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Online-Ausgabe 10/05

gesundheitswirtschaft.info Die Gesundheitswirtschaft in Bremen S e ri e : Initiativen zur Bundesländern

Gesundheitswirtschaft

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Die Gesundheitswirtschaft in Bremen

Vorwort In der Serie Initiativen zur Gesundheitswirtschaft in den Bundesländern präsentiert Ihnen gesundheitswirtschaft.info – das unabhängige Online-Wirtschaftsmagazin für den Zukunftsmarkt Gesundheit - einen Überblick über Initiativen, Ansprechpartner und Anlaufstellen in den Bundesländern. Sie kennen Initiativen, welche die Akteure der Gesundheitswirtschaft in einem Bundesland unterstützen? Dann schicken Sie eine E-Mail an: redaktion@gesundheitswirtschaft.info. Die Beiträge sind nur für registrierte Nutzer zugänglich. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die Gesundheitswirtschaft in Bremen vor.

Die Gesundheitswirtschaft in Bremen Daten & Fakten zum Gesundheitsmarkt im Bundesland Bremen Bremen, das Zwei- Städte Land an der Weser, ist das kleinstes Bundesland der BRD. Bremen ist Oberzentrum der gesundheitlichen Versorgung. Im Jahr 2000 waren rund 39,5 Tsd. Personen im Gesundheitswesen beschäftigt. Dies entspricht einer Anzahl von rund 28,6 Tsd. Vollzeitäquivalenten. Daraus kann gefolgert werden, dass im Gesundheitswesen in erheblichem Umfang auf Teilzeitstellen gearbeitet wird. Gliedert man das Gesundheitswesen im Land Bremen weiter auf, zeigt sich, dass die meisten Erwerbstätigen im Jahr 2000 (44,0%) in ambulanten Einrichtungen tätig sind. Im ambulanten Bereich sind die Arztpraxen mit rund 7.400 Erwerbstätigen der bedeutendste Arbeitgeber, gefolgt von den Zahnarztpraxen. Im stationären und teilstationären Bereich sind anteilig etwas weniger Personen beschäftigt (42,9%). Insgesamt arbeiteten in der stationären und teilstationären Gesundheitsversorgung 2000 rund 17.000 Personen. Mit ihren rund 12.900 Beschäftigen gehören die Krankenhäuser in den beiden Städten Bremen und Bremerhaven zu den wichtigsten Arbeitgebern. Ca 35 % der in den Bremischen Krankenhäusern behandelten Patienten kommen aus dem niedersächsischen Umland. Die Zusammenarbeit und arbeitsteilige Koordinierung zwischen den 10 stadtbremischen Krankenhäusern prägt das Profil des Krankenhausstandortes Bremen. Dies bedeutet, dass die Gesundheitswirtschaftsbranche jedem neunten Erwerbstätigen im Lande Bremen einen Arbeitsplatz bietet. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die demographische Entwicklung, geänderten gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen und dem technologischen Fortschritt hat das Land Bremen schon frühzeitig die Chancen des Zukunftsmarktes Gesundheit erkannt und den Ausbau der Gesundheitswirtschaft auf seine Fahnen geschrieben. Dieses Ziel wird von den Senatsressorts Gesundheit, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam verfolgt. Unterstützt werden diese von den für Innovationsund Wirtschaftsförderung zuständigen Innovationsgesellschaften BIA Bremer Innovations-Agentur GmbH und BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH. Ziel der eingeleiteten Maßnahmen ist die Verbesserung der Qualität und Effizienz der Versorgung und die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen für den Gesundheitsmarkt. Dabei stellt der Bereich e-health einen zentralen Baustein der Bremer Gesundheitswirtschaft dar. Als Stadtstaat vereint Bremen die operative Ebene eines Gemeinwesens mit den gestaltenden, strukturierenden Aufgaben eines Landes. Das Gesundheitsressort, die Organe der Selbstverwaltung und sonstige Verbände stehen in Bremen traditionell in einem bewährten gegenseitigen Austausch und arbeiten partnerschaftlich zusammen. Bremen wird deshalb zurecht als die Stadt der „kurzen

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Die Gesundheitswirtschaft in Bremen

Wege“ bezeichnet. Diese korporatistische Struktur des Bremischen Gesundheitswesens bietet deshalb für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesen ideale „Laborbedingungen.“

