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Pflichtblatt der Börsen Düsseldorf Stuttgart · hamburg · berlin · München

№ 32 · Sonntag, 12. August 2012

SPEZIAL > Seite 9

Bonus statt Minizinsen Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, die Stärke an den meisten Aktienmärkten diesseits und jenseits des Atlantiks in den vergangenen Wochen ist schon erstaunlich. Weder die derzeit besonders im Fokus stehende Staatsschuldenkrise in Europa, die signifikanten Haushaltsprobleme in den USA noch die weltweit erwartete weiter nachlassende Konjunkturdynamik, wofür es immer wieder neue Indizien gibt, können die Kauflaune augenscheinlich trüben. Der Markt hat, wie es so schön heißt, zwar immer recht, allerdings kann die Stimmung auch schnell wieder kippen. Vor allem dann, wenn die Erwartungen enttäuscht werden. Die aktuelle Stärke könnte vor allem auf den anhaltenden Spekulationen über weitere geldpolitische

Lockerungen der Notenbanken fußen. Ihr Pulver ist jedoch nahezu verschossen, sodass sie auf außergewöhnliche Maßnahmen zurückgreifen müssen. Diese Annahme ist wohl derzeit die treibende Kraft, vielleicht auch, weil diese stark umstrittenen Mittel Risiken wie Inflation beinhalten, was tendenziell für Sachanlagen wie Aktien spricht. Die Frage ist, ob dies ausreicht, ein tragfähiges Fundament für eine nachhaltig positive Aktienmarktentwicklung zu bilden. Herzlichst, Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


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Schliekers Woche

Verwirrung aller Klassen Sonntag, 12. August 2012

AKTIEN & MÄRKTE Schliekers Woche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: Starten chinesische Aktien jetzt durch?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Märkte im Überblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . . 5 Aktie der Woche: init . . . . . . . . . . . . . . . . 6 SPEZIAL Bonuszertifikate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 UNTERNEHMEN Unternehmen der Woche: Stowa . . . . . . . . 12 News: Gigaset, Süss Microtec, Pfeiffer Vacuum. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 FONDS Fonds der Woche: FI Alpha Renten Global. . . . . . . . . . . . . . 14 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Gastbeitrag: Sven Württemberger . . . . . . 16 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: E.ON-Discount-Zertifikat. . . . . . . . . . . 17 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Rohstoffe Rohstoff der Woche: Aluminium. . . . . . 19 Rohstoffanalysen: Baumwolle, Zucker, Brent, Kakao . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Lebensart Refugium der Woche: ALMA Schlosshotel, Berlin . . . . . . . . . . . 21 Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Coffeetable-Favourites: Faszination 356. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 22

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Nein, es gibt keine Immobilienblase. Und: Die Zahl der deutschen, die Aktien halten, ist 2012 deutlich gestiegen. Ertragszinsen sind real negativ, müssen aber versteuert Reinhard Schlieker werden – deshalb zahlt ZDF Wirtschafts­ der Finanzminister im korrespondent Namen der Bundesrepublik Deutschland klugerweise erst gar keine. Anleihen europäischer Staaten mit teils jahrtausendealter Tradition bringen ebenfalls nichts außer Risiko, Lebensversicherungen sind nicht mehr, was sie mal waren, und das Zinsniveau macht Bausparverträge endgültig zur Lachnummer. Nur Lotto ist gewohnt riskant und potenziell lohnend, wenn man statistisch gesehen ein paar Jahrhunderte Zeit für die Teilnahme hat. Aber wer hat heutzutage schon Zeit? Es zeichnet sich über alle Anlageklassen eine Verwirrung ab, die man so in der überschaubaren Spar- und Darlehenskultur der Bundesrepublik bislang nicht erleben durfte oder musste. Da wäre zum Beispiel die Commerzbank, die ein Sanierungsfall ist und bleibt: Für gut 7 Mrd. Euro könnte man das ganze Institut kaufen. Es verdient nicht viel, muss aber doppelt so viel Geld für Risiken zurücklegen als noch im ersten Quartal. Der Grund liegt natürlich für Letzteres kaum bei der Bank, die hat ihr Portfolio bereinigt, dass es nur so eine Art hatte. Es liegt an Risiken, die an jeder Ecke zur Oberfläche drängen. So folgt eine Umstrukturierung auf die nächste und das hat, so wenig erfolgreich es bisher war, doch einiges an Vertrauensschäden zur Folge. Wann eigentlich bekommt der Steuerzahler mal Zinsen auf seine stille Einlage? Den Versicherungen machen die niedrigen Zinsen zu schaffen und nach den letzten noch ganz guten Quartalsberichten dürfte bald der Niedergang folgen. Man findet keine Anlageklasse mehr, mit der die zuvor

den Kunden versprochenen Renditen zu erwirtschaften wären – den Rest kann man sich ausmalen. Die Attraktivität der Vorsorgeprodukte ist von gestern, die Inkaufnahme von Risiken kann das einzelne Institut kaum noch steuern, da mittlerweile alles riskant ist. Die Anleger flüchten sich in vermeintlich sichere Häfen, denen allerdings gemein ist, dass der Sturm dort nicht etwa ausgeschlossen, sondern nur verzögert wird: Gold etwa, dessen Preisschwankungen den Begriff der Schlaf-gut-Anlage bei Weitem nicht mehr zutreffend erscheinen lassen. Wenn es eines Tages damit bergab geht, wird das Wehklagen groß sein. Und was ist nun mit der Immobilienblase? Die machte bekanntlich dem amerikanischen Aufschwung ein jähes Ende. In Spanien sorgten Immobilien und die Geschäfte um sie herum für den bejammernswerten Zustand der ganzen dortigen Ökonomie, der uns alle noch beschäftigt. In Deutschland sehen Experten diese Gefahr nicht, denn bei uns sei die Finanzierung der vier Wände doch meist mit hohem Sicherheitsabschlag versehen, anders als in den USA, Spanien und Großbritannien. Dennoch: Auch hier gibt es Begehrlichkeiten, windige Kreditgeber und eine etwas merkwürdige Nachfrage in den Ballungsgebieten. Das wird uns noch beschäftigen. Einstweilen ist zu erwarten, dass die Deutschen etwas ganz Neues lernen: sich verschulden (der Staat kann das ja schon ganz gut). Heutige Kredite werden bald jeden Tag billiger, die Schuld verrinnt wie früher nur Kursgewinne. Man muss nur auf Inflation setzen. Wenn das mal nicht ein ganz neues Kapitel aufschlägt.

Was denken Sie über dieses Thema? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de


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Tops und Flops der Woche

tops Münchener Rück: Gewinnprognose erhöht Münchener Rück (WKN: 843002) steigerte den Gewinn im zweiten Quartal von 738 auf 812 Mio. Euro. Der operative Gewinn legte von 947 Mio. auf 1,10 Mrd. Euro zu. Die Beitragseinnahmen erhöhten sich von 11,97 auf 12,63 Mrd. Euro. Der aus Kapitalanlagen erzielte Gewinn zog von 1,51 auf 1,81 Mrd. Euro an. Im Gesamtjahr will der Rückversicherer die zunächst in Aussicht gestellten 2,5 Mrd. Euro nun leicht übertreffen. Im ersten Halbjahr erreichte der Überschuss 1,59 Mrd. Euro. Jenoptik: Mehr umgesetzt und verdient Von April bis Ende Juni steigerte Jenoptik (WKN: 622910) den Gewinn von 7,0 auf 10,7 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte von 12,2 auf 14,4 Mio. Euro zu. Der Umsatz kletterte vor allem dank einer brummenden Messtechniksparte von 131,8 auf 146,1 Mio. Euro. 2012 soll das EBIT 50 bis 55 Mio. Euro erreichen, der Umsatz um 5% bis 10% anziehen. 2011 waren 543,3 Mio. Euro durch die Bücher geflossen. Auf EBIT-Basis hatte der Technologiekonzern 49,2 Mio. Euro Gewinn erzielt. E.ON: Gewinnsprung E.ON (WKN: ENAG99) erhöhte den um Sonderposten bereinigten Gewinn im ersten Halbjahr nach vorläufigen Berechnungen von 0,9 auf rund 3,3 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte von 4,3 auf rund 6,7 Mrd. Euro zu. Als Gründe für den Anstieg nannte der Energieversorger den Wegfall von Einmalbelastungen durch den Kernenergieausstieg sowie die mit Gazprom rückwirkend vereinbarten Preissenkungen für Erdgas. Das vollständige Zahlenwerk soll am kommenden Montag vorgelegt werden.

Flops Commerzbank: Schwacher Ausblick Die Commerzbank (WKN: 803200) vervielfachte den Gewinn im zweiten Quartal von 53 auf 300 Mio. Euro. Der operative Gewinn legte von 55 auf 451 Mio. Euro zu. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schrumpfte der Zinsüberschuss von 1,79 auf 1,33 Mrd. Euro, der Provisionsüberschuss von 928 auf 757 Mio. Euro. Für das zweite Halbjahr prognostizieren die Frankfurter im Vergleich zur ersten Jahreshälfte einen Gewinnrückgang. Von Januar bis Ende Juni hatte die Bank 697 Mio. Euro verdient. SMA Solar: Überschuss mehr als halbiert Deutlich gestiegene Kosten ließen den Gewinn von SMA Solar (WKN: A0DJ6J) im zweiten Quartal von 63,22 auf 29,89 Mio. Euro einbrechen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sackte von 90,01 auf 40,83 Mio. Euro ab. Im Vergleich zur Vorjahresperiode schrumpfte der Umsatz des Anbieters von solaren Wechselrichtern von 459,04 auf 428,74 Mio. Euro. Gleichzeitig erhöhten sich die Herstellungskosten von 312,20 auf 329,47 Mio. Euro. Die Vertriebskosten stiegen von 16,09 auf 17,90 Mio. Euro. Bechtle: Hohe Personalkosten belasten Im zweiten Quartal brach der Gewinn von Bechtle (WKN: 515870) unter anderem aufgrund höherer Personalkosten in der Systemhaussparte von 14,48 auf 10,83 Mio. Euro ein. Der Vorsteuergewinn (EBT) sank von 19,94 auf 15,14 Mio. Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 19,64 auf 15,44 Mio. Euro. Der Umsatz zog von 457,03 auf 495,32 Mio. Euro an. Im Gesamtjahr will der IT-Dienstleister mindestens so viel wie im Vorjahr verdienen. Im ersten Halbjahr schrumpfte der Überschuss von 27,66 auf 23,15 Mio. Euro. 03

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Zitat der Woche

„Wir können an einen Punkt kommen, an dem eine Volksabstimmung über Europa notwendig wird.“ Die Bundesregierung bereitet sich offenbar auf eine Volksabstimmung zur EU vor. Erst deutete Finanzminister Schäuble ein mögliches Referendum an, nun legt FDP-Fraktionschef Brüderle mit obiger Aussage nach. Zahl der Woche

„–1,5%“ Die Euro-Schuldenkrise bremst die Geschäfte der erfolgsverwöhnten deutschen Exportbranche. Nach einem starken Mai sanken die Ausfuhren im Juni kalender- und saisonbereinigt um 1,5%, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.

