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Vorbilder Weissenhorn Klassik Kammermusikfestival 16. November bis 26. Dezember 2019


«Die Menschen glauben den Augen mehr als den Ohren. Lehren sind ein langweiliger Weg, Vorbilder ein kurzer, der schnell zum Ziel führt.» Seneca


GRUSSWORT

«Es schwinden jeden Kummers Falten, solang des Liedes Zauber walten.» Friedrich von Schiller

Sehr geehrte Freunde der Musik, schon Friedrich von Schiller brachte mit seinen Zeilen zum Ausdruck, was Musik für viele Menschen bedeutet. Vor allem klassische Musik hat auf uns eine besondere Wirkung. Sie weckt Emotionen, berührt, bewegt und tröstet uns. Seit jeher genießt sie beim kulturinteressierten Publikum einen hohen Stellenwert. Auch für die Stadt Weißenhorn hat das von der Sopranistin Esther Kretzinger im Jahr 2014 ins Leben gerufene Kammermusikfestival eine große Bedeutung. In nur wenigen Jahren hat es sich zu einem viel beachteten internationalen Format entwickelt und das kulturelle Leben der Fuggerstadt stark bereichert. Durch das hochwertige Musik- und Musikvermittlungsangebot in den historischen Spielstätten der Stadt werden Kulturinteressierte aus allen Altersschichten angesprochen und auf das jahrhundertealte kulturelle Erbe der Stadt Weißenhorn aufmerksam gemacht. Durch international renommierte Musiker sowie die Bandbreite an musikalischen Richtungen ist das Festival nicht nur für das lokale Publikum interessant, sondern auch für Gäste aus ganz Deutschland. Dadurch trägt Weissenhorn Klassik dazu bei, dass sich

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Weißenhorn als attraktiver Standort auch überregional positiv entwickelt. Nicht zuletzt bietet es die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre klassische Musik zu hören und den Menschen näher zu bringen. Auch 2019 dürfen Sie sich wieder auf ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm freuen. Zu den diesjährigen Highlights gehören u.a. Konzerte mit lokalen und internationalen Nachwuchstalenten in Kooperation mit dem Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium und der Musikschule Weißenhorn sowie zahlreiche Musikvermittlungsprogramme für lokale Schulen. Darüber hinaus erwarten wir internationale Klassik-Stars und mehrere namhafte Ensembles. Mein Dank gebührt an dieser Stelle den Künstlerinnen und Künstlern, den Organisatoren und Sponsoren sowie allen, die dieses außergewöhnliche Festival möglich machen. Ich freue mich, Sie bei Weissenhorn Klassik begrüßen zu dürfen und wünsche allen Besucherinnen und Besuchern schöne Stunden mit unvergesslichen Eindrücken.

Dr. Wolfgang Fendt 1. Bürgermeister


CHRONOS. Zeichnung F. M. Kuens, Heimatmuseum WeiĂ&#x;enhorn

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INHALT

Grußwort, Dr. Wolfgang Fendt Editorial, Esther Kretzinger Sponsoren, Förderer und Partner

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12 Franz Martin Kuen «1719/2019» Eröffnungskonzert «Pleyel Quartett Köln» 14 Familienkonzert «Krabbelkonzert» 18 Papageno Musikvermittlungsreihe 20 Aboonzert «Ensemble Adapter & Klanggalerie» 22 Klanggalerie 24 Abokonzert «Avi Avital & Omer Klein» 26 Abokonzert «Klavierrecital Saleem Ashkar» 28 «Carte Blanche» 30 Familienkonzert «Märchenhelden» 32 34 Abschlusskonzert «Venezia Triumphans» Künstler 36 Spielstätten 54 Klang & Kunst e.V. 55 Karten 56 Informationen 57 Bildnachweis und Impressum

Engelskonzert. Zeichnung F. M. Kuens, Heimatmuseum Weißenhorn

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EDITORIAL

Liebe Festivalgäste, junge Menschen möchten etwas aus ihrem Leben machen und wissen, wie wichtig dabei Fleiß und Mut sind. Doch das Geheimnis zum persönlichen Erfolg liegt nicht nur bei ihnen selbst. Schon der römische Philosoph Seneca wusste, wie inspirierend gute Vorbilder sein können. Wie ist das heute? Kann es in einer Gesellschaft, die Instagram-Persönlichkeiten zu Idolen macht, noch Vorbilder geben? Die neuen Medien zeigen, die Zukunft gehört den Hemmungslosen. Manche Menschen zählen die eigenen Eltern zu ihren größten Vorbildern und reihen sich somit weniger in die Popkultur ein, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in unserer Gesellschaft vorherrschend ist. Tendenziell scheinen aktuelle Idole jedoch vorwiegend durch die Industrie geformt und ihrer Vorbildfunktion beraubt zu sein. Müssen Vorbilder heute, im digitalisierten App-Alltag, überhaupt vorbildlich sein? Wie wäre es, wenn es einmal um Idole mit Schwächen ginge und um das Scheitern im Allgemeinen? Diese Idole könnten uns ihr wahres Gesicht zeigen, ihren Weg, der oft vielfältiger ist, als wir annehmen und uns so Mut machen, unseren eigenen Weg zu gehen. Das neue Festivalprogramm greift die Frage nach dem Weg einer Leitfigur auf. Bedeutende Komponisten aller Musikepochen sind hier vertreten. Sie alle hatten eigene Vorbilder

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und nicht nur das: sie selbst sind uns heute Vorbild. Das Talent ist dabei weniger entscheidend, vielmehr ihr persönlicher Weg, den Sie unbeirrt gingen. So präsentieren wir Ihnen in diesem Festivaljahr erstmals Werke des Italieners Luciano Berio, der zu den wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts zählt und bereits in den 1950er Jahren als Pionier der elektronischen Musik in Erscheinung getreten war. Er sowie auch der vielfach ausgezeichnete französische Komponist Pierre Boulez, dessen Werke in einem Klavierrecital mit dem israelisch-palästinensischen Pianisten Saleem Ashkar zu hören sein werden, hatten Igor Strawinsky zu ihrem Vorbild, ihrer ästhetischen Leitfigur auserkoren. Dieser hatte das Schaffen beider Komponisten nämlich stärker beeinflusst als allgemein bekannt ist. Berio wurde zum Klangsammler, er interessierte sich für Folkloretraditionen, aber auch für Jazz, Alltagsgeräusche und Gustav Mahlers multistilistische Musik. Einflüsse des Modern Jazz und die traditionelle Musik seiner orientalischen Kultur inspirieren auch den Jazzpianisten und Komponisten Omer Klein. Er zählt zu den versiertesten und neugierigsten Jazzmusikern unserer Zeit, der zusammen mit dem international gefeierten Mandolinisten Avi Avital sowohl stilistisch als auch technisch keine Repertoire-Beschränkungen kennt. Avital spielt gerne Violinrepertoire auf der Mandoline. «Ich mache alles, was ich mag. Ich arrangiere alles, was mir gefällt»,


so Avital. «Bachs Musik finde ich großartig – und sie klingt immer nach Bach, egal auf welchem Instrument.» Da es dieses Jahr um Vorbilder geht möchte ich meine erste Begegnung mit dem Weißenhorner Star, dem Zeichner und Freskanten Franz Martin Kuen, dessen 300. Geburtstag wir in 2019 feiern, nicht unerwähnt lassen. Ich erinnere mich noch gut, wie mir Museumsleiter Matthias Kunze das Buch mit den Zeichnungen des Franz Martin Kuen aus dem Museum Weißenhorn, das den Titel «Vorbild Tiepolo» trägt, mit den Worten überreichte: «Das könnte Dich vielleicht interessieren». Auch Franz Martin Kuen ging seinen eigenen Weg, und wie sich herausstellte so eindrucksvoll, dass auch wir dem Jubilar in dieser Festivalsaison zwei Konzerte widmen möchten, nämlich das Eröffnungs- und das Abschlusskonzert. Beide Konzerte zeigen Werke von Freimaurern und Komponisten nach italienischem Vorbild. Mit dem Pleyel Quartett Köln, den Experten auf dem Gebiet der frühen Kammermusik, greifen wir zudem historisches «Material» rund um das schmucke Fuggerschloss, den Hauptveranstaltungsort von Weissenhorn Klassik, auf. Das historische Stadttheater wird einen weiteren festlichen Rahmen bilden wenn ein ganz außergewöhnlicher Künstler, der Violinvirtuose und Countertenor Dmitry Sinkovsky, mit der Cembalistin Olga Watts bei Weissenhorn Klassik zu Gast sein wird. Sein besonderes Talent, im Konzert von Violine zum

Gesang zu wechseln sucht seinesgleichen. Wo auch immer Dmitry Sinkovsky spielt und auftritt, er versucht, seine Familie stets mitzunehmen: die musikalische Früherziehung par excellence! Im Gegensatz dazu eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung, aus der hervorgeht, dass schon Achtjährige beklagen, es gäbe in ihrer Familie niemanden, der sich um sie kümmert. Auch mit Blick auf Vertrauenspersonen in der Schule hat ungefähr die Hälfte der älteren Schüler nicht den Eindruck, dass sich ihre Lehrer um sie kümmern oder ihnen bei Problemen helfen. Es bleibt die Frage, wie sich unsere Gesellschaft mehr für Kinder und Jugendliche einsetzen kann. Ich schlage vor: beginnen wir doch mit der Musik! Familienkonzerte, Schülerkonzerte, Workshops und eine neue Klanggalerie öffnen nebst den Hauptkonzerten wieder ihre Pforten. Willkommen bei Weissenhorn Klassik 2019!

