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HANDEL · VERK AUFSFÖRDERUNG · POS-MARKETING

Zielgruppen Was sich Väter und Mütter beim Drogerieeinkauf wünschen.  Seite 8

Familien willkommen! Ladenbau

Männer

Haarpflege

LEH verschönert Drogerieangebot  Seite 12

Starke Kunden, sanfte Pflege  Seite 16

Glänzende Umsätze  Seite 22


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drogeriewelten  auftakt

 inhalt E Nachrichten

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„­Im neuen Wettkampf um Marktanteile haben LEH und Drogerie viel zu gewinnen.“ Die Zielgruppe Familie E Verkauf Die Branche entdeckt die Familien als Kunden

Marcelo Crescenti Chefredakteur Lebensmittel Zeitung direkt

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Viel erreichen auf kleiner Fläche:  Drogerieware im Spot-Licht 12

Eine Pleite, viele Chancen LEH und Drogerien geben nach der Schlecker-Insolvenz Gas.

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er einstige Branchenprimus Schlecker ist längst vom Markt verschwunden, doch scheinbar haben sich die Ex-Kunden noch nicht festgelegt, wo sie Drogerieware einkaufen möchten: Bei anderen Drogeriemärkten? Im LEH? Beim Discounter? Zumindest laut den Marktforschern der GfK werden Billiganbieter wie Aldi & Co. am wenigsten von der Marktumverteilung profitieren.

E Ware Körperpflege fürs  starke ­Geschlecht

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Zahn­hygiene:  Mundgerechte Umsätze

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Haarpflege:  Glänzend sollte es sein

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Waschen, reinigen, putzen:  Das unterschätzte Sortiment 

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OTC-Produkte:  Erfolgsrezept gesucht

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Die Zeit nach Schlecker wird so zum spannenden Wettbewerb, bei dem sowohl der Lebensmittelhandel als auch die Drogeriemärkte viel zu gewinnen haben. Lebensmittel Zeitung direkt wird diesen Kampf um Marktanteile auch im nächsten Jahr mit dem Sonderheft Drogeriewelten begleiten, das sich sowohl an den LEH als auch an die Drogeriemärkte richtet.

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Fotos: Alexander Heimann (o.); iStockphoto (u.)

Das leuchtet ein: Drogeriekunden wollen in einer ansprechenden Atmosphäre einkaufen – und nicht zwischen Kartons und Wühltischen. Das hat auch der Lebensmittelhandel verstanden: Die Supermärkte verschönern gerade ihre Drogerieabteilungen und bauen das Sortiment mächtig auf (siehe Seite 12). Doch auch etablierte Anbieter wie Rossmann und dm geben Gas – dm Drogeriemarkt etwa nimmt Millionen in die Hand, um das eigene Filialnetz aufzumöbeln (Seite 6).

Potenziale im OTC-Sortiment E Schluss Rätsel  Impressum 

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 in kürze

 nachrichten

Ihr Platz-Händler wechseln zur Rewe

Interview

Foto: Gettings

Promotion per App Für die Körperpflege-Marke bebe Young Care hat eine Aktion mit dm zusätzliche Kunden in die Filialen gebracht. Die App bewarb ein Gewinnspiel für bebe-Produkte: Nutzer sollten am POS Produkte scannen und ein virtuelles Los freirubbeln. Aus der Zielgruppe kamen rund 13.000 Konsumenten in die Läden. Dort wurde rund 50.000 Mal gescannt – ­neben den zu gewinnenden Artikeln auch andere Produkte.

Eigenmarken sind nicht genug Vom wachsenden Drogeriemarkt wollen alle ein Stück abhaben – so auch Aldi. Laut Lebensmittel Zeitung plant der Discount-Riese, sein bisher nur aus Eigenmarken bestehendes Sortiment kräftig mit Markenartikeln aufzustocken. Klanghafte Hersteller­ namen wie Beiersdorf (Marke ­Nivea), L‘Oréal, Procter & Gamble oder Colgate sind im Gespräch. Selbst über TV-­Werbung für die neuen Drogerie-Artikel wird ­spekuliert.

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Foto: Johnson & Johnson

„Potenziale stärker nutzen“

44 Ihr Platz-Franchisenehmer wechselten im Zuge der Schlecker-Insolvenz zur Rewe-Einkaufsgenossenschaft „FÜR SIE“. Das Kontor übernimmt neben der Zentralregulierung, das Delkredere (Haftung), die Koordination ­aller Marketingaktivitäten sowie das Category-Management.

Seit dem Schlecker-Wegfall gibt es nur noch vier große Drogeriehändler. Veranlasst Sie als Hersteller die gebündelte Nachfragemacht, sich noch mehr dem LEH zuzuwenden? Ja und nein. Schon jetzt sind unsere Produkte dort verfügbar, wo der Shopper einkauft und dort, wo er die Johnson & Johnson-Marken erwartet. Da unsere Artikel für den täglichen Bedarf über alle Vertriebskanäle hinweg eingekauft werden, ist der Großteil überall verfügbar. Die Kategorien Kosmetik und Körperpflege, aber auch die Produkte mit Gesundheitsnutzen stellen einen attraktiven Markt für alle Handelspartner dar. Vollsortimenter bauen Drogerieabteilungen aus, Schminktische halten Einzug, Drogistinnen werden angeworben. Freut Sie die Belebung im LEH? Wir begrüßen, dass die Vollsortimenter ihre Drogerie-Abteilungen ausbauen. Im klassischen LEH bestehen vielfältige Chancen, die Kundenpotenziale am POS stärker zu nutzen. Viele Menschen gehen

Danica Siemer, Direktorin ­Vertrieb Deutschland bei Johnson & Johnson, über den Trend zu Drogerieartikeln im LEH, starke Marken und die Anforderungen für Händler am POS.

hier einkaufen, greifen aber nur in geringem Maße bei Drogerieartikeln zu. In der Konvertierung der Shopper zu Drogeriekunden besteht auch im LEH großes Potenzial. Wie können sich die Händler besser auf das Sortiment einstellen? Am POS können sich Händler durch ein ansprechendes Ladenlayout, die Einkaufsatmosphäre und effizient zusammengestellte Sortimente positionieren. Dazu sollten aber auch eine übersichtliche Regalgestaltung und die Platzierung von Neuheiten kommen. Interview: Frank Bonin

Drogeriemarkt 2012 Prognose für das Gesamtjahr Marktanteile nach Umsatz in Prozent

30,1

dm Budnikowsky

2,7

25,6 Rossmann

16,4 25,2 Müller

Quelle: Trade Dimensions

Schlecker

Der Wettbewerb verschärft sich: Nach der Schließung der letzten Schlecker-Märkte im August versuchen  die beiden großen Marktführer dm und Rossmann jetzt, sich den größten Marktanteil zu verschaffen. Dazu haben die beiden Platzhirsche bereits die  Expansionskriterien geändert – so werden auch Standorte mit kleineren Einzugsgebieten bezogen. Bei der Zahl der Filialen liegt per September 2012 Rossmann mit 1.760 vor dm mit 1345. Müller hat 475 Märkte (Ende 2011).

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LEH profitiert von Schlecker-Pleite Der deutsche Lebensmittelhandel profitiert nach Beobachtungen von Marktforschern weiterhin von der Pleite der Drogeriemarktkette Schlecker. Supermärkte haben ihren Umsatz im August im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent steigern können, berichtete die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Selbst nach Abzug von Preissteigerungen und anderen Sondereffekten habe der Umsatz der Supermärkte immer noch fast 5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. So hat beispielsweise innerhalb der Edeka-Gruppe die Region Südwest stärker profitiert als die anderen Gesellschaften, heißt es. Das Verschwinden des einstigen Drogeriemarktführers und eine zeitgleich gestartete Preisoffensive bescherten den Offenburgern sogar ein Umsatzplus von 10 Prozent.

 nachrichten Wie hier in Dortmund stellt der Drogerieanbieter Rossmann an Bahnhöfen auf das neue Marktformat „Express“ um.

Rossmann im „Express“-Tempo Der Drogeriefilialist Rossmann kommt mit dem Umbau der ehemaligen  Ihr Platz-Filialen an Bahnhöfen gut voran. 20 Filialen werden auf das neue Bahnhofskonzept „Rossmann Express“ umgestellt. Vier davon sind in Hannover, Mainz, Köln und Dortmund schon eröffnet – Mitte 2013 soll die Umstellung abgeschlossen sein. Der Unterschied zu den klassischen Rossmann-

Märkten liegt in der standortabhängigen Aufstockung des Sortiments um Molkereiprodukte, Fleisch- und Wurstwaren, Tiefkühlkost, Brot und Spirituosen. Das Unternehmen hatte insgesamt 108 Ihr Platz-Filialen des insolventen Drogeriemarktbetreibers Schlecker übernommen und ist nun mit den „Express“-Märkten sowie traditionellen Filialen an 33 Bahnhöfen präsent.

