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ISNA - International Snoezelen Association 10. Kongress Maria Bildhausen - Deutschland 19. - 21. Oktober 2012 Snoezelen Looking back - preparing for the future 10 Jahre ISNA Blick zurück - auf dem Weg in die Zukunft

Programm Den Mitgliedern und Freunden der ISNA kann ich zum Jahresbeginn 2012 mitteilen, dass das Programm für den Jubiläumskongress „10 Jahre ISNA – Blick zurück – auf dem Weg in die Zukunft“ bis auf Kleinigkeiten, die eine Organisation ca. neun Monate vor Beginn so mit sich bringt, fertig gestellt ist. Es sollen die Hauptreferate und Workshops vorgestellt werden. Die Referentinnen und Referenten haben langjährige Erfahrung im Snoezelen. Das bedeutet, dass auch die theoretischen Angebote sehr praxisnah vermittelt werden. Je nach Nachfrage können wir auch noch weitere Workshops doppelt anbieten. Alle Präsentationen werden ins Deutsche und Englische übersetzt. Es wurde bereits angekündigt, dass das Organisationsteam drei Schwerpunktthemen beschlossen hat. Diesen werden die folgenden Präsentationen zugeordnet:

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Thema: Blick – zurück:: (1.1) Snoezelen in der Rehabilitation (1.2) in der Therapie (1.3 ) aktuell als Fördermethode

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Thema: Blick nach vorne: (2.1) Snoezelen als Prävention (eingesparte Kosten für Erkrankungen – Der Mensch kommt zur Ruhe – Auswirkungen auf den gesamten Lebensprozess) – dazu ein besonderer Schwerpunkt (2.2) Burnout

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Thema: Didaktische Grundlagen: (3.1) Planung von Snoezeleneinheiten (3.2) Zum Prinzip der ausgewogenen Einheit von Raumplanung, Nutzer und inhaltlichem Angebot

Eröffnungsvortrag Prof. Dr. Karl-Ernst Ackermann, Humboldt-Universität zu Berlin „Snoezelen - Förderung und Forderung“


Workshop (Theorie) Professor Hiroshi Anezaki, Japan (Department of Special Needs Education, Mie University, Japan) "Von der Erholung zur Erziehung beim Snoezelen"

III-T2-Th

Snoezelen wurde in den Anfängen als Erholungsaktivität für unterschiedliche geistige Behinderungen kreiert. In den folgenden Jahren wurde Snoezelen für unterschiedliche Adressatengruppen wie für Menschen mit Demenz und anderen geistigen Erkrankungen, auch unterschiedlichen Behinderungsarten wie Autismus oder auch Mensch mit Aufmerksamkeitsstörungen begleitet von Hyperaktivität angeboten. So kann man sagen, dass Snoezelen zu Beginn als „Therapie“ bezeichnet werden kann, weniger als Erholung bei Behinderungen. Heute findet man die meisten Veröffentlichungen zum Thema Snoezelen als Therapie. Aber Mertens und Anezaki stellen heraus, dass Snoezelen auch als eine pädagogische Aktivität seine Bedeutung hat. Besonders in Sonderschulen in vielen Teilen der Welt wird Snoezelen als „pädagogische Aktivität“ bezeichnet. Ich bevorzuge den Begriff „Snoezelen als pädagogische Aktivität“. Ich hoffe auch, dass Pädagogen von unterschiedlichen Schulformen zukünftig mehr Veröffentlichungen aus ihrem Erfahrungsbereich zum Thema Snoezelen als „pädagogische Förderung“ publizieren. Workshop (Praxis) Conny Düwiger „Die richtige Lagerung beim Snoezelen“

