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EXTRAHEFT REisEn und spEisEn diE bEsTEn AdREssEn von noRd- bis osTsEE

Genießen in Schleswig-Holstein Die 100 schönsten Ideen für eine kulinarische Entdeckungstour – von Ziegenkäse bis Landgasthof

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Urlaub à la carte: Für Genießer und Feinschmecker.

© TASH / I.Wandmacher

Bequem reisen und fein speisen. Gehen Sie mit uns auf kulinarische Entdeckungstour. In unserem Katalog Wein- und Gourmetreisen finden Sie die schönsten Ziele für Feinschmecker an Nord- und Ostsee. Unser Tipp: Das Ameropa Comfort Paket für die entspannte Bahnfahrt (Hin und Rück) 2. Klasse inklusiv Sitzplatzreservierung, gleich mitbuchen! Ostsee/Travemünde, COLUMBIA Hotel Casino Travemünde *****, 2 Nächte im Doppelzimmer mit Schlemmerfrühstücksbuffet im einzigartigen Luxushotel mit verschiedenen Restaurants u.a. „La Belle Epoque“ mit 2 Michelin-Sternen und 17 Gault-Millau-Punkten. Paket „Holsteiner Katenschinken“: Kennenlernen der Spezialität Holsteiner Katenschinken bei einer ausgezeichneten Fleischerei in Travemünde inkl. Verkostung. Schinken-Schlemmer-Päckchen zum Mitnehmen.

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198 €

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20 €

Ostsee/Lübeck, Radisson Blu Senator *****, Paket „Marzipan-Traum“: 2 Nächte mit Frühstücksbuffet, 1 x 4-Gang-Menü nach Wahl des Küchenchefs, 1 x 1 Glas Champagner zum Essen, Marzipanüberraschung auf dem Zimmer, Besuch des Niederegger Marzipan-Salons mit Führung, Verkostung und Marzipanmodellierung, 1 Stück Niederegger Nusstorte. u.v.m.

pro Person ab

221 €

Ostsee/Bad Malente, Precise Hotel ****, Schnupperangebot „Genießen um den Dieksee“: 2 Nächte mit Frühstücksbuffet, 1 x 3-Gang-Menü, 1 x 3-Gang-Menü mit regionalen Produkten, Besichtigung der Gutskäserei Behl bei Plön, Besichtigung vom Obsthof & Mosterei A Münster bei Eutin, Besichtigung der Räucherkate Petersen.

pro Person ab

176 €

Ostsee/Kiel, Ringhotel Birke ****, Paket „Von Hand gebacken“: 2 Nächte mit Frühstücksbuffet, 1 x 4-Gang-Menü, Backen wie vor 100 Jahren in der Feinheimischen Bio-Holzbäckerei der Familie Vorbeck in Kiel. Transfer Hotel-Bäckerei-Hotel.

pro Person ab

216 €

pro Person ab

171 €

pro Person ab

72 €

Nordsee/St. Michaelisdon, Ringhotel Landhaus Gardels ****, Schnupperangebot „Kulinarische Verwöhntage“: 2 Nächte mit Frühstücksbuffet, Begrüßungscocktail „Zwischen den Meeren“, landestyisches „Käptn`s Dinner“, festliches „Deichgrafenmenü“ (5 Gänge).

pro Person ab

Paket „Fangfahrt in See“: 1 x Fangfahrt in See mit einem echten Krabbenkutter (vom 1.4.-30.9.)

pro Person ab

178 € 15 €

Nordsee/Insel Sylt/Wenningstedt, Lindner Hotel Windrose ****, Paket „Heute schon gegoscht?“: 2 Nächte mit Frühstücksbuffet, 1 x 4-Gang-Kuscheldinner am Anreisetag, 1 x 20 Euro Gutschein für Gosch.

pro Person ab

189 €

Nordsee/St. Peter-Ording, Best Western Premier Hotel Ambassador ****, 3 Nächte im Doppelzimmer mit Frühstücksbuffet. Paket „Fisch“: 1 x 6-Gang-Menü, Besuch beim Fischlieferanten KFT in Tönning mit Besichtigung der hauseigenen Räucherei.

In Kooperation mit:

www.sh-tourismus.de

✃ Bestellen Sie jetzt Ihre neuen Ameropa Katalog „Wein- und Gourmetreisen“ Per E-Mail: katalogversand-et@ameropa.de

Telefonisch unter: 018 05/00 73 39 (14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 42 ct/Min.) Mo.–Fr. von 9.00 bis 18.00 Uhr

Oder schicken Sie uns eine Postkarte: Ameropa-Reisen, Stichwort: Essen und Trinken 61343 Bad Homburg


Moin, Moin! Und herzlich willkommen

Fotos: dpa, Titel: Ingo Wandmacher/TASH

zur kulinarischen Tour durch den Norden. Reisen Sie mit uns auf der Käsestraße. Besuchen Sie das „Schleswig-Holstein Gourmet Festival“. Angeln Sie sich Ihren Ostsee-Dorsch selbst, und wärmen Sie sich anschließend an einem Köm. I n h a lt Probieren Sie Mehlbüdel und Highlights 4 aus der Nähe Rum, Rote Grütze und Ziegen- Alles Regionale Produkte von Feinheimisch 6 Im Wald & auf der Heide Wild im Herzogtum Lauenburg 8 käse. Kurz gesagt: Freuen Mit Laib und Seele auf der Käsestraße 10 Sie sich auf jede Menge landes- Spezialitäten Schätze aus Meer und See Hier dreht sich alles um Ostsee-Fisch 12 typische Spezialitäten. Wir Gewinnspiel 15 Am Deich geht’s rund zeigen Ihnen die köstlichsten Kohl und Schafe an der Nordsee 16 Schleswig-Holstein tischt auf! Willhöft übers „Gourmet Ecken von Schleswig-Holstein. Klaus-Peter Festival“. Plus: Adressen & Termine 18 Ihre Redaktion »essen & trinken«

Wilde Weiden Wo Robustrinder wie in alten Zeiten über die Weiden streifen

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Spezialitäten Von „Geele Köm“ bis Friesentorte

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I m p r essu m Redaktion Brieffach 19, 20444 Hamburg, Tel. 0 40/3703-0, Fax 0 40/3703-56 77 Chefredakteurin Katja Burghardt Stellv. Chefredakteurin Stefanie Theile Textchefin und Schlussredaktion Frauke Franckenstein Text Ulrike Hilgenberg Kreativberatung Kristin Pötschke Layout Uschi Giese-Neumann Bildredaktion Stephanie Meyer-Stolten Verlagsgeschäftsführerin Julia Jäkel Verlagsleitung Alexander Schwerin Anzeigenleitung Claudia Scheil Herstellungsleitung Helge Voss (verantwortl.), Inga Schiller-Sugarman Vertriebsleitung Klaus-Peter Rebe Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt Katja Burghardt Verantwortlich für Anzeigen Claudia Scheil Copyright 2011

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Mal richtig sündigen Erst schön spazieren gehen an Schlei und Flensburger Förde, dann einkehren in eines der idyllisch gelegenen Landcafés, in denen hausgemachte Torten serviert werden. Da werden Sie garantiert schwach! Im „Gasthaus Haddeby“ zum Beispiel backt Konditor Hansi Brümmer (links mit seiner Pfirsich-Sahne-Torte). Unbedingt probieren: die Apfeltorte mit Baiser! Odins Historisches Gasthaus Haddeby, Haddebyer Chaussee 13, 24866 Busdorf, Tel. 0 46 21/85 05 00 Täglich geöffnet: 7 – 23 Uhr. www.gasthaus-haddeby.de Kostenloser „Bauernhofcafé-Führer“: www.lwksh.de

Zum Vernaschen

Himbeeren, Stachelbeeren, Äpfel, Kirschen – mit 1650 Hektar ist Schleswig-Holstein eines der bedeutendsten Obstanbaugebiete Deutschlands. Erdbeeren gedeihen vor allem im Herzogtum Lauenburg und in Ostholstein, Äpfel und anderes Kernobst in den Kreisen Pinneberg und Steinburg. Während der Saison können Sie Obst erntefrisch ab Hof kaufen, häufig ist Selbsternten möglich. Zum Beispiel auf Gut Stockseehof: Hier fährt der „Kirschen-Express“ die Pflücker durch die Plantage. Während der Obsternte gibt es täglich Kaffee und Kuchen unter den alten Bäumen im Park. Gut Stockseehof, 24326 Stocksee, Tel. 0 45 26/30 97 16, www.stockseehof.de

Krabben, frisch gepult

Bratkartoffeln ohne Nordseekrabben? Nicht bei Alfred Urthel. In seinem Friedrichskooger Restaurant werden die kleinen Schalentiere nach alten Familienrezepten zubereitet. Das Pulen erledigt übrigens die hauseigene Krabbenschälmaschine. Wer nicht nur speisen, sondern auch den Betrieb besichtigen möchte, meldet sich vorher an (Erwachsene 2,50 Euro, Kinder 1,50 Euro). Alfred Urthel Krabben & Fischdelikatessen, Hafenstr. 71, 25718 Friedrichskoog, Tel. 0 48 54/2 91. Im Sommer (ab Ostern) geöffnet Di – Sa 9 – 21, So 10 – 21 Uhr, im Winter (nach den letzten Herbstferien) Di – Sa 9 – 18, So 10 – 18 Uhr. www.urthel.de



