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MONTSANT - Katalonien unplugged!


MONTSANT – eine Hommage an unser Land Die Herkunftsregion Montsant ist jung, man könnte sagen, sie ist noch mitten in der Pubertät. 16 Jahre und gut ist. Erst 2001 wurde die Herkunftsbezeichnung als solche ins Leben gerufen. Die sogenannte Subzone von Falset, die bis dahin zur Herkunftsregion Tarragona gehörte, bekam eine eigene Institution. Seit ihrer Emanzipation nahm die Montsant eine spektakuläre Entwicklung, die einen vor Neid erblassen lassen, gesunder Neid, versteht sich. Noch vor 16 Jahren zählte die Region knapp 28 Weingüter, heute sind es mehr als 50. Die Herkunftsregion Montsant, die sich in Nachbarschaft zur Qualitätsherkunftsregion Priorat befindet, hat sich in den letzten Jahren von einer jungen Nachwuchsregion zu einer Referenz in der nationalen und internationalen Weinszene gemausert. Was wenig wundert, wird hier doch Wein ähnlichen Kalibers erzeugt und das oftmals zu einem Bruchteil des Preises der Weine des Nachbars. Die Weine der DO Montsant erfreuen heute die Gaumen in ca. 40 Ländern weltweit. Fast die Hälfte der Weine geht in den Export. Die Zahlen sprechen für sich: 70 % der Weinproduktion wird in ausländische Märkte verkauft, hauptsächlich in die USA und Deutschland. Und noch mal Neid! Auf die Qualität und die Entwicklung, die die Nachwuchsregion der vergangenen Jahre genommen hat – ein Experimentierlabor, dass die Weinherstellung komplett umgestülpt hat. Die Qualität der Weine, der Garnatxa- und Carinyenatrauben gibt den Weinkritikern und der Fachpresse allen Anlass dazu, die Montsant als “Qualitätsbumerang” und “eine großartige Entdeckung” zu feiern. Die New York Times spricht gar über eine Herkunftsregion, die “sich neu erfunden hat und mit neuen Gesichtern den Sprung in die internationale Liga gewagt hat”. Der Guía Peñín, der bedeutendste Weinführer Spaniens, bezeichnet die Montsant “als eine der katalanischen Herkunftsregionen mit dem höchsten Qualitätswachstum, in der praktisch alle Weingüter in den vergangenen Jahren einen guten Job gemacht haben – bis dahin, dass man von einer eigenen Marke Montsant sprechen kann.” Die DO Montsant hat es auf clevere Weise verstanden, eine Liaison sowohl mit dem Konsumenten als auch mit den Weinkritikern einzugehen. All dies hat sie zu einer Aufsteigerregion gemacht mit einer eigenen und dennoch bodenständigen Weinherstellung, die mittlerweile für sich allein steht. Die Weingüter der Montsant halten Wort in ihrem Vorhaben, hochqualitative und dennoch überraschende, bestechende und bodenständige Weine in einer Region mit klimatischen Gegensätzen, unwegsamem Gelände, vielfältigem Terroir, geschichtsträchtigen Rebstöcken und sorgfältiger Handarbeit im Weingut herzustellen. Was einen wirklich guten Wein ausmacht, ist seine Fähigkeit, all das preiszugeben, was seine Herkunft ausmacht. In der Montsant offenbart sich diese Fähigkeit in einzigartigen Weinen, Weine mit Identität und Diversität, die nicht nur für den einzelnen Weinmacher, sondern für eine ganze Herkunftsregion stehen.


