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NR. 5 JULI 2011

Das Jugendmagazin

0€ zum Abgreifen

Großes Special

Frauenfußball !!!


Nähere Infos findest du dazu auf unserer Facebookseite: www.facebook.com/Jugendmagazin-welcomX

DIE RÄDEREI Im Märkischen Viertel

Wir reparieren eure Bikes hier im Jugendzentrum Bringt Eure Ersatzteile mit und unser Reperaturteam PDFKWHXUH'UDKWHVHOZLHGHU]XVLFKHUHQ6WUDVVHQÁLW]HUQ

Von Montag bis Freitag 10-15 Uhr Kinder-, Jugend- und Familienzentrum comX Senftenberger Ring 53-69 13435 Berlin


Den Mobbern keine Chance Wenn Ferien und der Sommer vor der Tür stehen, will man nur noch abschalten. Nichts hören nichts sehen. Auch nichts lesen? „ Mobbing unter Jugendlichen immer brutaler“ ,„Terrorfürst Bin Ladins tot“ „U-Bahnschläger Thorben P gnadenlos“ solche Schlagzeilen springen ins Auge und graben sich ins Gehirn. Jeder von Euch hat bestimmt schon einmal Gewalt erlebt, seine Erfahrungen dabei gemacht. Täter, wie Thorben P, leben mitten unter uns. Friedlich, unauffällig, bis es eben dann passiert. Er ging bis zu seiner Beurlaubung in die „Bettina-vonArnim-Oberschule“ hier gleich nebenan. Doro hat dort offen ausgesprochen, was auch die meisten ihrer Mitschüler denken. „Mit so einem möchte ich nie auf einer Bank sitzen“.

Sie hat einfach Angst und möchte die Sache so wenig, wie möglich an sich herankommen lassen. Am Liebsten ganz wegschieben. Wir fragen dennoch und rufen Euch zur Diskussion auf. Wie soll man mit Jugendlichen wie Thorben P. künftig umgehen? Angst, Brutalität, Täter, Opfer.Die vielen Formen nackter Gewalt sind unser großes Thema auf den Euch jetzt vorliegenden Seiten. Mit vielen Tipps und nützlichen Anregungen, wie man sich erfolgreich dagegen schützen kann. Falsch ist es auf jeden Fall, solche Übergriffe zu verschweigen. Die dabei erlittene Schmach, mit sich selbst auszutragen. Mobbing muss mit Hilfe von Euren Lehrern, den Eltern und Klassenkameraden immer an die Öffentlichkeit. Der Mobber muss bekommen, was er verdient. Auf keinen Fall eine zweite Chance. In diesem Sinne wünschen wir Euch erholsame Ferien und einen heißen Sommer.und vergesst nicht: Es ist auch die Zeit der Frauenfußballweltmeisterschaft. Das Sommermärchen. Lasst Euch gefangen nehmen oder lest besser noch unsere welcomXSpacials dazu. Marc Ma rcco Sp S piie eß Marco Spieß Federführender Jungredakteur


Inhalt Inhalt 6

welcomX-weltweit

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pornos im netz Headline Vom Sex umzingelt, weiß

Sublines

Tsumi damit umzugehen

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per gesetz

10 cybermobbing Ausgrenzung, Erniedrigung - beim Cybermobbing werden Opfer besonders krass und fies ins Internet gestellt.

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kolumne - oh,martin

14 fußballspecial Das Special zur Frauenfußball-wm 2011. Wir gucken dahin, wo andere nicht hinschauen!

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kiss cup-das promiturnier

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mal ehrlich

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im rampenlicht Ein großes Interview mit Serkan Kaya

heimat


Nr.5 _ Juli 2011 22

comX intern Quicklebendiger denn je welcomX feiert Geburtstag

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leserkontaktseite Mitten in Berlin

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B.v.A. - schule aktuell

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1. mai und welcomX dabei

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straßenrand

In einem Dachgeschoss einer ehemaligen Maschinenfabrik, wird der Berlinaufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Übernachtungspreise (p. P.)

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schreib eine geschichte

mixture takt und ton

Gruppen ohne Frühstück mit Frühstück

15,– 18,–

Einzelreisende ohne Frühstück mit Frühstück

18,– 21,–

das szenario 2040

„Deutschland den Deutschen“ -und was dann? Berlin im Jahr 2040 Unheimliche Szenen in einer weltoffenen Stadt

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wahlkampf regional Die Reinickendorfer Bürgermeisterkandidaten haben ein Herz für die Jugend

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vorschau/impressum

Telefon +49. (0) 30. 493 10 70 Fax +49. (0) 30. 80 20 25 36 Email info@gaeste-etage.de www.gaeste-etage.de Osloer Straße 12 | 13359 Berlin


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Das Ende eines Top-Terroristen Elitesoldaten der amerikanischen Marine in erfolgreicher Mission Osama bin Laden ist tot. Des 02. Mai 2011, nach pakistanischer Zeit, wurde er von einem siebenköpfigen Spezialkommando der Navy-Seals, eine Eliteeinheit der US Navy und der CIA, in

Abbottabad/Pakistan erschossen. Doch wer war der Mann, der auf allen Fahndungslisten der westlichen Welt auf dem ersten Platz stand? welcomX hat Lebensstationen eines

Mannes zurück verfolgt, der wie kein anderer zum Symbol des Terrors weltweit wurde.

Osama, der eigentlich Usama ibn Muhammad ibn Awad ibn Ladin hieß, wurde 1957 bzw. 1958 in Riad/Saudi-Arabien geboren. Er hatte fünf Ehefrauen und mindestens 24 Kinder. Von einer ließ er sich 1994 scheiden. Eine andere seiner Frauen wurde wegen illegaler Einwanderung mit ihren Kindern im Iran festgesetzt.

1979 wendete er sich dem politischen Kampf zu. Die Gründe dafür waren, die Islamische Revolution im Iran, die Besetzung der großen Moschee in Mekka und der Beginn des Sowjetisch-Afghanischen Krieges am 25. Dezember 1979 In den Jahren 1979 – 1989 unterstützte er den afghanischen Freiheitskampf mit

Geld und dem Rekrutieren der Ausbildung in Lagern. Bis 1984 galt sein Haus als Anlaufstelle für die freiwilligen Afghanistan Kämpfer. Nach einem sowjetischen Angriff sammelte Osama bin Laden innerhalb kürzester Zeit 10 Mio. $ Spendengelder.


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Feindbild Amerika

Rufe nach dem Dschihad

Anschlagsplaner vom 11. September

1986 übernahm er sein erstes Kampfkommando und eroberte u. a. die Festung Masaada von den sowjetischen Besatzern zurück. Nach ihrem Abzug aus Afghanistan gründete er am 11. August 1988 in Peschawar die Al-Qaida (die Basis). Diese sollte den Dschihad (der heilige Krieg) gegen die „Ungläubigen“ andernorts fortsetzen. Nach dem die USA ihre finanzielle Unterstützung zurückgenommen hatte, entwickelte er sehr schnell ein neues Feindbild; die USA. 1999 bestritt Osama bin Laden diese Unterstützung auf al-Dschasira (arabischer Nachrichtensender) und nannte die Amerikaner eher eine Behinderung als Unterstützung.

Rufe nach einem Dschihad wurden laut. Schon im Dezember 1992 gab es in Aden/Jemen erste Anschläge auf USSoldaten. Weitere sollten folgen. Am 26. Februar 1993 verübte ein alQaida Kämpfer den ersten Anschlag auf die Twintowers in New York bei dem 6 Menschen getötet und tausend verletzt wurden. Bis heute ist nicht geklärt, in wessen Auftrag dies geschah.

Es folgten Anschläge auf die USBotschaften in Daresaalam und Nairobi. Die amerikanische Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Er landete auf der „most-wanted“ Liste (meist gesuchte Verbrecher) des FBI. Zwischen 1999 und 2001 gab es mehrere erfolglose Versuche, ihn ausliefern zu lassen, die immer wieder von den Taliban abgelehnt wurden. Bin Laden gilt auch als Initiator und Planer der Anschläge vom 11. September. Erst auf einer Videobotschaft anlässlich der amerikanischen Präsidentenwahl bekannte er sich dazu. Es folgten Dutzende andere Erklärungen von ihm, die eine fieberhafte Suche einleiteten. Während der Kommando-Aktion am zweiten Mai erhielt bin Laden Schüsse in den Kopf sowie in die Brust. Nachdem eine DNA-Analyse seine Identität bewiesen hatte, wurde seine Leiche dem Meer übergeben. Einige Medien sprechen von einer bewussten Tötung. Sollte dies der Fall sein, haben die Vereinigten Staaten nicht nur einen politischen Mord zu rechtfertigen, sondern auch einige Verstöße gegen das Völkerrecht. Laut Verfassung der Vereinigten Staaten hat jeder Verdächtige das Recht auf einen fairen Prozess.

1989 verließ Osam bin Laden auf Befehl der saudischen Regierung Afghanistan und stieg wieder in die familieneigene Firma ein. Nachdem bin Laden seine Afghanistankämpfer zur Absetzung der jemenitischen Regierung einsetzen wollte, entzog man ihm den Reisepass und verbot ihm jegliche außenpolitischen Tätigkeiten. Im März 1992 erhielt er ihn zurück und flog erst nach Afghanistan, um sich danach mit seiner Familie im Sudan niederzulassen. Zu Beginn seiner Zeit dort erklärte er Freunden, dass sein politischer Kampf vorbei sei. Diese Absicht währte nur kurz. Seit dem Herbst 1992 begann er häufiger, über die Bedrohung der islamischen Welt durch die USA zu diskutieren.

Am 4. und 5. Februar 1994 versuchte eine radikale muslimische Gruppe, Osama bin Laden zu ermorden. Er hatte ihnen die finanzielle Hilfe entzogen. Die intensiven diplomatischen Versuche, ihm in dieser Zeit Einhalt zu gebieten, blieben erfolglos. Als diese ganz scheiterten, entzog ihm der saudische König die Staatsbürgerschaft und es kam im August 1995 zum endgültigen Bruch mit dem Königshaus. Osama bin Laden ging nach Afghanistan und eröffnete dort zirka fünfzig Terrorcamps. Als man ihn verdächtigte, zwei BNDBeamte (Bundesnachrichtendienst) ermordet zu haben, verließ er Libyen. Osama bin Laden wurde seit 1998 mit internationalem Haftbefehl gesucht und wurde zum Gejagten.

Text: Bianca, Mattis


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Porno Por rno im im N Netz etz

Wie Sexy bin ich? Das erste Mal - (Fakten) Von den heute siebzehnjährigen Mädchen hatten 73 Prozent schon Geschlechtsverkehr, von den Jungen 66 Prozent. Das zeigt eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung von 2006. Für 37 Prozent der Jungen und 24 Prozent der Mädchen kam das erste Mal „völlig überraschend“. 64 Prozent der Mädchen und 51 Prozent der Jungen waren beim ersten Geschlechtsverkehr mit dem Partner fest befreundet. 73 Prozent der Jungen und 61 Prozent der Mädchen erlebten den ersten Sex als „etwas Schönes“, 22 Prozent der Mädchen und sieben Prozent der Jungen als „etwas Unangenehmes“. Bei neun Prozent der Mädchen und 15 Prozent der Jungen benutzte keiner der Partner beim ersten Mal Verhütungsmittel.

Schrei(b) - Krampf Fantasien Da bekommt man endlich mal die Möglichkeit einen vernünftigen Artikel zu schreiben, ähm, auf dem PC zu verfassen, und dann sitze ich vor dem leeren Blatt und es kommt kein Wort. Vielleicht liegt‘s am Vollmond oder am prämenstruellen Syndrom, oder vielleicht schlaf ich ja auf einer Wasserader... Dabei hätte ich so viel zu sagen zu dem Thema Jugend und Pornografie. Aber wir sind zu! Zugeschüttet, vollgetextet, umzingelt von Sex, nee, von sexualisierender Werbung. Ja, für jede Gurke wird schon mit nackten T..., padon Brüsten geworben!

Dabei stimmt das alles gar nicht. Wir sind nicht anders als unsere Eltern, von wegen Generation Porno!!? Wir sind nicht anders als die Generation pubertierender davor. Im Gegenteil. Genau WEIL wir jede Form von Sex haben können, MÜSSEN wir keinen haben. Wir DÜRFEN! Das ist vielleicht der Unterschied. Joggen kann auch entspannen! *grins* Klar kommen wir im Internet leicht an Pornografie! Meinen die Erwachsenen, dass wir verlernt haben, Fiktion von Wirklichkeit zu unterscheiden?! Klar, es gibt immer irgend welche Hirnis, die „Eins zu Eins“ umsetzen was sie da an Fleischfarbenem, Schwitzenden, Stöhnendem, auf dem Bildschirm gegen 2 Uhr nachts erspäht haben... Aber die Doofen sterben nie aus!

Für mich und meine Freunde war es damals auch kein Problem, an pornografisches Material ran zukommen. Da mein Vater durch seinen Job immer nur am Wochenende da war und meine Mutter bis vier oder fünf gearbeitet hat, haben wir die Filme eben bei mir angesehen. Es war ein Kick zu wissen, dass es Verboten war, als Minderjährige solche Filme zu sehen und dass die eigene Mutter früher nach Hause kommen und einen dabei erwischen könnte. Auch Kindersicherungen im Fernsehen und Passwörter im Computer waren kein Hindernis!

Irgendwann gesellte sich auch meine jüngere Schwester dazu und wir fingen an, die Filme mit witzigen Einlagen zu kommentieren. Es war ein Heidenspass. Manchmal wars auch wie im Horrorfilm und uns befiel der Ekel z.B. als wir sahen, wie ein Mann einen riesigen Rettich in die Frau schob und dieser verschwand.... Aber uns kam nie in den Sinn, so etwas nachzumachen. Es war ein Film, wie jeder andere Blockbuster auch. Was regen sich Erwachsene also so auf? Nach Mitternacht könnte man so was eh im TV ohne Probleme ansehen!