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Highlights

Süßes im Salon

Aus Marzipan und Nougat schafft die traditionsreiche Firma Niederegger in Lübeck Kreationen (wie die Figurengruppe oben), für die sie weltweit berühmt geworden ist. Ein kleines Museum informiert über die Marzipan-Herstellung. Auf Anfrage modelliert Konditorin Barbara Witt dort live Figuren aus Marzipan. Und natürlich können Sie alle Pralinen, Torten und Trüffel im hauseigenen Marzipan-Salon kaufen und genießen. Café Niederegger, Breite Straße 89, 23552 Lübeck, Tel. 04 51/5 30 10, www.niederegger.de

Schwein mit Sattel Sie standen bereits auf der Liste alter gefährdeter Haustierrassen – nun tummeln sie sich wieder auf den Weiden des Nordens: die Angler Sattelschweine. Ein Förderverein kümmert sich eigens um Erhalt, Zucht und Verbreitung der schwarzen Vierbeiner mit dem weißen „Sattel“. Die Hofschlachterei Muhs räuchert das qualitativ hochwertige – von „Slow Food“ empfohlene – Fleisch, bis es ein mildes Aroma entwickelt, und macht daraus Bio-Spezialitäten wie Schinken, Speck und Dauerwurst. Gut zu wissen: Bis zur Schlachtung führen die hofeigenen Tiere ein artgerechtes Leben auf dem Bauernhof. www.hofschlachterei-muhs.de

Gut abgehangen Was wären frischer Spargel und „Bauernfrühstück“ ohne den echten Holsteiner Katenschinken? Fleischermeister Bernd Steffen (Foto) bereitet ihn auf seinem Hof in Muxall auf die seit Jahrhunderten traditionelle Weise zu: Wochenlang pökelt er hochwertigen Hinterschinken vom Schwein, räuchert ihn dann über Buchenholz und gibt ihm Zeit zum Nachreifen. Gute Schinken-Adressen: www.steffen-muxall.de, www.holsteinerkatenschinken.de

Fotos: dpa, Stockfood, PR (5)

Mahlzeit!

Was im Nordosten SchleswigHolsteins rund um den Ostseefjord Schlei auf die Teller kommt, zeigt das Magazin „Mohltied!“. Porträts von Cafés, Restaurants und Biohöfen, regionale Produkte, Tipps für kulinarische Ausflüge – alles drin für 6,80 Euro. Im Zeitschriftenhandel. www.mohltied.de

„Schleswig-Holstein isst lecker“ – so heißt eine Initiative des Landwirtschaftsministeriums, und rund

50 Restaurants machen bereits mit. Ein klares Ja zur Region. Denn mindestens 50 Prozent der verwendeten Produkte müssen aus Schleswig-Holstein stammen. Mehr dazu unter www.sh-genusswelten.de oder www.schleswig-holstein-isst-lecker.de

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Alles aus der Nähe Egal, ob Rosenkonfitüre, Rohmilchkäse oder saisonale Aromaküche – in Schleswig-Holstein wird regionaler Genuss großgeschrieben

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n Sven Jacobsons Garten geht es romantisch zu. Rund 600 Rosenstöcke gedeihen hier auf 5000 Quadratmetern. Zwischen Juni und September verbreiten ihre Blüten einen unvergleichlichen Duft. Sven Jacobson sitzt dann oft unter einem der Obstbäume, die seine Schönen vor den rauen Nordseewinden schützen, und lässt sich zu einer neuen Konfitüre inspirieren. Nachdem der gelernte Landwirt vor zehn Jahren aus den Blüten des einzigen Rosenstocks seiner Schwiegermutter eine köstliche Konfitüre kochte, die sowohl die Familie als auch die Kunden seines Hofladens zu Begeisterungsstürmen hinriss, fand er einen Weg, das Aroma des Sommers in großem Stil in Gläsern einzufangen: Er stellt sortenreine Rosenkonfitüre her. „Für eine Sorte Fruchtaufstrich nehme ich jeweils nur eine bestimmte Art Rosen“, erklärt er. „So bleiben die aromatischen Nuancen klar erkennbar.“ Denn Rosenaroma ist nicht gleich Rosenaroma. Konfitüre aus den dunkelroten Blüten der „Gräfin Hardenberg“ zum Beispiel schmeckt rosig-holundrig. Das Aroma der goldgelben „Charles Austin“ erinnert an frische Äpfel, „Jude the Obscure“ überrascht mit zitronigen Anklängen. Die Rosenkonfitüre ist in Schleswig-Holstein einzigartig. Spitzenköche aus Sternerestaurants sind von dem blumigen Aufstrich so begeistert, dass Jacobson in die „Kooperation Feinheimisch – Genuss aus Schleswig-Holstein e. V.“ aufgenommen wurde. Deren 400 Mitglieder, darunter rund 20 Gastronomen und 40 Produzenten, engagieren sich für die Produktion und Verwendung regionaler Lebensmittel. So wollen sie die heimische Kochkultur stärken. „Warum Lebensmittel aus anderen Ländern importieren, wenn alles in bester Qualität vor der Haustür gedeiht?“, fasst Jacobson die Philosophie zusammen. Zu den feinheimischen Grundsätzen gehört, umweltverträglich zu produzieren und den Arten- und Tierschutz zu berücksichtigen. Die Produzenten wollen alte Haustierrassen erhalten, aber auch Kräuter und selten gewordene Obst- und Gemüsesorten kultivieren. Martina Metzger-Petersen von der Rohmilchkäserei Backens-

holz in Oster-Ohrstedt ist von Beginn an Mitglied bei Feinheimisch. Seit 1989 produziert der Hof außerdem streng nach „Bioland“-Richtlinien. Die Backensholzer Kühe zählen sicher zu den glücklichsten weit und breit, denn sie leben von Klee, Gras, Kräutern und viel Auslauf auf Nordfrieslands Weiden. „Das Käsen beginnt für uns schon auf dem Feld“, so Martina Metzger-Petersen. Die Qualität des Käses gibt ihr recht. Seit Jahren heimst Hof Backensholz auf internationalen Messen Preise ein. 2010 wurde der „Friesisch Blue“, ein halbfester Blauschimmelkäse mit feinem Roquefort-Aroma, auf der „Biocaseus“ in Thiene, Italien, mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Der Milbenkäse errang beim „World Cheese Award“ in Jinamar, Gran Canaria, eine Goldmedaille, der Deichkäse holte Silber. In dem kleinen Hofladen gibt es um die 17 Sorten Rohmilchkäse: ebenjenen würzigen Deichkäse, pikanten Hofkäse, cremigen Husumer, mild-aromatischen Ofenkäse. Die HofPhilosophie: Es werden nur natürliche Käsekulturen verwendet, alle Arbeitsschritte werden mit Achtsamkeit ausgeführt und in Handarbeit erledigt. „Bevor wir ein Käselaibchen verkaufen, haben wir es 40 Mal in der Hand gehabt“, sagt die Spezialistin. Genau diese Aufmerksamkeit dem Produkt gegenüber schätzt Zwei-Sterne-Koch Johannes King vom „Söl’ring Hof“ auf Sylt. Den Backensholzer „Friesisch Blue“ bietet er auf dem Käsewagen zusammen mit der Rosenkonfitüre von Sven Jacobson an. Er schwört auf das exotische Aroma der Konfitüre zur exklusiven Milde des Käses. Seit 2008 ist auch Johannes Sven Jacobson ist seit 2008 Mitglied bei „Feinheimisch“. Für seine sortenreine Rosenkonfitüre macht er keinen Auszug, sondern püriert die Rosenblätter

Links: Fröhliche Menschen, tolle Produkte – Anja Christiansen von der Gärtnerei „Wilde Kost“ und Janne Olaf Rehder vom „Ziegenhof Rehder“ ackern für die Heimat

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King engagiertes Mitglied bei „Feinheimisch“. Ganz klar, dass er nach feinheimischen Prinzipien kocht: Je nach Saison stammen mindestens 60 Prozent der Lebensmittel aus SchleswigHolstein. „Ich will wissen, wo die Sachen herkommen, wer sie wie produziert“, erklärt King. „Und ich richte mich nach der Jahreszeit. Nur wenn Obst, Gemüse oder Kräuter gerade Saison haben, entfalten sie das volle Aroma.“ Fans bezeichnen seine Küche folglich auch als „aromastarke Jahreszeitenküche“. Diese Art zu kochen, räumt Johannes King ein, erfordere allerdings eine gewisse Flexibilität, denn die Natur lasse sich nun mal nicht hundertprozentig vorplanen. Aber der Koch hat seine ganz eigenen Strategien entwickelt. Grüne Holunderbeeren beispielsweise legt er wie Kapern ein. So kann er sie verwenden, wann immer seine Menükreationen danach verlangen.

