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Wirtschaftsmagazin der IHK zu Schwerin fĂźr den westmecklenburgischen Raum

Industrie- und Handelskammer zu Schwerin

A 11570 Ausgabe 05|2013

Wirtschaftskompass

Hannover Messe 2013

Positive Bilanz der Unternehmen IHK zu Schwerin: Bettensteuer ist abzulehnen

Autobahn A14: Keine BauverzĂśgerung zulassen

Bundestagswahl: Wirtschaft diskutiert mit Kandidaten


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standpunkt  ■

Sich messen lassen ...

D Siegbert Eisenach Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin

„Die

Hannover

ie weltgrößte Industrieschau liegt hinter uns. Bereits im Vorfeld zeigten sich die Veranstalter optimistisch. Und das aus gutem Grund: Mit 6.550 Ausstellern hatte die Hannover Messe 2013 wiederum eine Größenordnung erreicht, die selbstverständlich internationale Beachtung findet. Nirgendwo sonst findet man so eine Dichte an Innovationen auf diesem Gebiet.

Messe

ist

vorrangig

eine

Leistungsschau, ein Angebot und die Möglichkeit, sich mit seinen Produkten zu präsentieren, zu positionieren, sich dem Markt zu stellen und seine Kunden zu pflegen.“ Auch die Aussteller aus unserem Bundesland waren so zahlreich wie seit 12 Jahren nicht mehr in der Niedersächsischen Landeshauptstadt vertreten. Insgesamt präsentierten sich 54 Unternehmen auf drei Gemeinschaftsständen und als Einzelaussteller. Insbesondere der Gemeinschaftsstand des Landes MV, auf dem 11 Unternehmen vertreten waren, erreichte eine hohe Aufmerksamkeit. Seit 23 Jahren organisiert die IHK zu Schwerin diesen

Messestand und betreut die Unternehmen vor Ort. Ein Angebot, welches hoch geschätzt wird und vor allem den personellen und finanziellen Aufwand für die Aussteller minimiert. Dazu trägt auch die Förderung aus Richtung Staatskanzlei bei. Hinlänglich herrscht die Meinung, Messen seien generell zu teuer und brächten nur wenig an konkreten Ergebnissen. Die „erfahrenen Hasen“ jedoch wissen es besser! Demnach werden schätzungsweise bis zu 20 Prozent der Jahresumsätze durch Gespräche, Akquiesen und messeinitialisierten Angebote generiert. Natürlich lassen sich diese Angaben nicht genau spezifizieren. Jedoch gilt der alte Spruch: „Wer nicht wirbt, der stirbt!“. Die Hannover Messe ist vorrangig eine Leistungsschau, ein Angebot und die Möglichkeit, sich mit seinen Produkten zu präsentieren, zu positionieren, sich dem Markt zu stellen und seine Kunden zu pflegen. Und darum rufen wir alle Unternehmen im Land dazu auf, sich im kommenden Jahr an dieser Messe als Aussteller zu beteiligen. Denn die Vorbereitungen zur nächsten Hannover Messe sind bereits angelaufen. Denken Sie daran: Eine höhere Dichte an potentiell Interessierten für Produkte aus unserem Land finden Sie nirgendwo! Die IHK zu Schwerin unterstützt Sie gerne. In Hannover kann man sich messen lassen!

Wirtschaftskompass 05|2013  ■  1


■  Inhalt

Seite

24 Für Fortbildungsprüfungen sind bestimmte Zulassungskriterien nötig.

Titelthema 05|2013: Hannover Messe 2013 Positive Bilanz der Unternehmen

Seite

Seite

14

10 Die zentrale Aussage des Landesmarketings „MV tut gut” wir überarbeitet.

Das Schweriner Jugendfestival 2013 bietet der Wirtschaft eine ideale Kommunikationsplattform um Unternehmensprofile vorzustellen und zu werben.

■ Titelthema Service:

Hannover Messe 2013 mit positiver Bilanz

Hauptgeschäftsführung  0385 5103-120

■ Standortpolitik

Standortpolitik / International  0385 5103-200 Existenzgründung & ­Unternehmensförderung / ­ Innovation & Umwelt  0385 5103-300 Aus- & Weiterbildung  0385 5103-400 Recht, Steuern / Zentrale Dienste  0385 5103-500 Medien & Kommunikation  0385 5103-140 IHK zu Schwerin Ludwig-Bölkow-Haus Graf-Schack-Allee 12 19053 Schwerin info@schwerin.ihk.de www.ihkzuschwerin.de

2  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

Wer nicht wirbt: Marketing für MV Arbeiten im „Land zum Leben“ Schwerin wird erneut Place2Be Bauverzögerungen zur A 14 nicht zulassen! IHK lehnt Bettensteuer ab Innerstädtischer Leerstand: „Was tun?“ Gewerbeflächen auf einen Klick

8

10 12 14 15 16 16 20

■ Aus- & Weiterbildung IHK-Analyse: Aktuelle Ausbildungssituation22 Die IHK-Aufstiegsfortbildung ermöglicht Perspektiven23 Zulassung zu einer IHK-Fortbildungsprüfung24 25 Berufsbildung ohne Grenzen Auf geht`s nach Europa 25

Das IHK-Magazin „Wirtschaftskompass“ ist auch unter www.ihkzuschwerin.de als PDF online abrufbar. Bitte benachrichtigen Sie uns unter Angabe Ihrer Ident-Nr., wenn Sie zukünftig keine Printausgabe des IHK-Magazins mehr erhalten möchten, per E-Mail: datenservice@schwerin.ihk.de

■ E xistenzgründung & Unternehmensförderung IHK-Umfrage zu Auslandsinvestitionen 26 Neues SEPA-Verfahren 26 Deutschland gerät in Verzug 28 Unternehmen investieren mehr in Energieeffizienz28

■ International Schneller durch den Zoll IHK-Exportpreis 2013 2. Wirtschaftstag Kasachstan Informationsveranstaltung zu Jordanien

30 30 32 32

■ Recht & Steuern Vereins- und Stiftungsrecht – BGB 33 Keine Obergrenze bei Arbeitnehmerhaftung 34 Für die Zukunft alles Gute 35 Insolvenzverfahren36 IHK-Veranstaltungskalender37 Kulturtipps40


Wirtschaftsregion Westmecklenburg  ■

Die awekProtech GmbH, Hersteller von Kabelkonfektionen, Kabelbäumen, elektronischen Bauteilen sowie Dreh-, Fräs- und Schweißprodukten, fördert in diesem Jahr ein innovatives Projekt des Kindergartens des Jugendhilfezentrums „Käthe Kollwitz“ e.V. Rehna, Landkreis Nordwestmecklenburg. Erstmalig im Jahr 2013 legen zwei Vorschulgruppen Ende April eine Prüfung für einen „Fußgängerführerschein“ ab. Das ganz große Ziel dieses Projektes ist es, den Kinder zu helfen, sich zum Schulbeginn im Straßenverkehr sicherer zu fühlen. Die 38 Kinder der Bären- und der Hasengruppe lernen unter dem Motto „Gib 8 im Straßenverkehr“ regelmäßig und wiederkehrend Elemente aus der Verkehrserziehung. „Wir basteln zum Beispiel, singen Lieder oder lernen Verkehrsschilder. Auch die Polizei hat unsere Arbeit mit einer Schulung unterstützt. Wir üben immer wieder, dass wir erst nach links, dann nach rechts und wieder nach links schauen müssen, bevor wir die Straße überqueren“, beschreibt Erzieherin Katrin Schneider. „Nachdem wir im vergangenen Jahr die Arbeit der Schweriner KlinikClowns gesponsert haben, wollten wir diesmal direkt in Rehna tätig werden“, sagt Dirk Dönges, Geschäftsführer der awekProtech GmbH. „Als mittelständisches, regionales Unternehmen wollen wir uns gern in der näheren Umgebung engagieren. Darum haben wir auf der Suche nach einem förderungsfähigen Projekt beim Kindergarten nachgefragt und waren von der Idee des Fußgängerführerscheins begeistert“, so Dönges

Bild: awekProtech

awekProtech unterstützt Kindergarten-Projekt

Beim letzten Training in Sachen Verkehrserziehung wurde in der Hasengruppe ein Zebrastreifen gebastelt. Nachdem die Streifen von links nach rechts aufgemalt wurden, wurden sie ausgeschnitten und auf ein Papier, das die Straße symbolisierte, geklebt. Danach legten die Kinder ihre 15 Zebrastreifen auf den mit Straßen vorbereiteten Fußboden. Zum Abschluss sangen sie das Zebrastreifenlied und spielten anschließend nach Herzenslust auf ihren Straßen. weiter, „es gibt einige Materialien, die noch angeschafft werden müssen, damit die Verkehrserziehung weitergehen kann und noch besser wird. Hier werden wir unterstützen.“ n

INNOVATIONSPREIS-IT 2013: DUNNET aus Wismar erstplatziert crm & erp System mit dem Tagesabläufe optimiert werden und Erträge steuerbar sind. Provisionssystem, Abrechnung, Zugangsverwaltung für Onlineportale, automatisierte Preisliste, integrierter Marketingserver für SMS-, Mail- und Briefversand oder ein unabhängiges Bestellsystem sind nur ein Auszug vieler weiterer Funktionen. Es stehen vier Varianten zur Auswahl, wodurch sich onePAS perfekt auf das Unternehmen anpassen lässt. onePAS ist webbasiert, es werden keine lokalen Installationen mehr benötigt, Datensicherungen oder Updates entfallen und der Nutzer hat überall Zugriff.

Das noch junge Unternehmen DUNNET aus der Hansestadt Wismar hat bereits im 2. Jahr seines Bestehens beim 10. INNOVATIONSPREIS-IT der Initiative Mittelstand den ersten Platz mit seiner Lösung onePAS gewonnen. Die namhafte Experten-Jury durfte die besten und kreativsten IT-Lösungen aus über 4.900 Bewerbern auswählen, Ende Februar 2013 stand der Sieger fest. onePAS ist ein

DUNNET hat onePAS selbst entwickelt und sichert damit auch die Flexibilität, die ein Kunde wünscht. Alle Module sind individuell anpassbar und erweiterbar. Bereits im Gründungsjahr wurde onePAS prämiert von der Initiative Mittelstand als best of 2012 im Bereich CRM. Umso größer war die Freude beim Geschäftsführer Robert Hoffmann über den Sieg in diesem Jahr. Robert Hoffmann zum Sieg: „Ich möchte ­ mich besonders bei meinen Kunden bedanken, denn viele Erweiterungen und Module,

die wir aufgrund von Kundenwünschen realisiert haben, machen unser System zu einem unschlagbaren Vertriebstool.“ Auch die Jury war begeistert und kommentierte den Sieg wie folgt: „Mit Ihrer Bewerbung haben Sie unsere Fachjury aus 100 Professoren, Wissenschaftlern, Branchenvertretern, IT-Experten und Fachjournalisten restlos überzeugt. Denn ihre IT-Lösung wird allen gestellten Anforderungen gerecht: Sie ist innovativ, praxisrelevant und speziell für mittelständische Unternehmen geeignet.“ Das neuste Projekt von DUNNET ist die Videoüberwachung der Kundenstandorte mit dem Partner AXIS zu integrieren. n Information: DUNNET UG (haftungsbeschränkt) Alter Holzhafen 17c 23966 Wismar  03841 4683030 presse@dunnet.de

Wirtschaftskompass 05|2013  ■  3


■  Wirtschaftsregion Westmecklenburg

Bild: Diakonie

Ramper Werkstätten fördern Individualität der Beschäftigten

Die Kreativwerkstatt „schön irre schön” ist Teil der Ramper Werkstätten und ermöglicht derzeit 14 Menschen mit Behinderungen, je nach ihren individuellen Fähigkeiten Erzeugnisse eigenhändig herzustellen. In der Gestaltung und Bearbeitung unter anderem von Holz, Ton

und Papier entsteht eine reichhaltige Palette von Eigenprodukten und Erzeugnissen nach Kundenwunsch. Seit April 2010 existiert die Kreativwerkstatt nun schon. Gruppenleiterin Angelika Kliesch ist Frau der ersten Stunde. „Mit der Gestaltung und Bearbeitung unter anderem von Holz, Ton, Wolle, Papier, Bienenwachs bieten wir eine reiche Pallette von Eigenprodukten, auch nach Kundenwunsch”, so die 57-Jährige. „Zudem färben, spinnen, stricken, filzen und weben wir mit eigens produzierter Schafwolle und anderen Naturgarnen. Dabei entstehen unter anderem Teppiche, Handtücher, Stoffe, Fensterbilder, Schmuck und modisches Beiwerk sowie unsere beliebten Strick- und Handpuppen.” Aus besonderen Hölzern entstehen gesägte, gefeilte, geschliffene, geölte Unikate, unter anderem Handschmeichler, Stabfiguren, Fische, Vögel, Magnetfiguren, Garderobenleisten und Fußbänke. In der Kerzenzieherei werden Tafel-

und Stumpenkerzen für jeden Anlass hergestellt. Gemeinsam mit Künstlern aus der Region entwickeln die Mitarbeiter und Beschäftigten eine Reihe von Projektarbeiten, Einschöpfarbeiten, Stempeln, Pappmache sowie Kartonagen. Je nach Auftragslage, Kundenwunsch und natürlich auch Jahreszeit werden Schwerpunkte gesetzt. Während ihrer Arbeitszeit in der Kreativwerkstatt können die Beschäftigten auch bis zu zwei Stunden in der Woche an arbeitsbegleitenden Maßnahmen teilnehmen. Dazu zählen unter anderem auch Ergo- sowie Physiotherapiestunden. „Diese Maßnahmen bilden einen guten Kontrast zum Arbeitsalltag und bringen Abwechslung”, sagt Kliesch. n Information: Ramper Werkstätten, Berno Thim  03866 67-121 wfbm@neues-ufer.de

Die Arbeiterwohlfahrt bittet die Unternehmen in Schwerin um eine Spende für die Pflegetasche, die frischgebackenen Eltern in Schwerin überreicht wird. Seit Beginn diesen Jahres erhalten Eltern von Neugeborenen in der Landeshauptstadt Schwerin im Rahmen des Projektes „Baby Willkommen“ eine Beratung zu Angeboten der Stadt und eine Pflegetasche für ihr Kind. Um diese Pflegetasche mit attraktiven Inhalten zu füllen, bittet die AWO um die Mithilfe ortsansässiger Unternehmen. Dies ist auch ein Beitrag zur Standortwerbung für eine familienfreundliche Stadt. n

Information: AWO-Soziale Dienste gGmbH-Westmecklenburg Cornelia Hartwig  0385 44000269 info@awo-schwerin.de www.awo-schwerin.de

Bild: maxpress

AWO Schwerin bittet um Unterstützung

Bolero lässt die Nachos tanzen

Bild: Rudolph-Kramer

Das Schweriner Restaurant Bolero hat sich mit vielen Überraschungen auf die neue Saison vorbereitet. „Wir wollen unter anderem den City Beach Club, der Mitte Mai eröffnet wird, optisch neu gestalten“, verrät Donald Wieck, geschäftsführender Gesellschafter des beliebten Restaurants am Südufer des Schweriner Pfaffenteichs. Geplant ist auch ­ eine Zigarren Lounge zur Mecklenburgstraße

und auf dem Innenhof. Hier sollen Raucher bevorzugt einen Sitzplatz erhalten. Auf dem Zettel stehen ebenso Zigarren, Rum und Whiskey Tastings in Zusammenarbeit mit Steffen Brinkmann vom Schweriner Tobaccohouse Brinkmann. Neben den BBQs im City Beach Club soll es ebenso wöchentliche Food & Drink Specials geben, die im Internet veröffentlicht werden. Die Ideen sammelt der gelernte Koch und Hotelbetriebswirt unter anderem während seiner Urlaubsreisen. „Nirgendwo auf der Welt ist die Kunst, verführerische Köstlichkeiten aus Mais und Weizen zu servieren, ausgeprägter als in Mexiko – dem Heimatland der Nachos, Enchiladas und Sizzling Fajitas“, erläutert Restaurantleiterin Xandra Scholz, die ebenfalls über Bereit für die Saison: Restaurantleiterin Xandra Scholz und Geschäftsführer Donald Wieck erwarten im Bolero Schwerin ihre Gäste wieder mit vielen neuen kulinarischen Köstlichkeiten.

4  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Gastronomie verfügt. Im Bolero begeben sich die Gäs­ te auf eine kulinarische Reise durch ­Mexiko. Die Küche ist spannend, phantasievoll, mal bodenständig, mal weltoffen und verwöhnt mit mexikanischen und mediterranen Spezia­ litäten. Außerdem gibt es köstliche Snacks, saftige Steaks, leckere Burger und knackige Salatvariationen. Auf der aktuellen Speisekarte stehen zum Beispiel die Sizzling Fajita mit frischen gegrillten Hähnchenbrustfilet- und Rindersteakstreifen, gegrillten Scampi, Karotte, Spitzkohl, Zucchini, Champignons, Paprika und Lauchzwiebeln sowie die Italian Nachos gebackene Frischkäse-Ravioli mit gehobeltem Parmesan und Salsa Picante. Außerdem sind im Bolero mittlerweile elf Sorten Champagner im Angebot. „Damit sind wir das Haus mit der größten Auswahl in Schwerin“, freut sich ­ onald Wieck.  n D 

Stephan Rudolph-Kramer


Wirtschaftsregion Westmecklenburg  ■

Bild: IHK

Besuch der „Kaufmannschaft zu Lübeck“

V.l.: Michael Weiß (Präses der Kaufmannschaft zu Lübeck), Nicolaus ­Lange (Geschäftsführer der Kaufmannschaft zu Lübeck), Siegbert Eisenach (Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin) und Hans Thon (Präsident der IHK zu Schwerin). Der frisch gewählte Präses der Kaufmannschaft zu Lübeck, Michael Weiß, stattete der IHK zu Schwerin in Begleitung des Geschäftsführers Nicolaus Lange am 11. April 2013 seinen Antrittsbesuch ab. Dabei wurde die traditionell gute Zusammenarbeit des Wirtschaftsraums Westmecklenburg mit der Region Lübeck besonders hervorgehoben. Speziell der

Martensmann verbinde Lübeck mit Schwerin auch historisch und stelle bis in die Gegenwart eine persönliche Verbindung der BürgerInnen und Unternehmen dar. Besonders wurden die gemeinsamen Interessen beim Ausbau der A 14, der festen Fehmarnbeltquerung sowie der Tourismuswirtschaft an der Ostsee hervorgehoben. Auch im Bereich der Medizintechnik und der Ernährungsindustrie gäbe es vielfältige Kontakte. Häufig unterhalten Unternehmen Niederlassungen auf beiden Seiten der Landesgrenzen. Eine enge Verpflechtung besteht auch auf dem Arbeitsmarkt. Die Wirtschaftsräume sind darüber hinaus durch eine hohes Pendleraufkommen miteinander verknüpft. Die Kaufmannschaft zu Lübeck ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die seit 1938 in dieser Rechtsform besteht. Die Ursprünge gehen auf Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Im Jahre 1853 gründeten die „commercierenden Kollegien“ die gemeinsame „Kaufmannschaft zu Lübeck“. n

Bruttoinlandsprodukt in MV steigt nen Jahr um +4,3 Prozent gegenüber 2011 angestiegen sind. Mecklenburg-Vorpommern braucht mehr Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt, vor allem im Verarbeitenden Gewerbe. Hier wird das Wirtschaftsministerium auch künftig die zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen. Eine geringere Wertschöpfung hatte das Baugewerbe in MV zu verzeichnen (-3,8 Prozent), das damit auch im ostdeutschen Trend (-4,1 Prozent) lag. Das Auslaufen der Konjunkturprogramme des Bundes n und des Landes machen sich hier bemerkbar.

Bild: pixelio

Das Bruttoinlandsprodukt ist im Gesamtjahr 2012 in MecklenburgVorpommern nach Angaben des Statistischen Amtes um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2011 gestiegen. Erfreulich ist, dass es in nahezu allen wirtschaftlichen Teil-Bereichen deutliche Wertschöpfungszuwächse gegeben hat. Wachstumstreiber war im vergangenen Jahr der Dienstleistungsbereich (+2,2 Prozent). Auch die gute Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (+0,7 Prozent) Mecklenburg-Vorpommerns ist nennenswert. Zuwächse gab es beispielsweise im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation. Im bundesweiten Vergleich hat Mecklenburg-Vorpommern bei der Wirtschaftsleistung beachtlich zugelegt. Die Erwartungen wurden übertroffen. Mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent liegen das Land deutlich über dem deutschen Durchschnitt von +0,7 Prozent und auch über dem ostdeutschen von +0,3 Prozent und dem westdeutschen von +0,7 Prozent. „Mecklenburg-Vorpommern befindet sich im Vergleich zu den anderen Bundesländern aber noch in einem Aufholprozess. Das gute Ergebnis zeigt, der Strukturwandel bei uns im Land kommt voran, die wirtschaftliche Basis verbreitert sich“, so Wirtschaftsminister Glawe. Der Zuwachs an Wertschöpfung lohnt sich auch für die Arbeitnehmer, deren durchschnittliche Bruttolöhne und Bruttogehälter im vergange-

Bild: Baltic College

Neuer Leiter des Baltic College FHM Schwerin

Prof. Dr. habil. Torsten Fischer, Baltic College FHM Schwerin

Im Februar 2013 hat die staatlich anerkannte, private Fachhochschule des Mittelstands (FHM) mit Sitz in Bielefeld das Baltic College Schwerin übernommen. Den Campus in Schwerin leitet seit dem 1. April 2013 Prof. Dr. habil. Torsten Fischer (49), der gleichzeitig zum Prorektor der FHM berufen wurde. Er wird in enger Abstimmung mit dem Rektorat der Hochschule die weitere Profilierung in den Bereichen der touristischen und betriebswirtschaftlichen Studienangebote sowie den Ausbau von Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen der Region Schwerin forcieren. Prof. Dr. Fischer bekleidet seit 2006 die Professur für Bildungsmanagement und Erwachsenenbildung am Bal-

tic College Schwerin. Er war vor der Übernahme durch die FHM als Vizepräsident der Hochschule für die Bereiche Studium, Lehre und Forschung verantwortlich. Neben der Entwicklung der Bachelor- und Masterstudiengänge profilierte Fischer in den letzten Jahren insbesondere die Internationalisierung der Studienangebote. Seit 2004 war der habilitierte Bildungsforscher als Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Lüneburg tätig und beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit interdisziplinären Forschungsfeldern im Gesundheitstourismus, der Freizeitwirtschaft, in Bildungsunternehmen sowie mit internationaler Mittelstandsforschung.  n Wirtschaftskompass 05|2013  ■  5


■  Wirtschaftsregion Westmecklenburg

Bilder: IHK

IHK-Veranstaltung bei der Dauerholz AG

V.l.: Peter Weller, Werkleiter, Olaf Weber, Vorstand Dauerholz AG, Dietmar Eifler, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Schweriner Landtag, Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin.