Esther Kretzinger Intendantin

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EIN HERZLICHES DANKESCHÖN Sponsoren, Förderer und Partner

Ein herzliches Dankeschön richten wir an unsere Sponsoren, Förderer und Partner, die Weissenhorn Klassik auch 2019 möglich machen.

Förderer

Wir bedanken uns für ihr Engagement und das Vertrauen, dass sie dem Verein Klang & Kunst entgegenbringen. Mit Ihren Empfehlungen, Ideen und Anregungen ermöglichen sie eine Weiterentwicklung der Finanzierung unseres Vereins, der durch die Organisation des Kammermusikfestivals Weissenhorn Klassik Kultur in der Region fördert.

Hauptsponsor

Sponsoren

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Medienpartner


WEISSENHORN KLASSIK FESTIVALKONZERTE 2019

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FRANZ MARTIN KUEN 1719/2019

Zu den bedeutendsten Kulturleistungen des 18. Jahrhunderts zählt die barocke Deckenmalerei. Angestoßen durch italienische Vorbilder eroberte diese Kunstform nahezu alle Gotteshäuser in den katholischen Gebieten Süddeutschlands. Beginnend in den großen Abteikirchen verbreitete sie sich über Jahrzehnte hinweg bis in die entlegensten Dorfkirchen und Kapellen. Hoch über ihren Köpfen erlebten die Gläubigen in einer ansonsten bilderarmen Zeit den Siegeszug einer Bildform, die ihnen in überwältigender Weise die Welt des Glaubens offenbarte. In monumentalen Schauspielen wurden ihnen die Martyrien und Wunderwerke heiliger Fürsprecher vorgestellt. Hautnah konnten sie die triumphale Himmelfahrt Mariens erleben oder sinnlich greifbar die trostspendende Macht göttlicher Gnade erfahren. Einer der bedeutendsten Vertreter dieser Bildgattung war Franz Martin Kuen, der 1719 in Weißenhorn geboren wurde. Die Stadt zählte damals 1200 Einwohner. Sie stand unter der Herrschaft der Grafen Fugger zu Kirchberg-Weißenhorn, gehörte aber gleichzeitig zu Vorderösterreich. Die aus Pfundts in Tirol stammenden Vorfahren des Künstlers hatten sich um 1678 in Weißenhorn niedergelassen, wo sie als Spielleute und Krämer tätig waren. Bereits der Vater Johann Jakob (1689 – 1759)

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und der Onkel Johann Baptist Kuen (1686 – nach 1721) wandten sich der Malerei zu. Beide sind erstmals 1707 im Zusammenhang mit der Ausmalung der Pfarrkirche Illerbachen als Künstler nachweisbar. Während Johann Baptist von Weißenhorn wegging, blieb Johann Jakob bis zu seinem Lebensende in der Fuggerstadt. Hier betrieb er eine gutgehende Werkstatt, mit der er die verschiedensten Arbeiten übernahm. Behutsam führte er die barocke Deckenmalerei in der Gegend ein. Zugleich war er als Lehrherr sehr beliebt. Zu seinen rund 25 Lehrlingen gehörte auch sein Sohn Franz Martin, der um 1734/35 hier seine Gesellenprüfung ablegte. Im Anschluss daran begab er sich nach Augsburg, das damals den Brennpunkt des Süddeutschen Rokokos bildete. Erste Aufträge erhielt er in Ulm und Wiblingen, wo er 1744 in der prächtigen Klosterbibliothek ein frühes Hauptwerk schuf. Wie viele zeitgenössische Künstler unternahm er im Anschluss eine Studienreise nach Italien. In Rom und Venedig lernte er die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Deckenmalerei kennen. Prägend wurde für ihn der Aufenthalt bei Giovanni Battista Tiepolo in Venedig. Als Mitglied seiner Werkstatt eignete er sich intensiv Motivschatz und Formensprache dieses damals international führenden Meisters der Monumentalmalerei an. Ausgestattet mit dicken Skizzenbüchern kehrte er zurück, heiratete 1748 und gründete eine eigene Werkstatt in der Fuggerstadt.


Unbekannter Künstler, Die Brüder Kuen als Spielleute im Gasthof Lamm

Von da an war er jahraus, jahrein als viel gefragter Kirchenmaler tätig. Höhepunkt war dabei meist die Dekoration der Decken und Gewölbe mit prachtvollen, weitgespannten und farbenfrohen Schaubildern. Unbefangen bereicherte er dabei seine schwäbisch geprägten Bildschöpfungen mit dem Glanz italienischer Vorbilder. Unter seinen Auftraggebern traten besonders die Prämonstratenser in Ursberg und Roggenburg hervor. Hier beauftragte Abt Georg Lienhardt den Maler mit der prächtigen Ausgestaltung der Kirche sowie der gesamten Klosteranlage. Aus weltlichen Kreisen erhielt Kuen Aufträge von den Vöhlin in Illertissen,

den Montfort in Tettnang, dem Freiherrn zu Ulm-Erbach und vor allem dem Grafen Fugger von Kirchberg-Weißenhorn und Babenhausen. Die Besitzungen all dieser Territorialherren beschreiben auch die Verbreitung von Kuens Werken, die vor allem im Raum zwischen Donau, Iller, Lech und Bodensee anzutreffen sind. Der Künstler verstarb am 30. Januar 1771, nach alter Überlieferung in Linz am Typhus. Dr. Matthias Kunze

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Ignaz Josef Pleyel

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ERÖFFNUNGSKONZERT «PLEYEL QUARTETT KÖLN» Samstag, 16. November 2019, 19.00 Uhr Renaissance-Saal, Fuggerschloss Weißenhorn Pleyel Quartett Köln Ingeborg Scheerer (1. Violine) Stefanie Irgang (2. Violine) Andreas Gerhardus (Viola) Nicholas Selo (Violoncello) Franz Joseph Haydn (1732 – 1809) Quartett C-Dur, op. 33 Nr. 3 («Vogelquartett») Ignaz Josef Pleyel (1757 – 1831) Quartett D-Dur, BEN 342 (12. Preußisches Quartett) Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) Quartett C-Dur, KV 465 («Dissonanzenquartett»)

Dieses Konzert findet mit einer Pause statt. Die Abendkasse öffnet um 18.00 Uhr. Freie Platzwahl. Mit musikalischen Beiträgen der Musikschule Weißenhorn und des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums Weißenhorn. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Heimatmuseum Weißenhorn.

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1790 ließ Graf Anton Joseph Fugger von Kirchberg-Weißenhorn eine Inventarliste mit dem Titel Veranschlagung und Verkauf deren in dem Reichsgräflichen Fuggerschen Schloß zu Weißenhorn vorgefundenen Mobilien und Gerätschaften erstellen. Erfreulich für die Musikwissenschaft, dass dort auch der Bestand an Musikinstrumenten und «Musikalien» – heute würde man «Noten» sagen – aufgeführt ist. So sind Rückschlüsse auf die Musikpflege in Kirchberg-Weißenhorn möglich. Die am Hof vorhandenen Instrumente lassen auf eine Orchestergröße schließen, die Aufführungen des damals «modernen» Repertoires, das sich in der Musikalienliste abbildet, vollumfänglich zuließ. Lediglich Trompeten und Pauke, die aber mit Sicherheit in Weißenhorn zur Verfügung standen, finden keine Erwähnung. Ab ca. 1750 etablierte sich in rasanter Geschwindigkeit eine Kompositionsweise, die man als «neue Einfachheit» bezeichnen könnte und die sich über die Instrumentalmusik auch schnell im Kirchenstil niederschlug. Wenn man sich heute Verlagslisten aus der damaligen Zeit anschaut, staunt man über die unglaublich hohe Zahl an Komponisten und Kompositionen, die heute nur noch Experten kennen, die aber damals hohes Ansehen genossen und europaweit aufgeführt wurden. Einfache gesangliche Melodien, schnelles Passagenwerk in den führenden Stimmen und vorwärtsdrängende Begleitstrukturen versetzten die Zuhörer in Erregung und Begeisterung. Als «empfindsamer Stil» oder

