Issuu on Google+

02|2013

Informationen des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie in Thüringen

W I RT S C H A F T I N N O V AT I O N in Thüringen

RE SSOURCEN

Mit starken Bildern für Thüringen werben Seite 3

Neue Bilder und Geschichten: Imagefilm und Storybooklet, Broschüren, Anzeigen und Apps machen den Freistaat bekannt

Seite 11

Raus aus dem Abseits, rein in den Job Zweite Chance: Neue Initiativen stärken Integration in Arbeitsmarkt


2

Editorial

Wirtschaft & entwicklung

3

02|2013

Inhalt Wirtschaft & Entwicklung Mit starken Bildern für Thüringen werben | Seite 3 Adam, Anschütz und James Bond | Seite 4 Thüringen bekommt neues Zentrum für Maschinenbau | Seite 5 Thüringer Unternehmen erobern mit Thüringen International neue Märkte | Seite 6 Roadmaps für Thüringer Wachstumsfelder | Seite 7 Belgier, Architekt, Politiker | Seite 8 Kunst-Avantgarde trifft Klassikstadt | Seite 9

Arbeit & Beschäftigung Raus aus dem Abseits, rein in den Job | Seite 11 Neue Chancen, neue Perspektiven | Seite 12 Arm im Alter | Seite 13 Beitrag zur Fachkräftesicherung | Seite 14

Energie Energiewende neu denken | Seite 15 Wärme aus erneuerbaren Energien | Seite 16 Energiesparen in Nichtwohn-­ gebäuden | Seite 17 Wärme aus der Erde | Seite 18 Kosten sparen mit Energieeffizienz | Seite 20 Tourismus „Ein ‚roter Wagner‘ war im Großherzogtum nicht tragbar“ | Seite 21 Auf dem Weg zu mehr Qualität | Seite 22 „Van de Velde gab Weimar den Anschluss an die Moderne“ | Seite 23

in Thüringen

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Mit starken Bildern für Thüringen werben Imagefilm, Broschüren, Anzeigen und Apps: Wirtschaftsministerium setzt Standortmarketing fort

zur Integration und Armutsbekämpfung – verbinden wir Sozialarbeit mit beruflicher Integration. Raus aus dem Abseits, rein in den Job! Außerdem fördern wir ab jetzt Integrationsbegleiter, die Arbeitslose bei ihren ersten Schritten im neuen Job unterstützen. Und unsere Intitiative „Thüringen braucht dich.“ wird nicht nur in Thüringen weiterlaufen – sondern bundesweit gestartet. Bundesarbeitsministerium und Bundesagentur für Arbeit haben unsere Initiative in ihr Programm aufgenommen.

booklets entwickelt wurde. Mit der App gibt es alle Kampagneninformationen und -bilder an einer Stelle. Auch werden wieder Anzeigen in überregionalen Medien geschaltet, um Thüringen bekannter zu machen.

Bildquelle: TMWAT

D

er neue Imagefilm ist da. Mit vielen positiven Bildern wirbt er für das Land. Er zeigt die wirtschaftlichen Stärken Thüringens, die innovativen Ideen und technologischen Highlights, er stellt ein Land vor, dessen Menschen in Wirtschaft, Kultur und Sport Großartiges leisten und geleistet haben. Wir in Thüringen wissen das. Wir wollen, dass die Menschen außerhalb der Landesgrenzen ebenfalls davon erfahren. Auch unser Storybooklet gibt es ab jetzt in einer zweiten Auflage: die 50 Erfolgsstorys der Erstauflage konnten wir locker um 50 erweitern. Vielen Dank für die vielen Vorschläge, die wir aus allen Landesteilen bekommen haben! Sie zeigen: Das Land hat viele verborgene Schätze, die selbst für Thüringer überraschend sind. Auf 140 Seiten lesen Sie über Thüringens Beitrag zur aktuellen Marsmission, lernen den Vater der Versicherungen kennen und erfahren, welche Beziehung James Bond zu Thüringen hat. Die Attraktivität eines Landes muss sich auch in Arbeit und Leben widerspiegeln. Unsere neuen Arbeitsmarktinitiativen sollen dafür sorgen, dass auch Langzeitarbeitslose und Menschen aus sozialen Brennpunkten neue Chancen bekommen. Mit ThINKA – unserer Thüringer Initiative

Ein Gebiet, auf dem wir mehr Tempo brauchen, ist die Energiewende. Hier gibt es an zu vielen Stellen zu viele Hindernisse. Beispiel Windkraft im Wald: Naturschutzverbände, Vereine, der Oberhofer Bürgermeister haben kein Problem damit, wenn es vernünftige Regelungen gibt. Für andere ist das ein Tabu. Sie reden über Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien, wollen aber nicht richtig etwas dafür tun. Wer eine umweltfreundliche und klimaverträgliche Energieversorgung will, muss einen Beitrag dazu leisten.

Bildquelle: TMWAT

M

it einem neuen Imagefilm, neuen Broschüren, Anzeigen und erstmals extra gestalteten Apps setzt das Land Thüringen im März 2013 sein Standortmarketing fort. Die Broschüren und der Film werden auf Englisch erscheinen, um sie auf Messen im In- und Ausland, bei Reisen mit Wirtschaftsdelegationen und bei den diversen Veranstaltungen einzusetzen. Den Film gibt es außerdem auf DVD.

Ihr

Auch die neuen Materialien fallen auf mit starken Bildern: Der neue Imagefilm – die Szenen sind fast alle selbst gedreht – soll dazu beitragen, Thüringen als attraktiven Wirtschaftsstandort bekannt zu machen. Bei einer Länge von zwei Minuten und zehn Sekunden enthält er eine Vielzahl von Bildern zu den Themen Unternehmergeist und Innovation, Leistung und Qualität, Genuss und Leben – und endet wieder mit dem Slogan „Das ist Thüringen.“. Die dreiminütige Langfassung wird eingesetzt auf Messen, bei Präsentationen und im Internet. Die Kurzfassung ist für Kino und Fernsehen geplant.

Matthias Machnig Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Eine neue Imagebroschüre mit vielen Bildern dient der Investorenwerbung. Mit einem Umfang von 24 Seiten wird sie in Deutsch und Englisch erscheinen und

In diesem Jahr gibt es gleich zwei runde Geburtstage: Henry Van de Velde und Richard Wagner werden mit vielen Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerten gefeiert. Zu Recht: Beide haben in Thüringen viel bewegt. Und das nicht nur in der Architektur und Musik. Der Belgier van de Velde hatte sich auch für Ausbildung und Qualifizierung stark gemacht. Und Wagner war bei der Dresdner Revolution im Mai 1849 dabei… An diese Tradition wollen wir anknüpfen. Nur Offenheit und Beweglichkeit führen zu Innovation und Fortschritt.

kommt auf Messen, Veranstaltungen und Auslandsreisen zum Einsatz. Das neu aufgelegte Storybooklet „Das ist Thüringen – einfach überraschend.“ mit jetzt 100 Geschichten (darunter 50 neue) wird wieder in Thüringen sowie im In- und Ausland verteilt. Mit schönen Bildern und locker erzählten Geschichten ist dieses Booklet selbst schon eine Erfolgsstory: Es kommt innerhalb wie außerhalb der Landesgrenzen gut an. Viele Geschichten sind selbst für Thüringer überraschend. Dieses Booklet erscheint mit rund 140 Seiten in quadratischem Format (siehe Artikel auf Seite 4). Neu ist eine App, die aus den Inhalten der neuen Imagebroschüre und des Story­

Eine App aus den neuen Inhalten des Thüringen-Magazins wird ebenfalls für den Tourismus entwickelt. Über die Werbemittel der Thüringer Tourismus GmbH, über Anzeigen, Broschüren, Homepages, wird diese App beworben. Das Tourismusmarketing wird im Rahmen einer Sommerkampagne mit neuen Broschüren, Bildern und dem Slogan „Den Sommer leben. Thüringen entdecken.“ für Thüringen als Reiseziel und Urlaubsland werben. Auch die Arbeitsmarkt-Kampagne „Thüringen braucht dich.“ wird fortgesetzt: Ab Mai werden im ganzen Land neue Plakate, Anzeigen, Flyer zu sehen und ein neuer RadioSpot zu hören sein. Die Kampagne richtet sich ein weiteres Mal an junge Thüringer um die 35 Jahre, die keinen (oder keinen verwertbaren) Berufsabschluss haben und Hilfe brauchen bei der Vermittlung in eine Ausbildung, Weiterbildung oder Qualifizierung. www.das-ist-thueringen.de www.thueringen-entdecken.de www.thueringen-braucht-dich.de

Bildquelle: TMWAT

in Thüringen


Wirtschaft & entwicklung

4

Wirtschaft & entwicklung

5

02|2013

Thüringen bekommt neues Zentrum für Maschinenbau

Adam, Anschütz und James Bond

Zentrum startet Mitte des Jahres/15 Mio. Euro von Wirtschaftsministerium bis 2017

100 Highlights: Storybooklet erscheint in zweiter Auflage

I

n Südthüringen entsteht zurzeit das Thüringer Zentrum für Maschinenbau (ThZM), das ab Mitte des Jahres seinen Betrieb aufnehmen soll. Im Januar hatten sich Vertreter der beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen – von TU Ilmenau, FH Schmalkalden, Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena, Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V. (GFE) und des Günter-Köhler-Instituts für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH (ifw) Jena – bei einem Treffen im Thüringer Wirtschaftsministerium auf die Kernpunkte des Vorhabens verständigt. Insgesamt stellt das Wirtschaftsministerium bis 2017 rund 15 Mio. Euro zur Verfügung.