Heute schau ich hauptsächlich Schwulenpornos, sie regen die Fantasie an und sind vor einem Vorspiel prickelnder als die von Heteros, vielleicht auch exotischer ... Und - mal unter uns gesagt- beziehungsunfähig kann man nicht durch Pornos werden! Da gilt der alte Spruch: Was Hänschen nicht lernt, lernt er nimmermehr! Oder besser, wenn man in Kindertagen erfahren hat was Liebe ist, dann erträgt man auch ein paar nackte Fortpflanzungsorgane! Text: Tsumi


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Probleme mit dem Gesetz?

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Selim, unser Anwalt, weiß Rat! Liebe welcomX-Leser, aufgrund der hohen Akzeptanz der Kolumne „erlaubt... nicht erlaubt...“ in den vorausgegangenen Ausgaben und dem damit einhergehenden Interesse an rechtlichen Themen haben wir uns dazu entschlossen, die Kolumne zu einem etwas ausführlicheren Beitrag auszudehnen. In diesen Beiträgen sollen Rechtsthemen aus den verschiedenen Bereichen des Lebens behandelt und die wesentlichen Fragen beantwortet werden. In der Hoffnung, dass auch diese Beiträge auf Eure Zustimmung stoßen, wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen.

Für den Vertragsabschluss muss man nicht Volljährig sein. Sonst dürften viele von Euch beim Bäcker nichts kaufen. Für den Vertragsabschluss müsst Ihr geschäftsfähig sein, vgl. §§ 104 ff. BGB. Das seid Ihr nicht, wenn Ihr nicht mindestens 7 Jahre alt seid. Zwischen 7 und 18 Jahren seid Ihr „beschränkt geschäftsfähig“. Ich weiß, die Bezeichnung hört sich fürchterlich an. Aber der Gesetzgeber will damit nur zum Ausdruck bringen, dass Ihr Verträge nur unter bestimmten Voraussetzungen abschließen dürft, so z.B. Einwilligung der Eltern Taschengeldparagraph, § 110 BGB

Kaufvertrag Teil I

Arbeitsverhältnis

Der Einkauf; etwas, was unser tägliches Leben begleitet, über das wir uns in rechtlicher Hinsicht jedoch kaum Gedanken machen. Oder wusstet Ihr, dass Ihr sogar beim Kauf einer Packung Kaugummi am Kiosk einen Vertrag mit dem Verkäufer schließt?! Nein? So ist es aber...

Grundsätzlich bedarf es bei „beschränkt Geschäftsfähigen“ der Einwilligung der Eltern. Wenn diese aber z.B. einem Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnis zugestimmt haben, dürft Ihr innerhalb der Arbeit Verträge, die im Zusammenhang mit dieser Arbeit stehen, selbst abschließen.

Vertragsabschluss

Schriftform?

Dieser erfolgt in dem Moment, wenn Ihr ggü. dem Verkäufer erklärt, dass Ihr eine bestimmte Ware kaufen wollt, und dieser damit einverstanden ist. Der Abschluss eines solchen Vertrages lässt Rechte, aber auch Pflichten entstehen. Ihr habt einen Anspruch darauf, dass Ihr die Ware dann auch vom Verkäufer bekommt. Im Gegenzug seid Ihr dazu verpflichtet, den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen.

Viele sind der Meinung, dass der Vertrag schriftlich festgehalten werden muss. Dem ist aber nicht so. Vielmehr besteht grundsätzlich Formfreiheit, d.h., dass die Verträge in der Regel mündlich abgeschlossen werden können und diese dann auch wirksam sind. Dies ist auch bei alltäglichen Einkäufen und Erledigungen nicht anders zu bewältigen. Würde man für jeden Vertrag die Schriftform verlangen, wäre die Schlange im Supermarkt noch viel länger, als sie ohnehin schon ist.

Ab welchem Alter?

RESÜMEE Bei jedem Kauf schließe ich einen Vertrag mit dem Verkäufer. Für den Vertragsschluss muss ich nicht volljährig (18) sein. Ich kann sie bereits ab dem 7. Lebensjahr wirksam abschließen. Dafür benötige ich allerdings die Einwilligung meiner Eltern oder ich kaufe die Ware sofort von meinem Taschengeld. Verträge müssen grundsätzlich nicht schriftlich geschlossen werden; nur, wenn das Gesetz es vorsieht. Verträge können deshalb auch mündlich abgeschlossen werden. Auch per Telefon, Internet, E-Mail oder Fax.

Also seid achtsam, wenn Ihr Euch durchs Internet klickt oder telefonische Bestellungen abgebt. Unterliegt nicht dem Irrtum, dass kein Vertrag zustande kommen kann, nur weil Ihr noch minderjährig seid, bzw. nichts unterschrieben habt. In diesem Sinne: „Augen auf beim Kauf!“ Bis zur nächsten Ausgabe. Selim Alparslan info: Rechtsanwalt Selim Alparslan Prager Straße 4 in 10779 Berlin Tel.: 030/85995730 E-Mail: info@ra-alparslan.de


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MARek, DER POLENJUNGE EIN MOBBING­OPFER GIBT ZU PROTOKOLL

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iese Geschichte ist nicht erfunden. Sie ist passiert und Marek widerfahren, der zum Mobbing-Opfer wurde, weil er keine Markenklamotten trug, sondern nur die in Polen nachgemachten von Addidas. Das war anstößig genug für seine damaligen Mitschüler an einem renomierten Berliner Sportgymnasium im Prenzlauer Berg das in der Öffentlichkeit gern als elitär und einem fairen Sportgeist aufzutreten wusste. In einigen der Schüler wohnte allerdings ein ganz anderer Geist. Sie waren selbstverständlich nach letztem Modeschrei und Markenecht gekleidet, ständig auf der Suche nach neuen Opfern.

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arek, den sie abfällig mit dem Spitznamen „Polenjunge“ versahen, der kam ihnen dabei gerade recht. Es verging kaum ein Tag, an dem sie nicht Gelegenheit nahmen, um ihn zu demütigen, vorzuführen und in jeden noch so geeignete Ecke zu stellen. Marek fühlte sich unbehaglicher denn je, wagte aber nicht, sich öffentlich zur Wehr zu setzen.

Immer wieder Zielscheibe

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ie Angriffe gegen ihn wurden stärker und heftiger. Den schlechten Worten, gespickt mit unwürdigen Ausdrücken aller Art, folgten die härteren Geschütze. Selbsternannte Cliquenführer durchwühlten und bespuckten seine Sachen. Gossen volle Brause-, Cola-und andere Flaschen in seinen Ranzen und ergötzten sich diebisch daran, wie seine Hefte und Bücher in dieser zusammengebrauten Soße feucht-fröhlich schwammen.

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elbst als Torwart der Schulmannschaft wurde ihr Opfer Marek zur Zielscheibe und das im wahrsten Sinne des Wortes. Gleich fünf Bälle, alle gleichzeitig auf ihn abgefeuert, sollte er auf einmal halten, was natürlich ein Ding der Unmöglichkeit war, aber wahre Lachsalven hervorrief.

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edenfalls Marek war ständig Mode und als man noch mitbekam, das es sich bei ihm um einen strebsamen Schüler handelte, kannten die Hänseleien keine Grenzen mehr.

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ie erreichten schließlich im Schwimmunterricht ihren Höhepunkt. Dort wurde er solange getaucht und unter Wasser gehalten, dass er fast ertrunken wäre. Marek wurde mehr und mehr isoliert und vetraute sich in größter Not schließlich seiner Mutter an, die umgehend das Gespräch beim Direktor suchte. Dieser irgendwie überrascht und wohl auch nicht ausreichend informiert über solche Zustände an seiner Schule flüchtete sich in knappe und wenig aufbauende Worte: „selbst Schuld!“ .Wie sollten die Marek eigentlich weiterhelfen. Er wechselte das Gymnasium. In seiner neuen Schule, einer voller Offenheit und Toleranz.

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ier wurde jedem Schüler die gebührende Achtung entgegengebracht und Mobbing war ein Offiziell anerkanntes Fremdwort. Seine düsteren Erlebnisse von damals allerdings, die hat Marek bis heute nicht vergessen können. Text: Helmuth

Selber Schuld …


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Die nackte Angst im Mittelpunkt zu stehen

Mobbing in Schulen von Yvonne Sarow

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er kennt das nicht: als der Neue in der Klasse wird man gehänselt, ausgelacht, weil die eigene Kleidung nicht zum Gruppenbild passt oder im Unterricht „bloßgestellt“, weil man nicht so sportlich ist, wie es gefordert wird oder ausgegrenzt, weil man einen anderen kulturellen Hintergrund hat.

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er Begriff Mobbing kommt aus dem Englischen und bedeutet „anpöbeln“,“ fertigmachen“. Er sollte jedoch nicht mit kurzzeitigen Konflikten oder Streitereien verwechselt werden.

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obbing ist eine Art Psychoterror, der Prozess einer systematischen Ausgrenzung und schwerwiegenden Erniedrigung eines Menschen durch einen oder mehrere andere, der sich über einen längeren Zeitraum hinzieht. Unabhängig dabei ist, ob es sich um körperliche Gewalt handelt, um verbale Ausgrenzungen, z.B. mit bissigen Bemerkungen und Abwertungen, oder stillschweigendes Verachten und Ignorieren des Anderen.

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iel von Mobbing in der Schule ist, den anderen auszugrenzen, ihn, wie oben schon beschrieben, „fertigzuEinfach ursprünglich machen“.

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ie Mobbing-Opfer ziehen sich meist in die soziale Isolation zurück, um diesem Druck von außen zu entgehen.

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obbing hat langfristige seelische und körperliche Konsequenzen: das Selbstbewusstsein wird zerstört, es kann zu Schlafstörungen und Ängsten, zum Leistungsrückgang in der Schule, zu Fehltagen durch „schwänzen“ bis hin zu Depressionen kommen.

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obbing-Opfer brauchen immer die Hilfe von anderen, weil sie sich selbst nicht mehr genug wehren können. Mobbing ist kein Kavaliersdelikt. Experten schätzen, dass jeder 10. Schüler gemobbt wird. Eine erschreckende Statistik gibt sogar an, dass ca. Offenheit, Toleranz, Respekt 20% der Selbstmordrate von Menschen auf Mobbing zurückzuführen ist.

O

ft ist es sogar so, dass die „Täter“ in der Gemeinschaft nicht besonders beliebt sind und nur die Angst vor ihnen die direkte Auseinandersetzung in der Gruppe verhindert.

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enn Ihr Mobbing-Probleme erkennt, muss dies zum Thema in Eurer Klasse und an der Schule werden. Es geht hier nicht darum, Schuldige zu finden und sie zu bestrafen, sondern die Konflikte, die dem Mobbing zu Grunde liegen, aufzudecken und nachhaltig zu lösen.

W

enn Ihr merkt, dass Ihr selbst hier nicht mehr weiter wisst, bleibt mit Euren Problemen und Eurer Angst auf keinen Fall alleine – sucht Euch Klassenkameraden, die Euch unterstützen, sprecht mit Euren Lehrern und Eltern. Nur mit Eurer Offenheit ist es möglich, auch weitere professionelle Unterstützung zu finden.

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eder möchte an einer Schule lernen, in der er sich selbst sicher und aufgehoben fühlt – Ihr könnt mit Eurem Mut Eure Schule zu solch einem Ort werden lassen.


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Brutal und auf dem Vormarsch Cybermobbing stellt seine opfer bloss

Mobbing- das Thema ist zurzeit in aller Munde. Vor allem das Phänomen Cybermobbing beschäftigt die Medien. Die WelcomX wollte wissen, wie Cybermobbing überhaupt funktioniert und wie man als Betroffener damit umgehen soll. Jenny und Susanne vom Medienkompetenzzentrum „Szenenwechsel“ in Neukölln waren so nett, uns ein paar Fragen zu beantworten. Ist Mobbing schlimmer geworden in den letzten Jahren? Schlimmer würde ich nicht sagen, aber es ist einfacher geworden zu mobben. Man kommt viel schneller in die Täterrolle, denn im Internet kann man ja beispielsweise anonym bleiben. Dadurch wagen sich die Täter an Sachen heran, die sie im realen Leben vielleicht nicht tun würden. Der Täter hat auch oft nicht so schnell ein schlechtes Gewissen, da er ja die Reaktion des Opfers meist nicht direkt mitbekommt und somit nicht sieht, was er da gerade anrichtet. Cybermobbing ist derzeit eine sehr verbreitete Form des Mobbings – ist ja logisch, da sich das Leben der Jugendlichen heute zunehmend virtuell abspielt.

Auch mit dem Handy kann man natürlich mobben, sei es nun über SMS oder anonyme Anrufe… Wie wird denn nun über das Internet gemobbt? Früher hat man z. B in der Schule an die Toilettentür geschrieben: „Person XY ist hässlich/doof/stinkt.“ Heute postet man so etwas in sozialen Netzwerken. Dadurch wird natürlich der beteiligte Personenkreis viel größer. Das ist noch mal beängstigender für den Gemobbten, weil man kaum mehr einschätzen kann, wer alles beteiligt ist. Außerdem ist es schwierig, die Beschimpfungen zu löschen. Eine Toilettentür lässt sich abwaschen – eine Internetseite nicht! Kann man verhindern, ein Cybermobbing – Opfer zu werden? Man kann es nicht gänzlich verhindern, aber es ist hilfreich, so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Vor allem sollte man aufpassen, was man in den Communities macht – welche Fotos und Daten man veröffentlicht, was man von sich preisgibt. Mit wem man sich anfreundet.