Die IHK-Veranstaltungsreihe „Unternehmer fragen - Politiker antworten“ besuchte am 11. April 2013 die Dauerholz AG in Dabel. Dietmar Eifler, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Schweriner Landtag, stellte sich in Dabel den Fragen der Unternehmer. Seit drei Jahren baut die ­Dauerholz AG in Dabel (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ihr Unternehmen schrittweise auf bzw. aus. Vorstand Olaf Weber und Werkleiter Peter ­Weller berichteten von der erfreulich guten Entwicklung des Unternehmens und den geplanten weiteren Investitionen am Standort Dabel, der als Vorzeigebeispiel für ein gelungenes Konversionsprojekt gilt. Die Unternehmer betonten die Notwendigkeit einer guten Breitbandversorgung, die im ländlichen Raum noch nicht im erforderlichen Maß sichergestellt ist. Weiterer Handlungsbedarf bestehe bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs. Im Rahmen eines Betriebsrundgangs konnten sich die Teilnehmer ein Bild vom Unternehmen machen, das technologisch nicht nur auf der Höhe der Zeit ausgestattet ist, sondern mit seinen patentierten Verfahren hochwertige Produkte herstellt, die am Markt überzeugen. n

Entwicklung in Nordwestmecklenburg Am 9. April war die IHK zu Schwerin zu Gast im Ausschuss für Wirtschaft, Kreisentwicklung und Tourismus des Kreistages Nordwestmecklenburg. IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach stellte die Aufgaben und die Arbeit der IHK zu Schwerin vor. Heiner Wilms, Ausschussvorsitzender, dankte der IHK für ihre Initiative, die Zusammenarbeit der Landkreise insbesondere in den Bereichen Wirtschaftsförderung und des Standortmarketing wieder stärker zu forcieren. Weitere Themen waren Branchencluster im Nordwesten Mecklenburgs sowie die Vernetzung der Wirtschaft mit der Hochschule Wismar. Am 14. Mai 2013 treffen sich die Wirtschaftsausschüsse der

Kreistage Nordwestmecklenburg, LudwigslustParchim und der Schweriner Stadtvertretung in der IHK, um gemeinsame Themen zu beraten.

Ein wichtiges Thema wird das Potenzial der Metropolregion Hamburg für die wirtschaftliche Entwicklung Westmecklenburgs sein. n

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer IHK? Ab Mitte Mai ist es wieder soweit: Ihre Meinung ist gefragt. Unter Federführung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) führen die Industrie- und Handelskammern (IHKs) eine repräsentative Umfrage bei Inhabern und Geschäftsführern durch. Damit wollen die IHKs herausfinden, wie ihre Leistungen bei ihren Mitgliedern ankommen. Sind Ihnen die IHK-Aufgaben bekannt? Nutzt die Wirtschaft die IHK-Dienstleistungen? Wie zufrieden sind die Unternehmer mit der Arbeit ihrer IHK? Die anschließende Analyse der Bewertungen fließt ein in einen ständigen Verbesserungs- und Optimierungsprozess. Ziel ist es,

6  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

die Mitgliederbindung zwischen IHK und Unternehmen zu verfestigen und zu erhöhen. Die IHKs haben TNS Emnid beauftragt, von 3,6 Millionen Mitgliedsunternehmen per Telefoninterview bundesweit 1.400 Unternehmen zu befragen. Firmen aus allen Regionen, Branchen und Betriebsgrößengruppen sind dabei repräsentativ vertreten. Unsere Bitte an alle Unternehmer, Inhaber und Geschäftsführer: Sollten Sie zu den "Ausgewählten“ gehören, die um ein Interview gebeten werden, nehmen Sie bitte ihr demokratisches Recht wahr. Geben Sie Ihre Beurteilung ab. Ihre Meinung ist uns wichtig. n


Wirtschaftsregion Westmecklenburg  ■

D

er Besuch zeigte, dass die Wirtschaftsstrukturen des Landkreises LudwigslustParchim von erheblichen Disparitäten gekennzeichnet sind. Während der westliche Teil dieses Landkreises einen beispiellosen Investitionsschub vermelden kann, bestehen im östlichen Teil des Altkreises Parchim erhebliche strukturelle und demographische Probleme.

Parchim, alte und neue Kreisstadt In der Kreisstadt Parchim besuchten Präsident Thon und Hauptgeschäftsführer Eisenach die Unternehmensgruppe Hydraulik Nord GmbH mit Geschäftsführer Dr. Matthias ­Jahncke sowie Geschäftsführer Torsten Stephan, ­Hydraulik Nord Fluid Technik GmbH & Co. KG und tauschten sich zu Themen der Fachkräfte­ sicherung, der Möglichkeiten von Forschung und Entwicklung sowie der Gewinnung neuer Absatzmärkte aus. Insbesondere sagten die IHK-Vertreter der Hydraulik Nord einen Besuch auf der anstehenden Hannover-Messe in Begleitung des Ministerpräsidenten Erwin Sellering zu. Weitere Gespräche wurden in Parchim mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke Parchim GmbH, Dirk Kempke, der Geschäftsführerin der WOBAU Wohnungsbau GmbH, Gerda Behrend sowie mit der Niederlassungsleiterin der Ticket Online Sales & Service Center GmbH, Sabine Wandrey geführt. Begonnen wurde der Parchim-Tag bei ­Roland Richert, Geschäftsführer der Universalbau ­Parchim mbH & Co. KG, der auch Mitglied der Vollversammlung der Schweriner IHK ist und ein Abschlussgespräch fand bei der Firma ­Krüger & Voigt Internationale Spedition GmbH mit den Herren Geschäftsführern Hergen ­Krüger und Jens Stapelmann statt. Schwerpunkt des Abschlussgespräches war unter anderem der Einsatz sogenannter Lang-LKWs in Mecklenburg-

Wilfried Horn, Geschäftsführer der Mecklenburgischen Brauerei Lübz GmbH

Vorpommern und Brandenburg, wo es bei der Feldstudie insbesondere im brandenburgischen Bereich erhebliche Restriktionen gibt.

Lübz, die Bierstadt Wer Lübz besucht, kommt an der Lübzer Brauerei nicht vorbei! Mit Wilfried Horn,  Geschäftsführer der Mecklenburgischen Brauerei Lübz GmbH, wurden die zukünftigen Exportchancen der Lübzer Brauerei erörtert. Auch die Verbreiterung der Produktpalette wurde diskutiert, wobei Horn insbesondere auf die Marketingoffensive für das Lübzer Schwarzbier hingewiesen hat. Sowohl in der Lübzer Brauerei als auch im anschließenden Gespräch mit Karl-Hein Dobbertin, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübz GmbH wurden Möglichkeiten der Energiegewinnung aus regenerativen Rohstoffen erörtert.

Plau am See, ein Touristenmagnet Für die Stadt Plau am See ist die weitere Erschließung des Radwandertourismuses von besonderer Bedeutung, so Norbert Reier, Bürgermeister der Stadt Plau am See. Dieser Einschätzung konnten sich Paul Schulz, Amtsvorsteher Plau am See und Klaus Bendel, Bürgervorsteher Plau am See, anschließen. Besonders ein um den Plauer See verlaufender Radwanderweg ist dringend erforderlich. ­Michael Wufka, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Plau am See unterstrich, dass eine Ausweitung der Bettenkapazitäten die Ertragslage der ansässigen Hoteliers verschlechtern würde. Auch eine Umwidmung von Mietwohnungen in touristische Ferienwohnungen werde nur in einem beschränkten Maße befürwortet. Präsident Thon und Hauptgeschäftsführer Eisenach überbrachten zudem Ernst Gotzian, Inhaber des Parkhotels Klüschenberg, die besten Glückwünsche zu seinem 65. Geburtstag, der am Besuchstag ebenfalls gefeiert wurde. Ernst Gotzian ist Mitglied der Vollversammlung der IHK zu Schwerin. Der Besuchstag fand seinen Abschluss mit Gesprächen mit Friedhelm Gehlen von der Ganzliner Beschichtungspulver GmbH sowie Timo Weisbrich vom Ferienpark Heidenholz. Die Besuchsreihe „IHK vor Ort“ wird in Wismar sowie Dömitz fortgesetzt. n

Dr. Matthias Jahncke, Geschäftsführer der Hydraulik Nord GmbH (links) im Gespräch mit dem IHK-Präsidenten Hans Thon (2.v.l.) und Torsten Stephan, Geschäftsführer der Hydraulik Nord Fluid Technik GmbH & Co. ­ KG erläutert dem Hauptgeschäftsführer der Schweriner IHK, Siegbert Eisenach (3.v.l.) Verfahrenstechniken in der Produktion.

Bild: Simone Herbst

Im Rahmen der Besuchsreihe „IHK vor Ort“ führten IHK-Präsident Hans Thon und Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach Gespräche mit Unternehmern, Bürgermeistern und Amtsvorstehern in Parchim, Lübz, Plau am See und Ganzlin.

Bilder: IHK

„IHK vor Ort“ Gespräche in Unternehmen

Die beiden Vertreter der IHK konnten in der Ganzlin Beschichtungspulver GmbH „selbst anpacken".

Bis das wohlschmeckende Lübzer endlich in den handelsüblichen Bierkästen bei den Kunden landet bedarf es viel Sachverstand.

Die Ticket Online Sales & Service Center GmbH in Parchim ist ein leistungsfähiges Call Center, das sich vor allem mit der Vermittlung von kulturellen Veranstaltungen befasst, erläutert die Niederlassungsleiterin Sabine Wandrey (m.). Wirtschaftskompass 05|2013  ■  7


■  TITELTHEMA

Hannover Messe 2013 mit positiver Bilanz Die Aussteller und Organisatoren der weltgrößten Technologieschau blicken auf eine erfolgreiche Messewoche mit rund 225.000 Besuchern zurück. Auch die 54 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern ziehen eine positive Bilanz.

I

nsgesamt  haben  sich  in  diesem  Jahr 6.550 Aussteller aus 62 Ländern auf der ­Hannover Messe präsentiert, die 2013 unter dem Leitthema Integrated Industry stand und Russland als Partnerland hatte. Somit kann die diesjährige Hannover Messe als die Stärkste seit zehn Jahren benannt werden. Die Nummer eins bleibt der Standort ­Hannover für innovative Industrieausstellungen.

Starke Landesbeteiligung Auch die Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern zogen ein durchweg positives Fazit. Insgesamt zählte die Messe 54 Aussteller aus unserem Bundesland, die sowohl als Einzelaussteller als auch auf einem der insgesamt drei Gemeinschaftsstände vertreten waren. Erstmals seit 12 Jahren konnte eine so hohe Beteiligung registriert werden. Der Landesgemeinschaftsstand MV, der zum 23. Mal von der IHK zu Schwerin organisiert wurde, hatte seinen Standort auf der Fachmesse Industrial Supply, einer von 13 Fachmessen. Anlässlich der Eröffnung der Hannover Messe am 8. April 2013 haben der Minis­ terpräsident Mecklenburg-Vorpommerns, Erwin Sellering, sowie der Hauptgeschäfts­

führer der Schweriner IHK, Siegbert Eisenach, die Aussteller aus MV besucht ­ und erste Einschätzungen seitens der Unternehmer aufnehmen können. So konnten Aussteller schon am ersten Messetag interessierte Besucher und erfolgversprechende Gespräche verzeichnen. Ein guter Auftakt für die Messewoche! Auf ihrem gemeinsamen Messe­ rundgang haben sich ­E rwin ­Sellering und Siegbert ­Eisenach von der Leistungs- und Innovationsstärke der mecklenburg-vorpommerschen Unternehmen überzeugen können. Sowohl der Ministerpräsident als auch der IHK-Hauptgeschäftsführer würdigten auf dem Gemeinschaftsstand des Landes die herausragenden Leistungen der heimischen Wirtschaft. „Mit dem Selbstbewusstsein, sich dem Weltmarkt zu präsentieren, sind unsere Unternehmen gleichzeitig ein Garant für die sich stetig weiterentwickelnde Wirtschaftsleistung in

„Ohne die IHK zu Schwerin wäre eine Messeteilnahme für uns nicht zustande gekommen. Der Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe ist für uns ein guter Einstieg und für andere Unternehmen zu empfehlen.“ Stefan Ehbrecht, Geschäftsführer SME Stahl- und Metallbau Ehbrecht GmbH & Co. KG, Dömitz

„Für uns ist der Gemeinschaftsstand des Landes auf der Hannover Messe vor allem deshalb wichtig, weil wir mit unserem Leistungsportfolio Präsenz zeigen und Kontakte pflegen wollen.“ Mark Wartenberg, Group Manager Sales, Baltic Metalltechnik GmbH, Grevesmühlen

8  ■  Wirtschaftskompass 05|2013


TITELTHEMA  ■

Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus auch für das positive Image unseres Landes als attraktiver Wirtschaftsstandort im Nordosten Deutschlands“, so Siegbert ­Eisenach.

Lob für IHK-Service Die Aussteller des Landesgemeinschafts­ standes lobten die gute Organisation des Standes durch die Industrie- und H adelskammer zu Schwerin. ­ Einige der Aussteller sind bereits seit vielen Jahren auf dem Stand vertreten und schätzen die ­Vorzüge des Gemeinschaftsstandes. Die ­ gute Stimmung zwischen den Ausstellern spricht für sich. Die Beweggründe der Unternehmer, sich auf der Messe zu präsentieren sind vielfältig. Wobei die Kundenpflege sowie die Produktpräsentation auf dieser internationalen Bühne im Vordergrund stehen. Die Kundenakquise ist natürlich ein willkommener Effekt, ist jedoch bei vielen Ausstellern nicht primäres Entscheidungs-

kriterium für einen Messeauftritt. „Die Marketingwirkung eines solchen Messeauftritts ist ein immens wichtiges Instrument zur Unternehmens- und Produktvermarktung“ weiß Eisenach. „Wo sonst bietet sich für Unternehmen die Möglichkeit, sich in einer Woche der Welt zu präsentieren und sich gleichzeitig über aktuellste Technologieentwicklungen der Branche zu informieren. Unternehmen sind gut beraten, dieses Marketinginstrument zu nutzen. Der Landesgemeinschaftsstand Mecklenburg-Vorpommerns ist dafür ein sehr gutes Sprungbrett auf die Weltbühne“ schließt Eisenach. Jetzt gilt es, bereits für die Hannover Messe 2014 Vorbereitungen zu treffen. Interessierte Unternehmen, die sich auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Mecklenburg-Vorpommern als Aussteller präsentieren möchten, wenden sich bitte an die Schweriner IHK. n Information: IHK zu Schwerin Ulf Dreßler  0385 5103-208 dressler@schwerin.ihk.de

„Wir stellen uns auf der weltgrößten Industriemesse in Hannover einem innovativen Kundenkreis als global ausgerichtetes Unternehmen.“ Steffen Ruhnau, Geschäftsführer HAFF Dichtungen GmbH, Ueckermünde

Bernd Haufe, Leiter Vertrieb/Qualität, Maschinen- und Antriebstechnik Maschinenbau GmbH & Co. KG, Güstrow

Bilder: Cordes

Bilder: IHK

„Seit über zehn Jahren sind wir auf der Hannover Messe vertreten. Die Akquise von Kunden ist vorrangiges Ziel. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Kontakte auf der Messe bis zu realen Aufträgen führen können.“

Wirtschaftskompass 05|2013  ■  9


■  standortpolitik

Wer nicht wirbt: Marketing für MV MV tut gut – Über diesen Slogan als zentrale Botschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurde vor Jahren trefflich gestritten. Welche Assoziationen soll ein Dritter damit verbinden? Was soll die Marke als Kernbotschaft vermitteln? Bereits im Rahmen der ersten Auswahl einer Werbeagentur durch das Land Mecklenburg-Vorpommern saß die IHK zu Schwerin mit am Tisch und vertrat die Interessen der Unternehmerschaft der Wirtschaftsregion Westmecklenburg nachhaltig.

N

unmehr wurde eine neue Agentur beauftragt durch das Land MV. Federführend wurde die Ausschreibung organisiert und durchgeführt durch Landesmarketing MV. Bei der Vorstellung und Bewertung der Bewerbungen brachte sich die IHK zu Schwerin im Interesse der Unternehmen ein. Vorausgegangen waren zahlreiche Beiratssitzungen und ein gemeinsam erarbeitetes Dachmarken-, Submarken und Kernbotschaftsprozess. Bereits im Herbst 2010 hatte die IHK zu Schwerin im Beirat ausführlich die Notwendigkeit dargelegt, den Focus der Landeswerbung auszuweiten. Zentrale Kernbotschaften zum Markensegment Wirtschaft sollten den Blick lenken nicht nur auf eine Tourismusdestination. Die Wort-Bildmarke „MV tut gut“ hat Stärken und Potenziale, sie steht für Norddeutsch, Maritim und Freiräume und natürlich Tourismus. Die IHK hatte sich deutlich gegen einen Wechsel der Marke ausgesprochen. Mit dem Zweiten sieht man besser brauchte Jahre, um sich am Markt zu etablieren. Daher soll der begonnene Weg des Landesmarketings fortgesetzt werden und es müssen in den kommenden Jahren wirtschaftsbezogene Themen entwickelt und platziert werden. Dieser Weg wird kein leichter sein. Von vielen Seiten werden Begehrlichkeiten genannt. MV tut gut mit Wirtschaftsbezug unter Beachtung der erforderlichen Kreativität, Ästhetik aber auch der Emotionalität und vor allem der Glaubhaftigkeit der Aussage wird die zentrale Herausforderung der neuen Agentur A&B One gemeinsam mit Landesmarketing MV. MV ist als Land mit seinen Stärken und den ökonomischen Entwicklungspotenzialen darzustellen. Dazu gehört sicherlich die erfolgreiche und weiter expandierende Ernährungswirtschaft mit dem deutlichen Landesschwerpunkt in Westmecklenburg. Die bundesweit kaum gegebene Darstellung des Landes MV auch als Standort von erfolgreichen auch überregional agierenden Unternehmen muss im Profil weiter geschärft werden. Zukunftspotenziale spielen eine weitere Rolle. Und vor allem verlangt eine erfolgreiche Werbung die Heraushebung von mehr als die bundesweit erwarteten Üblichkeiten. Das mit der Werbung verbundene leistungsversprechen muss zudem wahr sein: MV tut gut, wir sind ein Land zum Leben und zum arbeiten. Die Verbindung dieser beiden Aspekte im Rahmen einer überregionalen Bewerbung des Wirtschaftsstandortes MV ist eine der Herausforderungen des Landesmarketings. Die IHK zu Schwerin wird auch diesen Prozess aktiv begleiten und sich im Interesse der Wirtschaft einbringen. Hinter dem Strandkorb verbirgt sich mehr – auch zahlreiche hiddenn champions und bundesweit starke Branchen! Information: IHK zu Schwerin, Klaus Uwe Scheifler  0385 5103-301 scheifler@schwerin.ihk.de

10  ■  Wirtschaftskompass 05|2013


standortpolitik  ■

Bild: Landesmarketing MV

Ausgezeichnet: Das PRMotiv des Landesmarketings MV mit dem Strandkorb im Schwarmfischbecken, des Stralsunder Ozeaneums wurde als eines der besten PR-Bilder des Jahres 2012 ausgezeichnet.

Eine Produkt-Marke ist verführerisch. Im besten Fall reizt sie die Sinne des Verbrauchers, gibt zugleich Orientierung und fördert Vertrauen in die Qualität eines Produkts, seine nutz- oder genießbaren Eigenschaften. Kann ein Land wie MecklenburgVorpommern in diesem Sinne eine Marke sein? Damals, 2004, waren die Reaktionen jedenfalls differenziert bis skeptisch. Damals, als die Landesregierung damit begann, die Marketingaktivitäten für Mecklen- Staatssekretär Christian Pegel burg-Vorpommern unter das Dach Chef der Staatskanzlei Meckeiner Marke zu stellen und damit das lenburg-Vorpommern Land selbst zur Marke zu machen - mit einem Signet, einem Markenversprechen, mit Markenwerten und spätestens ab 2007 mit einem Markensymbol, dem Strandkorb. Tatsächlich war dieser Schritt ungewöhnlich. Wir wissen heute: im Wettbewerb der Regionen war er vollkommen richtig und visionär. Heute nehmen sich andere, nicht nur benachbarte Bundesländer ein Beispiel an Markenaufbau und Markenarbeit unseres Landes, an der Wirkung der Marke MV, ihrer Strahlkraft nach innen und außen. Unsere Stärken und Potenziale werden mit der Marke deutlich: unsere einmalige Natur, die hervorragende touristische Infrastruktur, das Angebot an Bildung und Kultur - um nur einige Beispiele zu nennen. Darauf können wir stolz sein. Angesichts der demografischen Herausforderung und der Chancen, die die Wirtschaft unseres Landes den Jungen, den Familien und Lebenserfahrenen im Land bietet, setzt das Landesmarketing gemeinsam mit seinen Partnern im Netzwerk auf die neue kommunikative Leitidee „Land zum Leben“. Mit klaren Botschaften und starken Motiven erarbeiten das Landesmarketing MV und die neue, kampagnenführende Agentur A&B One aus Berlin eine sichtbare, ja fühlbare Umsetzung der Idee in allen Feldern der Kommunikation. Wir sind das Land mit Freiraum für kluge Köpfe, für Studenten, Investoren, Forscher und Kreative. Wir sind das Land mit Innovationskraft, Lebensqualität und Perspektiven. Wir sind das Land, das Menschen gewinnen und zurück gewinnen kann, wenn es seine Stärken selbstbewusst nach außen trägt, wenn es das Nutz- und das Genießbare präsentiert und Vertrauen gewinnt. Ich lade Sie ein, an diesem Markenprozess teilzunehmen. Fragen Sie sich in Ihren Unternehmen: Warum tut MV gut? Und: Was macht Ihre Firma, Ihren Betrieb zu einem Teil unseres „Landes zum Leben“? Ich bin mir sicher, die Antworten stärken die Marke Mecklenburg-Vorpommern und damit unser Land, an dessen n Entwicklung wir gemeinsam weiter arbeiten. Wirtschaftskompass 05|2013  ■  11

Bild: Landesregierung

Die Marke MV gemeinsam weiter entwickeln


■  standortpolitik

Arbeiten im „Land zum Leben“ Wie vermarktet sich Mecklenburg-Vorpommern künftig? Der „Wirtschaftskompass” sprach mit Landesmarketingchef Peter Kranz-Glatigny.

Bild: C. Kettler

Peter Kranz-Glatigny, das Landesmarketing MV arbeitet seit einigen Jahren unermüdlich daran, unser Bundesland zu bewerben. Welche Bilanz ziehen Sie für das Jahr 2012 und die ersten Monate 2013? 2012 war ein tolles Jahr mit so vielen Kontakten wie wohl noch nie. Allein durch die ZDFÜbertragungen von der Insel Usedom während der Fußball-EM nahm so gut wie jeder Fernsehzuschauer in Deutschland unser Land wahr – über die Berichterstattung und über unseren Botschafter, den Strandkorb, der aktiv in das TV-Geschehen einbezogen war. Unsere Präsentation während der Olympischen Spiele in London hat hohe Aufmerksamkeit erzielt. Dazu die bundesweit sichtbaren, zum Teil preisgekrönten PR-Motive mit dem „Strandkorb an ungewöhnlichen Orten“, die [em vau]-­ Magazine, die vielen Kooperationen und Events im Land – all das war und ist „Kerngeschäft“ des Landesmarketings MV. Gemeinsam mit unseren Partnern gelingt es immer besser, die Stärken unseres Landes in Wirtschaft, Kultur, Natur und Ernährung, Bildung und Wissenschaft, Gesundheit und Tourismus zu transportieren. Wir treten erkennbar im Wettbewerb der Regionen auf, weil wir eine starke Marke haben. Das Bild unseres Landes nimmt weiter Konturen an. Mit unserer neuen Agentur „A&B One“, die seit Jahresanfang tätig ist, setzen wir dazu auf eine neue Leitidee, die uns in der Außendarstellung weiter voranbringen wird: Land zum Leben. Welche Konturen bewerben Sie und was ist „Land zum Leben“? Ein neuer Slogan? Nein, kein Slogan, sondern eine Kernbotschaft eine Antwort auf die Frage: „Warum tut MV gut?“. Wir sagen: „… weil MV ein Land zum Leben ist.“ Es geht darum, Menschen für unser Land zu gewinnen, sie anzuregen, über ein Leben in Mecklenburg-Vorpommern nachzudenken, zu uns oder zurück zu uns zu kommen.

