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№ 29 · Sonntag, 22. Juli 2012

SPEZIAL > Seite 9

CFDs und SFDs – Trading ohne Grenzen Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, die jüngsten Nachrichten waren einmal mehr beunruhigend: So droht im Nahen Osten eine Eskalation. Einmal durch den immer heftiger tobenden Bürgerkrieg in Syrien, wobei man gar nicht wissen möchte, wer hier aus dem Ausland die Hände mit im Spiel hat. Außerdem wird nach dem Anschlag auf israelische Touristen in Bulgarien das Säbelrasseln zwischen Israel und dem Iran immer lauter. Vielleicht setzten jüngst die Ölpreise auch deshalb ihre Erholung sehr dynamisch fort. Fundamental scheint der Anstieg indes wenig gerechtfertigt. Schließlich dürfte die weltweite Wirtschaft weiter an Schwung verlieren. Die Weltbank warnte jüngst sogar vor einer tiefen

globalen Rezession und hob wie vorher schon der IWF mahnend den Zeigefinger gen Europa wegen der dort weiterhin grassierenden Staatsschuldenkrise. Zwar sollte man bei diesen maßgeblich von den USA geprägten Institutionen und den von dort kommenden Ermahnungen vorsichtig sein, unter anderem weil sie von den nicht minder großen Haushalts- und Wirtschaftsproblemen in den USA ablenken, dass Europa weit entfernt ist von einer Lösung des Schuldendilemmas, steht aber außer Frage. Herzlichst, Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


AKTIEN & MÄRKTE

Sonntag, 22. Juli 2012

AKTIEN & MÄRKTE Kolumne: Michael Blumenroth . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: Spanien – Zinsen und Zorn. . . . . . . . . . . 4 Märkte im Überblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . . 5 Aktie der Woche: Coca-Cola . . . . . . . . . . 6 SPEZIAL CFDs und SFDs. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Gastbeitrag: Christoph Lütchens . . . . . . . 12 UNTERNEHMEN Unternehmen der Woche: B. Braun . . . . . . 13 News: Yahoo, Intel, Ebay . . . . . . . . . . . . . . 14 FONDS Fonds der Woche: Lupus alpha Smaller German Champions . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: Silber-Capped-Bonus-Zertifikat . . . . . . 17 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Rohstoffe Rohstoff der Woche: Brent-Öl. . . . . . . . 19 Rohstoffanalysen: Mais, Baumwolle, Orangensaft, Zucker . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Lebensart Event der Woche: Fernweh – große Reisen und ihre Souvenirs. . . . . . . 21 Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Coffeetable-Favourites: Porsche 911 – die Prospekte seit 1964. . . . . 22 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 23

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SPEZIAL

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ZERTIFIKATE

Rohstoffe

Lebensart

Katerstimmung bei den Goldjungs Während viele von Ihnen sich auf den wohlverdienten Ur­ laub freuen, habe ich meine Ferien schon im Nordosten Deutschlands verbracht. Entgegen dem allgemeiMichael Blumenroth nen Wehklagen fand Edelmetallhändler der ich das Wetter wirkDeutschen Bank lich nicht so schlecht. Hand aufs Herz: Wer von uns fühlt sich denn wirklich wohl, wenn das Thermometer 35 Grad oder mehr anzeigt? Na also! Am Ende der Ferien verbrachte ich ein paar Tage auf Usedom, wo den Besucher noch die Reste des WM-Studios erwarten. Man kann quasi geweihten Boden betreten, auf dem unser ehemaliger Torwart-Titan gesessen und getwittert hat. Was allerdings auch daran erinnert, dass es nicht geklappt hat, den Pott von der Fußballeuropameisterschaft endlich mal wieder dahin zu bringen, wo er hingehört, nämlich zu uns. Ein Ziel, an dem Jogis Jungs denn leider doch gescheitert sind. Ähnlich das Gold. Nachdem es im letzten Jahr bis auf 1.920 US-Dollar/Unze stieg, gibt es jetzt lange Gesichter bei einem Großteil der Anleger – die meisten sind ja mittels Long-Positionen investiert. Die 2.000 US-Dollar/Unze schienen nur noch eine Frage der Zeit und die wenigsten Händler und Analysten zweifelten daran, dass wir dieses Jahr diese Marke mit Leichtigkeit nehmen würden. Vielleicht ist aber auch genau dies das Problem. Die große Mehrzahl der Marktteilnehmer ist bullish und hat sich dementsprechend positioniert. Das bedeutet, dass die Nachfrage dieser Investoren ja bereits in der Vergangenheit ausgeübt wurde. Ebenso könnte man ja denken, dass die dieses Frühjahr mal wieder zu eskalieren scheinende Euro-Krise

dem Goldpreis mehr hätte auf die Sprünge helfen sollen. Das Problem hierbei ist aber, dass diejenigen, die sich vor Ungemach aus dieser Ecke mittels Goldkäufen schützen wollen, dies auch schon während der letzten Jahre getan haben. Der Goldpreis gegen Euro gesehen handelt ja auch recht unverändert während der letzten Monate. Was den Goldpreis wirklich etwas unter Druck gesetzt hat in den letzten Wochen, ist zum einen das Wiedererstarken des US-Dollar insbesondere gegen den Euro. Wobei vermutlich spätestens am Jahresende die Probleme der US-Schulden und der US-Economy wieder thematisiert werden. Zum anderen die Neigung von Händlern, in Zeiten großer Unsicherheit wie neulich vor dem EU-Gipfel Positionen und somit auch Gold-Positionen glattzustellen. Ebenso erwartete der Markt offensichtlich zu sehr, dass die EZB und die Fed die Märkte weiterhin mit ungewöhnlich viel Geld versorgen (QE3 das Stichwort), was bis jetzt noch nicht passiert ist. Dennoch: Noch ist nicht aller Tage Abend. Das Umfeld ist immer noch pro Gold gestimmt. Extrem niedrige Zinsen jetzt, Inflationserwartungen in der Zukunft, das mag das Gold. Meine geschätzten Kollegen vom Rohstoff-Research erwarten die 2.000 USDollar/Unze im ersten Quartal 2013 und viele andere Meinungen gehen auch in diese Richtung. Und war nicht auch die EM für das deutsche Team ein Traum bis zum Halbfinale? Hatte man nicht fast den Eindruck, niemand wäre wirklich verwundert, wenn Jogi beim Übers-Wasser-Laufen fotografiert worden wäre? Und dann misslingen 90 Minuten und schon ist er der Depp und die Spieler alle Memmen? Gemach. Aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben. Dann klappt es halt 2014 bei der WM. In diesem Sinne wünsche ich einen sonnigen Restsommer.


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Tops und Flops der Woche

tops ADVA: Quartalsüberschuss vervielfacht Der im TecDAX notierte Netzwerkausrüster ADVA (WKN: 510300) vervielfachte den Gewinn im zweiten Quartal von 837.000 auf 5,10 Mio. Euro. Der Vorsteuergewinn legte von 1,02 auf 7,54 Mio. Euro zu, das operative Ergebnis von 2,41 auf 5,90 Mio. Euro. Im Vergleich zur Vorjahresperiode kletterte der Umsatz von 77,84 auf 85,88 Mio. Euro. ADVA selbst hatte 81 bis 86 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Im laufenden dritten Quartal sollen 82 bis 87 Mio. Euro durch die Bücher fließen. Bank of America: Gewinn höher als erhofft Die Bank of America (WKN: 858388) verdiente im zweiten Quartal 2,46 Mrd. US-Dollar. In der Vorjahresperiode hatten Abschreibungen und Sonderbelastungen aus zwielichtigen Hypothekengeschäften der Bank 8,83 Mrd. US-Dollar Verlust beschert. Auf die Anteilseigner entfielen 2,10 Mrd. US-Dollar Gewinn. Das Ergebnis je Aktie stieg von –0,90 auf +0,19 US-Dollar. Der Umsatz kletterte von 13,24 auf 21,97 Mrd. US-Dollar. Experten hatten 22,8 Mrd. US-Dollar Umsatz und 0,16 US-Dollar Gewinn je Aktie prognostiziert. IBM: Mehr verdient In den vergangenen drei Monaten legte der Gewinn von IBM (WKN: 851399) dank reduzierter Kosten von 3,66 auf 3,88 Mrd. US-Dollar zu. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich auch aufgrund einer deutlich gesunkenen Aktienzahl von 3,00 auf 3,34 US-Dollar, vor Sonderposten von 3,09 auf 3,51 US-Dollar. Der Umsatz schrumpfte dagegen von 26,67 auf 25,78 Mrd. US-Dollar. Analysten waren von 26,3 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie vor Sonderposten 3,43 US-Dollar Gewinn je Aktie ausgegangen.

Flops Puma: Gewinnwarnung Die Euro-Krise hinterlässt Spuren: Puma (WKN: 696960) rechnet im abgelaufenen ersten Halbjahr aufgrund des lahmenden Europageschäftes mit einem Gewinnrückgang um 13%. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) werde rund 11% unter dem Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraums liegen, warnte der adidas-Konkurrent. Der Umsatz legte in den vergangenen sechs Monaten dagegen um 8,8% zu. Im Gesamtjahr wird der Gewinn aufgrund von Sonderbelastungen das Vorjahresniveau (230,1 Mio. Euro) deutlich verfehlen. Nokia: Bilanzkrater vergrößert Im zweiten Quartal erhöhte sich der Verlust von Nokia (WKN: 870737) von 492 Mio. auf 1,53 Mrd. Euro. Je Aktie stieg der Fehlbetrag von 0,10 auf 0,38 Euro. Vor Sonderposten sank das Ergebnis je Aktie von +0,06 auf –0,08 Euro. Der Umsatz schrumpfte von 9,28 auf 7,54 Mrd. Euro. Desaströs verlief das Geschäft mit Smartphones: Die Zahl verkaufter Geräte brach von 16,7 auf 10,2 Mio. ein, der Umsatz von 2,35 auf 1,54 Mrd. Euro. Von 71,8 auf 73,5 Mio. stieg die Zahl verkaufter Handys – der Umsatz sank jedoch von 2,57 auf 2,29 Mrd. Euro. Johnson & Johnson: Überschuss halbiert Der Gewinn von Johnson & Johnson (WKN: 853260) halbierte sich im zweiten Quartal von 2,78 auf 1,41 Mrd. US-Dollar – Abschreibungen im Volumen von 2,2 Mrd. US-Dollar belasteten. Der Gewinn je Aktie sank von 1,00 auf 0,50 US-Dollar. Vor Sonderposten verdiente der Pharma- und Medizintechnikkonzern 1,30 Dollar je Aktie (2. Quartal 2011: 1,28 Dollar). Der Umsatz ging von 16,60 auf 16,48 Mrd. US-Dollar zurück. Experten hatten 16,7 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie vor Sonderposten 1,29 US-Dollar Gewinn je Aktie erwartet. 03

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Zitat der Woche

„Die Märkte zweifeln an Spanien.“

Finanzminister Schäuble hat den Bundestag eindringlich um Zustimmung für eine milliardenschwere Finanzspritze für das Krisenland gebeten. Nur so lasse sich die Lage be­ruhigen und eine Kettenreaktion vermeiden.

