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Eine Zeitschrift zum Thema Lifting Businesses

TM

www.konecranes.com

6 Wachstumstrend im slowenischen Hafen Luka Koper

AUSGABE 2/012

13 St Stahlrohrproduktion hl h d kti im russischen Wyksa 18 Binnenunternehmertum anregen und fördern

22 NORMAN-RENAULT-WERK LEISTUNGSOPTIMIERUNG IM FRANZÖSISCHEN


Konecranes

Aus der Redaktion

EINE UNTERNEMEHRISCHE EINSTELLUNG UNTERSTÜTZT FORTWÄHRENDE ERNEUERUNG In meiner derzeitigen Position in unserem global tätigen Unternehmen gehe ich regelmäßig auf Geschäftsreise, und habe dank moderner Technik Gelegenheit, einige der neuesten Kommunikationstools zu nutzen. Die große Anzahl kreativer Unternehmer, die fortlaufend neue Wege zum Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit erschließen, überrascht und beeindruckt mich auf meinen Reisen immer aufs Neue – ganz gleich, ob es sich um Straßenverkäufer, ortsansässige Geschäfte, eine internationale Kette oder um einen globalen Konzern handelt. Kreativer Unternehmergeist ist eine bewundernswerte Eigenschaft, die unternehmerisch handelnden Personen in unserem ständig wechselnden Geschäftsumfeld neue Möglichkeiten eröffnet. Wir möchten eine Unternehmenskultur schaffen, die solchen „Querdenkern“ nicht nur Entfaltungsmöglichkeiten, sondern auch die nötige Kontrolle bietet. Alle Unternehmen brauchen sie. Sie gehen bis an ihre Grenzen und treiben die Erneuerung der Organisation tatkräftig voran. Viele Unternehmen haben diesen Innovationsgeist unterdrückt oder rekrutieren nicht fortlaufend „Intrapreneure“, die für ein Unternehmen von entscheidender Bedeutung sind. Fördern Sie diese Ressource aktiv in Ihrem Unternehmen? Vielleicht sollten Sie darüber nachdenken. Es könnte der Schlüssel zur Erschließung unternehmerischen Potenzials in einer unsteten globalen Wirtschaft sein.

Mikael Wegmüller Chefredakteur

Konecranes ist eine weltweit führende Gruppe von Lifting Businesses™, die Kunden zahlreicher Industrien mit produktivitätssteigernden Hebelösungen und maßgeschneidertem Kranservice versorgt. Das Unternehmen ist an der Wertpapierbörse Helsinki (NASDAQ OMX Helsinki Ltd). notiert (Symbol: KCR1V). Mit über 12.100 Mitarbeiter an mehr als 609 Standorte in fast 47 Ländern verfügen wir über die Ressourcen, die Technologie und die Bereitschaft, dem in unserer Marke Lifting Businesses™ enthaltenen Versprechen der Rentabilitätssteigerung gerecht zu werden.

2 KONECRANES MAGAZIN

Umsatz nach Sparten September 2012 (12 Millionen Euro)

Umsatz nach Marktbereich September 2012 (12 Millionen Euro)

32% 61%

2,163 Mio. Euro

39%

2,163 Mio. Euro

48%

20% Equipment

Europa, Nahost, Afrika

Service

Nord- und Südamerika Asien-Ozeanien

© Kirsi Salovaara

Artikel, die von innovativem Unternehmergeist zeugen – von der Senkung des Energieaufwands in Häfen bis zur Leistungsoptimierung in einem Automobilwerk. Wir berichten außerdem darüber, wie Wachstum mithilfe von Lösungen, die auf modernen Produkten und Dienstleistungen basieren, und auch durch einen besseren Kundenservice mit Account Management gestärkt werden kann. Über Innovationen und technische Weiterentwicklungen informieren wir Sie wie immer in unseren Tech Reports. Lassen Sie sich bei der Lektüre des Magazins vom Unternehmergeist auf diesen Seiten inspirieren!


INHALT

Dezember 2012

SEITE

6 HAFEN EIN AUFSTREBENDER

MEHRZWECK-

ABSCHNITTE

4 LIFTING SOLUTIONS

Tuomas Saastamoinen von Konecranes Port Cranes: „Verbesserungen lassen sich durch ein ganzheitliches Konzept erzielen.“

12 AGENDA

Soile Kankaanpää: „Beide Parteien müssen in den Aufbau einer Geschäftspartnerschaft investieren.“

13 LIFE CYCLE

Konecranes wartet die Krane im neuen Hüttenkomplex von Vyksa Steel Works in Russland.

30 TECH#1

JEDES UNTERNEHMEN

BRAUCHT

INTRAPRENEURE

Binnenunternehmertum ist laut Professor Bala Chakravarthy für einen langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend.

22

32 TECH#2

SEITE

Verbesserte Technik und Funktionalität der CXT-Krane von Konecranes.

SEITE

Der slowenische Hafen Luka Koper setzt auf die richtige Mischung aus Dienstleistungen und Lösungen für den Frachtumschlag.

34 EXOTISCH

PRODUKTIVITÄT AUF DEM VORMARSCH

Innovative Hubumrichtertechnik bildet die Grundlage der adaptiven Geschwindigkeitsregelung (ASR) von Konecranes. Zwei XN-Kettenzüge mit einer Tragkraft von 500 Kilogramm versorgen die beiden liebenswerten, betagten Elefantendamen Yoyo und Susi im Barceloneser Zoo mit Futter.

Ein SMARTON®-Kran erhöht die Produktionsleistung im Renault-Presswerk im französischen Sandouville.

Herausgeber Konecranes Plc, Postfach 661 05801 Hyvinkää, Finnland, Tel. +358 20 427 11, www.konecranes.com Chefredakteur Mikael Wegmüller Redaktionsleitung Anci Sandås Otavamedia Ltd. Customer Communication, Finnland Teamleitung Leena Leppänen Bearbeitung Mauri Kaarre Art Ari Hirvonen Übersetzung englische, deutsche und spanische Ausgabe: Nouveau Language Druck Finepress Oy, Turku Titelfoto und Foto auf der Rückseite Erik-Jan Ouwerkerk ISSN 1796-9700 © 2012 Konecranes. Alle Rechte vorbehalten. „Konecranes“, „Lifting Businesses“, „SMARTON“ und sind eingetragene Warenzeichen von Konecranes. Schicken Sie Ihre Rückmeldungen bitte an: ann-cathrine.sandas@konecranes.com.

zu verändern bzw. einzustellen. Diese Publikation stellt keinerlei ausdrückliche oder stillschweigende Gewährleistung seitens Konecranes dar, dies gilt unter anderem auch für stillschweigende GewährKonecranes dar.

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LIFTING SOLUTIONS Text Patrick Humphreys Fotos Konecranes

Energiekosten senken Häfen sind bestrebt, Kranbetriebskosten zu senken. „Verbesserungen lassen sich durch ein ganzheitliches Konzept erzielen, nicht durch Hinzufügen von Gadgets und sicher nicht durch Verzerren von Daten“, so Tuomas Saastamoinen von Konecranes.

G

ummibereifte Portalkrane (RTG) gelten seit Langem als „Arbeitstiere“ in der Containerumschlagsbranche, auch wenn sich die Hafenanforderungen in den letzten zehn bis 15 Jahren geändert haben. Emissionen, Lärmbelastung und Kraftstoffpreise rücken zunehmend ins Bewusstsein. Energiekosten können bis zu einem Drittel der Kranbetriebskosten ausmachen, und die Fachpresse ist voll von neuen Systemen, die eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs für sich beanspruchen. „Welcher Vergleichsmaßstab wird angelegt?“, fragt Tuomas Saastamoinen, Sales and Marketing Director bei Konecranes Port Cranes. Der Kraftstoffverbrauch lässt sich durch Produktionskürzungen stark reduzieren, aber das ist keine Verbesserung.“ Die erste Frage, die sich Hafenbetreiber stellen müssen, lautet: Wie viel Energie RTG-Kranen – also die Energiemenge, die für eine bestimmte Leistung erforderlich ist – variiert stark. „Sie ist abhängig vom Gewicht, vom Antriebsstrang und von der Manövrierbarkeit des Krans. Zusätzliche Sekunden, die für die Containerpositionierung benötigt werden,

machen sich im Kraftstoffverbrauch bemerkbar. Eine effektive Lastpendelunterdrückung minimiert Wartezeiten, erhöht die Produktivität und senkt den Kraftstoffverbrauch. Auch der Kranantrieb ist von Bedeutung. Alle Komponenten des Antriebsstrangs verbrauchen Energie und wandeln Kraftstoff in Abwärme um.“ „Konecranes behauptet, dass seine Krane weniger Energie verbrauchen. Diese Behauptung wird durch technische Studien und reale Betriebsstatistiken von Kunden untermauert. „Man muss natürlich Krane mit vergleichbarer Leistung und identischen Lastgewichten miteinander vergleichen. Unternehmen, die sich auf einen geringen Energieverbrauch berufen, können einen Kran mit geringer Leistung vermarkten, der langfristig das Durchschnittsvolumen des Terminals bewältigt, aber mit dem Volumen zu Spitzenzeiten nicht zurechtkommt. Unsere Krane stoßen auch bei höheren Durchsatzvolumen oder bei einer Straffung des Betriebs nicht an ihre Grenzen.“

Inwiefern ist Konecranes besser? Tuomas Saastamoinen verweist auf den ganzheitlichen Ansatz des Unternehmens. integrierte Einheit konzeptioniert werden. Sie ist nicht nur eine Kombination handelsüblicher Komponenten. Wir entwickeln unsere Bauteile im Hinblick auf die besonderen Anforderungen in unserer Branche. Kranhersteller, die generische Komponenten verwenden, können nicht dasselbe Ergebnis erzielen.“ Heute versprechen zahlreiche Kleinbetriebe außergewöhnliche Verbesserungen durch Anpassung eines generischen Designs. Einige vertreiben Geräte anderer Hersteller, andere bieten eigene Innovationen an. „Viele Energiespartechniken werden staatlich gefördert, es gibt aber keine Standards für die Bemessung der Einsparungen.“ Konecranes behält auch nach der Auslieferung gerne die Wartungsverantwortung die von Drittanbietern durchgeführt werden, problematisch. Das Unternehmen hofft, auch in dieser Beziehung die erste Anlaufstelle für Kunden zu sein. „Sie würden auch nicht irgendjemanden ein Loch in Ihren Fernseher bohren lassen, der behauptet, dadurch die HD-Qualität verbessern zu können, ohne zuerst bei Samsung oder Sony nachzufragen.“ Saastamoinen betont, dass Konecranes gerne bereit sei, die Entwürfe geplanter – auch wenn dies einem Dritten zugeschrieben und dieser für die Arbeiten bezahlt werde. Ein ausgesprochen lohnendes Angebot.

4 KONECRANES MAGAZIN


NEWS

FACT SHEET

Antriebsoptionen Obwohl heutzutage fast alle RTG-Krane mit Dieseltreibstoff betrieben werden, sind Häfen

Ein Hafen muss darüber hinaus eine mit enormem Aufwand verbunden, darüber ist Tuomas Saastamoinen bieten wir eine Reihe von Antriebsoptionen für

Mit dem Diesel-Fuel-Saver-Antrieb

Soft- und Hardware, die den Dieselmotor so steuern, dass die Motordrehzahl an die

Abhängigkeit von den Betriebserfordernissen Beim Einsatz des Hybridantriebs von

Bei einer Umrüstung auf Kabeltrommel oder

Neuigkeiten aus aller Welt | Dezember 2012

Kettenzüge der neuen Generation Konecranes hat 2012 eine neue Generation moderner CLX-Kettenzüge auf dem Markt eingeführt. Bei diesen neuen Kettenzügen handelt es sich um modernisierte und vollständig neu gestaltete Versionen der Vorgängermodelle. Die neuen CLX-Kettenzüge sind nicht nur mit neuer Technik ausgerüstet, sondern auch mit neuen innovativen Funktionen, die den Betrieb beim Endkunden erleichtern und beschleunigen. Der neue, robuste CLX-Kettenzug hat einen Stahlrahmen und eignet sich insbesondere für Anwendungen an Arbeitsstationen, beispielsweise für Montagezellen in der verarbeitenden Industrie. Weitere Anwendungsbereiche umfassen Schwenkkrane und EOTKrane. Die besonders robuste Hubwerksstruktur hat eine größere Tragkraft und verdoppelt die Lebensdauer der Maschine im Vergleich zur Vorgängergeneration. Anfänglich sind drei Modelle des neuen Kettenzugs erhältlich: der CXL02 mit einer Hubkapazität von 63 bis 320 Kilogramm, der CLX05 mit einer Hubkapazität von 250 bis 630 Kilogramm und der CLX10 für Traglasten von 500 bis 2.500 Kilogramm.

