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№ 37 · Sonntag, 16. September 2012

Aufstieg und Fall der Automobilmarken SPEZIAL > Seite 10

Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, bis Weihnachten dauert es zwar noch, für die Finanzmärkte gab es die Bescherung aber schon jüngst. Einmal durch die Fed (siehe Markt im Fokus, US-Marktbericht). Zuvor hatte das deutsche Bundesverfassungsgericht ESM und Fiskalpakt gebilligt, wenn auch unter Auflagen. Immerhin ein kleiner Sieg der Kritiker. Die Verfechter des ESM jubelten indes mit den üblichen Phrasen à la: „Das ist ein guter Tag für Deutschland und das ist ein guter Tag für Europa.“ Nimmt man das zumeist positive mediale Echo hinzu, könnte man den Eindruck gewinnen, dass nun die Schuldenkrise bewältigt werden kann und bald wieder jeder Tag Weihnachten ist. Geschenke dürfte es künftig aber nur für einige

wenige geben und die Mehrheit der Bevölkerung in Europa wird in die Röhre (Inflation, Arbeitslosigkeit, Niedriglöhne) schauen. Die auf den Weg gebrachten Maßnahmen, wie ESM und der Plan der EZB unbegrenzt Staatsanleihen aufzukaufen, setzen nicht an den Kernproblemen der Eurozone an, wie den großen wirtschaftlichen Ungleichgewichten und der Überschuldung. Hoffen, dass nun alles gut wird, kann daher nur, wer auch an den Weihnachtsmann glaubt. Herzlichst, Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


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Schliekers Woche

Am Geld soll’s scheitern Sonntag, 16. September 2012

AKTIEN & MÄRKTE Schliekers Woche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: US-Dollar – Fed sorgt für anhaltende Schwäche . . . . . 4 Märkte im Überblick: Dow Jones, DAX, EURO STOXX 50. . . . 5 Aktie der Woche: LPKF Laser & Electronics . . . . . . . . . . . . 6 Gastbeitrag: Robert Halver. . . . . . . . . . . . 9 SPEZIAL Automobilbranche. . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 UNTERNEHMEN Unternehmen der Woche: Burg-Wächter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 News: VW, Jungfraubahn Holding . . . . . 14 FONDS Fonds der Woche: HSBC GIF Turkey Equity. . . . . . . . . . . . 15 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: Deutsche-Bank-Discount-Zertifikat . . . . 17 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Rohstoffe Rohstoff der Woche: Kaffee . . . . . . . . . . 19 Rohstoffanalysen: Gold, Lebendrind, Orangensaft, Platin. . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Lebensart Event der Woche: ARTandPRESS . . . . . . . 21 Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Coffeetable-Favourites: Porsche 901 – die Wurzeln einer Legende . . . . . . . . . . 22 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 23

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Die amerikanische Notenbank macht Wahlkampf wie Draghis EZB deutsche Verfassungsgerichte zu beschmusen versucht. Die Geldpolitiker der westlichen Reinhard Schlieker Welt berauschen sich ZDF Wirtschafts­ an der schieren Flut korrespondent der Moneten ohne Gedanken an das Morgen. Dass Rufe nach einer sachwertgedeckten Währung inzwischen aus dem Reich der Fantasie und des Vergessens zurückkehren, sollte ein echtes Alarmzeichen sein. Das ist längst nicht mehr eine Idee, die in den verstaubten Studierzimmern einiger weniger schrulliger Ökonomen wabert, die 1971 nicht verwinden können. Jetzt also nach Mario auch (wieder) Ben – mit einem schönen Dauer­ auftrag von 40 Mrd. Dollar monatlich. Ob die Amerikaner damit ihre Hypothekenzinsen senken, ist zwar nicht so im Zentrum des Zweifels – aber ob sie das eingesparte Geld zu McDonald’s oder General Motors tragen, das schon. Die letzten Erleichterungen der amerikanischen Notenbank Fed haben die US-Bürger unglaublich untypisch verwendet, nämlich zum Schuldenabbau. Das passt eigentlich gar nicht zur dortigen Volksseele, sollte aber mittlerweile eingepreist werden, wenn man an der Erleichterungsrally der Aktienmärkte teilnehmen möchte. Und die Arbeitslosigkeit als Gradmesser für die Wirksamkeit? Das ist Bernankes Botschaft, sicher, aber es ist wohl eher eine Hoffnungsaussage, die den Wahlkampf beflügelt, zugunsten Obamas. Unter den vielen, vielen Dingen, die Republikaner-Kandidat Mitt Romney nicht hätte tun sollen, nimmt die Schmähung der Fed und die angekündigte schnellstmögliche Ablösung ihres Chefs Ben Bernanke einen hervorstechenden Platz ein. Dass Bernanke massiv intervenieren kann, sollte Romney nämlich nicht fremd sein,

schließlich hatte der amerikanische republikanische Präsident Bush auch schon heftig zu diesem Mittel greifen lassen. Also, die Arbeitslosigkeit. In den USA fällt man noch erheblich schneller aus der Statistik als in Europa, beziehungsweise wird dort gar nicht erst geführt. Eine Arbeitslosigkeit von 9%, so schätzen es die Experten, entspricht etwa einem Bestand an Leuten, die arbeiten wollen und nicht können, von 20%. Das ist natürlich bekannt und Bernanke spekuliert darauf, dass eine ansteigende Flut schließlich alle Boote hebt. Wenn der nicht gut ausgebildete Amerikaner zwei bis drei Jobs zum Leben braucht und sie künftig auch hat, dann würde vielleicht für die vollständig benachteiligten Gruppen immerhin eine einfache Aushilfsbeschäftigung abfallen, so das Kalkül. Dafür drohen heftige Nebenwirkungen: Bei einem angekündigten Zinssatz von null bis 2015, einer Flutung mit einer knappen halben Billion Dollar jährlich, ist Geldentwertung ja programmiert und es bleibt nichts der Fantasie überlassen. Die Lieferanten der Rohstoffe, die in Dollar abgerechnet werden, vor allem Erdöl, können vermutlich ihre Preise für 2015 schon mal kalkulieren. Der Staat und seine Repräsentanten in Washington wissen ebenfalls, dass ihre Staatsanleihen in der Bilanz der Fed bereits 1,6 Bio. Dollar ausmachen, und der Befehl zum Steigen ist ja gerade erst ergangen. Auf unserer Seite des Atlantiks kann man mitspekulieren. Wer will, sollte noch schnell eine USA-Reise buchen, das ist günstig. Aber wer zurückkommt, sollte nicht auch noch volltanken wollen.

Was denken Sie über dieses Thema? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de


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Tops und Flops der Woche

tops Deutsche Bank: Vorerst keine Kapitalerhöhung Die Deutsche Bank (WKN: 514000) will das Grundkapital vorerst nicht erhöhen. Vielmehr sollen bis zum Jahr 2015 jährlich 4,5 Mrd. Euro eingespart werden. Die Kosten für das Sparprogramm bezifferte der deutsche Branchenprimus auf insgesamt 4 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Eigenkapitalrendite nach Steuern soll in diesem Zeitraum mindestens 12% erreichen. Risiken im Volumen von 135 Mrd. Euro will die Bank in einer neu gegründeten Einheit, quasi eine interne Bad Bank, bündeln. Fraport: Mehr Fluggäste Im August stieg die Zahl der Passagiere, die die von Fraport (WKN: 577330) weltweit betriebenen fünf Flughäfen nutzten, um 5,2% auf 11,71 Mio. Das Luftfrachtvolumen schrumpfte um 2,3% auf 195.776 Tonnen. In Frankfurt erhöhte sich die Zahl der Fluggäste um 4,6% auf 5,60 Mio. 168.410 Tonnen Luftfracht wurden umgeschlagen – ein Rückgang um 4,1%. Im türkischen Antalya stieg die Zahl der Passagiere um 4,3% auf 3,89 Mio., im peruanischen Lima um 10,3% auf 1,22 Mio. Varna und Burgas verzeichneten Zuwächse von 6,0% bzw. 6,6%. EADS: Fusionsverhandlungen mit BAE Systems Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (WKN: 938914) und der wesentlich kleinere britische Rüstungskonzern BAE Systems (WKN: 866131) wollen möglicherweise fusionieren. Beide Unternehmen bestätigten entsprechende Verhandlungen. Sollte es zu einem Zusammenschluss kommen, werden die Anteilseigner von EADS rund 60% an der erweiterten Gruppe halten, Aktionäre von BAE die restlichen 40%. Die jeweilige Börsennotierung soll im Rahmen einer „Dual-Listed Company-Struktur“ erhalten bleiben.

Zitat der Woche

„Das ist ein guter Tag für Deutschland und es ist ein guter Tag für Europa.“ Nachdem das Bundesverfassungsgericht – wenn auch mit Vorbehalten – am Donnerstag grünes Licht für den Euro-Rettungsschirm ESM gegeben hat, nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) diese Entscheidung mit Zufriedenheit auf. Zahl der Woche

„2,1%“ Der rasante Preisauftrieb bei Sprit und Heizöl hat die Inflation in Deutschland stärker in die Höhe getrieben als erwartet. Im August kletterte die Jahresteuerung in Deutschland von 1,7% im Vormonat auf 2,1%, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Flops Hewlett-Packard: Konzernumbau wird teurer Der vor allem von Lenovo, Acer, Apple und Samsung bedrängte kalifornische Computer- und Druckerhersteller Hewlett-Packard (WKN: 851301) will bis zum Herbst 2014 statt 27.000 nunmehr 29.000 Arbeitsplätze abbauen. Die für den laufenden Konzernumbau veranschlagten Kosten steigen dadurch von voraussichtlich 3,5 auf 3,7 Mrd. US-Dollar. Eigenen Angaben zufolge hätten mehr Mitarbeiter als ursprünglich erwartet das Angebot angenommen, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Der Umbau schreite daher schneller als geplant voran. Texas Instruments: Umsatzprognose pessimistischer Im laufenden dritten Quartal will der US-Chip-Produzent Texas Instruments (TI) (WKN: 852654) statt 0,34 bis 0,42 US-Dollar nun 0,38 bis 0,42 US-Dollar je Aktie verdienen. Der Umsatz soll 3,27 bis 3,41 Mrd. US-Dollar erreichen. Zuvor hatten die Texaner 3,21 bis 3,47 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt. Analysten prognostizieren bisher 3,34 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,38 US-Dollar Gewinn je Aktie. Im dritten Quartal 2011 hatte TI 601 Mio. US-Dollar beziehungsweise 0,51 US-Dollar je Aktie verdient und 3,47 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Talanx: Börsengang abgesagt Verwundert rieben sich Marktbeobachter die Augen, als die Versicherungsgruppe Talanx, Muttergesellschaft der im MDAX notierten Hannover Rückversicherung (WKN: 840221), ungeachtet der Marktturbulenzen Anfang September selbstbewusst verkündete, im Herbst den Gang an die Börse zu wagen. Nun der kleinlaute Rückzieher: Man hätte sich mit potenziellen Investoren nicht auf einen angemessenen Preis für die Aktien einigen können, hieß es zur Begründung. Einen neuen Versuch werde es vorerst nicht geben, teilte Talanx mit. 03

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TER MINE DER WOCHE 17.09. 14:30 USA NY Empire State Manufacturing Index September 18.09. 11:00 DE ZEW, Index Konjunkturerwartungen 19.09. 14:30 USA Baubeginne und Baugenehmigungen August 19.09. 16:00 USA Verkäufe bestehende Häuser August 20.09. 16:00 USA Philadelphia Fed Survey September 20.09. 10:00 EWU Einkaufsmanagerindizes (1. Veröffentlichung) Sept. 20.09. - China Einkaufsmanager­ index verarb. Gew. (1. Veröff.) Sept.