Zahl der Woche

„Zehn Stimmen“ Die europäische Rettungsaktion für die maroden spanischen Banken hat eine entscheidende Hürde genommen: Der Bundestag billigte die Milliardenhilfe am Donnerstag, Schwarz-Gelb verfehlte jedoch erneut die Kanzlermehrheit – diesmal um zehn Stimmen. TER MINE DER WOCHE 24.07. 10:00 EWU Einkaufsmanagerindizes (1. Veröffentlichung) Juli 24.07. - China Einkaufsmanagerindex verarb. Gew. (1. Veröff.) Juli 25.07. 10:00 DE ifo Geschäftsklimaindex Juli 26.07. 08:10 DE GfK, Konsumklima­ indikator August 26.07. 14:30 USA Auftragseingänge langlebige Güter Juni 27.07. 14:30 USA BIP Q2/ (erste Schätzung) 27.07. - DE Verbraucherpreis­ index (vorläufig) Juli


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Markt im Fokus

Spanien:

Zinsen und Zorn In Sachen europäische Schuldenkrise stand in der vergangenen Woche einmal mehr Spanien im Fokus. Die Abwärtsspirale ist auch hier in vollem Gange und man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass die angedachten bis zu 100 Mrd. Euro für die Insolvenzverschleppung der spanischen Banken nicht lange ausreichen werden und auch das Haushaltsdefizit des Landes bald nicht mehr über den Kapitalmarkt zu finanzieren sein wird. Das große Misstrauen, das Investoren derzeit der viertgrößten Euro-Wirtschaft entgegenbringen, ist nicht zu übersehen. Zwar

Dow Jones Spain Index

Indizes Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX TecDAX SDAX EUROSTX 50 Nikkei 225 Hang Seng

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gab es am Aktienmarkt jüngst keine größeren Verluste. Die Entwicklung auf dem Rentenmarkt spricht jedoch eine deutliche

Stand: 20.07.2012 (11.00 Uhr)

Stand: Freitag nach Börsenschluss

20.07.2012 % Vorwoche 52weekHigh % 52week 12822,57 +0,36% 13338,66 +1,99% 1362,66 +0,43% 1422,32 +2,78% 2925,30 +0,58% 3133,97 +3,95% 6630,02 +1,11% 7382,80 -8,19% 10807,07 +1,75% 10977,28 +0,34% 768,55 +2,30% 855,39 -8,51% 4936,66 +1,38% 5444,21 -7,20% 2237,33 -0,96% 2796,57 -17,31% 8669,87 -0,62% 10255,15 -13,35% 19640,80 +2,87% 22808,33 -10,74%

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Sprache. Die Rendite für zehnjährige spanische Staatsanleihen am Sekundärmarkt hat in der vergangenen Woche weiter zugelegt und ist erneut über die Marke von 7% gestiegen. Auch bei der Aufnahme neuer Kredite musste das Land im Vergleich zu den letzten Auktionen deutlich höhere Renditen bieten. Außerdem ging die Nachfrage zurück. Selbst die geplanten Hilfen für den angeschlagenen Bankensektor Spaniens können nicht für eine nachhaltige Beruhigung sorgen. Offenbar glaubt niemand, dass die Gelder ausreichen werden, um noch zu einer Lösung zu führen. Auch das am Freitag der Vorwoche von der spanischen Regierung beschlossene weitere Sparpaket im Umfang von 65 Mrd. Euro gibt wenig Anlass, an eine Sanierung des maroden Staatshaushaltes zu glauben, zumal dies die ohnehin stark angeschlagene Wirtschaft weiter in Mitleidenschaft ziehen dürfte. Kein Wunder also, dass sich auch in der spanischen Bevölkerung verstärkt Widerstand regt und sich der Zorn Bahn bricht wie jüngst bei den Massenprotesten. Weitere Streiks und Unruhen dürften folgen. Auch der Niedergang der spanischen Wirtschaft wird sich fortsetzen. Denn auch hier wird wie im Fall Griechenland die Sparknute aus Brüssel schon dafür sorgen, dass im Gegenzug für wohl bald unumgängliche weitere Finanzhilfen immer neue Sparmaßnahmen nötig sind, die die Abwärtsspirale nähren.


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Märkte im Überblick

usa

Deutschland

Ben und Bilanzen

Wie nachhaltig ist die Sommerrally?

Europa

Neue alte Sorgen

Die US-Notenbank (Fed) bleibt bei ihrer Strategie, sich die Tür für weitere geldpolitische Schritte zur Ankurbelung der schwächelnden US-Wirtschaft offen zu halten. Nachdem Fed-Chef Ben Bernanke die Hoffnungen der Finanzmärkte auf baldige Maßnahmen bei seiner Anhörung vor dem US-Kongress am Dienstag erneut dämpfte, indem er abermals nur die grundsätzliche Handlungsbereitschaft betonte, sich bezüglich konkreter Maßnahmen aber erneut zurückhielt, brachte auch der Konjunkturbericht („Beige Book“) am Mittwoch keine neuen Erkenntnisse. Nach drei schwachen US-Arbeitsmarktberichten in Folge hatte die Wall Street zunehmend auf Unterstützung der Fed für die lahmende US-Konjunktur spekuliert. Sie bescheinigte der Wirtschaft aber weiterhin ein mäßiges bis moderates Wachstum. Die Hoffnung auf weitere geldpolitische Maßnahmen dürfte aber nicht abreißen, auch wenn sich über Sinn und Unsinn solcher Aktionen trefflich streiten lässt. Ansonsten standen in der vergangenen Woche die Quartalszahlen im Fokus. Und hier gab es einige positiv aufgenommene, weshalb die teilweise schlechter als erwarteten Konjunkturdaten (u. a. Einzelhandelsumsätze, Philadelphia Fed Index) und auch die anhaltenden Sorgen wegen der Schuldenkrise in Europa zunächst in den Hintergrund traten. Letztere verstärkten sich jedoch am Freitag, was die Gewinne zur Vorwoche schmälerte.

Die deutschen Aktienindizes verzeichneten jüngst Gewinne. Zu den Erklärungsversuchen für die positive Wochenbilanz gehören die noch immer vorherrschende hartnäckige Hoffnung auf weitere Konjunktur stützende Maßnahmen durch Notenbanken weltweit, als solide bezeichnete Quartalszahlen aus Europa und den USA sowie der kleine Verfallstag am Freitag an der Terminbörse. Angesichts der kräftigen Zuwächse seit dem Zwischentief von Juni, der DAX legte seither um mehr als 12% zu, spricht manch einer sogar von Sommerrally. In der vergangenen Woche legte der Leitindex am Ende um 1,1% zu, hatte damit von seinen zwischenzeitlich noch größeren Gewinnen einiges abgegeben. Er war dabei zunächst deutlich über das Hoch aus der Vorwoche geklettert und hatte zudem das 61,8%-Fibonacci-Retracement der Abwärtswelle seit März überwunden, was aus charttechnischer Sicht das aufgehellte Bild verstärkte, das in den beiden Vorwochen durch den Ausbruch über die mittelfristige Abwärtstrendlinie gemalt wurde. Auf der Suche nach fundamentalen Gründen für die jüngste positive Tendenz wird man allerdings kaum fündig, weshalb die Sommerrally mit Vorsicht zu betrachten ist. Dennoch könnten die Kurse noch weiter aufwärts getrieben werden, man sollte sich aber nicht in Sicherheit wiegen und eventuelle Long-Positionen konsequent überwachen und absichern.

Nachdem viele europäische Aktienmärkte im Wochenverlauf zunächst eine positive Tendenz eingeschlagen hatten, trübte sich vor dem Wochenende die Kauflaune ein. Vielleicht lag es am kleinen Verfallstag an den europäischen Terminbörsen. Andere sprachen von Gewinnmitnahmen und verwiesen auf den Anleihenmarkt. Dort waren die Risikoaufschläge für Staatsanleihen aus Spanien und Italien kräftig gestiegen, die für zehnjährige spanische Papiere erreichten zu vergleichbaren deutschen Papieren sogar neue Rekordhochs. Die Problematik der Schuldenkrise mit ihren derzeit großen Sorgenkindern ist damit wieder verstärkt im Blick. Dazu passten am Freitag auch die Aussagen der Citigroup. Deren Europa-Chefvolkswirt erwartet gar eine weitere Verschärfung des Schuldendilemmas in der Eurozone. „Griechenland wird wahrscheinlich schon in den nächsten Monaten aus dem Währungsraum ausscheiden“, sagte er. Ferner geht er davon aus, dass die beiden großen Krisenländer Hilfe aus den EuroRettungsmechanismen in Anspruch nehmen werden und die durch diese Entwicklung verursachte Verunsicherung zu zwei Jahren Rezession in der Eurozone führen dürfte. Da fragt man sich, welches Kalkül hinter diesen mahnenden Tönen steckt. „Die Zuspitzung der Entwicklung wird auch zu weiteren Integrationsschritten führen. Die Schritte hin zu einer Bankenunion sind richtig“, hieß es.

S&P 500

DAX

EURO STOXX 50

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Stand: 20.07.2012

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Aktie der Woche

Prickelndes Investment

Investoren dürften in den vergangenen Jahren an der Aktie von Coca-Cola ihre Freude gehabt haben. Seit dem Zwischentief im März 2009 ist ein übergeordneter Aufwärtstrend auszumachen. Außerdem ist der weltweit aktive US-Getränkekonzern bekannt für seine aktionärsfreundliche Gewinnbeteiligungspolitik. Er zahlte seit 1920 jedes Jahr eine Dividende. Coca-Cola ist eine durch kon- 2011 waren es 1,88 UStinuierlich solide Ergebnisse Dollar je Aktie oder in glänzende Firma und bleibt Summe 4,3 Mrd. USdamit langfristig interessant. Dollar. Darüber hinaus werden kontinuierlich eigene Aktien zurückgekauft. Im vergangenen Jahr für 2,9 Mrd. US-Dollar. Insgesamt flossen 2011 somit 7,2 Mrd. US-Dollar an die Aktionäre. 2012 soll die Dividende erneut zulegen und damit das 06

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Foto: Coca-Cola

Coca-Cola gilt als das weltweit meistverkaufte Erfrischungsgetränk. Zwar lässt sich darüber streiten, ob die süße Limonade tatsächlich erfrischt, hinsichtlich der geschäftlichen Entwicklung des gleichnamigen Getränkekonzerns ist das Urteil aber eindeutig. Das Unternehmen überzeugt seit Jahren mit soliden Ergebnissen. So auch jüngst mit den Zahlen für das zweite Quartal. Die Aktie bleibt damit eine spritzige Angelegenheit für Depots langfristig orientierter Anleger.

