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Steuern, da die Einkünfte aus dem Total Return Swap als Einkünfte aus Termingeschäften zwar steuerfrei, jedoch die Zinseinkünfte aus der SAFE Schuldverschreibung beim Anleger in voller Höhe steuerpflichtig wären und nicht dem Halbeinkünfteverfahren, sondern einer Steuerbelastung von maximal 44,31 % (Spitzensteuersatz und Solidaritätszuschlag ohne „Reichensteuer“) unterworfen wären. Soweit aus dem Total Return Swap keine positiven Einnahmen erzielt werden und deswegen keine Ausschüttungen auf das Genussrecht möglich sind, kann dies dazu führen, dass die Anleger die Einkünfte aus der SAFE Schuldverschreibung versteuern müssen, ohne dass ihnen entsprechende Liquidität zufließt. Ab dem Kalenderjahr 2009 kann – abhängig von mehreren derzeit noch im Gesetzgebungsverfahren befindlichen Gesetzesvorhaben – die Besteuerung nach dem InvStG dann zu einer abweichenden Steuerbelastung und damit unter Umständen zu einer für den Anleger niedrigeren Nachsteuerrendite führen, wenn (i) eine geplante Änderung des deutschen Investmentrechts, wonach das Vorliegen eines ausländischen Investmentanteils formell, das heißt allein nach der Rechtsform bestimmt werden soll und damit eine Qualifizierung der MIF Four S. à r. l. als ausländisches Investmentvermögen jedenfalls aus diesem Grunde ausscheiden würde, nicht umgesetzt wird und (ii) zudem die derzeit im Unternehmen­steuerreformgesetz 2008 geplante Übergangsregelung im InvStG, wonach Einkünfte aus Termingeschäften, die vor dem 1. Januar 2009 abgeschlossen worden sind, weiterhin steuerfrei bleiben, ebenfalls keine Gesetzeskraft erlangt. Schlimmstenfalls droht bei Anwendung des InvStG eine Besteuerung als sog. „Schwarzer Fonds“. Eine Besteuerung als „Schwarzer Fonds“ hätte zur Folge, dass sämtliche Ausschüttungen in voller Höhe der Besteuerung unterliegen. Zudem wäre jährlich ein Betrag in Höhe von 70 % der Differenz zwischen dem ersten und dem letzten im jeweiligen Kalenderjahr festgestellten Wert des Beteiligungsportfolios als Bemessungsgrundlage für die deutsche Besteuerung anzusetzen. Die Bemessungsgrundlage würde mindestens 6 % des letzten im Kalenderjahr festgestellten Marktwertes betragen. Eine Besteuerung dieser Bemessungsgrundlage würde auch dann stattfinden, wenn tatsächlich keine Ausschüttungen der Beteiligungsgesellschaft erfolgen. Da dem Anleger dann gegebenenfalls keine Liquidität zufließt, ist es möglich, dass er die anfallenden Steuern aus seinem sonstigen Vermögen zu tragen hätte.

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(b) Anwendbarkeit des Außensteuergesetzes Sollte die Finanzverwaltung – abweichend von der in diesem Verkaufsprospekt vertretenen Ansicht – zu der Auffassung gelangen, dass das Genussrecht eine Beteiligung im Sinne des Außensteuergesetzes darstellt, könnte es beim Anleger zu einer Hinzurechnungsbesteuerung nach den Vorschriften des Außensteuergesetzes kommen. Dies hätte zur Folge, dass die Ausschüttungen beim Anleger in voller Höhe der Besteuerung unterliegen. Zudem würden nicht ausgeschütte­ te Gewinne ebenfalls besteuert. Daraus resultiert das Risiko, dass der Anleger Steuern zu zahlen hätte, obwohl ihm keine Liquidität aus seiner Beteiligung zufließt und dass er die anfallenden Steuern aus seinem sonstigen Vermögen zu tragen hätte. Eine von der in diesem Verkaufsprospekt dargestellten steuerlichen Behandlung abweichende Besteuerung kann eine deutliche Verringerung der Nachsteuerrendite der Anleger zur Folge haben. Daher verweisen wir ergänzend auf die Ausführungen unter Abschnitt 8 („Steuerliche Grundlagen und Auswirkungen“), welche detailliert die steuerlichen Aspekte einer Beteiligung darstellen, sowie auf Abschnitt 7.3.3, in dem die Auswirkungen der Anwendbarkeit des Investmentsteuergesetzes auf die Prognoserechnung für den Fall dargestellt sind, dass die Besteuerungsgrundlagen durch die MIF Four S. à r. l ordnungsgemäß nachgewiesen werden. Zudem wirft eine Investition in die Beteiligungsgesellschaft für jeden potenziellen Anleger auch individuelle steuerliche Fragen auf. Deshalb wird grundsätzlich empfohlen, vor dem Beitritt zur Beteiligungsgesellschaft durch einen Steuerberater die individuellen steuerlichen Auswirkungen beurteilen zu lassen.

Rückabwicklungsrisiko Soweit das Mindestzeichnungsvolumen von EUR 20 Mio. nicht erreicht wird, kommt die Beteiligung der Anleger an der Beteiligungsgesellschaft grundsätzlich nicht zustande. Die bis dahin geleisteten Einlagen sowie das Agio werden an die Anleger zinslos zurückgezahlt und die betroffenen Treuhand- und Verwaltungsverträge werden rückabgewickelt. Die Komplementärin sowie die Geschäftsführende Komman­ ditistin können jedoch gemeinschaftlich nach freiem Ermessen auf die Bedingung der Erreichung des Mindestplatzierungsvolumens verzichten. Kommt die Beteiligung nicht zustande, ist eine anderweitige Anlage der geleisteten Einlage für die Zeit bis zu deren Rückzahlung nicht möglich. Auch verzögert sich in einem solchen Fall für den Investor die Möglichkeit einer alternativen Anlage.

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Macquarie-4-Investment-Portfolio-Prospectus.pdf  
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