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№ 41 · Sonntag, 14. Oktober 2012

SPEZIAL > Seite 10

Grünes Geld mit großer Wirkung Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, das Billionengrab ESM ist nun fertig geschaufelt. Zufrieden klopften sich die Eurokraten, die diese „effektive Brandmauer zum Schutz der Eurozone“ befürworten, auf die Schultern und es gab das übliche „Alles wird gut“-Geschwätz. Darüber hinaus behauptete man Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung und der Wiedergewinnung der Wettbewerbsfähigkeit in den Krisenländern. Man suggerierte also wieder einmal, dass der Euro gerettet und das Schuldendilemma gelöst werden können. Und natürlich dienen ESM, Fiskalpakt, Spardiktate und der EZBWahnsinn dem Wohle der Bevölkerung. Von wegen! Die Vorstellung, dass damit den normalen Bürgern der Eurozone geholfen

wird, ist, wie der wirtschaftliche und soziale Niedergang in einigen Ländern zeigt, nicht nur absurd. Es ist naiv zu glauben, dass mit diesen Mitteln auch nur ansatzweise eine nachhaltige Lösung gefunden wird. Und dann sind da ja noch die grundlegenden Ungleichgewichte in der Eurozone mit dem gefährlichen Trend, Leistungsbilanzdefizite über den Target-2-Mechanismus des Euro-Systems zu finanzieren, was riesigen finanziellen Sprengstoff birgt. Hier müsste man mal ran! Herzlichst, Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


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Schliekers Woche

Freundlicheres Chaos, bitte! Sonntag, 14. Oktober 2012

AKTIEN & MÄRKTE Schliekers Woche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: Spanien – Die Farce geht weiter. . . . . . . . . 4 Märkte im Überblick: Dow Jones, DAX, EURO STOXX 50. . . . . .5 Aktie der Woche: Evotec . . . . . . . . . . . . . 6 Interview: Gerhard Martin . . . . . . . . . . . . 9 SPEZIAL Grünes Geld. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 UNTERNEHMEN Unternehmen der Woche: GM TEC Industries Holding . . . . . . . . . 14 News: Hess, Südzucker, Alcoa . . . . . . . . . 15 FONDS Fonds der Woche: PEG Q-Goldmines. . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: Kuala-LumpurComposite-Index-Zertifikat . . . . . . . . . . 20 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Rohstoffe Rohstoff der Woche: Brent-Öl. . . . . . . . 22 Rohstoffanalysen: Gold, Weizen, Mais, Mageres Schwein. . . . . . . . . . . . . . 23 Lebensart Refugium der Woche: Superior Sofitel Vienna Stephansdom. . . . . 24 Coffeetable-Favourites: Tower 185/Frankfurt am Main. . . . . . . . 25 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 26

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Deutschland verabschiedet sich von der historisch gern akzeptierten Etikettierung als ein effizientes Land mit umfassender, wenn auch reichlich kleinteiliger Regulierung des Alltags. Reinhard Schlieker Dass die Dinge hier ZDF Wirtschafts­ einfach funktioniekorrespondent ren wie erwartet, ist eine im Ausland mit einer Mischung aus Furcht und Bewunderung gepflegte mythische Einschätzung. Man ist dabei, dies mit aller Kraft ins Reich der Fabel zu verweisen. In den vergangenen Jahren hat es zahlreiche Beispiele irregeleiteter Regulierungswut gegeben, die im Gegensatz zur guten alten Zeit eben nicht Verlässlichkeit, sondern blankes Chaos erzeugt hat. Hin und wieder war es immerhin ein ganz freundliches Chaos: Niemals billig für den Steuerzahler, aber mit einem Anflug von Sympathie, ja Heiterkeit zu ertragen – wer konnte nicht herzlich lachen über Straßenbrücken, die weitab jeder Straße über Flüsschen geschlagen wurden? War das nicht niedlich? Das Geld der Bürger war zur Unterhaltung des Publikums sicher gut angelegt. Heutzutage aber wird es düster und das Chaos ist nicht mehr ein Seitenzweig der deutschen Effektivität, sondern eher deren Nachfolger. Unsympathisch, teuer, unbeherrschbar. Und man hat den fatalen Eindruck, dass die Regierung und das Parlament hier nicht mehr deshalb Fehler machen, weil Fehler halt passieren, sondern weil sie es wirklich nicht besser können. Schon jetzt ein reiches Studiengebiet der ökonomischen Forschung ist die sogenannte Energiewende. Hartgesottene Ideologen können sich an ihr weiterhin erfreuen, dem Rest wird übel. Das überhastete Umwerfen jeder geltenden Planung bei der Energiegewinnung aufgrund einer singulären Naturkatastrophe auf der anderen Seite des Globus ließ schon Schlimmes befürchten. Weil man in Japan aus unerfindlichen Gründen ein Atomkraftwerk da bauen musste, wo sowohl Erdbeben als auch Monsterwellen leichtes Spiel haben, entschloss sich ein dicht

besiedeltes Industrieland im Herzen Europas, wo Monsterwellen sich schwertun und Erdbeben meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, seine wirtschaftlichen Pfeiler einzureißen. Selbst diejenigen, die den Ausstieg aus der Nutzung der Kernkraft für nachvollziehbar halten, können sich da nicht mehr freuen, denn ein vernünftiger Zeitplan dafür hätte besser zum hiesigen Denkansatz gepasst als die anarchistisch beeinflusst scheinende Panikveranstaltung à la Bundesregierung. Seither folgen Höhepunkte des methodischen Wahnsinns im Wochentakt. Derzeit geht es mal wieder um die EEG-Umlage, die selbstredend entgegen jedem Versprechen steigt und steigt. Da mittlerweile jeder ein Stromerzeuger mit festem, staatlich garantiertem Einkommen werden kann, auch ohne ein Gewerbe zuzulassen, entfällt für die Energieerzeuger jede Planungsgrundlage – deren Aktienkurse sprechen eine deutliche Sprache. Für die Entlohnung der Wildwuchsökonomie ist der Verbraucher zuständig. Der zahlt folgerichtig mit seiner Stromrechnung mitnichten in erster Linie für Strom. Sondern für Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz; für Stromsteuer, für das Erneuerbare-Energien-Gesetz, Umlage gemäß §19 StromNEV, und dann, weil es so schön war, die Mehrwertsteuer natürlich. Abhelfen wollte der Umweltminister der Belastung durch eine Beratung der Haushalte zum Stromsparen. Eine putzige Idee. Wenn die Geld ausgeben, um mit modernen Geräten zu sparen, sinkt ja das Aufkommen all dieser staatlichen Abgaben. Was geschieht dann mit ihnen? Richtig, Herr Altmaier, sie steigen, um das Aufkommen halten zu können. Nun soll es eine Art Vorzugsanleihe richten, die 20 Jahre lang 5% Rendite bringt. Wer soll aber diesen Ertrag weit über Marktzins bezahlen? Das kann ja heiter werden!

Was denken Sie über dieses Thema? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de


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Tops und Flops der Woche Zitat der Woche

tops CropEnergies: Gewinnsprung Der Bio-Ethanol-Hersteller CropEnergies (WKN: A0LAUP) erhöhte den Überschuss im zweiten Geschäftsquartal (Ende: 31. August) von 8,80 auf 15,12 Mio. Euro. Vor Steuern legte der Gewinn von 11,99 auf 21,10 Mio. Euro zu, der operative Gewinn von 14,02 auf 22,33 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte von 143,11 auf 159,40 Mio. Euro. Im Gesamtjahr will die Südzucker-Tochter den Umsatz von 572 auf 610 bis 630 Mio. Euro ausweiten. Zuvor waren mehr als 600 Mio. Euro Umsatz in Aussicht gestellt worden. Douglas: Leichtes Umsatzplus Im vergangenen Geschäftsjahr 2011/12 (Ende: 30. September) steigerte die im MDAX notierte Douglas Holding (WKN: 609900) ihren Umsatz von 3,38 auf 3,44 Mrd. Euro. Der im Inland erzielte Umsatz legte von 2,26 auf 2,32 Mrd. Euro zu, der Auslandsumsatz stagnierte bei 1,12 Mrd. Euro. Hauptumsatzträger war die gleichnamige Parfümeriekette – deren Umsatz kletterte von 1,88 auf 1,92 Mrd. Euro. Dagegen schrumpfte der Umsatz der ebenfalls zur Holding gehörenden Buchhandelskette Thalia von 934,5 auf 915,1 Mio. Euro. Yum Brands: Mehr umgesetzt und verdient Yum Brands (WKN: 909190), Betreiber der Schnellrestaurantketten Pizza Hut, KFC und Taco Bell, steigerte den Gewinn im dritten Geschäftsquartal (Ende: 8. September) von 389 auf 478 Mio. US-Dollar. Je Aktie zog der Gewinn auch dank einer gesunkenen Aktienzahl von 0,80 auf 1,00 US-Dollar an, vor Sonderposten von 0,83 auf 0,99 US-Dollar. Der Umsatz legte von 3,27 auf 3,57 Mrd. US-Dollar zu. Analysten hatten 3,65 Mrd. USDollar Umsatz und 0,97 US-Dollar Gewinn je Aktie prognostiziert.

„Der Start des ESM markiert einen historischen Meilenstein für die Währungsunion.“

Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker bezeichnet die Inkraftsetzung des EuroRettungsfonds ESM durch die Eurozone als eine gute Nachricht für Europa. Der ESM soll künftig 500 Mrd. Euro an kriselnde Euro-Länder vergeben können.

Zahl der Woche

„+2,4%“ Die deutsche Exportwirtschaft setzt ihre Aufholjagd fort: Im Monatsvergleich legten die Ausfuhren im August kalender- und saisonbereinigt gemäß Statistischem Bundesamt überraschend kräftig um 2,4% zu.

Flops EADS: Fusion mit BAE Systems geplatzt Der politische Gegenwind war zu stark: Die beabsichtigte Fusion des europäischen Luftund Raumfahrtkonzerns EADS (WKN: 938914) mit dem wesentlich kleineren britischen Rüstungskonzern BAE Systems (WKN: 866131) ist geplatzt. Beide Unternehmen hatten entsprechende Gespräche Mitte September bestätigt. Von Anfang an überwogen jedoch kritische Stimmen aus den jeweiligen Regierungen in Großbritannien, Frankreich und Deutschland, die sich gegen einen Zusammenschluss aussprachen. Chevron: Gewinnwarnung Im gerade beendeten dritten Quartal werde der Gewinn deutlich geringer als im Vorquartal ausfallen, warnte der kalifornische Ölkonzern Chevron (WKN: 852552). Ursächlich seien Produktionsunterbrechungen aufgrund des Wirbelsturms Isaac sowie eines Feuers in einer Raffinerie in Richmond. Im zweiten Quartal hatte der Konzern 7,23 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 3,66 US-Dollar je Aktie verdient. Experten rechnen im Folgequartal bisher mit 6,2 Mrd. US-Dollar Gewinn. Der Gewinn je Aktie soll 3,08 US-Dollar erreichen. Ahlers: Quartalsüberschuss gesunken Der Überschuss des Herforder Herrenbekleidungsherstellers Ahlers (WKN: 500973) schrumpfte im dritten Geschäftsquartal (Ende: 31. August) von 7,52 auf 6,85 Mio. Euro. Vor Steuern sank der Gewinn von 11,08 auf 9,62 Mio. Euro. Der Umsatz ging von 75,98 auf 71,03 Mio. Euro zurück. Während das Geschäft mit den PremiumMarken Baldessarini, Pierre Cardin und Otto Kern brummte, der Umsatz legte von 44,2 auf 46,2 Mio. Euro zu, gingen die Umsätze in den Segmenten Jeans & Workwear und Men’s & Sportswear zurück. 03

