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Whg. Letzte Nachrichten

Währungseinfluss

Einkaufsmanager im Reich der Mitte optimistischer Auch im Mai zeigt der HSBC Einkaufmanagerindex eine schrumpfende chinesische Industrie voraus. Der Wert stieg jedoch überraschend von 48,1 Zählern auf 49,7 Punkte. Damit liegt der ermittelte Wert nur noch leicht unterhalb der Wachstumsschwelle von 50,0 Punkten. Die Prognosen der von Reuters befragten Experten hatten den Wert unverändert bei 48,1 Zählern vorhergesagt. Die Punktezahl im Mai steht für das beste Ergebnis Chinas in den vergangenen 5 Monaten. Frankreichs Einkaufsmanager skeptisch Die Erwartung im Bereich des Produzierenden Gewerbes sank erstmals nach drei Monaten wieder. Die Schätzung für den Mai fiel mit nur noch 49,3 Punkten deutlich schlechter aus als mit 51,2 im Vormonat. Auch der Bereich der Dienstleister fiel mit 49,2 wieder schwächer aus. Hier lag der Vormonatswert bei 50,4 Punkten. Die Beschäftigungssituation fiel den siebten Monat in Folge. Die Geschäftsaussichten haben sich nach einem 11-Tief im April im Mai wieder leicht verbessert.

Positiv

China und Russland schließen Gasbelieferungsabkommen Nach zehn Jahren haben sich die beiden Länder über ein langfristiges Gaslieferungsabkommen geliefert. Nach langen und schwierigen Verhandlungen, in denen es im Kern um die Preisfrage ging, haben die beiden Länder nun eine Übereinkunft erzielt. Der Wert des Vertrages soll bei 400 Mrd. US Dollar liegen. Ab 2018 sollen jährlich 38 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach China exportiert werden. Bisher hat China auf dem Gassektor eng mit Europa kooperiert. Der Energiebedarf der Industrienation ist riesig und wird zu einem großen Teil aus Kohle bestritten. Das schadet aber massiv der Umwelt. Auch Russland möchte seine Lieferungen an mehrere Abnehmer streuen seitdem in Europa immer wieder Forderungen aufkommen den Einkauf partnerschaftlich zu organisieren. Außerdem „drohen“ in wenigen Jahren große Fördermengen von Gas aus Zypern und Griechenland auf den Markt zu drängen. Zur Einordnung: Russland liefert an Europa heute jährlich 130 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Strafzins für Banken – Deutscher Bundesbankchef kann sich das vorstellen In der Diskussion um einen negativen Einlagesatz für geparkte Guthaben bei der europäischen Zentralbank (EZB) hat sich der deutsche Bundesbankchef Jens Weidmann geäußert. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte er: „Wenn Banken dafür zahlen müssen, dass sie ihr Geld beim Eurosystem parken, dann könne das unter anderem den Geldmarkt zwischen den Banken beleben und damit auf die Kreditvergabe an Unternehmen anregen.“ Die Bundesbank lehnt so genannte unkonventionelle Maßnahmen wie den Kauf von Staatsanleihen durch die EZB dagegen ab. Gleichwohl sei noch unklar, ob die EZB überhaupt handeln müsse. Wenn dann solle der Blick eines Notenbankers aber auf den Zinssätzen liegen. EZB Direktor Mersch sagte vor kurzem: „ Die Wahrscheinlichkeit, dass der Gouverneursrat auf seiner nächsten geldpolitischen Sitzung Anfang Juni handelt, ist erheblich gestiegen.“ Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit steigt Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hat im vergangenen Jahr einen Sprung vom neunten auf den sechsten Platz gemacht. Die Schweizer Business School IMD erstellt jährlich eine Studie über die globale Wettbewerbsfähigkeit aller Länder. Auf dem ersten Platz liegt weiterhin die USA, gefolgt von der Schweiz, Singapur und Hongkong. Die USA bleiben Spitzenreiter dank ihrer „widerstandsfähigen Wirtschaft, steigender Beschäftigung und aufgrund ihrer Dominanz in Sachen Technologie und Infrastruktur.“ Deutschlands Stärken liegen bei hoch qualifizierten Arbeitnehmern, verlässlicher Infrastruktur (!) und stabilen politischen Verhältnissen. Deutschland könne aber schon bald aus den top-ten Plätzen herausfallen. Themen wie Mindestlohn, Frühverrentung von etablierten Arbeitskräften und rasant steigende Energiekosten angesichts der Energiewende belasten den Ausblick. Andere Euro-Länder machen ebenfalls Fortschritte. Irland (15.Platz), Spanien (39) und Portugal (43) verbesserten sich. Italien (46) und Griechenland (57) fielen dagegen zurück. Frankreich liegt bei der Wettbewerbsfähigkeit nur auf Rang 27. Besonders die Steuerpolitik des Landes zieht das Ranking runter. Die Grande Nation liegt hier abgeschlagen auf dem 60. Platz.

