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Börsenerfolg beginnt im Kopf Mit der richtigen Einstellung und dem richtigen Plan zu mehr Gewinn

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Südeuropa-Basketzertifikat Chancen in der Krise nutzen

15/12 27. Juli 2012

S p e z i a l > S e i t e 11

Branchen-Zertifikate Von Konjunkturzyklen profitieren

T i t e l g e s ch i ch t e > Se i t e 3

China – Wo das Reich der Mitte weiter wächst

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Liebe Leserinnen und Leser, Steffen Droemert Redaktion zertifikate kompakt

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Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Titelgeschichte: China – Wo das Reich der Mitte weiter wächst. . . . . . . . 3 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Buchtipp: Börsenerfolg beginnt im Kopf . . . . . . . . . . . . . . .6 Gastbeitrag: Unentschieden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7 Produktprüfung: Südeuropa-Basketzertifikat. . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 Spezial: Branchen-Zertifikate – Von Konjunkturzyklen profitieren . . . . . . . . . 11 Börsenumsätze von derivativen Wertpapieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 2

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endlich ist es soweit. Heute Abend steigt die Eröffnungsfeier der 30. Olympischen Sommerspiele in London. Zwei Wochen lang wird die ganze Welt auf die britische Hauptstadt schauen, und die Zuschauer werden mit ihren Athleten mitfiebern. Eine wunderbare Ablenkung vom Ernst der Lage. Denn nun kommen auch für Deutschland die Einschläge näher. Am Dienstag senkte die amerikanische Ratingagentur Moody’s den Ausblick für Deutschland sowie für die Niederlande und Luxemburg von stabil auf negativ. Die AAABonitätsbewertung blieb erst einmal unangetastet. Trotzdem war der Warnschuss nicht zu überhören, auch wenn sich Vertreter der Regierung bewusst gelassen gaben. Am Mittwoch legten die Amerikaner gleich noch mal nach und senkten auch den Ausblick für die Kreditwürdigkeit des Euro-Rettungsschirms EFSF auf negativ. Schließlich bürgt Deutschland für fast 30% des Rettungsschirms. Zu guter Letzt bekamen auch noch sechs Bundesländer und 17 deutsche Banken ihr Fett weg. Auch ihr Ausblick wurde auf negativ gesenkt. Das zeigt ganz deutlich, dass Deutschland eben keine Insel der Glückseligen ist. Auf Dauer kann sich die exportorientierte Wirtschaft hierzulande nicht der siechenden Konjunktur in Europa und der angespannten Lage weltweit entziehen. Die Stimmung in den Unternehmen hat sich bereits deutlich eingetrübt. So fiel der aktuelle ifo-Geschäftsklimaindex den dritten Monat in Folge, und das auch noch

stärker als erwartet. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate bewerteten die befragten Unternehmen spürbar schlechter. Die Euro-Krise bleibt also ein Dauerthema. Risikofreudige Anleger mögen aber auch hier Chancen wittern. In unserer Produktprüfung stellen wir Ihnen ein Zertifikat für ganz Mutige vor: ein Basketzertifikat der RBS auf ausgewählte Aktien südeuropäischer Märkte wie Italien, Portugal und Spanien. Ein spannendes Thema bleibt weiterhin auch China. Trotz des relativ schwachen Wirtschaftswachstums von 7,6% im zweiten Quartal rechnen einige Experten mit einer Erholung in den kommenden Monaten. Erfahren Sie mehr zu einer Reihe von interessanten Zertifikaten auf Unternehmen aus dem Reich der Mitte in unserem Schwerpunkt.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre. Herzlichst, Ihre zertifikate kompakt-Redaktion


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China –

Wo das Reich der Mitte weiter wächst

China. Bei diesem Namen legen sich vielen Börsianern die Sorgenfalten auf die Stirn: Sorgen um das Wirtschaftswachstum. Sorgen um den Immobilienmarkt. Sorgen um ein Hard Landing. Aber die Stimmung an den westlichen Kapitalmärkten ist wesentlich schlechter als die reale Situation im Reich der Mitte. Tatsächlich ist die Lage in China keineswegs so schlecht wie die Stimmung. Die Mehrheit der westlichen Anleger können die Entwicklung im Reich der Mitte nur nicht richtig einordnen. Das perfekte Beispiel sind die neuen Zahlen für das BIP-Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft.

Die chinesische Regierung peilt inzwischen für 2012 ein Wirtschaftswachstum von 7,5% an. Natürlich liegt eine solche Wachstumsrate deutlich unter dem Turbo-Wachstum der vergangenen Dekade, als das Reich der Mitte um durchschnittlich 10% pro Jahr wuchs.

Im zweiten Quartal 2012 wuchs China nur noch um 7,6%. Es war das niedrigste Wirtschaftswachstum seit drei Jahren und das sechste Quartal in Folge, in dem das Wachstum gegenüber dem Vorquartal rückläufig war. Aber die Stimmung für China ist derzeit so schlecht, dass die Experten ein derartig schwaches Wachstum schon erwartet hatten (Analystenprognosen lagen zwischen 7,5% bis 7,7%).

China setzt gezielt auf langsameres Wachstum Was viele westliche Anleger nicht verstehen: Diese Zeiten gehören der Vergangenheit an. Beijing will gar nicht um 10% wachsen. Stattdessen hat die chinesische Regierung im letzten Jahr mit ihrem neuen Fünf-Jahres-Plan (2011 bis 2015) ein Wachstum um 8% pro Jahr als Zielgröße ausgegeben.