TER MINE DER WOCHE 14.08. 08:00 DE BIP Q2 (1. Veröffentlichung) 14.08. 11:00 DE ZEW, Index Konjunkturerwartungen 14.08. 11:00 EU BIP Q2 (1. Veröffentlichung) 14.08. 11:00 EU Industrieproduktion Juni 15.08. 14:30 USA NY Empire State Manufacturing Index August 15.08. 15:15 USA Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung Juli 16.08. 14:30 USA Baubeginne und Baugenehmigungen Juli


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Markt im Fokus

Starten chinesische Aktien jetzt durch? Die Konjunkturlokomotive China verliert weiter an Schwung, wie die jüngsten Wirtschaftsdaten implizieren. Dennoch legten die Aktienindizes in der vergangenen Woche ausgehend von vorher getesteten charttechnischen Unterstützungen zu. Fundamental scheinen größere Zuwächse bei chinesischen Aktien nicht gerade plausibel. Weltweit lässt die Konjunkturdynamik nach, was auch negative Auswirkungen auf die stark exportabhängige chinesische

Shanghai A-Share Index

Indizes Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX TecDAX SDAX EUROSTX 50 Nikkei 225 Hang Seng

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Wirtschaft haben dürfte. Dazu passen die jüngsten Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte. Sie unterfüttern die seit einigen Monaten auszumachende nachlassende Wirtschaftsdynamik in China. Im Juli

Stand: 10.08.2012

Stand: Freitag nach Börsenschluss

10.08.2012 % Vorwoche 52weekHigh % 52week 13207,95 +0,85% 13338,66 +23,21% 1405,87 +1,07% 1422,32 +25,44% 3020,86 +1,78% 3133,97 +26,87% 6944,56 +1,15% 7194,33 +23,71% 11054,55 +0,58% 11176,78 +29,56% 782,50 -0,40% 813,47 +13,35% 4989,94 +1,01% 5257,70 +14,09% 2423,22 +2,13% 2611,42 +12,51% 8891,44 +3,93% 10255,15 -1,63% 20136,12 +2,39% 21760,34 +1,78%

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erreichte die Industrieproduktion mit 9,2% zum Vorjahresmonat den schwächsten Anstieg der Produktion seit Mai 2009. Im Vergleich zu den westlichen Industriestaaten ist dies aber immer noch ein äußerst hoher Wert und auch generell kann von einer soliden Entwicklung gesprochen werden. Die seit Monaten andauernde Abwärtstendenz ist jedoch nicht zu verhehlen. Im Juni waren es noch +9,5%. Vor etwa zwei Jahren lag der Zuwachs noch fast doppelt so hoch. Die weiter nachlassende Wachstumsdynamik der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft sorgt bei Anlegern jedoch für anhaltende Spekulationen auf weitere schnelle Gegenmaßnahmen von Regierung und Notenbank des Landes. Unterstützung bekommt diese Annahme von den jüngsten Inflationsdaten für Juli. Bei den Verbraucherpreisen sank die Teuerungsrate zum Vorjahresmonat auf 1,8% und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2010. Zudem liegt sie deutlich unter dem anvisierten Inflationsziel der Notenbank. Außerdem gab es bei den Verbraucherpreisen einen Rückgang zum Vorjahresmonat von 2,9%. Die sich aus den jüngsten Wirtschaftsdaten ergebenden Spielräume für Konjunkturmaßnahmen könnten für anhaltendes Anlegerinteresse sorgen. Und auch charttechnisch sieht es interessant aus. Nachdem die chinesischen Leitindizes in der Vorwoche ihre Zwischentiefs von Januar dieses Jahres getestet hatten, setzten sie sich nun davon etwas ab.


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Märkte im Überblick

usa

Deutschland

2012er-Hochs rücken näher

DAX kratzt an 7.000er-Marke

Europa

Hoffnungsschwanger aufwärts

Die US-Indizes haben sich in der vergangenen Woche den Hochs des bisherigen Jahresverlaufs 2012 weiter genähert und sind von diesen nun nur noch wenige Prozent entfernt. Auch an der Wall Street reißen die Spekulationen über weitere Maßnahmen der Notenbanken zur Krisenbewältigung nicht ab. Neben der Hoffnung, dass die EZB damit die Staatsschuldenkrise in Europa in den Griff bekommt, gab es Aussagen eines FedOffiziellen, wonach auch die US-Notenbank ein neues aggressives Ankaufprogramm von Wertpapieren in Betracht ziehen sollte. Die Konjunkturdatenlage war jüngst indes eher dünn. Interessant war die Entwicklung der Verbraucherkredite im Juni. Sie verringerten sich so stark wie seit acht Monaten nicht mehr, was für die stark auf Pump gebaute, sehr stark konsumabhängige US-Wirtschaft sicherlich ein weiteres Zeichen für eine nachlassende Konjunkturdynamik ist. Zwar könnten die Daten auch die Rückschlüsse zulassen, dass die Verbraucher sparsamer sind oder mehr Geld verdienen und damit weniger mit der Kreditkarte bezahlen, Letzteres scheint angesichts der nach wie vor trüben Situation auf dem Arbeitsmarkt aber wenig wahrscheinlich. Von großem Interesse dürften daher die am nächsten Dienstag erwarteten USEinzelhandelsumsätze sein. Nach jeweils drei Rückgängen zum Vormonat in Folge ist fraglich, ob sich die sinkende Tendenz fortsetzt.

Die Zukunft ist ein Terrain, von dem es keine Karte gibt. Dies trifft auch auf die Aktienmärkte zu. Niemand weiß, wie sich die Kurse weiterentwickeln. Ein Blick auf die Bewegung des DAX in der jüngsten Vergangenheit könnte dennoch zu der Annahme verleiten, dass alles in Ordnung ist und weitere Zuwächse folgen. Die Stärke ist schon erstaunlich. Der Leitindex kletterte seit dem Zwischentief von Juni bisher um mehr als 17%. In der vergangenen Woche näherte er sich in der Spitze der 7.000er-Marke bis auf wenige Punkte. Bis zu dem im März markierten bisherigen Jahreshoch 2012 von fast 7.200 Zählern ist es auch nicht mehr weit. Danach ist das Hoch von Mai 2011 bei 7.600 Punkten die nächste signifikante Marke. Vielleicht macht sich der Index in den nächsten Monaten tatsächlich auf, diese Hürden in Angriff zu nehmen. Allerdings mutet die Basis für die Zuwächse seit Juni und eventueller weiterer Steigungen nicht gerade solide an. Zu viele Risiken (Konjunktur, Schuldenkrise) lauern. Und nur darauf zu setzen, dass weitere außergewöhnliche Maßnahmen der Notenbanken unternommen werden, um die Konjunktur zu stimulieren oder im Fall der EZB auch die Staatsschuldenkrise in den Griff zu bekommen, klingt nicht gerade tragfähig. Auch wenn solche Mittel die Gefahr einer ausufernden Inflation erhöhen, was tendenziell für Aktien spricht.

Die meisten europäischen Aktienindizes legten auch in der vergangenen Woche zu. Beim EURO STOXX 50 waren es +2,1%. Er verzeichnete damit bereits die dritte Woche hintereinander kräftige Zuwächse. Treibende Kraft bleibt wohl weiterhin die Annahme, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in nicht allzu ferner Zukunft weitere Maßnahmen zur Krisenbewältigung vornimmt und beispielsweise Staatsanleihen von angeschlagenen Ländern direkt oder indirekt kauft. Die dadurch erhoffte Entspannung in Sachen Schuldenkrisen schlägt sich wohl auch in den jüngst deutlichen Zuwächsen der Aktienindizes aus Portugal, Spanien und Italien nieder. Geschürt wurde sie auch durch den jüngsten Monatsbericht der EZB, in dem noch einmal darauf verwiesen wurde, dass die außergewöhnlich hohen Risikoprämien bei einigen Staatsanleihen nicht akzeptabel seien. Zudem wurde erneut darauf gepocht, dass der Euro unumkehrbar ist. In dieser hoffnungsgeschwängerten positiven Stimmung an den europäischen Aktienmärkten gingen die mancherorts erneut desaströsen Konjunkturdaten beinahe unter. In Spanien und Italien setzte sich der Abschwung in der Industrie im Juni mit jeweils kräftigen Produktionseinbrüchen fort. In Italien gab es zudem Daten zum Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal, die verdeutlichen, dass das Land weiter tief in der Rezession steckt.

