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№ 42 · Sonntag, 21. Oktober 2012

SPEZIAL > Seite 10

Warum Sie jetzt fremdgehen sollten Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, was haben Alfred Nobel und die Eurokraten in Brüssel gemeinsam? Beide experimentierten bzw. experimentieren mit explosiven Dingen. Während Dynamit-Alfred die Waffenschusstechnik veränderte sowie als Rüstungsproduzent seine Brötchen verdiente, türmt die EU ganz andere Pulverfässer auf. Vor allem der eingeschlagene Kurs hin zu planwirtschaftlich geführten Vereinten Nationen von Europa birgt jede Menge finanziellen, wirtschaftlichen und nicht zu vergessen sozialen Zündstoff. Hierzu passt der aktuell vor allem politisch motiviert geführte Kampf um den Euro, weil dieser ja stabilisierend und unabdingbar für die Demokratie in Europa sein soll. Das Festhalten am Experiment

Euro beinhaltet jedoch immer mehr Sprengkraft, wie die von wirtschaftlichem Niedergang und sozialen Unruhen geprägten Entwicklungen in einigen Südländern sowie die zunehmend gegeneinander aufgebrachten Völker mahnend verdeutlichen. Dass nun der von Nobel gestiftete Friedenspreis, der ohnehin schon absurd genug ist, an die EU wegen „ihrer Verdienste für Frieden und Demokratie“ geht und sie noch in ihrer Arbeit bestärkt, kommt daher einer Realsatire gleich. Herzlichst, Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


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Schliekers Woche

Von allen bösen Geistern verlassen

Sonntag, 21. Oktober 2012

AKTIEN & MÄRKTE Schliekers Woche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: MDAX – Klassenbester mit Allzeithoch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Märkte im Überblick: NASDAQ Composite, DAX, EURO STOXX 50. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Aktie der Woche: Intel. . . . . . . . . . . . . . . 6 SPEZIAL Fremdwährungsanleihen. . . . . . . . . . . . . . 10 UNTERNEHMEN Unternehmen der Woche: Datagroup. . . . 13 News: Telefónica Deutschland, eBay, Nokia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 FONDS Fonds der Woche: BB African Opportunities. . . . . . . . . . . . .15 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: Hochtief-Capped-Bonus-Zertifikat. . . . . 18 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Rohstoffe Rohstoff der Woche: Baumwolle . . . . . . . 20 Rohstoffanalysen: Blei, Gold, Mageres Schwein, Lebendrind. . . . . . . . . 21 Lebensart Refugium der Woche: Le Mirador Kempinski Lake Geneva. . . . . 22 Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Coffeetable-Favourites: Superyachten Sail. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 24

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Wenn man einmal gut gepflegt träumen möchte, dann lehnt man sich zurück, schließt die Augen und erlebt tatsächlich das Folgende: Zu Brüssel, altehrwürdige Metropole im Reinhard Schlieker Reiche der Flamen ZDF Wirtschafts­ korrespondent und Wallonen, die das lobenswerte Zusammenleben mehrerer Volksgruppen lange vor der Europäischen Union zu reicher Blüte brachten, treffen sich die ehrwürdigen Repräsentanten aus vielen Ländern, einem Europa, in welchem zwar die Sonne noch hin und wieder untergeht, welches aber seit Napoleon in dieser Zusammensetzung niemand zu vereinen trachtete, und das auch noch ganz friedvoll. Nun also reisen die Staatslenker an, allesamt die würdigsten Repräsentanten ein- und desselben Friedensnobelpreisträgers, und heben an zu sprechen miteinander, auf dass die Kümmernisse und auch Freuden des Alltags ihrer Völker dem jeweils anderen kund werden und man sich gemeinsam sorgen oder, je nachdem, über das Erreichte so recht freuen kann. Denn die Staatslenker sind von allen bösen Geistern verlassen; und mit ihren zu Recht von den Wählern kontinentauf, kontinentab erkannten und durch unerschütterliche Zustimmung gelobten Gaben haben sie alle Voraussetzungen, auch schlimmste Beschwernisse aus dem Weg zu räumen. Und nun wachen wir auf und sind in einem ansichtslosen Hochhausviertel einer architektonisch schwer herausgeforderten Großstadt, wo die Missgunst, wenn nicht zu Hause ist, so doch regelmäßig Station macht. Und ein jeder redet nicht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, schon gar nicht flämisch oder Katalan oder Klartext, sondern verschleiert sein Begehr, welches selbstverständlich jedem offen liegt wie ein Buch, aus welchem man flüssig lesen kann. Es scheint unfassbar, ist aber wahr, dass die deutsch-französische Freundschaft abkühlt, weil der eine so schnell wie möglich die Banken an der Südflanke

auf Gemeinschaftskosten saniert haben will, während der andere trickreich zwar Ja gesagt hat zur Vergemeinschaftung vieler Dinge, die alle mit Geld oder besser fehlendem Geld zu tun haben – davor aber die Hürde der Europäischen Bankenaufsicht gesetzt hat. So mancher aus der Südkurve fühlt sich wohl zu Recht hinters Licht geführt, aber selber schuld: Wer wie Herr Monti aus dem sonnigen Italien nach einem anderen, ebensolchen Gipfeltreffen herausplustert, wie sehr er doch gewonnen habe gegen die Teutonen und ihre freudlosen Vasallen aus dem dunklen, kalten Norden – der muss sich nicht wundern, wenn eine Angela Merkel später mal brunhildenhaft grinst und ihren Sieg einfordert. Nun bekommt sie so keine Freunde in nah und fern und will sie womöglich auch gar nicht, denn die wählen nicht in Ratzeburg und Runkel. Eigentlich schade. Aber Herr Monti wurde weder da noch anderswo gewählt und Monsieur Hollande hauptsächlich von jenen, deren Wünsche er nun nicht erfüllen kann, weil Brunhilde, Verzeihung Frau Merkel, die Bankenaufsicht verschleppt. Und niemand weiß, ob die bei der Europäischen Zentralbank überhaupt rechtlich einwandfrei angesiedelt werden darf. Und so weiter. Weshalb die Zustimmung zu deren Errichtung ein Lapsus des Südens war, ohne einen vereinbarten Zeitplan wenigstens. Dergestalt sind die Sorgen des friedlichen Nobelpreisträgers und man darf grübeln, ob sie in der Tradition eines Jassir Arafat stehen oder eines Shimon Peres oder einer Mutter Theresa. Man kann es aber auch lassen, sich den Briten zuwenden, die es in all dem Tumult beleidigenderweise niemand mehr unternimmt zu beachten, und ihnen sagen: Lass uns noch diesen Ärger aus der Welt schaffen, dann seid ihr dran.

Was denken Sie über dieses Thema? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de


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Tops und Flops der Woche

tops Douglas: Übernahmeangebot Börse ade: Die US-Beteiligungsgesellschaft Advent International will gemeinsam mit der Gründerfamilie Kreke das Einzelhandelsunternehmen Douglas Holding (WKN: 609900), Muttergesellschaft der gleichnamigen Parfümeriekette, übernehmen. Je Aktie werden 38 Euro geboren. Douglas hatte vor Bekanntgabe der Offerte mit 34,80 Euro geschlossen. Die Mindestannahmeschwelle liegt bei 75%. Eigenen Angaben zufolge sei die Mehrheit mit 50,5% bereits gesichert. Sofern die Übernahme gelingt, soll die Aktie vom Kurszettel verschwinden. Sprint Nextel: Softbank will Mehrheit Die in der Vorwoche aufgekommenen Spekulationen haben sich bestätigt: Der drittgrößte japanische Mobilfunkkonzern Softbank (WKN: 891624) will 70% der US-Telefongesellschaft Sprint Nextel (WKN: 857165) übernehmen. Für 12,1 Mrd. US-Dollar sollen bereits existierende Aktien zu je 7,30 US-Dollar aufgekauft werden. Weitere 8 Mrd. US-Dollar fließen in eine Kapitalerhöhung: Kaufpreis je Anteil: 5,25 US-Dollar. Sprint Nextel ist mit einem Marktanteil von rund 16% in den USA die Nummer 3 nach Verizon und AT&T. Verizon: Mehr umgesetzt und verdient Die in New York beheimatete Telefongesellschaft Verizon (WKN: 868402) erhöhte den Überschuss im dritten Quartal von 3,54 auf 4,29 Mrd. US-Dollar. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn stieg von 1,38 auf 1,59 Mrd. US-Dollar. Je Aktie legte der Gewinn von 0,49 auf 0,56 US-Dollar zu, vor Sonderposten wie erwartet von 0,56 auf 0,64 USDollar. Der Umsatz zog von 27,91 auf 29,01 Mrd. US-Dollar an. Prognose: 29 Mrd. USDollar. Stärker als der Gesamtumsatz stieg der Umsatz der Mobilfunksparte – von 17,73 auf 19,02 Mrd. US-Dollar.

Zitat der Woche

„Eine große Ehre für die EU“ José Manuel Barroso, Präsident der EUKommission, freut sich über die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union durch das Nobelpreiskomitee in Oslo und bezeichnet dies als eine große Ehre für jeden der 500 Mio. Bürger der EU. Zahl der Woche

- 9 % Um über 9% stürzte die Aktie von Google innerhalb weniger Minuten ab, nachdem die überraschend schwache Quartalsbilanz vier Stunden zu früh, und damit noch während des Börsenhandels, veröffentlicht wurde.

