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Bulle 8 Geldspiel Neues Spiel macht Wirtschaftszyklen erfahrbar

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Made in Switzerland Zertifikat setzt gezielt auf Schweizer Value-Werte

05/13 08. März 2013

S p e z i a l > S e i t e 12

Nachhaltigkeit Investieren mit gutem Gewissen

T i t e l g e s ch i ch t e > Se i t e 3

Japans Börsen

feiern ein unerwartetes Comeback www.zertifikate-kompakt.de


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Liebe Leserinnen und Leser, Steffen Droemert Redaktion zertifikate kompakt

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Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Titelgeschichte: Japans Börsen feiern ein unerwartetes Comeback. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Buchtipp: Bulle 8 Geldspiel – Neues Spiel macht Wirtschaftszyklen erfahrbar. . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Produktprüfung: „Made in Switzerland“ – Zertifikat setzt gezielt auf Schweizer Value-Werte . . . . . . . . . . .8 Spezial: Nachhaltigkeit – Investieren mit gutem Gewissen . . . . . . . . . . . 12 Börsenumsätze von derivativen Wertpapieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

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während sich das mediale Interesse rund um den Jahreswechsel 2012/13 auf die USA und ihr Manöver zur Umschiffung der fiskalischen Klippe richtete, machte sich auf der anderen Seite des Erdballs der Nikkei daran, seine monatelange Lethargie zu beenden. Um mehr als 15% legte das japanische Aktienbarometer seit Jahresbeginn schon zu. Eine Mischung aus einem schwächeren Yen, dadurch begünstigten Exporten und einem großen Konjunkturprogramm ist die Triebfeder, die hinter dem Anstieg des Nikkei 225 steckt. Die Chancen für eine Fortsetzung des Aufschwungs stehen nicht schlecht, auch wenn nach der jüngsten Rally die Wahrscheinlichkeit für eine Konsolidierung zunimmt. Mit Zertifikaten können Anleger an der weiteren Entwicklung des japanischen Aktienmarkts partizipieren und dabei je nach Risikoneigung offensivere oder defensivere Varianten bevorzugen. Passende Produkte stellen wir Ihnen in unserer Titelstory vor. Unser Spezial widmen wir dieses Mal Zertifikaten, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. Galten ethische Kriterien in der Unternehmensführung vor noch nicht allzu langer Zeit als lästiger Kostenfaktor oder eine Beschneidung von Handlungsspielräumen, gewinnt das Thema nun bei Anlegern immer mehr an Bedeutung. So kommt eine Studie des European Sustainable Investment Forum (Eurosif) zu dem Ergebnis, dass ein Viertel der vermögenden Personen in Europa mehr als die

Hälfte des Vermögens unter Anwendung von nachhaltigen Kriterien anlegt. Auch die Konzerne haben erkannt, dass ein nachhaltiges Wirtschaften aus ökonomischer Sicht durchaus Wettbewerbsvorteile mit sich bringen kann. Doch wann wirtschaftet ein Unternehmen nachhaltig? Wir erläutern, welche Bereiche das Thema umfasst und wie sich Nachhaltigkeit klassifizieren lässt. Zudem stellen wir einige Zertifikate vor, mit denen Anleger auf unterschiedliche Weise nachhaltig investieren können. Weniger um ethische als vielmehr um faire Werte geht es in unserer Produktprüfung, in der wir den Swiss Value-Basket von Vontobel genauer unter die Lupe nehmen. Für Anleger, die in Europa nach einer defensiven Anlagemöglichkeit suchen und dabei Schweizer Qualität bevorzugen, könnte das Zertifikat eine interessante Investitionsmöglichkeit darstellen. Es bildet die Entwicklung eines Aktienkorbs ab, der sich aus zehn nach den Kriterien des Value-Ansatzes ausgewählten Schweizer Unternehmen zusammensetzt. Eine interessante Lektüre wünscht, Ihre zertifikate kompakt-Redaktion


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Japans Börsen

feiern ein unerwartetes Comeback

Ein seit zwanzig Jahren andauernder Bärenmarkt, niedriges Wirtschaftswachstum, festgefahrene Reformen, eine rasant alternde Bevölkerung und stärkere Export-Konkurrenz aus „Emerging Asia“ – seit Jahren machen Anleger um Japan einen großen Bogen. Doch seit einigen Monaten erstrahlt die Börse aus dem Land der aufgehenden Sonne.

Wenn Börsianer über Asien sprechen, dann denken Sie zuerst an die boomenden Börsen in Südostasien (Indonesien, Thailand und die Philippinen) und an China. Aber still und leise mausert sich ein ganz anderer Markt zum Börsenstar 2013: Japan. Die Börse im Land der aufgehenden Sonne gehört zu den besten Märkten der Welt.

Seit November ist der Nikkei 225-Index um rund 33% angestiegen.