IV-P2-Pr

Die Lagerung beim Snoezelen soll bequem und sicher sein, um Entspannung zu ermöglichen. Darüber hinaus kann richtige Lagerung die Gesundheit fördern, erwünschte Bewegungsmuster anbahnen sowie Krankheiten und Schmerzzustände verhindern und lindern. Der Einsatz von Lagerungsmitteln und die Möglichkeiten der Raumgestaltung unterstützen die richtige Lage. Im Workshop werden Grundsätze des Lagerns krankheitsbildbezogen und praxisnah vermittelt. Neben verschiedenen Lähmungsformen wie Querschnittslähmung und Zerebralparese wird auf Lungenerkrankungen und Verdauungsprobleme sowie auf Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsstörungen eingegangen. Workshop (Theorie) I-PW-Th/ II-PW-Th Reiner Cherek „Snoezelen im Wasser – eine Atmosphäre zum Wohlfühlen“ Steigt man in (32° C) warmes Wasser, erfährt man völlig neue sinnliche Erlebnisse. Auftrieb, Wasserwiderstand und hydrostatischer Druck führen zu einer neuen Art der Körperwahrnehmung. Das Wasser streichelt die Haut und führt zur Entspannung der Muskulatur. Verschiedene Auftriebshilfen lassen den Körper schweben. Man gleitet mit einfachen Bewegungen durch das Wasser oder wird in verschiedenen Schwüngen durch das Wasser gezogen. Die Wärme und leise Musik führen zu einer totalen Entspannung. Da im Juni das Schwimmbad in der Einrichtung aus Kostengründen geschlossen wurde, werden die Inhalte mit vielen praktischen Beispielen anschaulich über Bilder und Filme präsentiert. Der Referent hat durch seine jahrzehntelange Arbeit in einer eigenen Schwimmschule viel Erfahrung. Es werden viele Hilfen zur Planung solcher Snoezeleneinheiten - auch mit schwer behinderten Menschen - im Wasser gegeben werden.


Workshop (Praxis) II-P1-Pr Conny Düwiger „Snoezelen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit AVWS “ (Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung) Die Grundlage für den Erwerb von laut- und schriftsprachlichen Fähigkeiten sind auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsprozesse. Treten Störungen in diesem Bereich auf, können verschiedene Hörleistungen des Gehirns ihre Aufgaben nicht mehr bzw. nicht vollständig erfüllen, das hat für den bzw.die Betroffenen gravierende Folgen, wie z. B. Auffälligkeiten beim Sprechen, beim Lernen und beim Verhalten. Die Teilnehmer erhalten in diesem Workshop die Möglichkeiten, sich mit dem Krankheitsbild "AVWS" auseinanderzusetzen. Sie lernen, wie die Interventionsmethode "Snoezelen" den Betroffenen helfen kann, ihren Alltag zu bewältigen. Workshop (Praxis) III-P3-Pr Conny Düwiger „Snoezelen für Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsstörungen“ Aufmerksamkeitsstörungen können verschiedene Ursachen haben. Für Kinder und Jugendliche mit Defiziten in der Aufmerksamkeit ist Snoezelen eine wertvolle Interventionsmethode. Dieser Workshop zeigt die Formen des Snoezelens auf, die Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsstörungen darin unterstützen, zur inneren Ruhe zu kommen und sich zu entspannen. Die Teilnehmer/innen erhalten Anregungen und Ideen, um die Konzentrationsfähigkeit der Kinder zu steigern, damit sie den Schulalltag besser meistern können. Mit Hilfe einfacher Mittel werden die unterschiedlichsten Wahrnehmungsbereiche angesprochen. Workshop (Theorie) IV-T3-Th Line Berbigier Eschauzier, Frankreich „Änderung von Verhalten durch Snoezelen: Ein Weg, um sich vor Burnout zu schützen“ Das Wort „Burnout“ wird bei Pflegern und Personen in Freiwilligen Diensten verwendet, die unter hohen emotionaler Belastung tätig sind: in der Onkologie, in der Geriatrie, mit Aidskranken, in der Reanimation. Personen, die in diesen Bereichen arbeiten, sind psychologischen, meist negativen Emotionen ausgesetzt, was zu emotionalem und chronischem Stress führen kann. Die Erfahrungen mit Snoezelen bei Menschen mit Demenz oder in der Onkologie bestätigen die positiven Auswirkungen auf die Patienten (Sinn für Humor, Verhalten) aber auch auf das Personal. Es ist weniger gestresst und somit wird das Risiko von Burnout reduziert – weniger Stress und emotionale Erschöpfung führen zu einer höheren Arbeitszufriedenheit. Snoezelen verursacht positive Gefühle und Veränderungen im Verhalten von Patienten. Die Fachkräfte sind weniger erschöpft und ihre Arbeit wird geschätzt. Das Teilen von positiven, sensorischen Emotionen bei der Arbeit ist wichtig, speziell in den Bereichen, wo Menschen unter hoher emotionaler Belastung arbeiten.


