Zusatztherapien wie Massagen, ElektroGesundheitsresort Bad Tatzmannsdorf neu benannt und mo- therapien und Heilgymnastik, aber auch durch Angebote für die mentale Gesundheit komplettiert. dernisiert. Vom lateinischen „reduceDrei Viertel der Gäste sind Krankenre“ für „zurückführen“ hergeleitet, kassenpatienten, es sind jedoch auch will das Reduce Gesundheitsresort Privatgäste willkommen. Auch perzum Eigentlichen zurückführen – sonell ist das Resort gut aufgestellt, zu Gesundheit und Wohlbefinden erklärt der ärztliche Leiter Herbert durch die heilende Kraft der Natur. Melchart. Der Arzt und PsychotheraMit Heilmoor, kohlensäurehältigem peut Tobias Conrad ist neu im Team Heilwasser und Thermalwasser, in und bietet unter anderem geführte Verbindung mit medizinischer und Meditationen an. Mit Hannes Steiger therapeutischer Betreuung wird alles, leitet ein erfahrener Therapeut die unter Hinzufügung von touristischen Zur Eröffnung: v. l. LR Mag. N. Darabos, K. WeinAngeboten, zu kompakten Gesund- grill, Dr. L. Schneemann, A. Klucsarits, R. Scha- Massageabteilung der Häuser. Landesrat Norbert Darabos resümiert in heitsmodulen gebündelt. Reduce schl, G. Polster, H. Steiger und Dr. H. Melchart seiner Eröffnungsrede: „Gesundheit steht auch für den angestrebten Ausstieg der Gäste aus der Alltagshektik, für deren Entschleuni- bedeutet mehr als das Freisein von Krankheit. Sie bedeutet gung und Zur-Ruhe-Kommen. In der Therapie spiegeln die körperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden. Gesunddrei Naturheilvorkommen Kohlensäure, Moor und Thermal- heitsförderung und Prävention sind ein zeitgemäßer und unwasser die wichtigsten Inhalte wider. Sie bilden die Basis für verzichtbarer Bestandteil der Gesundheitspolitik.“

E-Sports als echte Sportart

Fotos: Pavel Laurencik, The Capra Saas Fee, ESL Gaming,

L

aut einer Studie des Digitalverbands Bitkom sind 33 % der deutschen Gamer der Ansicht, dass das Computerspielen auf Wettbewerbsebene eine Sportart ist. Und das ist es für 23 % der Deutschen insgesamt. Diese Akzeptanz reduziert sich mit steigendem Alter der Befragten. Während E-Sports für 31 % der 14- bis 29-Jährigen eine Sportart ist, sind von den 30- bis 49-Jährigen nur noch 25 % und ab 50 Jahren nur noch 19 % dieser Meinung. Beim E-Sport werden Spiele wie „Dota 2“, „Counterstrike“, „League Of Legends“ oder die Fußball-Simulation FIFA ausgefochten. Mittlerweile haben sich auch hier Ligen etabliert, in denen Profis gegeneinander antreten. Es sind auch bereits einige Fußball-Bundesligisten in den E-Sport eingestiegen – nach Schalke 04 und VFL Wolfsburg ist jetzt auch der VfB Stuttgart dabei. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer, bestätigt, dass der E-Sport boomt: „In der stetig wachsenden Szene werden Hunderte Millionen Euro umgesetzt und auch E-Sportler füllen mittlerweile große Hallen.“

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Zurück in die Heimat Das „The Capra SaasFee“ nahe Zermatt hat seit Juni einen neuen Direktor und zwar einen Schweizer mit großer internationaler Erfahrung. Marco Seiler erwarb seine Allround-Expertise bereits in einigen Executive-Positionen zunächst in Asien, dann als General Manager der Carlson Rezidor Hotel Gruppe in Thailand und Indien – dabei leitete er Hotels wie das Radisson Blu Plaza Hotel Panwa Beach in Phuket, das Radisson Blu Plaza Hotel Hyderabad Banjara Hills sowie das Park Plaza Bangkok Hotel Sukhumvit. Nebenbei absolvierte er Fortbildungen am Indian Institute of Management Indore, um 2013 zu Swiss-Belhotel International Indonesien zu wechseln. Im Swiss-Belresort Watu Jimbar in Bali war er General Manager und für das Opening verantwortlich. Nach einem Sabbatical von einem Jahr folgte der Entschluss, in die Schweizer Heimat zurückzukehren. Da kam das Angebot gelegen, im The Capra in Saas-Fee die Direktion zu übernehmen. Der Umgang mit Finanzen liegt dem 39-Jährigen genauso wie Administration und die operativen Bereiche des Hotelgeschäfts.

Karriere/Intern

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