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Dispensette® variabel und Dispensette® EASY CALIBRATION Häufig gestellte Fragen

BRAND GMBH + CO KG · Postfach 11 55 · 97861 Wertheim · Germany 0205/1


Häufig gestellte Fragen Schnittbild der Dispensette® III variabel

B Dosierhülse

C Volumeneinstellung F Glaszylinder

E Kolben

Hahnknebel

K Dichtungen R Dichtung

I Ansaugventil O Ausstoßventil

P Dosierkanüle

L Rückdosierventil

N Rückdosierrohr

J Teleskopansaugrohr

Häufig gestellte Fragen zur Dispensette®

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Generell gelten die allgemeinen Gefahrenhinweise und Sicherheitsbestimmungen in der Gebrauchsanleitung der Dispensette® III / Dispensette® Organic Warnung! Sollten sich Störungen des Gerätes ankündigen (z. B. schwergängiger Kolben) niemals Gewalt anwenden. Sofort aufhören zu dosieren und Reinigung durchführen (➤ siehe Gebrauchsanleitung, Kapitel „Reinigung“). Ggf. an den Hersteller wenden.

1. Welche Teile können vom Anwender selbst ausgetauscht werden? – – – – – –

Teleskopansaugrohr (J) Ansaugventil (I) Rückdosierrohr (N) Dichtungen (K, R) Rückdosierventil (L) Dosierkanüle (P)

2. Wie dosiere ich mit der Dispensette® III/Dispensette® Organic? 1. Gebrauchsanleitung und ggf. Prüfanweisung (SOP) beachten! 2. Vor dem ersten Gebrauch das Gerät gründlich spülen, oder die ersten Dosierungen verwerfen. 3. Gerät gründlich entlüften. Achtung! Zur Vermeidung von Spritzern bei Geräten ohne Rückdosierung die Öffnung der Dosierkanüle an die Innenwand eines geeigneten Auffanggefäßes halten. Bei Geräten mit Rückdosierventil den Hahnknebel auf Rückdosieren stellen. Für kleine Flaschen eine Flaschenhalterung verwenden, um Kippen zu vermeiden. (Zum Entlüften den Kolben ca. 30 mm sanft nach oben ziehen und schnell niederdrücken, siehe Gebrauchsanleitung, Kapitel „Gerät entlüften“.) 4. Gewünschtes Volumen einstellen. 5. Zum Dosieren den Kolben bis zum oberen Anschlag ziehen ➞ Langsame und gleichmäßige Geschwindigkeit! 6. Kolben bis zum unteren Anschlag niederdrücken ➞ Langsame und gleichmäßige Geschwindigkeit! Dosierkanüle am Auffanggefäß abstreifen, um evtl. anhängende Tropfen abzustreifen. Oberen und unteren Anschlag langsam anfahren, damit die Dosierkanüle nicht spritzt.

3. Was muss beim Dispensieren von leicht kristallisierenden Lösungen (z. B. Natronlauge) beachtet werden? – Ablagerungen (Kristalle) führen zur Schwergängigkeit des Kolbens, daher die Dispensette® häufiger reinigen, z. B. einmal pro Woche. Reinigung Ausführliche Warnhinweise in der Gebrauchsanleitung beachten, Kapitel „Reinigung“. Warnung! Alle Sicherheitsbestimmungen befolgen (➤ siehe Gebrauchsanleitung, Kapitel „Sicherheitsbestimmungen“). Glaszylinder, Ventile, Ansaugrohr und Dosierkanüle sind mit Reagenz gefüllt. Öffnungen von Ansaugrohr, Dosierkanüle und Ventilen niemals auf den Körper richten. Schutzkleidung, Augenschutz und ausreichenden Handschutz tragen. Bei Verunreinigung den Kolben ggf. durch Drehbewegung lösen, aber nicht demontieren. Die Dispensette® mit einer geeigneten Flüssigkeit, z. B. Wasser, gründlich spülen. Danach den Kolben herausschrauben und vollständig herausziehen, um Kolben und Zylinder zu reinigen. Diese Reihenfolge ist bei jeder Reinigung einzuhalten. Hinweis: Die Kolben der Geräte dürfen nicht vertauscht werden!

