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INTERN 1/2013

Feierlicher Amtswechsel des Wissenschaftlichen Direktors des IFW Dresden am 8. April 2013 im Dülfersaal der TU Dresden

Neuer Wissenschaftlicher Direktor Seit 1. April 2013 ist Prof. Dr. Jürgen Eckert der Wissenschaftliche Direktor des IFW Dresden. Die Feierliche Amtsübergabe fand am 8. April 2013 im Beisein der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Sabine von Schorlemer, und des Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer, statt. Über 100 auswärtige Gäste und ebenso viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IFW konnten bei der Feier im Dülfersaal der TU Dresden dabei sein. Die Redner nutzen diese Gelegenheit, das Wirken von Ludwig Schultz nicht nur in seiner 5-jährigen Amtszeit als Wissenschaftlicher Direktor sondern insgesamt in und für Dresden zu würdigen. Ludwig Schultz hat sich insbesondere um den Schulterschluss zwischen den Dresdner außeruniversitären Instituten und der TU Dresden bemüht, und damit auch einen

wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Standorts Dresden geleistet. Besonderen Wert legte Ludwig Schultz auch auf den Ausbau der Internationalität des Forschungsstandorts Dresden. Er hat sich um die Einwerbung großer Tagungen nach Dresden besonders verdient gemacht und sich intensiv um die Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses gekümmert. Jürgen Eckert möchte an die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers anknüpfen. Zu den wichtigsten und ersten Aufgaben zählt er die Umsetzung der neuen Struktur unseres Forschungsprogramms. Damit will er gleichzeitig die Chance nutzen, das IFW stärker in Richtung Zukunftsthemen zu profilieren: dazu gehören Energiespeicher-Systeme, Batterietechnologien und Superkondensatoren, biokompatible Werkstoffe und Implantate, ebenso wie Nanofluidik, die Sensorik und magnetische Werkstoffe.

Auch die Rückgewinnung strategisch wichtiger Rohstoffe gewinnt an Bedeutung – zu diesem Schwerpunkt wurde jüngst erst eine Kooperation mit Korea eingegangen. Er sieht gute Chancen, dass die IFW-Forschungen an Nanoflusstechniken, körperverträglichen Implantaten und innovativen Magnetwerkstoffen zu neuen Firmenausgründungen führen können. Zum Amtswechsel seines Vorstandskollegen erklärt der Kaufmännische Direktor des IFW, Dr. h.c. Rolf Pfrengle: "Ich danke Prof. Schultz für die kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit in der Leitung des IFW, und ich bin sicher, dass mit Prof. Eckert die national und international hohe Sichtbarkeit unserer Forschung gefestigt und ausgebaut wird. Die Leibniz-Gemeinschaft bietet uns hierfür in ihrer Struktur und wissenschaftlichen Vielfalt die besten Voraussetzungen."

Besuch der EU-Forschungskommissarin Die Forschungskommissarin der EU, Máire Geoghegan-Quinn, besichtigte am 03.12.2012 den IFW-Standort Supratrans Dresden-Niedersedlitz. Die Station war Teil eines zweitägigen Besuchs von Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Sachsen. "Ich freue mich sehr, bei meinem Besuch in Sachsen eines der führenden Mikroelektronikcluster der Welt kennen zu lernen. Die Region ist auch in Bereichen wie Transport, Photonik und Biotechnologie sehr aktiv. Sachsen betreibt gezielt Forschung und Entwicklung und steigert damit die europäische Wettbewerbsfähigkeit, gerade jetzt, wo wir Hightech-Wachstum und Arbeitsplätze brauchen. Darum unterstützt die Europäische Kom-

Die EU-Forschungskommissarin und die Sächsische Wissenschaftsministerin beim Probeschweben auf dem SupraTrans

mission auch Forschung in Sachsen mit Geldern aus unseren Rahmenprogrammen und aus den Strukturfonds. Die Förderung werden wir sicherlich auch im neuen EU-Forschungsrahmenprogramm HORIZON 2020 fortsetzen", sagte EUKommissarin Máire Geoghegan-Quinn. Die EU hat sich das Ziel gesetzt, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis zum Jahr 2020 auf 3 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu erhöhen. Sachsen ist mit 2,88 Prozent im Jahr 2010 auf gutem Wege und liegt damit sogar knapp über dem Bundesdurchschnitt. Der O-Ton aus Brüssel zum Besuch lautete: „Schönen Dank nochmals für den perfekt organisierten Besuch! Die Kommissarin war sehr begeistert!“

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1. Expertentisch für duale Ausbildung in der Leibniz-Gemeinschaft

Vier weitere erfolgreiche Ausbildungsabschlüsse

Stefanie Berndt & Nicole Geißler vertreten die Jugendlichen und Azubis

Jugend- und Auszubildendenvertretung

Erfolgreicher Abschluss!!!