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TER MINE DER WOCHE 15.10. 14:30 USA Einzelhandelsumsätze September 15.10. 14:30 USA NY Empire State Manufacturing Index Oktober 16.10. 11:00 DE ZEW, Index Konjunktur­ erwartungen Oktober 16.10. 15:15 USA Industrieproduktion und Kapazitätsaus­ lastung September 18.10. 04:00 China BIP Q3 und Industrieproduktion September 18.10. 16:00 USA Philadelphia Fed Survey Oktober 19.10. 16:00 USA Verkäufe bestehende Häuser September


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Markt im Fokus

Spanien:

Die Farce geht weiter Der ESM ist nun in Kraft und es wird weiter kräftig spekuliert, wer hier als Erstes seine Haushaltslöcher zum Stopfen anbietet. Heißer Kandidat für einen baldigen Hilfsantrag ist Spanien. Es sträubt sich aber weiterhin hartnäckig und bekommt auch Unterstützung von höchster Stelle. Klaus Regling, Chef des ESM, zeigte sich in der Euro-Schuldenkrise zuversichtlich. Zweckoptimismus gehört offenbar zur Stellenausschreibung. Es sieht demnach auch in Dow Jones Spain Index

Indizes Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX TecDAX SDAX EUROSTX 50 Nikkei 225 Hang Seng

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Spanien Fortschritte bei der Rückführung des Staatsdefizits sowie der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Daher sieht er keinen unmittelbaren Bedarf für einen Hilfsantrag. Er Stand: 12.10.2012

Stand: Freitag nach Börsenschluss

12.10.2012 % Vorwoche 52weekHigh % 52week 13328,85 -2,07% 13661,87 +15,71% 1428,59 -2,21% 1474,51 +18,33% 3044,11 -2,94% 3196,93 +16,87% 7232,49 -2,24% 7478,53 +20,65% 11231,35 -1,04% 11408,70 +25,69% 814,25 -1,86% 830,91 +19,26% 5076,12 -0,56% 5257,70 +13,25% 2469,09 -2,45% 2611,42 +4,09% 8534,12 -3,71% 10255,15 -2,34% 21136,43 +0,59% 21760,34 +15,31%

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verwies auf die zurückgegangenen, vom Land zu zahlenden Zinsen für die Aufnahme neuer Schulden. Es stimmt auch, dass die Renditen seit den Hochs im Juli deutlich gesunken sind. Ob es sich dabei um einen dauerhaften Zustand handelt, ist jedoch fraglich. Zwar steht die EZB erklärtermaßen Gewehr bei Fuß, was wohl auch dazu führte, dass die jüngste Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes durch die Rating-Agentur Standard & Poor’s auf eine Stufe vor Ramschniveau kaum nennenswerte Reaktionen nach sich zog. Sich nun in der Sicherheit zu wiegen, eine dauerhafte Lösung gefunden zu haben, ist jedoch nicht angebracht. Zu viele Probleme sind noch vorhanden und es ist fraglich, ob diese selbst durch die gewonnene Zeit nun gelöst werden können. Zumal deren Ausmaß nur schwer abzuschätzen ist. Man mag gar nicht darüber nachdenken, wie viel Hypothekenschrott angesichts der geplatzten Immobilienblase in Spanien und damit finanzieller Sprengstoff in den dortigen Bankbilanzen schlummert. Darüber hinaus ist die Wirtschaft in einer Abwärtsspirale. Hinzu kommt der wegen riesiger Arbeitslosigkeit und fehlender Perspektiven verständliche Unmut der Spanier, was die Gefahr noch größerer sozialer Unruhen beinhaltet. Die kolportierten Fortschritte, mit denen man versucht, die bisherige Spardiktats- und Gläubigerschutzpolitik zu rechtfertigen, bleiben somit eine Farce.


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usa

Deutschland

Zahlen und Wahlen

Europa

Größere Korrektur im Anmarsch?

Luft raus?

Mit der nun gestarteten US-Berichtssaison dürften an der Wall Street in nächster Zeit die Ergebnisse und Ausblicke der US-Firmen besonders im Fokus stehen. Angesichts des mäßigen konjunkturellen Umfeldes, weltweit aber auch in den USA selbst, scheinen Enttäuschungen vorprogrammiert. Deshalb sowie wegen einiger erster Dämpfer (u. a. Alcoa) hielt sich in der vergangenen Woche das Kauf­interesse in Grenzen, was in sinkenden US-Indizes mündete. Bevor die Bilanzflut richtig losgeht, stellt sich zudem die Frage, wie hoch in Anbetracht der Sommerrally sowie den getrübten konjunkturellen Aussichten selbst bei positiven Ergebnisüberraschungen der Drang zu Gewinnmitnahmen ist. Darüber hinaus könnten die immer näher rückende US-Präsidentenwahl und die damit verbundene Unsicherheit zu einem Bremsklotz für den US-Aktienmarkt werden. Unsicherheit mögen Investoren überhaupt nicht. Vielleicht gibt es im Vorfeld zwar noch die einen oder anderen Versprechen sowie auch Prognosen für den Ausgang der Wahl, was an der Wall Street vielleicht zu Reaktionen führt. Von dieser Warte sind große und nachhaltige Impulse aber nicht zu erwarten. Charttechnisch betrachtet kratzte der Dow Jones mit seinem Rückgang in der vergangenen Woche wieder an der Haltezone von 13.289 bis 13.339 Punkten. Wird sie verletzt, könnte dies für eine ausgedehntere Korrektur sprechen.

Die Luft am deutschen Aktienmarkt scheint erst einmal raus zu sein. Beispiel DAX: Seit dem Zwischenhoch im September befindet er sich im Konsolidierungsmodus. Nach der Aufwärts- und damit Gegenbewegung in der Vorwoche rutschte er jüngst wieder etwas ab. Insgesamt ist zwar noch nicht viel passiert und die seit dem Septemberhoch leicht rückläufige Tendenz könnte lediglich ein charttechnischer Pullback auf die im September überwundene Hürde bei 7.194 Punkten sein, die nun als Unterstützung fungiert und jüngst getestet wurde. Es gibt jedoch einige Aspekte, weshalb man dem Braten nicht so recht trauen mag. Abgesehen von den derzeit wieder verstärkten Insider-Verkäufen, also von den Firmenmanagern, werden auch die Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft immer weiter nach unten geschraubt. Jüngst senkten die sogenannten führenden Forschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten für die Bundesregierung ihre Einschätzung zum Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im nächsten Jahr von 2% auf 1%. In diesem Jahr gehen die Forscher von +0,8% aus, nach bislang +0,9%. Beruhigend ist dies alles nicht. In Anbetracht der auch hierzulande anstehenden Berichtssaison zum dritten Quartal könnte zudem das Risiko gegeben sein, dass Zahlen und Ausblicke enttäuschen, was die Stimmung am Aktienmarkt nachhaltig trüben könnte.

Ein Blick auf den Chart des EURO STOXX 50 könnte zu der Annahme verleiten, dass die Kursparty aus den Sommermonaten nun endgültig vorbei ist. Die seinerzeit treibenden Spekulationen auf weitere geldpolitische Schritte, insbesondere auf außergewöhnliche Maßnahmen der Notenbanken, sind mit deren amtlich werden nun erledigt. Die Kauflaune am Aktienmarkt ist daher abgeebbt. Charttechnisch betrachtet hat der Index kurz vor Erreichen des Zwischenhochs von März bei 2.611 Punkten nach unten gedreht. Zwar kann es sich dabei nur um einen temporären Rücksetzer und damit ein Anlaufnehmen handeln, besagte Hürde zu knacken. Dazu müssten aber neue Kaufargumente her. Diesbezüglich sieht es jedoch eher mau aus. Europa und insbesondere die Eurozone haben in Sachen Wirtschaftsentwicklung den Rückwärtsgang eingeschlagen und es besteht die Gefahr einer deutlichen konjunkturellen Delle, was sich auch in Geschäftsentwicklung vieler europäischer Firmen niederschlagen dürfte. Zwar gibt es noch das Argument, dass mit den außergewöhnlichen Maßnahmen der EZB das Inflationsrisiko steigt, was tendenziell für Sachanlagen wie Aktien spricht, eine solide Investment-Grundlage ist dies jedoch nicht. Daher ist nicht auszuschließen, dass sich die zuletzt eingeleitete, bislang aber noch vergleichsweise geringe Korrektur zu einer größeren Abwärtsbewegung auswächst.

Dow Jones

DAX

EURO STOXX 50

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Stand: 12.10.2012

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Evotec:

Bahnt sich hier ein Kaufsignal an? Die Aktie der Biotech-Firma legte in den vergangenen Wochen recht dynamisch zu. Es gab einige positive Nachrichten. So auch jüngst. Aus charttechnischer Sicht versucht sich der Kurs nun an der Hürde von 2,95 Euro. Gelänge ein nachhaltiger Ausbruch, kann dies als charttechnisches Kaufsignal interpretiert werden. Im Verlauf des bisherigen Börsenjahres gab es zwar von März bis Juni eine heftigere Korrektur, diese wurde inzwischen aber wieder ausgemerzt. Das Evotec-Papier liegt damit 2012 bislang rund 25% im Plus. Vielleicht ist noch mehr drin. Charttechnisch betrachtet zeigt sich seit Juni eine dynamische Aufwärtsbewegung. Sie wurde zwar zwischenzeitlich unterbrochen, Mitte September jedoch wieder aufgenommen. Nun hat der Kurs das Zwischenhoch von März dieses Jahres erreicht. Hatte er bereits in der Vorwoche kurzzeitig drüber gelugt, kletterte er auch in der vergangenen Woche darüber. Für einen nachhaltigen Ausbruch reichte die Kraft bislang zwar noch nicht. Ein solcher bleibt jedoch nach wie vor denkbar und würde bei Eintreten für ein spekulatives Kaufsignal sprechen. Ein sich daraus ergebendes erstes potenzielles Kursziel könnte dann das Zwischenhoch von Januar 2011 bei 3,48 Euro sein. Meilenstein erreicht Für das offensichtliche Kaufinteresse in den vergangenen Wochen dürften die positiven 06

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Unternehmensnachrichten verantwortlich sein. Auch jüngst gab es Erfreuliches. Die auf Wirkstoffforschung und Wirkstoffentwicklung spezialisierte Gesellschaft hat bei ihrer Zusammenarbeit mit Novartis einen präklinischen Meilenstein erreicht. Bei dieser Forschungskooperation hilft Evotec dem schweizerischen Pharmakonzern dabei, neue Wirkstoffe zu identifizieren und diese in die Phase der präklinischen Entwicklung voranzutreiben. Im Anschluss daran wird Novartis die Verantwortung für alle klinischen Aktivitäten übernehmen, wie auch für die Herstellung und die spätere Vermarktung der Wirkstoffe. Als Gegenleistung für die eigenen Beiträge bei Forschung und Entwicklung hat Evotec eine Vorabzahlung und

