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№ 36 · Sonntag, 9. September 2012

SPEZIAL > Seite 8

Rohstoffe glänzen wieder Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, die Katze ist aus dem Sack. Wie erwartet hat die EZB beschlossen, Staatsanleihen von Euro-Krisenländern mit einer Restlaufzeit bis zu drei Jahren am Sekundärmarkt aufzukaufen. Und zwar unbegrenzt! EZB-Chef Mario Draghi begründete den Plan einmal mehr damit, den Euro um jeden Preis retten zu wollen. Ziel ist es demnach, den Spekulanten den Wind aus den Segeln zu nehmen und die Renditen an den Anleihemärkten zu drücken, was den Krisenländern helfen soll, sich frisches Geld zu günstigeren Konditionen zu beschaffen. Voraussetzung dafür ist, dass die entsprechenden Staaten unter einen Rettungsschirm schlüpfen. Draghi betonte dabei, dass sich die EZB klar

im Rahmen ihres Mandats, für Geldstabilität zu sorgen, bewegt und unabhängig arbeitet. Selten so gelacht. Aber ungewöhnliche Zeiten erfordern nun einmal ungewöhnliche Mittel, was offenbar auch dazu legitimiert, erneut Recht zu brechen. Schließlich ist es der EZB verboten, Schuldtitel von Euro-Mitgliedsstaaten zu erwerben. Aber wer einmal das Recht bricht, weil es angeblich keine Alternative gibt, der wird es auch immer wieder tun. Willkommen in der Schuldenunion! Herzlichst, Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


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Schliekers Woche

Die politische Bank Sonntag, 9. September 2012

AKTIEN & MÄRKTE Schliekers Woche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: Euro – Erneut stärker. . . . . . . . . . . . . . . . 4 Märkte im Überblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . . 5 Aktie der Woche: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 SPEZIAL Rohstoffe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Gastbeitrag: Ronald-Peter Stöferle. . . . . . 11 UNTERNEHMEN Unternehmen der Woche: Busch & Müller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 News: Campbell Soup, Zumtobel, Schnigge-IPO. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 FONDS Fonds der Woche: Mainfirst Top European Ideas . . . . . . . . . 14 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: Metro-Capped-Bonus-Zertifikat . . . . . . 16 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Rohstoffe Rohstoff der Woche: Zucker. . . . . . . . . . 18 Rohstoffanalysen: Blei, Kakao, Orangensaft, Silber. . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Lebensart Refugium der Woche: Nairobi Serena Hotel. . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Produkt der Woche: GIGA 5 von JURA. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Coffeetable-Favourites: Sense of Place. European Landscape Photography. . . . . . . 22 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 23

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Viele haben Dammbrüche gesehen in der europäischen Krise, für manche war das Ende der Fahnenstange schon 2010 erreicht, viele mögen Reinhard Schlieker den Euro grundsätzZDF Wirtschafts­ lich nicht, manche korrespondent gar die ganze europäische Idee, und allerlei Süppchen werden da gekocht auf mittlerer Flamme, im öffentlichen Leben, im Gerichtssaal, im Parlament. Kein Wunder, die allgemeine Verwirrung begünstigt seltsame Entwicklungen. Die seltsamste war wohl diese Woche zu bestaunen: Die Europäische Zentralbank, geschaffen als Abbild der ehrwürdigen Deutschen Bundesbank, wandelte sich zur offen agierenden politischen Gewalt, es wäre inoffiziell die fünfte, wenn man die Presse weiterhin als inoffizielle vierte Gewalt im Staate sieht, was vielleicht aber noch nie gestimmt hat. Wie dem auch sei, mit der ehemaligen Statur der Bundesbank hat das nichts mehr zu tun, was Mario Draghi da veranstaltet: Aber nur unter der Bedingung, dass die EZB genau so aufgestellt wird, wie es die deutsche Notenbank einmal war, konnte man damals den Euro auch hierzulande politisch durchsetzen. Die Halbwertszeit der Maastrichter Verträge war dann doch recht kurz. Draghi agiert, gestützt auf eine Stimmenmehrheit im Rat und Direktorium, wie ein Oberkommissar des europäischen Wohls. Er nimmt Stellung zur Währungsunion („Der Euro ist unumkehrbar.“), er entscheidet über die Höhe eines Zinssatzes, der für Staaten noch tragbar sein sollte, und behandelt die Marktteilnehmer auf den Finanzmärkten, als wären sie alle umnachtet. Er tauscht eine volatile Marktarchitektur gegen eine Rolle als „wohlwollender Diktator“, wie es die „Börsen-Zeitung“ nannte. In der Tat nutzt Draghi, ganz Politiker, die Leere, die unentschlossene Parlamentarier und verwirrte Regierungen gelassen haben. Mancher im Bundestag gibt offen zu, in Abstimmungen über die Euro-Krise nicht zu verstehen, was überhaupt