Qualität und Spaß in der Berufsausbildung ist das Motto des IFW, wenn es um seine Azubis geht. Um dieses zu unterstützen und zu kontrollieren, gibt es seit einigen Jahren die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) am Institut. Die Aufgaben einer JAV bestehen darin, die Einhaltung der gesetzlichen Verordnungen und Tarifverträge zu kontrollieren und die Achtung der Rechte der Auszubildenden sowie die Qualität der Ausbildung zu überwachen. Außerdem berät sie bei Problemen und fördert die Kommunikation zwischen den Azubis sowie zwischen Azubis und Arbeitgeber. Diese Aufgaben erledigen seit zwei Jahren wir, Nicole Geißler und Stefanie Berndt. Um unsere Arbeit gut erledigen zu können, nahmen wir an zwei Weiterbildungsseminaren der Ver.di teil und arbeiten stets eng mit dem Betriebsrat, den Berufsausbildern und -ausbilderinnen zusammen. Nach den Seminaren, gefüttert mit Wissen und Methoden dieses auch anzuwenden, führten

Mit dem 1. Februar 2013 haben erneut vier Auszubildende ihre Lehre im IFW abgeschlossen und dürfen sich ab sofort Facharbeiter nennen. Philipp-Emanuel Hautau (Elektroniker für Betriebstechnik) und Johanna Horenk (Industriemechanikerin für Feingerätetechnik) sind nun in den Abteilungen 71 und 72 der Forschungstechnik tätig, Nicole Geißler und Marco Naumann als Physiklaboranten im IFF in den Abteilungen 12 und 11. Wir möchten uns bei unseren Ausbildern sowie allen anderen Mitarbeitern des Hauses bedanken, welche uns während unserer 3,5-jährigen Ausbildung begleitet und fachlich unterstützt haben. Für die Zukunft wünschen wir allen nachfolgenden Auszubildenden eine ebenso interessante und lehrreiche Ausbildung. Darüber hinaus hoffen wir auf ein weiterhin wachsendes Engagement der Mitarbeiter des IFW in der aktiven Ausbildung. ■ Die Absolventen

wir schon drei Jugend- und Auszubildendenversammlungen durch. Wir statteten den AzubiSeminarraum mit einem vierten PC aus und organisierten mit den Auszubildenden diverse Jahresabschlussfeiern sowie Kennenlern-Aktionen. Besonders effektiv hat sich die gegründete Azubi-Facebook-Gruppe als Kommunikationsmittel gezeigt. Außerdem fand im November 2012 nach zwei Jahren wieder die Wahl zur Jugend- und Auszubildendenvertretung statt. Wir freuen uns, dass wir das Amt weiterhin gemeinsam betreuen dürfen. Wir danken nochmal den Azubis für ihre Wahlbeteiligung, dem Betriebsrat und dem Wahlvorstand für die Unterstützung bei der Wahl. Bei Fragen oder Problemen stehen wir gern zur Verfügung: Stefanie Berndt (Abt. 33), Vorsitzende, B3E.17, Tel. 730 Nicole Geißler (Abt. 12), stellv. Vorsitzende, B3E.19, Tel. 728

1. Expertentisch für die duale Ausbildung in der Leibniz-Gemeinschaft Am 08.3.2013 trafen sich im Leibniz-Institut IFW Dresden erstmalig Ausbilder, Ausbildungskoordinatoren sowie Vertreter der Leitungsebene aus sieben verschiedenen Leibniz-Einrichtungen auf Einladung des Präsidiumsbeauftragten für die duale Ausbildung in der Leibniz-Gemeinschaft, Dr. h. c. Pfrengle, zu einer ersten Gesprächsrunde des neu gegründeten Expertentischs für die duale Ausbildung in der Leibniz-Gemeinschaft. Die Experten diskutierten aktuelle Herausforderungen der dualen Ausbildung in der Leibniz-Gemeinschaft, Ansätze zur einrichtungsübergreifenden Vernetzung, den geplanten Image-Film zur dualen Ausbildung in der Leibniz-Gemeinschaft, den V. Leibniz-Ausbildungstag und ein Ausbilder-Portal, welches in der Website der Leibniz-Gemeinschaft eingebunden werden soll. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse der wissenschaftlichen

