Issuu on Google+

Devisenmarktbericht 18.09.2012

Whg.

Letzte Nachrichten Währungseinfluss New Yorker Industrie-Index bricht unerwartet ein Zweiter starker New York, 17. Sep (Reuters) - Die Industrie im wichtigen US-Bundesstaat New York hat im September erneut Rückgang in Folge einen unerwarteten Einbruch erlitten. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe sank auf minus 10,41 von minus 5,85 Punkten im August, wie die New Yorker Federal Reserve am Montag mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit fast dreieinhalb Jahren und der zweite kräftige Rückgang in Folge. Analysten hatten mit einem leichten Anstieg auf minus 2,0 Zähler gerechnet. Die Daten gelten als Frühindikator für die gesamte Industrie in den USA. Neutral Nowotny hält Zeitplan für EZB-Bankenaufsicht für ambitioniert Wien, 17. Sep (Reuters) - Österreichs Notenbankgouverneur Ewald Nowotny hält den von der EU vorgeschlagenen Zeitplan für eine EZB-Bankenaufsicht für ambitioniert. Dies gelte besonders für das Vorhaben, ab Mitte 2013 die größten Banken in der Euro-Zone zu prüfen, sagte Nowotny am Montag auf einer Veranstaltung in Wien. "Bei der Aufsicht muss Qualität vor Schnelligkeit gehen. Ich halte es für ganz gefährlich, unter dem Druck von Terminen Scheinlösungen anzubieten." Darunter drohe der Ruf der EZB zu leiden. Die EZB dürfe die Aufsicht über die Banken daher nur dann übernehmen, wenn sie sich dafür gerüstet sehe. "Bei allem Respekt vor politischen Vorgaben - wir haben die Verantwortung", sagte Nowotny. Nach dem Plan der EU-Kommission soll die EZB ab Anfang 2013 sukzessive die Aufsicht über die 6000 Banken der Euro-Zone übernehmen. Der Vorschlag ist Teil der geplanten Bankenunion, mit der neuen Krisen vorgebaut werden soll. Nach Ansicht von Nowotny ist es jedoch unrealistisch, dass die Zentralbank bei allen 6000 Geldinstituten als Kontrolleur auftrete. Die EZB könne hier lediglich in Sonderfällen eingreifen, während die eigentliche Kontrolle weiter auf lokaler Ebene stattfinden müsse. Neutral EZB-Ratsmitglied Coene - Zinssenkungen und Tender sind Optionen London, 17. Sep (Reuters) - Der Europäischen Zentralbank stehen nach Aussagen ihres Ratsmitglieds Luc Coene in der Schuldenkrise noch mehrere Instrumente zur Linderung der Lage zur Verfügung. So könnten die Leitzinsen weiter gesenkt werden, sagte Coene am Montag auf einem vom European Economics and Financial Centre organisierten Seminar. Auch könnten die längerfristigen Geldgeschäfte (LTRO) bis zu einer gewissen Höhe ausgeweitet oder auch ein LTRO mit Privatbeteiligung aufgelegt werden. Möglich seien auch Gebühren für die Hinterlegung von Geld bei der EZB über Nacht. "Das ist sicher eine der Optionen und alles andere als ausgeschlossen", sagte Coene. Der Notenbanker geht jedoch nicht davon aus, dass die EZB jemals ein uneingeschränktes Anleihekaufprogramm (Quantitative Easing) auflegen wird. Die Zentralbank hat zwar angekündigt, Anleihen von angeschlagenen Staaten zu kaufen - aber nur wenn diese das zuvor bei dem europäischen Rettungsfonds ESM beantragen und im Gegenzug einem Programm aus Strukturreformen zustimmen. Er warnte davor, dass die Refinanzierungskosten für Spanien ohne ein solches Programm wieder in die Höhe schießen könnten. "Wenn sich Spanien nicht verpflichtet, werden wir keine Anleihen kaufen. Dann wird es nicht lange dauern, bis die Zinsaufschläge wieder steigen." Chinas Zentralbank richtet Geldpolitik neu aus Neutral Peking, 17. Sep (Reuters) - China richtet seine Geldpolitik neu aus. "Wir werden schrittweise die Rolle von Hebeln wie Zinsen und Währungskursen in der Geldpolitik erhöhen, so dass diese dominiert wird von einer preislichen Steuerung anstatt von einer mengenbezogenen Kontrolle", hieß es in einem am Montag auf der Internetseite der Zentralbank veröffentlichten 47-seitigen Plan. Bisher versucht die Zentralbank, die Liquidität im Finanzsystem über die sogenannte MindestreserveAnforderungen zu steuern. Damit wird festgelegt, welchen Prozentsatz ihrer Kundeneinlagen die Geschäftsbanken bei den Zentralbank hinterlegen müssen. Bei drohender Konjunkturflaute kann der Satz gesenkt werden, so dass die Banken mehr Geld an Privat- und Geschäftskunden verleihen können, was Konsum und Investitionen stimulieren kann. Umgekehrt wird bei drohender Überhitzung Geld aus dem Kreislauf gezogen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass sie nur langsam wirkt.

