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12.02.2014

Letzte Nachrichten

Währungseinfluss

Neue Fed-Chefin will die große Geldflut weiter eindämmen Washington, 11. Feb (Reuters) - Die neue US-Notenbankchefin Janet Yellen will die Geldschwemme trotz der zuletzt schleppenden Erholung am Jobmarkt weiter eindämmen. Die umstrittenen Anleihen-Käufe würden voraussichtlich in maßvollem Tempo verringert, sagte Yellen am Dienstag in ihrer Antrittsrede vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. Die Erholung am Arbeitsmarkt sei jedoch noch nicht abgeschlossen. ... Sie signalisierte, den von ihrem Vorgänger Ben Bernanke eingeschlagenen Kurs fortsetzen zu wollen. Zugleich dämpfte sie die Furcht, dass die Krise vieler Schwellenländer der US-Konjunktur gefährlich werden könnte. Die jüngsten Währungsturbulenzen seien "kein wesentliches Risiko für den wirtschaftlichen Ausblick". …

Neutral

Troika bescheinigt Zypern unerwartet gute Fortschritte Washington/Berlin, 11. Feb (Reuters) - Das Euro-Krisenland Zypern macht nach Ansicht der internationalen Geldgeber unerwartet gute Fortschritte bei der finanziellen Gesundung. Die Fachleute der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) bescheinigtem dem Land am Dienstag: "Das Zypern-Programm bleibt auf Kurs, wobei die finanzpolitischen Entwicklung besser ausfällt als erwartet". Die Finanz-Ziele für das abgelaufene Jahr seien in einem bemerkenswerten Umfang erreicht worden. Zurückzuführen sei das auf ein konsequentes Haushaltsgebaren, verbunden mit einer weniger tiefen Rezession als ursprünglich befürchtet. Die Wirtschaftsleistung des Insel-Staates sackte zwar nach Schätzungen der Troika 2013 um etwa sechs Prozent ab, aber bei der letzten Prüfung hatten sie noch ein Minus von acht Prozent vorausgesagt. Insbesondere hätten sich der Tourismus und die professionellen Dienstleistungen als widerstandsfähig gezeigt. Auch der Finanzbereich zeige Stabilisierungszeichen. Zugleich passe sich die Wirtschaft flexibel den aktuellen Bedingungen an, die durch sinkende Preise und Löhne gekennzeichnet seien. Das wiederum komme dem Arbeitsmarkt zugute, auch wenn die Arbeitslosenzahlen hoch blieben. …

Positiv

EU zieht rote Linien für Handelsabkommen mit USA Berlin, 11. Feb (Reuters) - Die EU-Kommission will in den Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen mit der USA (TTIP) keine Abstriche an den europäischen Standards für Lebensmittelsicherheit sowie Verbraucher- und Umweltschutz zulassen. EU-Chefunterhändler Ignacio Garcia Bercero sagte am Dienstag in Berlin, nach einer sechsmonatigen Startphase begännen in Kürze die intensiven Detailverhandlungen. "Das werden schwierige Verhandlungen", sagte er nicht zuletzt mit Blick auf aktuelle Belastungen im europäisch-amerikanischen Verhältnis wie die NSA-Abhöraffäre. …

Neutral

Portugal stärkt Kapitalpuffer mit weiterer Milliardenanleihe Lissabon, 11. Feb (Reuters) - Portugal hat sich zum zweiten Mal in diesem Jahr erfolgreich frisches Geld an den Finanzmärkten besorgt. Das noch unter dem Euro-Rettungsschirm stehende Land platzierte am Dienstag eine drei Milliarden Euro schwere Anleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren, wie das Finanzministerium mitteilte. … Mit der nun erfolgten Emission hat die Regierung bereits in etwa die Hälfte ihres Zieles für 2014 von elf bis 13 Milliarden Euro erfüllt. Für den Bond gingen Gebote über 9,5 Milliarden Euro ein. Die Rendite betrug 5,1 Prozent. Im Januar hatte Portugal eine Anleihe über 3,25 Milliarden Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren begeben. …

