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2.2 Anlegergefährdende Risiken

Haftung des Anlegers

Eingeschränkte Fungibilität und Laufzeit

Die Anleger haften gegenüber der Treuhandkommanditistin und damit mittelbar gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft maximal bis zur Höhe der von ihnen zu erbringenden Hafteinlage. Die Haftung ist ausgeschlossen, sobald die Hafteinlage geleistet und nicht an die Anleger zurückgezahlt wurde. Sie lebt bis zur Höhe der Hafteinlage wieder auf, sofern die Hafteinlage durch Ausschüttungen oder Entnahmen zurückgeführt wird. Die Haftung des Anlegers entsteht und besteht unabhängig davon, ob sich der Anleger mittelbar über die Treuhandkommanditistin oder direkt an der Beteiligungsgesellschaft beteiligt. Solange und soweit die Hafteinlage der Treuhandkommanditistin bzw. der direkt beteiligten Anleger nicht erbracht ist, besteht somit ein Haftungsrisiko für die Anleger.

Der Gesellschaftsvertrag der Beteiligungsgesellschaft sieht für die Anleger kein ordentliches Kündigungsrecht vor. Insoweit können die Anleger nur im Wege einer Kündigung aus wichtigem Grund oder durch Übertragung ihrer Gesellschaftsanteile ausscheiden, wobei in letzterem Fall die vorherige Zustimmung der Geschäftsführenden Kommanditistin erforderlich ist. Zudem gibt es für den Verkauf von Anteilen an geschlossenen Fonds derzeit keinen geregelten Zweitmarkt. Aus diesem Grund endet die Investition für den Anleger in der Regel erst mit Auflösung der Beteiligungsgesellschaft. Diese erfolgt sobald der Gesellschaftszweck, nämlich das Halten und Verwalten des von der MIF Four S. à r. l. begebenen Genussrechts, entfällt. Da das Genussrecht einen illiquiden Vermögenswert darstellt, kann die Beteiligungs­ gesellschaft dieses grundsätzlich nur im Rahmen des ihr von der Macquarie Bank gewährten Andienungsrechtes veräußern. Bei den Portfoliobeteiligungen handelt es sich um solche, die zumindest derzeit nicht an einer Börse notiert sind und gegebenenfalls nur an einen begrenzten Personenkreis veräußert werden können. Daher ist es ungewiss, ob die Manager der Portfolioubeteiligungen in der Lage sein werden, die Beteiligungen in einem angemessenen Zeitraum zu veräußern. Ferner kann der Verkaufserlös eines in hohem Ausmaß illiquiden Investments unter Umständen unter seinem inneren Wert liegen. Die Manager der Portfoliobeteiligungen sind nicht verpflichtet, der Macquarie Bank oder (im Falle einer Übertragung von Portfoliobeteiligungen) der MIF Four S. à r. l. eine Einlösungs- oder Rückkaufoption einzuräumen, und beabsichtigen dies gegenwärtig auch nicht. Die Manager der Portfoliobeteiligungen werden in der Zukunft unter Umständen eine Börsennotierung einzelner oder aller Portfoliounternehmen anstreben. Dass ein Gang an die Börse tatsächlich beantragt und/oder von der jeweiligen Börse angenommen wird, kann jedoch nicht gewährleistet werden. Auch wenn vorgesehen ist, dass unter dem Total Return Swap an die MIF Four S. à r. l. und damit indirekt an die Beteiligungsgesellschaft unter normalen Umständen Ausschüttungen ausschließlich in bar erfolgen sollen, ist es möglich, dass Ausschüttungen stattdessen in Form von Sachleistungen, etwa in Wertpapieren, für die es keinen unmittelbar zugänglichen öffentlichen Markt gibt, erfolgen. Soweit das Andienungsrecht an die Macquarie Bank nicht ausgeübt wurde, könnte sich der Rückfluss des Investitionskapitals verzögern.

Steuerzahlungen Soweit die Finanzverwaltung abweichend von der hier vertretenen Auffassung zu dem Ergebnis gelangt, es handle sich bei dieser Beteiligung um einen so genannten „Weißen Fonds“ oder sogar um einen „Schwarzen Fonds“ oder soweit das Außensteuergesetz Anwendung finden sollte (siehe Abschnitt 2.1 unter „Steuerrisiko“), kann ein Anleger verpflichtet sein, Steuern aus eigenem Vermögen zu zahlen, sofern Zahlungen aus dem Genussrecht nicht ausreichend sind, diese Steuerschuld auszugleichen. Im Extremfall kann dies zu einer privaten Insolvenz des Anlegers führen.

Fremdfinanzierung Eine persönliche Finanzierung auf Anlegerebene wird von der Prospektherausgeberin weder angeboten noch empfohlen. Eine individuelle Anteilsfinanzierung birgt die Gefahr, dass bei Ausbleiben der erwarteten Ausschüttungen Zins und Tilgung gleichwohl erbracht und aus eigenen Mitteln aufgebracht werden müssen. Im Extremfall kann dies zu einer privaten Insolvenz des Anlegers führen.

2.3 Maximales Risiko Die aufgeführten Risiken können sowohl einzeln als auch kumuliert auftreten. Insbesondere beim kumulierten Eintritt verschiedener Risiken kann es zu einem Gesamtverlust des eingezahlten Kapitals einschließlich des Agios und eventuell weiteren Vermögensnachteilen kommen. Zusätzliche Risiken bestehen im Fall einer Fremdfinanzierung der Beteiligung, bei der der Anleger bei einem Gesamtverlust das Darlehen und gegebenenfalls die Zinsen aus eigenen Mitteln zurückzahlen muss.

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Macquarie-4-Investment-Portfolio-Prospectus.pdf  
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