12  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

Die Bereitschaft dafür ist nachweislich groß. Viele Menschen erkennen, dass MV Chancen bietet, dass man hier Lebensentwürfe verwirklichen und in Verantwortung für die nächste Generation leben kann. Also zeigen wir MV als Land, in dem man arbeiten, forschen, studieren und genießen kann. Wir zeichnen ein modernes Bild unseres Landes, dass seine Traditionen pflegt und offen ist für Neues. Im Bereich „Wirtschaft/Zukunft in MV“ setzen wir dabei auf Themen, auf Geschichten aus den Zukunftsbranchen, aus Mittelstand, Handwerk und die Verbindung zu Technologie und Forschung. Erfolg haben wir sicher, wenn möglichst viele Unternehmerinnen und Unternehmer die „Land zum Leben“-Idee auch zu ihrer eigenen Idee machen. Wie meinen Sie das? Tun die Unternehmen aus Ihrer Sicht zu wenig für die Selbstdarstellung? Ich höre vereinzelt Stimmen, das Landesmarketing MV solle sich doch komplett auf die Darstellung und Bewerbung unserer Wirtschaft, vor allem der Unternehmen und der Innovations­kräfte im Land konzentrieren. Das ist nachvollziehbar, angesichts des Drucks bei Fachkräften und durch den Generationenwandel. Tatsächlich „spielt“ das Landesmarketing das Thema „Wirtschaft/Zukunft in MV“ gemeinsam mit den Netzwerkpartnern – auf Messen und Konferenzen, in seinen Eigenmedien, in der PR und Online. Wir stellen es dabei in den Zusammenhang mit den natürlichen Stärken des Landes. Diese Themen und Botschaften dürfen nicht zurück stehen. Nehmen Sie unsere unvergleichliche Natur! Sie ist und bleibt eines unserer stärksten Pfunde im Wettbewerb der Regionen. Dazu die Kulturlandschaften, die Städte und ländlichen Räume, die Kultur im Land mit ihren Theatern, Schlössern und Gärten, Museen und Festivals – all das ist Lebensqualität im „Land zum Leben.“ Unsere Aufgabe ist, diese Vielfalt zu zeigen und dafür ein Dach, ein Markendach zu schaffen. Mit der Marke „Mecklenburg-Vorpommern – MV tut gut.“ ist das gelungen. Die Leitidee „Land zum Leben“ wird dies konkretisieren. Was noch nicht die Frage beantwortet, was die Unternehmen selbst tun können … Nun, wenn wir uns gemeinsam bewusster werden, dass unser Land Zukunft bietet, dann werden wir auch insgesamt selbstbewusster. Wir haben gute Argumente: kurze Wege für

Investoren, sichere Arbeitsplätze in erfolgreichen, sozial verantwortlich handelnden Unternehmen, Job und Familie lassen sich hier gut verbinden. Im Wettbewerb der Regionen um kluge Köpfe werden diese Botschaften immer wichtiger. Gemeinsam mit unseren Partnern in der Wirtschaft, z. B. den Wirtschaftsförderern des Landes und in den Landkreisen, mit den Industrie- und Handelskammern, mit BioCon Valley in der Gesundheitswirtschaft und auch mit neu entstehenden Netzwerken, wie den „Zukunftsmachern MV“ transportieren wir diese Botschaften. Dabei sind wir Partner, Impulsgeber und gern auch Ratgeber. Ein Landesmarketing nur für die MV-Wirtschaft werden wir aber nicht. Ich denke, unsere Unternehmen im Land können sich noch stärker zusammen finden und gemeinsame Kraft in mehr oder wirkungsvollere Werbung legen. Nehmen Sie die Selbstdarstellung von Unternehmen im Online-Bereich: wer kann da nicht noch besser werden? Wie gehen Sie mit kritischen Anmerkungen aus der Wirtschaft des Landes um, die meinen, Sie würden MV – gerade mit dem Strandkorb – lediglich als Tourismusland bewerben? Der Strandkorb ist das Markensymbol unseres Landes. Er steht für MV und macht neugierig. Er ist quasi der „Türöffner“ zu den Köpfen und Herzen der Menschen, um sich mit uns im Norden zu beschäftigen. Der Strandkorb ist gut. Wir freuen uns, dass einer unserer Marken-Botschafter bei Ihnen im Foyer des „Ludwig-Bölkow-Hauses“ in Schwerin steht. Der Strandkorb wird noch besser, weil wir ihn mit den Inhalten besetzen, die ich gerade beschrieben habe. Wir inszenieren ihn ebenso auf einem Windrad, wie im Schwarmfischbecken des Ozeaneums oder im Müritz-Nationalpark. Die Strandkorb-Motive sorgen für Aufmerksamkeit. Die Reaktionen sind großartig, weil kontrovers. Marketing über das niemand redet verfehlt seinen Sinn. Der Strandkorb transportiert unsere Botschaften im „Land zum Leben“ und ist – wenn man dies denn sehen möchte – mehr als ein touristisches Möbel. Wir werden ihn Stück für Stück weiter entwickeln. Wie tritt das Land international auf? Wir haben vor einiger Zeit den Claim „Best of Northern Germany“ für internationale Auftritte entwickelt. Dieses Markenversprechen ergänzt die Marke Mecklenburg-Vorpommern


und ist von den Partnern im Netzwerk gut angenommen worden. Es spiegelt Selbstbewusstsein und eine klare Verortung. Unser Landesname, den wir zumeist nicht mehr übersetzen, weckt zusätzlich Aufmerksamkeit. Wir freuen uns sehr, dass die Marke so international noch sichtbarer wird, wie zuletzt z. B. auf der Gesundheitsmesse „ArabHealth“ in Dubai. Für künftige gemeinsame Auftritte im Verbund der norddeutschen Bundesländer arbeiten wir mit unseren Nachbarn an einer gemeinsamen Außendarstellung. Zum Abschluss noch gefragt: was braucht es aus Ihrer Sicht, um die Herausforderungen, von denen wir gesprochen haben, zu bestehen? Wir brauchen sicher noch mehr Power, hinsichtlich unseres Selbstverständnisses als Land zum Leben, also ein weltoffenes Selbstbewusstsein. Wir brauchen eine Willkommenskultur im besten Sinn. Wer zu uns kommt, muss sich aufgenommen fühlen und schnell zurecht finden können. „MV tut gut.“ und „Best of Northern Germany“ sind nicht nur Slogans, es sind Versprechen. Und was sind die Landesmarketing-Schwerpunkte im laufenden Jahr? Die Schwerpunkte sind beschrieben. 2012 war ein Event-Jahr. 2013 ist wohl eher ein strategisches Jahr. n

Bild: pixelio

standortpolitik  ■

IHK unterstützt Marketinginitiative der Tourismuswirtschaft Vertreter der Schweriner Tourismuswirtschaft aus der Hotellerie, Gastronomie, Freizeitwirtschaft und dem Einzelhandels sind sich einig, gesichertes und zukunfts­ orientiertes Tourismusmarketing braucht die Kraft der Wirtschaft, um den gestiegenen Anforderungen im Wettbewerb um den Gast auch zukünftig gerecht zu werden und in der ­Region Schwerin eine stärkere touristische Nachfrage zu generieren. Ziel ist es, bestimmte Marketingaktivitäten und Angebote finanziell und personell durch das gemeinsames Netzwerk gezielt stärker zu bearbeiten, zu entwickeln oder a­uszubauen. Mit diesem zweckgebundenen Beitrag der Wirtschaft soll der Landeshauptstadt Schwerin zudem ein wirkungsvoller Weg der privaten Beteiligung am Standortmarketing und damit auch eine Alternative zur einseitigen Bettensteuer (Kulturförderabgabe) aufge­ zeigt werden. Von einem ersten privatwirtschaftlichen Beitrag der Privatwirtschaft berichtete ­Ulrich Getz, Geschäftsführer der

Weißen Flotte Schwerin. Die IHK zu ­Schwerin unterstützt, koordiniert und berät die Unternehmer. Bereits im April fanden zwei Initiierungsrunden im Bölkow-Haus statt, in denen weiterführende Marketingaktivitäten diskutiert sowie die organisatorische Strategie besprochen wurde. Es wurde dabei Wert auf den informellen Austausch mit der Destination Rostock (vertreten durch Matthias Fromm, Rostock Marketing und einen Rostocker Unternehmer) gelegt. Darüber hinaus erfolgte eine Begleitung durch den Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern. Im nächsten Schritt soll eine breite regionale Beteiligung von Akteuren erfolgen, die sich für starkes (Tourismus-) Standortmarketing einsetzen wollen. n Information: IHK zu Schwerin Kristin Just  0385 5103-206 just@schwerin.ihk.de.

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■  standortpolitik

Schwerin wird erneut Place2Be Das Festival „Von jungen Menschen für junge Menschen“ geht in die zweite Runde – und wird noch besser! Bereits im vergangenen Jahr konnten tausende Gäste zum ersten Festival dieser Art in der Landeshauptstadt Schwerin begrüßt werden.

Bild: cc

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Programm Am 10. August, zwischen 15:00 und 24:00 Uhr legt eine ganze Riege DJs auf. Es werden in etwa 4.000 bis 10.000 Gäste auf der Marstall-Wiese in Schwerin erwartet. Die Musik steht wieder im Vordergrund der Veranstaltung. Künstler mit internationalem Renommee werden dieses Jahr Hand in Hand mit DJs aus MV auftreten und ihren musikalischen Beitrag zur Veranstaltung leisten.  n

erschiedenste Musikrichtungen, über 40 Djs, tausende Gäste – das Place2Be Festival 2012 war ein voller Erfolg. Und dieses Jahr wird es noch größer: Es findet am 10. August ab 14:00 Uhr auf den Marstallwiesen in Schwerin statt. In vier Musikbereichen findet jeder Gast etwas für seinen Geschmack. Und damit auch nach 24:00 Uhr kräftig weiter gefeiert werden kann, wird es zwei Locations für die anschließende Aftershowparty geben: Busshuttles des Schweriner Nahverkehrs ­fahren die Gäste in die Sport- und Kongresshalle, in der sich auf drei Floors vergnügt werden kann. Der Busshuttle zur Kongresshalle und der Eintritt sind im Ticketpreis enthalten. Als Alternative wird im Schlosshof mit seiner traumhaften Kulisse und feinster Electro-­Musik für beste Unterhaltung gesorgt. Das Organisationsteam freut sich ganz besonders darüber, dass in diesem Jahr Ministerpräsident Erwin Sellering die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hat. Der Erfolg des Place2Be Festivals im Sommer 2012 spiegelt sich unter Anderem in den neuen Partnern wider, die im August mit von der Partie sind. So engagieren sich neben den regionalen Schulen auch die Hochschule Wismar und die Universität Rostock. Die Planung des Events hat ein junges Team aus Schwerin in

die Hand genommen. „Wir wollten eine Veranstaltung umsetzen, bei der wir zeigen können, welche vielfältigen Möglichkeiten man in MV hat, seine Zukunft individuell zu gestalten.“, so das Veranstalter-Team. Und so soll auch 2013 nicht nur gefeiert werden – Aussteller und Unternehmen unserer Region erhalten die Möglichkeit, sich und ihre Angebote für Jugendliche vorzustellen. Die Resonanz der Unternehmen ist vielversprechend: Die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, das Com In IT Solution Center und viele mehr haben bereits angekündigt, die Gelegenheit zu nutzen und auf eine ganz neue Weise mit der Jugend des Landes MV ins Gespräch zu kommen. Haben auch Sie Interesse, auf diesem Festival aufzutreten und jungen Menschen Ihr Unternehmen vorzustellen? Nehmen Sie gerne mit den Veranstaltern Kontakt auf, denn diese sind auf der Suche nach Unterstützern und Partn nern für Event. 

Information: Björn Beglau  0172 3807233 schwerinlebt@gmail.com www.p2b-festival.de www.facebook.com/Place2BeFestival

Samstag, 10. August 2013 15:00 – 24:00 Uhr Marstall-Wiese Schwerin, Werderstraße

14  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

Bild: pixelio


standortpolitik  ■

IHK: Bauverzögerungen zur A 14 nicht zulassen! Die Fertigstellung der Bundesautobahn A 14 zwischen dem neu zu schaffenden Autobahnkreuz Schwerin und dem Autobahndreieck Magdeburg wird durch Klagen des BUND gegen den Weiterbau von zwei bereits begonnenen Abschnitten der Autobahn in Sachsen-Anhalt gefährdet. Die IHK zu Schwerin wird sich auch weiterhin für den Lückenschluss der A 14 einsetzen, da die Bundesautobahn großes Einsparpotenzial für mittelständische Unternehmen birgt sowie eine wichtige Entwicklungsachse für Mecklenburg-Vorpommern darstellt.

D

iese Autobahn ist für die Wirtschaft in Westmecklenburg unverzichtbar. Allein die Bedeutung insbesondere für den Seehafen Wismar sei hoch einzuschätzen. Aber auch andere mittelständische Unternehmen würden von diesem Lückenschluss profitieren können. Der Umweltverbund BUND gefährdet mit seinen Klagen einen Entwicklungsschub auch für das Land Mecklenburg-Vorpommern. Einerseits begünstigt die Fertigstellung der A 14 Neuansiedlungen von Unternehmen in den bereits jetzt existierenden Gewerbegebieten im Raum Ludwigslust und Grabow. Andererseits bewirkt der Lückenschluss der A 14 auch erhebliche Einsparpotenziale für die Logistikunternehmen in Westmecklenburg. So wird die Fahrstrecke in den Mitteldeutschen Raum um 90 Kilometer verkürzt. Das bringt einen Entlastungseffekt für die A 24, für den Berliner Ring und die A 7 mit sich. Mit ihrer jetzigen Kapazität können sie die für die nächsten Jahre prognostizierte Verkehrsmenge kaum bewältigen und Dauerstaus wären die Folge. Obwohl im Verlauf der Nordanbindung der

Bild: IHK

A 14 rund 70 Bauwerke unmittelbar für den Naturschutz vorgesehen sind, klagt der BUND gegen den Bau der A 14. Es werden Zweifel an den hohen Naturschutzanforderungen in der Colbitz-Letzlinger Heide als Klagegrund genannt. Der BUND ignoriert, dass ein erheblicher Teil der Naturschutzaufwendungen im Rahmen der Baukosten ausschließlich dazu dienen soll, die Lebensräume von Tieren zu verbinden, etwa von Fledermäusen und Amphibien. In der Summe sind für den Bau der A 14 150 Millionen Euro für Naturschutzmaßnahmen eingeplant. Dies sind rund 12 Prozent der Gesamtkosten. Damit stellt sich der BUND wider besseren Wissens gegen die Meinung der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung in dieser Region, die n den Bau dieses Abschnitts der A 14 befürwortet Information: IHK zu Schwerin, Hartmut Quilitz  0385 5103-209, quilitz@schwerin.ihk.de

Wirtschaftskompass 05|2013  ■  15


■  standortpolitik

IHK lehnt Bettensteuer ab Die Landeshauptstadt Schwerin spricht sich im Rahmen der Diskussion um die Haushaltskonsolidierung mit dem Beschluss der Stadtvertretung am 11. März 2013 für die Erhebung einer Kulturförderabgabe aus. Da es sich um eine neue kommunale Steuer handelt, muss diese durch das Innenministerium in Einvernehmen mit dem Finanzministerium genehmigt werden. Der entsprechende Satzungsentwurf liegt zur Prüfung im Innenministerium vor. Der Prüfprozess wird maximal drei Monate dauern. Einnahmen gerechnet, die durch eine solche Aufwandsteuer generiert werden sollen, die als unrealistisch einzustufen sind. Nach Auskunft eines Schweriner Unternehmers der Übernachtungsbranche würde im eigenen Betrieb schätzungsweise nur etwa auf 30 Prozent der Übernachtungen eine solche Steuer abgeführt werden müssen, da der nachweisliche Teil an dienstlich getätigten Übernachtungen rausfällt und ein weiterer Teil der Umsätze mit Gruppenreisen generiert wird, die unter der Bemessungsgrenze von 25 Euro pro Übernachtung liegt. Die Landesregierung bleibt aufgefordert, keine Zustimmung zur kommunalen Bettensteuer zu erteilen. Vielmehr liegt die Chance einer tragfähigen und damit nachhaltigen Konsolidierung des Haushaltes in einer Steigerung der touristischen Nachfrage, die wiederum zu einer Stärkung der Tourismusbranche führt

Bild: pixelio

W

enn die Satzung auf Landesebene genehmigt würde, wäre dies eine Grundsatzentscheidung und damit Präzedensfall, was weitreichende Folgen für die Tourismusbranche im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hätte. Dabei ist die Kulturförderung ein vorgeschobenes Argument, da bei der Abgabe der Verwendungszweck nicht festgeschrieben ist. Vielmehr handelt es sich um eine Aufwandssteuer auf Übernachtungspreise, die eine einseitige finanzielle Belastung der Übernachtungsbetriebe zur Folge hat. Gleichzeitig ist ein hoher bürokratischer Aufwand mit der Erhebung der Bettensteuer verbunden. Auf kommunaler Seite werden derzeit mit

Auch die Tourismuswirtschaft möchte zur Sicherung des Tourismusmarketings ihren Beitrag leisten, wie die Gründung einer „Marketinginitiative für Schwerin“ im April gezeigt hat. Mit klar definiertem Mitteleinsatz für bestimmte Marketingak­tionen möchte dieses privatwirtschaftliche Marketingnetzwerk Produkte finanziell und personell, bspw. durch Messeteilnahme selbst bearbeiten und steuern.  n Information: IHK zu Schwerin, Kristin Just  0385 5103-206, just@schwerin.ihk.de.

Innerstädtischer Leerstand: „Was tun?“ Standortbesichtigung in der Parchimer Innenstadt mit Vertretern der IHK zu Schwerin, der Wirtschaft, Verwaltung, Politik, Wirtschaftsförderung, Unternehmerverbände verdeutlichte, dass sich verschiedene innerstädtische Lagen gegensätzlich entwickeln.

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tadtentwicklung oder auch der Lebenszyklus von Immobilien halten den innerstädtischen Gewerbe­ flächenmarkt in Bewegung. Dies führt nicht zwangsläufig zu einer positiven innerstädtischen Entwicklung. Viele Innenstädte sind mit zunehmender Tendenz von leer stehenden Ladenlokalen konfrontiert. Eine wachsende Anzahl solcher Geschäfte verringern die Aufenthaltsqualität und wirken einer belebten City entgegen. Auch die Stadt Parchim ist in einigen innerstädtischen Lagen durch einen strukturellen Leerstand geprägt. Wie der Stadtrund-

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gang im April offenbarte, stehen immer mehr Ladenlokale dauerhaft leer. Um einer weitere Negativentwicklung einer innerstädtischen Lage in Parchim entgegen zu wirken, stellte die IHK zu Schwerin Möglichkeiten zur Behebung der Leerstände zur Diskussion. Unterschiedliche Ansätze wie Zwischennutzungen, Umnutzungsmaßnahmen oder auch nachhaltige Neuvermietungen, wie das Konzept der IHK „Gründungsinitiative für Schwerin“, wurden in ihren Varianten vorgestellt und diskutiert. Außerdem wurde die entscheidende Rolle betont, die Immobilieneigen-

tümer bei der Bekämpfung von Leerständen spielen. Darüber hinaus wurde Bedeutung eines Koordinators diskutiert. Welche Ansätze und Maßnahmen für die Lange Straße in Parchim am geeignetsten sind, wird in einer weiteren Sitzung im Mai n fokussiert betrachtet. 

Information: IHK zu Schwerin Kristin Just  0385 5103-206 just@schwerin.ihk.de


standortpolitik  ■

IHK Nord der „Initiative Kiel-Canal“ beigetreten liche Lobbyarbeit für den Kanal zu betreiben, um das Bewusstsein für die Bedeutung des NOK zu erhöhen und andererseits für eine einheitliche Interessenvertretung die Stimmen aller Beteiligten zu bündeln.

Auf Basis des konzeptionell erarbeiten Profils, Leitbildes sowie der wirtschaftlich re-

sprechen eine deutliche Sprache

Information: IHK zu Schwerin, Klaus Uwe Scheifler  0385 5103-301 scheifler@schwerin.ihk.de Das individuelle Bau-System

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IHK zu Schwerin übernimmt die Rolle des Koordinators für die Umsetzung des regionalen Handlungsfeldes zur Schweriner Seenlandschaft der „Touristischen Entwicklungskonzeption für die Landeshauptstadt Schwerin ab 2012“

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Referenzen

Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und SchleswigHolstein. Sie vertreten knapp 700.000 Unternehmen in Norddeutschland und stützen sich auf rund 20.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Arbeitsschwerpunkte sind die Hafenwirtschaft, die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die Industrie. www.ihk-nord.de. n

Region „Schweriner Seenlandschaft“ er Wirtschaftsfaktor Tourismus ist von besonderer Bedeutung für die Region der Schweriner Seenlandschaft. Die Tourismuskonzeption der CIMA GmbH legt dar, dass die regionale Entwicklung des Reviers Schweriner Seenlandschaft zu einer attraktiven und bekannten Tourismusdestination noch sehr viel unausgeschöpftes, tourismuswirtschaftliches  Potenzial  liegt. Auf  der  konzeptionellen  Ebene  wurden sowohl angebotsstrukturelle, infrastrukturelle als auch vertriebsorientierte Maßnahmen aufgezeigt.

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Pünktlich zur Nationalen Maritimen Konferenz in Kiel ist die IHK Nord, der Zusammenschluss von 13 norddeutschen Industrie- und Handelskammern, der „Initiative Kiel-Canal“ beigetreten. Unter dem Namen „Initiative Kiel-Canal“ haben namhafte Unternehmen der maritimen Wirtschaft und die nautischen Institutionen im Dezember 2012 einen Verein zur Förderung der Belange des Nord-Ostsee-Kanals gegründet. Für die Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen Seehäfen ist der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) von herausragender Bedeutung. Als schnellste Verbindung zwischen Nord- und Ostsee ist Norddeutschland auf einen leistungsfähigen und zuverlässigen NOK angewiesen. Mit ihrem Beitritt unterstützt die IHK Nord das Ziel der „Initiative Kiel-Canal“, die Stimmen all derer zu bündeln, die sich für die Instandhaltung und den Ausbau des Kanals engagieren. Der NOK ist mit rund 35.000 Passagen pro Jahr die verkehrsreichste künstliche Wasserstraße der Welt. Anhaltende Planungs- und Investitionsunsicherheiten bei der überfälligen Modernisierung des Kanals führen zu einer nachhaltigen Schwächung der norddeutschen Seehäfen. Ein verlässlicher Investitionsplan ist unabdingbar. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, einerseits eine kontinuier­

levanten Kernzielgruppe im Handlungsfeld „Seen“ gilt es nun regional Maßnahmen anzuschieben und umzusetzen. Gemeinsam mit der Tourismuswirtschaft, den kommunalen Vertretern, Vereinen und Verbänden ist im Mai 2013 eine Auftaktrunde geplant, die eine Verständigung zu Inhalten, Maßnahmen und nächsten Schritten mit sich führen wird. Weitere Informationen finden Sie unter: www.tourismuskonzept-schwerin.de n Information: IHK zu Schwerin Henrike Güdokeit  0385 5103-215 guedokeit@schwerin.ihk.de Wirtschaftskompass 05|2013  ■  17


■  standortpolitik

Unternehmer fragen, Kandidaten antworten! Die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag findet am 22. September 2013 statt. In diesen Tagen beschließen die Parteien ihre Wahlprogramme und nominieren ihre Kandidatinnen und Kandidaten.