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Abschlussarbeit von Franziska Dennstedt, Studentin im Masterstudiengang „Weiterbildungsforschung und Organisationsentwicklung“ an der TU Dresden, zum Thema „Ausbildungsplätze schaffen – fördernde und hemmende Faktoren als Grundlage der Ausbildungsplatzentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft“ dargestellt und erörtert. Grundlage für die Ist-Zustands-Analyse der aktuellen Ausbildungssituation in der Leibniz-Gemeinschaft waren problemzentrierte Experteninterviews mit Akteuren der dualen Ausbildung verschiedener ausbildender und noch nicht ausbildender Leibniz-Einrichtungen aus unterschiedlichen Sektionen. Das wissenschaftlich abgeleitete Kategoriensystem umfasst sowohl Aussagen zu hemmenden als auch fördernden Faktoren der Ausbildungsplatzentwicklung sowie Vor- und Nachteile der dualen Ausbildung

des wissenschaftsunterstützenden Personals für die Forschung. Gleichzeitig verdeutlicht es die besondere Bedeutung der Ausbilder und der Leitungsebene für eine erfolgreiche Ausbildung. Der am häufigsten genannte hemmende Faktor der Ausbildungsplatzentwicklung ist Zeit, wobei hierunter die zeitliche Betreuung der Auszubildenden sowie die zeitliche Arbeitsbelastung bei der Organisation der Ausbildungsplätze subsumiert werden. Auf der anderen Seite werden der intergenerationale Austausch und -transfer sowie das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft als wichtigste fördernde Faktoren genannt. Die Ergebnisse der Masterarbeit und die Aktivitäten zur dualen Ausbildung sollen auch zukünftig wissenschaftlich durch eine geplante Promotionsarbeit am IFW begleitet werden. ■ F. Dennstedt & M. Mathiszik


Prof. Dr. Jeroen van den Brink mit einem Modell der Wismut-Waben-Struktur

Postersession bei der IFW-Winterschule

Gäste aus Zielona Gora am Supratrans

Neuer Hoffnungsträger für die Nanoelektronik: Waben aus Wismut-Würfeln Dresdner Forscherteam entdeckt ein neues Material, Wissenschaftler der TU Dresden und des IFW Dresden haben ein neues Material synthetisiert, das den elektrischen Strom an der Oberfläche fast ungehindert leitet, im Inneren aber ein elektrischer Isolator ist. Es handelt sich dabei um Wismut-Würfel, die eine Wabenstruktur bilden, ähnlich wie sie von Graphen bekannt ist. Anders als Graphen funktioniert das neue Material auch bei Raumtemperatur und ist deshalb ein vielversprechender Kandidat für die Anwendung in der Nanoelektronik. Während in Graphen die Kohlenstoffatome eine bienenwabenartige zweidimensionale Schicht bilden, sind es in dem neuen Material Würfel aus Wismutatomen, die dieses Muster formen. Die Elektronen bilden dabei einen exotischen Quantenzustand der Materie. Wie die Forscher um Prof. Michael Ruck von der TU Dresden und Prof. Jeroen van den Brink vom IFW in der Zeitschrift „Nature Materials“ berichten, handelt es sich dabei um einen sogenannten „topologischen Isolator“, an dessen Kanten elektrischer Strom ohne Verluste fließen kann.

Normalerweise werden Materialien hinsichtlich ihrer elektrischen Eigenschaften entweder als metallische Leiter oder als Isolatoren, die nur geringe elektrische Leitfähigkeit besitzen, klassifiziert. Topologische Isolatoren werden von Physikern auch als dritter elektronischer Zustand der Materie beschrieben, denn man kann ihn weder den Leitern noch den Isolatoren zuordnen. So ist das Innere des Materials ein Isolator, während die Oberfläche metallisch leitet. Die Besonderheit dabei ist, dass dieser elektrische Strom auf der Oberfläche schwer durch äußere Einflüsse gestört werden kann. Aufgrund dieser Eigenschaft sieht man in den topologischen Isolatoren ein großes Potenzial für eine Anwendung in zukünftigen nanoelektronischen Transistoren, Speicherbausteinen und Sensoren, die außergewöhnlich energieeffizient sind. Das neue Material aus Wismutwürfeln ist strukturell und in seinen topologischen Eigenschaften dem Graphen verwandt, hat aber den gravierenden praktischen Vorteil, auch bei Raumtemperatur ein topologischer Isolator zu sein. Jedes Elektron