50. Jahr hintereinander. Vorgesehen ist ein Anstieg von 8,5%. Die ersten beiden Quartalsdividenden lagen bei jeweils 0,51 US-Dollar, insgesamt dürften es 2,04 US-Dollar werden. Darüber hinaus sollen 2012 weitere Aktien für 2,5 bis 3 Mrd. US-Dollar zurückgekauft werden. Ferner ist ein Aktiensplit zum 27. Juli von 1 : 2 vorgesehen. Dies ist

Coca-Cola

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Aktie der Woche

zwar nur ein buchhalterischer Akt, da nur die Anzahl der ausstehenden Aktien verdoppelt wird und jeder Aktionär für ein am Stichtag gehaltenes Papier dann zwei im Portfolio hat. Der Nebeneffekt ist jedoch, dass sich der Kurs theoretisch halbiert, was die Aktie optisch billiger und damit attraktiver für weitere Anleger macht. jüngst

Mit den vorgelegten Quartalszahlen ist der Konzern auf Kurs, im Gesamtjahr 2012 das EPS weiter zu steigern.

Kontinuierlich solide Ergebnisse Basis für die aktionärsfreundliche Gewinnbeteiligungspolitik sind ein starkes Geschäftsmodell und die daraus resultierenden, kontinuierlich soliden Ergebnisse. Im Geschäftsjahr 2011, in dem die 1886 gegründete Firma ihr 125-jähriges Jubiläum feierte, erzielte sie 46,54 Mrd. US-Dollar Umsatz. Dies entsprach einem kräftigen Plus zum Vorjahr von 32,5%, das zum Großteil auf die im Schlussquartal 2010 erfolgte und 2011 voll konsolidierte Übernahme des größten nordamerikanischen Abfüllers Coca-Cola Enterprises (CCE) zurückzuführen ist. Mit diesem Schritt nimmt

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der Konzern den Vertrieb in Nordamerika in die eigene Hand. Dadurch soll dieser hart umkämpfte Markt besser bearbeitet und außerdem sollen Produktivitätssteigerungen und Kostensenkungen realisiert werden. Beim operativen Ergebnis ging es 2011 von 8,45 auf 10,15 Mrd. US-Dollar aufwärts. Der Nachsteuergewinn sank wegen positiver Sondereffekte 2010 vor allem im Zusammenhang mit der Übernahme von CCE von 11,86 auf 8,63 Mrd. US-Dollar. Das entsprechende Ergebnis je Aktie (EPS) gab von 5,06 auf 3,69 US-Dollar nach. Bereinigt um Sondereffekte stieg der Profit je Aktie von 3,49 auf 3,84 Mrd. US-Dollar. Gutes zweites Quartal Mit den jüngst vorgelegten Quartalszahlen ist der Konzern auf Kurs, im Gesamtjahr 2012 das EPS weiter zu steigern. Zwar stag­ nierte der Nachsteuergewinn im Zeitraum April bis Juni mit 2,8 Mrd. US-Dollar auf dem Niveau des Vorjahresniveaus von 2,807 Mrd. US-Dollar, aufgrund der geringeren Anzahl an ausstehenden Aktien legte das EPS jedoch von 1,20 auf 1,21 US-Dollar zu. Im ersten Halbjahr insgesamt ging es von 2,02 auf 2,11 US-Dollar je Aktie aufwärts, sodass für das Gesamtjahr mehr als 4,00 US-Dollar Profit je Anteilschein nicht unrealistisch sind. Die Stagnation des Profits im zweiten Quartal spiegelt zudem nicht die tatsächliche operative Geschäftsentwicklung wider, da hier Sondereffekte für eine Verzerrung sorgten. Das darum bereinigte EPS stieg von 1,17 auf 1,22 USDollar. Für eine solide Geschäftsentwicklung sprechen ferner das um 4% auf 3,29 Mrd. US-Dollar gestiegene operative Ergebnis sowie der um 3% auf 13,09 Mrd. USDollar erhöhte Umsatz. Starkes Portfolio Firmenlenker Muhtar Kent strich mit Blick auf die Q2-Bilanz heraus, dass es CocaCola gelungen sei, den Absatz weltweit zu steigern. Er legte um 4% zu. Besonders gut

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Derivate auf Coca-Cola WKN DZ7GGH TB6QSM DZ5XU4

Typ Hebel-Zert. (Long) Hebel-Zert. (Long) Hebel-Zert. (Short)

Basispreis 60,67 USD 59,93 USD 94,59 USD

verkauften sich die eigenen Getränke in den Schwellenländern. In Indien lag das Plus bei 20%. In Russland ging es um 9%, in China um 7% und in Brasilien um 6% aufwärts. In Nordamerika gab es einen Anstieg von 1%. Europa verzeichnete indes einen Rückgang von 4%. Dort wurde in den Schuldenkrisen geplagten Ländern Süd­ europas sowie wegen des schlechten Wetters im Norden weniger getrunken. Alles in allem überzeugt die Performance dennoch, was auch an dem starken, sowohl regional als auch bei den Produkten breit diversifizierten Portfolio liegt. Coca-Cola stellt Erfrischungsgetränke mit und ohne Zucker her, neben der gleichnamigen Brause auch andere weltweit bekannte Limonaden wie Fanta und Sprite, hat zudem Mineral- und Tafelwasser, Eistees, Schorlen, Sport- und Energiegetränke sowie Säfte im Angebot. Insgesamt verkauft der Konzern weltweit mehr als 800 verschiedene Getränke unter 500 verschiedenen Marken. Inklusive Coca-Cola umfasst das Portfolio dabei 15 milliardenschwere Marken. Abgesetzt werden die Getränke in mehr als 200 Ländern. Ehrgeizige Ziele Auf den erzielten Erfolgen und der erreichten Stellung ruht sich der Konzern nicht aus. Der Vorstand hatte Ende 2009 den ehrgeizigen Plan formuliert, den Getränkeabsatz bis 2020 zu verdoppeln, und feilt seither an der Umsetzung der Wachstumsstrategie, zu der neben der Entwicklung neuer Produkte auch die Festigung der Präsenz in den jeweiligen Märkten sowie deren Ausbau gehören. Außerdem sind weitere Produktivitätssteigerungen und Kosteneinsparungen von 550 08

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Knock-out Laufzeit Hebel 63,06 USD open end 4,68 62,93 USD open end 4,54 91,74 USD open end 4,42

Coca-Cola ISIN: US1912161007 WKN: 850663 Kurs 20.07.12: 77,03 USD 52-Wochen-Hoch: 79,36 USD 52-Wochen-Tief: 63,34 USD Empf. Stop-Loss: 69,50 USD Unser Anlageurteil: langfristiger Kauf Stand: Freitag nach Börsenschluss

bis 650 Mio. US-Dollar im Jahr vorgesehen, die ab 2015 voll zum Tragen kommen sollen. Wie der Vorstand jüngst erläuterte, sieht er das Unternehmen auf gutem Weg, die Ziele für 2020 zu erreichen, trotz einer sehr herausfordernden und schwer vorauszusagenden Weltwirtschaft. Zu den langfristigen Vorhaben zählen außerdem ein jährliches Absatzwachstum von 3% bis 4%, ein jährliches Umsatzplus von 5% bis 6% sowie ein um Währungseffekte bereinigtes jährliches Plus beim operativen Ergebnis von 6% bis 8%.

Fazit Coca-Cola ist ein bestens positioniertes und durch kontinuierlich solide Ergebnisse glänzendes Unternehmen. Daran dürfte sich wohl auch künftig nichts ändern, ist der Konzern doch ständig damit beschäftigt, die Weichen für weiteres profitables Wachstum zu stellen. Eine gesunde Bilanz, ein starker operativer Cashflow sowie die sehr aktionärsfreundliche Gewinnbeteiligungspolitik runden das Bild ab. Der weltweit größte Getränkehersteller, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Welt zu erfrischen, bleibt daher ein prickelndes Langfristinvestment.

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CFDs und SFDs – Trading ohne Grenzen Trading-orientierte Anleger bekommen immer mehr Finanzprodukte an die Hand. Die Neulinge glänzen mit hohen Hebeln und niedrigen Gebühren. Herkömmliche Optionen und Hebel-Zertifikate können da kaum noch mithalten. Doch es gibt einiges zu beachten beim Handel mit CFDs & Co. Der im letzten Jahr vollzogene Markteintritt der Sparkassentochter S-Broker und der Comdirect-Bank in den Handel mit CFDs war so etwas wie der Ritterschlag für das noch junge Segment. Letzteres wird hierzulande von den Spezialisten CMC Markets, IG Markets und Marketindex dominiert. CFD ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung „contracts for difference“. Die Entsprechung im Deutschen lautet Differenzkontrakte beziehungsweise Kursdifferenzgeschäfte. CFDs auf dem Vormarsch Entwickelt wurde das Produkt am Finanzplatz London, wo es zwischenzeitlich eine enorme Bedeutung erlangte: „Rund ein Drittel der Umsätze an der London Stock Exchange gehen bereits auf CFDs zurück“, so Thomas Pfaff von S-Broker in einem ARD-Interview. Die Dominanz der 09

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britischen Anbieter kommt also nicht von ungefähr. Doch der deutsche Markt entwickelt sich sprunghaft und hat inzwischen mächtig aufgeholt: „Deutschland ist mittlerweile einer der größten CFD-Märkte weltweit. Es gibt mehr aktive CFD-Trader in Deutschland als in Frankreich, Großbritannien, Singapur und Australien. Allerdings ist der britische Spreadbetting-Markt – ein ähnliches Finanzprodukt wie CFDs – größer als der deutsche Markt“, so Uwe Helmes, zuständiger Senior Analyst der australischen Marktforschungsfirma Investment Trends in einem Interview. Neue Finanzinstrumente CFDs gehören wie Optionsscheine und Zertifikate zur Gruppe der derivativen Finanzinstrumente. Wie der Name bereits andeutet, ist der Differenzkontrakt ein Vertrag zwischen einem Käufer und einem


