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Ak tuell > Seite 6

Optionsscheine Einkaufen zu Schnäppchen-Preisen

W i s s e n > S e i t e 13

Faktoren, die den Optionsscheinpreis bestimmen

08/13 17. September 2013

R o h s t o f f e c ke > S e i t e 14

Zucker Süßer Boden?

Titelgeschichte > Seite 8

Optionsscheine für alle Märkte

www.trading-kompakt.de


Editorial

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Wissen

Rohstoffecke

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Dr. Sebastian Sigler Chefredakteur

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trading trading kompakt

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2 Indizes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Trading-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Aktuell Optionsscheine: Einkaufen zu Schnäppchen-Preisen . . . . . . . .6 Titelgeschichte Optionsscheine für alle Märkte. . . . . . . . . . . . .8 ChartCheck HOCHTIEF, Apple, Boeing. . . . . . . . . . . . . . . 12 Wissen Faktoren, die den Optionsscheinpreis bestimmen . . . . . . . . . . . 13 Rohstoffecke Zucker – Süßer Boden?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Charttechnik: Gold, Kakao, Palladium . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Trading-Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

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Liebe Leserinnen und Leser, In diesen Tagen haben wir ein neues Allzeithoch beim DAX gesehen. Doch irgendwie kam keine Feierlaune auf. Zu viel steht wohl in diesem Jahr noch auf dem Spiel. In den letzten Wochen hat sich der deutsche Leitindex in einem überschaubaren Korridor bewegt, gewissermaßen abwartend, vom quasi ambulant erreichten Allzeithoch einmal abgesehen. Und je nachdem, ob Sie angesichts anstehender Entscheidungen nun dem Bullen, dem Bären oder keinem von beiden glauben: unsere Titelgeschichte nennt Beispiele für Strategien mit Optionsscheinen und zeigt Erwartungshorizonte auf. Aber was ist der Grund dafür, dass derzeit die Märkte relativ wenig Volatilität aufweisen und zugleich recht robust tendieren? Ist es die Hoffnung auf eine vergleichsweise ­Variante bei der Lösung des Syrien-Konflikts? Ist es die Erwartung, die Bundestagswahl hierzulande sei so oder so schon entschieden? Sind es gar Spekulationen über eine weiterhin lockere Geldpolitik der Fed?

Bei näherer Betrachtung wäre es riskant, alles auf eine Farbe zu setzen. Denn eines ist sicher: Früher oder später wird die Volatilität wieder steigen – weswegen sich die Lektüre unserer Rubrik „aktuell“ lohnen könnte. Wählen Sie Ihre ganz persönliche Strategie. Sowohl bei der Einschätzung der Märkte als auch bei der Bundestagswahl. Bieten sich hier und dort ganz unterschiedliche Strategien an oder sehen Sie ganz ähnliche Hebel? Wie dem auch sei – falls Sie hier oder dort danebengelegen haben sollten, gönnen Sie sich zum Trost doch etwas Süßes. Zucker ist jedenfalls derzeit preiswert, und entsprech­ end interessant können entsprechende Hebelprodukte sein. Vergessen Sie über den Genuss der Süße des Lebens aber nicht, die Zeit für sich und Ihre Handelsinteressen zu nutzen – carpe diem! Herzlich, Ihre Redaktion von trading kompakt


Trading-News/Indizes

Aktuell

Titelgeschichte

maxblue

Freebuy-Aktion auf iShares ETFs Kunden von maxblue, dem Online Brokerage­ Angebot der Deutschen Bank, können bis zum 31. Oktober 2013 ­E xchange Traded Funds (ETFs) des ­Emittenten iShares ohne Transaktionskosten handeln. Die Aktion­ gilt für online erteilte­Kauforders im außer­ börslichen Handel über maxblue Direct Trade ab einem Order­volumen von 1.000 Euro pro Trade. Im Rahmen dieser FreebuyAktion werden somit die gemäß aktuellem Preis- und Leistungsverzeichnis anfallenden maxblue-Transaktionskosten nicht in Rechnung gestellt, sondern aufgrund einer Sonder­vereinbarung durch iShares­ ­(BlackRock) übernommen und als Ersatz an die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG vergütet. IShares ist der weltweit führende Anbieter von börsen­gehandelten ETFs. Das Angebot umfasst derzeit weltweit mehr als 600 Produkte auf Aktien, festverzinsliche ­Papiere und Rohstoffe, davon mehr als 180 in Deutschland registrierte ETFs.

ChartCheck

Sucht den Trader 2013 Das von der Commerzbank durchgeführte Börsenspiel „Trader 2013“ ist gestartet. Bis zum 1. November 2013 haben die Teilnehmer kostenlos und risikofrei die Möglichkeit, ihr Traderkönnen mit fiktiven Depots unter Beweis zu stellen. Dazu können sind Aktien, die an den Börsenplätzen Stuttgart und XETR A und Derivate der ­C ommerzbank, die an der Euwax gelistet sind, handeln. Ausgenommen sind 3

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Rohstoffecke

Indizes Marktüberblick

Stand

+/- %

13.09.2013 1 Monat

+/- % 1Jahr

Aktienmärkte weltweit DAX Dow Jones

8.509,42 +1,11% +16,40% 15.376,06 -0,49% +13,56%

S&P 500

1.687,99 -0,36% +15,62%

NASDAQ 100

3.178,28 +1,18% +12,25%

EURO STOXX 50

2.867,11 +0,90% +12,74%

Nikkei 225

14.404,67 +3,88% +60,14%

Hang Seng

22.915,28 +1,66% +14,30%

HSCEI

10.538,94 +3,47% +11,17%

MSCI Emerging Markets

986,84 +2,16% +0,49%

Währungen EUR/USD

1,3297 +0,27% +2,39%

EUR/Yen

132,13 +1,42% +31,28%

EUR/GBP

0,8376 -2,42% +4,18%

EUR/CHF

1,2360 -0,11% +1,75%

EUR/AUD

1,4385 -1,29% +16,80%

Rohstoffe WTI Crude CME ($/bbl)

108,6 +1,94% +10,71%

Gold Forex ($/Unze)

1323,76 +0,20% -25,08%

Aluminium LME Spot ($/t)

1747,00 -5,03% -16,09%

Kupfer LME Spot ($/t)

7010,50 -3,33% -13,01%

Weizen CME ($c/bu)

641,50 +0,00% -27,02%

Mais CME ($c/bu)

Commerzbank

Wissen

Baumwolle ICE ($c/lb)

459 +2,80% -40,70% 84,39 -7,59% +14,43%

Sonstige Euro-Bund-Future

137,94 -2,05%

-1,62%

VDAX-NEW

17,03 +2,52% -16,32%

VIX

14,16 +15,03% +0,78%

Derivate für die Stückzinsen berechnet werden. Es winken tolle Gewinne.­ Für den absolut höchsten Depotwert zum Spielende gibt es den Hauptpreis, einen neuen Jaguar F-Type. Außerdem sind Wochenpreise von jeweils 2.222 Euro für die Trader mit der besten prozentualen Wochen­performance ausgelobt.