besitzt neben seiner Ladung zugleich auch ein magnetisches Moment, den Spin des Elektrons. In einem normalen Metall, wie beispielsweise Kupfer, weisen diese Elektronenspins in beliebige Richtungen. Ganz anders verhalten sich die Elektronen, welche sich entlang der Seiten der bienenwabenartigen Schichten in dem neuen Material bewegen: Sie zeigen eine spontane Ausrichtung ihrer Spins, die auf die exotische Quantennatur des topologischen Isolators zurückzuführen ist. Der Effekt ist sogar weitergehend: Wenn die Elektronen ihre Bewegungsrichtung umkehren, kehrt sich kollektiv auch die Ausrichtung ihrer Spins um. Somit haben Elektronen, die sich in entgegengesetzte Richtungen bewegen, auch entgegengesetzte Spinorientierungen. Die Spinausrichtung von Elektronen, die den elektrischen Strom tragen, ist äußerst nützlich für eine Anwendung in der Spintronik, einer in der Entwicklung befindlichen Informationsverarbeitungstechnologie, die auf der Kontrolle von Elektronenspins beruht und zu hocheffiziente Prozessoren und Speicherbausteinen führen soll.

17. Hochschultage Berufliche Bildung Unter dem Thema „Arbeit der Zukunft – Zukunft der Arbeit“ fanden vom 13.-15. März 2013 die 17. Hochschultage Berufliche Bildung in Essen statt, welche seit 1980 im Abstand von zwei Jahren an wechselnden Hochschulstandorten ausgerichtet werden und ein etabliertes Forum für Akteure der beruflichen Bildung darstellen. Die Leibniz-Gemeinschaft war durch den Präsidiumsbeauftragten für duale Ausbildung, Dr. h.c. Rolf Pfrengle, daran aktiv im Rahmen der Fachtagung Chemie- und Umwelttechnik beteiligt. Prof. Felix Rauner, einer der KeynoteVortragenden bei der Fachtagung kritisierte in seinen Ausführungen den Trend der Akademisierung beruflicher Bildung, die in Deutschland gleichzeitig aber auch mit einer zunehmenden

„Verberuflichung“ akademischer Bildung einherzugehen scheint. Dr. Pfrengle stellte in seinem Vortrag mit einem historischen Rückblick und mit wissenschaftsadäquaten und gesellschaftspolitischen Betrachtungen die herausragende Bedeutung und Unverzichtbarkeit der dualen Ausbildung von wissenschaftsunterstützendem Personal für die außeruniversitäre Forschung heraus. Zusammen mit Prof. Manuela Niethammer, Dekanin der Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden moderierte er die zweitägige Fachtagung Chemie- und Umwelttechnik, welche sich besonders vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kritisch mit der Zukunft der dualen Berufsausbildung in der Chemie- und Umweltbranche

auseinandersetzte. Die Fachtagung wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Berufsbildung in naturwissenschaftlich- und umwelttechnischen Berufen (BAG NAWU) organisiert und geleitet. Die BAG NAWU wurde im Juni 2007 durch Akteure der Bildungsforschung sowie der Aus- und Weiterbildung in Industrie und Wissenschaft gegründet, um die Kommunikation und Kooperation zwischen den einzelnen Akteuren der beruflichen Bildung mit Partnern aus der Bildungspolitik und Bildungswissenschaft zu stärken. Bei der Vorstandssitzung des Vereins, die am 13. März 2013 im Rahmen der Hochschultage stattfand, wurde Dr. Pfrengle als stellvertretender Vorsitzender in den Vorstand der BAG NAWU gewählt. ■ K. Backhaus-Nousch

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Prof. S. Kłos, Prof. R. Stryjski und W. Popacz von der Universität Zielona Gora im IFW