Evotec

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Forschungszahlungen erhalten. Darüber hinaus hat die Gesellschaft Anspruch auf potenzielle Meilensteinzahlungen, die sich insgesamt auf mehr als 28 Mio. US-Dollar summieren können, sowie auf eine Umsatzbeteiligung. Angaben, wie hoch die Zahlung für den nun erreichten Meilenstein ist, gab es nicht. Für den Vorstand ist das Erreichen allerdings eine weitere Anerkennung, die deutlich macht, dass Evotec gemeinsam mit seinen Partnern in der Lage ist, Wirkstoffe in die klinische Entwicklung voranzubringen. Fokus auf risikoärmerem Kerngeschäft Auf solchen Wirkstoffforschungsallianzen liegt seit dem 2009 eingeleiteten Strategiewechsel wieder der Schwerpunkt. Seinerzeit hatte sich Evotec größtenteils von der risikoträchtigen Forschung und Entwicklung eigener Medikamente verabschiedet. Das Die zuletzt positiven Unternehmen senkte die dafür vorher ausNachrichten von Evotec gegebenen Ausgaben massiv und behielt nur unterfüttern die Annahme von die am weitesten fortgeschrittenen Kandidavielversprechenden Zukunfts- ten. Sie werden zudem mit Partnern weiteraussichten. geführt, die diese Entwicklungsprogramme finanzieren. Das risikoärmere Kerngeschäft, die Suche nach Wirkstoffen für Pharma- und Biotechnologiekonzerne, steht somit wieder im Mittelpunkt. Ein plausibler Schritt. Im Rahmen dieser Tätigkeit bietet Evotec weltweit unabhängige und integrierte Dienstleistungen, angefangen bei der Identifizierung von Wirkstoffkandidaten bis hin zur klinischen

Entwicklung. Der Vorteil dieses Geschäftes ist, dass es nicht so risikobehaftet ist wie die kostenintensive Entwicklung eigener Medikamente. Es gilt zudem als Geschäft mit Zukunft. Zukunftsträchtig Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Pharmabranche steht vor großen Herausforderungen angesichts des hohen Wettbewerbsdrucks sowie der Tatsache, dass viele etablierte Medikamente ihren Patentschutz verlieren. Dies führt zu Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, wozu auch Einsparungen bei der eigenen Forschung und Entwicklung gehören. Entsprechend werden diese Tätigkeiten vermehrt an Dienstleister ausgelagert, meist in Form von langjährigen Verträgen. Hinzu kommt, dass mittels Biotechnologie identifizierte Wirkstoffe auf dem Vormarsch sind. Von all diesen Trends profitieren Firmen, die gezielt nach Wirkstoffen suchen und diese Suche als OutsourcingDienstleistung anbieten oder gefundene potenzielle Wirkstoffkandidaten für Präparate in Form von Kooperationen und Entwicklungspartnerschaften vermarkten.

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Neue Kunden und Erfolge Evotec ist auf diesen Gebieten stark positioniert und hat sich seit der Gründung 1993 umfangreiches Know-how erarbeitet. Zudem bekommen die Partner Zugang zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie einer modernen HightechInfrastruktur, die ständig auf den neuesten Stand gebracht wird. Alles ziehende Argumente, was sich auch daran zeigt, dass immer wieder neue Kunden gewonnen werden können. So wurde zuletzt Anfang Oktober mit der Bayer Pharma AG eine neue strategische, auf fünf Jahre angelegte Allianz geschlossen. Die Vorauszahlung liegt bei 12 Mio. Euro. Bei Erreichen bestimmter Meilensteine sowie bei einer Vermarktung sind laut Evotec weitere Zahlungen möglich, die sich insgesamt auf bis zu rund 580 Mio. Euro summieren könnten. Zuvor im September hatte die US-Gesundheitsbehörde „National Institutes of Health (NIH)“ ihren Vertrag zur Verwaltung ihrer Substanzbibliothek um zehn Jahre verlängert. Das Auftragsvolumen liegt bei insgesamt rund 60 Mio. Euro. Abgesehen von neuen Kunden sprechen auch die immer wieder erzielten Forschungserfolge eine deutliche Sprache. So wurde jüngst nicht nur in der Kooperation mit Novartis ein Meilenstein erreicht. Ende September meldete Evotec ebenfalls einen solchen in der Forschungsallianz mit Boehringer Ingelheim und bekam dafür 2,5 Mio. Euro. Starke Zahlen Bleibt der Blick auf die Finanzzahlen. Auch hier sieht es weiterhin vielversprechend aus Evotec ISIN: DE0005664809 WKN: 566480 Kurs Xetra 12.10.12: 2,90 EUR 52-Wochen-Hoch: 3,01 EUR 52-Wochen-Tief: 1,87 EUR Empf. Stop-Loss: 2,40 EUR Unser Anlageurteil: spekulativer Kauf Stand: Freitag nach Börsenschluss

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und der Strategiewechsel scheint weiterhin Früchte zu tragen. Die Gesellschaft setzte im zweiten Quartal ihren Wachstumskurs fort. Im ersten Halbjahr insgesamt erhöhte sie damit den Umsatz um 26% auf 42 Mio. Euro. Positiv sieht es auch bei den Erträgen aus, die bei Evotec von Quartal zu Quartal aufgrund der erfolgsbasierten Meilensteinzahlungen üblicherweise stark schwanken. Nach den Verlusten im ersten Quartal folgten im zweiten Gewinne. Im ersten Halbjahr legte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) daher von 0,9 auf 1,3 Mio. Euro zu, trotz signifikanter Investitionen in den Ausbau der Kapazitäten sowie weiterer Investitionen der 2011 begonnenen Initiative zur Modernisierung der Infrastruktur an allen Standorten. Bei Vorlage der Halbjahreszahlen bekräftigte der Vorstand zudem die Prognosen für das Gesamtjahr. Den Umsatz will die Firma demnach zum Vorjahr weiterhin von 80,1 auf 88 bis 90 Mio. Euro erhöhen. Außerdem will sie das Vorjahres-EBIT von 5,2 Mio. Euro übertreffen.

Fazit Die jüngsten Nachrichten aus dem Unternehmen bezüglich neuer Forschungserfolge sowie neuer Kooperationen, aber auch die guten Halbjahreszahlen unterfüttern den Eindruck, dass Evotec nach dem Strategiewechsel 2009 ein tragfähiges Geschäftsmodell besitzt und wieder auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs eingeschwenkt ist. Außerdem sind die Zukunftsaussichten angesichts des Trends im Pharmasektor zur Auslagerung von Forschungsdienstleistungen vielversprechend, weshalb die Aktie ein aussichtsreiches Investment bleibt. Sollte daher das oben skizzierte Long-Signal zustande kommen, scheinen auch aus charttechnischer Sicht spekulative Käufe erwägenswert.

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Geld anlegen in Zeiten niedriger Zinsen

Interview mit Gerhard Martin, Bereichsleiter Privatkunden bei der DAB bank AG BÖRSE am Sonntag: Herr Martin, wie agieren die Privatkunden der DAB bank aktuell in der Krise?

Gerhard Martin Bereichsleiter Privatkunden bei der DAB bank AG

Gerhard Martin: Unsere Kunden sind teilweise von der europäischen Staatsschuldenkrise verunsichert und sind bei ihrer Geldanlage zurückhaltend. So setzen viele auf Zinsprodukte wie Tages- oder Festgelder, obwohl sich die Zinsen aktuell auf einem historischen Tief bewegen. Da die Zinssätze weitgehend unter der Inflationsrate liegen, müssen die Anleger dann reale Verluste in Kauf nehmen. Auf diese Situation hat die DAB bank gerade mit einer Erhöhung der Zinssätze bei 3-, 6- und 12-MonatsFestgeldern reagiert. BÖRSE am Sonntag: Und was ist die Alternative? Schließlich sind Wertpapier­anlagen mit einem entsprechenden Risiko behaftet. Gerhard Martin: Das ist sicher richtig. Aber man kann die Risiken minimieren, indem man die Anlagen entsprechend streut – auf verschiedene Regionen, Branchen und Anlageklassen. Auf eine ausgewogene Mischung kommt es an. Auch Wertpapiersparpläne sind ein guter Weg, das Risiko im Griff zu behalten: Wer monatlich eine feste Sparsumme in ein Papier investiert, profitiert vom sogenannten Durchschnittskosteneffekt und muss sich keine Gedanken darüber machen, wann der richtige Einstiegszeitpunkt gekommen ist. BÖRSE am Sonntag: Welche Produkte sind denn derzeit für einen sicherheitsorientierten Anleger interessant? Gerhard Martin: Ein wichtiger Bestandteil im Depot können Anleihen sein. Wegen der niedrigen Renditen setzen unsere Kunden derzeit nicht so sehr auf deutsche Staatsanleihen, sondern haben ihren Bestand an Unternehmensanleihen deutlich aufgestockt. Hier gibt es eine gute Auswahl von Papieren mit überschaubarem Risiko. Auch Rohstoffe und Edelmetalle wie physikalisches Gold im Depot sind als Beimischung interessant.

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BÖRSE am Sonntag: Was ist in diesem Zusammenhang von der Aktie zu halten? Gerhard Martin: Die Aktie ist eine Beteiligung an einem Unternehmen, also im Grunde auch ein Sachwert. Deshalb erfreut sie sich bei Anlegern, die um die Stabilität unserer Währung fürchten, zunehmender Beliebtheit. Das belegen auch die steigenden Aktionärszahlen, die das Deutsche Aktieninstitut zuletzt vermeldete. Durch eine gute Performance über die Krisen an den Märkten hinweg zeichnen sich darüber hinaus ausgewählte Mischfonds mit vermögensverwaltendem Ansatz aus, die je nach Marktlage in Aktien, Anleihen oder Cash investiert sind. Auch mit ETFs lassen sich sicherheitsorientierte Strategien abbilden. BÖRSE am Sonntag: Und wenn jemand auch ein wenig Risiko nicht scheut? Gerhard Martin: Mit steigender Risikofreude sollte natürlich der Aktienanteil im Depot steigen. Und auch Hebelprodukte sind dann interessant, bei denen der Anleger von steigenden und von fallenden Kursen profitieren kann. Für Einsteiger bietet die DAB bank beispielsweise den LOGOS Trader an. Hier können Chancenorientierte schon mit kleinen Summen ab 25 Euro mit circa 100-fachem Hebel auf die Entwicklung von ausgewählten Aktien und Indizes setzen. Durch eine automatische Stop-Order wird der Verlust auf die Höhe des Einsatzes begrenzt, sodass keine Nachschusspflicht entsteht. Aber auch hier gilt: Auf die richtige Mischung der Anlagen kommt es an!