STECKBRIEF HERKUNFTSBEZEICHNUNG MONTSANT Gemeinden: 16 Weingüter: 61 Weinbaufläche: 1.912,75 ha. Weinbaufläche (Rotweinrebsorten): 1.803,24 ha. 94 % der gesamten Weinbaufläche Weinbaufläche (Weißweinrebsorten): 109,51 ha. 6 % der gesamten Weinbaufläche Traubenproduktion 2015: 8.521.617 kg Abverkauf 2015: 5.891.512 Flaschen National: 68 % International: 32 % Abverkauf Deutschland 2015: 402.000 Flaschen

STANDORT UND RELIEF Die Herkunftsbezeichnung DO Montsant besteht aus 17 Ortschaften der Landkreise Priorat und Ribera d'Ebre und umfasst eine Weinbaufläche von insgesamt 1.800 Hektar.
Umgeben ist das Gebiet der DO Montsant von einem bergigen Halbkreis, der der Region eine einzigartige Form verleiht. Im Norden erstrecken sich das namensgebende Montsant-Gebirge und das Gebirge La Llena, die an die sattgrünen Berge von Prades angrenzen. Die östliche Grenze des Gebiets bildet das Vorküstengebirge von Argentera, la Mola de Colldejou und Llaberia, das die Präsenz des Meeres erahnen lässt. Im Westen befinden sich die Gebirge von La Figuera und Tormo. Südlich öffnet sich das Land Richtung Ebro, zu dem sich die wichtigen Gewässer dieser Gegend – die Flüsse Siurana und Montsant und der Sturzbach von Capçanes – ihren Weg bahnen. Das Relief des Gebiets der Herkunftsbezeichnung Montsant ist vielfältig – uneben und schroff im Allgemeinen, jedoch gelegentlich sanft, besonders zum Süden hin. Die Reben befinden sich auf einer Höhe von mindestens 50 Metern über dem Meeresspiegel in den niedriger gelegenen Anbauflächen und auf bis zu 700 Metern in den Hochgebieten.


KLIMA Die Klimaverhältnisse der Region DO Montsant werden durch das hohe Bergrelief und (besonders im Süden) die Einflüsse des Ebro sowie den Meereswind bestimmt. Dadurch herrscht ein mediterranes Klima mit einem gewissen kontinentalen Einfluss. Die Berge schützen teilweise vor den Auswirkungen des Meeres, wodurch es während des Reifungsprozesses der Trauben zu starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht kommt. Diese Temperaturunterschiede fördern den höheren Polyphenolgehalt und ermöglichen die Herstellung von solideren Weinen. Die durchschnittliche Mindesttemperatur liegt bei ca. 9°C und die durchschnittliche Höchsttemperatur bei bis zu 21°C. Die Winter sind im Allgemeinen kalt, während es im Sommer trocken und heiß wird. Der ungleichmäßig verteilte Niederschlag beträgt jährlich zwischen 400 und 700 Liter/m2 und fällt hauptsächlich im Frühling und im Herbst. Im Sommer weht am Abend der feuchte Meereswind. Seine Feuchtigkeit unterstützt die Reben in der trockenen Zeit der Reifung. Durch das wechselhafte Relief des Gebiets der Montsant entstehen unendlich viele Mikroklimata, die jeder Anbaufläche besondere Eigenschaften verleihen.

TERROIR Wenn es um die Beschaffenheit der Böden geht, dann muss das Gebiet der Montsant als reiches und vielfältiges Erdmosaik verstanden werden. Obwohl in jeder Gegend eine bestimmte Art von Böden vorherrscht, sind auch andere Arten von Böden anzutreffen. Ein Spaziergang durch irgendeines der zahlreichen Weingüter lässt erahnen, wie verspielt und eigenwillig die Geologie vor Ort ist.
Hier finden sich kalkhaltige Böden sowie solche aus Granit und Schiefer: Kalkhaltiger Boden Ein kompakter Boden, in dem Sedimentmaterial aus der Erosion und Ablagerung der Flüsse in Form von Schlick entsteht (auf Katalanisch llims oder panals genannt). Auch rötliche Böden mit hohem Tongehalt sind vorzufinden. Granitboden Loser Boden aus Granitsand, der aus der Erosion von Massen aus Steinkonglomerat entsteht. Diese Art von Böden haben einen geringen Anteil an organischer Materie und wenig Wasserspeicherkapazität. Schieferboden Felsiger Boden aus Schiefer, der in der Region unter dem Namen licorella bekannt und nährstoffarm ist. Vorzufinden sind auch rötliche Böden aus kompakterem Ton, die durch die Erosion des Gesteins entstanden sind.