Sternekoch Johannes King (links) vom „Söl‘ring Hof“ auf Sylt schwört auf den preisgekrönten Rohmilchkäse von Martina Metzger-Petersen (rechts) vom Hof Backensholz in Oster-Ohrstedt

H E RZO GT U M L AU E N BU RG

Im Wald & a

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FeInHeImIScH-mItglIeDeR Rohmilchkäserei Backensholz Schwabstedter Damm 8 25885 Oster-Ohrstedt Tel. 0 46 26/18 58-0 Mo – Fr 8 – 17, Sa 9 – 12 Uhr www.backensholz.de Rosengarten am Deich Osterdeich 106 25845 Nordstrand Tel. 0 48 42/10 12 www.rosengarten-am-deich.de Dorint Söl’ring Hof Am Sandwall 1 25980 Rantum/Sylt Tel. 0 46 51/83 62 00 Mo – Sa ab 18.30 Uhr www.soelring-hof.de

Lust auf Wild? Dann sind Sie im dicht bewaldeten Lauenburg richtig – auch weil es hier Menschen wie Herrn von Bülow gibt

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Fotos: PR (6), Getty (1)

Weitere Informationen über den Verein „Feinheimisch“ und seine Aktivitäten: www.feinheimisch.de



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on seinem Hochsitz aus schaut Joachim von Bülow weit ins Land. Er genießt die Stille und den Sonnenuntergang – und häufig auch den Anblick des Wildes, das, fast zum Greifen nah, auf der Waldlichtung äst. Hier auf Forstgut Bergholz ist der Wald noch in Ordnung. Über das ökologische Gleichgewicht auf ihrem Besitz wacht Familie von Bülow seit 1470. Auf den ausgedehnten Ländereien am östlichen Rand des Herzogtums Lauenburg – einem der schönsten Ausflugsgebiete in Schleswig-Holstein – gibt es viele Arten Wild: Rot-, Reh-, Schwarz- und Damwild, Hasen, Kaninchen, Enten, Fasane. Sogar Rebhühner hat von Bülow schon gesichtet. Seit einigen Jahren haben Seeadler Horste auf dem Gut, und die Kraniche kommen immer wieder. „Das Bewusstsein, wie wichtig die Artenvielfalt fürs Ökosystem ist, wurde bei uns in der Familie von einer Generation zur nächsten weitergegeben“, erklärt von Bülow.

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INFO SpeziaLitäten WiLDFLeiSCH Forstgut Bergholz 21514 Langenlehsten Tel. 0 45 47/13 65 www.forstgut-bergholz.de Wildhof Kröppelshagen Frachtweg 5 – 7, 21529 Kröppelshagen Tel. 0 41 04/33 22 www.hlms.de/de/wildhof-kroeppelshagen ReStaURantS

In der Stille des Lauenburger Forsts: ein Hirsch auf freier Wildbahn

Hotel „Waldesruh am See“ Am Mühlenteich 2, 21521 Aumühle Tel. 0 41 04/69 53-0 Mi – So 11.30 – 21.30 Uhr www.waldesruh-am-see.de „zum fabelhaften Hirschen“ St. Hubertus 1, 23627 Groß Grönau Tel. 0 45 09/87 78 66 Mi – Mo ab 12 und ab 18 Uhr www.zum-fabelhaften-hirschen.de Hotel „zum weißen Ross“ Hauptstr. 131, 23879 Mölln Tel. 0 45 42/27 72 Di – So 12 – 15 Uhr, 18 – 22 Uhr www.weissesross.com LaUenBURG’SCHeR teLLeR

& auf der Heide Der Gutsherr wäre kein echter von Bülow, wäre er nicht auch passionierter Jäger. Rund 50 Mal im Jahr zieht er los, um Wild zu erlegen. Sehr zur Freude der Gourmets – denn da die Tiere direkt von der freien Wildbahn stammen, ist ihr Fleisch äußerst zart und schmackhaft. Gute Restaurants im Herzogtum Lauenburg, aber auch das „Adlon“ und „Grand Hyatt“ in Berlin schwören auf Lauenburger Qualität und die Aromen. Eine weitere Familientradition derer von Bülow ist die Herstellung von Pasteten aus Reh- und Wildgeflügelleber, Schinken und Bratwürsten vom Wildschwein oder von Hirsch-Landjäger geworden. Die Rezepte stammen von Joachim von Bülows Mutter, die irgendwann damit begonnen hatte, Wildpasteten als Festtagsmitbringsel herzustellen. Die Begeisterung war bei den Beschenkten so groß, dass seit 20 Jahren aus den Geschenken ein Geschäft geworden ist. Die von Bülow’schen Wildspezialitäten gibt es im hofeigenen Laden und auf vielen Wochenmärkten zu kaufen. Mehr über die Region Herzogtum Lauenburg finden Sie unter www.hlms.de. Dort können Sie sich auch Karten und Broschüren bestellen.

Zum 17. Mal widmen sich renommierte Köche ganz besonderen regionalen Spezialitäten, die sie von März bis Oktober als „Lauenburg’scher Teller“ auf die Karte setzen. Dieses Jahr mit dabei: „Gasthof Basedau“ Alte Salzstr. 16, 21483 Lütau Tel. 0 41 53/5 52 43 Mi – Mo ab 16 Uhr, Sa, So durchgehend geöffnet www.gasthof-basedau.de „Landhaus Wotersen“ Wotersen 2, 21514 Wotersen Tel. 0 41 58/89 08 73 Do, Fr ab 18 Uhr, Sa, So, feiertags ab 11.30 Uhr mit Café-Betrieb www.landhaus-wotersen.de Restaurant-Hotel „alte Meierei“ Grabauer Str. 8, 21493 Schwarzenbek Tel. 0 41 51/80 32 50 Mo – So 18 – 22.30 Uhr www.alte-meierei.de „zur Kutscherscheune“ Lindenallee 15, 23883 Groß Zecher Tel. 0 45 45/8 01, Januar – Mitte April Fr–So ab 12 Uhr, Mitte April – Ende Mai Do–Mo ab 12, ab Juni Mo–So ab 12 Uhr www.kutscherscheune.de Weitere Restaurants und infos: www.hlms.de/de/lauenburgscher-teller

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Das typische Aroma von Ziegenkäse lässt sich mit Kräutern hervorragend verfeinern

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Mit Laib und Seele

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Die Pfalz hat ihre Weinstraße, Schleswig-Holstein die Käsestraße. Mit der gleichen Hingabe, die die Weine erfahren, wird hier Käse produziert eder kennt Schleswig-Holstein als Urlaubsland an der Waterkant. Doch zusätzlich zum Reiz der oft unberührten Natur hat das Land zwischen Nord- und Ostsee noch etwas zu bieten: köstlichen Käse nämlich. Typisch ist zum Beispiel der Tilsiter, ein aromatischer Rotschimmelkäse. Aber auch andere Käse werden hier, zumeist in Handarbeit und Bio-Qualität, produziert. Über 100 verschiedene Sorten entstehen in 30 Hofkäsereien, die Käsefreunde auf einem 500 Kilometer langen Rundweg, der „KäseStraße Schleswig-Holstein“, entdecken können. Viele Höfe haben einen eigenen Laden, in manchen ist nach Absprache sogar die Besichtigung der Käserei möglich. Besondere Spezialität hier oben: Schafsmilch und Ziegenkäse. Letzter begeistert immer mehr Feinschmecker. Aber auch Menschen mit Laktoseintoleranz sind mit dieser Sorte Käse gut bedient, denn die kurzkettigen Fettsäuren der Ziegenmilch sind leichter verdaulich und dadurch verträglicher als Kuhmilchprodukte. Die weiße Färbung des Ziegenkäses stammt übrigens vom Vitamin A. In Kuhkäse ist nur die Vorstufe von Vitamin A, das Betacarotin, enthalten – daher die gelbe Farbe. Insgesamt 14 Produzenten haben sich der Ziegenkäseproduktion verschrieben. Einer davon ist Christian Wagener vom Ziegenhof Weesby. Der studierte Sprachwissenschaftler und ge10

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lernte Landwirt ist hier Hüter von zwei Dutzend Ziegen. „Ich habe mein Herz an die Ziegen verloren“, sagt er. „Wie kleine Rasenmäher halten sie fast das ganze Jahr über die Weiden kurz, außerdem sind sie intelligente und liebenswerte Tiere.“ Manchmal begrüßen sie Wagener wie einen alten Bekannten. Die Milch der Vierbeiner hat es ihm angetan. Seit fünf Jahren macht er daraus köstlichen Ziegenkäse – „mit Geduld und Hingabe“. Alle Arbeitsschritte werden von Hand ausgeführt, in Hochzeiten unterstützt ihn ein Mitarbeiter. Inzwischen ist der Käse vom Ziegenhof Weesby so gefragt, dass Wagener die Milch vom wesentlich größeren Hof Ziegenland in Jübek bezieht. Frischkäse entsteht bei Wagener in etwa zwei Tagen: Er säuert die frische Milch, schneidet später den Käsebruch, lässt ihn abtropfen, presst und trocknet ihn und verfeinert gegebenenfalls mit Kräutern und Gewürzen. Zu seinen Spezialitäten zählt Frischkäse pur oder mit französischen Kräutern oder mit Chili und Paprika verfeinert. Dem Caprigiano, einem Extra-Hartkäse, gibt der Käser zwölf Monate Zeit zu reifen, der Schnittkäse „Rotweinziege“ braucht nicht ganz so lange. Dafür wird er von Wagener mit Rotwein gepflegt und ist als Snack zu einem ebensolchen sehr zu empfehlen. Wageners Ziegenkäsespezialitäten gibt’s in ausgesuchten Supermärkten oder direkt auf dem Hof.

