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Ernüchterung nach dem Boom US-Technologietitel

W i s s e n > S e i t e 13

Ichimoku Kinko Hyo „Alles auf einen Blick“ Teil 1

11/12 20. November 2012

R o h s t o f f e c ke > S e i t e 17

Platin Billiger als Gold

Titelgeschichte > Seite 8

Kumulationspunkte Wichtige Marken im Chart

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Editorial

Aktuell

Thomas Uhlig Leiter Redaktion trading kompakt

kompakt

trading trading kompakt Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2 Indizes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Trading-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Aktuell Ernüchterung nach dem Boom . . . . . . . . . . . . .6 Titelgeschichte Kumulationspunkte – Wichtige Marken im Chart . . . . . . . . . . . . . . . . .8 ChartCheck Schaltbau Holding, Norfolk Southern, Campbell Soup. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Gastbeitrag Gregor Kuhn. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Wissen Ichimoku Kinko Hyo – „Alles auf einen Blick“ Teil 1. . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Lexikon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Rohstoffecke Platin: Billiger als Gold. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Charttechnik: Kaffee, Orangensaft, Sojabohnen . . . . . . . . . 18 Trading-Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

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Liebe Leserinnen und Leser, über den Aktienmärkten haben sich die Wolken zuletzt verdunkelt. Nach der Rally im Sommer sind deutlichere Korrekturen auszumachen. Ein Blick auf die Charts impliziert dabei, dass es sich nicht nur um temporäre Gegenbewegungen, sondern um ausgedehntere Abwärtsbewegungen handeln könnte. So haben beispielsweise die US-Indizes ihre aus der Verbindung der Zwischentiefs von Oktober 2011 und Juni 2012 resultierenden Aufwärtstrendlinien verletzt, was bearish zu werten ist. Und auch der hiesige DAX hat seinen Aufwärtstrend unterschritten und ist nachhaltig aus der Seitwärtsspanne seit September nach unten herausgerutscht. Offenbar wird vielerorts das Kursniveau den vielen Risikofaktoren angepasst. Vorbei scheint vorerst die Zeit, in der man sich von den Hoffnungen, dass die Notenbanken es mit ihrer Geldpolitik und unkonventionellen Maßnahmen schon richten werden, verleiten ließ, und man blickt nun offenbar wieder den trüben Tatsachen ins Auge. Dazu gehört, dass es in Sachen europäischer Schuldenkrise weiterhin keinen Grund zu der Annahme gibt, dass hier in naher Zukunft nachhaltige Lösungsansätze auf den Weg gebracht werden. Stattdessen wird der unsägliche „Euro-Rettungskurs“ mit Spardiktaten und Hilfskrediten fortgesetzt, was

den wirtschaftlichen Niedergang befeuert, ohne jedoch mittel- bis langfristige Perspektiven auf eine Genesung zu liefern. Die Gefahr einer langen konjunkturellen Depression, vielleicht sogar gepaart mit einer ausufernden Inflation, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber nicht nur in Europa sieht es düster aus. Auch in den USA sind die Probleme immens. Die Wirtschaft schwächelt zusehends, und auch der gigantische Schuldenberg sowie das riesige Haushaltsdefizit sind ernst zu nehmende Themen. Verstärkt wird dies auch dadurch, dass sich nach den USWahlen nichts an den Machtverhältnissen im US-Kongress geändert hat. Dies schürt Unsicherheit bezüglich der US-Politik. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre. Herzlichst, Ihre trading kompakt-Redaktion


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BV H

Indizes

Börsentag in Frankfurt

Marktüberblick

Einblicke in weltweite Finanzströme, Informationen zu den verschiedensten Formen von Finanzprodukten, deren Chancen und Risiken, Anlagestrategien und die „Faszination Gold“ – diese Themen und zahlreiche weitere stehen beim diesjährigen Frankfurter Börsentag im Mittelpunkt, zu dem am 24. November 2012 von 9 bis 17 Uhr in die Räume der Alten Börse in Frankfurt/Main eingeladen wird. Gastgeber ist der Bundesverband der Börsenvereine an deutschen

Rohstoffecke

Stand

+/- %

19.11.12 1 Monat

Termine

+/- % 1Jahr

Aktienmärkte weltweit

Hochschulen (BVH). Der Veranstalter konnte namhafte Referenten gewinnen, darunter Dirk Elberskirch, Gregor Bauer, Achim Matzke und Harald Weygand. Insgesamt 50 Aussteller haben für den Börsentag 2012 zugesagt und stehen Besuchern an ihren Ständen mit detaillierten Informationen, zahlreichen Beispielen und ausgesuchten Experten für alle Fragen rund um Finanzprodukte zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.frankfurter-boersentag.de.

DAX

7.123,84

-3,48% +22,82%

12.795,96

-4,10% +8,48%

S&P 500

1.386,89

-3,23% +14,09%

NASDAQ 100

2.595,83

-3,08% +15,17%

EURO STOXX 50

2.495,21

-1,85% +11,56%

Nikkei 225

9.153,20

+1,67% +9,29%

Hang Seng

21.262,06

-1,34% +14,98%

HSCEI

10.290,21

-3,68% +3,34%

977,98

-2,79% +4,70%

EUR/USD

1,2782

-1,86%

-5,49%

EUR/Yen

103,96

+0,66%

-0,10%

EUR/GBP

0,8035

-1,27%

-6,11%

EUR/CHF

1,2040

-0,41%

-2,90%

EUR/AUD

1,2278

-2,58%

-9,02%

Dow Jones

MSCI Emerging Markets Währungen

A DMIR A L

Ring frei für den Forex-Fight 17 Länder, drei Runden, ein Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro und ein Gewinner – das ist der Forex-Fight, zu dem der international aktive Forex- und CFD-Broker Admiral Markets seine Kunden einlädt. Am 19. November 2012 gibt Admiral den Ring frei für die erste Runde des Forex-Fights: In diesem globalen Wettbewerb treten Trader aus 17 Ländern, gegliedert in drei regionale Gruppen, über drei Runden gegeneinander an und kämpfen um ein Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro. Um die Chancen für alle gleich zu halten, traden die Teilnehmer nicht mit ihren regulären Accounts, sondern erhalten ein spezielles ECN-Demokonto mit

5.000 Euro Startguthaben. Am Ende jeder Runde wird ermittelt, welcher Teilnehmer das beste Ergebnis vorweisen kann. Auf dieser Grundlage werden zwei Tabellen zusammengestellt: die TOP 10 der Trader in jedem Land und die TOP 25 der Trader in der regionalen Gruppe. Ins Finale ziehen nur die zehn besten Trader jedes Landes ein. Die erste Runde des Forex-Fights läuft vom 19. bis zum 23. November, die zweite vom 26. bis zum 30. November. Um die Managed Accounts spielen die Finalisten zwischen dem 03. und 07. Dezember. Teilnehmen kann jeder, der sich auf http://de.forex-fight.com registriert.

Rohstoffe WTI Crude CME ($/bbl) Gold Forex ($/Unze)

+0,58% +0,51% -2,45%

Kupfer LME Spot ($/t)

7793

-2,71% +3,90%

841,75

-3,52% +40,70%

740

-2,82% +21,26%

71,96

-6,06% -22,74%

142,97

+1,79% +4,61%

VDAX-NEW

18,55

+7,58% -49,49%

VIX

15,24

-10,67% -52,38%

Weizen CME ($c/bu) Mais CME ($c/bu) Baumwolle ICE ($c/lb)

-7,55%

Sonstige Euro-Bund-Future

Fundiertes Wissen sollte die Grundlage jeder Anlageentscheidung sein, deshalb gehen Herbert Wüstefeld und Rüdiger Born wieder für Sie auf Seminartour! Dieses Mal stehen die Themen Trading, Tradingprodukte und Technische Analyse im Vordergrund. Freuen Sie sich auf einen lehrreichen Abend!