Fennia-Preis für eine intelligentere Krankabine Die „Smarter Cabin“ von Konecranes, die 2011 auf den Markt kam und in der Way-Up-Ausgabe 1-2012 vorgestellt wurde, erhielt den Fennia-Preis 2012. Die in enger Zusammenarbeit mit Kunden entwickelte Krankabine ist ein ergonomischer, komfortabler Arbeitsraum für Kranführer, die eine bessere Sicht auf den Arbeitsbereich bietet. Bei der Verleihung des Fennia-Preises wurden ergänzend zu hohen Design-Standards die Gebrauchstauglichkeit, die ökologische und soziale Kompatibilität und die geschäftlichen Auswirkungen berücksichtigt. Vergeben wird der Fennia-Preis vom Design Forum Finland und von der FenniaGruppe. Er wird Unternehmen verliehen, die Produkte mit individuellem Design vermarkten und die Design auch in anderen betrieblichen Bereichen anwenden.

Die neue Konecranes-Website ist online!

Die meisten werden über Kabeltrommel

Die neu gestaltete Unternehmenswebsite von Konecranes wurde live geschaltet. Die neue Website (www.konecranes.com) soll Nutzern durch zahlreiche visuelle und interaktive Elemente eine attraktivere Interneterfahrung bieten. Die Website, die täglich von mehreren Tausend Besuchern weltweit aufgerufen wird, enthält zahlreiche Inhalte, die die Produkte und Dienstleistungen von Konecranes veranschaulichen. Die Seiten wurden 2012 freigeschaltet, weitere werden 2013 folgen. 5


Text Kimmo Kiimalainen Fotos Erik-Jan Ouwerkerk

Ein aufstrebender Hafen: In nur wenigen Jahrzehnten hat sich Luka Koper zum größten Containerterminal der nördlichen Adria und zu einem wichtigen europäischen Import- und Exportportal entwickelt. 6 KONECRANES MAGAZIN


IM HERZEN EUROPAS Durch das richtige Verhältnis von Dienstleistungen und Lösungen für den Frachtumschlag hat sich der slowenische Hafen Luka Koper zu einem aufstrebenden Mehrzweckhafen im Herzen des europäischen Kontinents entwickelt.

O

bwohl er ein recht junger europäischer Hafen ist, gehört der 55 Jahre alte Luka Koper zu den wachstumsstärksten Häfen in Mitteleuropa. Der in der historischen westslowenischen Stadt Koper (auch Gafers) einige Meilen südlich der italienischen Stadt Triest gelegene Hafen bietet Kunden eine schnelle Anbindung an das Herz des europäischen Kontinents. Für Österreich, Ungarn, Italien, die Slowakische Republik, die Tschechische Republik, Deutschland und die Staaten des ehemaligen Jugoslawien ist der Hafen ein neues Import- und Exportportal für Güter aller Art. Luka Koper wächst erstaunlich schnell und hat den größten Containerterminal in der nördlichen Adria. Zwölf Terminals (siehe Fact Sheet), in denen Güter aller Art umgeschlagen werden – von Containern über Nutzvieh bis hin zu Eisen 7


und Kraftfahrzeugen – sind das beeindruckende Ergebnis des Hafenbooms. Zehntausende brandneuer Wagen aus Europa und Japan stehen im Fahrzeugterminal, der 50.000 Kraftfahrzeugen Platz bietet und in dem jährlich knapp 550.000 Automobile umgeschlagen werden. Das war jedoch nicht immer so. Der Boom in Koper begann vor etwa 20 Jahren und hat seinen Ursprung in der europäischen Geschichte der 1980er- und 1990er-Jahre. Als im Anschluss an den Zusammenbruch des ehemaligen Jugoslawiens die unabhängige Republik Slowenien gegründet wurde, erhielt das Land die einzigartige historische Chance, Luka Koper als aufstrebenden Hafen an der 46 Kilometer langen Adriaküste zu etablieren. Luka Koper ist womöglich sogar der geografisch nördlichste Punkt der Adria.

Rasche Modernisierung Der Hafen entstand 1957 in der kommunistischen Ära, und als die Modernisierung begann, wurde der Bedarf an Know-how umgehend deutlich. Um unter völlig neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig zu sein, benötigte man eine neue Einstellung und die richtige Mischung aus Dienstleistungen, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Equipment. Im Rahmen der fortlaufenden Modernisierung begann 2004 die Zusammenarbeit zwischen Luka Koper und Konecranes mit der Bestellung des ersten neuen RTG-Krans für den Containerterminal. „Nach über 20 Jahren war dies praktisch unser erster neuer RTG-Kran. Den Vorgänger hatten wir 1982 gekauft“, berichtet Edvin Boškin, Technical Manager des Container- und RoRoTerminals. „Wir setzten hohe Erwartungen in diesen ersten Kran und waren damit sehr zufrieden.“ Der Anfang war laut Boškin recht schwierig, da man so gut wie keine Erfahrung mit den RTG-Kranen der neuen Generation hatte und umfangreiches Fachwissen und Schulungen auf allen Ebenen benötigte. Nach sorgfältiger Recherche wählte man Konecranes als Partner, der nicht nur die Hardware, sondern auch das erforderliche Know-how bereitstellte, das Luka Koper für eine erfolgreiche Integration des RTG-Krans in den Containerumschlagsprozess und für die weitere Entwicklung in der neuen Ära so dringend benötigte. „Das technische Personal von Konecranes war sechs Monate vor Ort, und wir erhielten jede benötigte Unterstützung. Es war von Anfang an eine sehr positive Erfahrung“, erinnert sich Boškin.

Im Hafen von Koper können praktisch alle Güter umgeschlagen werden – von Containern über Nutzvieh, Holz und Eisen bis hin zu Kraftfahrzeugen.

8 KONECRANES MAGAZIN

„Wir erhielten jede benötigte Unterstützung. Es war von Anfang an eine sehr positive Erfahrung.“ „Nach über 20 Jahren war dies praktisch unser erster neuer RTG-Kran. Den Vorgänger hatten wir 1982 gekauft“, berichtet Edvin Boškin, Technical Manager des Container- und RoRoTerminals.

In den Folgejahren gab Luka Koper mehrere neue RTGKrane bei Konecranes in Auftrag und baute die Kapazität seines Containerterminals weiter aus. Heute werden dort 700.000 TEU pro Jahr umgeschlagen, und der Hafen verfügt über insgesamt zehn RTG-Krane von Konecranes. Laut Mitja Dujc, der in Luka Koper für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, wird dieser Trend von Dauer sein. Aufgrund des steigenden Gütertransports in Standardcontainern wird Luka Koper als einziger slowenischer Hafen schon bald seine Containerumschlagskapazität verdoppeln müssen. Zu diesem Zweck will der Hafen in einer ersten Stufe die Kapazität von Pier I ausbauen. In der zweiten Stufe soll ein neuer Terminal an Pier III hinzukommen, wodurch sich die Gesamtkapazität auf etwa zwei Millionen TEU pro Jahr erhöhen wird.

An die Zukunft denken Im Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit mit Luka Koper hat Konecranes dem Hafen nicht nur zehn RTG-Krane, sondern auch Ship-to-Shore-Krane und Reach Stackers bereitgestellt. Die letzten beiden RTG-Krane mit einer Kapazität von 40 Tonnen wurden 2012 ausgeliefert. Diese Krane können bis zu fünf Container hoch und mehr als sieben Lkw-Gassen weit stapeln. Sie sind mit dem Automatiksteuersystem von Konecranes und DGPS-gestützter Technik ausgerüstet und an das TerminalManagement-System des Hafens angeschlossen. „Die langjährige Zusammenarbeit mit dem sehr professionellen Personal in Luka Koper hat Spaß gemacht. Wir haben während des Ausbaus der Containerumschlagskapazitäten viel gelernt und die Leistung der Krane gemeinsam schrittweise erhöht, um eine höhere Auslastung und Leistung zu ermöglichen“, verrät uns Thomas Gylling, General Manager, Head of Business Line Yard IT bei Konecranes. Laut Luka Koper hatte die proaktive Vertriebsunterstützung von Konecranes bei der Lieferantenwahl eine zentrale Rolle gespielt. „Das Personal bei Konecranes wartet nicht darauf, dass wir unsere Wünsche äußern, sie unterbreiten eigene Vorschläge, die unsere Probleme proaktiv lösen. Sie senken dadurch unsere Kosten und stärken unser Geschäft. Ich schätze zudem ihre Pünktlichkeit und Offenheit“, erklärt Containerterminal-Manager Marko Babič. Laut Edvin Boškin werden die Vorteile der Unternehmenskultur und der kundenorientierten


Konecranes stellte Luka Koper modernste RTG-Kranlösungen bereit. Die Krane verfügen unter anderem über eine Automatiksteuerung und über ein Ferndiagnosesystem mit RemoteZugriff. Sie bilden eine solide Grundlage für das zukünftige Wachstum des Hafens.

FACT SHEET

Luka Koper O Gegründet ................................................. 1957 OBeschäftigte ............................................ 1,060 O Fläche .................................................... 280 ha O Hauptaktionär..........der slowenische Staat (51%) O Terminals....................................................... 12 - Container- und RoRo-Terminal - Kraftfahrzeugterminal - Frachtterminal - Fruchtterminal - Holzterminal - Terminal für mineralische Rohstoffe - Getreide- und Futtermittelterminal - Terminal für Tonerden - Europäischer Energieterminal - Terminal für Flüssigfracht - Nutztierterminal - Passagierterminal O Mitglied der nordadriatischen Hafenvereinigung (NAPA)

9


Dank des neuen kraftstoffsparenden Systems von Konecranes konnte Luka Koper die jährlichen Betriebskosten der RTGKrane um einige 10.000 Euro pro Kran senken.

Der Betrieb der modernen RTG-Krane von Konecranes ist im Vergleich zu den älteren Hafenkranen um 30 bis 40 Prozent günstiger.

Einstellung von Konecranes vor allem in Verbindung mit modernen technischen Lösungen wie dem Ferndiagnosesystem mit Remote-Zugriff deutlich. „Die letzten vier RTGs wurden mit diesem System ausgestattet: Die Konecranes-Techniker haben über das Internet Zugriff auf das System, können die Parameter ändern und Probleme beheben, ohne selbst vor Ort zu sein. Am 27. Dezember letzten Jahres hatten wir beispielsweise Probleme mit einem unserer RTG-Krane und haben das technische Personal von Konecranes kontaktiert. Sie haben das Problem per Fernzugriff in weniger als 15 Minuten behoben, und das sogar während ihres Weihnachtsurlaubs, nur für uns“, erinnert sich Boškin. Die Bereitschaft zur Anpassung der Produkte an den Kundenbedarf ist für ihn ein weiterer großer Pluspunkt. Für Luka Koper ist dies ein äußerst wichtiger Aspekt, da neue Maschinen reibungslos und ohne kostspielige Verzögerungen in ältere Anlagen integriert werden müssen. „Konecranes ist definitiv eines der innovativsten Unternehmen der Branche. Sie sind für unsere Vorschläge hinsichtlich ihrer Maschinen offen und bei Änderungen oder Anpassungen kompromissbereit“, so Boškin. Timo Kamppi, Project Manager bei Konecranes, sieht hier Analogien – denn auch für Konecranes verlief die Zusammenarbeit sehr angenehm. „Die Investment-Abteilung von Luka Koper war im Laufe der Jahre sehr offen für neue Ansätze und neue Lösungen. Ich denke, Slowenen und Finnen haben etwas gemeinsam: Wir sind geradlinig und praktisch veranlagt“, erklärt er.

