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Einführungshandbuch

Abbildung 6. Ein NTSC-Verbund-Videosignal ist ein Beispiel für ein zusammengesetztes Signal.

Abbildung 7. Serielles 622-Mbt/s-Augendiagramm.

Zusammengesetzte Signale

Einige Oszilloskope ermöglichen eine besondere Darstellung für bestimmte Arten von zusammengesetzten Signalen. Beispielsweise können Telekommunikationsdaten als Augendiagramm oder als Konstellationsdiagramm dargestellt werden.

Einige Signale kombinieren die Merkmale von Sinus-, Rechteck-, Stufen- und Impulssignalen und erzeugen dadurch zusammengesetzte Signale. Die Signalinformationen können in Form von Amplitude, Phase und/oder Frequenzvariationen in die Signale eingebettet sein. Obwohl das Signal in Abbildung 6 ein gewöhnliches Verbund-Videosignal ist, besteht es aus vielen Zyklen von Signalen mit höherer Frequenz, die in eine Hüllkurve mit niedrigerer Frequenz eingebettet sind. In diesem Beispiel ist es in der Regel am wichtigsten, die relativen Pegel- und Timing-Beziehungen dieser Treppensignale zu verstehen. Zur Darstellung dieses Signals benötigen Sie ein Oszilloskop, das die niederfrequente Hüllkurve erfasst und die höherfrequenten Signale helligkeitsmoduliert überlagert, damit Sie die Kombination als Bild sehen können, das sich visuell interpretieren lässt. DigitalPhosphor-Oszilloskope eignen sich am besten zur Darstellung zusammengesetzter Signale, wie z. B. Videosignale (siehe Abbildung 6). Deren Darstellungsart bietet die notwendigen Informationen zur Häufigkeit des Auftretens dieser Signale, oder helligkeitsmodulierte Darstellung, die zum Verständnis des tatsächlichen Signalverhaltens erforderlich sind.

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Digitale Telekommunikationsdatensignale können auf einem Oszilloskop als eine besondere Signalart dargestellt werden, die als Augendiagramm bezeichnet wird. Der Name basiert auf der Ähnlichkeit des Signals mit aufeinanderfolgenden Augen (siehe Abbildung 7). Augendiagramme werden erzeugt, wenn digitale Daten aus einem Empfänger abgetastet werden und am vertikalen Eingang anliegen, während die Datenrate zum Triggern der horizontalen Ablenkung verwendet wird. Das Augendiagramm stellt ein Bit- oder Einheitenintervall von Daten mit allen möglichen Flankenübergängen und Überlagerungszuständen in einer umfassenden Ansicht dar. Ein Konstellationsdiagramm dient zur Darstellung eines Signals, das mit einem digitalen Modulationsverfahren, wie zum Beispiel Quadraturamplitudenmodulation oder Phasenmodulation, moduliert wurde.

ABC der Oszilloskope  
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