D

ie Industrie- und Handelskammer zu Schwerin hat die Direktkandidaten der beiden westmecklenburgischen Wahlkreise (12, 13) eingeladen, sich und ihre Positionen den Unternehmerinnen und Unternehmern in ihren Wahlkreisen persönlich vorzustellen. Die erste Veranstaltung findet am Dienstag, dem 28. Mai 2013 um 18:00 Uhr in

Thomas Heldberg FDP Fraktionsvorsitzender

„Sehr geehrte Unternehmerinnen und Unternehmer, ich trete für Sie zur Wahl an, weil ich überzeugt davon bin, dass die FDP die wachstumsfreundlichste Arbeitsmarkt-, ­Steuer- und Wirtschaftspolitik für Unternehmen und Arbeitnehmer garantiert. Soziale Gerechtigkeit und die Lösung des Fachkräfteproblems erreicht man nicht durch mehr Steuern und mehr Umverteilung, sondern nur durch gute Bedingungen für klein- und mittelständische Unternehmen. Deshalb lehne ich Steuererhöhungen und gesetzliche Mindestlöhne ab, bin aber für durch Tarifpartner ausgehandelte regionale Branchenlösungen offen. Als persönlicher Ansprechpartner für Sie in Berlin möchte ich mich für eine sichere, bezahlbare Energieversorgung, wettbewerbsfähige Kommunikations- und Verkehrsinfrastrukturen, einen stabilen Euro und bundesweit einheitliche Bildungsstandards einsetzen.“

Dietmar Bartsch stellv. Fraktions­ vorsitzender der Fraktion DIE LINKE

„Unsere politischen Forderungen wie z. B. Abschaffung der Praxisgebühr, Abzug aus Afghanistan, Einführung einer Finanztrans­ aktionssteuer und vieles andere mehr haben die Politik im Land verändert. Der Mindestlohn

18  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin in der Geschäftsstelle in Ludwigslust statt. Dort werden sich die Direktkandidaten des Bundestagswahlkreises 12 (Schwerin-Ludwigslust) den Fragen der Unternehmerinnen und Unternehmer stellen. Unsere Portraits der Kandidaten sollen Sie auf die Veranstaltung einstimmen.

wird heute in allen Parteien diskutiert und er wird in der nächsten Legislatur kommen. Im Zentrum unseres Bundestagswahlkampfes wird das Thema soziale Gerechtigkeit stehen. In Deutschland gibt es gewaltigen Reichtum, ohne Leistung entstanden. So ist trotz Krise die Zahl der Vermögensmillionäre in Deutschland auf 952.000 gestiegen. Gleichzeitig gibt es Armut. Armut von Kindern, von Erwerbslosen, von Alten, deren Geld für ein menschwürdiges Leben und eine angemessene Altersvorsorge nicht reicht. Altersarmut nimmt zu. Den Interessen der Menschen im Osten fühlt sich DIE LINKE in besonderer Weise verpflichtet. Bei Rente, Lohnniveau oder Arbeitslosigkeit sieht man, dass die Angleichung der Lebensverhältnisse in den Katalog der gebrochenen Wahlversprechen von Schwarz-Gelb gehört.“

re für die Interessen der Tourismusbrache in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt. Über seine beiden Wahlkreisbüros unterhält der Abgeordnete Kontakte zu den Kommunen in seinem Wahlkreis und steht in enger Verbindung zu Verbänden und Vereinen. Hacker ist Mitglied in zahlreichen Vereinen in seinem Wahlkreis, darunter in ehrenamtlicher ­Funktion als Präsident der Landesverkehrswacht M-V und Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes Ludwigslust.

Dietrich Monstadt Bundestagsabgeordneter der CDU

Hans-Joachim Hacker stellv. Vorsitzender SPD

Hans-Joachim Hacker ist von Beruf Wirtschaftsjurist und im Herbst 89 in die Politik gegangen. Er war Vorsitzender des Rechtsausschusses der frei gewählten Volkskammer. Seit der Deutschen Einheit ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und hat in den ersten Jahren die Probleme aus dem Bereich der offenen Vermögensfragen und Wiedergutmachung von SED Unrecht bearbeitet. Seit 2005 ist er Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau, Stadt­ entwicklung und hat sich in diesem Bereich insbesondere für das Verkehrsprojekt A 14/Lückenschluss eingesetzt. Zu seinen Themen gehören darüber hinaus die Städtebaupolitik und das Planungsrecht für die Infrastruktur. Seit 2009 ist Hans-Joachim Hacker Tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagfraktion und hat sich in dieser Funktion insbesonde-

Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt (CDU), u. a. Mitglied im Gesundheitsausschuss, und setzt sich seit 2009 als Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU MV vor allem für die Interessen der kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie ihrer Mitarbeiter ein. Diese Arbeit trägt er durch seine Mitgliedschaft im Parlamentskreis Mittelstand auch ins bundespolitische Berlin. „Für den Mittelstand in unserer Region hat die CDU-geführte Bundesregierung die Bedingungen entscheidend verbessert. Wir haben Steuern und Beiträge gesenkt. Wir haben gemeinsam die Krise gemeistert und neue Märkte hinzugewonnen. Wir stärken Erneuerungsfähigkeit, Existenzgründungen und Finanzierungsmöglichkeiten des Mittelstandes. Diesen Weg will ich auch weiterhin mit aller Kraft vorantreiben. Dazu gehört u. a. der weitere Abbau von Bürokratie – beispielsweise durch eine Verkürzung der sehr langen Aufbewahrungsfristen für Belege und Rechnungen. Darüber hinaus stehen wir fest zu unserem Wort, den Mittelstand nicht durch Steuerhö-


standortpolitik  ■

hungen zu belasten, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und eine wettbewerbs­ fähige Energieversorgung zu gewährleisten“, so Dietrich Monstadt.

Frank Fiedler Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MecklenburgVorpommern für den Bundes­tag

„Als Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern für den Bundestag übernehme ich Verantwortung für die Menschen der Region. Energiewende: Damit die Energiewende gelingt, muss der Netzausbau schnell und ent-

schlossen vorangetrieben werden. Wir GRÜNE wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger dabei schon in der Planungsphase mitreden können. Außerdem setzen wir auf eine Beteiligung der Gemeinden und Bürger/innen an den Erlösen der neuen Netze. Finanzierung der Kommunen: Die kommunale Selbstverwaltung ist ein wichtiger Baustein unserer Demokratie und darf unter keinen Umständen weiter ausgehöhlt werden. Doch seit Jahren versäumen der Bund und das Land, die Kommunen adäquat mit Finanzmitteln auszustatten. Wir GRÜNE wollen das schleunigst ändern. Reform der Steuer- und Sozialsysteme: Ich setze mich für einen erheblichen Bürokratieabbau ein. Für Bürger und Unternehmen ist es wichtig, das unser Steuersystem auf den Ursprung von Steuergerechtigkeit und Besteuerung nach Leistungsfähigkeit zurückgeführt wird. Als weitergehendes Zeil kann ich mir vorstellen, dass auch die Sozialtrans-

fers zusammengefasst und als Bürgergeld oder Grundeinkommen ausgezahlt werden. Wir Grüne fordern einen Bürgerversicherung und ein höheres steuerfreies Existenzminimum.

Die zweite Veranstaltung wird voraussichtlich am 5. August 2013 in Wismar stattfinden. Dann stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten vor, die im Bundestagswahlkreis 13 (Wismar-Parchim) antreten. Hinweis: Berücksichtigt wurden die Kandidat/ innen der Parteien, die aktuell im Bundestag vertreten sind. Weitere Kandidat/innen demokratischer Parteien, die zur Bundestagswahl antreten, sind ebenfalls herzlich eingeladen, an der Diskussionsrunde teilzunehmen. n Information: IHK zu Schwerin, Sandra Diehn  0385 5103-123, diehn@schwerin.ihk.de

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■  standortpolitik

Gewerbeflächen auf einen Klick Nach der Erweiterung der Metropolregion im letzten Jahr sind nun die verfügbaren Gewerbeflächen der Kreise Ostholstein, Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim sowie der Städte Lübeck und Neumünster in das Gewerbeflächen-Informationssystem der Metropolregion Hamburg (GEFIS) aufgenommen worden.

Bild: metropolregion hamburg

Zitate von Landräten, Fachleuten und Wirtschaftsförderern

V.l.: Rolf Christiansen (Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim), Berit Steinberg (Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg), Marion Köhler (Pressesprecherin der Metropolregion Hamburg), Gerhard Rappen (stellv. Landrat des Kreises Nordwestmecklenburg) und Christiane Lösel (Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg)

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as GEFIS-Portal in deutscher und englischer Sprache ist in den Internetauftritt der Metropolregion eingebunden. GEFIS vereinigt die Daten der existierenden Gewerbeflächenportale der vier Länder der Metropolregion: dem Portal der Finanzbehörde Hamburg, dem kommunalen Standortinformationssystem KomSIS in Niedersachsen, dem Immobilienportal der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) und nun auch vom InvestguideMV des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Finanziert wird GEFIS durch die Metropolregion Hamburg. GEFIS bietet insbesondere in- und ausländischen Investoren, aber auch Architekten, Stadtplanern und Planungsbüros, die entwicklungsfähige Gewerbestandorte suchen, mit wenigen Klicks schnell und unkompliziert viele verfügbare Standorte in der gesamten Metropolregion nach selbstgewählten Suchkriterien an. Je ausführlicher die Kriterien eingegeben werden, desto passgenauer ist das Suchergebnis. Der Nutzer muss sich aus dem vielfältigen Angebot nur noch die Standorte näher anschauen, die auch seinen Wünschen entsprechen. Das spart Zeit und erhöht die Akzeptanz. Die über die Wirtschaftsförderer direkt vermarktbaren öffentlichen und privaten Flächen werden von GEFIS dem Nutzer präsentiert. Möglich ist eine gezielte Suche nach Orten, Flächengrößen, planerischen Gebietskategorien und Entfernungen zu wichtiger Verkehrsinfrastruktur. Die Nutzer können sich direkt das Exposé mit Einzelheiten zum Objekt sowie dem jeweiligen regionalen Ansprechpartner zeigen lassen, herunterladen und die Gewerbefläche in verschiedenen Kartendarstellungen näher betrachten. Die notwendigen aktuellen Geodaten zur großräumigen und detaillierten Einordnung der Gewerbestandorte liefert das Geoportal der Metropolregion. Die Fachdaten stammen direkt von den regionalen Wirtschaftsförderern. Unter http://www.metropolregion.hamburg.de/ gefis kann ab sofort getestet werden, ob ein passender Gewerbestandort in der Metropolregion vorhanden ist.

20  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

Rolf Christiansen, Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim: „Ein weiterer wichtiger Schritt der praktischen Integration des Landkreises in die Metropolregion Hamburg ist jetzt vollzogen. Mit den neuen Daten gewinnt die Metropolregion Hamburg weiteres Gewerbeflächenpotenzial und kann sich noch besser und vielfältiger darstellen.“ Gerhard Rappen, stellvertretender Landrat des Kreises Nordwest­ mecklenburg: „Dieser Service bedeutet für die gesamte Region im Wettbewerb der Länder um Investoren aus dem In- und Ausland Punkte zu sammeln. GEFIS ist ein wichtiger Baustein zur Zusammenarbeit in der Gewerbeflächenentwicklung in der Metropolregion." Marion Köhler, Pressesprecherin der Metropolregion Hamburg: „Die Metropolregion Hamburg engagiert sich, wenn es um die Vernetzung regionaler Partner und gegenseitiges Engagement geht. Sie fokussiert ihre Kräfte auf Bereiche, deren Entwicklung der ganzen Region zu Gute kommt. Die wirtschaftliche Entwicklung spielt dabei eine wesentliche Rolle, denn wir sind ein wirtschaftlicher Verflechtungsraum. Mit GEFIS kommen wir dem Wunsch der Unternehmen nach, sich innerhalb dieses Raumes über das Angebot an Gewerbeflächen zu informieren.“ Berit Steinberg, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg: „Wir rechnen damit, dass die Präsenz unserer Gewerbegebiete auf den Seiten der Metropolregion sich langfristig auszahlen wird. Besonders interessant sind für uns natürlich die Seitenbesucher, die sich für einen Hamburg nahen Standort interessieren, aber Mecklenburg-Vorpommern in ihren Gedanken noch nicht in der räumlichen Nähe einordnen. Anders als die bereits bedienten regionalen und landesweiten Plattformen können wir diese potenziellen Investoren über GEFIS erreichen.“ Christiane Lösel, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg: „Die größere Ausbreitung schafft Bekanntheit und schnelleren Kontakt zu potenziellen Investoren, ein Vorteil für alle. Wir unterstützen Investoren im gesamten Ansiedlungsprozess bis hin zur Schaffung schneller Rechtssicherheit durch aktive Begleitung in Genehmigungsverfahren. Am Anfang steht die Suche nach einem geeignete Grundstück, GEFIS ergänzt unser Angebot daher ideal.“ Ulrich Frisch, Leiter der Vermessungs- und Geoinformationsbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim und der Landeshauptstadt Schwerin: „Die Geodaten sind ein wichtiger Teil des Fundamentes für die grenzübergreifende Zusammenarbeit in der Metropolregion. Die Präsentation der erreichten Ergebnisse in Projekten wie GEIFIS ist ohne eine einheitliche Geodatenbasis heute nicht mehr vorstellbar.“  n Information: Metropolregion Hamburg Marion Köhler  040 42841-2604


Einfacher umsteigen Der erste Regionalverkehrsplan für die gesamte Metropolregion ­Hamburg ist erschienen. Als Orientierungshilfe für Pendler, Besucher, und Ausflügler gibt er einen Überblick über sämtliche Nahverkehrsstrecken und -tarife von Cuxhaven bis Puttgarden, von Ludwigslust bis Heide. Und hilft damit beim Durchblick durch die regional sehr unterschiedlichen Tarifsysteme. Wer im Kern der Metropolregion Hamburg mit Bus oder Bahn unterwegs ist, nutzt den Hamburger Verkehrsverbund. Der HVV vereint das Hamburger Stadtgebiet mit den sechs unmittelbar an Hamburg grenzenden Kreisen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen und dem Landkreis Lüneburg zu einem Verkehrs- und Tarifverbund. Wie sieht es aber aus, wenn wir das Gebiet des HVV verlassen oder „von außen“ nach Hamburg reinfahren wollen? Gibt es für Pendler günstige Lösungen? Der Regionalverkehrsplan gibt Besuchern und Pendlern, Tagestouristen und Familien einen ersten Überblick. Arbeitsgruppe Auf Anregung der ­ Verkehr der Metropolregion ­Hamburg werden erstmals der HVVNetzplan und alle Nahverkehrsbahnstrecken auf einem Faltplan dargestellt. Die Rückseite informiert über die verschiedenen Regionaltarife in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachen und Mecklenburg-Vorpommern. Mit den sogenannten „Übergangstarifen“ können Reisende verschiedene Tarifsysteme durchfahren, ohne erneut zahlen zu müssen. Das Faltblatt erklärt, was wo geht. Unter „Pluspunkte für Pendler“ gibt die begleitende Webseite Tipps für schlaues Fahren und hilft, Geld zu sparen. Alle Regionalbahnhaltestellen werden in den nächsten Wochen mit diesem Plan ausgestattet. Das Faltblatt wird an alle Verkehrsunternehmen in der Metropolregion Hamburg verteilt und ist dort kostenlos an den Serviceund Verkaufsstellen erhältlich. Infos unter: www.metropolregion. n hamburg.de/mobilitaet

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Wirtschaftskompass 05|2013  ■  21


■  Aus- & Weiterbildung

IHK-Analyse: Aktuelle Ausbildungssituation Auch in 2013 hat die IHK-Organisation eine Umfrage zur Ausbildungssituation in den IHK-Unternehmen durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse für Westmecklenburg sind im Folgenden aufgezeigt.

Wege zur Gewinnung von Auszubildenden (außer Agentur für Arbeit)

Bild: pixelio

01

 as Ausbildungsengagement der IHK-UnternehD men in Westmecklenburg ist ungebrochen hoch. 86 Prozent der befragten Unternehmen wollen mindestens genauso umfangreich ausbilden, wie in den Vorjahren.

08

 ie Zeit, in der über den Bedarf ausgebildet wurde D ist vorbei. Die Übernahmequote nach der Berufsausbildung steigt deutlich an. Hauptmotivation ist dabei, eigene Fachkräfte für die Zukunft zu sichern.

02

ber die Hälfte der Ausbildungsunternehmen Ü konnten nicht alle angebotenen Plätze im Sommer 2012 besetzen.

09

03

 ie Gründe dafür sind sehr differenziert. Häufig D lagen keine geeigneten oder keine Bewerbungen für die konkret angebotene Lehrstelle vor. Hinzu kommt, dass Auszubildende ihre Lehrausbildung nach Vertragsunterzeichnung nicht angetreten haben.

 ach wie vor klagen nahezu zwei Drittel der AusN bildungsunternehmen über Ausbildungshemmnisse. An der Spitze steht dabei die mangelnde Ausbildungsreife, gefolgt von unzureichenden Berufsvorstellungen. Die zunehmend langen Wege zu den Berufsschulen nehmen als Problem zu.

10

 ie Hauptprobleme bei der Ausbildungsreife lieD gen vor allem in der Einsatzbereitschaft und Motivation, der unzureichende Belastbarkeit und mangelnden Disziplin.

11

 usbildungsunternehmen stellen sich zunehmend A auf leistungsschwächere Auszubildende ein. Sie nutzen Zusatzangebote bei Bildungsträgern, organisieren Nachhilfe im eigenen Unternehmen und nutzen verstärkt die „Ausbildungsbegleitenden Hilfen“ der Agentur für Arbeit.

12

L eistungsschwächere Jugendliche erhalten zunehmend ihre Chancen in den Unternehmen, wenn – über Schulzeugnisse hinaus – besser über Stärken und Schwächen des Jugendlichen informiert wird, z. B. über eine differenziertere Beurteilung und soziale Kompetenzen klar erkennbar sind. n

04

 ie Ausbildungsunternehmen reagieren auf die D zurückgehenden Bewerberzahlen mit verstärkten Praktikumsangeboten, direkten Kooperationen mit den Schulen der Region und einem verstärkten Ausbildungsmarketing.

05

 ooperationen mit Hochschulen und das AnbieK ten von dualen Studiengängen für leistungsstarke Schulabgänger gewinnt immer mehr an Bedeutung.

06

 ie Zusammenarbeit den regionalen Agenturen D für Arbeit läuft stabil. Die Ausbildungsstellen werden gemeinsam mit den Arbeitsagenturen angeboten.

07

 arüber hinaus werden verstärkt die IHK-LehrstelD lenbörse, andere Online-Angebote und Berufsstartermessen für das eigene Ausbildungsmarketing genutzt.

22  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

Information: IHK zu Schwerin, Peter Todt  0385 5103-401, todt@schwerin.ihk.de


Aus- & Weiterbildung  ■

Weltweit entwickelt sich die Wirtschaft dort am rasantesten, wo Menschen konsequent lernen, forschen, erfinden, entwickeln, vernetzen, beraten, managen und etwas in Eigenverantwortung unternehmen. Auch Unternehmen sind dann am erfolgreichsten, wenn sie die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter fördern. Mitarbeiter kommen im Beruf weiter, wenn sie sich weitere Kompetenzen aneignen, mehr wissen und können. Denn nur mit qualifizierten und kompetenten „Köpfen“ können die Unternehmen Westmecklenburgs im regionalen und weltweiten Wettbewerb Schritt halten und besser sein als andere.

A

ls Partner und Dienstleister der Wirtschaft macht sich die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin für ein leistungsfähiges Weiterbildungssystem stark, das flexibel für den Bedarf der Wirtschaft und der Beschäftigten arbeitet. Dabei kümmert sich die IHK nicht nur um den beruflichen Aufstieg der künftigen Fach- und Führungskräfte, sondern ist Partner der Unternehmen für das lebenslange Lernen „von der Schulbank zum Geprüften Betriebswirt“. Die Organisation der Industrie- und Handelskammern hat das folgende dreistufige System  der  „Aufstiegsfortbildung"  ent­ wickelt. Dazu werden von den IHKs für die jeweiligen  Ebenen  öffentlich-rechtliche Prüfungen  gemäß  Berufsbildungsgesetz angeboten. Der Erstausbildung folgt die Weiterbildung auf der Ebene „Fachberater" beziehungsweise ähnliche Abschlüsse. Auf der Ebene von Fachwirten/Fachkaufleuten und Meistern werden Fachkenntnisse und/ oder Führungskompetenzen geprüft. Die oberste Stufe bilden die Weiterbildungen zum Betriebswirt, Technischen Betriebswirt, IT-Engineer bzw. Berufspädagogen. Sie vermitteln ein vielseitiges Repertoire an Führungskompetenz, wie es in der betrieblichen Managementebene erforderlich ist.

Bild: IHK

Die IHK-Aufstiegsfortbildung ermöglicht Perspektiven

Mathias Schmidt, zuständig für den Bereich der Weiterbildung bei der IHK zu Schwerin

1. Ebene der Aufstiegsbildung: z. B. Der Geprüfte Fachberater ist der fachlich versierte Außenvertreter seiner Branche.

2. Ebene der Aufstiegsbildung: Der Fachkaufmann ist der Funktionsspezialist. Der Fachwirt ist die kaufmännische Führungskraft innerhalb einer Branche. Der Industriemeister ist eine qualifizierte industriell-technische Führungskraft. Der Fachmeister ist in anderen Gewerben „Meister seines Faches". IT Consultants und IT Manager verfügen über hochgradige IT-Kompetenz und nehmen mittlere Führungsaufgaben wahr.

3. Ebene der Aufstiegsbildung: Der Geprüfte Betriebswirt hat sich als Fachkaufmann oder Fachwirt bewährt und übernimmt selbstständige Managementaufgaben. Der Geprüfte Technische Betriebswirt hat sich als Industrie- oder Fachmeister bewährt und übernimmt selbstständige Managementaufgaben. Die Entscheidung für eine optimal passende IHKAufstiegsfortbildung lässt sich am besten in einem persönlichen Beratungsgespräch treffen. Die IHK zu Schwerin bietet diese Gespräche an. n

Information: IHK zu Schwerin, Mathias Schmidt  0385 5103-411 schmidt@schwerin.ihk.de

Diese drei Stufen kann man über verschiedene vertikale „Aufstiegswege" durchlaufen: einen kaufmännischen und einen gewerblich-technischen Zweig sowie einen IT-spezifischen und einen arbeits- und berufspädagogischen Teil. Dabei handelt es sich keineswegs um ein geschlossenes System; auch Quereinsteigern bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Die bundeseinheitlichen Kriterien führen zu einem hohen Anerkenntnisgrad von IHK-Abschlüssen in der Wirtschaft. Wirtschaftskompass 05|2013  ■  23


■  Aus- & Weiterbildung

Zulassung zu einer IHK-Fortbildungsprüfung Die Voraussetzungen, die für die Zulassung zu einer IHK-Fortbildungsprüfung erfüllt sein müssen, sind in den Fortbildungsordnungen gemäß der §§ 53 f. BBiG (Berufsbildungsgesetz) beschrieben. Sie unterscheiden regelmäßig zwei Zulassungstatbestände.