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LY N X

Online-Broker in Webinar-Offensive Auf den Internetseiten des Lynx-Brokers finden Interessenten seit kurzem eine neue Webinarübersicht: Unter www.lynxbroker. de/bildung.php werden sämtliche Weiterbildungsveranstaltungen des OnlineBrokers aufgeführt. Unter anderem haben

Lynx-Kunden an jedem Montag exklusiv die Möglichkeit, dem Profi-Händler Achim Mautz live beim Handel über die Schulter zu schauen. Neu ist auch der kostenfreie SMS-Erinnerungsservice für Webinare. Hier können Interessenten, sofern gewünscht, je eine Stunde vor Webinarbeginn eine Erinnerungsmitteilung auf ihr Mobiltelefon erhalten.

ON V ISTA BA NK

Intraday-Kredite verdoppeln Cash-Position Die OnVista Bank bietet ab sofort einen kostenlosen Intraday-Kredit an und verschafft ihren tradingorientierten Kunden damit mehr Spielraum im Wertpapierhandel. Dazu wird der positive Cash-Saldo auf dem Verrechnungskonto vor Börsenstart verdoppelt. Zinsen, Bearbeitungs- oder Bereitstellungsgebühren fallen nicht an. Die Kreditvergabe erfolgt untertägig, dass heißt,

der eingeräumte Intraday-Kredit kann nur am Tag der Einbuchung eingesetzt werden. Abends mit Börsenschluss muss der Kunde das Darlehen wieder selbstständig zurückführen. Die Berechnung der individuell möglichen Intraday-Kredithöhe erfolgt auf Basis der aktuellen Geld- und Wertpapierbestände im Depot des Kunden. Auskunft über die Höhe des täglich verfügbaren Betrags gibt die Kontoübersicht im Webtrading oder die Handelssoftware GTS. Eine Beispielrechnung findet sich unter: http://www.onvista-bank.de/ media/pdfs/prospekte/Beispielrechnung.pdf

V ITR A DE

Neu: Außerbörslicher Handel mit der EUWAX AG Ab sofort bietet die ViTrade AG (ehemals E*TRADE Germany) den außerbörslichen Handel mit der EUWAX AG an. Die bereits umfangreiche Liste der angebundenen Handelspartner wird damit um einen weiteren

namhaften Kandidaten erweitert. Über ViTrade offeriert die EUWAX AG den außerbörslichen Handel mit Anleihen. Zum Start umfasst die Produktliste mehr als 300 Instrumente, die kostengünstig gehandelt werden können. Die Handelszeiten sind von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 18 Uhr.

INTER NA X X

Neuer Name: TD Direct Investing International Der in Luxemburg beheimatete OffshoreBroker Internaxx tritt ab 26. November unter dem Namen TD Direct Investing International auf. Das Unternehmen war bereits

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2010 von der britischen TD Bankengruppe übernommen worden und firmiert nun auch unter diesem Namen. Für Internaxx-Kunden ändert sich nichts. Ihr Online-Konto befindet sich weiterhin in Luxemburg.


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News/Indizes

Ernüchterung nach dem Boom Die Perspektiven von einigen amerikanischen Technologiekonzernen haben sich in den zurückliegenden Monaten eingetrübt. Parallel dazu haben die jeweiligen Aktien an Wert verloren. Mittelfristig dürften sich viele US-Technologietitel nur leicht erholen – mit Bonuszertifikaten und Inline-Optionsscheinen können Anleger von einem solchen Szenario profitieren. Mit der Apple-Aktie konnten Anleger in den vergangenen Jahren üppige Gewinne erzielen: Von 6,36 US-Dollar im April 2003 ist der Kurs des Technologiewerts auf 705,07 US-Dollar im September 2012 gestiegen. Zuletzt ist der Kurs allerdings deutlich gefallen, obwohl Apple im Oktober gute Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 (per 30.09.2012) bekannt gegeben hat. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit neuen iPhones, iPads, IPods und Mac-Computern für das diesjährige Weihnachtsgeschäft hervorragend gerüstet. Aber abgesehen davon wird die Bruttomarge im laufenden Quartal voraussichtlich auf rund 36% sinken – das sind vier Prozentpunkte weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf hohe Produktionskosten des iPhone 5, eine geringere Gewinnspanne des neuen iPad Minis sowie sinkende Absatzpreise auslaufender Produkte. Zwei renditestarke Alternativen zur Apple-Aktie Das Fiskaljahr 2012/13 wird Apple gemäß einer Prognose der Analysten von Independent Research mit einem Gewinn je Anteilsschein von 51,60 US-Dollar abschließen. Basierend auf dieser Prognose errechnet sich ein KGV 6

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von 10,2. Trotz dieser günstigen Bewertung kommt die Apple-Aktie zurzeit nur für mutige Anleger infrage, denn der Kurs bewegt sich in einem Abwärtstrend. In den kommenden Monaten dürfte sich der Technologietitel aufgrund einer relativ tristen Börsenstimmung nur geringfügig verteuern. Vor diesem Hintergrund bietet es sich an, mit einem vom französischen Bankkonzern BNP Paribas emittierten Capped Bonuszertifikat (WKN: BP3AYH) auf eine Seitwärtsbewegung der Apple-Aktie zu setzen. Dieses Finanzprodukt ist mit einer Barriere bei 380 US-Dollar ausgestattet und wird im Juni 2013 fällig. Sofern der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit nie das Niveau der Barriere erreicht oder unterschreitet, kassieren die Besitzer des Bonuspapiers in etwa sieben Monaten pro Zertifikat den EuroGegenwert von 66 US-Dollar. Legt man den aktuellen Euro/DollarWechselkurs zugrunde, errechnet sich eine Bonusrendite von 11,3%. Anleger, die damit nicht zufrieden sind, können sich einen InlineOptionsschein (WKN: SG2767) auf die Apple-Aktie ins Depot legen. Dieser Schein wurde vom Bankhaus Société Générale auf den Markt gebracht und ist für 8,53 Euro (Stand: 16.11.2012) zu haben. Mit dem Inliner lässt sich eine Rendite von 17,2% erzielen. Allerdings nur dann, wenn der Kurs der Apple-Aktie bis zum Laufzeitende nie die Knock-out-Schwellen bei 360 und 780 US-Dollar berührt. Zuletzt notierte der Anteilsschein bei 527,68 US-Dollar (Stand: 16.11.2012). Somit bietet der Apple-Inliner aktuell ein gutes Chance/Risiko-Verhältnis. Unabhängig davon müssen sich Anleger darüber im Klaren sein, dass sie das in den Optionsschein investierte Kapital vollständig verlieren, wenn eine der beiden Schwellen verletzt wird. Risikoarmes AMD-Discount-Zertifikat Lukrative Zertifikate gibt es auch auf die Aktie von Advanced Micro Devices (AMD), die seit Ende März rund 80% ihres Wertes


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eingebüßt hat. Der Grund für den Kursrutsch ist eine enttäuschende Geschäftsentwicklung. Ebensolche ist wiederum eine Folge der Eintrübung des Marktumfelds im PC-Geschäft. Mit Chips für klassische PCs erwirtschaftet AMD zurzeit mehr als 80% der Erlöse. Dies will Vorstandschef Rory Read ändern, indem er das Geschäft mit Chips für Server, Spielekonsolen und TabletComputer ausbaut. Auf der Agenda steht zudem der Abbau von 15% der rund 11.000 Arbeitsplätze. Dadurch wird das Unternehmen im nächsten Jahr voraussichtlich 190 Millionen US-Dollar einsparen. Von großer Bedeutung ist darüber hinaus die Rückkehr von Apples Plattform-Architektur-Chef Jim Keller zu AMD im August. Er leitet seither die Prozessor-Entwicklung. Somit stehen die Chancen gut, dass der Computerchipproduzent mittelfristig in die Erfolgsspur zurückkehren wird. Skeptische Börsianer, denen die