Flops Hess: Preisspanne reduziert Beflügelt vom Börsengang des Versicherers Talanx waren die Beteiligten offenbar zu optimistisch: Börsenkandidat Hess (WKN: A0N3EJ) verlängert die Zeichnungsfrist bis zum 23. Oktober um 12 Uhr. Neue Preisspanne: 15,50 bis 18,50 Euro. Zuvor hatte der Hersteller von Außen- und Architekturbeleuchtung seine Aktien für 20,00 bis 23,00 Euro angeboten. Die Zeichnungsfrist sollte ursprünglich am 17. Oktober enden. Nach wie vor will Hess 2,3 Mio. Aktien zuzüglich bis zu 345.000 Aktien aus einer Mehrzuteilungsoption platzieren. Bank of America: Quartalsgewinn implodiert Im dritten Quartal implodierte der Gewinn der Bank of America (WKN: 858388) aufgrund von Sonderbelastungen (Neubewertung eigener Schulden sowie Zahlungen zur Beilegung einer Sammelklage) von 6,23 Mrd. auf 340 Mio. US-Dollar. Je Aktie schrumpfte der Gewinn von 0,56 auf 0,00 US-Dollar. Vor Steuern brach der Gewinn von 7,43 auf 1,11 Mrd. US-Dollar ein. Der Umsatz sank von 28,45 auf 20,43 Mrd. USDollar. Experten hatten mit 21,9 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie einem Verlust von 0,07 US-Dollar je Aktie gerechnet. Stratec: Ausblick pessimistischer In den vergangenen neun Monaten steigerte Stratec Biomedical (WKN: 728900) den Gewinn von 9,8 auf 10,9 Mio. Euro. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) schrumpfte dagegen von 18,8% auf 15,3%. Der Umsatz legte von 80,2 auf 87,6 Mio. Euro zu. Angesichts einer sich abschwächenden Nachfrage reduzierte der im TecDAX notierte Laborausrüster seine Prognose für das Gesamtjahr: Der Umsatz soll statt 125 bis 139 Mio. nun 120 bis 125 Mio. Euro, die EBIT-Marge statt 17% bis 19% nur noch 14% bis 16% erreichen. 03

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TERMINE DER WOCHE 24.10. 03:45 China Einkaufsmanagerindex verarb. Gew. (HSBC) (1. Veröff.) Oktober 24.10. 10:00 DE ifo Geschäftsklimaindex Oktober 24.10. 10:00 EWU Einkaufsmanagerindizes (1. Veröffentlichung) Oktober 24.10. 18:30 USA Fed, Zinsbeschluss der Ratssitzung 23./24.10. 25.10. 14:30 USA Auftragseingänge langlebige Güter September 26.10. 08:10 DE GfK, Konsumklima­ indikator November 26.10. 14:30 USA BIP Q3/ (erste Schätzung)


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Markt im Fokus

MDAX: Klassenbester mit Allzeithoch Mit rund 30% Zuwachs im bisherigen Jahresverlauf 2012 ist der MDAX Primus innerhalb der deutschen Standardwerteindizes. In der vergangenen Woche erreichte er dabei ein neues Allzeithoch. Im Juli 2011 drehte der MDAX kurz vor Erreichen des historischen Hochs von 11.494 Punkten nach unten und vollzog eine deutlichere Korrektur bis Oktober. Danach bildete sich eine Aufwärtsbewegung, in der es nun

gelang, das bisherige Allzeithoch zu knacken. Sollte sich dieser Ausbruch als nachhaltig erweisen – bislang wurde die Hürde nur knapp überwunden – könnte dies für weiter steigende Kurse sprechen. Falls die Kraft jedoch nicht für

MDAX

Stand: 19.10.2012 (10:45 Uhr)

Indizes

Stand: Freitag nach Börsenschluss

Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX TecDAX SDAX EUROSTX 50 Nikkei 225 Hang Seng

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19.10.2012 % Vorwoche 52weekHigh % 52week 13343,51 +0,11% 13661,87 +15,98% 1433,19 +0,32% 1474,51 +18,46% 3005,62 -1,26% 3196,93 +15,42% 7380,64 +2,05% 7478,53 +24,81% 11476,01 +2,18% 11579,96 +28,45% 811,09 -0,39% 830,91 +17,72% 5095,94 +0,39% 5257,70 +13,65% 2542,24 +2,96% 2611,42 +9,11% 9002,68 +5,49% 10255,15 +2,62% 21551,76 +1,97% 21760,34 +17,71%

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einen nachhaltigen Ausbruch reicht, ist eine Korrektur denkbar, die durchaus größere Ausmaße annehmen könnte. Das Risiko nimmt dabei zu, wenn der Index wieder unter die nun als Unterstützungen fungierenden ehemaligen Hürden bei 11.259 und 10.977 Punkten zurückfällt. Damit wäre der steile Aufwärtstrend seit Oktober 2011 verletzt. In einer Abwärtsbewegung potenzielle Unterstützungen sind dann die horizontalen Haltezonen bei 9.630 und 9.263 Zählern sowie der langfristige Aufwärtstrend. Sollten auch diese verletzt werden, könnte das Zwischentief von Oktober 2011 bei 7.637 Punkten in eine Korrekturzielbetrachtung mit eingeschlossen werden. Von den in der vergangenen Woche überwiegend festen Einzelwerten verzeichnete besonders Wincor Nixdorf Gewinne. Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller hatte sich auf der Hausmesse „Wincor World“ zufrieden mit dem letzten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 (bis Ende September) gezeigt sowie einige seiner Wachstumspläne erläutert. Ebenfalls sehr fest waren unter anderem die Papiere von Hochtief, Salzgitter, Klöckner & Co., STADA und Douglas. Während es bei den ersten Dreien keine Nachrichten aus den Unternehmen gab, profitierte Douglas von einem Übernahmeangebot. Bei STADA kursierten wiederum Übernahmegerüchte. Größter Verlierer der vergangenen Woche war indes der Hafenbetreiber HHLA , der keine konjunkturelle Aufhellung sieht.


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Märkte im Überblick

usa

Deutschland

NASDAQ im Auge behalten

Diesmal wieder mit Gewinnen

Europa

Eurokraten gipfeln mal wieder

Nach den robusten Einzelhandelsdaten für September zum Wochenauftakt standen in der vergangenen Woche die Bilanzen etlicher großer US-Konzerne im Fokus. Während einige Zahlen und Ausblicke mit steigenden Kursen bedacht wurden (u. a. Citigroup, Travelers, Johnson & Johnson, eBay) zogen andere Verluste nach sich, konnten sie doch offensichtlich nicht überzeugen. Vor allem am Freitag belasteten dabei Schwergewichte wie General Electric, Microsoft und Apple den Gesamtmarkt. Bereits an den Tagen zuvor hatte es einige Enttäuschungen gegeben, vor allem aus dem Technologiesektor. Beispielsweise von IBM und Intel, aber insbesondere von Google. Der Internet-Konzern legte seine Zahlen wegen einer vermutlichen Panne nicht nur zu früh vor, sondern enttäuschte beim Gewinn. Die Schwäche der Technologiewerte zeigt sich auch am NASDAQ Composite, der im Gegensatz zu Dow Jones und S&P 500 zur Vorwoche nachgab und insgesamt um 1,2% sank. Aus charttechnischer Sicht verletzte er damit die Aufwärtstrendlinie seit Juni, was, falls sich dies als nachhaltig erweist, für eine fortgesetzte Korrektur sprechen könnte. Dann dürfte als Nächstes die langfristige Aufwärtstrendlinie seit Oktober 2011 angesteuert werden. Bräche dann auch diese, wäre das wohl bearish zu werten und sicherlich nicht ohne Folgen für den Gesamtmarkt.

Das seit dem Zwischenhoch im September auszumachende Hin und Her setzt sich fort. Nach den Verlusten der Vorwoche konnten die deutschen Aktienindizes diesmal zumeist wieder zulegen. Spitzenreiter war der MDAX (siehe Markt im Fokus) mit 2,2%, der sogar ein neues Allzeithoch markierte. In Sachen Wochenperformance knapp dahinter lag der DAX mit 2,1%. Er setzte sich dabei von der in der Vorwoche getesteten Unterstützung bei 7.194 Punkten wieder deutlicher nach oben ab. Für Kauflaune hierzulande sorgte die zunächst positive Entwicklung am US-Aktienmarkt. Hinzu kam die zunehmende Hoffnung auf eine Beruhigung der Euro-Krise unter anderem auch wegen des nachlassenden Zinsdrucks auf Spanien. Mit Blick auf die hiesigen Konjunkturaussichten hat nach den Forschungsinstituten in der Vorwoche nun auch die Bundesregierung ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum 2013 von 1,6% auf 1% gesenkt. Überraschend verbessert haben sich indes die ZEW-Konjunkturerwartungen im Oktober. In der nächsten Woche am Dienstag dürfte dann der ifo Geschäftsklimaindex für Oktober im Fokus stehen. Nachdem er bereits fünfmal in Folge gesunken ist, stellt sich die Frage, ob die Firmen erneut ihre aktuelle Geschäftslage und ihre Erwartungen pessimistischer einschätzen. Darüber hinaus gibt es nächste Woche etliche Quartalsberichte, unter anderem von SAP, BASF, Daimler und VW.

Schon wieder gab es einen EU-Gipfel. Einmal mehr ging es darum, Wege aus der Schuldenkrise zu finden. Diesmal wurde über die geplante gemeinsame europäische Bankenaufsicht konferiert. Nach anfänglichen Diskrepanzen einigte man sich erstmals auf einen Zeitplan für den Aufbau dieses Vehikels. Bis Jahresende soll demnach der rechtliche Rahmen stehen. Die neue Aufsicht soll am Ende alle Geldhäuser in den Euro-Ländern kontrollieren. Ist das geregelt, dauert es sicher nicht mehr lange, bis marode Banken tatsächlich direkte Hilfe aus dem ESM erhalten können. Italien und Spanien werden den Druck schon aufrechterhalten. Das ohnehin schon große bodenlose Fass „EuroGläubiger-Rettung“ dürfte damit also immer riesiger werden. Zudem sicherten die EuroLänder auf dem Gipfel dem pleitebedrohten Griechenland, dem sie „gute Fortschritte, um das Anpassungsprogramm wieder in die Spur zu bringen“ attestierten, ihre weitere Unterstützung zu. Aber natürlich nur, wenn das Land nach der Pfeife der Eurokraten tanzt. „Wir erwarten, dass Griechenland seine haushalts- und strukturpolitischen Reformen fortsetzt. Wenn alle Maßnahmen umgesetzt werden, wird dies das Wachstum fördern und den Verbleib Griechenlands in der Eurozone sichern.“ Man ist angesichts dieses Schwachsinns geneigt, eine Redewendung zu gebrauchen, in der es um nicht vollständiges Trinkgeschirr geht.

NASDAQ Composite

DAX

EURO STOXX 50

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Stand: 19.10.2012

Stand: 19.10.2012

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Aktie der Woche

Intel:

Antizyklische Kaufgelegenheit

Die Aktie des weltweit größten Chip-Herstellers ist seit dem Zwischenhoch im Mai, das gleichzeitig ein Mehrjahreshoch war, deutlich zurückgekommen. Es gab etliche Hinweise auf eine Abkühlung in der Chip-Branche, was auch Intel Anfang September bewog, die Umsatzprognose für das dritte Quartal zu kappen. Nun hat der Konzern seine Zahlen für dieses Jahresviertel und den Ausblick für das Schlussquartal vorgelegt. Jubelarien mögen zwar nicht angebracht sein, es besteht aber auch kein Anlass, Trübsal zu blasen.