Man kann sich zum Beispiel die Frage stellen: Brauche ich 500 virtuelle Freunde, die ich kaum kenne, oder reichen auch siebzig? Man sollte Internetseiten, die ausschließlich zur Verbreitung von Klatsch und Tratsch eingerichtet worden sind, boykottieren und nicht noch durch Klicks unterstützen. Es ist wichtig, immer wieder selber darauf zu achten, wie man sich im Internet verhält. Und wenn man schon im Internet gemobbt wird? Was sollte man dann tun, um diesem Angriff zu entkommen? Auch wenn es sehr schwer fällt. Am Besten ist es, die Angriffe zu ignorieren. Dann werden sie mit der Zeit auch für die Täter uninteressant. Sprecht mit Euren Eltern, Lehrern und Jugendeinrichtungen über Euer Problem. Wenn das Mobbing unerträglich wird, sollte man sich nicht scheuen, die Polizei einzuschalten und Anzeige zu erstatten. Je mehr sich wehren, desto besser ist es. Text: Christiane


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Mein Opa, der Mobber Widerworte des Berliner Kabarettisten Martin Buchholz

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ch war schon als pubertärer Knabe ein frühes Mobbing-Opfer, obwohl Mobbing als Begriff zu jener Zeit noch nicht in Mode war. Die brutale Praxis, als Stärkerer über einen Schwächeren herzufallen und ihn gemein zu drangsalieren, gab es jedoch schon immer. Der Mobber, der mir gnadenlos zusetzte, war mein Opa Oskar. Der wohnte in einem brandenburgischen Kaff an der Spree. Dort war ich in den Schulferien oft zwangsinterniert. Mein Opa wollte aus mir „einen richtigen Mann“ machen. „Sei ein Mann!“ Der ständige Tagesbefehl meines Opas Oskar klingt mir noch in den Ohren. Mit gruftigem Nachhall höre ich seine Stimme: „Du musst lernen, hart zu sein gegen dich selbst.“ Also tat er alles, um mich „abzuhärten“.

Jeden Morgen und jeden Abend zerrte er mich unter die Gartenpumpe, um mich fünf Minuten lang unter einem Schwall eiskalten Wassers schlottern zu lassen. „Abschreckung“ nennt man diese Kalt-Wasser-Behandlung; nur ist diese Praxis normalerweise für Frühstückseier gedacht. Seither weiß ich, was Masochismus ist. (Heute allerdings bin ich ein entwickelter Masochist. Ich weiß: Ein Masochist straft sich am brutalsten dadurch, daß er sich selber die Strafe verweigert. Also dusche ich jeden Morgen warm.) DieTerror-Herrschaft meines Großvaters versetzte mich ständig in Angst und Schrecken. Wann immer er mir einen Auftrag erteilte, machte ich aus lauter Schiss garantiert irgendetwas falsch. Wenn er mich dann zur Rede stellte,

stotterte ich hilflos: „Aber Opa, ich dachte...“ Darauf hatte er nur gewartet. Er zog mich an den Ohren, bis ich knapp unter der Zimmerdecke schwebte – ein vergeblicher Versuch, mich großzuziehen. Dabei sagte er etwas ganz Seltsames: „Du sollst das Denken den Pferden überlassen! Die haben einen größeren Kopf als du.“ Was meint Ihr, mit welcher Ehrfurcht ich damals an den Gäulen in diesem Dorf vorbeigeschlichen bin... Als zusätzliche Strafe gab es dann meist noch einen mehrtägigen Freiheitsentzug. Ich wurde weggesperrt. „Stubenarrest“ nannte sich diese Einzelhaft. In der Urteilsbegründung hieß es: „Er hat wieder seinen eigenen Kopf!“ Das klang für mich so, als ob ich eine schlimme Krankheit hätte. Ein Kind, das damals in Deutschland mit eigenem Kopf zur Welt kam, galt offenbar als Missgeburt. Nun, meinen eigenen Kopf habe ich noch heute. All die Versuche meines Opas, mir das Gehirn aus dem Schädel zu mobben, sind fehlgeschlagen. An dieser Niederlage meines Opas habe ich allerdings lange arbeiten müssen. Dies sei hier nur gesagt als vielleicht schwacher Trost für manches heutige Mobbingopfer. Irgendwann, wenn auch spät, sind die Mobber die Unterlegenen.

Martin Buchholz info: iin nfo fo: www.martinbuchholz.de ww w ww. w.m ma art rtin inbu in buch bu chho ch holz ho lz.de de

Idee: Kay Wagner Zeichnung: Farina Gerhardt


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Frauenfußballweltmeisterschaft 2011 Wir gucken dahin, wo andere nicht hingucken!

Die Killerbienen Stechen nicht, schießen aber dafür scharf! hne dabei emanzipiert zu klingen, empfinden die Mädels der Hobbymannschaft „Killerbienen“ es als überholt, dass Fussball ein Männersport ist. Es stört sie keineswegs, dass bei Turnieren gegen Männermannschaften die Gleichberechtigung auf der Tagesordnung steht. Ganz im Gegenteil, sie können zeigen, was in ihnen steckt. Mit Ehrgeiz, untermalt von Spaß, gehen sie an die Sache heran und es kann dabei auch vorkommen, dass das eine oder andere Foul zutage tritt.

O

Ohne Rücksicht kicken sich die Killerbienen durch diverse Spiele, die unterschiedlich lange dauern. Manchmal fünfundzwanzig Minuten, dann aber auch volle neunzig! Die Mannschaft, die vor ca. vierzehn Jahren gegründet wurde, kann sowohl bei Auswärtsspielen, als auch zu Hause, im Salzkammergut/Oberösterreich, punkten und ihr Können unter Beweis stellen. Trainiert wird einmal pro Woche, wo auch manchmal Spiele gegen andere Hobbymannschaften ausgetragen werden.

Links außen stehend im blauen Trikot: Franz Kain (Trainer), daneben stehend Regina Egger (Verteidigung), rechts außen stehend Co - Trainer Manfred Wallmann, zweite von rechts stehend Verena Hödl (Interview - Partnerin), rechts außen knieend Doris Ellmer (Kapitän, Mittelfeld) Einmal im Jahr packt Kapitän Doris ihre „Bienen“, um in Kärnten drei Tage gegen diverse andere Frauenmannschaften zu spielen. Dieses Ereignis absolvieren sie mit Spaß, viel Ehrgeiz, aber auch dem nötigen Ernst. Schließlich gilt es zu gewinnen und auch gegen Profimannschaften zu spielen. Ob sie schon einmal „Erste“ wurden? Leider nicht, waren bei solch t, allerdings al einem Europacupturnier in E Kärnten auch schon dritte Plätze s für uns drin.“, so Killerbiene Verena. „Als Gewinn erhält die Mannschaft einen Pokal, Gutscheine, hier und da auch ein bisschen Geld für die Gemeinschaftskasse“, erzählt sie weiter. Die drei Tage beim Europacupturnier sind zwar anstrengend, aber auch lustig.

Es ist immer viel Publikum vor Ort. Kontakte werden geknüpft und zusätzlich findet ein kleines Zeltfest statt.

Ein unschlagbares Team Dass sich die Killerbienen auch untereinander ausgezeichnet verstehen zeigt sich, auch außerhalb ihres Vereinstrainings. Gemeinsam fahren sie sogar in den Urlaub. Im vergangenen Jahr verbrachten sie zusammen einige Tage auf Mallorca. Die Killerbienen sind eben auch privat ein unschlagbares Team.

Text: Birgit


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Frauenfußballweltmeisterschaft 2011 Wir gucken dahin, wo andere nicht hingucken!

„Wenn ich losgehe, dann nach vorn“ Michelle Behrends spielt begeistert Fußball in einer Mädchenmannschaft ußball spiele ich schon von klein auf an. Genauso wie meine Schwester. Zur Not könnte ich mir noch Tennis oder Turnen als anderen Sport vorstellen. Aber nichts geht über ein zünftiges Match, bei dem ich so richtig losgehen kann. Nach vorn natürlich. Eigentlich trainiere und spiele ich im „Frohnauer SC“, meinem Hausverein. Wenn nicht gerade dort, dann auf dem vom Deutschen Fußballbund gesponserten Minispielfeld in unserer Schule, die den schönen Namen „Hoffmann von Fallersleben“ trägt. In Fallersleben steckt auch ein bisschen Fallrückzieher, wobei wir wieder beim Fußball wären. Jeden Donnerstag nachmittag absolvieren wir unsere Trainingseinheiten. In diesem Jahr ist unser Mädchenkickerteam beim „Drumbo-Cup“ Berliner Vizemeister in der Halle geworden und fünfter in der Feldrunde. Da war vielleicht etwas los, Anh „Anni“, meine beste Freundin, die sonst im Tor steht, und Celina gehören mit zum Team.

F

„ich denke

as foul ...“ noch an d

„mit meinen blauen

Schuhen gewinne ich

fast jeden zweikam

pf “

Wir spielen uns hervorragend die Bälle zu auf dem Platz und haben schon manchen Sieg davongetragen. Nach so einem Spiel ist unsere Freude stets grenzenlos. Wir springen immer ausgelassen aufeinander. Das sieht aus, wie ein großes buntes Wollknäuel. Ein Spaß für alle Zuschauer und unsere Fans, die immer für die richtige Stimmung sorgen. Ohne Fans geht gar nichts, aber mit Fans immer eine ganze Menge.

gemeckert bei den Niederlagen. Wenn wir verlieren, was auch vorkommt, halten wir kurz inne und wissen, dass das nächste Spiel wieder besser wird .Mein erster Bolzplatz war gefährlich nah an unserer Wohnung. Präzise habe ich schon damals geschossen. Unbeabsichtigt auf eine Scheibe, die zu Bruch ging. Meine Mutter fand das damals gar nicht lustig, konnte mich aber nicht vom Fußball abhalten.

Anni wird mir garantiert Recht geben, wenn ich sage, dass Tore schießen genauso wie Fahrrad fahren ist. Man verlernt es einfach nicht. Leider kann ich nichts über meine Bilanz sagen, weil ich nicht mitgezählt habe. Vier bis fünf Schüsse ins Netz pro Spiel sind für mich inzwischen Pflicht geworden. Wenn der Gegner schlapp und unkonzentriert ist, werden es manchmal auch locker acht. Im Durchschnitt natürlich.

Ganz klar, dass unsere Frauen bei ihrer Weltmeisterschaft im eigenen Land ganz oben mitspielen. Ich sehe das Team von Silvia Neid mindestens unter den ersten drei und drücke dafür alle meine Daumen.

Fußball unter Mädchen ist ganz anders. Viel fairer und vor allem wird nicht soviel

Eure „Michi“


Frauenfußballweltmeisterschaft 2011 Wir gucken dahin, wo andere nicht hingucken!

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Regisseurin Brigitte Weich hat einen beeindruckenden Dokumentarfilm gedreht

lle zwei Jahre findet das Pyongyang – Filmfestival in Nordkoras Hauptstadt statt, welches 2002 der Funke zu einem Flächenbrand für die Wienerin Dr. Brigitte Weich wurde.

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Spielerinnen auf höchstem Niveau Der Auslöser für ihren Film „Hana, dul, sed“, den sie nach jahrelanger, sorgfältiger Recherche, Schneide- und Dreharbeit 2009 endlich fertig stellen konnte, lag in vielen Bereichen. 2002 hörte sie davon, wie gut das Frauenfußballteam Nordkoreas war, welches zu diesem Zeitpunkt das erste Mal asiatischer Meister wurde. Also musste sie unbedingt ein solches Spiel sehen, was ihr damals aber verwehrt wurde. In Bangkok bekam sie jedoch Gelegenheit den Meisterinnen beim Kicken zuzusehen: ein Spiel auf höchstem Niveau!

Nordkoreas Fußballerinnen im Porträt Inspiriert von diesen Eindrücken arbeitete die Juristin, die ihre Berufslaufbahn hauptsächlich im Kulturbereich durchlaufen hatte, einen anspruchsvollen Dokumentarfilm aus. Gemeinsam mit einem kleinen Team, ohne wenig Erfahrung und Finanzierung, gelang ihr die authentische Darstellung von vier Koreanerinnen (Angriff, Tor, Mittelfeld, Verteidigung), die das seltene Privileg genossen, in einem sehr erfolgreichen Frauenfußballteam zu spielen, welches zu den zehn Besten der Welt gehört. Der Film erzählt von Höhenflug, Prominenz, Freundschaft, der Liebe zum Fußballsport und schließlich auch von der Niederlage , als das Qualifikationsspiel für die Olympiade in Athen verpatzt wird.Aber auch von dem Privileg, welches nur selten koreanischen Mädchen zuteil wird: dem Spaß an einer außergewöhnlichen Arbeit, der Aspekt von finanziellem Reichtum und Reisen in ferne Länder.

Beruhend auf Tatsachen Spannend aber auch, dass die vier Protagonistinnen des Films, welcher auf wahren Tatsachen beruht, die ersten waren, denen diese steile Karriere zuteil wurde. Brigitte Weich, für die der Film ein Debüt als Regisseurin und Produzentin ist, erzählt, wie schwierig allerdings auch die Tatsache für die Mädchen war, mit dieser neuen, erfolgreichen Lebenssituation umzugehen! Dennoch ist ihr, mit viel Energie und „Herzblut“, ein ausgezeichneter Film gelungen.

Text: Birgit

weitere Infos unter: Produzent: Ri Filme Website: www.hanadulsed.com


Frauenfußballweltmeisterschaft 2011 Teilnehmerinnen an den „Special Olympics“ 2011 in Athen n

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Drei Königinnen im Sturm Andrea, Paula und Sarah sind Menschen mit Handicaps und trotzdem immer dicht am Ball tenberger Sportplatz in der Fischerstrasse ihrem Hobby nach. Gerade jetzt bereiten sie sich auf ein großes, nicht ganz alltägliches Ereignis, in ihrer fußballerischen Laufbahn vor. Jeder von ihnen weiß nur zu gut, dass man dafür nicht nur sein Bestes geben , sondern darüber hinaus auch ausgesprochen fit sein muss. Athen, wir kommen!

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en Gegner einfach stehen lassen, kraftvoll nach vorn stürmen. Flanken, dribbeln, Pässe schlagen. Als krönenden Abschluss den Ball dann unhaltbar im Kasten versenken. Das erfordert Mut, Schnelligkeit, Konzentration. Vor allem aber ein enormes Selbstbewusstsein. Durchaus keine Selbstverständlichkeit für die Mädchen von „Frau am Ball e.V.“ – einem integrativen Sportverein, bei dem Menschen mit und ohne Handicaps gemeinsam auf dem Platz stehen und dort auch ihre Erfolge und Niederlagen feiern.