Bildquelle: TMWAT

G

rüße vom Mars: Der Rover Curiosity, der im Sommer auf dem roten Planeten landete, hat Geräte aus Jena an Bord. Sensoren des Instituts für Photonische Technologien messen die Temperatur, Photodioden der ifw optronics zeichnen die UV-Strahlung auf. Curiosity repräsentiert den höchsten Stand der Technik. Ebenso die Technologie aus Jena, die den Wissenschaftsstandort Jena auszeichnet. Dies ist eine der neuen Geschichten, die in der zweiten Auflage des Booklets „Das ist Thüringen – einfach überraschend.“ erschienen ist. Um 50 Highlights erweitert, präsentiert das Wirtschaftsministerium jetzt 100 interessante Geschichten, die Thüringer und NichtThüringer gleichermaßen staunen lassen. Mit lockeren Texten, schönen Bildern und unterteilt in sechs Kategorien – darunter bahnbrechende Entdeckungen, kulturelle Höhepunkte, lebendige Traditionen und

in Thüringen

berühmte Exporte – sind die unterschiedlichsten Geschichten kurzweilig aufbereitet. Da wird der eigenwillige Rolf Anschütz vorgestellt, der das einzige japanische Restaurant der DDR betrieben hat: Mittlerweile kennt jeder die Geschichte aus dem Film „Sushi in Suhl“ von und mit Uwe Steimle.

Der Kleinwagen – individuell, modern, mobil – wird kurz und knapp vorgestellt. „Urban mobil“ – die Überschrift trifft’s auf den Punkt.

Unter die „berühmten Exporte“ wiederum fällt die Walther PPK, über die James Bond beziehungsweise sein Erfinder Ian Fleming eine indirekte Beziehung 100 interessante und Und wer weiß schon, zu Thüringen aufgebaut überraschende dass der Kindergarten hat. Der Schriftsteller Geschichten über Thüringen in Thüringen erfunden bekam 1956 einen Brief wurde? Friedrich Fröbel, mit dem Hinweis, dass Pfarrerssohn aus dem Thüringer Wald, der Agent eine Damen-Pistole benutze. hat vor rund 170 Jahren eine „Spiel- und Vorschlag: James Bond solle aufrüsten mit Beschäftigungsanstalt“ gegründet. In der einer Walter PPK. Der Autor tat’s und ließ ganzen Welt wurde der Name übernomseinen Agenten ab der Folge „Dr. No“ diese men, auch in die Sprache: Waffe tragen, die bis Ende des 2. Weltkriedie Briten sprechen vom ges von der Carl-Walther-Waffenfabrik in „kindergarten“. Zella-Mehlis produziert wurde. Und auch der neue Stadtflitzer aus Thüringen ist hier jetzt zu finden: Der Opel Adam aus Eisenach bekommt seinen Platz in der Rubrik „lebendige Traditionen“.

In diesem Rhythmus reiht das neue Booklet 100 interessante und überraschende Geschichten aneinander. Absolut zu empfehlen!

„Der Maschinenbau gehört zu den Kernkompetenzen der Thüringer Wirtschaft“, sagte der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig. Zehn Prozent der wirtschaftlichen Wertschöpfung im Freistaat lassen sich darauf zurückzuführen. „Deshalb ist es wichtig, die Innovationskraft dieser Branche zu stärken.“ Dazu müssten Synergien mit anderen Wachstumsbereichen wie GreenTech und Energieeffizienz gefunden werden. Machnig: „Mit dem neuen

Zentrum für Maschinenbau stellen wir eine Anlaufstelle und die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung, um gerade die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen in diesem Bereich zu unterstützen.“ Notwendig sei, dass eine solche Initiative von der Industrie unterstützt wird und sich langfristig selbständig finanzieren kann. Das Thüringer Zentrum für Maschinenbau wird fünf Schwerpunkte haben: 1. Prozesstechnologien für den Maschinenbau, 2. Präzisionstechnologien, 3. Werkstoff- und Beschichtungstechnik, 4. Powertools und Powermoulds, 5. Qualitätssicherung. Um jeden dieser Bereiche wird sich schwerpunktmäßig eines der fünf Trägerinstitute kümmern. Darüber hinaus wird an der TU Ilmenau als Dach eine gemeinsame Anlaufund Koordinationsstelle eingerichtet. Diese ist zuständig für Projektkoordination, Marketing, Akquise und Außenauftritt sowie dafür, Projekte und Drittmittel einzuwerben.

Bildquelle: Thinkstock

„Wir setzen bewusst auf schlanke Strukturen, damit der Hauptteil der eingesetzten Mittel der Projektförderung zugute kommt“, betonte der Minister. Realisiert werden dabei vorrangig solche Entwicklungsvorhaben, in denen mindestens zwei Forschungseinrichtungen und ein Unternehmen kooperieren. Derzeit liegen bereits neun Projektanträge mit einem Gesamtvolumen von ca. 7,5 Mio. Euro vor. Ein Beirat aus Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt die strategische und fachliche Ausrichtung des Zentrums sowie die Auswahl der zu fördernden Projekte. Der Beiratsvorsitz wird von einem Vertreter der am ThZM beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen gestellt und wechselt alle zwei Jahre, beginnend mit der FH Schmalkalden.

Meldung MDC Power ist Fabrik des Jahres 2012 Das Beratungsunternehmen A.T. Kearney und das Wirtschaftsmagazin Produktion haben das Motorenwerk MDC Power in Kölleda als „Fabrik des Jahres 2012“ ausgezeichnet. Damit ist das Tochterunternehmen der Daimler AG Sieger eines der wichtigsten IndustrieWettbewerbe im deutschsprachigen Raum. „Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, diesen Preis nach Thüringen zu holen“, sagte MDC-Geschäftsführer Dr. Sven Breitschwerdt. „Diese Auszeichnung verdanken wir unserer starken Mannschaftsleistung.“ Der Wettbewerb würdigt die Leistungen bei Qualität, Wirtschaftlichkeit, Kundenzufriedenheit, Innovation, Agilität und Wertgenerierung. Besonders beeindruckte die Juroren die Flexibilität der MDC Power bei Arbeitszeiten und Produktionssteuerung.

in Thüringen


Wirtschaft & entwicklung

6

Wirtschaft & entwicklung

7

02|2013

Thüringer Unternehmen erobern mit Thüringen International neue Märkte

Roadmaps für Thüringer Wachstumsfelder Thüringer ClusterManagement (ThCM) startet /Arbeitsprogramm 2013 vorgelegt

China im Mittelpunkt der Jahresplanung 2013

D

Bildquelle: Thinkstock

as Team des im September vorigen Jahres bei der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) eingerichteten Thüringer ClusterManagement (ThCM) ist jetzt komplett. Damit ist eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um die Arbeit aufzunehmen. Grundlage für die Arbeit des ThCM im Jahr 2013 ist das Arbeitsprogramm, das im Januar auf den ersten Sitzungen von ClusterBoard und ClusterCouncil unter Leitung von Wirtschaftsminister Matthias Machnig verabschiedet wurde. In beiden Gremien sind die für die Entwicklung der Cluster in den strategischen Wachstumsfeldern des Landes wichtigen Akteure wie Wirtschaftsministerium, Wissenschaftsministerium, LEG, TAB, STIFT, die IHK und die Thüringer Netzwerke vertreten. Neben der Abstimmung des Arbeitsprogramms sollen die Gremien die Grundlinien der Clusterentwicklung und -strategie besprechen und festlegen. In diesem Jahr wird sich das ThCM vor allem darum kümmern, gemeinsam mit den

Clusterakteuren Roadmaps zur Entwicklung der strategischen Wachstumsfelder des Landes zu erarbeiten. Diese Aufgabe soll im Jahr 2014 abgeschlossen sein, damit es klare Pläne gibt, wie die Potenziale der Wachstumsfelder erschlossen werden können. Darüber hinaus soll das ThCM mit seinen Aktivitäten dazu beitragen, Profil und Sichtbarkeit der Cluster zu stärken, die Vernetzung der Akteure in und zwischen den Wachstumsfeldern zu unterstützen sowie die Internationalisierung und Innovationsfähigkeit der Cluster zu befördern (z. B. durch Websites, Factsheets, Veranstaltungen, Erschließung der Förderprogramme des Bundes usw.). Die Aktivitäten des ThCM sollen auch dazu beitragen, die Netzwerke in ihrer Arbeit zu stärken. www.thueringer-wirtschaftsministeri um.de www.technologie-thueringen.de ( Akteure Thüringer Clusterinitiativen)