S&P 500

DAX

EURO STOXX 50

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Stand: 10.08.2012

Stand: 10.08.2012

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Aktie der Woche

init:

Eine Aktie zum drauf abfahren Investoren fahren derzeit auf die Aktie von init ab. Es gab jüngst neue Rekorde. Der Spezialist für Telematik- und elektronische Zahlungssysteme im öffentlichen Nahverkehr kann mit seinem profitablen und weiterhin Erfolg versprechenden Geschäftsmodell offenbar nach wie vor punkten. Innovationen für den öffentlichen Nahverkehr – damit lassen sich Strategie und Geschäftstätigkeit des Unternehmens treffend umschreiben. Dieser Leitsatz schlägt sich auch im Firmennamen nieder: init – innovation in traffic systems AG. Die 1983 gegründete Gesellschaft zählt sich zu den weltweit führenden Anbietern von Telematik- und elektronischen Zahlungssystemen für Busse und Bahnen. Mit ihren Produkten und Dienstleistungen, die alle wichtigen Aufgabenstellungen in Verkehrsbetrieben abdecken, unterstützt sie diese, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver, schneller, pünktlicher und effizienter zu gestalten. Basis dafür sind selbst entwickelte und produzierte Hard- und Software für die Planung, Steuerung, Analyse und Optimierung des Betriebsgeschehens. Intelligente Gesamtlösungen Wettbewerbsvorteil des integrierten Telematiksystems von init ist eigenen Angaben zufolge die Verbindung der Funktionen eines 06

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Betriebsleitsystems und anderer zentraler Software-Lösungen mit den mobilen Telematiksystemen im Fahrzeug sowie den elektronischen Zahlungssystemen. Wie das Unternehmen herausstellt, sei man der einzige Hersteller, der auch elektronische Zahlsysteme voll in das Gesamtsystem integrieren kann. Die Verbindung zu den Fahrzeugen wird über eigene Kommunikationslösungen oder über öffentliche Telekommunikationsnetzwerke hergestellt. Die einzelnen Komponenten lassen sich zudem zu standardisierten und kundenspezifisch maßgeschneiderten intelligenten Gesamtlösungen zusammenfügen.

init AG

Stand: 10.08.2012


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Einzigartiges Know-how Produkte und Dienstleistungen von init kommen an. Mehr als 400 Projekte hat die Gesellschaft realisiert. Dabei hat sie sich laut eigener Aussage ein einzigartiges Know-how über die Bedürfnisse von Verkehrsunternehmen angeeignet. Mit diesem Wissen kann das Unternehmen noch gezielter an die Kundschaft herantreten. Dies scheint auch zu klappen, wie die jüngsten Aufträge implizieren. Ende init ist in einem Bereich tätig, Juli hatte init den bislang größten Auftrag der dessen langfristige AussichFirmengeschichte an Land gezogen. Als Geneten glänzend erscheinen und ralunternehmer wird die Gesellschaft in den der für anhaltend profitables nächsten vier Jahren die Betriebszentralen von Wachstum spricht. vier Verkehrsbetrieben in Düsseldorf, Duisburg, Essen und Mülheim sowie deren mehr als 1.000 Busse und Straßenbahnen mit leistungsfähiger Hard- und Software (Bordrechner, Betriebsleitsysteme, dynamische Fahrgastinformationen) ausstatten. Das Auftragsvolumen ist noch nicht genau bekannt, soll aber 35 Mio. Euro übersteigen. Pilotprojekt In der vergangenen Woche erhielt init zudem den Zuschlag für ein Pilotprojekt in Salzburg. Es geht dabei darum, Individualverkehr und ÖPNV besser aufeinander abzustimmen, um knappe Energieressourcen zu sparen und Schadstoffemissionen zu reduzieren. Die Gesellschaft liefert dazu für den Betreiber des ÖPNV (Salzburg AG) Hard- und Software für Betriebssteuerung, Fahrgastinformation und Zahlungssystem. „Das Salzburger Modell ist zukunftsweisend für die effiziente Organisation von Verkehrssystemen in

Ballungsräumen. Wir sind deshalb sehr stolz, für dieses Pilotprojekt einen wesentlichen Beitrag leisten zu dürfen. Wir gehen auch davon aus, dass es künftig vermehrt Ausschreibungen für solche integrierten Systeme geben wird“, betonte der Vorstand. Auch Zahlen überzeugend Die von init gelieferte Qualität scheint die Kundschaft also weiterhin zu überzeugen. Dafür sprechen auch die in der Vorwoche vorgelegten Zahlen für das erste Halbjahr 2012. init erzielte zweistellige Zuwächse und übertraf die eigenen Planungen. Dazu beigetragen haben die Steigerungen im zweiten Quartal. Hier kletterte der Umsatz zum Vorjahreszeitraum um 27% auf 22,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs ebenfalls um 27% auf 4,7 Mio. Euro. In den ersten sechs Monaten insgesamt lag das Erlösplus bei 33,2% auf 42,1 Mio. Euro. Obwohl die weitere Internationalisierung des Vertriebs, die Erschließung neuer Märkte und die hierzu nötige Gründung von Töchtern zu gestiegenen Vertriebs- und Verwaltungskosten führten, legte auch das EBIT mit 20,6% auf 7,5 Mio. Euro deutlich zu. Aufgrund

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einer erhöhten Steuerquote fiel der Zuwachs beim Nachsteuergewinn von 4,9 auf 5 Mio. Euro zwar nur marginal aus, dies ändert jedoch nichts an dem insgesamt sehr guten Abschneiden. Die erhöhte Steuerquote ist zudem darauf zurückzuführen, dass der Großteil der steuerfreien Ergebnisse aus den Projekten im Mittleren Osten erst im zweiten Halbjahr 2012 verbucht werden kann. Ziele bekräftigt Mit den Halbjahreszahlen scheint init auf einem sehr guten Weg, die positive Entwicklung der vergangenen Jahre mit jeweils immer neuen Spitzenwerten fortzusetzen. 2011 hatte die Gesellschaft 88,7 Mio. Euro umgesetzt und dabei ein EBIT von 20,4 Mio. Euro sowie einen Überschuss von 15,1 Mio. Euro erzielt. Neue Rekorde scheinen auch im Gesamtjahr 2012 drin. Der Vorstand zeigte sich weiter zuversichtlich und bekräftigte das Umsatzziel von mehr als 95 Mio. Euro bei einem EBIT von gut 19 Mio. Mit den Halbjahreszahlen Euro. Voraussetzung ist, scheint init auf einem dass keine unerwarteten sehr guten Weg die positive Einflüsse auftreten. BaEntwicklung fortzusetzen. sis für die Zuversicht ist die gute Auftragslage. Wie es aus dem Unternehmen hieß, wirkten sich die aus der Staatsschuldenkrise der Industrieländer ergebenden Risiken für die Konjunktur noch nicht negativ aus. Die Gesellschaft hob zudem den hohen Auftragsbestand inklusive des im Juli eingegangenen bislang größten Auftrags der Firmengeschichte von aktuell mehr als 150 Mio. Euro (Vorjahr: 145 Mio. Euro) hervor, womit bereits mehr als 95% des für 2012 erwarteten Umsatzes abgedeckt seien. Gestützt auf den hohen Auftragsbestand, die vielen laufenden Ausschreibungen und den weiterhin bestehenden, weltweiten Bedarf zum Aufbau und zur Modernisierung von Nahverkehrssystemen sieht init zudem gute Voraussetzungen für ein anhaltendes Wachstum 2013. 08

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init AG ISIN: DE0005759807 WKN: 575980 Kurs 10.08.12: 19,72 EUR 52-Wochen-Hoch: 21,00 EUR 52-Wochen-Tief: 13,40 EUR Empf. Stop-Loss: 18,40 EUR Unser Anlageurteil: spekulativer Kauf Stand: Freitag nach Börsenschluss

Fazit init ist in einem Bereich tätig, dessen langfristigen Aussichten glänzend scheinen. In modernen Gesellschaften mit immer größeren Städten und Ballungsräumen sowie dem zunehmenden Bedarf an Mobilität ist ein verlässlicher, schneller und effizienter ÖPNV unverzichtbar. Die Gesellschaft hat auf diesem Gebiet in vergangenen Jahren eine hohe Innovationskraft bewiesen und sich zu einem der führenden Anbieter gemausert. Sie deckt heute mit einem umfassenden Portfolio an Produkten und Dienstleistungen alle wichtigen Aufgabenstellungen in Verkehrsbetrieben ab. Die Voraussetzungen scheinen vorhanden, an die erfolgreiche Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre mit kontinuierlich steigenden Ergebnissen anzuknüpfen. In einigen Regionen besteht zwar das Risiko, dass Sparprogramme zur Haushaltskonsolidierung sinkende Investitionen nach sich ziehen. Insgesamt besteht weltweit in den nächsten Jahren aufgrund der erwarteten kräftigen Zunahme der Fahrgastzahlen jedoch ein hoher Bedarf zum Aufbau und zur Modernisierung von Nahverkehrssystemen, was eine nachhaltige Wachstumsperspektive für init schafft. Eine gesunde Bilanz rundet das positive fundamentale Gesamtbild ab. Weil mit dem jüngsten kräftigen Anstieg zudem das bisherige Allzeithoch geknackt wurde, ist zudem aus charttechnischer Sicht der Weg frei. Damit könnten Investoren weiterhin auf die init-Aktie abfahren, sodass aktuell ein guter Zeitpunkt für spekulative Long-Positionen sein könnte.

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Bonus statt Minizinsen Die Nervosität an den Finanzmärkten ist weiterhin groß und eine rasche Lösung für die Staatsschuldenkrise ist nicht in Sicht. Dies spiegelt sich jedoch nicht in der Volatilität der Aktienmärkte wider. Weil die Zinsen ebenfalls niedrig sind, werden Risiken nicht mehr adäquat bezahlt. In dieser Situation sollten Sparer einen Blick auf Bonuspapiere werfen. Hohes Risiko, hohe Gewinnchance. Wenig Risiko, niedrige Vergütung. Nicht nur an den Finanzmärkten, sondern für praktisch alle Handelsgeschäfte gilt seit Jahrhunderten dieser Zusammenhang. Im Grunde ist er sogar einer der Bausteine für den Erfolg der freien Marktwirtschaft. Dieser simple Zusammenhang sorgt nämlich dafür, dass auch riskantere Unternehmen in Angriff genommen „Die Risiken steigen, aber die Volatilitäten ziehen nicht in werden, beispielsweise die aufwendige Exploration von Rohstoffvorkommen oder die Sugleichem Maße mit.“ che nach neuen Wirkstoffen, Verfahren und Materialien. Zudem sorgt das Prinzip dafür, dass die Risiken von denen geschultert werden, die Willens und in der Lage sind, diese zu tragen. Risiken nicht ausreichend bezahlt Die nicht enden wollende Staatsschuldenkrise wurde – im Fall der europäischen Staaten – auch dadurch verursacht, dass das vorgenannte Prinzip außer Kraft gesetzt wurde. Niemals zuvor hatten sich Griechenland, Portugal & Co. zu so niedrigen Zinsen verschulden können wie nach der Einführung des Euro – obwohl die Risiken die gleichen geblieben waren. Die Folgen sind bekannt. Weniger transparent sind jedoch die Auswirkungen der Maßnahmen, die zu ihrer Bekämpfung ergriffen wurden. 09