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als Musik des «Sturm und Drang» fand die Kompositionsweise Einzug in die Geschichtsbücher. Diese Musik öffnete dann die Tür zum späteren Stil von Haydn und Mozart, den wir heute als den «klassischen Stil» bezeichnen. Das heutige Programm besteht aus zwei Werken der in den «Musikalien» – sowohl bei den Sinfonien als auch bei den Streichquartetten – stark vertretenen Komponisten und einem, der eher am Rande erscheint: Die Reihenfolge mag überraschen: Haydn mit 57 und Pleyel mit 54 Werken waren in Weißenhorn die Stars! Mozart ist lediglich mit 8 Sinfonien vertreten. Nicht nur in Kirchberg-Weißenhorn, sondern auch in London, einer Musikmetropole der Zeit, führten Joseph Haydn und Ignaz Pleyel die Hitlisten an. Pleyel war um 1790 der Komponist, dessen Werke mit Abstand am meisten gedruckt wurden. Von Dezember 1791 bis Mai 1992 wurde Pleyel in London von den «Professional Concerts» engagiert, einer Konzertgesellschaft, die in Konkurrenz zu einer von Johann-Peter Salomon organisierten Konzertreihe stand und die kurz zuvor den Altmeister Haydn als Zugpferd für sich gewinnen konnte. In London schien man sich auf einen «musikalischen Krieg» der beiden zu freuen. Der Herald Tribune schrieb zur Ankunft Pleyels in London im November 1791: «Pleyel, der gefeierte Komponist, ein Schüler des großen Haydn, wird mit der Zeit sogar noch berühmter als sein Lehrer,


seine Werke sind weniger gekennzeichnet durch komplizierte Kunstfertigkeit als vom Charme der Einfachheit und des Gefühls». Später werden auch versöhnlichere Töne laut. So schreibt ein Rezensent des Public Advertiser im Januar 1792: «Haydn und Pleyel sollen gegeneinander in dieser Saison aufgestellt werden; und die Anhänger beider sind brutale Parteigänger. Da beide Komponisten Männer mit erstklassigen Talenten sind, bleibt zu hoffen, dass sie an diesen kleinen Gefühlsausbrüchen ihrer respektiven Bewunderer nicht teilnehmen werden.» Haydn und Pleyel lösten das Thema auf ihre Art, wie Haydn es in seinem Tagebucheintrag vom gemeinsam verbrachten Heiligabend 1791 beschreibt: «…allein, mir scheint, es wird bald Allianz werden, weil mein credit zu fest gebaut ist. Pleyel zeugte sich bey seyner ankunft gegen mich so bescheiden, dass Er neuerdings meine liebe gewann, wür zind sehr oft zu sam, und das macht Ihm Ehre, und Er weis seinen vatter zu schätzen. Wir werden unseren Ruhm gleich theillen und jeder vergnügt nach Hause gehen.» Zum Eröffnungskonzert der von Pleyel geleiteten Professional-Concerts erklang zur Überraschung aller eine Sinfonie von Haydn. Haydn, der von Pleyel mit einer Ehrenkarte bedacht worden war, sagte: «Ich bin jederzeit in seinen Concert und bin der erste, so Ihm applaudiert.» Auch Haydn spielte dann im Eröffnungskonzert seiner Reihe zu Beginn eine Pleyel-Sinfonie. Mozart, Komponist des letzten Werkes des

Abends, schrieb im April 1784 in einem Brief an seinen Vater über die Streichquartette Pleyels: «Sie sind sehr gut geschrieben, und sehr angenehm; Sie werden auch gleich seinen Meister [d. i. Haydn] herauskennen. Gut – und glücklich für die Musik, wenn Pleyel seiner Zeit im Stande ist, uns Haydn zu remplacieren!» Andreas Gerhardus

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FAMILIENKONZERT «KRABBELKONZERT» Sonntag, 17. November 2019, 16.00 Uhr Renaissance-Saal, Fuggerschloss Weißenhorn Pleyel Quartett Köln Ingeborg Scheerer (1. Violine) Stefanie Irgang (2. Violine) Andreas Gerhardus (Viola) Nicholas Selo (Violoncello) Ignaz Josef Pleyel (1757 – 1831) und Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) Bei Weissenhorn Klassik können auch die Kleinsten in den Genuss von klassischer Musik kommen. Es darf gekrabbelt, gelauscht, gequietscht und mitgeklatscht werden. Das Krabbelkonzert, ein Live-Konzert, das vom renommierten Pleyel Quartett Köln gestaltet wird, richtet sich an Eltern mit Babys und Kindern von 0–3 Jahren. Ältere Geschwister, Freunde usw. sind natürlich ebenso herzlich

willkommen.

Dauer ca. 45 Minuten Die Tageskasse öffnet um 15.00 Uhr. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn.

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PAPAGENO Musikvermittlungsreihe

Ein wesentlicher Bestandteil der Philosophie von Weissenhorn Klassik ist die generationenübergreifende Arbeit und die Förderung und Bildung von Kindern. Papageno ist der lustige Vogel aus Wolfgang Amadé Mozarts berühmtem Singspiel «Die Zauberflöte», eine Märchengestalt als Namensgeber für unsere kostenlosen Konzerte und Workshops für Schulklassen, bei welchen Kinder mit professionellen Künstlern unkompliziert in Kontakt treten, sie aus nächster Nähe bei der Arbeit erleben oder neue Instrumente und Komponisten entdecken können. Während Konzerten, besonders auch zu neuer, experimenteller oder improvisierter Musik, können sich Schulkinder von der Musik inspirieren lassen.

Weißenhorn sowie das Nikolaus-KopernikusGymnasium sind jährlich als Partner in dieses Projekt eingebunden. Dies macht das Konzerterlebnis für die Gäste greifbarer und emotionaler, dadurch werden Barrieren zwischen Künstler und Publikum aufgelöst, was das Projekt für alle zu einem einzigartigen Erlebnis macht. Möchten Sie mehr über unsere Projekte erfahren? Senden Sie uns eine E-Mail an: info@weissenhornklassik.com

Familienkonzerte wie das Krabbelkonzert und interaktive Workshops für Familien mit Kindern und Babys ergänzen das Musikvermittlungsangebot von Weissenhorn Klassik. Die Förderung von Nachwuchstalenten zieht sich durch das gesamte Festivalprogramm: in jedem Weissenhorn Klassik Konzert werden junge Musiker eingeladen, ein Werk Ihrer Wahl vorzutragen. Dies geschieht im Rahmen von Konzerten der internationalen Künstler, die bei Weissenhorn Klassik gastieren. Die Nachwuchstalente erfahren so die besondere Wertschätzung, zusammen mit erfolgreichen Künstlern aufzutreten. Die Musikschule

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ABOKONZERT «ENSEMBLE ADAPTER & KLANGGALERIE» Samstag, 23. November 2019, 19.00 Uhr Renaissance-Saal, Fuggerschloss Weißenhorn Esther Kretzinger (Sopran) Ensemble Adapter Kristjana Helgadóttir (Flöte) Ingólfur Vilhjálmsson (Klarinette) Gunnhildur Einarsdóttir (Harfe) Matthias Engler (Schlagwerk) Jo Kondo (*1947) An Insular Style für Flöte, Klarinette, Harfe und Schlagzeug (1980) Three Songs of the Elderberry Tree für Violine und Schlagzeug (1995) Luciano Berio (1912 – 1992) Sequenza II für Harfe (1963) Folksongs für Stimme und sieben Instrumente (1964) Klanggalerie Installation und Performance Weitere Informationen folgen auf den Seiten 24/25

Dieses Konzert findet mit einer Pause statt. Die Abendkasse öffnet um 18.00 Uhr. Freie Platzwahl. Mit musikalischen Beiträgen der Musikschule Weißenhorn und des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums Weißenhorn.

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KLANGGALERIE Installation und Performance Samstag, 23. November 2019, 19.00 Uhr Renaissance-Saal, Fuggerschloss Weißenhorn Georges-Emmanuel Schneider (Violine, Live-Elektronik) Marianne Hollenstein (Installation, Performance) Die Klanggalerie, ein Ort an dem Musik und bildende Kunst miteinander verschmelzen. Die Musik entsteht im Zusammenwirken mit der Malerei, die wiederum auf die Musik reagiert, um erst entstehen zu können. In der Klanggalerie sind Musik und visuelle Kunst nicht mehr voneinander zu trennen und werden dadurch zu einer eigenständigen, neuartigen Kunstform. «Prozesse des Sehens und des Hörens durchdringen sich und beginnen sich zu vermischen. Es ist eine zeichenhafte Malerei. Ich male spontan und lasse Zufälle passieren. In einem unbewussten Vorgang verbindet die Kreativität den Ausdruck der Malerei mit meiner Gedankenwelt. Ich gehe auf der Leinwand spazieren, wie in einer Landschaft. Für mich ist Kunst gleichbedeutend wie das Denken.» Marianne Hollenstein

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ABOKONZERT «AVI AVITAL & OMER KLEIN» Sonntag, 24. November 2019, 18.00 Uhr Renaissance-Saal, Fuggerschloss Weißenhorn Avi Avital (Mandoline) Omer Klein (Klavier) Johann Sebastian Bach (1685 –1750) Partita Nr. 2 d-Moll, BWV 1004, Fassung für Mandoline solo Omer Klein (*1982) Jazzkompositionen und Improvisationen

Dieses Konzert findet mit einer Pause statt. Die Abendkasse öffnet um 17.00 Uhr. Freie Platzwahl. Mit musikalischen Beiträgen der Musikschule Weißenhorn und des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums Weißenhorn.