zur Debatte steht. Kein Wunder, dass Ideologie quer durch alle Gruppen vorherrscht, dass Ökonomen gespalten sind wie nie und es offenbar zwei Seiten gibt, die einander nicht trauen. Da kämpft Staatsgläubigkeit gegen Laisser-faire, Stabilität gegen billiges Geld, Süd gegen Nord und McKinsey gegen die Chicago Boys, als gäbe es nichts anderes. Draghi behauptet in dem ganzen Tumult einfach Irriges, zum Beispiel, dass Inflation kein Thema sei, und glaubt tatsächlich, die augenblicklichen 2,6% seien in der Nähe dessen, was seine EZB als Ziel verfolge (das waren 2%, wenn man sich erinnert). Er will das in Staatsanleihen gepumpte Geld anderswo absaugen, aber verschweigt, dass das in der Realität kaum geht, wenn die Empfänger erst einmal ihr billiges Geld der EZB in Gold und Immobilien gesteckt haben werden – die Vermögenspreisblase kann übrigens kommen. Er argumentiert, nur solchen Staaten Anleihen abzunehmen, die zuvor einen offiziellen Rettungsantrag gestellt haben. Das gilt aber nur für den Primärmarkt, eingreifen kann er auf anderen Wegen schon zuvor. Was also tun? Auf das Bundesverfassungsgericht hoffen und warten? Das ist zwar wichtig, aber auch nicht gewählt. Es soll politische Entscheidungen auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz prüfen. In einer Zeit, in der es keine wirkliche Politik gibt, die einen verlässlichen Rahmen aufbaut und haltbare Zukunftsgestaltung entwickelt, auch keine so leichte Aufgabe. Die deutsche, vor allem die europäische Politik versteht nicht, dass es jetzt mal langsam Zeit wäre, die Spielchen bleiben zu lassen und etwas auf die Beine zu stellen. Wenn der von Herrn Draghi für unumkehrbar erklärte Euro erst einmal uns allen um die Ohren fliegt, braucht ihnen nichts mehr einzufallen.

Was denken Sie über dieses Thema? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de


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Tops und Flops der Woche Zitat der Woche

tops Volkswagen: US-Absatz brummt Im August setzte Volkswagen (WKN: 766403) in den USA 41.011 Fahrzeuge ab – gegenüber dem Vorjahresmonat ein Anstieg um 62,5%. Dies sei der höchste Augustwert seit knapp 40 Jahren, teilten die Wolfsburger mit. Die Daimler-Sparte (WKN: 710000) Mercedes-Benz erhöhte den US-Autoabsatz um 13,5% auf 20.557 Fahrzeuge. Lieferengpässe und anstehende Modellwechsel machten der bayerischen Konkurrenz zu schaffen: Der Absatz von BMW (WKN: 519000) schrumpfte um 5,7% auf 22.553 Autos. Continental: Rückkehr in DAX Mit Wirkung zum 24. September werden MAN (WKN: 593700) und Metro (WKN: 725750) aus dem DAX verbannt und durch die MDAX-Mitglieder Continental (WKN: 543900) und Lanxess (WKN: 547040) ersetzt. Neu im MDAX sind neben MAN und Metro auch TAG Immobilien (WKN: 830350). Das bisherige SDAX-Mitglied tauscht mit Deutz (WKN: 630500) seinen Platz. Den TecDAX müssen Gigaset (WKN: 515600) und Singulus (WKN: 723890) verlassen. BB Biotech (WKN: A0NFN3) und LPKF Laser (WKN: 645000) steigen auf. Men’s Wearhouse: Gewinn höher als erwartet Im zweiten Geschäftsquartal steigerte der im texanischen Houston beheimatete US-Herrenausstatter Men’s Wearhouse (WKN: 884039) den Gewinn von 57,08 auf 59,39 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie zog auch aufgrund einer gesunkenen Aktienzahl von 1,09 auf 1,15 US-Dollar an. Der operative Gewinn legte von 89,02 auf 91,59 Mio. USDollar zu, der Umsatz von 655,53 auf 662,30 Mio. US-Dollar. Experten hatten 662,9 Mio. US-Dollar Umsatz sowie 1,12 US-Dollar Gewinn je Aktie prognostiziert.