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Verkäufer über den Ausgleich der Kursdifferenz eines bestimmten Basiswertes. Im Gegensatz zu Zertifikaten handelt es sich bei diesen Kontrakten jedoch um ein sogenanntes unverbrieftes Finanzinstrument. Das heißt, CFDs sind keine Wertpapiere – wie beispielsweise Aktien – und auch nicht standardisiert. Weil Kauf und Verkauf nicht über Dies hat zur Folge, dass die Kontrakte eine Börse laufen, sind Geschäfte in der Regel nicht über eine Börse mit CFDs deutlich günstiger. gehandelt werden. Stattdessen wird der Markt von den Anbietern selbst organisiert, die als Market Maker auftreten und die Kauf- und Verkaufskurse für die jeweiligen Basiswerte stellen. Das hat Vor- und Nachteile. Transparenz ist Trumpf Um eine bestimmte Position aufzubauen, muss im Falle der Differenzkontrakte zunächst einmal nicht die komplette Position erworben, sondern lediglich eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegt werden. Dadurch entsteht, ähnlich wie bei Futures, automatisch ein bestimmter Hebel, denn der Anleger partizipiert mit jedem Kontrakt zu 100% an der Entwicklung des Basiswertes. Einziger Einflussfaktor auf den Preis ist im Grunde die Entwicklung des Basiswertes selbst. Die Volatilität oder Angebot und Nachfrage spielen keine Rolle. Die Preisbildung ist daher besonders transparent und kalkulierbar: Im Unterschied zu Optionsscheinen beträgt

die Partizipation an den Veränderungen des Basiswertes immer 100%. So funktionieren CFDs Die Funktionsweise lässt sich an einem Beispiel nachvollziehen. Der Kauf kurs eines CFDs entspricht dem Kurs des Basiswertes, in unserem Beispiel liegt dieser bei 100 Euro. Ein Anleger kauft nun 100 CFDs mit einem Gesamtwert von 10.000 Euro. Im Gegensatz zu der Direktanlage muss der Anleger jedoch nicht den vollen Betrag auf bringen, sondern lediglich eine Margingebühr in Höhe von 5% des Volumens hinterlegen. In unserem Beispiel also lediglich 500 Euro. Steigt der Basiswert, beispielsweise eine Aktie, in den folgenden Tagen um 5% auf 105 Euro, dann hätte der Anleger einen Gewinn von 500 Euro (100 Aktien x 5 Euro Gewinn) erzielt. Bezogen auf seinen Kapitaleinsatz von 500 Euro entspricht dies einer Rendite von 100%. Bei einem direkten Kauf der Aktie hätte der Anleger 10.000 Euro auf bringen müssen und

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bezogen darauf lediglich 5% erwirtschaftet. Mit den CFDs hebelt der Anleger seinen Einsatz in diesem Beispiel also um das 20-Fache. Günstiger geht’s nicht Weil Kauf und Verkauf nicht über eine Börse laufen, sind Geschäfte mit CFDs zudem auch deutlich günstiger. So weisen CFDs gegenüber Index-Zertifikaten tendenziell deutlich geringere Spreads auf. Bei zahlreichen Brokern beträgt die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs für DAX und Dow Jones gerade einmal zwei Punkte. Zinskosten werden nur bei einer Haltedauer über Nacht berechnet – Kommissionen fallen meist nur beim Handel von Einzeltiteln an. Dagegen kostet ein Kauf oder Verkauf bei Zertifikaten in der Regel mindestens 5 Euro – ein Round-Turn, das Öffnen und Schließen einer Position, mithin 10 Euro. Wer täglich mehrmals kauft und verkauft, kann im Laufe einiger Wochen daher mit CFDs Hunderte Euro sparen. Die häufig kritisierte Abhängigkeit von der Kursstellung des Market Makers gilt ebenso für Zertifikate. Zwar werden deren Preise an den Derivatebörsen quotiert – die Kurse kommen jedoch auch hier vom Market Maker. Dazu kommt, dass CFDs im Gegensatz zu den Zertifikaten unter die Einlagensicherung fallen. Bei einer Pleite des Emittenten ist das eingesetzte Kapital – im Gegensatz zu Zertifikaten – also nicht verloren.

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Produkte vor allem für Heavy Trader interessant. Die Produkte ermöglichen es ihnen, selbst mit kleiner Kapitalausstattung ein relativ großes Rad zu drehen. Auf diese Weise lässt sich auch aus Kursbewegungen von nur wenigen Indexpunkten noch Kapital schlagen. Der Anlagehorizont dieser Klientel ist auf einige Stunden begrenzt, die einzelnen Positionen werden nicht selten nur wenige Sekunden oder Minuten gehalten. Für diese Gruppe eignen sich die Differenzkontrakte also perfekt. Aber auch die wachsende Zahl trading-orientierter Anleger mit kleineren Budgets kann aus den Produkten Vorteile ziehen. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man sich zunächst mit der Funktionsweise auseinandersetzt und ein Gefühl für die Hebelwirkung entwickelt. Demokonten der Broker und kleinere Einsätze auf SFDs – die mit einem vergleichsweise moderaten Hebel von 5 ausgestattet sind – sind hierfür prädestiniert.

Mischform aus CFD und Zertifikat Eine Mischform aus CFDs und Zertifikaten stellen Straight Forward Dealings dar, sogenannte SFDs. Letztere wurden von Lang & Schwarz entwickelt und sind im Gegensatz zu den CFDs verbriefte Produkte. Insofern fallen sie nicht unter die Einlagensicherung und der Anleger trägt das Kontrahentenrisiko, sprich das Risiko eines Ausfalls des Emittenten. Ein Vorteil gegenüber den CFDs ist demgegenüber, dass sich die Spreads konsequent an An- bzw. Verkaufskursen der Basiswerte orientieren: „Der ständige Vergleich mit dem Referenzmarkt XETRA gibt dem Anleger die Sicherheit, dass sein Investment im Ergebnis von nichts anderem, als von der Entwicklung der zugrunde liegenden Aktie beeinflusst wird“, so Lang & Schwarz. Weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Verlustrisiken. SFDs verfügen stets über eine Stop-Loss-Barriere. Auf diese Weise ist der maximale Verlust auf das eingesetzte Kapital begrenzt. Das ist bei CFDs nicht standardmäßig der Fall, jedoch bieten viele Broker mittlerweile entsprechende Konten oder Einstellungsmöglichkeiten an.

Fazit Insbesondere für semi-professionelle Anleger nehmen die Möglichkeiten mit CFDs & Co. deutlich zu. Long- und Short-Differenzkontrakte auf Aktien, Währungen, Indizes und Rohstoffe sowie ein Zugang zum Forex-Handel werden zudem auch von immer mehr Online-Brokern angeboten und machen die Produkte in der Breite bekannt. Mit den wachsenden Handlungsspielräumen entfallen immer mehr Handelsbeschränkungen. Private Akteure können so in Bereiche vordringen, die einstmals den Profis vorbehalten waren.

Schwere Geschütze Den neuen Finanzinstrumenten gemein ist, dass es sich sämtlich um „Over the Counter“-(OTC)-Produkte handelt. Wie der Name bereits andeutet, werden diese nicht über eine Börse, sondern direkt zwischen den Transaktionspartnern abgewickelt. Die Kombination aus geringen Gebühren und hohen Hebeln von bis zu 200 machen die

Ausblick auf das nächste Spezial

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Ausgabe 30 (29.07.2012) Ökologische & nachhaltige Investments


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Gastbeitrag

Intelligente Limit-Typen nutzen – automatisch Gewinne sichern und Verluste begrenzen Die Börsen weltweit weisen seit Monaten erhebliche Kursschwankungen auf. Die Unsicherheit der Anleger ist u. a. aufgrund der Euro-Krise nach wie vor hoch. Wer einen Teil seines Vermögens in Aktien investiert, sollte das Kursgeschehen an der Börse stets gut im Auge behalten, um bei einer negativen Entwicklung rechtzeitig reagieren bzw. Einstiegschancen nutzen zu können.

Christoph Lütchens Produktmanager ING-DiBA AG

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Um auch ohne den täglichen Blick auf die Börsenkurse die gewünschten Kauf- oder Verkaufsaufträge auslösen zu können, bietet sich die Erteilung von limitierten Orders an. Dabei stehen je nach Bank und Handelsplatz unterschiedliche Varianten zur Wahl. Limitierte Order: Durch Eingabe eines Limits legt der Anleger fest, zu welchem Preis ein Wertpapier höchstens gekauft wird bzw. welchen Preis er bei einem Verkauf mindestens erzielen möchte – außerhalb dieses Limits erfolgt keine Ausführung. Stop-Loss ohne Limit: Dagegen werden die Aktien beim Erteilen eines Stop-Loss-Limits automatisch an der Börse verkauft, wenn eine bestimmte Kursschwelle unterschritten wird. Anleger können so aufgelaufene Gewinne sichern oder eingetretene Kursverluste begrenzen. Zu beachten ist, dass die Order bei Erreichen oder Unterschreiten der Kursschwelle zum nächsten Kurs ausgeführt wird. Dieser kann deutlich unter der Kursschwelle liegen, zum Beispiel wenn der erste Kurs am nächsten Morgen deutlich unter dem des Vortags liegt. Im Gegensatz zur limitierten Order ist der Mindesterlös also nicht durch die Kursschwelle festgelegt. Start-Buy ohne Limit: Dies ist das Gegenstück zum Stop-Loss ohne Limit. Der Kaufauftrag tritt erst dann in Kraft, wenn die Aktie die in der Order festgelegte Kursgrenze überschreitet. Dadurch kann ein Anleger einen Kauf einleiten, wenn sich z. B. durch das Erreichen eines bestimmten Kursniveaus eine nachhaltige Erholung der Aktie abzeichnet. Die Order wird bei Erreichen

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oder Überschreiten der Kursschwelle zum nächsten Kurs ausgeführt. Dieser kann über der Kursschwelle liegen. Kombilimit oder auch OCO: Investoren können eine limitierte Verkaufsorder mit einem Stop-Loss oder eine limitierte Kauforder mit einem Start-Buy kombinieren. Sie begrenzen dann beispielsweise einen eventuell eintretenden Verlust automatisch durch den StopLoss. Gleichzeitig stellen sie über das Verkaufslimit sicher, dass die Bank die Aktie bei einer positiven Entwicklung automatisch verkauft, wenn der Kurs die festgelegte Gewinnschwelle überschreitet. Trailing-Stop-Loss: Hier wird die Verkaufsschwelle bei steigenden Kursen automatisch nachgezogen. Wenn ein Anleger bei einem aktuellen Aktienkurs von 12 Euro ein solches Limit z. B. bei 10 Euro einrichtet, erhöht sich die Schwelle bei einem Anstieg des Aktienkurses um 1 Euro auf 13 Euro ebenfalls automatisch um 1 Euro auf dann 11 Euro. Das Verkaufssignal löst hier nicht ein fixer Kurswert aus, sondern ein festgelegter Abstand zum einmal erreichten Höchstkurs. In dem Beispiel beträgt dieser Abstand genau 2 Euro. Um alle Möglichkeiten nutzen zu können, sollten Investoren ihr Depot bei einer Bank führen, die diese Limit-Typen auch anbietet – am besten kostenlos. Kunden der ING-DiBa stehen diese Limit-Typen an den Börsen München, Stuttgart und im Direkthandel zur Verfügung. Die Erteilung, Änderung und Streichung sind generell kostenlos. Konkrete Hinweise zum Setzen von Limit-Schwellen bieten dabei SmartStops. SmartStops sind Kursmarken, die basierend auf historischen Kursen automatisch ermittelt werden. Wird ein SmartStop erreicht, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass bei der betreffenden Aktie mittelfristig hohe Abwärtsrisiken bestehen. Kunden der ING-DiBa haben exklusiv die Möglichkeit, SmartStops der Börse München kostenfrei zu nutzen.