Bild: IHK

Neben dem rein zeitlichen Aspekt kommt aber auch der inhaltlichen Bewertung der Berufspraxis eine besondere Bedeutung zu. Die Berufspraxis der Prüfungsbewerber muss wesentliche Bezüge zur beruflichen Qualifikation des angestrebten Fortbildungsberufes haben und damit auch alle berufsprägenden Inhalte umfassen.

Z

um Einen werden die Zulassungsvoraussetzungen konkret mit der Folge beschrieben, dass Prüfungsbewerber zur Prüfung zuzulassen sind, wenn der Tatbestand erfüllt ist (sog. gebundene Entscheidung). Maßgebliches Kriterium bildet dabei die Berufspraxis, deren erforderliche Dauer davon abhängt, wie die Antragsteller vorgebildet sind. Beispielsweise sind Antragsteller zur Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfter Handelsfachwirt/Geprüfte Handelsfachwirtin“ zuzulassen, wenn sie gemäß § 2 Abs. 1 der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Handelsfachwirt/Geprüfte Handelsfachwirtin: • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten dreijährigen kaufmännischen Ausbildungsberuf im Handel und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis oder • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung zum/zur Ver­ käufer/-in oder in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufs­praxis oder • eine mindestens fünfjährige Berufspraxis nachweisen.

Andererseits eröffnet sich ein Ermessenspielraum, wenn Antragsteller keine dieser Voraussetzungen erfüllen. Dann trifft die IHK eine Ermessensentscheidung. Z. B. können Antragsteller zur Prüfung „Geprüfter Handelsfachwirt/Geprüfte Handelsfachwirtin“ zugelassen werden, wenn sie gemäß § 2 Abs. 3 der Rechtsverordnung „… durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft machen, Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) erworben zu haben, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.“ Als Mittel zur Glaubhaftmachung werden in den oben genannten Rechtsgrundlagen die Vorlage von Zeugnissen und die Glaubhaftmachung auf andere Weise genannt. In Betracht kommen z. B.: • Arbeitszeugnisse • Lehrgangszertifikate • Leistungsnachweise von Bildungseinrichtungen • Bescheinigungen über Studienzeiten in einem berufsadäquaten Studium. Die Zulassung zu einer IHK-Fortbildungsprüfung wird immer individuell getroffen. Hier hilft ein Beratungsgespräch. Die IHK n zu Schwerin bietet diese gern an. Information: IHK zu Schwerin Mathias Schmidt  0385 5103-411 schmidt@schwerin.ihk.de

Die IHK-Weiterbildungsangebote in Westmecklenburg Die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin prüft schwerpunktmäßig in den nachfolgenden Fortbildungsprüfungen. Ausbildereignungsprüfung Gepr. Aus- und Weiterbildungspädagoge Gepr. Bankfachwirt Gepr. Berufspädagoge Gepr. Betriebswirt Gepr. Bilanzbuchhalter Gepr. Fachkaufmann für Büromanagement Gepr. Fachwirt für Versicherungen und Finanzen Gepr. Fachwirt Gesundheits- und Sozialwesen Gepr. Fremdsprachenkorrespondent Gepr. Handelsfachwirt Gepr. Immobilienfachwirt

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Gepr. Industriemeister Fachr. Elektrotechnik Gepr. Industriemeister Fachr. Kunststoff/Kautschuk Gepr. Industriemeister Fachr. Mechatronik Gepr. Industriemeister Fachr. Metall Gepr. IT-Berater Gepr. IT-Entwickler Gepr. IT-Ökonom Gepr. IT-Projektleiter Gepr. Kraftverkehrsmeister Gepr. Küchenmeister Gepr. Logistikmeister Gepr. Meister für Schutz und Sicherheit

Gepr. Personalfachkaufmann Gepr. Polier Gepr. Schutz- und Sicherheitskraft Gepr. Technischer Betriebswirt Gepr. Technischer Fachwirt Gepr. Wirtschaftsfachwirt Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe Für diese Fortbildungen bieten die Bildungsträger in der Region Westmecklenburg regelmäßig, berufsbegleitend oder als Vollzeitkurs, Vorberein tungslehrgänge an.


Aus- & Weiterbildung  ■

Auf geht`s nach Europa Auslandserfahrungen während der Berufsausbildung gewinnen in Zeiten der Globalisierung und eines zusammenwachsenden europäischen Wirtschafts- und Bildungsraumes immer mehr an Bedeutung. Durch das Angebot von Auslandsaufenthalten steigern die Unternehmen ihr Image und die Attraktivität ihrer Berufsausbildung insbesondere gegenüber leistungsstarken Schulabsolventen.

Bild: cc

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uch für die Auszubildenden lohnt sich der Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand. Sie entwickeln während des Lernaufenthaltes im Ausland Verständnis für die kulturellen Unterschiede. Sie gewinnen Einblicke in die unterschiedlichsten Arbeitsmethoden, erweitern ihre sprachlichen Kenntnisse und bauen ihre Mobilität und Flexibilität für die zukünftige Berufs­ tätigkeit aus.

enthaltes erfolgt die Anerkennung der erlangten Qualifikationen durch die Übergabe des Europasses. Das Projekt „Berufsbildung ohne Grenzen“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Die IHK zu Schwerin unterstützt Auslandsaufenthalte bieten Unternehmen langfristig gesehen eine Möglichkeit, dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Auf der Grundlage des reformierten Berufsbildungsgesetzes (§ 2 Absatz 3), können Unternehmen ihre Auszubildenden während der Ausbildung ins Ausland entsenden. Die Ausbildung wird dabei nicht unterbrochen. Bei erfolgreichem Abschluss eines Auslandsauf-

• bei der Suche nach geeigneten Partnerbetrieben im Ausland, • bei der Vermittlung und gegebenenfalls Organisation von vorbereitenden Maßnahmen für Teilnehmer von Mobilitätsprojekten wie Sprachkurse, interkulturelle Trainings, • bei der Suche nach relevanten Förderprogrammen und deren Beantragung, • bei den dazugehörigen weiteren administrativen Abläufen. n

Berufsbildung ohne Grenzen Im Rahmen des geförderten Projektes „Mobilität - Berufsbildung ohne Grenzen“ wurde in der Zeit vom 17. bis zum 23. Februar 2013 der erste Erfahrungsaustausch von Ausbildungsfachkräften der Beruflichen Schule des Landkreises Nordwestmecklenburg in Wismar, der Beruflichen Schule des Landkreises Müritz in Waren und der CGG Beruflichen Schule für Chemie, Grafik & gestaltende Berufe in Wien durchgeführt.

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er Gruppe von Berufsschullehrern und Ausbildungsverantwortlichen wurde durch den Berufsschulinspektor, Robert Rohr, ein Gesamtüberblick über die Ausbildungssituation in Österreich vermittelt. Auch in Österreich werden vielfältige Anstrengungen unternommen, um eine Fachkräftesicherung in den Unternehmen zu erreichen. Die einladende Stelle war die CGG in Wien. Den Teilnehmer wurden im Schulkomplex Fachlabore und Kabinette mit hochwertigen Ausstattungen für die Berufsbereiche Medientechnologen und Chemielaboranten vorgestellt. Die Schule unterrichtet in 21 Lehrberufen. Die Lehrlinge begründen das Lehrverhältnis mit einem Lehrbetrieb oder einer Trägerorganisation. An einem Tag pro Woche findet der Berufsschulbesuch statt. Die Berufsschule vermittelt fachtheoretische und fachpraktische Kenntnisse und bereitet auf die Lehrabschlussprüfung (LAP) vor der Wirtschaftskammer vor. Die Teilnehmer nahmen am laufenden Unterrichtsgeschehen teil, hospitierten in den Fachunterrichten und erhielten so die Möglichkeit, in den ausführlichen Gedankenaustausch mit den Lehrern einzutreten.

Im Laufe der Woche standen Besuche in der Wirtschaftskammer in Wien, der Berufsschule im Gastgewerbe, der Höheren BundesLehr- und Versuchsanstalt für Chemie, der Höheren Grafischen Bundeslehranstalt sowie in Unternehmen der Bereiche Druck und Chemie an. Der durch die Wirtschaftskammer und der Industrievereinigung gegründete Verein für den Internationalen Fachkräfteaustausch (IFA) unterstützt Einzelpersonen als auch Unternehmen bei der Organisation und Durchführung solcher Erfahrungsaustausche. Die Zusammenarbeit wird noch in diesem Jahr weiter vorangetrieben. So haben im Herbst diesen Jahres zehn Auszubildende beider Berufsgruppen die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum in Wien zu absolvieren. Ein besonderes Dankeschön an alle für diesen interessanten und wirklich informativen Einblick über das Bildungssystem in Österreich.  n Information: Mobilitätsberatung, Andrea Wollenberg  0385 5103-445, wollenberg@schwerin.ihk.de

Wirtschaftskompass 05|2013  ■  25


■  Existenzgründung & Unternehmensförderung

Bild: IHK

Neues SEPA-Verfahren

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um Hintergrund: Das Euro-Bargeld gehört in Europa seit mehr als zehn Jahren zum Alltag. Für den unbaren Zahlungsverkehr, wie Überweisungen und Lastschriften, sind die Weichen jetzt gestellt und sie stehen auf Einheitlichkeit. Ab dem 1. Februar 2014 dürfen nach der SEPA-Verordnung – SEPA steht für Single Euro Payments Area, also einem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum – im Euro-Raum nur noch Überweisungen und Lastschriften ausgeführt werden, die den neuen, gemeinsamen, europäischen Regeln entsprechen. In den norddeutschen Bundesländern sind die Kreditinstitute und die Landeskassen gut auf die SEPA-Umstellung vorbereitet. Die Infrastruktur der Banken steht, SEPA-Überweisungen können bereits seit 2008, SEPA-Lastschriften seit 2009 vorgenommen werden. Und das bringt wesentliche Vorteile. Überweisungen können innerhalb eines Tages sehr kostengünstig erfolgen und Lastschriften können schnell europaweit eingezogen werden. Verbraucher und Unternehmen können zukünftig ihren gesamten Zahlungsverkehr über ein Konto bei einem beliebigen Zahlungsdienstleister in ganz Europa abwickeln. Für Unternehmen bieten sich hierbei durch die mögliche Konzentration der Zahlungsverkehrsabwicklung, die Straffung von Bankverbindungen

Es existieren 3,6 Millionen Unternehmen und fast 600.000 Vereine in Deutschland, aber bisher hat die Deutsche Bundesbank nur rund 220.000 GläubigerIdentifikationsnummern vergeben können. Und genau diese Nummer benötigen diejenigen, die ab 1. Februar 2014 am Lastschriftverfahren teilnehmen wollen. Also auch die rund 298.000 Unternehmen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. und die Vereinfachung des Liquiditätsmanagements diverse Kostensenkungspotenziale. Die Zahl der Rücklastschriften dürfte sich künftig verringern, da die Zahlungspflichtigen vorab über die bevorstehenden Abbuchungen informiert werden. Sie können damit rechtzeitig für Deckung sorgen. Bislang werden allerdings nur etwa 7 Prozent der in Deutschland pro Jahr ausgeführten 18 Milliarden Überweisungen und Lastschriften im SEPA-Format abgewickelt. Vor allem bei kleinen und mittleren Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten besteht noch erheblicher Umstellungsbedarf. Das sind in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zusammen genommen 296.900 Unternehmen, also mehr als 99 Prozent der Firmen, die sich dem Thema SEPA noch stellen müssen.

Gläubiger Identifikationsnummer beantragen Zur Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren benötigen alle Lastschriftgläubiger eine Gläubiger-ID, die sie über die Homepage der Deutschen Bundesbank auf elektronischem Wege schnell und einfach beantragen können. Ausführliche Informationen sowie das Formular ist unter: www.glaeubiger-id.bundesbank.de zu finden. Die Bundesbank empfiehlt, die Gläubiger-ID möglichst schon jetzt zu beantragen.

IHK-Umfrage zu Auslandsinvestitionen 46 Prozent der deutschen Industrieunternehmen planen für das laufende Jahr den Schritt ins Ausland – so viele wie nie zuvor. Besonders stark wächst dabei das Interesse an den USA. Das zeigt die neue Umfrage „Auslandsinvestitionen in der Industrie" der Industrie- und Handelskammern und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

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ie Untersuchung beruht auf den Ergebnissen der Zusatzbefragung im Rahmen der bundesweiten IHK-Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2013. Rund 2.500 Antworten aus dem Verarbeitenden Gewerbe dienten als Grundlage.

Immer mehr Auslandsinvestitionen Das Ausland wird für immer mehr deutsche Industrieunternehmen als Investitionsstandort attraktiv. 2013 planen so viele Industrieunternehmen wie nie zuvor den Schritt ins Ausland (46 Prozent). Außerhalb der Industrie steigt der Anteil der Unternehmen mit Plänen für Auslandsinvestitionen noch stärker. Die finanziellen Volumina, mit denen die einzelnen Unternehmen ins Ausland gehen, entwickeln sich zurückhaltend. Die Verunsiche-

26  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

rung in Bezug auf die Schuldenkrise und deren Folgen für die Wirtschaft wirken weiter nach.

Produktion vor Ort auf dem Vormarsch Die Industrie erschließt internationale Märkte wieder stärker mit eigenen Produktionsstätten. 35 Prozent der Betriebe investieren aus diesem Beweggrund im Ausland. So viele waren es – außer 2011 – in den vergangenen 20 Jahren nie. In der Gesamtwirtschaft liegt der Anteil sogar bei 32 Prozent – ein historischer Höchstwert. Die Unternehmen gehen insbesondere in den Wachstumsregionen der Weltwirtschaft zu lokaler Produktion über.

Wirtschaftsstandort Deutschland profitiert nur partiell Unternehmen mit Plänen für Auslandsinves­ titionen wollen 2013 auch im Inland mehr

inves­tieren und einstellen als der Industriedurchschnitt. Zusätzliches Personal und Investitionen planen vor allem jene Unternehmen, die zwecks Vertrieb und Kundendienst im Ausland investieren – bei ihnen erfolgt die Produktion für den Auslandsmarkt nach wie vor hierzulande. Dass der Standort Deutschland aufpassen muss, seine in den vergangenen Jahren erlangten Wettbewerbsvorteile zu erhalten, zeigt sich im Vergleich der Investitionspläne zwischen In- und Ausland: Ausländische Standorte werden wieder attraktiver, im Inland wird hingegen zu wenig investiert.

Globale Breite verfestigt sich Die globale Orientierung der Unternehmen bei ihren Auslandsinvestitionen findet auch 2013 ihre Fortsetzung. Weiterhin sind alle Weltregionen im Blick der Betriebe. Die neuen Ziel-




Existenzgründung & Unternehmensförderung  ■

Inkasso-Vereinbarung mit dem eigenen Kreditinstitut treffen

Buchhaltung anpassen

Bevor Beträge per Lastschrift im SEPA-Lastschriftverfahren eingezogen werden, muss der Zahlungsempfänger von seiner Hausbank für das Verfahren zugelassen werden. Dies geschieht im Rahmen einer Inkasso-Vereinbarung (also eine Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch Lastschriften) mit dem eigenen, kontoführenden Kreditinstitut. Ein Punkt dieser Vereinbarung ist beispielsweise, dass der Gläubiger natürlich nur fällige Forderungen einziehen darf, für die auch eine Ermächtigung des Kunden oder Geschäftspartners vorgelegt werden kann.

Eng mit der Umstellung der Kontokennung auf IBAN und BIC ist auch eine Umstellung der Buchhaltung bzw. der Softwaresysteme verbunden, denn SEPA-Lastschriften und -Überweisungen haben ein spezifisches Datenformat. Nach dem 1. Februar 2014 ist von Zahlungsdienstnutzern, die nicht Verbraucher sind, das XML-Nachrichtenformat des ISO-20022-Standards bei der Einreichung oder Auslieferung gebündelter Dateien mit Überweisungen oder Lastschriften in Euro zu verwenden. Deshalb empfiehlt sich das frühzeitige Gespräch mit den Herstellern und Anbietern der Unternehmenssoftware sowie die gleichzeitige Klärung, ob und in welcher Höhe eventuell mit zusätzlichen Kosten, z. B für Schulungen oder neue Lizenzen, zu rechnen ist. Auch Briefbögen, Internetseiten und Faltblätter müssen vielleicht umgeschrieben und mit IBAN- und BIC-Angaben versehen werden.

Konvertierung der Kontokennung in IBAN und BIC vornehmen Künftig werden Zahlungskonten grundsätzlich nur noch durch IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code) identifiziert. Für Zahlungen innerhalb Deutschlands genügt ab Februar 2014 die Angabe der IBAN, bei grenzüberschreitenden Überweisungen in die EU muss der BIC bis zum 1. Februar 2016 noch mit aufgeführt werden. Die eigene (neue) Kontokennung wird bereits seit Jahren auf dem Kontoauszug angegeben. Sich damit vertraut zu machen, ist folglich nicht schwer. Auch wenn die IBAN mit ihren 22 Stellen zunächst kompliziert und lang erscheint, ist sie doch leicht zu merken: Sie besteht aus der Länderkennung (DE), einer Prüfziffer sowie der eigenen Kontonummer und Bankleitzahl. Die restlichen frei bleibenden Stellen in der Mitte werden mit Nullen abgebildet. Wichtiger und technisch aufwendiger ist die Umstellung der Kontodaten aller Geschäftspartner. Im Sinne einer möglichst einfachen, bürokratiearmen Konvertierung sollte hier die eigene Hausbank frühzeitig um Unterstützung gebeten werden.

Einzugsermächtigungen In Deutschland können vorliegende Einzugsermächtigungen grundsätzlich auch für den Einzug von Mitgliedsbeiträgen, Spenden oder Kundenzahlungen unter SEPA genutzt werden. Dafür hatten sich viele Organisationen und Verbände eingesetzt. Das Einholen neuer SEPA-Mandate ist dank der Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Kreditinstitute, die im Juli 2012 erfolgte, erfreulicherweise nicht nötig. Allerdings ist dabei zu beachten, dass der Lastschrifteinreicher (das Unternehmen, der Dienstleister) den Zahler (den Kunden) vor dem ersten SEPA-Lastschrifteinzug über den Wechsel von der Einzugsermächtigung auf den Einzug per SEPA-Basislastschrift unter Angabe von Gläubiger-ID und Mandatsreferenz zu unterrichten hat.  n Information: www.bundesbank.de und www.sepadeutschland.de

regionen in den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas nehmen mittlerweile als Investitionsstandort der deutschen Industrie einen festen Platz ein. Mit ihren Investitionen sind die Unternehmen damit gerade in den wachstumsstarken Regionen der Welt engagiert und profitieren von der dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung. Gleichzeitig bleiben die Betriebe den etablierten Märkten in Europa treu.

aber die USA. Als einzige Weltregion zieht amerika 2013 deutlich mehr deutsche Nord­ Industrieunternehmen an. Die Region liegt damit seit zehn Jahren erstmals auf Platz 3, hinter den EU-15 und dem seit drei Jahren an der Spitze liegenden Wirtschaftsstandort China. Die vollständige Analyse steht unter www.dihk.de zur Verfügung. n

Comeback Europas? Großes Interesse an USA

Information: IHK zu Schwerin Frank Witt  0385 5103-306 witt@schwerin.ihk.de

An Bedeutung gewinnt das Kostenmotiv bei den Investitionen in den alten EU-Ländern – anders als in allen anderen Weltregionen. Etliche diese Länder machen sich mit Reformen als Standort attraktiv und schmelzen die Kostennachteile gegenüber Deutschland ab. Der „Rising Star“ unter den Adressaten deutscher Investoren sind

Marcus Nürnberger  0385 5103-207 nuernberger@schwerin.ihk.de Wirtschaftskompass 05|2013  ■  27


■  Existenzgründung & Unternehmensförderung

Deutschland gerät in Verzug Zwar liegt der Bundesregierung seit dem 15. August 2012 ein Gesetzesentwurf vor, mit welchem die neue EU-Richtlinie 2011/7/EU zur „Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr“ in deutsches, also innerstaatliches Recht umgesetzt werden sollte; von einem Gesetz ist aber weit und breit nichts zu sehen. „Deutschland ist damit in Verzug, weil die Umsetzung zwingend bis 16. März 2013 zu erfolgen hatte“, so der Geschäftsführer der Bremer Inkasso GmbH, Bernd Drumann.

M

it der Neufassung der Richtlinie gegenüber der alten Fassung aus dem Jahr 2000 sollte durch noch eindeutigere Formulierungen und Einführung klar definierter und spürbarer Sanktionen die Zahlungs(un)moral im Geschäftsverkehr positiv beeinflusst werden. Die Regelungen gelten allerdings nicht, wenn ein Verbraucher am Geschäft beteiligt ist. Die EU-Richtlinie stellte unter anderem – neben vielen anderen Sanktionen - deutlich heraus (Artikel 6 Absatz 3), dass zu den zu ersetzenden Beitreibungskosten ggf. auch die Kosten eines Inkassounternehmens gehören. Der Gesetzesentwurf übernimmt das aber nicht ausdrücklich. In der Begründung wird darauf hingewiesen, dass dieses ja sowieso schon der geltenden Rechtslage in Deutschland zum Ersatz von Rechtsverfolgungskosten entspräche und deshalb keiner Neuregelung bedürfe. Die Praxis sieht leider anders aus. „Sogar das Landgericht Bremen hat kürzlich in zweiter Instanz Inkassokosten – zu Unrecht - abgewiesen. In einigen Abteilungen des Amtsgerichts Bremen ist es leider

gängige Praxis, Inkassokosten abzuweisen“, äußert Drumann sein Unverständnis. „Setzt der deutsche Staat die Richtlinie nicht rechtzeitig oder unzureichend um (etwa weil er die Auffassung vertritt, es müsse im Gesetz nicht ausdrücklich erwähnt werden, dass Kosten eines Inkassounternehmens zu ersetzen sind) kommt sogar rein theoretisch ein Staatshaftungsanspruch auf Schadenersatz gegen den deutschen Staat in Betracht, wenn einem Gläubiger – etwa durch die generelle Versagung der Inkassokosten als Verzugsschaden durch ein deutsches Gericht - ein Schaden entsteht“, so Drumann weiter. „Ich würde mir daher wünschen, dass der Gesetzgeber mit § 288 Abs. 5 BGB-E den Artikel 6 Absatz 3 der EU-Richtlinie auch genauso in deutsches Recht umsetzt. Das würde vermutlich viele unnötige Prozesse vermeiden, die Justiz entlasten und letztlich sogar verhindern, dass sich der deutsche Staat einem möglicherweise bestehenden Schadenersatzanspruch aussetzt.“, so Drumann abschließend. n

Unternehmen investieren mehr in Energieeffizienz

Bilder: pixelio

Unternehmen in Deutschland investieren verstärkt in Energieeffizienz. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag der Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) durchgeführte Umfrage unter Betrieben aus Industrie und produzierendem Gewerbe. So haben die Unternehmen nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahren durchschnittlich 50.000 Euro für Energieeffizienzmaßnahmen ausgegeben. 2011 lag dieser Wert noch bei 30.000 Euro. Auch in Zukunft planen die Betriebe Investitionen in Energieeffizienz, 65 Prozent wollen weitere Maßnahmen realisieren.