Freizeitwirtschaft In den ausgewählten Wirtschaftszweigen der gesundheitsrelevanten Freizeitwirtschaft gab es im Jahr 2000 im Land Bremen 194 Unternehmen, die einen Umsatz von über 75 Mio. € erwirtschafteten. Diese Unternehmen machen knapp 1% aller steuerpflichtigen Unternehmen im Land Bremen aus. Ihr Beitrag zum Gesamtumsatz liegt bei der bremischen Wirtschaft liegt bei 0,15%. Verglichen mit den Anteilen für ganz Deutschland ist dieser Bereich der Freizeitwirtschaft sowohl bei der Anzahl der Unternehmen als auch bei den Umsätzen leicht über dem Durchschnitt. Dies ist für Städte mit oberzentraler Bedeutung für das Umland zu erwarten. Der bedeutendste Wirtschaftszweig ist der Sektor Bäder, Saunas, Solarien u.ä., zu denen auch die kommerziellen Wellness- und Fitnesseinrichtungen zählen. Sie sind im Vergleich zum Bundesdurchschnitt im Land Bremen überdurchschnittlich vertreten, ihr Umsatzanteil an der Gesamtwirtschaft erreicht aber gerade mal ¾ des Bundesdurchschnitts. Ebenfalls überdurchschnittlich vertreten sind Tanzschulen sowie Sportschulen und selbständige Sportlehrer, ihr Umsatzanteil an der Gesamtwirtschaft erreicht allerdings nicht den Bundesdurchschnitt. Einen überdurchschnittlich hohen Anteil an den Umsätzen im Vergleich zum Bundestrend weisen lediglich die Sportverbände und Sportvereine des Amateursports in Bremen auf.

Die Ernährungswirtschaft Dem Land Bremen kommt der Ernährungswirtschaft traditionell eine noch größere Bedeutung als auf Bundesebene zu. Hier arbeiten im Jahr knapp 10 Tsd. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (insgesamt fast 12 Tsd. Erwerbstätige), dies sind rund 15% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe. Im Jahr 2000 existierten im Zwei-Städte-Staat 170 Betriebe der Ernährungswirtschaft, 78 davon hatten mehr als 20 Beschäftigte, 22 über 100 Beschäftigte. Große Unternehmen sind z.B. die Kraft Foods GmbH mit rund 2.000 Beschäftigten, die Brauerei Beck GmbH & Co. mit rund 1.500 Beschäftigten sowie die Kellogg Deutschland GmbH. Stärkste Branche ist die Fischverarbeitung mit 2.717 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und ihren großen Betrieben in Bremerhaven, die eines der größten Zentren dieses Wirtschaftszweigs in Europa darstellen. Im Bereich Tiefkühlfisch erreicht die Seestadt einen Marktanteil von rd. 50%. Von den gut 10.000 in der Bundesrepublik in diesem Sektor Beschäftigten arbeiten gut ein Viertel am Standort Bremerhaven. In Bremerhaven ist das Thema „Gesunde Ernährung“ bzw. „Altersgerechte Ernährung“ auch im Schwerpunkt Blaue Biotechnologie verankert.

Forschungseinrichtungen und -schwerpunkte Forschung an wissenschaftlichen Einrichtungen existiert in Bremen vor allem in den Bereichen Public Health und Gesundheitsvorsorgeforschung, d.h. in Themengebieten der gesundheitlichen Risikoforschung, Epidemiologie, Prävention, Gesundheitsförderung, Qualitätssicherung in der medizinischen Versorgung, Gesundheitsrecht, Versorgungssysteme, Pflege, Rehabilitation. Weiterhin bestehen Forschungskapazitäten in der Medizintechnik, z.B. am Centrum für Medizinische Diagnosesysteme und Visualisierung (MeVis GmbH).

Universum Science-Center am Bremer Technologiepark

Das Land verfügt über keine Universitätsklinik und die damit verbundenen medizinischen Forschungskapazitäten. Was die klinische Versorgung angeht, erbringen die Krankenhäuser in 3


Die Gesundheitswirtschaft in Bremen

Bremen in hohem Maß Versorgungsleistungen für den gesamten nordwestdeutschen Raum. Aufgrund eines anhaltenden Trends zu mehr ambulanter Versorgung ist jedoch zu erwarten, dass die Nachfrage aus dem Umland in Zukunft eher zurückgeht. Es existiert kaum pharmazeutische oder medizintechnische Industrie, so dass die Möglichkeiten begrenzt sind, von Wachstumstrends in internationalen Märkten dieser Sektoren zu profitieren. Bremen besitzt aber innovative Gesundheitsdienstleister.

Zentrum für Public Health Das Zentrum für Public Health bündelt alle Aktivitäten in Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit zu Gesundheitsfragen am Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften der Uni Bremen in sieben institutsübergreifenden Forschungsfeldern. Das Zentrum versteht sich als sozialmedizinisch und sozialwissenschaftlich orientierte Einrichtung, die kritisch und konstruktiv die Entwicklungen in unserem Gesundheitssystem und in der medizinischen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger begleitet. Ein Ziel ist die Förderung von Kooperationen im wissenschaftlichen Bereich, charakteristisch ist die interdisziplinäre und anwendungsorientierte Arbeitsweise der Projekte. Kontakt: Zentrum für Public Health, Universität Bremen, Fachbereich 11, Grazer Straße 2a | D - 28359 Bremen, Tel: +49 (0)421 / 218-3059, Fax: -8150, Internet: http://www.public-health.uni-bremen.de