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 nachrichten

Bewegung bei Budni

dm renoviert kräftig DerDrogeriemarkt-PrimusdmwillseineFilialenkräftigaufhübschen–undnimmt dazu160Mio.EuroindieHand.SosollimBereichDeko-KosmetikeinSpiegel künftignochmehrzumAusprobierenanregen,dazubekommenMarkenhersteller mehrPlatz.AuchanderPräsentationdesOTC-Sortimentswirdgebastelt.Bereits RealitätsindneueFoto-Service-WändemitintegriertenTerminals,dievomLadenbauerWanzlin1.000Filialeninstalliertwurden.DieBildbearbeitungsolldadurch vereinfachtwerden.ZurAusbau-Stimmungpasst,dassdmimabgelaufenenGeschäftsjahr(Oktober2011bisOktober2012)kräftiggewachsenist:InDeutschlandlagderUmsatzbeigut5MilliardenEuro.

DerHamburgerDrogeriemarktbetreiber BudnikowskyführterstmalsEigenmarken ein.DasUnternehmen,dasseitzwölfJahrenimRahmeneinerKooperationHandelsmarkendesWettbewerbersdmführt, listetsechsProduktezumDiscountpreis ausdemHaushalts-undHygienetüchersortimentunterdemLabel„Budni“.Der FilialistdenkteinemBerichtderLebensmittelZeitungzufolgeübereineEigenmarkenstrategieohnedmnach,jedoch nochohnedieszuforcieren.DerweilfeierndieHamburgeraktuellihr100-jährigesJubiläum,dasmitzahlreichenAktionenundEventsinderHansestadtgewürdigtwird.ZurzeitbetreibtBudnikowsky rund160FilialenimRaumHamburg.

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Millionen

Haarkosmetik-Artikel haben Drogerien und LEH 2011 verkauft (entspricht einer Summe von 1,64 Milliarden Euro). Das war mehr als 2010, und auch dieses Jahr wächst der Markt. Shampoos, Spülungen und Kuren sind am beliebtesten, gefolgt von Stylingprodukten und Colorationen. Gesammelt wurden die Daten vom Marktforschungsinstitut Symphony IRI.

Produkttester via Facebook gesucht MiteinerungewöhnlichenAktionimsozialen NetzwerkFacebookhatdersaarländische SB-WarenhausbetreiberGlobusneulichauf seineneuenEigenmarkenprodukte„natuvell Handcremesweet&wild“sowie„natuvell PflegegelDuscheMen“aufmerksamgemacht.FlankierendzurEinführungderDrogerieprodukteamPOSsuchtedasHandelsunternehmenviaFacebooknachProdukttes-

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tern.„Zielwares,BotschafterfürdasProduktzuewinnen,umdieReichweitederAktionamPOSzuerhöhen“,erklärtIrinaReis, New-Media-Leiterin,Globus.SolcheineSocial-Media-AktionführteGlobusnichtzumerstenMaldurch:„DieAnzahlderFansunddie Resonanzsindgrundsätzlichhoch.Deshalb werdenwirauchkünftigandieserAktionsformfesthalten“,sagtIrinaReis.

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verkauf  titel

Alle 14 Tage geht die Familie Reuschenbach mit der 14 Monate jungen Fabienne in der Drogerie einkaufen. Das meiste geht für Kindernahrung und Windeln drauf.

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verkauf  titel Frauen und Männer sind anders – Familien erst recht. Unser Bericht zeigt, was Eltern in ­Drogerien gut finden und was sie monieren. Die Branche entdeckt Vater, Mutter und Kind immer mehr.

Familien ­ im Fokus

D

ie Aussage von Jan Pechmann, Geschäftsführer der Berliner Strategie Agentur Different, kommt einem Weckruf gleich: „Unternehmen sind über Segmente wie Singles oder Best Agers oft besser im Bilde als über die Familie.“ Markenhersteller und Dienstleister müssen sich aber stärker um diese wichtige Zielgruppe Deutschlands kümmern, um in die Lieferantenkette der Familien aufgenommen zu werden, prangert Pechmann an. Grundlage seiner Beschwerde ist die hauseigene Studie „Familie 2010“, die bis heute nichts an Aktualität verloren hat (siehe Interview). Als künftige Aufgaben definierte die Agentur sieben Innovationsfelder, in denen Handel und Industrie erfolgreich neue Produkt- und Service-Ideen entwickeln können: Dies reicht von der Organisation des Alltags, dem Familieneinkauf, Mamis mit schlechtem Gewissen, bis zum Elternwunsch, auch mal nur zu zweit zu sein oder den Kontakt zu Freunden nicht zu verlieren. Auch die Förderung des Kindes ist ein wichtiger Aspekt, ebenso wie die Akzeptanz, dass es mittlerweile nicht nur einen, sondern mehrere Famili-

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verkauf  titel der Konsumgüterbranche im Großen und Ganzen „gut umsorgt“. Zwischen 60 und 70 Euro gehen bei der Kleinfamilie alle 14 Tage in einer dm-Filiale pro Einkauf drauf. Gut zwei Drittel der Ausgaben verbucht die kleine Fabienne für sich, wobei Windeln sowie Babynahrung das Gros ausmachen. Es sind eher Kleinigkeiten, die vor allem Anne zu monieren hat: „Ich finde die Marktanordnung in den dm-Drogerien irritierend, denn ich kenne keine Filiale, die vom Aufbau her gleich strukturiert ist.“  Die Besorgungen in der Drogeriewarenabteilung einer SB-Warenhausfiliale lässt die Familie lieber gleich. Der Grund: Zu ungeordnet, zu lieblos gestaltet und viel zu enge Gänge. Auch die Hersteller werden gerügt: „Wir finden es schade, dass es die Eigenmarke Babylove-Milch offensichtlich nur für Kleinkinder bis zum 10. Monat gibt. Wir möchten aber, dass die Marke auch für den Nachwuchs ab dem 1. Lebensjahr erhältlich ist“, bekrittelt Andreas. Bei Pampers hadert die Familie mit der fortwährend gleichen Packungsgröße: „Je älter und schwerer das Kind aber wird, desto weniger Windeln sind im Paket drin.“

„Gut zu wissen, dass es bei den meisten dm-Märkten einen Wickeltisch gibt.“ Anne Reuschenbach, 32.

Fabienne verbraucht bis zu fünf Windeln am Tag. Das Stück kostet bis zu 17 Cent. entypen im alltäglichen Leben gibt. So viel steht fest: Neue Konzepte, die Familien im Alltag das Einkaufen erleichtern, können bares Geld wert sein. So ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von einer Zielgruppengröße die Rede, die 8,1 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern umfasst. Und die hat Power im Portemonnaie: Rund 2.597 Euro wenden Eltern mit Kind pro Monat allein für den privaten Konsum auf. Das ist deutlich mehr als Singles (1.352 Euro) und Paare ohne Kinder (2.398 Euro) monatlich konsumieren, hat die Different-Studie erge-

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ben. Jan Pechmann möchte Handel und Industrie das Bemühen um diese lukrative Zielgruppe nicht absprechen. Im Gegenteil: Aus seiner Sicht gehen vor allem „Lebensmittel- und Konsumgüterhersteller auf die neu entstandenen Bedürfnisse von Vater, Mutter und Kind mehr ein als zuvor“. Wie sehr, zeigt das Beispiel mit der dreiköpfigen Familie Reuschenbach aus dem Main-Taunus-Kreis, die alle 14 Tage ihre Einkäufe in einem Drogeriemarkt tätigt. Anne Reuschenbach, 32 Jahre und ihr Mann Andreas, 36, sowie die 14 Monate junge Tochter Fabienne fühlen sich von

Fotos: Alexander Heimann

Was die Branche für Familien tut Größtenteils hat die Branche die Familie als lukrative Konsumentengruppe aber längst entdeckt, wie Erich Harsch, dmDrogeriemarkt-Geschäftsführer, auf Anfrage von Lebensmittel Zeitung direkt erklärt: „Für Familien sind vor allem unsere breit angelegten Gänge komfortabel. In nahezu allen unseren Filialen gibt es außerdem  einen Wickeltisch, in vielen unserer 1.345Märkte in Deutschland steht eine Spielecke mit Schaukelpferd, Spielwürfel oder Malecke für die Kleinen bereit.“ Für Johnson & Johnson steht vor allem die Produktweiterentwicklung im Vordergrund, wie Danica Siemer, Vertriebsdirektorin erläutert: „In Bezug auf unsere Baby­ pflegemarken bebe und Penaten engagieren wir uns stark in der Forschung zum Thema Babyhaut und -pflege.“ HenkelBeauty-Care möchte Mütter im Alltag entlasten, wie PR-Managerin Annamarie Englebert erklärt: „Mit unserer Haarpflegemarke Schauma haben wir gemeinsam mit der Zeitschrift ‚Brigitte Mom‘ bereits zum zweiten Mal eine Haushaltshilfe für ein Jahr verlost.“ Das kommt bei Müttern gut an. Pierre Pfeiffer