Flops Rhön-Klinikum: Kein neues Übernahmeangebot Der Gesundheitskonzern Fresenius (WKN: 578560) will nach der gescheiterten Übernahme vorerst kein weiteres Angebot für Rhön-Klinikum (WKN: 704230) abgeben. Im Juni war die Offerte an der Mindestannahmequote von 90% plus eine Aktie gescheitert. Am Ende der Angebotsfrist waren nur 84,3% angedient worden. Um die Übernahmepläne zu torpedieren, hatten sich der Klinikbetreiber Asklepios und zuletzt auch B. Braun Holding, Muttergesellschaft des Medizintechnikers B. Braun Melsungen, an Rhön-Klinikum beteiligt. SAP: Streit mit Oracle geht in neue Runde Der Streit Oracle (WKN: 871460) gegen SAP (WKN: 716460) geht in eine neue Runde: Anfang August hatten sich die Kontrahenten auf 306 Mio. US-Dollar Schadensersatz für den von einer SAP-Tochter begangenen Datendiebstahl geeinigt. Inklusive Anwaltshonorar und Prozesskosten sollten die Deutschen rund 426 Mio. US-Dollar zahlen. Oracle hat nun gegen die getroffene Vereinbarung Berufung eingelegt. Zunächst hatte ein Gericht Oracle 1,3 Mrd. US-Dollar zugesprochen. Die Summe war anschließend auf 272 Mio. US-Dollar reduziert worden. FedEx: Eigene Gewinnprognose verfehlt Angesichts der schwachen Weltkonjunktur reduzierte der US-Expressdienstleister FedEx (WKN: 912029) seine Gewinnprognose für das am 31. August beendete erste Geschäftsquartal. In den vergangenen drei Monaten soll der Gewinn je Aktie 1,37 bis 1,43 US-Dollar erreicht haben. Zunächst hatte der Konzern 1,45 bis 1,60 US-Dollar in Aussicht gestellt. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte FedEx je Aktie 1,46 US-Dollar verdient. Die konkreten Zahlen sollen am 18. September vorgelegt werden.

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„Krankenkassen sind keine Sparkassen.“ Konjunktur- und Beschäftigungsboom haben der gesetzlichen Krankenversicherung Rekordreserven von rund 21,8 Mrd. Euro beschert. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) drängt die besonders gut dastehenden Kassen zur Ausschüttung von Prämien an ihre Versicherten. Zahl der Woche

„Platz 6“

Wegen der Schuldenkrise wird das Gefälle bei der Wettbewerbsfähigkeit zwischen den 17 Ländern der Eurozone immer steiler. Deutschland hält sich mit Platz 6 in der Top10-Gruppe, wie aus dem diese Woche veröffentlichen Wettbewerbsbericht 2012 des World Economic Forum (WEF) hervorgeht.