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) Am 21.2.2005 wurde das neue Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) am Fachbereich 11 der Universität Bremen eröffnet. Damit wird die gesundheits- und pflegewissenschaftliche Kompetenz des Fachbereichs Human- und Gesundheitswissenschaften gebündelt. Das Land Bremen fördert das Institut für drei Jahre mit Mitteln des ISP-Folgeprogramms. Das Themenspektrum ist weit gefasst. Es reicht von Fragen der rationalen Arzneimittelversorgung und der evidenzbasierten Gesundheitsförderung über Altern und Gesundheit bis zur Entwicklung von Ausbildungskonzepten für die Pflege. Das Institut versteht sich nicht nur als gesundheitsund pflegewissenschaftliches Kompetenzzentrum, sondern auch als Transfereinrichtung neuer Forschungserkenntnisse in die Politik und Praxis. So werden z.B. im Rahmen eines BMBF-geförderten Projektes Präventionsmaßnahmen an Bremer Bildungseinrichtungen evaluiert, Ausbildungskonzepte für Bremer Pflegeschulen entwickelt und Bremer Versicherte können sich in Fragen der Arzneimittelwirkung beraten lassen. Das IPP steht für eine Forschung, die die gesundheitliche und pflegerischen Versorgung verbessern will, insbesondere für sozial benachteiligte Gruppen, so die geschäftsführende Direktorin Prof. Dr. Petra Kolip. Die ProfessorInnen Ingrid Darmann, Gerd Glaeske, Stefan Görres und Petra Kolip bilden mit ihren insgesamt über 40 MitarbeiterInnen den Kern des Instituts. Drei derzeit im Berufungsverfahren befindliche Professuren werden ebenfalls dem Institut zugeordnet. Über das „Forum Public Health und Pflege“ werden weitere WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen in die Arbeit des IPP eingebunden. Das jüngst von der Hans Böckler bewilligte Promotionskolleg „NutzerInnenorientierte Gesundheitssicherung“ mit acht Stipendien wird die Forschungsschwerpunkte verstärken. Das IPP veröffentlicht zweimal jährlich das IPP-Info, gibt einen eMail-Newsletter heraus und veranstaltet ein regelmäßiges Forschungskolloquium. In Kooperation mit dem Zentrum für Sozialpolitik und dem Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaft der Uni Bremen wird das zweimal jährlich stattfindenden Gesundheitspolitische Kolloquium organisiert. Kontakt: IPP | Grazer Straße 2a | D - 28359 Bremen | Tel: +49 (0)421 / 218-3059 Fax: +49 (0)421 / 2182084 | http://www.public-health.uni-bremen.de

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Pflegeforschungsverbund Nord (PFV Nord) Das deutsche Forschungsministerium fördert ab 2004 insgesamt vier Pflegeforschungsverbünde mit Standorten in Bremen, Bielefeld, Halle und Osnabrück. In den insgesamt 25 Teilprojekten wird auf grundlegende Veränderungen in Gesellschaft und Gesundheitswesen Bezug genommen. Die Pflegeforschungsverbünde konzentrieren sich vorrangig auf längst überfällige Fragen der klinischen Pflege- und Gesundheitsforschung. Ziel der Förderung ist es, nach dem rasanten Aufbau von Pflegestudiengängen nun die Entwicklung der Pflegeforschung voran zu treiben und damit zukunftsweisende Impulse hinsichtlich der Etablierung wissenschaftlich fundierter pflegerischer sowie gesundheitsförderlicher Konzepte zu ermöglichen. Die vier Forschungsverbünde sind zunächst auf drei Jahre angelegt und können in einer zweiten Antragsphase auf weitere drei Jahre verlängert werden. Der Pflegeforschungsverbund Nord (PFV Nord) mit der Sprecheruniversität Bremen und der Geschäftsstelle am Institut für angewandte Pflegeforschung (iap) widmet sich der Optimierung des Pflegeprozesses durch neue Steuerungsinstrumente und bearbeitet folgende 4 Teilprojekte: ■ ■

Projekt: "Individuelle Pflegeverläufe älterer Menschen und ihre Determinanten" (Dr. Heinz Rothgang, Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen) Projekt: "Mobilitätsrestriktionen in Alten- und Pflegeheimen: eine multizentrische Beobachtungsstudie" (Gabriele Meyer, Sascha Köpke, PD Dr. Ralf Bender, Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser, Universität Hamburg, IGTW-Gesundheit) Projekt: "Die Pflegevisite als Instrument der Qualitätssicherung in der ambulanten Pflege" (Prof. Dr. Monika Habermann, Heidrun Biedermann, Hochschule Bremen, Zentrum für Pflegeforschung und Beratung (ZePB)) Projekt: "Effizienz pflegerischer Einschätzung im Vergleich zu empfohlenen Testinstrumenten zur Vorhersage des Sturzrisikos in Alten- und Pflegeheimen" (Sascha Köpke, Gabriele Meyer, PD Dr. Ralf Bender, Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser, Universität Hamburg, IGTW-Gesundheit)