Workshop (Theorie) Rudi Gosdschan „Eine Vision, die Wirklichkeit wird!“

II-T1-Th

Als Heimleiter in verschiedenen Senioreneinrichtungen hat man einen Blick für Einrichtungen, in denen man sich wohl fühlen kann. Die Atmospäre muss wohnlich und freundlich sein, man muss sich orientieren können, aber auch Rückzugsmöglichkeiten haben. Das gilt nicht nur für die privaten Räumen von Senioren, sondern auch die Aufenthalts- und Essräume, die Flure und vor allem den Snoezelenraum. Die Zuhörer erhalten Anregungen und Hilfen und sollen auch untereinander ihre Erfahrungen austauschen. Workshop (Theorie) Ana María Gonzáles Galli, Argentinien „Snoezelen in Zentrum El Galileo, Buenos Aires Argentina“

IV-T2-Th

In unserer Einrichtung arbeiten wir in verschiedenen Bereichen: a) Es gibt den Bereich der Aus- und Weiterbildung von Lehrern und SnoezelenFachkräften in Argentien und Lateinamerika. b) Der Raum als Entspannungsort, wo das Lernen von Kindern und Jugendlichen gefördert wird, speziell für Personen mit Autismus-Spektrum-Störungen. c) Verschiedene Berufszweige bieten Therapien im Snoezelen Raum an. d) Der Raum als Freizeitangebot. e) Die Nutzung des Raumes als Foschungsbereich. Workshop (Theorie) Kati Harasic, Kroatien Snoezelen bei / für Senioren mit Demenz

II-T2-Th

Wie schwer muss es ein Mensch haben, der Defizite in der Verarbeitung der Reize hat und welcher nicht oder nur sehr schwer in der Lage ist, logisch zu denken, Sachverhalten zu ordnen, sie zusammenzufassen, zu analysieren oder sich zu erinnern? Für diese Menschen muss die Umwelt mit ihren vielen Reizangeboten ein Chaos und eine ständige Bedrohung sein. Die Bedrohung kann körperlichen und psychischen Stress auslösen, der sich in einer inneren und äußeren Unruhe zeigen kann. Der Pflegealltag bietet demenzkranken Menschen häufig ständige Reizüberflutung und keine Möglichkeiten des Rückzugs oder der Erholung. Da Erholung und Entspannung Grundbedürfnisse des Menschen sind, bietet Snoezelen dieser Klientel die Möglichkeit, endlich einmal diese Ruhezeit zu genießen und damit ihren Alltag leichter zu bewältigen.


Workshop (Praxis) I-P1-Pr / IV-P3-Pr Angelika John "Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder ..." (Snoezelen mit/für Senioren mit Demenz) Mit der ersten Strophe dieses Liedes (von mir gesungen) treten die Anwesenden eine kleine Reise durch die Jahreszeiten an. Die Hintergrundmusik "Spaziergang am Bach" von Martin Buntrock begleitet uns durch diese Stunde. Der Bogen wird gespannt von Frühling bis Winter und die Jahreszeiten werden von einer jeweils spezifischen Musik unterlegt. Angebotene Düfte sollen die Teilnehmer den jeweiligen Jahreszeiten zuordnen. Auch gustatorisch können die Jahreszeiten definiert werden und die Teilnehmer werden angesprochen, über Körpersprache die entsprechende Jahreszeit darzustellen. Den Abschluss (zur Ruhe kommen) bilden eine Entspannungsgeschichte und das zu Beginn gesungene Lied.