Neutral

Deutschland weiter auf Expansionskurs Starke Auftragseingänge haben die Deutsche Industrie im Mai erneut wachsen lassen. Der Dienstleistungssektor zeigte sich besonders stark und konnte auf den höchsten Stand seit drei Jahren klettern. Hier konnte der Einkaufmanagerindex von 54,7 auf 56,4 Punkte zulegen. In der Industrie gab es mit -1,2 auf 52,9 Zähler zwar einen kleinen Dämpfer zu vermelden, aber der Kurs bleibt auch in diesem Sektor weiter auf Wachstum eingestellt. Insgesamt war der Mai verbunden mit dem 11. Auftragszuwachs und dem 7. Jobaufbau hintereinander. Exporte in alle Teile der Welt stützen die deutsche Wirtschaft.

Negativ

Noch neutral

Positiv


Technik und Bias New York EUR-USD EUR-JPY USD-JPY EUR-CHF EUR-GBP

Far East

Unterstützung

Widerstand

Bias

1.3635 - 1.3687

1.3671 - 1.3687

1.3650

1.3620 1.3600 1.3750

1.3770

1.3800

Neutral

138.41 - 138.81

138.67 - 139.09

138.00

138.40 138.20 139.70

140.00

140.20

Neutral

101.35 - 101.62

101.36 - 101.76

101.20

101.00 100.70 102.30

102.50

102.80

Positiv

1.2223 - 1.2227

1.2221 - 1.2227

1.2130

1.2100 1.2080 1.2230

1.2250

1.2270

Positiv

0.8300

Neutral

0.8067 - 0.8119

0.8089 - 0.8106

0.8160

0.8120 0.8100 0.8250

0.8270

Ihre Ansprechpartner

Einkaufsmanager sehen Europa auf Wachstumskurs

Folker Hellmeyer Tel 0421 332 2690 folker.hellmeyer@bremerlandesbank.de

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.3707 (08.06 Uhr), nachdem im amerikanischen Handel Tiefstkurse der letzten 24 Handelsstunden bei 1.3635 markiert wurden. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 101.65. In der Folge notiert EUR-JPY bei 138.90. EUR-CHF oszilliert bei 1.2224.

Moritz Westerheide Tel 0421 332 2258 moritz.westerheide@bremerlandesbank.de

DAX 9.697,87 EuroStoxx50 3.187,08 Dow Jones 16.533,06 Nikkei 13.339,23

+ 19,04 + 23,15 + 158,75 + 294,85

Brent Gold Silber

+ -

110,09 1.291,71 19,40

0,28 3,42 0,07

TV-Termine: Freitag 23.05. an der Börse Frankfurt 12.15 Uhr n-tv, ARD Mittagsmagazin ZDF, Phoenix

Dax-Börsenampel:

Ab 8.910 Punkten

Ab 9.160 Punkten

Aktuell

Europas Einkaufsmanager sehen die Eurozone weiterhin auf solidem Expansionskurs. Der Dienstleistungssektor konnte auf 53,5 von 53,1 Punkten zulegen. Wasser in den Wein stellten die Zahlen aus dem produzierenden Sektor dar, wo es einen Rückgang zu verzeichnen gibt. Der Maiwert liegt mit 52,5 unter den 53,4 Zählern aus dem Vormonat. Dies ist zwar keine erfreuliche Entwicklung, aber trotzdem liegt der Wert weiterhin auf Wachstumskurs. Möglicherweise gibt es im zweiten Quartal das stärkste Wirtschaftswachstum seit drei Jahren in der Eurozone zu verzeichnen. Der Markit Flash Eurozone Composite Index liegt mit 53,9 Zählern fast auf Vormonatsniveau (54,0). Deutschland produzierte das kräftigste Wachstum seit 3 Jahren. Frankreich konnte nicht überzeugen.       