Bildquelle: Thinkstock

N

eu auf dem internationalen Parkett oder doch schon ein alter Hase im Exportgeschäft? Damit Thüringer Unternehmen die Chancen auf internationalen Märkten besser für sich nutzen können, bietet das Thüringer Wirtschaftsministerium mit dem aus Mitteln des Europäischen Strukturfonds (EFRE) finanzierten Programm Thüringen International ein umfangreiches Unterstützungsangebot an. Angesiedelt bei der Landesentwicklungsgesellschaft unterstützt Thüringen International Firmen im Freistaat bei der Erschließung ausländischer Märkte. Durch Delegationsund Unternehmerreisen und über die Teilnahme an internationalen Messen eröffnen sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen in Thüringen neue Export-

in Thüringen

möglichkeiten auf den Weltmärkten. Auch auf Fachmessen im Ausland erhalten Im Mittelpunkt der diesjährigen AußenThüringer Firmen die Möglichkeit, ihre Unwirtschaftsaktivitäten steht China: 2013 ternehmen und ihre Produkte vorzustellen. werden eine Delegations- und eine UnBereits in den ersten beiden Monaten des ternehmerreise ins Reich der Mitte fühJahres nahmen Thüringer Unternehmen an ren. Auch auf anderen Messen in den Vereinigten großen WachstumsmärkArabischen Emiraten und Unterstützung bei ten wie Brasilien, Russin den USA teil. Weitere der Erschließung land und Vietnam werden Messeteilnahmen sind ausländischer Märkte Vertreter der Landesreunter anderem in Indien, gierung Türen für Thüringer UnternehSüdkorea sowie Marokko geplant. Aber men öffnen und Brücken zu wirtschaftsauch innerhalb der Landesgrenzen bietet politischen Entscheidungsträgern Thüringen International ein umfassendes bauen. Bei den insgesamt Angebot für Unternehmen an, um sich über acht für 2013 geplanten Auslandsmärkte zu informieren. So gibt es Unternehmerreisen kön2013 zum Beispiel Informationsveranstalnen sich Thüringer Firmen tungen zu Geschäftsmöglichkeiten im Balvor Ort – beispielsweise in tikum oder in der Türkei. Belgien oder Japan – ein Bild von den Exwww.thueringen-international.de portchancen machen und erste Kontakte knüpfen.

Meldung Rückenwind für Ernährungsbranche Zu seinem einjährigen Gründungsjubiläum hat das Thüringer Ernährungsnetzwerk e. V. einen Förderbescheid in Höhe von rund 444 000 Euro erhalten. Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski übergab kürzlich den Bescheid, dessen Mittel die Einrichtung einer Geschäftsstelle und die Umsetzung der Arbeitsschwerpunkte unterstützen werden. Gegründet im November 2011 besteht das Netzwerk mittlerweile aus 23 Mitgliedern und repräsentiert die heterogene Ernährungsindustrie mit ihren produzierenden Unternehmen und privaten Forschungsinstituten. Die Er-

nährungsindustrie stellt im Hinblick auf Umsatz (über vier Mrd. Euro im Jahr 2011) und Beschäftigung die drittgrößte Industriebranche im Freistaat dar. Jeder elfte Beschäftigte in der Thüringer Industrie ist hier tätig. Gemeinsame Interessen lassen sich in einem starken Verbund erfolgreicher vertreten. Die Stärkung der Ernährungsindustrie und die Weiterentwicklung der Branche zu einem Wachstumsfeld ist das Anliegen des Netzwerks. Das Netzwerk hat Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich mit Themen wie Energie, Lebens-

mittelsicherheit, Einkauf und Logistik auseinandersetzen. So soll die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen den Wissenstransfer befördern. Ideen wie die Woche der Thüringer Ernährungswirtschaft oder der Unterrichtstag Ernährung sollen zur Gewinnung Auszubildender in der Ernährungsindustrie beitragen. Veröffentlichungen, Veranstaltungen und Marketing sollen wiederum die Chancen vergrößern, Thüringer Produkte überregional bekannter zu machen.

in Thüringen


8

Wirtschaft & entwicklung

Wirtschaft & entwicklung

9

02|2013

Belgier, Architekt, Politiker

Kunst-Avantgarde trifft Klassikstadt

Henry van de Velde machte sich für gute Arbeit und Qualifizierung der Beschäftigten stark

V

or 150 Jahren wurde der belgische Architekt, Gestalter und Künstler Henry van de Velde geboren. Zentrale Jahre seines Lebens verbrachte er in Thüringen. Dort hat er nicht nur einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung der Wirtschaft genommen, sondern sich auch für gute Arbeit und die Qualifizierung der Beschäftigten eingesetzt (siehe auch Interview Seite 23).

der Produkte im produzierenden Gewerbe zu verbessern und sie für die internationalen Märkte konkurrenzfähig zu machen. Der Schlüssel dazu war der Stil, der für ihn in der „vernunftmäßigen Schönheit“ Ausdruck fand, die sich am Gebrauchszweck orientierte und auf schmückendes Beiwerk verzichtete. Um den Stil durchzusetzen, brauchte er die Kunst. Diese sollte aber nicht neben der gewerblichen Produktion stehen, sondern sich mit ihr zusammenschließen. Die Künstler ermunterte er, selbst zum Kunstindustriellen zu werden und so einen neuen sozialen Nutzen der Kunst zu erschließen. Die Kunst sollte sich im Produkt zeigen, unabhängig von der Herstellungsart. Für ihn waren darum auch Architekten und Ingenieure selbstverständlich Künstler.

Der Sachsen-Weimarischen Regierung war es 1902 gelungen, mit Henry van de Velde einen der wichtigsten europäischen Künstler nach Weimar zu holen. „Wenn man die internationale Bewegung [in der Kunst] jetzt überblickt…, so kann man kaum die Hälfte von allem ehrliche, selbständige Kunst nennen; die andere Hälfte ist Van de Velde“, schrieb etwa der Kunstkritiker Karl Scheffler am 15. Dezember 1900 in einem Van de Velde erkannte aber auch die soBeitrag der Zeitschrift „Die Zukunft“. Doch ziale Dimension jeder wirtschaftspolitinicht nur als Künstler fiel van de Velde in schen Initiative. Eine gute Ausbildung und Weimar auf, sondern auch als Berater für die Qualifizierung der Mitarbeiter waren Kunstgewerbe und Industrie. Er beriet für ihn wesentliche Bedingungen für den Regierung und Unternehmen bei der Verwirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen. besserung der Produkte, sei es bei der Dazu setzte er die Gründung einer KunstAuswahl der Rohstoffe, der Verbesserung gewerbeschule in Weimar durch, die neben der Technik oder der Erschließung neuer Ausbildungslehrgängen auch berufsbeAbsatzmärkte und Handelsbeziehungen. gleitende Weiterbildungen und QualifizieIm Grunde umreißt dies ein Programm rungsprogramme anbot. Aus dieser Schule mittelstandsorientierter ging dann 1919 das BauSeine Philosophie: gute Wirtschaftspolitik, wie haus hervor. Ausbildung und Qualifiziesie bis heute gültig ist. rung der Mitarbeiter als Basis Zugleich plädierte van für Unternehmenserfolg Van de Velde nahm seide Velde für gute Arnen Auftrag ernst. Er unternahm Inspektibeit und meinte damit vor allem humane onsreisen, besuchte Fabriken und HandArbeitsbedingungen. Den Einwand, damit werksbetriebe: darunter Möbeltischler, die Produktionskosten zu erhöhen und Schlossereien, Porzellanfabriken, Textilbedie Wettbewerbsfähigkeit der Unternehtriebe, die Ruhlaer Pfeifenindustrie, die Wemen zu gefährden, ließ er nicht gelten und berei im Eisenacher Oberland und die Tepverwies auf den Erfolg hochwertiger und pichfabrikation in Neustadt an der Orla. Für hochpreisiger Produkte im In- und Ausland. jeden Gewerbezweig und sogar für einzelne Er ermunterte die Unternehmen, den überBetriebe fertigte er schriftliche Gutachten regionalen und internationalen Markt als mit Vorschlägen zur Verbesserung der ProChance zu verstehen. Ein von ihm initiierter duktion an. Sein Ziel war es, die Qualität Gemeinschaftsstand der Sachsen-Weimari-

in Thüringen

Die Organisatoren Stefan Kraus und Hendrik Wendler über das Festival Genius Loci Weimar

schen Industrie auf der Kunstgewerbeausstellung in Dresden sorgte 1906 für viel Gesprächsstoff und brachte den Unternehmen zahlreiche neue Geschäftskontakte in den europäischen Metropolen.

Deutschland beteiligt. Unser Anspruch ist klar international.

Mit Beginn des ersten Weltkrieges wurde van de Velde als Belgier mit einem Arbeitsverbot belegt, 1917 verließ er Weimar. Er kam nicht mehr zurück, obwohl vor allem die Weimarer Unternehmer sich dafür einsetzten. Doch knüpfte das Bauhaus an sein Schaffen an.

Kraus: Ganz deutlich positiv. Unsere Teilnehmer sind technische und künstlerische Pioniere auf einem Gebiet, das international immer mehr an Bedeutung gewinnt. Vor allem die künstlerische Freiheit, die unser Festival bietet, der kulturellhistorische Kontext und die technischen Möglichkeiten überzeugen die Künstler.