G

leichzeitig befürchten die befragten Unternehmen weiterhin steigende Strompreise. 44 Prozent erwarten innerhalb der nächsten zwei Jahre eine starke Erhöhung der Strompreise, 2011 waren es nur 24 Prozent. Für die nächsten fünf Jahre rechnet jedes dritte Unternehmen mit einer deutlichen Zunahme der Preise.Die richtige Antwort auf steigende Strompreise sei nach Ansicht der dena die

28  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

Erhöhung der Energieeffizienz. Die Unternehmen hätten bereits die Chancen und Potenziale erkannt und verstärkt in die energetische Optimierung von Anlagen und Systemen investiert. Wichtig sei aller­ dings, nicht nur die Investitionen zu erhöhen, sondern auch die Qualität der Ener­ gieeffizienzmaßnahmen  sicherzustellen. Die Nutzung eines betrieblichen Energiemanagements bietet die Chance, um vorhandene Effizienzpotenziale systematisch zu erschließen. Der Anteil an Unternehmen, die Maßnahmen zur energetischen Optimierung von Anlagen und Maschinen durchgeführt haben, blieb gegenüber dem Vorjahr mit 60 Prozent auf hohem Niveau stabil. Dabei steigen die Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit. Die Vorgaben für die Verzinsung des eingesetzten Kapitals liegen bei mehr als der Hälfte der Unternehmen bei 25 Prozent und höher. Fördermaßnahmen bieten dabei für etwa jedes

zweite Unternehmen einen Anreiz für Investitionen. Hier setzt beispielsweise das Förderprogramm  „Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand" an. Es gewährt kleinen und mittleren Unternehmen Zuschüsse für Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen.  Das  Programm  des Bundeswirtschaftsministeriums  fördert den  Austausch  von  Altanlagen  gegen hocheffiziente Anlagen sowie die systemische Optimierung. Innovative Energieeffizienz-Projekte in Industrie und Gewerbe zeichnet die dena mit dem jährlich vergebenen, internationalen EnergyEfficiency Award aus. Noch bis zum 30. Juni können sich Unternehmen für den Energy Efficiency Award 2013 bewerben. Alle wesentlichen Informationen zur Teilnahme finden interessierte Unternehmen unter: www.EnergyEfficiencyAward.de n




Existenzgründung & Unternehmensförderung  ■

Am 16. Mai 2013 findet der Innovationstag Mittelstand nunmehr zum zwanzigsten Mal statt. Auch in diesem Jahr werden auf dem Freigelände der AiF Projekt GmbH in Berlin mehr als 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Kooperationsnetzwerke aus ganz Deutschland neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen präsentieren, deren Entwicklung mit Unterstützung des Bundes möglich wurden. Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp Rösler hat sein Kommen zugesagt. Die Leistungsschau "im Grünen", die sich zum traditionellen Treffpunkt des innovativen Mittelstandes entwickelt hat, bietet Gelegenheit, mit Spezialisten unterschiedlichster Technologiebereiche in einen Gedankenaustausch zu treten und in entspannter Atmosphäre mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ins Gespräch zu kommen. Ein Vortragsprogramm zu mittelstandsrelevanten Themen, moderierte Projektpräsentationen, eine Job- und Praktikumsbörse und ein Get Together zum Ausklang des Innovationstages werden die Veranstaltung abrunden. Mit der Organisation des Innovationstages Mittelstand des BMWi wurde wiederum die AiF Projekt GmbH beauftragt. Eine Übersicht über die Aussteller sowie das Vortragsprogramm stehen unter www.zim-bmwi. de/veranstaltungen/innovationstag zur Verfügung. n

Bild: fotolia

20. Innovationstag Mittelstand des BMWi

Information: IHK zu Schwerin Frank Witt  0385 5103-306 witt@schwerin.ihk.de

Hier entsteht ein idealer Standort für Dienstleister. Direkt an der Neumühler Straße entsteht neben dem neu errichteten „Netto”-Markt und dem Eingang zum neuen Wohngebiet „Am Mühlenscharrn” ein neues Dienstleistungszentrum. Mit der Vermietung wurde die VR Immobilien GmbH beauftragt. Lange mussten die Bewohner von Neumühle auf Dienstleistungsangebote für die täglichen kleinen Erledigungen warten. Nach der Öffnung des Netto-Discountmarktes wird nun die Planung zur Errichtung eines Dienstleistungszentrums konkret. Die ersten Anbieter haben sich bereits den Standort gesichert. Neben einer Bank und einer Apotheke werden ein Zahnarzt, eine ambulante Tagespflege, ein Friseur und ein Blumengeschäft den Standort noch attraktiver machen.

Sie sind ebenfalls am Standort interessiert? Dann freuen wir uns, wenn Sie schnell den Kontakt zu uns aufnehmen. Ausreichend Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Alle Mietflächen sind barrierefrei. Weitere Mieter wie Steuerberater, Rechtsanwälte, Ärzte, Anbieter aus dem Gesundheitsbereich oder der Gastronomie sind herzlich willkommen.

Ein Projekt von:

Infrastruktur Service- und Beteiligungsgesellschaft mbH 49492 Westerkappeln

Informationen und Beratungen erhalten Sie bei: VR Immobilien GmbH Alexandrinenstraße 4 • 19055 Schwerin Tel.: (0385) 51 24 04 • Fax: (0385) 55 74 371 info@vr-immo-schwerin.de www.vr-immo-schwerin.de

Wirtschaftskompass 05|2013  ■  29


■  International

Schneller durch den Zoll Der Austausch von Waren und Dienstleistungen mit dem Ausland ist für die deutsche Wirtschaft von größter Bedeutung. So wurden nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2012 Waren im Wert von fast 1,1 Billionen Euro aus Deutschland ausgeführt. Doch nicht immer verbirgt sich hinter jeder Warenlieferung ins Ausland ein sogenannter endgültiger Verkauf. Auch die zeitweilige Verwendung von Waren im Ausland und die anschließende Wiedereinfuhr nach Deutschland kommen in der Praxis häufig vor. An Stelle der sonst üblichen Zollverfahren kann die Nutzung eines Carnets A.T.A. die Abwicklung dieser Geschäfte deutlich vereinfachen.

D

as Wort „Carnet“ stammt aus dem Französischen und heißt so viel wie „Heft“. Die Abkürzung „A.T.A.“ steht für „vorübergehende Verwendung“ (französisch: admission temporaire; englisch: temporary admission). Frei übersetzt heißt „Carnet A.T.A.“ also Zollpassierscheinheft für die vorübergehende Verwendung von Waren. Das Carnet ist ein internationales Zollpassierscheinheft, das die vorübergehende Verwendung von Waren im Ausland erleichtert, in dem die sonst üblichen Zollverfahren für die Ein- und Ausfuhr durch das einfachere Carnet-Verfahren ersetzt werden. Die Zahlung oder Hinterlegung von Zöllen und sonstigen Abgaben in den Einfuhr- bzw. Durchfuhrländern entfällt. Durchschnittlich verlangen ausländische Zollverwaltungen sonst zwischen 20 bis 40 Prozent des Warenwertes als Sicherheitsleistungen vom Reisenden. Diese Werte ergeben sich in der Regel aus der Mehrwertsteuer und Zöllen. Das Carnet-Verfahren funktioniert weil es eine internationale Bürgenkette gibt, die ggf. für den Carnetinhaber in Vorleistung geht und bei berechtigten Ansprüchen der Zollverwaltungen (z. B. bei Nichtwiederausfuhr der betreffenden Waren) die Einfuhrabgaben zunächst begleicht. Diese Bürgenkette setzt sich in der Regel aus den jeweiligen nationalen Verbänden der Industrie- und Handelskammern der beteilig­ ten Länder zusammen. In Deutschland ist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e. V. Teil der Bürgenkette. Zur Abdeckung des mit der Ausgabe von Carnets verbundenen Risikos wurde mit der Euler Hermes Deutschland AG in Hamburg ein Versicherungsvertrag abgeschlossen, der auch die Einschaltung und das Mitspracherecht von Euler Hermes beim Carnet-Verfahren beinhaltet. Euler Hermes kümmert sich u. a. um die Bereinigung nicht vollständig oder unrichtig abgewickelter Carnet-Verfahren, um die Zahlung möglicher Einfuhrabgaben für den Carnet-Inhaber zu vermeiden. Carnets können sowohl für Unternehmen als auch Institutionen und Privatpersonen ausgegeben werden. Zuständig dafür ist jeweils die IHK, in deren Bezirk der Interessent seinen Sitz hat. Da mit jedem Carnet eine Bürgschaft verbunden ist, muss die IHK prüfen, ob sie ein Carnet ausstellen darf. Interessenten haben keinen Rechtsanspruch auf Erhalt eines Carnets.

Für welche Waren kann ein Carnet verwendet werden? Carnets können zunächst für Waren ausgestellt werden, deren beabsichtigter Verwendungszweck nach den internationalen Vereinbarungen erlaubt ist. Darüber hinaus müssen diese Waren zollrechtlich gesehen Gemeinschaftswaren sein. Das sind Waren, die in der Europäischen Union vollständig gewonnen oder hergestellt wurden bzw. die sich nach der Einfuhr aus einem Drittland im sog. zollrechtlich freien Verkehr befinden. Die meisten der Carnet-Anwenderstaaten haben die drei „Basisanwendungen“ Messegut, Warenmuster und Berufsausrüstung ratifiziert. Darunter versteht man: • Messe- und Ausstellungsgüter: Waren, die auf Ausstellungen, Messen, Kongressen oder ähnlichen Veranstaltungen ausgestellt oder verwendet werden. Hierzu gehören auch Standausrüstungen, zur Vorführung benötigte Maschinen, Geräte usw., ferner Übersetzungseinrichtungen, Tonbandaufnahmegeräte, Filme erzieherischen, wissenschaftlichen oder kulturellen Charakters. • Warenmuster: Gegenstände, die eine bestimmte Art bereits hergestellter Waren darstellen oder Modelle von Waren sind, deren Herstellung vorgesehen ist. Diese Muster dürfen im Carnet-Verfahren nur zu Werbezwecken aus- bzw. eingeführt werden. • Berufsausrüstung: Ausrüstungen für Montage, Erprobung, Messung, Prüfung oder Überwachung, sowie Presse, Rundfunk, Fernsehen usw. Ausgeschlossen sind Ausrüstungen, die der ausschließlichen Beförderung, der gewerblichen Herstellung oder dem Abpacken von Waren, der Ausbeutung von Bodenschätzen, der Errichtung oder Instandhaltung von Gebäuden, der Ausführung von Erdarbeiten oder ähnlichen Zwecken dienen. Manche Staaten gestatten neben Messegut, Warenmustern und Berufsausrüstung zusätzlich eine Verwendung des Carnets zu anderen ­Zwecken. Dies ergibt sich aus den nationalen Bestimmungen der jeweiligen Länder. Neben den o.g. Ausschlüssen bei Berufsausrüstungen können Carnets für Verbrauchsgüter, für ins Ausland gegen Entgelt vermietete Waren bzw. für Waren, die im Ausland Veränderungen erfahren

IHK-Exportpreis 2013 Am 3. September 2013 wird anlässlich des Außen­w irtschaftstages  Mecklenburg-Vorpommern 2013 der von den Industrie- und Handelskammern zu Neubrandenburg, zu Rostock und zu Schwerin gestifteten IHKExportpreis 2013 verliehen. Mit der Auslobung des IHK-Exportpreises möchten die Industrie- und Handelskammern in MecklenburgVorpommern hervorragende Unternehmensleistungen bei der konzeptionellen und prak-

30  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

tischen Erschließung internationaler Märkte fördern und würdigen. Um den Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, können sich Unternehmen aller Branchen bewerben, die in Mecklenburg-Vorpommern ihren Hauptsitz haben. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury, die sich aus jeweils einem Vertreter der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern, der Staatskanzlei MV sowie der Germany Trade and Invest - Gesellschaft für Außenwirtschaft und


International  ■

Bild: IHK

Ein Carnet und sonst nichts?

(Veredlung, Reparatur …) ebenfalls nicht verwendet werden. Darüber hinaus sind die Anwendungsbereiche des Carnet-Verfahrens leider nicht in allen Ländern gleich, weil waren- oder verwendungsbezogene Vorgaben bestehen können. Auskünfte über die jeweiligen Besonderheiten erteilt die IHK.

In welchen Ländern können Carnets verwendet werden? Carnets können z. Z. in 45 Staaten außerhalb der Europäischen Union verwendet werden. Die Carnet-Anwenderstaaten sind namentlich auf dem Carnet-Deckblatt aufgelistet. Innerhalb des einheitlichen Zollgebietes der EU werden keine Carnets zur vorübergehenden Verwendung von Waren in den anderen EU-Staaten benötigt. Dennoch sind alle EU-Länder Mitglieder im Carnet-Verfahren, denn sie stellen Carnets für die Verwendung in Drittstaaten aus und akzeptieren Carnets aus Drittländern bei der vorübergehenden Verwendung von Drittlandswaren in der EU. Hier eine nicht vollständige Übersicht wichtiger Carnet-Länder: • Europa: nahezu alle Länder • Asien: China, Hongkong, Indien, Israel, Japan, Korea, Libanon, Thailand, Singapur, VAE • Afrika: Algerien, Marokko, Tunesien, Südafrika incl. Botswana, Namibia, Lesotho und Swasiland • Amerika: Chile, Kanada, Mexiko, USA • Australien: Australien, Neuseeland Verhandlungen mit weiteren Ländern laufen, so dass in gewissen Abständen neue Länder hinzukommen. Die vorübergehende Verwendung von Waren in Taiwan kann nur mit einem Carnet C.P.D. erfolgen. Grundsätzlich wird es genauso behandelt wie ein Carnet A.T.A.

Grundsätzlich reicht ein Carnet aus, um die Zollförmlichkeiten erfüllen zu können (Ausfuhr, Einfuhr mit Sicherheitsleistung, vorübergehende Verwendung, Wiederausfuhr, Wiedereinfuhr). Auch bei nur vorübergehender Verwendung von Waren im Ausland sind alle einschlägigen Vorschriften des Außenwirtschaftsrechts zu beachten. Zusätzlich ist z. B. bei ausfuhrgenehmigungspflichtigen Waren eine entsprechende Genehmigung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erforderlich. Ebenso sind die Sanktionslistenregelungen zu beachten, denn den in diesen Listen aufgeführten natürlichen und juristischen Personen dürfen wirtschaftliche Ressourcen auch nicht nur zeitweilig zur Verfügung gestellt werden. Carnets bieten neben dem Wegfall von Sicherheitsleistungen zusätzlich die Vorteile einer zügigen Grenzabfertigung bei beliebig häufiger Benutzung während der Gültigkeitsdauer von einem Jahr und den überwiegenden Wegfall von sonstigen Aus- und Einfuhrdokumenten. Insgesamt helfen sie, Zeit und Geld zu sparen. Für die Ausgabe der Carnets sind die regional zuständigen IHKs verantwortlich. Hier erhalten Sie Antragsvordrucke, die Carnetformulare und entsprechende Hinweise zum Ausfüllen derselben, zur Verwendung der Carnets und zum Ablauf des Verfahrens. In jedem Fall ist eine rechtzeitige Kontaktaufnahme zur IHK wichtig. Im Zusammenhang mit der Ausstellung eines Carnets und dem damit verbundenen Abschluss einer Kautionsversicherung mit Euler Hermes entstehen Kosten, die vom Warenwert abhängig sind. Bis zu einem Warenwert von weniger als 10.000 Euro betragen diese Kosten z. Z. 35 Euro. Darüber hinaus wird von der IHK eine geringe Ausstellungsgebühr erhoben, von der ein Teil an die Internationale Handelskammer in Paris abgeführt wird, um das CarnetSystem erhalten zu können.

Wer hilft bei Fragen? Diese kurzen Ausführungen sollen lediglich dazu dienen, einige grundsätzliche Punkte darzustellen. Darüber hinaus gibt es viele Einzelheiten, die im Zusammenhang mit der Ausstellung von Carnets zu berücksichtigen sind. Fragen in Zusammenhang können Sie mit den Mitarbeitern des Bereiches International der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin besprechen.  n

Wie lange sind Carnets gültig? Ein Carnet ist ein Jahr gültig. In Ausnahmefällen kann vor Ablauf der Gültigkeitsdauer ein Anschluss-Carnet ausgegeben werden. Dazu ist die frühzeitige Kontaktaufnahme mit der IHK notwendig. Während der Gültigkeit ist die Nutzung in fast allen angeschlossenen Staaten für beliebig viele Verwendungen möglich.

Information: IHK zu Schwerin Rüdiger Wissuwa  0385 5103-211 wissuwa@schwerin.ihk.de

Selbstständige/Freiberufler Standortmarketing mbH zusammensetzt. Die Jury bewertet die Bewerbungen in erster Linie nach den besonderen unternehmerischen Leistungen bei der Erschließung internationaler Märkte. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. Juni 2013. Interessierte Unternehmen können die Ausschreibungsunterlagen bei der IHK zu Schwerin anfordern. n Information: IHK zu Schwerin, Henrike Güdokeit  0385 5103-215, guedokeit@schwerin.ihk.de

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Wirtschaftskompass 05|2013  ■  31


■  International

Informationsveranstaltung zu Jordanien Beim Jordanien-Tag bot die IHK zu Schwerin am 10. April 2013 den teilnehmenden Unternehmen die Chance, sich über wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsmöglichkeiten in Jordanien zu informieren. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der EMA durchgeführt.

M

it seiner zentralen Lage zwischen Europa, Asien und ­Afrika bietet das Königreich Jordanien einen für euro­ päische Firmen wichtigen Zugang zu den Märkten des Nahen Ostens und Nord-Afrikas. Die stabile politische Situation, die stabilen Beziehungen nach Europa sowie die relativ hohe Qualifikation der jordanischen Arbeitskräfte sind Gründe für das zunehmende Interesse ausländischer Unternehmen und Investoren am Zielmarkt Jordanien. Darüber hinaus beeindruckt das Land mit einem fortschrittlichen Gesundheitssystem, das dauernd weiter entwickelt und stark durch die Regierung subventioniert wird. Vor diesem Hintergrund und um wirtschaftliche Chancen und Möglichkeiten in Jordanien aufzuzeigen, organisierte die IHK zu Schwerin gemeinsam mit der EMA (Euro-Mediterranean Association for Cooperation and Development e.V.) die Informationsveranstaltung Jordanien. Als Diskussionspartner standen den Teilnehmern u. a. Länder- und Fachexperten wie Dr. Axel Goehler, Honorarkonsul Jordanien in Norddeutschland, Agnes

Schier, Projektmanagagerin bei der EMA, Michael Pfeiffer, ehem. Geschäftsführer der GTAI sowie Dr. Abdallah Nassour von der Universität Rostock und das Gesundheitsnetzwerk BioCon Valley zur Verfügung. Die Veranstaltung zeigte, dass Jordanien sowie der arabische Raum grundsätzlich großes Geschäftspotenzial haben, das noch weitestgehend ungenutzt ist. Vor allem in den Bereichen der Erneuerbaren Energien sowie der Gesundheitswirtschaft bieten sich für deutsche Unternehmen Geschäftsmöglichkeiten. Deutsche Technologien sind nachgefragt und „Made in Germany“ ist ein wichtiges Gütesiegel. Mit Geduld und Know-How bieten die Märkte des arabischen n Raumes großes Potenzial. Information: IHK zu Schwerin, Annett Reimer  0385 5103-213, reimer@schwerin.ihk.de

2. Wirtschaftstag Kasachstan Das ressourcenreiche und investitionshungrige Kasachstan gelangt als Absatz- und Beschaffungsmarkt stärker in den Fokus. Das stetige Wirtschaftswachstum eröffnet auch für deutsche Unternehmen Potenziale und Chancen.

I

m vergangenen Jahr fand bereits der 1. Wirtschaftstag Kasachstan in der IHK zu Schwerin statt, der Teil einer kasachischen Delegation unter Leitung von Dr. Albert Rau, Erster Vizeminister für Industrie und neue Technologien der Republik Kasachstan sowie Dr. Nurlan Onzhanow, Botschafter der Republik Kasachstan in Deutschland war. Am 15. Mai 2013, 10:00 – 14:00 Uhr wird der 2. Wirtschaftstag Kasachstan im Ludwig-Bölkow-Haus stattfinden. Erneut wird der Wirtschaftstag von der kasachischen Botschaft begleitet. Die Teilnahme des kasachischen Botschafters Dr. Nurlan Onzhanov eröffnet großes Potenzial für die Veranstaltung. Informationen zum Wirtschaftsstandort Kasachstan und die damit verbundenen Chancen und Potenziale erhalten die Teilnehmer von Jörg Hetsch, Delegierter der Delegation der Deutschen Wirt-

schaft für Zentralasien. Weiterhin wird Dr. Andreas Knaul, Leiter der Rechtsberatung in Russland von der Unternehmensberatung Rödl & Partner Einblicke in die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen in Kasachstan geben. Erfahrungsberichte von regionalen Unternehmen, die bereits in Kasachstan wirtschaftlich aktiv sind, schlagen den Bogen nach Westmecklenburg. Das Programm des Wirtschaftstages ist unter www.ihkzuschwerin.de abrufbar. Im Anschluss an die Veranstaltung können interessierte Unternehmen im Einzelgespräch mit Jörg Hetsch individuelle n Fragestellung und Projekte besprechen.  Information: IHK zu Schwerin, Henrike Güdokeit  0385 5103-215, guedokeit@schwerin.ihk.de

Statement Jörg Hetsch „Kasachstan und seine Nachbarn werden unterschätzt. Gerade für deutsche Unternehmen haben sich hier in den vergangenen Jahren viele Marktchancen ergeben. Man muss sie nur ­sehen. Mit einem Engagement in einem der Länder ist man – zumindest im geo­ grafischen Sinne – in der Region an-

32  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

gekommen, kennt die Gepflogenheiten und Besonderheiten. Und das wiederum erleichtert neue Projekte in der Nachbarschaft.“ Jörg Hetsch leitet die Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentral­ asien, die seit 1994 Mitglied des AHK-

Netzwerks und seit 2008 für fünf Länder zuständig ist. Das Büro im kasachischen Almaty betreut die einstigen Sowjetrepubliken Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Kirgistan und Tadschikistan – ein Markt mit insgesamt rund 64 Millionen Einwohnern. n


Recht & Steuern  ■

Änderungen im Vereinsrecht und Stiftungsrecht – BGB Bild: pixelio

Ergänzungen der §§ 21 ff. BGB 1. Unentgeltliche Tätigkeit des Vorstands, § 27 Abs. 3 BGB In Ergänzung von § 27 Abs. 3 BGB wird der Grundsatz der unentgeltlichen Tätigkeit der Mitglieder des Vereinsvorstands festgelegt. Nach § 40 BGB ist § 27 Abs. 3 BGB abdingbar – mittels Satzungsregelung. Der Grundsatz, dass die Mitglieder des Vorstands unentgeltlich tätig sind, findet erst zum 1. Januar 2015 Anwendung, vgl. Art. 12 Abs. 4 des Ehrenamtsstärkungsgesetzes. 2. Haftung von Organmitgliedern und besonderen Vertretern, § 31a BGB Die Haftung von Organmitgliedern oder besonderen Vertretern, die unentgeltlich tätig sind oder eine Vergütung von bis zu 720 Euro jährlich erhalten, gegenüber dem Verein und den Vereinsmitgliedern, wird auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Die Beweislast dafür, dass der Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde, trägt der Verein oder das Vereinsmitglied. Besteht eine Schadenersatzpflicht gegenüber einem Dritten, so können die Organmitglieder/besondere Vertreter von dem Verein die Befreiung von der Verbindlichkeit verlangen; dies gilt allerdings nicht, wenn der Schaden durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht wurde. Die Regelung ist bereits zum 29. März 2013 in Kraft getreten.