Seite 1 von 4 Bremen: Domshof 26, 28195 Bremen, Anschrift für Briefe: 28189 Bremen, Tel 0421 332-0, Fax 0421 332-2322 Oldenburg: Markt, 26122 Oldenburg, Anschrift für Briefe: Postfach 2665, 26016 Oldenburg, Tel 0441 237-01, Fax 0441 237-1333 Sitz: Bremen, Amtsgericht Bremen HRA 22159, Steuernummer: 71/549/01234, UStID: DE 114397404 Bankverbindung: BLZ 290 500 00, SWIFT Adresse: BRLADE22 kontakt@bremerlandesbank.de www.bremerlandesbank.de

Bitte beachten Sie ergänzend die wichtigen Hinweise am Ende dieses Informationsschreibens.


Devisenmarktbericht 18.09.2012

Technik und Bias EUR-USD EUR-JPY USD-JPY EUR-CHF EUR-GBP

New York 1.3092 1.3153 103.10 103.62 78.62 78.83 1.2159 1.2171 0.8046 0.8102

Ihre Ansprechpartner: Folker Hellmeyer Tel. 0421 332 2690 folker.hellmeyer@bremerlandesbank.de

1.3091 102.80 78.50 1.2132 0.8043

Far East 1.3120 103.24 78.73 1.2166 0.8082

Unterstützung 1.3060 1.3030 102.50 102.00 78.10 77.80 1.2110 1.2040 0.8020 0.7980

1.3000 101.50 77.20 1.2000 0.7920

Widerstand 1.3150 1.3210 103.00 103.50 79.00 79.10 1.2170 1.2220 0.8110 0.8150

1.3230 104.00 79.20 1.2250 0.8170

Bias Positiv Positiv Negativ Positiv Positiv

Verbalakrobatik der Notenbanken im Fokus Der Euro eröffnet heute (08.18 Uhr) bei 1.3095, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Höchstkurse im amerikanischen Handel bei 1.3153 markiert wurden. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 78.65 In der Folge notiert EUR-JPY bei 102.95, während EUR-CHF bei 1.2144 oszilliert.

Moritz Westerheide Gestern sahen wir keine größeren Ausschläge in den Märkten, momentan werden die Meldungen Tel: 0421 332 2258 der letzten Tage verarbeitet. Dabei kam es bisher nicht zu größeren Rücksetzern, wie unser moritz.westerheide@bremerlandesbank.de Indiceüberblick verdeutlicht.

DAX Dow Jones

7.403,69

-8,44

13.553,10

-40,27

Nasdaq

3.178,67

Nikkei

9.145,52

-13,87

1,843

(1,870)

10 J. US Bond 10 J. Bund

 

1,681

(1,688)

Bund Future

 139,16

(139,00)

Brent

  

Gold Silber

116,84

(117,62)

1.755,83

(1760,95)

34,06

(34,21)