Die weltweite Nummer 1 bei den Halbleiterherstellern, die wegen ihrer führenden Position sowohl für die Computer- als auch die Chip-Branche selbst wichtiger Gradmesser ist, hat einmal mehr sehr solide Ergebnisse geliefert. Wie sonst sollte man es bezeichnen, wenn man in einem Quartal beim Umsatz von 13,46 Mrd. US-Dollar ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,84 Mrd. US-Dollar sowie einen Profit von 2,97 Mrd. US-Dollar einstreicht? Zugegeben, die Kennzahlen lagen teilweise deutlich unter den Vorjahreswerten. Bei den Erlösen war dabei der Rückgang um 5,5% noch vergleichsweise gering, während EBIT und Nachsteuergewinn mit 19,7% respektive 14,4% größere Rückgänge verzeichneten. Ein Pappenstiel sind die Einbußen somit sicherlich nicht. Allerdings sollte man die Kirche im Dorf lassen. Intel ist nach wie vor ein hoch profitables Unternehmen, das sicherlich auch das aktuell herausfordernde Branchenumfeld meistern wird. 06

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Schwieriges Umfeld Ein die Geschäfte bremsender Faktor ist derzeit das weltweit schwierige wirtschaftliche Umfeld. So macht klassischen ChipHerstellern wie Intel oder dem deutlich kleineren Rivalen AMD gerade die Flaute am PC-Markt zu schaffen. Der Absatz von Notebooks und Desktop-Computern

Intel

Stand: 19.10.2012


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ist seit geraumer Zeit rückläufig. Allein im vergangenen Quartal verringerte er sich um mehr als 8%. In diesen Computern finden sich vor allem die Chips von Intel. Vier von fünf PC-Prozessoren stammen von dem Unternehmen. Die klassischen PCs und Notebooks sind dabei nicht nur wegen der durch die konjunkturell trüben Aussichten verursachten Kaufzurückhaltung weniger gefragt. Sie bekommen zudem immer mehr Konkurrenz von Tablets und Smartphones. In diesen boomenden Bereichen konnte Intel bislang noch nicht richtig Fuß fassen. Tablets und Smartphones Die Gesellschaft arbeitet jedoch mit Hochdruck daran, sich auch diese lukrativen und Wachstum versprechenden Segmente zu erschließen. Sie hat dazu dank eines starken Cashflows und des ohnehin großen finanziellen Polsters nicht nur die finanzielle Kraft. Der nach wie vor sehr Auch die hervorragende technologische Experprofitabel wirtschaftende tise bei Forschung und Entwicklung sowie bei Halbleiterhersteller sollte der Produktion von Chips sollte helfen, dass auch das derzeit schwierige zunehmend konkurrenzfähige, also nicht nur Umfeld meistern. leistungsstarke, sondern auch energieeffiziente Prozessoren von Intel in Smartphones und Tablets verbaut werden. Bereits im laufenden vierten Quartal dürften bereits mehr Tablets mit Intel-Chips auf den Markt kommen. Unter anderem auch deshalb, weil Ende Oktober das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 8 auf den Markt kommt, das neben klassischen PCs und Notebooks auch für Tablets

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konzipiert ist. Intel arbeitet nach eigenen Angaben mit seinen Partnern an 20 TabletModellen mit Windows 8. Hoffnungen durch Windows 8 Ohnehin hofft die Branche auf den Start von Windows 8. Schließlich dürfte zu der Kaufzurückhaltung bei PCs und Notebooks im dritten Quartal auch die anstehende Markteinführung von Windows 8 beigetragen haben. Entsprechend haben einige Käufer, Privatpersonen als auch Firmen, sicherlich mit dem Kauf neuer Hardware gewartet, bis sie gleichzeitig dazu auch das neue Betriebssystem bekommen. Ein Punkt, der im Schlussquartal 2012 die Nachfrage nach PCs und Notebooks zumindest stützen, wenn nicht sogar wieder kräftiger ankurbeln könnte. Die Prognose für das laufende vierte Quartal fiel trotz der Windows-8-Hoffnungen dennoch eher verhalten aus. Firmenlenker Paul Otellini gab beim Umsatz eine Zielspanne von13,1 bis 14,1 Mrd. US-Dollar vor, deren Mitte somit leicht über dem Wert des Vorquartals läge. Bei der Bruttomarge peilt er 57% bis 58% an. Das wären deutlich weniger


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als im dritten Jahresviertel mit 63,3%. Intel hält damit den Ball augenscheinlich sehr flach und bleibt damit wohl sehr konservativ. Angesichts des herausfordernden Umfelds eine plausible Taktik. Das Unternehmen ist jedoch bekannt für seine im Zweifelsfall eher niedrig gehängten Ziellatten, die dann oft übersprungen werden. So war es auch im dritten Quartal bei der Bruttomarge. Vielleicht gelingt dies auch im Schlussquartal 2012.

Fazit Kurzfristig mögen die geschäftlichen Aussichten wegen des schwierigen konjunkturellen Umfeldes ein wenig getrübt sein, Intel sollte aber auch diese Herausforderung meistern. Für Fantasie sorgen könnte dabei auch das neue Windows-Betriebssystem. Darüber hinaus ist und bleibt Intel wohl auch künftig die Nummer 1 unter den Chip-Herstellern. Der Konzern dürfte dabei seine technologische Expertise im Bereich von schnellen und energieeffizienten Prozessoren für PCs, Notebooks, Arbeitsstationen und Servern nutzen, um sich künftig auch im boomenden Markt für Smartphones und Tablets zu positionieren. Die Anfänge sind gemacht und auch hier Intel ISIN: US4581401001 WKN: 855681 Kurs Xetra 19.10.12: 21,27 USD 52-Wochen-Hoch: 29,27 USD 52-Wochen-Tief: 20,40 USD Empf. Stop-Loss: k. A. Unser Anlageurteil: langfristiger Kauf

könnte es im Schlussquartal 2012 weitere Fortschritte geben. Ferner sind die langfristigen Aussichten vielversprechend. Die Tendenz zur Computerisierung in sämtlichen Lebensbereichen setzt sich fort und erfordert immer leistungsfähigere Prozessoren. Intel ist dafür sowohl finanziell als auch dank des technologischen Knowhows bestens positioniert. Aus fundamentaler Sicht überzeugen ferner die Ergebnisse, die hohen Gewinnmargen sowie die freundliche Aktionärspolitik (Dividenden und Aktienrückkäufe). 2011 zahlte Intel eine Dividende von 0,78 US-Dollar je Aktie. In diesem Jahr gab es 0,87 US-Dollar. Daraus resultiert auf dem aktuellen Kursniveau eine Dividendenrendite von 3,9%. Darüber hinaus ist die Bewertung mittels KGV attraktiv. Legt man einen Rückgang des Ergebnisses je Aktie (EPS) zum Vorjahr von 2,39 auf 2,13 US-Dollar zugrunde, wozu im Schlussquartal ein EPS von 0,48 US-Dollar nötig wäre (Q3: 0,58 US-Dollar), läge es bei etwas mehr als 10. Alles zusammen bleibt das Unternehmen damit ein aussichtsreiches langfristiges Investment. Der Korrektur des Aktienkurses und vielleicht auch weiter sinkende Notierungen könnten daher für antizyklische Long-Positionen genutzt werden. Aus charttechnischer Sicht könnte es ferner für Käufe sprechen, wenn sich abzeichnet, dass die gerade verletzte Abwärtstrendlinie zurückerobert wird und der Kurs beginnt, sich davon wieder nach oben abzusetzen. In diesem Fall könnten sich zudem auch kürzer angelegte, spekulative Käufe rechtfertigen lassen.

Stand: Freitag nach Börsenschluss

Derivate auf Intel WKN TB6QSA CM2HV6 DZB0KY

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Typ Hebel-Zert. (Long) Hebel-Zert. (Long) Hebel-Zert. (Short)

Basispreis 16,625 USD 16,335 USD 27,588 USD

Knock-out 17,457 USD 17,01 USD 26,274 USD

Laufzeit Hebel open end 4,24 open end 4,01 open end 3,68


Sinfonie Nr. 9, d-Moll, op. 125 Komponist: Ludwig van Beethoven Deutschland, 1824

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27. 09. 2013 22. 11. 2013 23. 08. 2013 24. 01. 2014 24. 01. 2014

54,50 EUR 31,70 EUR 27,70 EUR 15,40 EUR 57,00 EUR

15,81 % 17,33 % 16,32 % 15,84 % 23,71 %

98,24 % 100,21 % 100,16 % 101,83 % 99,90 %

6,22 % 7,82 % 9,87 % 5,51 % 7,12 %

* Stand: 15.10. 2012 – Der Nennbetrag aller oben genannten Aktien-Anleihen beträgt 1.000 EUR. Rechtlich maßgeblich sind allein die veröffentlichten produktbezogenen Basisprospekte und eventuell veröffentlichte Nachträge sowie die veröffentlichten Endgültigen Bedingungen, die elektronisch unter www.LBBW-zertifikate.de abrufbar oder auf Anfrage bei der Landesbank Baden-Württemberg, Am Hauptbahnhof 2, 70173 Stuttgart, erhältlich sind.