Termine


Trading-News

Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

CMC M arkets

Bonus für Neukunden Die auf Differenzkontrakte (CFDs) und Währungen spezialisierte Online-­Handels­ plattform lockt Neukunden mit einem Bonus-Programm. Is hat dazu die CMC Spätsommeraktion 2013 initiiert. Bis zum Ende der Aktion am 31. Oktober 2013 um 23.00 Uhr (MEZ) können Anleger, die ein neues Handelskonto bei CMC Markets eröffnen, Gutschriften auf ihren eventuellen erzielten Gesamtgewinn oder Nachlässe auf den eventuell angefallenen Gesamtverlust erhalten. Basis dafür sind sämtliche im Aktionszeitraum gemachten Trades und der daraus resultierende in Summe realisierter Gewinn oder Verlust. Wurde bis

zum Stichtag 31. Oktober 2013 insgesamt ein Aktionsgewinn erzielt, erhöht CMC Markets diesen um 10 Prozent, maximal jedoch 500 Euro. Sollte bis zum Stichtag 31. Oktober 2013 indes ein Aktionsverlust angefallen sein, wird dieser um 10 Prozent, maximal jedoch 500 Euro in Form einer entsprechenden Gutschrift auf dem Handelskonto des Kunden gesenkt. Die vollständigen Bedingungen dieser Aktion können Anleger hier herunterladen. CMC Markets kann die Spätsommeraktion 2013 jederzeit vorzeitig beenden und den Aktions­z eitraum verkürzen.

comdirect bank

Flat Fee für einige Emittenten Die Direktbank comdirect offeriert seinen Kunden im LiveTrading­eine Flat Fee für den Handel von ausgewählten Derivaten der Emittenten Commerzbank, BNP ­Paribas und Royal Bank of Scotland. Bis zum 31. Dezember 2013 fallen für den Handel von Optionsscheinen und Zertifikaten dieser Emittenten ab 1.000 Euro Ordervolumen je Trade nur 3,90 Euro Order­entgelt an. Das reguläre Orderentgelt je Trade liegt bei 9,90 Euro (bis zum Order­ volumen von 2.000 Euro) und maximal

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59,90 Euro. Das Flat-Fee-Angebot gilt für sämtliche Options­scheine und Zertifikate­ der BNP Paribas­auf Indizes und Währungen, für alle Optionsscheine und Zertifikate der Commerzbank auf alle einzelnen Aktien und für alle Optionsscheine und Zertifikate der Royal Bank of Scotland auf Rohstoffe. Gegebenenfalls anfallende Zuschläge für Order per ­Telefon, Fax oder Brief werden zusätzlich berechnet. Die comdirect bank behält sich vor, die Aktion jeder Zeit zu modifizieren oder zu beenden.

Termine


Damit Sie obenauf sind, gehen wir mit den Kosten runter.

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ter.

2,95 Euro Flat-Fee für Handel von DAX-30 Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten* Gültig 6 Monate ab Eröffnung Dauerhaft kostenloses, leistungsstarkes Depot Kostenlose Real-Time-Push Kursversorgung Breites und unabhängiges Wertpapierangebot

Die Anders Bank. | www.dab.com/traden 089 8895-7000 Das Angebot gilt für Privatpersonen, die in den letzten 12 Monaten kein Depot bei der DAB Bank hatten. Ausgenommen von diesem Angebot sind professionelle Finanzdienstleister und von diesen betreute Depots. Gültigkeit und Laufzeit: Das Angebot ist gültig bis 31.12.2013. Es gilt ab dem Tag der Depoteröffnung und endet nach 6 vollen Kalendermonaten. Als Tag der Depoteröffnung gilt der Tag, an dem die Eröffnungsunterlagen korrekt ausgefüllt und vollständig bei der DAB Bank vorliegen und die Legitimation des Kunden erfolgt ist. *Es gilt für alle Aufträge in Aktien über den Handelsplatz DAB Best Price sowie Optionsscheine, Zertifikate und Aktienanleihen der DAB Star Partner Derivate (Stand 09/2013: BNP Paribas, Commerzbank, HypoVereinsbank, Lang & Schwarz, und Vontobel) im DAB Sekundenhandel. Das Angebot gilt immer für die aktuell gültigen DAB Star Partner Derivate. Kosten: DAB Best Price: Das Grundentgelt im außerbörslichen Handel über den Handelsplatz DAB Best Price beträgt pauschal 2,95 Euro, statt 4,95 bis 29,95 Euro. Hinzu kommen ggf. 0,60 Euro beim Kauf von Namensaktien für die Eintragung ins Aktionärsregister. Aufträge über den Handelsplatz DAB Best Price werden von Lang & Schwarz ausgeführt. Zusätzliches Entgelt für nicht online erteilte Aufträge: 10 Euro. DAB Star Partner Derivate: Das Grundentgelt im außerbörslichen Handel über die Handelsplätze der DAB Star Partner Derivate beträgt pauschal 2,95 Euro, statt 4,95 Euro. SFDs zzgl. 6 Euro Handelsplatzentgelt. Zusätzliches Entgelt für nicht online erteilte Aufträge: 10 Euro. Für andere Handelsplätze und Produkte gelten die Entgelte laut aktuellem Preis- und Leistungsverzeichnis.


Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Einkaufen zu Schnäppchen-Preisen Die Volatilität ist an den Aktienmärkten derzeit vergleichsweise gering – das macht Optionsscheine günstig. Anleger können mit den Papieren auf künftige Kursturbulenzen wetten. Wer sich mit klassischen Standard-Optionsscheinen beschäftigt, kommt um das Thema implizite Volatilität nicht herum. Damit ist die von den Marktteilnehmern erwartete Schwankungsbreite eines Basiswerts gemeint. Die Volatilität, auch Vola genannt, ist seit einigen Wochen vergleichsweise gering. Nutzwert dieser Info für die Anleger: Dies macht Optionsscheine günstig. Wer an künftige steigende Kursschwankungen glaubt, sollte jetzt zugreifen. Warum sind die Papiere günstiger, wenn die Vola steigt? Steigt die er wartete Schwankungsbreite, steigt für die Anleger auch die Chance, dass sich der Basiswert in die gewünschte Richtung bewegt. Dies 6

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führt zu steigenden Optionsscheinpreisen – sowohl bei Call- als auch Put-Scheinen. Sinkt hingegen die Volatilität, fallen auch die Optionsscheinpreise. Wie es derzeit am deutschen Aktienmarkt mit der Volatilität bestellt ist, zeigt der Blick auf den VDA X-New, der von der Deutschen Börse berechnet wird. Der Index bildet die erwartete Schwankungsbreite für den DAX für die nächsten 30 Tage ab. Derzeit notiert das Barometer bei 17 Prozent. Vor zwei Jahren lag der Wert bei mehr als 45 Prozent. Im Jargon wird der VDAXNew auch als Angstbarometer bezeichnet. Der Hintergrund: Fallen die Kurse, gehen die Börsenakteure davon aus, dass die Kursausschläge größer werden. Folge: Die Volatilität steigt – und mit ihr die Nervosität. Umgekehrt ist die erwartete Schwankungsbreite in der Regel niedrig, wenn die Aktienkurse steigen. Der Grund: Nach oben geht es häufig in kleinen Schritten, die Nervosität ist eher gering.


Aktuell

Titelgeschichte

ChartCheck

Beispielsweise kostet der Call-Optionsschein von UBS auf den DAX (UU6N31) mit einem Basispreis von 8.100 Punkten 6,73 Euro, die Laufzeit endet am 21. Februar 2014. Der Optionsscheinrechner eines Onlineportals zeigt: Bei einer impliziten Volatilität von 45 Verschiedene OnlineProzent und anFinanz­portale bieten Tools, sonsten gleich bleidie Auskunft über die Höhe benden Parametern der impliziten­Volatilität würde der Schein der Basiswerte der 12,05 Euro kosten ­Optionsscheine geben. – also fast doppelt so viel wie jetzt. Sollten die A ktienmärkte demnächst wieder hektischer werden und sich auf Talfahrt begeben, wird die Volatilität – und somit der Preis des jetzt gekauften Options­scheins – steigen. Für Anleger, die von fallenden Kursen ausgehen, eignen sich natürlich Put-Optionsscheine besser als Call-Scheine. Auch hier gibt es zurzeit

Wissen

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Schnäppchenpreise. So kostet der Put-Schein von Vontobel auf den Euro Stoxx 50 (VZ0JR A) mit einem Basispreis von 3.075 Punkten 12 Cent. Die Laufzeit endet am 15. November 2013. Die impliziten Volatilität beträgt rund 15 Prozent. Wäre die Volatilität derzeit doppelt so hoch, würde das Papier 65 Cent kosten. Mit Put-Papieren können Anleger ihr Depot also bestens gegen fallende Aktienkurse absichern. Denn der Wert dieser Papiere steigt sowohl durch die fallenden Kurse des Basiswerts als auch durch die mit dem Bärenmarkt einhergehenden Volatilitätsanstiege. Wollen Anleger Optionsscheine zu günstigen Preise kaufen, sollten sie bei der Basiswert-Auswahl Aktien, die in jüngster Zeit in den Keller gerauscht sind, eher meiden. Beispiele dafür sind die Titel der DAXUnternehmen Commerzbank, K&S und ThyssenKrupp. Nach den Kursturbulenzen ist die implizite Volatilität der Aktien gestiegen. Verschiedene Online-Finanzportale bieten Tools, die Auskunft über die Höhe der impliziten Volatilität der Basiswerte der Optionsscheine geben. Gibt man etwa die Wertpapierkennnummer in die Suchmaske ein, so erscheint auf dem Bildschirm unter anderem die Höhe der impliziten Volatilität. Bei dem Call-Optionsschein von Goldman Sachs auf Beiersdorf (WKN: GT6BVB) ist die implizite Volatilität mit 19 Prozent zum Beispiel vergleichsweise gering. Das Papier kostet rund 18 Cent, der Basispreis liegt bei 66 Euro, fällig wird es am 17. Oktober­ dieses Jahres. (Stand: 14.09.2013)

Optionsscheine für Schnäppchenjäger

Stand: 14.09.13, Quelle: onvista.de

Optionsschein

Emittent

Basiswert

WKN

Laufzeit

Bezugsverhältnis

Basispreis

Call Put Call

UBS Vontobel Goldman Sachs

DAX Euro Stoxx 50 Beiersdorf

UU6N31 VZ0JRA GT6BVB

21.02.2014 15.11.2013 17.10.2013

1:100 1:100 1:10

8100 Punkte 3075 Punkte 66 Euro

Kurs in € 6,73 0,12 0,18

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Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Aktuell