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ABOKONZERT «KLAVIERRECITAL SALEEM ASHKAR» Samstag 30. November 2019, 19.00 Uhr Renaissance-Saal, Fuggerschloss Weißenhorn Saleem Ashkar (Klavier) Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) Sonate für Klavier Nr. 3 C-Dur, op. 2 Nr. 3 Pierre Boulez (1925 – 2016) 12 Notations (1945) 1. Fantasque – Modéré 2. Très vif 3. Assez lent 4. Rythmique 5. Doux et improvisé 6. Rapide

7. Hiératique 8. Modéré jusqu’ à très vif 9. Lointain – Calme 10. Mécanique et très sec 11. Scintillant 12. Lent – Puissant et âpre

Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier Nr. 18 Es-Dur op. 31 Nr. 3 Pierre Boulez Incises (1994/2001) Ludwig van Beethoven Sonate Nr. 31 As-Dur, op. 110

Dieses Konzert findet mit einer Pause statt. Die Abendkasse öffnet um 18.00 Uhr. Freie Platzwahl. Mit musikalischen Beiträgen der Musikschule Weißenhorn und des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums Weißenhorn.

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«CARTE BLANCHE» Sonntag, 01. Dezember 2019, 18.00 Uhr Renaissance-Saal, Fuggerschloss Weißenhorn

Internationale Nachwuchstalente musizieren im Fuggerschloss Unter dem Titel «Carte blanche» verbrigt sich ein neues Konzertformat bei Weissenhorn Klassik mit einem spannenden Programm rund um das Thema «Vorbilder», das sich die jungen Musiker selbst zusammenstellen. Nachwuchstalente der Region teilen sich dabei die Bühne mit Studenten internationaler Musikhochschulen.

Dieses Konzert findet mit einer Pause statt. Die Abendkasse öffnet um 17.00 Uhr. Freie Platzwahl. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Musikschule Weißenhorn und dem Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn.

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FAMILIENKONZERT «MÄRCHENHELDEN» Sonntag, 08. Dezember 2019, 16.00 Uhr Renaissance-Saal, Fuggerschloss Weißenhorn Mark Klawikowski SPONTANELLO! Das einzigartige Mitmachtheater von Mark Klawikowski tourt seit 2006 mit verschiedensten Programmen durch Deutschland. Die Wanderbühne bietet den kleinen und großen Gästen die direkte Möglichkeit, am Bühnengeschehen teilzunehmen. Mit Figurentheater, Gesang und Musik, Clownerie und großem Einfühlungsvermögen improvisiert SPONTANELLO seine vielschichtigen Theatererlebnisse.

Die Tageskasse öffnet um 15.00 Uhr. Freie Platzwahl. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Musikschule Weißenhorn und dem Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn.

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ABSCHLUSSKONZERT «VENEZIA TRIUMPHANS» Donnerstag, 26. Dezember 2019, 19.00 Uhr Historisches Stadttheater Weißenhorn Dmitry Sinkovsky (Countertenor, Violine) Olga Watts (Cembalo) Francesco Rognoni (1570 – 1626) Vestiva i colli für Violine und Cembalo Aus Giovanni Pierluigi da Palestrina’s Madrigal Giovanni Battista Fontana (1571 – 1630) Sonata seconda für Violine und Cembalo Johann Jacob Froberger (1616 – 1667) Toccata in sol da sonarsi alla levatione für Cembalo Suite XXVIII in a-Moll Allemande – Gigue – Courante – Sarabande Johann Heinrich Schmelzer (1623 – 1680) Sonata quarta in D-Dur Aus Sonatae Unarum Fidium für Violine und Cembalo Claudio Monteverdi (1567 – 1643) Si dolce è´l tormento madrigale in stile recitativo für Stimme und Basso continuo Antonio Vivaldi (1685 – 1741) Sonate in d-Moll für Violine und Cembalo Largo – Allegro – Adagio – Allegro Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) Passacaglia aus der Suite in g-Moll HWV 432 für Cembalo Nel dolce tempo, Kantate für Stimme und Basso continuo

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Giovanni Verocai (1700 – 1745) Sonate in d-Moll für Violine und Cembalo Andante – Allegro – Adagio – Menuetto non Presto

Dieses Konzert findet mit einer Pause statt. Die Abendkasse öffnet um 18.00 Uhr. Nummerierte Sitzplätze.

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KĂœNSTLER

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ENSEMBLE ADAPTER

Kristjana Helgadóttir (Flöte) Ingólfur Vilhjálmsson (Klarinette) Gunnhildur Einarsdóttir (Harfe) Matthias Engler (Schlagwerk) Adapter ist ein deutsch-isländisches Ensemble für Neue Musik mit Sitz in Berlin. Den Kern der Gruppe bildet ein Quartett aus Flöte, Klarinette, Harfe und Schlagzeug. Gemeinsam mit fest ausgewählten Instrumentalisten entstehen aus diesem Kern Kammermusikbesetzungen mit bis zu 10 Spielern. Neben zahlreichen Uraufführungen widmet Adapter sich in Konzerten und im Studio einem individuellen und internationalen Repertoire zeitgenössischer Musik. In eigenen Projekten und Koproduktionen erprobt das Ensemble außerdem grenzübergreifende Arbeitsweisen in verschiedenen Genres. In Workshops wird erworbenes Wissen über Komposition,

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Studium und Aufführung von zeitgenössischer Musik mit Komponisten, Instrumentalisten und anderen Kreativen weltweit geteilt. Mit einem progressiven und kraftvollen Stil bemüht sich das Ensemble Adapter um einen authentischen Beitrag zu aktuellen Entwicklungen der Kulturszene. Kristjana Helgadóttir begann ihre Flötenausbildung bei B. Wilkinson an der Musikhochschule in Reykjavík. Anschließend studierte sie bei Abbie de Quant und Harrie Starreveld am Conservatorium van Amsterdam. Sie erhielt ihr Dozentendiplom im Jahr 1994, ein künstlerisches Diplom 1995. Es folgten ein Masterdiplom sowie ein Zertifikat im Fach Neue Musik in den Jahren 1998 und 1999. Kristjana arbeitete bis 2010 als Instrumentallehrerin und Fachbereichsleiterin an der Musikschule Mosfellsbær in Island. Seit 2010 lebt und arbeitet sie in


Berlin. Als freischaffende Flötistin spielte sie mit dem Isländischen Sinfonieorchester, dem Isländischen Opernorchester sowie an der Deutschen Oper Berlin. Ingólfur Vilhjálmsson vervollständigte sein Klarinettenstudium nach Erhalt seines Diploms an der Musikhochschule Reykjavik bei Herman Braune in Utrecht sowie als Aufbaustudent in der Klasse von Harman de Boer am Conservatorium van Amsterdam. Parallel dazu studierte er Bassklarinette bei Harry Spaarnay und Eric van Deuren und erhielt 2004 ein gesondertes Diplom im Fach Bassklarinette als Soloinstrument. Im Rahmen eines Gaststudiums bei David Smeyers an der Musikhochschule Köln konzentrierte er sich in der Saison 2005/06 auf neueste zeitgenössische Musik. Meisterkurse bei Jozeph Balogh, Karl Leister, Francois Benda und Kari Kriikku vervollständigten seine künstlerische Ausbildung. 2006/07 war Vilhjalmsson Stipendiat der Ensemble Modern Akademie. Seit 2007 lebt und arbeitet er in Berlin. Vilhjálmsson hat sich auf zeitgenössisches Solo- und Kammermusikrepertoire für Klarinette und Bassklarinette spezialisiert. 2005/06 fanden Arbeitsphasen mit Helmut Lachenmann (Dal niente) und Toshio Hosokawa statt, verbunden mit Konzerten und einer Aufzeichnung beim WDR. Vilhjalmsson arbeitet mit vielen Komponisten seiner Generation zusammen und hat bereits zahlreiche Werke initiiert und uraufgeführt. Er konzertiert regelmäßig in Island, Holland, und Deutschland, unter anderem auf Festivals wie MaerzMusik, Ultra-

schall (Berlin), Dark Music Days, frum- (Reykjavik), Spaziomusica (Sardinien) und De Suite (Amsterdam). Ingólfur Vilhjálmsson hat seine erste CD «Dualism» (2008) mit Schlagzeuger Tobias Guttmann beim ITM label (Icelandic Music Information Centre) veröffentlicht. Gunnhildur Einarsdóttir begann ihre Harfenausbildung im Alter von 13 Jahren in Island. Sie studierte anschließend bei Brigitte Sylvestre am Conservatoire National Supérieur de Paris sowie bei Sioned Williams, Soloharfenistin des BBC Symphony Orchestra in London. Sie vervollständigte ihre Ausbildung bei der renommierten Harfenistin und Pädagogin Erika Waardenburg am Conservatorium van Amsterdam und erhielt dort ein BachelorDiplom mit Auszeichnung sowie einen Master of Music. Während ihres Studiums in den Niederlanden spezialisierte sich Gunnhildur einerseits auf die Aufführungspraxis zeitgenössischer Musik, verfolgte parallel aber auch ein Studium der alten Musik am Royal Conservatory in Den Haag und lernte dort die italienische Tripelharfe bei Christina Pluhar. Gunnhildur promovierte 2013 als erste Harfenistin an der Sibelius Academy in Helsinki. Ihre Dissertation ist eine neue Enzyklopädie zeitgenössischer Harfentechniken und -notation in Form einer Website: www.harpnotation.com Gemeinsam mit dem Schlagzeuger Matthias Engler gründete sie 2004 das Ensemble Adapter. Neben ihrer Tätigkeit mit Adapter ist Gunnhildur regelmässiger Gast bei verschiedenen europäischen Ensembles für Neue