Workshop (Theorie) Reinhard Keck „Snoezelen für Menschen mit visuellen Einschränkungen"

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Kein anderes Sinnessystem erlaubt eine derart differenzierte, genaue und direkte Wahrnehmung wie das visuelle System. Es ist offensichtlich, dass diese primäre Wahrnehmungseinschränkung unter anderem zu Schwierigkeiten bei der Exploration der Umwelt und der räumlichen Orientierung führen kann. In den letzten Jahren zeigte es sich immer mehr, dass der Snoezelenraum hervorragend zur Therapiebegleitung und zur Wahrnehmungsförderung, gerade auch für Menschen mit visueller Einschränkungen sehr gut geeignet ist. Um den Snoezelenraum für die genannte Zielgruppe erfahrbarer zu machen, wird der Referent auch auf die für Menschen mit visuellen Einschränkungen angepasste spezielle Raumgestaltung, die Geräte und die Materialien eingehen – einbezogen der "Nicht-Einsatz" von UV-Licht im Snoezelenraum. Zum Abschluss sollen einige bewährte praktische Snoezeleneinheiten für diesen Adressantenkreis vorgestellt werden. Workshop (Praxis) I-P2-Pr Heike Levin “Mein schönstes Geschenk“ (ein pädagogisch geführtes Snoezelenangebot für eine Drei-Generationen Familie) Der Schwerpunkt des gemeinsamen Snoezelens von Großeltern, Eltern und Kindern liegt in der bewussten positiven Gestaltung, Pflege und Stärkung der emotionalen Beziehungen untereinander durch Gemeinsamkeit und die Autonomie der Familienmitglieder während des Snoezelens. Familiensnoezelen bedeutet: Sich mit allen Sinnen aufeinander einlassen, zuhören, erinnern, einander vertrauen, sich miteinander geborgen fühlen, auch übereinander Neues erfahren und gemeinsam zur Ruhe kommen. Die Praxiseinheit „Mein schönstes Geschenk“ bietet den Teilnehmern einen Einblick in die Kultur des Schenkens und auch die Möglichkeit, ihre individuellen Wertevorstellungen und Rituale innerhalb der eigenen Familien mit allen Sinnen zu spüren und miteinander zu teilen.


Workshop (Praxis) II-P2-Pr Heike Levin „Pappröhren und Backpapier zum Klopfen, Rascheln und Lauschen“ (Babysnoezelen - Wahrnehmungsförderung im Snoezelenraum) Babys brauchen vor allem Nahrung, Wärme, Geborgenheit und helfende Hände. Sie entdecken die Welt auf ihre eigene Art. Schritt für Schritt wird sie zum unerschöpflichen Abenteuerspielplatz. Die zentralen Ziele des Snoezelens mit Eltern und Babys von 0 – 12 Monaten bestehen einerseits in der Wahrnehmungsförderung, die sich am Entwicklungsstand und den jeweiligen Bedürfnissen der Kinder orientiert. Wichtig sind die nachfolgenden Ruhephasen, in denen Kuscheln, Nähe und Beieinandersein in Raum und Zeit von allen Beteiligten bewusst wahrgenommen und dadurch die entspannte und achtsame Beziehung zwischen Eltern und Kinder gefördert wird. Dieser Praxisworkshop ohne klassisches Spielzeug entführt die Teilnehmenden in die Welt der Kleinsten und bietet Anregungen für die Arbeit mit jungen Familien im Snoezelenraum. Workshop (Praxis) Nicole Ling „Sonnenstrahlen für die Seele“

I-P4-Pr

Unser Alltag ist geprägt von unserer schnelllebigen Zeit: hohe Anforderungen, viele Termine und Leistungsdruck beeinflussen uns. Immer mehr Menschen reagieren mit Erschöpfungszuständen, Burn-out oder psychosomatischen Erkrankungen. Entspannungstechniken können helfen, sich körperlich und emotional zu „entspannen“. In diesem Zustand ist es möglich, Ruhe und Gelassenheit zu erfahren sowie einen Ausgleich für die tägliche „Anspannung“ zu sammeln. In diesem Workshop (schwerpunktmäßig sind Erwachsene angesprochen) erhalten die Teilnehmer Einblick in die Entspannungsmethode der Achtsamkeit und Atemtechnik, die helfen können, auch schon wenige Minuten im Alltag zur Entspannung zu nutzen. Workshop (Praxis) Nicole Ling „Ein Tag am Meer“