Fazit Durch den Einsatz intelligenter Limit-Typen erweitern Anleger ihre Möglichkeiten für ein erfolgreiches Ordermanagement erheblich.


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Unternehmen der Woche

B. Braun: Von der Apotheke zum Medizintechnikkonzern

B. Braun Melsungen ist einer der bedeutendsten Namen im Medizintechnikbereich. Aus bescheidenen Anfängen hat sich das Unternehmen zu einem der führenden Anbieter entwickelt.

Der Grundstein für die medizintechnische Produktion wurde 1914 gelegt.

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Dass aus einer kleinen Apotheke ein Konzern von Weltrang entstehen könnte, hätte bei der Geburt von B. Braun 1839 wohl niemand gedacht. Damals übernahm Firmengründer Julius Wilhelm Braun die Rosen-Apotheke im hessischen Melsungen. Schon der Gründer begnügte sich nicht mit Herstellung und Verkauf von Medikamenten, sondern schuf einen Versandhandel für Kräuter. Die unternehmerische Ader seines Vaters erbte der älteste Sohn Bernhard Braun. Als er 1864 die Apotheke übernahm, begann er mit der Produktion von pharmazeutischen Erzeugnissen wie Pflastern. Sein Sohn Carl Braun, der 1900 das Ruder übernahm, setzt diese Tradition fort und begann vier Jahre später mit der Produktion von sterilem, resorbierbarem Nahtmaterial. Der Grundstein für die medizintechnische Produktion wurde 1914 gelegt, als erstmals Blutdruckmessgeräte hergestellt wurden. 1923 war das Unternehmen bereits so stark gewachsen, dass eine eigene Betriebskrankenkasse, die BKK B. Braun Melsungen ins Leben gerufen wurde. Zwei Jahre später expandierte das Unternehmen ins Ausland und gründete eine Fertigungsstätte in Italien. Ein weiterer Meilenstein war das erste synthetische Nahtmaterial, das 1935 vorgestellt wurde. Ihre heutige Bedeutung erlangte die Firma aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Arbeiteten beim hundertjährigen Betriebsjubiläum 1939 gerade einmal 500 Mitarbeiter für das Unternehmen, waren es 1964 bereits über 1.700. Das rasante Wachstum verdankte B. Braun Innovationen wie der ersten mechanischen Spritzenpumpe zur

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Dauerinfusion und dem Beginn der Produktion von Infusionsbehältern aus Glas und Kunststoff. 1968 wagte sich die Firma über die Grenzen Europas hinaus und wurde in Brasilien aktiv. Eine der wichtigsten Entscheidungen für das Unternehmen war die Mehrheitsbeteiligung an dem Medizintechnikunternehmen Aesculap 1976, die B. Braun zu einem der großen Player der Branche machte. Unter der Leitung von Ludwig Georg Braun folgte ab 1977 eine stürmische internationale Expansion. Durch den Kauf der US-Firma McGaw, die größte Übernahme der Firmengeschichte, kam B. Braun Ende der 1990er-Jahre auf 4 Mrd. D-Mark Umsatz und beschäftigte 27.000 Mitarbeiter. Auch in den folgenden Jahren ging es stetig aufwärts. Dank Übernahmen und neuer Fertigungsstätten wurde der Umsatz noch einmal verdoppelt: 2011 erwirtschafteten über 43.000 Beschäftigte 4,6 Mrd. Euro. Dazu trugen auch Neuheiten wie ein mit Medikamenten beschichteter Ballonkatheter bei, der die Durchblutung der Herzkranzgefäße verbessert. Heute ist B. Braun in einer erstaunlichen Bandbreite einer der weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik und Gesundheitsprodukten. In der Sparte Aesculap sind die chirurgischen Aktivitäten zusammengefasst. Dazu gehören Instrumente für operative Eingriffe in allen Variationen. Der Katalog listet allein 6.000 Produkte für Chirurgen auf. Der Bereich Hospital Care ist auf die Versorgung von Krankenhäusern mit Infusions- und Injektionslösungen sowie Produkten zur medizinischen Einmalversorgung spezialisiert. Um medizinische Produkte außerhalb des Krankenhauses und die Versorgung von chronisch Kranken geht es in der Sparte Our Patient Market OPM. Hierzu gehören zum Beispiel Angebote für Diabetiker und andere Langzeitpatienten. Die Sparte B. Braun Avitum konzentriert sich auf extrakorporalen Blutbehandlungen, d. h. die Versorgung von Dialyseeinrichtungen. Bekannt ist B. Braun auch für sein starkes gesellschaftliches Engagement. Dazu gehören nicht nur die Förderung von Kunst, Kultur und Sport, sondern auch betriebliche Aktivitäten. So bietet das Unternehmen ein Initiativprogramm zur Integration arbeitsloser Jugendlicher. Für dieses Engagement hat B. Braun 2004 im Wettbewerb „Engagiertes Unternehmen – Impulse für Hessen“ den ersten Preis erhalten.


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YAHOO

INTEL

Umsatz und Gewinn gesunken

Umsatzprognose reduziert

Im zweiten Quartal sank der Gewinn von Yahoo (WKN: 900103) von 238,5 auf 228,5 Mio. US-Dollar. Aufgrund einer reduzierten Aktienzahl stagnierte der Gewinn je Aktie bei 0,18 US-Dollar. Vor Sonderposten stieg der Gewinn je Aktie von 0,18 auf 0,27 USDollar und übertraf damit die Durchschnittsprognose um 0,04 US-Dollar. Der operative Gewinn brach von 190,9 auf 54,8 Mio. USDollar ein. Die Beteiligungen an Yahoo Japan sowie an der chinesischen Alibaba Group spülten 180,0 Mio. US-Dollar in die Firmenkasse – im zweiten Quartal 2011 waren es nur 108,9 Mio. US-Dollar. Im Vergleich zur Vorjahresperiode gab der Umsatz von 1,23 auf 1,22 Mrd. US-Dollar nach. Ohne Berücksichtigung von Provisionszahlungen verharrte der Umsatz bei 1,08 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten mit 1,1 Mrd. US-Dollar gerechnet. Einen Tag vor Veröffentlichung des Zahlenwerkes hatte das US-Internet-Portal mit der Neubesetzung des Chefpostens für allgemeine Aufmerksamkeit gesorgt: Marissa Mayer soll Yahoo aus der Krise führen. Mayer gehörte zuvor als Mitarbeiterin der ersten Stunde quasi zum Inventar des Erzrivalen Google. Die Informatikerin war dort unter anderem für das Suchmaschinengeschäft, zuletzt für Geodienste und lokale Serviceangebote zuständig. Mayer folgt Scott Thompson, der seinen Posten nach wenigen Monaten wegen eines geschönten Lebenslaufes aufgeben musste.

Der Überschuss von Intel (WKN: 855681) ging in den vergangenen drei Monaten aufgrund einer höheren Steuerlast von 2,95 auf 2,83 Mrd. US-Dollar zurück. Dank einer reduzierten Aktienzahl stagnierte der Gewinn je Aktie bei 0,54 US-Dollar, vor Sonderposten bei 0,57 US-Dollar. Analysten hatten 0,52 US-Dollar erwartet. Vor Steuern verdiente der Chip-Produzent unverändert 3,93 Mrd. US-Dollar. Der operative Gewinn schrumpfte von 3,94 auf 3,83 Mrd. USDollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz wie erwartet von 13,03 auf 13,50 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig erhöhten sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 1,99 auf 2,51 Mrd. US-Dollar, die Marketing- und Verwaltungskosten von 1,90 auf 2,13 Mrd. US-Dollar. In der Asien-Pazifik-Region legte der Umsatz von 7,39 auf 7,77 Mrd. US-Dollar zu, in Europa von 1,56 auf 1,65 Mrd. US-Dollar und in Japan von 1,17 auf 1,19 Mrd. US-Dollar. In Nord- und Südamerika sank der Umsatz dagegen von 2,91 auf 2,88 Mrd. US-Dollar. Im laufenden Quartal sollen insgesamt 14,3 Mrd. plus/minus 500 Mio. US-Dollar umgesetzt werden. Die Durchschnittsprognose liegt bisher bei 14,6 Mrd. US-Dollar. Für das Gesamtjahr prognostizieren die Kalifornier nur noch ein Umsatzplus von 3% bis 5%. Zuvor wollte Intel im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen.

Unternehmenstermine Datum 23.07.2012 23.07.2012 24.07.2012 25.07.2012 25.07.2012 26.07.2012 26.07.2012 26.07.2012

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Uhrzeit 07:00 14:00 22:30 07:30 13:30 07:00 07:00 -

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Name Philips NV McDonald’s Corp. Apple Inc. Daimler AG Caterpillar Inc. BASF SE Siemens AG Volkswagen AG

Ereignis Halbjahresbericht Halbjahresbericht 9-Monats-Bericht 2011/12 Halbjahresbericht Halbjahresbericht Halbjahresbericht 9-Monats-Bericht 2011/12 Halbjahresbericht

EBAY

Überschuss mehr als verdoppelt Das Geschäft brummt: eBay (WKN: 916529) erhöhte den Gewinn im zweiten Quartal von 283 auf 692 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie stieg von 0,22 auf 0,53 US-Dollar, vor Sonderposten von 0,48 auf 0,56 US-Dollar. Experten hatten vor Sonderposten 0,55 US-Dollar prognostiziert. Der Vorsteuergewinn zog von 291 auf 851 Mio. US-Dollar an, der operative Gewinn von 519 auf 695 Mio. US-Dollar. Der Umsatz kletterte wie erwartet von 2,76 auf 3,40 Mrd. US-Dollar. Das über den konzerneigenen Bezahldienst PayPal abgewickelte Volumen stieg von 28,74 auf 34,45 Mrd. US-Dollar, der Nettoumsatz von 1,07 auf 1,36 Mrd. USDollar. Die Auktionsplattform setzte netto 1,81 Mrd. US-Dollar um – nach 1,66 Mrd. US-Dollar in der entsprechenden Vorjahresperiode. Ohne Berücksichtigung von Autos kletterte das via „Marketplaces“ abgewickelte Umsatzvolumen von 14,68 auf 16,17 Mrd. US-Dollar. Im laufenden Quartal sollen 3,3 bis 3,4 Mrd. US-Dollar umgesetzt und je Aktie 0,42 bis 0,44 US-Dollar, vor Sonderposten 0,53 bis 0,55 US-Dollar verdient werden. Für das Gesamtjahr sagt eBay 13,8 bis 14,1 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 1,91 bis 1,96 US-Dollar Gewinn je Aktie voraus. Vor Sonderposten soll der Gewinn je Aktie 2,30 bis 2,35 US-Dollar erreichen.