Die wissenschaftliche Koordination wird von der Geschäftsstelle am Institut für angewandte Pflegeforschung (iap), Universität Bremen (Institutsleitung: Prof. Dr. Stefan Görres) übernommen. Die methodische Beratung wird durch das Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS), Abteilung Biometrie und EDV geleistet. Kontakt: Geschäftsstelle des PFV Nord, Karl Reif (Dipl.-Berufspädagoge Pflegewissenschaft), c/o Institut für angewandte Pflegeforschung (iap), Universität Bremen, FB 11, Grazer Straße 6, 28359 Bremen, Telefon: 0421 / 218-9055, Email: karlreif@uni-bremen.de, Internet: http://www.pfv-nord.uni-bremen.de/kontakt.htm

Biotechnologie In Bremen gibt es biotechnologische Forschungskompetenzen in der Wissenschaft vor allem in der Gensensorik/Analytik und Enzymtechnologie, im Bereich Marine Mikrobiologie/Meeresforschung sowie in Teilbereichen der Materialwissenschaften/der Nanobiotechnologie. Es bestehen rund ein Dutzend Biotech-Unternehmen. In der Massenspektrometrie gibt es zwei international führende Unternehmen und mehrere Zulieferbetriebe mit zusammen rd. 500 Beschäftigten. Die Lebensmittelindustrie gehört zu den traditionell starken Wirtschaftsbranchen in Bremen und Bremerhaven. Trotz des Wettbewerbsund

DANN-Analyse-Roboter 5


Die Gesundheitswirtschaft in Bremen

Kostendruckes dieser Branche gibt es Ersatzmöglichkeiten der Biotechnologie in der Verfahrenstechnik, Qualitätssicherung und Verpackung sowie der Entwicklung neuer Lebensmittel (z.B. Functional Food). Derzeit sind diesen Einsatzmöglichkeiten aber wegen der Zurückhaltung des Handels und der Verbraucher enge Grenzen gesetzt. Bremerhaven hat besondere Potenziale der Blauen Biotechnologie in Wirtschaft und Wissenschaft (Fischverarbeitung, Algenzucht, Marine Substanzen für medizinische Ernährung)

Biotechnologiezentrums Bio-Nord Mit der Eröffnung des Biotechnologiezentrums Bio-Nord am 16. Mai 2003 wurde ein wichtiger Grundstein für die Entwicklung der Seestadt Bremerhaven im Bereich der Blauen Biotechnologie und der Lebensmitteltechnologie gelegt. Kontakt: BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH, Am Alten Hafen 118, 27568 Bremerhaven, Tel.: 0471 - 9 46 46 0, Fax. 0471 - 9 46 46 89, E-Mail: mail@bis-bremerhaven.de, Internet: http://www.bio-nord.de/

Zentrum für Humangenetik Bremen Das Zentrum für Humangenetik ist eine zentrale Einrichtung der Universität Bremen. An der Entstehung vieler Krankheiten sind genetische Faktoren in irgendeiner Weise ursächlich beteiligt. Daher hat die Genetik die Funktion eines Brückenfaches zu den klinischen Disziplinen und zu den verschiedenen Grundlagenfächern der Naturwissenschaften. Die Humangenetik dient dazu, die methodischen Grundlagen und das genetische Basiswissen zu entwickeln und die Krankenversorgung durch genetische Diagnostik und Beratung zu unterstützen. Im Zentrum für Humangenetik werden folgende Dienstleistungen angeboten: ■ ■ ���

Genetische Beratung Zytogenetische Diagnostik/Chromosomenanalysen Molekulargenetische Diagnostik

Kontakt: Zentrum für Humangenetik, Universität Bremen, Leobener Str. ZHG, 28359 Bremen, Internet: http://www.humangenetik.uni-bremen.de

Gesundheitstelematik Mit Telematik-Plattformen können Kommunikation und Kooperation über die Grenzen einzelner Einrichtungen hinweg unterstützt werden ("Gesundheitstelematik-Modellregion Bremen"). Das betrifft sowohl die Kernbereiche der medizinischen Versorgung und Betreuung als auch weitere Anwendungsbereiche wie Administration und Logistik, Systemsteuerung, Leistungserfassung und Controlling, Gesundheitsberichterstattung, Fort- und Weiterbildung und Forschung. Wearable Computing

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Die Gesundheitswirtschaft in Bremen

Auf Grund der hohen gesellschaftlichen Bedeutung des Themenfeldes "Gesundheit" streben mehrere Bundesländer eine Vorreiterrolle in der Gesundheitstelematik an, z.B. Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Für Bremen wird es deshalb entscheidend sein, von Beginn an die wirtschaftliche Nachhaltigkeit von Gesundheitstelematikaktivitäten zu sichern.