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verkauf  titel „Familie ist größtes Einkaufsgremium“ Welche Hinweise gibt es, Familien zu den vernachlässigten Konsumentengruppen zu zählen? Die Familie ist das größte Einkaufsgremium der deutschen Wirtschaft. Markenhersteller und Dienstleister müssen sich deshalb stärker um diese wichtigste Zielgruppe Deutschlands kümmern. Die Familien brauchen in Deutschland vor allem neue Produkte und Services die auf die jeweiligen Familientypen zugeschnitten sind. Kümmert sich die Konsumgüterindustrie nicht genug um Familien? In den Marketing- und Vertriebskonzepten direkt in der Drogerie wird zu wenig

berücksichtigt, dass Familie nicht gleich Familie ist. Es gibt neben der klassischen Familie noch fünf andere Typen: die  alleinerziehende, die bi-nationale-, die Wochenend-, die Patchwork- sowie die Großfamilie. Diese Unterschiede muss man erst mal verstehen und in den Strategien berücksichtigen. Was könnte der Handel aus Ihrer Sicht für Familien besser machen? Für viele Erwachsene ist der gemeinsame Einkauf mit ihren Kindern ein einziger Alptraum. Deshalb sollte alles vom Handel unternommen werden, um den Einkauf so effizient wie möglich zu machen

Jan Pechmann, Geschäftsführer der Berliner Strategie-Agentur Different, über Familien als Konsumentengruppe.

und den Eltern die Kinder auch mal abnehmen. Das bedeutet dann aber auch mehr Service in der Drogerie. Davon profitieren alle Kunden. Interview: Pierre Pfeiffer

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verkauf  ladenbau

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Drogerieware ­ im Spot-Licht

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nde März 2012 fiel der Startschuss für das Rewe-Center im hessischen Bad-Nauheim – und für ein neues Drogerieformat. Wie schon im Münchener Pilot-Markt zuvor und in mittlerweile immer mehr Rewe-Centern, finden Kunden auf 100 Quadratmetern eine kleine, aber feine Wohlfühl-Oase vor. Markant ist das 40 Quadratmeter große Deckensegel. Spiegelnd-weiß ruht das Oval wie eine schützende Hand über der Abteilung und signalisiert: Hier gibt es Frische der besonderen Art. Beleuchtete Poster

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Viel erreichen auf kleiner Fläche: Lebensmittel Zeitung direkt zeigt anhand von drei Abteilungen, wie mit Ladenbau-Elementen ansprechende LEHDrogerien entstehen können.

mit Frühlingswald-Anmutung tun ihr übriden nach wie vor am meisten verkauft“, ges dazu. Derart entschleunigt, stöbern erzählt Elena Schmidt. „Durch die PräsenKundinnen und Kunden in den geschwuntation und das erweiterte Angebot ist der genen Regalen, die nie über Kopfhöhe hiDurchschnittsbon aber gestiegen“, so die nausgehen, im Sortiment Marktleiterin, die das neue von 9.500 Artikeln. Darun- Naturkosmetik hebt den Rewe-Center mit dem zuDurchschnittsbon ter sind auch 300 Naturvor bestehenden Toomkosmetikprodukte. Zwei Markt vergleicht. Ein handMitarbeiterinnen, geschult als „Kosmetikfestes Argument für den LEH, hochwertige fachberaterin IHK“ und für den Verkauf Düfte und Naturkosmetika zu listen. von OTC-Ware, stehen als AnsprechpersoDer Hit-Markt in Wiesbaden wildert nen bereit. „Die gängigen Schnelldreher seit 2007 mit einer renovierten Drogeriewie Haarkosmetik oder Deodorants werabteilung im Revier von dm und Ross-

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Rewe 1 (T)raumschiff: Futuristisch-modern gibt sich die Drogerieabteilung im 3.400 Quadratmeter großen Rewe-Center in Bad Nauheim. 2 Mehr Licht: Beleuchtete Poster sorgen für ansprechendes Ambiente. 3 Produkte satt: 9.500 Artikel sind eine Kampfansage an die Fachmärkte.

mann. Zwar ist der Kernbereich mit Haarpflege-, Kosmetik- und Körperpflegeprodukten nur 30 Quadratmeter groß. Sie sind dafür überaus ansprechend inszeniert: Ähnlich wie die Rewe-Abteilung in Bad Nauheim setzt Hit auf ein abschirmendes Oval mit halbhohem Mittelblock. Die beiden außenstehenden, formgebenden Regale sind besonders hoch und geben den Kunden ein noch größeres Gefühl der Abgeschirmtheit. Die Innenseite der Wände bieten 14 Markenshops Platz: Auf der Breite von rund einem Meter stehen

An welcher Stelle im Markt befindet sich die Abteilung bei Real? Da viele Kundinnen Kosmetik als „Belohnung“ verstehen, haben wir sie am Ende der Foodabteilung platziert. Hier kann die Kundin beispielsweise nach dem Wocheneinkauf die restliche Zeit ihres Aufenthalts im Laden für Kosmetik verplanen, um sich zu informieren, zu stöbern und zu verweilen.

Foto: privat

Was zeichnet eine starke Kosmetikabteilung aus? Die Kunden erwarten einen Erlebniseinkauf: Sie möchten im Drogeriebereich stöbern und Artikel sorgfältig aussuchen. Dazu muss eine Wohlfühlatmosphäre geschaffen werden, die zum längeren Verweilen einlädt. Dies gelingt mit unserer übersichtlichen und hellen Drogerieabteilung „Beauty & More“. Auch das Sortiment spielt eine große Rolle: Eine Auswahl an Marken- aber auch Discountartikeln gehört genauso dazu wie viele Artikel für Körper, Haut und Haar. Thorsten Jutzie, Category Manager Kosmetik bei Real erklärt, worauf es bei einer Drogerie­ abteilung im SB-Warenhaus ankommt.

Was brauchen die Kunden um sich wohlzu­ fühlen? Zum einen eine helle Beleuchtung und eine stimmige Dekoration – damit erreichen wir eine freund­ liche Atmosphäre. Auch die Farbumgebung, die wir in Weiß und hellen Grüntönen halten, trägt zu einer optisch attraktiven Drogerieabteilung bei. Niedrige Regale schaffen Übersicht. Zudem bieten wir aus­ reichend Platz, auch für Kunden mit Einkaufswagen. Da Kosmetikartikel sehr sorgfältig ausgewählt  werden, ist die Platzierung von Testern ebenfalls wichtig. Interview: Annette Sandhop

Foto: real

Fotos: Alexander Heimann

„Kosmetik als Belohnung“

Niedrige Regale, freundliche Farben, helles Licht und Platz: Damit fährt Real laut eigener Aussage gut.

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Foto: Sebastian Sowa

verkauf  ladenbau

Foto: Volker Oehl

Klare Kante und Kontraste: In Schellerten zeigt das Licht besondere Wirkung.

Den Großmarktcharakter spürt man in der Hit-Abteilung wenig. Der PVC-Boden in Holzoptik ist schick und praktisch zugleich.

etwa alle Nivea-Produkte, was für Kunden Hit dem Vernehmen nach punkten: Drogesehr übersichtlich ist. Drei Meter Dekorie-Einkäufe bis 22 Uhr erlauben die weKosmetik (Marken: Astor, Maybelline Jade, nigsten Fachmärkte. L‘Oréal) gibt es auch. „Unsere WiesbadeWährend Rewe und Hit auf runde Forner Kunden sind anspruchsvoll, fordern men setzen, zeigt die Edeka klare Kanten: Beratung ein, besonders zu den Themen Quadratisch-praktisch-gut, könnte das Haar- und Gesichtspflege“, Motto für die frisch renovierKlare Kanten oder te Abteilung im 1.700 Quadberichtet Abteilungsleiterin Zahra Akanjour. Sie sieht Hit stilvolle Rundungen ratmeter großen Regiemarkt auf Augenhöhe mit moderin Schellerten lauten. Auch nen Drogeriefachmärkten, gerade was das in Niedersachsen hat man das DrogerieService-Angebot betrifft. Entsprechend Einmaleins verstanden: Die Abteilung liegt oft gibt es Aktionen, wie jüngst ein in der Mitte des Marktes, sodass alle KunSchmink-Event von L‘Oréal an Halloween. den daran vorbei kommen. Ein ausreichenUnd auch mit den Öffnungszeiten kann der Abstand zur tierischen Frischware ist

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aber sichergestellt. Dunkle Böden und Regaleinfassungen sorgen für stilvollen Kontrast zur beleuchteten Ware, ebenso vier lilafarbene Deckenelemente mit integrierten Halogenstrahlern. In den 38 Regalmetern der 70-Quadratmeter-Drogerie ordnet die Edeka 1.700 Produkte nach Sorten, darunter viele Gesichtscremes und Haar-Colorationen. Das Ergebnis nach zwei Monaten kann sich bereits sehen lassen: Die stellvertretende Marktleiterin Katrin Brunke berichtet von zweistelligen Umsatzzuwächsen. Andreas Hösch

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Fotos: Fotolia (2); iStockphoto (2)

ware  körperpflege

Mann trägt wieder Bart, sagen die Lifestyle-Zeitschriften – aber gepflegt muss er sein.