II-P4-Pr

Viele Anforderungen strömen auf unsere Kinder ein. Ruhephasen, um diese zu verarbeiten, werden immer seltener. Kinder reagieren zunehmend auf diese Reizüberflutung ihres Alltages u. a. mit Konzentrationsschwäche, Nervosität oder Unruhe. Snoezelen bietet die Möglichkeit, die negativ einströmenden Reize gezielt zu reduzieren, so dass die Verarbeitung der Wahrnehmungseindrücke erleichtert wird. Über das aktive Tun und das gezielte Erleben der einzelnen Sinne wird es dem Kind ermöglicht, zur Ruhe zu kommen, mit der Fantasie auf Reisen zu gehen und Entspannung zu erfahren.


Workshop (Praxis) III-P2-Pr Daniela Lüttich: „Entwicklung des Körperschemas bei Kindern im Grundschulalter im Snoezelenraum“ Ein positives Körperbild bzw. Körperbewusstsein ist die Voraussetzung für ein gesundes Selbstvertrauen. Das eigene Körperbild ist nicht nur von den persönlichen augenblicklichen Stimmungen abhängig, sondern auch davon, wie gut wir unseren eigenen Körper kennen und mit welchen Fähigkeiten wir ausgestattet sind. Dieser Workshop soll Möglichkeiten aufzeigen, wie Kinder im Grundschulalter bei der Entwicklung eines eigenen Körperbildes in dem besonderen Ambiente eines Snoezelenraumes unterstützt werden können Workshop (Praxis) Josipa Mingard, Schweiz „Snoezelen bei psychisch kranken Menschen“

IV-P4-Pr

Wenn ein Mensch ein extrem belastendes Ereignis -ein sogenanntes Trauma - erlebt hat, was ihn so beschäftigt, dass ihn die Verarbeitung überfordert, ist Hilfe erforderlich. Körper und Geist brauchen nach dem traumatischen Erlebnis vor allem Zeit und Unterstützung aus dem professionellen Umfeld, um die schrecklichen Ereignisse zu verarbeiten. Neben der psychologischen Behandlung eignet sich Snoezelen als Hilfe zur „Normalisierung“ des Gefühlslebens. Vertiefende Gespräche in einer vertrauensvollen und beschützenden Atmosphäre, Entspannungsverfahren und körperorientierte Übungen helfen, wieder Zugang zum eigenen Gefühlserleben zu finden. Dadurch werden Lebensqualität und Lebensfreude verbessert und der Mensch erfährt zunehmende Stabilisierung. In diesem Workshop können die Teilnehmenden anhand einer Fallbeschreibung und praktischen Übungen dieses Thema in Verbindung mit Snoezelen näher erfahren. Workshop (Praxis) Carolin Pelz „Snoezelen mit geistig behinderten Menschen“

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Der Workshop „Vorbereitung für den Advent“ richtet sich an Begleiter, die im Snoezelenraum mit Kindern, Jugendlichen und/oder Erwachsenen arbeiten. Es werden Basiselemente des Snoezelens aufgezeigt, die die Motivation und die Neugier beim Nutzer anregen, indem die unterschiedlichen Sinnesbereiche miteinander verbunden werden: Was ich fühle, kann ich auch riechen. Was ich höre, sehe ich auch. Was ich sehe, kann ich auch schmecken usw. – Gleichzeitig sind diese Angebote auch für wahrnehmungsgestörte Klienten geeignet, denen solche Reize gezielt und dosiert angeboten werden sollen. Das erlebnisreiche, selbst erprobte Snoezelen bringt den Teilnehmern des Workshops Ideen und Vorfreude für die Adventszeit und kann individuell Wohlempfinden und Entspannung auslösen.