TER MINE DER WOCHE 12.09. 10:00 DE Bundesverfassungs­ gericht Urteil in Sachen ESM 12.09. 11:00 EU Industrieproduktion Juli 13.09. 18:30 USA Fed, Zinsbeschluss der zweitägigen Ratssitzung 13.09. 20:00 USA FOMC, Projektionen zu Zinsen, Wachstum, Inflation 14.09. 14:30 USA Einzelhandelsumsätze August 14.09. 15:15 USA Industrieproduktion und Kapazitätsaus­ lastung August 14.09. 15:55 USA Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) September


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Markt im Fokus

Euro: Erneut stärker Der Euro setzte jüngst seine Aufwertung seit Ende Juli fort. Nachdem seither immer wieder die Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi, den Euro um jeden Preis retten zu wollen, die Gemeinschaftswährung erstarken ließen, gab es nun erste konkrete Details des Rettungsplans. Es geht vor allem darum, den Druck von den Krisenländern bei der Refinanzierung ihrer Schulden zu nehmen, um so den gesamten Euro zu stabilisieren. Auf der EZB-Sitzung am vergangenen Donnerstag wurde daher mehrheitlich beschlossen, dass die Notenbank künftig unbegrenzt Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von bis zu

Euro in US-Dollar

Stand: 07.09.2012 (12.15 Uhr)

Indizes Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX TecDAX SDAX EUROSTX 50 Nikkei 225 Hang Seng

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Stand: Freitag nach Börsenschluss

07.09.2012 % Vorwoche 52weekHigh % 52week 13306,64 +1,65% 13338,66 +16,57% 1437,92 +2,23% 1437,92 +19,97% 3136,42 +2,27% 3139,61 +23,05% 7214,50 +3,50% 7248,51 +33,47% 11177,52 +1,46% 11273,37 +28,26% 810,13 +1,54% 813,47 +13,16% 4998,72 +2,21% 5257,70 +15,69% 2538,60 +4,01% 2611,42 +18,01% 8871,65 +0,36% 10255,15 +1,24% 19802,16 +1,64% 21760,34 -1,23%

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drei Jahren von Krisenländern am Sekundärmarkt kaufen will. Ziel ist es, damit die Renditen zu drücken, was sich schließlich auch in günstigeren Konditionen bei der Neuaufnahme von Schulden niederschlagen sollte. Dabei will die EZB nur von den Ländern Anleihen kaufen, die zuvor einen Hilfsantrag beim Euro-Rettungsfonds EFSF/ ESM gestellt haben. Sie sollen damit zu Sanierungs- und Reformprogrammen bewegt werden. Zudem müssen sie sich Kontrollen durch EZB, EU und vielleicht auch durch den IWF gefallen lassen. Auf dem bereits eingeschlagenen Weg hin zur Schuldenunion wird somit ein weiterer großer Schritt gemacht. Kurzfristig mag dies vielleicht tatsächlich für Entspannung an den Anleihenmärkten der Krisenländer sorgen und auch das Szenario eines Zerbrechens der Eurozone erst einmal etwas weniger wahrscheinlich machen, was stützend auf den Euro wirkt. Das Schuldenproblem bleibt aber weiterhin ungelöst und es wird wieder einmal nur Zeit geschunden. Vielleicht schlägt die Stimmung beim Euro aber schon in der nächsten Woche wieder um, wenn das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch seine Entscheidung über die Eilanträge gegen die Bundestagsbeschlüsse zu ESM und Fiskalpakt bekannt gibt. Die Richter dürften mit dem jüngsten EZB-Beschluss ein weiteres Argument haben, um in der Frage der unbegrenzten Haftung für den deutschen Steuerzahler die abenteuerlichen Rettungspläne zu durchkreuzen. Aber haben sie auch den Mut?


