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BILD NÜRNBERG ✶ 9. NOVEMBER 2007

Neue Firmen-Zentrale! Hier buddelt der Puma-Chef mit Beckstein das 1. Loch Herzogenaurach – Heimspiel gestern für Ministerpräsident Günther Beckstein und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) in Franken. Beide grif-

fen für die Puma Plaza in Herzogenaurach zum Spaten! Dort baut der Sportartikelkonzern seine neue Firmenzentrale für 700 Mitarbeiter

Schließlich buhlte selbst Nürnberg um diesen Neubau – kam aber nicht zum Zug. Puma-Chef Jochen Zeitz zog die Boom-Stadt Herzo-

samt Outlet-Store. 50 000 Quadratmeter groß, 50 Mio. Euro teuer! Bis Ende 2009 soll´s fertig sein. Für die Region ein äußerst begehrtes Mega-Projekt.

genaurach (Arbeitslosenquote nur 2,5 Prozent) vor. Und erntete gestern großes Lob von Landesvater Beckstein: „Puma fungiert in der Sport-Branche als einer der

weltweit führenden Ideengeber. Die Raubkatze ist halt nicht das größte, aber dafür eines der schnellsten Tiere!“ Und Joachim Herrmann

versprach: „In Sachen Verkehrsanbindung der A3 an Herzogenaurach werde ich mich in München für einen sechsspurigen Ausbau stark machen!“

Lady Lebkuchen Große

1983 hat sie die Fabrik vom Schwager übernommen. Heute laufen 3 Millionen Lebkuchen in N-Langwasser vom Band

Senrie i

Teil 5

NÜRNBERG

Lächeln fürs Geschäft: die Lebkuchen-Chefin im Jahr 1986

Gut behelmt: Jochen Zeitz (li.) und Günther Beckstein schaufeln

Kein EU-Verbot für Schlachtschüssel

Nürnberg – Kleine Metzgereien, Gastwirte und Hausschlachter müssen nicht um ihre Existenz bangen. Der Freistaat Bayern wird die Spielräume, die das neue Hygienepaket der EU ermöglicht, flexibel handhaben, so Verbraucherschutzminister Otmar Bernhard (CSU). Und er fügte an: „Die fränkische Schlachtschüssel ist nicht in Gefahr.“ Jeder registrierte Betrieb, der bislang ordentlich gearbeitet habe, werde die ab 2010 erforderliche Zulassung bekommen.

Gans-Rettung im Dutzendteich Henriette Schmidt-Burkhardt assistiert Bäckermeister Rainer Hüttinger

Lecker! Lebkuchen mit dunkler Schokolade. Die Hochsaison beginnt bei Schmidt im September

Bis zu drei Millionen Lebkuchen werden hier täglich produziert. Henriette Schmidt-Burkhardt (81) am Fließband der Fabrik in N-Langwasser

Nürnberg – Kurioser Einsatz für die Feuerwehr. Sie musste eine Frau (57) aus dem Schlamm des abgelassenen kleinen Dutzendteichs ziehen. Die Frau war in den Morast gewatet, um eine Wildgans vor ihren zwei Hunden zu schützen und war bis zur Hüfte eingesunken. Die Feuerwehrleute bauten einen Steg aus Aluleitern und retteten Frau, Hunde und Wildgans (Foto). Der Vogel kam ins Tierheim.

Wieviel kosten Mandarinen? NÜRNBERG

FOTOS: 10NACH8, KLAUS BECKER, DPA

vergleicht die Preise!

Henriette Schmidt-Burkhardt mit einem Portrait des Firmengründers, ihres Schwiegervaters E. Otto Schmidt