In die Herzen der Fans gespielt Mit gekonnter Spielweise und ihrer offenen Art, dabei viel Sympathie und einen unbändigen Kampfgeist zu zeigen, haben sich Andrea, Paula und Sarah in die Herzen ihrer zahlreichen Fans gespielt. Irgendwo war es schon klar, dass ein Spitzname, wie: „Königinnen im Sturm“, einfach geboren werden musste. Der lag einfach in der Luft. Jeden Freitag gehen diese jungen Frauen, die ansonsten in einer der zahlreichen Berliner Behindertenwerkstätten arbeiten, auf dem Lich-

Nominiert als Fußballerinnen der deutschen Mannschaft werden sie an den „Special Olympics“ im griechischen Athen in drei Wochen teilnehmen. Dafür müssen sie noch etliche Trainingseinheiten hier auf dem heimischen Platz absolvieren. Wie sie aus sicherer Quelle erfahren haben, ist die Konkurrenz groß. Sehr groß. Aber nicht unbezwingbar, sagt die einundzwanzigjährige Andrea Gaus voller Selbstbewusstsein in ihrem sportlichen schwarz-roten Outfit mit den passenden Fußballschuhen. Wie stets bei ihren Ansagen, die Blende des Basecaps modisch nach hinten und damit auf Sturm gedreht. Eine unmissverständliche Kampfansage an alle, die ihnen dort den Sieg streitig machen wollen. „Athen, wir kommen!. „Zieht euch schon mal warm an!“ Mit diesen Worten läuft sie sich warm und als erste auf den Rasen. Text: Ute, Ralf

Nähere Informationen und Neuanmeldungen unter: www. frau-am-ball.de mail: info@frau-am-ball.de


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Prominent vollendete Halbsätze von Kiss FM Moderatorin und Sängerin Rebecca Miro

Als Kind wolltest Du immer sein ...wie die Erwachsenen. Deine Schulzeit war die aller schönste ...weil lernen so viel Spaß macht. Sport und Englisch waren Deine Lieblingsfächer ...der vielen guten Noten wegen. Gleich nach dem Aufstehen könntest Du Dich ...direkt wieder hinlegen. Aus heiterem Himmel sollte es ...regelmäßig Geld für alle regnen. Glückspilzen begegnest Du ...jeden Morgen im Spiegel.

Ein Lob gefällt Dir besser als ein Tadel, ...denn dann hat man alles richtig gemacht. Männer im Mond könnten auch ...durchaus Astronauten sein. Den Trick siebzehn beherrschst Du ...genauso wie den Trick achtzehn. Drei Gänge zum Mittagessen können bei Dir ...unweigerlich zu zehn Kilo mehr führen. Für ein Rockkonzert würdest Du ...niemals Geld ausgeben. Nachwuchsmoderatorinnen würdest Du auf jeden Fall raten ...Talent zu haben.

Auf Anhieb erkennst Du ...ob Menschen ehrlich sind. Deine nächsten Pläne sind ...total geheim! Einen Floh ins Ohr gesetzt zu bekommen führt ...meistens zu nichts Gutem. Gegen den Strich gehen Dir tagtäglich …unhöfliche und unfreundliche Menschen. Bei aufregender Musik kannst Du …echt aufgeregt sein. Ohrwürmer dressiert man am Besten …im Dreivierteltakt. Niemals antworten würdest Du …auf eine solche Frage. In zehn Jahren wirst Du Dich fühlen …wie nicht mehr ganz faltenfrei. Dickschädel sind ...genauso unangenehme Zeitgenossen wie Brummbären.

Anm. d. Red.: Rebecca Miro begann ihre erfolgreiche Karriere bei der Popstars-Band „Preluders“

Info: www.kissfm.de


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Serkan Kaya spielt eine Musical-Rolle Etwas von Blitz und Donner haben Begegnungen mit Udo Lindenberg. Die schlagen ein. Serkan Kaya, Hauptdarsteller im Musical „Hinterm Horizont“ am Berliner Potsdamer Platz, jedenfalls war tief beeindruckt. Udo und er. Es war sein Erstes, ein wundervolles Gespräch. Die Chemie stimmte auf Anhieb. Beide mögen sich bis heute und seit der Premiere im Januar schaut Udo immer mal wieder im Haus vorbei. Er hat einfach Sehnsucht nach seinen „Lindenzwergen“, weil er einfach das ganze Ensemble in sein Herz geschlossen hat. Das legt nun bereits Abend für Abend ein absolutes Erfolgsmusical hin. Serkan, der spielt darin garantiert die großartigste Rolle seines bisherigen Lebens. Das sagt er sehr selbstbewusst. Immer mit Udos Krawatte, seinem Premierengeschenk und Glücksbringer.

Nie ohne seinen breitkrempigen Hut, nie ohne die unverwüstliche und abgedunkelte Brille. Mit diesen Markenzeichen Lindenbergscher Prägung ist Serkan dann schon fast der ganze Udo, doch er legt Wert auf den großen kleinen Unterschied indem er sagt: „Sein Skelett wohl, doch mit reichlich eigenem Fleisch und den entsprechenden Beilagen“. In allen seinen Worten, spürt man eine tiefe Verehrung für Udo Lindenberg, seinem Freund, den großen Künstler und Menschen, den er alles andere als parodieren will. Für ihn kilometerweit laufen allerdings, das würde er schon.

Tief im Inneren gab es einen Plan In diesem Casting erfolgreich zu sein, schien ihm unmöglich. Null Chancen hatte sich Serkan da ausgerechnet. Er, ein Deutschtürke, ein Integrationskind und dann noch in einem deutsch-deutschen

Musical die erste Wahl zu sein, würde das überhaupt jemals gehen. Es ging. Gelassen, aber nicht lässig ist er an die Sache herangegangen. Tief im Inneren hatte Serkan doch seinen Plan. Er wollte wie sooft schon in seinem Künstlerleben, wieder nur eine Rolle spielen. Serkan Kaya, der vierunddreißigjährige gut ausgebildete Schauspieler und Sänger, hat sich genau mit dieser Idee erfolgreich durchgesetzt und über tausend andere Bewerber aus dem Feld geschlagen. Das Erfolgsrezept seiner Präsentation, wurde schließlich mit der Hauptrolle belohnt. Eine kolossale Leistung. Immerhin musste er in nur drei Tagen achtzehn Songs und runde einhundert Seiten Text lernen. Darüber hinaus wollte er noch zehn Kilo abnehmen. Von denen vier, zu seinem großen Leidwesen, bereits wieder zurückgekehrt sind. Inzwischen kann man ihn und das gesamte Ensemble Abend für Abend auf der Berliner Musical-Bühne erleben. Nicht selten werden dort die Darsteller mit stehenden Ovationen der Zuschauer gefeiert. Bei allem ist Serkan stets locker und vor allem natürlich geblieben. Herzlichen Glückwunsch nochmals, von uns und an dieser Stelle.


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und doch sich selbst Eyh, Alter, Isch kenn dich

Kurzsteckbrief:

So oder so. Jeder Erfolg bringt es einfach mit sich, dass man zuweilen auch auf der Strasse und anderswo angesprochen wird. Da sagt doch plötzlich der sonst eher schweigsame Apotheker seines Vertrauens: „Eyh, Alter! Isch kenn dich vom Video“. Serkan rückt plötzlich in den Mittelpunkt. Er ist über Nacht populär geworden und eine öffentliche Person. Still genießt er diese Augenblicke. Ein Star zu sein, heißt für ihn auch, sich neu organisieren zu müssen. Das ist nicht immer einfach, denn er weiß, dass er nicht der geborene Perfektionist ist. Vor allem möchte er, dass seine Familie dabei nicht zu kurz kommt. Soviel wie möglich soll sie auch in der Zukunft von ihm haben und er meint damit in erster Linie Zeit. Privatleben und das Erfolgsstück „Hinterm Horizont“ mit seinen verlockenden Bühnenbrettern, die für Serkan Kaya derzeit die große Welt bedeuten, wollen unter den berühmten Hut gebracht werden. Wennschon, dennschon: Der muss von Udo sein.

Serkan Kaya, geb. am 24. Juli 1977 in Leverkusen. Als Kind einer türkischen Gastarbeiterfamilie in Deutschland aufgewachsen. Studium an der Folkwang Hochschule, Essen, Fachrichtungen Schauspiel und Musical, Diplomabschluss. Mitglied der Rockband „Estonia Fantasies“ Auszüge aus seinen Engagements: Shakespeare Festival im Globe Theater, Neuss Ruhrfestspiele Recklinghausen Capitol Theater, Düsseldorf, erstes Musical-Engagement Weitere: „We will Rock, You, Köln, „Jesus Christ Superstar“, Passau und Essen „Monty Python´s Spamalot“, Köln „Evita“, Dortmund 13. Januar 2011 Weltpremiere von „Hinterm Horizont“. Übernahme der Hauptrolle des Udo Lindenberg

Text: Ralf Kegel T exxt:: R alff Ke al Kege gell ge

gezeichneter Gruß von Udo Ud U do Lindenberg Lind Li den nb an die Leser des ehemaligen ma m alliig ge en DDR-Jugendmagazins DD DR „FRÖSI“ bei b be ei einer e ne ei er Pressekonferenz, Pe Pr unmittelbar nachdem nach na ch hde em dem d m Fall der Mauer 1989 de „Hinterm „Hin „H nte term m Horizont“ Hor mitt de m mi den en Hits Hits Hi ts von v Udo Lindenberg

Theater am Potsdamer Platz Marlene-Dietrich-Platz 1 täglich außer dienstags Tickets gibt es bereits ab 29,90 € (zzgl. Gebühren) unter Tel.: 01805-4444 (14 ct./min.) www.musicals.de sowie an der Theaterkasse und allen bekannten Vorverkaufsstellen.


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e j n n e d r e g i d Quickleben welcomX feiert Geburtstag und hat noch verdammt viel vor

Filippo Smaldino-Stattaus, Pädagogischer Leiter des Kinder-, Jugend -und Familienzentrums comX und Mitbegründer dieses Jugendmagazins, über erste Schritte, einer besonderen Zeitungsarbeit und Vorhaben in naher Zukunft. welcomX: Ein Jahr ist es her, dass wir die welcomX erstmals druckfrisch in den Händen hielten. Vor dir liegt jetzt bereits die fünfte Ausgabe. Sicher erinnerst du dich noch daran, wie alles begann. Was waren deine Erwartungen? Filippo Smaldino-Stattaus: Ich wollte schon immer eine eigene, lokale Zeitung herausgeben. Meine ersten Versuche, das mit Schülern der „Bettinavon-Arnim“ Schule hinzubekommen, waren leider nicht so erfolgreich. Eine e-mail zweier engagierter Jugendjournalisten, die gerade ein neues Dach über dem Kopf suchten, ließ mich allerdings wieder aufhorchen. Beide brachten Erfahrungen und Exemplare ihrer damaligen Zeitung mit. Die dienten im Endeffekt lediglich als erste Anregungen und Inspirationen, denn die welcomX sollte etwas völlig Neues werden. Selbst sein Name wurde im wahrsten Sinne des Wortes schon spielend ausgeknobelt. Das dank meiner Kollegin Biggi und pfiffigen Kindern einer ihrer Freizeitgruppen, die sie im comX betreut..

welcomX: So ein Projekt braucht Rahmenbedingungen. Wie sah es damit im comX aus? Filippo Smaldino-Stattaus: Eigentlich nahezu ideal. Wir hatten technisch ausgestattete Räume, den Förderverein „Demokratie leben“ e.V., der die nötigen Anträge für eine erste Finanzierung stellte und das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“, das uns ermöglichte, zunächst drei Ausgaben erfolgreich zu produzieren. Natürlich auch die nötigen, begeisterungsfähigen Jugendlichen für so ein Projekt. In Ralf und Ilja hatten wir darüber hinaus gute und professionelle journalistische Anleiter. welcomX: Welche Entwicklung hat welcomX in diesem Jahr genommen. Wie würdest du das einschätzen? Filippo Smaldino-Stattaus: welcomX ist aus den Kinderschuhen heraus. Wir können heute ein sehr lebendiges Jugendmagazin vorlegen, das sowohl zum Mitmachen, wie auch zum Nachdenken anregt und einen klaren Auftrag hat. Jugendliche sollen in ihrer ganzen Kreativität herausgefordert werden, ihre eigene Zeitung selbst zu gestalten. Ein Arbeitsprozess, der junge Persönlichkeiten formt und ihr Selbstbewusstsein enorm stärkt. Den wir letztlich professionell begleiten. Im Ergebnis unserer Recherchen lässt sich ohne Übertreibung heute Folgendes sagen: welcomX ist bundesweit das derzeit einzige Magazin dieser Machart und enorm wandlungsfähig. Darüber hinaus, mit seinen vielfältigen Themen stets hautnah dran an den Problemen Jugendlicher. welcomX: Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit anderen Projekten hier im

Haus? Filippo Smaldino-Stattaus: Nehmen wir beispielsweise das comXRadio. Beide Projekte praktizieren eine aktive Zusammenarbeit, die in den unterschiedlichsten Formen lebt. Sie greifen auf gemeinsame Netzwerke zurück, nutzen wechselseitig ihre Kontakte. Tauschen Beiträge und Redakteure aus und treten gemeinsam auf Veranstaltungen und Events, wie unlängst beim Familienfest des DGB anlässlich des „Tages der Arbeit“ auf. Nicht unerwähnt bleiben soll hier auch die engagierte Arbeit unserer „Aktiven Peers“ der aufsuchenden Arbeit. Als Vertriebsverantwortliche sorgen sie dafür, dass die welcomX immer pünktlich bei den Lesern vor Ort und an den unterschiedlichsten Standorten ist. welcomX: Lass uns zum Abschluss noch ein bisschen von der Zukunft träumen. Wo wird die welcomX in fünf Jahren stehen? Was kannst Du Dir heute schon vorstellen? Filippo Smaldino-Stattaus: Wie ein Fels in der Brandung. Weiter gestärkt und in dem Bewusstsein, ein notwendiger Teil von außerschulischer Bildungsarbeit für Jugendliche zu sein. Mit wie bisher professionell erfahrenen Redaktionsverantwortlichen und einer Vielzahl von interessierten Jugendlichen, die in vielen Bereichen aktiv mitarbeiten. Unserem Förderverein „Demokratie leben“, e.V., der für langfristige Finanzierungen sorgt und viele andere Weichen stellt. Letztlich dem comX, denn einen idealeren Arbeitsort kann ich mir zurzeit einfach nicht vorstellen. welcomX: Filippo, wir danken dir für dieses Gespräch. Interview: Ralf