Tatsächlich ist der japanische Leitindex Nikkei 225 auf ein neues 4,5-Jahres-Hoch geklettert. Dies ist für viele westliche Anleger umso überraschender, weil der japanische Markt für nunmehr zwei Dekaden bis auf einige Strohfeuer ein chronischer Underperformer an den Weltmärkten war. Nach der schrecklichen Katastrophe von Fukushima wandten sich viele Investoren vollends vom japanischen Markt ab.

Japans Börse auf 4,5-Jahres-Hoch Woher kommt also dieser unerwartete Anstieg japanischer Aktien? Das Comeback basiert vor allem auf drei volkswirtschaftlichen und zwei markttechnischen Faktoren: dem niedrigen Yen, aggressiven Konjunkturmaßnahmen der japanischen Regierung sowie der Tatsache, dass viele ausländische Investoren in Japan deutlich untergewichtet und die Zinsen extrem niedrig sind. Seit November ist der Nikkei 225-Index um rund 33% angestiegen – und mit jedem weiteren Tag der Aufwärtsbewegung müssen

Wirtschaftswachstum von Japan in den letzten zehn Jahren 2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

1,7%

2,4%

1,3%

1,7%

2,2%

-1,0%

-5,5%

4,5%

-0,8%

2,2%

Quelle: Internationaler Währungsfonds

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nun die unterinvestierten Anleger auf den fahrenden Zug aufspringen. Gleichzeitig gibt es für inländische Investoren aufgrund der niedrigen Zinsen kaum noch Alternativen zu Aktien – vor allem wenn die Märkte weiter ansteigen. Niedrige Zinsen treiben Anleger in Aktien Zudem hat die neue Regierung unter Shinzo Abe ein gewaltiges Konjunkturprogramm über 116 Milliarden US-Dollar auf den Weg gebracht, um die Wirtschaft anzukurbeln. Anleger sollten von der neuen japanischen Regierung nicht zu viel im Bereich der eigentlich dringend benötigten Reformen erwarten. Schon vor Shinzo Abe verbreiteten zahllose Regierungen Aufbruchsstimmung, sorgten damit für großen Optimismus bei Börsianern – und enttäuschten die Märkte am Ende dennoch. Denn die Probleme in der japanischen Politik und Gesellschaft gehen tiefer als die Köpfe einiger Politiker meinen.

Das Reich der Mitte ist der größte Handelspartner von Japan – deutlich vor den USA.

Politik greift zu aggressiven Maßnahmen Da politische Börsen bekanntlich kurze Beine haben, sollten Anleger die Politik nicht als Investitionsgrund nehmen. Anders sieht es aber bei der Wirtschaft aus. Auch wenn Japan in den vergangenen Jahren mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum enttäuschte, so besitzt das Land immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Das massive Konjunkturprogramm soll nun die Wirtschaft ankurbeln. Auch derartige Maßnahmen sind in Japan nicht neu und konnten in der Vergangenheit keine nachhaltigen Erfolge erzielen. Aber der designierte japanische Notenbankchef Haruhiko Kuroda hat auch erklärt, dass er zudem die Geldpolitik der Bank of Japan deutlich lockern will. So soll die Deflationsspirale durchbrochen werden, die Japan seit Jahren lähmt. Denn die Deflation belastet die Margen der japanischen Unternehmen und sorgt für eine Schockstarre im inländischen Konsum. Seit Jahren kommen aus dem japanischen Binnenmarkt keine Wachstumsimpulse für die Wirtschaft. Dies soll nun geändert werden. Niedriger Yen beflügelt Exporte Dazu kommt ein zweiter Faktor, der die japanische Wirtschaft beflügelt: die Abwertung des Yen. Die japanische Währung hat im letzten

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Jahr über 16% gegenüber dem US-Dollar verloren. Gegenüber dem Euro wertete der Yen um über 13% ab. Der schwache Yen wirkt sich aber wie ein Turbo auf die wichtige japanische Exportindustrie aus. Eine Schlüsselrolle im Exportsektor nimmt China ein. Das Reich der Mitte ist der größte Handelspartner von Japan – deutlich vor den USA. Deshalb lautet das neue Schlüsselwort in Japans Exportsektor auch „Chipan“ – also China und Japan. Denn Japans Konzerne wollen das gigantische Nachbarland mit seinen 1,3 Milliarden Menschen erschließen. Politische Krise mit China entspannt sich Allerdings sorgten 2012 schwere politische Spannungen zwischen den beiden Ländern um eine Inselgruppe im ostchinesischen Meer für Probleme. Japanische Exportfirmen mussten im Rahmen der Krise ausgerechnet im Schlüsselmarkt China massive Absatzeinbrüche verzeichnen. Doch zuletzt hat sich die Lage wieder etwas entspannt – ein weiterer positiver Faktor

für die japanischen Exportunternehmen. Dementsprechend rechnet die japanische Regierung für das nun anbrechende Haushaltsjahr 2013/14 (in Japan reicht das Geschäftsjahr von April bis März) mit einem BIP-Wachstum von über 2%. Die richtigen Investment-Alternativen Die beiden wichtigsten Indizes im japanischen Markt sind der bekannte Leitindex Nikkei 225 und der marktbreitere, aber wesentlich unbekanntere TOPIX. Spekulative Anleger setzen mit Index-Zertifikaten oder sogar Hebelprodukten (z.B. Faktor-Zertifikaten) auf eine Fortsetzung der Rally in Japan. Sicherheitsorientierte Anleger weichen hingegen auf Capped Bonuszertifikate aus und sichern sich so eine attraktive Seitwärtsrendite, wenn der japanische Markt nach den starken Kursgewinnen zum Jahresauftakt nun konsolidiert. Denn mit einem Kurs/GewinnVerhältnis von über 15 ist der japanische Markt für konservative Investoren nicht mehr günstig bewertet. Für Momentum-Investoren bietet die Bewertung aber noch Luft nach oben.