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Musik: Ensemble Modern, Ensemble Mosaik u.a. Zudem trat sie mit dem Isländischen Sinfonieorchester, dem Isländischen Kammerorchester, dem Caput Ensemble sowie dem Bayerischen Staatsorchester auf. Als Solistin trat sie bei zahlreichen Musikfestivals in ganz Europa auf, darunter Spaziomusica Festival Cagliari, Italien; Donaueschinger Musiktage und World Harp Conference in Dublin. Im Zusammenhang mit ihrer Doktorarbeit hat Gunnhildur eine Reihe von Solokonzerten in Helsinki/Finnland präsentiert. 2012 wurde sie als Solistin zur Reihe Mostly Nordic des Nordic Heritage Museum in Seattle/USA eingeladen. Seit 2010 ist Gunnhildur Mitglied des Brandt Brauer Frick Ensembles, einem akustischen Techno-Projekt aus Berlin, und trat bei bedeutenden Popmusikfestivals in Europa, Grossbritannien und den USA auf. Seit 2014 hat Gunnhildur die Harfendozentur bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt inne und gestaltet dort Kurse für HarfenistInnen und KomponistInnen. Seit den 60er Jahren spielt die Harfe so erstmalig wieder eine prominente Rolle bei den Darmstädter Ferienkursen. Matthias Engler erhielt eine studienvorbereitende Ausbildung im Hauptfach Schlagzeug am Studienseminar Kiel bei Paulgerfried Zulauf (Philharmonisches Orchester Kiel). Anschließend studierte er klassisches Schlagwerk am Conservatorium van Amsterdam bei Peter Prommel, Jan Pustjens, Marinus Komst, Lorenzo Ferrandiz und Gustavo Gimeno (Mitglieder des Royal Concertgebouw Orchestra

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und Solisten). In den Jahren 2005 und 2006 war er Stipendiat der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main – mit speziellem Fokus auf zeitgenössisches Kammermusikrepertoire. 2004 gründete er gemeinsam mit der Harfenistin Gunnhildur Einarsdóttir das Ensemble Adapter in Berlin, für welches er seitdem hauptberuflich als Schlagzeuger und Projektmanager arbeitet. Als freiberuflicher Schlagzeuger ist er außerdem bei verschiedenen Ensembles für Neue Musik in ganz Deutschland zu Gast: Beim Ensemble Modern, MusikFabrik u.a. In diesem Zusammenhang arbeitete er mit vielen bedeutenden Komponisten und Dirigenten der heutigen Zeit: Pierre Boulez, Helmut Lachenmann, Mauricio Kagel, Steve Reich u.a. Er trat bei den renommiertesten Festivals für Neue Musik auf, darunter die Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, Ultraschall, MaerzMusik, Donaueschinger Musiktage und die World New Music Days. Seit 2010 ist Matthias Engler Gastdozent an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig im Fach Darstellendes Spiel, Mitglied des Brandt Brauer Frick Ensembles in Berlin und Vilhjalmsson Stipendiat der Ensemble Modern Akademie. Seit 2007 lebt und arbeitet er in Berlin.


SALEEM ASHKAR

Der in Berlin lebende israelisch-palästinensische Pianist Saleem Ashkar ist in Nazareth geboren und aufgewachsen. Er studierte in Europa und machte sein New Yorker Carnegie Hall Debut im Alter von 22 Jahren unter Daniel Barenboim – seitdem gilt er als einer der interessantesten Pianisten seiner Generation. Er arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Christoph Eschenbach, Zubin Mehta, Riccardo Muti und Daniel Barenboim und mit vielen der führenden Orchester der Welt, u.a. mit den Wiener Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, der Filarmonica della Scala, dem Concertgebouw Amsterdam, dem London Symphony Orchestra, dem Leipziger Gewandhaus, dem NDR Hamburg, dem DSO und dem Konzerthausorchester in Berlin, der Accademia Santa Cecilia in Rom und dem Mariinsky Orchester St. Petersburg. Er spielt in Serien und Konzertsälen wie dem Concertgebouw, der Wigmore Hall, dem Mozarteum Salzburg, und dem Wiener Musikverein, sowie bei den Festivals in Salzburg, den BBC Proms, in Luzern, Ravinia, Rison, Menton und dem Ruhr Klavier Festival. Saleem Ashkar widmet sich intensiv Recitals und Kammermusik; eine langjährige musikalische Partnerschaft verbindet ihn u.a. mit Nikolaj Znaider. Sein aktueller Schwerpunkt liegt auf Gesamtzyklen der Beethoven-Sonaten, nach seiner Idee veranstaltet vom Konzerthaus Berlin in 2016/17, sowie in Israel, Prag, beim Morgenland Festival Osnabrück und in Duisburg. Höhepunkte der Saison 2018/19 sind u.a. Konzerte mit dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Konzerthausorchester Berlin

und dem Bournemouth Symphony Orchestra, sowie eine Japan-Tournee und Recitals u.a. beim Rheingau-Festival, in der Elbphilharmonie und im Bonner Beethovenhaus. Neben seiner gerade entstehenden Gesamtaufnahme aller Beethoven-Sonaten, umfassen seine CD-Produktionen für DECCA Aufnahmen beider Klavierkonzerte von Mendelssohn mit Riccardo Chailly und dem Leipziger Gewandhausorchester, sowie Beethovens 1. und 4. Klavierkonzert mit dem NDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Ivor Bolton; für EMI nahm er eine CD mit Mozart, Schubert und Brahms-Sonaten auf. Als Botschafter des «Music Fund» unterstützt Saleem Ashkar Musiker und Musikschulen in Entwicklungsländern und Krisengebieten.

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AVI AVITAL

Als erster Mandolinist, der für den Grammy Award nominiert wurde, ist Avi Avital einer der führenden Botschafter seines Instruments. Durch seine Leidenschaft und seine «explosiv charismatischen» Live-Auftritte (New York Times) ist er einer der treibenden Kräfte bei der Neubelebung des Repertoires für die Mandoline. Mehr als 90 Werke sind für ihn geschrieben worden, davon 15 Konzerte. Auch seine Erschließung des Repertoires anderer Instrumente auf der CD «Between Worlds» 2014 erweiterte das Spektrum der Mandoline. Durch seine ansteckende Neugier und den

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innigen Austausch mit dem Publikum zählt es zu seinen Verdiensten, der Mandoline den Weg auf die große Bühne geebnet zu haben. Als exklusiver Künstler der Deutschen Grammophon hat er vier Aufnahmen für das Label eingespielt und die nächste ist schon in Planung. Das zuletzt veröffentlichte Album «Avital meets Avital» (2017) mit Oud-Spieler/Bassist, Omer Avital, erkundet ihr gemeinsames kulturelles Erbe und bringt ihre unterschiedlichen klassischen und jazzigen musikalischen Hintergründe in Dialog. Frühere Alben sind Originalkonzerte und Transkriptionen von


Vivaldi (2015), seine eigenen Bach-Transkriptionen (2012) und die genreübergreifende CD «Between Worlds» (2014), die die Grenzen der Kammermusik zwischen klassischer und traditioneller Musik auslotet. Avi Avitals Auftritte elektrisieren das Publikum weltweit, so im National Centre for the Performing Arts in Peking, der Wigmore und der Royal Albert Hall in London, der Berliner und Pariser Philharmonie, der Tonhalle Zürich, dem Palau de la Música Catalana Barcelona, dem Wiener Konzerthaus, der Carnegie Hall New York und bei einer ARTE-Liveübertragung aus dem Palais de Versailles. Er tritt mit renommierten Orchestern auf, wie dem BBC und dem Chicago Symphony Orchestra, dem Deutschen Symphonie Orchester, dem Maggio Musicale Fiorentino, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Israel Philharmonic, den Dresdener Philharmonikern, dem Tasmania und dem St. Louis Symphony Orchestra und dem Orchestre Symphonique de Montréal. Dabei entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Kent Nagano, Osmo Vänskä, Ton Koopman und Giovanni Antonini. Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals, u.a. in Aspen, Salzburg, Tanglewood, Spoleto, Ravenna, Cheltenham und Verbier – unter anderem war er Portrait Künstler beim Schleswig-Holstein Musik Festival 2017 mit über 20 Aufführungen von 10 verschiedenen Programmen. Künstlerische Partnerschaften pflegt er u.a. zu Andreas Scholl, Juan Diego Flórez, Dawn Upshaw, Giora Feidman, Ray Chen, David Greilsammer, Richard Galliano, Ksenija Sidorova, Itamar