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Welcher Privatanleger beschäftigt sich schon laufend mit dem Stand des VDAX? Der Index, der die Volatilität des DAX angibt, ist in den letzten zwölf Monaten deutlich zurückgegangen. Dazu Christian Reuss, Vorstand der Frankfurter Derivatebörse Scoach, vor einigen Wochen in einem Interview: „Die Risiken steigen, aber die Volatilitäten ziehen nicht in gleichem Maße mit.“ Weil der Volatilität eine entscheidende Bedeutung bei der Preisberechnung von Optionen und Derivaten zukommt, führt der Rückgang dazu, dass die Ertragschancen der Anleger sinken. Das lässt sich am Beispiel der beliebten BonusZertifikate nachvollziehen. Funktionsweise der Bonus-Zertifikate Die Papiere verfügen in der Regel über zwei Schwellen: eine Kursschwelle und eine Bonusschwelle. Die Kursschwelle liegt bei Emission der Zertifikate unter der aktuellen Notierung des Basiswerts. Dagegen ist die


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Bonuszertifikate

Bonusschwelle über dem aktuellen Kurs des Underlyings angesiedelt. Durch die Kombination der beiden Schwellen lässt sich das ChanceRisiko-Profil steuern. Bewegt sich der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit stets in dem so definierten Kursband, bekommt der Anleger am Ende einen fixen Betrag (Bonus). Dieser entspricht der Höhe der Bonusschwelle. Fällt der Kurs des Basiswerts hingegen während der Laufzeit unter die Kursschwelle, verhält sich das Bonuszertifikat wie ein normales Direktinvestment: Die Bewegungen des Basiswerts werden nun 1 : 1 nachvollzogen – der Anleger partizipiert jetzt unbegrenzt an den Verlusten. Steigen die Kurse danach wieder, nimmt der Anleger 1 : 1 an den Kursgewinnen teil. Der Anspruch auf eine Bonuszahlung ist in diesem Fall aber verloren. Er lebt auch dann nicht wieder auf, wenn die alte Kursschwelle zurückerobert wird. Um zu verstehen, warum diese Produkte eigentlich gerade in unruhigen Zeiten interessant sind, ist ein Blick hinter die Kulissen notwendig. Die wichtigsten Bestandteile Um ein solches Auszahlungsprofil überhaupt anbieten zu können, bedienen sich die Emittenten aus dem Zertifikate-Baukasten. Bonuspapiere bestehen aus einem sogenannten Zero-Strike-Call, also

einer Call-Option, deren Basispreis bei null liegt, sowie einer exotischen Down-and-outPut-Option. Letztere entspricht einer Verkaufsoption mit einer Barriere. Wird Letztere durchbrochen, verfällt die Option und ist komplett wertlos. Finanziert wird dieser Down-and-out-Put durch die Dividende, die der Emittent einbehält, oder durch das Aufgeld. Mit steigender Volatilität wird der für das Zertifikat benötigte Down-and-outPut billiger, diesen Preisvorteil kann der Emittent in Form von besseren Konditionen an die Anleger weiterreichen. In die gleiche Richtung wirkt auch der Verkauf der CallOption: Steigt die Volatilität, erhöht das den Preis dieses Bausteins. Den höheren Verkaufserlös aus der Call-Option und die niedrigeren Kosten für die Put-Option kann der Emittent in Form besserer Konditionen an den Anleger weitergeben. Mit dem

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Bonuszertifikate

Rückgang der Volatilität in den letzten zwölf Monaten verschlechterten sich daher automatisch die Konditionen der Bonuspapiere. Ausstattung bestimmt Nachfrage Dies lässt sich auch am Verhalten der Anleger ablesen: Im vergangenen Oktober notierte der VDAX in der Spitze bei rund 50 Punkten – dementsprechend legte das ausstehende Volumen (Open Interest) bei den Bonus-Zertifikaten im Oktober mit +6,9% stark zu. Der Anteil der Bonus-Zertifikate am Gesamtvolumen kletterte auf 3,6%. Derzeit liegt der VDAX bei ca. 20 Punkten und das Open Interest der Papiere ist deutlich rückläufig (Mai: –7,6%). Grundsätzlich ist dieses Verhalten genau richtig: Bonus-Zertifikate kauft man am besten bei hohen Volatilitäten. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld können sich bestimmte Bonuspapiere trotzdem lohnen. Alternative zum Zinstief Um solch interessante Produkte aufzuspüren, sollten sich Anleger am Verhalten der Profis orientieren. Diese agieren in der Regel nämlich weitaus defensiver. Beispielsweise wählen sie fast immer Bonuspapiere mit Abgeldern – während Privatanleger viel häufiger Aufgelder akzeptieren und damit ein größeres Risiko eingehen. Darüber hinaus begnügen sich die Spezialisten mit einer niedrigeren Zielrendite – und sichern sich im Gegenzug deutlich höhere Risikopuffer. So liegt die Barriere bei Deep-Bonus-Zertifikaten weit unterhalb des aktuellen Kursniveaus des Basiswerts. Derzeit sind Sicherheitspolster von über 50% möglich. Damit sinkt das Risiko, dass die Kursschwelle während der Laufzeit berührt wird, erheblich. Dank der nach wie vor hohen Dividendenrenditen lassen sich mit den Deep-Papieren trotzdem noch ansehnliche Jahresrenditen erzielen. So bietet das Deep-Bonus-Zertifikat (WKN: GT1X2L) von Goldman Sachs auf den EURO STOXX 50 mit einer Barriere bei 1.300 Punkten aktuell einen Puffer von rund 45%. Bei einem aktuellen Kurs von 66,2 Euro ist eine absolute Rendite von 3,8 Euro beziehungsweise eine annualisierte Rendite von 6,60% möglich. Noch mehr ist mit ausgewählten Einzeltiteln drin. Zum Beispiel mit dem Deep-Bonus-Zertifikat (WKN: AA49YG) der Royal Bank of Scotland auf HeidelbergCement. Wenn der Titel bis zum 21. Juni 2013 nicht unter die Marke von 20,00 Euro fällt, winkt eine jährliche Rendite von rund 7,8%. Der Bonuspuffer beträgt mithin 50%. Die schönen Seiten der Loser Interessant können aber auch Bonus-Zertifikate sein, bei denen die Barriere bereits verletzt wurde – vorausgesetzt man hat diese nicht schon vorher besessen. Sie verwandeln sich nämlich in Rabattpapiere, weisen gegenüber Discount-Zertifikaten jedoch einen Vorteil auf: „Discount-Zertifikate bieten in der Regel zwar einen höheren Rabatt als nur die rechnerisch richtig abgezogene Dividende, doch 11

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bei gefallenen Bonus-Engeln gibt es keine Gewinnbeschränkung. Deshalb sind sie für Anleger manchmal die bessere Wahl“, so Florian Roebbeling vom Institut für Zertifikate-Analyse (IZA) in einem „Handelsblatt“Interview. Eine weitere Eigenschaft dieser in Ungnade gefallenen Papiere könnte in den kommenden Monaten noch interessant werden: Der Käufer solcher Papiere sichert sich automatisch die Dividende, denn der Rabatt entspricht genau der prognostizierten Ausschüttung – auch wenn diese später reduziert oder ganz ausfallen sollte.

Fazit Im aktuellen Niedrigzinsumfeld bieten sich Bonusprodukte mit hohen Sicherheitspuffern und kurzen Restlaufzeiten als Alternative zu Festgeld & Co. an. Konservative Anleger bevorzugen hierbei Zertifikate renommierter Emittenten mit DAX oder EURO STOXX als Basiswert.

Ausblick auf das nächste Spezial Ausgabe 34 (26.08.2012) Konsumelektronik


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Unternehmen der Woche

Stowa – Erfolg mit zeitlosem Design In den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts traten die Bauhaus-Künstler an, Architektur und Design zu revolutionieren. Bis heute gehen zahlreiche Gegenstände des täglichen Gebrauchs auf die Ideen des Bauhauses zurück. So auch die Uhren von Stowa, die durch Funktionalität und Eleganz beeindrucken.

Seit 1954 produzierte Stowa nicht nur Uhren, sondern auch Uhrenteile

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Die Konzentration auf das Wesentliche ist allen Modellen von Stowa gemeinsam. Ob Flieger- und Taucheruhr oder die klassische Armbanduhr Antea: Sie alle zeichnen sich durch eine unverwechselbare, zeitlose Gestaltung aus. Dabei greifen sie auf das Design der klassischen Vorbilder aus den 30er- und 40er-Jahren zurück. Damals begann die Erfolgsgeschichte der 1927 gegründeten Firma. Der Uhrmacher Walter Storz – aus den ersten Buchstaben von Vor- und Nachnamen leitet sich der Firmenname ab – hatte sich damals selbstständig gemacht und begann in den Geschäftsräumen seines Großvaters, der hier noch Großuhren gebaut hatte, eigene Uhren herzustellen. Dank ihrer Zuverlässigkeit ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Schon acht Jahre später zog die Firma nach Pforzheim um, das schon damals als Uhren- und Schmuckstadt berühmt war. Hier entstanden auch die ersten Uhren im berühmten Bauhaus-Stil. Fliegeruhren Der Zweite Weltkrieg brachte der Firma eine Sonderkonjunktur. Die deutsche Wehrmacht wurde zum Großabnehmer der robusten Flieger- und Marineuhren aus Pforzheim. Spurlos ging der Krieg aber nicht an dem Unternehmen vorüber. Im Februar 1945 wurde die Fabrik durch einen Luftangriff vollständig zerstört. Doch selbst dieser schwere Einschnitt brachte die Herstellung nur kurzzeitig zum Erliegen. Noch im selben Jahr wurde die Fabrikation im baden-württembergischen Rheinfelden neu hochgezogen und in den Folgejahren beständig erweitert. Seit 1954 produzierte Stowa hier nicht nur Uhren, sondern auch Uhrenteile. Gleichzeitig wurde das