Optionsscheine für alle Märkte Anleger können von starken Kursschwankungen beim DAX mit klassischen Warrants ­profitieren. In seitwärts laufende Börsenphasen eignen sich hingegen Inline-Optionsscheine. Die Börse ähnelt in diesem Jahr einer Achterbahnfahrt. Zwischen rund 7.500 und 8.500 Punkten war alles drin. Vorübergehend erreichte der deutsche Leitindex zu Beginn der Woche sogar sein bisheriges Allzeithoch von 8.626 Zählern. Doch die nächste Berg- und Talfahrt könnte schon bald fällig sein. Für viele Anleger sind solche Kursschwankungen ein Wechselbad der Gefühle. Besonders, wenn es wieder mal heißt: wie gewonnen – so zerronnen. Für die Freunde von Hebelprodukten können hingegen Kursturbulenzen wahre Bei der Auswahl der Papiere Glücksgefühle auslösen. Denn mit den Pakönnen Anleger das Risiko ihres pieren sind sie in der Lage, dabei richtig Investments durch die Auswahl gut Kasse zu machen – vorausgesetzt, ihre der Kennzahlen bestimmen. Markterwartung erfüllt sich. Die spekulativ ausgerichteten Investmentvehikel ermöglichen es, auf steigende oder auf fallende Märkte zu setzen. Liegt man richtig, winken überproportionale Gewinne. Liegt man daneben, kommt es zu hohen Verlusten oder – im schlechtesten Fall – zum Totalverlust. Die Klassiker unter den Hebelprodukten sind Optionsscheine, englisch auch Warrants genannt. Der Käufer eines solchen Papiers erwirbt das Recht, einen Basiswert, etwa eine Aktie oder einen Index, 8

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zu einem festgelegten Basispreis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Dieses Recht kann er während der Laufzeit (amerikanischer Optionsschein-Typ) oder zum Ende (europäischer Optionsschein-Typ) ausüben – oder auch nicht. Je nachdem, ob sich die Ausübung für den Optionsschein-Besitzer rechnet oder nicht. Bei der Auswahl der Papiere können Anleger das Risiko ihres Investments durch die Auswahl der Kennzahlen bestimmen. Je höher das Risiko, desto größer die mögliche Rendite. Ein Beispiel: Ein Anleger spekuliert mit einem Call-Optionsschein darauf, dass DAX zum Jahresende bei 9.000 Punkten notiert. Nun sucht er sich das zu seiner Marktmeinung passende Papier. Als Basispreis entscheidet er sich für das aktuelle Niveau des Leitindex, beim DAX waren dies am 14. September 2013 8.500 Punkte. Dabei findet er den von der BNP Paribas emittierten Call-Schein (WKN:


Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

BN4K55), dessen Laufzeit am 20. Dezember 2013 (Ausübungstag) endet. Das Bezugsverhältnis beträgt 1:100 und der Verkaufskurs 3,08 Euro. Für jeden Punkt, den der DAX am Ausübungstag den Basispreis übersteigt, erhält der Inhaber des Scheins einen Wer davon ausgeht, dass es Cent. A ngenomkünftig zu wenig oder nur men, der DAX nomoderaten Kursschwankuntiert zum Schluss gen kommt, der kann auf bei 9.000 Punkten, ­sogenannte Inline-Options­ kassiert der Anlescheine zurückgreifen. ger fünf Euro pro Schein (500 mal 1 Cent). Zieht man von diesem Betrag die Investitionskosten von 3,08 Euro ab, so ergibt sich ein Gewinn von 1,92 Euro pro Optionsschein – das bedeutet einen Investmentertrag von rund 60 Prozent. Der DAX ist in derselben Zeit lediglich um rund sechs Prozent gestiegen. Das heißt, ein Anleger würde in dem Fall mit dem Optionsschein das Zehnfache von dem verdienen, was er mit einem Direktinvestment in den DAX erzielt hätte. Der Hebel wirkt allerdings in beide Richtungen. Geht es mit dem Basiswert nicht in die gewünschte Richtung, kommt es zu überproportionalen Verlusten. Notiert der DAX fei Fälligkeit auf oder unter dem Basispreis, verfällt der Optionsschein wertlos, und der Anleger verliert seinen Kapitaleinsatz komplett. Im obigen Beispiel liegt der Breakeven bei 8.807 Punkten. So weit muss der DAX erst einmal steigen, damit sich das Investment in der Gewinnzone befindet.

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

Wer von fallenden Kursen ausgeht, legt sich einen Put-Optionsschein auf den DAX ins Depot. Beispielsweise das Papier von Vontobel mit der WKN VT88DT. Der Basispreis entspricht dem aktuellen Kurs vom 14. September 2013 und beträgt 8.500 Punkte, die Laufzeit endet am 20. Dezember 2013 und das Bezugsverhältnis lautet 1:100. Hier erhält der Anleger für jeden Punkt, den der DAX fällt, zum Laufzeiende einen Cent ausgezahlt. Der Break-even liegt bei dem Papier bei 8.214 Punkten: Soweit muss der DAX fallen, dass der PutSchein in die Gewinnzone kommt. In der Praxis ist es zumeist so, dass Anleger Optionsscheine bereits während der Laufzeit verkaufen. Ziel ist es, die Scheine gewinnbringend zu veräußern. Die Kursentwicklung der Warrants ist allerdings vor ihrer Fälligkeit nur schwer nachvollziehbar, da viele verschiedene Preisfaktoren wirken. So beeinflussen außer dem Kurs des Basiswerts auch die Schwankungsbreite – Volatilität –, Zinsen, Dividenden, Zinsen und Restlaufzeit den Wert des Papiers. Wer davon ausgeht, dass es künftig zu wenig oder nur moderaten Kursschwankungen kommt, der kann auf sogenannte Inline-Optionsscheine zurückgreifen. Mit ihnen setzen Anleger darauf, dass sich der Basiswert innerhalb eines Kurskorridors bewegt. Dabei gibt es eine untere und eine obere Knock-out-Barriere. Werden die beiden Schwellen während der Laufzeit nicht verletzt, erhalten Anleger zehn Euro pro Optionsschein zurück. Geht die Rechnung auf, winken lukrative Erträge. Reißt eine der Barrieren, kommt es zum Totalverlust. Ein Beispiel: Eine Inline-Optionsschein der Société Générale auf den DAX (WKN: SG4NGW) läuft bis zum 20. Juni 2014. Die untere Barriere liegt bei 4.200 und die obere Barriere bei 9.600 Punkten. Bewegt sich der Index während der gesamten Laufzeit innerhalb dieses Korridors, erhalten Anleger zehn Euro. Bei einem Kaufkurs von 6,89 Euro ergibt sich daraus ein Gewinn von 3,11 Euro. Dies entspricht einem Plus von rund 45 Prozent, was eine jährliche Rendite von rund 60 Prozent ergibt. In einem normalen Marktumfeld ohne extreme Kursschwankungen spielt die Zeit für den Anleger. Denn mit abnehmender Restlaufzeit