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Grünes Geld

mit großer Wirkung

Immer mehr deutsche Sparer legen ihr Geld nachhaltig an. Das Volumen entsprechender Anlagen wächst kräftig. Der Bewusstseinswandel wirkt mittlerweile deutlich über das Segment hinaus. Ein Effekt, der sich weitgehend unbemerkt vollzieht, aber weitreichende Konsequenzen hat. Das Wachstum der nachhaltigen Geldanlagen aus den Vorjahren hat sich 2011 weiter fortgesetzt. Laut dem Marktbericht „Nachhaltige Geldanlagen 2012“, den das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) am 24. September in Berlin veröffentlicht hat, ist der Markt allein in Deutschland um 11% gewachsen. Die Branche wächst Insgesamt liegt das Volumen entsprechender Anlagen damit bei rund 63 Mrd. Euro. Das klingt nach viel Geld. Doch bezogen auf den deutschen Anlagenmarkt reicht dies nach Berechnungen des FNG nur für einen Anteil von 1,2%: „Auch im Vergleich zum konventionellen Markt hat sich der nachhaltige Anlagenmarkt in Deutschland im vergangenen Jahr ausgesprochen positiv entwickelt. Der Erstmals konnte mit Gesamtmarkt verlor zwischen 2010 und 2011 einem Anteil von 1,2% in um knapp 3%. Damit hat sich auch der Anteil Deutschland die 1%-Marke nachhaltiger Anlagen am Gesamtmarkt erhöht. geknackt werden. Erstmals konnte mit einem Anteil von 1,2% in Deutschland die 1%-Marke geknackt werden.“ Es fällt schwer, anhand dieser Relationen von einem wirklichen Umdenken zu sprechen. Um in einem überschaubaren Zeitraum auf einen signifikanten Anteil zu kommen, müssten die Wachstumsraten deutlich höher ausfallen. Doch die Studie weißt noch eine weitere Summe aus. 10

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Nachhaltig ist nicht nur grün So zeigt der aktuelle Marktbericht, dass sich auch konventionelle Vermögensverwalter bei ihren Investitionsentscheidungen immer häufiger an nachhaltigen Gesichtspunkten orientieren. Doch was genau bedeutet das eigentlich? Um nachhaltige Investitionen handelt es sich, wenn neben wirtschaftlichen Aspekten, wie beispielsweise Gewinnmarge und KGV, auch die Art und Weise, wie der Gewinn erwirtschaftet wird, von Bedeutung ist. Dazu gehören aber nicht nur ökologische Kriterien, sondern – wie im englischen Ausdruck Environment, Social, Governance zum Ausdruck kommt – auch soziale und ethische Belange. International werden Investments, die ethische, soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen, daher unter den Begriffen Socially Responsible Investments (SRI) beziehungsweise Environment, Social, Governance (ESG) zusammengefasst. Vielfach werden hierzulande auch die Bezeichnungen grünes Geld


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oder grüne Investments gebraucht. Letztere sind jedoch genaugenommen nur ein Teilbereich. Einfluss enorm gewachsen Interessant ist nun, dass mittlerweile bei herkömmlichen Fonds im Volumen von über 600 Mrd. Euro sogenannte Ausschlusskriterien angewendet werden. Addiert man die nachhaltigen Fonds mit ETX_127x187_bas_20121014_Layout 1 11.10.12 09:58 Seite 1 Anzeige

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Ausschlusskriterien hinzu, liegt das Gesamtvolumen für das Jahr 2011 bei 618,25 Mrd. Euro. Die Auswirkungen der öffentlichen Debatte zum Themenkomplex Nachhaltigkeit sind also viel weitreichender, als die eingangs genannten Zahlen suggerieren. Schließlich ist das Anlagevolumen, das zwischenzeitlich entsprechend beeinflusst wird, zehnmal so groß wie jenes, das explizit in entsprechenden Produkten steckt. Dies ist auch insofern erstaunlich, als das Volumen herkömmlicher Fonds, die mit Ausschlusskriterien gearbeitet haben, 2010 erst 9,3 Mrd. Euro betragen hat: „Der Grund hierfür liegt an den zu Ausschlüssen zählenden Asset Overlays. In den Jahren 2010 und 2011 haben viele große Asset Manager in Deutschland damit begonnen, insbesondere das Ausschlusskriterium Streumunition auf alle ihre Assets anzuwenden“, so das FNG in seinem aktuellen Marktbericht. Wir müssen draußen bleiben Ein Blick auf die Liste der Ausschlusskriterien und der damit verknüpften Anlagegelder zeigt, dass diese keineswegs nur einzelne, besonders verwerfliche Aspekte abdecken. So rangieren der Handel und die Produktion von Waffen mit 27,5 Mrd. Euro auf Platz 2, Direktinvestitionen in Rohstoffe aus dem Bereich der Nahrungsmittel auf Platz 3 (17,8 Mrd. Euro), Pornografie (9,4 Mrd. Euro) auf Platz 4 und Tabak auf Platz 5 (8,5 Mrd. Euro). Auf den weiteren Plätzen folgen unter anderem Glücksspiel, Atomkraft, Tierversuche, Alkohol und Kinderarbeit. Die Festlegung von Ausschlusskriterien ist die älteste und weltweit am weitesten verbreitete Strategie im Bereich der nachhaltigen Anlagen. Das ist insofern wenig verwunderlich, als sie besonders transparent und vergleichsweise einfach umzusetzen ist. Ungeliebte Musterschüler Für Anleger, die nicht ausschließlich auf Unternehmen aus dem Bereich der regenerativen Energien setzen möchten, hat diese Vorgehensweise den Vorteil, dass unliebsame


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Überraschungen weitgehend vermieden werden können. Ein Problem, das bei dem ebenfalls weitverbreiteten „Best-in-Class-Ansatz“ häufig auftritt. Hier werden die gemäß ethischen und moralischen Kriterien jeweils Besten einer Branche ausgewählt. Eine Methodik, die beispielsweise bei großen Nachhaltigkeitsindizes wie dem Dow Jones Sustainibility Index und dem FTSE 4 Good Index angewandt wird. Allerdings hat dieser relative Ansatz einen schwerwiegenden Nachteil, denn im Extremfall könnte beispielsweise auch ein Rüstungsunternehmen als ökologisches Investment gelten, nämlich dann, wenn es nachhaltiger handelt als seine Wettbewerber: Der nachhaltigste Ölkonzern war beispielsweise über lange Zeit BP.

Fazit Über das Verfahren der Ausschlusskriterien haben ethische und ökologische Aspekte in der gesamten Finanzbranche Fuß gefasst. Wirklich grün sind diese Produkte damit nicht. Doch der Anfang ist gemacht. Und mit den vorgenannten Banken und strikten Index-Konzepten stehen Privatanlegern mittlerweile bequeme Alternativen zur Verfügung. Die Zeit der Ausreden ist damit vorbei.

Solarwerte ziehen NAI nach unten Anleger, die eine langwierige Auswahl vermeiden möchten, deswegen aber nicht auf eine strikte Auslegung des Nachhaltigkeitsgedankens verzichten wollen, greifen zu bewährten Indizes. Das beste Beispiel für ein solches Produkt ist der im Jahr 1997 gestartete, international ausgerichtete Natur-Aktien-Index (NAI). Letzterer hat sich in den letzten zehn Jahren als Benchmark für ökologische Geldanlagen etabliert. In diesem und im letzten Jahr blieb das Barometer allerdings deutlich hinter dem DAX zurück. Die Krise der deutschen Solarindustrie hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Auch der älteste Branchenindex, der Domini 400 Social Index, zeichnet sich durch ein besonders strenges Indexkonzept aus. Eine weitere Möglichkeit bildet die nachhaltige Indexfamilie Stoxx Global ESG Leaders der Deutschen Börse. Auch diese Barometer genügen höchsten Ansprüchen: Die Index-Familie basiert auf den Ratings der international renommierten Research-Agentur Sustainalytics. Grüne Banken auf dem Vormarsch Einen wichtigen Teil der nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland stellen laut FNG Marktbericht die Kundeneinlagen der Spezialbanken mit Nachhaltigkeitsfokus sowie die Eigenanlagen der öffentlichrechtlichen Förderbank des Bundes und der Länder. Ihr Anteil am nachhaltigen Anlagenmarkt lag 2011 bei 63,8%! Erwähnenswert sind hier vor allem vier Institute: Die GLS Bank, die Umweltbank, die Triodos Bank und die Ethik Bank versprechen ihren Kunden, das Geld ausschließlich für ökologische beziehungsweise soziale Projekte und Investitionen zu vergeben. Allein die GLS Bank verzeichnete 2011 ein Kundenwachstum um 27,5%. Bei Genussrechten, geschlossenen Fonds und ähnlichen Produkten sollten Anleger allerdings ein gesundes Misstrauen walten lassen: „Zur mangelnden Transparenz trägt der Umstand bei, dass der Begriff Nachhaltigkeit nicht geschützt ist“, so der Rat für nachhaltige Entwicklung. Ratsam ist hier eine anbieterunabhängige Beratung. Diese bieten beispielsweise die Verbraucherzentralen. 12

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Ausblick auf das nächste Spezial Ausgabe 42 (21.10.2012) Fremdwährungsanleihen


Advertorial German Pellets

Geldanlage bei German Pellets: Mehr als ein Geheimtipp

Investments in Erneuerbare Energien sind im Trend. Hier bieten sich heute neben Wind und Solar weitere Möglichkeiten der grünen Geldanlage. Denn auch andere Energieformen haben an Bedeutung gewonnen. Anleger nehmen diese zusätzlichen Investmentangebote zur Erweiterung ihres Anlage-Portfolios gerne an. Längst kein Geheimtipp mehr ist ein Investment in Holzpellets.

In diesem zukunftsträchtigen Markt hat sich die German Pellets-Gruppe mit ihrer guten Performance für Investoren interessant gemacht. Mit Genussrechten und einer Anleihe ist das Unternehmen seit über zwei Jahren am Kapitalmarkt aktiv. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Unternehmensgruppe erneut mit einer deutlichen Umsatzsteigerung 13

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Heizkostenentwicklung Deutschland Heizkostenentwicklung Deutschland

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Aktuelle Marktstudien gehen davon aus, dass sich der Holzpelletbedarf in Europa bis 2020 auf bis zu 35 Millionen Tonnen annähernd verdreifacht. Angesichts steigender Preise für fossile Energien und durch günstige staatliche Rahmenbedingungen steigt die Nachfrage nach Holzpellets als alternativem Brennstoff. Die kleinen, aus Spänen gepressten Holzstäbchen finden vielfache Einsatzmöglichkeiten. Immer mehr Privathaushalte stellen ihre Wärmeversorgung auf Holzpellets um. Treiber ist hier der enorme Kostenvorteil, denn Holzpellets sind rund 50% preiswerter als Heizöl. Neben dem Einsatz in Privathaushalten kommen Pellets zunehmend auch in mittelgroßen Feuerungsanlagen zur Versorgung von Nah- und Fernwärme- sowie Prozesswärmenetzen zum Einsatz. Kunden von German Pellets sind Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sowie Industrie und Gewerbe. Auch im Markt für erneuerbaren Strom spielen Holzpellets eine wachsende Rolle: Ganze Kraftwerke werden auf den nachhaltigen Brennstoff umgestellt. Holzpellets als grundlastfähiger Energieträger können die beim Ausbau der Wind- und Solarenergie auftretenden natürlichen Produktionsschwankungen ausgleichen.

von rund 30% auf 380 Millionen Euro. Erwartet wird daher, dass auch für 2012 die prospektierte Zinszahlung von 8% p.a. für Genussrechte von German Pellets erfolgen kann. Abgerundet wird das positive Gesamtbild von der Möglichkeit, bei German Pellets ökologisch und nachhaltig zu investieren. German Pellets präsentiert sich am 10. November auf der Messe „Grünes Geld“ in Freiburg und am 19. Januar 2013 beim Börsentag in Dresden.

JA

Im Erneuerbare Energien-Sektor zählt der europäische HolzpelletMarkt zu den robusten und schnell wachsenden Märkten. Der Pelletproduzent German Pellets hat sich in diesem Segment in den vergangenen Jahren zu einem der größten Holzpelletproduzenten in Europa entwickelt und ist damit längst auch für Investoren interessant.

Quellen: Pelletpreis lt. Preisindex des Deutschen Energieholz- und Pelletverbandes (DEPV) Heizölpreis lt. Energieinformationsdienst EID (Verbraucherpreise zum Stichtag) Gaspreis lt. Statistik Energieinformationsdienst EID (Alle Angaben Haushaltsmengen)

Mehr Informationen German Pellets GmbH Carsten Scholz, Leiter Investorenbetreuung und Kapitalakquisitionen Tel.: +49 3841 30 30 6 705 Fax: +49 3841 30 30 69 700 Mobil: +49 151 1715 2030 E-Mail: Carsten.Scholz@german-pellets.de www.german-pellets-genussrechte.de


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Unternehmen der Woche

GM TEC Industries Holding – Innovationen, die sich auszahlen! Sind Sie an diesem Wochenende bereits mit Ihrem Auto gefahren? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie Produkte von GM TEC Industries genutzt haben, die von zahlreichen Automobilherstellern verarbeitet werden: Dazu zählen bspw. Verzahnungen für den elektrischen Antrieb der Autositze, Wischheber, komplette Systeme für die Scheibenwaschanlagen, Gehäuse für die Dachinnenbeleuchtung oder Bauteile für den Tempomat.