Die Performance der verschiedenen China-Indizes im Jahr 2012 Platz

Name

Index

Performance 2012

1.

China

HSCEI

-9,1%

2.

Hongkong

HSI

+0,0%

3.

China

CSI 300

-0,6%

4.

China

Shanghai A-Aktien

-3,9% Stand: 25.07.2012

Chinesisches BIP-Wachstum pro Quartal seit 2011 1. Q 2011

2. Q 2011

3. Q 2011

4. Q 2011

1. Q 2012

9,5%

9,1%

8,9%

8,1%

9,7%

2. Q 2012 7.6%

Wenn die chinesische Wirtschaft 2012 zwischen 7,5% und 8,0% wachsen wird, dann kann Beijing damit gut leben. Auf der anderen Seite hat die Regierung bereits anklingen lassen, dass man die Wirtschaft aggressiv unterstützen wird, wenn das Wachstum unter 7,5% zu fallen droht – und im Gegensatz zu den verschuldeten Industrienationen hat China dafür die finanziellen Mittel (Devisenreserven um 2,5 Billionen US-Dollar). Hier hilft auch die rückläufige Inflation in China. Dies bestätigen die neuen Inflationsdaten für den Juni. Im vergangenen Monat sank die Inflationsrate von 3,0% im Mai auf nur noch 2,2%. Damit wurden selbst die niedrigen Markterwartungen von 2,3% unterboten. Inflation in China kein Thema mehr Für die Sommermonate prognostizieren einige Ökonomen sogar eine Inflationsrate unter 2%. Das wäre Industrieland-Niveau. Angesichts der

Ausgewählte Zertifikate für China-Indizes Typ

Basiswert

Emittent

Laufzeit

WKN

Handelsplatz

Index-Zertifikat

Asia Food/Beverage-Index

RBS

endlos

AA0 FXD

Stuttgart

Index-Zertifikat

Asien Umwelt- Index

Deutsche Bank

endlos

DB1 UMW

Stuttgart

Basketzertifikat

China Dom Growth-Basket

UBS / JPV

30.03.2015

UU1 ENZ

Stuttgart

Index-Zertifikat

Themax China Infrastructure TR-Index

Goldman Sachs

endlos

GS0 SCH

Stuttgart

Basketzertifikat

China Railway- Basket

Vontobel

19.08.2013

VT2 EEE

Frankfurt

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stark gestiegenen Preise bei den Agrarrohstoffen halten wir derartige Inflationszahlen für etwas zu ambitioniert. Aber es ändert nichts an dem übergeordneten Trend: Inflation ist in China kein Thema mehr.

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China inzwischen eine der günstigsten Börsen der Welt.

Im Sommer 2011 sorgte sich die Welt noch über Inflationsraten oberhalb von 6%. Ein Jahr später sehen wir in China die niedrigste Inflation seit Frühjahr 2010. Damit bieten sich für die chinesische Regierung nun Spielräume, um die Wirtschaft notfalls auch über Zinssenkungen zu stimulieren.

Chinesische Aktien sind extrem günstig Trotzdem sollten Anleger nicht blind auf den breiten chinesischen Markt setzen. Bei den chinesischen Finanztiteln ist weiterhin Vorsicht angebracht. Denn niemand kann seriös abschätzen, wie groß die faulen Kredite in deren Bilanzen sind. Auf der anderen Seite stehen dem Exportsektor in den kommenden Quartalen harte Zeiten bevor.

Aufgrund der schwachen Performance chinesischer Aktien 2012 und auch 2011 sind Werte aus dem Reich der Mitte inzwischen aber so günstig wie seit gut zehn Jahren nicht mehr. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis liegt nur noch bei rund acht. Das Kurs/ Umsatz-Verhältnis beträgt 1,3. Damit ist

Stattdessen sollten Anleger in China gezielt auf Sektoren setzen, die auch bei einem langsameren Wirtschaftswachstum eine dynamische Entwicklung vollziehen. Dazu gehört der neue Fokus der chinesischen Wirtschaft: der Binnenmarkt. So wuchsen die Einzelhandelsumsätze in

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China im Juni um 13,7% – fast doppelt so schnelles Wachstum wie die chinesische Volkswirtschaft. Für Anleger, die gezielt in den chinesischen Konsumsektor investieren wollen, bietet sich das China Domestic Growth Basketzertifikat an. Das Zertifikat wurde Ende April von der Schweizer Großbank UBS und der Vermögensverwaltung JPV emittiert. (Das bekannte Branchenzertifikat DWS GO China Konsum-Indexzertifikat wurde vom Emittenten im Mai 2012 gekündigt und aufgelöst.) Gezielt auf einzelne Boombranchen setzen Im Umfeld des Konsumtrends ist auch der Bereich „Nahrungsmittel“ interessant. Das DAXglobal Asia Food/Beverage-Indexzertifikat der Royal Bank of Scotland investiert in die großen asiatischen Lebensmittelunternehmen. Dabei liegt der Fokus auf China und Südostasien.