Performance verschiedener Börsen aus Industrieländern im Jahr 2013 Index

Land

Performance 2013

Performance 3 Jahre

Nikkei 225

Japan

+15,1%

+15,4%

DAX

Deutschland

+4,0%

+34,7%

Dow Jones

USA

+9,1%

+35,3%

EURO STOXX 50

Europa

+1,7%

-6,9% Stand: 07.03.2013, Quelle: Bloomberg

Ausgewählte Zertifikate für Japan

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Typ

Basiswert

Emittent

Laufzeit

Capped Bonuszertifikat

Nikkei 225

Deutsche Bank

19.06.2014

DX4 3AR

Faktor-Zertifikat

Nikkei 225

Commerzbank

endlos

CZ3 4KD

Index-Zertifikat

Nikkei 225

DZ Bank

endlos

698 516

Index-Zertifikat

Topix

RBS

endlos

905 764

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WKN


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DAB BANK

Zertifikate-Sparpläne zum Nulltarif Die DAB Bank bietet ihren Kunden nun auch Zertifikate-Sparpläne zum Nulltarif an: Ab sofort entfallen sämtliche Transaktionsgebühren bei allen neuen und bestehenden Sparplänen auf Zertifikate der beiden Aktionspartner HypoVereinsbank onemarkets und UBS, teilte der Online-Broker mit. Damit werden Ausführungsgebühren für mehr als 100 Zertifikate-Sparpläne – 75 von HypoVereinsbank onemarkets und 28 von UBS – mindestens bis zum 28. Februar 2018

abgeschafft. Die Zahl der insgesamt von der DAB Bank angebotenen Zertifikate-Sparpläne steigt auf 145. Mit den Zertifikate-Sparplänen können Anleger breit diversifiziert und bereits mit kleineren Beträgen in verschiedene Märkte und Regionen, diverse Rohstoffe oder Währungen, aber auch bestimmte Themen und Strategien investieren. Durch ihre Vielseitigkeit eignet sich diese Anlageform deshalb gut als Basisprodukt für einen Sparplan.

RCB

RCB legt Dividenden-Zertifikat auf Dividendenaktien Winner (WKN: RCE6ES) nennt die Raiffeisen Centrobank (RCB) ihre neueste Produktkreation. Mit diesem Garantie-Zertifikat partizipieren Anleger vollständig an der positiven Wertentwicklung des STOXX Global Select Dividend 100Index. Er setzt sich aus 100 soliden Unternehmen aus Nordamerika (40 Aktien), Europa (30 Aktien) und Asien sowie Australien (30 Aktien) mit den besten Dividendenrenditen weltweit zusammen. In das Kursbarometer kommen nur jene Unternehmen, die weniger als 60% ihres Gewinns ausschütten und deren Dividendenrendite sich in den vergangenen fünf Jahren positiv entwickelt hat. Die

langfristige Wertentwicklung des Dividenden-Index ermitteln die Österreicher aus dem Durchschnitt von sechs gleichmäßig über die Laufzeit verteilten Bewertungstagen. Dadurch werden Ausreißer nach oben oder unten geglättet. Ist die Performance der dividendenträchtigen Blue Chips dennoch negativ, schützt zum Laufzeitende im März 2019 eine Kapitalgarantie vor Verlusten. Interessenten können das neue Papier der RCB bis zum 26. März in einer Stückelung von 1.000 Euro zeichnen. Hierbei fällt allerdings ein Ausgabeaufschlag von 3% an. Managementgebühren erhebt die RCB während der Laufzeit jedoch nicht.