Starkes Potenzial sieht die Holding in den nächsten Jahren vor allem auch im Bereich der Elektroantriebe.

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Nun weht den deutschen Autobauern derzeit ein etwas kräftiger Wind ins Gesicht. In den vergangenen Wochen hatten die Branchengrößen Daimler, BMW und Volkswagen Absatzprobleme vor allem in den südeuro­ päischen Ländern eingestanden. Zwar konnten die Autobauer erst vor wenigen Tagen noch einmal neue Rekordstückzahlen für die ersten neun Monate 2012 vermelden, Rabatte von teilweise 20% und darüber zeigen aber bereits, dass hierfür zum Teil deutliche Zugeständnisse beim Preis gemacht werden mussten. „Wir sind gerüstet für die nächste Schwächeperiode der Automobilindustrie“, zeigt sich Michael Kastrup, Geschäftsführer der GM-TEC-Gruppe, obgleich dieser Entwicklung gelassen. Zwar rechnet das Management mit weiterem Druck zur Kostensenkung bei den Automobilherstellern – es sind jedoch genau die innovativen Produkte von GM TEC Industries, mit denen sich bei BMW & Co. zum Teil deutliche Einsparungen und Wettbewerbsvorteile realisieren lassen. Durch die 2010 installierte eigene Entwicklungsabteilung hat sich die Unternehmenskultur der GM-Gruppe vom reinen Lohnfertiger zum Entwicklungslieferanten verschoben, in dessen Rolle man neue Produkteigenschaften entwickeln kann, die den Autobauern technische, qualitative und finanzielle Anreize bieten. Mit diesen Innovationen steht GM TEC nicht nur in einem

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begrenzten Wettbewerb, sondern kann auch die profitable Phase im jeweiligen Produktzyklus deutlich verlängern. Optimierte Produkteigenschaften in Verbindung mit Einsparungspotenzialen kommen bei den Kunden an, allein in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres steuerte der Entwicklungsbereich Aufträge im Volumen von 27 Mio. Euro bei. Starkes Potenzial sieht die Holding in den nächsten Jahren vor allem auch im Bereich der Elektroantriebe, wo GM TEC heute bereits alle wesentlichen Komponenten des Elektromotors im Produktportfolio hält. Hat im Bereich der Elektrofahrräder bereits in den vergangen 18 Monaten ein regelrechter Boom eingesetzt, wird von Branchenexperten bis 2020 eine kräftig steigende Nachfrage nach Elektromotoren auch für die Automobilindustrie erwartet. Zwischen 600.000 und 1 Mio. Elektrofahrzeuge sollen bis zum Jahr 2020 auf den deutschen Straßen rollen. Mit Investitionen im Volumen von fast 29 Mio. Euro seit dem Jahr 2008 hat die GM-TEC-Gruppe die Voraussetzungen für ein starkes Wachstum in den kommenden Jahren geschaffen. Neben der Modernisierung des Maschinenparks an allen deutschen Produktionsstätten wurde im weißrussischen Minsk eine komplett neue Produktionshalle inklusive Verwaltung errichtet und die Kapazitäten im ungarischen Werk um 1.500 m2 erweitert. Damit profitiert die gesamte Gruppe neben günstigen Produktionskosten vor allem auch von der Nähe zu den Wachstumsmärkten in Osteuropa. Nachdem die GM-TEC-Gruppe ihren Umsatz zwischen 2009 und 2011 nur leicht von 75 Mio. Euro auf 78 Mio. steigern konnte, avisiert das Management für das laufende Jahr einen Umsatzsprung auf rund 92 Mio. Euro. „Bis 2015 haben wir uns ein Wachstum von 50% vorgenommen“, fasst Michael Kastrup die ambitionierten Pläne der Gesellschaft zusammen, die zur börsennotierten KAP Beteiligungs AG gehört. Fazit: Das Unternehmen aus Pretzfeld in der Fränkischen Schweiz liegt trotz der momentanen Schwierigkeiten in einem seiner wichtigsten Absatzmärkte dank innovativer Produkte und mehreren Geschäftsfeldern voll auf Wachstumskurs.


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Hess

Südzucker

Erstnotiz am 19. Oktober

Gewinn mehr als verdoppelt

Noch bis zum (voraussichtlich) 17. Oktober können interessierte Anleger Aktien des Börsenkandidaten Hess (WKN: A0N3EJ) zeichnen. Der im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen beheimatete Hersteller von Außen- und Architekturbeleuchtung bietet zur Zeichnung bis zu 2,3 Mio. Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) weitere bis zu 345.000 Aktien an. Preisspanne: 20,00 bis 23,00 Euro. Die für den Greenshoe vorgesehenen Anteile stammen aus dem Eigentum der Hauptaktionärin Hess Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG, die aktuell noch 71,4% an Hess hält. Nach vollständiger Platzierung inklusive Mehrzuteilung erreicht der Streubesitz 50,7%. Das Emissionskonsortium wird von der Landesbank Baden-Württemberg angeführt. Erster Handelstag im (regulierten) Prime Standard der Frankfurter Börse ist der 19. Oktober. Die durch den Börsengang eingenommenen maximal 52,9 Mio. Euro (Bruttoemissionserlös) sollen vor allem das weitere Wachstum finanzieren. Schwerpunkt ist die LED-Technologie. Im ersten Halbjahr 2012 brach der von Hess erzielte Gewinn aufgrund deutlich gestiegener Kosten von 416.000 auf 270.000 Euro ein. Der Vorsteuergewinn halbierte sich von 1,07 auf 0,52 Mio. Euro. Dagegen stieg der Umsatz von 26,42 auf 36,70 Mio. Euro.

Im am 31. August beendeten zweiten Geschäftsquartal erhöhte Südzucker (WKN: 729700) den Gewinn dank gestiegener Weltmarktpreise für Zucker von 85 auf 220 Mio. Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss legte von 52 auf 174 Mio. Euro zu. Vor Steuern (EBT) stieg der Gewinn von 112 auf 299 Mio. Euro, der im operativen Geschäft erzielte Gewinn von 163 auf 299 Mio. Euro. Die operative Gewinnmarge zog von 9,6% auf 14,7% an. Der Umsatz weitete sich von 1,70 auf 2,03 Mrd. Euro aus. Hauptumsatzträger war die Geschäftssparte Zucker: Flossen im entsprechenden Vorjahreszeitraum 899 Mio. Euro durch die Bücher, waren es zwölf Monate später 1,12 Mrd. Euro – ein Plus von 24,6%. Der operative Gewinn legte von 108 auf 224 Mio. Euro zu. Im Segment Spezialitäten (unter anderem Tiefkühlprodukte von Freiberger) stieg der Umsatz von 446 auf 466 Mio. Euro, der operative Gewinn von 27 auf 40 Mio. Euro. Einen Umsatzsprung von 33% verzeichnete die Sparte Frucht: Mit Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentraten setzte Südzucker 298 Mio. Euro um (2. Quartal 2011/12: 224 Mio. Euro). Der operative Gewinn sank jedoch von 14 auf 13 Mio. Euro. CropEnergies (Bio-Ethanol) erhöhte den Binnenumsatz von 130 auf 147 Mio. Euro, den operativen Gewinn von 14 auf 22 Mio. Euro.

Unternehmenstermine Datum 15.10.2012 16.10.2012 16.10.2012 16.10.2012 16.10.2012 18.10.2012 19.10.2012 19.10.2012

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Uhrzeit 14:00:00 13:30:00 13:35:00 22:01:00 22:06:00 22:01:00 12:30:00 14:00:00

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Name Citigroup Inc. Coca-Cola Co. Goldman Sachs Group Inc. Intel Corp. IBM Corp. Microsoft Corp. General Electric Co. McDonald's Corp.

Ereignis 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht Ergebnisbericht Q1 2012/13 9-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht

Alcoa

Rote Quartalszahlen Die aktuelle US-Berichtssaison hat begonnen: Den Startschuss gab traditionell Alcoa (WKN: 850206). Im dritten Quartal verlor der Aluminiumproduzent mit Firmensitz an der New Yorker Park Avenue 175 Mio. USDollar. In der entsprechenden Vorjahresperiode hatte der als Konjunkturindikator geltende Rohstoffkonzern 225 Mio. US-Dollar verdient. Das den Aktionären zurechenbare Ergebnis sank von +172 auf -143 Mio. USDollar beziehungsweise von +0,15 auf -0,13 US-Dollar je Aktie. Vor Sonderposten erreichte der Gewinn je Aktie 0,03 US-Dollar. Der von Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Konzern bezifferte den Umfang der Sonderposten (Vergleichszahlung zur Beilegung eines Rechtsstreites mit Aluminium Bahrain, Restrukturierungskosten, Feuerschaden) auf 175 Mio. US-Dollar. Der Umsatz schrumpfte von 6,42 auf 5,83 Mrd. US-Dollar. Experten hatten 5,6 Mrd. USDollar Umsatz sowie je Aktie ein ausgeglichenes Ergebnis prognostiziert. Der erzielte Aluminiumpreis schrumpfte um 17%, im Vergleich zum Vorquartal um 5%. Im Gesamtjahr erwartet Alcoa aufgrund der Konjunkturabkühlung in China einen Anstieg der globalen Aluminiumnachfrage um 6%. Zuvor war ein Plus von 7% in Aussicht gestellt worden. 2011 hatte das Plus noch bei 10% gelegen.


Advertorial NIBC Direct

Depot wechseln und wirklich sparen:

Warum sich jetzt ein gezielter Blick auf kleinere Anbieter lohnen kann. Für viele Anleger ist es bei dem mittlerweile vielfältigen Depotangebot schwieriger denn je, die optimale Entscheidung zu treffen. Insbesondere dann, wenn Eröffnungsprämien locken, geraten die tatsächlichen Depotkosten oftmals in den Hintergrund. Da passt es, dass die Zeitschrift €uro am Sonntag in der Ausgabe 33/2012, abseits der etablierten Depotanbieter, kleinere Banken und Anbieter unter die Lupe genommen hat. Das Fazit: Die Kleinen können es auch und manchmal sogar noch besser. Das ideale Depot kann je nach Trader-Typ recht unterschiedlich aussehen. Die Auswahl wird, angefangen von persönlichen Präferenzen wie bspw. Day- oder Vieltrading, Fondsanlagen und Anlagehorizont, bis hin zu den gewünschten Börsenplätzen von vorneherein eingegrenzt. Als Kunde muss man an dieser Stelle weiterhin abwägen, welcher Anbieter in den meisten Situationen das bessere Produktpaket bereitstellt. Wichtige Kriterien sind hierbei die Depotkosten und Ordergebühren. Die Höhe des Zinssatzes auf dem Depot-Verrechnungskonto kommt als weiterer Rendite-Faktor hinzu, insbesondere dann, wenn der Markt ein Abwarten begünstigt – so vermehrt sich das geparkte Guthaben auch ohne weiteres Zutun auf dem Depot-Verrechnungskonto. In dem umfangreichen Test von €uro am Sonntag wurden insbesondere kleinere Anbieter auf ihre Alltagstauglichkeit für unterschiedliche Trader-Typen, vom aktiven Trader bis hin zum vermögenden Anleger, getestet. Der „Vermögende Anleger“ – so die