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Fonds der Woche

Lupus alpha Smaller German Champions – der Name ist Programm Der deutsche Aktienmarkt hat einiges zu bieten. Nicht nur die großen Werte, sondern auch Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand. Es gibt sogar etliche Perlen unter den kleineren Unternehmen. Diese Perlen zu entdecken, hat sich der Fonds aus dem Hause Lupus alpha zur Aufgabe gemacht. Der Lupus alpha Smaller German Champions ist seit mittlerweile elf Jahren auf dem Markt. Seither hat er sich um 159,12% verbessert, das ist eine durchschnittliche jährliche Performance von 9,12%. Die Benchmark, eine 50:50-Mischung aus MDAX und SDAX, hat im selben Zeitraum lediglich um 99,04% insgesamt oder jährlich um 6,51% zugelegt. Bei einem Chartvergleich werden über die gesamte Zeit sowohl der DAX als auch der MDAX wie der SDAX separat geschlagen. Auch der TecDAX kommt an die Langzeitperformance des Fonds nicht heran. Ein Zeichen für die Qualität des Fondsmanagements, denn das Anlageuniversum besteht hauptsächlich aus Unternehmen, die dem MDAX und dem SDAX angehören. Das Fondsmanagement unter der Leitung von Peter C. Conzatti setzt bei der Auswahl der ertragreichsten Werte vor allem auf Kontakte zu Unternehmen. In persönlichen Gesprächen werden die Unternehmen auf Herz und Nieren geprüft. Was drinsteckt Zum Ende des Monats Juni hatte der Fonds eine Investitionsquote von 95,83%. Die zehn größten Positionen hatten zusammen eine Gewichtung von 27,36%. Insgesamt lagen zum Stichtag 69 Werte im Portfolio. Die größte Position bekleidete die Draegerwerk 15

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AG & Co. KGaA. Danach folgten ElringKlinger, Fuchs Petrolub, die GEA Group, Krones, Lanxess, Nanogate, die Software AG, technotrans und United Internet. Ausweislich des Jahresberichts zum Geschäftsjahr 2011 hatte der Fonds weitere Positionen bei Rhön Klinikum, Sartorius, Salzgitter, Pfeiffer Vacuum, Vossloh und Xing. Axel Springer und MTU waren ebenso im Depot enthalten. Bei den Branchen liegt der Sektor Industrie und Dienstleistung mit einem Anteil von 28% recht deutlich vor dem Technologiesektor mit 14%. Danach folgen Finanzdienstleister, die Gesundheitsbranche, die Zykliker, Chemie, Medien und die Automobilindustrie. Die sonstigen Sektoren sind mit 16% im Portfolio vertreten. Aussichtsreiche Perspektiven Das Ziel ist es, mit dem Fonds die Benchmark langfristig zu schlagen. Wie der Performance-Vergleich zeigt, ist das seit der Auflegung vor elf Jahren bislang gelungen. Das ist natürlich keine Garantie für künftige Erfolge. Aber der reiche Erfahrungsschatz des Fondsmanagements lässt die Hoffnung realistisch erscheinen. Klein, aber fein Da sich die großen Investment- und Analysehäuser vorrangig auf die bekannten

Unternehmen und Blue Chips stürzen, werden die kleineren Werte von diesen Anbietern oft vernachlässigt. Analysen sind daher im mittleren und kleineren Marktsegment eher selten. Diese Informationslücke versucht das Management zu nutzen. Dazu dienen die Gespräche mit den Unternehmensverantwortlichen. Im persönlichen Kontakt werden Sorgen, aber auch Chancen oft viel deutlicher als in Präsentationen. Daher ist es für Spezialitätenfonds enorm wichtig, einen guten Draht zu den Führungsetagen der Unternehmen zu haben. Auf diese Weise kann der Lupus alpha Smaller German Champions seine Trümpfe ausspielen. Der Fondsmanager Peter Conzatti ist seit 2005 bei Lupus alpha. Vorher war er knapp zehn Jahre bei der UBS und davor bei der Baden-Württembergischen Bank. Er hat sich auf die Anlage in kleinere und mittlere Unternehmen spezialisiert. Der Fonds ist für jedes Depot als Beimischung geeignet. Lupus alpha Smaller German Champions A Acc ISIN: LU0129233093 Auflagedatum: 3.08.2001 15,07 Mio. Fondsvolumen: Fondswährung: Euro 5,0% Ausgabeaufschlag:max Verwaltungsgebühr: 1,5% Performance-Gebühr

ja


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UBS

German High Dividend Fund emittiert UBS Global Asset Management startet einen neuen Fonds, der gezielt in Aktien deutscher Unternehmen investiert, die eine hohe Dividende ausschütten. Der neue UBS (Lux) Equity SICAV – German High Dividend Fund ist mit 30 bis 50 Positionen über Unternehmensgrößen und Sektoren hinweg breit diversifiziert. Bei der Auswahl achtet das Portfolio-Management darauf, dass die Unternehmen neben hohen Dividenden gleichzeitig auch attraktive Fundamentaldaten aufweisen. Die Anlagestrategie bietet Anlegern im aktuell niedrigen Zinsumfeld langfristiges Potenzial für Kapitalgewinne. Ziel des Fonds ist es,

eine Dividendenrendite zu erwirtschaften, die über dem Marktdurchschnitt liegt und den HDAX schlägt. Der HDAX enthält alle Werte aus DAX, MDAX und TecDAX. In der Vergangenheit haben sich deutsche Aktien mit hohen Dividenden überdurchschnittlich gut entwickelt und selbst bei einem Niedrigwachstumsszenario sind diese Titel weiterhin attraktiv bewertet. Der UBS German High Dividend Fund konzentriert sich auf qualitativ hochwertige Unternehmen, die dank ihrer soliden Geschäftsentwicklung hohe Dividenden zahlen können. Im Fonds werden nicht nur Large Caps berücksichtigt. Sie machen letztendlich aber etwa rund zwei Drittel des Fondsportfolios aus. Der Fokus des Fonds liegt aktuell mit einem Portfolio-Anteil von rund einem Fünftel auf Finanzunternehmen, es folgen die Sektoren Industrie und langlebige Konsumgüter. Zu den größten Einzelpositionen im Fonds gehören derzeit BASF SE, Allianz, E.ON sowie die Deutsche Telekom.

SWORN CAPITAL

Erster geschlossener Fonds: Infrastruktur-Kurzläufer Das Emissionshaus Sworn Capital startet den Vertrieb seines ersten geschlossenen Fonds. Das Private Placement „Sworn Mobilfunkinfrastruktur“ investiert in bestehende Mobilfunkmasten in den USA, die jeder über mindestens einen bereits abgeschlossenen langfristigen Mietvertrag verfügen. Hierdurch sollen von Beginn an regelmäßige Einnahmen sichergestellt werden. Der Infrastrukturfonds ist ein reiner Eigenkapitalfonds ohne Fremdfinanzierungsrisiken mit einem geplanten Volumen von rund 5 Mio. Euro. Der Kurzläufer soll innerhalb von rund fünf Jahren eine Gesamtzahlung von 139% erwirtschaften, ab 2015 sind halbjährliche Auszahlungen in Höhe von 7% pro Jahr geplant. Im Zielmarkt USA ist es bereits seit rund 20 Jahren üblich, dass Mobilfunkanbieter keine

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eigenen Mobilfunkmasten mehr besitzen. Stattdessen sind diese in der Hand von Mastbetreibern, bei denen die Mobilfunkunternehmen Antennenplätze anmieten. Verschiedenen Analysten zufolge wird die wachsende Verbreitung von Smartphones, Tablet-PCs, Laptops und anderen Mobilgeräten das Datenaufkommen in den Mobilfunknetzen auch weiterhin rasant in die Höhe treiben. Hierdurch sowie durch neue Übertragungstechniken müssen die Mobilfunkanbieter langfristig erheblich in den Ausbau ihrer bereits heute überlasteten Mobilfunknetze investieren und zusätzliche Antennenplätze anmieten, was die positive wirtschaftliche Entwicklung der Mastbetreiber fortsetzen dürfte. Vor dem Hintergrund der langfristig positiven Marktaussichten sind laut Sworn-Geschäftsführer Stefan Winter Investitionen in Mobilfunkmasten in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Für den „Sworn Mobilfunkinfrastruktur“ ist allerdings die Einstiegshürde sehr hoch. Erst ab einer Mindestbeteiligung von 200.000 Euro können sich Anleger bis zum 31. Dezember 2012 an dem Private Placement beteiligen. Im Herbst wird Sworn Capital einen Publikumsfonds auf den Markt bringen, der ebenfalls in Mobilfunkmasten in Nordamerika investieren wird.


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Silber-Capped-Bonus-Zertifikat –

glänzende Chancen auf eine attraktive Rendite Nachdem sich der Silberpreis fast fünf Monate lang auf Talfahrt befand, dürfte er jüngst seinen Boden gefunden haben. Unabhängig davon könnte es langfristig zu einer erneuten Silberpreisrally kommen. Auf eine solche Entwicklung sollten vorsichtige Anleger aber nicht setzen – sie ordern lieber ein renditestarkes Bonuspapier auf das Weißmetall. Wer an der Börse Gewinne erzielen will, muss auf einen guten Einstiegszeitpunkt warten können. Das ist nicht nur beim Kauf von Aktien so, sondern auch beim Erwerb von Edelmetall-Zertifikaten. Generell gilt Folgendes: Während der Marktphasen, die von einer starken Euphorie geprägt sind, sollten keine Käufe getätigt werden. Aber oft wollen Anleger eben auf einen fahrenden Zug aufspringen. Dies kann einen hohen Verlust zur Folge haben, sofern kein Stoppkurs platziert wird. Beispielsweise haben Anleger, die im April 2011 mit Tracker- oder LongZertifikaten auf Silber gesetzt haben, einen großen Teil ihres investierten Geldes verloren. Schließlich ist der Preis des Edelmetalls seither um 44% gefallen. Silberpreis nach unten gut abgesichert Auch Ende Februar 2012 war kein guter Zeitpunkt, um auf einen Anstieg des Silberpreises zu spekulieren. Damals kostete eine Unze Silber 37,00 US-Dollar. Inzwischen ist der Preis auf 27,27 US-Dollar (Stand: 20.07.2012) zurückgekommen. Nach dieser Talfahrt dürfte das Weißmetall nicht noch billiger werden. Und falls sich der Preisrutsch doch fortsetzen sollte, dürfte er spätestens im