Henry van de Velde

Wie sind die Reaktionen in der Künstlerszene?

i

geboren am 3. April 1863 in Antwerpen Studium der Malerei an der Académie de Beaux Arts Antwerpen ab 1893 Gestaltung von Möbeln und Inneneinrichtungen, beginnende Tätigkeit als Architekt 1900 Umzug nach Berlin 1902 Berufung als Berater für Kunstgewerbe und Industrie nach Weimar, Gründung des kunstgewerblichen Seminars 1907 Gründung und Leitung der Kunstgewerbeschule (Vorläufer des Staatlichen Bauhaus) 1915 erzwungene Amtsniederlegung 1917 kriegsbedingte Emigration in die Schweiz ab 1920 Aufenthalt in den Niederlanden, tätig als freiberuflicher Gestalter, Architekt und Künstler 1926 Berufung als Leiter des Instituts Supérieur des Arts Décoratifs in Brüssel und Übernahme einer Professur an der Universität Gent 1947 Übersiedlung in die Schweiz gestorben am 15. Oktober 1957 in Zürich

Bildquelle:MXperience UG 2012, (c) Klaus Dyba

W

as war die Motivation für die Gründung des Festivals Genius Loci Weimar?

Kraus: Mit Genius Loci Weimar haben wir ein Festival entwickelt, wie wir es uns als Künstler schon lange gewünscht haben. Wir arbeiten seit 10 Jahren von Weimar aus in der ganzen Welt mit audiovisuellen Fassadenprojektionen – sowohl technisch als auch künstlerisch. Ein internationales Festival wie Genius Loci Weimar hat in unserer Szene bisher gefehlt. Dabei findet der Austausch über neue Entwicklungen vor allem auf Festivals und bei Wettbewerben statt.

räume wollen wir schaffen. Nebenbei markiert das Festival die Stadt Weimar als Ort einer lebendigen Avantgarde, weil wir den Dialog zwischen internationalen Künstlern und der Klassikerstadt, zwischen starrer Architektur und bewegter Bilderwelt, zwischen Vergangenheit und Gegenwart mit den Mitteln einer ganz neuen Kunstform ermöglichen. Sie haben für 2013 einen internationalen Wettbewerb ausgelobt. Wen erwarten Sie als Teilnehmer?

Kraus: Den Wettbewerb haben wir am 31. Januar gestartet. Bis zum 15. April 2013 können Ideen eingeGenius Loci überzeugt mit Wendler: Fassadenreicht werden. Wir hofkünstlerischer Freiheit, kulturellprojektionen werden fen auf professionelle historischem Kontext und meist von Unternehmen Einreichungen von Metechnischen Möglichkeiten als Marketingmittel bedienkünstlern und Deauftragt. Neue Ideen und Entwicklungen signern, laden aber auch Studierende ein. entstehen aber nur, wenn es Freiräume Zum Auftakt im Jahr 2012 waren Künstler zum Experiment gibt. Genau solche Freiaus der Türkei, den USA, Frankreich und

Wendler: Die Unterstützung durch das Land kommt als Signal bei den Künstlern klar an. Wir können die Preisträger mit einem Produktionsbudget ausstatten und die Entwicklung aufwendiger und künstlerisch einzigartiger Produktionen ermöglichen. Das Festival Genius Loci Weimar hat das Potenzial, sich als Treffpunkt der internationalen Szene zu etablieren und die Initiative des Weimarer Sommers zu stärken. Was wird in diesem Jahr im Rahmen des Festivals geboten? Wendler: Vom 13. Mai bis 3. Juni stellen wir eine Auswahl der Wettbewerbsbeiträge an unterschiedlichen Orten in Weimar und auf www.genius-loci-weimar.org vor. Höhepunkt wird die Präsentation der Preisträger, deren Produktionen wir vom 9. bis 11. August an den Fassaden des Wittumspalais, des Hauptgebäudes der Bauhaus-Universität und des Stadtschlosses zeigen. Das ergibt einen einzigartigen nächtlichen Parcour. Begleitet wird das Festival durch Workshops und Lectures für ein Fachpublikum. Und auch den Genius Loci Club in der besonderen Atmosphäre der Projekt- und Designwerkstatt Gaswerk wird es wieder geben. www.genius-loci-weimar.org

in Thüringen


Wirtschaft & entwicklung

10

Arbeit & Beschäftigung

11

02|2013

Raus aus dem Abseits, rein in den Job Zweite Chance: Drei neue Arbeitsmarktinitiativen stärken Integration in Arbeitsmarkt

I

m Frühjahr startet das Thüringer Wirtschafts- und Arbeitsministerium drei neue Arbeitsmarktinitiativen. Alle drei Initiativen sollen dazu beitragen, die Integrationschancen von Menschen zu verbessern, die aus sozialen Brennpunkten kommen, lange Zeit aus dem Arbeitsleben herausgefallen sind oder eine zweite Chance brauchen. So hilft ThINKA – die Thüringer Initiative zur Integration und Armutsbekämpfung mit Nachhaltigkeit – Menschen aus sozialen Brennpunkten beim (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt (siehe Seite 12). Zudem wird das Landesarbeitsmarktprogramm Arbeit für Thüringen und Zukunft Familie (LAP) erweitert: Das Ministerium fördert die Einrichtung

gnenpartnern die Initiative „Thüringen von betrieblichen Integrationsbegleibraucht dich.“ fort. Diese Initiative richtet tern. Menschen, die jahrelang nicht besich ein weiteres Mal an junge Menschen rufstätig waren, dauerhaft beruflich zu bis 35 Jahre, die gar keinen bzw. keinen integrieren, kann nur gelingen, wenn sie verwertbaren Berufsabdie betrieblichen AnIntegrationsbegleiter schluss haben. In der forderungen (Leistung, helfen bei der Eingliederung Umsetzung kann die soziale Kompetenz, Moins Unternehmen Altersgrenze jetzt allertivation usw.) erfüllen. dings flexibel gehandDie Integrationsbegleiter habt werden. Die Neuauflage startet am unterstützen die neuen Mitarbeiter bei 2. Mai mit einer Kampagne (Plakate, Flyer, der Eingliederung ins soziale System UnSpots). Am gleichen Tag wird die Hotline ternehmen. Die Einrichtung bei der Thüringer Agentur Für Fachkräfeines Integrationsbegleiters tegewinnung (ThAFF) erneut aktiviert. wird gefördert, wenn ein Unternehmen mindestens fünf www.inka-thueringen.de Langzeitarbeitslose eingewww.gfaw-thueringen.de stellt hat. ( Landesarbeitsmarktprogramm) www.thaff-thueringen.de Und schließlich setzt das Ministerium ab Mai gemeinsam mit seinen Kampa-

Bildquelle: Boris Hajdukovic

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig bei der Übergabe eines Förderbescheides in Höhe von rund 364 000 Euro an das Netzwerk für Demokratie und Courage in Erfurt Das Netzwerk veranstaltet an Schulen, Berufsschulen und Ausbildungseinrichtungen Projekttage mit dem Ziel, rechtsextreme Einstellungen abzubauen. „Ein internationales und weltoffenes Thüringen muss ausländerfeindlichen Einstellungen die rote Karte zeigen“, sagte Machnig. Mit dabei: Torsten Haß, Vorsitzender Arbeit und Leben Thüringen e. V., und Projektleiterin Doreen Breuer.

i

Termine Branchentag Kreativwirtschaft 13. März, Erfurt Studiopark Kindermedienzentrum www.thueringenkreativ.de/Kreativ gipfel Betriebs- und Personalrätekonferenz Innovation und Wettbewerbsfähigkeit

durch Mitbestimmung 18. März, Erfurt Augustinerkloster www.br-konferenz.de 4. Weimarer Wirtschaftsforum 14./15. Mai, Weimar congress centrum neue weimarhalle

Creative Innovation Summit 3. Juni, Weimar congress centrum neue weimarhalle Kommunalpolitische Plattform 13. Juni, Erfurt ComCenter Brühl Bildquelle: Thinkstock

in Thüringen

in Thüringen


Arbeit & Beschäftigung

12

Arbeit & Beschäftigung

13

02|2013

Neue Chancen, neue Perspektiven

Arm im Alter

Initiative ThINKA verzahnt Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in sozialen Brennpunkten

E

ine neue Thüringer Initiative zur Integration und Armutsbekämpfung mit Nachhaltigkeit (ThINKA) hilft Menschen in sozialen Brennpunkten beim Einstieg ins Berufsleben. Und erweitert damit den erfolgreichen Ansatz des Landesarbeitsmarktprogramms (LAP). Das LAP ermöglicht arbeitslosen Menschen mit Vermittlungshemmnissen den Weg zurück ins Erwerbsleben durch individuelle Unterstützung. Vier Themen stehen für ThINKA: Integration, Nachhaltigkeit, Kooperation und Aktivierung. ThINKA soll dazu beitragen, ein Unterstützungsangebot und ein integratives Netzwerk in sozialen Brennpunkten aufzubauen. Die Initiative nutzt vorhandene Anlauf-, Informations- und Beratungsstellen in den Quartieren und baut die Stadtteil- und Sozialarbeit aus. Hilfebedürftige Menschen erhalten individuelle Beratung in allen Lebenslagen. Die soziale Integration soll Grundlage für eine berufliche Integration sein. Die Verbindung dieser beiden Ansätze ist das Innovative an ThINKA.