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Markt im Fokus

US-Dollar:

Fed sorgt für anhaltende Schwäche Der US-Dollar neigt schon seit Ende Juli zur Schwäche. Zum einen belasteten die angekündigten Maßnahmen zur Rettung des Euro. Zudem wurde in den USA zunehmend auf weitere geldpolitische Maßnahmen spekuliert, was den Greenback schwächte. Jüngst machte Ben Bernanke sogar ernst. Lange Zeit wurde gemutmaßt, ob, wann und wie die US-Notenbank wieder ein weiteres und damit drittes Programm zum Ankauf von Wertpapieren auflegt. Dieses als Quantitative Easing (QE) bezeichnete geldpolitische Mittel wird eingesetzt, wenn bei den Leitzinsen der Handlungsspielraum ausgeschöpft ist, aber weiterhin eine lockere

U.S. Dollar Index

Stand: 14.09.2012 (11.15 Uhr)

Indizes Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX TecDAX SDAX EUROSTX 50 Nikkei 225 Hang Seng

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Stand: Freitag nach Börsenschluss

14.09.2012 % Vorwoche 52weekHigh % 52week 13593,37 +2,16% 13653,24 +20,87% 1465,77 +1,94% 1474,51 +23,31% 3183,95 +1,52% 3195,67 +23,77% 7412,13 +2,74% 7446,47 +38,80% 11237,27 +0,54% 11273,37 +29,77% 814,10 +0,49% 818,54 +15,67% 5041,32 +0,85% 5257,70 +18,55% 2594,56 +2,20% 2611,42 +24,54% 9159,39 +3,24% 10255,15 +7,52% 20629,78 +4,18% 21760,34 +8,32%

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Geldpolitik nötig ist, um Wirtschaft und Staat mit ausreichend Liquidität zu versorgen. Nun ist es wieder so weit und die Fed machte den Mutmaßungen ein Ende. Trotz der Spekulationen in der jüngsten Vergangenheit ist der Schritt ein wenig überraschend. Es gab weder größere Verwerfungen an den Börsen noch ist ungeachtet der zuletzt immer wieder schwächeren Daten bislang kein Wirtschaftseinbruch in den USA auszumachen. Vielleicht haben die Währungshüter nun aber hinter die geschönten Zahlen, wie den offiziellen zum Arbeitsmarkt, geschaut und eventuell auch in Anbetracht der US-Präsidentenwahl den Startschuss für „QE3“ gegeben. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Interessant ist ferner, dass die Fed diesmal nicht Staatsanleihen, sondern hypothekenbesicherte Wertpapiere (Mortgage Backed Securities, MBS) kaufen will. Ziel sind stützende Effekte für die Konjunktur. Ist das Thema QE damit nun abgehakt? Wohl nicht. In schon bekannter Manier nährte Bernanke weitere Spekulationen. Sollte es nötig werden, könnte etwa die Konjunktur mit noch mehr MBS-Käufen angeschoben werden. Darüber hinaus nannte er die Option, abermals Staatsanleihen zu kaufen, und verlängerte das Versprechen, die Leitzinsen niedrig zu halten, von Ende 2014 bis in das Jahr 2015 hinein. Alles Argumente, die tendenziell für eine fortgesetzte DollarAbwertung sprechen könnten, wenn der Euro nicht wieder unter die Räder kommt.


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Märkte im Überblick

usa

Deutschland

Wall Street beklatscht „QE3“

Europa

Musik spielt beim DAX

Erleichterung

Die Wall Street wartete in der vergangenen Woche gespannt und mit Vorfreude auf die Pressekonferenz nach der Ratssitzung der USNotenbank. Ben Bernanke enttäuschte die Erwartungen nicht und kündigte das dritte QE-Programm an. Die Fed will dabei diesmal nicht Staatsanleihen, sondern hypothekenbesicherte Wertpapiere (MBS) kaufen. Konkret will sie dafür monatlich 40 Mrd. US-Dollar ausgeben. Ferner gibt es diesmal keine zeitliche Begrenzung und das neue Kaufprogramm ist an die Entwicklung von Konjunktur und Arbeitsmarkt gekoppelt. Bernanke unterstrich in diesem Zusammenhang, so lange Vermögenswerte kaufen zu wollen, bis sich die Lage am Job-Markt substanziell und nachhaltig bessere, ohne jedoch konkrete Ziele zu nennen. Zudem dürften die MBS-Käufe dazu beitragen, dass sich die moderate Aufhellung am krisengeschüttelten Häusermarkt fortsetze oder sogar beschleunige. Er räumt jedoch ein, dass die Instrumente der Fed nicht ausreichen, um die Probleme am Arbeitsmarkt vollständig zu lösen. Preisrisiken durch die geldpolitischen Maßnahmen sieht er unterdessen nicht und versicherte, Inflationsrisiken beizeiten entgegenzutreten. Die Wall Street reagierte am Donnerstag positiv auf die Ankündigungen. Am Freitag folgten dann moderate Gewinne. Man verdaute wohl erst einmal die Fed-Entscheidung. Zudem fielen die Konjunkturdaten gemischt aus.

Auch in der vergangenen Woche ging es am deutschen Aktienmarkt aufwärts. Zuversicht, dass das deutsche Bundesverfassungsgericht den ESM nicht stoppt, was sich auch bewahrheitete, und der Startschuss für „QE3“ in den USA waren kurstreibende Argumente. Davon profitierte erneut vor allem der DAX, während die anderen Indizes magere Zuwächse verzeichneten. Offenbar scheint derzeit die Musik bei den groß kapitalisierten Werten zu spielen. Charttechnisch betrachtet hat der DAX sein in der Vorwoche knapp überwundenes und bis dahin geltendes 2012er-Hoch nun deutlicher hinter sich gelassen. Er kletterte über 7.400 Punkte und erreichte damit ein Niveau wie seit Juli 2011 nicht mehr. Damit ist es nun nicht mehr weit bis zur nächsten Hürde bei 7.600 Zählern (Zwischenhoch von Mai 2011). Der zuletzt treibende Faktor waren die Spekulationen auf weitere geldpolitische Schritte der Notenbanken, um die Konjunktur zu stimulieren und, im Falle EZB, die Schuldenkrise zu bewältigen. Nachdem dieser mit den Beschlüssen nun eigentlich seinen Nährboden verloren hat, stellt sich die Frage, wie lange die diesbezüglich positive Stimmung nun andauert und welches Argument für weiter steigende Kurse sorgt. Möglich ist, dass nun die Konjunkturdaten verstärkt in den Fokus rücken. Sollte es hier weitere schlechte Zahlen geben, könnte dies die Kauflaune zumindest bremsen.

Die als wegweisend geltende Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts zum ESM sorgte nicht nur bei dessen Verfechtern für Erleichterung. Auch an den europäischen Aktienmärkten war man erfreut, wie die steigenden Kurse implizieren. Die Unsicherheit bezüglich der vorhandenen Instrumente, um der Schuldenkrise Herr zu werden, ist offenbar etwas gewichen. Letzten Endes wurde jedoch nur wieder Zeit gewonnen. So hat man jetzt eventuell ein paar abschreckende Argumente gegenüber den medienwirksam immer wieder verteufelten Spekulanten. Die Kernprobleme der Eurozone, wie die wirtschaftlichen Ungleichgewichte, die durch eine einheitliche Geldpolitik und künftig wohl auch Fiskalpolitik, nicht in den Griff zu bekommen sind sowie auch die Überschuldung, bleiben jedoch ungelöst. Stattdessen wird der Weg hin zu einer Haftungs- und Schuldenunion fortgesetzt. Man nimmt dies aber genauso in Kauf wie die Risiken dieser Politik. Dazu gehören eine drohende Geldentwertung für den überwiegenden Teil der Bevölkerung und zunehmende soziale Spannungen. An Europas Aktienmärkten zerbrach man sich darüber jüngst aber nicht den Kopf. Vielleicht feiert man auch noch etwas länger. Es ist aber wohl nur eine Frage der Zeit, bis wieder Ernüchterung einkehrt. Entweder weil die Schuldenkrise erneut hochkocht oder es mit der Konjunktur weiter bergab geht.