Die Meinung der Kranführer zählt Die Meinung der RTG-Kranführer hatte schon immer starken Einfluss auf Luka Kopers Entscheidung, RTG-Krane bei Konecranes zu kaufen. 10 KONECRANES MAGAZIN

„Das Personal bei Konecranes wartet nicht, darauf, dass wir unsere Wünsche äußern, sie unterbreiten eigene Vorschläge“, Manager des Containerterminals. „Dass wir ein Mehrzweckhafen sind, kam uns während der Krise 2009 sehr zugute, da wir nicht von einigen wenigen Gütern abhängig waren“, erklärt Public-Relations-Beauftragter Mitja Dujc.

„Wir tauschen uns immer mit den Kranführern aus, bevor wir neues Equipment kaufen. Und wir nehmen ihre Meinung sehr ernst, denn sie müssen mit den Maschinen arbeiten“, so Containerterminal-Manager Marko Babič. Und auch in dieser Hinsicht hat Konecranes Luka Koper das richtige Equipment bereitgestellt. Die RTG-Krane von Konecranes gelten als besonders bedienerfreundlich und effektiv. „Unsere Kranführer sind damit sehr zufrieden, weil die Krane einfach zu bedienen sind und man schnell damit arbeiten kann“, beschreibt Boškin die Rückmeldungen der Kranführer. Und das war das Anliegen von Konecranes. „Wir haben von den Kranführern viel gelernt, und wir hoffen, dass sie die neue Autostopp-Funktion, mit der der Kran automatisch an der richtigen Position für den nachfolgenden Arbeitsschritt gestoppt wird, zu schätzen wissen. Denn letzten Endes ist der Kranführer unser Kunde, der darüber entscheidet, welchen Mehrwert wir der Containerumschlagsbranche bieten“, sagt Thomas Gylling. Wer heutzutage erfolgreich einen Hafen in der Adria betreiben will, benötigt sogar mehr als nur die richtigen Funktionen, die richtige Einstellung und das richtige Equipment – er muss auch darauf achten, dass die Kosten nicht


FACT SHEET

Luka Koper

Maritimer Durchsatz in Tonnen (2011) Frachtgüter ............... 1,383,354 Container ................. 5,309,346 Fahrzeuge .....................665,878 Feste Massengüter.....6,769,845 Flüssige Massengüter 2,922,891 Gesamt....................17,051,314

Autos, Autos, Autos. Der Kraftfahrzeugterminal bietet circa 50.000 Autos Platz. Dort werden jährlich etwa 550.000 europäische und japanische Fahrzeuge umgeschlagen.

SLOWENIEN

Koper

KROATIEN

ITALIEN

sprunghaft ansteigen und potenzielle Risiken im Auge behalten, die das Geschäft beeinträchtigen können. Und er muss zudem noch ausgesprochen produktiv arbeiten, um mit anderen Häfen konkurrieren zu können. Und genau das tut Luka Koper. Der Hafen hat die älteren Krane im Containerterminal mit dem neuen kraftstoffsparenden System von Konecranes nachgerüstet, das hohe Leerlaufdrehzahlen beim Kranbetrieb vermeidet, und konnte infolgedessen die Betriebskosten der RTG-Krane senken. Mit diesem System allein kann der Hafen einige 10.000 Euro jährlich pro Kran einsparen. Und der Betrieb der modernen RTG-Krane von Konecranes ist im Vergleich zu den älteren Hafenkranen um 30 bis 40 Prozent günstiger.

Ein vielfältiges Unternehmen in einer komplexen Welt Die erstaunliche Effizienz in Luka Koper lässt sich zum Beispiel daran erkennen, dass der Hafen vor einigen Jahren den Weltrekord beim Entladen eines Autofrachters erzielte. Den Slowenen hätte sogar ein Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde zugestanden, wenn Luka Koper dies beantragt hätte. Andere Fakten sind nicht weniger erstaunlich. Nehmen wir zum Beispiel die Olivenölproduktion: Der hafeneigene Olivenhain mit etwa 300 Bäumen wirft 900 Kilogramm Oliven pro Jahr ab, und die jährliche Olivenölproduktion beläuft sich auf ungefähr 200 Liter – und das im Hafengelände! Auf die politischen Turbulenzen in verschiedenen wichtigen Weltmärkten hat Luka Koper laut Edvin Boškin keinen Einfluss. Diese Märkte boten Koper und Slowenien früher eine einzigartige Chance. Heute können sie das Geschäft ernsthaft beeinträchtigen. Politische Umwälzungen und schwerwiegende Vorfälle außerhalb der Region können die Dinge praktisch über Nacht verändern. Und dies ist durchaus nicht unrealistisch. Die nukleare

Vor einigen Jahren erzielte der Hafen den Weltrekord beim Entladen eines Autofrachters. Katastrophe in Fukushima, die sich im März 2011 ereignete, und auch die Unruhen im Nahen Osten im letzten Jahr haben dies ganz klar gezeigt. Aufgrund des Atomunfalls musste Luka Koper die Radioaktivität aller eingehenden japanischen Frachtgüter kontrollieren, und durch die Aufstände in den arabischen Ländern hatte sich der Transfer bestimmter Frachtgüter verzögert. „Wir lagern hier zurzeit ungewöhnlich große Mengen Holz, das wir aufgrund der Situation im Zielland Libyen nicht so schnell wie gewöhnlich verschiffen können“, erklärt Boškin. „Aber daran können wir nichts ändern.“ Doch es gibt andere Bereiche, die sich beeinflussen lassen. Während der Weltwirtschaftskrise war Luka Koper in der Lage, Verluste in bestimmten Sparten durch eine Expansion in anderen Bereichen auszugleichen. Hinzu kommt, dass der Hafen über zahlreiche Terminals verfügt, eine Vielzahl von Frachtgütern umschlagen kann und sogar Passagiere befördert. „Dass wir ein Mehrzweckhafen sind, kam uns während der Krise 2009 sehr zugute, da wir nicht von einigen wenigen Gütern abhängig und dadurch gefährdet waren. Wir konnten Verluste beim Fahrzeugtransport durch größere Mengen an Frucht- und Gemüsefracht wettmachen“, fasst Mitja Dujc zusammen. O 11


Konecranes

Agenda

Account Management ermöglicht einen

besseren Kundenservice

K

onecranes war schon immer ein produktorientiertes Unternehmen, und die Technik spielt bei Geschäftsbeziehungen zu Kunden eine zentrale Rolle. Vor einigen Jahren wurde das OneKonecranes-Projekt ins Leben gerufen, das eine stärkere Kundenorientierung fördern sollte. Vor diesem Hintergrund begann die Entwicklung des AccountManagement-Programms. Das Account-Management-Programm ist auf die Pflege enger Geschäftsbeziehungen zu unseren Kunden ausgerichtet. Wir sind der Ansicht, dass wir unsere Kunden besser betreuen und ihren Bedarf besser einschätzen können, wenn wir mit den Branchen, mit der Geschäftstätigkeit und den Betriebsabläufen unserer Kundschaft vertraut sind. Account Management geht weit über die Bereitstellung von Produkten hinaus und findet auf drei Ebenen statt: regional, landesweit und global.

Wir sind bestrebt, umfassende hebetechnische Lösungen anzubieten, die langfristig positiv zur Geschäftstätigkeit unserer

MARKUS SOMMERS

Kunden beitragen.

12 KONECRANES MAGAZIN MAGAZINE

Jedem Kunden wird ein Account Manager zugewiesen, der für die Kundenbetreuung verantwortlich ist. Der Account Manager ist in allen Bereichen der Hauptansprechpartner. Unsere Kunden haben auf diese Weise einen zentralen Anlaufpunkt, und es erleichtert die Kommunikation, da jeder Account Manager eingehend mit der jeweiligen Situation vertraut ist. Wir arbeiten an einer Account-Management-Datenbank, in der die Accountdaten regelmäßig erfasst und aktualisiert werden. Alle Parteien, die maßgeblich in die Dienstleistungskette involviert sind, haben darauf Zugriff. Die Daten gewährleisten die Servicequalität, schnelle Reaktionszeiten und ermöglichen die Interaktion zwischen Dienstleistern und Nutzern. Die Entwicklung eines umfassenden Account-Management-Systems braucht Zeit. Neue Hilfsmittel sind erforderlich, und die Daten neuer Kunden müssen in das System integriert werden. Und dennoch wird es immer Kunden geben, die aufgrund des Bedarfs an zeitlich befristeten Serviceleistungen nicht in das System aufgenommen werden. Beide Parteien müssen in den Aufbau einer Geschäftspartnerschaft investieren – denn zu einer langfristigen Zusammenarbeit gehören immer zwei.

Soile Kankaanpää

Director, Global Accounts


Text Mauri Kaarre

Fotos Mikko Huotari

STAHL ZU GESCHWEISSTEN VON ROT

GLÜHENDEM

ROHREN

This article is part of a series which introduces the concept of life cycle. This article is about designing and launching a whole new crane.

Predictive Maintenance

New equipment

ZU BESUCH IM WERK EINES RUSSISCHEN STAHLGIGANTEN Repairs and improvements

Modernizations

Service life analyses and planning

Das russische Unternehmen Vyksa Steel Works produziert Stahlschweißrohre unterschiedlicher Größe, die vorrangig für die Erdöl- und Erdgasförderung eingesetzt werden.

DER HÖCHSTE

LIFE CYCLE VALUE: Neues Equipment

Vorbeugende Instandhaltung

Reparaturen und Optimierungen

Modernisierungen

Analysen und Planung der Standzeit

Dieser Artikel gehört zu einer Serie, die in das Konzept des Lebenszyklus einführen möchte. Im Folgenden berichten wir über die zentrale Rolle, die Krane von Konecranes im Produktionsprozess des neuen Mill-5000Hütten-/Walzkomplexes von Vyksa Steel Works spielen.

13


„In unserem Werk stellen wir einzigartige Produkte her und haben uns deshalb nach umgesehen.“ SERGEY FILIPPOV, Excecutive Director bei VSW

D

er neue, moderne Mill-5000-Hütten-/ Walzkomplex befindet sich auf demselben Firmengelände wie die Großrohrproduktionsanlage von Vyksa Steel Works. Zum ersten Mal in Russland! Wyksa wurde 1757 gegründet. Es gehört zu den ältesten russischen Metallverarbeitungszentren und liegt 300 Kilometer östlich von Moskau in der Oblast Nischni Nowgorod. Beinahe der gesamte neue Mill-5000Hüttenkomplex von Vyksa Steel Works (VSW) läuft bereits auf Hochtouren. Mill-5000 ist ein Sonderkomplex, der Breitflachstahl für die Fertigung von Großrohren produziert, die für den Bau von Ölund Gaspipelines genutzt werden. Laut Sergey Filippov, Executive Director von VSW, sind seit 2012 alle Produktionsprozesse aufeinander abgestimmt. „Die vollständige Auslastung des Mill-5000 und die Herstellung von 1,2 Millionen Tonnen Flachstahl sind für das erste Halbjahr 2013 vorgesehen. Zurzeit beschäftigen wir im Mill-5000 760 Mitarbeiter. Die gesamte Ausrüstung wurde in Betrieb genommen und läuft jetzt in der Pilotphase. Alles läuft genau nach Plan. Es hat natürlich geraume Zeit gedauert, bis alles fertig war. In unserem Werk stellen wir einzigartige Produkte her und haben daher nach den besten und

effizientesten Methoden gesucht“, berichtet Filippov. Der Bau des Mill-5000-Komplexes dauerte viereinhalb Jahre. Im November 2011 nahm VSW, das zur russischen United Metallurgical Company (kurz OMK-Gruppe) gehört und die Gruppe intern mit Breitflachstahl versorgen soll, den Betrieb in dem riesigen Hüttenkomplex auf. OMK zählt zu den größten Fabrikanten von Rohren, Eisenbahnrädern und weiteren Metallerzeugnissen und beliefert Energie-, Transport- und Industrieunternehmen. Die Gruppe ist nicht nur der größte und erfahrenste Hersteller von Rohren für Unterseepipelines in Russland, sondern auch einer der größten und fachkundigsten Anbieter weltweit.

