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Zu diesen politischen Risiken zählen auch Konflikte mit Gewerkschaften, Interessenvertretungen und öffentlichen oder privaten Organisationen, die potenziell zu Streiks, Blockaden oder anderen Aktionen führen können.

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Besonders hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auf die geplante Abschaffung des Halbeinkünfteverfahrens und die Einführung einer Abgeltungssteuer ab dem Jahr 2009 durch das Unternehmensteuerreformgesetz 2008. Der Einkommensteuersatz für die Abgeltungssteuer soll voraussichtlich 25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag betragen.

Dokumentations- und andere rechtliche Risiken Die mit einer möglichen Änderung des Steuerrechts, der Praxis der Steuerbehörden und der finanzgerichtlichen Rechtsprechung verbundenen Risiken trägt ausschließlich der Anleger. So wird z.B. im Abschnitt 8 hinsichtlich der Besteuerung in Luxemburg davon ausgegangen, dass Ausschüttungen auf das Genussrecht keiner luxemburgischen Quellensteuer unterliegen. Sollte die luxemburgische Finanzverwaltung zu der Auffassung gelangen, dass die Ausschüttungen auf das Genussrecht doch einer Quellensteuer unterliegen, könnte sich dies negativ auf die Rendite auswirken und zwar insbesondere bei einem Anleger, der die luxemburgische Quellensteuer z. B. wegen eines zu geringen zu versteuernden Einkommens nicht oder nicht in voller Höhe auf seine Einkommen- oder Körperschaftssteuerschuld anrechnen kann. Die Darstellungen in Abschnitt 7.3 gehen zudem davon aus, dass die Ausschüttungen auf das Genussrecht auf Grund seines eigenkapitalähnlichen Charakters beim einkommensteuerpflichtigen Anleger nach derzeitiger Rechtslage nach dem Halbeinkünfteverfahren zu versteuern sind bzw. beim körperschaftssteuerpflichtigen Anleger unter die Begünstigung der 95 %-igen Steuerbefreiung fallen. Sollte die Finanzverwaltung jedoch zu der Auffassung gelangen, dass Ausschüttungen auf das Genussrecht z.B. als Zinseinkünfte zu versteuern sind, so unterlägen die vollen Ausschüttungen auf das Genussrecht dem persönlichen Steuersatz des Anlegers.

Da sich der jeweilige juristische Sitz der Portfoliobeteiligungen in den Vereinigten Staaten, Großbritannien bzw. auf der Isle of Man befindet und die Zahlungen auf das Genussrecht von den Zahlungen aus dem Total Return Swap mit der australischen Macquarie Bank abhängig sind, unterliegen eine Reihe der maßgeblichen Verträge und Dokumente ausländischem Recht, das von der deutschen Rechtsordnung abweicht. Weitere rechtliche Risiken können sich aus einer eingeschränkten Vollstreckbarkeit von Ansprüchen unter fremden Rechtsordnungen, auf Grund umweltrechtlicher Belange, potenzieller Arbeitskämpfe und vergleichbarer Aktionen verschiedener Interessensgruppen ergeben. Vereinzelt haben die Portfoliounternehmen Konzessionsverträge abgeschlossen, die den Regularien der öffentlichen Hand unterliegen. Diese Verträge mit der öffentlichen Hand sind im Allgemeinen sehr komplex und können zu Streitigkeiten über Auslegung und Durchsetzbarkeit führen. Wenn Investitionen diesen Bestimmungen oder vertraglichen Verpflichtungen zuwiderlaufen, kann dies zu Geldstrafen oder zum Verlust der Betriebserlaubnis für die betroffenen Unternehmen führen.

Steuerrisiko Alle angegebenen nachsteuerlichen Ausschüttungen und nachsteuerlichen Renditen stützen sich auf vorsichtige und sorgfältig geprüfte Annahmen bezüglich der steuerlichen Behandlung der Beteiligung. Dabei spiegeln sämtliche Annahmen das geltende Steuerrecht, die Praxis der Finanzverwaltung sowie die Finanzrechtsprechung mit Stand Juni 2007 wider. Die Steuergesetzgebung sowie die Auslegung der Steuergesetze durch die Finanzverwaltung und die Finanzgerichte sind jedoch Änderungen unterworfen. Insbesondere können sich sowohl die Höhe als auch die Grundlagen der Besteuerung ändern. Dies gilt sowohl auf Ebene der Portfoliounternehmen, der Macquarie Bank, der MIF Four S. à r. l., der Beteiligungs­ge­sellschaft als auch auf Ebene des Anlegers. Dabei kann jede Veränderung negative Auswirkungen auf die geplante Vor- und Nachsteuerrendite der Anleger haben.

Daneben bestehen aus deutscher Sicht insbesondere folgende steuerliche Risiken: (a) Anwendbarkeit des Investmentsteuergesetzes Sollte der Total Return Swap durch physische Lieferung ganz oder teilweise beendet werden und sollte die Finanzverwaltung der Meinung sein, dass kein ausreichender Einfluss auf das Management der Portfoliobeteiligungen sichergestellt ist, könnte sie von einer Anwendbarkeit des Investmentsteuergesetzes („InvStG”) ausgehen. Daneben besteht auch das Risiko, dass die Finanzverwaltung das Genussrecht unabhängig von einer Beendigung des Total Return Swaps als ausländischen Investmentanteil qualifiziert und deswegen das InvStG anwendet. Bei einer Besteuerung nach dem InvStG ergäbe sich für 2007 und 2008 voraussichtlich eine höhere Steuerbelastung und damit für den Anleger eine niedrigere Rendite nach

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Macquarie-4-Investment-Portfolio-Prospectus.pdf  
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