Mit dem Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes (Ehrenamtsstärkungsgesetz), Art. 6, werden verschiedene Änderungen im BGB für Vereine geändert. Die Änderungen sind teilweise bereits zum 29. März 2013 in Kraft getreten, vgl. BGBl. vom 28. März 2013, Teil I, Seite 556 ff. 3. Haftung von Vereinsmitgliedern, § 31b BGB Auch Vereinsmitglieder, die unentgeltlich für ihren Verein tätig sind, oder eine Vergütung bis zu 720 Euro jährlich erhalten, haften bei den ihnen übertragenen satzungsgemäßen Vereinsaufgaben dem Verein gegenüber nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Die Beweislast dafür, dass der Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde, trägt der Verein. Besteht eine Schadenersatzpflicht gegenüber einem Dritten, so können die Vereinsmitglieder von dem Verein die Befreiung von der Verbindlichkeit verlangen; dies gilt nicht, wenn der Schaden durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht wurde. Die Regelung ist bereits zum 29. März 2013 in Kraft getreten. 4. Ergänzung von §§ 80 Abs. 2, 81 Abs. 1 BGB, Stiftungen Die Verbrauchsstiftung wird ausdrücklich in das Gesetz aufgenommen, §§ 80 Abs. 2, 81 Abs. 1 Satz 2 BGB. Die dauernde Erfüllung des Stiftungszwecks gilt als gesichert, wenn die Verbrauchsstiftung für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren bestehen soll (Festlegung im Stiftungsgeschäft). Die Regelung ist bereits zum 29. März 2013 in Kraft getreten. n  Autoren: Annika Böhm & Dr. Christian Groß, DIHK Information: IHK zu Schwerin, Stefan Gelzer  0385 5103-514, gelzer@schwerin.ihk.de

110-Euro-Freigrenze bei Betriebsveranstaltungen Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden (VI R 79/10), dass die Aufwendungen einer Betriebsveranstaltung auf die teilnehmenden Arbeitnehmer aufzuteilen sind. Die Aufwendungen stellen dann Arbeitslohn dar, wenn sie Entlohnungscharakter haben. Übersteigen die Aufwendungen je Arbeitnehmer 110 Euro, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig. Dem Urteil lag folgender Sachverhalt zugrunde: Der Kläger veranstaltete für seine Mitarbeiter ein Sommerfest und wandte pro Teilnehmer 175 Euro auf. Eine Lohnversteuerung nahm der Arbeitgeber nicht vor, weil er der Auffassung war, dass diese Kosten übliche Zuwendungen im Rahmen einer Betriebsveranstaltung seien. Die Gren-

ze von 110 Euro sei seit 1993 nicht mehr angepasst worden. Das Finanzamt und Finanzgericht stimmten dieser Auffassung nicht zu und nahmen eine Versteuerung vor. Entscheidung/Begründung des Gerichts: Der BFH hob das Urteil des Finanzgerichts auf und wies es zur erneuten Entscheidung zurück. Die Richter sind der Auffassung, dass zu den aufzuteilenden Kosten nur diejenigen zählen, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Betriebsveranstaltung stehen. Leistungen, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen und durch die der Arbeitnehmer deshalb nicht bereichert ist, sind nicht in die Freigrenze einzubeziehen. In die Ermittlung, ob die Freigrenze überschritten

ist, sind grundsätzlich die den Arbeitgeber treffenden Gesamtkosten der Veranstaltung einzubeziehen und zu gleichen Teilen sämtlichen Teilnehmern zuzurechnen. In die Gesamtkostenermittlung dürfen nach dem BFH nur solche Kosten des Arbeitgebers einfließen, die untrennbar Kosten der Betriebsveranstaltung sind. Individua­ lisierbare und als Arbeitslohn zu berücksichtigende Leistungen sind gesondert zu erfassen. n 

Autorin: Daniela Karbe-Geßler, DIHK

Information: IHK zu Schwerin, Imke Brandt  0385 5103-521 brandt@schwerin.ihk.de Wirtschaftskompass 05|2013  ■  33


■  Recht & Steuern

Bundesarbeitsgericht registriert steigende Verfahren Das Bundesarbeitsgericht hat in seinem Bericht zur Geschäftslage zum 1. Januar 2013 mitgeteilt, dass die Zahl der Eingänge beim Bundesarbeitsgericht erneut gestiegen sei. Im vergangenen Jahr sind insgesamt 4.082 Verfahren anhängig gemacht worden. Das ist die höchste Eingangszahl seit Gründung des Gerichts. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 16,2 Prozent (absolut 661 Rechtsstreitigkeiten). Die Eingänge bei den Revisionen und Rechtsbeschwerden liegen mit 1.209 deutlich über denen des Vorjahres (1.089). Noch stärker stieg die Zahl der Nichtzulassungsbeschwerden mit 2.737 gegenüber dem vorangegangenen Jahr (2.180). Die Erfolgsaussichten sind leicht rückläufig: Von den erledigten Revisionen und Rechtsbeschwerden hatten 23,5 Prozent Erfolg. Bei den Nichtzulassungsbeschwerden belief sich die Erfolgsquote auf 6,5 Prozent. Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts sieht den Grund dafür, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber ihre Konflikte immer häufiger bis zur

letzten Gerichtsinstanz austragen, im geringer werdenden gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie spricht sogar von „Klagewut“. Musterentscheidungen würden immer weniger akzeptiert. Stattdessen werde versucht, die Gerichte mit immer neuen Detailfragen zu befassen. Man schaue zu sehr auf das Eigene und nicht auf das Ganze. Immer öfter seien Diskriminierungsfälle zu entscheiden. Dabei geht es vor allem um Altersdiskriminierung. Diskriminierungen wegen des Geschlechts spielten hingegen nach Aussage der Gerichtspräsidentin nicht mehr die Rolle wie noch vor Jahren. Den Jahresbericht und detaillierte Zahlen finden Sie auf der Internetseite des Bundesarbeitsgerichts. n 

Autorin: Hildegard Reppelmund, DIHK

Information: IHK zu Schwerin, Dr. iur. Katrin Kummer  0385 5103-516 kummer@schwerin.ihk.de

Keine Obergrenze bei Arbeitnehmerhaftung Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 15. November 2012 (Az.: 8 AZR 705/11)

Das hat das Bundesarbeitsgericht im Fall eines Berufskraftfahrers in einer Spedi­ tion entschieden, der nach Alkoholgenuss mit seinem Lkw bei trockener Bundes­ autobahn von der Fahrbahn abgekommen war, wodurch ein Schaden von 17.522 Euro entstand. Diesen Schaden verlangte der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer, der die Zahlung verweigerte. In seiner Begründung weist das Gericht darauf hin, dass der Arbeitnehmer den Schaden grob fahrlässig verursacht habe. Dass ein unter starker Alkoholeinwirkung stehender Kraftfahrer sich nicht mehr ans Steuer setzen dürfe und durch eine Fahrt in diesem Zustand unverantwortliche Gefährdungen erzeuge, sei allgemein bekannt. Nach den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen habe ein Arbeit-

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nehmer bei vorsätzlich verursachten Schäden in voller Höhe, bei leichtester Fahrlässigkeit in der Regel nicht zu haften. Bei normaler Fahrlässigkeit sei von einer Aufteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auszugehen, bei grober Fahrlässigkeit in der Regel von alleiniger Haftung des Arbeitnehmers. Allerdings könne dabei im Einzelfall eine Haftungserleichterung in Betracht kommen. Dies sei durch Abwägung der Gesamtumstände zu bestimmen, wobei Schadensanlass, -folgen, Billigkeits- und Zumutbarkeits­ aspekte eine Rolle spielten. Es könne auch von Bedeutung sein, ob der Verdienst des Arbeitnehmers in deutlichem Missverhältnis zum verwirklichten Schadensrisiko der Tätigkeit stehe. Eine starre summenmäßige Begrenzung komme nicht in Betracht, da es hierzu an einer gesetzlichen Grundlage fehle und eine richterliche Rechtsfortbildung ausscheide. n 

Autor: Hans-Joachim Beckers, DIHK

Information: IHK zu Schwerin Dr. iur. Katrin Kummer  0385 5103-516 kummer@schwerin.ihk.de

Bilder: pixelio

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erursacht ein Arbeitnehmer grob fahrlässig einen Schaden, für den er grundsätzlich haftet, kann zwar im Einzelfall eine Haftungserleichterung in Betracht kommen. Hierfür besteht jedoch keine starre Haftungsobergrenze von drei Bruttomonatsgehältern.


Recht & Steuern  ■

Für die Zukunft alles Gute BAG, Urteil vom 11.12.2012, Az.: 9 AZR 227/11

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ass Arbeitszeugnisse in der Regel nicht besonders repräsentativ für die Leistung des Ausscheidenden sind, dürfte kein Geheimnis sein. Gleichwohl ringen die ehemaligen Vertragsparteien relativ häufig über die richtige Formulierung. Diese muss einerseits der Wahrheit entsprechen, darf aber ande-

rerseits nicht das berufliche Fortkommen des Arbeitnehmers unnötig erschweren. Ob dies bei einer fehlenden Dankesformel der Fall ist, war Gegenstand einer vor Kurzem gefällten Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts. Hier hatte ein scheidender Filialleiter eines Baumarktes ein qualifiziertes Zeugnis mit einer überdurchschnittlichen Leistungsund Verhaltensbeurteilung erhalten, das mit den Worten endete: „Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“. Das allerdings war ihm der Wertschätzung nicht genug und so verklagte er seinen ehemaligen Arbeitgeber nach erfolglosen Verhandlungen auf Erteilung eines Zeugnisses, das mit den Worten enden sollte: „Wir bedanken uns für die langjährige Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine private und berufliche Zukunft alles Gute“.

Zu Unrecht, wie das BAG in Fortführung seiner ständigen Rechtsprechung jetzt erneut entschieden hatte. Der Arbeitgeber sei nach dem Gesetz lediglich verpflichtet, Angaben über Art und Dauer und auf Verlangen des Arbeitnehmers auch über Leistung und Verhalten zu machen. Aussagen über persönliche Empfindungen gehörten damit nicht zum notwendigen Zeugnisinhalt. Sei der Arbeitnehmer mit einer bestimmten Formulierung nicht einverstanden, so könne er im Umkehrschluss die Streichung der gesamten Schlussforn mel verlangen. 

Autorin: Eike Thiel, IHK Stade

Information: IHK zu Schwerin Dr. iur. Katrin Kummer  0385 5103-516 kummer@schwerin.ihk.de

Buchtipps Korrespondenz für Banken, Sparkassen, Versicherungen. Mit Qualität in die Offensive. Das Handbuch für gute Kundenbeziehungen. 2012, 224 Seiten, Gebunden, 19,95 Euro, ISBN-13: 978-3-8029-3901-3WALHALLA FACHVERLAG, Regensburg. Nichts ist wichtiger als gute Kommunikation! Schluss mit leeren Phrasen und althergebrachten Worthülsen! Gefragt sind moderne, klare und korrekt formulierte Geschäftsbriefe. Die zahlreichen Musterbriefe und Formulierungsvorschläge sind die Grundlage für erfolgreiche Geschäftskorrespondenz: transparent – treffsicher – niveauvoll. n

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Unternehmenscoaching - Führungsqualitäten optimieren. 308 Seiten, 40 Grafiken, 39,00 ­Euro. ISBN 978-3-938684-14-6, UVIS Verlag e.K., Burgrieden. Der Masterplan für langfristigen Unternehmenserfolg bietet optimalen Unternehmensschutz. Junge und unverschuldet in Not geratene Unter-nehmen erhalten durch umfassendes Praxis-wissen, Orientierungshilfen zur Selbsthilfe, sich nachhaltig im Markt zu behaupten. Der Masterplan ist die schlüssige Fortsetzung des Standardwerks „Der Existenzgründerzyklus". n Wirtschaftskompass 05|2013  ■  35


■  Recht & Steuern

Insolvenzverfahren Über das Vermögen des Andreas Kiencke, Jg.: 1958, Pampower Straße 60, 19061 Schwerin Geschäftszweig: Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk wurde am 15.03.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 56/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Christian Hafften, Alexandrinenstraße 17, 19055 Schwerin, Telefon: 0385 572770 bestellt. Forderungen sind bis zum 26.04.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Über das Vermögen der Theodora Koot, Landweg 1, 19386 Karbow-Vietlübbe Geschäftszweig: Landwirtschaft wurde am 25.03.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 39/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwältin Bettina Schmudde, Jungfernstieg 51, 20354 Hamburg, Telefon: 040 808136400 bestellt. Forderungen sind bis zum 13.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Über das Vermögen des Peter Steenwijk, Jg. 1972, Landweg 1a, 19386 Karbow-Vietlübbe Geschäftszweig: Landwirt wurde am 25.03.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 581 IN 116/12) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwältin Bettina Schmudde, Jungfernstieg 51, 20354 Hamburg, Telefon: 040 808136400 bestellt. Forderungen sind bis zum 13.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Über das Vermögen der im Handelsregister B des Amtsgerichtes Schwerin, unter HRB 11273 eingetragenen AFA Abgasförderanlagen GmbH mit Sitz in Schwerin, v. d. d. GF Martin Plate, Grömitz Geschäftsanschrift: Ziegeleiweg 11, 19057 Schwerin wurde am 04.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 273/12) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Michael Wilkens, Gerhofstraße 22, 20354 Hamburg, Telefon: 040 8802051 bestellt. Forderungen sind bis zum 17.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Über das Vermögen des Salar Hamed, Jg.: 1972, Lübecker Straße 12, 19053 Schwerin Geschäftszweig (ehemals): Gastronomie wurde am 08.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 67/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Rechtsanwalt Marc Odebrecht, AugustBebel-Straße 4, 19055 Schwerin Telefon: 0385 558540 bestellt. Forderungen sind bis zum 21.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Über das Vermögen der im Handelsregister B des Amtsgerichtes Schwerin, unter HRB 9320 eingetragenen Flächenrecycling Clement GmbH mit Sitz in Lüdersdorf, v. d. d. GF Erhard Clement, Lübeck (verstorben), dieser vertreten durch die Erbengemeinschaft Ingelore Clement, Petra Clement und Susanne Dassau, Lübeck Geschäftsanschrift (ehemals): Hauptstraße 27a, 23923 Lüdersdorf wurde am 05.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 278/12) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Prof. Dr. Mark Zeuner, Beethovenstraße 13, 19053 Schwerin, Telefon: 040 48063911 bestellt. Forderungen sind bis zum 17.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.

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Über das Vermögen des Dr. med. Andreas Gräfe, Jg.: 1957, Poeler Straße 89, 23966 Wismar Geschäftszweig: Radiologie wurde am 03.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 3/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Prof. Dr. Mark Zeuner, Beethovenstraße 13, 19053 Schwerin, Telefon: 040 48063911 bestellt. Forderungen sind bis zum 15.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Über das Vermögen des Ralf Heller, Jg.: 1963, Johannes-Gillhoff-Weg 3, 19306 Neustadt-Glewe Geschäftszweig: Montage von Küchen, Möbeln, Fertigbauteilen etc. wurde am 05.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 76/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwältin Uta Plischkaner, Joh.-Stelling-Straße 1, 19053 Schwerin, Telefon: 0385 591390 bestellt. Forderungen sind bis zum 21.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Über das Vermögen der Helena Neumann, Jg.: 1948, Wendelsdorfer Weg 7, 19069 Alt Meteln Geschäftszweig: Seniorenbetreuung wurde am 09.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 44/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwältin Uta Plischkaner, Joh.-Stelling-Straße 1, 19053 Schwerin, Telefon: 0385 591390 bestellt. Forderungen sind bis zum 22.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Über das Vermögen der Roswitha Göbel, Jg.: 1949, Brunnenstraße 27, 19053 Schwerin Geschäftszweig: Seniorenbetreuung wurde am 09.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 45/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwältin Uta Plischkaner, Joh.-Stelling-Straße 1, 19053 Schwerin, Telefon: 0385 591390 bestellt. Forderungen sind bis zum 22.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Über das Vermögen des Mehmet Tenbel, Jg. 1987, Rosenstraße 48, 19386 Gischow Geschäftszweig (ehemals): Verfuger im Hochbau wurde am 11.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 581 IN 27/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Rechtsanwalt Andreas Franz, Steinstraße 26, 19053 Schwerin, Telefon: 0385 714446) bestellt. Forderungen sind bis zum 27.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Über das Vermögen des Jan Schröder, Jg. 1966, Hamburger Straße 17, 19258 Boizenburg Geschäftszweig (ehemals): Handelsvertretung wurde am 08.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 581 IN 23/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Ulrich Rosenkranz, Osdorfer Landstraße 230, 22549 Hamburg Telefon: 040 8078810 bestellt. Forderungen sind bis zum 02.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Über das Vermögen des Stephan Trültzsch, Jg. 1978, Am Consrader Berg 18, 19086 Plate Geschäftszweig: Trockenbau wurde am 12.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 581 IN 16/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Franz Miedeck, Mozartstraße 2, 19053 Schwerin, Telefon: 0385 5509951 bestellt. Forderungen sind bis zum 27.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.


Aktuelle ihk-veranstaltungsangebote  ■

IHK-Veranstaltungskalender Diese Termine sind nur eine kleine Auswahl des um­fangreichen An­gebotes der IHK-Veran­stal­tungen. Die Gesamtdatei (PDF) sowie die Veranstaltungsdatenbank mit detaillierten Hinweisen sind unter www.ihkzuschwerin.de online abrufbar. Eine direkte Onlineanmeldung ist möglich. Mai Thema: Beratungssprechtag zur Unternehmensfinanzierung Termin: Di. 07.05.2013, 09:00 - 14:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Poel, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Unternehmer, Existenzgründer und andere Interessenten können sich in einem individuellen Beratungsgespräch mit je einem Vertreter der Bürgschaftsbank M-V GmbH, des Landesförderinstituts M-V und der IHK zu Schwerin über die Möglichkeiten von Fördermitteln des Bundes (die über die KfW vergeben werden), des Landes sowie über ihre Besicherung informieren und klären, welche Bedingungen sie selbst erfüllen müssen. Diese Gespräche können gemeinsam oder mit dem Bankvertreter geführt werden. Bei sog. Kleingründungen steht Existenzgründern und Jungunternehmern ergänzend ein Vertreter der Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung (GSA) für ein Beratungsgespräch zu den Förderprogrammen des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich! Referent/en: Berater der Bürgschaftsbank M-V GmbH, der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft M-V mbH, des Landesförderinstituts M-V, der IHK zu Schwerin, der GSA Schwerin Anmeldung: Staatl. gepr. Betriebswirtin Ulrike Fahden, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-307, E-Mail: fahden@schwerin.ihk.de Thema: Intensiv-Sprechtag Frankreich Termin: Mi. 08.05.2013, 10:00 - 15:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Ostsee, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: In Einzelgesprächen erhalten interessierte Unternehmen Informationen zu rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekten des Zielmarktes Frankreich, deren Kenntnis für den Markteintritt und die Marktbearbeitung von Bedeutung sind. Um individuelle Terminabsprachen wird gebeten. Referent/en: Martina Mousseau, AHK Frankreich Anmeldung: Dipl. Kffr. (FH) Annett ­Reimer, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-213, E-Mail: reimer@schwerin.ihk.de

Thema: Informationstag Internet/E-Commerce Termin: Mi. 08.05.2013, 10:00 - 17:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Poel, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Unternehmer, Existenzgründer und andere Interessenten können sich in einem individuellen Gespräch (ca. 1 Std.) über die kommerziellen Möglichkeiten, Risiken und Potenziale ihrer Internet-Nutzung informieren. Weiterhin besteht die Möglichkeit eine vorhandene Website hinsichtlich Layout, Design, Inhalt, Internetrecht, technischer Aspekte sowie Suchmaschinenoptimierung zu analysieren. Der Website-Check sowie die Informationsvermittlung finden in Form von Einzelgesprächen für Unternehmen bzw. für Existenzgründer statt. Wir bitten um vorherige Anmeldung. Referent/en: Berater eBusiness-Lotse Mecklenburg-Vorpommern Anmeldung: Dipl.-Ing. (FH) Angret Mans, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-309, E-Mail: mans@schwerin.ihk.de Thema: Schweriner Wirtschaftsrechtstag 2013 Termin: Mo. 13.05.2013, 14:00 - 17:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Der Generationenwechsel in Deutschland wird immer schwieriger – sowohl für Senior-Unternehmer als auch für potenzielle Nachfolger: Vier von zehn Unternehmen finden derzeit keinen passenden Nachfolger. Neben der demografischen Entwicklung erschweren Qualifikationsmängel und die Unterschätzung des komplexen Nachfolgeprozesses das Zusammenfinden von "Senior-Unternehmern" und Übernehmern. Der Schweriner Wirtschaftsrechtstag 2013 möchte vor diesem Hintergrund erbrechtliche und erbschaftsteuerliche Fragestellungen klären und wichtige Tipps für die praktische Ausgestaltung einer Unternehmensnachfolge geben. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Schwerin durchgeführt. Referent/en: Uwe Ibendorf, Rechtsanwaltssozietät WIGU, Schwerin; Sven Klinger, KLINGER Kanzlei für Erbrecht, Schwerin; Manfred Hartz, "Brücke MV", Waren (Müritz) Anmeldung: Ass. iur. Stefan Gelzer, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-511, E-Mail: VARechtSteuern@schwerin.ihk.de Thema: Versicherungssprechtag Termin: Di. 14.05.2013, 09:00 - 16:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Poel, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Welche Versicherung benötige ich für mich und mein Unternehmen? Hierbei

muss man Nutzen und Risiko genau abwägen. Nichte jede Versicherung ist wirklich sinnvoll. Eine Statusanalyse kann hierbei durchaus Kosten sparen. In individuellen Gesprächen können sich Existenzgründer und Unternehmer von Experten des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute über die betriebliche und persönliche Absicherung beraten lassen. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Referent/en: Berater des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute e. V. Anmeldung: Dipl.-Betriebswirt (FH) Horst Misof, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103311, E-Mail: misof@schwerin.ihk.de Thema: Mein Schuldner zahlt nicht! - Modernes Forderungsmanagement in der Praxis Termin: Di. 14.05.2013, 17:00 - 19:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Modernes Forderungsmanagement spart Zeit und Geld. Auch bei der Beschaffung von Fremdkapital fragen Kreditinstitute nach einem effizienten Forderungsmanagement. Welche unterschiedlichen Möglichkeiten bestehen, seine Forderungen schnell zu realisieren, wird praxisnah vermittelt.Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Schwerin durchgeführt. Referent/en: Dr. Friedhelm Köster, ECOVIS Grieger Mallison Köster, Schwerin Kosten: 25,00 Euro Anmeldung: Ass. iur. Stefan Gelzer, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-511, E-Mail: VARechtSteuern@schwerin.ihk.de Thema: Tag der Handelsvermittler Termin: Mi. 15.05.2013, 9:30 - 15:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-Bölkow-Haus, Raum Mecklenburg, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Die IHK zu Schwerin und die IHK zu Rostock führen zusammen mit der CDH im Norden den Tag der Handelsvermittler durch. In diesem Rahmen wird es Fachvorträge zu folgenden Themen geben: „Unternehmensnachfolge - Unternehmensbewertungen in Handelsvertretungen - Verkauf oder Ausgleichsanspruch?“, „Vertragsscheck für Handelsvertreter“, „Recht aktuell“, „Mobile Commerce für Handelsvertreter“. Referent/en: Prof. Dr. Andreas Kaapke Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart; RAin Charlotte Dany, Geschäftsführerin CDH Hamburg; RA Philipp Krupke, Hauptgeschäftsführer CDH Hamburg; Matthias Weigel, eBusiness-Lotse Mecklenburg-Vorpommern Anmeldung: Dipl.-Ing. (FH) Angret Mans, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-309, E-Mail: mans@schwerin.ihk.de Wirtschaftskompass 05|2013  ■  37