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Stammhaus in Pforzheim wieder aufgebaut. Das kräftige Wachstum in den 50er- und 60er-Jahren ließ die Kollektion bis 1970 auf sage und schreibe 1.000 verschiedene Uhrenmodelle anschwellen, darunter so skurrile Entwicklungen wie der kleinste Wecker der Welt. Die Quarzkrise Auf den Boom folgte dann aber eine schwierige Phase. Die Einführung der Quarzuhr brachte in den späten 70er-Jahren viele traditionelle Hersteller in Bedrängnis. Plötzlich galten mechanische Laufwerke als antiquiert und der elektronische Antrieb als letzter Schrei. Zu Kampfpreisen überschwemmten Hersteller aus Fernost die Märkte mit Billigmodellen, was auch bei Stowa Spuren hinterließ. Nur mit Mühe gelang es der Firma, die Quarzkrise zu überstehen. Werner Storz, der Sohn des Firmengründers, sah sich zu einer Neuausrichtung gezwungen. Stowa musste sich fortan damit begnügen, einfache Quarzwerke einzuschalen. Das blieb bis 1996 so. Damals trat der Uhrenbauer und Goldschmied Jörg Schauer, der heutige Besitzer von Stowa, an den Uhrenhersteller heran. Eigentlich wollte er nur alte Mechanikwerke für seine unter eigenem Namen laufende Fabrikation erwerben. Doch unverhofft ergab sich die Gelegenheit, die Marke Stowa und die zugehörigen Rechte zu kaufen. Schauer griff zu und damit begann ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte von Stowa. Auferstehung einer Traditionsmarke Der neue Inhaber besann sich auf die Tradition und begann mit der Produktion von Modellen, die an die Klassiker aus den 30er- und 40er-Jahren angelehnt waren. Dabei kam ihm zugute, dass die Quarzeuphorie längst abgeflaut war und traditionelle Armbanduhren mit hochwertigen Laufwerken sich ihren Platz in der Uhrenwelt zurückerobert hatten. Da die Herstellung in Deutschland ihren Preis hat und die Gewinnspannen der Fachhändler hoch sind, hat Stowa vor einigen Jahren auf Direktvertrieb umgestellt. Das ist für hochwertige Uhren ungewöhnlich, bringt aber erhebliche Preisvorteile, die sich in günstigen Verkaufspreisen niederschlagen. Der Erfolg gibt dem Hersteller recht: Zwei Jahre nach dem 80-jährigen Firmenjubiläum im Jahr 2007 wurde das neue Produktionsgebäude mit zugehörigem StowaMuseum vor den Toren Pforzheims bezogen.


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GIGASET

SÜSS MICROTEC

Rote Quartalsbilanz

Gewinneinbruch

Die mit der Euro-Krise verbundene Kaufzurückhaltung belastet Gigaset (WKN: 515600): Im zweiten Quartal verlor der Anbieter von Schnurlostelefonen 3,40 Mio. Euro – im fortgeführten Geschäft 3,77 Mio. Euro. Zwölf Monate zuvor konnten noch 0,51 Mio. beziehungsweise 3,61 Mio. Euro Gewinn ausgewiesen werden. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte der Verlust aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 6,26 Mio. Euro (2. Quartal 2011: +3,74 Mio. Euro). Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) implodierte, wie bereits Ende Juli veröffentlicht, von 11,23 auf 0,01 Mio. Euro. Der Umsatz schrumpfte von 95,37 auf 93,44 Mio. Euro. Die Bayern bestätigten ihre ebenfalls Ende Juli reduzierte Prognose für das Gesamtjahr: 2012 werde das EBITDA im einstelligen Millionenbereich „deutlich“ unter dem Vorjahresniveau liegen und der Umsatz im einstelligen Prozentbereich sinken. Zuvor hatte Gigaset eine stabile Umsatzentwicklung sowie einen Rückgang des EBITDA prognostiziert. Im ersten Halbjahr sank der Umsatz von 210,39 auf 205,66 Mio. Euro. Das EBITDA brach von 25,62 auf 10,68 Mio. Euro ein. 2011 hatte Gigaset im fortgeführten Geschäft 458,57 Mio. Euro umgesetzt und auf EBITDA-Basis 51,46 Mio. Euro verdient.

Von April bis Ende Juni implodierte der Gewinn des Chip-Industrieausrüsters Süss Microtec (WKN: A1K023) von 5,88 auf 0,60 Mio. Euro. Der Vorsteuergewinn (EBT) sackte von 8,07 auf 1,69 Mio. Euro ab, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 8,11 auf 1,58 Mio. Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) brach der Gewinn von 9,79 auf 3,34 Mio. Euro ein. Der Umsatz schrumpfte von 52,64 auf 36,30 Mio. Euro. Gleichzeitig sanken die Herstellungskosten von 32,49 auf 22,67 Mio. Euro. Während die Vertriebskosten von 4,37 auf 5,10 Mio. Euro und die Verwaltungskosten von 4,14 auf 4,51 Mio. Euro zulegten, reduzierte Süss die Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 3,28 auf 1,98 Mio. Euro. Der Auftragseingang erhöhte sich im zweiten Quartal von 32,1 auf 41,4 Mio. Euro. Ende Juni erreichte der Auftragsbestand 107,2 Mio. Euro. Vor diesem Hintergrund hatte Süss wenige Tage zuvor die Prognose für das Gesamtjahr präzisiert: Das EBIT soll 5 bis 10 Mio. Euro erreichen, der Umsatz 160 bis 170 Mio. Euro. Zuvor waren mehr als 155 Mio. Euro Umsatz sowie eine EBIT-Marge von 5% bis 10% in Aussicht gestellt worden. Im ersten Halbjahr sank der Umsatz von 84,66 auf 67,51 Mio. Euro, das EBIT von 10,58 auf 1,54 Mio. Euro.

Unternehmenstermine Datum 13.08.2012 14.08.2012 14.08.2012 14.08.2012 14.08.2012 14.08.2012 15.08.2012 16.08.2012

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Uhrzeit 07:30 07:00 07:00 07:00 07:00 07:30 22:05 13:00

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Name E.ON AG Aurubis AG K+S AG Merck KGaA RWE AG Salzgitter AG Cisco Systems Inc. Walmart Stores Inc.

Ereignis Halbjahresbericht 9-Monats-Bericht 2011/12 Halbjahresbericht Halbjahresbericht Halbjahresbericht Halbjahresbericht Ergebnisbericht 2011/12 Halbjahresbericht 2012/13

Pfeiffer Vacuum Pressebild

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PFEIFFER VACUUM

Prognose bestätigt Die weltweite Konjunkturabkühlung, speziell in der Solar- und Halbleiterindustrie, hinterlässt in der Quartalsbilanz von Pfeiffer Vacuum (WKN: 691660) deutliche Spuren. Von April bis Ende Juni brach der Gewinn von 13,22 auf 10,54 Mio. Euro ein. Der Vorsteuergewinn (EBT) sank von 19,26 auf 15,34 Mio. Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 19,87 auf 16,02 Mio. Euro. Im Vergleich zur Vorjahresperiode schrumpfte der Umsatz von 141,40 auf 110,35 Mio. Euro. Der im Ausland erzielte Umsatz gab von 109,18 auf 91,06 Mio. Euro nach, der Inlandsumsatz sackte von 32,23 auf 19,29 Mio. Euro ab. In Deutschland kam das Geschäft mit der heimischen Solarindustrie nahezu zum Erliegen. Regional aufgeschlüsselt schrumpfte der Umsatz in Europa von 64,37 auf 42,52 Mio. Euro, in Asien von 52,41 auf 42,36 Mio. Euro. In Nord- und Südamerika legte der Umsatz dagegen von 24,31 auf 25,12 Mio. Euro zu. Im Gesamtjahr will der Vakuum-Pumpenhersteller nach wie vor 470 bis 500 Mio. Euro umsetzen. Die EBITMarge soll 15% erreichen. In der ersten Jahreshälfte stieg die Marge von 12,9% auf 14,9%, der Umsatz schrumpfte von 285,03 auf 242,30 Mio. Euro. 2011 waren dank der Übernahme von Adixen 519,51 Mio. Euro durch die Bücher geflossen.


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Fonds der Woche

FI Alpha Renten Global – eigenwillig und erfolgreich Im Fonds-Dschungel stechen ab und an Fonds ins Auge, die eine interessante Depotbeimischung für viele Anleger darstellen können. Aus dem Hause DJE Kapital AG kommt der Fonds FI Alpha Renten Global. Mit diesem Fonds können Anleger an dem zyklischen Wechselspiel zwischen den Asset-Klassen Aktien und Anleihen partizipieren. Dem Namen entsprechend liegt der Schwerpunkt des FI Alpha Renten Global, der sich an mittel- bis langfristig orientierte Anleger richtet, auf Rententiteln. Dennoch können die Chancen, die ein Aktieninvestment bietet, genutzt und ein Teil des Fondsvermögens in Unternehmen investiert werden. Bis zu 20% des Fondsvermögens, mithilfe von Derivaten sogar bis zu 30%, können im Bereich Aktien angelegt werden. So ist es vor allem im derzeitigen schwachen Rentenumfeld möglich zu diversifizieren. Damit soll langfristig eine positive Entwicklung des Vermögens bei reduziertem Risiko erreicht werden. Gold ETF im Depot Der Schwerpunkt des Portfolios liegt erwartungsgemäß auf Staatsund Unternehmensanleihen. Zum Ende des Monats Juni waren über 83% in Anleihen angelegt. Der öffentlich-rechtliche Sektor, also Staatsanleihen, Kommunalobligationen und ähnliche Papiere, machte 27,6% des Gesamtportfolios aus. Direkt in Aktien war der FI Alpha Renten Global nur zu 8,2% investiert, weitere 4,2% in anderen Fonds. In der Länderallokation nimmt Deutschland mit fast zwei Fünfteln der Mittel die größte Position ein. Für einen globalen Fonds ist er also geografisch wenig diversifiziert, aber dies ist der Überzeugung des Fondsmanagements geschuldet. Nach Deutschland folgt mit 9,6% überraschenderweise Australien auf Platz 2. Die USA stehen an fünfter Stelle mit 8,5%. Um Rendite zu schöpfen, scheut sich Erhardt nicht, bei osteuropäischen Ländern zuzugreifen. So nimmt unter den Einzelwerten ein russisches Rentenpapier mit 6,5% Gewichtung die Spitzenposition ein. Auch Unternehmensanleihen kommen nicht zu kurz. Auf Platz 4 findet sich mit 4,3% eine Schuldverschreibung des Autozulieferers Schaeffler. Überraschend jedoch ist die Position 5. Hier findet sich der SPDR Gold Trust mit 4,2% Gewichtung – ein Gold ETF, der für Privatanleger direkt in Deutschland nicht zugänglich ist. Performance überzeugt langfristig Die langfristige Performance ist recht überzeugend. Seit Auflage des Fonds im Jahr 1998 konnte eine Wertentwicklung von insgesamt 14

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661,63% erzielt werden. Das ist eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,47%. Im Vergleich dazu bleibt der kombinierte Vergleichsindex aus 20% MSCI World und 80% JP Morgan GBI Global unhedged ECU deutlich zurück. Im gleichen Zeitraum stieg der Index um lediglich 123,37%. Das ist eine durchschnittliche Jahresperformance von 3,27%. Auf Sicht von fünf Jahren hat der Fonds zwar eine negative Entwicklung zu verzeichnen, die ist aber längst nicht so tiefrot wie die Performance des Vergleichsindex.

