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Nach den Konzessionsbedingungen ist vereinbart, dass bei Übererfüllung der Qualitätsziele (Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit) jährliche Bonuszahlungen in Höhe von bis zu 15 % des Jahresumsatzes der jeweiligen Route erzielt werden können. Sollten die festgelegten Standards jedoch nicht erfüllt werden, können gegebenenfalls Strafzahlungen von bis zu 10 % des Umsatzes aus einer Route verhängt werden. In der Vergangenheit war ELBG in der Lage, durch Übererfüllung der Qualitätsstandards insgesamt zusätzliche Erträge zu generieren.

Geschichte 1986 Beginn der Teilprivatisierung des bis dahin von London Transport betriebenen Busverkehrs in London 1994 Abschluss der Privatisierung der London Buses Ltd. und Erwerb der Vorgängergesellschaft von ELBG durch Stagecoach im September 2006 Veräußerung von ELBG durch Stagecoach an ein von Macquarie geführtes Konsortium und anschließende teilweise Platzierung an institutionelle Investoren

Ausblick Geschäftsmodell

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Die Verkehrspolitik im Großraum London wird aller Voraussicht nach auch in den kommenden Jahren die Entwicklung des Busverkehrs zu Lasten des Individualverkehrs fördern, um die Verkehrsüberlastung sowie die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen. ELBG befindet sich in einer günstigen Ausgangsposition, um von dieser Entwicklung, insbesondere im Osten Londons, zu profitieren, da im Zuge vorbereitender Maßnahmen für die Olympischen Spiele 2012 in dieser Region ein überproportionales Bevölkerungs- und Verkehrswachstum erwartet wird, das voraussichtlich mit neuen Routen und mehr Bussen auf den bestehenden Routen einhergehen wird.

Die Konzessionen für die einzelnen Buslinien werden durch TfL im Rahmen eines öffentlichen Bietungsverfahrens, typischerweise an den Bieter mit den besten Konditionen, vergeben. TfL verfügt über ein Kredit-Rating von AA der Agenturen Standard & Poor’s und Fitch. Die Konzessionsnehmer erhalten für ihre Transportdienstleistungen fest vereinbarte Zahlungen von TfL. Die Konzessionen haben eine Laufzeit von fünf Jahren mit einer Verlängerungsoption um weitere zwei Jahre bei Erfüllung gewisser Qualitätsstandards. Auf Grund des bei Abschluss der Konzessionsvereinbarung fest vereinbarten Entgeltes wird ELBG als Konzessionsnehmer während der Vertragslaufzeit vom Auslastungs- und Tarifrisiko auf den betriebenen Busrouten befreit. Zusätzlich sehen die Konzessionen Preisanpassungsklauseln vor, die sich, entsprechend der Kostenstruktur des Unternehmens, am Inflationsindex, Einkommensindex, Verbraucherpreisindex und Treibstoffpreisindex orientieren und so das Kostenrisiko der ELBG in erheblichem Umfang ausgleichen. ELBG bedient ihre Routen im Osten Londons von 10 zentral gelegenen Bus-Depots. Die Nähe dieser Bus-Depots zu den betriebenen Routen stellt einen Wettbewerbsvorteil für ELBG dar, da auf Grund der geringeren Anzahl an Leerfahrten zwischen den Depots und den jeweils ersten Haltestellen der Buslinien geringere Betriebskosten anfallen. Die damit verbundene Effizienz sowie die höhere Wirtschaftlichkeit erhöhen die Wahrscheinlichkeit, Ausschreibungen für Busrouten und damit neue Konzessionen zu gewinnen. Historisch betrachtet war ELBG in der Lage, einen Großteil der bestehenden Verträge im Rahmen von Neuausschreibungen aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus weist das Unternehmen eine gute Erfolgsquote bei der Gewinnung neuer Routen auf.

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Macquarie-4-Investment-Portfolio-Prospectus.pdf