Dow Jones

DAX

EURO STOXX 50

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Stand: 14.09.2012

Stand: 14.09.2012

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© Foto: LPKF Laser & Electronics

AKTIEN & MÄRKTE Aktie der Woche

LPKF Laser & Electronics:

TecDAX-Aufsteiger vor wichtiger Hürde Der Arbeitskreis Indizes der deutschen Börse hatte in der Vorwoche entschieden, die Aktie des Laserspezialisten in den TecDAX aufzunehmen. Das Unternehmen freut sich über den Aufstieg, LPKF Laser & Electronics scheint aber nicht nur wegen der Beförderung in den TecDAX interessant. Am 24. September ist es so weit: Die Aktie von LPKF ist dann Mitglied des TecDAX, der die 30 mittelgroßen deutschen Aktiengesellschaften umfasst, die zu den technischen Branchen gehören und den im DAX enthaltenen Technologietiteln folgen. Auswahlkriterien sind Marktkapitalisierung und Börsenumsatz. Hier hat LPKF in der jüngsten Vergangenheit wieder einiges gutgemacht. Vor allem bei der Marktkapitalisierung. Aufgrund des starken Kursanstiegs seit dem Zwischentief im Dezember 2011 von inzwischen rund 95% ging es bei dieser Kennzahl naturgemäß ebenso deutlich aufwärts. Die Marktkapitalisierung von derzeit rund 164 Mio. Euro ist nun nicht mehr weit entfernt von dem im November 2010 markierten historischen Spitzenwert von fast 170 Mio. Euro – reichte nun aber aus, um in den erlauchten Kreis des TecDAX aufgenommen zu werden. Große Freude Das seit 1998 an der Börse notierte Unternehmen freute sich sehr darüber. Von 06

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der Zugehörigkeit zum TecDA X erhofft sich Firmenlenker Dr. Ingo Bretthauer eine stärkere öffentliche Wahrnehmung und sagte: „Als Nebenwert und B2BUnternehmen muss man sich ganz schön ins Zeug legen, um den Bekanntheitsgrad zu steigern. Der Aufstieg in den TecDAX gibt uns nun die Chance, auch von Investoren wahrgenommen zu werden, die bei der Auswahl ihrer Investitionen auf eine

LPKF Laser & Electronics

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Indexzugehörigkeit achten.“ Außerdem hob die Gesellschaft hervor, dass man insbesondere im Ausland, wo der überwiegende Teil der Kunden ansässig ist, vom starken Image einer deutschen börsennotierten Aktiengesellschaft profitiert. Gerade für Mittelständler wie LPKF ist das ein nicht zu vernachlässigender Punkt. Führend in der Lasertechnik Die 1976 gegründete Firma entwickelt und produziert seit 36 Jahren Maschinen zur Materialbearbeitung. Seit 1989 ist man in der Lasertechnik aktiv, wo heute der Schwerpunkt liegt. So werden in den von der Gesellschaft konzipierten Maschinen LPKF Laser & Electronics ist fast immer Laserstrahlen als Werkzeug zur nicht nur wegen des Aufstiegs Bearbeitung von Oberf lächen eingesetzt. in den TecDAX ein interessantes Die Basis für sämtliche Lasersysteme bilInvestment. det das Know-how in Optik, Antriebsund Steuerungstechnik, das durch selbst entwickelte Software ergänzt wird. Eigenen Angaben zufolge ist man mit diesem Rüstzeug Weltspitze in vier von sechs Produktbereichen der Mikromaterialbearbeitung mittels Laser. Eingesetzt werden die Maschinen und Anlagen in der Elektronik- und Automobilindustrie, in der Kunststofftechnik und bei der Herstellung von Solarzellen. Kunden des Konzerns nutzen dessen Technologien, um beispielsweise Leiterplatten zu entwickeln, zu bearbeiten oder auch, um sie durch die Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) komplett zu ersetzen. Andere Lasersysteme dienen unter anderem zum Trennen, Schweißen, Messen und für die Fertigung von Strukturen. Profitabler Wachstumskurs Als Pionier bei der Erschließung neuer Märkte für den Einsatz der Lasertechnologie in der Mikromaterialbearbeitung hat sich LPKF in den vergangenen Jahrzehnten ein umfangreiches, sehr spezielles Know-how erarbeitet und das breit gefächerte Portfolio sowie

LPKF Laser & Electronics ISIN: DE0006450000 WKN: 645000 Kurs 07.09.2012: 14,84 EUR 52-Wochen-Hoch: 15,14 EUR 52-Wochen-Tief: 7,54 EUR Empf. Stop-Loss: 13,80 EUR Unser Anlageurteil: spekulativer Kauf Stand: Freitag nach Börsenschluss

die führende Position in vielen Bereichen bilden ein stabiles Fundament, um künftig von der voranschreitenden Etablierung der Lasertechnik in Produktionsprozessen zu profitieren, die als Schlüsseltechnologie mit großem Zukunftspotenzial gilt. Die Chancen für anhaltend profitables Wachstum stehen damit nicht schlecht und die Gesellschaft sollte daher ihren Erfolgskurs der vergangenen Jahre fortsetzen. Seit über 30 Jahren hat LPKF profitabel gewirtschaftet. Zudem kletterte der Umsatz in der jüngsten Vergangenheit, genau seit 2003, kontinuierlich von Rekord zu Rekord und erreichte im vergangenen Jahr 91,1 Mio. Euro. Dies waren 12,2% mehr als im Vorjahr. Aufgrund der Kosten, Aufwendungen und Abschreibungen für den Ausbau der Kapazitäten, um sich gezielt in den eigenen Wachstumsbereichen zu verstärken, blieb das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 15,2 Mio. Euro aber unter dem Spitzenwert aus dem Vorjahr von 17,3 Mio. Euro. Gleiches gilt für den Nachsteuergewinn, der von 12,1 auf

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9,9 Mio. Euro sank, damit aber nach wie vor relativ üppig ausfiel. Zudem erreichte die EBIT-Marge als wichtige Ertragskennzahl des Unternehmens mit 17% den oberen Rand der prognostizierten Spanne von 15% bis 17%. Zuversichtlicher Ausblick Auch im laufenden Geschäftsjahr 2012 soll die EBIT-Marge einen Wert zwischen 15% und 17% erreichen, wie der Vorstand bei Vorlage der Halbjahreszahlen im August noch einmal bekräftigte. Er hielt unter Voraussetzung einer stabilen Entwicklung der Weltkonjunktur zudem an dem Umsatzziel von 100 bis 105 Mio. Euro fest, wozu alle Segmente beitragen sollen. Ferner können sich Chancen für eine deutlich stärkere Geschäftsentwicklung aus Großaufträgen ergeben, die in dieser Planung nicht berücksichtigt wurden, hieß es weiter. Der zuversichtliche Blick nach vorn dürfte dem Unternehmen angesichts der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr nicht schwergefallen sein.

in

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Starkes Halbjahr LPKF zeigte sich im zweiten Quartal 2012 demnach unbeeindruckt von den gedämpften konjunkturellen Aussichten im Branchenumfeld und die ungebremste Nachfrage nach Lasersystemen für die Produktion von elektronischen Bauteilen bescherte dem Unternehmen ein Umsatzplus von 27,6% auf 29,8 Mio. Euro. Die Erlöse im ersten Halbjahr legten damit insgesamt um 34% auf 50,3 Mio. Euro zu. Das EBIT im zweiten Quartal stieg mit 58,6% auf 5,2 Mio. Euro stärker als im Vorquartal und kletterte im ersten Halbjahr um 42% auf 7,4 Mio. Euro. Damit verbesserte sich die EBIT-Marge von 14% auf 15%. Nach Steuern blieben in den ersten sechs Monaten mit 5 Mio. Euro 32,3% mehr hängen. Ein Auftragseingang von 60,0 Mio. Euro sowie ein Auftragsbestand von 34,9 Mio. Euro Ende Juni runden das poDer Laserspezialist ist sitive Bild ab. Auch der Vorstand war mit einer aussichtsreichen Nische der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. tätig und hat sich hier eine Allerdings sieht er keinen Grund, sich enttechnologische und markt­ spannt zurückzulehnen, und betonte, dass führende Spitzenposition LPKF permanent und mit Hochdruck daerarbeitet. ran arbeitet, die eigenen Maschinen noch schneller, präziser und wirtschaftlicher zu machen, um so die führenden Marktpositionen erfolgreich zu verteidigen. Auch der etwas weitere Blick nach vorn ist zuversichtlich. Für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 rechnet der Vorstand in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld mit einem Umsatzwachstum von rund 10% pro Jahr und weiterhin mit einer EBIT-Marge zwischen 15% und 17%.

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Fazit Nicht nur weil LPKF Laser & Electronics in den TecDAX aufgestiegen ist, stellt die Aktie ein interessantes Investment dar. Der Laserspezialist ist in einer aussichtsreichen Nische tätig und hat sich hier eine technologische und marktführende Spitzenposition erarbeitet, sodass er eine gute Basis hat, um in einer zukunftsträchtigen Branche auch künftig seinen profitablen Wachstumskurs fortzusetzen. Sollte es daher nun der Aktie gelingen, das Allzeithoch von November 2010 bei 15,27 Euro nachhaltig zu überwinden, sind spekulative Long-Positionen erwägenswert.


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Wie viel Stabilität verträgt die Eurozone noch? Würde die Europäische Zentralbank (EZB) eine Geldpolitik à la Bundesbank praktizieren, käme die Eurozone vermutlich in zwei Wochen unter die Räder. So wird jede Stützung des euroländischen Vaterlandes den Stempel „Sponsored by EZB“ tragen. Mit dem breitflächigen Aufkauf von Staatsanleihen prekärer Euro-Länder – konkret also Zinsdrückung – wird die unbegrenzt über Liquidität verfügende EZB klar den Kampf gegen die Euro-renitenten Finanzheuschrecken gewinnen. Die EZB macht ihnen ein Angebot, das sie annehmen müssen.

Robert Halver Leiter Kapital­markt­analyse der Baader Bank AG

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Dabei muss die EZB ihre Geldbörse noch nicht einmal weit öffnen. Die klaren Worte des heimlichen Präsidenten der Eurozone, Mario Draghi, geldpolitisch zu stützen, haben jetzt schon deutlich für Sorgenpausen an den euroländischen Staatsanleihenmärkten gesorgt. Und es ist noch kein einziger Cent geflossen.

Zunächst sollten Anleger Staatspapieren, also Zinsvermögen, kritisch gegenüberstehen. Die deutschen Zinsen schlagen schon nicht die offizielle Inflation. Und dabei sind die regelmäßig anfallenden Kosten für Essen, Trinken, Heizen, Tanken und Strom noch nicht einmal gerecht berücksichtigt. Die tatsächliche Inflation macht damit die realen Renditen von Staatsanleihen noch negativer. De facto wird der Staat über die Preiskeule entschuldet und der Anleger mit ihr erschlagen, d. h. entreichert.

Der Siegeszug der romanischen Währungsunion Selbst für die Finanzminister ist es attraktiv, stillschweigend die EZB die Kastanien für die klammen Mitgliedsländer aus dem Feuer holen zu lassen. Immerhin erspart die Notenbank den Kassenwarten die peinliche Stabilitätspanne, weiterhin mit neuen Schulden in Rettungsschirme zu buttern. Die Geldbörse der EZB schont auch die Brieftasche des deutschen Steuerzahlers. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. So werden wir Zeitzeugen eines zunehmenden geldpolitischen Dirigismus. Fiskalpolitik wird immer mehr zur Sache der Geldpolitik ohne nennenswerte parlamentarische Kontrolle.