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Fotos: PR (4)

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Hansano


INFO

ZIEGENHÖFE UND KÄSEREIEN

„demeter“-Hof Dannwisch Betriebsgemeinschaft GbR Dannwisch 1, 25358 Horst Tel. 0 41 26/21 98 www.dannwisch.de Die Ziegen vom Redderhof Lübecker Str. 18, 23619 Zarpen Tel. 0 45 33/81 55 www.redderhof-zarpen.de Feinkäserei Sarzbüttel Hauptstr. 43, 25785 Sarzbüttel Tel. 0 48 06/3 28 www.kaeserei-sarzbuettel.de Föhrer Inselkäse John und Jens Hartmann GbR Hauptstr. 9, 25938 Alkersum Tel. 0 46 81/24 92 hofkaeserei-hartmann@t-online.de Hof Ziegenland Clausen & Stuckert GbR Stadionstr. 6, 24855 Jübek Tel. 0 46 25/18 90 00 www.hof-ziegenland.de Jahnkes Ziegenkäse See-Enderstr. 6, 24966 Sörup Tel. 0 46 35/15 75 www.jahnkes-ziegenkaese.de

Kruses Hofmilch Kirchenstieg 1, 25462 Rellingen Tel. 0 41 01/3 38 82 www.kruses-hofmilch.de Ziegenhof Dollerupholz Seeklüfter Weg 16, 24977 Westerholz Tel. 0 46 36/97 75 53 www.ziegenhof-dollerupholz.de Ziegenhof im Wiesengrund Dorfstr. 42, 23714 Malkwitz Tel. 0 45 23/20 00 59 ziegenhof-im-wiesengrund@t-online.de Ziegenhof Magens Kirchdorf 44, 25335 Neuendorf Tel. 0 41 21/26 92 95 www.neuendorf-elmshorn.de/html/ ziegenhof_magens Ziegenhof Rehder Kastanienallee 19, 24220 Boksee Tel. 0 43 02/18 22 www.ziegenhof-rehder.de Ziegenhof Weesby Norderheide 4, 24994 Weesby Tel. 0 46 05/1 89 82 20 www.ziegenhof-weesby.de

Ziegenkäserei Hof Hottbarg Preetzerstr. 12 a, 24211 Kührsdorf Tel. 0 45 26/33 90 39 hottbarg@web.de Weitere Informationen: www.kaesestrasse-sh.de

Ostsee

Die Käsestraße verbindet SchleswigModifikation WBT 29.3.2010 Holsteins Käsehöfe miteinander

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Frische Weidemilch aus der grünen Region

langt. Kurze Transportwege stehen für Frische und Qualität. Und tragen zum Schutz unserer Umwelt bei.

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Milch mit Herkunftsnachweis Frische Wiesen, saftige Weiden und intakte Natur: Die neue Weidemilch von Hansano stammt aus der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge und der Nordseehalbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein. Und damit aus einer der grünsten Regionen Norddeutschlands. Hier fressen die Kühe überwiegend Grünlandfutter. Natürlicher und gesünder geht es nicht – deshalb schmeckt die Hansano Weidemilch auch so vollmundig gut. Ausgewählte Höfe inmitten des Grünlands liefern die wertvolle Rohmilch. Hansano sorgt dafür, dass die Weidemilch nach schonender Verarbeitung schnellstmöglich in den Handel ge-

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Hansano legt Wert auf Transparenz und auf regionale Herkunft: So kann der Inhalt jeder einzelnen Weidemilch-Kartonflasche an seinen Ursprung zurückverfolgt werden. Einfach im Internet unter www.weidemilch.de den Frische-Code von der Kartonflasche eingeben und auf der Weidemilch-Karte sehen, woher genau die Milch stammt. Wer das Grünland-Gebiet genauer erkunden möchte, findet auf der Internetseite ausgewählte Fahrrad-Touren durch diese einmalige Erholungslandschaft. Die Milchviehhaltung auf den Weiden hat in dieser Region eine lange Tradition. Die Hansano Weidemilch trägt dazu bei, diese ursprüngliche und verträgliche Bewirtschaftungsform auch in Zukunft zu erhalten. Zum Wohle der Natur. Und für besten Milchgeschmack. Übrigens: Die Hansano Meierei gehört den Hansano Milchbauern. Sie sind es, die persönlich für Qualität und Frische garantieren. Deswegen gibt es die Hansano Milch nur in Norddeutschland. Aus der Region für die Region – dafür steht Hansano.

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Sch채tze aus Meer und See Hier dreht sich alles um frischen Fisch: aus dem Rauch, von der Angel und auf dem Teller

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Die Spur der Fische

Den angel ich mir!

Entspannt auf der Promenade entlangspazieren und dabei Neues über die Meeresbewohner erfahren – das können Sie auf dem „Fischerei-Lehrpfad“ in Haffkrug. Auf 15 Info-Tafeln wird das Treiben in Neptuns Reich ausführlich beschrieben. Wer mehr wissen will, macht die Führung von Bruno Geberbauer mit. Der pensionierte Fischermeister ist 45 Jahre lang zur See gefahren, kennt sich bestens aus und kann so manches Stück Seemannsgarn spinnen.

Hechte, Aale, Barsche, Zander, Silber- und Edelmaränen – die Plöner Seen auf der Holsteinischen Seenplatte zählen zu den schönsten, aber auch anspruchsvollsten Angelrevieren Deutschlands. Wer sich der Herausforderung stellen möchte, kann sich bei der Fischzucht Reese einen persönlichen „Angel-Guide“ mieten. Interessant für Groß und Klein ist das „Erlebnis-Fischen“: Dabei geht die ganze Familie einen Tag lang mit auf traditionellen Binnenfischfang. Aalkörbe heben, Fische räuchern und verzehren inklusive … Fischzucht Reese, Papiermühle, 24616 Sarlhusen Tel. 0 43 24/8 81 08 40. www.fischzucht-reese.de

Tourismus-Service Scharbeutz Strandallee 134 23683 Scharbeutz Tel. 0 45 03/77 09 64 www.scharbeutz.de

Na, du Sprotte?

Kutter-Futter

Sie möchten mal echte „Kieler Sprotten“ kosten? Dann machen Sie einen Abstecher nach Eckernförde. Und schauen Sie bei Rehbehn & Kruse rein, einer der letzten Fischräuchereien in Schleswig-Holstein vom alten Schlag, mit über 100 Jahren Tradition. Die eben gefangenen Sprotten müssen aus dem Großraum der Kieler Bucht stammen und werden in den sogenannten „Altonaer Öfen“ über Buchen- und Erlenholz geräuchert – so bekommen die meist nur wenige Zentimeter großen Fischchen ihr typisches Aroma. Ansonsten bietet die Manufaktur auch geräucherte Schleibücklinge sowie Aal, Heilbutt, Forelle, Lachs und Makrele an. Und die passenden hausgemachten Marinaden dazu.

Sich den Wind um die Nase wehen lassen, Sonne im Gesicht und dazu das Klimpern der Schoten an den Bootsmasten. Da fehlt noch was? Richtig: ein zünftiges Fischgericht auf dem Teller. Die „Fischküche Laboe“ steht am Jacht- und Fischereihafen von Laboe, einem der schönsten Häfen der Kieler Förde und beliebten Treffpunkt für Segler und Touristen. Hier wird täglich frischer Ostseefisch für den Gast zubereitet – à la minute in der offenen Küche. Dazu gibt’s knackige Salate vom Markt. Guten Appetit!

Fotos: Stockfood, PR (4)

Meergold – Rehbehn & Kruse GmbH Jungfernstieg 19, 24340 Eckernförde Tel. 0 43 51/28 14, www.meergold.de

Fischküche Laboe Hafenplatz, 24235 Laboe, Tel. 0 43 43/42 97 99. Geöffnet: Mitte Februar – Mitte Dezember täglich 11.30 – 21 Uhr; Juli und August 11.30 – 21 Uhr, Fr und Sa bis 21 Uhr www.fischkueche-laboe.de

Alles über Strand, Meer & Urlaub an der Ostsee erfahren Sie in den Broschüren, die Sie kostenfrei online bestellen können unter www.ostsee-schleswig-holstein.de Oder telefonisch unter: 0 18 05/700 708 (€ 0,14/min. aus dem dt. Festnetz, max. € 0,42 aus dem Mobilfunknetz), täglich 8 – 22 Uhr

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Aal im Rauch

Filet bei Fischers Fritz

Wer will, kann die Füße im Wasser baumeln lassen, während er den gerade geräucherten Fisch genießt. Die „Aalkate“ von 1760 liegt direkt an der Lemkenhafener Bucht auf Fehmarn und ist wohl die am romantischsten gelegene Fischräucherei weit und breit. Eine besondere Spezialität der historischen Räucherei ist der fangfrische Aal aus der Ostsee. Aber auch Makrelen und Heilbutt überzeugen mit ihrem köstlichen Aroma. Aalkate in Lemkenhafen Königstr. 20, 23769 Fehmarn, Tel. 0 43 72/5 32 Geöffnet: März – April 9 – 18 Uhr, feiertags bis 21 Uhr; Mai – September: 9 – 21 Uhr; Oktober – Dezember 10 – 18 Uhr www.aalkate-original-fehmarn.de