Optionsscheine auf den DAX

Stand: 14.09.13, Quelle: onvista.de

Optionsschein

Emittent

Basiswert

WKN

Laufzeit

Bezugsverhältnis

Basispreis

Call Call Put Put

BNP Paribas Goldman Sachs Vontobel Goldman Sachs

BN4K55 GT04FK VT88DT GT52TK

20.12.2013 20.12.2013 20.12.2013 20.12.2013

1:100 1:100 1:100 1:100

8.500 8.000 8.500 9.000

8.807 8.664 8.214 8.428

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Aktuell

Kurs in € 3,08 6,64 2,89 5,72


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BUY END

TA

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Titelgeschichte

ChartCheck

Wissen

steigt die Gewinnwahrscheinlichkeit. So ist es möglich, dass der Kurs des Inliners steigt, ohne dass sich der Basiswert bewegt. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, den Schein schon vor Fälligkeit zu verkaufen. Anleger sollten dabei immer auf dem Schirm haben, dass der maximale Ertrag pro Schein zehn Euro beträgt. Sollte beispielsweise der Kurs des Scheins schon 9,50 Euro oder Sollte der Aktienkurs den mehr betragen und Korridor bis zum Laufzeitende am 27. Juni 2014 nicht verletzen, das Papier noch mehrere Wochen laufen, warten auf Anleger zehn Euro bietet sich möglicherWagnisprämie. weise ein Verkauf an. Strategisch liegt es nahe, mit Inline-Scheinen auf Aktien aus traditionell schwankungsärmeren Sektoren zu setzen. Etwa

Rohstoffecke

Termine

News/Indizes

auf Pharma- oder TelekommunikationsTitel. So bietet die Société Générale einen Inline-Optionsschein auf die Deutsche ­Telekom (WKN: SG4GDU) an, bei dem die untere Barriere bei 7,50 Euro und die obere Barriere bei 12,40 Euro fixiert sind (Stand: 14. September 2013; an diesem Tag notiert die T-Aktie bei 9,90 Euro). Sollte der Aktienkurs den Korridor bis zum Laufzeitende am 27. Juni 2014 nicht verletzen, warten auf Anleger zehn Euro Wagnis­prämie. Bei einem Kauf kurs von 7,71 ist das eine Rendite von rund 30 Prozent oder 39 Prozent per annum. Die Beispiele zeigen also, dass es für jede Marktmeinung die passenden Optionsscheine gibt. Je nach Optionsschein-Typ können Anleger daher auf steigende, fallende oder stagnierenden Märkte setzen.

Inline-Optionsscheine

Stand: 14.09.13, Quelle: Société Générale

Basiswert

WKN

Emittent

Laufzeit

Barrieren in Euro

DAX Deutsche Telekom

SG4NGW SG4GDU

Société Générale Société Générale

20.06.2014 20.06.2014

4.200/9.600 7,50/12,40

Kurs in € 6,89 7,71

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Aktuell


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HOCHTIEF

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Aktuell

Titelgeschichte

Stand: 12.09.2013

Nach voran gegangener Talfahrt hatte die Aktie des deutschen Baukonzerns im Jahr 2012 im Bereich von etwa 35,50 bis 37 Euro einen Boden ausgebildet. Im November startete dann davon ausgehend ein Aufwärtsimpuls, der den Kurs in der Region von 55 Euro katapultierte, ihn im März 2013 sogar an den Widerstand bei 55,92 Euro führte. Dieser erwies sich jedoch zunächst als hartnäckig. Zwei weitere Versuche im Mai und Juli folgten, die ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt waren. Mit dem deutlichen Aufwärtsimpuls in der vergangenen Woche ist nun jedoch ein nachhaltiger Ausbruch zu konstatieren, der mittelfristig für weitere Zuwächse sprechen könnte. Trade-Box HOCHTIEF Aktueller Kurs: 63,39 EUR Chance/Risiko-Verhältnis: 2,1

Ziel: 76,00 EUR Stop: 57,50 EUR

Chance: +16,6% Risiko: –9,3%

Apple

Stand: 12.09.2013

Vom Allzeithoch im September 2012 bei 705,07 US-Dollar stürzte die Aktie des US-Technologiekonzerns bis zum Tief im April 2013 um mehr als 45 Prozent ab. Anschließend bildete sich ein potenzieller Boden aus, der im August mit dem dynamischen Ausbruch über die Marke 465,75 US-Dollar Gestalt annahm. Dann erwies sich jedoch erst einmal das 38,2-%-Fibonacci-Retracement als Hindernis. In der vergangenen Woche gab es davon ausgehend sogar einen größeren Rücksetzer. Dabei wurde die Marke 465,75 US-Dollar getestet, was jedoch als Pullback gewertet werden könnte. Sollte sie halten, würde dies den Ausbruch bestätigen, was spekulative Käufe rechtfertigen könnte. Trade-Box Apple Angenommener Kaufkurs: 480,00 USD Chance/Risiko-Verhältnis: 2,6

Ziel: 545,00 USD Stop: 455,00 USD

Chance: +11,9% Risiko: -5,2%

Boeing

Stand: 12.09.2013

Mit mehr als 45 Prozent Kurszuwachs ist die Aktie des US-Flugzeugbauers bis dato der zweitbeste Performer 2013 im Dow Jones, nach NochIndexmitglied Hewlett-Packard. Das Kurspotenzial könnte aber noch nicht ausgereizt sein, wie ein Blick auf den Chart impliziert. Im Sommer war das Papier noch daran gescheitert, die Hürde bei 107,83 US-Dollar zu knacken, die aus dem ehemaligen Rekordhoch von Juli 2007 resultiert. Es gab ein kurzes Luftholen, bevor der Kurs zuletzt wieder anzog. In der vergangenen Woche wurde dabei besagte Hürde dynamisch überwunden und auch das kleine Zwischenhoch von Juli 109,49 US-Dollar egalisiert, was für spekulative Käufe sprechen könnte. Trade-Box Boeing Aktueller Kurs: 110,09 USD Chance/Risiko-Verhältnis: 2,7