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Warum Sie jetzt fremdgehen sollten Weil deutsche Bundesanleihen als besonders sicher gelten, kann sich die Finanzagentur vor Nachfrage kaum retten. Das sorgte für steigende Kurse und drückte die Rendite auf ein Rekordtief. Gleiches gilt für die Schweiz & Co. Trotzdem erfreuen sich Staatspapiere weiterhin großer Nachfrage. Vor allem jene, die in fremden Währungen notieren und hohe Zinsen abwerfen. Im September konnte die Bundesbank erneut zwölfmonatige Anleihen mit einem negativen Zinssatz am Markt platzieren. Die Nachfrage war mehr als doppelt so hoch wie das Angebot. Ein ähnliches Bild bietet sich überall dort, wo Staaten mit soliden Finanzen und einer starken Wirtschaft aufwarten können – beispielsweise in Schweden, Norwegen und Australien. Musterschüler verdienen beim Schuldenmachen Der Mangel an besonders sicheren Anlagen drückt die Renditen der entsprechenden Titel: „Aufgrund der offenen Volkswirtschaft und ihrer Sicherer-Hafen-Währung ist die Schweiz von den internationalen Entwicklungen stark betroffen. Gegenwärtig weist ihre Zinsstruktur aufgrund der Verwerfungen an den europäischen Finanzmärkten das weltweit tiefste Niveau auf: negative Renditen bis zu den fünfjährigen Eidgenossen (den Schweizer Staatsanleihen) und eine flache Kurve mit Renditen unter 1% für die 30-jährigen Staatsanleihen“, so Manuel Plüss und Marco Barreca, beide Credit Suisse, in einer Mitteilung des Schweizer Instituts. Die Beispiele zeigen, dass die Finanzmärkte von Normalität nach wie vor weit entfernt sind. Hohe Zinsen und niedrige Verschuldung Durch den viel zitierten Aufstieg der Schwellenländer und die Verschiebung der weltwirtschaftlichen Gewichte Richtung Asien wäre es aber fahrlässig, ausschließlich in Europa nach Anlagemöglichkeiten 10

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Ausschau zu halten. Immer interessanter werden stattdessen sogenannte Fremdwährungsanleihen beziehungsweise Local Currency Bonds (Emissionen in lokaler Währung). Anleihen in heimischer Währung sind für die Schwellenländer eine sehr interessante Art der Finanzierung, da Währungsabwertungen hier nicht mehr direkt durchschlagen. Weil die Wirtschaft in Ländern wie Brasilien, der Türkei oder Mexiko wächst – ihre Verschuldung aber deutlich geringer ist –, bieten lokale Schwellenländeranleihen nun, was im Westen abhandengekommen ist: hohe Zinsen bei relativ niedriger Verschuldung. Schwellenländer fundamental stark In den Schwellenländern ist die Verschuldung in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen: „In allen größeren Schwellenländern beträgt die Nettoverschuldungsquote weniger als 40% des BIP, mit Ausnahme Indiens, das aber Aktienanlagen von börsennotierten Unternehmen im Wert von 20% des


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BIP hält“, so Markus Jaeger von der Deutsche Bank Research. Auch für die Schwellenländer insgesamt wurde laut IWF Weltwirtschaftsausblick (April 2012) die 40%-Marke unterschritten. Zum Vergleich: In den Industrieländern liegt die Quote bei 100% – in Japan sogar noch deutlich darüber. Gleichzeitig wachsen die Schwellenländer stärker als die etablierten Industriestaaten: Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) dürfte die Wirtschaftsleistung der Schwellenländer im laufenden Jahr um fast 6% zulegen – während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hierzulande lediglich um rund 1% (0,9%) wachsen wird. Die Wirtschaft in der gesamten Eurozone dürfte sogar schrumpfen (–0,3%). Im Schnitt mehr als 5% Rendite pro Jahr Die Kombinationstherapie aus Wachstum und soliden Staatsfinanzen spiegelt sich auch in den Rating-Noten wider. Nach Meldungen des Wirtschaftsdienstes Bloomberg, können unter anderem Brasilien, Kolumbien, Peru und Indonesien mit Heraufstufungen glänzen. Und es kommt noch besser. Mit Anleihen von Emerging Markets konnten Anleger nach Berechnungen von J. P. Morgan im Schnitt Renditen von über 5% erzielen! Kein Wunder also, dass immer mehr Anleger einen Blick auf die Papiere der aufstrebenden Nationen werfen. Appetit auf Dollar-Bonds Im Bereich der Hochzinsanleihen (High-Yield-Bonds) hält der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, beispielsweise die Staatsanleihe (WKN: A0GF0Z) von Brasilien für eine interessante Alternative. Aktuell bietet das Papier eine Rendite von rund 4,3%. Der Bond ist in der Währung US-Dollar notiert. Brasilien besitzt mittlerweile ein Rating im Investment-Grade-Bereich und die Dollar-Anleihen des Landes stießen bei den Investoren in diesem Jahr auf besonders großes Interesse. Letzteres gilt auch für mexikanische Dollar-Anleihen (z. B. WKN: 132510), was das „Handelsblatt“ im Juli zu der Schlagzeile „Investoren reißen sich um Mexiko-Bond“ veranlasste. Ob der Dollar allerdings für europäische Anleger eine Verbesserung gegenüber dem Euro darstellt, erscheint zumindest fraglich. Angesichts der enormen Ausweitung der Geldmenge durch die US-Zentralbank steht es um den Ruf der Weltwährung nicht mehr zum Besten. Anleger sollten daher nach den eingangs erwähnten Local-Currency-Bonds Ausschau halten. Original regional bringt mehr Hier sind nach Einschätzung von Brandywine Global, einer hundertprozentigen Legg-Mason-Tochtergesellschaft, Staatsanleihen aus Mexiko und Südafrika einen Blick wert: „Mexiko gehört zu den Märkten, die uns ganz besonders ansprechen. Die 20-jährigen Staatsanleihen in Mexiko haben eine Rendite von 6%, die Inflation liegt zwischen 3,5% und 4% und der Peso ist unterbewertet“, erklärt Brian 11

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Hess, Portfoliomanager des Legg Mason Brandywine Global Fixed Income Fund. „Interessant sind auch südafrikanische Anleihen. Hier haben wir uns in 10-jährigen und 30-jährigen Titeln mit Renditen von 7,5% beziehungsweise 8,5% engagiert“, so Hess weiter. Die in der Landeswährung Rand notierte Anleihe (WKN: 248489) mit einer Laufzeit bis zum 21. Dezember 2026 bietet derzeit eine Rendite von immerhin fast 7,8% und damit fast genau 1% mehr als der Bond des Inselreichs Indonesien (WKN: A1GUE6) – der zudem deutlich länger läuft (15.06.2032). Exotische Währungen vom heimischen Anbieter Einen Blick wert könnten auch die Emissionen deutscher Landesbanken beziehungsweise der staatlichen Kf W in Fremdwährungen sein. Ein Papier der KfW in neuseeländischer Landeswährung (WKN: A0FAB8) bringt beispielsweise rund 3% Rendite – bei einer kurzen Restlaufzeit bis zum 15. April 2013. Noch deutlich mehr, nämlich 6,5%, sind mit einem auf mexikanische Pesos lautenden Bond der L-Bank (WKN: A0JE9G) drin. Das ist zu beachten Trotz der vielfältigen, erfreulichen Entwicklungen bei den Schwellenländern hat ein entsprechendes Engagement natürlich auch seine Schattenseiten. An erster Stelle sind hier die Wechselkursrisiken zu nennen – die insbesondere für Privatanleger nur schwer abzuschätzen sind. Des Weiteren gelten Schwellenländeranleihen als relativ volatil, nicht zuletzt deshalb, weil die Liquidität nicht mit der von amerikanischen, deutschen oder japanischen Staatsanleihen vergleichbar ist. Nicht wenige Schwellenländeranleihen haben sich in den vergangenen Monaten bereits gut entwickelt. Privatanleger fahren gut mit Fonds Nicht nur aus Differenzierungsgründen bieten sich für Privatanleger daher auf diesem Gebiet


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Fondslösungen an. Auf das Thema Local Currency Bonds lässt sich beispielsweise mit dem ING (L) Renta Fund Emerging Markets Debt Local Currency (WKN: 579715) oder dem Pictet Emerging Local Currency Debt USD (WKN: A0LARW) setzen. Letzterer ist unter anderem in Staatstiteln aus Brasilien, Polen und der Türkei engagiert und konnte in den letzten drei Jahren über 20% zulegen. Wer auf herkömmliche Schwellenländer-Bonds setzen möchte, sollte sich die beiden Fonds HSBC GIF Glbl Emerging Markets (WKN: 120434) und Investec Emerging Mkt Debt (WKN: WKN: A0M1R4) näher ansehen.

Fazit Auch für Privatanleger sind Fremdwährungsanleihen interessant. Am einfachsten holt man sich die Produkte über entsprechende Fonds ins Depot. Wer unbedingt auf Einzeltitel setzen möchte, muss sich nicht nur mit den Emittenten – also ganzen Volkswirtschaften – beschäftigen, sondern auch Aspekte wie Liquidität und Wechselkurse in die Analyse mit einbeziehen. Die – wenn auch schönen – Renditekennziffern taugen auf keinen Fall als alleiniges Auswahlkriterium!

Ausblick auf das nächste Spezial Ausgabe 43 (28.10.2012) ETFs

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Unternehmen der Woche

Gutes Marktumfeld sorgt für Wachstumsfantasie Auch künftig dürfte in Deutschland die Nachfrage nach Effizienz steigernden und kostensparenden IT-Lösungen hoch bleiben. Dies sind gute Perspektiven für den IT-Dienstleister Datagroup, der hierzulande über 17 Standorte verfügt.

Laut Konzernchef Schaber wird Datagroup infolge der Übernahme von Consinto als RundumDienstleister im IT-Bereich wahrgenommen.

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Angesichts unsicherer Konjunkturperspektiven sind sowohl kleine als auch große Unternehmen bestrebt, ihre Kosten auf einem niedrigen Niveau zu halten. Möglich ist dies unter anderem durch das Auslagern von IT-Dienstleistungen. Die entsprechenden Verträge können Firmen in Deutschland unter anderem mit der Datagroup AG abschließen, deren Hauptsitz sich in Pliezhausen befindet. Das 1983 gegründete Unternehmen bietet IT-Services, IT-Solutions und Consulting für Kunden in Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung an. Akquisitionen haben sich gelohnt Datagroup-Vorstandschef Max HansHermann Schaber geht davon aus, dass in Zukunft auch Großkonzerne verstärkt die Dienste von Datagroup in Anspruch nehmen werden. Diese Einschätzung begründet er damit, dass das von ihm und Dirk Peters geführte Unternehmen im September im Ranking der 25 größten deutschen IT-Systemhäuser erstmals einen Platz unter den Top 10 belegt hat. Den Sprung von Platz 13 im Vorjahr auf Platz 9 in dem von den IT-Fachmagzinen „Computerwoche“ und „ChannelPartner“ durchgeführten Branchenranking wertet Schaber als strategischen Erfolg, der sich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken dürfte. Dass Datagroup inzwischen zu den großen Playern in Deutschlands IT-Dienstleistungsbranche zählt, ist in erster Linie auf die sorgfältige Umsetzung einer gut durchdachten Akquisitionsstrategie zurückzuführen. Bislang wurden 15 Gesellschaften übernommen und erfolgreich in den Datagroup-Konzern integriert. 2011 wurde