Köstliche Kieler Lachsforellen gibt’s bei „Fischers Fritz“. Das typisch norddeutsche Restaurant, das zum „Hotel Birke“ in der Kieler Förde gehört, setzt außerdem auf die Qualität frischer Produkte aus Schleswig-Holstein. Nur das Beste aus dem Meer, aus den Holsteiner Seen und Flüssen kommt im „Fritz“ auf den Tisch – aus Prinzip. Die Lachsforellen stammen aus der nahe gelegenen Forellenzucht Jäger-Kleinicke, wo sie in Meerwasser aufgezogen werden. Ihr Filet ist fettarm und sehr aromatisch. Besonders lecker dazu: die Kräuter aus dem hoteleigenen Garten. Hotel Birke, Martenshofweg 2 – 8, 24109 Kiel Tel. 04 31/5 33 10. Geöffnet: Mo – Fr 6.30 – 10 (Sa, So 7 – 10.30) und 11.30 – 14, 18 – 22 Uhr www.hotel-birke.de

Hochseeangeln ist ein Erlebnis. Und nicht nur für ganze Kerle – auch Familien mit Kindern haben ihren Spaß, wenn draußen auf dem Meer die Angelruten nach den schmackhaften Ostseedorschen ausgeworfen werden. Die besten Angelreviere gibt’s rund um Heiligenhafen. Die schöne Warderstadt gilt unter Kennern als das Mekka der Hochseeangler: Mit 13 Hochseeangelbetrieben und insgesamt 18 großen und kleinen Kuttern gibt es hier die größte Hochseeanglerflotte Europas. Tourismus-Service Heiligenhafen Bergstr. 43 23774 Heiligenhafen Tel. 0 43 62/9 07 20 www.heiligenhafentouristik.de

Flossenträger-News In die Fanggründe der Ostsee hinabtauchen, ein leckeres Fischbrötchen vor der Kulisse des Plöner Schlosses genießen oder einen Erlebniskochkurs mitmachen – solche Highlights empfiehlt der virtuelle „Ostsee-Fischkalender“ Monat für Monat. Hier können Sie nachlesen, wo wann welche Feste gefeiert werden, welches Meeresgetier gerade Saison hat oder bei welchem Fischer man beim Netze-Einholen mitanpacken kann. Und natürlich gibt’s Tipps, wo es den leckersten Fisch zu kaufen und zu essen gibt. Übrigens: Am 14. Mai 2011 ist „Weltfischbrötchentag“! www.ostsee-fischkalender.de

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INFO

FiScHReStAuRAntS An DeR OStSee

„Dat ole Aalhus“ Hauptstr. 39 a 23769 Landkirchen/ Fehmarn Tel. 0 43 71/91 99 und 0 43 71/8 73 52. Geöffnet: Di–So ab 17 Uhr, feiertags 12–14 und ab 17 Uhr, bitte auch Website beachten! www.aalhus.de „Falkenthal’s SeaFood“ Kurpromenade 6 23743 Grömitz Tel. 0 45 62/51 52. Geöffnet: Mo–So ab 11 Uhr. www.falkenthal-seafood.de „Fischkiste“ Strandstr. 56 23669 Niendorf Tel. 0 45 03/3 15 43. Geöffnet: März – Oktober, zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel täglich 11 – 22 Uhr; November – März: Fr – So 11 – 21 Uhr. www.fischkiste.de Hotel-Restaurant „Am Schleieck“ Schmiedestr. 140 24404 Maasholm Tel. 0 46 42/60 16. Geöffnet: ab März täglich 11.30 – 14 und 17.30 – 21 Uhr; Mai – September täglich durchgehend. www.schleieckmaasholm.de

Landgasthaus „Haby-Krog“ Dorfstr. 28, 24361 Haby Tel. 0 43 56/6 61. Geöffnet: Mo – Sa 18 – 24 Uhr, (Mi Ruhetag), So 12 – 14, 18 – 24 Uhr. www.haby-krog.de „Piet Henningsen“ Schiffbrücke 20 24939 Flensburg Tel. 04 61/2 45 76. Täglich 11.30 – 24 Uhr www.restaurantpiet-henningsen.de „Restaurant Schunta“ Hauptstr. 38 24404 Maasholm Tel. 0 46 42/9 65 60. Täglich 17 – 21 Uhr, Oktober– März: Mo Ruhetag. www.restaurant-schunta.de

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Ihr im

Restaurant „Stark“ Am Hafen 19 24376 Kappeln Tel. 0 46 42/16 16. Mo – So ab 10 Uhr. www.restaurantstark.de „Schlie-Krog“ Dorfstr. 19, 24351 Sieseby Tel. 0 43 52/25 31. Geöffnet: Di – So 12 – 14 und 18 – 21 Uhr. www.schliekrogsieseby.de „Weinigel’s Fährhaus“ Am Yachthafen 4 b 23774 Heiligenhafen Tel. 0 43 62/76 36. Geöffnet: Di – So 11.30 – 14.30 und 17.30 – 21.30 Uhr. www.weinigels-faehrhaus.de

Fotos: dpa, Ingo Wandmacher/TASH

Petri Heil mit Seegang

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Der „Alte Meierhof“ an der Flensburger Förde: Entspannung garantiert

G EW I N N S P I E L

2011 feiert das „Schleswig-Holstein Gourmet Festival“ Jubiläum. Wie alt ist es?

meer.natur.zeit Reisen durch alle Jahreszeiten

www.sh-tourismus.de

Das beinhaltet der Gewinn: Zwei Übernachtungen mit Gourmet-Frühstück, frische Früchte am Anreisetag, Drei-Gänge-Menü an zwei Abenden in der Brasserie, ein Ganzkörper-Algenpeeling im orientalischen Tropenbad, eine Teilkörperverwöhnmassage und eine Shiseido-Gesichtsbehandlung. Plus: tägliche Nutzung der Hof-Therme mit Innen- und Außenpool, von Steindampfbad, Hof-Tepidarium, Finn-Sauna und Heuaromabad. Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss für das Gewinnspiel ist der 31. Juli 2011. Pro Person ist nur eine Teilnahme möglich. Der Preis ist nicht übertragbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Mindestalter zur Teilnahme beträgt 18 Jahre. Ausdrücklich ausgeschlossen von der Teilnahme sind Zusendungen, die beauftragte Unternehmen für ihre Kunden vornehmen. Mitarbeiter aller am Gewinnspiel beteiligten Unternehmen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Machen Sie mit unter: www.gewinnen.sh-tourismus.de oder schreiben Sie an: tourismus-agentur schleswig-holstein GmbH, Wall 55, 24103 Kiel.

Copyright: TASH/Michael Bader

Foto: PR

Beantworten Sie diese Frage und gewinnen Sie ein „Beautyful days – Special“ für zwei Personen (eigene Anreise) im „Vital Hotel Alter Meierhof“ in Glücksburg. Das Hotel „Alter Meierhof“, idyllisch an der Flensburger Förde gelegen, verwöhnt seine Gäste nicht nur mit komfortablen Suiten, sondern auch mit Spitzengastronomie und herrlich entspannenden Wellness-Angeboten. Im Gourmetrestaurant „Restaurant Meierei Dirk Luther“ präsentiert Dirk Luther französische Küche mit modernen Akzenten. In der aktuellen Ausgabe des „Gault Millau“ von 2011 wurde er zum schleswigholsteinischen „Aufsteiger des Jahres“ gekürt. Sein „Grüner Aal mit Zitronengelee“ und der „Kaviar mit Gurke, Mandarinenöl und Renke“ heimsten 18 von 20 möglichen Punkten ein. Vital Hotel Alter Meierhof Uferstr. 1, 24960 Glücksburg/Ostsee Tel. 0 46 31/61 99-0 www.alter-meierhof.de

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Ein Sinnbild der Gelassenheit: Schafe am Nordseedeich

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Am Deich geht’s rund Fotomodell, Deichschützer, Sonntagsbraten: Schafe sind genügsam und beliebt. Wie der Kohl – der gemütlich vor sich hin wächst, bevor er im Topf landet

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as gehört zum Nordseeland wie das Salz in die Suppe? Schafe und Kohl. Neben Strand, Meer und Leuchttürmen prägen sie die Landschaft: Schafherden auf den Deichen, Kohlköpfe auf dem Flachland dahinter. Insgesamt 160 000 Schafe leben in Nordfriesland, fast genauso viel, wie der Landstrich Einwohner hat. „Mit goldenem Biss und goldenem Tritt“, wie man hier oben sagt, sind Schafe für die Deichpflege unverzichtbar. Unermüdlich halten sie das Gras der Küstenschutzlinie kurz und stampfen mit ihren Hufen den Boden fest. Und nicht nur das. Schafe sind auch wichtige Fleischlieferanten. Weil sie mindestens von Mai bis Oktober draußen sind, salzige Nordseeluft atmen und aromatisches Deichgras fressen, ist ihr Fleisch äußerst zart und schmackhaft. Kein Wunder, dass sie alljährlich im Sommer zum Mittelpunkt der „Nordfriesischen Lammtage“ werden. Einer, der da mitmacht, ist Hans-Werner Baumbach von der gleichnamigen Schäferei in Nordstrand. Seine Herde besteht aus 300 Schafen, in der Lammzeit kommen noch einmal 450 Jungtiere hinzu. Sie alle sind zuständig für die Pflege von rund 50 Hektar Deichfläche und Salzwiesen. Das Fleisch der in der hofeigenen Schlachterei geschlachteten Lämmer wird im Hofladen verkauft oder zu verschiedenen Spezialitäten wie Lamm16

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salami und Lammleberwurst verarbeitet. Richtig lecker ist der Lammschinken. So manches Feinschmeckerherz schlägt auch bei den Gerichten höher, die aus heimischem Kohl zubereitet werden. Der Kreis Dithmarschen, entlang der schleswig-holsteinischen Nordseeküste gelegen, ist mit einer Fläche von 2800 Hektar das größte Kohlanbaugebiet Europas. Rund 80 Millionen Kugelköpfe werden hier jährlich geerntet. Das ist etwa ein Drittel der gesamten deutschen Produktion. Anlass genug, jedes Jahr im September die „Dithmarscher Kohltage“ zu feiern. Einst wurde dieser Landstrich dem Meer abgerungen, deshalb sind die Böden hier besonders fruchtbar. Die Nordsee sorgt für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit und gemäßigte Temperaturen. Ideale Anbaubedingungen für Kohl. Das finden auch Susanne und Dirk Schoof, die in Hedwigenkoog vor allem Kohl, aber auch Wurzelgemüse in „demeter“-Qualität anbauen. Ganz bewusst greifen sie zu samenfesten Sorten, um die Artenvielfalt und Bekömmlichkeit des Gemüses zu erhalten. Zu ihren begehrtesten Spezialitäten zählen Weißkohl „Dowinda“, Wirsing „Winterfürst“ und Blumenkohl „Neckarperle“. Neuerdings produzieren die Schoofs auch Rotkohl nach Omas Rezept und bieten milchsauer vergorenes Weißkraut im Glas an.

