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NUMMER 2 / 2017

TRENDSPORT

SEAMUS MULLEN

ESSEN RETTETE

YOGA

SEIN LEBEN BEST OF WINTER

SPAS, HOTELS,

THERMEN

ABENTEUER

TRAILRUNNING

HOCH UND HÖHER WWW.WELLIFE.AT

AUCH ONLINE

COVERSTAR KAROLÍNA PLÍŠKOVÁ: WIR HABEN DIE 23. WTA-NUMMER 1 IN PRAG GETROFFEN

FACEBOOK.COM/MERKUR.AT

DIE MERKUR TENNIS-STARS IM PORTRÄT


Gi12 Bon Voyage Stylediver


editorial

GERALD KOGLER GENERALDIREKTOR MERKUR VERSICHERUNG AG

Andere mögen Sie belehren – wir als Ihr Partner wollen Sie zum Lifestyle-Change inspirieren!

FOTOS: CHRISTA STROBL, ARTS & CRAFTS, LENKA HATASOVA, DR. YOGA, FOTOGRAF: LISA BRECKNER; ILLUSTRATION: OFFSET

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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SEAMUS MULLEN Wir haben den Koch, der sich gesund gegessen hat, auf Sizilien getroffen.

as Wichtigste, sagt man, ist, dass man gesund bleibt. Für uns als erste Vorsicherung der Welt ist dieser Gedanke weit mehr als eine bloße Binsenweisheit: Es ist jener Leitgedanke, der all unserem Tun zugrunde liegt.

Andere mögen Sie dahingehend belehren; wir als Ihr Partner, der dabei hilft, dass Sie ein gesundes, genussvolles Leben führen können, verstehen es jedoch als unseren Auftrag, Sie zu inspirieren. Darum geben wir, neben vielen anderen Maßnahmen und Programmen, zweimal jährlich das Lifestylemagazin Wellife für Sie heraus.

TRENDSPORT YOGA Unter der Lupe: Die indische Philosophie und wie sie sich verändert hat

Wir wollen Ihnen neue Möglichkeiten bieten: Auf den kommenden Seiten unserer zweiten Ausgabe zeigen wir Ihnen, wie man bewusst innehalten kann, aber auch, wie Sie aufregende Sportarten für sich entdecken können. Wir informieren Sie darüber, wie Sie gesunde Ernährung zu kulinarischen Höhepunkten werden lassen können und über die besten Möglichkeiten, sich in Hotels eine fantastische Auszeit zu gönnen. Storys aus dem Spitzensport, über trendige Gadgets und technische Highlights für Sporteinsteiger sollen Sie anregen, unterhalten und Ihnen – wenn Sie wollen – den Lifestyle-Change angenehmer machen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude mit den kommenden Seiten Wellife!

KAROLÍNA  PLÍŠKOVÁ 

ZWEI KARRIEREN Sebastian Ofner ist heute dort, wo Karolína Plíšková vor vier Jahren war. Jetzt ist sie die 23. WTA-Nummer 1.


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IMPRESSUM EIGENTÜMER & HERAUSGEBER: Merkur Versicherung AG, Joanneumring 22, 8010 Graz, redaktion@wellife.at, Offenlegung nach § 25 MedienG unter www.merkur.at (Impressum) PROJEKTLEITUNG: Martin Trolf, Johannes Roth VERLAG: Arts & Crafts GmbH, Castellezgasse 36-38/7, 1020 Wien LEKTORAT: ad literam PM: Dominic Kollinger COVER: Lenka Hatasova HERSTELLUNG: Gutenberg Druck GmbH, Johannes-Gutenberg-Straße 5, 2700 Wiener Neustadt

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FOTOS: ARTS & CRAFTS (2), LENKA HATASOVA, ALMDORF REITERALM

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NUMMER 2 / 2017 12-13

Ein langer, heißer Sommer ist vorbei, aber die coolsten Trends für die kalte Zeit sind schon im Wellife nachzulesen. Dazu gehören auch sicher der Trendsport Yoga und gecoachte Workouts mit mobilen Fitness-Apps. Wenn Schönwetterläufer in den Winterschlaf gehen, beginnt die Saison fürs Trailrunning in der Natur

FOTOS: FREELETICS, ADIDAS / WANDERLUST, FITBIT, ON RUNNING, GRÄFE UND UNZER-VERLAG / FOTOGRAF: JÖRN RYNIO, HAMBURG

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oder für Eigengewichtworkouts

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mit TRX daheim im Warmen – inspiriert von Seamus Mullens Story des Lifestyle-Change und angetrieben von der Urkraft des Paleo-Food. Die sehr unterschiedlichen Tenniskarrieren zweier

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Top-Player, Karolína Plíšková und Sebastian Ofner, werden vom Wellife-Team genauso unter die Lupe genommen wie die schönsten Winterlocations und das Leben mit (ohne) Handys. 36-37

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AFFIG GUT RELAXEN!

Wärmende Wellness-Inspiration von den – evolutionär gesehen – nächsten Verwandten des Menschen: Man nütze, wie diese Schneeaffen in Japan, das wohltuende Thermalwasser natürlicher Quellen, um sich auch in der winterlichen Kälte wohlig warm zu fühlen. Positiver Nebeneffekt: Das Immunsystem wird dabei stärker.

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FOTO: MATTHEW-KANE


Der morgendliche Anstieg in den Stubaier Alpen ist an sich schon das Ziel. An der Grenze von Nacht und Tag erlebt man die Berge in ihrer vollendeten Magie. Der Berg wandelt sich vom alpinen Sportgerät des Massentourismus zur Bßhne eines magischen Naturerlebnisses. Der Gipfel des Naturerlebnisses wird dann selbst der Weg dorthin. 6

FOTO: PAUL GILMORE

DIESER WEG IST DER GIPFEL


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FOTO: BRENDA GODINEZ

NATÜRLICH IST SÜSSES GESUND

Zucker ist ungesund. Punkt. Aber nicht immer und nicht alles, und überhaupt ist die Ausnahme auch beim gesunden Ernähren die Regel. Frische Früchte, in Maßen genossenes Dörrobst und zuckerarme Schokolade können unseren Stoffwechsel genussvoll bereichern. Bon Appétit! 9


FUTURE AT PL AY


Trends

28 MEHR ALS

„WENN DER VERSTAND KLAR IST, LEER VON ERINNERUNGEN UND WISSEN, DANN WERDEN DIE DINGE GENAU SO GESEHEN, WIE SIE SIND.“

FOTO: SHUTTERSTOCK (1)

PATANJALI „VATER DES YOGA“

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ALLER YOGI SIND MÄNNER Bisher galt Yoga in westlichen Ländern als beinahe ausschließlich weibliche Aktivität. Neuerdings aber entdecken immer mehr gestandene Männer die asiatische Lehre geistiger und körperlicher Harmonie für sich. 78 % der Männer setzen dabei vor allem auf die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Übrigens: Yoga wird allgemein immer populärer. Jedes Jahr wächst die Yoga-Community – aktuell 3,3 % der Bevölkerung – um mehr als 30 %.

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Trends

COOLE TRENDS

SMART IM WASSER UND IM SCHLAF Die neue fitbit ionic wurde im September auf der Elektronikmesse IFA 2017 in Berlin präsentiert. Sie ist die erste Smartwatch mit Wrist-Pulsmessung, die auch unter Wasser die Herzfrequenz messen kann. Plus automatischer Aktivitätsund Schlaferkennung, GPS, Musik, Coach ... www.fitbit.com

kalter Winter

LINDSEY VONNS GEHEIMNIS „Hyperice Vyper 2.0“ ist die erste Massagerolle, die mit einem vibrierenden Kern ausgestattet ist. Sie massiert das Muskelgewebe bis in die Tiefe hinein und verspricht bis zu 40 % mehr Beweglichkeit – das nützt auch Ski-Star Lindsey Vonn für ihre Vorbereitung auf den Winter. www.transatlantic-fitness.com

SICHER IM TRITT

Schnee, Eis und Matsch sind mit dem Saucony Peregrin 7 ICE+ keine Ausreden mehr, um den nächsten Lauf aufs Frühjahr zu verschieben. Mit extrem griffiger VibramProfilsohle und wasserfestem Obermaterial lassen sich auch winterliche Trails trocken und trittsicher entdecken. www.saucony.com

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Trends

WINTERWORKOUT DAHEIM Mit einem TRX Suspension Trainer hat man ein komplettes Fitnesscenter für daheim und unterwegs. Nur mit Eigengewicht lassen sich alle Muskelgruppen trainieren sowie die Koordination und Beweglichkeit verbessern. Mehr Info auf Seite 26! www.trx-training.at

FÜR HELLE KÖPFE Mit den LUMA Active LED-Hauben werden Läufer auch in winterlichen Abend- und Morgenstunden gut gesehen. Die Kopfbedeckungen aus Hightech-Funktionsgewebe mit LED-Lampen für Nah- und Fernsicht, vorne und hinten, behüten Sie auch am finstersten Trail perfekt. www.shop.luma-enlite.com

FOTOS: HERSTELLER

SURFEN OHNE SOMMER Das brandneue Curfboard (von Curv & Surf), einer der Stars der Sportmesse ISPO 2017, überträgt maritimes Surffeeling auf schneefreie Flächen. Carves und Curves wie auf der Welle werden so zur ganzjährigen Fun-Experience – auch ohne Wind und Wellen. Hang loose! www.curfboard.com

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Trends

YOGA FÜR ALLE ILLUSTRATION: OFFSET

SINNE

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Trends

Das Yoga, wie wir es heute praktizieren, hat wenig gemein mit jenem Yoga, das vor 2.500 Jahren in Indien erfunden wurde. Als Massen­phänomen setzt es sich hierzulande erst seit wenigen Jahren durch.

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Yoga ist zudem gesund für Stoffwechsel, unterstützt die Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen und hilft bei Rückenschmerzen. Im breiten Spektrum der Yoga-Stilrichtungen – es soll unzählige geben – ist für jeden Ehrgeiz, für jede sportliche Vorgeschichte und jede Zielvorstellung etwas dabei.

Sport für Körper und Geist Kein Wunder: Alleine in Österreich soll es 250.000 Yogis und Yoginis geben, Tendenz steigend. Der Erfolg von Yoga kommt dabei nicht von ungefähr: Es bedient eine breite Zielgruppe körperbewusster und auch spiritueller Menschen, die sich unter Anleitung anstrengen und dadurch letztlich entspannen wollen. Dabei gibt man dem Körper jene Flexibilität und Grundkraft zurück, die durch unseren Alltag oft verloren gehen.

Hauptziel „loslassen können“ In Europa hat sich das sogenannte Hatha Yoga seit den 1920er Jahren als die populärste Yoga-Art durchgesetzt. Es ist ein „360-Grad-Sport“. Das Gleichgewicht zwischen Geist und Körper soll dabei über mitunter anstrengende körperliche Übungen („Asanas“) sowie Atem- und Meditationsübungen wieder hergestellt werden. Wenngleich die Übungsintensität in den diversen Ausprägungen der Stile unterschiedlich gewichtet ist, so hat sich doch am Prinzip seit den Yoga-Anfangszeiten nichts geändert. Schon als der als Vater des Yoga bekannt gewordene Patanjali (ca. 3. Jhdt. v. Chr.) sein „Yogasutra“ verfasste, war Yoga klar darauf fokussiert, einen besonderen Zustand zu erreichen: Damals sollte durch die vollkommene Überwindung des eigenen Bewusstseins der Weg zur ultimativen Selbsterkenntnis geebnet werden. Heute ist der erfolgreich, der mittels Yoga seine Alltagssorgen loslassen kann …

FOTOS: ADIDAS / WANDERLUST (3)

as Sein ins Gleichgewicht zu bringen: Das ist das Basisversprechen, das Yoga den weltweit Millionen praktizierenden Yogis und Yoginis geben kann. Der Bedarf danach scheint durchaus gegeben zu sein: Yoga, das weder als reine Sportart noch als Philosophie und schon gar nicht als religiös-esoterische Übung definiert werden will, ist ein Massenphänomen geworden. Die UNO hat es zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt und obwohl man, um Yoga zu praktizieren, bestenfalls eine Matte benötigt, setzen Sonnengruß und Padmasana weltweit Unsummen um: Das Wall Street Journal schätzte den Börsenwert der Yogaindustrie bereits vor fünf Jahren auf nicht weniger als 42 Milliarden Dollar.