Teilnehmer des deutsch-schwedischen Workshops

Kuratorium bestellt neue Beiratsmitglieder In seiner Sitzung am 9. April 2013 hat das Kuratorium des IFW Dresden vier neue Mitglieder in den Wissenschaftlichen Beirat berufen: Herrn Prof. Dr. Philippe M. Fauchet (Vanderbilt University, USA), Herrn Prof. Dr. Matthias Göken (Univ. Erlangen-Nürnberg), Frau Prof. Dr. Roberta Sessoli (Univ. Florenz, Italien) und Frau Prof. Dr. Maria-Roser Valenti (Universität Frankfurt/Main). Für eine weitere Amtsperiode wurden Herr Prof. Alan Lindsay Greer, Herr Prof. Dr.-Ing. Rolf Hel-

linger, Herr Prof. Xavier Obradors Berenguer und Herr Prof. Dr. Eberhard Umbach berufen. Außerdem ist weiterhin Herr Prof. Dr. Rudolf Groß Mitglied des Beirats. In seiner Sitzung am 7. und 8. Oktober 2013 wird der Wissenschaftliche Beirat neu über seinen Vorsitz entscheiden. Der bisherige Vorsitzende Herr Prof. Dr. Reiner Kirchheim ist nach langjähriger Mitgliedschaft aus diesem Gremium ausgeschieden.

Antragsprämie für ERC Starting und Consolidator Grants Im Dezember 2012 bewilligte der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft dem IFW Antragsprämien für im Oktober 2012 gestellte ERC Starting Grant-Projektanträge. Freuen dürfen sich Frau Dr. Wurmehl, Herr Dr. Hänisch und Herr Dr. Stoica. Die Leibniz-Gemeinschaft betont die wesentliche Bedeutung der ERC-Grants für die externe Beurteilung der Exzellenz eines Wissenschaftlers sowie die der Leibniz-Gemeinschaft im europäischen und internationalen Raum. Aus dem Präsidentenfond des Impulsfonds stellt der Präsident Gelder bereit, die für die Projektbean-

tragung entstandenen Ausgaben bezuschussen sollen. Abhängig von der Anzahl der eingegangenen Prämienanträge werden zwischen 5.000 und 10.000 EUR je Antrag ausgezahlt. Sollte das Budget des Impulsfonds für das Jahr 2013 nicht für alle Prämien ausreichen, werden in 2013 Teilzahlungen erbracht, die im Folgejahr vervollständigt werden. Derzeit wird ein weiterer Prämienantrag vorbereitet, denn im Februar 2013 wurde von einem Wissenschaftler des IFF ein Antrag auf einen ERC Consolidator Grant gestellt. ■ J. Kalkstein

Deutsch-Schwedischer Workshop am IFW Am 29.-30. Oktober 2012 fand im Institut für Komplexe Materialien am IFW Dresden der ersten Workshop für Materialwissenschaft und Materialchemie unter Beteiligung der Wissenschaftler aus der Uppsala Universität, der Stockholm Universität, der TU Dresden, und dem IFW Dresden, die an den zwei Gemeinschaftsprojekte im Rahmen deutsch-schwedischer Kooperation auf dem Gebiet der Strukturbiologie und Materialforschung mit Neutronen und Synchrotronstrahlung zusammenarbeiten, statt. Organisiert wurde der Workshop von Prof. Dr.Ing. Jürgen Eckert und Dr. Ivan Kaban. Der

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Workshop bot ein Forum für den Austausch und die Diskussion von Erfahrung, Kenntnisse und Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der elektrochemischen Energiespeicher und der neuen Materialien, insbesondere in Bezug auf die Röntgen-Angström-Cluster Projekte “The Consortium for Crystal Chemistry” und “Phase Transitions”. Der nächste Workshop wird in 2013 an der Uppsala Universität stattfinden. Weitere Informationen über deutsch-schwedische Kooperation im Rahmen des Röntgen Angström Clusters finden Sie unter www.rontgenangstrom.eu

Ehrendoktorwürde für Prof. Dunsch Der Rektor der Slowakischen Technischen Universität Bratislava hat im Dezember 2012 auf Vorschlag der Chemischen Fakultät Herrn Prof. Lothar Dunsch, Abt. 14, die Ehrendoktorwürde verliehen. Damit werden seine Verdienste um die Elektrochemie und Spektroelektrochemie sowie die Zusammenarbeit zwischen dem IFW Dresden und TU Bratislava auf diesen Gebieten gewürdigt.