Mails an die Redaktion redaktion@welcomX.de Postanschrift Redaktion welcomX c/o Jugendzentrum comX Senftenberger Ring 53-69 13435 Berlin

Briefe an die Redaktion An das welcomX Team, nachdem ich die neue welcomX Ausgabe erhielt, stach mir direkt das diskretprovokante Titelbild ins Auge, was als Blickfang lockt und auf sich aufmerksam macht! Beim Durchblättern der Zeitschrift, merkte ich schnell, dass der Blick hinein lohnt. Durch vielschichtige Berichte bleibt man gerne länger sitzen und schmökert noch ein bisschen weiter, auch wenn man eigentlich keine Zeit dazu hat. Besonders der Artikel und das Interview mit Noah Klieger, zogen meine Aufmerksamkeit auf sich. Diese aufregende, wie auch tragische und vor allem bewegende Lebensgeschichte machte mich im ersten Moment betroffen, aber zugleich auch nachdenklich. Wie kann es sein, dass ein Einzelner nach so viel durchstandendem Leid, noch immer mit so viel Energie und positiver Ausstrahlung durchs Leben gehen kann? Ein bewundernswerter Mann in jeglicher Hinsicht. Was mir auch super gefallen hat ist, die „Splitter“ und die „unnützes Wis-

sen“- Rubrik. Ich gehöre nämlich zu den Menschen, die sich gerne solches „unnütze“ Wissen merken, aber dafür den Haustürschlüssel liegen lassen. Danke dafür! Als ehemalige Wahlberlinerin hab ich schnell meinen ganz persönlichen Bezug zu dieser manchmal gewöhnungsbedürftigen Stadt gefunden. Mit einem riesengroßen weinenden Auge habe ich sie für das Studium wieder verlassen müssen und freue mich jetzt natürlich noch mehr, mit dem welcomX Magazin so viele tolle Reportagen über das schöne Berlin lesen zu können. Ich bin positivst überrascht, was so ein junges, frisches Team für ein tolles, nah am Puls der Jugend liegendes Magazin erstellt hat und freue mich schon auf die nächste Ausgabe, die ich bestimmt genauso schnell verschlingen werde wie die jetzige. Weiter so und alles Gute! Eure Monique per mail

011 GIRLS DAY 2 Janet und Martha aus Reinickendorf waren Gast im Bundestag Auch beim diesjährigen „GirlsDay“ bekamen Mädchen erneut Einblicke in Männer-Berufe. Frank Steffel, Reinickendorfer Bundestagsabgeordneter, öffnete deshalb bereitwillig sein Büro und gab Janet und Martha (16) die Gelegenheit, ihn einen Tag zu begleiten. Die beiden Mädchen aus Reinickendorf erlebten so Politik hautnah und aus nächster Nähe. Unter anderem konnten sie einer Debatte im Plenum folgen. Die beiden Mädchen waren begeistert von diesem Tag und schlossen sich den Worten von Frank Steffel an, der meinte: Frauen sind ein echtes Plus für die Politik. In Reinickendorf ist das bereits angekommen und muss jetzt weiter Schule machen.

Verleihung des InterDialogPreises an Isabelle Ghesquier Unsere Redakteurin Isabelle Ghesquier, die ebenfalls als Jugendmoderatorin für das comX-Radio tätig ist, wurde unlängst mit dem diesjährigen InterDialogPreis ausgezeichnet. Der Preis würdigt ihr persönliches Engagement und ihre Aktivitäten bei der Verständigung von Jugendlichen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen. Das Redaktionsteam schließt sich den Glückwünschen an und wünscht Isabelle weiterhin alles Gute!

MACH MIT! !!!SOS!!!SOS!!!SOS!!!SOS!!!SOS!!!SOS!!!SOS!!!SOS!!!SOS!!!SOS!!!

!!Wir brauchen Eure Hilfe!! Zur Gestaltung von „X-si“, unserem Redaktionsmaskottchen, brauchen wir Euch und Eure Ideen. Lasst Eurer Fantasie freien Lauf und kreiert „X-si“. Als einzige Bedingung gilt: Das X aus unserem welcomX-Schriftzug muss wiedererkannt werden. Alles andere bleibt Euch überlassen. Schickt uns Eure Vorschläge und gewinnt Eure eigene Magazin-Seite! Vorschläge bitte an: redaktion@welcomx.de

Girls Day im Bundestagsbüro von Frank Steffel. Der Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete will mehr Frauen in der Politik

Politik schnuppern leicht gemacht Wenn auch Ihr Interesse habt, einen Tag lang Politik zu schnuppern, meldet Euch! welcomX und Frank Steffel verlosen zwei Tagespraktika im Bundestag. Schreibt uns eine e-mail unter: redaktion@welcomx.de und meldet Euch direkt im Bundestagsbüro Tel.: 030-227-72500 bzw. mail: frank.steffel@bundestag.de

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Aktivist im Kampf gegen die Berlin-Blockade Hans-Jürgen Große lotste 1948 auf dem Flughafen Gatow allierte Transportmaschinen zu ihren Stellplätzen Die Kriegszeit Herr Große hatte Glück: Hätte der Krieg nur ein Jahr länger gedauert, wäre er vielleicht als Luftwaffenhelfer oder beim so genannten Volkssturm ums Leben gekommen. So aber erlebte er das Kriegsende als Fünfzehnjähriger. Sein einziger Bruder fiel in diesen letzten Kriegstagen mit neunzehn Jahren und niemand weiß, wo er begraben liegt. Da seine Schule 1944 evakuiert worden war, wurde Herr Große wie viele andere Kinder aus der gefährlichen Stadt Berlin zur „Kinderlandverschickung“ nach Polen gebracht. Von dort flüchtete er im eisigen Januar 1945 bei 25° C Frost zu Fuß bis nach Berlin. Noch immer erschüttert ihn das große Elend, das er auf dieser Flucht erleben musste. Er erzählte uns zum Beispiel von den verzweifelten Müttern, die ihre erfrorenen Babys nicht einmal im steinharten Boden begraben konnten. In den letzten Kriegstagen musste er

Damaliges Alliertes Transportflugzeug

aus seinem zerbombten Haus durch brennende Trümmerteile hindurch fliehen und mehrere Tage und Nächte auf dem Platz vor dem S-Bahnhof Treptower Park campieren. Danach fand er in der Prenzlauer Allee bei Verwandten eine Bleibe. Sein einziger Schatz, den er über diese Zeit retten konnte, war eine Briefmarkensammlung. Allerdings hat er die später an amerikanische Soldaten verkauft.

Nachkriegszeit ohne Hunger Herr Große war wohl einer der wenigen Menschen, die in der Zeit nach dem Krieg keinen Hunger leiden mussten, denn sein Onkel hatte ein Lebensmittelgeschäft! Dort begann der Junge gleich im Sommer 1945 eine Lehre und war so gut versorgt. Er bekam zwar nur 25,00 Reichsmark Lehrlingsgeld, aber trotzdem verdiente er in kurzer Zeit so viel Geld, dass er sich schon zwei Jahre spä-

Pia hört Herrn Große aufmerksam zu.

ter ein Boot kaufen konnte! Das kam so: Wenn er eine bestellte Lieferung bei reichen Leuten abgeben musste, bekam er meist ein paar Zigaretten als Trinkgeld. Auf dem Schwarzmarkt aber waren sie sehr viel wert. Bereits für eine einzige bekam man 20,00 damalige Reichsmark.

Blockadenhelfer Während der Westberliner Blockade 1948 arbeitete Herr Große als so genannter „Follow me“- Fahrer auf dem Flughafen und lotste die ankommenden Transportmaschinen auf ihre Stellplätze. Obwohl er kaum Englisch konnte, da er während des Krieges kaum etwas gelernt hatte, meldete er sich sofort, als ein englischer Offizier Leute suchte. Nach der Lehre hatte Herr Große einige Zeit Mehlsäcke auf dem Flughafen Gatow geschleppt. Von dem neuen Job versprach er sich mehr Abwechslung und weniger körperlich Anstrengung. Auch der Verdienst war nicht zu verachten, denn ein Teil des Gehaltes wurde bereits in D-Mark ausgezahlt. Text: Pressegruppe Bettina von Arnim-Schule: Vanessa, Simge, Darlene, Aylin, Pia


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Am 1. Mai war „welcomX“ dabei Als Gäste bei der Zentralen Veranstaltung des DGB am „Brandenburger Tor“

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uch wir von der Redaktion hatten uns an diesem sonnig-kühlen Feiertag extra fein gemacht.

Unsere signalroten, neuen Windjacken erstmals übergezogen, um so als die welcomX- Zeitungsaktivisten von jedermann sofort erkannt zu werden.

Als aktive Teilnehmer am „Kinder und Familienfest“ auf der Straße des 17. Juni in Höhe des sowjetischen Ehrenmales hatten wir uns, so gut es ging, bequem in einer Art Freiluftredaktion eingerichtet. Umringt von anderen Ständen und Aktivitäten wie: Hüpfburgen, Geschicklichkeitstests, Torwand schießen, Schminken und etlichen Großspielen luden wir die Vorbeiströmenden gezielt in unsere un re e kleine

Presselongue ein, um mit ihnen über welcomX zu diskutieren, ihre Meinungen zu erfragen und sie schließlich als künftige Mitstreiter zu gewinnen. Natürlich wollten wir auch so viele Hefte wie möglich unter die Besucher bringen und nutzen dafür das“ Streetmobil“ des comx, das sich als unentbehrlicher Helfer mit einem weitreichenden Aktionsradius über das Brandenburger Tor hinaus erwies. Etliche Ausgaben von welcomX gelangten so nahezu flächendeckend sogar bis zum Alexanderplatz und voll beabsichtigt in die Hände von Jung und Alt.

Auf der zentralen Bühne vor dem Brandenburger Tor hatte inzwischen ein buntes Bühnenprogramm begonnen. bu

Kontakt: Bernard G.Muller Tel. 0178-1971531 www.myspace.com/bernardgmuller

Unter der Mitwirkung von jugendlichen Rappern und Breakdancern aus dem comx zog es die vielen Besuchern in seinen Bann.

Zu hören waren dort außerdem die Bands ruheSTörung und BIBA& und die Butzemänner sowie die Liedermacher Jörg Erb & Bernhard G. Mulla, sowie die Kinder-und Jugendtanzgruppe „Art of Dance“. Die sorgten nicht nur für atemloses Erstaunen unter den zahlreichen Besuchern wegen ihrer reifen und geschlossenen künstlerischen Leistung, sondern zum Abschluss noch für einen gekonnten welcomX – Werbeauftritt, indem jeder der kleinen und großen Künstler eines unserer Hefte in die Hand nahm und allen Anwesenden sichtbar präsentierte. sic Text: Helmuth


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Welche Comicserien findest du cool? Sie sind gelb oder haben nur ein Auge oder wohnen in Entenhausen. Welche Comics und Comicserien sind zur Zeit beliebt? Wir fragen danach „am Straßenrand“...

Celina

Aylin

„American Dad ist voll lustig und die Simpsons sind auch voll cool, weil die so gelb sind und nur Unsinn machen.“

„Simpsons, Spongebob Schwammkopf, Cosmo und Wanda, Happy Tree, Family Guy, South Park, weil es mir Freude macht, zu gucken.“

Darlene

Denise

„American Dad ist cool, weil da ein witziges Alien ist, das sich immer verkleidet und ständig betrunken ist. Dann ist da noch ein Junge, der aber ein Loser ist wie seine Freunde.“

„Naja, eigentlich guck ich keine Comics oder lese auch keine. Aber manchmal guck ich bei meiner kleinen Schwester Spongebob mit.“

Vanessa „Spongebob Schwammkopf, Cosmo & Wanda, Happy Tree Friends, South Park, weil sie lustig und witzig sind.“

Simge „Ich lese keine Comics, aber ich gucke mit meinem Bruder Family Guy.“

Christin „Donald Duck, ich mag das Comic weil da Dagobert Duck mit dabei ist und der ist reich.“

Mattis „Simpsons, weil sie so blöd sind, dass es lustig ist. Star wars: the clone wars: die Kämpfe sind toll. Asoko Utbo (?) weil Donald immer Pech hat und Micky jeden Fall löst.“

Noah „Star Wars, Simpsons, Futurama, Family Guy, weil es lustig und spannend ist, einfach zum Lachen.“

Konrad „Simpsons, weil sie immer lustig sind. Futurama ist lustig und fantasievoll.“

Interview: Peter mit der Pressegruppe der Bettina-von-Arnim-Schule


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hts von mir habe Liebe Tabea, et ließ und so lange nic ort tw an be un e ief Br ließen sich Deine e mit Deinem Direktor entschuldige, dass ich all ng Di die d un t, gu es es zum bei Dir ist all t den Zehen, dass sich all am its hören lassen. Ich hoffe m , en um Da ide drücke ich Dir be klären? Wenn nicht, so er. Lange habe habe, ist ein ganz speziell Positiven wendet. n be rie sch ge ht nic ge Dir so lan einmal Dir, meiner Der Grund weshalb ich dem zu erzählen, nicht an jem e ng Di se die all schreibe, so wirst Du ich mich nicht getraut aber wenn ich Dir alles r, be rü da se bö ht nic t lt habe, wir bis ich Dir im Herbst erzäh Freundin! Ich hoffe, Du ss da , ern nn eri ch Di e versetzt. Kannst Du anderen Schule in unser er mich schon verstehen. ein n vo e rd wu d un stahl Sie heißt Ines rüchte über sie, wie Dieb Ge en ert bekommen eine Neue? rsi ku ch rli tü na mand verraten, wiesen freundlich Den Grund dafür hat nie r. Wir wurden nur ange ine ke r uh erf d un Gr en wahr len sollte. und solche Sachen. Den er Gemeinschaft wohlfüh ser un in h stimmt sic sie it m da und denken, dass ich be eln auf sie zuzugehen, ütt sch pf Ko n de r mir, Du wirst Menschen finde. Ich sehe Dein Gesicht vo n Anschluss an andere de r we sch so ich il we e, ern, deinen würd der Schule, meinen Büch nichts dergleichen tun ich m n, sei zu r ba ht sic eintraf, für alle un en. An dem Tag, als sie dm Ich beschloss, weiterhin wi zu a am M it m en Wochenend tzt hatten, um mich Briefen und den seltenen Zeitraum, den alle genu ein r, äte sp ge Ta ei dr t ers r bist. war ich krank. Ich kam , seit Du nicht mehr hie bin er eit ns ße Au ich il rauchend chen, we e Gang gegründet, die ein bei Ines schlecht zu ma d un , ht rei ge h sic lbe Schule um Ines hatte bereits die ha ate hinweg. Als ich herumlungerte. ressten mich über Mon erp d un n ete ott rsp ve rlangten. Auf hlen, lt, bis ich tat, was sie ve Sie beschimpften, besta ge rü rp ve ich e rd wu , ht für sie beizutreten nn ich gewisse Dinge nic we , mich weigerte Facebook en ing br um ich m n, sie würden sich große FB erhielt ich Drohunge e deswegen und machte ult he a am M s. rau es all rochen, dass kam machen würde. Und so otzdem hat sie mir versp Tr t. ha it Ze nie d un et obbing zu ig arbeit e Hilfe, um über das M Vorwürfe, weil sie ständ mm ko be ich er ab , nt bin gespan sich alles ändern soll. Ich ht anvertraut reden. ihst, weil ich mich Dir nic rze ve ir m Du ss da , en uben würd hoff tet, dass mir keiner gla rch Ich werde tapfer sein un fü ge d un es all r fü t so geschäm habe, doch ich habe mich ? Bitte sag ja, Tabea. de. mmerurlaub auf Korfu So em ser un i be ibt ble Ich hoffe, es Es drückt Dich Deine Cassandra


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Unnützes Wissen Da das menschliche Auge nur Formen wahrnehmen kann, wenn es Kontraste oder Schatten sieht, und dies bei Schwarz nicht oder nur sehr gering der Fall ist,macht Schwarz schlank.