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Trends

ERSTMAL

GAR NICHTS. : Ist Yoga mehr Sport, mehr Philosophie, ist es mehr Entspannungoder Dehnungsübung – wie definiert sich Yoga? VICTORIA ECKER: Es ist alles das. Je nachdem, was der Einzelne will und braucht und sucht. Für manche ist es schlicht Gymnastik, für manche ist es ein auspowerndes Workout. Für Menschen, die körperlich nicht so fit sind, ist es mehr Atmung und mehr Meditation. Ich sehe es wie ein Buffet. Darauf sind Übungen, Techniken und Möglichkeiten angerichtet, von denen man sich nehmen kann, was man will. Das geht von Körperübungen und Bewegungen über Atem- oder Meditationsübungen bis hin zu den Reinigungsübungen, die die alten Yogis gemacht haben. Was wir im Westen heute als Yoga praktizieren, besteht zu 95 % aus Bewegung.

Es gibt viele absurde Yoga Trends … … ja, Tequila-Yoga oder Ziegen-Yoga. Ich persönlich halte davon nicht viel. Ich mag’s halt nicht, wenn Ziegen auf mir herumtrampeln. Aber ich find’ super, dass solche Trends wahrscheinlich mehr Menschen zum Yoga bringen. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass man ein Leben lang Bier-Yoga machen will, aber wenn sich dadurch mehr Männer mit Yoga auseinandersetzen … warum nicht? Ich bin da relativ liberal.

Stimmt. Die Yogastile aus dem letzten Jahrhundert, die sich so von 1960 bis 2000 entwickelt haben, die waren wesentlich strenger. Da durfte man fast nicht lachen, man musste alles genau so machen, wie der Lehrer sagte, und der Lehrer war der große Guru. Ihm hat man nicht widersprochen. Bei doktor yoga pushen wir niemanden. Wir machen eher das Gegenteil, sagen, „Hey, mach ein bissl weniger, mach einmal Pause!“ Die Leute pushen sich ohnehin selber.

Wohin geht die Reise im klassischen Yoga moderner Prägung? In Richtung weniger Leistungsdruck, weniger Esoterik, weniger Gurus. Jeder Yogaschüler ist sich selbst sein eigener Guru, der Lehrer ist ein Dienstleister.

Wenn man Yoga unter dem gesundheitlichen Aspekt sehen wollte: Bei welchen Leiden kann Yoga helfen? Zunächst ist eines wichtig: Man muss deutlich machen, dass man als YogaLehrender kein Mediziner ist, kein Psychologe und kein Therapeut. Wer Yoga übt, kann zwar eine Verbesserung bei manchen Alltagsleiden erzielen, aber zu einer Diagnose sollte man unbedingt nur einen ausgebildeten Mediziner heranziehen.

Es gibt unendlich viele Stile. Was ist die Gemeinsamkeit und was macht ihre Faszination aus? Das Gemeinsame ist eine gewisse Achtsamkeit. Für mich ist wichtig: Kein Leistungsdruck – ich muss das nicht machen, ich muss das nicht können. Ich muss erstmal gar nichts. Ich mach’ nur das, was mir guttut! Ich stress’ mich nicht, denn Stress hab’ ich eh den ganzen Tag. Ich sag’: Wurscht, ich probier’s einmal und schau, was passiert. Das ist aber nicht überall so. Im Bikram-Yoga zum Beispiel, bei dem man die Übungen bei 40 Grad Celsius macht, geht’s sehr wohl um Leistung und Zielerreichung.

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Man kann aber durch Yoga Linderung von Beschwerden erzielen. Ja, zum Beispiel bei Rückenbeschwerden. Oder Schmerzen in den Schultern. Gerade Schmerzen im unteren Rücken sind oft das Resultat einer Verkürzung von Muskeln und Sehnen. In so gut wie jedem Yogastil wird das gedehnt. Aber auch Kopfschmerzen, die durch Verspannungen entstehen, gehen oft schnell weg. Oder: Durch Laufen oder Radfahren verkürzte Oberschenkel-

FOTOS: DR. YOGA (4), FOTOGRAF: LEA PACHTA, LISA BRECKNER; ILLUSTRATION: OFFSET

ICH MUSS

Victoria Ecker betreibt in Wien unter der Marke doktor yoga zwei sehr erfolgreiche Yoga-Studios. Im Gespräch mit wellife erklärt sie, warum Yoga dort besonders erfolgreich ist, wo man beim Üben ohne Leistungsdruck den Körper gleichzeitig zu kräftigen und ihn zu entspannen lernt.


Trends

rückseiten- und Wadenmuskulatur wird durch Yoga gedehnt und gestärkt. Das gilt auch für die Fußmuskulatur, die ist ja gerade bei Frauen ein Problem, weil die oft zu hohe, zu spitze oder zu enge Schuhe tragen. Das kann sich bis in den oberen Rücken auswirken. Apropos: Yoga scheint eher von Frauen ausgeübt zu werden. Warum? Keine Ahnung. In Indien war Yoga ausschließlich Männern vorbehalten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte man im Königspalast begonnen, Yogaübungen für Soldaten zur Kräftigung einzuführen. Also ein reines Männerding. Davor war Yoga mehr Meditation, eine Philosophie. Vielleicht ist es das Esoterische, dem Frauen eher zugeneigt scheinen. Ein Grund könnte noch sein, dass Männer von Haus aus nicht so flexibel sind wie Frauen und ihnen Yoga deshalb nicht so leicht fällt.

Trotzdem zieht Yoga auch immer mehr Männer an, oder täuschen wir uns da? Nein. Ich hab zwar 80% Frauen in meinen Studios, aber es kommen doch immer mehr Männer. Ich war gerade in Kalifornien, wo Yoga in den 1960er und 1970er Jahren durch die Hippie-Bewegung wieder aufgekommen ist. Die sind uns dort in Bezug auf Yoga zehn bis 20 Jahre voraus. Und es gibt 30 bis 40 % Männer in den Studios. Wenn ich meinen Lifestyle ändern will: Warum sollte ich mich Yoga nähern? In vielen Sportarten finden Sie noch mehr Stress und Druck. Man baut den Stress nicht ab,

den man tagsüber aufgebaut hat, sondern erhöht ihn sogar noch. Yoga ist: Wenig Leistungsdruck, Atemübungen, die beruhigend wirken. Dadurch baut man Stress ab. Bei Yoga bewegt man sich, der Serotonin­spiegel steigt, der Stoffwechsel wird angeregt, zusammen mit der Achtsamkeit – das alles und mehr führt dazu, dass man quasi von selbst gesünder lebt, sich anders ernährt und eben mehr auf sich achtet.

YOGA-STILE: KURIOSE TRENDS Ziegen-Yoga

Während der Asanas trampeln junge Ziegen auf dem Yogi oder der Yogini herum. Wie viele Yoga-Trends kommt auch dieser aus den USA und findet über die sozialen Medien weite Verbreitung in Europa. Soll angeblich die Konzentration auf Atem und Körperspannung heben.

Lach-Yoga

Zweifellos der lustigste Trend aus der Yoga-Bewegung. Erfunden soll es Norman Cousins, ein kalifornischer Wissenschaftsjournalist, haben. Während der Übungen wird grundlos gelacht. Irgendwann soll dieses Lachen in ein natürliches Gelächter ausarten, das dann befreiend wirken soll.

Nackt-Yoga

Star der Szene ist die 28-jährige Australierin Jessa O’Brien. Ihr habe Nackt-Yoga geholfen, „ihren Körper zu akzeptieren und zu lieben“, schreibt sie. Dass ihr das nicht allzu schwergefallen sein dürfte, kann man auf ihrem Instagram-Profil „thenudeblogger“ gut sehen. 61.000 Menschen folgen ihr dort – nur wegen des Yogas natürlich. Mit den freizügigen Aufnahmen der hübschen Yogini hat das freilich nichts zu tun.

Rage-Yoga

Schreien, Fluchen und Asanas in der biergeschwängerten Luft im Hinterzimmer von Dickens Pub in Calgary, Canada: Wer was rauszulassen hat, kann das ebendort unter sachkundiger Anleitung von Lindsay Istace für 12 $ gerne auch beim Yoga tun.

Tequila-Yoga

Erfinder David Sye beruft sich darauf, dass Tequila schon bei den Azteken zur rituellen Reinigung verwendet wurde. Tatsache ist: Wer sich vor der Session ein paar Shots Olmeca reinhaut, sieht die Asanas gleich entspannter. Vom medizinischen Standpunkt aus muss man allerdings abraten.

Bier-Yoga

Wurde von einer Berliner Yoga-Lehrerin, die es beim Burningman-Festival in Kalifornien gesehen hatte, nach Deutschland gebracht: Bierflaschen werden in die Übungen integriert, nach Anspannungsphasen gibt’s einen kräftigen Schluck.

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DER COACH

AM TELEFON

Übertraining, Untertraining, falsche Technik, mangelnde Übersicht, fehlende Motivation … Die modernsten mobilen Sport-Applikationen haben für all diese Problem die passenden Antworten. Und das 24/7, wo immer wir gerade sind. Sie nehmen uns an der Hand wie erfahrene Coaches, führen uns durch die Workouts, erstellen farbenfrohe,

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leicht verständliche Leistungsstatistiken und entwerfen auf dieser Basis neue Ernährungs- oder Trainingspläne. Wer will, kann sich mit einer weltweiten Community verbinden und sich mit Gleichgesinnten austauschen oder messen. Wir haben die besten Apps für Sie unter die Lupe genommen und uns angesehen, was sie wirklich können.

Die neuesten Sport-Apps sind mitdenkende Personal Coaches für alle Arten von Workout.

FOTOS: HERSTELLER, BEIGESTELLT, VERLAGE

Beim Sport ist man nicht länger auf sich allein gestellt: Mobile Sport-Apps begleiten uns wie Coaches am Smartphone oder der Smartwatch.


Trends

Freeletics Das mobile Fitnesscenter, der Laufcoach zum ­Mitnehmen, die individuelle Diät­ beratung inkl. Einkaufsliste et cetera, et cetera – das alles in nur einer App, die den Bewegungswilligen wirklich rundum betreut durch den Tag begleitet. Man wählt einfach eines von drei Trainingsprogrammen – Bodyweight, Running, Gym – aus, passt dieses an seine Ziele, Lebensumstände und den Lebensstil an und los geht’s mit durchgeplanten, interaktiv betreuten Programmen für jeden Tag. Erhältlich für Android und iOS als Abo mit Laufzeiten zwischen drei und zwölf Monaten. Mehr Info auf www.freeletics.com

01 TRAINING FÜR  KÖRPERREGIONEN  02  INDIVIDUELLE  TRAININGSPLÄNE 

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Sworkit 01 PROGRAMM WÄHLEN  02  ZIELE DEFINIEREN 

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Eine der meistprämierten Trainings-Apps weltweit ist Sworkit. Sworkit bietet für alle ambitionierten Sportler die passenden flexiblen Programme – und zwar gratis mit der Möglichkeit zum Upgrade auf ein kosten­pflichtiges PremiumLevel. In den vier Kategorien Kraft, Cardio, Yoga und Stretching können je nach Leistungsniveau, Zeitplanung und/oder Motivation verschiedene Trainingspläne an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Video-­Trainer übernehmen die Funktion eines realen Coaches. Erhältlich für Android und iOS. Mehr Info auf www.sworkit.com

Runtastic

FOTOS: FREELETICS (4), SWORKIT (2), RUNTASTIC (2), LIFESUM (2)

Runtastic ist der Sport-App-Klassiker mit österreichischen Wurzeln – gemeinsam mit der Laufcommunity von Läufern für Läufer entwickelt. Die Runtastic App zeichnet nahezu alle denkbaren Fitnessaktivitäten wie Laufen, Radfahren und Walken auf und verwendet dafür die GPS-Technologie der Smartphones. Wer will, kann die gesammelten Daten mit der Laufcommunity sharen und sich via App von Freunden motivieren lassen. Runtastic erfasst alle relevanten Parameter bis hin zu Schrittfrequenz und -länge, erstellt eigene Workouts und ist auch mit Smartwatches kompatibel. Der Schuhtracker zeigt Läufer-Know-how: Mit ihm lässt sich die Lebensdauer der Laufschuhe genau verfolgen. Erhältlich für Android und iOS. Mehr Info auf www.runtastic.at

01 ÜBERSICHTLICHE  LEISTUNGSKONTROLLE  02  MAPS MIT INTERAKTIVER  AUSWERTUNG 

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Lifesum 01 ECHTZEITCOACHING  02  ERNÄHRUNGS-DASHBOARD