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mit Zukäufen gezielt das Serviceportfolio in der Sparte Solutions abgerundet. Und im Januar 2012 wurde mit dem Kauf des SAPDienstleisters Consinto das Dienstleistungsspektrum weiter ausgebaut. Infolgedessen punktet das IT-Unternehmen nun mit einem umfangreichen Leistungsangebot, was bei den bestehenden Kunden gut ankommt und die Akquise von Neukunden erleichtert. Qualitativ hochwertige IT-Service-Management-Leistungen Laut Konzernchef Schaber wird Datagroup infolge der Übernahme von Consinto als Rundum-Dienstleister im IT-Bereich wahrgenommen. Überdies deckt Datagroup einen Großteil des IT-Bedarfs der Kunden ab. Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist die Tatsache, dass sämtliche Serviceprozesse nach ISO-Vorgaben standardisiert wurden, weshalb der IT-Spezialist mit dem ISO-20000-Zertifikat ausgezeichnet wurde. Diese Zertifizierung ist laut Schaber ein anerkannter Nachweis über die höchstmögliche Qualität von IT-Service-Management-Leistungen. Margenverbesserung trotz Konjunkturschwäche Zwar könnte sich das Marktumfeld von Datagroup künftig leicht eintrüben, aber unabhängig davon stehen die Chancen gut, dass der Konzern in den nächsten Monaten dank seiner guten Marktstellung Großaufträge an Land zieht. Hinzu kommt, dass der Umsatzanteil der IT-Dienstleistungen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 von rund 59% auf knapp 65% gesteigert wurde. Langfristig soll diese Quote auf über 80% klettern. Des Weiteren ist Schaber zufolge eine Verbesserung der Marge auch im Falle einer Konjunkturabschwächung möglich, da der Anteil höherwertiger Dienstleistungen am Umsatz voraussichtlich steigen wird. Eigenkapitalquote soll steigen Datagroup erwirtschaftet einen relativ starken Cashflow und dürfte deshalb in den kommenden Jahren in der Lage sein, einen großen Teil der Schulden zu tilgen. Zudem will das Management einen Teil des Nettogewinns im Unternehmen belassen, um dadurch mittelfristig die Eigenkapitalquote von zuletzt rund 25% zu erhöhen.


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Telefónica Deutschland

eBay

Tochter der spanischen Telefónica (WKN: 850775), will an die Börse. Die Aktien der durch ihre Marke O2 bekannten Mobilfunkgesellschaft werden vom 17. bis voraussichtlich 29. Oktober 2012 in einer Preisspanne von 5,25 bis 6,50 Euro zur Zeichnung angeboten. Erster Handelstag im regulierten Prime Standard ist der 30. Oktober. Insgesamt sollen 225 Mio. Aktien zuzüglich einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von 33,75 Mio. Aktien verkauft werden. Maximal fließen 1,68 Mrd. Euro in die Kasse der mit rund 58 Mrd. Euro hoch verschuldeten Muttergesellschaft, aus deren Bestand sämtliche angebotenen Aktien stammen. Nach Ausübung des Greenshoes werden sich 23,17% der Anteile im Streubesitz befinden. Der Börsengang wird von einem Konsortium um J. P. Morgan und UBS begleitet. Im zweiten Quartal steigerte Telefónica Deutschland den operativen Gewinn von 297,4 auf 333,0 Mio. Euro. Der Umsatz legte von 1,21 auf 1,29 Mrd. Euro zu. Die Zahl der Kundenanschlüsse erhöhte sich zum Stichtag 30. Juni von 23,97 auf 25,16 Mio. Von 17,75 auf 18,83 Mio. stieg die darin enthaltene Zahl der Mobilfunkanschlüsse. Dagegen schrumpften die Internet-Festnetzanschlüsse von 2,98 auf 2,81 Mio.

Das US-Internet-Auktionshaus eBay (WKN: 916529) steigerte den Überschuss im dritten Quartal von 491 auf 597 Mio. US-Dollar. Je Aktie zog der Gewinn von 0,37 auf 0,45 USDollar an, vor Sonderposten von 0,48 auf 0,55 US-Dollar. Der Vorsteuergewinn legte von 616 auf 672 Mio. US-Dollar, der operative Gewinn von 537 auf 667 Mio. US-Dollar zu. Im Vergleich zur Vorjahresperiode kletterte der Umsatz von 2,97 auf 3,40 Mrd. US-Dollar. eBay selbst hatte 3,3 bis 3,4 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie je Aktie 0,42 bis 0,44 US-Dollar, vor Sonderposten 0,53 bis 0,55 US-Dollar Gewinn in Aussicht gestellt. Experten waren von 3,41 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,54 US-Dollar Gewinn je Aktie vor Sonderposten ausgegangen. Das über den hauseigenen Bezahldienst Paypal abgewickelte Volumen stieg von 29,28 auf 35,16 Mrd. US-Dollar, der entsprechende Nettoumsatz von 1,11 auf 1,37 Mrd. US-Dollar. Ohne Berücksichtigung von Autos kletterte das Umsatzvolumen der Auktionsplattform von 14,67 auf 16,28 Mrd. US-Dollar, netto von 1,65 auf 1,81 Mrd. US-Dollar. Für das Gesamtjahr sagen die Kalifornier 13,95 bis 14,10 Mrd. US-Dollar Umsatz (zuvor: 13,8 bis 14,1 Mrd. US-Dollar) sowie vor Sonderposten je Aktie 2,32 bis 2,35 US-Dollar (zuvor: 2,30 bis 2,35 US-Dollar) Gewinn voraus.

Unternehmenstermine Datum 22.10.2012 22.10.2012 22.10.2012 24.10.2012 24.10.2012 25.10.2012 25.10.2012 25.10.2012

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Uhrzeit Name 07:00 Philips NV 13:30 Caterpillar Inc. - Texas Instruments Inc. 07:00 SAP AG - Volkswagen AG 07:00 BASF SE 07:30 Daimler AG 22:30 Apple Inc.

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Ereignis 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht Ergebnisbericht 2011/12

©Foto: NOKIA

Zeichnungsfrist läuft Umsatz und Gewinn Telefónica Deutschland (WKN: A1J5RX), gesteigert

Nokia

Verlust vervielfacht Der anhaltende Erfolg von Apple und Samsung macht Nokia (WKN: 870737) das Leben schwer. Im dritten Quartal vervielfachte der einstige Marktführer den Verlust von 151 auf 943 Mio. Euro. Der Fehlbetrag je Aktie stieg von 0,02 auf 0,26 Euro. Vor Sonderposten verlor der finnische Handyhersteller 0,07 Euro je Aktie – im entsprechenden Vorjahreszeitraum konnten auf dieser Basis noch 0,03 Euro Gewinn je Anteil ausgewiesen werden. Im operativen Geschäft erhöhte sich der Verlust von 71 auf 576 Mio. Euro, vor Steuern (EBT) von 83 auf 671 Mio. Euro. Der Umsatz schrumpfte von 8,98 auf 7,24 Mrd. Euro. Analysten hatten einen Umsatzrückgang auf 7 Mrd. Euro sowie 0,10 Euro Verlust je Aktie vor Sonderposten befürchtet. Der Umsatz mit Mobilgeräten (Smartphones und Handys) sank von 5,39 auf 3,56 Mrd. Euro, der durchschnittliche Verkaufspreis von 51 auf 43 Euro. Mangels konkurrenzfähiger Smartphones brach deren Umsatz von 2,19 auf 0,98 Mrd. Euro ein, die Zahl verkaufter Geräte von 16,8 auf 6,3 Mio. Dagegen erhöhte sich der Durchschnittspreis von 131 auf 155 Euro. Im Handy-Segment schrumpfte der Umsatz von 2,92 auf 2,37 Mrd. Euro, der Absatz von 89,8 auf 76,6 Mio. Geräte. Der durchschnittliche Preis gab von 32 auf 31 Euro nach.


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BB African Opportunities – nicht nur eine Rohstoffstory Hohe Wachstumsraten, starke Unternehmerpersönlichkeiten sowie zunehmend stabile politische Verhältnisse locken renditehungrige Investoren nach Afrika. 2012 haben sich vor allem die Börsen in Ägypten, Nigeria und Kenia gut entwickelt. Die Länder sind im BB African Opportunities hoch gewichtet. Der Fonds bringt es seit Jahresanfang auf ein Plus von über 32%. Wer sich an Afrikas Börsen engagiert, benötigt gute Nerven. Die Kurse schwanken stark. Im Zuge der politischen Umwälzungen und der Sorge vor einer Währungsabwertung verlor der ägyptische Leitindex im vergangenen Jahr um über 50%. Zwischenzeitlich musste sogar der Handel ausgesetzt werden. 2012 sind die Anleger jedoch angesichts einer spürbaren Entspannung und der deutlichen Zunahme von Direktinvestitionen und Touristenzahlen wieder in Kauflaune. „Der EGX 30 legte seit Jahresanfang um über 60% zu, die Verluste des Vorjahres sind damit beinahe wieder ausgeglichen“, sagt Malek Bou-Diab. Der Manager des BB African Opportunities hat über 30% der Mittel in ägyptische Werte gesteckt. Zu seinen Favoriten zählt unter anderem der in Ägypten und im Nahen Osten führende Automobilproduzent Ghabbour Auto. „Unternehmenschef Raouf Ghabbour konnte 2011 einen dramatischen Einbruch bei den Absatzzahlen auf dem Heimatmarkt verhindern, indem er u. a. selbst Kredite an die Konsumenten vergab“, erklärt Bou-Diab. Die Banken waren während der Zeit des politischen Umbruchs dazu nicht bereit. Auch expandiert das Unternehmen im Irak. Wachstumstreiber privater Konsum Weitblickende Unternehmerpersönlichkeiten mit überzeugenden Geschäftsmodellen findet der Manager auch in Kenia, Nigeria, Ghana, Südafrika und Ruanda. Sie tragen entscheidend dazu bei, das enorme Potenzial des Kontinents zu heben. So finden sich rund die Hälfte der weltweiten Goldvorkommen sowie 90% der Platinreserven auf dem schwarzen Kontinent. Afrika ist zudem reich an Öl, Gas, Kupfer und Diamanten. „Ein immer größerer Beitrag zum afrikanischen Bruttosozialprodukt stammt aber auch aus der Landwirtschaft, dem Handel, der Telekommunikation und dem Transport“, sagt Bou-Diab. Auch der private Konsum steigt. Das liegt zum einen an der enormen Zunahme der Bevölkerung. Experten erwarten, dass die Einwohnerzahl Afrikas von derzeit 1 Mrd. auf 3 Mrd. steigt. Zudem verlassen immer mehr Menschen die Armutsgrenze. In den kommenden Jahren, so eine Prognose des Analysehauses Roland Berger, werden die Staaten südlich der Sahara jährliche Wachstumsraten von 5% 15