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AMD-Aktie zu heiß ist, können ein darauf basierendes DiscountZertifikat (WKN: CZ1RGT) von der Commerzbank ordern. Mit diesem währungsgesicherten Rabattpapier lässt sich bis Mitte März 2013 eine Rendite von 19,8% erzielen, sofern die AMD-Aktie am Laufzeitende mindestens bei 2,00 US-Dollar notiert. Intel-Aktie ist charttechnisch angeschlagen Unter der sinkenden Nachfrage nach Chips für gewöhnliche PCs leidet auch Intel. Dies spiegelt sich in den Quartalszahlen des weltweit führenden Computerchipherstellers wider. Im dritten Quartal 2012 verringerte sich der Umsatz des US-Konzerns im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,4% auf 13,46 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn schrumpfte um 14,3% auf 2,97 Milliarden US-Dollar. Derzeit ist die Intel-Aktie charttechnisch angeschlagen, weswegen Anleger den Technologietitel meiden sollten. Kaufenswert ist hingegen ein Capped Bonuszertifikat (WKN: AA5LCG) auf die Intel-Aktie, das die Royal Bank of Scotland auf den Markt gebracht hat. Erreicht oder unterschreitet der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit nie die 16 US-Dollar-Marke, kassieren die Besitzer des Bonuspapiers im September 2013 den EuroGegenwert von 28 US-Dollar.

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Kumulationspunkte – Wichtige Marken im Chart Für Trader stellt sich die immer wiederkehrende Frage, welche Kursbewegungen im Markt von Bedeutung sind und welche eher das allgemeine Marktrauschen widerspiegeln. Zur Beantwortung der Frage werden technische Analysemethoden genutzt, die den Blick auf wesentliche Zusammenhänge des Marktes erleichtern. Vielfach taucht dabei das Problem auf, welche Analysemethoden man denn am besten nutzt. Darüber hinaus ist jeder Trader schon mit dem Problem konfrontiert gewesen, dass er mit unterschiedlichen Methoden zu unterschiedlichen und teilweise sogar widersprüchlichen Ergebnissen kommt. Eine mögliche Lösung bietet die Suche nach Kumulationspunkten. Dabei werden die Ergebnisse unterschiedlicher Analysemethoden kombiniert. Kumulationspunkte im Fokus Kumulationspunkte werden als Punkte im Chart definiert, die aufgrund unterschiedlicher analytischer Instrumentarien als wichtige Chartmarken definiert werden. Sie bilden quasi eine Schnittmenge von Ergebnissen unterschiedlicher analytischer Zugänge zum Chart. Das kann beispielsweise das Zusammenfallen wichtiger Trendlinien mit Fibonacci-Retracements oder gleitenden Durchschnitten sein. Der Trader sucht mehrere Analyseergebnisse, die in dieselbe Richtung weisen, das heißt er achtet bei der Suche nach Kumulationspunkten auf Konvergenz. Vertreter der Kumulationsanalyse gehen davon aus, dass bei Identifizierung wichtiger Chartmarken durch unterschiedliche Ansätze eine höhere Signifikanz gegeben ist. Einstiegs- und Ausstiegspunkte können damit besser abgesichert werden als wenn eine Tradingentscheidung nur von einem einzigen charttechnischen Signal getragen wird. In gewisser Weise ist die Suche nach 8

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Kumulationspunkten oder Kumulationszonen auch ein Schutz davor, dass der Trader übereilig handelt, weil eine Bestätigung dieser Zonen oder Punkte von unterschiedlichen analytischen Methoden kommen muss. Werden diese Kursmarken erreicht, müssen Trader davon ausgehen, dass eine wichtige Entscheidung über den folgenden Kursverlauf ansteht. In welche Richtung die Kursentwicklung wahrscheinlich verläuft, kann noch offen sein. Neben Kumulationspunkten wird auch auf Kumulationszonen geachtet, die für die weitere Kursentwicklung von Bedeutung sein können. Anfang Juni bildete die Aktie der Deutschen Post einen lokalen Tiefpunkt bei 12,64 Euro aus. Nach einer längeren Seitwärtsbewegung im August und September notierte die Aktie bei einem lokalen Hoch bei 16,18 Punkten. Das 50%ige Retracement dieser Aufwärtsbewegung liegt bei 14,41 Euro. Am 08.11. wurde dieses Niveau fast punktgenau erreicht, es wurde nur um 0,01 Euro unterschritten. Gleichzeitig verlief auf diesem Kursniveau die 200-Tage-Linie (14,37 Euro). Der Kumulationspunkt aus Retracement und gleitender Durchschnittslinie erfüllte seine Funktion als Unterstützung. Die Kurse drehten daraufhin nach oben. Ein weiterer Test dieses Kursbereichs in der nächsten Zeit ist nicht unwahrscheinlich. Hält das Kursniveau auch ein zweites Mal, kann zunächst von einer soliden Bodenbildung ausgegangen werden.


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Beispiel: Deutsche Post

Beispiel: Deutsche Telekom

Mögliche Trendumkehr Treten signifikante Candlestickformationen an bestimmten Punkten auf, die von Haus aus als wichtig für die weitere Kursentwicklung gelten, wie z. B. die 200-Tage-Linie, erhält die Candlestickformation zusätzliches Gewicht. Wie das folgende Beispiel zeigt, können zusätzliche Indikatoren zur Erhöhung der Wahrscheinlichkeit beitragen.

Deutschen Telekom eine weitere Beobachtung zu einem Kumulationspunkt machen. Ausgehend von einem Kurstief im Juni 2012 bei 7,69 Euro kam es bei der Aktie der Deutschen Telekom zu einer deutlichen Aufwärtsbewegung, die den Kurs im September bis in den zweistelligen Bereich bei 10,06 Euro führte. Danach folgte ein starker Kursrückgang. Das 50%-Retracement dieser Aufwärtsbewegung liegt bei 8,87 Euro. Dieser Bereich wurde am 23.10. gemeinsam mit der 200-Tage-Linie auf Schlusskursbasis unterschritten. Danach gab es keine Schlusskurse mehr oberhalb der 200-Tage-Linie. Der Kursrückgang beschleunigte sich.