haben sich Träger, Stadt, Wohnungsunternehmen und Jobcenter frühzeitig um eine Verstetigung und Weiterentwicklung der Arbeit bemüht. Träger, Stadt und Wohnungsunternehmen fördern ein Basisprojekt. Ergänzend hierzu gibt es das Aufbauprojekt ThINKA, das die Stadtteile Weimar-West, Schöndorf und als neuen Standort Weimar-Nord umfasst. Weimar-Nord hat als ältestes von den drei Plattenbaugebieten den größten Bedarf am Aufbau einer sozialen Infrastruktur. Deshalb wird dort als erstes ein Anlaufpunkt für die Bürger des Stadtteils eingerichtet. Zugleich sucht das Projekt Partner im Stadtteil, um ein Netzwerk aufzubauen. www.inka-thueringen.de

Das ist ThINKA

Neuer Bericht zu Altersarmut in Thüringen liefert Analyse und Lösungen

i

ThINKA läuft vom 1. März 2013 bis 31. Dezember 2014 Die Thüringer Arbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit (ThASG) setzt das Programm um Die 11 Regionen: Ilmkreis, UnstrutHainich-Kreis, Saale-Orla-Kreis, Kyffhäuserkreis, Landkreise Altenburger Land, Nordhausen, SchmalkaldenMeiningen, Gotha und Eichsfeld sowie die beiden kreisfreien Städte Gera und Weimar Monitoring in jedem ThINKA-Standort Zwei Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds für die Umsetzung

Kommunen und Landkreise sollen stärker in das Programm eingebunden werden. Ziel ist es, zwischen Kommune bzw. Landkreis, Wohnungsunternehmen und dem jeweiligen Träger des Projektes eine konstruktive Arbeitsbasis aufzubauen und eine Steuerungsgruppe zu etablieren. Das schafft die Voraussetzungen für transparente Arbeit und verbindliche Zugänge zum Sozialraum. Weimar ist Vorreiter: Während das Programm am 1. März 2013 startet (siehe Kasten), hat Weimar bereits am 1. Januar 2013 mit der Umsetzung begonnen. Dort wurde in zwei Stadtteilen – Weimar-West und Schöndorf – schon ein anderes vom Wirtschafts- und Arbeitsministerium initiiertes Modellprojekt umgesetzt. Diese Treffpunkte zur Information, Beratung und Integration hatten eine Laufzeit von drei Jahren und endeten Mitte 2012. Daher

in Thüringen

Bildquelle: jock+scott/photocase.com

I

n Ostdeutschland gibt es ein hohes Risiko, im Alter in Armut zu leben. Niedrige Löhne, prekäre Beschäftigung, Brüche in der Erwerbsbiografie in der Nachwendezeit und geringer Vermögensaufbau sind Gründe dafür. Der neue Bericht „Altersarmut in Thüringen“ von Dr. Robert Böhmer, der im Februar in der Schriftenreihe des Thüringer Wirtschaftsministeriums erschienen ist, beleuchtet das Thema von mehreren Seiten. Er liefert eine Analyse des demografischen Wandels in Thüringen, beschreibt die Gründe für Armut im Alter und schlägt Maßnahmen vor, um Menschen im Alter besser abzusichern. Tatsache ist: Die Thüringer werden älter. Waren im Dezember 2010 rund 515 000 Thüringer älter als 65 Jahre, wird für das Jahr 2030 prognostiziert, dass rund 650 000 Thüringer über 65 Jahre alt sind – rund 37 Prozent der Bevölkerung. Und das, obwohl die Bevölkerung schrumpft und der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung von 62,6 Prozent im Jahr 2010 auf 49 Prozent im Jahr 2030 zurückgehen soll.

Bildquelle: Thinkstock

Euro. Fast jeder zweite sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte in Thüringen arbeitet im Niedriglohnbereich. Bei diesen Einkommen bleibt wenig übrig für eine Privatvorsorge oder für den Aufbau eines eigenen Vermögens. Das durchschnittliche Bruttovermögen in Ostdeutschland liegt bei rund 43 Prozent des Westniveaus.

Zu den Maßnahmen gegen Altersarmut Als von Armut bedroht gilt, wer als Alleinzählt der Bericht unter anderem die Anlebender monatlich höchstens 826 Euro gleichung der Ost- an die zur Verfügung hat. In Eine stetige Erwerbsbiografie Westrenten, die AufstoThüringen liegt der Brutund das Eindämmen atypischer ckung von Armutsrentodurchschnittslohn bei Beschäftigungsformen sind die ten, vor allem aber eine 1 880 Euro, 45 Prozent aktive Arbeitsmarktpoder Beschäftigten ver- besten Mittel gegen Altersarmut. litik, die Einführung eidienen maximal 1 500 nes Mindestlohnes und die Schaffung von Euro und nur jeder zehnte Beschäftigte fairen Löhnen. Das beste Mittel gegen Alüber 3 000 Euro im Monat. Bei Rentenbetersarmut ist „eine stetige Erwerbsbiograzügen von unter 50 Prozent des Lohnes fie“ und das „Eindämmen von atypischer steht einem Großteil der Rentenempfänger Beschäftigungsformen“, heißt es in dem weniger als 826 Euro zur Verfügung. Bericht. Laut Sozialstrukturatlas müssen in ThürinDr. Robert Böhmer, Altersarmut in Thügen 15,8 Prozent der Haushalte mit einem ringen, erschienen in der Schriftenreihe monatlichen Nettoeinkommen von unter des Thüringer Wirtschaftsministeriums, 900 Euro auskommen. 18,4 Prozent haben Februar 2013. ein Einkommen zwischen 900 und 1 300

Meldung Strategisches Personalmanagement gefragt Über 160 Personalverantwortliche und Unternehmer waren im Januar 2013 der Einladung der Thüringer Agentur Für Fachkräftegewinnung (ThAFF) und der LEG Thüringen gefolgt, um gemeinsam nach tragfähigen Ansätzen für ein strategisches Personalmanagement zu suchen. In seinem Grußwort unterstrich der Thüringer Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski die wachsende Bedeutung, die eine offene Willkommenskultur für das Gewinnen und Binden qualifizierter Fachkräfte für den Wirtschaftsstandort Thüringen besitzt. In vier verschiedenen Fachforen konnten sich die Teilnehmer zu den Themen Strategisches Personalmanagement und Personalmarketing austauschen. www.thaff-thueringen.de

in Thüringen


Arbeit & Beschäftigung

14

Energie

15

02|2013

Beitrag zur Fachkräftesicherung

Energiewende neu denken

Thüringer Netzwerk Demografie berät Betriebe und fördert Erfahrungsaustausch

450 Teilnehmer bei 3. Erneuerbare-Energien-Konferenz in Weimar

Bildquelle: TMWAT, Michael Voigt

T Bildquelle: Thinkstock

D

as Thüringer Netzwerk Demografie (TND) informiert Thüringer Unternehmen und deren Beschäftigte über die Auswirkungen des demografischen Wandels, entwickelt mit ihnen betriebliche Lösungen und fördert den Erfahrungsaustausch. Angebote des Netzwerkes wie Tagesseminare und die Weiterbildungsreihe „Innerbetriebliche/r Demografie-Berater/in“ für Betriebe ab 50 Beschäftigte vermitteln Basiswissen zur Gestaltung des demografischen Wandels in den Unternehmen. In regelmäßigen Vernetzungstreffen tauschen die mittlerweile über 120 Demografie-Berater ihre Erfahrungen aus. Alle Angebote des TND sind seit 2008 für ansässige Unternehmen kostenfrei – dank

in Thüringen

der Förderung durch das Thüringer Wirtschaftsministerium und den Europäischen Sozialfonds. Besonders engagierte Unternehmen, die eine altersgerechte Personal- und Organisationsstrategie haben, erhalten vom TND die Auszeichnung mit dem Gütesiegel „Demografieorientiertes Unternehmen“. Im Jahr 2012 ging das Siegel an die JenaOptronik GmbH, die WAGO Kontakttechnik, die AWO Alten-, Jugendund Sozialhilfe gGmbH, das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt und die ProSenioreResidenz Dornheimer Berg. Die erfolgreiche Arbeit des TND hat sich auch in Europa herumgesprochen: Das Thüringer Netzwerk wird vom ESF Age Net-

work als gutes Beispiel für die Förderung des aktiven Alterns im Arbeitsleben und für die Entwicklung von Handlungsstrategien und Unterstützungsangeboten geführt. Der Austausch mit Partnerprojekten in Schweden und Italien unterstreicht das internationale Engagement. Auf Bundesebene ist das TND Bestandteil des gesamtdeutschen Projekts ddn – Das Demographie Netzwerk. Im Juli wird in Thüringen gemeinsam mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit und dem ddn eine Fachtagung stattfinden. www.netzwerk-demografie.de esfage.isfol.it

hüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat für einen „energie­ politischen Neustart“ in Deutschland geworben. „Knapp zwei Jahre nach Fukushima müssen wir konstatieren: Die Energiewende läuft nicht rund“, sagte der Minister Ende Februar auf der 3. Erneuer­ bare-Energien-Konferenz „Thüringen er­neu­er!­bar“ in Weimar. Statt den not­ wendigen Umbau der Energieversorgung zu koordinieren und zu steuern, glänze die Bundesregierung durch Problemati­ sierungen und die Verunsicherung von Investoren­und Bevölkerung. „Notwendig ist ein neues Denken in der Energiewende“, forderte der Minister: „Alle müssen raus aus den alten Schützengräben.“ Die alten energiepolitischen Schwarz-Weiß-Muster passten nicht mehr. So dürfe beispielsweise das ErneuerbareEnergien-Gesetz (EEG) nicht zum Heilsbringer stilisiert, aber auch nicht verteufelt werden. „Was wir stattdessen brauchen, ist ein neues Energiemarktdesign, das den Ausbau der erneuerbaren Energien ebenso fördert wie die Versorgungssicherheit durch konventionelle Regelenergie. Dafür werde das