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Für den Bereich Infrastruktur, der im Zentrum möglicher Stimulationsprogramme der chinesischen Regierung stehen wird, bietet sich das Themax China Infrastructure TR Index“-Zertifikat von Goldman Sachs an. Für den Bereich Umwelt, ein Kernthema im neuen Fünf-Jahres-Plan aus dem vergangenen Jahr, gibt es das bekannte Asien Umwelt Index-Zertifikat der Deutschen Bank. Wer im Infrastruktursektor gezielt auf den Bereich Schienenverkehr setzen will, sollte sich das China Railway Basketzertifikat der Schweizer Privatbank Vontobel anschauen. So hat die chinesische Regierung angekündigt, die Investitionen in den Eisenbahnbau im zweiten Halbjahr auf rund 47 Milliarden USD zu verdoppeln.

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Trotz der niedrigen Bewertungen und einer besseren Wirtschaftslage als viele Westler denken, sind China-Investments mit Risiken behaftet. Anleger müssen zudem einen langen Atem haben. Dann bietet der chinesische Markt allerdings spannende langfristige Chancen.


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BARCLAYS

Kupon Express-Anleihe auf BMW bringt jährlich 10% Am 13. August schließen die Zeichnungsbücher für eine neue 10% Kupon-Anleihe (WKN: BC5K3V) der britischen Barclays Bank. Basiswert der Neuemission ist die BMW-Aktie. Zeichner müssen ein Agio von 1% einkalkulieren und mindestens 1.000 Euro in die Hand nehmen. Hierauf erhalten sie in den kommenden drei Jahren einen vierteljährlichen Kupon von 2,50%. Allerdings nur, wenn das BMW-Papier an jedem der vierteljährlichen Kuponbewertungstage auf oder über der bei 60% des Startwertes angesiedelten Barriere

notiert. Diese ist auch für die Rückzahlung im August 2015 maßgeblich: Schließt die BMW-Aktie am 13. August 2015 über besagter Schwelle, erhalten Anleger ihren vollständigen Einsatz zurück. Andernfalls liefert Barclays eine vorab festgelegte Anzahl BMWAktien, was für Inhaber der Anleihe zunächst Verluste bedeutet. Außerdem hält sich der Emittent eine vorzeitige Rückzahlung offen, falls die BMW-Papiere an einem der Bewertungstage ihren Startwert übertreffen.

GOLDMAN SACHS

Floored Floater in der Zeichnung Die neue Floored Floater-Anleihe (WKN: GT2DYK) auf den 3-Monats-Euribor von Goldman Sachs bietet vierteljährliche Zinszahlungen mit einem Mindestzins von 3% p.a. im ersten und 2% p.a. in den vier weiteren Jahren. Dabei haben Anleger die Chance auf eine höhere variable Zinszahlung, wenn der 3-Monats-Euribor an den vierteljährlichen Zinsterminen über den Mindestzins steigt. Die

Laufzeit der Anleihe beträgt fünf Jahre, an deren Ende Investoren den Nominalbetrag von 1.000 Euro zurück erhalten. Allerdings greift der Kapitalschutz nur zum Laufzeitende, bei vorzeitigem Verkauf kann der Kurs signifikant unter dem Nominalbetrag liegen. Ferner tragen Anleger das Emittentenrisiko der US-Investmentbank Goldman Sachs. Die Zeichnungsfrist endet am 30. Juli.

RBS

Basket setzt auf Blue Chips der Euro-Peripherie Seit 12. Juli können spekulative Anleger mittels eines neuen Euro Peripherie Value Select TR-Zertifikates (WKN: AA5BF2) auf ein Comeback der angeschlagenen Euro-Südländer setzen. Der neue Partizipationsschein der Royal Bank of Scotland (RBS) mit zehnjähriger Laufzeit vereint 15 Blue Chips aus Spanien, Italien und Portugal – allesamt Aktienmärkte, die aufgrund der Euro- und Finanzkrise

stark an Wert verloren haben. In besagtem Aktienkorb finden sich jeweils fünf Aktien aus jedem der drei Länder, darunter die Ölkonzerne ENI (Italien) und Repsol (Spanien) sowie die Telekomriesen Telecom Italia und Telefónica. Finanzwerte sind aus gutem Grund nicht vertreten. Emittent RBS streicht für sein neues Produkt eine Managementgebühr von 1% pro Jahr ein.

CREDIT SUISSE

Neuer Fix Kupon-Express am Start Ende des Monats startet ein neuer „Fix Kupon-Express 07/12 bis 07/15“ (WKN: CS0AM9) der Credit Suisse (CS). Während der dreijährigen Laufzeit schütten die Eidgenossen in jedem Fall einen Kupon von mindestens 4,35 Euro pro Zertifikat und Jahr aus. Inhaber des Papiers vereinnahmen so unabhängig von der Entwicklung der Aktienmärkte einen jährlichen Kupon von 4,35%. Erst für die Rückzahlung am Laufzeitende ist die Entwicklung des EURO STOXX 50 entscheidend. Dessen Schlusskurs vom 24. Juli bei 2.148 Punkten ist 5

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der Startwert des Zertifikats. Sollte der Basiswert an den ersten zwei Beobachtungstagen im Juli 2013 und 2014 auf oder über besagtem Startwert schließen, kommt es zu einer vorzeitigen Rückzahlung zu 100 Euro je Zertifikat. Bleibt die vorzeitige Rückzahlung aus, orientiert sich die Rückzahlung an der 40%-Barriere: Schließt der EURO STOXX 50 unter dieser Schwelle, werden Anleger an der Wertentwicklung des Index beteiligt. Andernfalls zahlt die CS im Jahr 2015 den vollständigen Einsatz zuzüglich Kupon zurück.