Expansion in beiden Sektoren Dienstleister punkten bei Geschäftstätigkeit und Auftragseingängen Stärkster Jobaufbau seit September 2011 in beiden Sektoren Job-Zahlen insgesamt positiv auf niedrigem Niveau Verkaufspreise unter dem Strich weiter reduziert Peripherie mit beschleunigtem Wachstum Beste Auftragseingänge seit Juli 2007 in Peripherie

Im Endeffekt wurden die Zahlen positiv aufgenommen. Frankreich stellt zwar weiter ein Fragezeichen dar, aber gerade die Entwicklungen außerhalb Frankreichs wirken positiv. Auch die Jobentwicklung in den restlichen Euroländern gibt Anlass zur Hoffnung, dass sich der zuletzt beobachtete Positivtrend weiter fortsetzt und in den hohen Arbeitslosenzahlen bemerkbar macht. Dem Euro helfen diese Zahlen vorerst ein wenig weiter. Die Gemeinschaftswährung kann sich nach den europäischen Einkaufsmanagerzahlen um 1,3675 gegenüber dem Dollar stabilisieren. Bei einem Bruch der 1,3660 droht ein Fall unter die 1,3600-Grenze. Nachdem sich aufgrund der FED-Minutes, dem Protokoll der letzten Notenbanksitzung noch ein schwächeres Eurobild abzeichnete. Neue Zweifel an der Einigkeit der FOMC-Mitglieder wurden wach. Es besteht große Uneinigkeit über die zukünftige Zinspolitik und auch die Inflationsaussichten werden sehr ungleich eingeschätzt. Eine sichere Prognose was nach dem Auslaufen der Wertpapierkäufe im Herbst dieses Jahres mit den US-Zinsen passieren wird, ist nach dem Bekanntwerden der verschiedenen Positionen einmal mehr unsicher geworden. Dies belastet den US-Dollar in der Folge. Weitere Zahlen von Gestern: Analog zu den letzten überzeugenden Zahlen aus UK können auch die Einzelhandelsumsätze in Großbritannien überzeugen. Im Jahresvergleich stiegen die Verkäufe im April um 6,9 Prozent. Damit konnten selbst die optimistischen Erwartungen von 5,3 Prozent getoppt werden. Auch im Monatsvergleich fielen die Zahlen stark aus. Statt erwarteter 0,6 Prozent stellte sich der April-Wert auf 1,3 Prozent. Die Vormonatszahlen konnten ebenfalls positive Impulse liefern, sie wurden herauf revidiert. Der Monat um 0,4 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent und der Jahresvergleich um 0,6 Prozentpunkte. Somit wurden die Aprilzahlen mit einer erhöhten Basis verglichen und konnten besonders Traktion entfalten. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt mit der Schaffung neuer Jobs, einhergehenden


Lohnsteigerungen und moderaten Preissteigerungen ließen die Verbraucher in die Läden strömen.

©economy.com Trotz der sich zuletzt abzeichnenden Abkühlung waren die Verbraucher in der Euro-Zone so optimistisch wie seit Herbst 2007 nicht mehr. Das Barometer für die Konsumlaune stieg im Mai von -8,6 Zählern auf -7,1 Punkte.

©reuters

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung in der Parität EURUSD favorisiert. Nachhaltige Trendsignale sind derzeit unausgeprägt.

Viel Erfolg!


Daten Einkaufmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Dienstleister Einkaufmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Dienstleister Einkaufmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Dienstleister Bruttoinlandsprodukt real (2.Schätzung) (qq/yy)

Zuletzt

Konsensus 

51,2 50,4

51,0 50,0

54,1 54,7

53,5 54,0

53,4 53,1 0,8 3,1

53,0 53,0 0,8 3,1

Mai

Mai

Mai

1.Q

Bewertung

Bedeutung

9.00

Kleiner Rücksetzer erwartet.

Mittel

9.30

Schwächer Niveau.

10.00

Etwas leichter prognostiziert.

10.30

Keine erwartet.

auf

hohem Mittel

Hoch

Abweichungen Niedrig


Erstantr채ge Arbeitslosenhilfe

17.Mai

297.000

310.000

14.30

Wieder auf niedrigem Level.

Verkauf bestehender H채user

April

4,59 Mio.

4,68 Mio.

16.00

Etwas prognostiziert.

Mittel

verbessert Mittel


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