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Studien bewiesen, dass die Gewichts­reduktion bei verschiedensten Diäten doppelt so schnell erfolgt, wenn die Ernährung exakt getrackt wird. Lifesum errechnet auf Basis von Alter, Größe, Aktivitätslevel und zusätzlichen sportlichen Aktivitäten die täglichen Ernährungsparameter. Nachdem man sich ein Ziel gesetzt hat, entwickelt die App ein Programm mit Rezepten, Speiseplan, Tracking der Ernährung und interaktiver Motivation. Lifesum ist zu Recht die international erfolgreichste Ernährungs-App und lernt nicht nur von einer Community aus 20 Millionen Usern, sondern passt sich intelligent lernend auch an die Gewohnheiten und Bedürfnisse des Users an. Erhältlich für Android und iOS. Mehr Info auf www.lifesum.com

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Body SICHER ON TOUR: MAMMUT BARRYVOX Das brandneue „Lawinenpiepserl“ für Tourengeher und Trailrunner mit einfachster SmartphoneBedienung und robustem, leichtem Gehäuse. www.mammut.com

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WARM-UP MIT BAND Powerband Minis sind kleine Helfer fürs Aufwärmen. Der geringe Widerstand erlaubt viele, subintensive Wiederholungen. Die kleinen Bändchen bringen Muskeln und Kreislauf groß in Fahrt. www.transatlantic-fitness.com

DER SMARTSKI

FOTOS: HERSTELLER, LOISIUM

REGENERATION IM POOL

Pomocup ist ein Datenerfassungsgerät für Skifahrer. Es lässt sich magnetisch am Ski befestigen und fungiert als smarter Coach für jede Skitour. Das Gerät misst u.a. Hangneigung, Schrittlänge, Schrittfrequenz, Tourendauer, Höhe, Geschwindigkeit, Distanz und sendet die Daten in Echtzeit ans Smartphone. www.pomoca.com

Wasser ist das ideale Element, um sich vom Sport zu erholen. Die Kühle des Wassers wirkt Mikroentzündungen der Muskulatur entgegen, massiert beim Schwimmen die Muskeln und übt mit seinem Unterwasserdruck eine angenehme Kompression aufs Bindegewebe aus.

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DEIN WEG IST DORT,

WO DU WILLST

LAUF-LANGEWEILE IST GESCHICHTE: ABSEITS DER AUSGETRETENEN PFADE WARTET DAS ABENTEUER TRAILRUNNING Der Trail über Stock und Stein macht   aus jedem Lauf ein Ereignis und aus   zurückgelegten  Kilometern   intensive Erlebnisse mit der Natur.  

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ie Sonne hebt sich über das herbstliche Tal. Nur zögerlich bricht sie durch die Nebelschwaden, die frühmorgens die Baumkronen umspielen. Ein einsamer Läufer macht sich bereit: Mit schnellen Schritten wärmt er sich auf, dehnt die Beinmuskeln, schaut noch einmal auf die Uhr und beginnt zu laufen. Weg vom Pfad, mitten ins Dickicht des Waldes ... Es ist eine Szene, der an Mystik und Harmonie wenig gleichkommt. Das Abenteuer Trailrunning hat begonnen. Raus ins Leben Laufen als Sport, das stand ja lange im Ruf der Eintönigkeit. Das Bild kilometer­fressender Fadesse entlang monotoner Parkszenarien, Landstraßen oder Vorstadtwege wirkte auf Adrenalinjunkies eher abschreckend als motivierend. Langeweile als Ausrede für Nichtläufer ist nun aber passé. Denn das Versprechen, das Trailrunning dem halbwegs Geübten gibt, ist verheißungsvoll: Laufen, wie es von der Schöpfung ursprünglich gemeint war. Ein intensives Naturerlebnis ohne Grenzen.

DIE HALTEN WAS AUS: DIE BESTEN TRAIL SCHUHE 2017

01 FOTOS: ON RUNNING, SAUCONY, ADIDAS

SALOMON SENSE RIDE

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SAUCONY KOA ST

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Basistraining sollte vorhanden sein Was Trailrunning genau ist, ist das, was jeder Läufer und jede Läuferin draus macht. Eine Basisdefinition bietet die ATRA, der österreichische Trailrunningverband: „Ein Trail sollte nicht mehr als 20 % Asphalt beinhalten und Auf- und Abstiege vorweisen.“ Gemeinhin wird unter dem Begriff „Trail“ also eine Laufstrecke im Gebirge verstanden – was natürlich besondere Ansprüche an die Trailrunner stellt. Die erfüllt man, wenn man sich einem gewissen Grundlagentraining unterzieht: „Fünf Kilometer sollte man ohne Unterbrechung locker laufen können, die Fußmuskulatur, die Bänder und Sehnen von den Knöcheln über die Knie bis in den Rumpf müssen einigermaßen gekräftigt sein.“ Richtige Ausrüstung Abgesehen davon wird nur die richtige Ausrüstung vorausgesetzt. Die ist denkbar günstig: An erster Stelle steht der richtige Schuh, trittsicher soll er sein und gutes Profil haben. Ebenfalls vorteilhaft: Trailrunningstöcke, ein Spezialrucksack, Funktionskleidung, Stirnlampe. Wer darüber hinaus noch eine entsprechende GPS-Uhr hat, kann nicht nur die geografischen Daten jederzeit überprüfen, sondern auch Pulsfrequenz, Trainingsfortschritt und vieles mehr.

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ON CLOUDVENTURE WATERPROOF 23


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10 FRAGEN ZUM TRAILRUNNING 1. Warum Trailrunning? Die Kombination aus Laufen und Natur ist immer einen Versuch wert. Die Verbindung zwischen Geschwindigkeit und Bergerlebnis ist faszinierend. 2. Wie oft kann man laufen? Wer das Glück hat, in unmittelbarer Nähe zu einem landschaftlich reizvollen und sportlich anspruchsvollen Gebiet zu leben, der kann Trailrunning auch täglich betreiben. Voraussetzung: Die nötige Übung; Untrainierte sollen natürlich nicht gleich damit beginnen, das Laufen im Gelände erfordert schon eine gewisse Aufbauarbeit.

LET’S HIT

THE TRAIL! DIE BESTEN TRAILRUNNING-EVENTS Hochkönigman, Österreich 1.6. bis 3.6.2018 DER alpine Trailrunningevent mit vielen Bewerben und einer coolen Community www.hochkoenigman.at Podbrdo Trail Running Festival, Slowenien 15.6. bis 17.6.2018 Erleben Sie die Schönheiten des TriglavGebirges im Laufen www.gm4o.si Dalmacija Ultra Trail, Kroatien 21. bis 22.10.2018 Das Meer beim führenden Trailrun Kroatiens genießen www.dalmacijaultratrail.com

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3. Der Unterschied zum Berglauf? Beim klassischen Berglauf geht’s darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Höhenmeter zu schaffen. Darum geht’s beim Trailrunning überhaupt nicht, hier geht’s um die Überwindung von Distanzen auf schmalen, natürlichen Pfaden. Die dürfen ruhig Steigung aufweisen, können, müssen aber nicht unbedingt megasteil sein. MARIE-LUISE MÜHLHUBER IST PASSIONIERTE TRAILRUNNERIN. SIE ARBEITET ALS SPORTWISSENSCHAFTLERIN IM MERKUR LIFESTYLE SPA ACHENKIRCH

4. Wie beginnt man mit Trailrunning? Für komplette Neueinsteiger beginnt Trailrunning am besten im Fitnessstudio. Wer als „Flachlandläufer“ auf Asphalt bereits ein gewisses Niveau hat, kann zunächst mit leichten Läufen im flachen Gelände oder mit Bergtouren beginnen. „Man sollte nichts erzwingen“, sagt Marie-Luise Mühlbauer. 5. Was sagt die Sportwissenschaftlerin? Marie-Luise Mühlhuber: „Bei Trailrunning bewegt man sich während eines Laufes im Wortsinn über Stock und Stein, mal ist der Untergrund weicher, mal härter, mal steiler, dann wieder flacher. Man muss also koordinativ gut drauf sein und einen sauberen Tritt haben.“ 6. Kann jeder Trailrunner werden? Im Prinzip ja, vorausgesetzt, man hat die nötige Trittsicherheit. „Dazu müssen Sehnen und Bänder gut vorbereitet sein“, erklärt Expertin Marie-Luise Mühlhuber. „Durch den instabilen Untergrund ist die Gefahr relativ hoch, dass man umknickt. Wenn man da nicht


ALLES DABEI IM GELÄNDE

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Asics Running Light Weight www.asics.com

Mammut MTR 201 www.mammut.com

Enduro 12 www.dynafit.com

BEVOR MAN MIT TRAILRUNNING BEGINNT, SOLLTE MAN DURCH GEZIELTES TRAINING BÄNDER UND SEHNEN STÄRKEN.

FOTOS: PATRICK PLATZDASCH, ON RUNNING, SAUCONY, SUUNTO, MAMMUT, ASICS, OBERALP / DYNAFIT

MARIE-LUISE MÜHLHUBER MERKUR LIFESTYLE-SPORTWISSENSCHAFTLERIN, TRAILRUNNINGEXPERTIN

durch Bergtouren oder entsprechende Kräftigungsübungen Bänder und Sehnen anpasst, dann kann es zu Bänderund Sehnenrissen oder – im schlimmsten Fall – Brüchen kommen.“

„Und natürlich die Knie“, denn es geht über weite Strecken bergab. „Wenn man nicht irgendwann mit Meniskusproblemen kämpfen will, sollte man diese Körperpartien pfleglich behandeln.“

7. Kann man Trailrunning in jedem Alter machen? „Ja, aber man sollte zumindest fünf Kilometer mühelos laufen können. Weil die Konzentration bei Überforderung schnell nachlässt und man dann verletzungsanfälliger wird.“

9. Welche Ausrüstung brauche ich? Das Wichtigste: Gute Schuhe mit ordentlichem Profil. Neben dem Offensichtlichen (gute Funktionskleidung!) ist es auch von Vorteil, wenn man sich spezielle Trailrunning-Stöcke fürs Gelände zulegt, weiß die Expertin.

8. Welche Körperpartien sind besonders beansprucht? Abgesehen von der Bein- und Fußmuskulatur ist, so die Expertin, besonders auch die Rumpfstabilität gefordert.

10. Was muss man noch beachten? Vorbereitung ist das A & O des Trailrunnings. Strecke, Ausrüstung, Training – wer sich alleine in die Natur begibt, darf nichts dem Zufall überlassen!

ZEIT FÜR NATUR Die Suunto Spartan Trainer Wrist HR ist die neueste Suunto Multisport-Uhr mit robuster Stahllünette, GPS, farbigem Touchscreeen und Herzfrequenzmessung am Handgelenk. www.suunto.com

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POWER @ HOME:

TRX-WORKOUT IN 15 MINUTEN

Wenn’s kühl wird, scheut man selbst den Weg ins Fitnessstudio. Wer dennoch motiviert ist, verlegt Kraft- und Koordinationstraining ins Wohnzimmer. Gut, wenn man da mit wenig Sportgerät auskommt: Mit dem TRX-Suspension-Band, entwickelt für US Marines im Aus26

landseinsatz, trainiert man mit dem eigenen Körpergewicht den ganzen Body in nur 15 Minuten. Wir haben die vier wichtigsten Übungen für Sie zusammengestellt, die Sie daheim, im Office, in Hotelzimmern etc. durchführen können. Mehr auf www.trx-training.at


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Atomic Liegestütz & Crunch Gehen Sie in den Liegestütz. Platzieren Sie beide Füße in der Schlaufe des TRX-Bandes. Ausatmen, die Beine zur Brust ziehen und Oberarme beugen sowie Oberkörper zum Boden senken. Einatmen, dann langsam zurück in die Ausgangsposition! 10 Wiederholungen.

REGIONEN: GESÄSS, OBERSCHENKEL, UNTERER RÜCKEN, BAUCH

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Ausfallschritt Gehen Sie in eine lockere, im Knie gebeugte Stellung und legen Sie einen Fuß in die Schlinge des TRX-Bandes. Senken Sie langsam den aufrechten Oberkörper ab, beugen dabei das Standbein bis zur Endposition bei 90°. Halten Sie kurz die Position und richten Sie sich langsam wieder auf. 10 Wiederholungen.

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REGIONEN: BAUCH, ARME, OBERSCHENKEL, BRUST

REGIONEN: SCHULTER, RÜCKEN, OBERARME, BRUST

REGIONEN: BRUST, SCHULTERN, UNTERARME, RÜCKEN, GESÄSS

Brust-Press Stellen Sie sich breitbeinig mit dem Rücken zum TRX-Band auf. Ergreifen Sie die beiden Schlaufen und machen Sie einen Schritt vorwärts. Halten Sie den Körper ganz gerade und lehnen Sie sich nach vorne, bis die Brust die Hände berührt. Dann kraftvoll zurückstoßen! 10 Wiederholungen.

