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ABC der Oszilloskope

Mehrere Kanäle sind zum Vergleichen von Signalen von Vorteil. Wie bereits erwähnt, haben MSOs auch digitale Eingänge. Einige Oszilloskope verfügen über die Tasten AUTOSET und/oder STANDARD, mit denen die Bedienelemente in einem Schritt für die Erfassung eines Signals eingerichtet werden können. Wenn Ihr Oszilloskop über diese Funktion nicht verfügt, sollten Sie die Bedienelemente vor Beginn der Messungen auf die Standardeinstellungen bringen. Nachstehend finden Sie allgemeine Anweisungen zur manuellen Einstellung des Oszilloskops auf die Standardeinstellungen: Schalten Sie Kanal 1 am Oszilloskop ein. Stellen Sie die vertikalen Volt/Div-Skala- und PositionsBedienelemente auf mittlere Positionen ein. Schalten Sie variable Volt/Div aus. Schalten Sie alle Vergrößerungseinstellungen aus. Stellen Sie die Eingangskopplung für Kanal 1 auf DC ein. Stellen Sie den Triggermodus auf Automatisch ein. Stellen Sie die Triggerquelle auf Kanal 1 ein. Stellen Sie Trigger-Holdoff auf den Minimalwert ein, oder schalten Sie es aus. Stellen Sie die horizontalen Zeit/Div- und PositionsBedienelemente auf mittlere Positionen ein. Stellen Sie Volt/Div für Kanal 1 so ein, dass das Signal möglichst viele der zehn vertikalen Skalenteile ohne Abschneiden oder Signalverzerrung belegt.

Kalibrieren des Messgeräts Zusätzlich zur ordnungsgemäßen Einrichtung des Oszilloskops wird eine periodische Eigenkalibrierung empfohlen, um genaue Messungen zu erhalten. Eine Kalibrierung sollte durchgeführt werden, wenn sich die Umgebungstemperatur seit der letzten Eigenkalibrierung um mehr als 5° C geändert hat, oder einmal wöchentlich. Im Oszilloskop-Menü ist kann dies manchmal unter dem Menüpunkt „Eigenkalibrierung“ eingestellt werden. Ausführlichere Anweisungen finden Sie in dem mit dem Oszilloskop gelieferten Handbuch.

Anschließen der Tastköpfe Nun können Sie einen Tastkopf an das Oszilloskop anschließen. Ein gut auf das Oszilloskop abgestimmter Tastkopf ermöglicht Ihnen, das gesamte Leistungsspektrum des Oszilloskops zu nutzen, und gewährleistet die Integrität des gemessenen Signals. Zum Messen eines Signals sind zwei Anschlüsse erforderlich: der Anschluss an der Tastkopfspitze und der Erdungsanschluss. Tastköpfe werden häufig mit einer Klemme zur Erdung des Tastkopfs gegenüber dem Prüfling geliefert. In der Praxis befestigen Sie die Erdungsklemme an einem bekannten Erdungspunkt in der Schaltung, wie z. B. dem Metallgehäuse eines Produkts, das Sie reparieren. Danach berühren Sie mit der Tastkopfspitze einen Prüfpunkt in der Schaltung.

Kompensation der Tastköpfe Passive, gedämpfte Spannungstastköpfe müssen mit dem Oszilloskop abgeglichen (kompensiert) werden. Ein passiver Tastkopf muss vor der Verwendung kompensiert werden, d. h. seine elektrischen Eigenschaften müssen mit einem bestimmten Oszilloskop abgeglichen werden. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, den Tastkopf immer zu kompensieren, wenn Sie das Oszilloskop vorbereiten. Ein schlecht abgestimmter Tastkopf kann zu ungenauen Messungen führen. Abbildung 65 veranschaulicht die Auswirkungen auf ein 1-MHz-Prüfsignal, wenn ein schlecht kompensierter Tastkopf verwendet wird. Bei den meisten Oszilloskopen ist an einer Klemme am vorderen Bedienfeld ein rechteckförmiges Referenzsignal verfügbar, mit dem der Tastkopf kompensiert werden kann. Nachstehend finden Sie allgemeine Anweisungen zum Kompensieren des Tastkopfs: Schließen Sie den Tastkopf an einen Vertikalkanal an. Verbinden Sie die Tastkopfspitze mit der Tastkopfkompensation, d. h. dem rechteckförmigen Referenzsignal. Befestigen Sie die Erdungsklemme des Tastkopfs an der Erdung. Zeigen Sie das rechteckförmige Referenzsignal an. Nehmen Sie die entsprechenden Einstellungen am Tastkopf vor, sodass die Ecken des Rechtecksignals tatsächlich einen rechten Winkel bilden.

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