Thüringer Wirtschaftsministerium bis Mitte des Jahres erste Vorschläge vorlegen. Zu den wichtigsten Herausforderungen der Energiewende zählt der Minister drei Punkte: den zügigen Ausbau von Netzen und Speichern durch schnelle Umsetzung des Netzentwicklungsplanes; die Integration des Wärmesektors, der fast doppelt so groß wie der Stromsektor ist, aber viel weniger durch erneuerbare Energien abgedeckt wird (in Thüringen derzeit nur 12 Prozent);

Zeit für neue Energien

die Schaffung eines neuen Energiemarkt-Designs, das Angebot und Nachfrage nach Energie besser aufeinander abstimmt. Es sei völlig klar, dass bei der Lösung dieser Fragen eine finanzielle Überforderung der Verbraucher vermieden werden müsse. Maßstab müsse es sein, Investitionen in regenerative Energien und Energieeinsparung sowie möglichst geringe Kostenbelastungen für die Energieverbraucher sicherzustellen.

i

Unter dem Motto „Zeit für neue Energien“ diskutierten Ende Februar in Weimar rund 450 interessierte Teilnehmer mit hochkarätigen Experten. Mit dabei waren u.a. Rainer Baake, Direktor der Initiative Agora Energiewende und Staatssekretär a.D.; Ewald Woste, Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft; Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena); Dr. Günther Häckl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V.; Hans-Dieter Kettwig, Geschäftsführer der Enercon GmbH; und Dr. Peter Becker, Energierechtskanzlei Becker Büttner Held.

in Thüringen


energie

16

Energie

17

02|2013

Wärme aus erneuerbaren Energien Neues Wärmegesetz vorgestellt/Energiewende darf nicht nur Stromwende sein

E

in neues Wärmegesetz soll in Thüringen die Erneuerbaren Energien bei der Wärmeversorgung ausbauen und die Energieeffizienz in den Gebäuden steigern. Den Entwurf für ein Thüringer Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (ThEEWärmeG) hat die SPD-Landtagsfraktion kürzlich gemeinsam mit Wirtschaftsminister Matthias Machnig vorgestellt. Ein solches Gesetz ist ein entscheidender Beitrag zur Energiewende. Und gleichzeitig sorgt es dafür, dass Thüringen bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand erreichen kann. „Wenn Thüringen seine energiepolitischen Ziele erreichen will, brauchen wir einen Fahrplan mit klaren Regeln“, sagte Machnig. „Der Wärmesektor spielt eine Schlüsselrolle für die Energiewende und für den Klimaschutz.“ So liegt in Thüringen der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung zum Beispiel für Heizung und warmes Wasser derzeit gerade einmal bei 12 Prozent. Frank Weber, energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, erinnerte daran, dass auf den Wärmebedarf von Gebäuden 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und ein Drittel der CO2-Emissionen entfallen. Webers Schlussfolgerung: „Wer die Energiewende plant, muss die Gebäudeenergie mitdenken.“ Das Wärmegesetz besteht aus drei Säulen, die für den Ausbau der Erneuerbaren Energien bei der Wärmeversorgung und für die Stärkung der Energieeffizienz in den Gebäuden sorgen. Diese Maßnahmen für eine höhere Nutzung Erneuerbarer Energien reichen von der Unterstützung lokaler Initiativen über den Umbau der Wärmenetze bis zu konkreten Maßnahmen für öffentliche Gebäude und Gebäudeeigentümer. „Nur mit konkreten Maßnahmen ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wärmebereich zu schaffen“, sagte SPD-Fraktionschef Uwe Höhn. Und Machnig betonte: „Die Energiewende

in Thüringen

darf nicht nur eine Stromwende sein. Wer ein solches Gesetz boykottiert, der boykottiert die Energiewende.“ Auf drei Säulen steht das ErneuerbareEnergien-Wärmegesetz: 1. Förderung von effizienten, lokalen Wärmeversorgungskonzepten Kommunale Wärmekonzepte: Das Gesetz soll die Rahmenbedingungen für Wärmekonzepte verbessern, die für ganze Kommunen oder Quartiere gelten. Sowohl die EU als auch die Bundesregierung sehen solche Konzepte als wichtiges Instrument der Energiewende, weil sie Kosten senken. Datenerhebung: Das Gesetz sieht vor, dass Kommunen mit über 10 000 Einwohnern verpflichtet sind, Daten über Wärmebedarf, die Nutzung von Erneuerbaren Energien und Effizienzmaßnahmen zu ermitteln. Stärkung lokaler Akteure: Initiativen von Kommunen, Betrieben und Bürgern werden unterstützt. Die Thüringer Energieund GreenTech-Agentur (ThEGA) bietet entsprechende Beratungen an. 2. Umbau der netzgebundenen Wärmeversorgung Die Europäische Kommission hat sich dafür ausgesprochen, Fernwärmenetze vorrangig zu fördern. Sie bieten gute Voraussetzungen für Kraft-Wärme-Kopplung, Energiespeicherung und für die Integration der Erneuerbaren Energien. Die Thüringer Wärmenetze machen 25 Prozent der Wärmeversorgung aus. Das Gesetz wird ihren Umbau steuern. Anteil Erneuerbarer Energien steigern: Das Gesetz forciert den Anstieg der Erneuerbaren Energien auf einen Anteil von 25 Prozent an der Wärmeerzeugung bis zum Jahr 2020 und auf 55 Prozent bis 2030.

Kommunale Duldungspflicht: Das Gesetz fördert den Aufbau von Wärmenetzen, die den energetischen Anforderungen dieses Gesetzes entsprechen. Kommunen haben den Aufbau neuer Wärmenetze in ihrer Gemeinde zu dulden, können dies aber selbst in die Hand nehmen. Anschluss- und Benutzungsgebote: Diesem unterliegen nur Wärmenetze, die unter anderem die energetischen Anforderungen des Gesetzes einhalten, und bei denen die Gemeinden Einfluss auf die Wärmenetzbetreiber nehmen können. 3. Förderung und Durchsetzung von Maßnahmen an Gebäuden Die dritte Säule des Gesetzes definiert Maßnahmen, die den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmeversorgung und die Energieeffizienz der einzelnen Gebäude erhöhen.

Energiesparen in Nichtwohngebäuden Wärme-Untersuchung zeigt: 327 Mio. Euro könnten eingespart werden

T

hüringen hat sich mit dem Plan, den Anteil zukunftssicherer, erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch bis 2020 auf 30 Prozent zu steigern, ein anspruchsvolles Ziel gesetzt. Eine große Herausforderung liegt dabei in der Steigerung im Wärmebereich. Da es weniger Neubauten gibt, werden Maßnahmen an bestehenden Gebäuden immer bedeutender. Die Doppelstrategie lautet: Mehr erneuerbare Wärme und weniger Wärmebedarf. Dass hier deutliche Fortschritte möglich sind, zeigte bereits der vom Thüringer Wirtschaftsministerium beauftragte Wohngebäudereport. Obwohl rund 40 Prozent der gesamten relevanten Thüringer Gebäudefläche aus Nichtwohngebäuden besteht, lagen hierzu bisher keine detaillierten Informationen vor, zum Beispiel zur Verteilung der Gebäudetypen, der Art der Beheizungen, der

verwendeten Energieträger, des Sanierungszustandes usw. Daher hat das Wirtschaftsministerium eine Nichtwohngebäudeuntersuchung für Thüringen in Auftrag gegeben. Diese hat ergeben, dass es in Thüringen rund 70 000 beheizte Nichtwohngebäude gibt, mit einer Gesamtnutzfläche von etwa 61 Mio. Quadratmetern. Diese Zahl bestätigt andere Schätzungen. Weitere rund 39 000 Nichtwohngebäude werden weder beheizt noch gekühlt. Auf Basis der oben abgeschätzten Flächen beträgt der gesamte Heizenergieverbrauch rund 9 460 GWh pro Jahr. Dies entspricht jährlich 946 Mio. Euro bei einem Kilowattstundepreis von 10 Cent. Hauptenergieträger bei den Nichtwohngebäuden ist das Erdgas, gefolgt von Heizöl. Es dominiert der Niedrigtemperaturkes-

sel (47 Prozent) vor dem Brennwertkessel und der Fernwärme-Übergabestation (beide 13 Prozent). Hier liegen erhebliche Einsparpotenziale. Den höchsten Energieverbrauch weisen Gebäude von Industrie und Gewerbe auf. Erneuerbare Energiegewinnung erfolgt gegenwärtig lediglich auf den Dächern von 3 Prozent aller Nichtwohngebäude (2 Prozent mit Photovoltaikmodulen, 1 Prozent mit Solarthermieanlagen). Das Einsparpotential innerhalb der Nichtwohngebäude liegt schätzungsweise bei rund 35 Prozent. Das entspricht 327 Mio. Euro pro Jahr. Wegen der Vorbildfunktion öffentlicher Gebäude des Landes sollte eine Sanierung auf dem Niveau des Passivhaus-AltbauZertifikats angestrebt werden. Rechnerisch ließen sich dadurch rund 65 Prozent Energie einsparen.