Rund um die Uhr vor Ort Laut Valeria Zimenkova, Konecranes Service Director in t. Russland, und Marketing-Managerin Anna Fedorovich aus St. Petersburg hat Konecranes einen umfassenden Servicevertrag mit VSW und OMK abgeschlossen. ksa „Der Servicevertrag deckt 29 vor Ort betriebene Krane ab. Vyksa Steel Works beschäftigt kein eigenes Kranwartungspersonal, das Mill-5000 in Wyksa ist daher ein guter Kunde. Alexander Kurdyumov, der Manager unserer Serviceniederlassung, ist or mit einem Team von 15 Servicetechnikern rund um die Uhr vor Ort“, erklärt Valeria Zimenkova. „Die Niederlassung war von Beginn an als Krane von Konecranes kommen bei der Herstellung der fünf Meter breiten Stahlplatten und -bleche für die Rohrproduktion in verschiedenen Prozessstadien zum Einsatz.

Bei einigen Kranen verwendet man anstelle von Haken riesige Elektromagneten für den Transport der Stahlbleche.

14 KONECRANES MAGAZIN


Neues Equipment

Modernisierungen

Serviceeinrichtung für diesen Kunden vorgesehen. Sie ist ein perfektes Beispiel dafür, dass Konecranes den unmittelbaren Servicebedarf des Kunden durch die flexible Etablierung einer lokalen Präsenz vor Ort decken konnte – so entstand die Niederlassung. Dies ist von all unseren Alleinstellungsmerkmalen unser Hauptwettbewerbsvorteil. Wir unterhalten hier eine echte strategische Geschäftspartnerschaft“, fügt sie hinzu. „Im letzten Jahr haben wir zwei neue Krane an das Werk geliefert und sind gerade dabei, einen Servicevertrag abzuschließen. Gleichzeitig entwickeln wir Leistungsindikatoren, die zukünftig in unseren Servicevertrag mit Vyksa Steel Works aufgenommen werden können“, so Zimenkova. Sie fügt hinzu, dass die Prozessindustrie in Russland, insbesondere die Stahlindustrie, nach Auslagerungsmöglichkeiten suche. „Die Stahlindustrie wird zunehmend kosteneffizienter – und die Akteure orientieren sich auch an den Prozessen akquirierter ausländischer Unternehmen. Dort ist man mit dem Konzept Outsourcing vertrauter. Die Ressourcenoptimierung und die Auslagerung von Supportaktivitäten sind heutzutage wichtige Geschäftsaspekte. Der russische Markt und vor allem die Prozessindustrie bieten Konecranes in den kommenden Jahren also ein großes Potenzial“, meint Valeria Zimenkova.

Umfassender Service Kurdyumov, der Leiter der Serviceniederlassung, und sein Team kümmern sic ich beim Kunden vor Ort um alle 29 Krane. sich

Analysen und Planung der Standzeit

FACT SHEET

OMK und VSW United Metallurgical Company (OMK)

Andrey Levin, Lifting Device Foreman bei VSW, Alexander Kurdyumov, Leiter der KonecranesServiceniederlassung, und der leitende Ingenieur Evgeniy Kiselev setzen auf nahtlose Teamarbeit.

OMK zählt zu den größten Herstellern von Rohren, Eisenbahnrädern und weiteren Metallerzeugnissen und beliefert Energie-, Transport- und Industrieunternehmen. Die Gruppe unterhält vier große Stahlhütten: Wyksa (in der Region Nischni Nowgorod), ein Rohrwerk in Almetjewsk (in der Republik Tatarstan), das Werk „Trubodetal“ (in der Region Tscheljabinsk) und einen Gießwalzkomplex, ebenfalls in Nischni Nowgorod. Führende russische und ausländische Unternehmen zählen zu den wichtigsten Kunden von OMK. OMK-Produkte werden in 30 Länder ausgeliefert.

Vyksa Steel Works (VSW) VSW zählt zu den ältesten Zentren der russischen Hüttenindustrie und wurde 1757 gegründet. VSW wächst schnell. Es ist führend im Bereich von Rohr- und Walzanlagen und an groß angelegten Erdöl- und Erdgasprojekten in Russland sowie auf internationaler Ebene beteiligt. Das Unternehmen produziert Universalrohre, Rohre für Erdöl, Wasser und Erdgas mit unterschiedlichen Gewinden. Die Mill-5000-Walzprodukte für die Produktion von Großrohren sind gänzlich neue Erzeugnisse für OMK und VSW. Die im Mill-5000 gefertigten Produkte können darüber hinaus für den Schiff- und Maschinenbau, für Atomkraftwerke und in anderen Metall verarbeitenden Branchen eingesetzt werden. VSW-Produkte erfüllen sowohl russische als auch internationale Normen. 1 15


Mill-5000 ist auf die

internationalen Marktanteil an der

gefertigt, das einer vollständig

„21 Krane wurden von Konecranes hergestellt, die restlichen Krane kommen aus der Ukraine. Zusätzlich zur Wartung nehmen wir auch Modifizierungen vor und modernisieren die Krane. Im Moment schließen wir gerade ein Modernisierungsprojekt für zwei Krane aus der Ukraine ab.“ Kurdyumov, der vor etwa vier Jahren nach Wyksa kam und damals als leitender Ingenieur für die Installation von vier Kranen im Mill-5000-Komplex verantwortlich zeichnete, erinnert sich noch lebhaft an die Arbeit mit seinem ersten Konecranes-Kran, die heute bereits elf Jahre zurückliegt. „Zuvor hatte ich sieben Jahre mit Kranen anderer Marken gearbeitet. Ich war vom Design, von der Qualität und von den Funktionen des Konecranes-Krans total überrascht. Auch heute sind Krane von Konecranes Sonderanfertigungen, beispielsweise für den Betrieb hier vor Ort. Viele andere sind hingegen nur Standardhebezeuge.“ Evgeniy Kiselev, der leitende Ingenieur der Serviceniederlassung, berichtet uns, dass vor Ort in mehreren Schichten gearbeitet wird. „Wir sind rund um die Uhr im Serviceeinsatz.“ Andrey Levin ist der für Krane und Hebezeuge verantwortliche Vorarbeiter bei Vyksa Steel Works. Er erklärt uns, dass er als Ansprechpartner zwischen den Servicetechnikern und dem Management fungiert. „Wenn wir alle gut miteinander kommunizieren, läuft die Arbeit gut und reibungslos. Und genau das ist der Fall.“ VSW Executive Director Filippov ist mit Konecranes zufrieden. „Die Krane sind qualitativ hochwertig und technisch sehr ausgereift. Außerdem ist das Equipment im Vergleich zu anderen Marken leichter. Und die Krankabine ist besonders komfortabel. Krane gehören zur Grundausstattung des Werks. Sie werden 16 KONECRANES MAGAZIN

zu Produktionsbeginn und im weiteren Produktionsverlauf benötigt“, zählt Filippov auf. Er erklärt uns, dass man bereits mit der Fertigung der Stahlrohre für den VSW-Großrohrkomplex sowie mit der Herstellung von Rohrbogen für das Trubodetal-Werk von OMK in Tscheljabinsk begonnen habe. Zur Herstellung von Großrohren werden Stahlplatten benötigt, die im MKS 5000 produziert und an russische Kunden ausgeliefert werden. Seit der Werksinbetriebnahme wurden aus verschiedenen Rohstahlsorten bereits Platten mit einem Gewicht von über 180.000 Tonnen produziert. „Die Produktion der Schiffsstahlsorten D und D40 für den russischen Markt soll im vierten Quartal 2012 und in der ersten Jahreshälfte 2013 anlaufen“, führt Filippov weiter aus.

Ein äußerst beeindruckender Komplex Der Mill-5000-Hüttenkomplex erstreckt sich auf einer Fläche von knapp 52 Hektar. 21 elektrische Brückenkrane wurden von Konecranes in den Anlagen installiert, einschließlich eines Sonderkrans mit einer Traglast von 400 Tonnen, der im Walzenschleifwerk eingesetzt wird. Die Krane werden für die Herstellung der fünf Meter breiten Stahlplatten und -bleche genutzt, aus denen später die Rohre gefertigt werden. Bei einigen Kranen verwendet man anstelle von Haken riesige Elektromagneten für den Transport der Stahlbleche. Das Transportequipment wurde im Auslieferungsbereich für fertige Waren installiert. Dies ist die letzte Station des Produktionsprozesses. Die technischen Vorgänge im Plattenwalzwerk – dem größten Bereich des Mill-5000-Komplexes – sind komplett automatisiert. Das gilt auch für die Erfassung der


Stahlerzeugnisse in den einzelnen Produktionsphasen sowie für die Lade- und Entladevorrichtungen, mit denen die Produkteinheiten für die verzögerte Abkühlung gestapelt werden. Die Produktionssteuerung ist in das SAP-System integriert. Die Ausstattung des Mill-5000 umfasst das leistungsstärkste Walzgerüst der Welt, mit dem die Erzeugnisse in einer minimalen Anzahl von Arbeitsgängen ausgewalzt und abschließend zugeschnitten werden. Die Hauptantriebe des Mill-5000-Walzgerüsts haben eine Kapazität von zweimal 12.000 Kilowatt. Die maximale Walzkraft des Gerüstes beträgt 120 Meganewton. In der Walzstraße erfolgen das Besprühen und das kontrollierte, beschleunigte Abkühlen des Metalls in zwei getrennten Bereichen. Der Stahl durchläuft äußert präzise thermomechanische Behandlungen, die für eine gleichmäßige Ebenheit und ein einheitliches Mikrogefüge in der Länge und Breite sorgen. Der Komplex ist mit drei Richtbänken ausgestattet, auf denen die Erzeugnisse in einem einzigen Durchgang mit einer Kraft von 120 Newton pro Quadratmillimeter gerichtet werden. O

„Wenn wir alle gut miteinander kommunizieren, läuft die Arbeit gut und reibungslos. Und genau das ist der Fall.“ ANDREY LEVIN, VSW Lifting Device Foreman 17


UNTERNEHMERGEIST HÄLT DAS GESCHÄFT IN GANG

Text Marjatta Pietilä Illustration Vesa Lehtimäki

Unternehmen, die auf neue Möglichkeiten und fortwährende Erneuerung bedacht sind, müssen Unternehmergeist erkennen und Binnenunternehmertum anregen und fördern.