Wenn die EZB druckt, braucht man einen sachkapitalistisches Rettungsschirm Die Alternative ist Sachkapital. Denn die Sintflut der EZB ist eine Streicheleinheit für Aktien als verbriefte Form des Sachvermögens. Wenn es Brei regnet, muss man eben einen Löffel dabei haben. Am besten löffelt man regelmäßig mit einem Ansparplan, um auch Kursschwankungen zu begegnen – einem Dreiklang von stabilen Aktien aus den USA, den Schwellenländern und Europa. Denn Amerika zeigt wieder Wirtschaftsstärke und die Schwellenländer bauen ihre Binnenkonjunkturen als weitere Standbeine auf. Das stützt auch deutsche Exportwerte. Attraktiv ist auf Branchenebene eine Mischung aus Konjunktur- und Technologiewerten sowie Defensivtiteln aus den Bereichen Konsum oder Energie, die mit ihren hohen Dividendenrenditen die von Staatsanleihen weit hinter sich lassen. Und solange uns die Euro-Krise beschäftigt, die Alternativrenditen bei Zinspapieren schwach sind sowie die Notenpresse läuft, ist mir auch um Edelmetalle nicht bange.

Kümmern Sie sich um Ihren Mikrokosmos Die schöne, neue Welt des instabilen Makrokosmos können wir zwar nicht heilen, unsere mikrokosmische Anlagestrategie dagegen können wir erfolgreich therapieren.

Wer nicht auf Sachkapital setzt, ist ein Spekulant Wer in Zeiten der romanischen Währungsunion zu einseitig auf Zins- statt auf Sachvermögen setzt, ist ein Spekulant. Und das ist nun wirklich nicht deutsche Mentalität. Meine sehr verehrten Anleger, die Eurozone verträgt heute keine Stabilität mehr. Nutzen Sie bitte die Zeit, die Ihnen die Notenbank schenkt.

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Aufstieg und Fall der Automobil­marken Kaufrausch in den USA. Besser lässt sich die Entwicklung der dortigen PKW-Absatzzahlen wohl kaum beschreiben. Alleine im August betrug das Plus 20 Prozent. Neben den einheimischen Herstellern profitieren davon auch deutsche Hersteller. In Europa sieht es dagegen düster aus. Für Autoaktien hat die gegensätzliche Entwicklung weitreichende Folgen. Es ist eigentlich kaum zu glauben. Obwohl die US-Wirtschaft bislang noch nicht richtig in Tritt gekommen ist und die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau verharrt, zieht der PKW-Absatz dramatisch an. Demgegenüber machen die Zahlen für Europa deutlich, wie schlecht es wirtschaftlich um den Kontinent bestellt ist. US-Autoabsatz +20% Alleine im August stieg der Auto-Absatz in den Vereinigten Staaten gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent. Laut dem US-Kommunikationschef von Volkswagen, Carsten Krebs, ist die positive Entwicklung darin begründet, dass Verbraucher verstärkt ältere Fahrzeuge durch neue Modelle ersetzen. Die während der Finanzkrise zurückgestellten Käufe werden im derzeitigen Niedrigzinsumfeld nun nachgeholt. Dies habe dazu beigetragen, dass sich der Autosektor zuletzt besser entwickelt habe als die Gesamtwirtschaft, so Krebs weiter. Profitieren konnten davon - mit einer Ausnahme – die deutschen Hersteller: Der Absatz der Wolfsburger legte im August gegenüber dem Vorjahr um über 62 Prozent zu! Porsche kam auf stolze 39 Prozent und die beiden Premiumhersteller Audi und Mercedes schaffen jeweils 13 Prozent. Der dritte große Premiumhersteller BMW musste hingegen ein Minus von 5,7 Prozent hinnehmen. Krise in Europa dauert noch Jahre Auch wenn die jüngsten Zahlen BMW schmerzen dürften, insgesamt läuft es für die heimischen Marken rund. Den Grundstein für die Erfolge haben Hersteller und Zulieferer mit der konsequenten 10

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Ausrichtung auf die Auslandsmärkte gelegt. Auf diese Weise konnten die deutschen Hersteller in wichtigen Regionen wie Nordamerika und China Stück für Stück Marktanteile erobern, so der Verband der Automobilindustrie VDA. Im Unterschied dazu müssen Autobauer, wie Renault, PSA Peugeot Citroen, Opel und Fiat – die sich vor allem auf Europa konzentrieren - gewaltige Absatzrückgänge hinnehmen. Das wird am Beispiel von PSA deutlich: Mit 1,62 Millionen Autos und leichten Lastwagen setzte Europas zweitgrößter Autokonzern im 1. Halbjahr knapp 13 Prozent weniger Fahrzeuge ab als im Vorjahreszeitraum. Allein in Europa sackten die Verkäufe um gut 15 Prozent auf 980.000 Fahrzeuge ab. Aufgrund der anhaltenden Euro-Krise und der damit verbundenen Schwäche des Binnenmarktes insgesamt, sollten Anleger diese Unternehmen bis auf weiteres meiden. Schließlich dürften diese Probleme noch über Jahre andauern: "Im Jahr 2015 werden nach unserer Prognose immer noch weniger Pkw in Westeuropa als im Jahr 2011 verkauft werden", so Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Center


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Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen. Volkswagen könnte laut dem Experten dabei sogar gestärkt aus der Krise in Europa hervorgehen. Der weltweite PKW-Absatz wird nach seinen Angaben nicht einmal eine Delle bekommen, sondern sogar von prognostizierten knapp 65 Millionen Fahrzeugen in diesem Jahr bis zum Jahr 2015 auf rund 71 Milliokönnte sogar nen Fahrzeuge zulegen.

Volkswagen gestärkt aus der Krise in Europa hervorgehen.

Darauf müssen Anleger achten Für Anleger hat dies direkte Konsequenzen. Zum einen sollten sie nicht auf europäische Autoindizes setzen – sondern Papiere bevorzugen, die sich auf die Deutschen Hersteller beschränken. Zum anderen gilt es auch innerhalb dieser Gruppe genau hinzusehen: Weil Autoaktien eine relativ hohe Dividendenrendite aufweisen – Daimler aktuell beispielsweise gut 5,6 Prozent und BMW 4,4 Prozent – sollte sich das Zertifikat unbedingt auf einen Performanceindex beziehen. Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, zeigen die von Commerzbank und HVB begebenen Open end-Zertifikate auf den F.A.Z.

Auto- und Zulieferindustrie-Index (z.B. WKN: HV5CWY). Der Basiswert ist ein lupenreiner Kursindex. Stattdessen bieten sich das DAXsector Automobile Total Return Papier der Commerzbank (WKN: DR0REA) an. Letzteres konnte im laufenden Jahr mit +24,8 Prozent bereits deutlich stärker zulegen, als das Kurs-Index basierte Gegenstück (+21,0 Prozent). Langfristig dürften die Unterschiede daher erheblich sein. Mit Volldampf aus der Krise Auffällig ist, dass die amerikanischen Hersteller selbst nicht so stark von dem Aufschwung auf ihrem Heimatmarkt profitieren konnten wie die ausländische Konkurrenz. So verkauften der Marktführer General Motors im August zehn Prozent mehr, Rivale Ford 13 Prozent mehr und der mittlerweile zu Fiat gehörende Hersteller Chrysler 14

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Prozent mehr Autos. Das reicht aber nicht um die asiatischen Hersteller auf Distanz zu halten. Diese konnten nämlich noch deutlich stärker zulegen: Toyota verzeichnete im August ein Plus von 46 Prozent und Honda einen Zuwachs von knapp 60 Prozent. Besonderes Gewicht bekommen diese Zahlen, weil Toyota im 1. Quartal in den USA fast genauso viele Autos absetzen konnte wie GM, und Honda nach Stückzahlen ebenfalls unter den Top 5 Herstellern in den USA rangiert. Beispielsweise verkaufte Honda im 1. Quartal fast viermal so viele Autos in den USA wie Volkswagen. Die Basis auf der die japanischen Hersteller die vorgenannten Wachstumsraten erzielen ist also deutlich breiter und damit beeindruckender als jene der deutschen Hersteller. Dazu kommt dass die japanischen Exporteure unter einem starken Yen leiden. Entsprechend erholten sich die Kurse - der von der Atomkatastrophe gebeutelten Hersteller - in den letzten 12 Monaten um 14 Prozent (Nissan), 16 Prozent (Honda) beziehungsweise 22 Prozent (Toyota). Mit KGVs zwischen 7,6 (Nissan) und 11 (Toyota) sind die Aktien jedoch nach wie vor moderat bewertet.

Fazit Die deutschen Hersteller sind auf den internationalen Märkten hervorragend positioniert. Die beeindruckende Erholung der japanischen Produzenten und der Aufstieg der koreanischen Marken verdeutlichen jedoch, wie stark die Konkurrenz geworden ist. Ein Scheitern des Euro wäre für die exportabhängigen einheimischen Autokonzerne daher höchst gefährlich. Nichtsdestotrotz sind BMW, Daimler und Volkswagen auf dem aktuellen Niveau noch nicht zu teuer. Eine Beimischung der Konkurrenten aus Japan und Korea, hilft die Risiken zu streuen.

Die Ertrags-Perlen Neben dem Absatz – der den Marktanteil widerspiegelt – gilt es aber noch weitere wichtige Kenngrößen zu beachten. Interessant ist vor allem die Profitabilität der Hersteller. Laut einer Ernst&Young Studie für den Zeitraum Januar bis März 2012 liegt hier BMW (EBIT-Marge) ganz vorne – gefolgt von den Koreanern Hyundai und Kia. Auf Platz vier folgt der Daimler Konzern, auf Platz fünf Volkswagen. Beim weltweiten Absatz lag Hyundai hinter Ford im 1. Quartal bereits auf Rang 5 - Kia rangiert deutlich vor Daimler und BMW. Diese Betrachtung macht deutlich, dass sich die Kräfteverhältnisse in der Autoindustrie in den kommenden Jahren deutlich verschieben könnten. Ideen machen noch keine Gewinne Ganz im Gegensatz zu der erfreulichen Kursentwicklung vieler Auto-Aktien hat das Thema Elektroauto bislang für Verluste gesorgt. Zwar gelten just diese Elektroautos als nächste Evolutionsstufe auf dem Weg zum Auto der Zukunft – doch die Firmen die voll auf dieses Thema setzen haben bisher nur wenig Zählbares zustande gebracht. Es verwundert daher nicht, dass das gleichnamige ThemenZertifikat, auf den Solactive E-Power Automobil Performance-Index (WKN: A0XW1N) tief im roten Bereich rangiert: Alleine im laufenden Jahr verlor das Papier fast 30 Prozent – in den letzten drei Jahren sogar fast 75 Prozent. Der Blick auf die Zusammensetzung bereitet ebenfalls Bauchschmerzen. In der Auswahl sind vor allem nordamerikanische Aktien vertreten. Mit Build Your Dream (BYD) ist dagegen nur ein chinesischer Titel enthalten. Doch die Elektromobilität wird derzeit vor allem im Reich der Mitte gepusht. Das Land hat sich nicht nur zu einem Zentrum für die Batterietechnik gemausert und der Staat versucht die Autobauer des Landes zu Champions auf dem Gebiet der Elektroautos zu entwickeln. 12

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Ausblick auf das nächste Spezial Ausgabe 38 (23.09.2012) Discount-Zertifikate


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Unternehmen der Woche

Burg-Wächter sorgt für Sicherheit

Foto: Burg-Wächter

Der Firmenname könnte kaum treffender sein: Mit Burg-Wächter assoziiert man unwillkürlich Solidität und Sicherheit. Und genau darum geht es bei dem Hersteller von Schlössern und Sicherheitstechnik auch.