Workshop (Theorie) PD Dr. Hana Stachová, Tschechischen Republik „Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Snoezelens in der Tschechischen Republik“

I-T3-Th

Wie wurde damals das Snoezelen in der Tschechischen Republik umgesetzt, welche Faktoren haben und können die Umsetzung des Snoezelens verhindern? Aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und auf die positiven Ergebnisse der vielen "Trainer" heute stützend, kristallisiert sich heraus, dass die Persönlichkeit des Therapeuten und die des Klienten (Nutzers) eine wichtige Rolle spielen. Einen Einfluss hat auch die objektive Datenerfassung, aber auch die Frage der Medikation. Die Methode und das Konzept des Snoezelens in der Welt und damit auch die Frage der Übertragbarkeit auf unser Land müssen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden: Wie sieht es mit dem Statement aus "Alles ist erlaubt?" oder z. B. den körperlichen Berührungen und damit die mögliche Verletzung der Intimsphäre während des Snoezelen? Viele Umsetzungsmethoden müssen erst erschlossen werden, da sie Einfluss haben, ob sie auch wirklich in unserem Land umgesetzt werden können und sollen. Die Erfahrungen an den einzelnen Arbeitsplätzen in unserem Land sollen erläutert werden. Workshop (Praxis) Ingrid Stephan (Institut für soziales Lernen mit Tieren) „Snoezelen mit Tieren“

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Tiere haben einen hohen Aufforderungscharakter. Sie bieten Geborgenheit und Wärme, wirken Stress reduzierend und entspannend und können somit den Erlebniswert des Snoezelens noch steigern. Im Workshop soll auf die Voraussetzungen, die für ein erfolgreiches tiergestütztes Setting entscheidend sind, eingegangen werden: Welche Tierarten haben welche Kernkompetenzen? Auswahl der Tiere, Vorbereitung und Training der Tiere. In dem Workshop können die Teilnehmenden selbst die Erfahrung mit Tieren machen.

Workshop (Theorie) IV-T1-Th Dr. med. Klaus Skrodzki „Snoezelen und Hyperaktivität – ein absolutes No-Go? (oder – unvereinbarer Gegensatz?)“ Viele Kinder zeigen ungezielte motorische Unruhe, insbesondere geistig behinderte Kinder und Jugendliche. Nachdem diese Kinder früher meist als „erethisch“ bezeichnet wurden, denkt man heute häufig an ADHS und überlegt auch eine medikamentöse Therapie. Vor der Anwendung entsprechender Therapien muss die Diagnose geklärt werden. Danach können sinnvolle und wirkungsvolle Therapiemaßnahmen geplant und Snoezelen als eine mögliche Therapieoption erwogen werden.


Workshop (Theorie) Ad Verheul, Niederlande „Snoezelenmaterialien selbst gemacht“

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Dieser Workshop gibt eine Übersicht, wie man selbst Snoezel-Materialien bauen kann. Eine Powerpoint-Präsentation zeigt uns die Möglichkeiten. Es werden Tipps zum Bau von Materialien - taktile, akustische, visuelle und olfaktorische Anregung- gegeben. Wenn man Snoezelen-Materialien selbst herstellt, sind eine Reihe von Dingen zu beachten. Bei elektrischen Geräten sind Sicherheits- und Betriebsvorschriften zu beachten. Auch die Qualität des Materials ist von großer Bedeutung. Vor allem achte man auf Brandschutzvorschriften und auf Pflegeleichtigkeit. Workshop (Praxis) Diana Will " Dieser Weg – Dein Weg"

I-P3-Pr / III-P4-Pr (Snoezelen mit geistig behinderten Jugendlichen)

Diese Einheit richtet sich vor allem an die Klientel der „Jungen Wilden“ wie sich unsere Gruppe bezeichnet. Es geht darum die jungen Menschen dazu anzuregen, über ihr eigenes Leben – ihre Zukunft – ihren Weg nachzudenken. Der Snoezelenraum bietet dazu die ideale Atmosphäre: er ist intim, gemütlich und man hat das Gefühl, nichts dringt nach außen. Jeder Teilnehmer hinterlässt, in dem Moment, wo er den Snoezelenraum betritt, seinen Fußabdruck auf einem Blatt Papier. Nachdem die Teilnehmer einen Platz gefunden haben und das Thema der Einheit erfahren haben, können sie zu dem Lied von Xavier Naidoo „Dieser Weg“ die Gedanken schweifen lassen. Anschließend kann jeder seine „Weggedanken“ in seinem Fußabdruck zu Papier bringen. Die Jugendlichen merken, dass es den Anderen oft genauso geht wie ihnen selbst – es ist oft der erste Schritt, um sich selbst etwas zuzutrauen. Der Gesprächsrunde folgt die Entspannungsphase.