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DAS WEBSTER COMPREHENSIVE DICTIONARY of the English Language definiert den Begriff „Entrepreneur“ wie folgt: eine Person, die ein Unternehmen oder Geschäft gründet, eigenverantwortlich leitet und alle Risiken übernimmt. Diese Definition bezieht sich auf eine zielorientierte Person mit einer Vorliebe für kreatives Schaffen. Dabei kann es sich um ein neues Produkt, einen neuen Markt oder eine neue Geschäftstätigkeit handeln. Ein Unternehmer verfolgt eine Mission und ist bereit aufzugeben, was immer zur Erreichung seines Ziels erforderlich ist – auch wenn das bedeutet, rund um die Uhr zu arbeiten, Ressourcen zu erbitten oder diese vorübergehend zu leihen. Die zugrundeliegende Motivation ist der Stolz, etwas Einzigartiges und nicht notwendigerweise finanziell Gewinnbringendes zu schaffen. Nicht alle Unternehmer verdienen viel Geld. Eine unternehmerisch denkende Person innerhalb eines Unternehmens wird als Binnenunternehmer

18 KONECRANES MAGAZIN

oder „Intrapreneur“ bezeichnet. Extrovertiert, selbstsicher und handlungsorientiert – dies sind typische Eigenschaften von Intrapreneuren. Ein Intrapreneur ist mit Leidenschaft bei der Sache, aber diese Leidenschaft kann angeregt werden oder erlöschen“, erklärt Bala Chakravarthy, Professor am International Institute for Management Development (IMD), einer führenden internationalen Wirtschaftshochschule mit Sitz in Lausanne. „Wenn Sie einen Intrapreneur mit der richtigen Aufgabe betrauen, erfüllt er diese womöglich zu 300 Prozent. Betrauen Sie ihn mit der falschen Aufgabe, erzielt er unter Umständen keine Resultate. Ein Intrapreneur ist bereit, berufliche Risiken einzugehen. Die Anerkennung, die er für seine Bemühungen im Hinblick auf den Erfolg des Unternehmens erhält, motiviert ihn weit mehr als eine Beförderung oder das berufliche Weiterkommen. Intrapreneure nehmen gerne schwierige Projekte in Angriff, die ein


Durchschnittsmitarbeiter nicht umsetzen könnte“, so Chakravarthy. „Der Blick des Intrapreneurs ist nach außen gerichtet, er ist sich der Änderungen im Unternehmensumfeld und der neuen Möglichkeiten, die diese bieten können, bewusst. Er verfolgt ein ihm zugewiesenes Ziel, mobilisiert die nötigen Ressourcen und meistert Probleme, die einer Umsetzung entgegenstehen. Um firmenintern für ein Erneuerungsprojekt zu werben, bedarf es nur selten formeller Präsentationen und Genehmigungen. Ein informelles Lobbying und eine Beeinflussung der Hauptinteressengruppen können erforderlich sein“, so Chakravarthy weiter.

Ein „einsamer Kopfgeldjäger“ oder James Bond Professor Chakravarthy unterstreicht, dass zwischen einem Unternehmer und einem Intrapreneur entscheidende Unterschiede bestehen.

„Ein Unternehmer ist eine Person, wie sie beispielsweise in vielen Western von Clint Eastwood gespielt wird – eine Art einsamer Kopfgeldjäger, der seinen eigenen Weg geht. Ein Intrapreneur ist mehr wie James Bond, der eine Mission zu erfüllen hat. Unternehmer setzen ihr eigenes Geld aufs Spiel. Intrapreneure hingegen haben Zugriff auf die beträchtlichen Ressourcen von Unternehmen“, veranschaulicht Chakravarthy. „Intrapreneure bitten, genau wie James Bond, eher um Verzeihung, als um Erlaubnis zu fragen. Das ist ihre Stärke und zugleich auch ihr Problem. Sie können mehr Dinge ins Rollen bringen und eine größere Anzahl von Mitarbeitern in ihre Aktivitäten einbinden, ohne dazu berechtigt zu sein. Diese Aktivitäten sind oft clever und inspirierend, können mitunter aber auch zu weit gehen. Dann ist eine Disziplinierung erforderlich, insbesondere, wenn die Grundwerte des Unternehmens davon betroffen sind.“ Laut Chakravarthy sind Intrapreneure normalerweise 19


keine Neuzugänge im Unternehmen. Sie haben ein Netzwerk innerhalb des Unternehmens aufgebaut und können eine langfristige Erfolgsbilanz vorweisen. Dadurch erkaufen sie sich die Freiheit, die Grenzen innerhalb der Organisation zu dehnen und im Interesse des Unternehmens Risiken einzugehen.

Jedes Unternehmen braucht Intrapreneure Binnenunternehmertum ist laut Chakravarthy für den langfristigen Erfolg von Unternehmen entscheidend. Es sind unternehmerisch handelnde Manager, die Erneuerungsinitiativen im Unternehmen vorantreiben. Sie erschließen dem Unternehmen neue Märkte, wenn vorhandene Märkte gesättigt und nicht mehr profitabel sind. Sie akquirieren Neukunden, entwickeln neue Produkte für bestehende Kunden und finden neue Anwendungsmöglichkeiten für etablierte Produkte. Sie eröffnen dem Unternehmen darüber hinaus neue Perspektiven, wenn vorhandene Maßnahmen von Mitbewerbern kopiert werden und keine Wettbewerbsvorteile mehr bieten.

Die Wahrung des Binnenunternehmertums bedarf kontinuierlicher Jedes Unternehmen hat Intrapreneure Anstrengung.

Die gute Nachricht ist, dass jedes Unternehmen bereits über Intrapreneure verfügt. Sie müssen nur erkannt werden. Ihre Fertigkeiten treten gelegentlich in der Praxis zutage. „Vielleicht übertragen Sie einem Intrapreneur einen unbekannten Markt und erhoffen sich davon nichts. Nach geraumer Zeit erklärt Ihnen der Mitarbeiter, dass er dort ein erfolgreiches Geschäft für das Unternehmen aufgebaut hat. Um Unternehmergeist zu erkennen, benötigt man gute Sponsoren – Sponsoren, die in der Lage sind, Talente zu erkennen, die wissen, wann Mitarbeiter Höchstleistungen erbringen, Mitarbeiter ermutigen, coachen, fördern und unterstützen“, führt Chakravarthy aus.

Kontinuierliche Bemühung „Die Ursprünge zahlreicher finnischer Unternehmen gehen – wie auch bei Konecranes – auf Unternehmergeist zurück. Aber mit wachsendem Erfolg werden sie im Lauf der Zeit größer und sind mit zunehmender Komplexität schwer zu kontrollieren. Zusätzliche Kontrollen werden eingeführt, und die Entscheidungsfindung wird zentralisiert. Es besteht das Risiko, dass der Gedanke des Binnenunternehmertums bei nachfolgenden Mitarbeitergenerationen nicht gefördert wird. Manche fragen sich, ob dies bei Nokia der Fall war. Konecranes hat sich der Herausforderung gestellt, seine unternehmerische Substanz zu bewahren. Man darf jedoch nicht vergessen, dass es zur Wahrung des Binnenunternehmertums kontinuierlicher Anstrengung bedarf. Es ist wie mit einer Diät: Man braucht Disziplin – es gibt keinen einfachen Weg“, resümiert Chakravarthy. O 20 KONECRANES MAGAZIN

Bala Chakravarthy O Professor für Strategisches und Internationales Management, IMD, Lausanne, Schweiz. Professor Chakravarthy hält ebenfalls den Royal-Dutch-ShellLehrstuhl für Sustainable Business Growth. O Seine Forschung und Lehren umfassen strategische Prozesse für nachhaltiges Unternehmenswachstum, Unternehmenssanierung und Probleme der Mitarbeiterführung. O Er ist zudem als Top-Management-Berater und als Experte für die Weiterbildung von Führungskräften tätig. Von 1999 bis 2004 gehörte er dem Aufsichtsrat der International Strategic Management Society an und ist Ehrenmitglied dieser Gesellschaft.

Eine Unternehmensk Konecranes fördert Unternehmertum und Innovation systematisch in der gesamten Organisation, da wir auf kontinuierliche Erneuerung und Transformation angewiesen sind, um unsere branchenführende Position beizubehalten. Bei Konecranes umfasst der Begriff „Unternehmertum“ zwei entscheidende Aspekte – Innovation und Geschäftsorientierung. Eine Kombination dieser Aspekte ist für die Unternehmensrentabilität unverzichtbar. Ein Unternehmer ist sehr kundenorientiert. Er ist bereit, Dinge auf andere Art und Weise anzugehen, Risiken einzugehen und sein Ziel zu erreichen. Ein Unternehmer hat den Wunsch, erfolgreich zu sein. „Sie müssen sich ein Unternehmen als operationelle Kette vorstellen, die aus Funktionen und Individuen besteht. In unserem Unternehmen verwende ich den Kunden, die uns letzten Endes bezahlen, und in Bezug auf interne Kunden, die die Glieder der operationellen Kette sind. Ich bin der


„Es ist wie mit einer Diät: Man braucht Disziplin–es gibt keinen einfachen Weg.“

kultur schafft Unternehmergeist und Innovation Ansicht, das sich mit zunehmendem Grad des Binnenunternehmertums auch der Service verbessert, den das gesamte Unternehmen dem Kunden bieten kann“, erklärt Mikko Uhari, Executive Vice President und Head of Market Operations bei Konecranes. „In unserer Unternehmenskultur streben wir eine unternehmerische Organisation an, die Innovation und Unternehmergeist fördert. Wir erwarten von allen eine unternehmerische Einstellung, die Fähigkeit, Dinge aus einer weitreichenden Perspektive zu sehen, und die Bereitschaft, veraltete Denkweisen und Arbeitsmuster infrage zu stellen. Dies gilt sowohl für unsere derzeitigen Mitarbeiter als auch für künftige Neuzugänge“, legt Uhari dar. „Um innovatives Denken zu fördern, ein umfassenderes Verständnis für die Organisationseinheit und das Unternehmen zu schaffen und den Transfer der besten Vorgehensweise zu beschleunigen, unterstützen wir Schulungen und Arbeitsplatzrotationen. Wir möchten eine Unternehmenskultur und -atmosphäre schaffen, die unsere Mitarbeiter dazu ermutigt, neue Ideen und Initiativen

anzuregen und bessere Arbeitsmethoden zu erproben. Das Fehlerrisiko kann sich dadurch zwar erhöhen, aber unsere Unternehmenskultur muss Fehler zulassen, sofern wir daraus lernen“, so Uhari weiter. Um die Hemmschwelle in Bezug auf innovative Ideen und Initiativen herabzusetzen, etablieren wir bei Konecranes derzeit ein Netz von Innovationsmaklern. Knapp 20 Innovationsmakler sind in verschiedenen Unternehmenseinheiten tätig und fördern, trainieren und unterstützen Binnenunternehmer innerhalb ihrer Organisationen. Sie leisten ferner Hilfestellung bei der Anregung und Implementierung von Innovationsinitiativen. „Die Leistung unserer relativ der Kleinunternehmen, in die unsere Organisation traditionell unterteilt ist, wird mit wirtschaftlichen Maßstäben gemessen. Die Leistung des Personals bemisst sich, ergänzend zum allgemeinen Unternehmenserfolg, an der Fähigkeit der Mitarbeiter, ihr Geschäft und unser Angebot auszubauen. Die Struktur einer Einheit –

eine Personaleinheit – basiert auf dem Kerngedanken des Unternehmertums“, erläutert Uhari. „Auf individueller Ebene fördern wir die Innovation, indem wir unsere Mitarbeiter dazu ermutigen, neue und anspruchsvolle Ideen und Verbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten. Die Belohnung richtet sich nach dem Handelswert der Ergebnisse. Ich erinnere mich daran, dass ein Mitarbeiter für eine Produktinnovation sogar ein zusätzliches Jahresgehalt erhielt. Um innovatives, bedarfsorientiertes Denken anzuregen, organisieren wir globale Innovationswettbewerbe mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Und auch hier werden die Ideen mit dem größten Innovationspotenzial durch

hiervon in Form von intelligenteren Produkten, schnellerem Service und besseren Lösungen, die ihnen helfen, ihren Umsatz zu steigern. Dadurch unterscheiden wir uns von unseren Wettbewerbern“, fasst Uhari zusammen. 21


Text Christophe Riedel

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Fotos Lucas Schifres


Das Renault-Werk im französischen Sandouville konnte dank der Zuverlässigkeit und der Modularität eines SMARTON®-Krans die Produktionsleistung verbessern.