TRADITIONELLE UND VORHERRSCHENDE REBSORTEN ROT

Garnatxa Negra Eine an Hitze und Dürre angepasste Sorte. Sie besitzt ein sinnliches Aroma und wird zu komplexen Weinen mit guter Struktur verarbeitet. Typisch für Garnatxa Negra ist die besondere Note, die an reife Früchte, Pflaumen, Konfitüre, Balsamico und Gewürze erinnert. Andererseits wird Garnatxa Negra auch zur Herstellung von Likörweinen eingesetzt, da die überreifen Früchte einen hohen Zuckergehalt vorweisen und zu hoher Oxidation neigen. Carinyena Diese Sorte, die auch unter dem lokalen Namen Samsó bekannt ist, ist eine relativ produktive Rebe, die eine gute Sonneneinstrahlung braucht, um adäquat zu reifen. Die Weine aus Carinyena haben eine starke Einfärbung und intensives Aroma sowie einen moderaten Alkoholgehalt, gleichzeitig aber auch einen hervorragenden Säuregehalt. Im Gaumen entfalten sie sich leicht bitter und sehr elegant. Rebsorte Rote Garnatxa Carinyena Ull de llebre (Tempranillo) Syrah Merlot Cabernet Sauvignon Garnatxa Peluda Garnatxa Roja Monastrell Picapoll Rot Gesamt

Anbaufläche in Hektar 645,41 542,10 201,58 145,06 129,43 126,66 8,97 1,59 1,35 1,09 1803,24

% der Gesamtanbaufläche 35,79% 30,06% 11,18% 8,04% 7,18% 7,02% 0,50% 0,09% 0,07% 0,06% 100,00%


WEISS

Garnatxa Blanca Eine Rebsorte, die gut an warme Klimaverhältnisse angepasst ist. Die saftig aromatischen Trauben bringen Weißweine hervor, die sich durch eine ganz eigene Persönlichkeit und vollen Geschmack auszeichnen. Sowohl die jungen als auch die im Barrique ausgebauten Weine der Garnatxa Blanca haben einen guten und ausgeglichenen Säuregehalt. Ein Erkennungsmerkmal dieser Traube sind die Aromen von Honig und Unterholz sowie ihre seidige Sanftheit. Macabeu Eine Rebsorte mit großen, feinhäutigen Trauben mit goldgelber Färbung. Diese Sorte reift gut und entwickelt einen angemessenen Zuckergehalt. Aus ihr entstehen trockene, frische und ausgeglichene Weine. Das fruchtige Aroma von Äpfeln und weißen Früchten zeichnen diese Sorte aus. Der Wein wird jung genossen und oft zur Erzeugung einer Coupage mit Garnatxa Blanca genutzt. Rebsorte Garnatxa Blanca Macabeu Chardonnay Moscatell de Gra Petit Xarel·lo Parellada Total

Anbaufläche in Hektar 59,87 43,14 3,71 1,36 1,27 0,16 109,51

% der Gesamtanbaufläche 54,67% 39,39% 3,39% 1,24% 1,16% 0,15% 100,00%


WEINGÜTER UND WINZER Die Weine mit der Herkunftsbezeichnung Montsant entstehen aus dem Zusammenspiel einer Jahrhunderte alten Tradition und dem heutigen akademischen Wissen.
Diese Weine werden in einem Prozess erzeugt, der permanent von menschlicher Handarbeit begleitet wird. Das Ergebnis entsteht aus einem unverzichtbaren Gleichgewicht zwischen Weinberg und Weingut. Der Winzer hegt und pflegt seine Reben, um den Kellereien und Weinexperten die besten Trauben zu bieten, um daraus international renommierte Weine herstellen zu können. Die Montsant wird von großen Genossenschaften bis zu kleinen Familienweingütern und privaten Liebhabern bewirtschaftet. Unabhängig von der Unternehmensstruktur und dem Produktionsvolumen ist das gemeinsame Ziel die Herstellung von Weinen, die Geschichten über ihre Heimat erzählen.