Hauptvorträge im Plenum

Einführungsvortrag Prof. Dr. Karl-Ernst Ackermann Humboldt-Universität zu Berlin „Snoezelen - Förderung und Forderung“ Prof. Ana María González Galli, Argentinien Educativa Instituto "El Galileo”, Buenos Aires “The art of feeling in Latinoamerica Snoezelen” Wir wissen, dass sich Snoezelen seit einigen Jahren entwickelt und weltweit verbreitet hat. Aber wir müssen nachhaltig daran arbeiten, die wissenschaftlichen und praktischen Hintergründe zu belegen. Es ist unser Pflicht, die Welt zu verbessern und unsere Freude und Zufriedenheit an unserer geleisteten Arbeit weiter zu geben. Lateinamerika und Argentinien, mein Land, öffnet die Türen für dieses Angebot, das wir lieben und uns erlaubt, als Gesellschaft zu wachsen.


Ad Verheul, Niederlande „10 Jahre Snoezelen Blick in die Zukunft in den Niederlanden“ In den Niederlande hat Snoezelen einen grossen Einfluss gehabt auf die Stimulierung und den Ausbau des Tagesaktivitätenbereiches schwerst- und mehrfachbehinderter Menschen. Snoezelen hat sich in letzten 10 Jahren als eine völlig integrierte Aktivität in das alltägliche Programm entwickelt. Auch in Pflegeheimen und im Bereich demenzkranker Menschen ist Snoezelen generell akzeptiert. Wissenschaftlichen Untersuchungen im Bereich der geistig behinderen und an Demenz erkrankten Menschen zeigen Erfolge, sichtbar in der starken Reduzierung von Medikamenten und von stereotypen Verhaltensweisen. Auch wurde in der Pflegeund Behindertenausbildung Snoezelen als ein spezielles Thema aufgenommen.

Hanne Holmer, Dänemark Ergotherapeutin, Snoezelenhuse in Maribo, Dänemark Snoezelen / MSE - gestern, heute und morgen. Herausforderungen in einer kommunalen Einrichtung aus der Perspektive einer Ergotherapeutin Der Vortrag wird eine Rückschau auf die Entwicklung des Snoezelenhauses in Maribo geben. Dieser wurde als Raum zur Erholung für einen großen Adressatenkreis (Personen aller Altersgruppen und nach individuellen Beeinträchtigungen zur Erholung und Entspannung) geplant. Die gegenwärtigen Herausforderungen und weiteren Entwicklungen mit Blick auf Lernmöglichkeiten sollen aufgezeigt werden, ebenso die therapeutischen Maßnahmen für das begleitende Personal in einer Zeit der weltweiten Regression. Weiterhin sollen die zukünftigen Möglichkeiten reflektiert werden: neue Zielgruppen und Ansprechpartner verlangen neue Gerätschaften und Raumplanungen. Auch werden die erweiterten Erziehungsziele und die Teilnahme an regionalen, nationalen und internationalen Kooperations-Projekten angesprochen. Prof. Dr. Krista Mertens „Burnout und Hilfe durch Snoezelen“ Bei dem Burnout-Syndrom handelt es sich um einen körperlichen und geistigen Erschöpfungszustand. Die Ursachen können einmal bedingungsbezogen an dem äußeren Umfeld des/der Betroffenen liegen. Seelische Konflikte, also personenbezogene Faktoren, können ebenfalls Auslöser der Erkrankung sein – in der Regel stehen beide Faktoren in einer Wechselbeziehung. Es werden die theoretischen Grundlagen der Erkrankung vermittelt und eine Fülle an Interventionen durch Snoezelen aufgezeigt. In den Blickpunkt rücken vor allem die sog. „Achtsamkeitsschulung“, die Ruhe und Entspannung sowie der überlegte Einsatz von Aromen, Farben und Klängen.