Positiv

US-Repräsentantenhaus für Erhöhung von Schuldengrenze Washington, 12. Feb (Reuters) - Das von den oppositionellen Republikanern dominierte USRepräsentantenhaus hat einer Erhöhung der Schuldenobergrenze zugestimmt. Mit 221 gegen 201 Stimmen billigten die Abgeordneten ein Gesetz, mit dem die Ende des Monats drohende Zahlungsunfähigkeit der Regierung für ein Jahr abgewendet wird. … Im Senat, in dem die Demokraten Obamas die Mehrheit haben, könnte am Mittwoch die Debatte über das Vorhaben beginnen. Bislang liegt die Schuldenobergrenze bei 17,2 Billionen Dollar. …

Positiv

Chinesisches Außenhandelswachstum überraschend stark Peking, 12. Feb (Reuters) - Die chinesischen Exporte haben im Januar überraschend deutlich zugelegt. Das Plus bei den Ausfuhren lag nach Angaben der Zollbehörde vom Mittwoch bei 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Importe kletterten um 10,0 Prozent. Experten hatten lediglich mit 2,0 beziehungsweise 3,0 Prozent gerechnet. Der Außenhandelsüberschuss betrug im Januar 31,9 Milliarden Dollar.

Positiv

„Machinery Orders“: Per Berichtsmonat Dezember kam es unerwartet im Monatsvergleich zu einem Rückgang um 15,7% (Prognose -4,1%) nach zuvor +9,3%. Im Jahresvergleich stellte sich ein Anstieg um 6,7% (Prognose +17,6%) nach zuvor +16,6% ein.

Negativ

Bitte beachten Sie ergänzend die wichtigen Hinweise sowie das Impressum am Ende dieses Informationsschreibens.

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Technik und Bias New York EUR-USD EUR-JPY USD-JPY EUR-CHF EUR-GBP

Far East

Unterstützung

Widerstand

Bias

- 1.3679

1.3626 - 1.3644

1.3600

1.3570

1.3550

1.3700

1.3720 1.3750

Neutral

139.93 - 140.24

139.68 - 140.02

139.00

138.80

138.50

140.50

140.70

141.00

Positiv

102.35 - 102.70

102.43 - 102.68

101.70

101.50

101.30

102.80

103.00

103.20

Positiv

1.2236 - 1.2256

1.2245 - 1.2252

1.2180

1.2150

1.2130

1.2270

1.2300

1.2320

Positiv

0.8400

Neutral

1.3636

0.8281 - 0.8305

0.8285 - 0.8292

0.8250

0.8220

0.8200

0.8350

0.8370

Ihre Ansprechpartner

China kommt! - Yellen ohne Überraschungen – Zypern und Portugal positiv

Folker Hellmeyer Tel 0421 332 2690 folker.hellmeyer@bremerlandesbank.de

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.3637 (07.20 Uhr), nachdem im asiatischen Handel Tiefstkurse der letzten 24 Handelsstunden bei 1.3626 markiert wurden. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 102.50. In der Folge notiert EUR-JPY bei 139.80. EUR-CHF oszilliert bei 1.2246.

Moritz Westerheide Tel 0421 332 2258 moritz.westerheide@bremerlandesbank.de

DAX

9.478,77

+188,91

Dow Jones

15.994,77

+192,98

Nikkei

14.800,06

+81,72

2,726

(2,669)

1,691

(1,687)

10 J. US Bond 10 J. Bund

Brent Gold Silber

 

110,65 (111,62)  1.286,80 (1291,46)  20,13 (20,23) 

TV-Termine: Montag 11.35 – 11.50 n-tv Dax-Börsenampel:

China setzt nachhaltig positive Akzente. Nachdem der Finanzmarkt die schwächeren Sentimentindices von HSBC/Markit aus China mit Unbehagen aufnahmen, liefern harte belastbare Daten ein anderes Bild. Exporte als auch Importe verzeichnen ein nicht in Ansätzen erwartetes Wachstum, was Ausdruck erhöhter wirtschaftlicher Aktivität in China ist. Das Plus bei den Ausfuhren lag nach Angaben der Zollbehörde vom Mittwoch bei +10,6% nach zuvor +4,3% im Vergleich zum Vorjahr. Chart: Exporte Anstieg im Zeitverlauf kontinuierlich und nicht Ausdruck einer potentiellen Krise!

© Reuters Die Importe kletterten um +10,0% nach zuvor +8,3%. Experten hatten lediglich mit 2,0 beziehungsweise 3,0 Prozent gerechnet. Der Außenhandelsüberschuss betrug im Januar 31,9 nach zuvor 25,6 Milliarden USD. Chart: Importe Anstieg der Importe als Ausdruck einer verstärkten Binnenkonjunktur

Ab 8.980 Punkten Ab 8.980 Punkten Aktuell

Frau Yellen lieferte gemäß unseren Erwartungen eine Politik der ruhigen Hand. Sie sieht aus guten Gründen (Partizipationsrate, Qualität neu geschaffener Jobs) den Prozess der Normalisierung am US-Arbeitsmarkt längst nicht abgeschlossen (= anhaltendes niedriges

Bitte beachten Sie ergänzend die wichtigen Hinweise sowie das Impressum am Ende dieses Informationsschreibens.

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Zinsniveau). Es bleibt bei einer maßvollen Reduktion der Schaffung der Überschussliquidität. Frau Yellen teilt unsere Einschätzung zu der von „Market Spin“ getragenen Debatte über die Schwellenländer. Positiv ist anzumerken, dass das Thema US-Schuldenlimit nicht zu einer Belastung der Finanzmärkte wird, nachdem das Repräsentantenhaus der Erhöhung des Limits für circa ein Jahr gestern zustimmte. Die Demokraten haben im Senat eine Mehrheit. Die Nachrichten aus der Eurozone waren gestern erfrischend. Zypern werden seitens der Troika unerwartete Fortschritte bestätigt. Portugal war erneut am Kapitalmarkt erfolgreich unterwegs und hat bereits am 11. Februar 2014 die Hälfte der angepeilten Kapitalaufnahme per 2014 am Finanzmarkt umgesetzt! Die US-Großhandelslagerbestände legten per Dezember im Monatsvergleich um 0,3% zu. Der Absatz stieg um 0,5% im Monatsvergleich. Beide Daten signalisieren steigende wirtschaftliche Aktivität. Das Verhältnis zwischen Lagerbestand zu Absatz verharrte bei 1,17 Monatsumsätzen auf niedrigem Niveau (= keine Überhitzung). Der Optimismus in kleinen Unternehmen nahm per Januar weiter zu. Der Index stieg um 0,2 auf nun 94,1 Punkte und oszilliert im Bereich der höchsten Niveaus der letzten sieben Jahre.

© Moody’s Economy.com Mithin war der Nachrichten- als auch Datencocktail der letzten 24 Stunden erfrischend und in der Tendenz positiv überraschend. Daran ändern auch enttäuschende Daten aus Japan nichts. „Machinery Orders“ sind volatil. Das Wachstum im Jahresvergleich um 6,7% ist losgelöst von dem Einbruch auf Monatsbasis beruhigend (Rubrik „Letzte Nachrichten“). Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung in der Parität EURUSD favorisiert. Nachhaltige Trendsignale sind derzeit unausgeprägt. Viel Erfolg!

Daten

Zuletzt

Konsensus 

Bewertung

Bedeutung Mittel

Industrieproduktion (M/J)

Dez.