Fast jeder Haushalt verfügt über ein Produkt von BurgWächter.

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Fast jeder Haushalt verfügt über ein Produkt von Burg-Wächter. Sei es ein Vorhängeschloss zum Sichern der Kellerabteile in Mehrfamilienhäusern, eine Kette an der Eingangstür oder ein unscheinbares Zylinderschloss, wie es in allen Außentüren vorkommt. Die riesige Produktpalette von Burg-Wächter deckt alle nur denkbaren Erfordernisse ab. So gibt es allein neun verschiedene Versionen von Zahlenschlössern, die ihrerseits wieder in verschiedenen Ausführungen angeboten werden. Noch umfangreicher ist das Sortiment bei den Vorhängeschlössern mit Zylinderschloss. Hier gibt es die unterschiedlichsten Ausführungen vom relativ einfachen Modell mit dem bekannten rostfreien Messingkörper bis hin zum Hochleistungsschloss, das Aufbruchsversuchen mit Bolzenschneidern ebenso widersteht wie Aufreißversuchen mit mehreren Tonnen Kraft. Hinzu kommen Riegel, Schlüssellochsperrer und diverse Fahrradschlösser, wobei sich BurgWächter, anders als der große Wettbewerber Abus, auf günstige Modelle konzentriert. Darüber hinaus produziert die Firma ein ganzes Arsenal an Tresoren für die unterschiedlichsten Zwecke. Das beginnt mit kleinen Einbauversionen für den Hausgebrauch über Dokumentenschränke für das Büro bis hin zu gepanzerten Geldschränken. Selbst für Laptops sowie CD-ROMs und andere Datenträger gibt es spezielle Tresore. Jäger und Hobbyschützen wiederum können ihre Waffen in speziellen Schränken vor fremden Zugriff schützen.

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Mit Schlössern und Panzerungen allein ist es heute aber nicht mehr getan. Daher bietet Burg-Wächter auch verschiedene Systeme zur elektronischen Türöffnung an. Dabei ist es sogar möglich, die Türöffnung per Fingerabdruck vorzunehmen. Das große Feld der Videoüberwachung übernimmt mit der Santec Video Technologies ein Tochterunternehmen von Burg-Wächter. Von Kameras und den zugehörigen Objektiven über Monitore und Scheinwerfer bis hin zu der notwendigen Übertragungstechnik werden alle notwendigen Komponenten angeboten. Dabei achtet das Unternehmen bei seinen Produkten auch auf ein ansprechendes Äußeres. Mit seinen Briefkästen hat Burg-Wächter bereits einen Design-Preis gewonnen. So wurde das Modell Quadus, ein Modell aus Edelstahl, für seine schlicht-elegante Gestaltung ausgezeichnet. Das Unternehmen, das sich noch immer in Familienhand befindet und mittlerweile von der dritten Generation geleitet wird, kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits seit 1750 werden im westfälischen Wetter-Volmarstein, dem Unternehmenssitz von Burg-Wächter, Vorhängeschlösser hergestellt. Als Handwerk war das sogenannte Schlossmachen lange Zeit in Familienhand. Bis in das 20. Jahrhundert hinein stellten zahlreiche kleine Betriebe in Volmarstein Schlösser her, bevor die Industrialisierung auch diesen Bereich erfasste. Die Wurzeln von Burg-Wächter reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Damals wurde die die Firma F. W. Lüling in Volmarstein gegründet, die Vorhängeschlösser unter dem Markennamen Burg fertigte, wobei das Wahrzeichen des Ortes, die Burg Volmarstein, Namensgeber war. Das Unternehmen expandierte unter den Nachfahren des Firmengründers rasch. Alfred Lüling gründete 1920 ein Handelsunternehmen für den Vertrieb der Burg-Schlösser und war schon vor dem 2. Weltkrieg auch im Ausland präsent. Zu Beginn der 1950er-Jahre übernahmen die Söhne Lülings das Ruder. In den folgenden Jahrzehnten bauten sie die Kapazitäten kontinuierlich aus und schufen damit das Unternehmen, das heute als einziger Hersteller Messingvorhängeschlösser in Großserie noch in Deutschland produziert.


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Jungfraubahn Holding

Audi und Porsche weltweit begehrt

Weniger verdient

Audi (WKN: 675700), Tochtergesellschaft von Volkswagen (WKN: 766403), setzte im August weltweit 108.100 Fahrzeuge ab – ein Plus von 14,9% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Davon fanden 47.800 in Europa Käufer (+8,0%), auf Deutschland entfielen 20.180 (+9,0%). In Russland erhöhte sich der Absatz um beachtliche 47,9% auf 2.972 Autos. Einbußen mussten die Ingolstädter lediglich in Italien – Stichwort Euro-Krise – hinnehmen: Der Absatz schrumpfte um 3,9% auf 2.408 Pkws. In der Asien-Pazifik-Region zog der Verkauf um 23,4% auf 40.500 Fahrzeuge an. Der Löwenanteil ging dabei auf das Konto von China/Hongkong. Im Riesenreich setzte Audi 34.800 Fahrzeuge ab – ein Plus von 24,0%. 11.527 Autos fanden in den USA neue Eigentümer – im Vergleich zum August 2011 ein Anstieg um 13,0%. VWSportwagentochter Porsche setzte im Vormonat weltweit 10.912 Fahrzeuge ab (+20,8%). In den USA kletterte der Absatz um 38,6% auf 3.026, in China um 28,4% auf 2.882 Autos. Im krisengeplagten Europa hatten immerhin 2.830 Käufer etwas Kleingeld für einen Sportflitzer übrig – 12,8% mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Davon blieben 1.099 Fahrzeuge in Deutschland – ein Anstieg um 11,5%. In den vergangenen acht Monaten steigerte Porsche seinen Absatz um 15,0% auf 92.474 Autos.

Gestiegene Kosten sowie die mit der EuroKrise verbundene Stärke des Schweizer Franken hinterließen in der Halbjahresbilanz der Jungfraubahn Holding (WKN: 1787578) Bremsspuren. Von Januar bis Ende Juni schrumpfte der Überschuss von 11,25 auf 10,68 Mio. Schweizer Franken. Vor Steuern (EBT) sank der Gewinn von 14,15 auf 13,38 Mio. Schweizer Franken, vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 14,10 auf 13,24 Mio. Schweizer Franken. Der Umsatz legte von 71,66 auf 75,10 Mio. Schweizer Franken zu – der darin enthaltene Verkehrsumsatz ging allerdings von 55,29 auf 55,03 Mio. Schweizer Franken zurück. Der Betreiber der Jungfrau- und Wengernalpbahn sowie der Wintersportanlagen in der Region um Eiger, Mönch und Jungfrau führt den Gewinnrückgang vor allem auf eine durchwachsene Wintersaison zurück. So hätten wegen der Euro-Krise weniger Besucher aus den Nachbarländern ihren Skiurlaub in der Jungfrau-Region verbracht. Insgesamt sei die Gästezahl um 6,3% gesunken. Dagegen füllte der Ausflugsverkehr auf das 3.454 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Jungfraujoch die Kasse – immerhin kostet eine Hin- und Rückfahrt von Interlaken zum Jungfraujoch im Normaltarif pro Person stolze 190 Schweizer Franken. Mit 339.400 Personen wurde der höchste Halbjahreswert in der inzwischen 100-jährigen Geschichte der Jungfraubahn erreicht.

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Datum 18.09.2012 19.09.2012 19.09.2012 19.09.2012 19.09.2012 20.09.2012 20.09.2012 20.09.2012

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Name Fedex Corp. (Federal Express) Inditex SA Adobe Systems Inc. Bed Bath & Beyond Inc. General Mills, Inc. Balda AG ConAgra Foods Inc. Oracle Corp.