Dr. Martin Buntrock „Entspannungsmusik“ Musik wird in vielen Bereichen des täglichen Lebens eingesetzt, um eine beabsichtigte Wirkung zu erzielen, beispielsweise zur Verlängerung der Verweildauer im Kaufhaus oder zur Angst- und Schmerzreduktion in der Medizin. Im Bereich des Snoezelens soll sie die Entspannung und das Wohlbefinden der Hörer unterstützen und steigern. Häufig wird die Musik hierfür jedoch lediglich nach dem persönlichen Geschmack und den eigenen Vorlieben von der Begleitperson ausgesucht. Im Rahmen des Vortrags werden wissenschaftliche Grundlagen für den Einsatz von (spezieller) Entspannungsmusik vorgestellt sowie Kriterien und Anregungen gegeben, um die Musik gezielt für ihre Anwendung im Snoezelenraum auswählen zu können. Abschlussveranstaltung Dr. Martin Buntrock Sound of Silence In romanischen Kirchen Südfrankreichs spiegelt sich der Gegensatz von Licht und Dunkel - mit außergewöhnlichen Bildern und traumhafter Musik lösen sich Joachim Markwart und Martin Buntrock von herkömmlichen Betrachtungsweisen und lassen freien Raum für das Spiel mit der Fantasie. Dem stillen Betrachter geben diese meditativen Momente Zeit und Raum zur Besinnung, zur inneren Einkehr und für eigene Gedankenbilder. Neben den Hauptvorträgen sind auf dem 10. ISNA-Kongress insgesamt weitere 28 theoretische und praktische Workshops vorgesehen, die parallel in vier großen Zeitblöcken in dem wunderschönen Ambiente des Klosters stattfinden werden. Die Anmeldung – mit der Auswahl von 4 Workshops – kann ab sofort über ein spezielles ins Netz gestelltes Anmeldeformular erfolgen. Wir versenden das Programm auch an einzelne uns bekannte Institutionen. Möchten Sie ein solches noch gesondert zugeschickt bekommen, schicken Sie bitte eine Mail oder schreiben uns. Die Kongressgebühr beträgt bei Frühanmeldung bis 31.5.2012 für Nichtmitglieder der ISNA € 300,-bei Frühanmeldung bis 31.5.2012 für Mitglieder der ISNA € 250,-bei Anmeldung nach dem 31.5.2012 für Nichtmitglieder der ISNA € 360,-bei Anmeldung nach dem 31.5.2012 für Mitglieder der ISNA € 330,-In der Kongressgebühr sind enthalten: -

Kongressmappe Teilnahme am Kongress (einschließlich 4 Workshops) Teilnahme an der Festveranstaltung am 19. Oktober mit Abendessen und Musik Getränke und Gebäck in den Pausen Mittagessen am 20. und 21. Oktober Transport vom Bahnhof bzw. den Unterkünften im Umkreis von Maria Bildhausen zum Kongressort


Am Sonntag dem 21. Oktober findet der Kongressausflug zum Kreuzberg statt. Von einem Mönch werden wir um das Kloster geführt, wahlweise kann man an einer Führung auf den Kreuzberg oder in das Meditationszentrum teilnehmen. Hierfür müssen wir einen gesonderten Betrag von € 15,-- berechnen (ohne Mittagessen). Mittagessen kann im Gasthof des Klosters eingenommen werden (Der Kreuzberg - der heilige Berg der Franken). Die Registrierung für den Kongressausflug erfolgt auch auf dem Online-Anmeldeformular. Anmeldungen zum Kongress unter Angabe der gewünschten Workshops sind ab sofort möglich unter: Prof. Dr. Krista Mertens Stichwort: ISNA-Kongress 2012 e-mail: mertens@isna.de Postanschrift:

Rüdesheimer Str. 4 14197 Berlin

Bitte nutzen Sie nach Möglichkeit das Online-Anmeldeformular unter www.isna.de . Ich hoffe, dass wir Sie für das Programm interessieren konnten und freue mich auf ein Wiedersehen im Oktober in Maria Bildhausen. Die Wegbeschreibung und Angabe der Unterkünfte finden Sie ebenfalls auf dieser Seite. Krista Mertens


Wehrfritz als Austeller zum 10jähriges Jubiläum der "International Snoezelen Organisation" (ISN...