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Märkte im Überblick

usa

Deutschland

Job-Daten weder Fisch noch Fleisch

Europa

DAX startet durch

Draghi hat geliefert

Nach dem Feiertag am Montag starteten die US-Indizes zurückhaltend in die verkürzte Handelswoche. Auch hier wartete man gespannt auf die EZB-Sitzung am Donnerstag. Die Beschlüsse zu Staatsanleihenkäufen hoben auch an der Wall Street die Kauflaune und die US-Indizes erklommen neue 2012er-Hochs. Darüber hinaus gab es am Berichtstag gut aufgenommene US-Konjunkturdaten. Der ADPArbeitsmarktbericht für August überraschte positiv. Der Jobzuwachs übertraf unerwartet den Vormonatswert, der zudem nach oben revidiert wurde. Für die offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag verstärkte sich damit die Annahme guter Daten. Heraus kamen schließlich gemischte Zahlen. Zwar verbesserte sich die Arbeitslosenquote zum Vormonat von 8,3 auf 8,1% im August, die Zahl der neu geschaffenen Stellen war mit 96.000 jedoch deutlich geringer als mit 144.000 erwartet. Zudem wurden die Werte für Juli und Juni nach unten revidiert. Für die Wall Street waren die Daten wohl weder Fisch noch Fleisch und die US-Indizes plätscherten am Freitag eher richtungslos vor sich hin. Die sinkende Arbeitslosenquote ist zwar positiv, dämpft aber die QE-Hoffnungen. Genau anders herum liegt der Fall bei der Zahl der neuen Jobs. Der eigentlich enttäuschende Wert nährt die QESpekulationen. Mal sehen, was die Fed am nächsten Donnerstag nach ihrer Sitzung zu diesem Thema durchblicken lässt.

Im Vorfeld der EZB-Sitzung am Donnerstag ging es uneinheitlich und zurückhaltend am hiesigen Aktienmarkt zu, sodass sich die überwiegend richtungslose Entwicklung aus der Vorwoche zunächst fortsetzte. Die am Donnerstag bekannt gegebene Entscheidung der EZB, unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern aufzukaufen, führte dann jedoch zu verstärkter Kaufaktivität und die deutschen Aktienindizes legten kräftiger zu. Vor allem der DAX preschte deutlich nach oben. Er baute damit seine Performance zur Vorwoche aus und ist hier mit 3,6% Zuwachs klar führend. Aus charttechnischer Sicht ist er nicht nur deutlich über die Marke von 7.000 Punkten gestiegen, um die er in den vorangegangenen drei Wochen noch herumgeschlichen war. Das Kursbarometer kletterte am Freitag auch über das bisherige Hoch im Jahresverlauf von 7.194 Punkten. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte aus charttechnischer Sicht für weiter steigende Notierungen sprechen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die jüngst durch die Ankündigung von Staatsanleihenkäufen durch die EZB geschürten Hoffnungen bezüglich der Bewältigung der Schuldenkrise nicht durch neue Störfeuer gedämpft werden. Ausschließen kann man solche nicht. In diesem Zusammenhang interessant sein und im Fokus stehen dürfte in der nächsten Woche die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zu ISM und Fiskalpakt.

Die Ankündigung unbegrenzter Anleihenkäufe durch die EZB hat am Donnerstag zu einem Kursfeuerwerk an den europäischen Aktienbörsen geführt. Offenbar haben die Investoren genau das bekommen, was sie sich von EZB-Chef Mario Draghi erhofft und gewünscht hatten, auch wenn der angekündigte Rettungsplan der Notenbank sehr fragwürdig ist und große Gefahren birgt. Ein Risiko ist eine mögliche, nicht mehr kontrollierbare Inflation, zwar nicht kurzfristig, aber auf längere Sicht. Womöglich ist dies aber auch gerade ein Grund, auf Aktien zu setzen. Besonders stark im Vergleich zur Vorwoche waren die Länderindizes aus den Krisenländern Griechenland, Italien, Spanien und Portugal. Aber auch der EURO STOXX 50 legte mit 4% kräftig zu. In der Jubelstimmung nahezu untergegangen sind indes die nochmals eingetrübten Konjunkturaussichten der EZB für die Eurozone. Sie erwartet 2012 nun einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in der Spanne von –0,6% bis –0,2%, während sie in der vorigen Prognose –0,5% bis +0,3% nannte. Auch die Aussichten für 2013 wurden von +0,0% bis +2,0% auf –0,4% bis +1,4% nach unten geschraubt. Es stellt sich damit immer mehr die Frage, ob die erhofften und nun angekündigten und bejubelten EZB-Maßnahmen dauerhaft die Stimmung hochhalten und die Tatsache der trüben wirtschaftlichen Lage überkompensieren können.