Weitere Informationen zum Depot und NIBC Direct finden sie auf www.nibcdirect.de

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Kriterien der Zeitschrift – hat ein Depotvolumen von mindestens € 250.000 mit einem durchschnittlichen Guthaben in Höhe von € 25.000 auf dem Depot-Verrechnungskonto und handelt zweimal pro Quartal. Besonders in dieser Kategorie konnte sich ein Anbieter vom Wettbewerb abheben: die NIBC Direct. Die niederländische NIBC Bank N.V. ist seit Februar 2009 unter der Marke NIBC Direct im deutschen Markt für Spargelder aktiv und hat hier bereits mit zahlreichen Auszeichnungen, wie bspw. im Mai 2012 zum zweiten Mal mit dem ersten Platz für Tages- und Festgeld bei der Zeitschrift €uro, für Furore gesorgt. Zugute kommt dem Anleger bei NIBC Direct, dass die Depotführung tatsächlich kostenlos ist – auch unabhängig vom Depotvolumen oder anderen Bedingungen wie bspw. einer Mindestanzahl an Trades oder einer Kombination mit anderen Produkten. Zudem kann NIBC Direct mit einer attraktiven Verzinsung auf das Depot-Verrechnungskonto punkten. Letztlich profitiert der Anleger auch von der niedrigen maximalen Ordergebühr, die bei € 33,33 gedeckelt ist. Im Vergleich zu anderen Anbietern hat die NIBC Direct dem Anleger eine ordentliche dreistellige Zusatzrendite beschert. Bei anderen Anbietern musste der Anleger am Jahresende sogar noch draufzahlen. Bei den genannten Vorteilen wird sehr schnell deutlich, dass diese Vorzüge allen Anlegern zugute kommen. NIBC Direct konnte allerdings nicht in allen Kategorien berücksichtigt werden, da sie bislang keine Fondssparpläne und zudem keinen Handel an internationalen Börsenplätzen anbietet.

Insgesamt zeichnet sich das Angebot von NIBC Direct durch folgende Konditionen aus:  € 0 Depotgebühren  € 0 Gebühren für Limitsetzung, -löschung  € 0 für Realtime-Kurse O  rdergebühren von € 9,90 bis maximal € 33,33  Attraktive Verzinsung von aktuell 2,0% p.a. auf das Guthaben auf dem Verrechnungskonto  Über 6.600 Fonds mit einem Rabatt auf den Ausgabeaufschlag von aktuell 40% Joachim Michel, Leiter des Privatkundengeschäfts bei NIBC Direct, freut sich sehr über die Auszeichnung: „Unser Ziel als Newcomer ist es, mit der tatsächlichen Alltags­ tauglichkeit des Depots zu punkten und daran weiter zu arbeiten, anstatt in hohe Eröffnungsprämien zu investieren. Letztlich bringt es wenig, wenn der Kunde die Prämie schätzt, dann aber von versteckten Kosten überrascht wird. Das wäre für beide Seiten nicht wünschenswert. Mit einer ehrlichen und transparenten Kostenstruktur haben wir bereits im Einlagengeschäft sehr positive Erfahrungen gemacht. Ehrlich und transparent bedeutet aber nicht, dass alles kostenlos sein muss. Der Kunde muss nur wissen, wofür er bezahlt und entscheidet dann selbst. Das kommt sehr gut an.“ Und auch die zukünftige Ausweitung des Angebots für weitere Produkte – so ließ sich Joachim Michel entlocken – sei keineswegs abwegig. Abschließend lässt sich festhalten, dass sich für den Privatanleger ein genauer Blick auf kleinere Anbieter außerhalb des Rampenlichtes durchaus lohnen kann. Das Einfach. Invest.Depot von NIBC Direct macht es vor. Ein Vergleich lohnt sich allemal.


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PEG Q-Goldmines – Zeit zum Einstieg? Inflationsängste treiben den Goldpreis. Von der wachsenden Attraktivität des Edelmetalls haben die Aktienkurse der Minenunternehmen bislang jedoch nur wenig profitiert. Das könnte sich bald ändern, meint Klaudius Sobczyk, Leiter Asset Management bei PEH: „In der Vergangenheit hat sich die Schere zum Goldpreis immer geschlossen.“ Die Anlagegesellschaft bietet den PEH Q-Goldmines an. Der Fonds investiert in die Blue Chips der Branche. Die Europäische Zentralbank will unbegrenzt Anleihen von Schuldenstaaten kaufen. Auch die Fed wirft die Notenpresse an. Die Maßnahmen sollen die Eurozone nachhaltig stabilisieren und die US-Konjunktur beleben. „Das Fluten des Marktes mit Liquidität löst jedoch global eine steigende Nachfrage nach Gold aus. Das Edelmetall gilt als idealer Schutz gegen Geldentwertung“, sagt Sobczyk. Mittlerweile werden für die Unze fast 1.800 Dollar bezahlt.

Während physisches Gold gesucht wird, stehen Unternehmen, die das begehrte Metall fördern, kaum im Fokus der Anleger.

Günstig bewertet Während physisches Gold gesucht wird, stehen Unternehmen, die das begehrte Metall fördern, kaum im Fokus der Anleger. Das liegt zum einen an der generellen Risikoaversion der Investoren gegenüber Aktien. Aber auch die vor allem im vergangenen Jahr gestiegenen Produktionskosten hielten Anleger von einem Engagement ab. 2011 gingen die Kurse sogar zurück. Auch 2012 wurden die Titel lange Zeit kaum beachtet. Entsprechend fällt die Wertentwicklung des PEH Q-Goldmines aus. Seit Jahresanfang liegt er mit 3,5% im Minus. Doch seit Anfang August geht es wieder bergauf, der Fonds legte seitdem um rund 13% zu.

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„Viele Minenunternehmen sind derzeit deutlich unterbewertet“, sagt Sobczyk. Barrick Gold oder Newport weisen ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10 beziehungsweise 14 auf. An Kursfantasie fehlt es nicht. Zum einen stagnieren die Energiepreise, die Auswirkungen auf die Gewinnmargen der Unternehmen verringern sich. So werden die durchschnittlichen Abbaukosten derzeit auf 650 bis 750 Dollar geschätzt. „Selbst bei einem gleichbleibenden oder wieder fallenden Goldpreis erwirtschaften die Unternehmen attraktive Renditen“, sagt PEH Q-Goldmines ISIN: Fondsvolumen: Fondswährung: Auflagedatum: Managementgebühr: Gesamtkostenquote:

LU0070355788 15,5 Mio. Euro Euro 1.11.1996 1,50% 2,46%


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Sobczyk. Auch der Blick in die Vergangenheit motiviert zum Kauf. „Goldminenaktien reagieren immer mit zeitlicher Verzögerung auf den Anstieg des Goldpreises“, sagt Sobczyk und verweist auf die Rally nach der Lehman-Pleite im Jahr 2008.

weitere Voraussetzung für die Aufnahme in den Fonds ist, dass die Betreiber zudem in mehreren Ländern Abbaustätten unterhalten müssen.

Politik ist ein Unsicherheitsfaktor Ohne Risiken ist ein Engagement aber nicht. Derzeit werden in Südafrika einige Minen bestreikt. Das zwingt die Betreiber, ihre Gewinnankündigungen zu revidieren. Zudem liegen Förderstätten nicht selten in politisch instabilen Ländern. Die Möglichkeit, dass Lizenzgebühren erhöht oder Minen verstaatlicht werden, ist daher gegeben. Zudem weist manches Unternehmen eine nur geringe Marktkapitalisierung auf. Dadurch ist es gerade in Abwärtsphasen schwer, solche Aktien zu verkaufen. Der PEH Q-Goldmines investiert daher nur in Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung und Liquidität wie Goldcorp oder FreeportMacMoran und stößt Titel, wenn nötig, sofort ab. Eine

Konzentriertes Depot Das Portfolio besteht aus 20 bis 40 Werten. Bei der Auswahl geht das Management streng systematisch vor. So werden unter anderem kurzfristige Übertreibungsphasen nach oben oder nach unten genutzt. Die Titelauswahl beruht dann auf der Kursdynamik der Werte und ist prozyklisch ausgelegt. „Ein wichtiger Aspekt ist auch die Aktienquotensteuerung – damit kann der Fonds Chancen nutzen und aus dem Risiko gehen, wenn der Markt einbricht“, sagt Sobczyk.

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DWS

Marktführer bei Dividendenfonds Das Fondsvermögen der beiden global anlegenden Dividendenfonds DWS Top Dividende (ISIN: DE0009848119) und DWS Invest Top Dividend (ISIN: LU 0507265923) hat die 10-Mrd.-Euro-Marke überschritten. Das entspricht etwa einem Drittel des Gesamtvolumens globaler Dividendenstrategien in Europa. Damit ist die DWS Dividenden-Marktführer. Allein 2012 sind dem Fonds von Thomas Schüßler und seinem Team Nettomittel in Höhe von mehr als 2 Mrd. Euro zugeflossen. Die DWS hat die Dividendenfamilie in den vergangenen Jahren konsequent erweitert. 2008 wurde mit DWS Invest Emerging Markets Top Dividend Plus (ISIN: LU0329760002) der erste global

anlegende Schwellenländer-Dividendenfonds in Europa aufgelegt. Zuletzt kamen regional ausgerichtete Strategien mit Fokus auf Europa, Asien und die USA hinzu. Abgerundet wird die Palette durch Fonds, bei denen der Dividendenansatz zu Absicherungszwecken mit Schreibestrategien wie „Covered Call Writing“ kombiniert oder das volatilitätsreduzierende DWS Trend- und Risiko-Control System (TRC) angewendet wird. Die Dividendenfonds finden auch im Ausland Käufer. Die Produkte werden inzwischen in 14 Ländern in Europa, Asien und den USA öffentlich zum Vertrieb angeboten. Insgesamt verwaltet die DWS mehr als 12 Mrd. Euro in Dividendenfonds.

Peach Property Group

Peach Property Group wagt sich aufs Parkett Das Immobilienunternehmen Peach Property Group (Deutschland) plant im vierten Quartal 2012 den Börsengang in den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Peach Property Group (Deutschland) ist eine indirekte Tochtergesellschaft der in der Schweiz börsennotierten Peach Property Group AG. Diese wird auch künftig die Mehrheit an dem Unternehmen halten. Die Peach Property Group (Deutschland) hat bislang für die Schweizer Gruppe in Deutschland als exklusiver Full-Service-Provider Immobilien im Luxussegment entwickelt. Künftig will die Peach Property Group (Deutschland) die Immobilienentwicklung von der Identifizierung bis zum Abverkauf an

den Endkunden auf eigene Rechnung fortführen.Die Geschäftstätigkeit des Börsenaspiranten basiert auf einem 3-Säulen-Modell, zu dem neben Luxusneubau und hochwertiger Sanierung auch ausgewählte Bestandsimmobilien zählen. Damit beabsichtigt die Peach Property Group (Deutschland), Eigenkapitalrenditen aus dem Entwicklungsbereich mit stetigen Cashflows aus der Vermietung zu verbinden. Im ersten Halbjahr 2012 lag der Nettogewinn des Unternehmens mit 3,4 Mio. Euro deutlich über dem Gewinn des Gesamtjahres 2011. Die Mittel aus dem Börsengang sollen vor allem zur Beschleunigung des Wachstums genutzt werden.