Männer sind dufte Deos und Duschgels „eine klare Trennung dischen Bart-Frisuren. Gillette will mit dem von Frauen- und Männerprodukten“. Pro Glide-Styler die richtige Lösung haben: Blockbildung also nach hell und dunkel: Nach Herstellerangaben ein 3-in-1-RasieDie farbliche Differenzierung der Produktrer, der gleichermaßen trimmt, rasiert und verpackungen (Frauen: überwiegend stylt. Um eine solche Innovation am POS weiß/bunt, Männer: oft dunkelblau/ herauszustellen, rät Gillette zur „Touch & schwarz) sorge „sofort für Feel-Unit“. Sie lässt sich Ausgeprägter eine leichte Orientierung am nach Aussagen von Sandra Spieltrieb Regal“. Broich (Procter & Gamble) Im Regal wichtig: Ein Soram Regal befestigen. Ihr ein Zweifel: Nie war das Angebot timent, welches aktuelle Trends zeitnah Zweck: „Männer haben einen ausgeprägan Körperpflege größer als heuberücksichtigt. Denn die Männer hierzuten Spieltrieb und möchten Produkte gerte. Vor allem bei Duschgelen lande sollen die viert-eitelsten Europas ne anfassen und ausprobieren“. Das verund Deos tummeln sich Herstelsein – so jedenfalls eine Studie der Intermittelt die Vorteile des Produktes am besler- und Handelsmarken. nationalen Gesellschaft für ten. Passend dazu: Ein neues, nicht schäuGepflegt – Eine Herausforderung, diese Ästhetische Medizin. Momendes und durchsichtiges Rasiergel. Der auch beim Bart meterlange Produktvielfalt mentan besonders angesagt: Vorteil: Man(n) sieht während der Rasur so zu platzieren, dass jedes Ein gepflegter Bartwuchs genau, welche Stellen des Barts noch Geschlecht „sein“ Produkt am Regal (Drei- oder Sechs-Tage-Bart). Zeitschriften nicht getrimmt oder rasiert sind. schnell findet. Thomas Block, Category wie „Men‘s Health“ geben seitenweise Innovationen gibt es also reichlich (sieManager bei Henkel, empfiehlt daher bei Tipps zu praktischen Rasier-Tools und mohe auch Produktkasten) – fragt sich nur,

Deutsche Männer liegen laut einer Studie mit ihrer Eitelkeit unter den Top Five. Körperpflegeartikel fürs starke Geschlecht haben fast alle Warengruppen erreicht.

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ware  körperpflege Neuheiten wie Händler die überwiegend einkaufsunwilligen Männer in ihre Märkte locken sollen. Thomas Block von Henkel sieht zwei Ansätze: „In der Regel kaufen Frauen die Kosmetikartikel für ihre Männer ein. Frauen fällt daher im Geschäft ein neuer, interessanter Männerartikel auf“, so seine Beobachtung.

Männer-Promotions im Handzettel Wenn das dem Handelspartner noch nicht ausreiche, solle er Männer gezielt ansprechen: „Hierzu könnte man zum Beispiel im Handzettel regelmäßig männeraffine Promotions durchführen“. Konkret: Verschiedene Männerprodukte unter einem Motto herausstellen oder einen speziellen Coupon nur für „ihn“ in den Prospekt einfügen. Idealerweise verspreche der dann einen gewissen Rabatt beim Kauf eines Männerproduktes in der betreffenden Einkaufsstätte. Axel Stefan Sonntag

Energie fürs Gesicht

Deo mit Langzeitschutz

Energie fürs Gesicht verspricht Vichy Laboratoires mit der neuen Gesichtscreme „Hydra Mag C +“. Stress, Hektik, Umweltbelastungen und wenig Schlaf trocknen vor allem die Gesichtshaut aus und lässt sie fahl wirken. Mit der neuen Creme erhält die Gesichtshaut laut Vichy neue Energie.

Der jüngste Neuzugang in der „Right Guard“-Serie ist das Xtreme Invisible Power-Deo. Es soll 72 Stunden vor Körpergeruch und Deoflecken schützen. Erhältlich als Spray und Roll-on.

Männer tragen (wieder) Bart

Pflegebox mit Sporttasche

Für den neuen Bartlook hat Gillette (Procter & Gamble) das erste 3-in1-Präzisionswerkzeug entwickelt: den „Fusion ProGlide Styler“. Ob trimmen, rasieren oder präzise Konturen stylen: Der Rasierer vereint bewährte Technik von Braun.

Ideales Weihnachts­ präsent: Die „Männerbox“ von L‘Oréal Men  Expert. Enthalten sind Feuchtigkeitspflege, Reinigungsgel, Deospray – und als Zugabe eine Sporttasche im L‘Oréal-Style.

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ware  mundhygiene Das Segment rund um die Zahnhygiene wuchs auch im ersten Halbjahr 2012 weiter. Besonders Trends wie „geweißte Zähne“ oder elektrische Zahnbürsten treiben den Markt.

Mundgerechte Umsätze

Ärzte wissen: Gesunde Zähne und eine gute Mundflora stärken das Immunsystem.

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Fotos: Digitalstock

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ir rechnen weiterhin mit einem großen Potenzial im Segment der elektrischen Zahnbürsten“, frohlockt Marius Lang, Marketingmanager von Oral-B. Nicht ohne Grund: Mehr als die Hälfte der Deutschen, die noch nicht elektrisch ihre Zähne putzen, würden einem Wechsel offen gegenüberstehen, so Lang. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Nielsen verwendet erst „ein Drittel der Konsumenten“ eine Elektrozahnbürste. Somit zählt das Segment mit einem zweistel-

kant-Markt Siebrichhausen, Bad Fredeburg, bestätigen: „Mundhygieneartikel laufen ausgezeichnet.“ Bei Zahnpasta sei vor allem die Markant-Hausmarke „Jeden Tag“ bei Kunden sehr bliebt, aber auch Haftcremes und Mündspülungen seien Renner. „Der Drogeriewarenbereich gewinnt insgesamt bei uns an Bedeutung, umso mehr, seit die Schlecker-Filialen geschlossen haben“, erklärt Sanfilippo. ligen Umsatzzuwachs von 13,6 Prozent im Dagegen haben Marken wie Blendaersten Halbjahr 2012 zu den Wachstummed und Listerine im Tegut-Markt in der streibern im Mundhygienebereich. InsgeDarmstädter Kasinostraße einen hohen samt floriert die mit rund 1,4 Milliarden Stellenwert bei Kunden, Euro Jahresumsatz schweGroßes Potenzial bei hat Sandra Herrmann, re Kategorie, weiß Till Inelektrischen Zahnbürsten stellvertretende Marktleiderfurth, Senior-Berater terin, beobachtet. „Aber Kosmetik bei IRI Symphoauch unsere Bio-Zahnpasta und Mundhyny. Und: „Das positive Wachstum setzt gieneprodukte, die in Aktion stehen, dresich auch 2012 fort“ (siehe Seite 20). hen sich gut“, sagt Sandra Herrmann. Den positiven Umsatztrend in dieser Kategorie kann auch Konny Sanfilippo, Pierre Pfeiffer stellvertretende Marktleiterin vom Mar-


ware  mundhygiene

VonHerstellerProcter &Gamblegibtesnun dieelektrischeZahnbürste„Oral-BTriZone“ fürdiejenigen,dieauf gründlicheMundpflege wertlegen,ohneaber aufdiegewohnteAnwendungsweiseihrer Handzahnbürsteverzichtenzumüssen.

Milder Geschmack, starke Wirkung Füreinenmilden Geschmackundeine starkeMundspülwirkungsorgtdas neueListerineZero ausdemHauseJohnson&Johnson.Das Mundwasseristalkoholfreiundrichtetsich vorallemanKonsumentinnen.

Inspiriert von Zahnseide Mitderneuen „Theramed2in1 Interdental“ist lautHenkelnun eineverbesserte Reinigungauch indenZahnzwischenräumen möglich.Mikrogranulatemachenesmöglich.

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„Hochwertige Zahncremes gefragt“ Warum stagniert das Segment der Zahncremes? GrundsätzlichistderZahnpflegemarkt nachwievoreinerderdynamischsten undwachstumsstärkstenKosmetikmärkte.DasWertwachstumbeträgt plus2,7ProzentzumVorjahr.Lediglich indenletztendreiQuartalenhatsich dasWachstumetwasabgeschwächt, daesindiesemZeitraumkeinegroßen Aktivitätengab.Wirerwartengrundsätzlichjedocheineweiterhinpositive Entwicklung,daallgemeinvorallem hochwertigeProduktesehrgefragt sind. Welche Trends sind gefragt? Konsumentenverlangenimmermehr hochwertigeProduktemitbesonderen

Till Inderfurth, Senior-Berater Kosmetik bei IRI Symphony, über die Marktentwicklung im Mundhygienebereich.

„Positives Wachstum 2012“

Foto:IRISymphony

Bewegte Mundpflege

Xenia Barth, Marketingleiterin Henkel Beauty Care, Deutschland, über die Entwicklung bei Zahnpasta.