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Thomas Vittner, Andreas Fritsch:

Börsenerfolg beginnt im Kopf „Mit der richtigen Einstellung und mit dem richtigen Plan zu mehr Gewinn“, so lautet der Untertitel des neuen Buchs von Thomas Vittner und Andreas Fritsch. Und darum geht es auch: sich der psychischen Hürden im Trading bewusst zu werden und seine Strategie darauf abzustellen. Wer in Stresssituationen den Überblick behält und einen kühlen Kopf bewahrt, kann nicht nur schnell, sondern vor allem angemessen reagieren. Das gilt nicht nur beim Autofahren oder im Job. Gerade in den aktuell turbulenten Börsenzeiten sind in Sachen Geldanlage Hirn und Verstand gefragt. Als hauptberuflicher Trader weiß Thomas Vittner, wovon er spricht. Denn der Erfolg an der Börse muss Tag für Tag diszipliniert

Fazit: Viele erstklassige Trading-Strategien scheitern an psychologischen Faktoren. Die beiden Autoren zeigen in „Börsenerfolg beginnt im Kopf “, wie man mit dem richtigen Mentalprogramm und disziplinierter Planung diese Problematik in den Griff bekommt.

Thomas Vittner, Andreas Fritsch

Börsenerfolg beginnt im Kopf Preis: 29,90 Euro (D) 336 Seiten, gebunden ISBN: 978-3-864700-08-8 Börsenbuchverlag

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erarbeitet werden. Gemeinsam mit Coach und Mentaltrainer Andreas Fritsch hat er psychologisch fundierte Strategien erarbeitet, die insbesondere auf die Bedürfnisse von Tradern und Anlegern abgestimmt sind. Zusammengefasst sind diese Strategien in einem 21-Tage-Mentalprogramm für Anleger und Trader mit konkreten Übungen und Anleitungen, um das Gelesene trainieren, verinnerlichen und im eigenen Trading-Alltag umsetzen zu können. Besonders wichtig ist den Autoren, dass nicht nur Profis, sondern vor allem auch Privatanleger einen Nutzen aus ihrem Buch ziehen können.

Thomas Vittner und Andreas Fritsch

BÖRSEN ERFOLG BEGINNT IM KOPF Mit der richtigen Einstellung und dem richtigen Plan zu mehr Gewinn Börsenbuchverlag

Über die Autoren: Andreas Fritsch coacht Führungskräfte in Veränderungsprozessen und trainiert deren Teams in Verkauf, Beratung und Beziehungsmanagement. Thomas Vittner ist professioneller Trader, Autor mehrerer Bestseller zum Thema Trading, regelmäßiger Kolumnist in verschiedenen Fachmedien und gern gesehener Gastredner auf Messen wie der „World of Trading“ oder der „INVEST“.


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Geschäftsführer Deutscher Derivate Verband

Unentschieden Der DAX ist zweifellos das bekannteste und bedeutendste deutsche Börsenbarometer. Auch unter den Basiswerten von Zertifikaten ist der deutsche Aktienindex die unangefochtene Nummer eins. Seit seiner Einführung Ende 1987 hat es bislang allerhand Auf und Abs gegeben – und vielfach Schwankungen in zum Teil beträchtlichem, und für viele Anleger in gar schmerzhaftem Ausmaß. Den größten Kursanstieg auf Tagesbasis verzeichnete der deutsche Leitindex Mitte Oktober 2008 mit 518 Punkten. Den größten Verlust musste der DAX im Januar 2008 mit 524 Punkten hinnehmen. Wie gewonnen, so zerronnen, mag mancher Außenstehender dann mit gewisser Häme einwerfen. Wer sich allerdings intensiv mit Kapitalmärkten und Finanzprodukten befasst, der weiß, dass beim Verfolgen einer Anlagestrategie nicht nur monetäre, sondern auch mühevolle Investitionen in Zeit und Wissen stecken.

nicht zuletzt gilt es dann, sich nicht von situativen Zweifeln leiten zu lassen, sondern sich strikt an zuvor festgelegte Gewinn- und Verlustschwellen zu halten.

Ein Anleger, der auf lange Sicht erfolgreich sein will, muss sich mit den Finanzmärkten intensiv beschäftigen, sich eine Marktmeinung bilden und entscheiden, welches Produkt und wie viel er davon kaufen will. Er muss vor dem Kauf den für ihn maximalen Verlust festlegen, den er bereit ist einzugehen. Zeitgleich muss er natürlich auch wissen, ab welcher Kursschwelle er Gewinne realisieren will. Und

So hat es uns zu Beginn des Monats Juli bei unserer monatlichen DDV-Online-Umfrage interessiert, von welcher DAX-Entwicklung die privaten Anleger bis zum Jahresende ausgehen. An der Umfrage, die gemeinsam mit sieben großen Finanzportalen durchgeführt wurde, beteiligten sich mehr als 8.000 Personen, so viele wie niemals zuvor. Dabei handelt es sich in der Regel um gut informierte Anleger, die als Selbstentscheider ohne Berater investieren.

Wie wird sich nach Ihrer Einschätzung der DAX bis zum Jahresende entwickeln?