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trading kompakt · 08/1  3

Ziel: 125,00 USD Stop: 104,50 USD

Chance: +11,9% Risiko: -5,1%


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Faktoren,

die den Optionsscheinpreis bestimmen Der Kursverlauf von Standard-Warrants hängt während der Laufzeit nicht nur von der Entwicklung des Basiswerts ab Der Kurs von Optionsscheinen wird hauptsächlich durch die Kursbewegung des Basiswerts bestimmt. Darüber hinaus wirken bei StandardScheinen aber auch noch andere Faktoren, die den Kurs der Warrants während der Laufzeit beeinflussen – insbesondere die Schwankungsbreite (also die Volatilität, siehe dazu unser „Aktuell“) des Basiswerts. Weiterhin spielen Zinsen, Dividenden und Restlaufzeit noch eine Rolle. Dass es verschiedene preisbeeinflussende Faktoren gibt, liegt daran, dass der Preis der jeweiligen – am Terminmarkt gehandelten – Option von bestimmten Marktgrößen abhängt. Das bekannteste und etablierteste Modell zur Berechnung von Optionspreisen ist das BlackScholes-Modell, das 1973 von Fischer Black und Myron Scholes veröffentlicht wurde. Es besagt unter anderem: Der faire Preis einer Option ist derjenige, bei dem sich Gewinn- und Verlustwahrscheinlichkeit die Waage halten. Basiswert Der wichtigste Einflussfaktor ist der Basiswert. Bei einer Call-Option gilt: Steigt der Kurs des Basiswerts, gewinnt auch der Call an Wert, da der sogenannte innere Wert der Option zunimmt. Dieser ergibt sich bei Call-Optionen aus der Differenz zwischen dem Kurs des Basiswerts und dem Ausübungspreis (Basispreis). Fällt der Kurs des Basiswerts, verliert der innere Wert der Call-Option an Wert. Volatilität Nach dem Basiswert hat die erwartete Schwankungsbreite (implizite Volatilität) den größten Einfluss auf die Optionspreise. Da bei Optionen der Kurs des Basiswerts sowie Laufzeit, Zinsen und Basispreis bekannt sind, können Finanzmathematiker 13

trading kompakt · 08/1  3

über ein Optionspreismodell die Volatilität der Optionspreise ableiten. Steigt die Volatilität, steigt auch der Optionspreis, da auch die Chance steigt, dass der Basiswertkurs stärker ausschlägt und somit das Kursziel erreicht wird. Zinsen Der Käufer eines Calls muss zunächst nur die Optionsprämie bezahlen und nicht den vollen Preis für den Basiswert, den er erst bei Ausübung der Option kauft. Bis zum Ausübungstag kann der Käufer den verbleibenden Betrag fest anlegen. Im Gegenzug muss er dem Verkäufer des Calls, der ja bereits in den Basiswert investiert hat, einen Preisaufschlag bezahlen. Je höher der Marktzins, desto größer ist der Vorteil für den Käufer und desto teurer wird der Call. Deshalb führen steigende Zinsen zu höheren Call-Optionspreisen. Bei Puts ist es genau umgekehrt. Der Käufer eines Puts verkauft seinen Basiswert erst zum Ausübungstag. Das bis dahin gebundene Kapital kann er also nicht zinsbringend investieren. Im Gegenzug bekommt der Put-Käufer einen Preisabschlag. Deshalb führen steigende Zinsen zu fallenden Put-Optionspreisen. Dividenden Nach der Dividendenausschüttung verringert sich der Preis der entsprechenden Aktie um den Betrag der pro Aktie ausgezahlten Dividende. Je höher die Dividende, desto höher die Kursabschlag. Grundsätzlich gilt (wie bereits erläutert): Ein Call verliert bei fallenden Kursen an Wert – der Wert des Puts steigt hingegen. Daher führen steigende Dividenden zu sinkenden CallOptionsscheinpreisen. Fallende Dividenden führen hingegen zu steigenden Call-Optionsscheinpreisen. Bei Puts wirkt dieses Prinzip umgekehrt: Steigende Dividenden führen zu steigenden Put-Optionspreisen. Und sinkende Dividenden führen zu fallenden Put-Optionskursen. Restlaufzeit Je geringer die verbleibende Laufzeit einer Option, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass es noch zu starken Kursschwankungen kommt. Wie beschrieben sind jedoch Kursbewegungen notwendig, damit sich die Preise für Calls (in steigenden Märkten) und Puts (in fallenden Märkten) positiv entwickeln. Eine sinkende Restlaufzeit führt deshalb zu tendentiell sinkenden Optionspreisen. Preisbeeinflussende Faktoren bei Optionsscheinen Einflussgröße Basiswert Volatilität Zinsen Dividenden Restlaufzeit

Veränderung der Größe

Einfluss auf fairen Preis eines Calls

Einfluss auf fairen Preis eines Puts

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ChartCheck

Wissen

Zucker: Süßer Boden? Der Zuckerpreis an der Terminbörse ICE purzelte seit den Hochs Anfang 2011 deutlich in den Keller. Zuletzt gab es jedoch den Versuch einer Bodenbildung. Wird er gelingen? Mehr als 36 US-Cent zahlte man im Januar 2011 für ein US-Pfund Zucker. Im Juli 2013 waren es zum Tief weniger als 16 US-Cent. Die weltweit steigende Produktion in den vergangenen Jahren erhöhte das Angebot, was den Bedarf mehr als deckte – folglich die Preise drückte. Auch für das Wirtschaftsjahr 2013/14 (bis Ende September) geht Zucker – März-Future (ICE)

Quelle: tradesignalonline.com, Stand: 11.09.2013

Derivate auf Zucker (aktuelle Basiswerte: JPMCCI - Sugar und Oktober-Future (ICE)) Typ