MainFirst

MainFirst legt Emerging Market Corporate Bond Fonds auf Die Frankfurter Fondsgesellschaft MainFirst Asset Management hat am 12. Oktober ihren ersten Anleihenfonds aufgelegt. Der MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced (WKN: A1J5H6) investiert in Unternehmensanleihen aus Lateinamerika, Osteuropa, Afrika und Asien. Verwaltet wird der Fonds von Thomas Rutz, Cornel Bruhi und Dorothea Fröhlich. Aller drei kommen vom Schweizer Vermögensverwalter Clariden Leu. Der Fonds strebt eine ausgewogene Verteilung der Mittel in Anleihen mit Investment Grade Rating sowie in hoch verzinsliche Titel an. Mit dem ausbalancierten Investment-Ansatz wollen die Manager 19

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sowohl Wertentwicklungspotenzial über verschiedene Marktphasen heben als auch die Schwankungsbreite verringern. Laut MainFirst profitierten viele Unternehmen in den Emerging Markets vom starken Konsumwachstum und wiesen zudem solide Bilanzen auf. Trotz dieses positiven Trends müssten sie für ihre Anleihen oft deutlich höhere Zinsen zahlen als Wettbewerber in Europa und Nordamerika. Das Portfolio soll mittelfristig aus 90 Titeln bestehen. Der Fonds ist in US-Dollar (WKN: A1J5H6), Euro (WKN: A1J5H8) und Schweizer Franken (WKN: A1J5H7) erhältlich. Alle Währungsrisiken sind in der jeweiligen Währung abgesichert.


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Kuala-Lumpur-Composite-Index-Zertifikat –

für Kursfantasie ist gesorgt

Auch in den kommenden Jahren dürfte Malaysias Wirtschaft florieren. Parallel dazu sollte der Leitindex des südostasiatischen Landes weiter steigen. Von einer solchen Entwicklung können Anleger mit einem Index-Zertifikat von der Royal Bank of Scotland profitieren. In einem gut diversifizierten Depot dürften Schwellenländer-Investments nicht fehlen. Denn die meisten Emerging Markets punkten mit einem starken Wirtschaftswachstum. Allerdings müssen Anleger nicht unbedingt auf große Staaten wie Brasilien und China setzen, da auch kleine Schwellenländer auf der ganzen Linie überzeugen. Ein Paradebeispiel hierfür ist Malaysia: Das Land im Zentrum Südostasiens lockt dank seiner ausgeprägten Geschäftsfreundlichkeit viele ausländische Investoren an. Im vergangenen Jahr wurden in Malaysia umgerechnet rund 37,6 Mrd. Euro investiert – und von dieser Summe entfielen 44,6% auf ausländische Quellen. Höheres Bruttoinlandsprodukt pro Kopf als in China 2010 wurde in Malaysia ein Bruttoinlandsprodukt von 14.670 USDollar pro Kopf erwirtschaftet. Im selben Jahr betrug die Wirtschaftsleistung in China lediglich 7.520 US-Dollar pro Kopf. Des Weiteren entwickelt sich die Konjunktur des südostasiatischen Inselstaates in diesem Jahr besser, als es die Analysten der Weltbank ursprünglich erwartet haben. Deshalb haben sie vor Kurzem ihre Wirtschaftswachstumsprognose für 2012 von 4,6% auf 4,8% angehoben. Der Aufschwung dürfte sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Schließlich wird die Konjunktur von der Regierung konsequent angekurbelt – zurzeit im Rahmen des bis 2015 gültigen Malaysia-Wirtschaftsplans, der unter anderem eine Stärkung des Dienstleistungssektors vorsieht. Reichlich Bodenschätze und eine moderate Schuldenlast Von großer Bedeutung ist auch der Rohstoffreichtum Malaysias: Das Land verfügt über Öl-, Gas- und Zinnvorkommen und ist weltweit der zweitgrößte Palmölproduzent und der drittgrößte Kautschukhersteller. Ein weiterer Pluspunkt ist die moderate Staatsverschuldung,

die 2011 lediglich 54% des Bruttoinlandsprodukts betrug. Dies sind sehr gute Voraussetzungen für eine langfristige Fortsetzung des wirtschaftlichen Booms in Malaysia. Vor diesem Hintergrund sind die im KualaLumpur-Composite-Index (KLCI) gelisteten Titel mit einem durchschnittlichen 2012erKGV von 15 nicht zu teuer. Chancenreiches Index-Zertifikat Der KLCI bewegt sich in einem Aufwärtstrend und notiert aktuell nur geringfügig unter seinem jüngst erreichten Allzeithoch (1.668 Punkte). In den kommenden zwölf Monaten könnte der malaysische Aktienindex durchaus um 10% bis 15% steigen. Daher ist das von der Royal Bank of Scotland emittierte KLCI-Zertifikat (WKN: ABN1PF) ein attraktives Investment. Erfreulicherweise wird dieses Finanzprodukt an der Börse mit einem geringen Spread gehandelt. Ein kleines Manko ist die Tatsache, dass der KLCI kein Performance-Index ist. Deshalb werden Dividendenzahlungen der im KLCI gelisteten Unternehmen bei der Berechnung des Kursbarometers nicht berücksichtigt. Für Langfristinvestoren ist das Zertifikat bestens geeignet, da die Emittentin auf eine Laufzeitbegrenzung verzichtet hat.

Kuala-Lumpur-Composite-Index-Zertifikat Zertifikattyp Emittent Index Tracker Royal Bank of Scotland

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Basiswert Fälligkeit KLCI open end

WKN ABN1PF


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SOCIETE GENERALE

Erstmals Inliner auf Kupfer und WTI Kupfer und Öl gelten als äußerst konjunktursensibel. Obendrein beeinflusst die lockere Geldpolitik der Notenbanken ihre Preise, wie auch die von Gold und Silber. Daher hat die Société Générale 30 neue Inline-Optionsscheine auf Rohöl Brent (2), Silber (4), Gold (5) und erstmals auch auf Rohöl WTI (10) und Kupfer (9) emittiert. Die Papiere sind mit einem oberen und einem unteren K.-o.-Level ausgestattet. Berührt der Kurs des Basiswertes im Beobachtungszeitraum zu keinem Zeitpunkt die obere oder die untere Barriere, erhalten Anleger 10 Euro pro Schein. Wird eine der

Barrieren verletzt, droht Anlegern hingegen der Totalverlust. Eine Ausnahme bilden die neuen Inliner auf Kupfer: Deren Funktionsweise unterscheidet sich leicht von denen üblicher Inline-Optionsscheine. Während bei den Scheinen auf Gold, Silber, WTI und Brent eine Barriereverletzung während der gesamten Handelszeit des Basiswertes erfolgen kann, ist dies bei Kupfer lediglich bei der täglichen Preisfestsetzung des Kupfer-Futures möglich. Ein Beispiel erklärt die Funktionsweise: Der Schein mit der WKN SG3J5U auf eine Tonne Kupfer hat ein unteres K.-o.-Level bei 6.600 US-Dollar, das obere K.-o.-Level liegt bei 9.350 US-Dollar. Finaler Bewertungstag ist der 8. März 2013. Wenn der tägliche Abrechnungspreis des KupferFuture zu keinem Zeitpunkt weder die Unter- noch die Obergrenze berührt, erzielen Anleger mit diesem Inliner (aktueller Preis: 5,90 Euro) eine Rendite von rund 69%.

RCB

ATX/DAX-Doppelpack verspricht 5% jährlich Am 9. November schließt das Zeichnungsfenster für das neue Bonus-Zertifikat 5% ATX/DAX Bonus & Sicherheit 2 (WKN: RCE5A0) der Raiffeisen-Centrobank (RCB). Der Neuemission liegen der österreichische Leitindex ATX sowie der DAX zugrunde. Unabhängig von deren Kursentwicklung zahlt die RCB während der vierjährigen Laufzeit einen Fixcoupon von 5% pro Jahr. Somit verspricht dieses Papier binnen vier Jahren eine maximale Gesamtrendite von 20%. Diese ist allerdings nur möglich, wenn

sowohl ATX als auch DAX während der Laufzeit nicht mehr als 65% einbüßen. Nur in diesem Fall zahlt die RCB Anlegern im November 2016 ihren vollständigen Einsatz zurück. Berührt einer der beiden Indizes besagte Barriere von 35% seines Startwertes (= Schlusskurs am 12. November 2012), richtet sich die Rückzahlung nach der Wertentwicklung jenes Basiswertes, der die schwächere Performance aufweist. Auch wenn die Barriere berührt oder unterschritten wurde, partizipieren Anleger in der Folge nicht an Kursanstiegen über den Startwert hinaus. Bei der Zeichnung dieses Investment-Konstruktes erhebt die RCB ein Agio von 2% und verzichtet während der Laufzeit auf Management-Gebühren. Die maximal mögliche Jahresrendite liegt somit bei 4,15%.

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Rohstoff der Woche

Brent-Öl:

Verschnaufpause schon wieder beendet? Die von den Zwischenhochs im September ausgehenden Korrekturen bei den Ölsorten Brent (Nordsee) und WTI (USA) fallen unterschiedlich stark aus, wobei Brent weniger große Verluste verzeichnete. Zudem scheint das Nordseeöl wieder eher den Drang nach oben zu haben. Nach der Rally von Ende Juni bis Mitte September legten die beiden Ölsorten Brent und WTI eine kleine Verschnaufpause ein. Bei den November-Futures fiel das Nordseeöl in der Spitze um 9,2%. Das US-Öl gab mit fast 13% noch etwas mehr nach. Auffällig ist zudem, dass bei Brent bei Preisspitzen nach unten schnell wieder Käufer auf den Plan traten, wie die langen unteren Schatten bei den vorangegangenen drei Wochenkerzen verdeutlichen. Damit entwickelte sich hier keine so kontinuierliche Abwärtsbewegung wie bei WTI, das in den vorangegangenen drei Wochen auf Schlusskursbasis jeweils Verluste verzeichnete. Hier wurde das Korrekturtief zudem Anfang Oktober und damit zwei Wochen später als bei Brent markiert. In der vergangenen Woche gab es nun bei beiden einen Aufwärtsimpuls, der bei Brent dynamischer ausfiel, sodass sich die Preisdifferenz zwischen beiden Sorten weiter ausweitete und Brent nun fast 23 US-Dollar teurer ist. Die zuletzt wieder deutlich ausgeweitete Spanne erklärt sich unter anderem mit dem starken Angebotsüberhang in den USA. Bei Brent ist unterdessen die Versorgungslage angesichts der Wartungsarbeiten an Förderanlagen in der Nordsee angespannter. Hinzu

gesellen sich die politischen Risiken im Nahen Osten, unter anderem wegen der jüngsten Spannungen zwischen der Türkei und Syrien, was offenbar vermehrt zu spekulativen Käufen bei Brent motiviert. Die Frage ist damit nun, ob Brent seine Verschnaufpause bereits wieder beendet hat? Sie stellt sich unter anderem auch deshalb, weil der Preis vom 38,2%-Fibonacci-Retracement der Aufwärtswelle von Juni bis September nach oben abgeprallt ist. Dies könnte für eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends sprechen und ist damit vielleicht eine Rechtfertigung für spekulative Käufe. Allerdings könnten Aufwärtsimpulse durch die Hürden bei 117,95 und 122,65 US-Dollar begrenzt sein.

Brent – November-Future (ICE) + WTI – November-Future (CME)

Derivate auf Brent-Öl (Basiswerte: JPMCCI Brent Crude und November-Future [ICE]) Typ WKN Index-Zertifikat (quanto) VT10MV Hebel-Zert. (long) TB3T87 Hebel-Zert. (short) TB1UK1

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Basispreis/Knock-out Laufzeit Hebel - open end 86,31/88,47 USD open end 3,98 144,61/137,38 USD open end 3,87


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Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Gold – Spot-Preis in Euro

Rohstoffe (Auswahl)

Nachdem der Goldpreis in Euro in der Vorwoche trotz Erreichen eines neuen Allzeithochs (1.386 Euro) am Ende wieder unter die in der Woche zuvor erklommene Hürde von 1.375 Euro rutschte, blieb er auch in der vergangenen Woche darunter. Erst ein nachhaltiger Sprung über 1.375 US-Dollar kann als Long-Signal interpretiert werden.

