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ABC der Oszilloskope

für deren Eingangssignal der stabile Zustand um die steigende Taktflanke herum liegt. Der stabile Zustand für das Ausgangssignal derselben Schaltung liegt im Bereich der abfallenden Flanke. Da die Taktdauer einer synchronen Schaltung nicht unbedingt konstant ist, weisen Zustandserfassungen anders als die Timing-Erfassung möglicherweise unterschiedliche Zeitabstände auf. Die digitalen Kanäle eines Mixed-Signal-Oszilloskops erfassen digitale Signale auf dieselbe Weise wie ein Logikanalysator im Timing-Erfassungsmodus. Das Mixed-Signal-Oszilloskop dekodiert dann die Timing-Erfassung und zeigt den getakteten Bus und eine Ereignistabelle dar, die wiederum der Anzeige eines Logikanalysators im Zustandserfassungsmodus gleicht und wichtige Informationen bei der Fehlersuche liefert. Es wurden die grundlegenden Oszilloskop-Bedienelemente beschrieben, deren Kenntnis für Einsteiger wichtig ist. Ihr Oszilloskop kann noch weitere Bedienelemente für verschiedene Funktionen haben. Dazu gehören möglicherweise: Automatische parametrische Messungen Messcursor Numerische Tastenfelder für mathematische Operationen oder Dateneingabe Druckfunktionen Schnittstellen zum Anschließen des Oszilloskops an einen Computer oder direkt an das Internet Lesen Sie die Bedienungsanleitung Ihres Oszilloskops, um detailliertere Informationen über die anderen, für Sie verfügbaren Bedienelemente zu erhalten.

Das vollständige Mess-System Tastköpfe Auch das genaueste Messgerät kann nur so genau wie die eingehenden Daten sein. Ein Tastkopf arbeitet mit einem Oszilloskop zusammen als Teil des Mess-Systems. Präzisionsmessungen beginnen an der Tastkopfspitze. Die richtigen, auf das Oszilloskop und den Prüfling abgestimmten Tastköpfe ermöglichen nicht nur ein sauberes Einspeisen des Signals in das Oszilloskop, sondern sie verstärken das Signal und verändern es nicht, um höchste Signalintegrität und Messgenauigkeit zu gewährleisten.

Abbildung 39. Dichtgepackte Bauteile und Systeme erfordern Tastköpfe mit kleinen Formfaktoren.

Um eine genaue Rekonstruktion des Signals sicherzustellen, sollten Sie einen Tastkopf wählen, der zusammen mit dem Oszilloskop die Taktrate um das Fünffache übersteigt. Tastköpfe werden zum Bestandteil der Schaltung und erzeugen resisitive, kapazitive und induktive Lasten, welche die Messung zwangsläufig ändern. Um die genauesten Ergebnisse zu erhalten, sollte ein Tastkopf mit möglichst geringer Last ausgewählt werden. Eine ideale Kombination des Tastkopfs mit dem Oszilloskop minimiert diese Last und ermöglicht es, den gesamten Leistungs- und Funktionsumfang des Oszilloskops zu nutzen. Ein weiteres Kriterium, das beim Tastkopf zu beachten ist, ist der Formfaktor. Tastköpfe mit kleinem Formfaktor gewähren leichteren Zugang zu den dicht gepackten Schaltungen von heute (siehe Abbildung 39). Es folgt eine kurze Beschreibung der verschiedenen Tastkopfarten. Weitere Informationen über diese wichtige Komponente des Mess-Systems finden Sie im TektronixEinführungshandbuch „ABC der Tastköpfe“.

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