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62.05.02 (PKS) Kriminalitätsentwicklung in NRW 2012 Tabelle 30 Delikte der Computerkriminalität Delikt Computerkriminalität - insgesamt Computerbetrug Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung Datenveränderung/Computersabotage Ausspähen, Abfangen von Daten Betrug mittels rechtswidrig erlangter Debitkarten mit PIN (GAA) Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten Softwarepiraterie - private Anwendung Softwarepiraterie - gewerbsmäßig

Fälle 2011 20 036 6 277 1 994

Fälle Zu-/Abnahme 2012 Fälle % 22 228 + 2 192 + 10,9 6 087 - 190 - 3,0 2 278 + 284 + 14,2

AQ 2011

AQ 2012

24,3 21,8 37,1

21,2 25,6 27,1

1 498 3 257 6 108

4 118 + 2 620 + 174,9 4 373 + 1 116 + 34,3 4 880 - 1 228 - 20,1

15,0 14,0 30,2

6,1 13,0 31,1

- 52,4

25,8

30,3

+ 13 + 108,3 + 39 + 433,3

91,7 66,7

84,0 95,8

881

419

12 9

25 48

- 462

2012 stieg die Anzahl der unter dem Summenschlüssel Computerkriminalität zusammengefassten Straftaten um 2 192 oder 10,9 % auf 22 228 Fälle. Der Anstieg fällt somit stärker aus als in den letzten drei Jahren (2009: 15 541, 2010: 19 775, 2011: 20 036). 3 753 Tatverdächtige (2011: 4 202) konnten ermittelt werden. Unter ihnen waren 783 oder 20,9 % Nichtdeutsche. Die im Vergleich zur Anzahl aufgeklärter Fälle niedrige Tatverdächtigenanzahl deutet darauf hin, dass einzelnen Tatverdächtigen oft mehrere Taten nachgewiesen werden konnten. Abbildung 79 Computerkriminalität (Fälle)

Gravierende prozentuale Zu- oder Abnahmen sind teilweise den sehr niedrigen absoluten Zahlen geschuldet. Zur Computerkriminalität werden sehr unterschiedliche Delikte gezählt, deren Fallzahlen und Aufklärungsquoten stark variieren und die teilweise nicht miteinander vergleichbar sind. Die Aussagekraft einer „Gesamt-Aufklärungsquote“ über alle diese Delikte ist daher gering. Sinnvoller ist es, die Aufklärungsquoten der einzelnen Delikte zu betrachten. Hauptursächlich für den Anstieg der Fallzahlen ist die Verbreitung und Infizierung von Opfer-PCSystemen mit Schadsoftware, vor allem sogenannter Ransomware (Schadsoftware, die den Zugriff auf den Opfer-PC durch Verschlüsselung unterbindet und zudem ein „Lösegeld“ zur Freischaltung fordert). 75

Polizeiliche Kriminalstatistik  
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