Sanierungsfahrplan für Gebäude: Für jedes öffentliche Gebäude, das vor dem 18. August 2008 gebaut wurde, ist bis Ende 2017 ein Sanierungsfahrplan aufzustellen (Vorbildfunktion). Das Land fördert zudem Gebäudeeigentümer, die freiwillig einen Sanierungsfahrplan erstellen lassen. Nutzungspflicht von Erneuerbaren Energien bei Wohngebäuden: Eigentümer von Wohngebäuden und nicht-bundeseigenen Gebäuden sind verpflichtet, bis 1. Januar 2025 den Wärmeenergiebedarf zu einem bestimmten Anteil aus Erneuerbaren Energien zu decken (z. B. 10 Prozent bei Solarthermie oder 50 Prozent bei Biomasse oder aus einer zu mind. 20 Prozent mit Biogas betriebenen KWK-Anlage). Hierfür wird eine Reihe von Übergangs- und Ausnahmeregelungen vorgeschlagen.

Bildquelle: Thinkstock

in Thüringen


18

energie

Energie

19

02|2013

Wärme aus der Erde Tiefengeothermie: Neue Studie hält Südthüringen für bestens geeignet

E

rdwärme aus großen Tiefen kann künftig auch in Thüringen zur Deckung des Energiebedarfs beitragen. Eine Machbarkeitsstudie im Auftrag der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) hat ergeben: Vor allem an den Standorten Meiningen und Suhl können Tiefengeothermie-Kraftwerke wirtschaftlich betrieben werden. „Erdwärme kann als grundlastfähiger Energieträger ein wichtiger Teil des zukünftigen Energiemixes in Thüringen sein“, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig kürzlich bei der Vorstellung der Studie. Nachdem nunmehr potenzielle Kraftwerksstandorte identifiziert seien, bestünden jetzt gute Chancen, bis spätestens 2015 ein erstes Pilotprojekt in Thüringen zu initiieren. „Dazu werden wir gezielt auf Investoren zugehen.“ Erste Standortpriorität hat dabei Meiningen: Die Stadtwerke Meiningen und die Bohrtechnik-Firma Daldrup & Söhne AG haben bereits grundsätzliches Interesse an einem solchen Projekt signalisiert. Eine Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen Daldrup und Söhne AG, exorka und JenaGeos hat die Studie durchgeführt. Die Technologie zur Erschließung natürlicher Erdwärme beinhaltet die Einleitung von Wasser in eine Tiefe von rund 4.000 Metern mit Gesteinstemperaturen über 130 °C. Über zwei Bohrungen kann das hoch temperierte Wasser in für eine wirtschaftliche Kraft-Wärme-Kopplung ausreichende Menge zu Tage gefördert und energetisch genutzt werden. Aufgrund seiner geologi-

in Thüringen

schen Struktur ist der Südthüringer Raum dafür besonders geeignet. Das Ergebnis der Studie war: Die infrastrukturellen und natürlichen Voraussetzungen für die Errichtung eines petrothermalen Kraftwerkes der Tiefengeothermie sind in den Untersuchungsgebieten gut bis sehr gut. Das Reservoirgestein, der Thüringer Hauptgranit, ist für die Generierung künstlicher Wärmetauscherflächen nahezu optimal. Die hohe Sprödizität des Gesteins verhindert, dass sich nach Beendigung der hydraulischen Stimulation die Risse wieder schließen, so dass reines Wasser eingesetzt werden kann. Ein wirtschaftlich nutzbares Temperaturniveau von 130 °C wird auf Grundlage der verfügbaren Daten bereits bei rund 4.000 Metern erwartet. Bei einem konstanten Volumenstrom von 100 l/s kann eine Kraftwerksanlage somit wirtschaftlich betrieben werden. Tiefengeothermie ist eine regenerative, schadstoff- und abfallfreie, grundlastfähige Form der Energiegewinnung. Als das für Energiefragen zuständige Ressort wird sich das Thüringer Wirtschaftsministerium dafür einsetzen, dass diese Technologie bei der Gestaltung der Energiewende in Thüringen genutzt werden kann.

in Thüringen

Bildquelle: Thinkstock


Energie

20

tourismus

21

02|2013

„Ein ‚roter Wagner’ war im Großherzogtum nicht tragbar“

Kosten sparen mit Energieeffizienz Bis zu 50 000 Euro Förderung für Investitionen: Thüringer Aufbaubank informiert KMU

D

ie Energiekosten sind eines der großen Themen der Wirtschaft. Daher hat das Thüringer Mirtschaftsministerium kürzlich mit der Erweiterung der Thüringer Energieeffizienzoffensive (ThEO) für kleine und mittlere Unternehmen einen weiteren Impuls gegeben. Seit September 2012 gilt, dass diese Unternehmen nicht nur Zuschüsse für die Beratung zur Verbesserung der Energieeffizienz erhalten – jetzt bekommen sie auch eine Förderung für Investitionen in energieeffiziente Technologie.

stehen als Zuschuss (je nach Fallkonstellation) zur Verfügung.

Somit könnten Unternehmen bis zu 70 Prozent des Honorars eines gelisteten Beraters abdecken. Für jede Phase der Beratung (Situationsanalyse, Projektbegleitung, Erfolgskontrolle) kann die Summe bei bis zu 6 000 Euro liegen. Empfiehlt der Berater gezielte Investitionen zur Energieeinsparung, dann können auch diese bezuschusst werden. Bis zu 50 000 Euro

Erste Erfolgsgeschichten bestätigen, dass respektable Einsparungen zu erreichen sind und sich die Kosten schnell amortisieren. So sind zum Beispiel Investitionen in energieeffizientere Maschinen oder in effektive Prozesse der Energienutzung möglich. „Auch unspektakuläre Maßnahmen können große Wirksamkeit entfalten“, so Jost. Die TAB informiert über die Förder-

Die Thüringer Aufbaubank (TAB) informiert die Unternehmen in Thüringen über diese neuen Fördermöglichkeiten. „Durch die Förderung von Investitionen in Energieeffizienz ist das Programm nochmals attraktiver geworden“, sagte Ronald Jost, Leiter der TABKundencenter. „Wir wollen das Bewusstsein bei den Unternehmen stärken, dass sie den steigenden Energiepreisen nicht tatenlos gegenüberstehen.“

möglichkeiten: Anlaufstellen für Unternehmer und Multiplikatoren sind die fünf Kundencenter in Erfurt, Eisenach, Suhl, Gera und Nordhausen. www.aufbaubank.de

Meldung Energiesparmeister gesucht Dass Energiesparen nicht erst im Erwachsenenalter beginnt, zeigt der bundesweite Schülerwettbewerb En­ ergiesparmeister, der bereits zum neunten Mal stattfindet. Die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) unterstützt die Suche nach dem Energiesparmeister mit einer Projektpatenschaft und lädt alle Thüringer Schüler zur Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb ein. „Kinder und Jugendliche können ihre Kreativität und ihren Wissensdrang einbringen“, sagte ThEGA-Chef Prof. Dieter Sell. „Gleichzeitig werden sie an den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen herangeführt.“ Bis 13. März 2013 können sich Thüringer Schüler und Lehrer bewerben. Egal ob eine Solaranlage oder Wärmepumpe für das eigene Schulgebäude, ein Energiesparkonzept, eine Schülermitfahrzentrale oder die Pflanzung eines Schulwaldes – eingereicht werden können alle Ideen, die helfen, Energie effizient zu nutzen. Ende März 2013 wird eine Experten-Jury 16 Finalisten auswählen, deren Engagement mit Geld- und Sachpreisen im Gesamtwert von 50 000 Euro honoriert wird. www.energiesparmeister.de

Bildquelle: Thinkstock

in Thüringen

Dr. Nike Wagner, künstlerische Leiterin „pèlerinages“, über Wagner in Weimar

W

elche Spuren hat Richard Wagner in Weimar hinterlassen?

Die Spuren des politischen Flüchtlings und die des aufsteigenden KomponistenGenies. Beide Spuren hängen eng miteinander zusammen. Sein Freund Franz Liszt war 1848 zum Weimarer Hofopern-Kapellmeister ernannt worden und konnte für seine Gestaltung eines neuen Spielplans den rising star der deutschen Oper – es gab „Rienzi“, den „Fliegenden Holländer und „Tannhäuser“ schon – nur allzu gut gebrauchen. Aber die große Geschichte kam dazwischen: Richard Wagner beteiligte sich derart massiv an der Dresdner Revolution im Mai 1849, dass er fliehen musste und von seinem „Tannhäuser“ in Weimar nur gerade eine Probe mitbekam. Das Wohlwollen der Großherzogin Maria Pawlowna kann er jedoch noch kurz genießen – sie bestellt ihn zu einem Treffen in die Wartburg. Dann wird es brenzlig, sein Steckbrief wird veröffentlicht. Wagner wird in Magdala unter falschem Namen in Sicherheit gebracht, dann verschafft Franz Liszt ihm einen falschen Pass, und er kann ins Exil, in die Schweiz, fliehen. Die Uraufführung seines „Lohengrin“ – noch in Dresden fertiggestellt – konnte der Komponist nur mehr aus der Ferne miterleben. Bei Franz Liszt war sie jedoch, am 28. August 1850, in den besten Händen und Weimar glänzt seither als die Geburtsstätte des „blausilbernen“ Schwanenritters. Damit hatte Thüringen – neben Eisenach – einen zweiten, symbolisch bedeutsamen „Wagner“-Ort. An welche Grenzen ist Wagner in Weimar gestoßen? Warum ist Weimar nicht Bayreuth geworden?