Eigenschaften.InallenSegmentenmit ZusatznutzenisteindeutlicherTrend vongenerischen,alsoallgemeinen ArtikelnhinzuSpezialproduktenzuerkennen.„Whitening“istnachwievor eingroßerTrend,aberauchdieSchonungundderSchutzdesZahnschmelzesistvonbesondererRelevanz. In welchem Vertriebskanal steckt noch Potenzial? WirsehensowohlimFachhandelals auchimLebensmittelhandelweiterhin großesPotenzialzurEinführunghochwertigerProdukte,diedasMarktwachstumaufderzeitigemNiveauhaltenkönnen. Interview: Pierre Pfeiffer

„DerMundhygiene-Marktsetztsein positivesWachstum2012fort.Inder erstenJahreshälftesindinsbesondere Zahncremes,Mundspülungen,elektrischeZahnbürstenundderInterdentalbereichgewachsen.Drogeriemärkte undVerbrauchermärkteprofitieren besondersstarkvomUmsatzwachstum.DiejetzigenWachstumstreiber könntenauchdiezukünftigensein, alsoZahncreme-ProduktefürZahnaufhellung,Zahnfleischschutz,sensible ZähnesowieMundspülungen,diefür frischenAtem,gegenGingivitisundfür Zahnfleischschutzangewandtwerden. WeiterhinistmiteinemAnstiegim BereichderelektrischenZahnbürsten undWechselköpfesowieInterdentalbürstenzurechnen.“

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Foto:Henkel

Neuheiten


Glanz, Volumen, Farbe: Um die Ansprüche der Käufer an die Haarpracht ist ein 3-Milliarden-Euro-Markt entstanden.

Glänzend soll es sein Für schönes Haar geben Kunden gerne viel aus. Allerdings sind auch die Bedürfnisse gestiegen. Lebensmittel Zeitung direkt zeigt die Trends für Shampoo, Styling und Farben.

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nter den Drogeriewaren sind sie die Könige: Für Shampoos, Spülungen, Haarfarben und Stylingprodukte geben die Deutschen jährlich knapp 3 Milliarden Euro aus. Das ist fast ein Viertel des Gesamtumsatzes von Schönheitspflegemitteln, wie der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) herausgefunden hat. Zu den Verkaufsstellen zählen hierbei auch Frisöre und Apotheken. Die meisten Haarpflegeprodukte verkaufen

Die Trends für 2013 E Natürlichkeit: Wirkstoffe wie  Bambus-Extrakt sprechen die  Kunden an. E Neue Anwendungsformen, etwa die Coloration im Tiegel, vereinfachen laut Henkel den Gebrauch. E Für Beiersdorf sind dunkle Auber­ ginetöne, kupfergoldene und „deep burnt“ Blondtöne die Farbtrends.

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freilich Drogerien und der LEH – wobei es vierungsstoffe und Weichmacher zwar bein der Fülle des Angebotes wichtig ist, währt und völlig unbedenklich – dennoch Trendprodukte zu listen. Laut Herstellern verzichtet man aus Rücksicht auf die Verachten Käufer immer mehr auf Wirk- und braucherwünsche in vielen Produkten darInhaltsstoffe: „Bei Styling-Produkten geauf. winnt Keratin an Bedeutung“, sagt AnnaDer Handel bestätigt die Einschätzung der maria Englebert von Henkel. Die DüsselIndustrie, wonach Kunden immer mehr dorfer packen das haareigene Protein zuSpezialprodukte wollen: „Im Haarkosmesätzlich in ihre Sprays und Schäume – tikbereich verkaufen wir wirkstofflastige doppelt hält besser. Der beMarken wie Pantene Pro-V, Zusatzstoffe: nicht Nivea oder unsere Eigenmarabsichtigte Effekt: glattes, immer erwünscht ke Balea sehr gut. “, sagt glänzendes statt fisseliges Haar. Ganz ähnlich schätzt Claudia Ellenfeld, stellvertreBeiersdorf die Käuferwünsche ein: „Früher tende Marktleiterin im dm-Drogeriemarkt stand der Haartyp – fettig, normal oder Eschborn. Bei Haarcolorationen halte sich trocken – im Vordergrund. Heute zählt der Trend dagegen: Im Herbst werden Rotauch das Ergebnis wie Glanz, Volumen töne bevorzugt, im Frühjahr erdige Farben. oder Glättung“, sagt Michaela Rogaischus Für den Handel sind Colorationen kein aus dem Nivea-­Marketing. Ähnlich Henkel Beiwerk, sondern ein Muss: Laut IKW färreichern auch die Hamburger Produkte ben sich 70 Prozent der Frauen die Haare, wie Shampoo, Spülung, Styling-Haarspray durchschnittlich fünf Mal im Jahr. Blond und Styling-Mousse mit Keratin an. Auch ist mit einem Anteil von über 30 Prozent der Verzicht auf bestimmte Inhaltsstoffe – Spitzenreiter, gefolgt von Braun­tönen und vorzugsweise Parabene und Silikone – ist Rot. Schwarz erreicht einen Anteil von 10 einer steigenden Anzahl von Käufern Prozent. wichtig. Laut Beiersdorf sind die KonserAndreas Hösch

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ware  haarpflege


ware  wpr

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as Angebot an Wasch-, Putzund Reinigungsmitteln (WPR) beschränkt sich bei manchem Drogisten zuweilen nur auf  einen halben Gang – am Ende des Marktes. Real, Globus und Kaufland rüsten ihre Drogerie-Abteilungen zwar auf, lassen aber WPR dennoch außen vor. Kein Zweifel: „Die Warengruppe ist momentan  nicht sexy genug“, findet Gernot Lingelbach, Geschäftsführer der UGW Communication. Schade eigentlich – kommt das Segment doch laut Henkel auf einen Umsatz von drei Milliarden Euro und eine Käuferreichweite von nahezu 100 Prozent. Die Warengruppen Universalwaschmittel und Reiniger entwickeln sich klar positiv. Peter Schäfer, Geschäftsführer des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel (IKW), sieht sogar die diesjährigen WPR-Umsätze „leicht über der IKW-Prognose“.

Werbung: Waschmittel statt Reiniger

Das hat sich gewaschen

Herausgeputzt: Wenn Händler es schaffen, die WPR-Abteilung emotionaler zu gestalten, steigen die Umsätze.

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Viele Händler kümmern sich zu wenig um das Wasch-Putz-Reinigungsmittel-Sortiment. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, aus der Kategorie mehr herauszuholen am POS.

Für WPR-Abteilungen bieten sich also Umsatzchancen – wenn das Angebot stimmt: „Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind effiziente Sortimente mit einer hohen Käuferreichweite ohne Duplikate oder Langsamdreher“, rät Henkel-Manager Rainer Bock. Für die Werbung gelte: „Während sich viele Reiniger-Kategorien vorwiegend aus dem Regal verkaufen, sind in den großen Volumen-Warengruppen wie Universalwaschmittel, Weichspüler oder auch  Maschinengeschirrspülmittel regelmäßige Vermarktungen wichtig, um das Käufer­ potenzial voll abzuschöpfen“. Das bestätigt Fit-Marketingleiter Markus Jahnke: „Verbraucher erwarten in Warengruppen wie Weichspüler Aktionsaufbauten in der Zweitplatzierung“. Und ergänzt: „Eine einfache Preissenkung am  Regal, wie in kleineren Supermärkten üblich, wirkt hier schlecht“. Für Colgate-Palmolive entscheidend: Themen-Platzierungen. Und zwar längst nicht immer nur getreu dem Motto „Frühjahrs-/Herbstputz“, sondern durchaus auch „anwendungsbezogen“. Beispiel:  Hygienereiniger passen zweitplatziert auch in ein Umfeld wie Tierbedarf, weil sie sich auch zur Reinigung von Vogelkäfigen und Katzentoiletten eignen“, so Marketing-Managerin Nina Michahelles. Axel Stefan Sonntag

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ware  wpr Warengruppenentwicklung WPR 2011 gegenüber 2010 nach Umsätzen Reinigungsmittel

+ 3,9 %

Geschirrspülmittel

+ 2,0%

Universal-/Vollwaschmittel

+ 1,2 %

Luftverbesserer/Haushaltsinsektizide

+ 0,5 %

Autopflegemittel

0,0 %

Waschhilfsmittel

– 2,3 %

Fein-/Spezialwaschmittel

– 2,6 %

Wohnraumpflegemittel

– 2,9 %

Weichspüler

– 3,0 %

Lederpflegemittel

– 9,5 %

Quelle: IKW

Neuheiten Spül-Reiniger für Babyflaschen Milch-, Brei- und Essensrückstände soll der Baby Spül-Reiniger von Frosch effektiv entfernen. Die schonende und hypo­ allergene Rezeptur sei rückstandslos  ausspülbar und für Babys völlig unbedenklich.

Spezialreiniger gegen Fett Laut Hersteller Collo gibt es „keinen besseren“ Fettlöser als den hauseigenen. Das Fettlöser-Konzentrat eigne sich besonders zur Vorbehandlung von Metallfettfiltern und sei dabei biologisch abbaubar.