Bereich der 25-Dollar-Marke enden, da hier eine starke charttechnische Unterstützung verläuft. Unter fundamentalen Aspekten erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Netto-Long-Positionen der Spekulanten bei Silber vor Kurzem ein ziemlich tiefes Niveau erreicht haben. Dieser Sachverhalt ist für antizyklisch handelnde Anleger quasi eine Einladung zum Silberkauf. Langfristig steigende Nachfrage Etwa die Hälfte des Silberbedarfs entfällt auf Industrieunternehmen. Deren Nachfrage wird laut Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg kurzfristig nicht steigen. Langfristig rechnet der Experte aber mit einer zunehmenden Silbernachfrage – sowohl die Industrie als auch Finanzinvestoren werden Weinberg zufolge das Weißmetall verstärkt ordern. Diese Prognose ist durchaus nachvollziehbar, denn Edelmetalle zählen zu den Sachwerten, die bald wieder in den Fokus von Investoren rücken könnten, da die US-Notenbank angekündigt hat, bei Bedarf die Konjunktur mit einer Lockerung ihrer Geldpolitik zu stützen. Renditestarkes Zertifikat ohne Währungsrisiko Unter Berücksichtigung aller Fakten kann man davon ausgehen, dass sich Silber langfristig verteuern wird. Der Clou ist jedoch, dass Anleger auch dann eine attraktive Rendite erzielen können, wenn der Silberpreis nicht weiter fällt. Möglich ist dies beispielsweise mit einem währungsgesicherten Capped-Bonus-Zertifikat auf Silber (WKN: AA4164), das mit einer Barriere bei 19,00 US-Dollar ausgestattet ist. Mit diesem Zertifikat lässt sich innerhalb von elf Monaten eine Rendite von 16,2% (Stand: 20.07.2012) erzielen, sofern der Silberpreis die 19-Dollar-Marke während der Laufzeit nicht erreicht oder unterschreitet. Das Zertifikat überzeugt mit einem großen Risikopuffer. Ein kleines Manko ist jedoch das Aufgeld von 10,6%.

Quanto-Capped-Bonus-Zertifikat auf Silber Zertifikattyp Emittent Capped Bonus Royal Bank of Scotland

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Basiswert Fälligkeit WKN Silber 21.06.2013 AA4164


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RCB

Gold-Bonus-Zertifikat verspricht 7,4% pro Jahr Im September 2011 markierte der Goldpreis bei 1920,30 US-Dollar sein letztes Rekordhoch. Aktuell kostet eine Unze des gelben Metalls nur noch rund 1.600 US-Dollar. Anlegern, die auf Sicht der kommenden beiden Jahre stabile oder gar wieder steigende Goldpreise erwarten, bietet die Raiffeisen Centrobank (RCB) bis zum 10. August ihr neues Gold-Bonus-Zertifikat 3 (WKN: RCE4LR) zur Zeichnung an. Neben einer überschaubaren Laufzeit lockt das Zertifikat mit einem recht großen Puffer: Fällt der Goldpreis während der zweijährigen Laufzeit nämlich niemals um 25% oder mehr, erhalten Anleger am Laufzeitende einen Bonusbetrag von 17

Euro je Zertifikat (Nennwert 100 Euro). Maßgeblicher Startwert ist der Goldpreis am 13. August. Obwohl die RCB bei der Zeichnung ein Agio von 1,5% erhebt, winkt unter dem Strich eine jährliche Rendite von rund 7,4%. Wird die 75%-Barriere aber in den kommenden 24 Monaten touchiert oder unterschritten, so ist der Bonusmechanismus außer Kraft gesetzt. In diesem Fall erfolgt die Rückzahlung im August 2014 entsprechend der Goldpreisentwicklung, was nicht zwangsläufig Verluste bedeuten muss. Mehr als 117 Euro pro Zertifikat zahlen die Österreicher jedoch in keinem Fall zurück. Anleger sollten zudem das Emittentenrisiko beachten.

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Neue Korridorwetten auf DAX und EURO STOXX 50 Die französische Société Générale hat 63 End-Inline-Optionsscheine auf den DAX und 66 Papiere auf den EURO STOXX 50 mit unterschiedlichen Korridoren und Laufzeiten aufgelegt. Diese Produkte funktionieren wie herkömmliche Inline-Optionsscheine, jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Für eine erfolgreiche Rückzahlung am Laufzeitende reicht es aus, wenn der Schlusskurs des Basiswertes am Laufzeitende innerhalb eines vorab festgelegten Korridors liegt. Ob der Kurs zuvor während der Laufzeit außerhalb des Korridors notierte, ist dafür unerheblich. Je nachdem, ob der Kurskorridor enger oder breiter gewählt ist und ob die Laufzeit kürzer oder länger ist, fallen die Renditechancen größer oder kleiner aus – entsprechend variiert auch das Risiko. Ein Beispiel erklärt die Funktionsweise der Papiere: Beim End-Inline-Optionsschein

auf den DAX mit der WKN SG3BBL und einem finalen Bewertungstag am 17. August 2012 liegt der Korridor zwischen 5.650 und 6.250 Punkten. Notiert der Schlusskurs des DAX am Bewertungstag in diesem Kurskorridor, erhalten Anleger 10 Euro pro Schein. Aktuell kostet das Papier aber nur etwa 1,75 Euro, da sich der DAX recht weit von besagtem Korridor entfernt hat. Investoren setzen mit diesem Schein darauf, dass sich der Basiswert spätestens bis zum finalen Bewertungstag in den Korridor bewegt. Der Hebeleffekt ist bei diesen Scheinen entsprechend sehr hoch. Anleger sollten allerdings beachten, dass die Chance auf eine im Vergleich zum Direktinvestment deutlich höhere Rendite auch mit einem weitaus höheren Risiko verbunden ist. Geht die Spekulation schief, droht der Totalverlust.

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Heiße Hebel – MINI Future Zertifikate von RBS Mit MINI Futures können Sie, bei richtiger Markteinschätzung, schon mit geringem Einsatz überproportional an Kursbewegungen partizipieren, und das sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen. • DAX MINI Long • DAX MINI Short

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Hebel: 15,05 Hebel: 15,47

Alle MINI Future Produkte können Sie unter www.rbs.de/markets einsehen. Stand: 19. Juli 2012

Mehr zu unseren Produkten: Online rbs.de/markets Der allein verbindliche Prospekt ist bei der The Royal Bank of Scotland N.V. Niederlassung Deutschland, Junghofstr. 22, 60311 Frankfurt am Main, kostenfrei erhältlich. Kein Vertrieb an US-Personen. © The Royal Bank of Scotland N.V. Alle Rechte vorbehalten.

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Rohstoff der Woche

Wer oder was treibt die

Ölpreise?

Sowohl der Preis für die US-Ölsorte WTI als auch der Preis für das Nordseeöl Brent setzten jüngst ihre Erholungen der vergangenen Wochen fort. Angesichts der sich weiter eintrübenden weltweiten konjunkturellen Aussichten stellt sich allerdings die Frage, was hier treibend wirkt. Seit den Zwischentiefs im Juni bildeten sich bei den Ölpreisen kräftigere Gegenbewegungen aus. Beispielhaft wird dies an den aktuell aktivsten Futures (September 2012). Der für Brent stieg um mehr als 20%. Der für WTI hat um rund 19% zugelegt. Beide zeigten damit im Rahmen ihrer seit März auszumachenden Abwärtswellen eine Gegenbewegung. Brent überschritt dabei jüngst das 50%-Retracement seines Rückgangs. WTI kletterte über das 38,2%-Fibonacci-Retracement seines Abwärtstrends. Aus charttechnischer Sicht können die jüngsten Anstiege bislang aber noch als technische Gegenbewegungen nach den zuvor doch recht großen Abschlägen interpretiert werden. Die Frage ist nun, ob es Argumente für weitere Steigerungen gibt. Ein Blick auf die fundamentale Seite, insbesondere die Nachfragesituation, scheint erst einmal keine zu liefern. Europa ist weiterhin im Griff der Schuldenkrise und der dadurch verstärkt lahmenden Konjunktur. Auch anderenorts auf der Welt, wie in den USA oder China, deuten die letzten Wirtschaftsdaten auf eine nachlassende Wachstumsdynamik, weshalb die Weltwirtschaft insgesamt an Tempo verlieren dürfte.

Womöglich droht sogar eine globale Rezession. Dieser Punkt könnte allerdings die großen Notenbanken zu weiteren Konjunktur stimulierenden Maßnahmen bewegen, was die Hoffnung auf eine wieder anziehende Konjunktur und eine dadurch steigen Ölnachfrage nährt. So richtig darauf verlassen mag man sich aber nicht. Bleibt der Blick auf die Angebotsseite. Ein langer Streik in der norwegischen Ölindustrie wurde verhindert und auch der Faktor Iran ist eigentlich lange bekannt. Die Lage im Nahen Osten (Iran, Syrien, Israel, Pakistan) bleibt allerdings angespannt und vielleicht war und ist eine dort drohende Eskalation die zuletzt treibende Kraft, die durchaus weiter die Ölpreise befeuern könnte.

Brent – September-Future (ICE) + WTI – September-Future (CME)

Derivate auf Brent-Öl (aktueller Basiswert: September-Future [ICE]) Typ WKN Index-Zertifikat (quanto) VT10MV Hebel-Zert. (long) TB9R7U Hebel-Zert. (short) TB38XU

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Basispreis/Knock-out Laufzeit Hebel - open end 80,07/82,07 USD open end 3,88 132,441/129,13 USD open end 4,30


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Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Mais – Dezember-Future (CME)

Rohstoffe (Auswahl)

Mais machte auch jüngst einen kräftigen Satz nach oben und schießt damit weiter durch die Decke. Die wegen der Dürre in den USA erwartete schlechte Ernte ist weiterhin treibende Kraft. Der Dezember-Future legte allein in den vergangenen fünf Wochen um mehr als 50% an Wert zu und erreichte jüngst beinahe die Marke von 800 US-Cent.