Ereignis Ergebnisbericht Q1 2012/13 Halbjahresergebnis 2012/13 9-Monats-Bericht 2011/12 Halbjahresbericht 2012/13 Ergebnisbericht Q1 2012/13 Ergebnis Rumpfgeschäftsjahr Ergebnisbericht Q1 2012/13 Ergebnisbericht Q1 2012/13

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HSBC GIF Turkey Equity – Chancen am Bosporus erkennen

Während der Euro-Raum insgesamt mit dem Gespenst der Rezession kämpft, kann die Türkei auch im Krisenjahr 2012 mit Wachstum glänzen. Im August stieg das BIP (Bruttoinlandsprodukt) um 2,9% an. Im Juli hatte das BIP um 3,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt. Nach Angaben der Statistiker des IWF (Internationaler Währungsfonds) wird für das gesamte Jahr 2012 ein Pro-Kopf-BIP von 10.914,04 Dollar erwartet. Zum Vergleich: Im Jahr 2002 lag diese Kennzahl bei 3.518,97 Dollar. Gleichzeitig sank die Staatsverschuldung in Relation zum BIP im gleichen Zeitraum von 74% im Jahr 2002 auf 36,04% im Jahr 2012. Sorgen bereitet jedoch nach wie vor das recht hohe Leistungsbilanzdefizit des Landes. Konsum treibt Wachstum Die Wirtschaft der Türkei wächst nämlich anders als China und Brasilien nicht durch Exporte. Im Jahr 2011 betrug das Leistungsbilanzdefizit rund 10% des BIP: Die Regierung hatte für 2012 das Ziel ausgegeben, einen Rückgang auf 8% anzustreben. Das ist vielen Analysten nicht genug. Sie erwarten, dass größere Anstrengungen unternommen werden. Doch das dürfte zunächst schwierig werden, da die Türkei ein klassisches Importland beim Energiebedarf ist. Da machen sich die gestiegenen Rohölpreise besonders heftig bemerkbar. Auch die extreme Konsumfreude der Türken bereitet einiges Kopfzerbrechen. Denn die Konsumenten setzen in erster Linie auf importierte Produkte. Im vergangenen Jahr importierte das Land allein 14 Mio. Mobiltelefone. Die Regierung ist also gefordert. Ein erster Schritt ist es, Hersteller zu fördern, die vermehrt lokale Produktionsmittel einsetzen. Neuausrichtung gelungen Trotz aller Sorgen sind die Chancen groß. Die Türkei selbst will bis zum Jahr 2023 zu den wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt gehören. Das Land hat genug Potenzial, dieses Ziel auch zu erreichen. Anleger, die vom Potenzial der Türkei profitieren wollen, steht mit dem HSBC GIF Turkey Equity ein probates Mittel zur Verfügung. Der noch recht junge Fonds konzentriert sich nach einer Neuausrichtung im Jahr 2008 auf die Anlage in Aktien. Zuvor waren auch Anleihen im Anlageuniversum. Die Neuausrichtung ist dem Fonds gut bekommen. Seither entwickelt er sich besser als der Vergleichsindex. Ziel des Fonds ist es, eine langfristige Wertsteigerung durch Kapitalwachstum und Erträge zu erzielen. Investitionsschwerpunkt, um dieses Ziel zu erreichen, sind Unternehmen, die ihren Geschäftssitz in der Türkei haben, sowie Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit überwiegend auf die Türkei ausgerichtet ist. Seit der Neuausrichtung des Fonds konnte die Benchmark, der MSCI Turkey, deutlich geschlagen werden. Im Zeitraum 15

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von drei Jahren legte der Fonds um 65,4% zu, während der Vergleichsindex lediglich um 44,9% vorankam. Asset-Allokation Am 31. Juli dieses Jahres hatte der Fonds 34 unterschiedliche Positionen im Portfolio. Die zehn größten Positionen hatten zusammen einen Depotanteil von 62,58%. Die größte Position hatte mit 9,79% die Turkiye IS Bankasi inne, gefolgt von der Turkiye Garantie Bankasi mit 9,50% und der Akbank auf Rang 3 mit 7,61%. Mit der Turkiye Halk Bankasi (6,75%) und der Yapi Kredi Bankasi (6,25%) folgen zwei weitere Finanzwerte. Auf Platz 6 rangierte Turk Hava Yollari. Die Fluggesellschaft ist mit 4,87% gewichtet, die Sabanci Holding und die Turkiye Vakiflar Bankasi kommen auf einen Depotanteil von 4,85%. Danach folgen noch Turkcell Iletisim Hizmet (4,53%) und Emlak Konut Gayr. Reit mit 3,59%. Insgesamt war das Fondsvermögen am Stichtag zu 98,87% angelegt. In der Kasse lagen noch 1,13% des gesamten Vermögens. HSBC GIF Turkey Equity ISIN: LU0213961922 Auflagedatum: 22.03.2005 Neuausrichtung: 11.07.2008 Ausgabeaufschlag: 5,54% Verwaltungsgebühr: 1,75% p.a. Ertragsverwendung: Ausschüttung Fondsvolumen: 133 Mio. Euro


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BVI

BVI stellt Juli-Statistik vor Wie die jüngste Statistik des Bundesverbands Investment und Asset Management zeigt, erzielte die Investment-Wirtschaft im Juli 2012 Zuflüsse von 6,5 Mrd. Euro. Insbesondere Spezialfonds waren mit Nettozuflüssen von 5,5 Mrd. Euro stark gefragt. Im laufenden Jahr sammelten diese Fonds von institutionellen Kunden 36,4 Mrd. Euro ein. Aus den Vermögen außerhalb von Investmentfonds flossen dagegen 0,7 Mrd. Euro ab. Bei den Publikumsfonds setzte sich der Trend der letzten Monate mit Zuflüssen von 1,7 Mrd. Euro fort. Insbesondere Rentenfonds waren sehr beliebt. Ihnen flossen 4,0 Mrd. Euro zu. Im laufenden Jahr sammelten Rentenfonds

bereits 15,2 Mrd. Euro ein. Aus Aktienfonds flossen im Juli 0,4 Mrd. Euro. Seit Jahresbeginn summieren sich die Rückgaben auf 5,2 Mrd. Euro. Dagegen investierten Anleger im Juli 0,4 Mrd. Euro in offene Immobilienfonds, sodass im laufenden Jahr die Sparer diesen Fonds 2,4 Mrd. Euro neues Kapital anvertrauten. Bei den Rentenfonds waren vor allem US-Dollar-Anleihen und Unternehmensanleihen bevorzugt. Damit setzte sich der bereits im ersten Halbjahr erkennbare Trend fort. Die BVI-Mitglieder verwalten insgesamt 1.926 Mrd. Euro per 31. Juli 2012. Davon entfallen 925 Mrd. Euro auf Spezialfonds.

ARECON und UNIVERSAL INVESTMENT

Neuer Rentenfonds Gemeinsam mit Universal Investment legt Arecon einen aktiv gemanagten Rentenfonds auf. Der ARECON Fixed Income Opportunities Fund UI (WKN: A1JZK7) setzt auf eine aktive Fixed-Income-Strategie. Je nach Attraktivität investiert der Rentenfonds in Staats- und Unternehmensanleihen. Zudem steuert das Fondsmanagement auch Zins-, Kredit- und Währungsrisiken direkt. Christoph Bianchet, Geschäftsführer von Arecon, erläutert: „Aufgrund der aktuellen Staatsschuldenkrise konzentrieren wir uns derzeit vor allem auf

Unternehmensanleihen. Generell strebt der Fonds als Anlageziel eine angemessene und stetige Wertentwicklung an.“ Zur Erreichung dieses Ziels investiert der Fonds mindestens 51% in Schuldverschreibungen, wobei die Ausfallrisiken durch eine gezielte Schuldnerauswahl und eine möglichst große Diversifikation von Einzeltiteln minimiert werden sollen. Ein großes Augenmerk legt Arecon ebenfalls auf den Inflationsschutz. So kann das Fondsmanagement auch in inflationsgeschützte Anleihen investieren oder entsprechend Inflations-Swaps einsetzen.

JONES LANG LASALLE

Report zu Handelsimmobilien Wie der jüngste Report von Jones Lang LaSalle zeigt, wurden im letzten Jahrzehnt weltweit Handelsimmobilien im Wert von mehr als 1 Bio. US-Dollar gehandelt. Durchschnittlich beliefen sich die weltweiten Direktinvestitionen seit 2004 auf mehr als 100 Mrd. US-Dollar pro Jahr und erreichten 2011 rund 122,5 Mrd. Dollar. Dabei machten grenzüberschreitende Transaktionen im Jahr 2011 fast die Hälfte der Gesamtinvestitionen in Einzelhandelsimmobilien aus, womit sich dieser Anteil seit 2004 verdoppelt hat. Auf diesem Niveau werden sich die grenzüberschreitenden Aktivitäten auch in Zukunft bewegen und so dazu beitragen, dass das jährliche Investitionsvolumen in Einzelhandelsimmobilien bis 2020 auf 160–180 Mrd. Dollar steigt. Dies

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entspricht einem Anstieg um 30% bzw. 50% gegenüber 2011. Die entsprechenden Kapitalströme verlagern sich zunehmend in die Region Asien-Pazifik, wo Investoren günstige demografische Entwicklungen und eine wachsende gesellschaftliche Mittelklasse vorfinden. Im Jahr 2020 werden nach der Prognose von Jones Lang LaSalle 26% der weltweiten Investitionen in Einzelhandelsimmobilien auf diese Region entfallen. Für Nord- und Südamerika prognostiziert der Report für denselben Zeitraum einen Anteil von rund 33%, während rund 41% (aktuell: 45%) in die EMEA-Region fließen sollen. Der Einzelhandelsbereich profitiert weltweit von günstigen demografischen Trends und dem Heranwachsen neuer konsumorientierter Bevölkerungsschichten.


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Deutsche-Bank-Discount-Zertifikat – Rabattpapier mit guten Konditionen In den vergangenen Wochen hat die Aktie der Deutschen Bank eine beeindruckende Kursrallye aufs Parkett gelegt. Weitere Kurszuwächse sind kurzfristig aber nicht zu erwarten. Deshalb sollten konservative Börsianer mit einem Discount-Zertifikat auf eine Seitwärtsbewegung setzen. Kaufenswert ist beispielsweise ein Produkt vom Schweizer Bankhaus UBS.

Die Richter des Bundesverfassungsgerichts haben den Euro-Rettungsschirm unter Auflagen genehmigt. Infolge dieser Entscheidung waren viele Marktteilnehmer erleichtert. Aus Anlegersicht interessant ist auch die Bereitschaft der Europäischen Zentralbank, Anleihen kriselnder Euro-Länder in unbegrenztem Umfang zu kaufen. Finanzinstitute müssen sich also keine Sorgen mehr machen, auf den Bonds hoch verschuldeter Euro-Nationen sitzen zu bleiben. Somit haben sich die Perspektiven des europäischen Bankensektors zuletzt aufgehellt. Diese erfreuliche Entwicklung sowie die gute Stimmung an der Börse haben die Kurse von Banktiteln nach oben getrieben. Kosten sollen deutlich sinken Deutlich verteuert hat sich beispielsweise die Aktie der Deutschen Bank. Die Kursentwicklung des DAX-Titels wurde übrigens nicht nur durch die bereits erwähnten Faktoren positiv beeinflusst, sondern auch durch die Ankündigung eines milliardenschweren Sparprogramms. Bis 2015 will der Deutsche-Bank-Vorstand die jährlichen Kosten um 4,5 Milliarden Euro senken. Zudem sollen bis März 2013 riskante Wertpapiere der Deutschen Bank im Gesamtwert von 45 Milliarden Euro verkauft werden. Weiterer Kursanstieg ist unwahrscheinlich Erfreulich ist darüber hinaus, dass die Deutsche Bank in Asien und Amerika über Wachstumspotenzial verfügt. In Europa sind die Geschäftaussichten hingegen wegen der Schuldenkrise ziemlich trist. Deshalb soll in dieser Region mit Ausnahme von Deutschland das Angebot gestrafft werden. Alles in allem sind die Perspektiven des Bankkonzerns aber gut. Zudem punktet die