Im Chart der Deutschen Telekom ist am 27.03. das charttechnische Muster eines Shooting Stars erkennbar. Dieser ist durch einen langen oberen Docht und einen im Vergleich dazu kleinen Kerzenkörper definiert. Der untere Docht ist ebenfalls sehr klein. Der Markt eröffnet mit einem Aufwärts-Gap, also einer Kurslücke zum Kerzenkörper des vorherigen Tages. Der Docht der Kerze ragt über das obere BollingerBand hinaus. Ein alleiniges Überschießen über das Bollinger-Band hinaus wäre noch kein hinreichendes Indiz für fallende Kurse. In starken Trends können sich die Kurse einen längeren Zeitraum über dem oberen oder unter dem unteren Band aufhalten. Die Bullen können allerdings den Kursanstieg nach dem Gap nicht halten, während des Tages geben die Kurse weiter nach. Dadurch entsteht der angesprochene Shooting Star. Die Kerze befindet sich überdies an der von vielen Anlegern beachteten 200-Tage-Linie. Der RSI zeigte mit einem Wert von über 70 an diesem Tag eine überkaufte Situation an und mahnt, dass die Zeit steigender Kurse bald vorbei sein könnte. Am kommenden Tag eröffnet die Aktie unterhalb des Schlusskurses des Vortages und bestätigt damit die Tendenz fallender Kurse in der Folgezeit. Damit übernahmen die Bären das Ruder und drückten die Aktie bis auf 8,36 Euro im Mai. Für Anleger, die bereits vorher in der Aktie investiert waren, bietet sich beim Shooting Star an der 200-Tage-Linie ein idealer Ausstiegszeitpunkt an, um Buchgewinne in tatsächliche zu verwandeln. Im Jahresverlauf lässt sich bei der 9

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Kumulationspunkte und gleitende Durchschnitte Oft werden von Tradern gleitende Durchschnitte unterschiedlicher Zeitreihen verwendet. Eine vergleichsweise hohe Bedeutung für langfristig orientierte Anleger hat die 200-Tage-Line. Im kurz-/mittelfristigen Bereich findet u. a. die 20-Tage-Linie Beachtung. Sie bildet auch die Mittellinie der Bollinger-Bänder. Auch eine Kombination mehrerer gleitender Durchschnitte unterschiedlicher zeitlicher Ebenen kann auf mögliche Kumulationspunkte hinweisen. Allerdings wird durch die Auswahlmöglichkeit deutlich, dass auch die Kumulationsanalyse etliche subjektive Elemente enthält. Dazu gehört die Auswahl der verwendeten Analysemethoden bzw. die Auswahl entsprechender Einstellungen wie z. B. die Entscheidung, welche Zeitperiode bei den gleitenden Durchschnitten gewählt wird. Verlustbegrenzung An Kumulationspunkten befinden sich häufig Stop-Loss-Orders. Dabei gilt es zu beachten, dass an diesen Punkten gerne Stops abgefischt werden, um Marktteilnehmer aus dem Markt zu drängen. Insofern kann es sinnvoll sein, die eigenen Stops nicht direkt an den


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Kumulationszonen zu setzen, sondern dem Markt an diesen wichtigen Marken zusätzlich noch etwas Luft zu lassen. Auch wenn der Trader seine Stops etwas großzügiger wählt, bietet das Handeln von Kumulationspunkten attraktive Chance/Risiko-Verhältnisse, die es erlauben, im Verhältnis zu den möglichen Verlusten ein Vielfaches an Gewinnen zu erzielen. Kumulationspunkte lassen sich auch an Kreuzunterstützungen oder Kreuzwiderständen ausmachen. Das ETX_127x187_tk_20121016_Layout 1 11.10.12 10:05 Seite 1 Anzeige

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etxcapital.de/tk ETX Capital ist ein Handelsname der Monecor (London) Ltd. und ist Mitglied der London Stock Exchange. ETX Capital ist autorisiert und reguliert durch die Financial Services Authority, FSA Zulassungsnummer 124721.

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Aktuell

sind Punkte, an denen sich Trends überlagern, z. B. wenn eine horizontale Unterstützungslinie eine Aufwärtstrendlinie kreuzt. Allerdings gibt es kaum Vorteile ohne Nachteile. Kumulationspunkte treten naturgemäß seltener auf als andere Einstiegspunkte beim Trading. Allerdings kann sich die Trefferwahrscheinlichkeit erhöhen, die eine wichtige, wenn auch nicht die einzig wichtige Komponente erfolgreichen Handelns ist. Das Konzept engmaschiger Stops in der Nähe der Kumulationspunkte sorgt dafür, dass Verluste nicht übermäßig ausufern und die langfristige Performance zerstören. Weiterentwicklung der Charttechnik Die Kumulationsanalyse geht über die reine Identifizierung von Kumulationspunkten hinaus und versteht sich als ganzheitlicher Ansatz. Sie versucht die Teilbereiche der technischen Analyse integrativ zusammenzufassen. Ein Baustein der Kumulationsanalyse ist die Intermarketanalyse, also die Untersuchung von mindestens zwei Märkten und ihre Wechselwirkung zueinander. Als einer der Trader, die sich mit den Grundlagen und der Umsetzung der Kumulationsanalyse beschäftigen, gilt Dietmar Rübsamen. Er bezieht in seinen Ansatz u. a. neben der Chart-Technik die Intermarket-Analyse und die Sentiment-Technik mit ein.

Fazit: Traden ist vereinfacht ausgedrückt ein Handeln mit Wahrscheinlichkeiten. Die Identifizierung von Kumulationspunkten erhöht die Wahrscheinlichkeit, frühzeitig bedeutsame Kursbewegungen erkennen zu können. An diesen Punkten beginnt oft der Kampf zwischen Bullen und Bären um die weitere Entwicklung des Kursverlaufs. Am ehesten lassen sich Kumulationspunkte als Warnschilder interpretieren, die zu erhöhter Aufmerksamkeit anregen und dem Markt einen neuen Impuls in die eine oder andere Richtung geben können.


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Stand: 15.11.2012

Die 9-Monatszahlen und der optimistisch klingende Ausblick des Herstellers von Komponenten und Systemen für die Verkehrstechnik haben der Aktie zuletzt einen Aufwärtsimpuls gegeben. Nachdem sie im März dieses Jahres an der Hürde bei 28,16 Euro (bisheriges Allzeithoch von Juli 2011) gescheitert war und danach konsolidierte, ist seit Ende Oktober ein kräftiger Aufwärtsimpuls auszumachen. Mit diesem wurde nun auch die Marke von 28,16 Euro geknackt und damit neue Rekorde erreicht. Sollte sich der Ausbruch als nachhaltig erweisen, in dem z. B. der Kurs nach einem eventuellen Pullback auf 28,16 Euro wieder nach oben strebt, scheinen Long-Positionen erwägenswert. Trade-Box Schaltbau Holding Angenommener Kaufkurs: 28,80 EUR Chance/Risiko-Verhältnis: 2,0

Ziel: 33,50 EUR Stop: 26,50 EUR

Chance: +14,0% Risiko: -8,0%

Norfolk Southern

Stand: 15.11.2012

Die Aktie des US-Bahnverkehrskonzerns zeigt seit Juli 2011, als ein neues Allzeithoch markierte wurde, eine breite Konsolidierungsbewegung. Mit dem im September dieses Jahres gestarteten recht deutlichen Abwärtsimpuls erreichte der Kurs nun die Unterstützung bei 57,57 US-Dollar und verletzte sie leicht. Sollte sie halten ist davon ausgehend ein Aufwärtsimpuls vorstellbar, der nach einem ersten Ziel von etwa 65,00 US-Dollar, vielleicht sogar das Allzeithoch von 78,50 US-Dollar ins Visier nehmen könnte. Sollte die Haltezone bei 57,57 US-Dollar indes nachhaltig brechen, drohen weitere deutliche Abgaben, was spekulative Short-Positionen rechtfertigen könnte. Trade-Box Norfolk Southern (Short) Angenommener Verkaufskurs: 56,50 USD Chance/Risiko-Verhältnis: 3,1

Ziel: 45,00 USD Stop: 59,50 USD

Chance: -24,4% Risiko: -6,3%

Campbell Soup

Stand: 19.11.2012

Die Aktie des weltweit aktiven US-Nahrungsmittelherstellers ist mit dem dynamischen Aufwärtsimpuls in der vergangenen Woche deutlicher über die langfristige Abwärtstrendlinie geklettert, die aus der Verbindung des Allzeithochs von Februar 2007 bei 42,65 USDollar mit dem Zwischenhoch von Oktober 2008 resultiert. Aus charttechnischer Sicht könnte dies mittelfristig für weitere Zuwächse sprechen. Sollte daher nun auch ein Sprung über die jüngst in Reichweite gekommene Hürde bei etwa 37,50 US-Dollar gelingen, könnten spekulative Long-Positionen mit einem ersten Kursziel von etwa 42,50 US-Dollar in Erwägung gezogen werden. Trade-Box Campbell Soup Angenommener Kaufkurs: 37,80 USD Chance/Risiko-Verhältnis: 2,0