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Delta-Fliegende Stellen Sie sich gerade und breitbeinig mit Blick zum TRX-Band auf. Ergreifen Sie beide Handschlaufen und lehnen Sie sich mit geradem Körper nach hinten. Langsam ziehen Sie sich durch seitliches Auseinanderziehen der Arme – diese bleiben dabei leicht gebeugt – wieder nach vorne. 10 Wiederholungen. 27


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„ZUCKER LÄSST DICH NUR IM STICH; ICH SCHAUE AUF DIE RICHTIGE MENGE PROTEIN, BEVOR ICH TRAINIERE.“ EVANDER HOLYFIELD

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FOTO: SHUTTERSTOCK

ZUCKER GEGEN DEN DURST Sechs Kilo Zucker pro Jahr nehmen wir durchschnittlich alleine mit Softdrinks zu uns. Ein Liter Cola enthält 36 Stück Würfelzucker. Zucker enthält leere Kalorien und löst einen Mechanismus aus, der uns mehr und mehr essen lässt. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass Zucker für Übergewicht und fast alle Stoffwechselerkrankungen verantwortlich ist. Die Alternativen liegen in der Natur: Ein wenig Honig süßt köstlich und Wasser löscht den Durst herrlich erfrischend!

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ESSEN RETTETE SEIN

LEBEN

DIE STORY DES STARKOCHS „CYCLING CHEF“ SEAMUS MULLEN, DER SEIN LEBEN VON GRUND AUF ÄNDERTE, IST ES WERT, ERZÄHLT ZU WERDEN.

FOTO ARTS & CRAFTS

Am Anfang waren Schmerzen, ein Unfall und die niederschmetternde Diagnose „rheumatoide Arthritis“. Seamus Mullen machte daraus die Erfolgsgeschichte seines Lebens und seiner heilenden Küche.

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eamus Mullen ist eigentlich ein typischer „Farmboy“: Im idyllischen Vermont in Neuengland wuchs er inmitten von Kühen auf einem Biobauernhof auf. Seine Leidenschaften, Radfahren und gutes Essen bildeten sich früh heraus. Schon in der Highschool, sagt er, sei er begeistert vom Cycling und Cooking gewesen, so begeistert, dass er seine weiterführende Ausbildung an der führenden Kochakademie Neuenglands machte. Von dort zog es ihn direkt nach Europa, wo er sich in Spanien quer durch alle Michelinrestaurants des Landes kochte: Mehr als acht Jahre lang sog Seamus in San Sebastían, Barcelona und Madrid die iberische Küche förmlich in sich auf, holte für seine Arbeitgeber Sterne im Baskenland und Hauben in Katalonien. Die leichte Mittelmeerküche, die Kochschule des Festlands, die deftigen Genüsse der Pyrenäen – Seamus meisterte sie alle.

Der Weg nach oben beginnt ganz unten Dann zurück nach New York. Mit seinem ersten eigenen Restaurant beschert er seinen Gästen kulinarische Höhenflüge, seinem Lokal grandiose Kritiken und ihm selbst Glamour, TV-Shows und Partys. Plötzlich, ohne Vorwarnung, der Filmriss: Überarbeitet aufs Motorrad, noch schnell ins Studio, dazwischen ein Sprung zu einem Empfang und dann mit Vollgas und tausend Gedanken auf der Ducati über die Brooklyn Bridge. Ein Knall, grelle Lichter und … Cut! Nächste Szene: Emergency Room. Multiple Frakturen und dazu ein niederschmetternder Befund: Eine als unheilbar geltende Krankheit, rheumatoide Arthritis, zerfrisst seine Gelenke. Seamus findet sich damit ab und lässt sich mit Medikamenten vollstopfen. Mit dramatischen Folgen: Stress, Schmerzen und Übergewicht machen den einst so vitalen Farmboy mit nur 30 Jahren zum Wrack. In der Früh, erinnert er sich, konnte er sich kaum mehr aus dem Bett bewegen. Radfahren, seine einstige Leidenschaft,

UNTERSCHIED: 1 JAHR GUTES ESSEN Seamus Mullen am Höhepunkt seiner Krise, vollgepumpt mit Kortison, und nach einem Jahr „real food“ voll Kraft und Lebensfreude und ohne Chemie im Körper.

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FOTOS: ARTS & CRAFTS, PRIVAT, SEAMUS MULLEN

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FOTOS: ARTS & CRAFTS

war undenkbar geworden. Zur Betäubung von Schmerz und Frustration gab er sich bedingungslos dem Stress seines Berufs hin. Bis zur totalen Erschöpfung. Dann folgten die Depressionen, das Burn-out. Tilt! Am tiefsten Punkt seines Lebens trifft er einen Arzt, der ihm die heilende Kraft des Essens näherbringt. Seamus begreift, dass er sein Leben ändern muss. Er beginnt mit der Ernährung: Gemüse und noch einmal Gemüse – am besten roh. Vollwertige Nahrungsmittel, hochwertige Fette, Bio-Fleisch, Fisch, Früchte, Nüsse. Hände weg vom Zucker und vom Alkohol! Jeden Tag wird er stärker, steckt Rückschläge weg wie ein Boxer. Seamus geht seinen Weg, entdeckt das Radfahren neu. Stundenlang zieht er seine Bahnen durch den Central Park, nützt jede Minute für Touren mit dem Mountain Bike, trainiert mit Profiteams, denkt und redet „Radfahren“. Sein Ziel: Die Lebensfreude durch eine neue Balance von Gesundheit und seelischer Harmonie zurückzugewinnen. Oben bleiben mit Herz & Seele Heute hat er’s geschafft. Seit zwei Jahren lebt Seamus Mullen medikamentenfrei, seine rheumatoide Arthritis ist auch mit feinster Labortechnik nicht mehr zu diagnostizieren. Seamus ist nicht nur

geheilt, er besitzt auch zwei preisgekrönte Restaurants in Manhattan: Im Tertulia und im El Comado kocht er für Stars, wurde NY Times-„Chef of the Year“, ist wieder regelmäßiger Stargast im TV. Anders als früher aber nimmt er sich Zeit: Seamus sagt lieber Termine ab, als auf sein tägliches Radtraining zu verzichten. Dazu kommen Kraft- und Koordinationsübungen, die er überall, auch in Arbeitspausen, durchführen kann. „Ich lasse nicht nach, kämpfe weiter und werde täglich belohnt. Meine Ernährung und mein aktives Leben sind mein Lifestyle. Begleitet mich auf meiner Reise, denn eins ist klar: Gesund leben macht Spaß!“, gibt Seamus den Wellife-Lesern mit auf den Weg. Und: „Pfeift auf Diäten – genießt euch gesund!“

SEAMUS’ LIFESTYLE-CHANGE • Es gibt kein Superfood – Super-Überdrüber-Marketingprodukte wachsen nicht in der Natur und Magie führt nicht zum Ziel, sorry! • Hab Spaß beim Kochen – Essen ist Freude pur. • Vergiss Kalorien und Waagen – Genieße echtes Essen und das Abnehmen kommt von ganz alleine. • Sei geduldig – jede Veränderung braucht Zeit, der Erfolg kommt bestimmt. • Iss natürlich – kein Zucker, kein FastFood, kein Industriejunk, keine Nahrungsergänzung – dafür köstliches Bio-Gemüse, Früchte, Vollwertnahrungsmittel, gute Fette, Nüsse, Beeren … • Motivier dich zur Bewegung – jeden Tag bewegen, wie’s dir Spaß macht. Am besten auf dem Rad;-) 33


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ESSEN FÜR 360° WOHLBEFINDEN,  365 TAGE IM JAHR 

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esundes Essen neu erfunden. Oder besser: endlich wiedergefunden. Die „Real food heals“-Küche von Seamus Mullen ist weder eine Sammlung von Geheimrezepten noch ist sie ein Lexikon von Functional-Food-Produkten der Lebensmittelindustrie. Die ganze Philosophie dieser heilenden Küche beruht auf der Natürlichkeit und den biologischen Qualitäten der Zutaten und ihrer Vielfalt. Natürlich spielen probiotische Nahrungsmittel wie Kefir, Sauerkaut oder Blauschimmelkäse eine wichtige Rolle. Natürlich sind Fische und Öle, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, Eckpfeiler des Konzepts. Ganz wichtig ist aber, dass Gemüse die Hauptrolle übernimmt. Angereichert mit der vollen Power edler Gewürze, gesunder Kräuter und wertvoller Fette. Fleisch übernimmt eine wichtige Nebenrolle. Aber Gemüse, Früchte, Nüsse sind die wahren Stars. Seamus’ Hymnus ans Gemüse im O-Ton – während er in Sizilien für Wellife marinierten Brokkoli am offenen Feuer grillte: „Ihr könnt Gemüse so zubereiten, als ob es Fleisch wäre. Grillt Gemüse, backt es, legt es ins Feuer, mariniert es, würzt es wie euer Lieblingssteak, steckt es auf den Spieß, peppt es mit Saucen und Ölen auf. Macht Gemüse zur Hauptsache. Fleisch ist nur eine gute Beilage!“

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COOK FROM THE HEART, COOK FOR THE BODY, COOK WITH LOVE. SEAMUS MULLEN

TROPISCHER

ENERGIERIEGEL für 12 Riegel 140 g Macadamia-Nüsse 200 g getrocknete, ungezuckerte Ananas 75 g ungesüßte Kokosnussflocken 2 EL Kokosnussöl 60 g Kakaobutter 1 EL Chia-Samen 1 TL grobes Meersalz

Zubereitung 1. Alle Zutaten in einer Küchenmaschine vermischen, bis ein Teig entsteht, der sich wie ein trockener Keksteig anfühlt.

2. Masse auf einem mit Küchenfolie ausgelegten Backblech verteilen, mit Küchenfolie bedecken und anpressen. 3. Mit einem scharfen Messer in 12 Riegel schneiden und einzeln in Wachspapier oder Folie verpacken. Bewegen und genießen!


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GEBACKENE SÜSSKARTOFFELN MIT KOKOS, AHORNSIRUP UND PAPRIKA für 2 – 4 Personen 4 mittelgroße Süßkartoffel 4 EL Kokosnussöl 4 EL Butter 4 EL Ahornsirup 2 EL Fleur de sel – Meersalzflocken 2 TL scharfer Paprika Schale und Saft von 1 Limette Frische Koriander- und Minzeblätter

1. Backofen auf 200°C vorheizen. 2. Die Süßkartoffeln in einer Bratpfanne rösten, bis sie zart und gar sind. Das kann bis zu 30 Min. dauern. Dann die Süßkartoffeln halbieren und wieder mit der Schnittfläche nach oben in die Pfanne legen. 3. Ofen auf Grill oder Oberhitze stellen. Die Schnittflächen der Süßkartoffeln mit Kokosnussöl und Butter einreiben, mit Ahornsirup beträufeln, zart salzen und auf mittlerer Schiene unter den Grill legen. 3 bis 5 Minuten karamellisieren lassen, mit Paprika würzen und mit Limettensaft, geriebener Limettenschale, Koriander sowie Minze aromatisieren und garnieren. Enjoy!

SEAMUS IN EINEM BUCH Seamus Mullens Story, seine Philosophie und seine besten „heilenden“ Rezepte sind eben druckfrisch und für Kindle erschienen. (derzeit nur auf Englisch erhältlich) Mehr auf www.seamusmullen.com

GEHOBELTER KOHLRABI MIT GESMASHTER“ AVOCADO, SARDELLEN UND EI “

FOTOS: SEAMUS MULLEN; REAL FOOD HEALS, AVERY, PENGUIN RANDOM HOUSE LLC, FOTOGRAF: COLIN CLARK

Zubereitung

für 2 – 4 Personen

Zubereitung

1 weiche Avocado entkernt, geschält 1 EL geschnittene Chilischoten 1 EL geriebener Ingwer ¼ Knoblauchzehe, gerieben 2 Zweige grüner Koriander 2 Sardellenfilets 4 EL Avocadoöl 2 Limetten 2 Kohlrabi, in papierdünne Scheiben gehobelt Fleur de sel – Meersalzflocken 2 Eier – 7 Minuten gekocht und in Eiswasser abgeschreckt

1. In einer Schüssel Avocado, Limettensaft von 1 Limette, Chilis, Ingwer, Knoblauch, Ingwer, 2 EL Avocadoöl mit einem Erdäpfelstampfer grob pürieren. 2. In einer anderen Schüssel Kohlrabi, Saft von ½ Limette, 2 Esslöffel Avocadoöl und eine Prise Salz vermengen. 3. Auf einem Teller anrichten, mit geriebener Limettenschale bestreuen. Mit einer Prise Fleur de sel salzen und mit einem Spritzer Öl garnieren. Das ist Seamus’ Signature Dish!