LANDSCHAFT Die Winzer und Weingüter der Montsant haben es geschafft, menschliches Handeln und den Schutz der Umwelt in Einklang zu bringen. Eine natürliche Agrarlandschaft ist der Ausdruck von guter Arbeit; von Qualität und Nachhaltigkeit. Diese sind die Werte, die die Weine mit der Herkunftsbezeichnung Montsant vertreten. Es sind Werte, auf die die Menschen dort stolz sind und die sie weiter vermitteln wollen. Zusammen mit der DOQ Priorat setzt sich die DO Montsant dafür ein, dass diese Landschaft von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wird. Das Ziel dabei ist die internationale Anerkennung des Wertes eines landwirtschaftlichen Modells, das die lebendige, traditionsreiche Landwirtschaft des Mittelmeerraums mit zukunftsorientierter Innovation und Kreativität verbindet.


HISTORISCHER HINTERGRUND Die ältesten Quellen bezeugen, dass in dieser Region schon zu Zeiten des Römischen Reiches Weinbau betrieben wurde. Im Dorf Marçà wurden die Überbleibsel einer römischen Siedlung entdeckt, unter denen sich Weinamphoren befinden, die wahrscheinlich für den Verzehr in der großen Stadt Tarraco gedacht waren. Die erste Ausweitung des Weinbaus auf das Gebiet und die Dörfer, die heute die DO Montsant bilden, fand im Mittelalter statt, insbesondere während der christlichen Reconquista und der anschließenden Wiederbesiedlung eines Landstrichs, der sich bis dahin in Händen der Araber befand. Das Dorf Siurana war die letzte muslimische Enklave Kataloniens, die erst im Jahr 1153 von den Christen erobert wurde. Nichtsdestotrotz waren es vor allem die Kartäusermönche des Klosters Scala Dei, die im Zuge der Christianisierung den Weinbau und diese Region unzertrennbar vereinten. Mit ihren neuen Anbautechniken förderten sie das Wachstum der Weinberge im gesamten Gebiet. Die Errichtung der Kartause wurde zu einem so bedeutsamen Ereignis, dass ein ganzer Landkreis danach benannt wurde: Priorat (die Ländereien des Priors). Heutzutage sind zwei Herkunftsbezeichnungen in ihr beheimatet. Im Wechselspiel von Krisenzeiten und Hochblüte ist die Weinproduktion stets eine säkulare Konstante in den Dörfern der Region der DO Montsant geblieben. Der Handel mit dem Ausland über die Stadt Reus trug Jahrhunderte lang zu internationalen Erfolgen bei. Der Höhepunkt der Handelsbeziehungen wurde im 19. Jahrhundert erreicht, als die Weine aus Montsant nach Frankreich exportiert wurden. Gekauft wurden sie hauptsächlich von Händlern aus Bordeaux und dem Roussillon, zum größten Teil für die Caves von Thuir. Verschiedene Weine des jetzigen Weinbaugebiets DO Montsant wurden auf den großen Weltausstellungen des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts präsentiert und mit Preisen ausgezeichnet. Ende des 19. Jahrhunderts löste die Reblauskatastrophe eine lange Krise in der Branche aus. Sie trug dazu bei, dass Anfang des 20. Jahrhunderts verschiedene Genossenschaften gegründet wurden, die den Weinbau am Leben erhielten und eine größere Landflucht verhinderten. Historische Gebäude jener Zeit sind erhalten geblieben, beispielsweise die beeindruckenden Sitze der Genossenschaften von Falset und Cornudella im Stil des Modernisme, die beide im Jahr 1919 errichtet wurden und bis heute in Betrieb sind. Die ersten spanischen Herkunftsbezeichnungen wurden im Jahr 1932 eingeführt. Dazu gehörte die Herkunftsbezeichnung DO Tarragona. Innerhalb dieses Weinbaugebiets wurde das "Untergebiet Falset" festgehalten, das sich im Gebiet der heutigen DO Montsant befindet. In Anbetracht der besonderen Eigenschaften der Weine und der Relevanz, die der Weinbau in der Region hat, führte der katalanische Gesetzgeber im Jahr 2001 die Herkunftsbezeichnung "Denominació d'Origen Montsant" ein.