TV-Termine:… Dax-Börsenampel: Ab 6.780 Punkten

Ab 7.050 Punkten

Aktuell

Größte Verlierer der Euro-Rallye waren bisher die Fluchtwährungen (AUD, CAD, SGD, SEK, NOK etc.), die allesamt unter Abgabedruck gerieten und Kursverluste gegenüber dem Euro hinnehmen mussten. Dies ist nicht überraschend, denn viele Währungen markierten kurz vorher neue Höchststände gegenüber dem Euro und einige Länder, besonders Australien und Norwegen leben stark von ihren Rohstoffexporten. Die lahmende Weltkonjunktur hinterließ in den vergangenen Wochen hier ebenfalls Bremsspuren. Das heißt jedoch nicht automatisch, dass diese Entwicklungen den Trend längerfristig gegen den Euro umkehren kann .Momentan hat der Euro Oberwasser und einen Teil seiner vorher aufgebauten Verluste abgebaut. Wohin die Reise geht, werden erst die nächsten Wochen zeigen. Das Comeback des Euro spiegelt sich auch wieder in den Bund-Renditen, die in der Spitze unter 1,40 Prozent lagen und sich zuletzt um 1,67 Prozent bewegen. Langsam macht sich Skepsis breit, wann und vor allem wie stark die EZB am Anleihemarkt durch Käufe kurzfristiger Staatsanleihen eingreifen kann. Nach der EZB-Ankündigung sackten die Renditen der Reformländerbonds ab, aber legten zuletzt schon wieder zu. Die Renditen auf italienische Bonds stiegen zuletzt um 8 Basispunkte auf 5,07 Prozent, die der spanischen Bonds um 15 Punkte auf 5,86 Prozent und drücken damit weiter Skepsis gegenüber diesen Ländern aus. Die Suche nach sicheren Häfen – sowohl in Anleihen in Form von Bunds als auch in Form von Alternativwährungen - ist nur vorübergehend ausgesetzt und kann jederzeit neu beginnen. Wir nehmen in diesem Zusammenhang die Einlassungen der EZB-Ratsmitglieder bzw. Notenbankgouverneure zur Kenntnis. Die Bemühungen die Anleihekäufe nicht als alleinige Maßnahme im Raum stehen zu lassen sind offensichtlich. Der EZB ist bewusst, dass die Euphorie um ihre Maßnahmen die Gefahr eines Rückfalls in alte Unsicherheitsbereiche nicht bannt und nur vorübergehender Natur sein kann. Heute stehen zwei Konjunkturindikatoren auf der Agenda, die unsere Aufmerksamkeit haben. Besonders der viel beachtete ZEW-Index wird heute im Fokus stehen. Aufgrund der Gemengelage könnte der Wert besser als bisher erwartet veröffentlicht werden.

Seite 2 von 4 Bremen: Domshof 26, 28195 Bremen, Anschrift für Briefe: 28189 Bremen, Tel 0421 332-0, Fax 0421 332-2322 Oldenburg: Markt, 26122 Oldenburg, Anschrift für Briefe: Postfach 2665, 26016 Oldenburg, Tel 0441 237-01, Fax 0441 237-1333 Sitz: Bremen, Amtsgericht Bremen HRA 22159, Steuernummer: 71/549/01234, UStID: DE 114397404 Bankverbindung: BLZ 290 500 00, SWIFT Adresse: BRLADE22 kontakt@bremerlandesbank.de www.bremerlandesbank.de

Bitte beachten Sie ergänzend die wichtigen Hinweise am Ende dieses Informationsschreibens.


Devisenmarktbericht 18.09.2012

Der NAHB (National Association of Home Builders) kann bei einem erneuten Anstieg wieder an die altbekannten Levels von vor der Immobilienkrise andocken. Ein leichter Anstieg gemäß den Erwartungen sollte geliefert werden und den Trend zur Gesundung des Häusermarktes fortsetzen. Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den EUR gegenüber dem USD favorisiert. Erst ein nachhaltiges Unterschreiten der Unterstützungszone bei 1.2490 – 1.2500 neutralisiert den positiven Bias des Euros. Viel Erfolg !

Daten ZEW-Indikator Sentiment Aktuelle Lage NAHB Wohnungsmarktindex

Sep. Sep.

Zuletzt

Konsensus



Bewertung

Bedeutung

-25,5 18,2 37

-20,0 17,7 38

11:00

Stimmung kann für positive Hoch Überraschung sorgen

16:00

Weiterer wahrscheinlich

Anstieg Mittel

Seite 3 von 4 Bremen: Domshof 26, 28195 Bremen, Anschrift für Briefe: 28189 Bremen, Tel 0421 332-0, Fax 0421 332-2322 Oldenburg: Markt, 26122 Oldenburg, Anschrift für Briefe: Postfach 2665, 26016 Oldenburg, Tel 0441 237-01, Fax 0441 237-1333 Sitz: Bremen, Amtsgericht Bremen HRA 22159, Steuernummer: 71/549/01234, UStID: DE 114397404 Bankverbindung: BLZ 290 500 00, SWIFT Adresse: BRLADE22 kontakt@bremerlandesbank.de www.bremerlandesbank.de

Bitte beachten Sie ergänzend die wichtigen Hinweise am Ende dieses Informationsschreibens.