Aktie mit einem positiven Chartbild, nachdem der Kurs vor Kurzem über die derzeit bei 30,47 Euro verlaufende 200-Tage-Linie gestiegen ist. Allerdings könnte der Aktienkurs nach der jüngsten Rallye durchaus mehrere Monate in einem Seitwärtstrend verharren. Risikoarmes Discount-Zertifikat Heftige Kursverluste sind bei der Deutschen-Bank-Aktie nicht zu erwarten, aber vorsichtige Anleger, die sich ein darauf basierendes Zertifikat kaufen möchten, sollten trotzdem auf einen ausreichend großen Risikopuffer achten. Gute Konditionen bietet ein vom Schweizer Bankhaus UBS emittiertes Discount-Zertifikat (WKN: UU8KSK), das mit einem Cap bei 29,00 Euro ausgestattet ist und im Dezember 2013 fällig wird. Dieses Rabattpapier ist für 25,21 Euro (Stand: 14.09.2012) zu haben und ist somit etwa acht Euro günstiger als der Basiswert. Wer sich dieses Finanzprodukt ins Depot legt, kann damit eine Rendite von 15,0% erzielen, sofern der Anteilschein der Deutschen Bank am Laufzeitende mindestens 29,00 Euro kostet. Würde die Aktie im Dezember nächsten Jahres jedoch unter dem aktuellen Kurs des Zertifikats notieren, müssen Anleger, die jetzt einsteigen, einen Verlust hinnehmen.

Discount-Zertifikat auf Deutsche Bank AG Zertifikattyp Emittent Basiswert Discount UBS Deutsche Bank

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Fälligkeit WKN 20.12.2013 UU8KSK


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SOCIETE GENERALE

Neues Alpha-Zertifikat auf Samsung gegen Apple Die Société Générale hat ihre Produktpalette um ein neues Alpha-Zertifikat auf die beiden Smartphone-Kontrahenten Samsung und Apple (WKN: SG3ELS) erweitert. Mit diesem neuen Produkt können Anleger überproportional von Performance-Unterschieden der beiden Basiswerte profitieren. Voraussetzung ist, dass sich der erste Basiswert (Long-Position) besser entwickelt als der Zweite (Short-Position). Zunächst wurden am 28. August die Startkurse beider Aktien festgelegt: Samsung zu 534 US-Dollar, Apple zu 674 US-Dollar. Verzeichnet die Samsung-Aktie bis zum 29. August 2014 eine um 20% bessere Wertsteigerung als das Apple-Papier, erhalten Anleger pro Zertifikat 120 Euro zurück. Der gleiche Betrag wird fällig, wenn Apple um 20% fällt, Samsung aber sein aktuelles Niveau behaupten kann. Anleger setzen also darauf, dass sich Samsung besser entwickelt als Apple. Im Erfolgsfall winkt Anlegern

somit binnen zwei Jahren eine Rendite von 20%. Schneidet Samsung allerdings schlechter als Apple ab, erleiden Anleger einen Verlust, falls die Rückzahlung geringer ausfällt als der Kaufpreis. Dividendenausschüttungen der beiden Basiswerte werden im Zertifikatswert berücksichtigt. Das Produkt ist zudem mit einer Management-Gebühr von anfänglich 1,5% pro Jahr versehen. Dies ist notwendig, um die Kosten der Wertpapierleihe (für die Short-Position) zu decken. Sollten sich diese Kosten während der Laufzeit des Produktes ändern, wird auch die ManagementGebühr entsprechend angepasst. Außerdem sollte beachtet werden, dass es zur vorzeitigen Fälligkeit kommt, sofern der Zertifikatewert auf 20 Euro fällt. Ein in seiner Struktur gleiches Produkt ist das Alpha-Zertifikat mit der WKN SG3JGX, das auf das Duell der Rohstoffgiganten Xstrata gegen Glencore setzt.

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Faktor-Zertifikate bereits fest etabliert

Seminartour mit Jens Korte

Die junge Gruppe der Faktor-Zertifikate erfreut sich bei Anlegern bereits großer Beliebtheit. Laut Handelsstatistik der Stuttgarter Börse wurden die Zertifikate, die einen Referenzindex mit konstantem Hebel (dem namensgebenden Faktor) abbilden, im August 4.765 Mal gehandelt. Ihr Anteil am Handel mit Index- und PartizipationsZertifikaten am EUWAX-Segment der Börse Stuttgart lag damit bei 33,51%. Bezogen auf den Handel mit derivativen Anlageprodukten insgesamt lag der Marktanteil bei 8,07%. Zum Vergleich: Im August 2011 betrug der Marktanteil der Faktor-Zertifikate, gemessen an den Orderzahlen, lediglich 3,18%. Im Januar 2011 waren es gar nur 0,31%. Das EUWAX-Segment der Börse Stuttgart ist der größte Handelsplatz für derivative Wertpapiere in Europa.

„Quo vadis USA – die US-Märkte vor den Präsidentschaftswahlen“ heißt einer der beiden Themenschwerpunkte einer neuen Seminarreihe des Bankhauses Vontobel. In diesem Themenblock klärt der aus Funk und Fernsehen bekannte Wall-Street-Korrespondent Jens Korte über die Bedeutung der US-Wahlen für Anleger auf. Zuvor zeigen die beiden Vontobel-Experten Heiko Geiger und Torsten Metzner, wie Anleger durch einfache Chartanalyse Aktienkurse interpretieren und entsprechend ihrer persönlichen Marktmeinung das richtige Zertifikat oder Hebelprodukt finden können. Als Veranstaltungsorte stehen in den kommenden Tagen München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Dresden zur Auswahl. Als Unkostenbeitrag erhebt Vontobel für seine Abendseminare 19 Euro inklusive CocktailEmpfang und Flying Dinner zum Abschluss. Weitere Informationen unter www.good-relations.net/usa/index.html.

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Heiße Hebel – MINI Future Zertifikate von RBS Mit MINI Futures können Sie, bei richtiger Markteinschätzung, schon mit geringem Einsatz überproportional an Kursbewegungen partizipieren, und das sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen. • DAX MINI Long WKN: AA5YUY Hebel: 15,58 • DAX MINI Short WKN: AA0CWZ Hebel: 16,20 Alle MINI Future Produkte können Sie unter www.rbs.de/markets einsehen. Stand: 13. September 2012

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Rohstoff der Woche

Kaffee:

Nächster Versuch Der jüngste kräftige Anstieg hat den Kaffeepreis zur langfristigen Abwärtstrendlinie geführt. Gelänge ein nachhaltiger Ausbruch, könnte sich hier ein stärkeres Long-Signal anbahnen. Kaffee zeigt seit den Hochs von Mai 2011 eine ausgeprägte Korrektur. Obere Begrenzung ist die Abwärtstrendlinie resultierend aus der Verbindung der Zwischenhochs von September 2011 und Januar 2012. Das Korrekturtief ist im Juni 2012 auszumachen und hier startete eine kräftigere Gegenbewegung, die im Juli in einem ersten Versuch mündete, besagte Abwärtstrendlinie zu überwinden. Er schlug fehl und es folgten erneut sinkende Kurse. In der Vorwoche, kurz vor Erreichen der Unterstützung bei 153,70 US-Cent (Zwischentief von Juni) drehte der Preis dann wieder nach oben. In der vergangenen Woche schloss sich ein dynamischer Aufwärtsimpuls an, der den Preis erneut zur Abwärtstrendlinie führte. Sollte nun ein nachhaltiger Sprung darüber gelingen, kann dies als ein erstes spekulatives Long-Signal angesehen werden. Als Nächstes würde dann das Zwischenhoch von Juli bei 194,85 US-Cent eine potenzielle Anlaufstelle darstellen. Sollte auch diese Hürde geknackt werden, wäre damit wohl eine Trendumkehr gegeben, was dann als größeres LongSignal interpretiert werden könnte. Daraus ließe sich ein theoretisches Kursziel von etwa 236 US-Cent ableiten.

Verantwortlich für die jüngste Rally scheint vor allem das Schließen von Short-Positionen. Diese hatten zuletzt vor allem bei den großen Spekulanten (Non Commercials) ein sehr hohes Niveau erreicht. So lagen die offenen Short-Positionen dieser Gruppe zum Stichtag am 4. September so hoch wie seit den historischen Spitzen von Mai 2007 nicht mehr. Es wurde also zuletzt von einigen Akteuren signifikant auf fallende Kurse gesetzt. Sie bekamen wegen der jüngst zunehmenden Spekulationen über ein geringeres Angebot nun aber offenbar kalte Füße und stellten Positionen glatt, was die Preise antrieb. Den kräftigen Anstieg und das damit höhere Preisniveau nutzten einige Kaffeeproduzenten oder Händler dann jedoch dafür, um Bestände zu verkaufen, was die Rally etwas abbremste. Kaffee – September-Future (ICE)

Derivate auf Kaffee “C“ (Basiswerte: JPMCCI - Coffee und Dezember-Future [ICE]) Typ Index-Zertifikat Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN VT1FCL CM1FLY CK72Z1

Basispreis/Knock-out - 135,30/138,70 US-Cent 218,48/212,80 US-Cent

Laufzeit Hebel open end open end 4,18 open end 4,33


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Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Gold – Spot-Preis in US-Dollar

Rohstoffe (Auswahl)

Gold setzte die Ende August gestartete Aufwärtsbewegung auch jüngst fort und man kann schon von einer kleinen Rally sprechen. Die nächste Hürde findet sich bei 1.803 USDollar (Zwischenhoch November 2011). Kann sie nachhaltig geknackt werden, könnte dann das Allzeithoch von mehr als 1.900 US-Dollar als nächstes Ziel in den Fokus rücken.