„WPR am Point of Sale nicht sexy genug“ Trügt der Schein oder fristen WPR am POS eher ein „Schattendasein“? In der Tat gibt es hier Nachholbedarf, anscheinend sind die Produkte für den Handel im Vergleich zu Kosmetik und Körperpflege nicht relevant genug, um größere Investitionen in deren Präsentation zu rechtfertigen. Insbesondere die weiblichen Kunden, die im Lebensmittelhandel und noch stärker in Drogerien die eindeutige Mehrheit stellen, beschäftigen sich lieber und intensiver mit Kosmetik- oder Babythemen als mit Schmutzwäsche oder Reinigungsaufgaben im Haushalt. Flapsig formuliert könnte man sagen, WPR sind nicht sexy genug. Das positive emotionale Element fehlt, die Werbung für WPR erinnert Verbraucher eher an lästige Pflichten im Haushalt. Ist eine Investition des LEH im Zuge der Schlecker-­ Pleite in die Drogerie­ warensortimente sinnvoll? Absolut! Vor allem auf dem Land kann sich der Aufwand lohnen. Zwar wird sich das ehemalige Schlecker-Volumen nicht 1:1 als Zusatzabsatz ­addieren, weil ein Anteil davon Impulskäufe waren. Aber bei Artikeln wie Windeln, ­Babynahrung und natürlich auch WPR ist Potenzial da. Insbesondere in jenen Regionen, in denen sich ein zusätzlicher Standort für einen ­Drogeriemarkt nicht rechnet.

Gernot Lingelbach, Geschäfts­führer der UGW Communication GmbH, über vorhandenes Poten­zial bei Wasch-PutzReinigungsmitteln.

Ist Couponing seitens der Industrie ein Erfolgsinstrument im Marketing? Dauerhaftes Couponing ohne strategische Einbindung ist ähnlich bedenklich wie eine dauerhafte Veraktionierung mit Sonderpreisen. Insbesondere die werbeaffinen Kunden werden zu „CouponingJunkies“ und kaufen nur noch dort, wo Händler entsprechende Coupon-Rabatte anbieten. Marken machen sich dadurch austauschbarer und verlieren an Stärke. Dies gilt für Hersteller- und Handelsmarken gleichermaßen.

Interview: Axel Stefan Sonntag

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ware  otc

Gesundheitstees, freiverkäufliche Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel: ein umkämpftes Sortiment.

Erfolgsrezept gesucht Im Sortiment der rezeptfreien Arznei- und Gesundheitsmittel dominieren zwar die Apotheken. Im LEH und in Drogerien ziehen die Umsätze aktuell jedoch an.

N

ur etwas mehr als ein Achtel hatte. Viele Sortimente werden erweitert, Die rührige Kauffrau stellte, als es mit des Umsatzes mit rezeptfreien etwa um Gesundheitstees, NahrungserSchlecker abwärts ging, mehrere FachkräfArzneimitteln und Gesundheitsgänzungsmittel, Beruhigungsdragees oder te des einstigen Drogisten ein und holte produkten erzielt der LebensEntspannungsbäder. Händler loten neue sich so Know-how auf die Fläche. Dass der mitteleinzelhandel plus Drogerien: Zirka  Möglichkeiten der Vermarktung aus: So Warengruppenumsatz bei ihr kaum ein 8 Milliarden Euro wurden 2011 mit den so ging Rewe zu Jahresbeginn 2012 eine  Prozent erreicht, ist für die Edekanerin wie genannten OTC-Produkten (OTC: Over the Kooperation mit der Verfür viele andere LebensmitNoch geringer Counter) umgesetzt, kaum mehr als eine sandapotheke Doc Morris telhändler kein Grund, das Umsatzanteil Milliarde davon im gesamten LEH. ein. Der Handelskonzern legSortiment zu vernachlässiAufgrund der vielen apothekenpflichtigen te in 3.000 Märkten Brogen. Im Gegenteil: Der UmProdukte sind dem Sortiment im Einzelschüren und Angebotszettel aus, die Rewe bruch in der Drogeriebranche bringt neue handel Grenzen gesetzt. Hinzu kommt die warb mit Boni für den Kauf von MedikaKonkurrenz auch innerhalb des Einzelhannach wie vor starke Präsenz der Apothementen – bis im Oktober die Kooperation dels mit sich, weil Lebensmittelmärkte den ken selbst: Ihre Zahl ist zwar rückläufig, durch eine einstweilige Verfügung unterbisherigen Umsatz der geschlossenen Filidoch kommt bei rund 21.200 sagt wurde: Die Apothekeralen auf sich ziehen wollen. Einer PrognoLEH und Drogerien Zunft war über ihre Kammer Apotheken immer noch bunse des Marktforschungsinstitutes Trade in einem Boot desweit mehr als eine auf Nordrhein dagegen vorgeDimensions zufolge werden die Erlöse der zwei Lebensmittelmärkte. gangen. Dass sich an der großen Drogeriemärkte 2012 von 14,9 Immerhin: Im LEH und in Drogerien Umtriebigkeit des LEH nichts ändert, ist Milliarden auf 13,6 Milliarden Euro zurückwächst das Geschäft. Für das erste Halbjedoch absehbar. Einzelhändler wollen gehen: Um dieses Potenzial von 1,3 Millijahr 2012 zeigen die Zahlen des Marktformehr am OTC-Geschäft teilhaben und nutarden Euro, vorwiegend frühere Schleckerschungsunternehmens Nielsen in der Wazen ihre Vorteile. „Wir sind günstiger als Umsätze, bewerben sich der LEH und Drorengruppe OTC ein Plus von 3,8 Prozent Apotheken, und das nehmen die Kunden gerien, was das Bemühen um die Sparte auf 535,4 Millionen Euro, nachdem noch wahr“, sagt etwa Monika Kaltschmid, die der OTC zusätzlich anfacht. im Gesamtjahr 2011 der Umsatz stagniert im Chiemgau zwei Edeka-Märkte betreibt. Frank Bonin

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ware  otc E Das Sortiment Die so genannten „Over-the-Counter“-Produkte sind nicht rezeptpflichtige Arzneimittel. Die Kategorie teilt sich auf in apothekenpflichtige und freiverkäufliche Artikel. Im Einzelhandel ist für den Verkauf eine Schulung vorgeschrieben, die zumeist bei der Industrieund Handelskammer absolviert wird und aus einem zweitägigen Seminar besteht. Während der Öffnungszeiten muss für Kunden jederzeit eine Person mit dem umgangssprachlich „OTC-Schein“ genannten Zeugnis ansprechbar sein. Zu den großen im Einzelhandel vertretenen Herstellern zählen etwa Queisser (unter anderem mit der Marke Doppelherz), Klosterfrau (Taxofit), Merz (Tetesept), Bad Heilbrunner (Biovital) oder Kneipp.

E Der Markt Nicht rezeptpflichtige Produkte, kumuliert Januar bis Dezember 2011 OTC-Markt gesamt inkl. Apotheken-Versandhandel

8.004,1 + 1,8 %

Offizin*-Apotheken, LEH und dm

7.365,1 + 0,9 %

ApothekenVersandhandel

638,9 +14,3 %

Selbstmedikation gesamt ohne VH

6.110,2 + 1,7 %

Selbstmedikation Offizin-Apotheken

5.053,6 + 2,1 %

Selbstmedikation LEH und dm

1.056,6 + 0,2 %

*Offizin-Apotheken: öffentliche Apotheken

Quelle: Nielsen TrendReport Pharma

OTC-Produkte – gesund auch für den Handel?

Drei Einzelhändler erklären, welche Rolle das Sortiment für sie spielt.

„Ziemlicher Aufwand“ Die OTC-Waren sind keine Frequenzbringer, sie werden aber vom Kunden erwartet – und in der kalten Jahreszeit ziehen Vitaminpräparate und Hustenbonbons im Abverkauf an. Trotzdem ist es ein ziemlicher Aufwand, den wir für diese Waren betreiben. Sie machen nur einen kleinen Umsatzanteil aus, dafür müssen wir aber Personal zu IHK-­ Schulungen schicken und immer jemanden mit dem OTC-Schein auf der Fläche haben.

Kai Grasmück, Inhaber eines Rewe-Marktes (2.000 qm) in Fulda

„Promotion für Salben“ Mit dem Sortiment bin ich zufrieden, obwohl es weniger als ein Prozent vom Gesamtumsatz ausmacht. Wir haben über 200 Artikel auf 21 laufenden Regalmetern. Es werden für das kleine Sortiment sogar POS-Promotions durchgeführt. Zum Beispiel hat Kneipp bei uns eine Wochenaktion für Salben gemacht – da haben wir uns drangehängt und an der Kasse jedem Kunden einen Apfel dazugeschenkt. Das kam sehr gut bei unserer Klientel an.