VON VERENA MÜLLER-ROHDE

gie. Die Welt auf den blechernen Lebkuchen-Dosen von Henriette Schmidt-BurkNürnberg – Lichterglanz am hardt (81) ist vor allem eiChristkindlesmarkt, Fach- nes: Weihnachtszauber werk-Romantik und Nostal- pur! Doch im wirklichen Leben ist die agile Senior-Chefin von Lebkuchen Schmidt eine durchaus rational denkende Geschäftsfrau. Top geschminkt und im klassischen Kostüm kommt sie jeden Tag ins Büro der Fabrik in NLangwasser. Nie an Ruhestand gedacht? Henriette SchmidtBurkhardt: „Nicht eine Sekunde, das geht ja gar nicht.“ Drei Millionen Lebkuchen produziert das Unternehmen täglich. 250 ständige Mitarbeiter – in der HochDie bunt verzierte Festtags-Tru- saison bis zu 900 – gehören he ist ein heiß begehrtes Samm- zur Firmen-Familie. ler-Objekt – auch ohne Inhalt

Schlaues Geschäfts-Konzept: Die fertige Ware wird nicht vorrangig in Supermärkten verkauft, sondern an Endverbraucher in alle Welt verschickt. Sogar Papst Benedikt XVI. bestellt sich die süße Nascherei in den Vatikan. Die Idee hatte Firmengründer E. Otto Schmidt, der Schwiegervater von Henriette Schmidt-Burkhardt. 1927 übernahm er einen Eisenbahn-Waggon voller Lebkuchen und startete damit den ersten Lebkuchen-Versandhandel der Welt. Inzwischen kommen viele Aufträge übers Internet. Mehr als 25.000 pro Monat. Einen Computer sucht man allerdings im Büro der Firmen-Chefin vergeblich. „Das habe ich mir nicht mehr beigebracht“, sagt sie. Statt-

dessen stehen Bilder von ihrem geliebten Schäferhund Bubi (6) auf dem Schreibtisch. Sie haben 17 Jahre als Grundschullehrerin in N-St. Leonhard gearbeitet. 1980 starb ihr Ehemann Rudolph Schmidt-Burkhardt, 1983 sein Bruder Martin. Anschließend übernahmen Sie das Geschäft. Eine schwere Aufgabe? „Ich war ja auch schon vorher in der Firma, habe mich um die Menschen dort gekümmert. Also war es nicht so, als hätte man mich ins kalte Wasser geworfen. Den Rest habe ich mir beigebracht. Man kann alles lernen. Ich hätte das Unternehmen auch verkaufen können,

Freitag, 9. November 2007 – Stadt Nürnberg, Bestattungsanstalt, Spitalgasse 1 10:45 Uhr Limmer, Emil, 91 11:15 Uhr Degen, Harry, 84 11:45 Uhr Bittner, Else, 84 St.-Johannis-Friedhof Erdbestattungen 11:30 Uhr Koltzenburg, Ingrid, 64 Kirche EÄF 13:30 Uhr Paulus, Wilhelm Heinz, 79 Reichelsdorf Erdbestattungen 10:30 Uhr Schoger, Irene, 69 EÄF 12:30 Uhr Kleczka, Josef, 72 Südfriedhof Erdbestattungen 12:00 Uhr Wörner, Babette, 75 EÄF

12:30 Uhr Cambanari, Raul, 68 13:00 Uhr Baum, Gertrud Berta, 93 13:30 Uhr Gebhardt, Rosa, 78 Westfriedhof Erdbestattungen 13:00 Uhr Kluge, Günter, 76 FÜRTH Feuerbestattungen 10:00 Uhr Kist, Marie, 81 10:30 Uhr Züfle, Andreas, 28 Erdebstattungen 11:30 Uhr Grötsch, Egbert, 64 13:30 Uhr Lotter, Hans, 95

„Ruhestand? Daran habe ich noch nicht eine Sekunde gedacht“ Was war Ihre bislang wichtigste unternehmerische Entscheidung? „Der Kauf der Lebkuchen-Firma Wicklein als Handelsmarke – das habe ich ganz alleine entschieden. Ein wenig Bammel hatte ich damals schon. Es war richtig. Jetzt haben wir neben dem Versand auch einen