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PALEO ON THE RUN

E H T O T K BAC

S T O O R

Mit zuckerfreien Paleo-Riegeln kann man auch unterwegs der Steinzeitnahrung frönen. www.maxsportnutrition.com

O“ WIE E L A P „ T I M ESSEN EIT FÜR Z N I E T S R E IN D ZUKUNFT E D N U S E G EINE HT? C I W E G R E B OHNE Ü

EXTRAKURZE PALEO-ANLEITUNG

Kein Brot, kein Mehl, kein Zucker, keine Softdrinks mit Zucker! Keine Milchprodukte. Keine Fertiggerichte, kein Fast Food.

Hochwertiges Fleisch, am besten Wild. Fisch aus Wildfang! Nüsse, Beeren, Früchte – alte Sorten. Tierische Fette, kaltgepresste Öle. Dazu viel Bewegung – Muskeln verbrennen Fett! Nur essen, wenn man Hunger hat! Nahrungsmittel möglichst unbehandelt und roh genießen!

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FOTOS: GRÄFE UND UNZER-VERLAG / FOTOGRAF: JÖRN RYNIO, HAMBURG

Viel frisches Gemüse – Gemüse ist Hero!


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D FOTOS: GRÄFE UND UNZER-VERLAG / FOTOGRAF: JÖRN RYNIO, HAMBURG

ick ist das neue Normal in unserer übersättigten Gesellschaft. Dafür verantwortlich werden die zucker- und fastfoodüberreiche Ernährung der Neuzeit gemacht. Viele Stoffwechsel­ erkrankungen wie Übergewicht, Diabetes und Gicht sowie Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sind darauf zurückzuführen. Wissenschafter und Diätexperten schwören deshalb auf die Ernährungsweise unserer frühen Vorfahren: Die Steinzeitdiät, kurz „Paleo“ (nach Paläolithikum – Altsteinzeit), gilt als willkommener Retter aller Wohlstandsopfer. Es kommt nur auf den Teller, was es schon vor Millionen Jahren gab. Also bestimmt kein raffinierter Zucker, keine ausgelaugten Öle, kein Getreide oder Mehl und keine Milchprodukte. Die Idee hinter dieser Ernährungsrückentwicklung: An diese Nahrungsmittel hat sich der Mensch im Laufe seiner Entwicklungsgeschichte nicht anpassen können. Zucker zum Beispiel ist ja erst seit wenigen Jahrzehnten für alle verfügbar. Haubenküche der Jäger & Sammler Was die originalen „Paleos“ vor 2,5 Millionen Jahren gegessen haben, war nur das, was sie selbst jagen oder sammeln konnten: Fisch, Fleisch, Beeren, Nüsse, Wurzeln, Gemüse, Früchte, tierische Fette und kaltgepresste Pflanzenöle. Diese Nahrungsmittel sind für uns deshalb „artgerecht“, wie die Paleos das nennen. Sie sollten möglichst unbehandelt und natürlich gegessen werden, um dem altsteinzeitlichen Qualitätsstandard zu entsprechen. Hardcore-Paleos bereiten ihre Nahrung übrigens auch nur mit Mitteln zu, die schon in der Steinzeit verfügbar waren.

Essen, was wir einst gegessen haben Fast Food und Dosennahrung sind tabu. Kohlenhydrate und Süßes werden in Form von Früchten, Trockenfrüchten und kleinsten Mengen Honig zu sich genommen. Gemüse ist dafür unbestrittener Hero! Höchste Bioqualität – aus der Region, das versteht sich von selbst –, damit man auch nur das Beste ganz frisch und ohne Chemie zu sich nimmt. Auch Fleisch und Fisch sollten von erstklassiger Bio-Qualität sein. Besser weniger Fleisch, dafür aber wirklich hochwertige Qualität vom Bauern. Auch hier gilt: möglichst frisch, minimal verarbeitet. Vor allem Wild und Fisch aus Wildfang gelten den Paleos als ideale Proteinquellen. Bewegen & Fasten gehören zu Paleo Was Sammler und Jäger neben frischem Wild auch noch in ihren Alltag brachten, war viel Bewegung

in der frischen Luft. Laufen, Wandern, Kraft- und Ausdauertraining sind Teil der Paleo-Philosophie und genauso wichtig wie die bewusste Ernährung. Natürlich ist auch das ganz bewusste Verzichten auf Nahrung Teil der Jäger-Sammler-Alltagsgeschichte. Dass man einmal nichts jagen kann oder im Wald findet, gehört auch zur Paleo-Lebenskultur. Gegessen wird erst, wenn man so richtig Hunger hat – und nicht aus Zeitvertreib oder als Stressritual! Paleo nur mit Beratung Probieren Sie Paleo aus und nehmen Sie das für sich mit, was Ihnen guttut. Ein neuzeitlicher Wellife-Tipp: Lassen Sie sich von erfahrenen Diät­ experten oder Ihrem Arzt beraten, ob Paleo das Richtige für Sie sein könnte. Denn eins ist klar: Nicht jeder von uns hat Appetit auf die unverfälschte Neandertaler-Cuisine.

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FOTOS: SONNENTOR (4), SAINT CHARLES APOTHEKE (2), ILLUSTRATION: EVA HJELTE

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LIVING

SPORT MIT

STYLE Das Hobby zum Beruf zu machen ist deutlich mehr als nur ein Klischee. Das zeigt Quirina-Felizitas Zwarnig mit ihrem Blog „The 18th district.“

Schuld ist eigentlich ihr Freund: Wenn der nicht irgendwann mit dem Triathlon begonnen hätte, dann würde sie wahrscheinlich immer noch Ballett tanzen. Mit Triathlon und Beziehungen, sagt die Lifestyle-Bloggerin, sei das nämlich so eine Sache: Entweder man macht es gemeinsam, dann profitieren beide davon. Oder es macht nur einer der beiden. Dann wird’s schwierig mit der

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gemeinsamen Zweisamkeit. „Der Sport nimmt einfach sehr viel Zeit in Anspruch“, sagt sie. Sportlich sei sie ja schon immer gewesen, sagt Quirina-Felizitas. 16 Jahre hat sie Ballett getanzt, der Vater ist leidenschaftlicher Biker, die Mama, 63, läuft Marathon. Zu laufen begann sie erst nur für sich, dann schnell auch bei Bewerben. Zunächst einen 4-kmLauf, „aus der Gaude heraus“, mit ihrem Freund. „Dann hab’ ich irgendwie gleich einen Halbmarathon gemacht und dann einen Marathon.“ Und dann hat eben der Freund „mit Ironman angefangen“ und sie begann selbst, Triathlon zu trai­ nieren. Wie viele Kilometer sie seither gelaufen, geradelt und geschwommen ist, kann Quirina-Felizitas gar nicht sagen. Es müssen Tausende gewesen sein. Trotz aller Sportlichkeit: Sich zu motivieren fällt ihr nicht immer leicht. „Es gibt halt gute und schlechte Phasen“, meint sie, „wie im Leben“. Im Winter zum Beispiel sei es richtig schwer. Laufen nach der Arbeit, wenn

es draußen dunkel und nasskalt ist und alle anderen schon auf der Couch sitzen? Schwer! „Dann braucht es schon ein wenig Willenskraft, um sich rauszubewegen und 20 Kilometer alleine durch die Dunkelheit zu rennen.“ Mit kleinen Tricks schafft sie’s dann doch immer wieder: Sie sieht sich dann etwa gerne inspirierende YouTube-Videos an. Wenn das nicht hilft, lässt sie sich von ihrem Freund motivieren und hilft dann im Gegenzug ihm, den inneren Schweinehund zu überwinden. Und bei gröberen Durchhängern? Da ist sie als Lifestyle- und Modebloggerin praktisch verpflichtet, sich neue, coole Sportmode zu kaufen – sagt ja keiner, dass man am Rad nicht gut aussehen darf. Wenn Sport die eine große Leidenschaft der Kärntnerin ist, dann ist das Bloggen über Mode und Ernährung ihre andere. Damit hat sie früh begonnen, vor bald sechs Jahren. Damals gab’s in Österreich noch keine zehn Lifestylebloggerinnen. Sie selbst sei ein Riesenfan von Chiara Ferragni gewesen, erzählt sie, und ist


LIVING es auch heute noch. „Die betreibt den Blog „The Blonde Salad“ und ist so eine Art Über-Bloggerin. Sie verdient, keine Ahnung, an die 10 Millionen Dollar im Jahr“. Nur mit Blogs? „Klar, sie ist in wenigen Jahren zur Ikone geworden, und so berühmt, dass sie sogar in der Forbes-Liste steht.“ Das habe sie fasziniert, und so habe sie ihren eigenen Blog gegründet. „Ich bin da irgendwie reingerutscht.“ Als aber Euke Frank, die Chefredakteurin der Zeitschrift Woman, auf sie aufmerksam geworden war, ging’s richtig los: Bis in die New York Times schaffte es die Bloggerin, sie gewann tausende Follower, erste Aufträge stellten sich ein.

FOTOS: APPLE, ARTS & CRAFTS, WILIER TRIESTINA, DR. JENTSCHURA / THE18THDISTRICT, THE18THDISTRICT

Was man als Blogger noch tun muss, um erfolgreich zu sein? „Genau darauf achten, was man bloggt und über wen. Es kommt gar nicht so selten vor, dass ich Anfragen ablehnen muss. Wenn etwas nicht zu mir passt, wie zum Beispiel Werbung für alkoholische Getränke, dann mach ich’s nicht.“ So stellt sie sicher, dass sie glaubwürdig bleibt – ein

heikles Thema in der Welt der Blogger. Denn nur wer das Gefühl vermittelt, hundertprozentig hinter den auf der eigenen Plattform beworbenen Produkten und Dienstleistungen zu stehen, hat langfristig Erfolg. Das weiß auch Quirina-Felizitas, die zusätzlich noch das „Problem“ hat, dass sie auf Instagram ziemlich erfolgreich ist. Wofür sie wirbt, muss auch zu Instagram passen. Der Stoff wird ihr jedenfalls noch lange nicht ausgehen: Gesunde Ernährung, stylishe Mode und ein aktiver Lifestyle geben viel her. Der Triathlon-­ Sport alleine wäre Thema genug, ihre Follower leben und leiden mit ihr mit. Ein Jahr noch will sie die Halbdistanz machen, 1,9 km Laufen, 90 km auf dem Rad und 21,3 km Schwimmen; Q ­ uirina schafft das in sechs Stunden, einer Minute und fünf Sekunden. Womit sie, wie sie verrät, nicht hundertprozentig zufrieden ist – obwohl es eine Verbesserung zum letzten Bewerb ist. Vor allem die eine Minute und fünf Sekunden ärgern sie.

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4. MEIN FRÜHSTÜCK. ICH MACH VIEL SPORT, DA IST DER HIRSE-BUCHWEIZEN-BREI VON MORGENSTUND’® EIN IDEALER START IN DEN TAG.

PRODUKTE, OHNE DIE ICH NICHT LEBEN KÖNNTE

2. MEIN BIKE. ICH FAHRE ES SEIT APRIL, ES IST EIN TWIN BLADE VON WILLIER TRIESTINO.

5. MEINE VORSICHERUNG. DIE MERKUR HAT ­MEINEM VATER EINMAL SEHR GEHOLFEN UND ICH HAB EINFACH EIN BESSERES GEFÜHL, WENN ICH OPTIMAL VERSICHERT BIN. 1. MEIN MACBOOK VON APPLE. ES IST MEIN ARBEITSGERÄT – ICH LIEBE ES!

3. MEIN IPHONE 7S. MACHT DIE BESTEN BILDER! OHNE DAS BIN ICH’S EINFACH NICHT – BERUFLICH UND PRIVAT.

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ZWEI WEGE

EIN ZIEL HÖHEPUNKT UND BEGINN ZWEIER TENNISKARRIEREN Er ist ein Tennis-Rookie aus der Steiermark.   Sie ist die 23. Nummer eins der WTA-Rankinglist.   Gemeinsam sind ihnen zwei Dinge:   die Merkur Versicherung als Sponsor und   Wimbledons Rasen als Ort, an dem sich trotz   Scheiterns ihre beiden Träume erfüllten.  