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Küsten-Köstlichkeiten: Deichlamm und Landschwein auf dem Teller (links), Kohlköpfe auf Dithmarscher Feldern (links unten) und Sylter Royal in der Hand

NOcH MEHR NORDSEE

INFO

Fotos: Ralf Niemzig, Oliver-Marc Steffen/Nordseeteller Hotel Lindenhof, Carlos Arias Encisco, dpa

LAMMPRODUKTE UND KOHLHÖFE LAMMPRODUKTE

KOHLHÖFE

Hofladen Baumbach Pohnshalligkoogstr. 1, 25845 Nordstrand Tel. 0 48 42/4 95, www.lammfleisch.de Landschlachterei Burmeister Westermarkt 3, 25884 Viöl Tel. 0 48 43/13 01 burmeister-vioel@t-online.de Landschlachterei Kühn Dorfstr. 21, 25870 Oldenswort Tel. 0 48 64/1 05 40, www.magusto.de

Susanne und Dirk Schoof Schüttenhörn 1, 25761 Hedwigenkoog Tel. 0 48 33/27 01 www.demeternordseekuestengemuese.de Hof Hinrichs An der B 5 Nr. 10 25724 Schmedeswurth Tel. 0 48 51/32 73 www.deutsche-kohlstrasse.info/ geheimtipp-hinrichs.html

RESTAURANTS „Hotel zur Treene“ An der Treene 5, 25876 Schwabstedt Tel. 0 48 84/2 10. Januar – Mitte März: Mo – Fr nach Vereinbarung, Sa + So 12–21 Uhr, Mitte März – Ende Dezember Do–Di 12–21 Uhr. www.hotel-zur-treene.de „Roter Haubarg“ Sand 5, 25889 Witzwort Tel. 0 48 64/8 45. Di – So 11 – 22 Uhr. www.roterhaubarg.de „Hotel Arlau-Schleuse“ 25856 Hattstedtermarsch Tel. 0 48 46/6 99 00. Geöffnet: 1. 11. – 31. 3. Mo – Fr ab 16 Uhr, warme Küche 17 – 21 Uhr , Sa + So warme Küche 11.30 – 14 Uhr, 17 – 21 Uhr; 1.4. – 31.10.: täglich warme Küche 11.30 – 14 Uhr, 17 – 21 Uhr. www.arlau-schleuse.de Vom 21. Mai bis 31. Juli finden die „Nordfriesischen Lammtage“ statt. Mehr Infos: www.lammtage.de

RESTAURANTS

Gasthof Oldenwöhrden Große Str. 17, 25797 Wöhrden Tel. 0 48 39/9 53 10. Täglich 7–24 Uhr, warme Küche 12–14, 18–21.30 Uhr. www.oldenwoehrden.de Landhaus Gardels Westerstraße 15 – 19 25693 St. Michaelisdonn Tel. 0 48 53/80 30. Täglich 13 – 22, warme Küche ab 18 Uhr. www.gardels.de Flair Hotel „Zur Linde“ Südermarkt 1, 25704 Meldorf Tel. 0 48 32/9 59 50. Täglich 12 – 22 Uhr. www.linde-meldorf.de Dithmarschen ist stolz auf seinen Kohl und feiert vom 20. bis 25. September zum 25. Mal seine „Kohltage“. www.kohltage-dithmarschen.de

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Neben Kohl und Lamm bietet die Region jede Menge weitere Köstlichkeiten: Miesmuscheln etwa oder Büsumer Krabben. Sogar Austern gibt es. Die werden auf Sylt gezüchtet und können in „Dittmeyer’s AusternCompagnie“ in List verkostet werden – ein Muss für SeafoodFans (www.sylter-royal.de). Überhaupt ist Sylt ein beliebtes Ziel für Feinschmecker. Immerhin fünf der Inselköche teilen sich sieben MichelinSterne. Und die Meister geben ihr Wissen gern weiter. So veranstalten etwa Johannes King, Jörg Müller und Alexandro Pape regelmäßig Kochkurse. Viele nützliche Tipps für einen Nordseeurlaub finden Sie unter: www.nordseetourismus.de Fordern Sie kostenfrei Broschüren an oder informieren Sie sich unter Tel. 0 18 05/066 077 (0,14 €/Min aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkhöchstpreis: 0,42 €/Min), täglich 8 – 21 Uhr.

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G OU R M E T FEST IVA L

Schleswig-Holstein ti Schöner schlemmen: In 15 Restaurants der Spitzenklasse präsentieren Sterneköche während des „Schleswig-Holstein Gourmet Festivals“ ihre Kreationen haus Nösse“ von Jörg Müller in Morsum, Sylt, und „Andresens Gasthof“ in Bargum, in dem Fritz Schilling kochte. Das reichte uns nicht. Wir wollten den Gästen mehr bieten und die Küche kreativ voranbringen. Hatten Sie eine Vorstellung, in welche Richtung die Entwicklung gehen sollte?

Ja. 15 Gastronomen schlossen sich zum Verbund „Gastliches Wikingland e. V.“ zusammen, aus dem dann das „SchleswigHolstein Gourmet Festival“ entstand. Wir wollten miteinander kooperieren, neue Gästekreise ansprechen, neue Impulse aufnehmen. Wir hatten das Gefühl, dass unsere norddeutsche Küche insgesamt leichter werden müsse. Ich selbst sammelte alte Kochbücher und habe schon damals angefangen, regionale Rezepte zu „entschlacken“. Aber unser Nachwuchs zum Beispiel lernte immer noch nach der alten Schule. Ort der Eröffnungsgala des 25. „Schleswig-Holstein Gourmet Festivals“: „Hotel Waldschlösschen“ in Schleswig

essen & trinken: Das „Schleswig-Holstein GourmetFestival“ feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Was ist das Besondere an dem Festival? Klaus-Peter Willhöft: Jeweils im Herbst und Winter kochen

an zwei Terminen renommierte Köche in den Restaurants, die am Festival teilnehmen, großartige Spitzenmenüs. Wir bemühen uns, bekannte Namen der Kochszene, aber auch junge Trendsetter nach Schleswig-Holstein zu holen. Bei uns waren von Anfang an Stars wie Harald Wohlfahrt, Alfons Schubeck oder Hans Haas zu Gast. Mit dem Festival ist es Ihnen gelungen, hier im Norden eine lebendige Gastro-Szene zu etablieren. Wie haben Sie das geschafft?

Vereinfacht gesagt war hier vor 25 Jahren eine kulinarische Diaspora. Es gab zwar viele ländliche Gasthöfe, aber mit feiner Küche hatte man früher nichts am Hut. Man kochte heftig deftig, ein bisschen nach dem Motto „Hauptsache, der Gast wird schnell satt!“. Zwischen Nord- und Ostsee gab es damals sieben Sterne-Restaurants. Unter anderem das „Land-

k Klaus-Peter Willhöft

ist seit 18 Jahren Präsident des „Schleswig-Holstein Gourmet Festivals“. Er war 33 Jahre lang Koch aus Leidenschaft in seinem Restaurant „Holländische Stube“ in Friedrichstadt und hat sich die regionale Küche auf die Fahnen geschrieben, die er mit den Jahren immer weiter verfeinert hat. Heute leitet er das „Flair Hotel Riehmers Hofgarten“ in Berlin-Kreuzberg. 18

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Und so entstand die Idee mit den Gastköchen?

Genau. Wir wollten erfahrene Spitzenköche in unsere Häuser holen, um ihnen auf die Finger zu schauen. Das Konzept ist aufgegangen. Heute ist das „Schleswig-Holstein Gourmet Festival“ das älteste seiner Art in Deutschland.

Darauf sind wir sehr stolz. Die Gäste sind begeistert – jedes Jahr haben wir mehr Besucher. Die Stars sind außerdem wahnsinnig kooperativ. Es macht großen Spaß, mit ihnen zu arbeiten. Und sie geben ihr Wissen gern an den Nachwuchs weiter, was unseren Standard insgesamt beeinflusst. Die Qualität der Küche hat sich grundlegend verändert?