1,8%/3,0%

-0,3%/1,8%

11.00

Kein Trendbruch …

Federal Budget (Teilmenge des öffentlichen Haushalts)

Jan.

53,2 Mrd.

-27,5 Mrd.

20.00

Das grundsätzliche Defizitbild Mittel bleibt wenig erbaulich.

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WICHTIGE HINWEISE Dieses Informationsschreiben ist erstellt worden von der Bremer Landesbank („Bank“). Die Bremer Landesbank untersteht der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Eine Überprüfung oder Billigung dieses Informationsschreibens oder der hierin beschriebenen Produkte oder Dienstleistungen durch die zuständige Aufsichtsbehörde ist grundsätzlich nicht erfolgt. Dieses Informationsschreiben richtet sich ausschließlich an in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Kunden der Bank und der Sparkassen des Finanzverbundes. Zudem dient dieses Informationsschreiben allein Informationszwecken und stellt insbesondere kein Angebot zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung irgendeines Anlagetitels dar. Alle hierin enthaltenen tatsächlichen Angaben, Informationen und getroffenen Aussagen basieren auf Quellen, die von uns für zuverlässig erachtet wurden. Da insoweit allerdings keine neutrale Überprüfung dieser Quellen vorgenommen wird, können wir keine Gewähr oder Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen übernehmen. Die aufgrund dieser Quellen in dem vorstehenden Informationsschreiben geäußerten Meinungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile unseres Hauses dar, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit keinerlei Gewähr übernommen werden kann. Die vorstehenden Angaben beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieses Informationsschreibens. Eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann daher nicht gegeben werden. Dementsprechend ist eine Änderung unserer Meinung jederzeit möglich, ohne dass diese notwendig publiziert werden wird. Die Bewertung einzelner Finanzinstrumente aufgrund historischer Entwicklung lässt sich nicht zwingend auf die zukünftige Entwicklung übertragen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind daher kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Vielmehr können etwa Fremdwährungskurse oder ähnliche Faktoren negative Auswirkungen auf den Wert von Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten haben. Soweit im Rahmen dieses Informationsschreibens Preis-, Kurs- oder Renditeangaben oder ähnliche Informationen in einer anderen Währung als Euro angegeben sind, weisen wir hiermit ausdrücklich darauf hin, dass die Rendite einzelner Finanzinstrumente aufgrund von Währungskursschwankungen steigen oder fallen kann. Da wir nicht überprüfen können, ob einzelne Aussagen sich mit Ihren persönlichen Anlagestrategien und –zielen decken, haben unsere Empfehlungen nur einen unverbindlichen Charakter und stellen insbesondere keine Anlageberatung oder Rechts- oder Steuerberatung dar. Ferner stellt dieses Informationsschreiben keine Finanzanalyse dar, sondern eine lediglich Ihrer allgemeinen Information dienende Werbemitteilung im Sinne des § 31 Abs. 2 des Wertpapierhandelsgesetzes in seiner aktuell geltenden Fassung. Aus diesem Grund ist diese Auswertung nicht unter Berücksichtigung aller besonderen gesetzlichen Anforderungen an die Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen erstellt worden. Ebenso wenig unterliegt diese Auswertung dem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung, wie dies für Finanzanalysen gilt. Soweit Sie weitergehende Informationen oder eine anleger- und objektgerechte Beratung wünschen, empfehlen wir Ihnen, eine/n unserer Anlageberater/ -innen aufzusuchen. Weder die BREMER LANDESBANK noch ihre Angestellten übernehmen eine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Verluste aufgrund einer Nutzung der in diesem Informationsschreiben enthaltenen Aussagen oder Inhalte. Die Weitergabe dieses Informationsschreibens an Dritte sowie die Erstellung von Kopien, ein Nachdruck oder sonstige Reproduktion des Inhalts oder von Teilen dieses Informationsschreibens ist nur mit unserer vorherigen, schriftlichen Genehmigung zulässig.

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