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Ziel: 42,50 USD Stop: 35,50 USD

Chance: +11,1% Risiko: -6,1%


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Gregor Kuhn

Head of PR - Germany, IG Markets

Der Markt wartet auf niemanden! Im Trading zählen schnelle Entscheidungen und deren zeitnahe Umsetzung. Der Markt kümmert sich wenig darum, ob der Anleger gerade vor dem PC sitzt oder nicht. Der Markt wartet auf niemanden. Wer unterwegs ist und nicht die Möglichkeit besitzt mobil zu handeln, ist also nicht gefechtsklar um auf frische Marktdaten, Konjunkturzahlen oder Unternehmensmeldungen reagieren zu können. Dies kann signifikante Auswirkungen auf die Trading Performance zur Folge haben. Umso wichtiger ist gerade für Trader sich stets flexibel auf wechselnde Rahmenbedingungen und Szenarien einstellen und zeitnah reagieren zu können. Dies gilt zum einen für das Risikomanagement bestehender Positionen, zum anderen aber auch für die Umsetzung vielversprechender, sich neu ergebender Handelschancen. Vor diesem Hintergrund geht der Trend ganz klar zu mehr Mobilität – eine Entwicklung, die durch die Popularität der neuen Tablets und Smart-Phones unterstützt wird. Wie man mobiles Trading nutzt ist natürlich Geschmackssache, deswegen bieten Broker ihren Kunden meist sowohl Apps als auch eine Browserversion an. Apps bieten jedoch einige entscheidende Vorteile: Sie sind einfacher in der Handhabung, schneller und übersichtlicher. Aufgrund des limitierten Displays von mobilen Geräten konzentrieren sich Apps auf die wesentlichen, für das Handeln notwendigen, Order-, Chart-, und Analyse-Tools. Marktführende Broker wie IG haben den Trend zu mehr Mobilität erkannt und offerieren ihre Handelsplattform-Versionen mittlerweile auch für die meistgenutzten mobilen Anwendungen. Dabei lässt sich das Kundenverhalten hinsichtlich des häufigsten Gebrauchs von den Marktanteilen im mobilen Telekommunikations-Segment ableiten. Am meisten werden also iPhones/iPads, sprich „OS“ von „Apple“ genutzt, gefolgt vom Betriebssystem Android von Google. Wer sich jedoch nicht vom Angebot des Brokers auf ein Handybetriebssystem festlegen lassen will, muss sich genau informieren, denn auch für Windowphone und Blackberry gibt es Angebote. Natürlich steht es aber jedem Anleger frei, sich auch für die klassische Browser-Version zu entscheiden. Prinzipiell können auf mobilen Geräten alle Funktionen genutzt werden, die auch auf dem Computer zuhause zur Verfügung stehen. Der Fokus liegt aber auf den essentiell für das Traden notwendigen Order-, Chart- und Analyse-Instrumenten. Voraussetzung für das mobile Trading sind ein Smartphone und ein Netzanbieter, der eine schnelle Web-Anbindung und eine breite geografische Abdeckung 12

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gewährleistet. Last but not least gilt es noch einen Broker zu finden, der auch für das mobile Trading eine Plattform offeriert, die in puncto Stabilität, Preistransparenz und Geschwindigkeit der Orderausführung den höchsten Ansprüchen genügt. Zu guter Letzt stellt sich die Frage, ob mobiles Trading überhaupt sinnvoll ist, oder ob man die Angebote eher als Notfallplan betrachten sollte. Dazu muss man sagen: Traden ist völlig problemlos auch von einem zeitgemäßen Smartphone aus möglich. Wie beim klassischen Online-Traden steht und fällt das Ganze natürlich mit der Internetverbindung. Wer in einem Funkloch sitzt hat leider schlechte Karten. Auch ein Handyvertrag mit einer begrenzten Datenmenge in der schnellen Verbindung kann sich im entscheidenden Moment als Nachteil herausstellen. Eine Tradingstation mit mehreren Bildschirmen, an denen man den Markt genau beobachten kann, steht unterwegs nicht zur Verfügung. Trader sollten sich ihre Marktmeinung also in einer ruhigen Minute bilden. Dies erfolgt per Recherche und Analyse in der Regel von zuhause aus – sei es am PC oder mit adäquaten Printmedien. Relevante Preismarken der präferierten Anlageklassen respektive Underlyings hat man dann im Kopf. Die Positionierung, Glattstellung, das Anpassen hinsichtlich Risiko- und Moneymanagement, der Ausbau von Positionen usw. kann dann bequem auch über das Handy oder Tablet erfolgen. Beim mobile Trading geht es also maßgeblich um Flexibilität und die Option zeitnah auf aktuelle Marktgegebenheiten reagieren zu können. Denn wie gesagt: der Markt wartet auf niemanden!


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Ichimoku Kinko Hyo – „Alles auf einen Blick“ Teil 1 Die verschiedenen Linien und die abgegrenzte Wolke, der die technische Analysemethode Ichimoku Kinko Hyo auch ihren Namen verdankt, wirken auf den ersten Blick ein wenig verwirrend. Dennoch ist diese Art, einen Chart zu analysieren, relativ populär. Grund genug, das Konzept vorzustellen. Die technische Analysemethode Ichimoku Kinko Hyo, meist nur Ichimoku genannt, wurde in Japan von einem Team um den dortigen Journalisten Goichi Hosada (1898 bis 1982) in den 30er Jahren entwickelt. Nachdem erste Analysen mit dieser Technik veröffentlicht wurden, wurden die Ichimoku-Charts zunächst sehr populär in der japanischen Börsengemeinde. Später nahm auch die „westliche“ Börsenhemisphäre diese Methode in ihr Analyserepertoire auf und nutzt sie auch heute noch gerne, insbesondere im Forex-trading. Die vor allem visuelle Analysetechnik kann in sämtlichen Anlageklassen und Zeitebenen verwendet werden. Wie die Methode genau funktionierte, blieb trotz der Einfachheit jedoch zunächst lange ein Geheimnis. Man sah lediglich einige um den Kursverlauf oszillierende Linien und die so genannte Kumo (Schatten, Wolke), weshalb die Ichimoku-Charts auch gerne als Wolkencharts bezeichnet werden. Erst 1950 weihte Hosada einige Freunde ein, wie die verschiedenen Komponenten 13

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berechnet werden, allerdings mit der Auflage, in den nächsten zehn Jahren Stillschweigen zu bewahren. Er selbst publizierte den Aufbau der Analysemethode 1968. Name ist Programm Ichimoku bedeutet übersetzt in etwa „Alles auf einen Blick“. Der Name kommt nicht von ungefähr. Hosada war der Ansicht, wenn die Grundsätze dieser Methode einmal verstanden worden sind, kann man auf einen Blick den exakten Zustand des Charts erkennen und DAX-Chart mit Ichimoku-Elementen

Quelle: tradesignalonline.com


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daraus die entsprechenden Rückschlüsse ziehen. Allerdings ist die Fülle der Informationen sehr groß, die sich aus einem so gefüllten Chart herleiten lassen. Davon zeugt auch der Blick auf einen solchen Ichimoku-Chart (siehe Grafik). Er mutet zunächst recht konfus und durcheinander an, was angesichts der vielen einzelnen Bauteile der IchimokuAnalyse nicht verwundert. Die IchimokuAnalyse ist dabei trendfolgend angelegt, und sämtliche Komponenten lassen sich sehr einfach aus den Kursen der Vergangenheit ableiten. Sie sind jeweils auch einfach zu interpretieren. Mit etwas Übung lässt sich daher aus den verschiedenen Elementen ein großes ganzes Bild formen. Die Methode ist damit vor allem visueller Natur. Sie liefert dabei Hinweise auf Trendrichtung und Trendstärke, generiert Handelssignale, zeigt aber auch

