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www.weddix.de Schöne Gedichte für Ihre Hochzeitseinladungskarten Sie suchen ein paar schöne Gedichte für Ihre Hochzeitseinladungskarten? Kein Problem. Da wollen wir mal sehen, was es so gibt... Rilke eignet sich immer gut für den Romantiker mit spirituellem Hunger. „Nennt ihr das Seele, was so zage zirpt in euch? Was, wie der Klang der Narrenschellen, um Beifall bettelt und um Würde wirbt, und endlich arm ein armes Sterben stirbt im Weihrauchabend gotischer Kapellen, nennt ihr das Seele?“ Ja, nennen Sie das Seele? So ein lauwarmes Gefühl? Oder doch eher dieses unbändige, tiefe und göttliche Drängen nach dem All-Einen? Das ist doch, wonach wir suchen in der Liebe, in der Verbindung zu unserer Geliebten: die Seele, die Verschmelzung unserer Seelen. „Schau ich die blaue Nacht, vom Mai verschneit, in der die Welten weite Wege reisen, mir ist: ich trage ein Stück Ewigkeit in meiner Brust. Das rüttelt und das schreit und will hinauf und will mit ihnen kreisen … Und das ist Seele.“ Wenn Sie das fühlen können – wenn Sie sich auch so fühlen – dann ist Rilke der richtige Dichter für Sie. Etwas, das man sich auf der Zunge zergehen lassen kann, ganz langsam. Ihre Gäste werden dieses Gedicht für immer im Herzen tragen, und in der Seele. Und sie werden vielleicht das erste Mal im Leben verstehen, woher dieses Sehnen kommt in ihrer Brust. Dank Ihrer Hochzeitseinladungskarte! Oder nehmen Sie unseren verehrten Herrn Hofmannsthal: „Der tiefe Brunnen weiß es wohl...“ Ja, denkt sich der Leser, ja! Ich hab' es immer gewusst! Da ist etwas ganz tief in mir, in meinem tiefen Brunnen, innen drinnen, ganz unten, ganz tief, etwas, das ich weiß. Aber man kann es keinem sagen. Die Leute halten einen für verrückt. Sie weisen einen ein, in die Irrenanstalt. Aber ich weiß etwas, ganz tief – und in der Liebe wird an diese Saite gerührt! Da ist etwas. Aber was ist es nur? „Einst waren alle tief und stumm, und alle wussten drum.“ Aha, alle haben es gewusst – damals – einstmals. Aber sie (c) 2011 www.weddix.de


haben nicht darüber gesprochen. Oder konnten nicht. Vielleicht gibt es keine Worte dafür...? „Wie Zauberworte, nachgelallt und nicht begriffen in den Grund. So geht es jetzt von Mund zu Mund.“ Ja, das stimmt: man sagt so Sachen wie das Wort „Gott“ aber wer weiß schon, was wirklich damit gemeint ist. Oder: die Seele. Was ist das? Man redet darüber, aber keiner glaubt wirklich dran – und keiner kann mir sagen, wie sie aussieht. Nur die Irren reden manchmal solche Sachen, deren Wahrheit wir erkennen, aber es uns nicht zu sagen trauen – wir sind zu erschreckt von der Wahrheit. „Der tiefe Brunnen weiß es wohl; in den gebückt, begriffs ein Mann, begriff es und verlor es dann. Und redet' irr und sang ein Lied - ...“ Ja, der Mann steht immer bei uns in der Stadt an der Brücke, und redet irr, und singt ein Lied, und bittet um Geld. Der ist immer betrunken. Da kann man sehen, wohin einen das treiben kann, das mit dem tiefen Brunnen! Das kommt bei dem von ganz tief innen, eine tiefe Verzweiflung. Nee, aber in seinem irren Blick kann man auch ein tiefes Wissen sehen – nur glauben kann man es nicht, irgendwie... „Und - wunderbar wie Liebe gibt! Wie Liebe tiefe Kunde gibt!“ Ja, tiefe Kunde gibt die Liebe! Das stimmt! Deshalb sind wir so froh, uns gegenseitig gefunden zu haben. Wir erkennen uns ineinander. Wir finden uns wieder. Wir spiegeln uns. Und mit uns spiegelt sich die Welt. Der Kern der Dinge. Die Wahrheit. Gott. Geben Sie Ihren Hochzeitseinladungskarten durch Gedichte Sinn und Schönheit!

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Gedichte für Hochzeitseinladungen