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www.weddix.de Welche Sprüche für die Hochzeitskarten? Welche Sprüche will ich wählen für unsere Einladungskarten zur Hochzeit? Es gibt unendlich viele davon. Ein Meer an Sprüchen, für alle Gelegenheiten, und allein für Hochzeiten gibt es Millionen. Oh je, wie finde ich mich da zurecht. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Na, nicht aufgeben! Das wird schon. Geduld ist jetzt ganz wichtig. Keine Panik! Erstmal überlegen, was Ihnen so vorschwebt. Soll es was Heiteres sein? Was Deftiges? Möchten Sie was Edles? Etwas von einem Dichter oder einer Dichterin, etwas mit Poesie? Möchten Sie gerne Bildung präsentieren? Dann nehmen Sie doch was von Goethe! Für Leidenschaft: kennen Sie Kleist? „Küsse, Bisse, das lässt sich leicht verwechseln.“ Na, das ist nicht jedermanns Sache – aber wessen Herz in Leidenschaft brennt, der fühlt sich bei Kleists Penthesilea ganz zu Hause. „Und jeder Busen ist, der fühlt, ein Rätsel.“ Oder haben Sie schon mal Hugo von Hofmannsthal gelesen? „Der tiefe Brunnen weiß es wohl; in den gebückt, begriffs ein Mann, begriff es und verlor es dann. Und redet' irr, und sang ein Lied – auf dessen dunklen Spiegel bückt sich einst ein Kind und wird entrückt. Und wächst und weiß nichts von sich selbst und wird ein Weib, das einer liebt, und - wunderbar wie Liebe gibt, wie Liebe tiefe Kunde gibt! Der wird an Dinge, dumpf geahnt, in ihren Küssen tief gemahnt...“ Die Liebe und ihr Verhältnis zur Wahrheit, zum (c) 2011 www.weddix.de


Kern der Dinge – finden Sie nicht, dass eine Hochzeit die beste aller Gelegenheiten ist, mal wieder daran zu erinnern? Aber wenn Sie nur einen kurzen Spruch suchen für Ihre Einladungen und nicht gleich ganze Gedichte, dann schauen Sie doch mal nach, was es so an Aphorismen gibt. „Möbelgemeinschaft ist keine Ehe.“, sagt der Pädagoge Hermann Oeser. Herr Balzac: „Die Ehe, mein Kind, ist unser Fegefeuer; die Liebe ist das Paradies.“ - Also, das wählen Sie nur, wenn Sie sich in Ihrer Beziehung schon so sicher sind, dass Sie sich schon mit Leichtigkeit darüber lustig machen können. Da müsste man schon eine gewisse Reife für mitbringen, rein vom Alter her, und auch die Beziehung sollte erprobt sein. Und vergessen Sie nicht, den Text mit Ihrem Ehepartner abzusprechen – schließlich muss er sie beide repräsentieren, bloß nicht nur eine Seite dabei beachten – das gibt den ersten Ehestreit! Überhaupt ist die Wahl des Textes für die Einladungen eine erste Gelegenheit, herauszufinden, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen. Wer sich gar nicht einigen kann – und trotzdem die Hochzeit nicht abblasen will – der nimmt eine zweiseitige Karte, so eine Klappkarte zum Beispiel, und jeder darf eine Seite entwerfen. Dann malen Sie in der Mitte eine Brücke – die beide Seiten miteinander verbindet und die Schnittmenge Ihrer Ehe ausmacht – das kann als Tragfähigkeit ausreichend sein, wenn beide Seiten sich einig sind, dass man sich eben nicht einigen kann – muss man ja auch nicht immer, oder? „Habe nie ein Geheimnis, selbst aus Liebe, aus Schonung nicht! Das Weib wisse, was in des Mannes Brust vorgeht; der sehe klar durch die Gedanken und Empfindungen der Frau, wie durch seine eigenen.“ Sie sehen, da ist man schon mitten in der Arbeit – denn wie Herr Oeser ja da betont hat: eine Ehe ist nicht einfach eine Möbelgemeinschaft, sondern mehr. Geradezu Arbeit, manchmal. Was genau sie für Sie sein soll, das müssen Sie jetzt definieren. Schön, dass Sie sich gefunden haben und den Mut haben, sich füreinander zu entscheiden! Da sind die Sprüche für die Hochzeitskarten ja zum Glück nur ein kleines Detail im zukünftigen gemeinsamen Leben.

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Sprüche für die Hochzeitskarten  

Nette Sprüche in Hochzseitseinladungen

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