Ja. Inzwischen gibt es neun Restaurants in Schleswig-Holstein, die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet sind, und vier Restaurants, über denen sogar zwei Sterne funkeln. Nach welchen Kriterien wählen Sie die Gastköche aus?

Das ist unterschiedlich. Mal fragen Köche an, die bei uns als Gastkoch ihr Können zeigen wollen. Wir selbst schauen: Wer setzt Trends? Von wem wollen wir etwas lernen? Wer könnte die Gäste begeistern? Welche neuen Stile möchten wir den Gästen präsentieren? Unsere Mitglieder äußern auch Gastkoch-Wünsche, die wir dann berücksichtigen. Ein wichtiger Punkt ist ferner, dass wir jungen Köchen eine Plattform bieten wollen. Viele feiern bei uns ihr Debüt. Auf dem Festival werden in der Hauptsache regionale und vielfach saisonale Produkte verwendet?

Ja, das ist einer unserer wichtigsten Grundsätze. Das stärkt die Region und macht sich natürlich auch bei der Qualität der Gerichte bemerkbar. Sind die Transportwege kurz, garantiert das Frische und ein optimales Aroma der Zutaten. Wie würden Sie den grundsätzlichen Charakter der Festival-Küche bezeichnen?

Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. „Nordisch-experi-

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k Harald Wohlfahrt

Mehr Glanz geht nicht. Drei Sterne nennt der Küchenchef der „Schwarzwaldstube“ im Hotel „Traube Tonbach“ in Baiersbronn-Tonbach sein eigen. Seit 25 Jahren begeistert er als Gastkoch die Gäste des Festivals: „Am Anfang wollte diese Region im Norden entdeckt werden. Zudem war es eine Herausforderung, mit den regionalen Produkten etwas Neues zu kreieren. Heute hat meine Teilnahme Tradition, und ich werde dabei sein, solange es mir möglich ist.“

n tischt auf!

k Jörg Müller

Der Pionier. Zu Beginn der Kooperation war er der einzige Zwei-SterneKoch in Norddeutschland, 1988 eröffnete er das Hotel-Restaurant „Jörg Müller“ in Westerland auf Sylt: „Damals wie heute peppe ich die regionalen Gerichte mit Rezepten aus der französischen Küche auf. Allgemein lässt sich sagen: Die Küche im Norden ist leichter, bekömmlicher geworden und ist offen für neue Einflüsse und Experimente.“

k Lutz Niemann

Themen aus der regionalen Küche werden für die Festival-Menüs neu interpretiert

mentell“ ist ein großes Thema, weil wir uns in jedem Jahr auch von der skandinavischen Spitzenküche inspirieren lassen. Regionale Themen, die neu interpretiert werden, spielen eine wichtige Rolle. Außerdem suchen wir immer auch nach neuen internationalen Impulsen. 2010 hatten wir beispielsweise Ali Güngörmüs vom „Le Canard nouveau“ in Hamburg zu Gast. Er ist der weltweit erste türkischstämmige Sternekoch und hat unsere Gäste mit den außergewöhnlichen Aromen der orientalisch-mediterranen Küche auf einen neuen Geschmack gebracht. Können die Gäste im 25. Jubiläumsjahr des Festivals etwas Besonderes erwarten?

Gastgeber der Eröffnungsgala wird – wie vor 25 Jahren – das „Waldschlösschen“ in Schleswig sein. Es ist übrigens das einzige Haus, das von Anfang an beim „Gourmet Festival“ dabei war. Damals führte Heta Behmer das Vier-SterneHotel, heute hat ihr Sohn Hans-Werner Behmer das Zepter in der Hand. Welche Köche werden im Jubiläumsjahr Ihre Gäste verwöhnen?

Den Auftakt machen Harald Wohlfahrt, Jörg Müller, Lutz Niemann und ein dänischer Überraschungskoch.

Fotos: PR

Das ist ja ein großartiges Star-Aufgebot!

Ja, wir sind auch sehr stolz, dass Harald Wohlfahrt, wie jedes Jahr, zum Festival kommen wird. Jörg Müller hat schon im Gründungsjahr das Menü im „Waldschlösschen“ kreiert. Lutz Niemann, seit 1989 beim Festival dabei, ist ein enger Freund von Harald Wohlfahrt. In der Küche sind die beiden ein perfektes Team – Genuss garantiert!

Denkt in Qualität. Seit 1990 ist er Küchenchef der „Orangerie“ im „Maritim Seehotel Timmendorfer Strand“. Der mit Stern gekrönte Purist bezeichnet seine Küche als „Haute Cuisine mit regionalen Akzenten“. Er kocht seit Beginn mit Gastkoch Harald Wohlfahrt: „Ziel war es seit jeher, die Qualität der Küche zu verbessern. Und wenn man sich mittlerweile die Sterne hier so anguckt … In jedem Fall ist das Festival eine super Werbung für das Land.“

Restaurant-Hopping für junge Genießer Die Plätze sind rar und begehrt. Bei der „Tour de Gourmet Jeunesse“, dem Erfolgskonzept für junge Food-Fans, können maximal 40 Gäste zwischen 18 und 35 Jahren teilnehmen. Erdacht hat die facettenreiche Sinnestour vor vier Jahren die „Kooperation Gastliches Wikingland“. Motto: „Genuss kennt keine Altersgrenzen.“ Nachwuchs-Feinschmecker aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus der Schweiz treffen sich zum kommunikativen Restaurant-Hopping. Per Audi-Shuttle-Service geht es jedes Jahr zu drei Mitgliedshäusern des „Gourmet Festivals“. Infos: www.gourmetfestival.de/tourdegourmet.html

Weitere Termine des Gourmet Festivals e&t

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➜ Termine: Schleswig-Holstein Gourmet Festival 24. Gourmet Festival

k Fr + Sa, 21. + 22. 1. 2011

k Fr + Sa, 25. + 26. 2. 2011 „Holländische Stube“

Niemannsweg 102, 24105 Kiel Tel. 04 31/88 11-0, www.kieler-kaufmann.de Gastkoch: Ingo Bockler („Hotel Hohenhaus“, Herleshausen)

Am Mittelburgwall 24 – 26 25840 Friedrichstadt, Tel. 0 48 81/93 90-0 www.hollaendischestube.de Gastkoch: Thomas Martin („Louis C. Jacob“, Hamburg)

k So + Mo, 30. + 31. 1. 2011

k Sa + So, 5. + 6. 3. 2011

„Ringhotel Landhaus Gardels“

Hauptstr. 1, 25474 Ellerbek Tel. 0 41 01/3 77 70, www.heinsens.de Gastkoch: Michael Röhm („Zum Heidkrug“, Lüneburg)

Westerstr. 15 – 19, 25693 St. Michaelisdonn Tel. 0 48 53/80 30 www.gardels.de Gastkoch: Henri Bach („Résidence“, Essen-Kettwig)

„Romantik Hotel Kieler Kaufmann“

„Heinsens Ellerbek“

k Sa + So, 5. + 6. 2. 2011

„Schiffergesellschaft zu Lübeck“ Breite Str. 2, 23552 Lübeck, Tel. 04 51/7 67 76 www.schiffergesellschaft.com Gastkoch: Achim Schwekendiek („Schlosshotel Münchhausen“, Aerzen)

25. Gourmet Festival

k eröffnungsgala: So, 11. 9. 2011

Kolonnenweg 152, 24837 Schleswig Tel. 0 46 21/38 30, www.hotel-schleswig.com Gastkoch: André Großfeld („Restaurant Großfeld“, Friedberg)

„Hotel Waldschlösschen“ Kolonnenweg 152, 24837 Schleswig Tel. 0 46 21/38 30, www.hotel-schleswig.com Gastköche: Harald Wohlfahrt („Traube Tonbach“, Baiersbronn); Jörg Müller („Jörg Müller“, Sylt); Lutz Niemann („Orangerie“, Timmendorfer Strand); und ein dänischer Überraschungskoch

k So + Mo, 20. + 21. 2. 2011

k So + Mo, 30. + 31. 10. 2011

k Sa. + So, 12. + 13. 2. 2011 „Hotel Waldschlösschen“

„Vitalia Seehotel“

Am Kurpark 3, 23795 Bad Segeberg Tel. 0 45 51/80 28, www.vitaliaseehotel.de Gastkoch: Bobby Bräuer („Grand Tirolia“, Kitzbühel, Österreich)

„Hotel Cap Polonio“ Fahltskamp 48, 25421 Pinneberg Tel. 0 41 01/53 30, www.cap-polonio.de Gastkoch: Henri Bach („Résidence“, Essen-Kettwig)

k Sa + So, 5. + 6. 11. 2011

„Hotel Restaurant Seeblick“ Strunwai 13, 25946 Norddorf/Amrum Tel. 0 46 82/92 10, www.seeblicker.de Gastkoch: Nelson Müller („Schote“, Essen)

k So + Mo, 20. + 21. 11. 2011

„Columbia Hotel Casino Travemünde“ Kaiserallee 2, 23570 Travemünde Tel. 0 45 02/30 80 www.columbia-hotels.de Gastkoch: Thomas Bühner („la vie“, Osnabrück)

k Fr + Sa, 13. + 14. 1. 2012

„Romantik Hotel Kieler Kaufmann“ Niemannsweg 102, 24105 Kiel Tel. 04 31/88 11-0 www.kieler-kaufmann.de Gastkoch: Marco Müller („Weinbar Rutz“, Berlin)

k Sa + So, 10. + 11. 3. 2012

„Ringhotel Landhaus Gardels“ Westerstr. 15 – 19 25693 St. Michaelisdonn Tel. 0 48 53/80 30 www.landhaus-gardels.de Gastkoch: Michael Hoffmann („Margaux“, Berlin) Reservierungen empfehlenswert. Mehr Infos unter: www.gourmetfestival.de