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J

edes Jahr, einmal nur, lebt die Chance. Während sich das ausgewählte Publikum an Erdbeeren und Champagner delektiert, haben die Spieler auf den Courts in Wimbledon alle Möglichkeiten. Der Aufstieg zahlloser Großer der Tenniswelt nahm hier seinen Ausgang. Boris Becker etwa, der mit 17 der jüngste Gewinner in Wimbledons 140-jähriger Historie war. Oder Andre Agassi, dessen Finalsieg 1992 den Beginn einer Ausnahmekarriere markierte. Wer sich ein wenig für Tennis interessiert, kennt heute auch Sebastian Ofner, jenen österreichischen Spieler, der sich in Wimbledon heuer überraschend bis in die dritte Runde kämpfen konnte. Das ist immerhin eine Runde weiter, als die Tschechin Karolína Plíšková, die auch heuer nicht über die zweite Runde hinauskam – und trotzdem in Wimbledon zur Nummer eins der Tenniswelt aufgestiegen war. Wimbledon, daran besteht kein Zweifel, ist magisch. Glück und Pech liegen nah beieinander Wer hier zum Zug kommt, ist in der Regel top vorbereitet. Natürlich, denn es geht um viel: Ganz abgesehen davon, dass es sich um das prestigeträchtigste der vier Grand-Slam-Turniere handelt, ist auch das Preisgeld nicht von schlechten Eltern; der Sieger im Einzel nimmt 2,5 Millionen Euro mit nach Hause. Für das Erreichen der zweiten Runde gibt’s 65.000 Euro, für die dritte Runde knapp

über 100.000 Euro. Es lohnt sich also, gut vorbereitet zu sein. Doch selbst die beste Vorbereitung hilft nichts, ohne das Quäntchen Glück, das Champions erst zu Gewinnern macht. Wenn man das nicht hat, dann kann man die „Chance Wimbledon“ auch vergeben. So wie Topstar Ivan Lendl, der ausgerechnet bei den All England Championships immer wieder leer ausging. Jeder weiß: Bei kaum einem Turnier liegen Glück und Pech so nah beieinander. Wo die Welt dem Mutigen gehört Am heiligen Rasen zu reüssieren bedeutet, aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt zu sein. Der Belag lehrt selbst hartgesottene Profis das Fürchten: Vom Rasen in Wimbledon springen die Bälle flach ab und beschleunigen schnell. Lange Ballwechsel, wie man sie etwa aus Paris oder den US-Open kennt, gibt’s nur dann, wenn zwei Rasenspezialisten aufeinandertreffen. Dazu kommt: Bei kaum einem anderen Turnier stimmt der Spruch „Dem Mutigen gehört die Welt“ so sehr wie in Wimbledon. Offensives Spiel setzt sich hier durch; wer die kaum mehr gespielte Taktik „Serve and Volley“, also den direkten Netzangriff mit dem Aufschlag beherrscht, hat bessere Chancen. Ein starker Aufschlag ist das A & O bei „The Championships“. Klassische Returnspieler tun sich wegen der flachen Bälle sehr schwer.

Rasen: Hartes Pflaster für die Acequeen Umso mehr verwundert, dass Karolína Plíšková bislang über die zweite Runde nicht hinauskam. Denn keine andere Spielerin ist weltweit so effektiv in ihrem Aufschlag wie die Tschechin, die sich ihren Beinamen „Acequeen“ auch in dieser Saison wieder mit rekordverdächtigen 396 Assen (bis Redaktionsschluss) verdient hat. Allein, ihr nützte diese Kraft ausgerechnet in Wimbledon nichts. Seit 2012 versucht sie erfolglos, beim Grand Slam in London über die zweite Runde hinauszukommen. Was durchaus nicht nur an ihren Gegnern liegt. Einige von denen, gegen die Plíšková in Wimbledon den ­Kürzeren zog, sind weit entfernt davon, der heute 25-jährigen Tschechin in einem „normalen“ Match das Wasser reichen zu können. Großer Erfolg in jungen Jahren Als Karolína Plíšková das erste Mal in Wimbledon mitspielen durfte, 2012, war sie gerade einmal 21 Jahre alt, spielte seit drei Jahren Profitennis und bekleidete in der WTA-Weltrangliste den 120. Rang. 21 Jahre alt ist auch Sebastian Ofner, seine beste Platzierung heuer war Rang 129. Das war, als er sich in Kitzbühel im Semifinale dem Portugiesen João Sousa geschlagen geben musste. Ein Jahr zuvor war er noch auf Platz 571 gelegen, die Verbesserung kam also ziemlich überraschend.

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01 DIE 23. NUMMER EINS DER WELT HAT GANZ KLAR MODELQUALITÄTEN.

02 MIT IHREM LEBENSPARTNER UND MANAGER MICHAL HRDLICKA

03 KAROLÍNA PLÍŠKOVÁ GILT ALS „KÖNIGIN DER ASSE“; SIE BEVORZUGT HARTPLATZ.

04 MIT ZWILLINGSSCHWESTER KRISTÝNA (RE) AM BEGINN IHRER KARRIERE


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Erst schmächtig, nun prächtig in Form Bis die Championships von Wimbledon dafür sorgen sollte, dass er sich in die Riege der Hoffnungsträger des österreichischen Tennis einreihen konnte, war Sebastians Leben als Tennisspieler eher durchschnittlich gewesen. Talent hatte er zwar schon immer bewiesen, aber im Unterschied zu anderen Spielern war dieses Talent als eher zweitklassig gewertet worden. Sebastians ­Anstrengung konzentrierte sich primär darauf, die Schule erfolgreich zu beenden. Ganz abgesehen davon, dass seine körperliche Disposition auch gar keine Fokussierung auf das Training zugelassen hätte, wie der Jungstar im Gespräch mit Wellife zugibt: „Ich war sehr lange eher klein und schmächtig. Bis ich 18 war, war ich ein bis zwei Jahre körperlich hinten nach; ich meine, ich habe keinen schlechten Körper – bislang hab ich’s ja ohne gröbere Verletzungen geschafft. Aber wenn ich mit 17, 18 Jahren schon so viel trainiert hätte wie jetzt – ich glaube nicht, dass mein Körper das ausgehalten hätte.“ Jetzt muss er es aushalten. Seit heuer trainiert Ofner 20 bis 25 Stunden in der Woche nur Tennis. Das Training wird dem gebürtigen Steirer, seit er 14 ist, vom ÖTV ermöglicht. Ihm streut Ofner Rosen: „Man zahlt einen gewissen Beitrag und in dem ist einfach alles enthalten: Tennistraining, Konditraining, die Plätze etc. Unmöglich, das privat so zu finanzieren. Und bis ich 19 war, hatte ich keine hohen Kosten. Ich hab’ ja nicht so viel Turniere gespielt und war wegen der Schule selten auf Reisen.“

Tennis als Plan fürs Leben Schule, das war für Karolína und ihre Zwillingsschwester Kristyna Plíšková nie so wichtig gewesen. „Ich habe nie daran gedacht, etwas anderes zu machen als Tennis“, so erzählt uns Karolína. „Von dem Moment, als ich mit fünf Jahren das erste Racket halten konnte, war das klar gewesen.“ Natürlich, zur Schule sei sie gegangen wie jeder andere auch. Besonderen Ehrgeiz habe sie dort aber nicht gezeigt, meint Karolína. Wozu auch, wenn man weiß, was man will? „Ich hatte immer nur einen Plan. Das war immer nur Tennis, immer. Einen Plan B gab es nicht. Und Plan A hat ja funktioniert.“ Und das sogar ausgesprochen gut – zumindest für Karolína. Auch für ihre Zwillingsschwester läuft’s nicht so schlecht, ihr hat aber bislang offenbar jenes Glück gefehlt, das Karolína so erfolgreich hat werden lassen. Die Sandplatzspezialistin muss sich mit der Nummer 46 als bisher bester Platzierung im Ranking zufrieden geben, während ihre Schwester, die den Hartplatz bevorzugt, heuer erstmals für wenige Wochen Nummer 1 im WTA-Ranking gewesen war. Geldsorgen jedenfalls waren ab einem gewissen Moment für keine der beiden Schwestern Thema: Karolína hat in ihrer Karriere bislang

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FOTOS: SAM ROBINSON, PRIVAT, VLASTIMIL VACEK, LENKA HATASOVA

„DER PLAN WAR IMMER NUR TENNIS. IMMER. EINEN PLAN B GAB ES NICHT.“

KAROLÍNA PLÍŠKOVÁ Alter: 25 JAHRE Größter Erfolg: FINALE US-OPEN 16 Derzeitige WTA-Platzierung: 4 Beste WTA-Platzierung: 1

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01 SEIT SEINEM ERFOLG IN WIMBLEDON UND KITZBÃœHEL WEISS SEBASTIAN OFNER, DASS ER AUF DEM RICHTIGEN WEG IST. 02 MIT NEUER FRISUR BEI DER QUALI AM COURT IN WIMBLEDON. 03 TENNIS BEGLEITET IHN VON KINDESBEINEN AN.

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allein an Preisgeld fast 10 Millionen Dollar verdient, ihre Schwester liegt bei guten 1,4 Millionen Dollar. Stetiges Arbeiten an den Schwächen Sebastian Ofner darf diesbezüglich noch träumen. Noch lebt er in seinem Zimmer in der Südstadt und nicht wie Plíšková in einem schicken Apartment in Monte Carlo. Bis zu seinen Daviscup-Auftritten tat er sich schwer, seine Turniere zu finanzieren; seit er bei Challenger-Turnieren erfolgreich ist, spielt das Preisgeld einen Teil der Kosten wieder herein. Auch was die Platzierung betrifft, ist Potenzial nach oben da. Von den Top 10 im ATP-­ Ranking ist er weit entfernt. Dort war zu Redaktions­schluss gerade Dominic Thiem, der Sohn von Sebastians Trainer Wolfgang Thiem, die Nummer 7. Doch selbst ­dessen Abstand zur Nummer 1, zu Raphael Nadal, ist auf Sicht nicht wieder aufzuholen. Sebastian Ofners größtes Vorbild ist Roger Federer: „Mit 36 Jahren noch einmal zwei Grand-SlamTurniere zu gewinnen, macht ihm so schnell niemand nach.“ Er selbst hat sich zunächst vorgenommen, sich unter die Top 100 vorzuarbeiten. Step by step, in kleinen, erreichbaren Schritten eine große Vision zu verwirklichen, ist das Motto. Dazu ist viel zu tun, gerade jetzt, wo’s im Frühherbst nicht so optimal gelaufen ist. Seine Schwächen sind ihm bewusst: Die Kon­stanz beim Aufschlag mache ihm Sorgen, sagt er, die sei zu schwankend. „Auch beim Spiel aus der Defensive ist noch sehr viel drinnen, ebenso beim Spiel nach vorne.“ Was noch? Ans Netz

zu gehen und Volley zu spielen ist nicht seine Stärke, meint er, und überhaupt: An der Sicherheit seiner Schläge gelte es auch zu arbeiten. Am Selbstvertrauen kann sein Formtief jedenfalls nichts ändern. „Ich bin ein sehr relaxter Typ. So leicht bringt mich nichts aus der Ruhe.“ Alles ist möglich, nix ist fix Coolness ist auch eine Eigenschaft, die Karolína Plíšková attestiert wird. Der Druck, der da sein muss, wenn man an der Weltspitze seinen Platz verteidigen muss, macht ihr nichts aus, sagt sie. „Es ist mir egal, ob ich Nummer eins oder Nummer vier in der Rangliste bin“, so Plíšková, „dieses Ranking ist ohnehin nur wichtig für die Medien und die Sponsoren und wie man in den Turnieren gesetzt ist. Vom Gefühl her ändert es aber nichts. Denn auch wenn man ganz an der Spitze steht – niemand schenkt dir deswegen etwas. Spielen musst letztlich du selbst für deinen Erfolg.“ Die ersten acht der Rangliste würden zudem von ihrem Spiel her so nahe beieinanderliegen, sagt sie, dass bei jeder alles möglich sei. Der Druck jedenfalls sei von ihr gewichen, seit sie ihre Nummereins-Position nicht mehr behaupten muss. Bei den US Open war das noch anders: „Klar, da hatte ich viele Punkte zu verteidigen. Und ich musste beweisen, dass ich wirklich an die erste Stelle der Rangliste gehöre – gerade weil ich ja während Wimbledon dahin gelangt war, ohne zu spielen.“ So gesehen kann Plíšková auch 2018 dort ganz relaxt versuchen, ihren Aufschlag durchzubringen. Viel zu verlieren hat sie in England nicht. Sebastian Ofner hin-

FOTOS: JOEL KERNASENKO, PRIVAT

„ICH HÄTTE DIESES TRAINING MIT 17 KÖRPERLICH GAR NICHT GEPACKT.“

SEBASTIAN OFNER Alter: 21 JAHRE Größte Erfolge: WIMBLEDON, 3. RD. derzeitige ATP-Platzierung: 141 beste ATP-Platzierung: 129

DER 21-JÄHRIGE SEBASTIAN OFNER GELANGTE IN WIMBLEDON IN DIE DRITTE RUNDE UND IN KITZBÜHEL INS VIERTELFINALE.

gegen schon. Für ihn mag es ein Trost sein, dass Karolína in Sebastians Alter ziemlich präzise dort angelangt war, wo er heute steht. Mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: Während Karolína und ihre Schwester bis zu ihrem 25. Lebensjahr warten mussten, bevor die Merkur Versicherung das Sponsorship für die Zwillinge übernahm, gelang Sebastian Ofner dieses Kunststück schon mit 21 Jahren. Was zeigt: Alles ist möglich!