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Unterstützungs- und Widerstandszonen. Anhand des Charts 1, der die Entwicklung des DAX zeigt, geht es nun zunächst um die wichtigsten Elemente der Ichimoku-Analyse und wie sie gebildet werden. Tenkan-sen (auch Turning Line oder Conversion Line) Berechnung: (höchstes Hoch der letzten 9 Perioden + tiefstes Tief der letzten 9 Perioden) dividiert durch 2. Tenkan-sen ist eine Signallinie, die hauptsächlich dafür genutzt wird, das kurzfristige Momentum zu messen. Sie wird dabei so interpretiert wie eine kurzfristige Durchschnittslinie. Im Gegensatz zu einem gleitenden Durchschnitt, der den Kursverlauf glättet und damit weichzeichnet, ist die Tenkan-sen von Seitwärtsperioden – in denen sich der Wert der Linie nicht verändert – sowie von steil verlaufenden Phasen gekennzeichnet, so dass die Linie mitunter sehr ruckelig anmutet. Steile Linienabschnitte deuten dabei auf große Preisbewegungen bzw. ein starkes Momentum hin, während flache Linienabschnitte wenig oder kein Momentum signalisieren. Schneidet die Preislinie die Tenkan-sen, kann dies als erstes Indiz

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für einen möglichen Trendwechsel interpretiert werden. Verwendet wird die Tenkansen hauptsächlich in Kombination mit der Kijun-sen. Kijun-sen (auch Standard Line oder Base Line) Berechnung: (höchstes Hoch der letzten 26 Perioden + tiefstes Tief der letzten 26 Perioden) dividiert durch 2. Die Standardlinie misst ebenfalls vor allem das Momentum, allerdings für eine längere Periode. Sie ist damit ein zuverlässiger Indikator für den vorherrschenden Trend. Auch hier gibt es Phasen, in denen die Linie auf der Stelle tritt und sich nicht verändert sowie Phasen mit steilen Verläufen. Eine flache Standardlinie zeugt dabei ebenfalls von wenig bis keine, Momentum, während ein steilerer Verlauf mehr Bewegung anzeigt. Im Gegensatz zur Tenkan-sen ist die Standardlinie dabei noch ruckeliger. Schnitte des Preises mit der Kijun-sen können Handelssignale liefern. Daneben wird sie hauptsächlich in Kombination mit der Tenkan-sen verwendet. Kumo (auch Cloud, Wolke) Die Wolke ist einer der wichtigsten Signalgeber der Ichimoku-Charts und stellt den Mittelpunkt dieser Analysetechnik dar. Sie zeigt an, wann sich das Gleichgewicht zwischen Käufern und Verkäufern ändert, woraus, so die Idee, Rückschlüsse gezogen werden können, welche Richtung der Kurs künftig einschlägt. Basis für die Bildung der Wolke sind zwei Signallinien (Senkou Span A und Senkou Span B). Senkou Span A Berechnung: (Tenkan-sen + Kijun-sen) dividiert durch 2. Der so ermittelte Wert wird dann 26 Perioden in die Zukunft (also auf der Zeitachse entsprechend nach rechts) im Chart eingetragen. Die Linie stellt die obere Begrenzung der Wolke dar. 15

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Senkou Span B Berechnung: (höchstes Hoch der letzten 52 Perioden + tiefstes Tief der letzten 52 Perioden) dividiert durch 2. Der so ermittelte Wert wird dann 26 Perioden in die Zukunft (also auf der Zeitachse entsprechend nach rechts) im Chart eingetragen. Die Linie stellt die untere Begrenzung der Wolke dar. Beide Linien bilden nun die Wolke, umspannen diese quasi. Liegt die Senkou Span A über der Senkou Span B können Trend und Sentiment als bullish interpretiert werden, während eine Senkou Span A unter der Senkou Span B für einen bearishen Trend und ein bearishes Sentiment spricht. Ebenfalls bullish zu werten ist, wenn die Preislinie oberhalb der Wolke verläuft. Ein Kursverlauf unter der Wolke deutet wiederum auf einen bearishen Trend hin. Liegt der Preis innerhalb der Wolke, spricht dies für einen trendlose Bewegung oder eine Seitwärtsspanne. Die von den beiden Linien umspannte Kumo zeigt ferner aktuelle und potenzielle künftige Unterstützungen und Widerstandsniveaus. Liegt der Preis über der Wolke, ist deren obere Begrenzung das erste und die untere Begrenzung das zweite Unterstützungsniveau. Umgekehrt verhält es sich, wenn sich der Kurs unter der Wolke befindet. Die untere Kante der Wolke ist das erste Widerstandsniveau und die obere das zweite. Die Ausdehnung der Wolke ist in der Regel unterschiedlich stark ausgeprägt, was einerseits unterschiedlich starke Schwankungen in der Vergangenheit sowie die Stärke der Unterstützungen und Widerständen widerspiegelt. Vereinfacht gilt dabei: Je dicker Wolke, desto höher war die Schwankungsbreite. Chikou (auch Lagging Line oder Lagging Span) Diese Linie stellt den aktuellen Schlusskurs im Chart um 26 Perioden zurück projiziert dar. Ist die Chikou Span oberhalb des Kursverlaufs, wird ein Aufwärtstrend unterstellt. Umgekehrt signalisiert eine Chikou Span unter dem Preisverlauf eine abwärts gerichtete Tendenz. Die Chikou Span dient zur Bestätigung von Trends, Momentum und den sich aus den anderen Ichimoku-Elementen ergebenden Widerständen und Unterstützungen. Die Analysemethode Ichimoku Kinko Hyo wurde in einer Zeit entwickelt, als eine Handelswoche sechs Tage umfasste. Manchmal findet man daher den Hinweis, dass wegen der heutigen 5-Tage-Handelswoche die bei der Bildung der einzelnen Elemente verwendeten Perioden modifiziert werden müssten. Statt 9, 26 und 52 Perioden werden daher 7, 22, und 44 Perioden vorgeschlagen. Im nächsten Teil geht es dann weiter mit Signalen und der Interpretation von Charts mittels der Analysemethode Ichimoku Kinko Hyo.