Bremer Modell zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte Hintergrund Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zum 01.01.2006 ist beschlossen. Im Januar 2004 hat das BMGS eine Ausschreibung für einen Testbetrieb durchgeführt. Es haben sich im Januar 2004 sieben Regionen (unter anderem Wolfsburg, Bayern, Bremen, Baden Württemberg ...) aus unterschiedlichen Interessengruppen beworben. Das Projekt elektronische Gesundheitskarte stellt eine Schlüsselinnovation für das deutsche Gesundheitswesen, den Zukunftsmarkt Gesundheit und für den Technologiestandort Deutschland dar. Für die Gesundheitswirtschaft in den Ländern und Regionen ist der Aufbau einer Telematikplattform und die Vernetzung der Akteure bzw. Einrichtungen im Gesundheitswesen Herausforderung und Chance zugleich. Es ist eine notwendige Voraussetzung für die Überwindung der sektoralen Grenzen und die Integration der Versorgung mit dem Patienten im Mittelpunkt. Trotz erheblicher Investitionen in den Aufbau von IT – gestützten Netzen in den letzten Jahren ist bisher noch kein Durchbruch zu verzeichnen. In vielen Fällen entstanden Insellösungen, die oftmals mangels betriebswirtschaftlicher Konzepte die Phase ihrer Förderung nicht lange überlebt haben. Mit § 291 SGB V und im Rahmen der Arbeiten von BMGS, der Selbstverwaltung und der Länder wurden und werden gerade die Voraussetzungen für den Aufbau einer umfassenden Telematikinfrastruktur geschaffen. Sobald die Vorgaben der Selbstverwaltung über die gematik mbH auf der Basis der sogenannten Lösungsarchitektur vorliegen, können in den verschiedenen Regionen die nötigen Testläufe starten. Bremen hat sich schon sehr frühzeitig im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz und vor Ort mit folgenden Zielsetzungen für die Thematik engagiert. ■ ■ ■ ■ ■

Stärkung der Rolle des Patienten (Patientenautonomie) Verbesserung der Qualität und Effizienz der Versorgung Integration der Versorgung/Optimierung der Kommunikation zwischen der ambulanten ärztlichen Versorgung, den Krankenhäusern und dem Bereich der Pflege Transparenz des Leistungsgeschehens Stärkung des Gesundheitswirtschaftsstandortes Bremen

Es überrascht nicht, dass dies auch Themen sind, die in Bremen im Fokus der Gesundheitspolitik und auf der Agenda im „Gesundheitslabor Bremen“ stehen. Als Gesundheitswirtschaftsstandort hat Bremen schon seit einigen Jahren den Bereich “e-health“ als wichtigen Schwerpunkt der Gesundheitswirtschaftsinitiative des Landes identifiziert. Aus diesen Aktivitäten ist nicht zuletzt die Bremer Initiative Telematik (B.I.T.) entstanden, die von vom Gesundheitsressort maßgeblich initiiert wurde und auch weiterhin unterstützt wird.

BIT - Bremer Initiative Telematik (B.I.T.) Am 19. Oktober 2004 haben Vertreter von Kostenträgern und Leistungserbringern im Zusammenwirken mit dem Bremer Senat für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales das Projekt "BIT - Bremer Initiative im Gesundheitswesen" ins Leben gerufen. Beteiligt sind die Ärztekammer Bremen, die Kassenärztliche Vereinigung Bremen, der Bremer Apothekerverein, die Krankenhausgesellschaft der Stadt Bremen sowie die Krankenkassen AOK und hkk. 240.000 Versicherte der beiden Kassen stehen damit potentiell für den Testlauf zur Verfügung, dazu 2270 Ärzte und Psychotherapeuten, 10 Krankenhäuser und 180 Apotheken.

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Die Gesundheitswirtschaft in Bremen

Zur Koordination der anfallenden Aufgaben ist bei der hkk ein Projektbüro eingerichtet worden. Die Universität Bremen übernimmt die wissenschaftliche Überwachung. Sozialsenatorin Karin Röpke (SPD) erhofft sich einen Standortvorteil durch die Erfahrungen, die die Stadt mit dem im Juli 2001 begonnenen Modellprojekt Mammographie-Screening gesammelt hat. Kontakt: B.I.T. – Projektgeschäftsstelle, Heike Fafflock und Sven Eckert, C/o Handelskrankenkasse, Martinistr. 26, 28199 Bremen, Tel.: 0421/3378758

Gesundheit-HB – Die Bremer Anbieter im Gesundheitswesen Im Rahmen eines in Deutschland einmaligen mobilen Gesundheitsportals www.gesundheit-hb.de stellen Leistungsanbieter und Krankenkassenverbände gemeinsam mit der Unabhängigen Patientenberatungsstelle Bremen/Bremerhaven den Bürgern umfassende Informationen zum Thema Gesundheit - auch über Handys sowie andere mobile Endgeräte - zur Verfügung. Kontakt: Anne-Conway-Straße 10, 28359 Bremen, Telefon: (0421) 24 10 20 Telefax: (0421) 24 10 222 Internet: http://www.gesundheit-hb.de

Integrative Onko – Hämatologie – Netzwerk (iBON) Das integrative Bremer Onko-Hämatologie Netzwerk (iBON) ist ein medizinisch / technisches Kommunikations- und Informationsnetz auf der Basis von Telematik - Anwendungen. iBON ist ein Modellprojekt zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie bei Menschen mit Blutund Krebserkrankungen.