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JACK KEROUAC

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FOTOS: GLETSCHERBAHNEN KAPRUN AG, HERSTELLER

„NICHTS HINTER MIR, ALLES NUR VOR MIR.“


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POC AURIC CUT FREERIDE WWW.POCSPORTS.COM

DIE ERSTE SPUR

DES WINTERS Der Sommer war lang und heiß. Man erinnert sich im kühlen Herbst an die lauen Abende, die zirpenden Grillen und wärmenden Winde. Dabei verströmt schon der erste Frost eine große, kühle Hoffnung: Der erste Schnee wird bald kommen. Und am Salzburger Kitzsteinhorn noch früher als „bald“. Hoch oben, am Dach der Hohen Tauern, beginnt der Winter schon, wenn im Tal noch Obst geern-

tet wird. Ab Herbstbeginn werden der Berg und sein Gletscher zur Bühne für alpine Abenteuer. Hier werden die ersten Spuren ins jungfräuliche Weiß des Pulverschnees gezogen wie die Signatur des Künstlers auf weißer Leinwand. An den steilen Hängen geht’s für Skitourer bergauf zum Glück des Gipfelgenusses. „Freeride XXL“ nennt sich dieses Erlebnis im Marketingjargon der Kitzstein­horn-

Touristiker. XXL ist aber eigentlich nicht nur das „Riding“ selbst, sondern vor allem die Kulisse der Hohen Tauern mit ihren Gipfeln rund um Österreichs Nationalberg, den Großglockner. Jeder Schwung, jeder Tritt wird zum Teil dieses einzig­ artigen Naturschauspiels, das den Sommer vergessen und den frühen Winter am „Horn“ zur Saison der Sehnsucht macht.

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WOZU IN DIE FERNE SCHWEIFEN?

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Selbst ausgewiesene Kosmopoliten fühlen sich als Touristen von den USA überfordert. Ihr Fazit: Für gesunden Lifestyle hat Europa deutlich mehr zu bieten als die amerikanische Westküste.

FOTOS: DAVID HELLMANN, JAY WENNINGTON

NIRGENDS IST’S SO FEIN WIE DAHEIM – DAS WISSEN GANZ BESONDERS USA-REISENDE.


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FOTOS: LANE SMITH, CASEY HORNER, JOSEPH BARRIENTOS

reunde werden Gerhard K. und die USA keine mehr. Was eigentlich erstaunlich ist, war doch Gerhard K. dem Land und den Leuten in den USA immer sehr zugetan. Von ihrer Aufgeschlossenheit wusste er zu berichten, von einem Lebensgefühl, das er hierzulande sehr vermisse. Die Küche schätzte er und auch die Weine des Landes. Das liegt nun hinter ihm. Heute hält Gerhard K. es mit Goethe: „Wozu in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“ Anders gesagt: Der anglophile, kosmopolitische K., der früher dem heimischen Lifestyle nicht nur wegen der raunzenden Mentalität und offen zur Schau getragenen Provinzialität eher kritisch gegenüberstand, ist nach seiner letzten USA-Reise überzeugt: Zu Hause ist es doch recht schön. Während ein Aufenthalt in den USA – zumindest an der West Coast – mittlerweile recht unerfreulich ist. Weniger USA-Reisende Im Frühsommer hatte er sie mit einer größeren Reisegruppe bereist, der Trip war mehr Business- als Vergnügungsreise gewesen. Schon im Flugzeug musste er sich wundern – die Hälfte der Plätze war leer geblieben. K. schob das mangelnde touristische Interesse auf den Zeitpunkt: Abseits der Saison, dachte er,

würden eben weniger Menschen an die Westküste fliegen wollen. Andererseits ist eine Reise aus Europa an die Westküste der USA ein Trip, den man nicht unbedingt mit der Family machen muss. Also – warum so wenig Menschen im Flieger?

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Steigender Dollar & Einreisehemmnisse Die offiziellen Zahlen der Touristiker bestätigen die Einschätzung: Bis Sommerbeginn verzeichneten die Fluglinien in die USA um 3,5 % weniger Buchungen, berichtet das Handelsblatt. Ein deutliches Indiz dafür, dass die USA als Reiseziel Attraktivität eingebüßt hat. Aber woran genau liegt das? Zum einen, wissen Experten, natürlich am damals immer stärker werdenden Dollar. Der macht Reisen in die USA teurer, vor allem für Familien. Ein anderer Grund ist die Verschärfung der Einreisebe­ stimmungen durch Präsident Trump: Ganze Reisegruppen stornierten, weil die Visa-Politik für Menschen bestimmter Herkunft keine Einreise mehr zuließ; Geschäftsreisen aus dem arabischen Raum waren wegen eines Verbots von Laptops teils verunmöglicht worden. 03

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01 LEISTBARES IST IN DEN USA OFT UNGESUND – AUCH DAS NATIONALGERICHT HOT DOG.

03 ABER AUCH DAS YOSEMITE VALLEY WIRD IMMER MEHR VON MENSCHEN VEREINNAHMT.

02 UNBERÜHRTE LANDSCHAFT GIBT ES, ABER SELTEN: Z. B. IM YOSEMITE NATIONALPARK.

04 VERFALL PRÄGT VIELERORTS DAS BILD DER STÄDTE. TREASURE ISLAND IN SAN FRANCISCO

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01 L.A. VON DEN HOLLYWOOD HILLS AUS GESEHEN. NUR VON HIER AUS SCHÖN

04 VENICE BEACH: DER BERÜHMTEN BAYWATCH-STRAND IST ÜBERLAUFEN UND DRECKIG.

02 DIE PERSPEKTIVENLOSIGKEIT DER JUGEND LÄSST DIE KRIMINALITÄT STEIGEN.

05 SAN FRANCISCO FÜR TOURISTEN. ZU SEHEN GIBT’S ALLERDINGS WENIG.

03 DIE COPS SEHEN SICH IN VIELEN STÄDTEN ÜBERMÄCHTIGEN DROGENBANDEN GEGENÜBER.

06 BURGER & CO: FETTLEIBIGKEIT HAT IN DEN USA EIN BESORGNISERREGENDES AUSMASS.

Fettleibigkeit nimmt zu Dazu kommt eine schleichende Verarmung in den USA selbst. Auch sie macht das Land zunehmend unattraktiv. Augenscheinlich wird die Schere zwischen Arm und Reich im Straßenbild und vor allem im gastronomischen Angebot. Gerhard K. berichtet: „Die wenigen gastronomischen Hotspots, an denen man halbwegs gut essen kann, sind maßlos überteuert. Wer sich das nicht leisten kann, ernährt sich offenbar tatsächlich ausschließlich von Fastfood.“ Das schlage sich nicht nur in einem offensichtlichen Überangebot an Fastfoodketten nieder, sondern werde auch an der physischen Disposition der Amerikaner deutlich. Gerhard K.: „Wenn man durch San Francisco oder L.A. geht, dann hat man das Gefühl, dass zwei Drittel der Amerikaner krankhaft fettleibig sind.“ Tatsächlich leiden Studien zufolge „nur“ ein Drittel der Amerikaner an Adipositas, zwei Drittel aber sind übergewichtig. Besonders hoch ist in den USA die Zahl der fettleibigen Kinder; sie steigt Jahr für Jahr. Vergangenes Jahr litten einer amerikanischen Studie zufolge 4,5 Millionen US-Kinder an besonders schwerer Fettleibigkeit – ein trauriger Rekord.

Steigende Kriminalität Davon abgesehen, so Gerhard K., sind auch die touristischen Hotspots an der Westküste total überlaufen. „Das Straßenbild wird immer unattraktiver. Überall Dreck und Schmuddeligkeit. In San Francisco gibt’s nur eine Handvoll Dinge, die man wirklich gesehen haben muss. Und in L.A. muss man aufpassen, dass man nicht in eine Schießerei gerät, die Kriminalität ist dort so hoch, dass man sich einfach nicht mehr sicher fühlen kann.“ Tatsächlich steigt die Kriminalitätsrate in den USA seit Jahren erstmals wieder an. Dafür verantwortlich: Bandenkriminalität, Opioid- und Heroinhandel sowie die Verfügbarkeit von Waffen. 03

FOTOS: JEREMY BISHOP, JEAN GERBER, JORDAN ANDREWS

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Europa ist in vielerlei Hinsicht das bessere Reiseziel Die Lebensqualität, so hört man von vielen USA-Heimkehrern, ist in Europa um ein Vielfaches höher: Man isst besser, lebt sicherer und pflegt einen gesünderen Lebensstil. Trotzdem gibt’s auch in den USA noch immer Highlights. Zum Beispiel das Yosemite Valley: Naturverbundene kommen hier ganz auf ihre Kosten. Der Nationalpark ist riesig und gehört zu den eindrucksvollen Landschaften der Welt. Dennoch: „In Europa hab’ ich alles das quasi vor der Haustüre“, so Gerhard K. „So richtig bewusst wird dir das erst, wenn du am Heimflug die Positionsdarstellung des Flugzeugs auf der Route verfolgst. Wenn du z. B. nur die kulinarische Diversität Europas zum Vergleich heranziehst. Je weiter nach Osten sich das Flugzeugsymbol über den europäischen Kontinent bewegt, desto klarer wird dir: Selbst in England ist das Essen besser, von der Küche in Spanien, Portugal, Frankreich bis zur Landung in Wien: Man überfliegt einen Kontinent voller Lebensqualität in verschiedener Ausprägung. Fazit: In den USA ist’s überall das Gleiche. In Europa kann ich’s mir aussuchen.

FOTOS: ALDRIC RIVAT, REZAUL KARIM, NIKLAS RHOSE

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WO WOHLFÜHLEN WOHNT

Wenn’s draußen kalt und ungemüt­ lich wird, wenn die Herbstwinde den Winterstürmen weichen, dann sehnt man sich nach wohligen Stunden in warmen Bädern. Viele Thermen­ hotels und Spas haben für genau diese Zeit das richtige Angebot. Wohlfühlen und Entspannen steht in diesen Häusern an erster Stelle. Bei den meisten dieser WellbeingOasen kommt auch noch eine Spur Luxus und Style serienmäßig dazu. Wir haben einige der besten SpaHotels ­besucht und stellen sie recht­ zeitig vor Winterbeginn vor.

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FOTOS: COPYRIGHT GLOBAL IMAGE CREATION – 7132 HOTEL, VALS

DIE BESTEN ADRESSEN FÜR WOHLIGE THERMEN- UND SPAAUFENTHALTE IN DER KALTEN JAHRESZEIT


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DIE PURE ARCHITEKTUR DER RUHE Der Graubündner Ort Vals ist durch seine legendäre St. Petersquelle in aller Welt berühmt. Bereits seit dem 17. Jahrhundert wird das hochmineralisierte Thermalwasser, das mit 30°C aus der Quelle sprudelt, für heilende Bäder verwendet. 7132 ist der Name des Hotels und gleichzeitig die Postleitzahl von Vals. Im 7132 Hotel zelebriert man ganz bewusst die Abkehr vom Massentourismus. Der Architekt Peter Zumthor hat aus 60.000 Valser Granitblöcken diesen Monolithen des Wellbeing erschaffen und dafür den Pritzker-Preis erhalten. Hier genießt man den höchsten Luxus unserer Welt: Ruhe.