Fazit Mit dem FI Alpha Renten Global holt sich der Anleger einen aktiv gemanagten Fonds mit ganz eigener Strategie ins Depot. Das FMM-Konzept des Hauses DJE kann langfristig überzeugen.

FI Alpha Renten Global ISIN: LU0087412390 Auflegedatum: 27.05.1998 Fondsvolumen: 170,12 Mio. Euro Geschäftsjahr: 1.7.-30.6. Ertragsverwendung: thesaurierend Ausgabeaufschlag: max 2% Gebühren: 1,3% Gesamtkostenquote (TER): 1,35


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GSI

Solarfonds investiert in Freiflächen­ solarparks in Deutschland GSI konnte für die Anleger ihres dritten Solarfonds bereits acht Solarparks auf Freiflächen in Bayern, Brandenburg, SachsenAnhalt und Mecklenburg-Vorpommern vertraglich sichern. Umfangreiche Herstellergarantien sichern 90% der Nennleistung von insgesamt 32 MWp für die ersten zehn Betriebsjahre und 80% der Nennleistung für weitere 15 Jahre ab. Alle Anlagen werden auf Konversions- bzw. brachliegenden Gewerbeflächen errichtet, den letzten Standorten, auf denen Freiflächenanlagen noch eine Einspeisevergütung erhalten. Sämtliche Solarparks sollen spätestens im dritten Quartal 2012 fertiggestellt und betriebsbereit sein und erhalten dank der Übergangsregelung für Photovoltaikanlagen auf Gewerbe- und Konversionsflächen

20 Jahre lang eine Einspeisevergütung von 17,94 bzw. 18,76 Cent pro erzeugter Kilowattstunde. Die Fondsgesellschaft unterhält eine Ertragsgarantieversicherung, die 90% der prognostizierten Erträge der Photovoltaikanlagen für die Dauer von zehn Jahren absichert. Die Fondsgesellschaft kann je nach Marktlage auch noch weitere Solarparks erwerben. Die Prognose des Fondsverlaufs basiert auf den Daten der acht bereits fixierten Solarparks und sieht ein Eigenkapitalvolumen von 14,3 Mio. Euro bis maximal 20 Mio. Euro vor, an dem sich Anleger ab 10.000 Euro beteiligen können. GSI verzichtet auf die Erhebung eines zusätzlichen Agios und übernimmt zusammen mit der Privatbank M. M. Warburg GmbH & Co. KGaA eine Platzierungsgarantie. Das mit den bislang acht Solarparks realisierte Investitionsvolumen beläuft sich auf 57,2 Mio. Euro. Anleger sollen prognosegemäß jährliche Ausschüttungen beginnend mit 7% für 2012 erhalten, die auf 29,25% ab dem Jahr 2030 und auf eine Schlussauszahlung von 32% im Jahr 2032 ansteigen sollen. Der Gesamtmittelrückfluss vor Steuern soll sich plangemäß auf 221% des Zeichnungsbetrages belaufen.

SCHRODERS

Europa-Aktienfonds mit Volatilitätsbremse Der Schroder ISF European Total Return (ISIN: LU0748063764) soll deutschen und österreichischen Anlegern ab sofort Investments in europäische Aktien mit wesentlich geringeren Schwankungen bieten. Die annualisierte Volatilität des Fonds fällt mit 13,6% deutlich niedriger als beim MSCI Europe aus, der eine Schwankungsintensität von 20% aufweist. Der Fonds verfolgt einen Total-Return-Ansatz, bei dem ein absoluter Ertrag erzielt werden soll. Um das Marktrisiko abzufedern, setzt das Fondsmanagement auf Stock-Picking, den Einsatz von Derivaten sowie auf ein taktisches Anpassen der Barquote. Auch Short-Positionen können eingegangen werden. Die Konstruktion 15

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eines konzentrierten Portfolios aus 40 bis 60 Aktien erfolgt dabei unabhängig von einer Benchmark. Der Investment-Prozess ist in zwei Stufen angelegt. Im ersten Schritt wählt das Fondsmanagement ausschließlich Aktien aus, deren Kurse ihren fundamental fairen Wert nicht ausreichend widerspiegeln. Entscheidend für die Gewichtung der Einzeltitel innerhalb des Portfolios sind ausschließlich das Aufwärtspotenzial und die Risikoeigenschaften der Aktien sowie die Resultate der hauseigenen Analysen von Schroders – und bereits bei der Auswahl und der Portfoliokonstruktion wird dem anvisierten Ziel nach einer möglichst niedrigen Volatilität Rechnung getragen. In der zweiten Stufe geht es um die taktische und strukturelle Steuerung der Marktpräsenz. Zunächst wird analysiert, wie groß die Risiken für die europäischen Aktienmärkte sind. Wenn die Indikatoren keine positive Entwicklung anzeigen, wird das Marktrisiko entsprechend reduziert. Der Ausgabeaufschlag des Schroder ISF European Total Return beträgt maximal 5%, die jährliche Verwaltungsgebühr liegt bei 1,5%.


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Attraktive Erträge: Anleihen und

Dividendentitel aus den Emerging Markets

Unsichere Staatsfinanzen und niedrige Zinsen verlangen von den Anlegern derzeit mehr denn je, ihre Anlagen geschickt auszuwählen. Anlagealternativen finden sie vielfach in den Emerging Markets. Die dortigen Volkswirtschaften sind zuletzt wesentlich stärker gewachsen als die Industrienationen.

Sven Württemberger Head of iShares Wealth Sales Germany

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Auch für das kommende Jahr erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für die aufstrebenden Volkswirtschaften ein Wachstum von rund 6% und damit ein knapp fünf Prozentpunkte schnelleres Wachstum als für den Euro-Raum. Die Emerging Markets profitieren von der besseren demografischen Entwicklung, steigender Produktivität und einer geringeren Staatsverschuldung. Angesichts dieser stabilen Entwicklung schwanken auch die Börsenkurse weniger. Zudem ist die Inflation zurückgegangen. Beispielsweise fällt die Inflationsrate in China laut dem Internationalen Währungsfonds von 5,4% 2011 auf 3,3% in diesem Jahr. Eine niedrige Inflation unterstützt gerade in den Schwellenländern die Unternehmensbewertungen. Die Unternehmen profitieren von diesem positiven Wirtschaftsumfeld. So gibt es in den Emerging Markets mittlerweile eine Reihe von Aktien, die attraktive Dividendenausschüttungen bieten. Die hohen Dividendenzahlungen stützen nicht nur die Wertentwicklung in seitwärts gerichteten Märkten, sondern weisen in der Regel auch auf eine solide Entwicklung des Unternehmens hin. Mit dem iShares Dow Jones Emerging Markets Select Dividend können Anleger eine attraktive Dividendenrendite mit dem Wachstumspotenzial der Emerging Markets kombinieren. Der Exchange Traded Fund (ETF), also ein börsengehandelter Indexfonds, investiert in die 100 dividendenstärksten Unternehmen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften. Der zugrunde liegende

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Index nimmt allein Unternehmen auf, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen gleichbleibenden Gewinn je Aktie aufweisen und zudem in den vergangenen drei Jahren regelmäßig Dividenden gezahlt haben. Die Folge: Anleger investieren in besonders werthaltige Titel. Gleichzeitig partizipieren sie am Wachstum der Schwellenländer. Der Dividendenindex hat über die vergangenen fünf Jahre eine rund zehn Prozentpunkte bessere jährliche Performance als der breite MSCI Emerging Markets Index erzielt. Zudem bietet der Fonds eine höhere Dividendenrendite als die meisten Aktien- und Anleihenmärkte. Höhere Renditen durch Anleihen aus den Emerging Markets Auch Anleihen aus den Emerging Markets bieten Investoren attraktive Auszahlungen. So bietet der ETF iShares JPMorgan $ Emerging Market Bond Fund Investoren Zugang zu den Staatsanleihen der aufstrebenden Volkswirtschaften, die in der Leitwährung USDollar ausgegeben werden. Dabei weisen die Anleihen im ETF einen durchschnittlichen Coupon von rund 6,8% auf. Anders als bei den Dividendentiteln bieten die Anleihen allerdings nur ein begrenztes Kurspotenzial. Die starke wirtschaftliche Entwicklung der Emerging Markets deutet zudem auf das Potenzial einer Aufwertung ihrer Währungen hin. Wer seinem Portfolio eine solche Währungskomponente beimischen will, kann dies über den iShares Barclays Capital Emerging Market Local Government Bond machen. Der ETF investiert physisch in Anleihen aus den Schwellenländern, die in der jeweiligen Landeswährung ausgegeben werden. Aktuell bietet der Fonds eine Effektivverzinsung von rund 5,9% auf Basis des USDollar (Stand 30. Juli). Die dynamisch wachsenden Emerging Markets können eine Alternative im gegenwärtigen Marktumfeld sein. In ETFs finden Anleger vielfältige Möglichkeiten, Investments in diese einfach und effizient umzusetzen. Über den Autor: Sven Württemberger verantwortet den Vertrieb an Banken und ist Vermögensverwalter bei iShares in Deutschland.