High-Tech-Labor für die Entwicklung und Produktion innovativer Tumordiagnostik"

In der Region Bremen wird ein EDV-Netz entwickelt, welches mit modernsten Informationstechniken und Softwarelösungen die Patientenversorgung zwischen dem ambulanten und dem stationären Bereich verbessert. Es basiert auf einer sicheren Kommunikationsplattform und stellt den Einstieg in eine umfassende (onkologische) elektronische Patientenakte (EPA) dar. iBON wird als Kooperation zwischen dem Krebszentrum Bremen Mitte dem Klinikum Bremen Mitte, Praxisärzten, weiteren Krankenhausabteilungen mit onkologischem Schwerpunkt, der Deutschen Telekom AG (TSystems), dem Zentrum für angewandte Informationstechnologie (ZAIT) der Universität Bremen und dem Bremer Krebsregister/Nachsorgeleitstelle entwickelt. Für die Modellregion Bremen ist es das zentrale „Telematikprojekt“ im Rahmen der Bewerbung Bremens als Testregion für die Einführung der eGK. Derzeit werden die Voraussetzungen für den Ausbau des „Pilot-Netzes“ iBON zu einem großflächigen, regionalen Kompetenz– und Versorgungsnetzwerk geschaffen.

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Krankenhaus Osterholz-S.

Klinikum Bremen-Nord

Krankenhaus Lilienthal

DIAKO

Pneumonologie KBO RKK

Krebszentrum Bremen-Mitte

Palliativstation LdW

Krankenhäuser Delmenhorst

Krankenhäuser Achim / Hoya

Krankenhaus Bassum

Die Abbildung vermittelt einen Eindruck von einem künftigen iBON – Netzwerk Die Ziele sind: 1.) Verbesserung der medizinischen Versorgungsqualität und die Weiterentwicklung zu einem regionalen Kompetenznetzwerk; 2.) Optimierung des Workflow: Austausch der für die Diagnostik und Therapie notwendigen Informationen; 3.) Entwicklung und Implementierung der technischen Voraussetzungen für eine sichere und effektive elektronische Kommunikation und Kooperation zwischen den Partnern in der medizinischen Versorgung; 4.) Verbesserung der Informationsbasis aller an der Diagnostik und Therapie beteiligten Akteure; 5.) Entwicklung einer standardisierten Dokumentation für Klinik und Praxis; 6.) Effiziente, d. h. schnelle und kostengünstige Datenerfassung im Sinne der "papierlosen" für Nachsorge und Tumorregister; 7.) Hohe Datensicherheit durch definierte und protokollierte Zugriffe auf die Datenbank; 8.) Erhöhung der Datenqualität für die meldenden Ärzte und Kliniken und durch zentralen Datenabgleich; 9.) Erhöhung der Datenqualität statistischer Auswertungen für die Melder durch zentralen Abgleich und zeitnahe Datenbearbeitung; 10.) Organisatorische und technische Entwicklung einer onkologischen EPA (Elektronische Patientenakte). Kontakt: Dr. Jörg Groeticke, Telefon:0421/ 497 -5200, eMail: joerg.groeticke@zkh-bremen-mitte.de, Internet: http://www.zkh-bremen-mitte.de

Soft-Copy-Befundung - Praxiserprobungsprojekt - Einführung der filmlosen Befundung im ZKH Bremen-Ost Das Projekt wurde im November 2001 gestartet. Es stellt für den Antragsteller (Zentralkrankenhaus Ost) einen für die Zukunftssicherung wichtigen Einstieg in das "filmlose" Krankenhaus dar. Basis des

