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Einführungshandbuch

Vom DSO dargestellter Abtastpunkt

Der nicht erkennbare Glitch

Abbildung 23. Die Abtastrate ändert sich mit den Zeitbasis-Einstellungen – je langsamer die Zeitbasis-Einstellung, desto langsamer die Abtastrate. Einige digitale Oszilloskope bieten einen Spitzenwerterfassungsmodus zum Erfassen schneller Transienten bei niedrigen Ablenkgeschwindigkeiten.

Erfassungsmodi Abtastmodus: Dies ist der einfachste Erfassungsmodus. Das Oszilloskop erzeugt einen Signalpunkt, indem in jedem Signalintervall ein Abtastpunkt gespeichert wird. Spitzenwerterfassungsmodus: Das Oszilloskop speichert die Minima und Maxima der in zwei Signalintervallen erfassten Abtastpunkte und verwendet diese Punkte als die beiden einander zugeordneten Signalpunkte. Bei digitalen Oszilloskopen mit Spitzenwerterfassungsmodus wird der AD-Wandler mit einer schnellen Abtastrate ausgeführt, sogar bei sehr niedrigen Zeitbasis-Einstellungen (langsame Zeitbasis-Einstellungen bedeuten lange Signalintervalle). Daher können schnelle Signaländerungen erfasst werden, die im Abtastmodus zwischen den Signalpunkten auftreten würden (siehe Abbildung 23). Der Spitzenwerterfassungsmodus ist besondere dann von Vorteil, wenn schmale Impulse in zeitlich großen Abständen dargestellt werden sollen (siehe Abbildung 24). Hi-Res-Modus: Wie die Spitzenwerterfassung ist auch der Hi-Res-Modus eine Methode, weitere Daten zu erhalten, wenn der AD-Wandler schneller abtasten kann, als dies durch die Zeitbasis-Einstellungen erforderlich ist. In diesem Fall wird aus mehrere Abtastungen innerhalb eines Signalintervalls der Mittelwert gebildet, um einen Signalpunkt zu erzeugen. Das Ergebnis ist vermindertes Rauschen und eine verbesserte Auflösung bei Signalen mit niedriger Geschwindigkeit. Der Hi-Res-Modus hat gegenüber dem Mittelwert den Vorteil, dass er sogar bei Einzelschuss-Erfassungen verwendet werden kann. Hüllkurvenmodus: Der Hüllkurvenmodus ist dem Spitzenwerterfassungsmodus ähnlich. Im Hüllkurvenmodus werden jedoch die Minima und Maxima der Signalpunkte aus mehreren Erfassungen zu einem Signal zusammengesetzt, das die Min/Max-Akkumulation im Laufe der Zeit zeigt. Der Spitzenwerterfassungsmodus dient in der Regel zum Erfassen der Aufzeichnungen, die zur Darstellung des Hüllkurvensignals kombiniert werden.

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Abbildung 24. Mit dem Spitzenwerterfassungsmodus kann das Oszilloskop extrem kurze transiente Anomalien erfassen.

Mittelwertmodus: Im Mittelwertmodus speichert das Oszilloskop einen Abtastpunkt pro Signalintervall, genau wie im Abtastmodus. Die Signalpunkte aus aufeinanderfolgenden Erfassungen werden jedoch anschließend gemittelt, um das endgültige Signal zu erzeugen, das dargestellt wird. Der Mittelwertmodus verringert Rauschen ohne Bandbreitenverlust, setzt jedoch ein sich wiederholendes Signal voraus. Signaldatenbankmodus: Im Signaldatenbankmodus stellt das Oszilloskop eine Signaldatenbank zusammen, die ein dreidimensionales Array aus Amplitude, Zeit und Anzahl darstellt.

Starten und Anhalten des Erfassungssystems Einer der größten Vorteile von digitalen Oszilloskopen ist ihre Fähigkeit, Signale zur späteren Darstellung zu speichern. Dazu sind auf dem Bedienfeld gewöhnlich eine oder mehrere Tasten vorgesehen, mit denen das Erfassungssystem gestartet und angehalten werden kann, damit Sie die Signale ohne Zeitdruck analysieren können. Außerdem kann es wünschenswert sein, den Erfassungsvorgang des Oszilloskops nach Abschluss einer Erfassung oder nach Umwandlung einer Aufzeichnungsmenge in ein Hüllkurvensignal oder gemitteltes Signal automatisch anzuhalten. Diese Funktion wird in der Regel als Einzelablenkung oder Einzelsequenz bezeichnet. Die Bedienelemente dafür befinden sich entweder bei den anderen Erfassungs-Bedienelementen oder bei den TriggerBedienelementen.

ABC der Oszilloskope  
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