SOCIETE GENERALE

Neue Memory Express-Zertifikate von Société Générale 65 neue Memory Express-Zertifikate auf deutsche und europäische Blue Chips emittiert die französische Société Générale. Je nach Papier liegen die Memory-Schwellen zwischen 50% und 90% des Ausgangsniveaus. Das heißt, dass Anleger selbst bei deutlichen Kursverlusten der Einzelwerte – je nach Produkt von bis zu 10% bis 50% – den Kupon ausgezahlt bekommen. Der Memory-Mechanismus sorgt zudem dafür, dass eventuell verpasste Kuponzahlungen während der dreijährigen Laufzeit nicht verloren sind und nachgeholt werden können. Die Konstruktion als Express-Produkt ermöglicht außerdem die Chance auf eine vorzeitige Tilgung. Die Höhe der halbjährlichen Kupons liegt je 6

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nach Produkt zwischen 4% und 7,5% bezogen auf den Nennwert von 100 Euro. Auch wenn der Kurs des jeweiligen Basiswerts an den Bewertungstagen bis zur vorab festgelegten Barriere (MemorySchwelle) nachgibt, erhalten Anleger die Kuponzahlung. Als Basiswerte können Anleger aus folgenden Einzeltiteln auswählen: Alcatel Lucent, Allianz, ArcelorMittal, AXA, Banco Santander, Barclays, BASF, Bayer, BMW, BNP Paribas, Carrefour, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Lufthansa, Deutsche Telekom, E.ON, France Telecom, HeidelbergCement, KPN, Metro, Munich Re, Nokia, Peugeot, Repsol, RWE, Schneider Electric, Société Générale, ThyssenKrupp, TUI, UniCredit und VW.


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Neues Spiel macht Wirtschaftszyklen erfahrbar Monopoly ist Kult. Seit der ersten Auflage haben Generationen von Mitspielern ein Vermögen mit Häusern oder Hotels gemacht – oder alles mit Fehlinvestitionen verloren. Glücklicherweise sind die Schulden hier vergessen, sobald man das Spielbrett wieder in den Karton geräumt hat, doch die Lehren aus Erfolg und Misserfolg bleiben. So macht das Spiel nicht nur Spaß, sondern vermittelt gleichzeitig eine wertvolle Lektion über den Umgang mit Geld. Reale gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge haben dabei bisher eine eher untergeordnete Rolle gespielt. Weder ein Boom, noch eine Deflation mussten in der Spielstrategie beachtet werden: Wer über Los ging, erhielt seine 4.000 Mark, wer ins Gefängnis musste eben nicht. Auch die Straßen kosteten das ganze Spiel lang gleich viel, und wer sein Geld auf die Bank brachte, hatte seinen fixen Zinssatz. Das ändert sich jetzt, denn mit dem „Bulle 8 Geldspiel“ kann der Spieler eine weitere Dimension in das Monopoly-Spiel einbauen: Durch das Erweiterungsset erfährt er am eigenen Leib, wie sich

Infla/Defla-Set für Monopoly Bulle 8 Geldspiel Eine rasante Partie durch alle Wirtschaftsphasen Preis: 29,80 € ISBN: 978-3-930851-82-9 TM Börsenverlag AG, 2012

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Inflation, Deflation, Hyperinflation, Boom und Goldstandard auf Sachwerte und liquide Mittel auswirken. Die bekannten Regeln des Spiels bleiben ansonsten gleich. Ziel ist es natürlich, als reichster Spieler vom Feld zu gehen und zusätzlich alle monetären Szenarien zu meistern – genau wie bei der Basisvariante von Monopoly. Zu Beginn des Spiels erhält jeder Mitspieler eine Wirtschaftszyklustabelle, auf der die genauen Auswirkungen des gerade aktuellen Wirtschaftszyklus angegeben sind. Diese ändert sich jedes Mal, wenn ein Spieler auf einem Eckfeld landet. Bei einem Pasch kann es also durchaus passieren, dass mehrere Zyklen durchlaufen werden. Außerdem gibt es noch zusätzliche Ereigniskarten mit Anweisungen wie „Umverteilung von rechts nach links: Jeder Spieler muss seinen eigenen Bargeldbestand an den Spieler zu seiner Linken übergeben.“ oder „Konjunkturprogramm: Der Banker teilt Ihnen ohne weitere Erklärung mit, dass alle Hypotheken ab sofort getilgt sind.“ Das Erweiterungsset „Bulle 8 Geldspiel“ macht Monopoly nicht einfacher – im Gegenteil, es kann sogar richtig knifflig werden – bringt aber noch mehr Spannung und Spaß in den Spielverlauf. Was im einen Zyklus die richtige Strategie ist, kann im nächsten schnell in den Bankrott führen. Schnelle Anpassung an die neuen Gegebenheiten ist gefragt! Wer denkt, mit den üblichen Strategien ans Ziel zu kommen, wird schnell eines Besseren belehrt. Auch alte Hasen können also mit dem Erweiterungsset das Monopolyspiel neu entdecken.


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„Made in Switzerland“ – Zertifikat setzt gezielt auf Schweizer Value-Werte Attraktive Gewinnchancen bei niedrigem Verlustrisiko – diese Kombination finden Anleger vor allem bei unterbewerteten Value-Werten. Deshalb sollten gerade risikoscheue Anleger gezielt auf diese Aktien setzen. Vontobel hat für den Schweizer Markt ein neuartiges Basketzertifikat auf Schweizer Value-Werte auf den Markt gebracht.