■  Aktuelle ihk-veranstaltungsangebote

Thema: Ländersprechtag Kasachstan Termin: Mi. 15.05.2013, 10:00 - 15:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Ostsee, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: In Einzelgesprächen erhalten interessierte Unternehmen Informationen zu rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekten des Zielmarktes Kasachstan, deren Kenntnis für den Markteintritt und die Marktbearbeitung von Bedeutung sind. Um individuelle Terminabsprachen wird gebeten. Referent/en: Jörg Hetsch, Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien Anmeldung: Dipl. Kffr. (FH) Annett ­Reimer, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-213, E-Mail: reimer@schwerin.ihk.de Thema: Unterrichtung nach dem Gaststättengesetz und Grundlagenschulung zur Lebensmittelsicherheit Termin: Do. 16.05.2013, 14:00 - 18:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin Schwerin, LudwigBölkow-Haus, Raum Ostsee, Graf-SchackAllee 12 Ziele: Nach der Lebensmittelhygiene-VO vom 08.08.2007, § 4, dürfen leicht verderbliche Lebensmittel nur von Personen hergestellt, behandelt und in den Verkehr gebracht werden, die Aufgrund ihrer Ausbildung oder nach einer Schulung ... über die ihrer Tätigkeit entsprechenden Fachkenntnisse... verfügen. Diese Fachkenntnisse sind auf Verlangen der zuständigen Behörde nachzuweisen. Für künftige Gastwirte ist eine solche Pflicht auch im Gaststättengesetz festgeschrieben: Eine Gaststättenerlaubnis wird von der zuständigen Ordnungsbehörde erst dann erteilt, wenn der Antragsteller nach § 4 Abs. 1 Nr. 4 des Gaststättengesetzes anhand einer Bescheinigung der IHK über die Teilnahme an der Gaststättenunterrichtung nachweisen kann, dass er über die Grundzüge der lebensmittel- und hygienerechtlichen Vorschriften unterrichtet worden ist und mit ihnen als vertraut gelten kann. Für die künftigen Gastronomen bietet die Unterrichtung eine hervorragende Informationsmöglichkeit, sich mit den grundlegenden lebensmittelrechtlichen Vorschriften vertraut zu machen. Das Verstehen der deutschen Sprache ist Voraussetzung. Referent/en: Dr. habil. Dieter Thieme, Fachtierarzt, Lützow Kosten: 31,00 Euro Anmeldung: Dipl.-Ing. (FH) Angret Mans, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-309, EMail: mans@schwerin.ihk.de Thema: Europa-Frühstück Termin: Mi. 22.05.2013, 10:00 - 12:30 Uhr

38  ■  Wirtschaftskompass 05|2013

Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Mecklenburg-Vorpommern, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Wie tickt Europa und wie können hiesige kleine und mittelständische Unternehmen von Europa profitieren? Diese und andere Fragen sollen bei unserem "Europa-Frühstück" geklärt werden. Vertreter des Enterprise Europe Network und weitere Experten zeigen Möglichkeiten auf und stehen Rede und Antwort. Anmeldung: Dipl. Kffr. (FH) Annett Reimer, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-213, E-Mail: reimer@schwerin.ihk.de Thema: Beratungssprechtag Marketing Termin: Mi. 22.05.2013, 10:00 - 17:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Poel, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Wie muss ich mein Produkt oder meine Dienstleistung entwickeln, damit es sich vom Angebot meiner Wettbewerber unterscheidet? Benötige ich als Gründer bzw. Unternehmer ein Corporate Design? Die Marketing-Sprechtage werden von Experten und Beratern aus verschiedenen Branchen durchgeführt und richten sich an ExistenzgründerInnen und UnternehmerInnen, die grundsätzliche Fragen zu den Themen Design, Außenauftritt ("Der erste Eindruck zählt") und Markengestaltung haben. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Referent/en: Berater aus verschiedenen Branchen Anmeldung: Dipl.-Ing. (FH) Angret Mans, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-309, E-Mail: mans@schwerin.ihk.de Thema: Informationsbörse für ExistenzgründerInnen Termin: Do. 23.05.2013, 14:00 - 16:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-Bölkow-Haus, Raum Mecklenburg, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Seit vielen Jahren begleitet die IHK zu Schwerin junge ExistenzgründerInnen in die Selbständigkeit. Die bisherige Praxis hat gezeigt, dass das Angebot aus einer Hand von besonderer Bedeutung ist. Mit dieser Veranstaltungsreihe sollen Frauen und Männer aller Alters- und Berufsgruppen angesprochen werden, die an einer Existenzgründung interessiert sind. Sie erhalten Tipps und Informationen rund um ihre Existenzgründung. Referent/en: Aussteller sind u. a.: Agentur für Arbeit, IHK zu Schwerin, HWK Schwerin, Landesförderinstitut MV, Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH, GSA Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH, IHK-Bildungszentrum Schwerin

Anmeldung: Staatl. gepr. Betriebswirtin Ulrike Fahden, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-307, E-Mail: fahden@schwerin.ihk.de Thema: Schule und Wirtschaft in Westmecklenburg Termin: Do. 23.05.2013, 15:00 - 17:00 Uhr Ort: Schwerin, IHK zu Schwerin, LudwigBölkow-Haus, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Auf der Veranstaltung werden u. a. folgende Fragen zur Ausbildungs- und Arbeitswelt in den kommenden Jahren diskutiert und beantwortet: Wie sehen die Arbeitsplätze der Zukunft aus? Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten sollten entwickelt werden, um neuen Anforderungen gerecht zu werden? Welche Konsequenzen hat dies auf die schulische und berufliche Ausbildung? Welche Kompetenzen sind zukünftig in der Berufs- und Arbeitswelt besonders gefragt und welche Chancen bieten sie? Anmeldung: Annelie Müller, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-402, E-Mail: mueller@schwerin.ihk.de Thema: Beratungssprechtag für die Kultur- und Kreativwirtschaft Termin: Do. 23.05.2013, 09:00 - 18:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Poel, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Klärung erster unternehmerischer Ideen, die wirtschaftliche Weiterentwicklung einer konkreten Geschäftsidee, die Verknüpfung mit spezifischen Angeboten für die Kulturund Kreativwirtschaft vor Ort sowie das Networking und der Erfahrungsaustausch. Neben dem wirtschaftlichen Abklopfen von unternehmerischen oder künstlerischen Projekten geht auch um einfache, aber dennoch wichtige Fragen wie z. B.: Was kann ich tun, wenn Rechnungen nicht bezahlt werden? Wie organisiere ich meine Akquise? Referent/en: Norman Schulz, Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, Hamburg Anmeldung: Norman Schulz, Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, Regionalbüro Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Lerchenstr. 28, 22676 Hamburg, Tel.: 040 5577529-23, E-Mail: schulz@rkw-kreativ.de Thema: Unternehmer fragen - Politiker antworten Termin: Do. 23.05.2013, 18:00 - 20:00 Uhr Ort: DEKRA Automobil GmbH, Niederlassung Schwerin, Landeshauptstadt Schwerin, Otto-Hahn-Straße 5


Aktuelle ihk-veranstaltungsangebote  ■

Ziele: Im Rahmen einer zweistündigen Veranstaltung besteht für interessierte Unternehmer/innen die Möglichkeit, Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes MV, Fragen zu stellen. Anmeldung: Sandra Diehn, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-123, E-Mail: diehn@schwerin.ihk.de Thema: Die betriebsbedingte Kündigung Termin: Mi. 29.05.2013, 17:00 - 19:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Nicht selten erfordern betriebliche Belange die Frei- bzw. Umsetzung von Mitarbeitern. Die hierbei notwendige Sozialauswahl bereitet in der betrieblichen Praxis Schwierigkeiten und kann bei fehlerhafter Durchführung zu erheblichen Mehrkosten führen. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Schwerin durchgeführt. Referent/en: Brigitta Zwolski, Direktorin des Arbeitsgerichts Schwerin Kosten: 25,00 Euro Anmeldung: Dr. iur. Katrin Kummer, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-511, E-Mail: VARechtSteuern@schwerin.ihk.de Thema: IHK-Ausbildungsmesse "nordjob 2013" Termin: Do. 30.05.2013, 08:30 - 14:00 Uhr Fr. 31.05.2013, 08:30 - 14:00 Uhr Ort: Schwerin, Sport- und Kongreßhalle, Wittenburger Straße 118 Ziele: Präsentation von Ausbildungs- und Weiterbildungsangeboten, Vermittlung offener Berufsausbildungsstellen, Beratung zu allen Fragen der Berufsausbildung und Weiterbildung. Anmeldung: Jana Horn, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-416, E-Mail: horn@ schwerin.ihk.de Thema: IHK/HWK-Seminarreihe "Baurecht für Unternehmen - Vergütung und Nachträge beim Bauvertrag" Termin: Do. 30.05.2013, 16:30 - 18:30 Uhr Ort: Berufsbildungs- und Technologiezentrum der HWK Schwerin, Werkstr. 600 Ziele: Der unveränderte Bauvertrag bildet in der Praxis die Ausnahme. Jedem Bauvertrag wohnen Änderungspotenziale wegen Mengenabweichungen, geänderten Leistungen oder besonderen Leistungen sowie Bauzeitänderungen inne. Ziel des Seminars ist es, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, vergütungsrelevante Änderungen zu erkennen, die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Nachtragskalkulation und -abrechnung zu beherrschen sowie die Vo-

raussetzungen für eine erfolgreiche Durchsetzung der Vergütungen über Abschlagsund Schlussrechnungen zu kennen. Referent/en: Björn Schugardt, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, Partner bei BRÜGMANN Rechtsanwälte Schwerin/ Hamburg Kosten: 25,00 Euro Anmeldung: Ass. jur. Edwin Ulff, Handwerkskammer Schwerin, Tel.: 0385 7417-160, E-Mail: u.daumann@hwk-schwerin.de Thema: Die Haftung des GmbH-Geschäftsführers, insbesondere aus insolvenzrechtlicher Sicht Termin: Do. 30.05.2013, 18:00 - 20:00 Uhr Ort: Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Schwerin, Werkstr. 600 Ziele: Im Laufe der letzten Jahre ist eine steigende Tendenz der Rechtsprechung ersichtlich, den Gläubigern gegenüber eine unmittelbare Inanspruchnahme der GmbHGeschäftsführer zuzulassen, die dann mit ihrem Privatvermögen einzustehen haben. Dem Risikomanagement kommt daher eine zentrale Funktion im Unternehmen zu. In der Veranstaltung wird zum einen auf die Gefahrenquellen anschaulich aufmerksam gemacht und zum anderen über die Möglichkeiten der Absicherung informiert. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Schwerin durchgeführt. Referent/en: Christian Hafften, Anwälte vom Fach, Schwerin Kosten: 25,00 Euro Anmeldung: Ass. iur. Stefan Gelzer, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-511, E-Mail: VARechtSteuern@schwerin.ihk.de Juni Thema: Interkulturelles Training: Osteuropa Termin: Di. 04.06.2013, 09:00 - 13:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Das Ziel der interkulturellen Trainings für die Unternehmen besteht darin, das Verständnis von (inter-)kulturellen Kommunikationsstandards zu erhöhen, um die Zusammenarbeit mit ausländischen Geschäftspartnern oder Kollegen zu optimieren. Inhaltlich liegt der Fokus dieses Workshops auf den kulturellen Besonderheiten der europäischen Märkte. Referent/en: Alla Winkler, Trainerin für interkulturelles Training Kosten: 40,00 Euro Anmeldung: Dipl. Kffr. (FH) Annett Reimer, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-213, E-Mail: reimer@schwerin.ihk.de

Thema: Beratungssprechtag zur Unternehmensfinanzierung Termin: Di. 04.06.2013, 09:00 - 14:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Poel, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Unternehmer, Existenzgründer und andere Interessenten können sich in einem individuellen Beratungsgespräch mit je einem Vertreter der Bürgschaftsbank M-V GmbH, des Landesförderinstituts M-V und der IHK zu Schwerin über die Möglichkeiten von Fördermitteln des Bundes (die über die KfW vergeben werden), des Landes sowie über ihre Besicherung informieren und klären, welche Bedingungen sie selbst erfüllen müssen. Diese Gespräche können gemeinsam oder mit dem Bankvertreter geführt werden. Bei sog. Kleingründungen steht Existenzgründern und Jungunternehmern ergänzend ein Vertreter der Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung (GSA) für ein Beratungsgespräch zu den Förderprogrammen des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Verfüg ung. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich! Referent/en: Berater der Bürgschaftsbank M-V GmbH, der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft M-V mbH, des Landesförderinstituts M-V, der IHK zu Schwerin, der GSA Schwerin Anmeldung: Staatl. gepr. Betriebswirtin Ulrike Fahden, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-307, E-Mail: fahden@schwerin.ihk.de Thema: Umsatzsteuerliche Besonderheiten bei Auslandsgeschäften Termin: Di. 04.06.2013, 10:00 - 17:00 Uhr Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Graf-Schack-Allee 12 Ziele: Die Umsatzsteuer bei Auslandsgeschäften wirft in Unternehmen immer wieder verschiedenste, teilweise akute Fragen auf. In der Veranstaltung wird grundlegendes Wissen vermittelt und durch Beispiele erläutert. Darüber hinaus gibt es Gelegenheit, im Unternehmen aufgetretene Fragen direkt mit dem Referenten zu diskutieren. Auch die aktuellen Entwicklungen in der Politik wie z. B. die „Gelangensbestätigung“ sind Thema. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Schwerin durchgeführt. Referent/en: Dr. Henning Rüth, KPMG AG Kosten: 95,00 Euro Anmeldung: Dipl.-Finanzwirtin (FH), Dipl.Wirtschaftsjuristin (FH) Imke Brandt, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-511, E-Mail: VARechtSteuern@schwerin.ihk.de Wirtschaftskompass 05|2013  ■  39


■  Kunst & Kultur

Wanderausstellung „Berliner Schloss – Humboldtforum: DAS PROJEKT“ Die Ausstellung ist vom 15. bis 30. Mai 2013 im Atrium der IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Graf-Schack-Allee 12, 19053 Schwerin zu sehen und ist montags bis donnerstags von 9:00 bis 18:00 Uhr und freitags von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die feierliche Eröffnung der Wanderausstellung findet statt am Mittwoch, 15. Mai 2013, um 18:00 Uhr im Ludwig-Bölkow-Haus. Die Ausstellung stellt die Beteiligten an diesem bedeutendsten Kulturbauvorhaben Deutschlands im 21. Jahrhundert vor und erläutert die architektonische Planung und die inhaltliche Idee für das Humboldtforum im Berliner Schloss. Die Wanderausstellung erklärt im Einzelnen das Projekt Berliner Schloss – Humboldtforum und stellt dar, wer in das Humboldtforum einziehen wird: die großen und weltweit einmaligen Sammlungen außereuropäischer Kunst und Kultur der Staatlichen Museen Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Zentral- und Landesbibliothek Berlin mit einem Science-Center zum Thema „Welt

Bild: Franco Stella

der Sprachen“ und die Humboldt-Universität zu Berlin mit Teilen ihrer wissenschaftshistorischen Sammlungen. Mit dem Humboldtforum im Berliner Schloss werden die Kulturen der Welt die Museumsinsel mit ihren Kulturschätzen Europas und des Vorderen Orients ideal ergänzen. Im großen Veranstaltungsbereich im Erdgeschoss wird ein Dialog der Weltkulturen stattfinden. Die Ausstellung skizziert außerdem die wechselvolle Geschichte des Ortes in der Mitte der deutschen Hauptstadt und sie zeigt schließlich das Modell des Berliner Schlosses und die Planung für den Bau des Humboldtforums. Die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum ist Bauherrin und spätere Eigentümerin dieses großartigen Kulturbauvorhabens. Sie wurde 2009 auf der Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gegründet und koordiniert die Interessen der Partner des Projekts, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Zentral- und Landesbibliothek Berlin und der Humboldt- Universität. Außerdem wirbt sie in der Öffentlichkeit für das Projekt und sammelt Spenden für die Rekonstruktion der Fassaden.  n

Bild: pixelio

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Barockfest auf Schloss Ludwigslust am 12. Mai Zum Barockfest auf Schloss Ludwigslust wird am 12. Mai in der Zeit von 11:00 bis 18:00 Uhr eingeladen. Die Stadt Ludwigslust stellt mit ihrem spätbarocken Schloss und dem ausgedehnten Park ein einmaliges architektonisches Ensemble dar, das im Wesentlichen Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand. Das Leben am Ludwigsluster Hofe war geprägt vom fürstlichen Residieren und der Sammelleidenschaft der Herzöge. „Exoten und Exotisches im Barock“ im Park und im Schloss erwartet die Festbesucher. Zahlreiche Veranstaltungen lassen an diesem Tag unterhaltsame Stunden erahnen. n

• Aus dem„Theaterfestfür behinderteMenschen“istdas„Dialogfestival“ entstanden, das in diesem Jahr vom 14. bis 16. Mai 2013 in der Ecolea –­ Internationale Schule Schwerin und im E-Werk zum ersten Mal gemeinsam für behinderte und nicht behinderte Menschen Workshops zur Theaterarbeit unter dem Motto „Lebenskunst: Kunst im Alltag“ anbietet. Am Abend des 16. Mai wird zum Finale ins E-Werk zur öffentlichen Präsentation der entstandenen Aufführung eingeladen. • Anlässlich des Wagner-Jahres lädt Operndirektorin Dr. Ute Lemm am 11. Mai zum Wagner-Spaziergang durch Schwerin, das gern als „Bayreuth des Nordens“ bezeichnet wird, ein. • In der Reihe „Galerie im Theater“ wird am 25. Mai im Parkettfoyer die Ausstellung „Hartwig Hamer – Zeichnungen und Skizzen“ in Kooperation mit dem Schweriner Kunst- und Museumsverein und den Theaterfreunden eröffnet. • Ralf Reichel bringt in einer eigenen Bearbeitung „Timon von Athen“ von William Shakespeare auf die Bühne. Mit dabei sind Musiker der international erfolgreichen Band „BudZillus“. Premiere ist am 10. Mai 2013 im Großen Haus. n

Impressum Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handels­kammer zu Schwerin Eigentümer und Verlag: Industrie- und Handels­kammer zu Schwerin, Postfach 1110 41, 19010 Schwerin, Ludwig-Bölkow-Haus Graf-Schack-Allee 12, 19053 Schwerin Telefon: 0385 5103-0 Telefax: 0385 51 03-999, E-Mail: info@schwerin.ihk.de, www.ihkzuschwerin.de Verantwortlich: Siegbert Eisenach Redaktion: Andreas Kraus Titelfoto: Cordes

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Erscheinungstag: 2. Mai 2013 Verlag: maxpress pr+werbeagentur GmbH & Co. KG Friedrich-Engels-Str. 2a, 19061 Schwerin Telefon: 0385  76  05  20 Telefax: 0385  7  60  52  60, E-Mail: anzeigen@maxpress.de Druck: MOD Offsetdruck GmbH, Gewerbestr. 3, 23942 Dassow Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

Die Zeitschrift ist das offizielle Organ der IHK zu Schwerin. Im freien Verkauf beträgt der Bezugspreis pro Heft 1,50 Euro. Beiträge, die mit Namen oder Initialen des Verfassers gekennzeichnet sind und als solche kenntlich gemachte Zitate, geben nicht un­bedingt die Meinung der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zur Kürzung und Änderung aller ­Beiträge vor. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Quellen­angabe (Belegexemplar erbeten). Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW)


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Die Präventionskampagne für einen gesunden Rücken

„Denk an mich. Dein Rücken“ Prävention lohnt sich – auch finanziell. Das zeigt eine Studie der gesetzlichen Unfallversicherung, für die 300 Unternehmen aus 15 Ländern befragt wurden. Ergebnis: Ein Unternehmen, das einen Euro pro beschäftigter Person und Jahr in betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz investiert, kann mit einem potenziellen ökonomischen Erfolg („Return on Prevention“) in Höhe von 2,20 Euro rechnen. Besonders deutlich wird der Nutzen betrieblicher Prävention beim Thema Rückenbeschwerden. Sie gelten als Volkskrankheit Nummer eins und sind für die Unternehmen mit einer Vielzahl von Folgekosten verbunden. Zum Beispiel durch Arbeitsausfall: Fast 25 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage eines Jahres entfallen auf MuskelSkelett-Erkrankungen. Rund 26.000 Menschen müssen deshalb ihre Erwerbstätigkeit vorzeitig aufgeben. Es gehen Fachkräfte mit wertvoller Berufserfahrung verloren. Als Ersatz muss kurzfristig Nachwuchs gewonnen und ausgebildet werden. Aber auch Beschäftigte, die trotz wiederkehrenden Rückenschmerzes zur Arbeit gehen, sind

für Unternehmen kein Gewinn. Denn Schmerzen und Unwohlsein schmälern die Qualität der Arbeit. Fazit: Rund 16 Milliarden Euro betrug allein 2010 der Ausfall an Bruttowertschöpfung durch Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und Bindegewebes. Was können Unternehmer und Unternehmerinnen tun, um diesen Kosten vorzubeugen? Hier bieten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gemeinsam mit ihren Partnern konkrete Unterstützung an: Seit Januar läuft die neue Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“. Sie wendet sich unmittelbar an Arbeitsschutzverantwortliche in Unternehmen, die dazu beitragen können, arbeitsbedingte Rückenbelastungen zu reduzieren. So vielfältig die Ursachen der Rückenbeschwerden sind, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten der Vorbeugung. Die Prävention kann ebenso in einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen liegen wie in der Unterstützung eines gesundheitsförderlichen Verhaltens der Beschäftigten. Denn ein gesunder

Rücken will weder unter- noch überfordert werden. Eine Gefährdungsbeurteilung hilft dabei, Risiken im Betrieb aufzudecken und Belastungsschwerpunkte zu erkennen. 78 Prozent der europäischen Arbeitgeber betrachten Muskel-Skelett-Erkrankungen als wichtiges Gesundheitsproblem. Höchste Zeit, die Initiative zu ergreifen. Die Kampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ vermittelt das nötige Wissen für einen gesunden Rücken. Sie gibt Tipps und Ratschläge zu Präventionsmöglichkeiten in Betrieben. Weitere Informationen für Unternehmerinnen und Unternehmer unter: www.deinruecken.de


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