Wir gratulieren dem Schleswig-Holstein Gourmet-Festival zum 25. Jubiläum 2011/2012

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Überaus zutraulich: Robustrinder in Schleswig-Holstein

ST I F T U N G SL A N D – GE N I ESSE R L A N D

Wilde Weiden Wundern Sie sich nicht, falls Ihnen beim Spazierengehen eine Herde wilder Rinder begegnet. Die halten hier das Gras kurz und liefern außerdem leckere Steaks

Foto: Ingo Wandmacher/TASH

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ie untergehende Sonne taucht das Eidertal südlich von Kiel in mildes Abendlicht. Die Schatten der alten Weiden werden allmählich länger. Weit hinten grasen Heckrinder, die aussehen wie Auerochsen, und ein paar wilde Pferde. Sie haben keine Eile, denn das hier ist ihr Refugium. Kaum ein Zaun begrenzt ihre Freiheit, und auch nachts bleiben sie draußen. Rund 4000 ihrer 30 000 Hektar Land hat die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zu sogenannten „Wilden Weiden“ gemacht. Auf ihnen leben um die 3000 Robustrinder, vorwiegend schottische Galloways und HighlandCattles. Sie machen sich als Landschaftspfleger nützlich, halten die ungedüngten Weiden kurz und helfen so, die biologische Artenvielfalt zu erhalten. Auf Wanderungen entlang der Weiden, die auch Landschaftsführerin Helge Löbbecke aus Kiel anbietet, kann man erfahren, wie die Rinder leben. Doch die Vierbeiner sind nicht nur Naturschützer. Sie liefern auch grandioses Fleisch, das fettarm und geschmacksintensiv ist. In rund 23 Restaurants, wie etwa dem „Bärenkrug“ in Molfsee, kann man sich vom Spätsommer bis zum Herbst im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stiftungsland – Genießerland“ von der Fleischqualität überzeugen. Auch in der „Strengliner Mühle“, idyllisch am Mühlenbach gelegen, stehen köstliche Gerichte aus GallowayFleisch auf der Karte.

INFO

Hotel und Restaurant „Der Bärenkrug“ Hamburger Chaussee 10 24113 Molfsee/Kiel Tel. 0 43 47/7 12 00. Mo ab 18 Uhr, Di – Sa 12 – 14.30 und ab 18 Uhr, warme Küche bis 22 Uhr, So 12 – 15 Uhr. www.baerenkrug.de Hotel und Restaurant „Strengliner Mühle“ Mühlenstr. 2 23820 Pronstorf-Strenglin Tel. 0 45 56/99 70 99. Sa + So warme Küche ab 11.30 Uhr, sonst täglich ab 17 Uhr und auf Voranmeldung. www.strenglinermuehle.de „Riesby Krog“ Dorfstr. 37, 24354 Rieseby Tel. 0 43 55/18 17 87 Di – Do ab 17, Fr – So ab 12 Uhr www.riesbykrog.de Tipps und Termine: Am 10. September 2011 findet im „Riesby Krog“ ein ganz besonderer Geschmackstest statt: Genießer können Fleisch verschiedener Rinderrassen verkosten. Motto: „Blindekuh“. Infos und Anmeldung: www.riesbykrog.de www.sh-geniesserland.de www.naturfuehrungen.info

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Spezialitäten Königliches Gemüse

Für Fans von frischem Spargel lohnt sich eine Fahrt auf der Spargelstraße: Sie verbindet über 50 Spargel produzierende Höfe. Zur Haupterntezeit von Ende April bis Ende Juni können Sie hier Spargel kaufen, der eben noch auf dem Feld gestanden hat. www.sh-tourismus.de/de/spargelzeit

Heiß!

Eine Tasse Kaffee mit Zucker, ein kräftiger Schuss Rum und eine Sahnehaube – fertig ist der „Pharisäer“. Er wurde ursprünglich zu Kindstaufen in Nordstrand serviert. Der Pastor bekam stets eine Variante ohne Alkohol. Der Legende nach soll er mal an der falschen Tasse genippt und ergriffen geseufzt haben: „Oh, ihr Pharisäer …“

Friesentorte mit Pflaumenmus und Schlagsahne Für 12 STüCKE

410 g Mehl ½ TL Backpulver 4 Pk. Vanillezucker 150 g Schmand 275 g Butter 150 g Zucker, 1 TL Zimt 750 g Zwetschgen

2 EL Speisestärke 3 EL Zwetschgenwasser (oder Orangensaft) 400 ml Schlagsahne 2 Pk. Sahnesteif Außerdem: Klarsichtfolie Backpapier

untersten Schiene 12–15 Minuten backen. Einen Boden noch warm in 12 Stücke teilen, alle Böden abkühlen lassen. 4. Sahne erst halb steif, dann mit Sahnesteif und übrigem Vanillezucker steif schlagen. Einen Boden mit 2 Kompott bestreichen. 2 Sahne darauf verteilen. Übrige Böden, Kompott und Sahne darüberschichten. Die 12 Bodenstücke schräg daraufsetzen. Torte 30 Minuten kalt stellen. Mit einem elektrischen Messer oder scharfen Sägemesser in Stücke schneiden.

1. 250 g Mehl und Backpulver mischen, mit 2 Pk. Vanillezucker, Schmand und 175 g weicher Butter zu einem glatten Teig verkneten. 2 Stunden in Folie gewickelt kalt stellen. Restliches Mehl, 75 g Zucker, ½ TL Zimt und restliche Butter mit den Knethaken des Handrührgeräts zu kleinen Streuseln kneten, kalt stellen. 2. Zwetschgen halbieren, entsteinen und würfeln. Mit restlichem Zucker und restlichem Zimt mischen. Bei mittlerer Hitze 5 Minuten köcheln lassen. Stärke und Zwetschgenwasser (oder Orangensaft) glatt rühren, zum Kompott geben, aufkochen und abkühlen lassen. 3. Teig in 4 Portionen teilen. Auf einer bemehlten Fläche zu vier Kreisen von Ø 24 cm ausrollen. Auf 4 Stücke Backpapier geben und mit einer Gabel mehrfach einstechen. Streusel gleichmäßig auf die 4 Kreise geben und andrücken. Böden nacheinander auf ein Blech ziehen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Gas: Stufe 3; Umluft: 180 Grad) auf der

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Eine Frucht sieht rot

Rote Grütze muss man einfach probiert haben. Im gesamten Norden gibt’s kaum ein Restaurant, das sie nicht auf der Speisekarte hat. Rote Grütze wird aus roten und schwarzen Früchten, Zucker und etwas Fruchtsaft mit Speisestärke zubereitet. Dazu gibt’s Vanillesauce, Vanilleeis oder Schlagsahne – lecker!

Küstenkümmel

„De Geele Köm“ ist das Getränk für neblige Küstennächte. Der gelbe, mit edlen Kräutern und Gewürzen verfeinerte und auf Holz gelagerte Kümmel ist die unverzichtbare Zutat für den „Kömpunsch“: Je nach Geschmack wird eine zu zwei Dritteln gefüllte Tasse schwarzer Tee mit Kandis gesüßt und mit „Köm“ aufgefüllt. Wichtig: Der Tee sollte nur schwach gekocht, also „blond“ sein. Mehr Infos zu Kümmel & Co: www.behn.de

Fotos: Laif (2), Picture Press, Stockfood (2), PR

Auf ’ne gute Buddel Rum Man muss kein Seeräuber sein, um sich für einen guten Schluck Rum aus Flensburg zu begeistern. Vor allem dann nicht, wenn die hochprozentige Spirituose aus dem Hause A. H. Johannsen stammt. Das traditionsreiche Rumhaus – in Flensburg übrigens das letzte seiner Art – produziert mit der Erfahrung von 130 Jahren einen aromatischen Rum. Man kann ihn per Internet oder vor Ort in der „Hökerei“ kaufen. Es gibt auch Führungen durch den fast 300 Jahre alten historischen Familiensitz, die Marienburg. Na, dann Prost! A. H. Johannsen GmbH & Co. KG, Marienstr. 6 24937 Flensburg, Tel. 04 61/2 52 00. Mo–Fr 8–16.30 Uhr, Sa nach Absprache. www.johannsen-rum.de

Alles Mehlbüdel – oder was?

Eine Spezialität der schleswig-holsteinischen Küche ist der Mehlbeutel, auch „Großer Hans“ genannt: ein Serviettenkloß aus einem lockeren Mehlteig, der wahlweise mit Speckstippe, Rosinen oder Korinthen zubereitet wird. Traditionell gibt’s dazu Zucker, zerlassene Butter oder eine Fruchtsauce sowie gebratene Schweinebacke. Und hier gibt’s „Mehlbüdel“ auf Vorbestellung: www.lindenhof-lunden.de, www.kolls-gasthof.de e&t

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Willkommen im Norden!

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Tourismus Agentur  
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