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zu entwickelnden Software- und Dienstleistungsproduktes ist die von der Mevis Technology GmbH (MT) entwickelte Software "MT- Jade", die auch international Beachtung findet. Eine maßgebliche Komponente hierbei bildet die Handhabung digitaler radiologischer Bilder: die Bildakquisition, die Archivierung und vor allem die filmlose, also nur auf Bildschirmen durchgeführte, Befundung und Befund-Dokumentation. Die neuartige Soft Copy Befundungsumgebung MT-JADE geht in der Unterstützung der diagnostischen Arbeitsabläufe über das, was vergleichbare Systeme, insbesondere herkömmliche PACS-Workstations (Picture Archiving and Communication Systems) bieten, deutlich hinaus. Das ausgefeilte diagnostische Workflowmanagement und die umfangreiche Unterstützung durch forschungsnahe Werkzeuge für die Bildauswertung und Analyse stellen weit reichende Innovationen des radiologischen Arbeitsplatzes dar. Für das Unternehmen bietet das Projekt die Möglichkeit, eine Referenzinstallation aufzubauen. Darüber hinaus gewinnt MT in der Projektarbeit, bei der Schulung der Krankenhausmitarbeiter und der Anpassung des Systems an die speziellen Bedürfnisse eines Krankenhauses wertvolle Erfahrungen. Für die modellhafte Einführung der Soft-Copy-Befundung ist ein Zeitraum von einem Jahr vorgesehen. Damit wird die Grundlage für eine überregionale Vermarktung eines für Krankenhäuser attraktiven Dienstleistungsproduktes, das sich aus Software, Organisationsberatung und Schulung von Krankenhausmitarbeitern zusammensetzt, durch die beiden Projektpartner geschaffen.

Medizintechnik Die Bremer Innovations-Agentur (BIA) hat die Capgemini Deutschland GmbH mit der Durchführung der Studie „Medizintechnik – Potentiale im Land Bremen“ beauftragt. Ziel der Studie war es, vorhandene Kompetenzen sowie bisher ungenutzte Ressourcen in der Medizintechnik zu identifizieren und die Ergebnisse in einem bundesweiten Vergleich einzuordnen. Schwerpunkte gibt es in Bremen vor allem in den Bereichen:

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Mikrosystemtechnik und Mikroelektronik (Sensorik) Robotik Material/Beschichtung von Implantaten/antimikrobielles Material Prozesskompetenz (in der Softwareentwicklung sowie Verfahrens- und Fertigungstechnik) für Hochleistungsprozesse in der Medizintechnik Massenspektrometrie in der medizinischen Diagnostik

Kontakt: Bremer Investitions-Gesellschaft mbH; Kontorhaus am Markt, Langenstraße 2-4 (Eingang Stintbrücke 1), 28195 Bremen, Tel: 0421 / 96 00 – 10, Fax: 0421 / 96 00 – 810, Internet: http://www.biabremen.de Die Bremer Investitions-Gesellschaft mbH ist mit ihren Tochtergesellschaften - WfG Bremer Wirtschaftsförderung GmbH, BIA Bremer Innovations-Agentur GmbH und Bremer Aufbau-Bank GmbH die zentrale Dienstleistungseinheit für Wirtschaftsförderung und Landesentwicklung des Landes Bremen.

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Weitere Projekte Innovative Arbeitszeitmodelle in Krankenhäusern Projekt zur Förderung von innovativen Arbeitszeitmodellen in Krankenhäusern. Mit diesem Projekt werden Krankenhäuser im Land Bremen bei der Einführung von neuen, die Arbeitsbedingungen verbessernden Arbeitszeitmodellen unterstützt. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Einführung von Teilzeitmodellen. Das Projekt wird von der Kölner GEBERA Gesellschaft für betriebswirtschaftliche Beratung mbH http://www.gebera.de durchgeführt. In der ersten Projektphase beteiligen sich: ■ ■ ■ ■ ■

Klinik Dr. Heines (Bremen) Klinikum Bremen-Ost (Bremen) Rotes Kreuz Krankenhaus (Bremen) Krankenhaus "Am Bürgerpark" (Bremerhaven) Zentralkrankenhaus Reinkenheide (Bremerhaven)

In allen beteiligten Krankenhäusern hat eine umfassende anonyme Mitarbeiterbefragung statt, mit deren Hilfe die aktuelle Arbeitszeitsituation und die persönlichen Arbeitszeitpräferenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhoben wurden. Darauf basierend werden die Anforderungen an innovative und individuelle Arbeitszeitmodelle konkretisiert. Kontakt: Zusätzliche Informationen erhalten Sie auf der Website des Projektes http://www.inkam-bremen.de oder beim Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, Ute Görzel, Referat Arbeitsmarktpolitik, Tel. 0421 / 361- 20 16, ute.goerzel@arbeit.bremen.de

Ring exklusives Handwerk (REH) Handwerksinitiative für altersgerechte neue Dienstleistungen Die Handwerksinitiative mit dem Arbeitstitel „Ring exklusives Handwerk (REH) wird neue Möglichkeiten eröffnen für Menschen über 50, die nach Bremen ziehen oder in Bremen wohnen bleiben möchten. Angebote für einen altersgerechten Ausbau oder -umbau ihres Hauses oder ihrer Wohnung können dann von einem Netzwerk der Handwerksbetriebe eingeholt werden. Ein altersgerechtes Angebot an Dienstleistungen aus einer Hand erspart den Kunden die Abstimmung der verschiedenen Gewerke. Bei der Altersgruppe ab 50 handelt es sich um eine zum Teil sehr kaufkräftige Bevölkerungsgruppe mit gehobenen Ansprüchen an attraktives Wohnen. Für Bürger/innen, die nach Bremen ziehen oder hier bleiben wollen, stellt das Angebot der Handwerksinitiative eine deutliche Erleichterung dar. An dem Netzwerk nehmen bisher zehn Handwerksbetriebe sowie eine Gruppe von Maklern, Architekten und Innenarchitekten teil, die im Gesamtprojekt ein Kapital von rund einer Million Euro zur Verfügung stellen. Damit wird u.a. ein Ausstellungszentrum mit mehreren Hundert Quadratmetern Ausstellungsfläche in der Admiralstraße eröffnet. Das angeschlossene Servicebüro sichert Qualität, garantiert Termintreue und bietet ein Ratingsystem für die Kunden. In ansprechenden Präsentationsräumen werden die hochwertigen Leistungen des Handwerks für die Kunden erlebbar macht. 11