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Qualitätssiegel ausgezeichnet für

Transparenz

Die Schweiz – sie steht bei Menschen neben Eigenschaften wie Pünktlichkeit oder Genauigkeit vor allem für Sicherheit, Beständigkeit und Qualität. Drei Eigenschaften, die Investoren in diesen unsicheren Zeiten der europäischen Schuldenkrise höher schätzen als jemals zuvor. Trotzdem haben erst wenige Anleger mitbekommen, dass der Schweizer Aktienmarkt im laufenden Börsenjahr zu den Top-Börsen in Europa gehört. Tatsächlich hat der Schweizer Leitindex SMI 2013 knapp 13% an Wert gewonnen. Der länderübergreifende EURO STOXX 50-Index bringt es im gleichen Zeitraum auf nicht mal 2%. Tatsächlich ist die Schweiz im aktuellen Jahr nach Island und Griechenland die beste westeuropäische Börse.

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Zehn Schweizer Value-Aktien … Der Schweizer Emittent Vontobel hat deshalb das neue „Swiss Value 2013“-Basketzertifikat auf den Markt gebracht. Wie der Titel schon sagt, Bewertung

Innovation:

HHHHI

Transparenz:

HHHHH

Chance:

HHHII

Risiko:

HHHHI

Kosten:

HHHHI

Gesamturteil:

HHHHI


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wird der Aktienkorb mit Value-Werten aus der Alpenrepublik bestückt. Da schlägt natürlich das Herz jedes konservativen Investors höher. Anhand verschiedener Value-Kriterien wie Börsenbewertung, Dividendenrendite, Marktstellung oder Bilanz, wurden aus 135 Schweizer Basiswerten die zehn besten Value-Aktien für den Basket ausgewählt. Die Werte, die allesamt an der Schweizer Börse notieren, kommen aus vier verschiedenen Branchen.

Die ausgewählten Aktien überzeugen sowohl durch eine günstige Bewertung als auch durch eine überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite.

… in einem einzigen Zertifikat Dabei sind die Sektoren „zyklische Werte“ und „Finanzen“ leicht übergewichtet. Da diese Bereiche im vergangenen Jahr zu den Underperformern gehörten, finden sich dort besonders viele unterbewertete ValueAktien. Aber dieses Übergewicht könnte dem Anleger im Jahr 2013 zu einem sehr gewinnbringenden Vorteil gereichen. Denn mit den steigenden Aktienmärkten und der zunehmenden Risikobereitschaft der Investoren rücken zyklische Aktien und vor

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allem die Finanzwelt in den USA und in Europa wieder ins Rampenlicht. Besonders die Aktien aus dem Finanzsektor besitzen große Nachholpotenziale. So ist die Aktie der Credit Suisse in den vergangenen drei Jahren um rund 52% eingebrochen, während der SMI um über 12% anstieg. Swiss Life, der größte Versicherungskonzern in der Schweiz, underperformte den SMI ebenfalls in den vergangenen drei Jahren (Kursgewinn von lediglich knapp 9%). Aber 2013 gehört Swiss Life bereits mit einem Plus von knapp 27% zu den Outperformern im Schweizer Markt. Finanzwerte bieten besonderes Gewinnpotenzial Die ausgewählten Aktien überzeugen sowohl durch eine günstige Bewertung als auch durch eine überdurchschnittlich hohe

Die Werte im „Swiss Value 2013“-Basket Aktie

ISIN

1.

AMS

AT0000920863

Performance 2013 15,0%

2.

Ascom Holding

CH0011339204

7,5%

3.

Bossard Holding

CH0012323868

7,5%

4.

Clariant

CH0012142631

15,0%

5.

Credit Suisse

CH0012138530

15,0%

6.

Swiss Life

CH0014852781

15,0%

7.

Swiss Re

CH0126881561

15,0%

8.

Vaudoise Assurances

CH0021545667

3,33%

9.

Vetropack

CH0006227612

3,33%

10.

Walter Meier

CH0015940247

3,33% Stand: 07.03.2013, Quelle: Vontobel

Performance verschiedener westeuropäischer Börsen im Jahr 2013 Index

Land

Performance 2013

SMI

Schweiz

+12,8%

Performance 3 Jahre

FTSE 100

Großbritannien

+8,5%

+14,8%

DAX

Deutschland

+4,0%

+34,7%

CAC 40

Frankreich

+3,6%

-3,5%

ATX

Österreich

+4,4%

+12,4%

+2,1% Stand: 07.03.2013, Quelle: Bloomberg

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Dividendenrendite. So liegt das Kurs/Gewinn-Verhältnis der zehn Value-Werte durchschnittlich bei lediglich 9,6. Damit ist der Basket deutlich günstiger als beispielsweise der DAX. Der deutsche Leitindex kommt auf ein KGV von rund zwölf. Die Dividendenrendite der zehn Schweizer Value-Aktien liegt bei überdurchschnittlich hohen 3,1%. Zum Vergleich: Die Dividendenrendite des SMI beträgt 2,8%. Die dreißig DAX-Werte kommen auf eine durchschnittliche Dividendenrendite von 2,9%. Die attraktive Dividendenrendite sichert die Value-Werte zusätzlich nach unten ab. Value-Aktien sind günstig bewertet Die Struktur des Zertifikats ist typisch für ein Basketzertifikat. Es spiegelt die Wertentwicklung ungehebelt wider und besitzt keinen Kapitalschutz. Es besteht ein Währungsrisiko gegenüber dem Schweizer Franken (CHF). Allerdings hält sich das Risiko beim Währungspaar Euro/ Das Thema Schweizer Franken in Grenzen.