Leibniz-Wettbewerb Der Leibniz-Wettbewerb (vormals SAW-Verfahren) ist das interne Wettbewerbsinstrument der Leibniz-Gemeinschaft. Hier treten die LeibnizEinrichtungen miteinander in den direkten Wettbewerb um Forschungsmittel. Jede Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft hat die Möglichkeit, pro Jahr einen Antrag einzureichen, der sich auf eine Förderlinie beziehen muss. Die Förderlinien haben ihre Grundlage in den Zielen des Paktes für Forschung und Innovation. Der Senatsausschuss Wettbewerb (SAW) bewertet die Anträge in Konkurrenz zueinander und nach Kriterien wissenschaftlicher Exzellenz. Auf der Grundlage der Empfehlungen des SAW entscheidet der Senat der Leibniz-Gemeinschaft, welche Vorhaben gefördert werden. Die Anträge für den Leibniz-Wettbewerb 2014 mussten bis zum 15. März 2013 eingereicht werden. Das IFW Dresden hat sich im Rahmen der Förderlinie „Innovative Vorhaben“ mit einem Projektantrag zum Thema „Tailored manipulation of fluids in functionalized highly integrated microand nanoscale fluidic systems“ beteiligt. Projekthauptverantwortliche des diesjährigen Antrags ist Frau Dr. Margitta Uhlemann. Für eine Laufzeit von 3 Jahren wurden insgesamt 1,1 Mio. EUR beantragt. Die Auswahlsitzung des Senatsausschusses Wettbewerb findet am 18./19.9.2013 statt; die endgültigen Förderentscheidungen für das Wettbewerbsverfahren 2014 trifft der Senat am 28. November 2013. ■ J. Kalkstein


IFW-Stand auf der Messe KarriereStart 2013

IFW-Beitrag zur Dresdner Aktion Juniordoktor

Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Dunsch

Heraeus-Seminar zum Thema Functional Magnetic Nanomembranes

Flexible Magnetoelektronik während der Innovation Days

Das 526. WE-Heraeus-Seminar wurde vom 4. bis 6. März 2013 im Physikzentrum Bad Honnef abgehalten. Es wurde mitorganisiert durch Dr. Denys Makarov (IIN-IFW), Dr. Carmine Ortix (ITF-IFW) und Dr. Larysa Baraban (TU Dresden). Oberstes Ziel der Organisatoren der Veranstaltung war es, eine internationale Gemeinde zu etablieren, die auf dem neuartigen Fachgebiet der magnetischen Nanomembranen arbeitet. Diese gekrümmten magnetischen Dünnschichten bilden den Kern formbarer magnetischer Sensorik. Das Thema wurde kürzlich am IFW Dresden vorgestellt und zog große Aufmerksamkeit seitens der Wissenschaftsgemeinde als auch der Industrie auf sich. Die funktionalen Elemente mit der einzigartigen Eigenschaft nach ihrer Herstellung nach Belieben verformbar zu sein, unterscheiden sich von jeglicher konventionellen Art von starren magnetischen Sensorelementen und resultieren in einer Fülle von neuartigen

Sensorkonzepten und Anwendungsgebieten. Um das Potenzial der formbaren Magnetoelektronik auszuschöpfen, bedarf es dabei eines grundlegenden Verständnisses der fundamentalen Einflüsse von Krümmung auf die magnetischen und elektrischen Eigenschaften von Nanomembranen in elektro-magnetischen Feldern. Mit der Teilnahme von 55 Teilnehmern aus 8 Ländern konnte das vorgegebene Ziel erfolgreich erfüllt werden, da es zum Austausch unter Experten aus verschiedensten Fachbereichen wie zum Beispiel der Quantenphysik, Sensorik und Biologie kam. Durch die Anwesenheit von Fachleuten mit verschiedenen Hintergründen konnten viele interdisziplinäre Diskussionen auf hohem Niveau angeregt werden, die über übliche Themen auf fachlich fokussierten Veranstaltungen hinausgingen. Das unkonventionelle Format erntete breite Zustimmung unter den Teilnehmern. ■ D. Makarov