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erzielen. Befördert wird die im Vergleich zu den Industriestaaten deutlich dynamischere konjunkturelle Entwicklung durch zunehmend stabile politische Verhältnisse. Der Aufschwung in Afrika spiegelt sich an den Börsen wider. Bou-Diab rechnet langfristig mit einer ähnlich guten Entwicklung, wie sie die Märkte in Asien und Osteuropa erlebt haben. Um aussichtsreiche Titel zu finden, analysiert der Manager sowohl makroökonomische Entwicklungen als auch die Unternehmenszahlen. Immer wieder reist er selbst nach Afrika, um vor Ort die Unternehmen kennenzulernen. Bei seiner Arbeit wird er auch von weiteren Schwellenländerspezialisten unterstützt. Zusammen konstruieren sie ein Portfolio, das aus 50 bis 70 Aktien besteht. Als Vorteil sieht Bou-Diab, dass die Börsen in Afrika nur sehr wenig mit den Aktienmärkten der Industriestaaten korreliert sind. Der Manager weist aber auch auf die oft noch zu geringe Liquidität mancher afrikanischer Finanzplätze hin. In Abwärtsphasen kann es daher mitunter schwierig werden, sich von den Investments zu trennen. BB African Opportunities ISIN: Fondsvolumen: Fondswährung: Auflagedatum: Managementgebühr: Gesamtkostenquote:

LU0433847240 29 Mio. Euro Euro 30.06.2009 1,60% 2,60%


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J. P. Morgan

Deutsche nutzen Chancen nicht Schwellenländer sind für die Bundesbürger weiterhin unbekanntes Terrain. Laut einer von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für die Investment-Gesellschaft J. P. Morgan im zweimonatigen Rhythmus durchgeführten Umfrage sind gerade einmal 18,1% der Befragten mit der Bezeichnung Emerging Markets vertraut. Laut dem Emerging-Markets-Investment-Barometer von J. P. Morgan würden 23,1% den Begriff zwar kennen, wüssten aber nicht um seine Bedeutung. 58,8% haben dagegen den Begriff noch nie im Kontext mit ihrer Geldanlage gehört. Bundesbürger schätzen laut Studie das Risiko von Geldanlagen in den

Wachstumsregionen der Welt im Vergleich zu Euro-Staatsanleihen unterschiedlich ein. Während die Mehrheit (36,8%) eine Anlage in den Schwellenländern genauso risikoreich beurteile, seien 35,1% davon überzeugt, dass die Risiken in Anlagen in Schwellenländern im Vergleich zu Euro-Staatsanleihen sehr viel höher sind. 5,9% schätzen die Risiken geringer ein. Trotz des im Vergleich zu den europäischen Staaten geringeren Schuldenstandes und der stärkeren Wirtschaftsdynamik seien gerade einmal 2,8% in den Emerging Markets investiert. 96,9% hingegen halten sich bei Engagements zurück.

M&G

REITS-Fonds geht an den Start Der von der britischen Investment-Gesellschaft M&G aufgelegte M&G Global Real Estate Securities (ISIN: GB00B2Q7GD3) ist seit dieser Woche in Deutschland zum Vertrieb zugelassen. Managerin Gillian Tiltman investiert in börsengehandelte Immobilien- Aktiengesellschaften, auch REITS genannt, sowie in andere Immobilienunternehmen. Tiltman verfolgt einen langfristigen Bottom-up-Ansatz, makroökonomische Entwicklungen haben dagegen nur geringen Einfluss auf die Titelauswahl. Der Fonds ist an keinen Vergleichsindex gebunden. Die Managerin kann in jede Region und Branche

investieren, die sie für vielversprechend hält. Das Portfolio enthält in der Regel 40 bis 60 Einzeltitel. Tiltman kam 2008 als Analystin für den M&G Gobal Real Estate Securities Fund zu M&G. Im Jahr 2010 übernahm sie dann das Management des Fonds. Seit Auflegung im April 2008 erzielte der Fonds ein Plus von 26,8% (Daten per 31. Juli 2012), während der Morningstar Property – Indirect Global Sector eine Rendite von 16,6% erzielte. Tiltman hat derzeit 70% der Mittel in REITS, 13% in Bauunternehmen sowie 18% in Immobilienfirmen investiert. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 1,5%.

Fitch

Ausleseprozess unter Fondsanbietern nimmt zu Der Wettbewerb unter den europäischen Investment-Gesellschaften wird härter. Um weiterhin Mittelzuflüsse zu verbuchen, müssten die Fondsanbieter sich auf veränderte Kundenwünsche einstellen und sich auf globale Produkte mit geringer Schwankungsanfälligkeit und hoher Renditeerwartung konzentrieren. Das ist das Ergebnis einer Studie von Fitch. Nach Angaben der Rating-Agentur ziehen sich Privatkunden zunehmend aus gemanagten Investment-Produkten zurück und wenden sich verstärkt den grundsoliden Sparkonten bei den Banken zu. Zudem verwalteten immer mehr institutionelle Investoren wie Pensionsfonds aus Kostengründen ihre Anlagen

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selbst. Chancen auf Wachstum sieht Fitch bei den Gesellschaften, die Produkte wie flexible Mischfonds, Rentenfonds mit Multi-Strategie-Ansatz oder Aktienprodukte mit niedriger Volatilität anböten. Kern-Asset-Klassen wie inländische Aktien und Staatsanleihen dürften dagegen weniger gefragt sein. Fitch erwartet in der Investment-Branche weitere Rationalisierungsmaßnahmen, die darauf zielten, repräsentative Flaggschiffprodukte zu entwickeln, die internationalen Standards entsprechen. Demgegenüber würden Investment-Strategien, für die zu geringe Nachfrage besteht, heruntergefahren werden, entweder durch Fondsschließung oder durch Nutzung von Dachfonds.


Advertorial Fidelity Worldwide Investment

Schwellenländer sind die besseren Schuldner Das Wachstum der Schwellenländer und die sich daraus ergebenden Anlagechancen sind spätestens seit der Erfindung der BRIC-Anlageregion (Brasilien, Russland, Indien und China) weiten Anlegerkreisen bekannt. Deren Fokus liegt dabei aber fast ausschließlich auf Aktien, nicht auf Anleihen. Warum ist nicht wirklich nachvollziehbar. Schließlich sind Schwellenländeranleihen die Anlageklasse mit der besten Wertentwicklung der letzten zehn Jahre. Noch dazu sind sie relativ unabhängig von der Dynamik anderer Anlageklassen, Schwellenländeraktien eingeschlossen. Während die nicht enden wollende Staatsschuldenkrise in Europa das traditionelle Risikogefüge auf den Kopf gestellt hat, haben sich viele Schwellenländer zu soliden Schuldnern entwickelt. Das gilt auch für viele Unternehmen in diesen aufstrebenden Wachstumsmärkten. Dass die Risikoaufschläge auf die Anleihen dieser Emittenten das gesunkene Risiko vielfach noch nicht widerspiegeln, ist ein Glücksfall für Anleger. Nehmen wir das Beispiel Venezuela: Für die politischen Scharmützel seines gerade erst wiedergewählten Staatspräsidenten Chávez ist das südamerikanische Land wohl bekannt. Für seinen bislang stets verlässlichen Schuldendienst hingegen kaum. Dabei sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Mit unter 40% des Bruttoinlandsprodukts liegt die Staatsverschuldung Venezuelas so niedrig, dass viele Industrieländer – auch Deutschland – vor Neid nur erblassen können. Die größten nachgewiesenen Erdölvorkommen der Welt tragen ihr Übriges dazu bei, dass dem Land so schnell das Geld nicht ausgeht. Auch Argentinien bleibt ein interessanter Kandidat für hohe Renditen. Das Land hat sich seit seinem Zahlungsausfall 2001 wieder erfolgreich etabliert. Die aktuelle Aufregung um Schritte zur Verstaatlichung im Energiesektor sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Land zuverlässig seinen Verpflichtungen nachkommt. Die hohen Auslandsreserven Argentiniens stellen einen Risikopuffer für den kontinuierlichen Schuldendienst dar. Das Segment Schwellenländeranleihen besteht aber lange nicht mehr nur aus Hochzinspapieren. Vor zwanzig Jahren verfügten nur um die 2% der Schuldpapiere im JP Morgan Emerging Bond Index über ein Investment-Grade-Rating. Heute glänzen über 60% der Staatsschuldner in Schwellenregionen mit guter bis sehr guter Bonität. Eine ähnliche Schwellenländer: beeindruckende Auslandsreserven ... Schwellenländer

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Quelle: Datastream, IWF, 31.12.2011

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Die Anlageklasse mit der besten Wertentwicklung Kumulative Wertentwicklung (umbasiert auf 100 am 31.12.1993) 700

Schwellenländeranleihen Schwellenländeraktien Geldmarktpapiere US-Aktien EAFE-Aktien Hochzinsanleihen

600 500 400 300 200 100 0

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Quelle: Datastream, 31.07.2012. Umbasiert auf den 31.12.1993 – den ersten Tag, für den Daten zum JPM EMBIG zur Verfügung stehen. Schwellenländeranleihen (JPM EMBIG); Hochzinsanleihen (BOFA ML US High Yield Master II); Geldmarktanlagen (BOFA ML USD LIBOR 3 Month); Schwellenländeraktien (MSCI Emerging Markets); Aktien aus der Region Europa, Asien, Ferner Osten (MSCI EAFE); US-Aktien (S&P 500)

… und sinkende Staatsverschuldung

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Erfahren Sie mehr unter www.fidelity.de

Anteil der Bruttostaatsverschuldung am BIP (%)

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Entwicklung lässt sich auch bei Anleihen von Unternehmen aus Schwellenländern beobachten. Deren Volumen ist inzwischen sogar größer als das von Staatsanleihen dieser Länder, und die Nachfrage nach ihnen steigt. Denn immer mehr professionelle Investoren haben erkannt, dass sie ihre Unternehmensanleihenportfolios damit sinnvoll diversifizieren können. Mit Schwellenländeranleihenfonds wie dem Fidelity Emerging Market Debt Fund können auch Privatanleger an der langfristigen Wachstumsgeschichte der Schwellenländer teilhaben, ohne die mit Aktien verbundene höhere Volatilität in Kauf nehmen zu müssen.