Monika Kaltschmid, Inhaberin zweier EdekaMärkte (1.150 sowie 735 qm) in Ruhpolding

„Tees und Bäder im Trend“

Foto: Thomas Fedra

Die Warengruppe OTC läuft bei uns gut. Natürlich ist die Kategorie klein, aber sie ergänzt das Hauptsortiment. Es finden immer wieder Aktionen statt, meistens Zweitplatzierungen. Wir haben im Abverkauf zwei Saisonschwerpunkte: Im Frühjahr gehen Vitaminprodukte und Nahrungsergänzungsmittel besser, im Herbst sind es die Gesundheitstees und Erkältungsbäder – die Wellness­produkte liegen auch insgesamt im Trend.

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Torsten Schulz, Geschäftsführer einer Tegut-Filiale (2.600 qm) in Bad Neustadt an der Saale

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ware  dekorative kosmetik lässt. „In unseren Märkten haben wir zum Beispiel Produkte von L‘Oréal, Catrice, Essence, Maybelline Jade, Sante und Lavera“, sagt Christoph Wöhlke, aus der Geschäftsführung der Drogeriemarktkette Budnikowsky. Dabei stehe jede Marke allein in einer Theke. „Um sich wohlzufühlen brauchen die Kundinnen breite Gänge, Raum für ungestörte Beratungsgespräche sowie Tester und Abschminkutensilien“, so Wöhlke. Eine optimale Platzierung von dekorativer Kosmetik befindet sich dabei an der Wand, niedrige Regale bieten Übersicht. Dadurch, dass die Theken nicht mitten im Raum stehen, wird Platz für ungestörte Gespräche und zum Testen der Produkte geboten.

Fotos: Thomas Fedra

Foto: Budnikowsky

Kaufkräftig und probierfreudig

Schöner Trend Kosmetiktheken sind in Drogerien prominent aufgestellt: Kundinnen kommen gezielt in den Markt um die Produkte zu kaufen. Im LEH werden Artikel eher spontan mitgenommen.

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ekorative Kosmetika sind mit Abstand das stärkste Segment in der Warenklasse der Körperpflegemittel: Mehr als eine Milliarde Euro wurde im Zeitraum von Juli 2011 bis Juni 2012 damit umgesetzt (LEH und Drogeriemärkte). Dies zeigen die Zahlen des Marktforschungsinstituts Nielsen. Ein Großteil davon geht auf das Konto der Drogeriemärkte. Denn dort nimmt dekorative Kosmetik eine prominente Platzierung ein, welche den Kundinnen Raum zum Ausprobieren ermöglicht und sie zwischen den Theken verschiedener Marken wählen

Und auch Abwechslung in der Theke kommt – gerade bei jungen Käufern – gut an. So setzt zum Beispiel die Kosmetikmarke Wet n Wild auf regelmäßige Produkt- und Farbwechsel: „Gerade unsere Zielgruppe zeichnet sich durch Probierfreudigkeit aus. Neue Trends und aktuelle Farben sind sehr wichtig“, sagt Dirk  Bichels, Geschäftsführer Marketing der Diedrichs Markenvertrieb GmbH & Co. KG, welche die Marke des amerikanischen Herstellers Markwins in Deutschland vertreibt. Neben der Aufstellung im Markt werde auch das Internet – in Form von Blogs und Facebook – immer bedeutender für die Präsentation der Produkte.

Gezielter Kosmetikkauf Zudem gebe es Unterschiede zwischen der Platzierung im Drogeriemarkt und im LEH. Dirk Bichels erklärt diese anhand des Markenauftritts: „Im LEH besteht die Herausforderung darin, trotz Streckenbelieferung und festgelegen Besuchsrythmen des Außendienstes mit Neuigkeiten ebenso schnell am Markt zu sein wie im Drogeriebereich.“ Im Supermarkt sei das Sortiment meist kleiner und es gebe oft keine Beratung. Hier könne die Marke alleine stehen, und müsse daher in der Lage sein, eine breite Kundenschicht anzusprechen. „Viele Kundinnen kommen mittlerweile auch in den LEH, um gezielt dekorative Kosmetik zu kaufen“, sagt Bichels. Annette Sandhop

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ware  neu auf dem markt Lang anhaltender Look Seit Oktober im Handel: „Max Factor Face­ finity All Day Flawless 3 in 1 Foundation“ von Procter & Gamble. Das Make-up verhilft laut Hersteller zu einem lang anhaltenden und ebenmäßigen Look in nur einem Schritt. Der zusätzliche Lichtschutzfaktor 20 bietet Schutz vor UV-Strahlung und beugt vorzeitiger lichtbedingter Hautalterung vor. Das Make-up ist in den Nuancen Natural, Golden, Bronze und Caramel zum EVP von 13,49 Euro erhältlich.

Für den Baby-Magen Viele Säuglinge leiden im ersten Lebenshalbjahr unter vermehrtem Aufstoßen und Spucken. Um dieses Leiden zu reduzieren wurde das neue Aptamil AR Andickungsmittel entwickelt. Es enthält natürliches Johannisbrotkernmehl, was die Säuglingsmilch dickflüssiger macht und den Kleinen hilft, die Nahrung besser im Magen zu behalten. Aptamil AR Andickungsmittel ist frei von Gluten, Laktose und Kuhmilcheiweiß und für allergiegefährdete Babys geeignet. Es kann von Geburt an und nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt gegeben werden. Das neue Produkt gibt es in 6 x 135 Gramm (EVP 6,99 ¤).

Kosmetik für die Couch

Lecker für den Hals

„Home Sweet Home“ heißt die ab sofort erhältliche Trend-Edition von essence, der Jugendmarke der Cosnova GmbH. Warme Rot- und Bordeaux-Töne, glänzende Effekte und pudrige Texturen sollen für ein wohliges Gefühl in der kalten Jahreszeit sorgen. Den Eyeshadow gibt es in den Ausführungen „Happy couching“, „Light the fire place!“ und „My home is my castle“ zum EVP von 1,79 Euro. Der Lippenstift ist in den beiden Rottönen „ready to relax“ und „berry me home“ zum EVP von 2,29 Euro verfügbar. Der EVP liegt bei 1,99 Euro.

Die neuen Emcur Bad Emser Pastillen be­ inhalten keinen Zucker, dafür haben sie  einen leckeren Bourbon-Vanillegeschmack. Die Pastillen sind besonders für Kinder geeignet. Sie befeuchten Mund und Rachen mit wertvollen Mineralien. Das löst aktiv zähe Beläge, beruhigt die entzündete oder gereizte Rachenschleimhaut, fördert die Funktion des Stimm­organs und stärkt die  lokale Abwehrkraft, so der Gesundheits­ produktehersteller aus Bad Ems.

Indisch glamourös

Weihnachten in Flaschen

Unter dem Namen „spectaculART“ bringt der Kosmetikhersteller Cosnova unter der Marke „Catrice“ aktuell eine limitierte Edition auf den Markt. Die vom indischen Bindi-Look inspirierte Serie legt den Fokus auf die Augen. Intensives Pink und Rot, abgemildert durch Silber oder Gold, sollen das Erscheinungsbild spektakulär und kunstvoll aussehen lassen. Unter anderem sind Lidschatten, Eyeliner, Puder, Lippenstift und Nagellack verkäuflich. Der EVP für die im November und Dezember erhältlichen Produkte liegt zwischen 2,49 Euro und 4,49 Euro.

Gegen Unreinheiten Sebapharma, der Spezialist für medizinische Hautreinigung und -pflege, führt ein neues Produkt der Konzeptserie „Unreine Haut“ ein. Die „sebamed Unreine Haut mattierende Creme“ bietet talgregulierende und gegen  Pickel vorbeugende Pflege für empfindliche Haut. Die fett- und emulgatorfreie Creme schenkt der Haut nach Herstellerangaben  einen ebenmäßigen Teint und versorgt sie gleichzeitig mit reichlich Feuchtigkeit. Der EVP für die 50-ml-Tube liegt bei 7,49 Euro.

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Palmolive bringt vorweihnachtliche Stimmung in die Badezimmer der Republik: Seit Mitte Oktober ist eine Palmolive Flüssigseife als „Winter Limited Edition“ im Handel erhältlich. Vier malerische Motive zieren die Flaschen, die die von der „Aquarium“-Variante bekannte, transparente Seife beinhalten. Im Handel sorgen winterliche Zweitplatzierungsdisplays und Regalkartons für Aufmerksamkeit für das Saisonprodukt. Die Seifenspender mit den winterlichen Designs sind bis Januar 2013 erhältlich, die EVP betragen 1,99 Euro.

Hello Kitty zum Sammeln Speziell entworfene Motive von beliebten Figuren wie Tigerente, Winnie Puuh oder Micky Maus machen die rosa Dosen der bebe Zartpflege Jahr für Jahr zu begehrten Sammlerobjekten. Mit der neuen Limited Edition Hello Kitty wird nun an diese Tradition angeknüpft. Die zartrosa, liebevoll designten Dosen mit drei verschiedenen Motiven sind ab Anfang Dezember in zwei Größen erhältlich: 30 ml (EVP 0,79 Euro) und 75 ml (EVP 1,69 Euro).