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] [Lexikon Gleitende Durchschnitte (Moving Averages) – Teil 2 Der erste Teil 1 endete damit, dass gleitende Durchschnitte die Bewegung des Basistitels mit einer je nach Einstellung mehr oder minder großen zeitlichen Verzögerung nachvollziehen. Daran wird nun angeknüpft. Aufgrund des trendfolgen Charakters von gleitenden Durchschnitten vollziehen sie die Bewegung des Basistitels mit einer Verzögerung nach. Hierbei gilt vereinfacht: Je länger der Durchschnitt gewählt wird, umso träger reagiert er auf die Bewegungen im Basistitels. Dies kann jedoch dazu führen, dass Handelssignale viel zu spät generiert werden. Hieraus könnte man nun schlussfolgern, die Einstellung zu verkürzen. Aber auch dies hat Tücken. Je kürzer die Periode ist, umso schneller reagiert der GD auf Änderungen des Basistitels. Dies kann wiederum dazu führen, dass er auf kleinere, zufällige Bewegungen reagiert, was die Häufigkeit von Fehlsignalen erhöht. Eine pauschale Aussage zu treffen, welcher GD am geeignetsten ist, ist daher nicht möglich. Dies hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die speziellen Charakteristika der jeweiligen Basistitel aus den unterschiedlichsten Anlageklassen. So kann der Kurs eines Nebenwerts von typischerweise größeren Kursschwankungen (Volatilität) geprägt sein als ein Standardwerteindex. Entsprechend könnten unterschiedliche GDs zum Einsatz kommen. Ebenfalls zu berücksichtigen ist der aktuelle vorherrschende Trend des Basistitels. So liefert ein kürzer eingestellter GD aufgrund seiner schnelleren Reaktion gute Ergebnisse in Seitwärtsphasen, aber schlechte in ausgeprägten Trendphasen, weil hier die „großen“ Signale, sprich Trendwechsel nicht zu identifizieren sind. Analog liefern länger eingestellte GDs gute Ergebnisse in Trendphasen, liefern aber in Seitwärtsbewegung keine befriedigenden Ergebnisse. An dieser Stelle sei vermerkt, dass gerade bei Anwendung von GDs die Versuchung groß ist, die Einstellung der Periode auf einen bestimmten Basistitel zu optimieren, was in der Vergangenheitsbetrachtung tolle Ergebnisse liefert. Man sollte sich jedoch hüten, daraus Schlussfolgerungen für die künftige Entwicklung zu ziehen, und ein so angepasster GD wird langfristig nicht von Erfolg gekrönt sein. Zudem ist noch einmal festzuhalten, dass die Signale aus GD-Konzepten aufgrund ihres trendfolgenden Charakters immer 16

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mit Verzögerung kommen. Daher kann es sinnvoll sein, für Einstiegsund Ausstiegssignale unterschiedliche GDs zu verwenden und beispielsweise den für den Ausstieg sensitiver zu gestalten. Handelssignale Nachdem das Wesen von gleitenden Durchschnitten und deren Grundeigenschaft, das Glätten der zugrunde liegenden Daten, skizziert wurde, geht es nun um die Handelssignale. Typische Signale sind das Kreuzen der Basislinie mit einem gleitenden Durchschnitt. Geschieht dies von unten nach oben, klettert der Basistitel also über den GD, kann dies als Long-Signal interpretiert werden. Schneidet der Basistitel den GD von oben nach unten, resultiert daraus ein Verkaufs- bzw. Short-Signal. Grafik 2 zeigt beispielhaft solche Signale. Allerdings sind GDs prädestiniert dafür, Fehlsignale zu generieren. Daher können und sollten Filter eingesetzt werden. Dazu mehr im nächsten Teil. Beispiele für Kreuzen des GDs

Quelle: tradesignalonline.com


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Platin: Billiger als Gold Der Platinpreis legte in der vergangenen Woche zu. Er scheint damit die in den beiden Vorwochen angedeutete Gegenbewegung fortzusetzen, die vielleicht zu einem größeren Aufwärtsimpuls werden könnte. Eventuell engt sich damit dann auch der untypische Preisabschlag zum Gold ein. Platin ist seltener als Gold, was in der Regel zu einem Preisaufschlag führt. Seit mehr als einem Jahr kostet es nun aber schon weniger. Den größten Abschlag dieser untypischen Entwicklung gab es im August 2012 mit mehr als 220 US-Dollar. Die wegen der Streiks Platin - Spotpreis in US-Dollar

Quelle: tradesignalonline.com, Stand: 15.11.2012

Derivate auf Platin (Basiswert: Spotpreis in US-Dollar) Typ

WKN

Basispreis/Knock-out

Index-Zertifikat GS72WL (Quanto)

-

Laufzeit

Hebel

open end

-

Hebel-Zert. (long)

DZ7F4J

1.173,67/1.182,27 US-Dollar

open end

3,93

Hebel-Zert. (short)

CB770K

1.960,80/1.930,00 US-Dollar

open end

4,06

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trading kompakt · 11/1  2

in Südafrika ausgelöste Rally des Platinpreises bis September führte dann zu einer Reduzierung auf etwa 66 US-Dollar. Inzwischen sind es jedoch wieder mehr als 150 US-Dollar. Vielleicht bietet sich daher nun eine Spekulation auf eine erneute Einengung des Spreads an, was man mit Long-Positionen bei Platin sowie gleichzeitigen ShortPositionen bei Gold umsetzen könnte. Den Platinpreis stützen könnten die jüngsten Prognosen. Der Edelmetallraffinierer Johnson Matthey rechnet damit, dass nach dem Überangebot 2011 von 430.000 Feinunzen im laufenden Jahr wieder ein Defizit zwischen Angebot und Nachfrage von 400.000 Feinunzen anfallen könnte und verweist in diesem Zusammenhang auf die anhaltenden Sorgen bezüglich Südafrika, dessen Produktion etwa 70% zum jährlichen weltweiten Angebot beisteuert. Der Ausstoß könnte demnach um mehr als 12% auf 4,25 Mio. Feinunzen sinken, was das niedrigste Niveau seit 2001 wäre. Ursache sind die Unruhen im südafrikanischen Minensektor in den vergangenen Monaten, die zu Produktionsausfällen führten. Weil zudem Produktionsrückgänge in Russland und Nordamerika prognostiziert werden, dürfte das weltweite Angebot um 10% auf 5,84 Mio. Feinunzen sinken. Die Nettonachfrage (abzüglich des Platinangebots aus Recycling) dürfte wiederum um 3% auf 6,24 Mio. Feinunzen zulegen. Laut Johnson Matthey könnten darüber hinaus auch 2013 die weltweite Versorgungslage schwierig bleiben und Produktionszuwächse nur schwer möglich sein, aufgrund möglicher weiterer Produktionsunterbrechungen in der südafrikanischen Minenindustrie. Gleichzeitig wird trotz der global nachlassenden Konjunkturdynamik eine robuste Nachfrage erwartet.


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Kaffee – März-Future (ICE)

Aktuell

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Stand: 16.11.2012

Der Kaffeepreis befindet sich schon geraume Zeit im Abwärtsmodus. Nach dem Zwischentief im Juni dieses Jahres folgte zwar ein Aufwärtsimpuls, der sich jedoch nur als temporäre Gegenbewegung entpuppte, da sich keine nachhaltige Aufwärtsdynamik entwickelte. Auch der Anfang Oktober erfolgte Versuch, die Abwärtstrendlinie zu überwinden, scheiterte. Seither ist eine Abwärtswelle auszumachen. In der Vorwoche wurde dabei die aus dem Junitief resultierende Unterstützung von 157,35 US-Cent verletzt. In der vergangenen Woche fiel der Preis nun deutlicher darunter, was einen nachhaltigen Bruch impliziert und damit wohl für weiter steigende Kurse sprechen könnte. Derivate auf Kaffee “C“ (Basiswert: Januar-Future (ICE)) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

WKN CK83MS CZ0L40

Basispreis/Knock-out 111,30/113,90 US-Cent 197,30/192,30 US-Cent

Laufzeit open end open end

Hebel 3,69 3,36

Orangensaft – Januar-Future (ICE)

Stand: 16.11.2012

Das zuletzt kühler werdende Wetter in den USA hat bei den Investoren den Umstand, dass Orangen wenig kältetolerant sind, wieder ins Bewusstsein gerückt. Weil eventuelle Schäden durch Frost in Florida, der wichtigsten US-Anbauregion, das dortige Angebot stark beeinträchtigen und damit Kurssprünge auslösen könnten, scheinen in der vergangenen Woche vermehrt spekulative Short-Positionen geschlossen worden zu sein, was zu einer kleinen Rally führte. Sie ging dabei von der zuletzt erreichten Haltezone bei etwa 107,05 bis 105,05 US-Cent aus. Folgen nun weiter steigende Kurse, könnte das Septemberhoch bei 130,10 US-Cent ein erstes potenzielles Ziel sein. Derivate auf Orangensaft (Basiswert: FCOJ-A-Future Januar (ICE)) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