Markt Kurs

% zur Vorwoche

Rohöl WTI Crude NYMEX ($/bbl)

98,99

+2,80%

2,96

+9,76%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

324,20

+2,60%

Gold NYMEX ($/Unze)

1772,70

+1,85%

34,68

+3,00%

696,00

+6,26%

Platin Spot ($/Unze)

1711,80

+7,68%

Aluminium Spot ($/t)

2177,00

+9,51%

Blei Spot ($/t)

2261,00

+8,61%

Kupfer Spot ($/t)

8362,60

+5,07%

Nickel Spot ($/t)

17525,00

+8,48%

Zinn Spot ($/t)

21415,00

+7,29%

Zink Spot ($/t)

2065,25

-3,44%

Baumwolle ICE ($c/lb)

75,470

-1,15%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

180,90 +10,51%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Lebendrind – Dezember-Future (CME) Seit dem Zwischentief von April 2012 zeigt der Preis für Lebendrind eine Konsolidierung. Er versuchte dabei mehrmals, das im Mai markierte Zwischenhoch von 129,32 US-Cent zu knacken. Zuletzt in der Vorwoche. Es blieb bei Versuchen. Jüngst ging es nun jedoch deutlicher über die Hürde, was als Long-Signal interpretiert werden kann.

Kakao ICE ($/t)

Orangensaft – November-Future (ICE) In der vergangenen Woche setzte Orangensaft seine Aufwärtstendenz seit August fort und kletterte leicht über das Zwischenhoch von Juli dieses Jahres bei 128,40 US-Cent. Erwächst daraus ein nachhaltiger Ausbruch, wäre damit wohl die Konsolidierung seit Mai nach oben aufgelöst, was weiter steigende Kurse nach sich ziehen könnte.

Platin – Spot-Preis in US-Dollar Platin setzte den Anstieg seit August jüngst sehr dynamisch fort. Der Preis kletterte dabei über die kleinere Hürde von 1.673 US-Dollar und scheint nun das bisherige Hoch im Jahresverlauf 2012 von 1.736 US-Dollar ins Visier zu nehmen. Kann es geknackt werden, wären die nächsten Hürden in der Region um 1.900 US-Dollar auszumachen.

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2637,00

-1,49%

Mais CBOT ($c/bu)

782,50

-1,94%

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

130,75

-5,25%

1739,00

+0,14%

924,25

+4,47%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

19,90

+2,63%

Lebendrind CME ($c/lb)

126,90

+0,40%

Mastrind CME ($c/lb)

146,83

+0,65%

73,85

+3,50%

Sojabohnen CBOT ($c/bu) Weizen CBOT ($c/bu)

Schwein mag. CME ($c/lb)

Rohstoff-Indizes (Auswahl) Index Kurs

% zur Vorwoche

NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) 515,89

+6,72%

NYSE Arca Oil & Gas Index

1305,92

+3,64%

152,01

+3,23%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 320,93

+2,97%

Rogers Int. Commodity Index

+2,75%

DJ AIG Commodity Index

3915,71


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Kulturkalender

„ART ULM 2012“ Ausstellung, 28.09.12–30.09.12, Donauhalle Messe Ulm, Ulm, www.art-ulm.de „Himmelsstürmer” Bühne, 30.09.12, Wortkino – die Bühne von Dein Theater, Stuttgart, www.wortkino.de

2012 Bureau Jonathan Meese Courtesy Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn, Foto: Stefan Korte

ARTandPRESS

Kunst. Wahrheit. Wirklichkeit. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Medium Zeitung Material und Gegenstand der Kunst. Ob als Werkzeug der Aufklärung oder als Instrument der Manipulation – Künstlerinnen und Künstler bedienen sich dieses Mediums auf vielfältige Weise mit jeweils unterschiedlicher Motivation und Bedeutungszumessung. Die Ausstellung „ARTandPRESS. Kunst. Wahrheit. Wirklichkeit.“ vom 15.09.2012 bis zum 10.03.2013 im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe präsentiert rund 50 künstlerische Positionen, die die Vernetzung von Journalismus und Kunst offenlegen. Die Zeitung gilt als der älteste Informationsträger und ist bis heute in der breiten Bevölkerung etabliert. Wenngleich das Medienzeitalter radikale Veränderungen mit sich bringt: Ohne die Zeitung sind die Demokratie, der moderne Staat und die heutige Informationsgesellschaft nicht denkbar. Ein Blick auf die Kunstgeschichte der letzten 200 Jahre zeigt eine enge Vernetzung von Kunst und Presse. Kunst und Zeitung begegnen sich in ihrem Willen zur Nachfrage, zur Klärung, zur Infragestellung. Den Anspruch, die Realität möglichst authentisch abzubilden − objektiv, subjektiv und 21

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mithin als reine Behauptung − verbindet Zeitungsarbeit und künstlerisches Schaffen. Presse schafft Öffentlichkeit, Kunst braucht Öffentlichkeit. Eine Abhängigkeit, die dem Medium Zeitung bis heute einen Platz innerhalb der Kunst einräumt. Neben den zeitgenössischen Exponaten wird in der Ausstellung ein historischer Überblick über die Geschichte der Zeitung in und mit der Kunst geboten. Dies geschieht jedoch nicht anhand von Originalen, sondern via iPad − einem Medium, das bereits als digitale Zeitung fungiert und damit als einer der größten Konkurrenten der analogen Presse beschrieben werden kann. Das moderne Medium möchte den Besuchern den Zugang zu den historischen Werken erleichtern und die Beziehung zwischen Zeitung und Kunst zeigen.

„Sundaykick” Musik/Unterhaltung, 30.09.12, Alte Feuerwache, Mannheim, www.altefeuerwache.com „Ich bin dann mal on! – Netzwerkstatt” Freizeit/Unterhaltung, 30.09.12, Museum für Kommunikation Frankfurt, Frankfurt am Main, www.mfk-frankfurt.de „Albert Watson – Visions feat. Cotton Made In Africa” Ausstellung, 14.09.12–06.01.13, Deichtorhallen Hamburg, Hamburg, www.deichtorhallen.de „about Cage” Musik, 29.09.12–30.09.12, i-camp/ neues theater münchen, München, www.i-camp.de „Ein Bett voller Gäste” Bühne, 01.09.12–30.09.12, Die Komödie Tap, Darmstadt, www.die-komoedie-tap.de

A phorismus der Woche „Die Natur ist ein sehr gutes Beruhigungsmittel.“ (Anton Tschechow)

W eitere Infos unter: www.zkm.de


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Coffeetable-Favourites

Porsche 901 – die Wurzeln einer Legende Dr. Wolfgang Porsche: „Bislang ist der Übergang vom 356 zum 901 noch nie präziser beschrieben worden – es ist der Verdienst dieses Buchs, diese außergewöhnliche Zeitspanne näher zu beleuchten, die Genese des 901 zu beschreiben.“

Porsche 901 – die Wurzeln einer Legende Jürgen Lewandowski Verlag: Delius Klasing Verlag Ausgabe: 176 Seiten Sprache: Deutsch ISBN: 978-3768834285 Preis: 49,90 Euro www.delius-klasing.de

Ende der 50er-Jahre entstand aus dem Vorhaben im Hause Porsche, einen würdigen Nachfolger für den beliebten Porsche 356 zu kreieren, der Porsche 901. Ein Wagen, den es unter dieser Bezeichnung nicht lange geben sollte … Nachdem der Porsche 901 im Jahr 1963 auf der IA A in Frankfurt seine Premiere feierte, dauerte es ein knappes Jahr, bis Peugeot auf das neue Modell aus Zuffenhausen aufmerksam wurde: Die Franzosen hatten sich alle dreiziffrigen Typbezeichnungen mit einer Null in der Mitte schützen lassen. Die Typenbezeichnung 901 war somit nur von kurzer Dauer. Der 901 wurde in 911 umbenannt. Offiziell kam kein 901 in Privatbesitz – Porsche hatte den Großteil der 82 gebauten Fahrzeuge verschrottet und den Rest nur an Werksangehörige verkauft. Bis heute ist nur wenig über diese Vorgänger einer legendären Baureihe bekannt. Alles, was heute einen Porsche 911 ausmacht, findet man bereits in diesem Auto: die scheinbar für die Ewigkeit ins Blech

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geschnittene Silhouette aus der Feder von Ferdinand Alexander Porsche und den 6-Zylinder-Boxer-Motor im Heck. Allerdings war der erste Elfer zwei Nummern kleiner als heute: Nur 4,17 Meter lang, 1,61 Meter breit und 1,32 Meter hoch wirkt er neben dem noch einmal deutlich gewachsenen Elfer des Jahres 2011 fast wie ein Spielzeug – eben für große Kinder. Mit „Porsche 901“ unternimmt der fachkundige Autor Jürgen Lewandowski den Versuch, die Fahrzeuge zu beschreiben, die den heutigen Mythos 911 zum Laufen brachten. Eines der Highlights des Buches ist die Geschichte eines 901-Scheunenfundes aus Kalifornien, dessen liebevolle Restaurierung ausführlich dokumentiert wird.

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V.i.S.d.P. : ​Christian Ernst Frenko

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Herausgeber: ​ Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13 80539 München

Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv

Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

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Bildnachweis: Fotolia, Burg-Wächter, LPKF Laser & Electronics Layout: addna, Nürnberg Technik: Daniel Gruber, finanzpark AG Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils Sonntag Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Steffen Droemert, Michael Amtmann, Michaela Ellen Lenz, Reinhard Schlieker, Frieda König, Wolfgang Tenor, Robert Halver Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Deutsche Bibliothek: ISSN 1610-7446 Auflage: 117.000

oder insbesondere ersetzen. Es wird drin- einer unerlaubten Handlung oder einer gend empfohlen, sich stets auch immer aus sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergeanderen Quellen zu informieren. benden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlos- Empfehlung entstehenden Schadens nicht sen werden, dass der Redakteur oder ein- verpflichtet ist.“ zelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegen- Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer Mestand von Analysen oder anderen Berich- dia Group GmbH erklärt ausdrücklich, ten sind. Umso mehr stellen die veröffent- keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und lichten Artikel, Nachrichten, Daten und die Inhalte der gelinkten Seiten zu haben. Empfehlungen immer auch eine persönli- Daher distanziert sich die Weimer Media Die Herausgeberin will ihren Abonnen- che Meinung des Autors dar und erheben Group GmbH von den Inhalten aller verten die Möglichkeit bieten, sich eine un- weder Anspruch auf Vollständigkeit noch linkten Seiten und macht sich deren Inabhängige und eigenverantwortliche Mei- auf alleinige Richtigkeit. halte ausdrücklich nicht zu Eigen. nung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf Wir verweisen insbesondere auf § 675 Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten von Wertpapieren oder Rechten abgeben. II BGB, wonach die Weimer Media vorhandenen Hyperlinks, ob angezeigt Die zur Verfügung gestellten Informatio- Group GmbH, unbeschadet der sich oder verborgen, und für alle Inhalte der nen sollen auch keine Beratung darstellen aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen. 23

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Ausgabe 37/12 (Spezial: Automobilbranche)  
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