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E.ON-Discount-Zertifikat – chancenreiche Alternative Im vergangenen Jahr steckte E.ON in einer tiefen Krise. Inzwischen haben sich die Unternehmensperspektiven allerdings signifikant aufgehellt. Diese erfreuliche Entwicklung hat den Aktienkurs zuletzt nach oben getrieben. Vorsichtige Anleger können nun mit einem Rabattpapier auf eine Seitwärtsbewegung des DAX-Titels setzen. Für E.ON war 2011 ein rabenschwarzes Jahr. Denn der Gewinn des Energieriesen wurde durch mehrere Faktoren erheblich nach unten gedrückt. Ein großer Belastungsfaktor waren außerordentliche Kosten, die infolge des von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstiegs angefallen sind. Darüber hinaus kam es zu Verlusten im Gasgeschäft und einem Rückgang der Margen im Stromverkauf. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass der Nettogewinn um 49% auf 2,5 Mrd. Euro eingebrochen ist. Dies ist aber mittlerweile Schnee von gestern. Schließlich ist der DAX-Konzern wieder auf Erfolgskurs Dies spiegelt sich in den jüngst veröffentlichten vorläufigen Halbjahreszahlen wider. Beeindruckender Gewinnsprung Im Berichtszeitraum steigerte der Energieversorger das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zur Vorjahresperiode um 56% auf 6,7 Mrd. Euro. Der Überschuss erhöhte sich sogar um rund 267% auf 3,3 Mrd. Euro. Zurückzuführen ist der Gewinnsprung zum einen auf den Wegfall von einmaligen Sonderbelastungen im Zusammenhang mit dem Atomausstieg. Zum anderen hat sich die Änderung des Liefervertrages mit dem Gasproduzenten

Gazprom positiv auf den Nettogewinn ausgewirkt. Das russische Unternehmen hat die enge Kopplung des Lieferpreises an die Entwicklung des Ölpreises rückwirkend gelockert. Infolgedessen verbuchte E.ON im ersten Halbjahr 2012 einen außerordentlichen Ertrag von rund 1 Mrd. Euro. Attraktives Discount-Zertifikat Bereits Anfang Juli hat Vorstandschef Johannes Teyssen die Planzahlen für das Gesamtjahr angehoben. Gemäß der überarbeiteten Prognose des Unternehmenslenkers wird E.ON 2012 mit einem EBITDA zwischen 10,4 und 11,0 Mrd. Euro und einem Überschuss zwischen 4,1 und 4,5 Mrd. Euro abschließen. Angesichts dieser erfreulichen Perspektiven stuft Berenberg-Bank-Analyst Robert Chandry die E.ON-Aktie als Halteposition ein und sieht beim Kurs Aufwärtspotenzial bis 20 Euro. Unabhängig davon drängt sich ein Kauf des DAX-Titels derzeit nicht auf, da sich dieser in den zurückliegenden zwei Monaten um respektable 26% verteuert hat und daher bis auf Weiteres in einem Seitwärtstrend verharren dürfte. Da trifft es sich gut, dass es im Zertifikatesektor interessante Alternativen gibt – eine davon ist ein vom Schweizer Bankhaus UBS emittierter Discounter (WKN: UB9DHQ) auf die E.ON-Aktie, der mit einem Cap bei 16,00 Euro ausgestattet ist. Aktuell ist dieses Zertifikat für 14,64 Euro (Stand: 09.08.2012) zu haben – es ist also 3,22 Euro günstiger als der Basiswert. Bis zum Fälligkeitstermin im Juli 2013 lässt sich mit dem Rabattpapier eine Rendite von 9,3% erzielen, sofern die E.ON-Aktie am Laufzeitende mindestens bei 16,00 Euro notiert. Anleger, die sich das Zertifikat ins Depot legen, müssten nur dann einen Verlust hinnehmen, wenn die E.ON-Aktie bis zum 19. Juli 2013 mehr als 18% an Wert verliert.

Discount-Zertifikat auf E.ON Zertifikattyp Discount

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Emittent UBS

Basiswert Fälligkeit WKN E.ON 19.07.2013 UB9DHQ


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SOCIETE GENERALE

Marktvolatilitäten handelbar Anlegern, die vom Auf und Ab an den Aktienmärkten profitieren möchten, bietet die Société Générale (SG) hierfür neue Finanzinstrumente, darunter 38 Optionsscheine auf den VSTOXX Mini Futures mit Laufzeiten bis September, Oktober, November und Dezember 2012 sowie März 2013. Besagter VSTOXX Mini Futures leitet sich aus dem VSTOXX-Index ab, der das Ausmaß der erwarteten Kursschwankungen des EURO STOXX 50 für die kommenden 30 Tage abbildet. Mit den neuen Call-Optionsscheinen können Anleger beispielsweise auf einen weiteren Anstieg der Volatilität setzen. Wer hingegen davon

ausgeht, dass sich die Märkte wieder beruhigen werden, für den kommen Put-Optionsscheine infrage. Und wer die jeweilige Marktmeinung mit einem gewissen Sicherheitspuffer abbilden möchte, der kann neue Discount-Optionsscheine der SG einsetzen. Diese Produkte kombinieren die Vorteile von Discount-Zertifikaten und Optionsscheinen. Sie ermöglichen einen Preisabschlag (Discount) auf den Basiswert – so können Anleger auch bei Seitwärtsbewegungen Renditen erzielen. Im Gegenzug nehmen Investoren nur bis zu einer festgelegten Grenze (Cap) an der Entwicklung des Basiswertes teil.

UBS

Zertifikate-Anleger fahren Risiken leicht zurück Im Juli ist die Risikobereitschaft der Zertifikate-Anleger leicht zurückgegangen, zeigt die aktuelle Auswertung des UBS Investor Sentiment Index. Dieses „Angstbarometer“ vergleicht den Stand des DAX mit der Höhe der Caps, die Anleger beim Kauf von UBSDiscount-Zertifikaten auf den Index gewählt haben. Notiert der DAX am Laufzeitende auf dem Cap oder darüber, erzielen die Inhaber der Discount-Papiere die maximal mögliche Rendite. Ein Cap weit unterhalb des DAX signalisiert, dass Anleger mit größeren

Kursrückgängen rechnen. Je höher der Cap angesetzt wird, desto optimistischer ist die Anlegerschaft. Der UBS Investor Sentiment Index spiegelt somit die Risikobereitschaft der Anleger wider. Der Juli-Erhebung zufolge lag der durchschnittliche Cap bei UBS-Discount-Zertifikaten auf den DAX 17,85% unter dem Indexstand und somit rund einen Prozentpunkt unter dem Juni-Wert. Käufer dieser Produkte haben sich somit im Juli für einen etwas größeren Risikopuffer als im Monat zuvor entschieden.

VONTOBEL

Protect-Multi-Kurzläufer in der Zeichnung Bis zum 17. August bietet das Bankhaus Vontobel eine neue Protect-Multi-Aktienanleihe (WKN: VT53YZ) mit zehnprozentiger Verzinsung an. Das neue Papier basiert auf den drei französischen Standardwerten Danone, France Telecom und Total. Am Ende der einjährigen Laufzeit erhalten Anleger ihren Einsatz allerdings nur

dann vollständig zurück, wenn jeder der drei Blue Chips während der Laufzeit nicht mehr als 30% verliert. Geht die Spekulation schief und einer der drei Werte verletzt die bei 70% des Startwertes angesiedelte Barriere, liefert Vontobel im August 2013 statt Barem Aktien des Basiswertes mit der schlechtesten Wertentwicklung.

ERSTE BANK

EURO-STOXX 50-Indexanleihe mit 5,65%-Coupon Noch bis Mitte August bietet die Erste Bank eine Protect-Index-Anleihe (WKN: EB0ARK) auf den EURO STOXX 50 mit 1,5% Aufschlag zur Zeichnung an. Damit können Anleger einen jährlichen Fixcoupon von 5,65% vereinnahmen, unabhängig von der Entwicklung des europäischen Blue-Chip-Index. Investoren erhalten am Ende der Laufzeit im 18

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August 2015 ihren Einsatz vollständig zurück, sofern der EURO STOXX 50 nicht mehr als 50% seines Startwertes eingebüßt hat. Andernfalls drohen Inhabern der Index-Anleihe entsprechende Wertverluste im Verhältnis 1 : 1. Interessenten müssen mindestens 1.000 Euro anlegen und sollten während der Laufzeit das Emittentenrisiko im Auge behalten.


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Rohstoff der Woche

Aluminium: Kommen die Bullen jetzt zurück?

Vom Zwischenhoch Ende Februar 2012 ist der Aluminiumpreis kräftig gefallen. In der Spitze ging es auf beinahe 1.800 US-Dollar und damit um mehr als 20% abwärts. Melden sich nun die Bullen zurück? Im Juni hatte Aluminium im Rahmen seiner fallenden Tendenz die Unterstützung bei 1.828 US-Dollar (Zwischentief Juni 2010) knapp unterschritten. Sie wurde jedoch schnell zurückerobert und es gab eine kleine Gegenbewegung. Es folgte jedoch gleich ein erneuter Rückgang zur Unterstützung, die in der Vorwoche abermals knapp verletzt wurde. Mit dem Anstieg in der vergangenen Woche wurde sie aber auch diesmal zügig zurückerobert, was für eine solide Haltezone zu sprechen scheint. Vielleicht ist von ihr sogar eine größere Gegenbewegung möglich. Charttechnisch betrachtet könnte die horizontale Hürde bei 1.945 US-Dollar eine erste Anlaufstelle sein. Stößt der Kurs in diese Region vor, würden die langfristigen Abwärtstrendlinien ins Visier rücken. Ein Überschreiten der oberen Linie könnte als größeres Long-Signal interpretiert werden. Bis dahin sind eventuelle Erholungen lediglich als Gegenbewegung im Abwärtstrend zu werten. Auslöser für weiter steigende Kurse könnten weitere geldpolitische Lockerung führender Notenbanken sein. Neben Maßnahmen der Zentralbanken in den USA und der Eurozone könnte hierbei vor allem die aus China

im Blick stehen. Diesbezüglich wurden die jüngst vorgelegten neuesten Daten zur Inflation (weiter gesunken) und zur Industrieproduktion (weiter abnehmende Wachstumsdynamik) im Reich der Mitte dahin gehend gewertet, dass weiterer Spielraum für Leitzinssenkungen besteht, um die an Schwung verlierende chinesische Wirtschaft zu stützen. China ist größter Verbraucher des Industriemetalls und gleichzeitig größter Produzent. Hier wird sehr viel Aluminium hergestellt. Der dortige hohe Ausstoß trägt mit zu den aktuellen weltweiten Überkapazitäten bei. Weil zu bezweifeln ist, dass der Bedarf angesichts der konjunkturellen Schwäche explodiert, ist sowohl 2012 als auch 2013 ein globales Überangebot wahrscheinlich. Dies könnte die Kauffreude der Bullen zumindest dämpfen. Aluminium – Spot-Preis (LME)

Derivate auf Aluminium (Basiswert: September-Future [LME]) Typ Index-Zertifikat (quanto) Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN DZ0CAA DZ8BK0 DZ8R9K

Basispreis/Knock-out - 1.455,39/1.504,30 USD 2.358,93/2.310,71 USD

Laufzeit Hebel open end open end 4,50 open end 4,00


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ZERTIFIKATE

Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Baumwolle – Dezember-Future (ICE)

Rohstoffe (Auswahl)

Im Vorfeld der neuesten USDA-Prognosen zu Angebot und Nachfrage weltweit am Freitag knüpfte Baumwolle an die Gewinne der Vorwoche an. Der Preis setzte damit die steigende Tendenz seit dem Zwischentief von Juni fort. Jüngst wurde zudem die im Mai verletzte Abwärtstrendlinie zurückerobert, was für weitere Zuwächse sprechen könnte.