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Quelle: Datastream, 31.12.2011; *IWF-Prognosen für 2012-17


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Hochtief-Capped-Bonus-Zertifikat – Investment mit solidem Fundament Analystenmeinungen zufolge verfügt die Aktie des Baukonzerns Hochtief über Kurspotenzial. Einsteigen sollten allerdings nur mutige Anleger. Wer ruhig schlafen und trotzdem eine attraktive Rendite erzielen will, ordert ein risikoarmes Capped-Bonus-Zertifikat auf den MDAX-Titel. Im Frühjahr hat die Hochtief-Aktie deutlich an Wert verloren. Denn das Management des Baukonzerns musste im März die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr senken, weil die australische Tochtergesellschaft Leighton aufgrund von Verzögerungen bei zwei wichtigen Bauprojekten und gestiegenen Kosten ihre Gewinnprognose für 2012 nach unten revidierte. Erfreulich ist jedoch, dass Leighton das erste Halbjahr 2012 mit einem Gewinn von 114,6 Mio. australischen Dollar abgeschlossen hat, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 625,6 Mio. australischen Dollar angefallen war. Großaufträge in Amerika, Kanada und Katar Positiv zu werten ist auch, dass Hochtief gemeinsam mit dem Bauunternehmen Tully die New Yorker U-Bahn erweitern wird. Das Volumen dieses Projekts beträgt umgerechnet 252 Mio. Euro. Davon entfallen 50% auf Hochtief. Des Weiteren baut der MDAX-Konzern in Katar die erste Straßenbahn. Auch in Kanada konnte der Baugigant jüngst einen Auftrag an Land ziehen: Hochtief wird gemeinsam mit dem Infrastrukturfonds Concert Infrastructure in der kanadischen Provinz Alberta zwölf Schulen planen, finanzieren und bauen. Diese Schulen wird das deutsche Unternehmen gemeinsam mit dem Projektpartner 30 Jahre lang betreiben. Margenverbesserung in Sicht Angesichts des Turnarounds bei Leighton, der zuletzt verkündeten Großaufträge sowie einer zu erwartenden Margenverbesserung im kommenden Jahr stufen mehrere Analysten die Hochtief-Aktie als kaufenswert ein. Für den MDAX-Titel spricht zudem das attraktive 2013er-KGV von 10,2. Darüber hinaus könnte schon bald ein

charttechnisches Kaufsignal generiert werden, wenn dem Aktienkurs der Sprung über die 200-Tage-Linie bei 42,72 Euro gelingt. Zurzeit notiert der Anteilschein nur leicht unter diesem gleitenden Durchschnitt. Renditestarkes Bonuspapier Wie sich die Hochtief-Aktie in den kommenden Monaten entwickelt, hängt auch von der Stimmung an den Finanzmärkten und der Konjunkturentwicklung ab. Deshalb sollten nur mutige Börsianer einsteigen. Vorsichtige Investoren können sich ein vom französischen Bankkonzern BNP Paribas emittiertes Capped-Bonus-Zertifikat (WKN: BP4SEG) ins Depot legen. Dieses Finanzprodukt ist mit einer Barriere bei 29,00 Euro ausgestattet und wird am 15. November 2013 fällig. Sofern der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit nie die 29-Euro-Marke erreicht oder unterschreitet, erhalten die Besitzer des Bonuspapiers in 13 Monaten eine Gutschrift von 50,00 Euro pro Zertifikat. Basierend auf dem aktuellen Briefkurs von 40,48 Euro (Stand: 19.10.2012) errechnet sich eine Rendite von 23,5%. Da das Niveau der Barriere deutlich unter dem aktuellen Kursniveau der Hochtief-Aktie liegt, ist das Chance-RisikoVerhältnis des Bonuszertifikats sehr gut.

Capped-Bonus-Zertifikat auf Hochtief Zertifikattyp Capped-Bonus

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BÖRSE am Sonntag · 42/1 2

Emittent BNP Paribas

Basiswert Fälligkeit WKN Hochtief 15.11.2013 BP4SEG


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VONTOBEL

Neue Protect-Pro-Aktienanleihe bringt 8% Noch bis zum 29. Oktober können Anleger eine neue Protect-ProAktienanleihe auf die Aktie der Deutschen Bank (WKN: VT6P8A) zeichnen. Das Produkt des Schweizer Emittenten Vontobel kommt jedoch nur für jene spekulativen Anleger infrage, die erwarten, dass diese Bankaktie binnen Jahresfrist nur leicht steigt, seitwärts tendiert oder leicht sinkt. In jedem Fall zahlt Vontobel einen Coupon von 8%, unabhängig von der Aktienkursentwicklung. Zudem erhalten Inhaber des Papieres am 1. November 2013 ihren vollständigen

Einsatz zurück, sofern die Aktie am 25. Oktober 2013 nicht unter der bei 70% des Startwertes angesiedelten Barriere schließt. Ausgehend von aktuellen Kursen um 35 Euro würde dies eine Barriere bei 24,50 Euro bedeuten. Dort notierte die Deutsche-Bank-Aktie noch im vergangenen August. Sollte die Spekulation schiefgehen, erhalten Anleger im Herbst 2013 statt Barem eine zuvor festgelegte Anzahl Deutsche-Bank-Aktien, die sie eigenständig verkaufen oder weiter im Depot halten können.

CREDIT SUISSE

Euro-Wette mit Kapitalschutz Eingefleischte Euro-Skeptiker werden in der kommenden Woche erneut bei der Credit Suisse fündig. Die Eidgenossen legen am 5. November ihre neue CS Garant 100 Währungskorb Anleihe 11/12 – 11/17 (WKN: CS8FX3) auf. Mit dem Papier können Anleger mit Kapitalschutz auf eine neuerliche Schwächephase der Gemeinschaftswährung wetten: Hierfür bilden die Eidgenossen aus den vier Währungspaaren Euro/südafrikanischer Rand, Euro/indische Rupie, Euro/brasilianischer Real und Euro/australischer Dollar einen gleichgewichteten Währungskorb. Startwert sind die jeweiligen Wechselkurse am 29. Oktober 2012. Abgerechnet wird erst in fünf

Jahren: Dann werden die Währungspaare erneut betrachtet und mit ihrem Startniveau verglichen. Daraus wird die Gesamtentwicklung des Währungskorbs ermittelt, die über die Höhe der Rückzahlung entscheidet und mindestens mit dem Faktor 1,5 multipliziert wird. Würde der Euro also bis zum Herbst des Jahres 2017 massiv abwerten und der Währungskorb zum Beispiel um 40% zulegen, erhielten Anleger am Laufzeitende 160% ihres Einsatzes zurück. Geht die Spekulation schief, greift am Laufzeitende der Kapitalschutz. Interessenten können bis zum 26. Oktober in einer Stückelung von 1.000 Euro zeichnen. Hierbei erhebt die Credit Suisse ein Agio von 1,50%.

RCB

Deutschland Bond Plus in der Zeichnung Das neue Deutschland Bond Plus Garantie-Zertifikat (WKN: RCE5AE) der österreichischen Raiffeisen-Centrobank (RCB) basiert auf vier Blue Chips aus Deutschland: Deutsche Bank, Deutsche Telekom, ThyssenKrupp und Volkswagen. Ausgestattet mit einer vollständigen Kapitalgarantie zum Laufzeitende verspricht dieses Garantie-Papier binnen fünf Jahren eine maximale Gesamtrendite von 45%. Diese ist allerdings nur dann möglich, wenn jedes einzelne der vier Unternehmen während der Laufzeit stets über einer bei 55% des Startwertes angesiedelten Barriere verbleibt. Wird diese Schwelle von maximal einer Aktie verletzt, beträgt die 19

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Gesamtrendite am Laufzeitende nur noch 5%. Werten zwei oder mehr Aktien um mehr als 45% ab, erhalten Anleger im November 2017 lediglich ihren Einsatz zurück. Für diese Kapitalsicherheit erhebt die RCB bei der Zeichnung bis Mitte November einen recht hohen Ausgabeaufschlag von 3%, was die maximal mögliche Jahresrendite auf 7,08% drückt. Obendrein streicht die Emittentin anfallende Dividenden ein, verzichtet im Gegenzug aber auf jährliche Management-Gebühren. Wer sich das Agio sparen und erst nach dem Listing direkt an der Börse zuschlagen möchte, muss sich bis zum 20. November gedulden.


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Rohstoff der Woche

Baumwolle zieht kräftig an Der Preis für US-Baumwolle an der Terminbörse ICE machte in der vergangenen Woche einen kräftigen Satz nach oben. Aktuell kurzfristige Angebotssorgen beim weltweit größten Exporteur USA waren wohl die treibende Kraft, weil sie zu vermehrten Short-Schließungen führten. In den USA läuft gerade die Baumwollernte. Sie hängt dabei dem Zeitplan etwas hinterher. Bislang sind etwa 28% eingebracht. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei etwa 30%. Darüber hinaus mehren sich die Berichte über eine schlechte Qualität. Mehr als die Hälfte der bislang von den Feldern geholten Pflanzenfasern erfüllen demnach nicht die Standards der Terminbörse ICE, an der nur Baumwolle gehandelt wird, die in den USA angebaut wurde. Ferner sind die Lagerbestände an der Terminbörse ICE derzeit saisonal sehr gering. Die Bestände aus der Vorjahresproduktion sind nahezu aufgebraucht. Mit 7.639 Ballen (zu je 500 US-Pfund) am vergangenen Montag lagen sie dabei nicht nur deutlich unter dem Vorjahresniveau von etwa 18.500 Ballen, sondern erreichten außerdem ein 17-Jahres-Tief. Daneben sind die Käufe aus China, die seit einigen Monaten ihre Bestände aufstocken, weiterhin sehr robust. Dies alles zusammen führte wohl zu Sorgen vor kurzfristigen Angebotsengpässen. Entsprechend dürften vermehrt diejenigen ihre Positionen glattgestellt haben, die auf fallende Kurse gesetzt haben. Vielleicht ein Punkt, der die Kurse an der ICE kurzfristig weiter nach oben schnellen lassen könnte.

Mit zunehmendem Voranschreiten der Ernte könnten sich die Lager der ICE jedoch schnell wieder füllen und sich damit die kurzfristige Angebotssituation entspannen. Zudem sprechen die Prognosen des US-Landwirtschaftsministeriums für das laufende Wirtschaftsjahr 2012/13 (bis Ende Juli), das zuletzt seine Erwartungen zur globalen Produktion erhöht sowie zum Verbrauch gesenkt hat und das nun zum Ende des Wirtschaftsjahres von noch üppigeren Lagerbeständen ausgeht, eher für eine sehr solide weltweite Angebotssituation, was derzeit nicht gerade für nachhaltige Kurssteigerungen spricht. Entsprechend vorsichtig ist der jüngste Aufwärtsimpuls zu bewerten.