MONTSANT – KATALONIEN UNPLUGGED! AM 13.02.2017 IM MÜNCHNER KÜNSTLERHAUS 15 AUSSTELLENDE WEINGÜTER

CELLERS CAN BLAU Das 2003 gegründete Weingut ist eines der ältesten und vielfältigsten Projekte der Familie Gil aus Jumilla (Spanien). Die ca. 40 Jahre alten Rebstöcke wachsen auf 35 ha. auf unterschiedlichen Böden heran: Carinyena bzw. Mazuelo auf sandigen Lehm, Syrah auf Kalkboden und Garnatxa auf dem auch im Priorat berühmten - Llicorella, dem Schieferboden. Die Liaison der drei Rebsorten bringt äußerst spezifische, komplexe und intensive Weine mit mineralischem Charakter hervor. So wird ein Terroirwein erzeugt, wie er schöner nicht sein könnte und der die Nachbarschaft zum Priorat nicht verheimlichen kann. Dies macht die Arbeit von Nuria López Sarroca, der technischen Leiterin des Weingutes, äußerst spannend.

CELLER MASROIG Dass Größe nicht zu Beliebigkeit führt, beweist die Kooperative Celler Masroig, die mit 500 ha. Rebfläche zu den größten Weingütern in der DO Montsant gehört und bereits im Jahr 1917 entstand. Hier wird zumeist Garnatxa, Mazuelo (Carinyena), Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot sowie Tempranillo angebaut. Der Exportanteil liegt bei 30 % mit steigender Tendenz. Spektakulär sind die Cuvées aus Garnatxa und Mazuelo – zuweilen mit einem Schuss Syrah versetzt. Sie werden geprägt durch das mediterrane Klima, steinige Lehmböden, niederschlagsarme Sommer und das bergige Mikroklima der Montsant. Herrlichste Sonnenuntergänge entstehen aus dem Rot der Winde Garbí und Mestral. Sowohl Garnatxa als auch Carinyena sind federführend in der Montsant, jedoch bildet die Carinyenatraube die Grundlage der Weine von Celler Masroig: Je älter sie wird, desto lebhafter wird sie. Während sie altert, lernt sie, zu begreifen, dass Ehrgeiz etwas für die Jugend ist. Die Weisheit des Alterns besteht darin, sich auf die kleinen Details zu konzentrieren und das Gut Ding Weile haben will.


CELLER MALONDRO Die Rebstöcke von Celler Malondro befinden sich im nordöstlichen Teilgebiet von Cornudella de Montsant in den Ausläufern des Montsantgebirges. Somit verwundert es nicht, dass sich die Weinberge in hohen Lagen zwischen 450 und 800 m befinden und die Weinlese sehr spät erfolgt. Eigentümer des Weingutes Celler Malondro ist Joan Carlos Estivill, der praktisch nebenan aufgewachsen ist. Joan Carlos hat nie etwas anderes gelernt außer Wein zu machen, und das kann er verdammt gut. Zusammen mit dem Önologen Ramon Valls wird jede Parzelle spezifisch überwacht, werden Erntemengen und -zeitpunkt akribisch festgelegt. Der Boden ist in jedem Weinberg anders und besteht aus einer einzigartigen Kombination aus Kreide, Feuerstein und Schiefer, ergänzt durch runde Kieselsteine, die jedem der Weine die charakteristische Mineralität und Individualität des Terroir verleihen. Das Ziel ist einfach formuliert: Im Weinberg entsteht die Qualität, im Keller werden die Weine so weit wie möglich sich selbst überlassen. Dank weniger Eingriffe während es Gärungs- und Reifungsprozesses bleiben die besonderen Charakteristika der einzelnen Lagen erhalten.