KarriereStart

Besuch von der Universität Zielona Gora

Das neue Partnerforum Innovation Days fand vom 26. bis 27. November 2012 in München unter dem Motto Research meets Business statt. Die Veranstaltung bietet die einzigartige Möglichkeit, mit Hochleistungstechnologien und Spin-off-Projekten führender deutscher nichtuniversitärer Forschungsgemeinschaften wie der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft sowie Entscheidern aus der Industrie und dem Finanzsektor in Kontakt zu kommen. Dr. Denys Makarov (IIN-IFW) wurde eingeladen, das Thema der flexiblen magnetischen Sensorik vorzustellen, das kürzlich am IFW Dresden in enger Zusammenarbeit mit der Gruppe von Herrn Prof. W. Hofmann (EMA, TU Dresden) umgesetzt wurde. Die Kernidee dieser flexiblen Magnetoelektronik beruht auf der Kombination flexibler Polymermembranen und magnetisch hochempfindlicher metallischer Dünnschichten. Diese Synergie führt zu einzigartigen Eigenschaften und erlaubt die Gestaltung einer neuen Klasse von Magnetfeldsensoren mit einer neuartigen Funktionalität der Verformbarkeit. Aufgrund der ultradünnen Ausführung sowie beliebiger Verformbarkeit hat die flexible Hochgeschwindigkeits-Magnetfeldsensorik ein hohes industrielles Anwendungspotenzial, um die Leistungsfähigkeit und Überwachung von elektrischen Maschinen, Magnetlagern und Drehwinkelgebern zu verbessern. Die Entwicklung und Anwendung solcher ultra-dünnen Magnetfeldsensoren ist im Einklang mit den „grünen Initiativen“ Deutschlands, da elektrische Maschinen und Antriebe einen erheblichen Anteil am gesamten Energieverbrauch einer jeden modernen Gesellschaft darstellen. Unter anderem deshalb ist das Thema im Rahmen der Innovation Days auf positives Feedback seitens der Industrie gestoßen. ■ D. Makarov

Vom 18.-20.1.2013 fand die Messe KarriereStart 2013 statt. Mit 384 Ausstellern und 28.000 Besuchern (15 % mehr als im Vorjahr) konnte die KarriereStart als Bildungs-, Job- und Gründermesse neue Rekorde verzeichnen. Unter dem Messemotte „Zukunft selbst gestalten“ präsentierte sich das IFW erfolgreich als Mitaussteller auf dem Stand des Materialforschungsverbundes Dresden. Insgesamt konnten über 200 Gespräche mit interessierten Besuchern geführt werden. Sehr engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Ausbildungsbereichen des IFWs begeisterten mit Kompetenz und Sympathie die Gäste am Messestand für ihre Fachbereiche. Die nächste KarriereStart wird vom 24. bis 26. Januar 2014 in der Messe Dresden stattfinden. ■ U. Siegel

Am 29.1.2013 besuchten Dekan Prof. Sławomir Kłos, Prof. Roman Stryjski und Herr Wladislaw Popacz von der Fakultät Maschinenbau der Universität Zielona Gora das IFW Dresden. Hintergrund des Besuchs war eine mögliche Kooperation bei der Einrichtung eines neuen deutschsprachigen Studiengangs. Die anschließende Institutsbesichtigung beinhaltete die Heliumverflüssigungsanlage, das Gieß- und das Kristallzuchtlabor sowie die Präsentation eines polnischen Doktoranden zu Li-Batteriewerkstoffen. Den Abschluss bildete eine Fahrt mit dem SupraTrans in Niedersedlitz. Es ist ein baldiger Gegenbesuch in Zielona Gora geplant, um die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Kooperation auszuloten. ■ K. Backhaus-Nousch

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Jana Wappler und Wolfgang Kiel bei der Vernissage zur Ausstellung Gefühlswelten

Schnelle IFW Mitarbeiter nach dem OSH-Lauf

Sommerschule Spektroelektrochemie am IFW Dresden

Jubiläum des Institutsgebäudes

Das Zentrum für Spektroelektrochemie im IFW Dresden veranstaltet vom 23. August bis 30. August 2013 die 2. „Summer School Spectroelectrochemistry 2013“. Diese Sommeschule findet wiederum am IFW Dresden statt und umfasst Theorie und Praxis der modernen Spektroelektochemie. Sie bietet Vorlesungen von renommierten ausländischen Wissenschaftlern und innovative Experimente unter Anleitung der Mitarbeiter des Zentrums für Spektroelektrochemie. Dabei haben die Teilnehmer die Gelegenheit, die Techniken der Spektroelektrochemie und ihre Anwendung in der Forschung kennen zu lernen. Die Veranstaltung Möglichkeiten des regen Erfahrungsaustausches bieten und auch interdisziplinäre Synergieeffekte in der Materialforschung liefern. Interessenten aus dem IFW werden gebeten, sich umgehend anzumelden, da die Zahl der Plätze begrenzt ist und schon zahlreiche Anmeldungen vorliegen. Kontakt: summerschool@ifw-dresden.de