Baumwolle – Dezember-Future (ICE)

Derivate auf Baumwolle (Basiswerte: JPMCCI - Cotton und Dezember-Futures [ICE]) Typ Index-Zertifikat Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN VT1FCN CK9JR5 CK4CGV

Basispreis/Knock-out - 60,10/61,60 US-Cent 99,70/97,10 US-Cent

Laufzeit Hebel open end open end 4,48 open end 3,30


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Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Blei – Spot-Preis (LME)

Rohstoffe (Auswahl)

Die im August gestartete Rally hatte nicht die Kraft, die Hürden 2.272 und 2.288 US-Dollar nachhaltig zu knacken. Blei lieferte Anfang Oktober ein Fehlsignal und fiel darunter zurück. Jüngst setzte sich die Korrektur zunächst fort. Dabei wurde die Unterstützung bei 2.156 US-Dollar getestet. Ein nachhaltiger Bruch impliziert weitere Abgaben.

Markt Kurs Rohöl WTI Crude NYMEX ($/bbl)

90,10

-1,68%

3,58

-0,42%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

311,30

-3,32%

Gold NYMEX ($/Unze)

1724,00

-2,03%

32,40

-3,60%

626,50

-1,65%

Platin Spot ($/Unze)

1615,63

-3,26%

Aluminium Spot ($/t)

1976,50

+0,05%

Blei Spot ($/t)

2108,00

-0,88%

Kupfer Spot ($/t)

8010,00

-1,50%

Nickel Spot ($/t)

17005,00

-1,33%

Zinn Spot ($/t)

21730,00

-0,25%

Zink Spot ($/t)

2065,25

-3,44%

Baumwolle ICE ($c/lb)

76,600

+7,25%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

161,10

-0,74%

2469,00

+4,49%

Mais CBOT ($c/bu)

761,50

+1,26%

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

112,35

-0,36%

1534,25

+0,77%

872,50

+1,84%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

20,28

+0,70%

Lebendrind CME ($c/lb)

127,38

+1,56%

Mastrind CME ($c/lb)

148,43

+2,97%

79,65

+1,63%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Gold – Spot-Preis in Euro Gold in Euro zeigt seit dem Rekord von Anfang Oktober bei 1.386 Euro eine Korrektur, die sich jüngst fortsetzte. Es verletzte nun die Unterstützung bei 1.344 Euro und kratzte an der Aufwärtstrendlinie seit Mai. Ein nachhaltiger Bruch impliziert eine ausgedehntere Korrektur, wobei der langfristige Aufwärtstrend ins Visier rücken könnte.

Kakao ICE ($/t)

Mageres Schwein – Dezember-Future (CME) Mageres Schwein setzte seinen Aufwärtsimpuls seit September jüngst fort. Das 50%-Retracement der Abwärtswelle von Februar bis September wurde nun deutlicher überschritten und der Kurs nähert sich dem 61,8%-Fibonacci-Retracement sowie der Abwärtstrendlinie. Ein Sprung über dieses Widerstandsbündel könnte für weitere Zuwächse sprechen.

Lebendrind – Dezember-Future (CME) Der im September erfolgte Sprung über die Hürde von 129,32 US-Cent war ein Fehlsignal. Es folgte ein kurzer, aber dynamischer Abwärtsimpuls bis knapp unter 124 US-Cent. Dann startete eine Gegenbewegung, die sich jüngst dynamisch fortsetzte, sodass nun vielleicht erneut die Marke von 129,32 US-Cent in Angriff genommen werden könnte.

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% zur Vorwoche

Sojabohnen CBOT ($c/bu) Weizen CBOT ($c/bu)

Schwein mag. CME ($c/lb)

Rohstoff-Indizes (Auswahl) Index Kurs

% zur Vorwoche

NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) 493,06

-0,50%

NYSE Arca Oil & Gas Index

1252,20

+1,83%

146,37

-0,37%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 309,30

+0,00%

Rogers Int. Commodity Index

-0,48%

DJ AIG Commodity Index

3814,57


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Refugium der Woche

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Kulturkalender „Architecture China – The 100 Contemporary Projects“ Ausstellung, 16.09.12–13.01.13, Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim, www.rem-mannheim.de „Die Regimentstochter – La fille du régiment“ Bühne, 07.10.12–13.12.12, Staatstheater Nürnberg, Nürnberg, www.staatstheater-nuernberg.de „DIE VIER JAHRESZEITEN & Spanische Ballett-Highlights“ Ballett/Unterhaltung, 04.11.12, Das Internationale Theater, Frankfurt am Main, www.internationales-theater.de

Ein Aufenthalt der Spitzenklasse – im „Le Mirador Kempinski Lake Geneva“ Das „Le Mirador Kempinski Lake Geneva“ bietet einen der spektakulärsten Ausblicke der Welt. Das oben auf dem Mont Pèlerin gelegene Hotel bietet einen Blick auf den Genfer See und über die beeindruckenden Alpen, das Rhône-Tal und die terrassenförmig angelegten Weinberge der Schweizer Riviera. Das Boutique-Hotel verfügt über einen exklusiven und privaten Bereich, in dem Gäste sich verwöhnen lassen können. Dank seiner umfassenden und beeindruckenden Renovierung bietet das „Le Mirador Kempinski Lake Geneva“ jetzt große Gästezimmer und Suiten, die alle über eine eigene Terrasse verfügen. Für Gäste mit noch exklusiveren Wünschen steht jetzt die neue und spektakuläre Givenchy Suite zur Verfügung. Gäste mit anspruchsvollem Gaumen können sich in den drei hervorragenden Restaurants kulinarischen Genüssen hingeben. Das „Le Trianon“ bietet eine ausgezeichnete französische Küche; im „Le Patio“ gibt es neben einer modernen mediterranen Küche auch kalorienarme Spa- und Gesundheitsmenüs und für das typische Schweizer Ambiente sorgt das „Au Chalet“, wo den Gästen regionale Spezialitäten geboten werden und des Öfteren Show-Küchen-Events stattfinden. 22

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Prickelnd geht es in der „Piano Bar“ zu: Hier warten über 70 verschiedene Champagnersorten darauf, probiert zu werden. Das exklusive Wellness-Center mit seinem beheizten Innenpool und Panoramablick verwöhnt Gäste mit einer Extraportion Luxus. Im einzigartigen „Givenchy Spa“ gibt es spezielle Wellness-Angebote, darunter Massagen, Körper- und Hautpflege sowie exklusive Schönheitsbehandlungen. Darüber hinaus gibt es ein speziell auf Regeneration spezialisiertes medizinisches Gesundheitszentrum, ein Zentrum für kosmetische Zahnbehandlungen, einen großen Wellness-Bereich, Fitnesseinrichtungen, ein Dampfbad, eine Sauna sowie einen Entspannungsbereich.

W eitere Infos unter: www.kempinski.com/de/montreux/ mirador-hotel

„Abschlussmatinee: Dichtkunst trifft Vokalkunst“ Musik/Unterhaltung, 04.11.12, Musikhochschule Stuttgart, Stuttgart, www.gesprochenes-wort.de „Wollust des Untergangs – 100 Jahre Thomas Manns ‚Der Tod in Venedig‘“ Ausstellung, 19.09.12–02.12.12, Literaturhaus München, München, www.literaturhaus-muenchen.de „Highlights … aus Film, Funk und Fernsehen” Musik, 04.11.12, Gemeindezentrum St. Johannes Wellesweiler, Neunkirchen, www.nk-kultur.de „Der Bürgermeister und seine Lieben“ Bühne, 05.10.12–10.11.12, Volkstheater Frankfurt, Frankfurt am Main, www.volkstheater-frankfurt.de

A phorismus der Woche „Die unbequemste Art der Fortbewegung ist das Insichgehen.“ (Karl Rahner)


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Superyachten Sail – Luxus unter Segeln Es gibt wohl nicht vieles, was den Luxus und den Preis von Superjachten noch überflügeln könnte. Diesen Milliardärsträumen zu Wasser haben die beiden Autoren Marcus Krall und Martin Hager ein neues Werk gewidmet, das im Delius Klasing Verlag erschienen ist: „Superyachten Sail“.

Superyachten Sail Marcus Krall, Martin Hager Verlag: Delius Klasing Verlag Ausgabe: 159 Seiten Sprache: Deutsch ISBN: 978-3768835527 Preis: 68,00 Euro www.delius-klasing.de

Die Welt der großen Segeljachten hat in den letzten zehn Jahren eine atemberaubende Entwicklung genommen. Nach dem Motto größer, schneller, luxuriöser gelten heute 100 Fuß (30 Meter) Länge fast schon als Standardmaß, wenn man von einer Megajacht unter Segeln spricht. „Superyachten Sail“ stellt die 15 spannendsten Exemplare dieser Gattung in ausführlichen Porträts vor. Der opulente Bildband vereinigt Fotos der weltbesten Fotografen und Insider-Wissen renommierter Autoren aus der SupersegeljachtenSzene. Zusätzlich werden in einem ausführlichen Anhang die 100 größten Segeljachten der Welt mit allen wichtigen Daten aufgeführt. Damit ist dieses Buch ohne Zweifel das neue Standardwerk. Supersegeljachten wie die ATHENA oder MALTESE FALCON bringen im Durchschnitt beeindruckende 90 Meter aufs Wasser. Diese ganz unterschiedlichen Schiffe spiegeln in einzigartiger Weise den

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Geschmack, den Reichtum und die Segelleidenschaft ihrer Eigner wider. Supersegeljachten sind richtungweisend im Design, im Bau und im Einsatz von Spitzentechnologie. Insgesamt werden in diesem Band 15 Superjachten – die wichtigsten Supersegeljachten der Welt – darunter auch SAUDADE, MARIE und CHRISCO – in faszinierenden Fotos und fachkundigen Texten porträtiert. Dafür haben die weltbesten Fotografen dieses Genres zur Kamera gegriffen und die Autoren, die sich ständig in der Szene bewegen, ermöglichen dem Leser einmalige Einblicke in die Welt der Superjachten.

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Impressum/Disclaimer

V.i.S.d.P. : ​Christian Ernst Frenko

Leserservice: leserservice@boerse-am-sonntag.de

Herausgeber: ​ Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13 80539 München

Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv

Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

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Bildnachweis: Fotolia, Nokia Layout: addna, Nürnberg Technik: Daniel Gruber, finanzpark AG Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils Sonntag Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Steffen Droemert, Michael Amtmann, Michaela Ellen Lenz, Reinhard Schlieker, Wolfgang Tenor, Sven Heckle, Michael Fuchs, Sven Heckle, Christian Bayer, Jörg Billina, Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Deutsche Bibliothek: ISSN 1610-7446 Auflage: 117.000

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Ausgabe 42/12 (Spezial: Fremdwährungsanleihen)  
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