„Swiss Value“ erfreut sich großer Beliebtheit.

Denn die Schweizer Notenbank hat eine Untergrenze für den Franken ausgegeben. Danach wird man den Franken nicht unter 1,20 Euro fallen lassen. Das sichert die Schweizer Währung natürlich nach unten ab und reduziert das Währungsrisiko deutlich. Bei einem aktuellen Kurs um 1,23 CHF liegt das Risiko also bei nicht mal 3%. Die Laufzeit beträgt knapp ein Jahr bis zum 24. Februar 2014. Das ist eigentlich zu kurz, aber angesichts der Übergewichtung von Zyklikern und Finanzwerten eine ideale Länge. Da die Zusammensetzung des Aktienkorbs statisch ist, fällt keine Managementgebühr an. Das Emittentenrisiko bei Vontobel stufen wir als „moderat“ ein. Schweizer Wirtschaft wächst robust Allerdings muss klar sein, dass selbst die Schweiz trotz aller Unabhängigkeit innerhalb Europas keine Insel ist. Wenn sich die Krise in Südeuropa verschlimmern sollte und die Wachstumsdynamik

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in Westeuropa dadurch abflaut, wird auch die Schweizer Wirtschaft davon nicht verschont bleiben. Aber trotzdem sind die Aussichten selbst in diesem Fall besser als für viele andere europäische Länder. So rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) für die Schweizer Wirtschaft 2013 mit einem Wachstum von 1,4%, welches über die kommenden drei Jahre kontinuierlich auf 1,9% ansteigen soll. Für den Euro-Raum liegen die Prognosen des IWF für 2013 nur bei 0,2% und einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 1,5% für die nächsten drei Jahre. Selbst für die deutsche Wirtschaft rechnet der IWF für das laufende Jahr nur mit einem Anstieg um 0,9% und mit durchschnittlich 1,4% für die kommenden drei Jahre.

Fazit: Das Thema „Swiss Value“ erfreut sich großer Beliebtheit. Deshalb hat Vontobel mit dem „Swiss Value 2013“-Basketzertifikat ein neues Produkt zu diesem Investment­ ansatz emittiert. Ein Wehrmutstropfen ist, dass die hohen Dividenden vom Emittenten einbehalten werden und dem Anleger nicht zugute kommen. Trotzdem ist dieses Zertifikat für Anleger, die in die Schweiz investieren wollen, aufgrund der günstigen Bewertungen der Value-Aktien eine interessante Alternative.

Wirtschaftswachstum der Schweiz in den letzten zehn Jahren 2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

0,0%

2,4%

2,7%

3,8%

3,8%

2,2%

-1,9%

3,0%

1,9%

0,8%

Quelle: Internationaler Währungsfonds

Swiss Value 2013-Basketzertifikat

10

Typ

Basiswert

Emittent

Laufzeit

Basketzertifikat

Swiss Value 2013-Basket

Vontobel

24.02.2014

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WKN VT8 SWV


Kostbar, klangvoll & klug

www.kaufhaus-mediakultur.de


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Ethische Kriterien in Unternehmen gewinnen für Anleger zunehmend an Bedeutung. Vor nicht allzu langer Zeit wurden diese Aspekte in Firmen eher hinten angestellt und teilweise als lästiger Kostenfaktor eingestuft. Nachhaltiges Wirtschaften muss allerdings nicht unbedingt Kosten verursachen und kann auch aus ökonomischer Sicht Wettbewerbsvorteile bringen. Was ist nachhaltig? Nachhaltigkeit bei Unternehmen umfasst mehrere Bereiche. Das Spektrum reicht u. a. von erneuerbaren Energien, Ressourcen-Schonung und Klimaschutz bis hin zu allgemein ethisch-verantwortlichem unternehmerischem Handeln. Im Einzelfall ist genau auf unterschiedliche Kriterien zu achten, die teilweise konträr zueinander stehen. Dabei geht es nicht nur um den Atomkonzern, bei dem in der Kantine der Müll getrennt wird. Bei vielen Nachhaltigkeitsindizes spielen zudem weitere Kriterien wie z. B. die Marktkapitalisierung eines Unternehmens eine bedeutende Rolle. Ein Viertel der vermögenden Personen in Europa legt mehr als 50% des Vermögens unter Berücksichtigung von nachhaltigen Kriterien an. Das ist das Ergebnis einer Studie des European Sustainable Investment Forum (Eurosif) und entspricht einer Verdoppelung des Anteils im Zeitraum von zwei Jahren. Als reich wird innerhalb der Studie definiert, wer ein anlagefähiges Vermögen von über einer Million US-Dollar besitzt. Best-in-class oder Best-of-class Zur Klassifizierung von Nachhaltigkeit gibt es mehrere Konzepte. Zum einen kann nach dem Best-in-class-Prinzip selektiert werden. Diese Vorgehensweise führt dazu, dass aus verschiedenen Unternehmen diejenigen Unternehmen ausgewählt werden, die innerhalb einer Branche Nachhaltigkeitskriterien am besten umsetzen. Die Firmen kommen aus verschiedenen Geschäftsfeldern und müssen keinen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im Bereich Nachhaltigkeit aufweisen. Dabei wird auf die so genannten ESG-Kriterien geachtet. Das Kürzel 12