INTELLIGENTERE

HEBE LÖSUNGEN BEI RENAULT IN SANDOUVILLE

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as Renault-Werk in Sandouville liegt in der Nähe von Le Havre, etwa zwei Autostunden von Paris entfernt. Es befindet sich in einem wichtigen Industriegebiet, in dem auch die petrochemische Industrie angesiedelt ist, zwischen einem Kanal und der Seine. Wir besuchen das Presswerk J1-Süd. Hier entstehen die Pressteile für die Karosserien des Automobilherstellers. Im Werk werden unter anderem die Seitenteile der Karosserien zugeschnitten und in Form gebracht. Robert Averel ist für die Produktion und die Fertigung im Pressenbereich verantwortlich: „Am Ausgang des Presswerks, das ich leite, finden Sie alle benötigten Karosseriebestandteile: Kotflügel, Dächer, Seitenteile, Gleitschienen ... und auch alle Ersatzteile.“ In der Endfertigungslinie stehen die brandneuen High-End-Fahrzeuge: Espace und Laguna. Das sind also die Enderzeugnisse – oder kommen diesen zumindest schon sehr nahe. Aber was geschieht auf der anderen Seite, im Eingangsbereich des Presswerks? Ein kürzlich in Betrieb genommener Prozesskran entlädt das Rohmaterial, aus dem später die Karosserieteile für Lkws oder Waggons entstehen. Es handelt sich um riesige Stahlcoils, von denen jedes einzelne über 20 Tonnen auf die Waage bringt. Im Anschluss transportiert der Kran die glänzenden Coils zu den 200 Meter entfernten Pressen. Dieser eindrucksvolle Kraftakt geht beinahe geräuschlos vonstatten. Der für die Produktion wichtige SMARTON hat eine Tragkraft von 34 Tonnen.

Die Lösung Der SMARTON-Kran im Presswerk J1-Süd wurde im Januar 2011 in Betrieb genommen. Jean-Jacques Moléon, Sales Engineer für Prozesskrane bei der 23


Der 34-Tonnen-SMARTONKran von Konecranes bei der Arbeit im Renault-Presswerk in Sandouville. 24 KONECRANES MAGAZIN


In der Montagestraße des Werks in Sandouville werden Fahrzeuge produziert.

Konecranes-Niederlassung in Orléans, war bei der Inbetriebnahme dieser modularen hebetechnischen Lösung, die individuell auf die Struktur des Werks abgestimmt wurde, dabei. „Der SMARTON ist besonders anpassungsfähig, und die Funktionen können bedarfsgerecht für die Bediener in Sandouville ausgewählt werden. Daniel Durieux, mein Ansprechpartner in Sandouville, wollte bestimmte Bereiche blockieren, in die der Kran nicht verfahren werden darf, um die Sicherheit des Personals und der Maschinen zu gewährleisten. Die Schutzzonenfunktion ist hierfür die perfekte Lösung. Laser verhindern, dass der Haken mit der Zugangsbrücke zu den Büros kollidiert“, erläutert Moléon.

Der SMARTON ist besonders anpassungsfähig, und die Funktionen können bedarfsgerecht für die Bediener ausgewählt werden.

Verbesserte Produktionsleistung Der SMARTON-Kran hat darüber hinaus die Produktionsleistung des Presswerks deutlich verbessert. Der Werksleiter in Sandouville erwarb eine Positionierungshilfe für den Kran, um eine schnellere Beschickung der Maschinen zu ermöglichen. Die beiden Coil-Entladepositionen ließen sich dank der Zielpositionierungsfunktion des SMARTON problemlos einstellen. Moléon arbeitete hierbei eng mit seinem Ansprechpartner Daniel Durieux zusammen. Die Sicherheit und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter hatten bei Renault schon immer Vorrang. Beim Vorgängerkran erforderte die Gewährleistung der Sicherheit und der Arbeitsbedingungen aber noch eine umfangreiche korrektive Wartung. Zwei veraltete Kranschienen verursachten darüber hinaus einen ungewöhnlich hohen Verschleiß der Laufräder. Die Konstruktion der SMARTON-Krankabine wird den Erwartungen der Kranführer bei Renault in vollem Umfang gerecht, und die Lasertelemetrie verhindert eine Kollision des Hakens mit der Zugangsbrücke. Aber wie funktioniert das in der Praxis? Ist die Schutzzonenfunktion aktiviert, können die Kranführer den Kran nicht in Richtung der Büros verfahren. Sie nutzen die Vorpositionierung oberhalb der Pressen und die automatische Rückfahrfunktion zu den Entladepositionen der Lkws, die die Coils anliefern, in vollem Umfang aus. Der Kran wurde mit einer Gleichlaufregelungsfunktion ausgerüstet, um einen vorzeitigen Verschleiß der Laufräder durch schräg laufende Spurkranzrollen zu vermeiden. Vorteile des SMARTON Das Projektteam von Konecranes arbeitete eng mit Mitarbeitern von Renault zusammen. Konecranes konnte dem Werk innerhalb kürzester Zeit einen SMARTON-Kran mit einer bemerkenswert ergonomischen Kabine bereitstellen. Der neue Kran ist im Gegensatz zum Vorgängermodell einfacher zu handhaben und zu warten. Welche Vorteile bietet der SMARTON eigentlich in Bezug auf die Wartung? Hierzu befragen wir

Jean-Jacques Moléon, Sales Engineer für KonecranesProzesskrane, arbeitete eng mit Renault zusammen. 25


Drei Fragen an Daniel Durieux

François Marie, den Wartungsverantwortlichen bei Renault. „Erstens sind alle Wartungskomponenten zugänglich. Zweitens kann das Wartungspersonal auf dem gesamten Kran sicher arbeiten“, so Marie. Und was halten Sie von dem Diagnosebildschirm? „Damit können wir einer Störungsursache schneller auf den Grund gehen, aber wir brauchen ihn so gut wie nie.“ Warum? „Weil der Kran praktisch hundertprozentig zuverlässig arbeitet“, antwortet Marie. Und wie ist es mit der TRUCONNECT®Datenfernübertragung inklusive Berichterstellung (die 2010 in das SMARTON-Produktsortiment aufgenommen wurde)? „Damit können wir per Fernverbindung die Kranbetriebsdaten abrufen. Alle Parameter sind im OnlineBericht enthalten ... Wir müssen die Daten nicht am Kran auswählen und abfragen!“ Der SMARTON ist mit einem Modem ausgestattet, das die Betriebsdaten überträgt. Der Kunde wird anhand dieser Daten über die Auslastung und über potenzielle Risiken informiert. „Die TRUCONNECT-Datenfernübertragung mit Berichterstellung ist für die vorbeugende Wartung ideal“, so François Marie abschließend. Regenerative Bremsen sind eine weitere Funktion, mit der der SMARTON vor Kurzem ausgestattet wurde: Die beim Abbremsen erzeugte Energie wird nicht als Abwärme abgeführt, sondern wieder in das Stromnetz der Werkshalle gespeist. Eine ökologisch effiziente Energiesparmethode!

Wir haben drei Fragen an Daniel Durieux, Global Manager für Lifting Equipment, der im Renault-Technocentre in Guyancourt bei Paris arbeitet.

Wie erfolgreich war die Installation? „Die Projektabwicklung war hervorragend, vor allem innerhalb der festgelegten Zeit, dadurch wurden die Auswirkungen auf die Produktion minimiert. Da wir so viele Optionen bestellt Inbetriebnahme sehr lange dauern können. Aber alles lief wie am Schnürchen. Es hat gerade mal einen halben Tag gedauert! Haben Sie sich zuvor die Arbeitsprozesse an einem anderen Industriestandort angesehen? Ja, ich habe zusammen mit meinem Ansprechpartner bei Konecranes einen Referenzkunden besucht. Wir wollten die Funktionen des Konecranes-Prozesskrans vor Ort bei einem Coil-Hersteller in Aktion sehen. Das war im Vorfeld der Kraninstallation im J1Süd eine gute, arbeitsrelevante Erfahrung.“

Produktivität auf dem Vormarsch Robert Averel, der seit zehn Jahren für die Produktion verantwortlich ist, stieß 1972 zur Wartungsabteilung von Renault hinzu und wurde später zum Werksmanager befördert. Wie sehr hat der SMARTON zur Produktivitätssteigerung im Werk beigetragen? „Ganz erheblich, der SMARTON ist nämlich ein wirklich revolutionärer Kran. Coils mit einem Gewicht von 15 bis 30 Tonnen handhabt er besonders gut. Sowohl das Anheben beim Entladen der Lkws als auch das Absetzen der Coils in den 100 Meter entfernten Maschinen erfordert große Präzision. Die größere Zuverlässigkeit und die damit verbundene Zeitersparnis sind ein großer Gewinn: Ist der Kran in Position, bewegt er sich dank der mit der Zielpositionierungsfunktion definierten Koordinaten nicht von der Stelle“, so Averel.

Welche Vorteile bietet Konecranes? „Man nimmt den Bedarf und die Wünsche der Kunden von der Vertriebsphase bis zum Abschluss des Projekts sehr ernst. Sie haben ein breit gefächertes Lösungsangebot, das unsere Probleme lösen kann. Sie bieten komplett schlüsselfertige Lösungen inklusive Produktschulungen an und beauftragen keine Subunternehmer – das wusste ich besonders zu schätzen.“ FACT SHEET

Der SMARTON® im Überblick Der SMARTON repräsentiert großen Fortschritt im Bereich der Krantechnik. Er zielt darauf ab, die Produktivität der Kunden zu maximieren und die Kosten während des gesamten Lebenszyklus zu minimieren. Er kann in Industriesektoren, beispielsweise beim Umschlag von Stahl und im Steel Warehousing, in der Automobilindustrie, in der Fertigung, in Werken, automatischen Lagersystemen und im Bergbau, eingesetzt werden. SMARTON Lasten von bis zu 500 Tonnen.

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Stahlcoils werden am Anfang der Montagestraße aufgestapelt.


Kranführer Jean-Rene Rousselin hebt mit dem 34-Tonnen-SMARTON-Kran Stahlcoils im RenaultWerk in Sandouville bei Le Havre.