WKN

Basispreis/Knock-out

Laufzeit

Indexzertifikat

VT1FCK

-

open end

-

Hebel-Zert. (long) CZ7T3M 12,80/13,00 US-Cent

open end

3,87

Hebel-Zert. (short) CZ1ZSQ

open end

4,00

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trading kompakt · 08/1  3

21,30/20,90 US-Cent

Hebel

die Internationale Zuckerorganisation (ISO) von einem Überschuss aus. Es wäre der vierte in Folge. Er dürfte sich zwar zum Rekordwert 2012/13 von 10,3 auf 4,5 Mio. Tonnen verringern, wäre aber immer noch stattlich. Basis dieser Annahme ist ein prognostiziertes Produktionsplus von 1,2 Prozent auf 180,8 Mio. Tonnen bei zugleich steigendem Bedarf um 2,1 Prozent auf 176,3 Mio. Tonnen. Angebotssorgen scheinen somit auf absehbare Zeit nicht zu erwarten und es müsste schon dramatisches passieren, zumal auch die weltweiten Läger gut gefüllt sind. Ende 2012/13 wurden etwa 74 Mio. Tonnen gebunkert – rund 42,9 Prozent des jährlichen Verbrauchs. Die Zuckerpreise an der ICE zogen zuletzt dennoch an. Zwar gab es zwischenzeitlich einen Rücksetzer, dieser wurde mit den Zuwächsen in den vergangenen beiden Wochen jedoch ausgeglichen. Spekuliert wird, dass der Überschuss 2013/14 weniger groß ausfällt als bislang erwartet. Ein weiterer Grund ist wohl die zuletzt auszumachende Aufwertung von brasilianischem Real und indischer Rupie zum USDollar. Exporte aus den beiden größten Zuckerproduzenten sind damit weniger attraktiv und reduzieren tendenziell das Angebot auf dem Weltmarkt. Aber reichen diese Faktoren aus, um für eine nachhaltige Bodenbildung zu sorgen? Für weiter steigende Kurse spräche ein nachhaltiger Ausbruch über die Hürde 17,78 US-Cent und die übergeordnete Abwärtstrendlinie. Das sich daraus ergebende LongSignal wäre jedoch sehr spekulativer Natur, angesichts der fundamentalen Lage. Sie bleibt ein potenziell belastender Faktor, die dem jüngsten Versuch einen Boden zu bilden, schnell wieder die Basis entziehen und damit zu einer Fortsetzung der übergeordneten Abwärtsbewegung führen könnte.


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Gold – Spotpreis in US-Dollar

Aktuell

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Stand: 13.09.2013

Von seinem Tief im Juni 2013 bei 1.180 US-Dollar hatte der Goldpreis eine Gegenbewegung gestartet. Sie entwickelte sich zu einer kräftigen Erholung, die den Kurs bis Ende August um fast 21 Prozent anschob. Der Kurs erreichte damit das 38,2-%-Fibonacci-Retracement der Abwärtswelle von Oktober 2012 bis Juni 2013 sowie die kleine aus dem Zwischenhoch von Juni 2013 resultierende Hürde bei 1.424 US-Dollar. Die Hindernisse konnten jedoch nicht geknackt werden. Es folgte eine Korrektur, die sich zuletzt dynamisch fortsetzte. Die kurzfristige Aufwärtstrendlinie wurde dabei verletzt, was für weitere Abgaben sprechen könnte. Vorstellbar ist dabei auch ein Test des Junitiefs. Derivate auf Gold (Basiswert: Spotpreis in US-Dollar) Typ Indexzertifikat (Quanto) Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

WKN GS72X2 VT1DXQ VTA8ZA

Basispreis/Knock-out 991,872/1.005,618 US-Dollar 1.647,47/1.624,60 US-Dollar

Laufzeit open end open end open end

Hebel 4,05 3,98

Kakao – Dezember-Future (ICE)

Stand: 13.09.2013

Der Kakaopreis ist im August dieses Jahres sehr dynamisch über seine Abwärtstrendlinie seit September 2012 geklettert. Gleichzeitig kratzte er mit einem Zwischenhoch im Mai 2013 an dem Widerstand bei 2.449 US-Dollar. Es folgte eine dreiwöchige Konsolidierungsphase im Bereich dieser Marke, bevor sich der Anstieg zuletzt dynamisch fortsetzte. In der Vorwoche kratzte der Kurs dabei an der kleinen horizontalen Hürde bei 2.556 US-Dollar. In der vergangenen Woche wurde sie deutlicher übersprungen und es sieht nach einem nachhaltigen Ausbruch aus. Damit ist der Weg aus charttechnischer Sicht theoretisch frei bis 2.725 US-Dollar, dem Hoch von September 2012. Derivate auf Kakao (aktuelle Basiswerte: JPMCCI - Cocoa und Dezember-Future (ICE)) Typ Indexzertifikat Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

WKN VT1FCM CK6HEX DZ48E3

Basispreis/Knock-out 1.966,63/2.017,29 USD 3.230,66/3.183,63 USD

Laufzeit open end open end open end

Hebel 4,07 4,06

Palladium – Spotpreis in US-Dollar

Stand: 13.09.2013

Die Korrektur im Juni 2013 führte Palladium zur langfristigen Aufwärtstrendlinie, die damit aufs Neue getestet wurde. Kurzzeitig verletzt hielt sie, wie in den vergangenen Monaten mehrmals, auch diesmal stand. Es gab eine kräftige Erholung, die den Preis vom Tief im Juni bis Mitte August um 22 Prozent in die Höhe katapultierte. Kurz vor Erreichen der Widerstandszone von etwa 769,75 bis 786,50 USDollar war jedoch Schluss. Es folgte eine deutliche Korrektur. Damit rückt nun wieder die langfristige Aufwärtstrendlinie in den Fokus. Ein erneuter Test ist vorstellbar, bei dem es durchaus Rücksetzer bis zu den Zwischentiefs 643,50 und 626,70 US-Dollar geben könnte. Derivate auf Palladium (Basiswert: Spotpreis in US-Dollar) Typ Indexzertifikat (quanto) Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN GS72X1 DX152S DZN41X

trading kompakt · 08/1  3

Basispreis/Knock-out 532,00/546,65 USD 866,28/837,05 USD

Laufzeit open end open end open end

Hebel 4,13 4,12


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ChartCheck

Wissen

Rohstoffecke

Volkswirtschaftliche Termine Impressum Herausgeber: Weimer Media Group GmbH, Maximilianstraße 13 80539 München

Datum

Uhrzeit (MEZ)

Land

Termin

18.09.2013

18:30

USA

Fed, Zinsbeschluss der Ratssitzung 17./18.09.

