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ABC der Oszilloskope

Anstiegsraten-Triggerung. Hochfrequente Signale mit Anstiegsraten, die schneller sind als erwartet oder benötigt, können störende Energie abstrahlen. Die Anstiegsraten-Triggerung übertrifft die herkömmliche Flankentriggerung, indem das Zeitelement hinzugefügt wird und das selektive Triggern auf schnelle oder langsame Flanken ermöglicht wird.

Runt-Impuls-Triggerung. Runt-Triggerung ermöglicht das Erfassen und Untersuchen von Impulsen, die eine logische Schwelle überschreiten, jedoch nicht beide.

Glitch-Triggerung. Glitch-Triggerung ermöglicht das Triggern auf digitale Impulse, wenn diese kürzer oder länger sind als ein benutzerdefiniertes Zeitlimit. Diese Triggersteuerung ermöglicht die Untersuchung der Ursachen seltener Glitches und deren Auswirkungen auf andere Signale.

Logik-Triggerung. Logik-Triggerung ermöglicht das Triggern auf einer beliebigen logischen Kombination verfügbarer Eingangskanäle – dies ist besonders beim Funktionstest digitaler Schaltungen von Vorteil.

Trigger wenn: Zeit:

Impulsbreiten-Triggerung. Mit der ImpulsbreitenTriggerung kann ein Signal zeitlich unbegrenzt überwacht werden; dabei kann auf den ersten Impuls getriggert werden, dessen Dauer (Impulsbreite) außerhalb der zulässigen Grenzwerte liegt.

Setup-and-hold-Triggerung. Nur die Setup-andhold-Triggerung ermöglicht die deterministische Erfassung einer einmaligen Verletzung der Setup-andhold-Zeit, die bei anderen Triggermodi nahezu immer übersehen werden. Dieser Triggermodus erleichtert das Erfassen spezifischer Signalqualitäten und Timing-Details, wenn ein synchrones Datensignal den Setup-and-hold-Spezifikationen nicht entspricht.

Timeout-Triggerung. Die Time-out-Triggerung ermöglicht das Triggern auf einem Ereignis, ohne auf das Ende des Impulses zu warten. Die Triggerung erfolgt nach Ablauf einer angegeben Zeitdauer.

Kommunikations-Triggerung. Bei einigen Oszilloskopmodellen sind diese Triggerarten optional verfügbar. Sie dienen zum Erfassen einer großen Vielfalt von AMI (Alternate-Mark Inversion)-, CMI (Code-Mark Inversion)- und NRZ (Non-Return to Zero)-Kommunikationssignalen.

Abbildung 34. Gängige Triggerarten.

Bitmustertriggerung auf bestimmte Standardsignale (I2C, CAN, LIN usw.) – Einige Oszilloskope ermöglichen das Triggern auf bestimmten Signaltypen für serielle Standard-Datensignale wie CAN, LIN, I2C, SPI und andere. Die Dekodierung dieser Signaltypen ist auf vielen heutigen Oszilloskopen ebenfalls verfügbar. Parallelbus-Triggerung – Mehrere Parallelbusse können gleichzeitig definiert und dargestellt werden, um die Darstellung dekodierter Parallelbusdaten in Abhängigkeit von der Zeit zu vereinfachen. Indem festgelegt wird, welche Kanäle die Takt- und Datenleitungen sind, kann auf einigen Oszilloskopen eine Parallelbusanzeige erstellt werden, die den Businhalt automatisch dekodiert. Zahllose Arbeitsstunden können eingespart werden, indem Parallelbus-Trigger zur Vereinfachung der Erfassung und Analyse eingesetzt werden.

Optionale Trigger-Bedienelemente in einigen Oszilloskopen sind speziell auch für die Untersuchung von Kommunikationssignalen bestimmt. In Abbildung 34 werden einige dieser gängigen Triggerarten ausführlicher dargestellt. Die intuitive Benutzeroberfläche, die in einigen Oszilloskopen verfügbar ist, ermöglicht die rasche Konfiguration von TriggerParametern mit hoher Flexibilität beim Prüfungsaufbau, damit Sie Ihre Produktivität maximieren können.

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