„Ich I hd denke, k dass d ich pro Coil etwa fünf Minuten dazugewinne, weil ich nicht länger die Hubachse bestimmen muss.“ Ein begeisterter Kranführer Der 58-jährige Kranführer Jean-René Rousselin, der von sieben Uhr morgens bis drei Uhr am Nachmittag Schichtdienst hat, steht direkt neben uns. Anfangs hat ihn das neue Equipment etwas verunsichert. Heute jedoch mag er den Kran nicht mehr missen! Der Kran war ein willkommenes Geschenk in seinem letzten Arbeitsjahr – nachdem er seinen Nachfolger eingearbeitet hat, will er sich noch 2012 zur Ruhe setzen. Als wir uns nach der Ergonomie erkundigen, nickt Rousselin bestätigend: „Ja, mein neuer Arbeitsplatz ist ergonomischer. Die Kabine ist vollständig geschlossen, schalldicht und beheizt. Das hatte der alte Kran nicht. Die Joysticks sind mühelos erreichbar. Durch die Zoomfunktion der Kamera kann ich besser sehen, was hinter den Coils vor sich geht, wenn ich einen Lkw entlade, das ist sehr hilfreich. Und auch der Sitz ist komfortabel“, berichtet Rousselin. „Ich denke, dass ich pro Coil etwa fünf Minuten dazugewinne, weil ich nicht länger die Hubachse bestimmen muss, wie das beim vorherigen Kran der Fall war. Früher brauchte ich dafür einiges Fingerspitzengefühl.“ Robert Averel schätzt, wie viel Zeit der SMARTON bislang im gesamten Arbeitszyklus einspart: „Wir haben mit dem SMARTON-Kran gute Fortschritte gemacht und sparen im gesamten Zyklus – vom Anheben bis zum Absetzen – etwa drei Minuten ein, das allein ist schon ein Vorteil“, meint er abschließend. Na, wenn das kein gutes Ergebnis ist! Etretat Eines ist sicher: Konecranes Le Havre und Renault, die bereits an anderen Standorten (zum Beispiel Douai und FRANKREICH Tanger) kooperieren, werden auch in Zukunft bei anderen Industrieprojekten zusammenarbeiten. O

FACT SHEET

Das Norman-Renault-Werk

in Sandouville O Das 1964 im Hafenindustriegebiet von Le Havre gegründete Werk beschäftigt 2.400 Mitarbeiter. Im Werk werden Karosserien für zwei High-End-Automobile hergestellt: den Espace (Regular und Grande) und den Laguna (Limousine, Kombi und Coupé). Die Produktion im Werk wurde aufgrund der Krise in der Automobilindustrie zurückgefahren. Das Werk wird zurzeit auf die Fertigung des kommerziellen

2013 beginnen soll, umgestellt. O Der Automobilkonzern mit dem Rautenlogo investierte 230 Millionen Euro in die Umstellung auf industrielle Produktion. Das Werk soll 100.000 Lieferwagen jährlich

produzieren, das bedeutet, in einer Produktionslinie werden dort pro Stunde durchschnittlich 30 Fahrzeuge vom Band rollen. „Auf diese Weise werden wir in der Lage sein, 95 Prozent der Produktionskapazität auszuschöpfen, im Vergleich zu derzeit 28 Prozent“, veranschaulicht Werksleiter Jérôme Moinard. O Die Renault-Gruppe erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von 38,97 Milliarden Euro, 15 Prozent mehr als im Jahr 2009. Der Betrieb in Sandouville wird sich im Rahmen der neuen Produktionsstrategie grundlegend verändern: Die Fertigung der High-EndFahrzeuge—gegenwärtig Espace und Laguna—soll an einen anderen Standort, in das Werk Douai (Nord), verlegt werden.

Das Renault-Werk wurde 1964 im Hafenindustriegebiet von Le Havre gebaut.

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Ein Landhaus in der Nähe von PontL’Eveque in der Normandie.

Der Küstenort Etretat ist für seine Felsformationen, zu denen auch drei natürlich entstandene Felsbogen gehören, bekannt. Ein Felsbogen erinnert an einen Elefanten, davor ist eine Felsnadel zu sehen.

Coiffeur Daniel Lecompte ist bereits seit 51 Jahren im Geschäft. Seine Kleidung und sein Friseursalon, der auch ein Friseurmuseum beherbergt, sind unverwechselbar. 28 KONECRANES MAGAZIN

Die Fußgängerbrücke und der Turm am Bassin du Commerce. Im Hintergrund sind der Turm der St.-Joseph-Kirche und davor in der Mitte Oskar Niemeyers „Vulkan“ zu sehen.

Die Normandie ist für ihre Kühe bekannt.


Von Le Havre bis Etretat

Eine Reise in die Normandie

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ie Stadt Le Havre hat 190.000 Einwohner. Sie war die erste Hafenstadt Frankreichs und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut. Die städtischen Kontraste sind für Besucher überraschend. Die Architektur von Auguste Perret im Stadtzentrum wurde 2005 dank der „innovativen Nutzung des Potenzials von Beton als Baumaterial“ von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Dies war allerdings nicht unumstritten. Rundum liegen historische Gemeinden wie Eure, eine Ansammlung zahlloser kleiner Seefahrer- und Arbeiterhäuser. Hier wuchs auch „Little Bob“, eine lokale Regisseurs Aki Kaurismäki selbst spielt. Der Film kam Ende 2011 in die Kinos. Der Titel des Films? „Le Havre“. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt auch die ebenfalls von Auguste Perret entworfene St.-Josephs-Kirche mit ihren einzigartigen Bleiverglasungen, die eine Kaleidoskop-Struktur bilden. Auch das André-MalrauxMuseum, das eine der umfangreichsten Sammlungen des französischen Impressionismus beherbergt, und der Hafen von Le Havre, in dem große Transatlantik-Schiffe vor Anker liegen, sind einen Besuch wert. Und dann ist da noch das am Ende des „Bassin du Commerce“ errichtete Kulturzentrum in Form eines abgeschnittenen Vulkankegels, das 1982 von dem brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer erbaut wurde. Weiter geht es zu einer der urwüchsigsten Adressen der Stadt, die ebenso einzigartig ist wie der Besitzer Daniel Lecompte, der jung gebliebene 76-jährige Coiffeur in seinem Seemannskostüm. Der lebhafte Lecompte eröffnete seinen „Sailors’ Salon“ 1960 im Saint-François-Viertel. Nach einem Haarschnitt und einer angeregten Diskussion machen wir auf unserem Weg nach Etretat einen kurzen Abstecher in Lecomptes Friseurmuseum, wo eine Ansammlung „haarsträubender“ Friseurgerätschaften und Erinnerungsstücke seines Vaters, der ebenfalls Friseurmeister war, zur Schau gestellt werden.

Auf den Spuren von Arsène Lupin Der große Wanderweg GR21, der Le Havre mit Dieppe verbindet, bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Normandie beim Wandern entlang der Klippen zu erkunden. Nach einer zweitägigen Wanderung erreichen wir den idyllischen Kurort Etretat, den zahlreiche Maler wie Claude Monet bereits auf der Leinwand festgehalten haben. Maurice Leblanc) im berühmtberüchtigten l’Aiguille Creuse sein Quartier, direkt neben einer Felsformation, die aufgrund jahrtausendelanger Erosion wie ein Elefantenrüssel anmutet. Mit gewisser Ehrfurcht betreten wir das ArsèneLupin-Museum. Im Anschluss kehren wir bei Fécamp zum Muschelessen ein. Und schließlich statten wir „Tag X“ einen Besuch ab, wo am 6. Juni 1944 alliierte Truppen landeten.

sich in der Innenstadt von Le Havre. Nach der kompletten Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs wurde sie von Architekt Auguste Perret wiederaufgebaut und 2005 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 29 29


Konecranes

TECH REPORT R&D

Te x t Leena Koskenlaakso F o t o s Konecranes

Neue Funktionen

der CXT-Krane

Unsere aktualisierten CXT-Krane sind mit neuen technischen Lösungen ausgestattet, mit innovativen Steueroptionen und neuen intelligenten Hilfsprogrammen, die Kranführern ein einfacheres und sicheres Arbeiten ermöglichen.

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ir haben die Technik und die Funktionalität unserer CXTIndustriekrane, die eine Kapazität von bis zu 80 Tonnen haben, verbessert.

NEUE LASTHAKEN UND NEUES SEILEINSCHERUNGSSYSTEM

Das IndustriedesignTeam von Konecranes ist für das Erscheinungsbild der neuen CXT-Krane verantwortlich.

Die Lasthaken der neuen, verbesserten CXTSmart-Krane lassen sich um 360 Grad drehen und verfügen für eine einfache Handhabung über eine Griffmulde. Die Lasthaken reduzieren den Verschleiß und somit den Wartungsbedarf. Unsere neuen, vielseitigen CXTElektroseilzüge wurden speziell für die Anforderungen von Unternehmen in der Materialumschlagsbranche entwickelt. CXTElektroseilzüge sind zur Maximierung der Hubhöhe und für eine einfache Installation in Gebäuden mit verschiedenen Fahrwerken und Bauarten erhältlich. CXT-Zweischienen-Laufkatzen haben darüber hinaus ein vollständig neues Seileinscherungssystem, das in Bezug auf Eigengewicht und Wartungsbedarf optimiert wurde. Die neue Konstruktion ist bis zu 30 Prozent leichter und verlängert die Seillebensdauer – je nach Seileinscherungssystem – um bis zu 40 Prozent. Dies wirkt sich entscheidend auf die Wartungskosten aus.

Die neuen Lasthaken können um 360 Grad gedreht werden und verfügen für eine einfache Handhabung über eine Griffmulde.

30 KONECRANES MAGAZIN


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CXT-Krane sind mit Hubumrichtern ausgestattet, die ein genaues Positionieren der Last und kürzere Arbeitszyklen ermöglichen.

ASR UND ESR FÜR EINE VERBESSERTE HUBWERKSSTEUERUNG Kranführer sollten bei Hub- und Absenkvorgängen mit mehreren Hubgeschwindigkeiten arbeiten können. CXTKrane sind optional mit Hubumrichtern ausgerüstet. Sie ermöglichen nicht nur beim Anheben der Last und bei Arbeiten, die eine hohe Genauigkeit erfordern, eine präzise Steuerung sowie einen kontrolliert langsamen Betrieb, sondern bieten auch bei leerem Haken eine bis zu 50 Prozent schnellere Geschwindigkeit. CXT-Elektroseilzüge sind mit neuen, umrichterbasierten Funktionen für die Hubwerkssteuerung erhältlich: adaptive (ASR) und erweiterte Geschwindigkeitsregelung (ESR). Die stufenlose adaptive Geschwindigkeitsregelung per Frequenzumrichter (ASR) ermöglicht äußerst niedrige Geschwindigkeiten. ASR ist für das Anheben und Absenken entscheidend. Sie bietet zudem herkömmliche Hubwerkssteuerungen. ASR wurde für Anwendungen mit vorwiegend kleinen bis mittleren Traglasten konzipiert, bei denen nicht dauerhaft die volle Hubkapazität benötigt wird. Die erweiterte Geschwindigkeitsregelung per Frequenzumrichter (ESR) – sozusagen der „große Bruder“ der ASR – wurde für größere Lasten und den kontinuierlichen Einsatz mit voller Hubkapazität entwickelt. ESR bietet eine noch höhere Genauigkeit als ASR, und bei Bedarf können Lasten mit ESR zusätzlich um bis zu 50 Prozent schneller gehoben werden.

NEUES INDUSTRIEDESIGN Unser Industriedesign-Team hat das Erscheinungsbild und die Farbgebung der neuen CXT-Smart-Krane an die optische Markenidentität der KonecranesGruppe angepasst. Das „Look and Feel“ und die Farbkombination unserer CXT-Krane entsprechen beispielsweise dem Erscheinungsbild und der Farbpalette unserer SMARTON®-Krane.

„SMART FEATURES“ FÜR EIN NOCH EINFACHERES UND SICHERERES ARBEITEN Zeit ist Geld, und beim Einsatz unserer intelligenten

Hilfsprogramme lassen sich die Arbeitszyklen der CXT-Smart-Krane erheblich verkürzen. Einige dieser Smart Features sind nachstehend aufgeführt. Sie erlauben einen schnellen und sicheren Lastenumschlag – unabhängig von der Erfahrung der Kranführer. Mit der Zielpositionierung können Kranführer positionieren und sicher zur Ausgangsposition zurücktransportieren. Die Programmierung der Ausgangs- und Zielpositionen auf der Funkfernsteuerung ist denkbar einfach. Im Anschluss lässt sich der gesamte Arbeitszyklus über zwei Tasten steuern – eine Taste für die Zielposition und eine Taste, mit der der Kran wieder in die Ausgangsposition verfahren wird. Die Endpositionierung ist für eine extrem schnelle und präzise Positionierung von Lasten an Aktivieren der Sway-Control-Lastpendeldämpfung wird die Last mithilfe dieser Funktion per Tastendruck präzise und sicher zur gewünschten Endposition befördert. Die Sway-Control-Funktion unterdrückt Lastpendelbewegungen, die durch das Beschleunigen und Abbremsen beim Lasttransport entstehen. Sway Control ist auf eine Kollisionsvermeidung, auf eine Senkung der Wartungskosten und auf eine Produktivitätsmaximierung ausgelegt. Ein Kran mit Sway-Control-Lastpendeldämpfung ist gemäß einer Studie des Department of Mechanical Engineering des Georgia Institute of Technology bis zu 60 Prozent schneller als ein herkömmlicher Kran. Bei der Minimierung von Lastspitzen wird die Last vom Hubwerksantrieb überwacht. Sie schützt das Krantragwerk und die Gebäudestruktur vor Stoßlasten beim Anheben. Dieses Hilfsprogramm gewährleistet ein sanftes Anheben der Last. Wird die Last ruckartig angehoben, kontrolliert diese Funktion die Hubgeschwindigkeit und sorgt für eine gleichmäßige Hubbewegung, wodurch sich die Lebensdauer des Stahltragwerks erhöht.