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ware  neu auf dem markt Dufte für den Winter

Zur Ergänzung

DieFroschOaseRaumerfrischerhabenmit„Wintervanille“und„Winterorange“zweineuesaisonaleDuftnotenimProgramm,dieaufdenWintereinstimmenundentspannendundharmonisierendwirkensollen.AufBasisnatürlicherÖle verleihensiedemRaumjenachKompositionder InhaltsstoffeeinebesondereAtmosphäre.Das ProduktpräsentiertsichimsatiniertenGlasflakonmitNaturkork-StopfeninklusivesechsDuftstäbchenausRattan.FürdasDufterlebniswirdderFlakongeöffnetundmitdenDuftstäbchenbestückt.EVP:4,99Euro(90ml).

DerPharmakonzernQueisserhatunterder MarkeDoppelherzeinneuesOmega-3-Produkt zurNahrungsergänzungeingeführt.VertriebskanälesindDrogeriemärktesowieVerbrauchermärkteundSB-WarenhäuserimklassischenLEH.DerEVPbeträgt4,49Euro.GeliefertwerdenEinheiteninDreier-BündelungderEinzelprodukteund 36PackungenimUmkarton.ZielgruppesindFrauenundMänner imAltervon45bis75JahrenmithoherGesundheitsaffinität.Das PräparathateinenOmega-3-Anteilvon35Prozent.DieMarke DoppelherzistdenAngabenzufolgeimSegmentderOmega3-ProdukteimLEHundDrogeriemarktMarktführer.

Schutz für die Haare

Teint aus der Tube

Kälte,Wind,RegenundSchneesetzenim WinterdenHaarenzu,zudementziehentrockeneHeizungsluftundhäufigeresFöhnen zusätzlichFeuchtigkeit.Fürgesundes,glänzendesWinterhaarführteProSeriesdielimitierte„WinterTherapy“-Pflegelinieinden Handelein.ShampooundSpülungversorgen dasHaarmitreichhaltigenSubstanzen,führenihmFeuchtigkeitzuundbewahrenesvordemAustrocknen. DerEVPsowohlfürShampooalsauchfürdieSpülungliegtlaut HerstellerP&GBeauty&Groomingbei4,29Euro.

BeiersdorfhatseinSortimentder„Nivea“-Gesichtscremeserweitert.NeuimProgrammistdie„BBCream mit5in1Formel“.DieAbkürzung„BB“stehtfürBlemishBalm–BlemishbedeutetMakeloderFehler,Balm stehtfürBalsam,alsofürPflege.VorallemjungeKonsumentinnensollenmitdemPflegeproduktangesprochenwerden.DieCremesollwieeinMake-upkleine LinienundUnebenheitenabdecken,Rötungenkaschierenunddie Hautschützen.DenArtikelgibtesinzweiNuancen:„Hell“und „MittelbisDunkel“.DieHautverträglichkeitistdermatologischgetestet.DerEVPbeträgt7,99Euroje50-Milliliter-Tube.

Für Laktose-Intolerante

Apfel fürs Haar

DieKlosterfrauHealthcareGrouphatunterderMarke„Taxofit“ einOTC-Produktfürlaktose-intoleranteKonsumentenaufden Marktgebracht.NeusinddieinderDosierungverschiedenenTabletten„Lactase3.000“unddieKapseln„Lactase12.000“.DieMedikationsollGenussvonMilchundMilchproduktenbeileichterundmittelschwererLaktose-Intoleranzermöglichen.DerEVPbeträgtjeweils9,99Eurofür100Tablettenoder30Kapseln.BeliefertwerdenDrogeriemärkte,SB-Warenhäuser,Super-undVerbrauchermärkte. POS-Aktionenfindennichtstatt.

DerKörperpflegespezialistLaveranahatdaszertifizierte„LaveraApfelShampoo“indenHandel gebracht.DasShampoomitBio-Apfelextrakt belebtderBeschreibungzufolgedasHaar,verleiht sichtbarglänzendeFülleundsorgtfüreineinzigartigesDuft-undFrischeerlebnis.MildeTensideauf Pflanzenbasisreinigenmildundschonend.Der ApfelextraktwirdvomUnternehmenselbsthergestellt–mitBio-ÄpfelnausNorddeutschland.VertriebskanälesindDrogerienundLebensmittelmärkte.DerEVP beträgt3,95Eurofürdie200-Milliliter-Flasche.

Gesundheitstee ist fertig

Salbe zum Wohlfühlen

DerHerstellerBadHeilbrunnerNaturheilmittelhatrechtzeitigfür diekalteJahreszeitvierneueTeeseingeführt,dieüberDrogerien undLebensmittelhändlervertriebenwerden.Erhältlichsinddie neuenKräuterteevarianten„Entspannung“,„MagenWohl“,„Neuer Schwung“und„FigurBalance“.DieempfohlenenEndverbraucherpreise(EVP)liegenjeweilsbei2,25Euro.EineVerkaufseinheitbeinhaltet20Doppelkammerfilterbeutel,diesesindinSechser-Steigen erhältlich.Darüberhinausgibtesein DisplaymitVierfach-Sortierungin 48-er,60-er-oder72-er-Bestückung.

MiteinerneuenSalbefürGelenkeundMuskulatur unterderMarkeEnzborntrumpftdieF.Eimermacher GmbH&Co.KGauf.„DiePferdesalbemitderwestfälischenFormel“enthältRosmarin,Arnikaund Rosskastanie.DasWortPferdesalberührtdaher, dassdieSalbeursprünglichschonfürdiehochbeanspruchteMuskulaturbeiPferdenangewandtwurde undisteinQualitätsmerkmal.DerEVPbeträgt4,99 Euroje200-ml-Tubeund9,99Euroje500-ml-Tiegel.Fernsehwerbung,PreisausschreibenundPOSCouponingunterstützendieEinführung.

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LebensmittelZeitungdirektDrogeriewelten ·02/2012


 schluss

Impressum

150 Euro

Gewinnen Sie Gesucht werden folgende Begriffe aus dem Drogeriebereich:

D 2 Hautpflege · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·  R 3 Achselspray · · · · · · · · · · · · · ·  O Hairstylingprodukt · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·  G 4 Waschmittel · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·  E 5 Duftende Flüssigkeit · · · · · · ·  1 R Produkt für die Lippen · · · · · · · · · ·  I 7 Babykost · · · · · · · · · · · · · · · · ·  E

Bereichsgeschäftsführer:  Peter Esser, Markus Gotta

Kosmetikprodukt · · · · · · · · · 

Aufsichtsrat:  Klaus Kottmeier, Andreas Lorch,  Catrin Lorch, Peter Ruß

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Bei korrekter Lösung benennt die Ziffernfolge eine kosmetische Behandlung. Lösung · · · · · · · · · · · · · · · · · · 

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Haben Sie unser Rätsel gelöst?  Dann die Lösung an: Lebensmittel Zeitung ­direkt Kennwort Kosmetikrätsel 60264 Frankfurt am Main. oder per E-Mail: LZ-direkt@dfv.de Nennen Sie uns bitte auch das Handels­unter­­­nehmen, für das Sie ­t ätig sind. Bei Einsendung des ­richtigen

Lösungs­wortes winkt ein Gewinn von 150 Euro. Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Der ­Gewinner wird schriftlich benach­ richtigt. Die Mitarbei­terinnen und Mit­ arbeiter des ­Deutschen Fach­verlages sind von der Gewinn­spiel-Teil­nahme aus­geschlossen. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2012. Der Rechtsweg ist ausge­ schlossen.

Verlag:  Deutscher Fachverlag GmbH Geschäftsführung:  Peter Kley, Holger Knapp,  Sönke Reimers, Angela Wisken

Postadresse: 60264 Frankfurt am Main Hausadresse:  Mainzer Landstraße 251,  60326 Frankfurt am Main Telefon-Zentrale: 069 7595-01 Telefax: -1690 (Redaktion),  -1760 (Anzeigen)  Herausgeber: Michael Schellenberger Chefredaktion:  Marcelo Crescenti (mar)  V.i.S.d.P. -1691 marcelo.crescenti@dfv.de Redaktion: Frank Bonin (fb) -1521,  frank.bonin@dfv.de Andreas Hösch (ah) -1524,  andreas.hoesch@dfv.de Pierre Pfeiffer (pip) -1696, pierre.pfeiffer@dfv.de  Annette Sandhop (as) -1695, annette.sandhop@dfv.de Mitarbeiter dieser Ausgabe:  Constance Kahl, Regina Palaschinski,  Axel Stefan Sonntag, Monika Streller Titelbild: Alexander Heimann Grafik: Christel Klein -2435,  Edith Graßmann Verlagsleitung: Peter Esser -1751 Anzeigenleitung: Sven Lang -1756 Leitung Anzeigendisposition: Rainer Tradt -1744 Leitung Marktforschung:  Dipl.-Kauffrau Hilke Waas -1957 Vertriebsleitung: Astrid Kühn -2218 Projektleitung: Kirsten Zschätzsch -2527 Abonnenten-Service: Niklas Lang -1955 Gesamtleitung Printmedien-Services:  Kurt Herzig -2461 Produktion: Hans Dreier (Ltg.) -2463 Logistik: Veronika Lorey (Ltg.) -2201 Alle Frankfurt am Main

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Familien willkommen!  
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