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4. Wie überprüfe ich das Volumen einer Dispensette® III/Dispensette® Organic? Volumengenauigkeit der Dispensette® III/Dispensette® Organic nur gravimetrisch prüfen! Prüfgeräte und Zubehör: – Flasche (500 ml) gefüllt mit destilliertem oder entionisiertem Wasser (Raumtemperatur) – Auffanggefäß (z. B. Erlenmeyerkolben) mit etwas Wasser gefüllt (der Boden sollte bedeckt sein) – Waage mit erforderlicher Genauigkeit 0,001 g (ab 10 ml Nennvolumen) 0,0001 g (bis einschließlich 5 ml Nennvolumen) – Thermometer mit der Genauigkeit 0,2 °C Hinweis: – Die Volumenüberprüfung durch Vergleich mit einem anderen Volumenmessgerät z. B. einem Messkolben oder Messzylinder ist nicht aussagekräftig!!! – Die Volumenprüfung darf nur mit gereinigter Dispensette® durchgeführt werden (siehe Gebrauchsanleitung S. 19). – Vor der Volumenüberprüfung die Dispensette® sorgfältig entlüften – Die Volumenüberprüfung darf nur gravimetrisch (Analysenwaage) mit destilliertem od. entionisiertem Wasser durchgeführt werden.

Volumenüberprüfung mit der Waage (gravimetrische Prüfung) 1. Temperatur des destillierten Wassers bestimmen.

Temperatur in das Prüfprotokoll eintragen.

2. Nennvolumen einstellen. 3. Etwas Flüssigkeit in das Auffanggefäß dosieren, die Dosierkanüle an der Gefäßwand abstreifen.

Der Boden des Auffanggefäßes sollte bedeckt sein.

4. Auffanggefäß auf die Waage stellen und auf Null stellen (tarieren). 5. Auffanggefäß unter die Dosierkanüle stellen. 6. Den Kolben bis zum oberen Anschlag ziehen.

Langsame und gleichmäßige Geschwindigkeit! Oberen und unteren Anschlag langsam anfahren, damit aus der Dosierkanüle kein Tropfen herausgeschleudert wird.

7. Kolben bis zum unteren Anschlag niederdrücken.

Langsame und gleichmäßige Geschwindigkeit!

8. Dosierkanüle am Auffanggefäß abstreifen! 9. Auffanggefäß auf die Waage stellen.

Wägewerte notieren.

10. Waage wieder auf Null stellen (tarieren). 11. Punkte 2 - 9 zur Prüfung des Nennvolumens wiederholen. Die DIN EN ISO 8655 sieht 10 Messungen vor.

Wägewerte notieren.

12. Danach analog bei 50 % bzw. 10 % des Nennvolumens prüfen.

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Tabelle 1:

Tabelle 2:

Faktor Z für Luftdruck 1013 hPa. (Auszug aus DIN EN ISO 8655.)

Fehlergrenzen für Dispensette® III.

Temperatur °C

Nennvolumen ml

Faktor Z ml/g

20

1,0029

20,5

1,0030

21

1,0031

21,5

1,0032

22

1,0033

22,5

1,0034

23

1,0035

23,5

1,0036

24

1,0038

24,5

1,0039

25

1,0040

Fehlergrenzen für die system. Fehlergrenzen für die Messabweichung zufällige Messabweichung R≤ ±%

0,5 1 2 5 10 25 50 100

1,0 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5

≤ ± µl

VK ≤ %

≤ µl

5 5 10 25 50 125 250 500

0,2 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1

1 1 2 5 10 25 50 100

Hinweis: Die in µl angegeben Grenzwerte sind über den gesamten Volumenbereich konstant, während die in % angegebenen Grenzwerte auf das Nennvolumen bezogen sind und für die Teilvolumina umgerechnet werden müssen. RichtigkeitTeilvolumen = RichtigkeitNennvolumen x Nennvolumen / Teilvolumen Beispiel: Dispenser, Nennvolumen 10 ml Teilvolumen 5 ml Richtigkeit = 0,5 % x 10 ml / 5 ml = 1,0 % Variationiskoeffiezient = 0,1 % x 10 ml / 5 ml = 0,2 %