NEUE SERVICELEISTUNGEN Für CXT-Smart-Krane werden verschiedene Serviceleistungen angeboten, etwa die TRUCONNECT®Datenfernübertragung inklusive Berichterstellung sowie das TRUCARE-Vollwartungspaket mit einer Laufzeit von fünf Jahren. O

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Konecranes

TECH REPORT R&D

Te x t L e e n a K o s k e n l a a k s o F o t o s K o n e c r a n e s

Die intelligente Hubgeschwindigkeitsregelung per Frequenzumrichter erhöht die Produktivität und die Sicherheit der Industriekrane von Konecranes und trägt zugleich zu einer Senkung der Lebenszykluskosten bei.

Umrichter können dank der neuen, kompakten ASR-Technik direkt im Hubwerksschaltschrank montiert werden.

Geschwindigkeiten betrieben werden:

oder gesenkt werden. Obwohl stufenlose Geschwindigkeitsregelungen bereits seit

Anschaffungskosten ausgleichen.

JEDERZEIT DIE RICHTIGE

veranschaulicht Otmar Buhmann

GESCHWINDIGKEIT

UMRICHTERGEREGELTE UND ZWEISTUFIGE HUBMOTOREN IM VERGLEICH

hervor. wie erforderlich erhöhen oder reduzieren

Standzeiten bezahlt.

Geschwindigkeit wählen oder justieren.

ASR-HUBUMRICHTER MIT KOMPAKTER GRÖSSE „Unsere Forschungs- und Entwicklungsingenieure haben unsere sodass sie in die Standardschaltschränke

32 KONECRANES MAGAZIN

Geschwindigkeit“ bezeichnet.


#2/12 adaptive Geschwindigkeitsregelung höhere Geschwindigkeiten bei leerem Haken und beim Transport von Teillasten ermöglicht. „Wir wissen, dass die meisten Hubwerke in einem leichten Lastspektrum genutzt werden. Der Großteil der Hubwerke wird mit zehn bis 20 Prozent der Nennlast betrieben, ein Betrieb mit Nennlast ist eher selten. Nur in wenigen Fällen werden mit einem 10-TonnenHubwerk auch zehn Tonnen schwere Lasten gehoben“, erläutert Buhmann. „Bei einem leeren Haken oder bei einer Last von zehn Prozent kann der Seilzug mit einer Geschwindigkeit von 7,5 Metern pro Minute betrieben werden anstelle der herkömmlichen 5 Meter pro Minute schnelleren Durchsatz mit vorwiegend leichten Lasten arbeiten Kranführer aufgrund der Zeitersparnis produktiver.“

DIE VORTEILE DER ASR-TECHNIK Je schwerer die Last, umso größer ist das Beschädigungsrisiko. Die lastabhängige ASRTechnik verringert die Hubgeschwindigkeit bei schweren Lasten automatisch um die Hälfte, um eine sichere Handhabung zu gewährleisten. „Indem wir die Motorleistung um 50 Prozent reduzieren, können wir sowohl sichere Hubgeschwindigkeiten bei Nennlast als auch schnellere Geschwindigkeiten bei leichten Lasten bieten. In beiden Fällen lässt sich, abhängig vom tatsächlichen Betrieb, eine Zeitersparnis von bis zu 20 Prozent oder mehr erzielen.“

Ein typisches Anwendungsbeispiel für die ASR-Technik ist der Einsatz in Fertigungswerken. Dort kommt es auf ein schnelles Entladen und einen zügigen Umschlag der angelieferten leichten Komponenten und Rohmaterialien an. Gelegentlich müssen auch fertig montierte Maschinen sicher gehoben werden. Für die Handhabung der montierten Maschinen ist dann kein zweiter Kran erforderlich.

ENERGIEEINSPARUNGEN UND ELEKTRIFIZIERUNG DER KRANBAHN Motoren mit ASR-Technik sind energiesparend und senken die Lebenszykluskosten. Die Motorausgangsfrequenz ist dank der lastabhängigen Geschwindigkeitsregelung niedriger, und die Umrichtertechnik reduziert Stromspitzen beim Einschalten des Motors. Laut Buhmann sind mit ASR im Vergleich Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent möglich. Kranbahn kann zu Energieeinsparungen beitragen. Kabelgrößen – und somit der Kupferquerschnitt – lassen sich dank der niedrigeren Motornennleistung optimieren.

EINFACHE INSTALLATION UND INBETRIEBNAHME Die kompakten Abmessungen und die einfache Integration der Hubumrichter erleichtern und beschleunigen die Installation und Inbetriebnahme beim Kunden vor Ort. Da die Umrichter im Hubwerksschaltschrank

installiert werden, entfallen der Bedarf für weitere Schränke und die Verkabelung auf der Kranbrücke. ASR ist daher für Kranmodernisierungen ideal.

VERFÜGBARKEIT CXT-Krane mit ASR-Technik werden im ersten Quartal 2013 erhältlich sein. Die globale Einführung soll in Europa beginnen, weitere Märkte werden sukzessive hinzukommen. ASR wird für CXT-Krane aller Größen erhältlich sein (mit integriertem Hubumrichter bis CXT5, bei Kranen der Größe CXT6 und CXT7 wird der Umrichter im Schaltschrank des Krans montiert). O FACT SHEET

ASR: Schnelle Amortisierung OKompakt: Der Umrichter wird in den Standardschaltschrank des Hubwerks integriert. ONachhaltig: Ermöglicht Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent. OProduktiv: Zeitersparnis von 20 Prozent. OWeitere potenzielle Einsparungen bei OGeringere Lebenszykluskosten: längere Motorlebensdauer, geringerer Verschleiß. OErhöhte Sicherheit: lastabhängige Geschwindigkeit. FACT SHEET

Produktschnappschuss

(Auszug) Nennlast Modell

Hubge schwindigkeit

Hubgeschwindigkeit (m/min) bei leerem Haken

mit Volllast im Haken

3.200 kg

CXT3

0,75 –7,50

0,75–2,50

5.000 kg

CXT4

0,75–7,50

0,75–2,50 0,75–2,50

10.000 kg

CXT5

0,75–7,50

12.500 kg

CXT5

0,60-6,00 0,60-2,00

>12.500 kg

CXT6, 7

ASR erhältlich

(Umrichter im Kranschaltschrank)

CXT-Elektroseilzüge sind mit neuer, umrichtergeregelter ASR- und ESRHubwerkssteuerung erhältlich.

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Text Mauri Kaarre Fotos Lisa Pram / Konecranes

Leckerbissen für Elefanten: Der „Erdnussball“ für Yoyo und Susi ist mit Früchten und Nüssen gefüllt.

FÜTTERUNG VON

UND

YOYO SUSI

DER ZOO VON BARCELONA versorgt über 4.000 Zootiere. XN-Kettenzügen von Konecranes wird die Ehre zuteil, die täglichen Futterrationen in das Gehege der beiden betagten, liebenswerten afrikanischen Elefantendamen Yoyo und Susi zu transportieren. Der Zoo, der 2012 sein 120-jähriges Bestehen feierte, erwarb im 2011 Jahr vier XN-Kettenzüge von Konecranes, die für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Zwei XN-Kettenzüge mit einer Tragkraft von 500 Kilogramm servieren Yoyo und Susi in einem abgezäunten Fütterungsareal ihre Tagesrationen. Jedes der beiden großen Tiere nimmt pro Tag durchschnittlich 100 Kilogramm Futter zu sich. Die beiden Elefantendamen vertilgen beispielsweise je 60 bis 70 Kilogramm Heu, 10 bis 20 Kilogramm Äste sowie mehrere Kilogramm Früchte und Erdnüsse. Und sie besitzen eine weitere erstaunliche Fähigkeit: Sowohl Yoyo als auch Susi können mühelos bis zu 20 Liter Wasser in einem Zug trinken! Die Kettenzüge haben den entscheidenden Vorteil, dass die Wärter die Elefanten aus unterschiedlicher Höhe füttern können – auch in freier Wildbahn sind die Tiere es gewohnt, mit dem Rüssel in mehreren Metern Höhe nach ihrer Nahrung zu greifen. Mit den Kettenzügen lassen sich also die natürlichen Fressgewohnheiten der Elefanten simulieren. Die Wärter bieten den Tieren etwa knapp viereinhalb Meter lange Äste an, und Yoyo reißt mit ihrem Rüssel kleinere Zweige ab. Für die Fütterung verwendet man im Zoo auch einen großen, schweren „Snackball“ aus Gummi, der mit Früchten

Eine wirklich „elefantensichere“ Kranlösung.

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Laut Jorge Cerón, Head of Works and Maintenance im Barceloneser Zoo, ist die Bedienung der Kettenzüge besonders einfach und intuitiv.

„Heute übernimmt ein XN-Kettenzug die Elefantenfütterung ...“

und Nüssen gefüllt ist und verschiedene Öffnungen hat, aus denen sich die Tiere ihr Futter holen. Wenn Yoyo–die temperamentvollere der beiden – dem herabhängenden Ball mit ihrem Rüssel einen kräftigen Hieb versetzt und die Nüsse in alle Richtungen fliegen, versteht man, welch hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Kettenzüge im Zoo gestellt werden. „Anfangs hatten wir einige Probleme mit dem Kran, da ein paar sicherheitsrelevante Modifikationen in Bezug auf den Endanschlag/Endschalter nötig waren, weil die Tiere wesentlich größere Kraft aus unterschiedlichen Richtungen auf das Produkt ausüben als bei normaler Nutzung“, erläutert Jorge Cerón, Head of Works and Maintenance des Barceloneser Zoos. Cerón ist mit dem im Zoo genutzten Funktionsumfang der XN-Kettenzüge zufrieden. „Nach einigen Meetings mit unseren Technikern haben wir zusammen mit der Konstruktionsabteilung eine Lösung gefunden. Bislang arbeitet der Kran ordnungsgemäß, unsere tägliche Arbeit verläuft wie gewohnt. Die Kettenzüge können nun alle gewünschten Aufgaben ausführen“, fährt Cerón fort. Der Zoo hat jetzt eine „elefantensichere“ Kranlösung, unabhängig davon, wie sehr Yoyo und Susi ihren „Erdnussball“ traktieren. Das Zoopersonal testet den Kran für geraume Zeit, um festzustellen, ob er auch fortan ordnungsgemäß seinen Dienst verrichtet. „Und wenn der Kran weiter problemlos arbeitet, werden wir die Funktionen des Kettenzugs auch gerne anderen Tierparks demonstrieren. Im Moment suchen wir nach einer Möglichkeit, einen weiteren Kran im Elefanten-Außengehege zu installieren“, resümiert Jorge Cerón. O


Yoyo frisst 10 bis 20 Kilogramm

Yoyo versetzt dem in mehreren Metern Höhe hängenden „Erdnussball“ einen kräftigen Hieb mit ihrem Rüssel, dass die

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NOT JUST LIFTING THINGS, BUT ENTIRE BUSINESSES.

www.konecranes.com

WAY UP  
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