22.09.2013

-

China

24.09.2013

10:00

Deutschland

24.09.2013

16:00

USA

Verbrauchervertrauen, Conference Board September Einkaufsmanagerindizes (1. Veröffentlichung) September

Chefredakteur: Dr. Sebastian Sigler

24.09.2013

-

EWU

Chefin vom Dienst: Nina Bradinova

25.09.2013

14:30

USA

30.09.2013

-

China

Verlagsleitung: Michaela Ellen Lenz Tel. 08022-7044443 Mobil: 0171-5597641 michaela.lenz@boerse-am-sonntag.de Anzeigenleiter/Mediaberater: Wolfgang Hansel Tel: 08022-7044443 Mobil: 0173-6762590 hansel@weimermedia.de Layout: addna, Nürnberg Technik: Marcus Brauer, menthamedia Bildnachweis: fotolia Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt.

Einkaufsmanagerindex verarb. Gew. (HSBC) (1. Veröff.) Sep. ifo Geschäftsklimaindex September

Auftragseingänge langlebige Güter August Einkaufsmanagerindex verarb. Gew. (CFLP) September

01.10.2013

16:00

USA

02.10.2013

13:45

EWU

ISM-Index (verarbeitendes Gewerbe) September EZB, Ergebnis der Ratssitzung

03.10.2013

16:00

USA

ISM Index (Dienstleistungsgewerbe) September

04.10.2013

14:30

USA

08.10.2013

12:00

Deutschland

Arbeitsmarktbericht September Auftragseingangsindex verarbeitendes Gewerbe August

11.10.2013

14:30

USA

Einzelhandelsumsätze September

17.10.2013

15:15

USA

Industrieproduktion & Kapazitätsauslastung September

Auflage: 25.000 Erscheinungsweise: monatlich, jeden dritten Dienstag Amtsgericht: München HRB 198201 Anmeldung: Um „trading-kompakt “ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.trading-kompakt.de

Rohstofftermine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Land

Termin

18.09.2013

18:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

19.09.2013

13:30

USA

USDA, Exportbericht (Woche)

Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „trading-kompakt“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@trading-kompakt.de

20.09.2013

21:30

USA

CFTC - Daten zur Positionierung der Anleger

25.09.2013

18:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

Leserservice: leserservice@trading-kompakt.de

27.09.2013

21:30

USA

CFTC - Daten zur Positionierung der Anleger

Archiv: www.trading-kompakt/archiv

02.10.2013

18:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

Geschäftsführer und Verleger: Dr. Wolfram Weimer

Risikohinweise / Disclaimer: „Sie erhalten diesen Newsletter als kostenlosen Service der Weimer Media Group GmbH. Alle veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen werden von der Herausgeberin mit großer Sorgfalt erstellt; da die Redaktion ihrerseits aber auch auf Quellen Dritter angewiesen ist und auch den Mitarbeitern der Herausgeberin Fehler unterlaufen können, kann für die Richtigkeit aller Angaben keine Garantie übernommen werden. Die Herausgeberin will ihren Abonnenten die Möglichkeit bieten, sich eine unabhängige und eigenverantwortliche Meinung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten abgeben. Die zur Verfügung gestellten Informationen sollen auch keine Beratung darstellen oder insbesondere ersetzen. Es wird fehltgend empfohlen, sich stets auch immer aus anderen Quellen zu informieren. Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden, dass der Redakteur oder einzelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegenstand von Analysen oder anderen Berichten sind. Umso mehr stellen die veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen immer auch eine persönliche Meinung des Autors dar und erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf alleinige Richtigkeit. Wir verweisen insbesondere auf § 675 II BGB, wonach die Weimer Media Group GmbH, unbeschadet der sich aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, einer unerlaubten Handlung oder einer sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergebenden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Empfehlung entstehenden Schadens nicht verpflichtet ist.“ Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer Media Group GmbH erklärt ausdrücklich, keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten zu haben. Daher distanziert sich die Weimer Media Group GmbH von den Inhalten aller verlinkten Seiten und macht sich deren Inhalte ausdrücklich nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten vorhandenen ­Hyperlinks, ob angezeigt oder verborgen, und für alle Inhalte der Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen.

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trading kompakt · 08/1  3

04.10.2013

21:30

USA

CFTC - Daten zur Positionierung der Anleger

09.10.2013

18:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

10.10.2013

18:15

Welt

USDA, World Agricultural Production

10.10.2013

-

Welt

OPEC, Oil Market Report

11.10.2013

18:15

Welt

USDA, World Agricultural Production CFTC - Daten zur Positionierung der Anleger

11.10.2013

21:30

USA

11.10.2013

-

Welt

IEA Ölmarktbericht

17.10.2013

18:00

USA

EIA Öl- und Benzinlagerbestände (Woche)

Unternehmenstermine Datum

Uhrzeit (MEZ)

Unternehmen

18.09.2013

-

BHP Billiton Ltd.

18.09.2013

-

FedEx Corporation

02.10.2013

-

Gerresheimer AG

08.10.2013

-

Alcoa Inc.

10.10.2013

-

Südzucker AG

Termin Ergebnisbericht 2012/13 Ergebnisbericht Q1 2013/14 9-Monatsbericht 2013 9-Monatsbericht 2013 Halbjahresbericht 2013/14

11.10.2013

-

JPMorgan Chase & Co.

9-Monatsbericht 2013

11.10.2013

-

Wells Fargo & Co.

9-Monatsbericht 2013

15.10.2013

-

Coca Cola

15.10.2013

-

Intel

9-Monatsbericht 2013

16.10.2013

-

IBM

9-Monatsbericht 2013

17.10.2013

-

Google

9-Monatsbericht 2013

17.10.2013

-

Nestlé AG

9-Monatsbericht 2013

17.10.2013

-

Nokia Corp.

9-Monatsbericht 2013

17.10.2013

-

Roche Holding

9-Monatsbericht 2013

9-Monatsbericht 2013


Ausgabe 08/13 (Titelgeschichte: Optionsscheine für alle Märkte)