Doari sowie dem Dover und dem Danish String Quartet. 2018 wurde ihm ein Zeitsinsel-Festival im Konzerthaus Dortmund gewidmet, wo er ein Wochenende mit Klassik, Jazz und Improvisation, sowie ein gemeinsames Programm mit dem Venice Baroque Orchestra und dem georgischen Handschattentheater «Budrugana Gagra» kuratierte. Höhepunkte der Saison 2018/19 sind unter anderem Auftritte mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Tokio, dem Norwegischen Rundfunkorchester, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Monte Carlo Philharmonie, dem Residentie Orkest, mit dem Detroit, San Diego und Seattle Symphony Orchestra, mit dem Los Angeles Chamber Orchestra, ein Auftritt mit dem Orpheus Chamber Orchestra in der Carnegie Hall und eine Europatournee mit The Knights. Avi Avital wurde in Be’er Sheva im Süden Israels geboren. Mit acht Jahren lernte er das Mandolinenspiel und wurde in das aufstrebende Mandolin Youth Orchestra seines charismatischen Lehrers und musikalischen Leiters Simcha Nathanson berufen. In der Folge studierte er an der Jerusalem Music Academy und dem Conservatorio Cesare Pollini in Padua, wo er mit Ugo Orlandi das Kernrepertoire für die Mandoline erarbeitete. 2007 gewann er als erster Mandolinist die Aviv Competition. Avi Avital spielt eine Mandoline des israelischen Geigenbauers Arik Kerman.

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MARIANNE HOLLENSTEIN

Marianne Hollenstein ist in Basel geboren, schloss 1993 ihr Studium der Szenographie in Frankreich ab. Danach war sie als freie Bühnen-und Kostümbildnerin in Bochum, Dresden, Berlin, Potsdam, Basel und Zürich tätig.1999 erhielt sie den Förderpreis der Akademie der Künste in Berlin. Von 2000 bis 2004 leitete sie die Ausstattung am Hans-Otto-Theater in Potsdam. 2006 eröffnete sie ihr Atelier in Ulm, um sich intensiver mit der Bildenden Kunst auseinanderzusetzen. Ihre Arbeiten für Theater, Performance, Installationen und Ausstellungen führten sie in den letzten Jahren durch ganz Deutschland, in die Ukraine, die Türkei, nach Griechenland und nach Afrika.

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MARK KLAWIKOWSKI

Mark Klawikowski interessiert sich als Künstler, Puppenspieler und Musiker für die Verbindungen zwischen Kunst und Wissenschaft. Als Comiczeichner und Illustrator diverser Bücher erschafft er faszinierende neue Welten und ermöglicht damit kreatives, spielerisches Lernen. Er ist Gründer des partizipatorischen Theaters «Spontanello».

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OMER KLEIN

Der Pianist Omer Klein, 1982 in Netanja geboren, begann sein Jazzstudium als Teenager und seine Konzertkarriere im Alter von 16 Jahren. Mit 23 Jahren zog er nach Boston, um am New England Conservatory bei Danilo Perez zu studieren und bald weiter nach New York, wo er Schüler von Fred Hersch und ein wichtiger Teil der Szene mit Auftritten im Blue Note oder bei Jazz at Lincoln Center wurde. Omer Klein, mittlerweile Steinway-Künstler und wohnhaft in Düsseldorf, gewann 2015 den Förderpreis des Landes NRW und wurde für sein Trio-Album Fearless Friday für den ECHO Jazz nominiert. Der internationale Star tourt als Solist und mit seinem Trio um die Welt. Alljährlich unterrichtet er einen Kurs am Jerusalem Music Center, im Rahmen eines vom Pianisten Murray Perahia initiierten Programms. «Ich bin begeistert von der Geschichte des Klaviers und der Musik im Allgemeinen», erklärt Omer Klein. «Diesen Reichtum dadurch zu erleben, dass ich die Werke der großen Meister spiele, ermöglicht es mir, immer neue Wege zu finden, meine eigenen Ideen auszudrücken.»

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ESTHER KRETZINGER

Esther Kretzinger absolvierte ihr Masterstudium 2008 mit Auszeichnung an der Universität Mozarteum Salzburg im Fach Oper und Musiktheater. Im Anschluß daran wurde sie mit der Lilli-Lehmann Medaille der internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg sowie mit Sonderpreisen der Kurt und Felicitas Vössing Stiftung in Berlin und der Oscar und Vera Ritter Stiftung in Hamburg ausgezeichnet. Esther Kretzinger ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe, darunter der 1. Preis des Regierenden Bürgermeisters von Berlin samt Sonderpreis im Rahmen des 35. Bundeswettbewerbs Berlin sowie der 2. Preis beim 26. Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb und der 3. Preis beim 12. Internationalen Gesangswettbewerb Ferruccio Tagliavini, der ihr durch Dame Joan Sutherland überreicht wurde. Konzerttourneen führten sie seither nach ganz Europa, Russland und Asien. Sie gastierte als Opernsängerin am Salzburger Landestheater, im Salzburger Festspielhaus (Haus für Mozart), am Mainfranken Theater Würzburg und an der National Oper Oslo und arbeitet mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Daniel Hoyem-Cavazza, Peter Gülke, Lavard Skou-Larsen, Markus Poschner, Ola Rudner, Per Kristian Skalstad, Sebastian Weigle, Johannes Wildner u.a. zusammen. Neben klassischem Repertoire gilt ihre Aufmerksamkeit der Musikliteratur des 20. Jahrhunderts und der Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik. So war sie zuletzt im Rahmen verschiedener Festivals, wie dem Giacinto Scelsi

Festival Basel, dem Festival «tage neuer musik graz», Festival «neue musik im stadthaus ulm» u.a. zu erleben. Esthers Debut-CD «Lieder im Volkston» mit Werken von Johannes Brahms, Antonin Dvorák, Béla Bartók und Zoltán Kodály wurde 2011 von Gramola veröffentlicht. Ihr zweites Album «Sound of a Poem» ist 2017 als CD und 2018 als Vinyl-LP ebenfalls bei Gramola mit einer besonderen Auswahl an poetischen Liedern der Romantik und des Impressionismus in Jazz-Bearbeitungen von Tim Collins (New York) und Gerald Endstrasser (Salzburg) erschienen. Esther ist Begründerin und seit 2014 Intendantin des Kammermusikfestivals Weissenhorn Klassik in der Fuggerstadt Weißenhorn. Als Dozentin war sie im Frühjahr 2019 erstmals am China Conservatory of Music in Beijing zu Gast.

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PLEYEL QUARTETT KÖLN

Interesse für Neues zeichnet die Mitglieder des Pleyel Quartetts aus. So begann jeder Einzelne schon früh, sich auch in den unterschiedlichen Spezialszenen der Alten und Neuen Musik zu bewegen. Die Neugier für noch nicht Gehörtes lässt ganz leicht einen Bogen spannen von zeitgenössischer Musik hin zur Alten Musik, zumal wenn man sich dort auch jenseits der «berühmten» Werke umschaut. Die umfassenden Erkenntnisse aus den Erfahrungen in verschiedenen Ensembles der Alten Musik (u.a. La Stagione Frankfurt, Barockorchester Stuttgart, Camerata Köln, Musica Antiqua Köln, Collegium vocale Gent) führten dann zum Experimentieren im bislang diesen Strömungen am wenigsten aufgeschlossenen Musiksektor: dem Streichquartett. «Uns trieb die Frage um, wer die Kollegen und Konkurrenten der «Großen» waren, was und wie sie komponierten und wie deren Stand im damaligen Musikleben war. In der Folge standen schon bald Bibliothekskopien einer ganzen Reihe von Pleyel-Quartetten neben denen anderer vergessener Komponisten auf dem Notenständer – und die eigenen Vorurteile schmolzen schnell dahin! Die brillante Schreibweise Pleyels, die allen vier Instrumenten umfangreiche Soloaufgaben zuschreibt, verbunden mit der schlichten Empfindsamkeit der langsamen Sätze, faszinierte uns und ließ uns verstehen, weshalb Publikum, Verleger und Spieler damals von dieser Musik begeistert waren. Die heute weit unterschätzte Bedeutung Pleyels zu Lebzeiten, seine immense Popularität als Komponist und sein späterer Rang als Verleger und

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Klavierbauer bewogen uns, unser 2004 gegründetes Quartett nach ihm zu benennen. Die sieben bisher erschienenen CDs mit Werken von Ignaz Pleyel, August Klughardt, Adalbert Gyrowetz, Ernst Wilhelm Wolf und Ferdinand Hiller (in Kombination mit Robert Schumann) dokumentieren die hohe Qualität ihres Schaffens. Die Neugier für die historischen Kontexte und Tabulosigkeit im Umgang mit der reichhaltigen Literatur der «Königsgattung» Streichquartett, gekoppelt an die klanglichen Möglichkeiten, die die blanken Darmsaiten und die historischen Bögen bieten, sorgt nach wie vor für Überraschungen. Dies gilt auch für eine zurückhaltendere Verwendung von Vibrato, die mittlerweile in der Ensemblemusik vor 1800 fast schon Standard ist. Dass auch die Musik danach von diesem «puren» Klang profitiert, der dem Vibrato die Möglichkeit gibt, als spezielles Ausdrucksmittel eingesetzt zu werden, wird zunehmend von verschiedenen Orchestern und Chören eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit diesen erweiterten klanglichen Möglichkeiten auch im Streichquartett zu experimentieren, ist ein inspirierender Aspekt im kreativen Prozess des Ensembles.« Zur Zeit umfasst das bunt gemischte, von Klassik bis Moderne, von Bekannt bis Unbekannt reichende Repertoire des Quartetts ca. 60 Werke von mehr als 25 Komponisten. Die CD mit Kammermusik August Klughardts erhielt den «Preis der Deutschen Schallplattenkritik». Im Jahr 2016 erschien die erste von zwei CDs mit frühen Quartetten von Gaetano Donizetti bei cpo.


