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Einführungshandbuch

Triggerung auf der negativen Flanke mit auf 3 V eingestelltem Pegel

Positiver Anstieg

Negativer Anstieg 3V

Null Volt

Die Vortrigger-Darstellung ist eine wertvolles Hilfsmittel für die Fehlersuche. Wenn ein Problem intermittierend auftritt, können Sie auf dem Problem triggern, die Ereignisse aufzeichnen, die zu dem Problem führten, und dadurch möglicherweise die Ursache feststellen.

Eingangssignal

Triggerpegel und Flanke Triggerung auf der positiven Flanke mit auf 3 V eingestelltem Pegel

3V

Abbildung 35. Triggerung auf der positiven und negativen Flanke.

Triggerposition Das Bedienelement für die horizontale Triggerposition ist nur auf digitalen Oszilloskopen verfügbar. Das Bedienelement für die Triggerposition kann im Bedienabschnitt für die horizontalen Einstellungen des Oszilloskops enthalten sein. Es stellt die horizontale Position des Triggers in der Signalaufzeichnung dar. Durch Änderung der horizontalen Triggerposition lassen sich Einblicke in das Signalverhalten vor einem Trigger-Ereignis gewinnen. Dies wird als Vortrigger-Darstellung bezeichnet. Dabei wird die Länge des darstellbaren Signals vor und nach einem Triggerpunkt bestimmt. Digitale Oszilloskope können die Vortrigger-Anzeige ermöglichen, da sie das Eingangssignal laufend verarbeiten, unabhängig davon, ob ein Trigger empfangen wurde oder nicht. Durch das Oszilloskop fließt ein konstanter Datenstrom; der Trigger weist das Oszilloskop nur an, die aktuellen Daten im Speicher zu sichern. Im Gegensatz dazu stellen analoge Oszilloskope das Signal nur dar, d. h. es wird auf dem Kathodenstrahlbildschirm angezeigt, nachdem der Trigger erhalten wurde. Die Vortrigger-Darstellung ist daher bei analogen Oszilloskopen nicht verfügbar, ausgenommen ein kleiner Vortrigger-Anteil durch eine Verzögerungsleitung im Vertikalsystem.

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Die Bedienelemente für Triggerpegel und Flanke ermöglichen die grundlegende Triggerpunktdefinition und bestimmen, wie ein Signal dargestellt wird (siehe Abbildung 35). Die Trigger-Schaltung fungiert als Komparator. Flanke und Spannungspegel werden an einem Eingang des Komparators ausgewählt. Wenn das Triggersignal am anderen Komparatoreingang mit diesen Einstellungen übereinstimmt, erzeugt das Oszilloskop einen Trigger. Die Flankensteuerung bestimmt, ob der Triggerpunkt auf der ansteigenden oder abfallenden Flanke eines Signals liegt. Eine ansteigende Flanke ist eine positive Flanke, eine abfallende Flanke ist eine negative Flanke. Die Pegelsteuerung bestimmt, wo auf der Flanke der Triggerpunkt liegt.

Trigger-Quellen Das Oszilloskop muss nicht unbedingt auf dem dargestellten Signal getriggert werden. Mehrere Quellen können die Ablenkung triggern: Ein beliebiger Eingangskanal Eine andere externe Quelle außer dem Signal des Eingangskanals Das Netzsignal Ein intern durch das Oszilloskop erzeugtes Signal, aus einem oder mehreren Eingangskanälen definiert Meist können Sie das Oszilloskop so eingestellt lassen, dass es auf dem dargestellten Kanal triggert. Einige Oszilloskope verfügen über einen Trigger-Ausgang, der das Triggersignal auf ein anderes Messgerät übertragen kann. Das Oszilloskop kann eine alternative Triggerquelle verwenden, unabhängig davon, ob diese dargestellt wird oder nicht. Sie sollten daher darauf achten, nicht versehentlich auf Kanal 1 zu triggern, während beispielsweise Kanal 2 dargestellt wird.

ABC der Oszilloskope  
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