* Damit ein Kompass nicht mehr nach Norden zeigt, müsste man ca. 60.000 km in den Weltraum fliegen, um nicht mehr dem Magnetfeld der Erde ausgesetzt zu sein.

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Laut neuesten Messungen hat der Sommer eine exakte Länge von 93 Tagen und 15 Stunden. So, Party on!!

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Da Wasser quasi keine Reibung erzeugt, könnte man ein Kreuzfahrtschiff durch Schieben mit der Hand bewegen. Beim Selbstversuch bitte nicht ins Hafenbecken fallen!

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Bestimmte Schlangengifte kann man „gefahrlos“ trinken. Voraussetzung hierfür ist, dass sich nirgendwo auch nur die kleinste Verletzung befindet. In diesem Fall würde es sofort zur tödlichen Vergiftung kommen.

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Um kugelsicher zu werden, müsste man ein theoretisches Gewicht von ca. 650 kg besitzen.

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Wenn man Zitrone in schwarzen Tee schüttet, ändert sich der Säuregehalt. Dadurch verändert sich die Farbe. Klappt auch mit Rotkohlsaft.

* Gerade mal 1,4% der Gesamtfläche von Großbritannien sind Straßenfläche.

* Der englische Marinearzt John Clephane führte im 18. Jahrhundert in einer Studie bezüglich der Gesundheitsförderung von Bier durch. Er schickte drei Schiffe von England nach Amerika. Die Gramphus hatte mehr als den damals üblichen Vorrat an Bier an Bord. Die Schiffe Daedalus und Tortoise galten als „Kontrollschiffe“ und verfügten nur über die üblichen Alkoholmengen. Als die Schiffe in Amerika eintrafen, mussten 112 Matrosen der Daedalus, 62 der Tortoise und nur 13(!) der Gramphus ins Krankenhaus.Also urteilt selbst.

2011 / Kosmos 128 Seiten Autoren: Claudia Ondracek, Martina Schrey 7,95 Euro

Thriller 2011/Econ 304 Seiten Autor: Daniel Domscheit-Berg 18,00 Euro

Roman 2007/Loewe Verlag 346 Seiten Autorin: Jana Frey 7,95 Euro

Mädels an den Ball!

Hinter den Kulissen

Wo gehör ich hin?

1. FC Ohne Jungs

inside Wikileaks

Ich, die Andere

Dieser unterhaltsame Jugendroman ist keine normale Fußballlektüre. Nein, es geht hier um den Frauenfußball! Das Vorwort der Bundestrainerin, Silvia Neid, führt kurze interessante Anekdoten der Frauenfußballgeschichte auf und die ganzen Geschichten, geben Einblicke in die schwierige Akzeptanz in dem Männersport. Die Hauptfigur, namens Paula, gründet mit ihren besten Freundinnen aus eigener Motivation, an ihrer Schule, eine Fußball-AG für Mädchen. Wie sie die Hürden dieses Weges meistern, ist sehr amüsant zu lesen und gibt vielleicht Gleichgesinnten Ansporn, ihre Träume nicht aus den Augen zu verlieren. Farina

Daniel Domscheit-Berg war Sprecher und Mitglied von WikiLeaks und neben Julian Assange ein bekanntes Gesicht der Enthüllungsplattform. In diesem Buch berichtet Daniel Domscheit-Berg über WikiLeaks und über seine Arbeit dort. Es liest sich sehr spannend, informativ und es entzaubert ein wenig den Mythos WikiLeaks. Vielleicht hätten einige der Beschreibungen Daniels lieber verschlossen bleiben sollen. Für mich ist dieses Buch eine Enthüllung der bis dato größten Enthüllungsplattform selbst. Man taucht von Anfang bis Ende in das Instrument WikiLeaks ein und erfährt erstaunliche, empörende und nachdenkliche, aber auch witzige Dinge. Sehr lesenswert, für Menschen, die gern einen Blick hinter den Vorhang werfen. Alex

Kelebek ist ein junges türkisches Mädchen. Und sie ist Deutsche. Mit Freundinnen ausgehen, dass will sie und sie will den Ramadan im Kreise der Familie begehen. Ihr Herz schlägt für die blaue Moschee in Istanbul und für Janosch. Ihre Liebe zu Janosch, muss ein Geheimnis bleiben. Doch ihrem Bruder Sercan bleibt nichts verborgen. Er beginnt Fragen zu stellen, sie zu kontrollieren und entwickelt Hass. Hass gegen die Liebe seiner Schwester. Hass der vielleicht nicht mehr aufzuhalten ist… Katja

info: www.kosmos.de

info: www.amazon.de

info: www.loewe-verlag.de


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in Licht am Fahrrad Frauenfußball Natur Solidarität Sommerkleider Ehrlichkeit Den Park sauber halten Erneuerbare Energien Eiskaffee Zur Wahl gehen Rücksicht Schwalben Erdbeeren Open-Air Kino

Out Drama (Kino) 2011 / GB,USA 118 Min. Regie: Tom Hooper FSK: 0

Komödie (DVD) 2006 / Iran 88 Min. Regie: Jafar Panahi FSK: 0

Komödie (DVD) 2011 / Deutschland 101 Min. Regie: Yasemin Şamdereli FSK: ab 6 Jahre

Royale Sprachprobleme

Fußball im Iran

Was sind wir denn nun?!

The King‘s Speech

Offside

Almanya

Als zweiter Sohn des britischen Königs George V. hat man es vermutlich sowieso nicht leicht, doch Prinz Albert hat ein weiteres Handicap: er stottert. Das ist an sich auch nicht schlimm, doch als sein Vater stirbt und sein Bruder abdankt, ist es an ihm, das Zepter zu übernehmen. Seine Frau kann ihn überzeugen, Sprachunterricht zu nehmen. Ob er es wohl schafft, sein Stottern einzustellen? Obwohl ein wenig zu sehr gehypt und mit Preisen überschüttet- ein guter Film mit voraussehbarer Geschichte, der aber mit frechen Dialogen und herausragenden Schauspielern überzeugt. Neben Colin Firth in der Hauptrolle begeistert besonders Geoffrey Rush, den man aus Fluch der Karibik kennt. Christine

Als Frau in Teheran hat man es nicht leicht. Noch dazu als begnadeter Fußball Fan. Ein paar Damen allerdings, sehen das anders. Sie wollen sich unbedingt Zugang zum Stadion verschaffen, um das entscheidende Qualifikationsspiel für die Fußball WM zu sehen. Sie schleusen sich, als Männer verkleidet, in das Stadion ein, um beim Spiel mitzufiebern. Wie es auch der Zufall möchte, fliegt ihr Schwindel auf, und sie müssen auf den Polizeibus warten, der sie aufs Revier bringen soll! Dort dem naiven Rekruten ausgeliefert, können sie von dem Spiel nichts sehen, sondern nur hören. Noch dazu hat ihr Aufpasser keine Ahnung von Fußball! Auch nicht von der bösen Überraschung, die ihn und seine Kollegen nach Ausgang des Spiels erwarten soll. Birgit

Almanya – Willkommen zu Hause, das Kinodebüt der deutsch-türkischen Schwestern Yasemin und Nesrin Şamdereli, erzählt eine typische Einwanderergeschichte, die der Familie des 1000001 GastarbeitersHüseyin Yilmaz. Dessen Enkel weiß nicht mehr, was er denn nun eigentlich ist: Deutscher oder Türke. In der Schule darf er weder in die deutsche noch in die türkische Mannschaft. Eine spannende Suche nach der eigenen Identität beginnt für die Familie damit, dass der Großvater ein Haus in der Türkei gekauft hat. Die Tragikkomödie schafft es trotz des ernsten Themas, immer humorvoll zu bleiben und zeigt damit, dass man sich selbst auch mal mit einem Lächeln betrachten können sollte. Christian Franke

info: www.film-zeit.de/ Film/21632/THE-KINGSSPEECH

info: www.kino-zeit.de/filme/ offside

info: www.kino.de

Mobbing Atomkraftwerke Krawalltouristen S–Bahn Deutsche Bahn Sonnenbrand Hundekot auf dem Gehweg Rechtsradikale Panikmache tiefe Ausschnitte steigende Mietpreise Komasaufen Spams

Aus aller

Welt *

Für den Fall, dass ihr euch zufällig in Peking aufhaltet und mal etwas sehr Ausgefallenes essen wollt, hier unser Tipp: Guo-li-zhuang. Spezialität: Tierhoden in allen Variationen!

* Das große Fressen fand im Jahre 1998 bei Kopenhagen statt. Der „Club der Fresssäcke“ hatte zum großen 33-Gänge-Menü geladen. Gesamtgewicht pro Portion: 6,5 kg.


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mixture

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Album Genre: Pop 2011 12,99 Euro

Album Genre: Pop 2011 17,95 Euro

Album Genre: Pop 2011 16,95 Euro

EMMA 6

IZ

AHA

Soundtrack für dieses Jahr

Somewhere over the Rainbow

The Final Concert

Benannt wurde das Kölner Trio nach einer britischen Austauschschülerin und dem Wortspiel zum MI-6 (britischer Geheimdienst). Anders als andere Bands mussten sich unsere drei Helden nicht erst lange zusammenraufen. Der Sänger und Gitarrist Peter ist der Bruder des Schlagzeugers Henrik Trevisan und ihr bester Kumpel, Dominik Republik gibt den Gitarristen. Heute, nach fünf Jahren sind Emma 6 schon längst in unzähligen Clubs und auf Festival-Bühnen im Bundesgebiet bekannt und beliebt. Klare und unaufgesetzte Texte zeichnen die Musik des Trios aus. Wer mal wieder so richtig Musik zum chillen sucht, sollte hier mal reinhören. Bianca

Somewhere over the rainbow wurde in sooo vielen Versionen aufgenommen, kaum eine ist jedoch so schön wie die von Israel Kamakawiwo’ole aus dem Jahre 2007. Zarte Ukuleleklänge, die so richtig zum Seelebaumeln einladen. Während seines zu kurzen Lebens, setzte sich IZ stets für die Erhaltung der Hawaiianischen Kultur, der Sprache und ihrer Musik ein. Als er starb, verhängte die Regionalregierung der Inseln eine sofortige Staatstrauer. Als seine Asche im Pazifik verstreut wurde, begleiteten ihn unzählige kleine und große Boote auf seinem letzen Weg. Mit dieser CD haltet ihr 13 der wundervollen, kuscheligen Songs des viel zu früh verstorbenen Hawaiianers in den Händen. Ein musikalischer Kurztrip nach Hawaii zur absoluten Entspannung. IZ für immer unvergessen. Bianca

Am 04. Dezember 2010 fand in Oslo das letzte Konzert der Band a-ha statt.

info: www.emma6.de

info: www.universal-music.de

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-------------------------------UNHEILIG „heimreise Open Air 2011“ Konzert 07.08.2011 Kindl-Bühne Wuhlheide Tickets 37,60€ www.berlin.de

-------------------------------13. Berliner Taschenlampenkonzert Konzert 10.09.2011 Waldbühne Tickets 16,00€ www.berlin.de

-------------------------------KITTY, DAISY & LEWIS „Zurück in die Zukunft“ Konzert 16.09.2011 Huxley‘s Neue Welt Tickets 27,40€ www.koka36.de

-------------------------------KLEE „Aus lauter Liebe-Tour 2011“ Konzert 21.10.2011 ASTRA Kulturhaus Tickets 23,20€ www.koka36.de

-------------------------------KURT KRÖMER „Der nackte Wahnsinn“ Comedy 29.11.-01.12.2011 Admiralspalast Tickets ab 25,20€ www.koka36.de

Die CD des Konzertmitschnitts bietet nicht nur 20 Tracks vom Feinsten, sondern ist auch gleichzeitig eine DVD. Nicht nur neuere Songs der drei Skandinavier, sondern natürlich auch die alten Klassiker bei denen Mama einen „verträumten“ Blick bekommt und sich an die Anfangszeiten der Band erinnert als Morton Harket sich zu den höchsten Tönen aufschwingt, wenn er „The Sun always shines on TV“ trällert, lassen die Herzen der Fans höher schlagen. Um a-ha zu zitieren: „Es endet, womit es begonnen hat!“ Take on me. Also die Ohren gespitzt und reingehört! Bianca