CELLERS UNIÓ Cellers Unió - die Kooperative der Kooperativen – hat die notwendige Unternehmenspower, um hochwertige Weine zu erzeugen. Die 1942 gegründete Genossenschaft vereint 20 katalanische Weingüter in 6 prestigeträchtigen Herkunftsbezeichnungen unter einem Dach: Montsant, Priorat, Terra Alta, Tarragona, Catalunya und Cava. 80 % der gesamten Weinerzeugung werden in die USA und nach Deutschland exportiert. Die Genossenschaft steht für ihr Engagement im ländlichen Raum Kataloniens. Bei Unió arbeitet man mit den traditionellen Sorten des Montsant Garnatxa und Samsó, außerdem Syrah und Merlot. Jede Sorte wird separat ausgebaut und nur kurz mazeriert, um die Aromen zu bewahren. Die Weinberge liegen auf tonigen Böden, die das Wasser gut speichern, aber auch in Regionen mit kupferfarbenem Schiefer und Lehm aus Sand und Schluff. Josep Anton Llaquet, Önologe von Cellers Unió, liebt diese Gegend und erzeugt authentische Terroirweine für ein bunt gemischtes Publikum, dass keine prätentiösen, jedoch qualitativ exzellente Weine zu einem korrekten Preis-Leistungs-Verhältnis sucht.


CELLERS SANT RAFEL Die Winzer Xavier Peñas und Pilar Just bezeichnen sich selber als eine Generation, die in dem Glauben aufgewachsen ist, dass die Weingüter des Priorat keine Perspektiven haben. Sie sind beide dort geboren, lebten dann aber viele Jahre in Barcelona, bevor sie Ende der 90er Jahre den starken Wunsch verspürten, wieder in ihre Heimat zurückzukehren und das zu tun, was schon ihre Eltern und Großeltern taten: das Land beackern und Wein herstellen. Sant Rafel ist ein Landgut von 46 Hektar. Die Weinberge sind durch ein Küstengebirge vom Meer getrennt. Der kühlende Einfluss des Meeres findet jeden Abend in Form des Windes Garbinada seinen Weg in die Weinberge. Die feuchte Meeresbrise hilft, den Wassermangel der Reben auszugleichen. Während der Sommermonate, kühlt er außerdem die Luft und lässt die Trauben langsam reifen. Die Weinberge sind von alten Trockensteinmauern umgeben, die verwendet wurden, um die künstlichen Terrassen, auf den Berghängen von der Baumgrenze bis hinunter zur Schlucht zu markieren und zu halten. Steinmauern sind eine äußerst wertvolle landwirtschaftliche und historische Ressource, die nach und nach in den Weinbergen wieder eingesetzt werden. So bringen auch die Weine mit den für die Montsant charakteristischen Rebsorten die Einzigartigkeit und Vielfalt des Weingutes San Rafel zum Ausdruck.

CELLER VENDRELL RIVED Ein Großteil der Carinyena- und Garnatxareben – einige davon über 80 Jahre alt - des im Jahr 2004 gegründeten ökologischen Weingutes Vendrell Rived im Süden der Montsant wurde bereits von den Eltern und Großeltern der heutigen Weinbaugeneration gepflanzt. Die Weine aus einheimischen Garnatxa- und Carinyenatrauben verkörpern den unverfälschten Charakter der Herkunftsbezeichnung. Die kargen Kalk-, Schiefer-und Granitböden bieten hervorragende Bedingungen für die Erzeugung von Qualitätsweinen. Die ganze Familie ist praktisch vom Setzen der Rebstöcke bis zur Abfüllung der Flaschen eingebunden komplett eingebunden. Núria, die Dame des Hauses, etikettiert beispielsweise jede Flasche von Hand. Wein ist das Leben dieser Winzerfamilie und erfüllt sie mit Genugtuung. Seit 2011 sind alle Weine ökozertifiziert. Unseren Wein zu trinken heißt, ein Stück von unserer Arbeit, unserer Geschichte, unseres Landes und unseres Terroir zu kosten.


CLOS MESORAH Die mediterrane Tradition des koscheren Weinbaus wird vom Weingut Clos Mesorah nach alter Familientradition fortgeführt. Es handelt sich hierbei um eine der ältesten Traditionen des mediterranen Weinbaus. Die Weinproduktion orientiert sich an den Mondphasen und dem Kreislauf der Natur als Zeichen von Harmonie und Respekt. Im Mittelpunkt steht die Verbindung zwischen Mensch und Erde. Clos Mesorah ist der Name des Weines und des Weingutes mit über 100 Jahre alten Samsò (Cinsault)-Trauben sowie Garnatxa- und Syrahtrauben.