Markt Kurs Rohöl WTI Crude NYMEX ($/bbl)

93,32

+2,11%

2,78

-3,84%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

302,50

+3,28%

Gold NYMEX ($/Unze)

1622,80

+0,84%

28,12

+1,17%

582,50

+0,51%

Platin Spot ($/Unze)

1397,50

-0,30%

Aluminium Spot ($/t)

1835,00

+1,58%

Blei Spot ($/t)

1889,00

+0,31%

Kupfer Spot ($/t)

7483,75

+0,58%

Nickel Spot ($/t)

15225,00

-1,14%

Zinn Spot ($/t)

17900,00

+0,70%

Zink Spot ($/t)

2065,25

-3,44%

Baumwolle ICE ($c/lb)

72,950

-1,15%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

166,40

-3,70%

2452,00

+2,64%

Mais CBOT ($c/bu)

810,50

+0,43%

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

111,25

-1,11%

1643,75

-0,76%

885,25

-0,67%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

20,88

-4,92%

Lebendrind CME ($c/lb)

125,78

+1,17%

Mastrind CME ($c/lb)

141,10

+1,35%

75,65

-0,26%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Zucker – Oktober-Future (ICE) Zucker hatte in der Vorwoche die Unterstützung 22,22 US-Cent deutlich verletzt. Mit den jüngsten weiteren kräftigen Abgaben ist ein nachhaltiger Bruch zu konstatieren. Der Preis rutschte dabei unter das 61,8%-FibonacciRetracement der Rally von Juni bis Juli, was weitere Abgaben in Richtung Juni-Tief nach sich ziehen könnte.

Kakao ICE ($/t)

Brent – September-Future (ICE) Anhaltende Spannungen im Nahen Osten und nicht endende Spekulationen über weitere geldpolitische Lockerungen führender Notenbanken, insbesondere in China, aber auch Angebotsunterbrechungen im Golf von Mexiko, fallende US-Öllagerbestände sowie ein sinkender Ausstoß von Brent selbst sorgten jüngst für weiter steigende Kurse.

Kakao – September-Future (ICE) Kakao hat in der Vorwoche die Hürde von 2.368 bis 2.375 US-Dollar sowie die übergeordnete vom Zwischenhoch im März 2011 ausgehende Abwärtstrendlinie überschritten. Mit den jüngsten weiteren Zuwächsen scheint sich dieser Ausbruch zu bestätigen. Nächstes Hindernis ist nun das Zwischenhoch von Januar dieses Jahres bei 2.533 US-Dollar.

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% zur Vorwoche

Sojabohnen CBOT ($c/bu) Weizen CBOT ($c/bu)

Schwein mag. CME ($c/lb)

Rohstoff-Indizes (Auswahl) Index Kurs AMEX Gold BUGS Index (HUI)

% zur Vorwoche

428,57

+5,16%

1237,91

+2,06%

143,20

+0,19%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 301,81

+0,37%

Rogers Int. Commodity Index

+3,82%

AMEX Oil Index DJ AIG Commodity Index

3723,88


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Refugium der Woche

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Kulturkalender

„AFRIKA mit eigenen Augen“ Ausstellung, 17.03.12–02.09.12, Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts Baden-Baden, Baden-Baden, www.museum.la8.de „Vater und Sohn – Friedrich dem Großen zum 300. Geburtstag (1712–1786)“ Bühne, 10.08.12–26.08.12, Wortkino – die Bühne von Dein Theater, Stuttgart, www.wortkino.de

Berlin – immer eine Reise wert Eine aktuelle Umfrage eines deutschen Reisevergleichsportals hat ergeben, dass die Hauptstadt bei den Deutschen auf Platz 1 liegt, wenn es um Urlaub in deutschen Landen geht. Für uns Grund genug, Ihnen ein ausgewähltes Domizil näher vorzustellen. Das ALMA Schlosshotel liegt im exklusiven Grunewald, einer der privilegiertesten Gegenden der Hauptstadt. Dank der Eleganz seiner großzügigen Räume, seiner Leidenschaft zu Kunst und Design sowie seiner Lage im eigenen Schlosspark ist das Schlosshotel eines der schönsten Hotels der Stadt. Das Hotel wurde 1912 als Residenz von Dr. Walther von Pannwitz erbaut. Der Stil jener Epoche ist auch heute noch in seinem vollen Glanz erhalten geblieben. Dazu kommen die von Karl Lagerfeld gesetzten Akzente und eine kürzlich abgeschlossene Renovierung der Hoteleinrichtung. Das Schlosshotel ist ein lebendes Denkmal der Berliner Klassik des 18. Jahrhunderts. Gleichzeitig bergen seine Räume die Essenz aktuellsten Innendesigns. Die Gobelins und Teppiche, die edlen Hölzer, der Marmor und das Kristall – alle Materialien und Details des Schlosshotels sind Teil eines Ganzen, dessen Haupteigenschaft eine zeitlose Schönheit ist. Jedes der 53 Zimmer des Schlosshotels ist einzigartig, denn jeder Raum hat eine 21

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andere Note und einen eigenen Charakter. Das Schlosshotel bietet ein überschaubares und erlesenes Angebot an Zimmern und Suiten, um die Privatsphäre seiner Gäste zu wahren und den Aufenthalt mit exklusivem Service so angenehm wie irgend möglich zu gestalten. Die internationale Küche mit mediterranen Anklängen sowie traditionelle Berliner Gerichte sowie eine umfangreiche und sorgfältig zusammengestellte Weinauswahl bietet das Gourmetrestaurant Vivaldi. Den Rahmen bildet einer der glamourösesten Salons des Hauses. Körperbewusste lädt der großzügig gestaltete Pool zum Schwimmen ein. Entspannung findet man bei belebenden Augenblicken im Whirlpool, in der finnischen Sauna oder der Dampfsauna.

„Wunderkind trifft Altmeister“ Musik, 25.08.12–26.08.12, Schlosskirche, Brühl, www.schlosskonzerte.de „Museumsuferfest“ Freizeit/Unterhaltung, 24.08.12– 26.08.12, Archäologisches Museum Frankfurt, Frankfurt am Main, www.archaeologisches-museum.frankfurt.de „Andy Warhol – the Art of Pop“ Ausstellung, 30.07.12–26.09.12, Amberger Congress Centrum, Amberg, www.acc-amberg.de „Mozart-Wunder und HaydnWonnen” Musik, 25.08.12–26.08.12, Schloss Augustusburg, Brühl, www.schlosskonzerte.de „Lasst uns Lügen erzählen“ Bühne, 04.08.12–08.09.12, Fränkisches Theater Schloss Maßbach, Maßbach, www.fraenkisches-theater.de

A phorismus der Woche „Das Leben ist ein Bumerang: Man bekommt zurück, was man gibt.“ (Dale Carnegie)

W eitere Infos unter: schlosshotelberlin.com


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Fotos: © Porsche AG

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Faszination 356: Eine Typologie des Porsche 356 Der „Porsche 356“ ist ein bedeutender Meilenstein der deutschen Sportwagengeschichte, der ebenso wenig aus der Firmengeschichte des Hauses Porsche wegzudenken ist wie sein Nachfolger 911. Achim Kubiak hat diesem Mythos ein eigenes Buch gewidmet.

Faszination 356 Achim Kubiak Verlag: Delius Klasing Ausgabe: 280 Seiten Sprache: Deutsch ISBN: 978-3768813556 Preis: 39,90 Euro www.delius-klasing.de

1948 wurde in Gmünd/Österreich die Idee geboren, „in kleiner Stückzahl ein kleines, handliches und leichtes Sportfahrzeug“ entstehen zu lassen. Das in absoluter Handarbeit größtenteils aus Aluminium gefertigte Fahrzeug wurde schnell weiterentwickelt. Die vielen Sporterfolge des 356 und seine enorme Zuverlässigkeit ließen die Käuferzahl rasch wachsen. In diesem Werk porträtiert Achim Kubiak dieses herausragende Modell aus dem Hause Porsche in allen Details. Ausführlich werden die verschiedenen Entwicklungsstufen dargestellt. Abbildungen aus den zeitgenössischen Bedienungsanleitungen sowie viele Tabellen und Werbebilder runden das Buch ab.

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Es erklärt in Wort und Bild anschaulich die vielen konstruktiven und technischen Änderungen und schildert mit viel Herzblut, wie sich diese Autos „anfühlen“, wenn man sie bewegt. Das beeindruckende Fahrerlebnis im 356 Speedster wird genauso beschrieben wie die heute noch betörende Technik in den exklusiven und sehr raren Carrera-Modellen. Das Buch beantwortet aber auch Fragen wie: Worin unterscheidet sich ein 1952er-Modell von seinem Nachfolger? Was ist der Unterschied zwischen Speedster, Convertible, Roadster und Cabriolet? Wann wurden die arretierbaren Rückenlehnen eingeführt? Herausragend wird dieses umfassende Nachschlagewerk durch knapp 500 zeitgenössische Abbildungen – z. T. aus alten Prospekten, Betriebsanleitungen und privaten Fotoarchiven – im aufwendigen Duplex-Druck, die die Porsche-356-Modelle in allen Details zeigen. Kubiak gelingt es trotz der fachlichen Genauigkeit eine spannende Lektüre zu liefern.

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V.i.S.d.P. : ​Christian Ernst Frenko Leserservice: leserservice@boerse-am-sonntag.de Herausgeber: ​ Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13 80539 München Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

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Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv Bildnachweis: Fotolia, Pfeiffer Vacuum, Porsche Layout: addna, Nürnberg Technik: Daniel Gruber, finanzpark AG Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils Sonntag Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Steffen Droemert, Michael Amtmann, Michaela Ellen Lenz, Reinhard Schlieker, Frieda König, Wolfgang Tenor, Achim Küssner, Sven Württemberger Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Deutsche Bibliothek: ISSN 1610-7446 Auflage: 117.000

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Ausgabe 32/12 (Spezial: Bonuszertifikate)