GEORGES-EMMANUEL SCHNEIDER

Georges-Emmanuel Schneiders Violinspiel steht sowohl für Spätromantik und Moderne als auch für zeitgenössische Musik, Jazz, Improvisation und Elektronik. Acht Jahre lang war er Student von Ruggiero Ricci an der Universität Mozarteum Salzburg. Als Solist interessierte er sich früh für die Musik des 20. Jahrhunderts und brachte Werke für Violine und Orchester wie Frank Martins «Polyptyque», Alban Bergs Kammerkonzert oder Arvo Pärts «Fratres» zur Aufführung. Mit Classic Concert Records hat Georges-Emmanuel Schneider mehrere CD Einspielungen veröffentlicht, darunter die CD Solo Sonatas. Von der internationalen Presse vielfach gelobt, wurde diese Einspielung 2011 mit der «Clef» von Resmusica ausgezeichnet. Georges war bis 2014 mehrere Jahre hindurch ein engagiertes Mitglied des österreichischen Ensembles für neue Musik (oenm). Georges setzt sich intensiv mit elektronischer Musik auseinander und hat 2018 seine Kompetenzen in diesem Bereich durch eine Max/MSP Zertifizierung am IRCAM in Paris vervollständigt. Als Dozent ist er seit 2011 regelmäßig an Musikuniversitäten wie dem Shanghai Conservatory of Music, dem China Conservatory Beijing, der Chinese Culture University Taipei und an der Musikuniversität Zagreb zu Gast. 2017 bis 2019 sind verschiedene Aufnahmen erschienen: das Klassik-Jazz Fusionsalbum Sound of a Poem mit der Sängerin Esther Kretzinger und dem Klassik-Label Gramola (Wien, auch als Vinylplatte erhältlich), Assassinous Act mit dem Kieler Musikproduzenten Morgen Wurde und dem Ambient-Label Time Released

Sound (Oakland, Kalifornien) sowie die Free Jazz Alben Kontergesang und Rhizome mit Udo Schindler/Gunter Pretzel bei Creative Sources Recordings (Lissabon, Portugal). Konzerte führten Georges u.a. in die Tonhalle Zürich, Konzerthaus Berlin, Konzerthaus Wien, Cadogan Hall London, LSO St. Luke’s, Brucknerhaus Linz, KHS Hall Taipeh, Bâtiment des Forces Motrices Genève, National Concert Hall Dublin, Rudolfinum Prag, New York Metropolitan Museum, Kulturcasino Bern, Kultur- und Kongresszentrum Luzern, und zu den Salzburger und Bregenzer Festspielen, Wien Modern, Ultraschall Festival Berlin, Salzburg Biennale, Shanghai New Music Week, Traiettorie Festival Parma, Festival Melos Ethos Bratislava, Biennale Koper, Unerhört! (Bayerischer Rundfunk), Festival Dialoge der internationalen Stiftung Mozarteum, Scelsi Festival Basel, Carinthischer Sommer, Sounds of Jazz Salzburg und Salzburger Jazzherbst.

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DMITRY SINKOVSKY

Der in Moskau geborene Dmitry Sinkovsky besuchte das dortige Tschaikowsky-Konservatorium, wo er von 2001 bis 2005 bei Professor Alexander Kirov studierte. Während seiner Ausbildung unternahm er nicht nur Europatourneen, sondern nahm auch Unterricht in Barockvioline bei Maria Leonhardt, der Pionierin der Alten Musik. Nach seinem Abschluss erhielt Dmitry Sinkovsky regelmäßige Einladungen, bei denen er von der Violine aus dirigierte und als Solist mit Orchestern und Ensembles wie Il Pomo d`Oro, Il Complesso barocco, Concerto Köln, dem Helsinki Baroque Orchestra, La Claudiana, Harmonia atenea, Musica Petropolitana, Pratum Integrum, den Barocksolisten München, dem Collegium Marianum, Bizzarie Armoniche, Le Concert Lorrein, Cordia, Musica Antiqua Roma, Capriola Di Gioia und The Harmony of Nations auftrat. Dmitry Sinkovsky

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gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe und erhielt beispielsweise den ersten Preis beim Telemann-Wettbewerb in Magdeburg 2011, den ersten Preis, den Publikumspreis und den Medienpreis bei Musica Antiqua Brugge 2008 in Belgien, den Romanus-Weichlein-Preis beim österreichischen H.I.F von Biber-Wettbewerb 2009 und den Preis für die beste Aufführung von Bibers Mysteriensonaten. Zudem errang er 2005 in Rovereto den zweiten Preis beim Premio Bonporti und den dritten Preis 2006 beim Bach-Wettbewerb Leipzig. Im September wurde Dmitry Sinkovsky von der niederländischen Stiftung Jumpstart Jr. eingeladen, vor einer internationalen Jury im Amsterdam Concertgebouw zu spielen. Daraufhin stellte man ihm für mehrere Jahre eine Violine von Francesco Ruggeri zur Verfügung, die 1675 in Cremona gebaut wurde. Als begabter Countertenor hat Dmitry Sinkovsky zudem bei Michael Chance in Den Haag, Marie Daveluy in Montreal und Jana Ivanilova in Moskau Gesang studiert und tritt regelmäßig als Solist auf. Nach Abschluss seines Studiums belegte er außerdem einen Kammermusikkurs bei Professor Alexei Lubimov am Moskauer Konservatorium. 2011 gründete er eine neue Gruppe namens La Voce strumentale, mit der er als Dirigent und Sänger auftritt, und hat als Mitglied von Il Giardino armonico auch einige Konzerte mit Cecilia Bartoli gegeben. 2012 erscheinen zwei Einspielungen von Dmitry Sinkovsky: die Rosenkranzsonaten von H.I.F von Biber (Caro Mitis) und Vivaldis Violinkonzert «per Pisendel» mit dem Orchester Il Pomo d`Oro (Naive).


OLGA WATTS

Die gebürtige Moskauerin schloss ihr Klavierund Musikwissenschaftliches Studium mit 19 Jahren an der Musikfachschule des Konservatoriums ihrer Heimatstadt ab und studierte später an der Hochschule für Musik in München Cembalo, Hammerklavier und Generalbass bei Prof. Lars Ulrik Mortensen. 1998 schloss sie ihr Diplom mit Auszeichnung ab, 2003 erhielt sie das Meisterklassendiplom. Meisterkurse bei Menno van Delft und Bob van Asperen und die Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel, Franz Brüggen, Thomas Hengelbrock, Konrad Junghänel, Giovanni Antonini, Alessandro de Marchi, Sergio Azzolini, Andreas Scholl, Maurice Steger, Dorothee Oberlinger, Hille Perl, Vittorio Ghielmi und Albrecht Mayer gaben ihr weitere wichtige Anregungen. 1997 wurde sie mit dem Ersten Preis als Nachwuchskünstlerin im Bereich historische Aufführungspraxis in Bayern ausgezeichnet; bei den Wettbewerben für historische Instrumente «Premio Bonporti» in Rovereto, Italien, und dem Johann-Heinrich-Schmelzer-Wettbewerb in Stift Melk, Österreich, erhielt sie zwei 2. Preise mit ihrem Ensemble «Lyriarte». Seither konzertiert sie als gefeierte Solistin und Kammermusikerin in allen Ländern Europas, in Australien, China, Hongkong , Singapur, Südafrika und Südkorea. Sie trat als Solistin und Kammermusikpartnerin u.a. beim Rheingau Musikfestival, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Styriarte, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Resonanzen Wien, MAfestival Brügge, Edinburgh International Festival, Luzerner Festival, Dresdner Musikfestspielen, Ansbacher

Bachwochen, den Festivals Herrenchiemsee und Bad Arolsen, Berliner Tagen der Alten Musik, Tage Alter Musik in Herne, Bachwochen Thüringen, Internationale Orgelwoche Nürnberg, Festival Mitte Europa, Beijing Music Festival und Hong Kong Art Festival auf. Olga Watts ist eine gefragte Spezialistin auf dem Gebiet des Generalbasses; als Cembalobegleiterin trat sie bei dem Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig und mehrfach beim ARD-Wettbewerb in München auf. Ihr Können stellte sie in mehreren CD-Produktionen und Rundfunkaufnahmen unter Beweis. 12 Jahre lang war Olga Watts als Lehrbeauftragte für Korrepetition Historischer Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik und Theater München tätig, seit 2010 leitet sie die Solo-Korrepetitionsklasse an der Universität Mozarteum in Salzburg.