16,29 %

13,64 %

Insgesamt zeigte sich ein sehr vermischtes Bild. Die Befragten schätzen den zukünftigen Verlauf des DAX als sehr unterschiedlich ein. 45% gehen von steigenden oder stark steigenden Kursen bis Jahresende aus und halten die Aktien des DAX derzeit für günstig bewertet. 19% schätzen, dass es keine größeren Veränderungen geben wird. Und 20% der Teilnehmer blicken pessimistisch in die Zukunft und gehen von fallenden Kursen des DAX aus. 16% stellen sich sogar auf stark fallende Kurse ein.

stark steigen

19,50 % 31,60 %

steigen gleichbleiben fallen

18,97 %

7

Angesichts der andauernden Staatsschuldenkrise wird so ein striktes und rationales Vorgehen wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht gerade erleichtert. Schwierig dürfte es auch sein, sich eine Markterwartung vom Verlauf des DAX zu bilden.

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stark fallen

Die Anleger sind sich also über die Finanzmarktentwicklung uneinig. Sollte es weiter turbulent zugehen, dann werden wie bereits seit Jahresbeginn manche Anleger mit Hebelprodukten gerade auch von kurzfristigen Marktbewegungen profitieren. Vorsichtige Anleger hingegen sichern ihr Depot besser mit Zertifikaten gegen Kursverluste ab oder setzen mit Kapitalschutz-Zertifikaten ganz auf Sicherheit.


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Südeuropa-Basketzertifikat – Chancen in der Krise nutzen Die Schuldenkrise der südeuropäischen Peripheriestaaten findet kein Ende. Doch für mutige Anleger liegt in jeder Krise auch eine Chance. Italien, Spanien und Co. sind auch die Heimat von Weltkonzernen, deren Aktienkurse ebenso mit nach unten gerissen wurden. Mit diesem neuen Zertifikat können Anleger gezielt in diese Top-Werte aus Südeuropa investieren.

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Qualitätssiegel ausgezeichnet für

Transparenz

Spanien, Italien, Portugal und Deutschland. Diese Auflistung assoziieren die meisten Menschen sofort mit der Fußball-EM vor einem Monat. Denn diese vier Mannschaften spielten damals im Halbfinale. Doch Börsianer denken natürlich zuerst an die schwere EU-Schuldenkrise und die heikle Situation in Südeuropa.

Bewertung

Innovation:

HHHHI

Transparenz:

HHHHH

Chance:

HHHHI

Risiko:

HHIII

Kosten:

HHHHI

Gesamturteil:

HHHHI

8

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Die EU-Schuldenkrise und den Flächenbrand in den südeuropäischen Peripheriestaaten brauchen wir an dieser Stelle nicht weiter zu vertiefen. Denn die Fakten sind bekannt. Weniger bekannt ist allerdings, wie schlimm sich diese Entwicklungen auf die südeuropäischen Börsen ausgewirkt haben. Südeuropa mit schweren Verlusten Die Kursverluste in Südeuropa sind verheerend. Unter den zehn schlechtesten Börsen der Welt befinden sich gleich vier südeuropäische Märkte – und Italien liegt mit einem Minus von rund 10% als zwölftschlechteste Börse der Welt nicht weit dahinter. Dabei hat der italienische Leitindex MIB schon 2011 gut ein Drittel seines Wertes eingebüßt. Der griechische Markt hat im laufenden Jahr rund 14% verloren. Das klingt nicht nach viel in Anbetracht der katastrophalen Situation Athens. Aber die Situation relativiert sich leider zum Negativen, wenn man in Betracht zieht, dass der griechische Markt 2011 bereits um über 50% eingebrochen war. Chancen nach starken Kurseinbrüchen Am portugiesischen Markt ging es in diesem Jahr bisher über 13% nach unten. Noch schlimmer sieht es in Spanien aus, wo der


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Leitindex IBEX 35 horrende 24% an Wert einbüßte. Doch diese Kurseinbrüche bergen natürlich auch Chancen. Denn dadurch sind die Bewertungen vieler Aktien aus Spanien, Italien und Co. inzwischen sehr günstig. Teilweise sind die niedrigen Bewertungen und hohen Kursverluste durchaus gerechtfertigt – wie beispielsweise bei den Finanzwerten aus Südeuropa, wo die Risiken sehr hoch sind. Aber in der ultranegativen Stimmung gegen die südeuropäischen Märkte sind auch viele gute, solide geführte Unternehmen abgestraft worden. Aktien teilweise sehr günstig bewertet Bei diesen Aktien bietet der aktuellen Ausverkauf an den südeuropäischen Börsen für risikofreudige Anleger sehr spannende Chancen. Deshalb hat die Royal Bank of Scotland (RBS) ein neuartiges Basketzertifikat auf den Markt gebracht: Das Euro-Peripherie Value Select TR-Basketzertifikat.