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Selah Sue Ein Konzertbericht mit französischem Touch Der kleine Konzertraum ist gut gefüllt. Es sind bislang keine riesigen Hallen, die Selah Sue füllt. Im französischen Metz sind es beispielsweise umgebaute Kirchenörtlichkeiten, die Trinitaires, die eine sehr schöne und intime Kulisse für ein Konzert bieten. Das Publikum ist gemischt. In der Mehrzahl sind es jedoch Endzwanziger bis Mittdreißiger, die gekommen sind, um SIE zu sehen: SELAH SUE. Gespannt wird ihr Auftritt erwartet. Die belgische Sängerin, man möchte sagen, Diva, lässt auf sich warten. Doch als sie kommt, nimmt sie das Publikum unmittelbar für sich ein. „Bonsoir Metz“, begrüßt sie das Publikum, das sie mit begeistertem Applaus empfängt. Bereits in den ersten Minuten hat sie es in ihren Bann gezogen. Und dann legt sie los, die kleine blonde Frau mit der Gitarre. Die scheint fast zu groß für sie und gibt unglaubliche Töne von sich. Mit dem ersten Lied ihres Debütalbums Selah Sue, This World eröffnet sie das Konzert. Es ist eine Mischung aus Rock, Funk und Hip- Hop, die diesen Song ausmacht. Doch was sie bekannt gemacht hat, ist ihr Song Raggamuffin, den das Publikum lautstark einfordert. Seit März ist das der Hit, der in Belgien und den Niederlanden auf allen Radiosendern hoch und runter läuft und im französischen Teil Belgiens sogar auf Platz Eins der Charts landete. In Frankreich belegte

sie immerhin Chartplatz Drei. In diesem Song offenbart sich neben Hip-Hop- und Soul-Komponenten ihre eigene Verschmelzung von Soul und Reggae. Selah Sue hat einen bemerkenswerten Timbre in der Stimme, der auch schon mit Amy Winehouse verglichen wurde. Doch dass ihre Konzerte gut besucht sind und ihre Platte erfolgreich verkauft wird, ist für die junge Sängerin nicht selbstverständlich. Ebenso wenig, wie professionell Musik zu machen. Die Einundzwanzigjährige, die mit gebürtigem Namen Sanne Putseys heißt und in einer belgischen Kleinstadt aufwuchs, erhielt ihre musikalische Erziehung nicht wie viele andere Künstler durch ihre Eltern. Diese seien nicht musikalisch gewesen, so die Künstlerin, die sich mit fünfzehn eine Gitarre schnappte und zu schreiben anfing. Was sie da zu Papier brachte, waren vor allem ihre pubertären Ängste, ihre soziale Phobie und ihre depressiven Gedanken und Stimmungen. Das Schreiben habe ihr geholfen, sich zu sortieren, sagt Selah Sue, die alsdann begann, ihren Idolen wie Lauryn Hill und Bob Marley nachzueifern. Unter der Woche besuchte sie die Schule, an den Wochenenden trat sie gelegentlich auf. Mit siebzehn wurde sie bei einem Songcontest vom belgischen Vorzeigemusiker Milow entdeckt, der sofort von ihr begeistert war. Er bot ihr an, bei seinen Konzerten im Vorprogramm zu

ZAZ wurde 2009 bei einem Pariser Talentwettbewerb entdeckt. Seit ungefähr einem halben Jahr stürmt ZAZ nicht nur die französischen ,sondern auch die europäischen Charts. Ihr gleichnamiges Album „ZAZ“ wurde zuerst als Geheimtipp gehandelt, jedoch erklommen so in nicht einmal zwei Wochen die Spitze der französischen Album-Charts und hielten sich dort über Wochen. Ihre Musik ist eine Mischung aus Edith Piaf und französischem Kellerjazz der 40er Jahre. Songs wie „Trop sensible“, „Dans ma rue...“ sind Tracks zum Träumen und um die Seele baumeln zu lassen. Für Sommer, Strand und gute Laune empfehlen sich Songs wie: „Je veux“, und „Prends garde à ta langue“. Wer sich auf eine musikalische Zeitreise ins Paris der 40er Jahre begeben möchte, wird mit ZAZ einen interessanten Ausflug in die Welt des Jazz erleben. Christian Z.

spielen. Zu ihren Fans zählen mittlerweile auch bekannte Künstler wie Gnarls Barkley und so überrascht es nicht, dass man ihr einen Plattenvertrag anbot. Das Produkt, ein intimes Album, das wunderbar melodische und rhythmisch abwechslungsvolle Lieder vereint. Das zugleich die fröhliche, aber vor allem auch die dunklere Seite der Künstlerin offenbart. Reinhören lohnt sich! Text: Christine

info: www.selahsue.com/en/music www.kulturzelt-kassel.de/archives/646 www.festivalguide.de/artist/selah_sue www.myspace.com/selahsuemusic


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Und was dann? Wir treffen uns in Berlin im Jahr 2040, nach der politischen Wende. erlin 2040. Deutschland ist wie leergefegt. Mein Weg führt mich durch Kreuzberg. Vor Jahren lebte hier die multikulturelle Szene.

B

Seit die Rechten die Wahl gewonnen haben, hat sich einiges verändert. Die hohen Steuern für Gewerbetreibende aus dem Ausland haben dafür gesorgt, dass so ziemlich alle Unternehmen ausgewandert sind. Abgefackelte Dönerbuden und mit parolenbeschmierte Pizza-Restaurants sind die letzten Zeitzeugen der verhängnisvollen Wahl, an denen die Bürger den großen Volksparteien einen Denkzettel verpassen wollten. Alle etablierten Parteien gemeinsam vor Gericht, alle hatten sie Geld von den großen Wirtschaftsunternehmen genommen und nach und nach den Mittelstand zugrunde gerichtet. Das Verfahren wurde eingestellt und das brachte das Fass zum Überlaufen.

Dies verschaffte den rechten Parteien, die sich zu einem Bündnis zusammen geschlossen hatten, 56 Prozent der Wählerstimmen. Die Verfassung wurde geändert, und mit der Zeit wanderten alle ausländischen Mitbürger aus, teilweise aus Angst, teilweise aus Protest. Einige Kize sind jetzt total verweist. Vor 30 Jahren lebten in Berlin über 3,5 Millionen Menschen, jetzt sind es knapp eine Millionen weniger. Fast jeder 2. Ist über 60 Jahre alt. Na ja, die versprochene Vollbeschäftigung gibt es wieder. Und für diese Jobs ist nicht einmal eine Ausbildung nötig, da es keinerlei Qualifikation benötigt. Den Sozialstaat als solches gibt es nicht mehr. Wer nicht arbeitet, muss betteln oder stehlen. Die Strafen sind empfindlich hoch. Arbeitseinsatz, 14 Stunden, Abbrucharbeiten in den verwaisten Kize. Zehn Jahre nach dem Wahlsieg ist das Sozial- Renten- und Gesundheitssystem zusammengebrochen.

Die Abgabenlast der Einkommen ist von 40 auf 60 % gestiegen. Die Grundrente ist am untersten Existenzminimum angesiedelt und das Renteneintrittsalter liegt bei 77 Jahren. Die Rechte Regierung steht unter Druck und hat ein Gesetz erlassen, welches es ausländischen „Fremdarbeiter“ wieder ermöglicht, in Deutschland zu arbeiten. Aber jahrelanger Rechter Terror hat seine Spuren hinterlassen und Deutschland isoliert. Der Austritt aus der EU und den Schengener Abkommen und die damit verbunden verschärften Grenzkontrollen schrecken selbst Touristen ab, Deutschland zu besuchen. 6500 Firmen allein in Berlin mussten schließen, innerhalb von 2 Jahren gingen 170.000 türkische Mitbewohner zurück in ihre Heimat. Die Geschichte hat gezeigt, das Deutschland immer „Fremdarbeiter“ benötigt hat.


AB SOFORT ZU BESTELLEN 1910 waren es über 6,5 Millionen und damit 10 % der Bevölkerung, selbst unter der Nazidiktatur Hitlers waren es 7 Millionen, wenn auch unter etwas verschärften Bedingungen.

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Alles das hat man vergessen und somit stirbt Deutschland langsam aus. Deutschland schafft sich ab, aber anders, als es der frühere Ausländerbeauftragte des Rechten Bündnis in seinem Buch beschrieben hat, welches ähnlichen Kultstatus erreicht hat, wie Hitlers „Mein Kampf“ und ähnlich überflüssig ist. Ende des Jahrhunderts wird sich die Einwohnerzahl gegenüber 2000 von über 80 auf 25 Millionen Einwohner reduzieren. Ich habe Hunger auf einen Chicken Döner oder eine Salami Pizza und überlege mir, ob ich in Deutschland bleiben möchte. Text: Mario Pamp

Buchtipp: Adolf Hitler hat den Krieg gewonnen. Im Tausendjährigen Reich spielt dieser spannenende Kriminalroman. Autor Robert Harris Verlag: Heyne

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suzana5@web.de 0176 - 2646 9757 0163 - 738 2057 Die Autorin: Suzana Zinn ist im ländlichen Kosovo geboren. Als Tochter eines albanisch-muslimischen Vaters und einer serbischchristlichen Mutter erlebte sie bereits als Kind die Konflikte zwischen den Ethnien und Religionen hautnah. Trotz großer Armut und vieler Geschwister ermöglichte ihr der Vater eine höhere Schulbildung mit Abiturabschluss. Das half ihr in Deutschland, beruflich Fuß zu fassen. Die Freiheit, die ihr die berufliche Selbstständigkeit eröffnete, konnte sie privat nicht verwirklichen. Lange blieb sie in einer unglücklichen Verbindung mit einem verheirateten, muslimischen Mann gefangen. Sie wäre fast tödlich ausgegangen. Shahrukh Khan und seine Filme halfen ihr, sich zu befreien und wieder Lebensmut zu finden. Mit diesem Buch möchte sie sich bei ihm bedanken.


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Nachgefragt!!! 1. Was haben Jugendliche in Reinickendorf von Ihnen als neuen Bürgermeister zu erwarten? Wofür werden Sie ganz persönlich stehen in Sachen Jugend-, Ausbildungs- und Sozialpolitik?

Andreas Höhne

„Die Jugend ist unsere Zukunft“. – Viele vergessen dabei, dass die Jugend vor allem auch unsere Gegenwart ist und wir alles tun müssen, um ihr jetzt und in Zukunft Perspektiven zu bieten. Dies kostet Geld. Deshalb müssen Jugendpolitik und ihre Finanzierung stärker als bisher eine Aufgabe des gesamten Bezirksamtes sein. Denn steigende Ausgaben für bspw. Kinderschutz dürfen nicht zu Lasten von Jugendfreizeitstätten oder anderen Angeboten für Kinder und Jugendliche gehen. Bezüglich der Ausbildungsplätze gibt es bereits viele Projekte und Kooperationen in Reinickendorf. Dies muss weiter ausgebaut werden. Und es muss wieder mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze geben, die auch fair bezahlt werden: Wirtschaftlicher Erfolg darf nicht auf dem Rücken der „Generation Praktikum“ erzielt werden. Hier hat die Wirtschaft große Verantwortung. Dafür ist ein intensives Auseinandersetzen mit den Unternehmen erforderlich. Und dies geht nur, wenn auch in Reinickendorf Wirtschaft wieder – wie früher – Chefsache ist. Dies will ich im Fall meiner Wahl als Bürgermeister durchsetzen. Im Bereich der Sozialpolitik lag mein Hauptaugenmerk immer auf sozialem Ausgleich für die Gebiete, in denen besonders viele Menschen wohnen, denen es nicht so gut geht und die sich selbst nicht so gut helfen können, ob im Märkischen Viertel oder anderswo. Erste positive Ergebnisse gibt es bereits, und ich werde auch weiterhin alles dafür tun. Dies bedeutet übrigens auch Priorität von Jugendarbeit in diesen Kiezen.

1. Was haben Jugendliche in Reinickendorf von Ihnen als neuen Bürgermeister zu erwarten? Wofür werden Sie ganz persönlich stehen in Sachen Jugend-, Ausbildungs- und Sozialpolitik?

Frank Balzer

Nach der Wahl am 18. September 2011 möchte ich als Bezirksbürgermeister so weitermachen wie in den letzten zwei Jahren. Ich bin als Bürgermeister jetzt auch für das Ressort Finanzen zuständig und durch eine solide Haushaltsführung ist es trotz der gravierenden Mittelkürzungen durch den rot-roten Senat in den letzten 10 Jahren gelungen, den Standard zu halten und Schließungen gerade von Jugendeinrichtungen weitestgehend zu vermeiden. Diesen Weg werde ich beibehalten. Gute Initiativen in Bezug auf Ausbildungsplätze werde ich in meiner Funktion weiter stärken und fördern. So gibt es beispielsweise fast 30 Kooperationen und Patenschaften zwischen einzelnen Schulen und Reinickendorfer Unternehmen, deren Ziel neben der Berufsvorbereitung die Vermittlung von Praktika und Ausbildungsplätzen ist. Und es gibt die jährliche Auslobung des Reinickendorfer Ausbildungsplatzbuddy`s für Unternehmen, die ausreichend und viele Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, und die Ausbildungsplatzpaten, die bei der Klärung der Leistungsvoraussetzungen und als Vermittler helfen. Ich stehe in meiner Arbeit neuen Ideen offen und aufgeschlossen gegenüber, zum besseren Austausch auch gern im direkten Kontakt.