7132 Hotel Vals, Schweiz www.7132.com

FOTOS: COPYRIGHT GLOBAL IMAGE CREATION – 7132 HOTEL, VALS; LOISIUM

DAS GENUSSUNIVERSUM IN DER STEIRISCHEN TOSKANA Das Loisium Wine & Spa Resort Südsteiermark ist mehr als ein Spa mit Hotel. Dieses architektonische Schmuckstück ist ein in sich stimmiger Mikrokosmos des nachhaltigen Genießens mit allen Sinnen. Die Treatments des Merkur Lifestyle Spas harmonieren perfekt mit der regionalen Kulinarik und dem wohltuenden Genuss der steirischen Weine. Sogar die im Lifestyle Spa verwendeten Beauty- und Wellnessprodukte von Vinoble beziehen ihre Kraft aus den Essenzen der Weinbeere. Im Loisium schwimmt man bei jeder Außentemperatur zwischen den Weinstöcken oder man entspannt im großzügigen Spaund Fitnessbereich.

Loisium Wine & Spa Resort Südsteiermark, Österreich www.loisium.com

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HIP AM BERG Es gibt Hotels und es gibt Stil. Und es gibt ein Hotel, das Stil zum erlebbaren Kult erhebt. Hier findet kein Möbel den Weg zufällig an seinen Platz, keine Perspektive ist nur „einfach so“ da, kein Logo ist am falschen Platz. Natürlich ist auch die Crowd, die das Miramonti im Südtiroler Hafling belebt, genauso kreativ und hip wie die Designmannschaft des Hotels. Sogar James Bond hat hier schon genächtigt und den alpinen Luxus dieses wahrhaftigen Boutiquehotels genossen. Miramonti Spa, Waldsauna und ein spektakulärer Infinity-Pool garantieren Entspannung auf allerhöchstem Niveau.

AKTIVE ERHOLUNG FÜR DIE GANZE FAMILIE Es gibt fast nichts, was es rund ums Thema „aktive Erholung“ im Tauern Spa Kaprun mitten im Nationalpark Hohe Tauern nicht zu entdecken gibt. Die SPA Wasserwelt auf beeindruckenden 20.000 m2 mit Indoor- und Outdoorbereich lässt keine Wünsche offen. Hier findet in 11 Pools jeder genau das richtige Maß an Fun oder Relaxing – das Kidstein SPA bietet Kids ein Extra an kindgerechtem Wasserabenteuer. In der SPA Saunawelt warten 11 Saunas und Dampfbäder und laden zur Erholung nach dem Wintersport ein. Im ViersterneSuperior-Hotel wird das Erholungserlebnis mit Salzburger Gastfreundschaft perfekt ergänzt.

Tauern Spa Kaprun, Österreich www.tauernspakaprun.com

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FOTO: TAUERN SPA, HOTEL MIRAMONTI

Hotel Miramonti, Hafling, Italien www.hotel-miramonti.com


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JEDEM SEIN EIGENES CHALET IN DEN BERGEN Klingt das nicht wie ein Wintertraum: ein Hüttenurlaub mitten auf der Piste in der eigenen Hütte mit Viersternekomfort. Dieser Traum wird im Almdorf Reiteralm Realität. Man mietet für sich ganz einfach eine Hütte mit Sauna, Wellness-Pot und hauseigenem Wellnessbereich und genießt die Ruhe des eigenen Chalets in den Bergen. Dabei ist man zwar unabhängig, aber nie alleingelassen. Frühstück, Zimmerreinigung, Catering etc. kommen aus dem naheliegenden Almhotel wie gerufen. Skifahrer und Snowboarder gehen einfach vor die Tür und los geht’s!

Almdorf Reiteralm Österreich www.almdorf-reiteralm.at

FOTO: ALMDORF REITERALM, NATUR- & AKTIV RESORT REITERHOF

AM GIPFEL DER WELLNESSFREUDEN Das Viersternehotel Reiterhotel am Achensee in Tirol ist mitten im Karwendelgebirge der ideale Ort für einen winterlichen Wellness­ urlaub, der Relaxen im Spa mit Wintersport in der Natur verbindet. Eine beeindruckende Wellnesslandschaft im Reiterhof Vitaldörfl mit 3.000 m2 und Panoramapool erlaubt fast grenzenlosen Spa-Genuss, der Aktivität und Entspannung in ausbalancierter Harmonie zulässt. Im luxuriösen Private Spa lässt sich in romantischer Atmosphäre mit Jacuzzi, Sauna und Ruheraum eine intensive Auszeit zu zweit abseits vom Alltäglichen erleben. Langlaufen, Skitouren, Rodeln und Snowbiken gehören zum Achenseer Winter, so wie das gute Essen mit frischen regionalen Zutaten.

Natur- & Aktiv Resort Reiterhof Achenkirch, Österreich www.reiterhof.com

Partnerhotel

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HÄNDE WEG VOM HANDY

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ie mobile Nabelschnur zum Leben Wer kennt das nicht: Man sitzt in der Früh im Auto, Bus oder Zug. Plötzlich der Schock: Das Handy ist nicht dabei. Panik macht sich breit: Man ist nicht mehr erreichbar, kann weder SMSen noch Facebook erreichen, kann weder E-Mails lesen noch die neuesten News im Web studieren oder sich mobilen Games hingeben. Ein Gefühl kompletter Verlorenheit ergreift den Handylosen. Es ist, als ob ihm die Nabelschnur zum Leben gekappt worden wäre. Ist die Abhängigkeit von einem mobilen Gerät so groß geworden, dass man sich ohne dieses glänzende Kästchen in unserer modernen Welt tatsächlich ganz verloren vorkommt?

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Immer online — die neue Freiheit? Wir sind immer erreichbar, können ständig unseren Senf zu fast allen Themen abgeben, sind unabhängig von Ort und Tageszeit immer mitten im Arbeitsleben. Nonstop „part of the game“ – auch im Urlaub oder am Wochenende. Über 80 % der Österreicher besitzen ein Smartphone. Im Schnitt wirft man 88 Mal am Tag einen Blick aufs Display. Surfen, chatten, posten etc. macht viele „Super User“ langsam, aber sicher vom smarten Begleiter abhängig. Bereits 280 Millionen Menschen weltweit werden als chronisch handysüchtig eingestuft. Vielen Jugendlichen und Kindern fällt es zunehmend schwer, sich auf Dinge außerhalb des Handykosmos zu konzentrieren. Die ständige Erreichbarkeit lässt bei ihren Eltern die Erholungsphasen schwinden und freie Zeit zu Arbeitszeit werden. Die Kommunikation mit der Umwelt verarmt, wird nur mehr über Textnachrichten erledigt oder in soziale Netzwerke verschoben. Wie kann man selbst den Kopf aus dem nach vorne gebeugten „Handynacken“ ziehen und der Handyabhängigkeit vorbeugen?


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Wenn man herausfinden will, ob man selbst gefährdet ist, handysüchtig zu werden, oder vermutet, es bereits zu sein, dann sei ein Test zum Onlinekonsum auf dieser Plattform empfohlen: suchtpraevention-zh.ch/selbsttest/

WEGE ZUR MOBILEN UNABHÄNGIGKEIT

Handyfreie Zonen schaffen Der erste Schritt zur bewussten Handynutzung ist ein bisschen Disziplin. Am besten legt man genau fest, wo das Handy keinen Platz mehr hat. Man schafft sich so handyfreie Zonen, wo das Leben nur einem selbst gehört. Genauso sind bestimmte Tageszeiten oder Anlässe handyfrei zu halten. Zum Beispiel könnte das Handy beim Essen mit der Familie, im Urlaub, beim Sport oder bei Einladungen einfach abgedreht bleiben. So kann man den Alltag wieder für sich gewinnen und sich so richtig entspannt dem echten Leben widmen.

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ILLUSTRATIONEN: SHUTTERSTOCK

Mehr reden statt nur texten Man muss nicht immer texten, um anderen etwas mitzuteilen. Reden ist menschlich, bringt viel Gefühl rüber und man kann aus dem Gesicht und den Gesten eines Gegenübers mehr lesen, als ein SMS je sagen könnte. Einfach bei jeder Textnachricht überlegen, ob man das nicht auch bei nächster Gelegenheit persönlich bereden könnte! Das vermeidet auch viele in erster Emotion abgesendete „Blindgänger“.

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Mit Apps die Handynutzung kontrollieren Mit Apps wie Hypnobeep oder Menthal kann man sehr übersichtlich und fast spielerisch die Handynutzung kontrollieren und zeitlich begrenzen. Beide Apps und viele andere mobile Helferleins findet man in den App-Stores der Anbieter.

Echte Freunde im echten Leben treffen Man kann es nach vielen Stunden in sozialen Netzwerken kaum mehr glauben. Dennoch ist es wahr: Es gibt sie noch, die echten Freunde und Bekannten aus Fleisch und Blut. Vor allem Kinder und Jugendliche drohen mit ihren Smartphones zu vereinsamen. Einfaches Rezept: Wieder einmal spontan etwas ausmachen und mit Menschen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, spannende Dinge unternehmen. Am besten ohne Handy im Gepäck!

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Auf stumm schalten Wenn man die Alarmtöne abdreht, schaltet man auch selbst ein wenig ab. Der Stress der lästigen Klingeltöne oder „Ringtones“ fällt von einem ab, man gewinnt wieder mehr Kontrolle über sein Leben zurück. Das Handy ruht und man kommt selbst zur Ruhe.

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TERMINE INT. KOASALAUF ST. JOHANN, TIROL

Die Teilnahme an diesem sportlichen und landschaftlichem Großereignis vor der Kulisse des Wilden Kaisers ist für jeden ambitionierten Volkslangläufer längst Pflicht. 10.02.bis 11.02.2018 www.koasalauf.at

OSTERFESTSPIELE

SKIOPENING

Kultur tut der Seele gut. Ein Highlight diesbezüglich wird die Inszenierung von Puccinis Oper Tosca unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann. Von 24.3. bis 2.4. www.osterfestspiele-salzburg.at

Am Beginn der Wintersportsaison gibt’s keinen angenehmeren Ort, um zu feiern, als Obertauern: Am 2.12. mit einem Konzert von Andreas Bourani. www.obertauern.com

SALZBURG

SILVESTERLAUF WIEN

Für alle, die vor der Silvesterparty ihrem Körper noch einmal etwas Gutes tun möchten, für die, die das neue Jahr mit einem bereits umgesetzten guten Vorsatz beginnen oder einfach nur ein wenig Sport machen möchten. Der Silvesterlauf in Wien hat Tradition, führt die Teilnehmer durch die schönsten Straßen des imperialen Österreichs, tut gut und überfordert niemanden. Die Distanz beträgt gerade einmal 5,4 km – das ist zu schaffen. www.lcc-wien.at

VEGAN PLANET WIEN

Dass veganes Leben alles andere als fad ist, erleben 1000ende Besucher am 24.11.2017 in der Wiener Innenstadt (MAK) auf der Vegan Planet. Muss man gesehen haben! vegan.at

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OBERTAUERN

INT. YOGA FESTIVAL

UTTARAKHAND, INDIEN Seit 1989 zieht das Internationale Yoga Festival im Parmarth Niketan Ashram tausende Yogis aus aller Welt in seinen Bann. Wer eine Woche Urlaub für ein einzigartiges Erlebnis erübrigen kann: 1.3. bis 7.3.2018 www.parmarth.org

IRONMAN ST. PÖLTEN

Wer jetzt mit der Vorbereitung beginnt und konsequent dabei bleibt, der kann das Finish beim Ironman 70.3 in St. Pölten noch schaffen. Die Stunde der Wahrheit schlägt den Triathleten am 27.5.2018; 1,9 km schwimmen, 90 km radeln und 21,1 km laufen stehen am Programm. eu.ironman.com

JUNKER

FASCHINGSAMSTAG

GRAZ, LINZ, WIEN

Lachen ist gesund. Am 10.2.2018 sollte man daher den Besuch des Villacher Fasching in Erwägung ziehen. www.villacher-fasching.at

PRÄSENTATION Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren und außerdem soll es ja gesund sein. Da empfiehlt sich ein frischer, leichter Wein – wie der steirische Junker. Der wird jedes Jahr mit einigem Aufwand in mehreren Landeshauptstädten zeitgleich präsentiert: am 8.11.2017 www.steirischerwein.at

VILLACH

WELSCHLAUF SÜDSTEIERMARK

Der schönste, lustigste und geselligste Marathon Österreichs. 42,2 km durch die Weinberge der Süd- und Weststeiermark am 5.5.2018. www.welschlauf.com


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