WKN CK9ELC DZ9EWR

Basispreis/Knock-out 85,70/88,30 US-Cent 154,78/150,02 US-Cent

Laufzeit open end open end

Hebel 3,63 3,34

Sojabohnen – Januar-Future (CME)

Stand: 19.11.2012

Der Sojapreis haussierte von Juni bis September. Seit dem Hoch bei 1.781,50 US-Cent ist eine ebenso scharfe Abwärtsbewegung auszumachen. Zwar gab es am 50%-Retracement der Sommerrally eine kurze Konsolidierungsphase, es wurde jedoch nicht die Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen, sondern es folgten weitere heftige Abgaben. In der vergangenen Woche wurde dabei die Unterstützung bei 1.392,25 US-Cent verletzt sowie die langfristige Aufwärtstrendlinie seit Dezember 2011 erreicht. Von dieser ist eine temporäre Gegenbewegung möglich, wenn auch nicht zwangsläufig. Bräche vielmehr die Aufwärtstrendlinie nachhaltig, spräche dies für eine fortgesetzte Talfahrt. Derivate auf Sojabohnen (Basiswert: Januar-Future (ICE)) Typ Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN CM6K8E CM8VC3

trading kompakt · 11/1  2

Basispreis/Knock-out 1.018,30/1.043,90 US-Cent 1.853,20/1.805,50 US-Cent

Laufzeit open end open end

Hebel 3,90 3,00


Trading-Termine

News/Indizes

Impressum

Volkswirtschaftliche Termine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Land

V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko

22.11.2012

02:45

China

Herausgeber: Weimer Media Group GmbH, Maximilianstraße 13, 80539 München

22.11.2012

10:00

EWU

23.11.2012

10:00

Deutschland

Geschäftsführer: Dr. Wolfram Weimer

Aktuell

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ChartCheck

Gastbeitrag

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Termin Einkaufsmanagerindex verarb. Gw. (HSBC) (1. Veröff.) Nov. Einkaufsmanagerindizes (1. Veröffentlichung) Nov. ifo-Geschäftsklimaindex Nov.

Amtsgericht: München, HRB 198201

27.11.2012

14:30

USA

Auftragseingänge langlebige Güter Okt.

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Michaela Ellen Lenz, Christian Bayer, Martin Münzenmayer, Wolfgang Tenor, Nina Bradinova, Gregor Kuhn

29.11.2012

14:30

USA

BIP Q3/2012 (zweite Schätzung)

30.11.2012

08:00

Deutschland

03.12.2012

15:00

USA

05.12.2012

16:00

USA

06.12.2012

11:00

Deutschland

Einzelhandelsumsatz Okt. ISM-Index (verarbeitendes Gewerbe) Nov. ISM-Index (Dienstleistungsgewerbe) Nov. Auftragseingangsindex verarbeitendes Gewerbe Okt.

Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de

06.12.2012

14:00

EWU

EZB, Ergebnis der Ratssitzung

07.12.2012

14:30

USA

Arbeitsmarktbericht November

Bildnachweis: fotolia

12.12.2012

20:15

USA

Fed, Zinsbeschluss der Ratssitzung 11./12.12.

Layout: addna, Nürnberg

13.12.2012

14:30

USA

Einzelhandelsumsätze Nov.

14.12.2012

15:15

USA

Industrieproduktion & Kapazitätsauslastung Nov.

Erscheinungsweise: monatlich, jeden dritten Dienstag Anmeldung: Um trading kompakt kostenfrei zu beziehen, können Sie sich unter www.trading-kompakt.de anmelden. Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug von „trading-kompakt“ senden Sie einfach eine Email an abmelden@trading-kompakt.de

Rohstofftermine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Land

Termin

21.11.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

Leserservice: leserservice.trading-kompakt@finanzpark.de

23.11.2012

14:30

USA

USDA, Exportbericht (Woche)

26.11.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

Archiv: www.trading-kompakt.de/archiv

28.11.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Auflage: 25.000

Risikohinweise / Disclaimer: „Sie erhalten diesen Newsletter als kostenlosen Service der Weimer Media Group GmbH. Alle veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen werden von der Herausgeberin mit großer Sorgfalt erstellt; da die Redaktion ihrerseits aber auch auf Quellen Dritter angewiesen ist und auch den Mitarbeitern der Herausgeberin Fehler unterlaufen können, kann für die Richtigkeit aller Angaben keine Garantie übernommen werden. Die Herausgeberin will ihren Abonnenten die Möglichkeit bieten, sich eine unabhängige und eigenverantwortliche Meinung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten abgeben. Die zur Verfügung gestellten Informationen sollen auch keine Beratung darstellen oder insbesondere ersetzen. Es wird fehltgend empfohlen, sich stets auch immer aus anderen Quellen zu informieren. Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden, dass der Redakteur oder einzelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegenstand von Analysen oder anderen Berichten sind. Umso mehr stellen die veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen immer auch eine persönliche Meinung des Autors dar und erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf alleinige Richtigkeit. Wir verweisen insbesondere auf § 675 II BGB, wonach die Weimer Media Group GmbH, unbeschadet der sich aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, einer unerlaubten Handlung oder einer sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergebenden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Empfehlung entstehenden Schadens nicht verpflichtet ist.“ Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer Media Group GmbH erklärt ausdrücklich, keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten zu haben. Daher distanziert sich die Weimer Media Group GmbH von den Inhalten aller verlinkten Seiten und macht sich deren Inhalte ausdrücklich nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten vorhandenen ­Hyperlinks, ob angezeigt oder verborgen, und für alle Inhalte der Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen.

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30.11.2012

21:00

USA

Agrarpreise Oktober

30.11.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

05.12.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

07.12.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger USDA, World Agricultural Production

11.12.2012

15:00

Welt

11.12.2012

-

Welt

OPEC, Oil Market Report

12.12.2012

19:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

12.12.2012

-

Welt

IEA Ölmarktbericht

14.12.2012

21:00

USA

USDA: Coffee, World Markets and Trade

14.12.2012

21:30

USA

CFTC – Daten zur Positionierung der Anleger

Unternehmenstermine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Unternehmen

21.11.2012

-

Schoeller-Bleckmann O. E. AG

9-Monatsbericht

Termin

22.11.2012

07:30

United Internet AG

9-Monatsbericht

22.11.2012

-

CTS EVENTIM AG

9-Monatsbericht

27.11.2012

-

DF Deutsche Forfait AG

29.11.2012

-

KWS SAAT AG

29.11.2012

-

Rofin-Sinar Technologies Inc.

29.11.2012

-

C.A.T. oil AG

30.11.2012

-

Gesco AG

30.11.2012

-

Beiersdorf AG

06.12.2012

-

Carl Zeiss Meditec AG

Ergebnisbericht 2011/12

13.12.2012

-

Aurubis AG

Ergebnisbericht 2011/12

17.12.2012

-

Adobe Systems Inc

Ergebnisbericht 2011/12

18.12.2012

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MVV Energie AG

Ergebnisbericht 2011/12

18.12.2012

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Analytik Jena AG

Ergebnisbericht 2011/12

9-Monatsbericht Ergebnisbericht Q1 2012/13 Ergebnisbericht 2011/12 9-Monatsbericht Halbjahresbericht 2012/13 9-Monatsbericht

Ausgabe 11/12 (Titelgeschichte: Kumulationspunkte - Wichtige Marken im Chart)  
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