Lebkuchen-Handel.“ Haben Sie Angst, dass Lebkuchen mal aus der Mode kommen? „Lebkuchen sind emotional beladen. Das hört nie auf. Ein wichtiger Trend ist sicher ,Bio‘. Wir haben bereits entsprechende Lebkuchen im Sortiment. Aber das ist schwierig, denn anders als bei einem Bio-Apfel bestehen unsere Produkte aus vielen Zutaten. Und die müssen alle bio-zertifiziert sein.“ Wie sieht die Zukunft von Lebkuchen Schmidt aus? „Ich habe für den Fall meines Todes vorgesorgt. Da ich keine Kinder habe, wur-

de eine Stiftung gegründet. Sie wird die Firma im Geist eines Familien-Unternehmens weiterführen und so die Arbeitsplätze in Nürnberg erhalten.“ Mit 81 noch täglich im Büro, wie halten Sie sich fit? „Ich mache jeden Morgen Gymnastik, gehe viel Schwimmen. Je älter man wird, desto intensiver muss man das machen um nicht einzurosten. Das sage ich meinen Mitarbeiterinnen auch immer. Wenn man sich nicht bewegt, wird man zu dick. Also sage ich: „Kinder, bewegt euch!“

Lesen Sie morgen: Perry Soldan – sein Urgroßvater erfand die berühmten Hustenbonbons mit dem Fähnchen

Nürnberg – Kaum ein Obst, das beim Schälen so herrlich nach Weihnachten duftet wie die Mandarine. Sie macht nicht dick. Und gesund ist sie auch noch. Der große Preisvergleich zeigt, was die süßen Früchte (ein Kilo) heute in Nürnbergs Supermärkten kosten.

Comet

Marktkauf

1,11 Euro

1,19 Euro

Aldi

Real

0,99 Euro

1,59 Euro

Plus

Norma

1,11 Euro

0,99 Euro

Tengelmann Netto 1,49 Euro/ 1,5 kg 1,19 Euro ZUM ✄AUSSCHNEIDEN, JEDEN FREITAG IN BILD

Haikler Umzug! Raubfische verlassen Nürnberg

Bestattungen in Nürnberg/Fürth NÜRNBERG Westfriedhof Feuerbestattungen Krematorium Halle I 09:00 Uhr Hemmer, Arnold, 87 09:30 Uhr Hirschmayer, Paul, 88 10:30 Uhr Flory, Jutta, 64 11:00 Uhr Wozny, Werner, 83 11:30 Uhr Eschenbacher, Martha, 89 Krematorium Halle II 08:45 Uhr Siegel, Peter, 50 09:15 Uhr Huber, Anna, 93 09:45 Uhr Luck, Marianne, 80 10:15 Uhr Schmidt, Martina, 82

Angebote gab es genug. Aber das fand ich verantwortungslos.“

Nach zwei Jahren am Dutzendteich geht es jetzt nach England

Dicker Fang: Chris Brown mit Hai

VON MANUELA WOLF Nürnberg – Große Haifisch-Jagd im Sea Life an der Bayernstraße. Nach über zwei Jahren bricht das Riesen-Aquarium (300 000 Liter Wasser, 3000 Tiere) seine Zelte ab, zieht um nach England. Mitarbeiter holten gestern alle Süßwasser-Fische aus den Becken. Danach waren die gefährlichen Schwarzspitzen-Riffhaie dran. Chris

Brown: „Das war nicht leicht. Die Haie haben sich gut versteckt. Also sind wir zu ihnen rein.“ Keine Angst, gebissen zu werden? „Die Haie hatten bestimmt mehr Bammel als wir.“ Gegen 12.30 Uhr rollte der erste Mega-Truck Richtung Norden. Gut 18 Stunden dauert die Fahrt nach Chessington (südlich von London). „Die Tiere sind op-

timal versorgt“, verspricht Managerin Sandra Schmalzried (29). Die Tanks haben Sauerstoff-Pumpen und ein Alarmsystem. Gibt es Probleme, wird in der Fahrerkabine Alarm ausgelöst. Die heimischen Fische aus Nord- und Ostsee bleiben in Deutschland, werden auf feste Sea-Life-Stationen, wie etwa die in München, verteilt.

Seit heute heute in in Seit England: Ein Ein England: Hai aus aus dem dem Hai Sea Sea Life Life an an der der Bayerstraße Bayerstraße

FOTOS: KARINA PALZER

FOTO: DREIER

DIE ERBEN Heute: Henriette Schmidt-Burkhardt


DIE ERBEN Heute: Henriette Schmidt-Burkhardt