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Das Zertifikat ist noch weitgehend unbekannt, da es erst am 12. Juli 2012 emittiert wurde. Es ist also noch ganz neu. Für den Basket hat die RBS einen Korb aus fünfzehn Aktien aus den südeuropäischen Ländern ausgewählt. Darunter finden sich bekannte Weltkonzerne wie Fiat, Parmalat oder Telefónica. Basket mit südeuropäischen Value-Perlen Da Portugal nur ein sehr kleiner Markt ist, kommt allerdings nur eine Aktie aus dem südwestlichen Land. Jeweils sieben Werte kommen aus Italien und Spanien. Dabei besitzt jeder Wert die gleiche Gewichtung (knapp 6,7%). Besonders überzeugend ist die Branchenallokation, durch die das Risiko weiter reduziert wird. So hat die RBS Finanztitel aus dem Aktienkorb ausgeschlossen. Diese Branche ist in dem Basket überhaupt nicht vertreten. Das ist sehr positiv. Denn die Situation bei vielen südeuropäischen Finanzhäusern ist unkalkulierbar. Keine risikoreichen Finanztitel enthalten Stattdessen setzt sich der Basket aus elf Branchen zusammen, wobei aus jeder Branche maximal zwei Werte in den Aktienkorb aufgenommen werden. Die Branchen mit der höchsten Gewichtung sind „Öl und Gas“ sowie die defensiven Sektoren „Nahrungsmittel“ und „Versorger“. Der Emittent hat bei der Auswahl der Aktien großen Wert auf die fundamentale Qualität der Unternehmen gelegt – daher der Titel „Value Select“. Von insgesamt 20.000 möglichen Aktien wurden nur die fünfzehn fundamental besten Werte mit den überzeugendsten Kennzahlen aufgenommen. Dadurch wurde das Chance/ Risiko-Verhältnis noch einmal gesenkt.


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Euro-Peripherie Value Select TR-Basketzertifikat Typ

Basiswert

Basketzertifikat

Euro-Peripherie Value Select Aktienkorb

Emittent

Laufzeit

WKN

RBS

08.07.2022

AA5 BF2

Aktien im Euro-Peripherie Value Select-Basket Basiswert

Gewichtung

Land

Branche

ACS Actividades

6,67%

Spanien

Infrastruktur

Cimpor Cimentos

6,67%

Portugal

Bau

Distribuidora

6,67%

Spanien

Nahrungsmittel

Endesa

6,67%

Spanien

Versorger

ENEL

6,67%

Italien

Versorger

ENI

6,67%

Italien

ÖL & Gas

FIAT

6,67%

Italien

Automobile

Finmeccanica

6,67%

Italien

Luftfahrt

Grifols

6,67%

Spanien

Pharma

Indra Sistemas

6,67%

Spanien

IT

Mediaset

6,67%

Italien

Medien

Parmalat

6,67%

Italien

Nahrungsmittel

Repsol

6,67%

Spanien

Öl & Gas

Telecom Italia

6,67%

Italien

Telekom

Telefónica

6,67%

Spanien

Telekom Quelle: RBS, Stand: 28.06.2012

15 Werte aus 20.000 Aktien ausgewählt Ein typisches Beispiel für ein südeuropäisches Unternehmen aus dem Aktienkorb ist der italienische Ölkonzern ENI, bei dem für das laufende Geschäftsjahr und für 2013 immer noch solide Gewinnsteigerungen erwartet werden (rund 14% für 2012 und 5% für 2013). Trotzdem ist der Blue Chip (Marktkapitalisierung: 63 Mrd. Euro) mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 7,5 für 2012 und 7,1 für 2013 extrem günstig bewertet. Dazu kommt eine satte Dividendenrendite von 6,7%. Teilweise liegen die Dividendenrenditen der fünfzehn Aktien inzwischen sogar im zweistelligen Bereich. Hohe Dividendenrendite Da es sich bei dem Zertifikat um ein „Total Return“-Produkt handelt, werden die hohen Dividendenzahlungen jedoch nicht vom 10

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Emittenten einbehalten. Vielmehr werden die ausgeschütteten Nettodividenden von der RBS in das Zertifikat reinvestiert – und kommen damit dem Anleger zugute. Die Laufzeit des Basketzertifikats beträgt zehn Jahre. Damit können Anleger ideal von einer langfristigen Trendwende an den südeuropäischen Aktienmärkten profitieren. Die Managementgebühr liegt bei attraktiven 1,0% pro Jahr. Auch der Spread ist mit 1,0% sehr fair. Das Zertifikat notiert natürlich in Euro. Ein Währungsrisiko gibt es also nicht. An dieser Stelle muss aber noch mal ausdrücklich auf den spekulativen Charakter dieses Zertifikates hingewiesen werden. Nach den starken Kursverlusten sind die Chancen bei vielen Aktien aus den südeuropäischen Ländern fraglos sehr hoch. Aber das Gleiche gilt für die Risiken.

Fazit: Das Zertifikat eignet sich nur als spekulative Beimischung für risikobereite Anleger mit einem langen Atem. Denn der Turnaround in Südeuropa wird trotz der vergangenen Verluste und günstigen Bewertungen nicht über Nacht kommen und seine Zeit brauchen. Der Emissionspreis für das Zertifikat lag bei 100,00 Euro. Da sich die Schuldenkrise in den letzten Tagen wieder zugespitzt hat, können Anleger das Zertifikat heute sogar zu Kursen zwischen 92,00 bis 93,00 Euro einsammeln.