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SPIELSTÄTTEN Renaissance-Saal, Fuggerschloss Weißenhorn Historisches Stadttheater Weißenhorn

Veranstaltungsorte von Weissenhorn Klassik sind vor allem der Renaissance-Saal (Ratssaal) im Fuggerschloss mit der neu restaurierten historischen Holzdecke von 1565 sowie das historische Stadttheater, das mit seinen 140 Sitzplätzen zum kleinsten Theater in ganz Bayern zählt und ein wahres Kleinod ist. Einst ehemaliger Zehentstadel, wurde es im Jahre 1878 zu einem Theater umgestaltet und besticht heute durch seinen Bau, das im Stile eines Hoftheaters mit reizvoller klassizistischer Dekorationsmalerei versehen ist. Dieses historische Stadttheater zählt zu den Wahrzeichen der Stadt und dient Weissenhorn Klassik als festlicher Veranstaltungsort, um das Festival jährlich abzuschließen. Weissenhorn Klassik setzt sich zum Ziel, mit einem hochwertigen Musik- und Musikvermittlungsangebot die historischen Spielstätten der Fuggerstadt Weißenhorn zu bespielen und so dazu beizutragen, dass ein  kulturinteressiertes Publikum, insbesondere  auch Kinder und Jugendliche, angesprochen  und auf das jahrhundertealte, für die deutsche Geschichte bedeutende kulturelle Erbe der Stadt aufmerksam gemacht wird. Geprägt wurde dieses kulturelle Erbe im Wesentlichen durch das Kaufmannsgeschlecht der Fugger, besonders jedoch durch Jakob Fugger, dessen Einfluss während der Renaissance europaweite, sogar weltweite Auswirkungen hatte.

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Wir befürworten den Dialog! Nach allen Weissenhorn Klassik Abendkonzerten haben unsere Konzertgäste  auch die Möglichkeit, bei einem exklusiven  Empfang im Foyer des Schlosses oder  des historischen Stadttheaters mit den  Künstlern des Abends in entspannter  Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. Renaissance-Saal Fuggerschloss Weißenhorn Schlossplatz 1 89264 Weißenhorn Historisches Stadttheater Weißenhorn Wettbach 23 89264 Weißenhorn


KLANG & KUNST E.V. Mitgliedschaft im Verein

Der Verein Klang & Kunst e.V. veranstaltet jährlich das Festival Weissenhorn Klassik an historischen Spielstätten der Fuggerstadt Weißenhorn. Der Verein besteht aus Kennern und Liebhabern der Kunst und ist um deren Förderung bemüht. Die Förderung von Kunst und Kultur wird durch die Organisation kultureller Veranstaltungen aktiv verfolgt. Der gemeinnützige Verein wirtschaftet nicht gewinnorientiert, Priorität ist die Kostendeckung. Der Beitrag für die aktive Mitgliedschaft beträgt jährlich 15 €, der Verein nimmt Mitgliedschaftsanträge gerne entgegen. Es besteht auch die Möglichkeit einer passiven Fördermitgliedschaft oder einer Spende. Förderbeiträge und Spenden können die positive Entwicklung unserer kulturellen Projekte entscheidend voranbringen.

Wir freuen uns auf Ihre Mitgliedschaft oder eine Spende. Klang & Kunst e.V. ist als gemeinnütziger Verein anerkannt und somit berechtigt, Spendenquittungen auszustellen. Ihr Mitglieds- und/oder Förderbeitrag ist in Ihrer Steuererklärung abzugsberechtigt. Mit Ihrer Mitgliedschaft können Sie Teil dieser gemeinnützigen Arbeit werden und einen wertvollen Beitrag leisten. Kontaktieren Sie uns! Kontakt Verein Klang & Kunst e.V. Kötzer Weg 28 D-89312 Günzburg info@weissenhornklassik.com www.weissenhornklassik.com Bankverbindung VR-Bank Neu-Ulm eG Kontoinhaber: Verein Klang & Kunst e.V. IBAN: DE10 7306 1191 0001 5069 19 BIC: GENODEF1NU1

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KARTEN

Konzerte 21 € / erm.* 10,50 €  Vorverkauf 23 € / erm.*  11,50 €  Abendkasse 47 €  Familienkarte** 

Familienkonzerte

Konzert & Kulinarik-Karte

12 € / erm.* 5 €  Vorverkauf 15 € / erm.* 7 €  Tageskasse

Für Genießer von Musik & Kulinarik empfehlen wir unsere Konzert & KulinarikKarte** 45 € / erm.* 35 €.

Abonnement Konzert-Abo 53 € / erm.* 26,50 € Vorverkauf 55 € / erm.* 27,50 € Abendkasse Das Konzert-Abo gilt für 1 Person und ermöglicht den Eintritt zu drei mit «Abokonzert» gekennzeichneten Konzerten im Festivaljahr 2019. *

Ermäßigungsberechtigt sind Schüler, Studenten, Bundesfreiwillige, Rollstuhlfahrer mit Begleitperson und Schwer- behinderte. Kinder unter 6 Jahren zahlen keinen Eintritt.

** Die Familienkarte gilt für 2 Erwachsene mit bis zu 4 Kindern unter 18 Jahren. Kinder unter 6 Jahren zahlen keinen Eintritt.

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Diese Karte gilt für 1 Person und ermöglicht den Eintritt zu einem Weissenhorn Klassik Konzert mit anschließendem Genuss eines 2-Gang Menüs (Getränke nicht inklusive)  in der Schlossgaststätte «ANNO 1460» im Neuffenschloss Weißenhorn. Die 2-Gang Festival-Menüs 2019 sind unter www.weissenhornklassik. com/kulinarik abrufbar. *

Ermäßigungsberechtigt sind Schüler, Studenten, Bundesfreiwillige, Rollstuhl- fahrer mit Begleitperson und Schwerbehinderte.

** Diese Karte ist nur gültig am Tag der gewählten Weissenhorn Klassik Ver anstaltung und kann an der Abend kasse bzw. in der Schlossgaststätte «ANNO 1460» eingelöst werden.


INFORMATIONEN

Kartenvorverkauf

Änderungen

Die Tickets sind bundesweit bei über 2.800 Reservix-Vorverkaufsstellen, zahlreichen Medienpartnern und über folgende Ticketportals erhältlich: www.reservix.de www.adticket.de

Änderungen des Programms lassen sich nicht immer vermeiden und berechtigen nicht zur Rückgabe von Karten.

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Aktuelle Informationen zu unseren Veranstaltungen können Sie unserer Website www.weissenhornklassik.com entnehmen.

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Konzertkasse Die Tages- und Abendkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn am jeweiligen Veranstaltungsort. Dort können Sie noch verfügbare Karten kaufen. Auch in den Konzertpausen besteht die Möglichkeit zu Information und Kartenkauf. Einlass 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

Ermäßigung Wir bitten für jede Ermäßigung den entsprechenden Ausweis beim Konzerteinlass unaufgefordert vorzulegen.

2019 Weissenhorn Klassik

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Bildnachweis

Impressum

Heimatmuseum Weißenhorn: 3, 4, 13 Leo Rohrsetzer: 9 Guy Hecht: 10 Gallica: 14 mimagephotography: 19 Dezsö Horvath: 20, 30 Markus Sepperer: 23, 25, 47, 49 Rut Sigurdardóttir: 23, 38 Ruslan Synhaewsky: 25, 44 Zohar Ron: 26 Peter Hönnemann: 26, 46 Liudmila Jeremies: 29 Figurenfilm: 33, 45 Andreas Usenbenz: 33 Marco Borggreve: 35, 50 Stadt Weißenhorn: 36, 37 Peter Rigaud: 41 Uwe Arens: 42 Ludmila Lau: 51 Hans Lichtl: 52, 53

Weissenhorn Klassik Programm Nr. 6/2019 Veranstalter und Herausgeber: Verein Klang & Kunst e.V. Vereinsregisternummer 200717 Kötzer Weg 28 D-89312 Günzburg Intendantin: Esther Kretzinger Texte: Dr. Wolfgang Fendt Andreas Gerhardus Esther Kretzinger Dr. Matthias Kunze Lektor: Christoph Bühler Grafische Gestaltung: Heinz Wild Druck: F&W Druck- und Mediencenter GmbH Stand: 28. Juni 2019 Auflage: Ab 2.000 Exemplare Änderungen vorbehalten www.weissenhornklassik.com

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Weissenhorn Klassik 2019


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Weissenhorn Klassik 2019  

Programmbroschüre Weissenhorn Klassik Kammermusikfestival 2019

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