COCA I FITÓ Im Jahr 2006 starten die Gebrüder Toni und Miquel Coca i Fitó ihr eigenes Projekt einer innovativen und dynamischen Kellerei zur Erzeugung einzigartiger Weine. Toni hat sich als bekannter katalanischer Önologe der Forschung und Studie von Wein verschrieben, um insbesondere das Zusammenspiel von mineralischen Böden und Reben, sowie auch die verschiedenen Rebsorten und deren Alterungs- und Interaktionspotential zu verstehen. Miquel ist in der Gastronomie zu Hause und für die Ästhetik des Weines zuständig, um die in der Flasche verborgene Schönheit quasi nach außen sichtbar zu machen. Die Brüder stellen Weine mit Seele her, Weine, die den Mund mit Frische und Frucht füllen.


COOPERATIVA FALSET MARÇÀ Die Bedeutung der 1912 gegründeten Genossenschaft Cooperativa Falset Marçà ist weitreichend für den Aufschwung der lokalen Landwirtschaft in den Nachbargemeinden Falset und Marçà. Besonderes Augenmerkt liegt auf dem Arbeiten im Einklang mit Natur- und Umweltschutz sowie sozialen und kulturellen Werten. Die Weine vereinen die markanten Aromen der Garnatxa-, Syrah- und Carinyenatrauben. Sie bilden die Essenz der Landschaft, die Art, mit dem Wein umzugehen sowie des Glaubens in sorgfältige Handarbeit. Jede einzelne Flasche erzählt von den Menschen, die ihr Land kennen und wertschätzen. Neben den Weinen der Marke Etim enthält das Sortiment Likörweine, Öle und Essig sowie Wermut, der derzeit in Katalonien ein wahres Comeback erlebt. Erwähnenswert ist das von Cèsar Martinell, einem Schüler Antoni Gaudís, entworfene Jugendstilgebäude der Genossenschaft Agrícola Falset Marçà (DO Montsant), das auch Teil der so genannten "Route der Weinkathedralen" ist, die zu einer Reihe monumentaler Kellereigebäude führt.

ESTONES VINS – VINS DE MAS SERSAL Die beiden Gründer von Estones Vins, Salvi Moliner, seines Zeichens Sommelier und Sergi Montalà, seines Zeichens Önologe, gründeten Estones Vins als klares Bekenntnis zur Erzeugung von nachhaltigen Weinen – ausschließlich Rotweinen - in Einklang mit ihrer Umgebung. Anliegen dieser beiden leidenschaftlichen und neugierigen Weinliebhaber ist es, jeden Tag ein bisschen besser zu werden und ihrer Verbindung zu den Weinen der Herkunftsbezeichnungen Montsant und Terra Alta ihren persönlichen Stempel aufzudrücken. Ihr Motto lautet: Wir wollen für Euch gute, einzigartige und originelle Weine mit eigener Handschrift kreieren. Damit ist alles gesagt.


JOSEP GRAU VITICULTOR Josep Grau, vormals internationaler Broker und leidenschaftlicher Weinliebhaber, machte seine Passion zum Beruf. Dabei war es nie seine Ambition, damit Geld zu verdienen, sondern guten Wein zu machen oder zumindest Wein, der ihm selber schmeckt, in der Hoffnung, dafür mehr Menschen zu begeistern. Die Weine können als frisch, gut strukturiert und sehr ausgewogen definiert werden. Sie entstammen einem Prozess der persönlichen Suche und Kooperation mit einschlägigen Experten und Profis. Im Jahr 2013 setzte das Magazin "Wine & Spirits" den Wein " Vespres Vinyes Velles" auf die Liste der 100 besten Weine der Welt. Die Nachfrage für seine Weine erhöhte sich drastisch. Josep Grau ist dabei immer den Kunden treu geblieben, die auf eine langjährige Zusammenarbeit und stetiges Wachstum setzen.