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steht für den englischen Begriff „Environment Social Governance“, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Im Einzelfall kann das Best-in-class-Prinzip zu unerwünschten Effekten für die Anleger führen. So war zum Beispiel der Ölkonzern BP auch nach der Katastrophe im Golf von Mexiko noch einige Zeit Mitglied in einem wichtigen Nachhaltigkeitsindex, dem Dow Jones Sustainability-Index (DJSI). Davon abzugrenzen sind Best-of-class-Ansätze, die in die besten Unternehmen aus den Nachhaltigkeits-Branchen setzen. Klimaschutz aus der Schweiz Das Schweizer Bankhaus Vontobel hat ein Index-Zertifikat auf den Vontobel Klimaschutz Total Return-Index (WKN: BVT622) im Angebot. Der Index versammelt Unternehmen, die zur Verbesserung des Klimaschutzes beitragen. Er wird in Kooperation mit der Schweizer Nachhaltigkeits-Agentur InRate zusammengestellt. Enthalten sind Unternehmen, die aus den Bereichen Solarenergie, erneuerbare Energie, klimaeffiziente Infrastruktur, klimaeffiziente Produkte und neue


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Effizienztechnologien kommen und die von InRate positiv bewertet wurden. Aus diesem Anlageuniversum werden aus den genannten fünf Geschäftsbereichen die jeweils vier liquidesten Aktien der vergangenen sechs Monate ausgewählt und in den Index aufgenommen. Anleger positionieren sich mit dem Zertifikat auf dem globalen Aktienmarkt. So sind neben europäischen Werten beispielsweise auch japanische Aktien wie der Eisenbahnkonzern East Japan Railway enthalten.

ist

Fonds-Basket Von der Commerzbank wurde ein Open-end-Zertifikat auf den Unlimited Sustainability All Stars-Fondsindex (WKN: CB4MWR) emittiert. Der Fondskorb-Index partizipiert an der Wertentwicklung von fünf Nachhaltigkeits-Fonds, die bei Bedarf ausgetauscht werden. Seit Mitte Februar dieses Jahres sind der Aberdeen Global Responsible World Equity, der KBC Eco Water, der ING Invest Sustainable Equity, der Pictet Water sowie Der Energiewandel der Dexia Equities Sustainable World zu von politischer Seite aus jeweils 20% enthalten. Die Fonds investiebeschlossene Sache. ren in Unternehmen mit ethischen Prinzipien und Nachhaltigkeitsorientierung in den Bereichen Ökologie und Umwelt. Fonds, die für das Zertifikat infrage kommen, müssen eine Reihe von Kriterien erfüllen. So müssen sie zum Vertrieb in Deutschland zugelassen sein und bei Aufnahme ein Volumen von mindestens 30 Mio. Euro aufweisen. Die fünf Fonds mit der besten risikoadjustierten Ein- und Drei-Jahres-Performance werden aufgenommen. Zur Gewährleistung einer Streuung unterschiedlicher Managementansätze wird pro Fondsgesellschaft nur jeweils ein Produkt ausgewählt. Energiewandel Der Energiewandel ist von politischer Seite aus beschlossene Sache. Selbst wenn es zeitliche Verzögerungen oder inhaltliche Änderungen gibt, ist der eingeschlagene Weg unumkehrbar. Der Begriff Smart Grid steht dabei für eine intelligente und nachhaltige Stromerzeugung und -verteilung. Dabei erfolgen die Datensteuerung und die Kommunikation mittels des Stromnetzes. Mit dem Smart Grid Top Select 2-Zertifikat (WKN: DB7SMG) der Deutschen Bank profitieren Anleger von der Entwicklung von zwölf Unternehmen dieser Branche, die unterschiedlich gewichtet sind. Alle Aktien notieren in

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Produktprüfung

US-Dollar, so dass Euro-Anleger auch die Kursentwicklung der beiden Währungen zueinander beachten müssen. Basket-Schwergewicht mit knapp 20% ist der US-Konzern Wesco International, ein führender Anbieter im Bereich Energietechnologien. Naturaktienindex Der Naturaktienindex (NAI) ist einer der bekanntesten Branchen-Börsenbarometer. Von der Deutschen Bank kommt ein Zertifikat, das in einen Teil der Aktien des NAI investiert (WKN: DB2NA1). Basiswert des Produkts ist der Solactive NAI Top Select Performance-Index. Dieser umfasst die 15 nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen des NAI, der aus insgesamt 30 Werten besteht. Anleger partizipieren nicht nur an der Kursentwicklung, sondern auch an den Dividenden der Unternehmen, die in den Index eingerechnet werden. Vierteljährlich erfolgt eine Anpassung, die Unternehmen werden jeweils gleich gewichtet. Der Index ist global fokussiert, aus Deutschland ist beispielsweise der Halbleiterhersteller Aixtron vertreten.