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Auf einer eigenen Website wird für die Beratungs-Angebote geworben. Die Geschäftsstelle wurde am 28.09.2005 eröffnet. Kontakt: AGEHA GmbH: GF: Dipl.- Ing. Axel Tonne, www.ageha.de oder Telefon 0421- 22 26 110

Wiener Str. 5; 28359 Bremen; info@ageha.de

„Pflege-Qualitäts-Siegel" (PQS) Neugründung eines Unternehmens zur Begutachtung, Unterstützung und Beratung von ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen Dieses Vorhaben des Instituts für angewandte Pflegeforschung (iap) im Zentrum für Public Health der Universität Bremen reagiert auf die Herausforderungen der Zukunft (demographische Entwicklung) und die steigenden, auch gesetzlich normierten Qualitätsanforderungen an den Pflegebereich. Gegenstand und Ziele des Vorhabens sind die Weiterentwicklung und die überregionale Vermarktung eines Begutachtungsverfahrens von ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen (PflegeQualitätssiegel (PQS)), die Entwicklung eines Unterstützungs- und Beratungskonzeptes von ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie die Neugründung eines entsprechenden Unternehmens als GmbH mit zwei Geschäftsbereichen. Grundlage ist ein bereits im Vorfeld des Vorhabens erarbeitetes und in der Praxis exemplarisch erprobtes Zertifizierungsverfahren. Weitere Informationen unter: http://www.iap.uni-bremen.de/

Wellness und Gesundheit in Bremen Die „OASE“ am Weserpark - eine Wellnesslandschaft mit überregionaler Bedeutung Die „OASE“ am Weserpark entstand 1998 durch den Umbau eines Erlebnisbades, das 1993 errichtet wurde. Mit dem vielfältigen Wellness- und Fitnessangebot bezeichnet sich die Anlage selbst als die größte Europas. Das Angebot umfasst alle Komponenten von Wellnessdienstleistungen im klassischen Sinne: ■ ■ ■ ■

Fitnesseinrichtungen Bäder und Saunen Massagen und therapeutische Anwendungen Gastronomie mit ausgewogenen und gesunden Speisen

Die Anlage hat ca. 100 Beschäftigte. Zusätzlich bieten 15 freiberufliche Masseure, Trainer und Tanzlehrer ihre Dienstleistungen in der Oase an. Die Oase hat jährlich ca. 200.000 Besucher. Von den Besuchern sind 60% Bremer und 30% aus dem Umland in einem Radius von ca. 100 km, 10% der Besucher kommen von weiter weg.

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Die Gesundheitswirtschaft in Bremen

Das derzeitige Marketing setzt auf das Segment der überregionalen Besucher. Unter dem Begriff „Wellness Holidays“ werden zu Schwerpunktthemen regionaltypische Wellnessanwendungen aus aller Welt angeboten. Hierzu gibt es mehrtägige Pauschalangebote in Zusammenarbeit mit einem Hotel, die über die Bremer Touristikzentrale sowie mittlerweile auch über Reisekataloge vermarktet werden. Der Standortvorteil der Oase für einen Wellnessurlaub ist dabei das komplementäre Kultur- und Freizeitangebot, das die Stadt dem Besucher nach seinem „Wellness-Urlaubstag“ in der Oase bieten kann. Ungeachtet der zu erwartenden Veränderung in der Altersstruktur in der Bevölkerung spricht die Oase in erster Linie erwerbstätige Erwachsene zwischen 18 und 50 Jahren an, die sich von den Anstrengungen im beruflichen Alltag erholen und entspannen wollen. Kontakt: OASE im Weserpark, Sauna, Wellness & Fitness Club, Hans-Bredow-Straße 17. 28307 Bremen, Telefon: 0421 – 42747 14 /-17, Telefax: 0421 – 42747 77, E-Mail: info@oase-weserpark.de, Internet: www.oase-weserpark.de

Roland in Bremen auf dem Marktplatz

Sie kennen Initiativen, welche die Akteure der Gesundheitswirtschaft in einem Bundesland unterstützen? Dann schicken Sie eine E-Mail an: redaktion@gesundheitswirtschaft.info.

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