Markt Kurs

% zur Vorwoche

Rohöl WTI Crude NYMEX ($/bbl)

91,47

+5,05%

3,10

+7,47%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

292,06

+4,72%

Gold NYMEX ($/Unze)

1584,20

-0,25%

27,33

+0,07%

575,28

-1,45%

Platin Spot ($/Unze)

1412,90

-1,32%

Aluminium Spot ($/t)

1894,50

+1,77%

Blei Spot ($/t)

1894,00

+1,24%

Kupfer Spot ($/t)

7543,00

-2,15%

Nickel Spot ($/t)

15830,00

-2,01%

Zinn Spot ($/t)

18990,00

+1,01%

Zink Spot ($/t)

2065,25

-3,44%

Baumwolle ICE ($c/lb)

73,280

+1,01%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

186,65

-0,51%

2232,00

+0,36%

Mais CBOT ($c/bu)

796,50

+7,31%

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

110,45

-10,09%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Baumwolle – Dezember-Future (ICE) Baumwolle zeigt seit dem Tief im Juni eine Erholung. Jüngst war der Preis in der Spitze der im Mai verletzten Abwärtstrendlinie nahegekommen. An dieser ist ein Abprall nach unten nicht ausgeschlossen. Wird sie indes geknackt, ist eine fortgesetzte Erholung denkbar, die zunächst Spielraum bis zur Hürde bei 83,25 US-Cent haben könnte.

Kakao ICE ($/t)

Orangensaft – September-Future (ICE) Die Erholung seit dem Zwischentief im Mai scheint vorbei. Wie in der Vorwoche gab es auch jüngst fallende Kurse und der Preis für Orangensaft fiel unter den kurzfristigen Aufwärtstrend. Sollte dieser nachhaltig verletzt werden, sind ein erneuter Rückfall bis zum Mai-Tief von 100 US-Cent und ein Test dieser Unterstützung denkbar.

Zucker – Oktober-Future (ICE) Seit dem Tief im Juni steigt Zucker dynamisch. In der Vorwoche wurde die Hürde 22,22 US-Cent geknackt und der Preis setzt sich deutlicher davon ab, was zusammen mit dem jüngst erfolgreichen Test dieser Marke und weiteren Zuwächsen für ein nachhaltiges Überschreiten sprechen könnte und daher nun die Abwärtstrendlinien in den Fokus rückt.

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Sojabohnen CBOT ($c/bu) Weizen CBOT ($c/bu)

1757,50 +10,21% 943,25

+11,27%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

23,95

+5,46%

Lebendrind CME ($c/lb)

117,58

+0,30%

Mastrind CME ($c/lb)

136,10

-2,16%

93,65

+3,60%

Schwein mag. CME ($c/lb)

Rohstoff-Indizes (Auswahl) Index Kurs AMEX Gold BUGS Index (HUI)

% zur Vorwoche

399,60

-1,20%

1193,63

+1,84%

146,19

+4,17%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 304,57

+3,61%

Rogers Int. Commodity Index

+3,52%

AMEX Oil Index DJ AIG Commodity Index

3654,21


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Refugium der Woche

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Kulturkalender

„Fernweh – große Reisen und ihre Souvenirs“ Ausstellung, 01.07.12–30.09.12, Museum im Ritterhaus, Offenburg, www.museum-offenburg.de „Sag mir, wo die Lieder sind – Sommertheater“ Bühne, 28.07.12–29.07.12, Wortkino – die Bühne von dein Theater, Stuttgart, www.wortkino.de

Fernweh –

große Reisen und ihre Souvenirs Gerade ist wieder Reisezeit. Meist mit Anbruch der warmen Jahreszeit werden die Menschen von einer besonderen Unruhe und Sehnsucht befallen, dem Fernweh. Spontan oder gründlich geplant werden Koffer gepackt und Bündel geschnürt. Und los geht’s! Dem Reisefieber – oder vielmehr den zu den Reisen gehörenden Souvenirs – hat man in Offenburg eine eigene Ausstellung gewidmet. Bis in die 60er-Jahre waren Fernreisen etwas Besonderes. Nicht selten erfolgte die Ausreise nach Übersee mit dem Schiff – an Linienflüge und Schnäppchenangebote war noch lange nicht zu denken. Organisierte Pauschalreisen gingen in den 50er- und 60er-Jahren per Bahn nach Berchtesgaden oder auch einmal nach Italien – die Kanaren oder Sri Lanka lagen für die meisten in unerreichbarer Ferne. Wer nicht mit Reichtum gesegnet war, der musste sich schon etwas einfallen lassen, um bis ins Land seiner Träume zu kommen. Dort angekommen hatten die Reisenden mit der fremden Sprache und Kultur, dem ungewohnten Essen, dem Klima und einer Vielzahl von organisatorischen Problemen zu kämpfen. Neue Eindrücke und Erlebnisse stürmten auf 21

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sie ein und wurden in Briefen oder Tagebüchern festgehalten. Fotos, Zeichnungen und natürlich Souvenirs trug man durch die halbe Welt nach Hause, um das Erlebnis festzuhalten, zu Hause zeigen zu können und um das Fernweh zu stillen. Die Sommerausstellung ab dem 1. Juli 2012 im Offenburger Museum im Ritterhaus erzählt Reisegeschichten von Menschen aus der Region, die zwischen 1900 und 1970 in ferne Länder reisten und mehr als ihren Koffer mit zurückbrachten. Fernweh II – Fortsetzung folgt: Im nächsten Sommer wird die Reiseserie fortgeführt. W eitere Infos unter: www.museum-offenburg.de

„5. KLANGFARBEN FESTIVAL“ Freizeit/Unterhaltung, 27.07.12–29.07.12, THON DITTMER PALAIS, Regensburg, www.stadtmarketing-regensburg.de „Ballet Revolución“ Bühne/Tanz, 24.07.12–05.08.12, Thalia Theater, Hamburg, www.ballet-revolucion.de „MusikWelten“ Ausstellung, 11.12.11–30.09.12, Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim, www.rem-mannheim.de „Oberstdorfer Musiksommer 2012” Musik, 26.07.12–16.08.12, Oberstdorf, www.oberstdorfer-musiksommer.de „DER UNTERGANG DER TITANIC“ Bühne, 13.07.12–05.08.12, Schilde-Halle, Bad Hersfeld, www.bad-hersfelder-festspiele.de

A phorismus der Woche „Gegenstand der Erinnerung ist eigentlich alles, wovon man sich ein Fantasiebild machen kann.“ (Aristoteles)


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Coffeetable-Favourites

Porsche 911 – die Prospekte seit 1964 Der Porsche 911 ist ein Mythos, der seit dem Jahr 1963 die Geschichte des Automobils, aber auch die Unternehmensgeschichte der Marke Porsche eindrucksvoll prägt. Der Porsche 911 ist Design, das unverwechselbar ist, Technik, die auf der Rennstrecke geboren wurde, und Emotion, die seit 1963 serienmäßig ist.

Porsche 911 – die Prospekte seit 1964 Martin Häußermann Verlag: Delius Klasing Ausgabe: 168 Seiten Sprache: Deutsch ISBN: 978-3-7688-3429-2 Preis: 29,90 Euro www.delius-klasing.de

Für seine Fans ist er schlicht „der Elfer“ und der Traum eines Sportwagens. Seine Geschichte begann 1963 mit der Vorstellung des Typs 901 auf der IAA in Frankfurt. Ein Jahr später ging der Wagen in Serie und die Typbezeichnung wurde in 911 geändert, da sich Peugeot dreistellige Fahrzeugbezeichnungen mit einer Null in der Mitte hatte schützen lassen. In mehr als 40 Jahren durchlief der Elfer zwar viele Evolutionsschritte, aber an der von Ferdinand Alexander Porsche gezeichneten Linie wurde ebenso wenig gerüttelt wie am Layout mit einem 6-Zylinder-Boxer im Heck. Heute gibt es den Elfer auch mit Allradantrieb, der Boxer ist inzwischen

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wassergekühlt und die einstige Heckschleuder so domestiziert, dass auch durchschnittlich begabte Autofahrer unfallfrei ans Ziel kommen. Die Faszination der Sportwagenikone hat dadurch keinen Schaden genommen – das belegen die Verkaufszahlen des Hauses Porsche eindrucksvoll. Das vorliegende Buch wurde in enger Zusammenarbeit mit dem historischen Archiv von Porsche konzipiert. Der Motorjournalist Martin Häußermann, der bereits die großen Coupés von Mercedes-Benz sowie die Mercedes-S-Klasse porträtierte, garantiert einen tiefen Einblick in die Geschichte der 911er, schließlich begann er seinen beruflichen Werdegang in Stuttgart-Zuffenhausen und war lange Jahre ein „Porscheaner“. Aufgezeigt wird die Geschichte des Porsche 911 anhand der Verkaufsprospekte seit 1964 – beginnend mit dem Typ 901 bis zum aktuellen Elfer der Baureihe 997. Ein beeindruckendes Kaleidoskop in Bild und Text, das auch durch seine großzügige grafische Gestaltung überzeugt und fasziniert.

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Impressum/Disclaimer

V.i.S.d.P. : ​Christian Ernst Frenko Leserservice: leserservice@boerse-am-sonntag.de Herausgeber: ​ Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13 80539 München Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

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Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv Bildnachweis: Fotolia, Coca-Cola, B. Braun Layout: addna, Nürnberg Technik: Daniel Gruber, finanzpark AG Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils Sonntag Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Steffen Droemert, Michael Amtmann, Michaela Ellen Lenz, Reinhard Schlieker, Frieda König, Wolfgang Tenor, Achim Küssner, Christoph Lütchens Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Deutsche Bibliothek: ISSN 1610-7446 Auflage: 117.000

oder insbesondere ersetzen. Es wird drin- einer unerlaubten Handlung oder einer gend empfohlen, sich stets auch immer aus sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergeanderen Quellen zu informieren. benden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlos- Empfehlung entstehenden Schadens nicht sen werden, dass der Redakteur oder ein- verpflichtet ist.“ zelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegen- Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer stand von Analysen oder anderen Berich- Media Group GmbH erklärt ausdrückten sind. Umso mehr stellen die veröffent- lich, keinerlei Einfluss auf die Gestaltung lichten Artikel, Nachrichten, Daten und und die Inhalte der gelinkten Seiten zu Empfehlungen immer auch eine persönli- haben. Daher distanziert sich die Weimer Die Herausgeberin will ihren Abonnenten che Meinung des Autors dar und erheben Media Group GmbH von den Inhalten die Möglichkeit bieten, sich eine unab- weder Anspruch auf Vollständigkeit noch aller verlinkten Seiten und macht sich hängige und eigenverantwortliche Mei- auf alleinige Richtigkeit. deren Inhalte ausdrücklich nicht zu Eigen. nung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf Wir verweisen insbesondere auf § 675 Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten von Wertpapieren oder Rechten abgeben. II BGB, wonach die Weimer Media vorhandenen Hyperlinks, ob angezeigt Die zur Verfügung gestellten Informatio- Group GmbH, unbeschadet der sich oder verborgen, und für alle Inhalte der nen sollen auch keine Beratung darstellen aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen. 23

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Ausgabe 29/12 (Spezial: CFDs und SFDs)  

№ 29 · Sonntag, 22. Juli 2012 SPEZIAL > SEItE 9 Pflichtblatt der börsen düsseldorf stuttgart · hamburg · berlin · münchen Editorial