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Reinickendorfs Politiker bekennen Farbe! Was bieten die Bezirksbürgermeister-Kanidaten von Reinickendorf speziell Jugendlichen? 2. Welche kommunalen Jugendprojekte werden Sie unterstützen und ihnen eine Zukunft garantieren? Trotz knapper Kassen: Die Vielfalt der Angebote und Projekte in Reinickendorf muss erhalten bleiben, ob Schulstationen, Jugendfreizeitstätten oder Straßensozialarbeit (Nach langen Blockaden in der BVV endlich durchgesetzt). Und ich setze auf eine noch bessere Zusammenarbeit von Schule und Jugendfreizeitstätten. Auch die von mir eingeleiteten Aktionen zur Aufklärung und Diskussion über die Gefährlichkeit exzessiven Alkoholkonsums werde ich aufrecht erhalten. Denn Gesundheit ist die wichtigste Voraussetzung für eine gute Zukunft. Ihr könnt sicher sein, dass ich alle Jugendlichen – wie übrigens alle Menschen – immer mit Respekt als Individuum betrachte und versuchen werde, ihrer besonderen persönlichen Situation gerecht zu werden und die entsprechende größtmögliche Unterstützung zu gewährleisten. Und dies am besten vor Ort, denn Kommunalpolitik wird nicht nur für die Menschen gemacht, sondern vor allem auch mit ihnen gemeinsam! – Für Jugendliche heißt das konkret: Die Einrichtungen werden sich nach meiner Vorstellung noch stärker in den Kiez öffnen, und Jugendliche können projektbezogen nach ihren Wünschen und Vorstellungen einbezogen und beteiligt werden. 3.Warum wird es sich für junge Leute auch künftig lohnen, dem Bezirk die Treue zu halten? Für mich ist Reinickendorf der schönste Bezirk Berlins. Wegen seiner vielen Gegensätze! Weil unsere Schulen im Schnitt besser sind als in vielen anderen Bezirken! Weil wir viel erreicht haben in der Jugendpolitik, auch wenn noch etliches zu tun bleibt! Weil es viele dezentrale kulturelle Angebote für Jugendliche gibt! Weil man nicht in der Hektik der Innenstadt ist, aber trotzdem mit den Öffentlichen schnell dort! Und vor allem, weil ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass irgendwann alle Reinickendorfer Politiker verstehen, dass die Jugend nicht nur unsere Zukunft ist, sondern vor allem auch unsere Gegenwart!

2. Welche kommunalen Jugendprojekte werden Sie unterstützen und ihnen eine Zukunft garantieren? In der heutigen Zeit eine Garantie abzugeben, wäre unseriös. Der Erhalt der bezirklichen Einrichtungen mit den vielfältigen Angebot ist jedoch wichtig und genießt eine hohe Priorität. Auf jeden Fall muss die Straßensozialarbeit erhalten bleiben, um gerade Jugendliche anzusprechen, die sich nicht in den Jugendeinrichtungen aufhalten. 3.Warum wird es sich für junge Leute auch künftig lohnen, dem Bezirk die Treue zu halten? Ich bin in Reinickendorf geboren, bin hier zur Schule gegangen, habe in verschiedenen Sportvereinen trainiert und wohne seit 46 Jahren im Bezirk und finde, dass Reinickendorf mit seinen seh guten Schulen, vielen Jugendeinrichtungen mit interessanten Angeboten, der vielfältigen Vereinslandschaft und der sehr guten Anbindung in die Innenstadt nach wie vor für junge Leute äußerst attraktiv ist.


36 1. Was haben Jugendliche in Reinickendorf von Ihnen als neuen Bürgermeister zu erwarten? Wofür werden Sie ganz persönlich stehen in Sachen Jugend-, Ausbildungs- und Sozialpolitik?

Anke Petters Torsten Hauschild

Wir sind der Meinung, Jugendliche brauchen Freiräume, in denen sie sich ausleben und entfalten können. Das wollen wir bei unserer Stadtplanung entsprechend berücksichtigen und zum Beispiel die zunehmende Bebauung von Freiflächen, die auch als Aufenthaltsorte für Jugendliche dienen oder geeignet sind, stoppen. Gleichzeitig unterstützen und fördern wir die Schaffung von Orten, wie den neu gestalteten Letteplatz. Uns ist wichtig, dass die Jugendlichen bereits in die Planungen einbezogen werden. Ihre Wünsche und Vorstellungen sollen sie in die Gestaltung mit einbringen können. Gleichzeitig sehen wir die Jugendlichen dann aber auch in der Verantwortung für ihre Räume. Auch sollten Schulhöfe am Nachmittag als öffentliche Spielplätze zur Verfügung stehen. Für eine abgesicherte Zukunft ist eine gute Ausbildung unerlässlich. Wir wollen deshalb Ausbildungsplätze schaffen, die Schulabgängern eine hochwertige Qualifikation und eine langfristige Perspektive bieten. Hier sehen wir auch die Berliner Verwaltung in der Verantwortung, im Rahmen einer zukunftsorientierten Personalentwicklung auszubilden und die Ausgelernten dann zu übernehmen. Hierfür würden wir uns auf Landesebene einsetzen. Wir wollen Jugendliche dazu ermutigen, künstlerisch aktiv zu werden. Denn künstlerische Mittel sind ein guter Weg, um persönliche Anliegen zum Ausdruck zu bringen und Vertrauen in die

1. Was haben Jugendliche in Reinickendorf von Ihnen als neuen Bürgermeister zu erwarten? Wofür werden Sie ganz persönlich stehen in Sachen Jugend-, Ausbildungs- und Sozialpolitik?

Andreas Vetter

Meine Partei, die FDP, und ich wollen Jugendlichen generell eine Perspektive – nicht nur in Reinickendorf - geben. Dazu gehören ausreichend Freizeitangebote, gute Schulen genauso wie die Aussicht auf einen Ausbildungsplatz. Der Schlüssel zu einem Ausbildungsplatz ist eine gute Bildung. Auch deshalb ist Bildungspolitik ein zentrales Anliegen der FDP. Wir wollen den Schulen mehr Eigenverantwortung geben, damit die Kreativität und das Engagement der Lehrkräfte, Eltern und Schüler vor Ort gestärkt werden. Das wird die Qualität der Schulen verbessern. Davon profitieren die Schülerinnen und Schüler. Die Schulen sollen außerdem junge Menschen künftig besser auf das Berufsleben vorbereiten. Ich fordere eine Wirtschaftsoffensive für Reinickendorf. Das ist dringend notwendig, weil Reinickendorf mittlerweile leider zu den Bezirken mit einer der höchsten Arbeitslosenquote in Berlin gehört. Wir von der FDP sind überzeugt: Die beste Wirtschaftspolitik ist gleichzeitig die beste Sozialpolitik. Wir brauchen mehr Unternehmer und Firmen, die im Bezirk investieren. Das schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze! Der Alkoholkonsum von Jugendlichen ist zu hoch. Die FDP sieht höchsten Handlungsbedarf, die Jugendlichen von einer „Suchtkarriere“ abzuhalten. Wir dürfen nicht zusehen, wie Jugendliche ihre Zukunft aufs Spiel setzen. Zuerst sind die Eltern gefordert, ihren Pflichten nachzukommen.

1. Was haben Jugendliche in Reinickendorf von Ihnen als neuen Bürgermeister zu erwarten? Wofür werden Sie ganz persönlich stehen in Sachen Jugend-, Ausbildungs- und Sozialpolitik?

Yusuf Dogan

Jugend wurde in den vergangenen Jahren im Bezirk nicht ernst genug genommen. Ich habe eher den Eindruck, dass sie teilweise mehr als störender Kostenfaktor betrachtet wurde. Freiräume wurden in den vergangen Jahren systematisch abgebaut, zu sehen z.B. am Verkauf der Insel im Tegeler Hafen, auf der das beliebte „Inselrock“ stattfand oder etwa die Schließung von Treffpunkten wie dem „Terra“ in Frohnau. Jugendliche brauchen aber Orte, um gleichaltrige treffen zu können. Sozialpolitisch möchte ich mich zum Beispiel gegen den Verkauf des Hansa-Hauses in Kühlungsborn einsetzen. In diesem direkt am Strand gelegenen Haus an der mecklenburgischen Ostseeküste wurde es sozial schwachen Kindern und Jugendlichen für wenig Geld ermöglicht, aus ihrem Alltag zu entfliehen und einfach mal Urlaub zu machen. Dieses Haus gehört zu Zeit noch dem Bezirk Reinickendorf, soll aber verkauft werden. Nach einem Verkauf wären solche Fahrten wohl nicht mehr möglich, da für Pensionen in solcher Lage von der Privatwirtschaft Preise verlangt werden, die die bisherige Zielgruppe nicht bezahlen kann. Ich halte den Verkauf für einen Fehler. Mir ist außerdem wichtig, dass die Autonomie der Schulen im Bezirk gewahrt wird, insbesondere liegt mir die Schaffung einer Gemeinschaftsschule im Bezirk am Herzen. Wenn sich Schulen freiwillig dazu entscheiden, zu fusionieren und längeres gemeinsames Lernen bis


37 eigenen Fähigkeiten zu gewinnen. Dazu wollen wir die Zusammenarbeit von Schulen mit Künstlern und Kulturschaffende aber auch die künstlerische Jugendarbeit außerhalb der Schule fördern. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Vernetzung zwischen Jugendhilfe und Schule in Zukunft besser funktioniert. Leider gibt es heute zwar nicht überall, aber doch noch viel zu oft Reibungsverluste zwischen den Schulen einerseits und den Jugendeinrichtungen andererseits. Dies muss endlich aufhören! 2. Welche kommunalen Jugendprojekte werden Sie unterstützen und ihnen eine Zukunft garantieren? Wir werden uns dafür einsetzen, dass die bestehenden Jugendfreizeiteinrichtungen erhalten bleiben. Es soll aber auch in der kommenden Legislaturperiode untersucht werden, ob wir mehr mobile Angebote brauchen, weil diese schneller in der Lage sind, auf die sich ändernden Wünsche von Kindern und Jugendlichen einzugehen. Damit ist nicht unbedingt Straßensozialarbeit gemeint. Vielmehr wollen wir schauen, wie unsere mobile Einrichtung „Bollerwagen“ am besten eingesetzt werden kann. 3.Warum wird es sich für junge Leute auch künftig lohnen, dem Bezirk die Treue zu halten? Für uns ist Reinickendorf nicht das Altersheim von Berlin, sondern ein Ort, der für alle da ist. Wir wollen Arbeit und Leben im Bezirk miteinander verbinden und attraktive Strukturen schaffen, die allen Bewohnern zugute kommen. Neben guten Schulen und den oben genannten Ausbildungsplätzen gehören für uns dazu auch attraktive Ortsteile und Kieze mit bezahlbaren Wohnungen und einem Freizeit-, Sport- und Kulturangebot für alle Generationen, also auch Jugendlichen. Wir wollen Reinickendorf zu einem Bezirk machen, in dem man sich wohlfühlt und in dem man gerne lebt.

Wenn es den Eltern jedoch nicht gelingt, dann muss der Staat handeln. Die FDP fordert mehr Kontrollen zur Durchsetzung des Jugendschutzgesetzes bei Tankstellen, Supermärkte etc. 2. Welche kommunalen Jugendprojekte werden Sie unterstützen und ihnen eine Zukunft garantieren? Immer mehr Jugendliche benötigen heutzutage Unterstützung beim Erwachsenwerden. Deshalb sind Ansprechpartner und Angebote für Jugendliche so wichtig. Als Vorsitzender der FDP-Fraktion in der BVV Reinickendorf konnte ich durchsetzen, dass mehr Streetworker im Bezirk als Ansprechpartner auf der Straße für Jugendliche da sind. Und ich werde dafür kämpfen, dass das auch so bleibt. Ich will die Jugendfreizeiteinrichtungen im Bezirk erhalten. Die Jugendfreizeiteinrichtungen müssen ihre Angebote aber stärker den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen anpassen und sollten nach Möglichkeit auch an Samstagen und Sonntagen geöffnet sein. Mit meiner Fraktion habe ich für den Erhalt der traditionsreichen Jugendfreizeitstätte „Terra“ in Frohnau gekämpft. Leider wurde mit Mehrheit der Parteien CDU und SPD diese Einrichtung aufgegeben. Das halte ich für falsch. 3.Warum wird es sich für junge Leute auch künftig lohnen, dem Bezirk die Treue zu halten? Reinickendorf bietet viel Lebensqualität. Hier gibt es hervorragende Schulen, eine gute Infrastruktur und viel Natur. Die FDP wird sich dafür einsetzen, dass dies auch in Zukunft so sein wird. Allerdings wohnen immer weniger junge Menschen und vor allem junge Familien in unserem Bezirk. Die FDP will einen familienfreundlichen und kinderfreundlichen Bezirk. Dazu gehört u.a. ein bedarfsgerechtes Angebot zur Kindertagesbetreuung. Wir wollen zudem erreichen, dass die Schulhöfe auch nach Schulschluss und am Wochenende für alle Kinder und Jugendlichen offen stehen.

zur zehnten Klasse zu ermöglichen, dann darf das nicht vom Bezirksamt aus parteipolitischen Gründen blockiert zu werden, wie im Falle der Greenwich-Oberschule und der Hannah-Höch-Schule im Märkischen Viertel geschehen. Schule muss demokratischer werden. Schülervertretungen brauchen mehr Mitspracherechte und sie sollten die bereits vorhandenen stärker nutzen. In diesem Zusammenhang ließe sich auch über eine Wiederbelebung des Reinickendorfer Jugendparlamentes nachdenken. 2. Welche kommunalen Jugendprojekte werden Sie unterstützen und ihnen eine Zukunft garantieren? Alle im Bezirk arbeitenden Jugendprojekte und Initiativen machen eine gute Arbeit. Mein Ziel ist es, – auch in Zeiten, in denen der Bezirk sparen muss – alle bestehenden Jugendzentren zu erhalten und das Angebot, wo es nötig ist, auszubauen (z.B. in Tegel). Schließungen von Zentren sind für mich keine Option. 3.Warum wird es sich für junge Leute auch künftig lohnen, dem Bezirk die Treue zu halten? Reinickendorf ist ein vielfältiger Bezirk, mit mehr als 240.000 Einwohnern größer als manche Stadt. Vom grünen Norden, indem es sich fast wie in einem Dorf lebt, bis zum urbanen Süden und Osten ist hier alles vertreten. Und die Innenstadt ist mit der BVG innerhalb weniger Minuten zu erreichen. Ich denke, dass es sich als junger Mensch in Reinickendorf schon heute gut leben lässt. Verbesserungspotentiale gibt es aber immer.


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Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Keine Haftung für unaufgefordert eingesandte Manuskripte, Fotos usw. Nachdruck von Beiträgen, auch auszugsweise nur mit Genehmigung der Redaktion. Die Redaktion behält sich vor, zugesandte Beiträge zu kürzen. In Kooperation mit dem Jugendamt Region MV, der Freizeiteinrichtung comX und der Bettina-von-Arnim-Schule.

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welcomX Ausgabe 5 Juli 2011  

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