Das Bauen an unserem Standort hat eine Tradition, die immer wieder belebt wird, wie gerade jetzt an den entstehenden Anbau gut erlebbar ist. Vor 60 Jahren entstand das Haus A unseres heutigen Institutsgebäudes auf der Helmholtzstraße. Aus diesem Anlass hier ein gekürzter Auszug aus der Institutschronik: Der erste Vorläufer des IFW Dresden wurde mit dem „Forschungsinstitut für metallische Spezialwerkstoffe Dresden“ am 1. Januar 1952 gegründet. Bereits ein Jahr zuvor wurde ein Bauantrag für das Institutsgebäude auf der Helmholtzstraße gestellt und noch im selben Jahr mit den Bauarbeiten begonnen. Das Gebäude für Werkstätten und größere technologische Anlagen sollte in Form einer Halle mit einem fünfteiligen Sheddach ausgeführt werden. Zunächst gab es zahlreiche Verzögerungen und Schwierigkeiten bei der weiteren Projektierung, zumeist verursacht durch Unklarheiten über Größe und Anschlusswerte der zu installierenden Aggregate, bei der Materialbereitstellung (Zement) sowie durch Witterungsunbilden. Dennoch konnte das Richtfest für die Halle am 29. 12.1951 begangen werden. Die Bauarbeiten für das Hauptgebäude begannen im März 1952. Nach den Gründungsarbeiten und der Errichtung des Kellergeschosses wurde zu Jahresende 1952 mit der Ausführung des Eingangsgeschosses begonnen. Das ganze Gebäude wurde als Lehrlingsbau in herkömmlicher Ziegelbauweise errichtet. Die Bauarbeiten verliefen sehr zügig, so dass am 13. Juni 1953 das Richtfest gefeiert wurde. Ende des 4. Quartals 1953 wurde mit dem Einbau der Laboreinrichtungen begonnen. Ein Jahr später, Ende 1954 zog die Institutsleitung in die repräsentativ gestalteten Arbeitsräume im 2. Obergeschoß ein.

ˇ Heyrovský-Ilkovic-Nernst Vorlesung Seit 2002 vergeben die chemischen Gesellschaften Deutschlands, der Slowakei und Tschechiens eine Auszeichnung in Form der Heyrovský-Ilkoˇ vic-Nernst Vorlesung, um die Forschungskooperation dieser Länder auf dem Gebiet der Elektrochemie zu initiieren bzw. zu vertiefen. Die ˇ Heyrovský-Ilkovic-Nernst Vorlesung 2012 wurde an Prof. Lothar Dunsch, Leiter der Abt. 14, vergeben. Er hielt die Vorlesungen mit dem Titel „Fullerenes as Redox Centers – from Molecular to Endohedral Electrochemistry“ im Dezember 2012 an der Karlsuniversität Prag, der MasarykUniversität Brno und der Slowakischen TU Bratislava.

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derzeitiger Baufortschritt an unserem Neubau

Kunst in unseren Foyers Am 22. April 2013 wird eine neue Ausstellung in den Foyers des IFW eröffnet. Max Manfred Queißer zeigt Bilder unter dem Titel „IMPULSE Malerei im Dialog mit der Zeit“ aus. Der 1927 in Freital geborene Künstler hat den größten Teil seines Berufslebens als Kultursoziologe wissenschaftlich gearbeitet. Erst nach seiner Pensionierung 1990 hat er wieder mit seiner „malerischen Tätigkeit“, wie es in seiner Biographie heißt, begonnen. Die Ausstellung wir bis zum 8. Juli 2013 im IFW zu sehen sein.

Schnelle IFW-Läufer Am 11.4.2013 fand wieder ein Lauf der Offiziersschule des Heeres (OSH) statt. Und das IFW war ganz vorne mit dabei: In der Einzelwertung gab es zweimal Gold für André Fischer und Ulrike Besold sowie zweimal Silber für Anja Hänig und Marcel Haft. Der anspruchsvolle Waldrundkurs durch die Dresdner Heide ist 10,4 km lang.

Termine, bitte vormerken Programmklausur: 12.-14. Juni 2013 IFW-Sommertag: 18. Juni 2013 Lange Nacht: 5. Juli 2013 Begutachtung, Wiss. Beirat: 7./8. Okt. 2013 IFW-Winterschule: 20.-22. Jan. 2014

Impressum Herausgeber: Leibniz-Institut IFW Dresden Helmholtzstraße 20, 01069 Dresden Redaktion: Dr. Carola Langer Redaktionsschluss: 15.04.2013 Herstellung: Druckerei Thieme Meißen GmbH Das IFW-intern erscheint mit 3 Ausgaben pro Jahr.

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