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Branchen-Zertifikate – Von Konjunkturzyklen profitieren Anleger können mit Branchen-Zertifikaten von einzelnen Wirtschaftssektoren profitieren, ohne dabei zusätzliche Risiken durch Investments in Einzelaktien eingehen zu müssen. Dabei kann je nach wirtschaftlichem Zyklus in konjunktursensible oder eher konjunkturresistente Branchen investiert werden. Im Fokus vieler Anleger stehen meist Indizes, die verschiedene Aktien eines Landes oder einer Region abbilden. In diesen Fällen kauft der Anleger eine Streuung über verschiedene Branchen. Allerdings muss er dann auch möglicherweise in Branchen investieren, die gegenwärtig schlecht laufen, wie z. B. Banken. Mit Branchenindizes kann dieses Problem umgangen werden. Gesundheit fürs Depot In wirtschaftlich schwierigen Zeiten bieten sich für ein Investment konjunkturunabhängige Branchen wie z. B. die Gesundheitsbranche an. In den Emerging Markets steigen Lebenserwartung und Wohlstand. Durch die veränderten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten nehmen auch Zivilisationskrankheiten zu. In diesem Umfeld steigt der Bedarf an hochwertigerer gesundheitlicher Versorgung. Ein Trend im Gesundheitswesen zur Vermeidung von Kostenexplosionen ist die Kostenreduktion. Dadurch sind Nachahmer-Produkte bei den Medikamenten besonders gefragt, die Wirkstoffe nach Ablauf des Patentschutzes anbieten. Ein Zertifikat auf den DJ Titans Health Care Titans 30 bietet die Commerzbank an (WKN: CB78YP). Der Index enthält 30 Aktien mit hoher Marktkapitalisierung aus der Gesundheitsbranche. Neben europäischen 11

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Pharmafirmen wie Sanofi und Novartis ist Takeda Pharmaceutical aus Japan vertreten, aber auch amerikanische Biotech-Bluechips wie Amgen. Das Zertifikat hat keine Laufzeitbegrenzung und bietet keinen Währungsschutz. An einem speziellen Trend innerhalb des Pharma-Bereichs, nämlich vom Generika-Sektor, können Investoren mit einem Branchen-Zertifikat der Société Générale partizipieren (WKN: SG1GEN). Das Produkt ist nicht währungsgesichert. Die Dividenden werden reinvestiert, da der Index als Total Return-Index konzipiert wurde. Der Index umfasst sieben Aktien, die jeweils gleichgewichtet sind. Dazu zählt z. B. der deutsche GenerikaHersteller Stada. Geraucht wird immer Auch wenn man Tabak nicht mit Gesundheit assoziiert, ist die Branche ähnlich konjunkturresistent wie die Gesundheitsbranche. Auf Tabakfirmen, die in New York gelistet und Bestandteil des NYSE Arca Tobacco-Index sind, hat die RBS ein Zertifikat im Angebot (WKN: 687484). Anleger müssen auf den EUR/USD-Wechselkurs achten, da das Papier nicht währungsgesichert ist. Enthalten sind unter anderem die Firmen British American Tobacco und Philip Morris, einer der größten Tabakkonzerne weltweit. Tabak-Aktien zählten zu den erfolgreichsten Investments der vergangenen Jahre. So legte beispielsweise die Aktie von British American Tobacco 2011 um 30% zu. Allerdings müssen Firmen dieser Branche immer wieder mit spektakulären Klagen rechnen, die vor allem in den USA zu teils hohen Entschädigungszahlungen seitens der Unternehmen führen können. Nachholbedarf Verglichen mit der Preisentwicklung des Goldes haben die Kurse der Goldminen-Aktien Nachholbedarf. Einer der wichtigsten Branchenindizes aus diesem Bereich ist der NYSE Arca Gold BUGS-Index.


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Anleger, die Währungsschwankungen ausschalten möchten, wählen ein Quanto-Zertifikat auf diesen Basiswert, das beispielsweise die Société Générale im Angebot hat (WKN: SG0HGQ). Die Abkürzung „BUGS“ steht für Basket of unhedged stocks. Damit werden Unternehmen bezeichnet, die die Preisentwicklung des Edelmetalls nicht oder nur in geringem Maße über die Terminmärkte absichern. Damit sind sie stärker von der Entwicklung des Goldpreises abhängig. Indexmitglieder sind u. a. die bekannten Goldproduzenten Newmont Mining, Barrick Gold und Goldcorp. Der Index wird an der New Yorker Börse berechnet. Neuartige Gasgewinnung Innovative Technologien zur Gewinnung von Schiefergas (engl. Shale Gas) bieten die Unternehmen, die den Solactive Shale Gas Total Return-Index bilden. Ein entsprechendes Zertifikat kommt von der UBS (WKN: UU78D1). Das Papier ist nicht währungsgesichert. Als Schiefergas bezeichnet man in Tonerde gespeichertes Gas. Bislang steht die Förderung noch im Verruf, umweltschädlich zu sein. Allerdings gibt es hier auch Innovationen, die auf eine Verbesserung hoffen lassen. Vor Jahren galt die Gewinnung noch als zu teuer und damit unrentabel. Für die nächste Zeit sind erhebliche Zuwachsraten bei der Gasgewinnung durch Schiefergas zu erwarten. Energieexperten gehen davon aus, dass man mit zusätzlichen Fördermöglichkeiten den heutigen Erdgasbedarf gut 250 Jahre befriedigen könnte. Die USA und Europa erreichen durch Schiefergasförderung eine größere Unabhängigkeit von Erdgasproduzenten aus politisch unstabilen Regionen. Die Gewichtung erfolgt nach Marktkapitalisierung der Unternehmen, maximal kann eine Indexkomponente 10% ausmachen. Einmal im Jahr erfolgt eine Beobachtung, gegebenenfalls mit einem Austausch der Indexkomponenten. Dividenden werden reinvestiert, da der Index als Total Return-Index konzipiert ist. Gegenwärtige Indexschwergewichte sind die US-Unternehmen Devon Energy, EOG Resources und Anadarko Petroleum.