Markt Kurs

% zur Vorwoche

Rohöl WTI Crude NYMEX ($/bbl)

91,60

+1,87%

3,60

+6,09%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

321,79

+1,98%

Gold NYMEX ($/Unze)

1759,70

-1,19%

33,52

-3,69%

637,00

-3,81%

Platin Spot ($/Unze)

1653,60

-3,43%

Aluminium Spot ($/t)

1975,50

-5,37%

Blei Spot ($/t)

2126,75

-6,71%

Kupfer Spot ($/t)

8131,75

-1,97%

Nickel Spot ($/t)

17235,00

-7,21%

Zinn Spot ($/t)

21785,00

-2,98%

Zink Spot ($/t)

2065,25

-3,44%

Baumwolle ICE ($c/lb)

71,420

-0,11%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

162,30

-3,25%

2363,00

-0,92%

Mais CBOT ($c/bu)

752,00

+0,60%

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

112,75

-1,61%

1522,50

-1,87%

856,75

-0,09%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

20,14

-6,54%

Lebendrind CME ($c/lb)

125,43

-0,69%

Mastrind CME ($c/lb)

144,15

-1,55%

78,43

+2,45%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Weizen – Dezember-Future (CME) Mit dem dynamischen Rückgang in der Vorwoche hatte Weizen die Unterstützung bei 871 US-Cent (Zwischenhoch August 2011) verletzt und dies diesmal auch per Wochenschlusskurs. Jüngst gelang nun gleich der Sprung zurück, was leicht bullish zu werten sein könnte. Vielleicht erwächst daraus ein Aufwärtsimpuls in Richtung des Juli-Hochs.

Kakao ICE ($/t)

Mais – Dezember-Future (CME) In der Vorvorwoche hatte Mais die Unterstützung bei 712,75 US-Cent (38,2%-FibonacciRetracement der Rally seit Juni) getestet, konnte sich von dieser aber wieder deutlicher nach oben absetzen. Jüngst strebte der Preis nach anfänglichen Verlusten erneut und damit weiter aufwärts. Die Ernteprognosen des USLandwirtschaftsministeriums stützten offenbar.

Mageres Schwein – Dezember-Future (CME) Mageres Schwein zeigt seit dem Tief im September einen Aufwärtsimpuls, der sich jüngst fortsetzte. Nachdem der Preis in der Vorwoche knapp die Hürde 76,50 US-Cent geknackt hatte, setzte er sich nun weiter davon ab und kratzte am 50%-Retracement der Abwärtswelle von Februar bis September. Ein weiteres Hindernis ist der Bereich um 80 US-Cent.

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Sojabohnen CBOT ($c/bu) Weizen CBOT ($c/bu)

Schwein mag. CME ($c/lb)

Rohstoff-Indizes (Auswahl) Index Kurs

% zur Vorwoche

NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) 496,94

-3,31%

NYSE Arca Oil & Gas Index

1229,67

-2,43%

146,92

-0,59%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 309,30

+0,00%

Rogers Int. Commodity Index

+0,10%

DJ AIG Commodity Index

3833,00


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Refugium der Woche

Ein Kunstwerk im Herzen von Wien – das 5 Sterne Superior Sofitel Vienna Stephansdom Wien steht auf der ganzen Welt für sein einzigartiges Flair – für Charme, Charisma und kulturelle Höhepunkte, für Kunst, Musik und seine Lebendigkeit. Wer diese geschichtsträchtige Stadt erkunden möchte, findet im Sofitel Vienna Stephansdom den idealen Ausgangspunkt. Das Sofitel Vienna Stephansdom ist weit mehr als ein Luxushotel – erbaut vom französischen Star-Architekt Jean Nouvel, ist es vielmehr ein Kunstwerk, das sich skulpturgleich in das facettenreiche Stadtbild einfügt, ein avantgardistisches Meisterwerk inmitten einer der traditionsreichsten Städte der Welt. Als Hommage an die zeitgenössische Kunst, hat Nouvel hier mit einem Team junger Künstler den Begriff des „Hotels“ vollkommen neu definiert. Nirgendwo anders erlebt man die harmonische Symbiose aus Alt und Neu intensiver als in Wien. Hier, wo sich ein monumentales Gebäude ans nächste reiht und sich in den Museen Kunstschätze von unglaublichem historischem Wert befinden, hat Nouvel mit dem Sofitel Vienna Stephansdom seine zeitgenössische Vision von einem Hotel in die traditionelle Wiener Architektur integriert. Im Herzen der Stadt unweit des Stephansdoms gelegen, finden Besucher 182 hochmoderne Gästezimmer und Suiten vor, die einen Hotelaufenthalt versprechen, der unvergesslich bleibt. Die Zimmer sind einfarbig und je nach Ausrichtung in reinem Weiß, elegantem Grau und 24 1

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samtigem Schwarz gehalten, lenken durch ihr schlichtes puristisches Design den Blick aufs Wesentliche – nämlich den atemberaubenden Ausblick auf Wien. Wahrlich luxuriös geht es in den Suiten zu: In den weißen Junior Suites, den Black Suites oder den in edlem Grau designten Luxury Suites offenbart man den Gästen eine neue Dimension des Wohlfühlens. Die Ausstattung aus edelsten Materialien versprüht eine einzigartige Atmosphäre, in der man sich zu Hause fühlt – und dies mit Blick auf die schönsten Wahrzeichen von Wien. Hightech und Wohlbefinden in Reinform sind die Schlagworte des Wellnesscenters So SPA, dem idealen Ort, um den Tag zu beginnen oder entspannt ausklingen zu lassen. Hier bietet man seinen Gästen die Möglichkeit, Sport zu treiben oder in den Hammams, Whirlpools und Körperpflegeräumen wieder zur Ruhe zu kommen und sich verwöhnen zu lassen. Im wahrsten Sinne hoch her geht es im Restaurant des Hotels: Im 18. Stock gelegen, schwebt das Le LOFT über der Stadt und serviert unter der Leitung des französischen 3-Sterne-Kochs Antoine Westermann das Beste, was die französische und österreichische Küche zu bieten haben. „Living in an Artwork“ ist das Erlebnis, das Sofitel Vienna Stephansdom‚ einlöst. Denn hier trifft der Gast auf ein Gesamtkunstwerk, das alle Sinne gleichermaßen erfreut. Mit dem französischen Flair und Savoir Vivre wird jeder Hotelaufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. WEITERE INFOS UNTER: http://www.sofitel-vienna-stephansdom.com


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Tower 185/Frankfurt am Main Die Frankfurter Skyline hat ein neues Wahrzeichen: Das Hochhaus Tower 185 ist das Tor zum neu entstehenden Europaviertel in Frankfurt am Main und ergänzt mit seinen 200 Metern als vierthöchstes Bürohochhaus in Deutschland die Silhouette der Stadt. Architekt Christoph Mäckler zeigt die Entstehungsgeschichte dieses imposanten Bauwerks in diesem gleichnamigen Werk.

Tower 185/Frankfurt am Main Christoph Mäckler Architekten Verlag: Jovis Verlag Ausgabe: 120 Seiten Sprache: Englisch, Deutsch ISBN: 978-3868591521 Preis: 22,00 Euro www.jovis.de

Christoph Mäckler, Leiter des Büros Prof. Christoph Mäckler Architekten in Frankfurt am Main, zeichnet verantwortlich für diverse wichtige Bauten in Deutschlands Großstädten. So hat er aktuell unter anderem die Hochhäuser OpernTurm, Tower 185 in Frankfurt am Main und das Zoofenster in Berlin sowie das Augustinermuseum in Freiburg geplant und verwirklicht. Um den Tower 185 geht es in diesem gleichnamigen Buch: Die vorliegende Publikation dokumentiert die Entstehung des Gebäudes von der Idee über den Entwurf bis hin zur Realisierung. Anhand von Aufnahmen des Frankfurter Fotografen Klaus Helbig, Skizzen und Plänen des Architekten sowie Texten von Bernhard Hansen, Uwe Frerichs, Hans-Joachim Müller, Christian Thomas und Christoph Mäckler werden die Entstehungsgeschichte, das Gebäude und seine Details umfassend vorgestellt.

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Die Blockrandbebauung des Towers 185 greift typische Formen und Materialien der Nachbarbauten auf: beige-farbener Naturstein und Schieferdach. Mit offenen Armen empfängt der Tower seine Gäste an der Friedrich-EbertAnlage, nicht zuletzt dadurch, dass Mäckler den Turm wie auch schon den OpernTurm zuvor von der Straße abgerückt hat und ihm damit die bedrohliche Wirkung nimmt, die manch andere Türme den Straßenschluchten geben. Der große tropfenförmige Platz und die umlaufenden Arkaden mit Läden und Restaurants leiten den Besucher zum Eingang und laden zum Verweilen ein.

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V.i.S.d.P. : ​Christian Ernst Frenko

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Herausgeber: ​ Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13 80539 München

Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv

Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

Risikohinweise / Disclaimer: „Sie erhalten diesen Newsletter als kostenlosen Service der Weimer Media Group GmbH. Alle veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen werden von der Herausgeberin mit großer Sorgfalt erstellt; da die Redaktion ihrerseits aber auch auf Quellen Dritter angewiesen ist und auch den Mitarbeitern der Herausgeberin Fehler unterlaufen können, kann für die Richtigkeit aller Angaben keine Garantie übernommen werden.

Bildnachweis: Fotolia Layout: addna, Nürnberg Technik: Daniel Gruber, finanzpark AG Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils Sonntag Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Steffen Droemert, Michael Amtmann, Michaela Ellen Lenz, Reinhard Schlieker, Wolfgang Tenor, Sven Heckle, Michael Fuchs, Sven Heckle, Christian Bayer, Jörg Billina, Gerhard Martin Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Deutsche Bibliothek: ISSN 1610-7446 Auflage: 117.000

oder insbesondere ersetzen. Es wird drin- einer unerlaubten Handlung oder einer gend empfohlen, sich stets auch immer aus sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergeanderen Quellen zu informieren. benden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlos- Empfehlung entstehenden Schadens nicht sen werden, dass der Redakteur oder ein- verpflichtet ist.“ zelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegen- Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer Mestand von Analysen oder anderen Berich- dia Group GmbH erklärt ausdrücklich, ten sind. Umso mehr stellen die veröffent- keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und lichten Artikel, Nachrichten, Daten und die Inhalte der gelinkten Seiten zu haben. Empfehlungen immer auch eine persönli- Daher distanziert sich die Weimer Media Die Herausgeberin will ihren Abonnen- che Meinung des Autors dar und erheben Group GmbH von den Inhalten aller verten die Möglichkeit bieten, sich eine un- weder Anspruch auf Vollständigkeit noch linkten Seiten und macht sich deren Inabhängige und eigenverantwortliche Mei- auf alleinige Richtigkeit. halte ausdrücklich nicht zu Eigen. nung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf Wir verweisen insbesondere auf § 675 Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten von Wertpapieren oder Rechten abgeben. II BGB, wonach die Weimer Media vorhandenen Hyperlinks, ob angezeigt Die zur Verfügung gestellten Informatio- Group GmbH, unbeschadet der sich oder verborgen, und für alle Inhalte der nen sollen auch keine Beratung darstellen aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen. 26

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Ausgabe 41/12 (Spezial: Grünes Geld)  
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