Fazit: Anleger haben die Möglichkeit, mit Zertifikaten ein breites Spektrum an Investments im Bereich Nachhaltigkeit umzusetzen. Nicht alles, was das Etikett „nachhaltig“ trägt, ist allerdings für die Anleger profitabel. Das betrifft vor allem Unternehmen, deren Geschäftsmodell stark von staatlichen Subventionen abhängt. Das Schicksal der deutschen Solarindustrie hat dies vielen Anlegern schmerzlich bewusst gemacht.

Themenzertifikate Nachhaltigkeit Typ

Emittent

Basiswert

Fälligkeit

WKN

Index-Zertifikat

Vontobel

Klimaschutz Total Return-Index

open end

BVT622

Index-Zertifikat

Commerzbank

Sustainability All Stars-Fondsindex

open end

CB4MWR

Basket-Tracker

Deutsche Bank

Smart Grid Top Select 2-Basket

open end

DB7SMG

Index-Zertifikat

Deutsche Bank

Solactive NAI Top Select Performance-Index

open end

DB2NA1

13

zertifikate kompakt · 05/1  3


Börsenumsätze von derivativen Wertpapieren

Editorial

Titelgeschichte

Zertifikate-News

Buchtipp

Produktprüfung

Spezial

Deutscher Derivate Verband

Umsatz nach Produktkategorien Januar 2013 Volumen ausgeführter Kundenorders Produktkategorien

VOLUMEN

Kapitalschutz-Zertifikate

Veränderung zum Vormonat

Zahl ausgeführter Kundenorders

Anteil am Gesamtvolumen

136.254.248

112,7%

3,3%

ZAHL

Veränderung zum Vormonat

6.792

84,8%

Strukturierte Anleihen

104.257.903

123,8%

2,5%

4.278

100,8%

Aktienanleihen

314.665.359

46,0%

7,5%

16.658

71,0%

Discount-Zertifikate

897.709.267

69,0%

21,5%

28.337

81,8%

Express-Zertifikate

160.845.908

126,7%

3,9%

7.762

92,6%

Bonus-Zertifikate

645.078.386

47,8%

15,5%

22.781

47,6%

Index­und Partizipations-Zertifikate

426.956.650

31,8%

10,2%

29.676

50,9%

11.836.918

132,6%

0,3%

232

0,0%

Outperformance- / Sprint-Zertifikate Sonstige Zertifikate Anlageprodukte Gesamt Optionsscheine Knock-out Produkte

20.905.703

182,3%

0,5%

885

111,7%

2.718.510.342

59,8%

65,2%

117.401

65,6%

509.561.878

42,0%

12,2%

86.542

36,4%

944.176.357

54,6%

22,6%

209.328

50,6%

Hebelprodukte Gesamt

1.453.738.235

49,9%

34,8%

295.870

46,1%

GESAMT

4.172.248.577

56,2%

100,0%

413.271

51,2%

Anteil am Gesamtvolumen Kapitalschutz­-Zertifikate

2 % 3%

Strukturierte Anleihen 8%

23 %

Aktienanleihen Discount-­Zertifikate Express-Zertifikate 22 %

Bonus­­-Zertifikate Index­und Partizipations-Zertifikate Outperformance­ / Sprint­-Zertifikate

12 %

Sonstige Zertifikate (Zuordnung noch nicht festgelegt) 1 % 0 %

10 %

4% 16 %

Optionsscheine Knock­-Out Produkte

Impressum V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko

Bildnachweis: Fotolia

Herausgeber: Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13, 80539 München

Erscheinungsweise: alle 14 Tage, jeweils Freitags

Geschäftsführer: Dr. Wolfram Weimer

Die Börsenumsätze von derivativen Wertpapieren werden mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Derivate Verbands (www.derivateverband.de) veröffentlicht.

Amtsgericht: München, HRB 198201 Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Margot Habjan, Steffen Drömert, Daniel Wilhelmi, Michaela Ellen Lenz, Wolfgang Tenor, Felicitas Kraus, Christian Bayer Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel: 0911 / 274 00-0, andreas.fiek@finanzpark.de Technik: Marcus Brauer, menthamedia Layout: addna, Nürnberg

14

zertifikate kompakt · 05/1  3

Auflage: 49.000

Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. zertifikate kompakt Archiv: http://www.zertifikate-kompakt.de/archiv Leserservice: leserservice@zertifikate-kompakt.de Deutsche Bibliothek: ISSN 1862-6661

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Ausgabe 05/13 (Spezial: Nachhaltigkeit Investieren mit gutem Gewissen)  
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