Wagner hatte den Text zu „Siegfrieds Tod“ schon in Dresden geschrieben und das Freundespaar Liszt/Wagner träumte

Bildquelle: Stephen Lehmann

von einem „Nibelungentheater“ in Weimar; die Weichen bei Hof waren gestellt, der Bauplatz gefunden. Weimar hätte in der Tat Bayreuth werden können. Nur eben: Der hitzige Dresdner Hofopern-Kapellmeister konnte sich eine Zukunft der Oper ohne demokratischen Umsturz nicht vorstellen und bekam die politischen Folgen seiner Teilnahme am gescheiterten Mai-Aufstand zu spüren. Ein „roter Wagner“ war im Großherzogtum nicht tragbar, Sachsen-Weimar konnte Wagner vor dem sächsischen Steckbrief nicht schützen. Was ist in Ihren Augen der Höhepunkt bei den Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr 2013? Wagner muss sich, vom Freistaat her gesehen, das Jubiläumsjahr mit dem berühmten Alleskünstler Henry van de Velde teilen. Zu Recht übrigens – der Architekt hat

ja wirklich in Weimar gelebt und gewirkt, ist nicht nur durchgereist wie Wagner. Die Weimarer Wagner-Höhepunkte werden sich jedoch zweifellos um den „Lohengrin“ ranken: Neuinszenierung im Deutschen Nationaltheater, umrahmt von einem in­ stallativen „Lohengrin“-Projekt des Kunstfestes. „Wagner-Idyll“ heißt das KunstfestMotto 2013 und wird einen Wagner aus der Sicht zeitgenössischer Künstler präsentieren, aber auch Wagner-Diskussionen, Filme, Konzerte, Theater und Tanz zum Thema machen. Die Geburtsstadt Leipzig hat sich mit der Stadt Bayreuth für die Frühwerke zusammengetan, auch die Wagnerstadt Dresden rüstet auf. An allen Ecken und Enden in Deutschland spielen sie den „Ring“, mal ganz, mal in Kurzfassung und mal verpoppt, überall gibt’s die Geburtstagsständchen am 22. Mai. Die Droge Wagner und der Zauber der runden Zahl werden ihre Wirkung nicht verfehlen.

in Thüringen


tourismus

22

tourismus

23

02|2013

„Van de Velde gab Weimar den Anschluss an die Moderne“

Auf dem Weg zu mehr Qualität Ein Jahr Kompetenzzentrum der Thüringer Tourismus GmbH

S

eit einem Jahr gibt es jetzt das Kompetenzzentrum der Thüringer Tourismus GmbH (TTG), das im Januar 2012 seine Arbeit aufgenommen hat. Die Landestourismuskonzeption 2011 bis 2015 hat die Einrichtung eines solchen Zentrums gefordert. Seine Aufgaben umfassen die Verbesserung von Qualität, Weiterbildung, Barrierefreiheit und Produktentwicklung. „Ein Jahr Kompetenzzentrum – für uns hieß das vor allem viel unterwegs sein und mit den Partnern vor Ort sprechen“, sag-

te Alexander Mayrhofer, Leiter des Kompetenzzentrums. „Rund 120 Termine mit Tourist Informations, Beherbergungsbetrieben und touristischen Anbietern haben wir im vergangenen Jahr wahrgenommen und vieles auf den Weg gebracht.“ So überzeugte die TTG rund 20 Thüringer Bildungsträger davon, spezielle Weiterbildungen für Touristiker in ihr Programm aufzunehmen. Die Thüringer Buchungsstellen einigten sich auf Mindestkriterien, die es ermöglichen sollen, Beherbergungsbetriebe mit mangelnder Qualität

Dr. Thomas Föhl, Klassik Stiftung Weimar, über die Spuren des Belgiers in Thüringen aus dem gemeinsamen Reservierungssystem THÜRIS auszuschließen. Außerdem haben sich 20 Vertreter von Tourist Informations und anderen Einrichtungen als Prüfer ausbilden lassen, um bis Januar 2013 rund 190 touristische Einrichtungen auf ihre Barrierefreiheit überprüfen zu können.

Kosmos van de Veldes im Neuen Museum. Wichtig ist zudem die ebenfalls von der Klassik Stiftung organisierte Ausstellung zum Werk von Peter Behrens in der Kunsthalle Erfurt. Erstmals seit über 30 Jahren kann man in Erfurt sein kunstgewerblich bedeutendes Schaffen besichtigen wie seine bahnbrechenden Leistungen als Pionier des Industriedesigns für den Elek­ trokonzern AEG. Als künstlerischer Berater der AEG war er seit 1907 für das Erscheinungsbild der Firma und die Gestaltung vieler Produkte verantwortlich. Auch hat er mit einer Vielzahl von Fabrikgebäuden dem modernen Industriebau wesentliche Impulse gegeben.

Durch zahlreiche Projekte und Arbeitsgruppen wird das Kompetenzzentrum der TTG schon jetzt von vielen Partnern im Land als Koordinator, Impulsgeber, Moderator und Richtungsweiser wahrgenommen. www.intern.thueringen-entdecken.de

Bildquelle: Fotograf: Jens Hauspurg/Bildeigner: Thüringer Tourismus GmbH

W

elche Spuren hat van de Velde in Thüringen hinterlassen?

Bildquelle: picture alliance

in Thüringen

Van de Velde war nicht nur vielseitig, sondern auch sehr modern. In welchen Dingen und bei welchen Themen begegnet uns heute der Belgier?

Seine wichtigsten architektonischen Zeugnisse sind in Weimar zu finden. Da In seiner Architektur wird diese Modersind die Kunsthochschule und die Kunstgenität besonders deutlich: Van de Velde hat werbeschule, die Walter Gropius als Direkdie Ornamentik reduziert und die Gebäude tor im Jahr 1919 zum Staatlichen Bauhaus als lebendige Körper gesehen. Dies gilt Weimar vereinte. Gropius baute außerdem zum Beispiel für sein eigenes Haus „Hohe auf den Lehrmethoden van de Veldes auf, Pappeln“, das ohne Hauptfassade oder reder die Zusammenarbeit von Lehrer und präsentativen Eingang auskommt (siehe Schüler im Team praktizierte. Auch war Foto). Richtig deutlich van de Velde die Nähe zu Er gab Weimar seine wird seine Modernität Handwerk und Industrie Bedeutung als allerdings in den Auswichtig sowie die prakKulturstandort zurück. stellungen und Museen, tische Arbeit der Schüler in denen die Vielfalt van in den Produktivwerkde Veldes mit den Werken anderer Künststätten. Hier entstanden Produkte wie Keler seiner Zeit in Beziehung gesetzt wird. ramiken, Bucheinbände, Metallarbeiten, Batiken oder Teppiche, deren Verkauf bis Welche Veranstaltung ist in Ihren Augen 1914 rund die Hälfte des Schuletats decken der Höhepunkt des Jubiläumsjahres? mussten: Eine heute kaum vorstellbare Leistung! Henry van de Velde hat der Stadt Der Höhepunkt ist natürlich die zentraWeimar seine Bedeutung als Kulturstandle Veranstaltung zum Jubiläumsjahr 2013, ort zurückzugeben. Weimar fand wieder die Ausstellung der Klassik Stiftung zum den Anschluss an die Moderne.

Meldung

i

Auf ins Musikland Thüringen Musikfans aufgepasst: Die Thüringer Tourismus GmbH hat das iPad-Magazin „Musikland Thüringen“ herausgebracht. Tauchen Sie ein in die bunte Thüringer Musiklandschaft – mit Bach und Liszt, Reformation und Musik, Jazz und der jungen Musikszene rund um Alin Coen und Clueso. Um diese Vielfalt zu präsentieren, gibt es in Hörproben, Fotoshows, Videos und Texten sowohl Altbekanntes als auch überraschend Neues. Mit Hilfe von interaktiven Karten kann sich der Thüringen-Reisende auch gleich das perfekte Angebot für Urlaub und Freizeit zum Veranstaltungsprogramm in Thüringen zusammenstellen. Das iPad-Magazin „Musik­ land Thüringen“ kann als kostenlose App direkt aufs iPad geladen werden. musikland.thueringen-tourismus. de

in Thüringen


Herausgeber: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie Max-Reger-Straße 4-8 99096 Erfurt www.tmwat.de Impressum: Redaktion: Larissa Schulz-Trieglaff, Stephan Krauß Autoren: Dr. Robert Böhmer, Isolde Büchner, Klaus Dahnke, Kurt Klinkhammer, Stephan Krauß, Alexander Mayrhofer, Wilfried Regenhardt, Olaf Rühmeier, Marianne Schneider, Larissa Schulz-Trieglaff, André Störr Gestaltung: Berliner Botschaft Druck: Gutenberg Druckerei Erscheinungsdatum: März 2013 Titelbild: KNSK

Der Newsletter „WIR in Thüringen“ wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.


Brochure