MAS DE L’ABUNDÀNCIA VITICULTORS, SL Die Lage des Weingutes zwischen dem Fluss Siurana und der Kapelle des Pinyeres, wo seit Zeitgedenken die gleichnamige Jungfrau verehrt wurde, ist atemberaubend. Die Weinberge orientieren sich zum Norden und Nordwesten und mit einem Höhenunterschied zwischen 100 und 160 m. 4 m2 des 8 m2 großen Weingutes werden bewirtschaftet, dazu auch noch ökologisch. Die Gesamtproduktion liegt bei jährlich 18.000 - 20.000 Flaschen. Die Reben sind größtenteils über 20 Jahre, einige wenige sogar 70 - 90 Jahre alt. Weil es sich um ein kleines Terroir handelt, legen die Weinmacher eine ganz besondere Sorgfalt an den Tag. Das Weingut verzichtet bewusst auf die Teilnahme an Wettbewerben zugunsten moderater Preise für den Verbraucher ganz nach dem Motto: "Demut ist ein Kann, aber Exzellenz ein Muss“ bzw. "Nicht nur gut, sondern auch schön gemacht“.


ORTO VINS Der exzentrische und dynamische Önologe Joan Asens begann 2008 mit drei Freunden das ehrgeizige Experiment Orto Vins. Zusammen besitzen sie sehr alte Einzellagen, die sie von ihren Vorfahren geerbt haben. Die Reben wurden zwischen 1930 und 1950 angelegt, es gibt sogar Parzellen mit über 100-jährigen Rebstöcken. Die Weine von Orto Vins zeichnen sich durch Frische und Eleganz aus, sind niemals fett oder opulent. Es sind Gewächse, die den Charakter der Reben und ihrer Region widerspiegeln und in sehr limitierter Flaschenzahl abgefüllt werden. Dieser kleine biodynamische wirtschaftende Betrieb will provozieren.

PORTAL DEL MONTSANT Angefangen hat dieses Projekt im Jahre 2003, als man die Rebflächen einer alten Weinbaugenossenschaft in Marçà übernahm und die über 65 Jahre alten Weinberge wieder zu wahrer Größe führen wollte – quasi ein Weingut in einer Kellerei. Die Grundlage dafür bieten exzellente Böden, die von Kalkstein, Ton und Sand dominiert sind und mit dem eher milden Klima eine perfekte Symbiose eingehen. Kultiviert werden hier größtenteils die Klassiker der Region, Carinyena, Garnatxa, Cabernet Sauvignon und Syrah. Damit alles perfekt aufeinander abgestimmt ist, gibt es im Keller von Portal del Montsant für jeden Weinberg eigene Tanks, die genau auf die Menge der produzierten Trauben zugeschnitten sind und somit absolut einzigartige Lagenweine möglich machen. So schafft Portal del Montsant große Weine mit kleinen Produktionen, die die Authentizität des Montsant nahezu perfekt zum Ausdruck bringen.


VINYES DOMÈNECH Im Jahre 2002 gründete der Geschäftsmann Ignacio Domènech das Weingut - 450 Meter über dem Meeresspiegel, wo die Berge, die Kieferwälder und das mediterrane Unterholz ein Mikroklima für einzigartige Weine bieten. Obwohl die Kellerei sich nur wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt befindet, ist das Gebiet sehr trocken und Sonne und Wind ausgesetzt. Die Aromen von mehr als 70 klassifizierten Wildpflanzen und das Unterholz geben den Reben ihre Persönlichkeit. Die Garnatxas entwickeln sich einzigartig, da der Vegetationszyklus der Pflanzen aufgrund der Böden langsamer ist. Darüber hinaus wird jede Parzelle einzeln vinifiziert, um die Merkmale jeder Rebe herauszustellen und so das Gleichgewicht der Weine zu finden. Die Kellerei ist ein bioklimatisches Gebäude aus funktionaler Architektur, das sich perfekt in die Umgebung einpasst. 90% des Stromverbrauches werden durch erneuerbare Energien produziert, die Wasserversorgung erfolgt durch Regenwasser und natürliche Quellen. Seit 2008 besitzt Vinyes Domènech die Zertifizierung als ökologisches Weingut. Dafür, dass Domènech ursprünglich nichts mit Wein zu tun hatte, gelingen ihm außergewöhnliche Kreationen von ausschließlich roten Weinen, die mehrfach prämiert wurden.


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