5. Berechnungsbeispiel der Volumenprüfung Gerät:

Dispensette® III easy calibration 10 ml Die definierten Toleranzgrenzen sind:

Umgebungs- und Wassertemperatur Umrechnungsfaktor Z (aus Tabelle 1)

R ± 0,5 % ( 50 µl)

VK ≤ 0,1 % (10 µl)

21° C 1,0031 ml/g

5.1. Nach DIN EN ISO 8655 Messung

g

ml

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

9,9707 9,9756 9,9781 9,9723 9,9678 9,9719 9,9928 9,9814 9,9647 9,9708

10,0016 10,0065 10,0090 10,0032 9,9987 10,0028 10,0238 10,0123 9,9956 10,0017

Mittelwert: Standardabweichung:

10,0051 0,0033

ml

0,051 0,03

% %

Berechnete Werte:

Richtigkeit: VK: Ergebnis:

Richtigkeit und Variationskoeffizient der Messwerte sind kleiner als die angegebenen Toleranzgrenzen. Der Dispenser ist in Ordnung.

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5.2. Vereinfachte Volumenprüfung Beispiel einer vereinfachten Volumenprüfung Den Zusammenhang für die Betrachtung des Gesamtfehlers nach FG ≤ R % + 2 VK %, können Sie auch für die angegebenen Grenzwerte in Volumeneinheiten darstellen, d.h: FG ≤ 50 µl + 2 x 10 µl = 70 µl Sie führen 5 Dosierungen beim Nennvolumen durch und erfassen die Gewichte. Der Streubereich der Messwerte soll nicht größer als 1/4 der zulässigen Fehlergrenze sein, d.h. Streubereich: 70 µl / 4 = 17,5 µl

Messung

g

ml

oberer Grenzwert = 10 ml - 0,0700 ml

unterer Grenzwert = 10 ml + 0,0700 ml

1 2 3 4 5

9,9707 9,9756 9,9781 9,9723 9,9678

10,0016 10,0065 10,0090 10,0032 9,9987

9,9300 9,9300 9,9300 9,9300 9,9300

10,0700 10,0700 10,0700 10,0700 10,0700

Streubereich: Differenz des größten zum kleinsten Wert Ergebnis:

10,0090 - 9,987 = 0,0103 ml

Der Streubereich von 10,3 µl liegt innerhalb 1/4 der Fehlergrenze. Alle Einzelmesswerte liegen innerhalb des Grenzwertes für den Gesamtfehler. Der Dispenser ist in Ordnung.

Hinweis: Ob die vereinfachte Volumenprüfung oder die Prüfung nach DIN EN ISO 8655 durchgeführt werden soll, liegt in der Verantwortung des Anwenders.

6. Welche Störungen können auftreten? a) Der Kolben ist schwergängig Warnung! Sofort aufhören zu dosieren! Kristallablagerungen oder Verunreinigungen haben den Spalt zwischen Kolben und Zylinder verkleinert, deshalb lässt sich der Kolben nur noch schwer bewegen. Kolben durch Drehbewegung lösen, jedoch nicht demontieren. Reinigung durchführen (siehe Gebrauchsanleitung, Kapitel „Reinigung“).

b) Das Füllen ist nicht möglich Entweder ist die Volumeneinstellung auf „0“ gestellt oder das Ansaugventil ist verklebt. Gewünschtes Volumen (C) einstellen (siehe Gebrauchsanleitung, Kapitel „Gerät zum Einsatz vorbereiten“) Evtl. festsitzende Kugel des Ansaugventils durch leichten Druck mit einer gelben (200 µl) Kunststoffpipettenspitze lösen (siehe Bild). Ansaugventil (I) reinigen, ggf. ersetzen (siehe Gebrauchsanleitung).