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Infrastruktur und Logistik Anleger können nicht nur global auf Branchen, sondern auch ganz gezielt regional auf bestimmte Trends setzen. In den Emerging Markets sind weitere Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur sicher. Davon profitieren entsprechend regionale Unternehmen. In diesem Bereich werden Investitionen häufig von staatlicher Seite vorgenommen. Im Unterschied zu vielen Staaten aus Europa sind in Asien die Verschuldungsquoten eher niedrig und die Staatskassen gut gefüllt. Im Bereich Logistik müssen Anleger mit konjunkturellen Schwankungen rechnen. Als Basiswert für diese Branchen bietet sich der von der Deutschen Börse berechnete DAXglobal Asia Infrastructure/ Transportation-Index an. Ein entsprechendes Index-Tracker-Zertifikat kommt von der RBS (WKN: AA0FXK). Der Index enthält unter anderem die Aktie der chinesischen Fluglinie Air China und von Sembcorp Marine, einem Schiffbau-Unternehmen aus Singapur.

Fazit: Branchen-Zertifikate sind eine ideale DepotBeimischung für Anleger, die gezielt in einen wirtschaftlichen Sektor investieren wollen. Da die einzelnen Branchen in unterschiedlichen Phasen eines konjunkturellen Zyklus unterschiedlich performen, lassen sich diese Entwicklungen mit Branchenindizes besser als mit Länderindizes abbilden.

Ausgewählte Branchen-Zertifikate

12

Basiswert

Emittent

Laufzeit

DAXglobal Asia Infrastructure/Transportation-Index

RBS

open end

AA0FXK

Dow Jones Health Care Titans 30

Commerzbank

open end

CB78YP

Generika TR

Société Générale

open end

SG1GEN

NYSE Arca Gold BUGS-Index

Société Générale

open end

SG0HGQ

NYSE Arca Tobacco-Index

RBS

open end

687484

Solactive Shale Gas Total Return-Index

UBS

open end

UU78D1

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WKN


Börsenumsätze von derivativen Wertpapieren

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Spezial

Deutscher Derivate Verband

Umsatz nach Produktkategorien Juni 2012 Volumen ausgeführter Kundenorders Produktkategorien

VOLUMEN

Kapitalschutz-­Zertifikate

Veränderung zum Vormonat

123.890.196

Zahl ausgeführter Kundenorders

Anteil am Gesamtvolumen

10,0%

3,3%

ZAHL 7.235

Veränderung zum Vormonat 1,5%

Strukturierte Anleihen

78.678.117

38,8%

2,1%

2.745

8,2%

Aktienanleihen

137.347.418

-14,4%

3,7%

8.131

-7,4%

906.384.204

0,5%

24,3%

19.043

-2,2%

Discount­-Zertifikate Express­-Zertifikate

87.282.386

7,8%

2,3%

6.115

-2,0%

Bonus­­-Zertifikate

486.548.508

-0,3%

13,0%

15.921

-0,2%

Index­und Partizipations­Zertifikate

403.612.919

6,8%

10,8%

23.071

3,1%

4.166.189

12,6%

0,1%

184

-33,3%

Outperformance­ und Sprint­-­Zertifikate Sonstige Zertifikate Anlageprodukte gesamt Optionsscheine Knock­­-Out Produkte

21.544.182

41,6%

0,6%

1.052

22,8%

2.249.454.119

2,4%

60,3%

83.497

­-0,2%

492.579.040

-16,1%

13,2%

77.613

-16,2%

985.413.221

-10,0%

26,4%

206.767

-9,0%

Hebelprodukte gesamt

1.477.992.262

-12,1%

39,7%

284.380

-11,1%

Gesamt

3.727.446.380

-3,9%

100,0%

367.877

-8,8%

Anteil am Gesamtvolumen 3 % 2 %

Kapitalschutz­-Zertifikate Strukturierte Anleihen

4%

Aktienanleihen Discount-­Zertifikate

26 %

Express-Zertifikate Bonus­­-Zertifikate

24 %

Index­und Partizipations-Zertifikate Outperformance­ / Sprint­-Zertifikate

13 %

1 %

Sonstige Zertifikate (Zuordnung noch nicht festgelegt) 11 %

13 %

2 %

Optionsscheine Knock­-Out Produkte

Impressum V.i.S.d.P. : Christian Ernst Frenko

Layout: addna, Nürnberg

Herausgeber: Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13, 80539 München

Bildnachweis: Fotolia

Geschäftsführer: Dr. Wolfram Weimer

Auflage: 49.000

Amtsgericht: München, HRB 198201 Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Margot Habjan, Steffen Drömert, Daniel Wilhelmi, Stefan Gätzner, Michaela Ellen Lenz, Wolfgang Tenor, Frank Szillat, Christian Bayer, Nina Bradinova, Lars Brandau Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel: 0911 / 274 00-0, andreas.fiek@finanzpark.de Technik: Daniel Gruber

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Erscheinungsweise: alle 14 Tage, jeweils Freitags Die Börsenumsätze von derivativen Wertpapieren werden mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Derivate Verbands (www.derivateverband.de) veröffentlicht. Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. zertifikate kompakt Archiv: http://www.zertifikate-kompakt.de/archiv Leserservice: leserservice@zertifikate-kompakt.de Deutsche Bibliothek: ISSN 1862-6661

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