Devisenmarktbericht 18.09.2012

WICHTIGE HINWEISE Dieses Informationsschreiben ist erstellt worden von der Bremer Landesbank („Bank“). Die Bremer Landesbank untersteht der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Eine Überprüfung oder Billigung dieses Informationsschreibens oder der hierin beschriebenen Produkte oder Dienstleistungen durch die zuständige Aufsichtsbehörde ist grundsätzlich nicht erfolgt. Dieses Informationsschreiben richtet sich ausschließlich an in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Kunden der Bank und der Sparkassen des Finanzverbundes. Zudem dient dieses Informationsschreiben allein Informationszwecken und stellt insbesondere kein Angebot zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung irgendeines Anlagetitels dar. Alle hierin enthaltenen tatsächlichen Angaben, Informationen und getroffenen Aussagen basieren auf Quellen, die von uns für zuverlässig erachtet wurden. Da insoweit allerdings keine neutrale Überprüfung dieser Quellen vorgenommen wird, können wir keine Gewähr oder Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen übernehmen. Die aufgrund dieser Quellen in dem vorstehenden Informationsschreiben geäußerten Meinungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile unseres Hauses dar, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit keinerlei Gewähr übernommen werden kann. Die vorstehenden Angaben beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieses Informationsschreibens. Eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann daher nicht gegeben werden. Dementsprechend ist eine Änderung unserer Meinung jederzeit möglich, ohne dass diese notwendig publiziert werden wird. Die Bewertung einzelner Finanzinstrumente aufgrund historischer Entwicklung lässt sich nicht zwingend auf die zukünftige Entwicklung übertragen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind daher kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Vielmehr können etwa Fremdwährungskurse oder ähnliche Faktoren negative Auswirkungen auf den Wert von Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten haben. Soweit im Rahmen dieses Informationsschreibens Preis-, Kursoder Renditeangaben oder ähnliche Informationen in einer anderen Währung als Euro angegeben sind, weisen wir hiermit ausdrücklich darauf hin, dass die Rendite einzelner Finanzinstrumente aufgrund von Währungskursschwankungen steigen oder fallen kann. Da wir nicht überprüfen können, ob einzelne Aussagen sich mit Ihren persönlichen Anlagestrategien und –zielen decken, haben unsere Empfehlungen nur einen unverbindlichen Charakter und stellen insbesondere keine Anlageberatung oder Rechts- oder Steuerberatung dar. Ferner stellt dieses Informationsschreiben keine Finanzanalyse dar, sondern eine lediglich Ihrer allgemeinen Information dienende Werbemitteilung im Sinne des § 31 Abs. 2 des Wertpapierhandelsgesetzes in seiner aktuell geltenden Fassung. Aus diesem Grund ist diese Auswertung nicht unter Berücksichtigung aller besonderen gesetzlichen Anforderungen an die Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen erstellt worden. Ebenso wenig unterliegt diese Auswertung dem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung, wie dies für Finanzanalysen gilt. Soweit Sie weitergehende Informationen oder eine anleger- und objektgerechte Beratung wünschen, empfehlen wir Ihnen, eine/n unserer Anlageberater/ -innen aufzusuchen. Weder die BREMER LANDESBANK noch ihre Angestellten übernehmen eine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Verluste aufgrund einer Nutzung der in diesem Informationsschreiben enthaltenen Aussagen oder Inhalte. Die Weitergabe dieses Informationsschreibens an Dritte sowie die Erstellung von Kopien, ein Nachdruck oder sonstige Reproduktion des Inhalts oder von Teilen dieses Informationsschreibens ist nur mit unserer vorherigen, schriftlichen Genehmigung zulässig.

Seite 4 von 4 Bremen: Domshof 26, 28195 Bremen, Anschrift für Briefe: 28189 Bremen, Tel 0421 332-0, Fax 0421 332-2322 Oldenburg: Markt, 26122 Oldenburg, Anschrift für Briefe: Postfach 2665, 26016 Oldenburg, Tel 0441 237-01, Fax 0441 237-1333 Sitz: Bremen, Amtsgericht Bremen HRA 22159, Steuernummer: 71/549/01234, UStID: DE 114397404 Bankverbindung: BLZ 290 500 00, SWIFT Adresse: BRLADE22 kontakt@bremerlandesbank.de www.bremerlandesbank.de


Forex-Report