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c) Das Dosieren ist nicht mehr möglich Warnung! Sofort aufhören zu dosieren! Das Ausstoßventil ist verklebt oder die Dosierkanüle mit der Schraubkappe noch verschlossen. Ausstoßventil in der Dosierkanüle (P) reinigen, evtl. festsitzende Ventilkugel durch leichten Druck mit einer gelben (200 µl) Kunststoffpipettenspitze lösen, ggf. Ausstoßventil ersetzen.

d) Luftblasen werden angesaugt Reagenz mit hohem Dampfdruck zu schnell aufgezogen. Reagenz langsam aufziehen. Gerät nicht vollständig entlüftet. Entlüften (siehe Punkt 3). Dichtungen nicht eingelegt oder Verschraubungen an der Dosierkanüle/Rückdosierventil undicht. Überprüfen Sie, ob die Dichtung (K) eingelegt ist. Verschraubungen von Dosierkanüle (P) und Rückdosierventil (L) bestmöglich von Hand anziehen. Nach 3 Tagen die Verschraubungen nochmals nachziehen. Ausstoßventil undicht, d. h. die Flüssigkeit in der Dosierkanüle wird beim Befüllen zurückgezogen. Zum Reinigen des Ausstoßventils Dosierkanüle komplett reinigen (Ultraschallbad, siehe Gebrauchsanleitung, Kapitel „Ventile reinigen/austauschen“) Dosierkanüle mit Dichtung (K) ersetzen. Ansaugrohr locker oder beschädigt. Teleskopansaugrohr (J) fest einschieben. Ggf. ca. 1 cm am oberen Rohrende abschneiden bzw. Teleskopansaugrohr ersetzen. Ansaugventil verschmutzt, locker oder beschädigt. Reinigung durchführen (siehe Gebrauchsanleitung, Kapitel „Reinigung“). Ansaugventil (I) mit Montageschlüssel festziehen ggf. Ansaugventil mit Dichtring (R) ersetzen. Rückdosierrohr nicht montiert. Rückdosierrohr (N) montieren (siehe Gebrauchsanleitung).

e) Dosiertes Volumen zu niedrig? Dosierkanüle locker oder beschädigt. Original-Dosierkanüle (P) richtig montieren. Deformierte oder beschädigte Dosierkanüle ersetzen. Teleskopansaugrohr locker oder beschädigt. Reinigung durchführen (siehe Gebrauchsanleitung, Kapitel „Reinigung“). Teleskopansaugrohr (J) fest einschieben. Ggf. ca. 1 cm am oberen Rohrende abschneiden, bzw. Ansaugrohr ersetzen (siehe Gebrauchsanleitung). Ansaugventil verschmutzt, locker oder beschädigt. Reinigung durchführen (siehe Gebrauchsanleitung, Kapitel „Reinigung“). Ansaugventil (I) mit Montageschlüssel festziehen, ggf. Ventil mit Dichtring (R) ersetzen. Luftblasen im Gerät. Gerät entlüften (siehe Gebrauchsanleitung, Kapitel „Gerät zum Einsatz vorbereiten“).

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f) Dosiertes Volumen zu groß Ein Tropfen hängt an der Dosierkanüle. Dosierkanüle (P) am Auffanggefäß abstreifen. Waage tarieren. Es wurde zu schnell dosiert. Langsam und gleichmäßig dosieren. Am Ende des Füllvorganges wurde bereits ein Tropfen dosiert. Kolben vorsichtig gegen oberen Anschlag bewegen.

Für die nachfolgenden Fehlerursachen (g – i) bitte folgenden Versuch durchführen: Dispensette® reinigen und auf eine mit dest. Wasser gefüllte Flasche setzen. Jetzt schnell und mit viel Kraft dosieren und beobachten wo das dosierte Medium austritt.

g) Flüssigkeitsaustrag am Ventilblock/Flaschengewinde Rückdosierrohr bei der Verwendung vom Rückdosierventil nicht montiert. Rückdosierrohr (N) montieren.

h) Flüssigkeitsaustrag am oberen Ende des Glaszylinders Verursacht durch ein viskoses Medium. Langsam dosieren. z. B. etwa 2 sek. Füllen und 4 sek. Dosieren, bis Größe 50 ml Zu schnell bzw. mit zu hohem Kraftaufwand dosiert. Gleiche Kraft und Zeit zum Füllen und Dosieren verwenden.

i) Undichtigkeit Dosierkanüle Dichtung (K) (siehe Gebrauchsanleitung) fehlt oder Dosierkanüle defekt. Dichtung einlegen, bzw. Dosierkanüle austauschen. Verschraubung Dosierkanüle nachziehen

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