S&P 500

DAX

EURO STOXX 50

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Stand: 07.09.2012

Stand: 07.09.2012

Stand: 07.09.2012


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Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment:

Momentum stimmt

Die Aktie des Herstellers von Hochpräzisionsteilen für die Ölfeld-Serviceindustrie verzeichnete im August die beste Performance innerhalb des österreichischen Leitindex ATX. Sie kletterte dabei zur Monatsmitte über das bisherige Allzeithoch von Oktober 2007 und erreichte in den darauf folgenden Wochen jeweils neue Rekorde. So auch in der vergangenen. Das charttechnische Bild und die fundamentalen Faktoren könnten weiterhin für die Aktie sprechen. Das Papier von Schoeller-Bleckmann (SBO) verzeichnete im August mit 11% nicht nur die beste Entwicklung innerhalb des ATX, sondern es kletterte auch über den Widerstand bei 70,56 Euro. Darüber hinaus wurde das bisherige Allzeithoch übertroffen, das mit den jüngsten Zuwächsen nun nachhaltig überschritten worden zu sein scheint. Obendrein generierte die Aktie im Point-and-Figure-Chart ein Kaufsignal (Triple-Top-Buy). Zusammen mit dem zuletzt starken Momentum – seit dem Zwischentief Ende Juni bei 58,80 Euro ging es um rund 35% aufwärts – könnte dies aus charttechnischer Sicht für weitere Zuwächse sprechen. Das Momentum stimmt aber nicht nur beim Preisverlauf. Auch die aktuell glänzend laufenden Geschäfte könnten für anhaltendes Investoreninteresse sorgen. Positives Branchenumfeld Die im August vorgelegte Halbjahresbilanz war grandios und wurde zu Recht mit kräftig steigenden Kursen honoriert. SBO profitierte auch im zweiten Quartal von dem guten wirtschaftlichen Branchenumfeld und knüpfte damit an die erfolgreiche Geschäftsentwicklung der vorangegangenen Vierteljahre an. So gab es nach der bereits sehr starken Aufwärtsentwicklung bei den Auftragseingängen im ersten Quartal auch im zweiten einen weiteren Zuwachs. Mit einem Volumen von 147,7 Mio. Euro erreichten die Bestellungen sogar einen neuen, absoluten Quartalsrekord. Im ersten Halbjahr insgesamt verzeichnete der Konzern mit 276,9 Mio. Euro einen um 33,1% höheren Auftragseingang. Der Auftragsbestand Ende Juni lag mit 208,7 Mio. Euro um 52,2% über dem Vergleichswert und beinhalte Aufträge für 2012 sowie bereits teilweise für 2013. Basis für die positive Entwicklung waren laut Firmenangaben die robuste Ölnachfrage der Emerging Markets sowie die weltweit insgesamt steigende Bohraktivität, sodass die Branchenkonjunktur in der Ölfeld-Serviceindustrie von der globalen 06

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Konjunkturschwäche unbeeindruckt ihren Aufwärtstrend auch im ersten Halbjahr 2012 fortsetzte. Rekordergebnisse Abgesehen von den Bestellungen wird das zuträgliche Umfeld für SBO auch bei Umsatz und Profit ersichtlich. Hier gab es im ersten Halbjahr ebenfalls neue Rekorde. Der Umsatz legte um 31,5% auf 255,7 Mio. Euro zu. Sämtliche Segmente verzeichneten dabei eine erfreuliche Entwicklung. Überproportional zu den Einnahmen erhöhten sich die Erträge. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 37,9% auf 77,5 Mio. Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) waren es mit 58,4 Mio. sogar 45,6 Mio. Euro mehr. Dies führte zu einer von 20,6% auf 22,9% gestiegenen EBIT-Marge. Nach Steuern verdiente der Konzern 37,2 Mio. Euro (+57,2%).

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment

Stand: 07.09.2012


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Positiver Ausblick Mit diesen glänzenden Zahlen sowie dem hohen Auftragsbestand im Rücken zeigte sich Konzernchef Gerald Grohmann zuversichtlich für das zweite Halbjahr und geht weiterhin von einem positiven Geschäftsumfeld aus. Sofern es zu keiner wesentlichen Eintrübung der Ölnachfrage in den Emerging Markets, dem Wachstumstreiber der Energienachfrage, kommt und keine substanzielle Verschlechterung der globalen Wirtschaftsentwicklung eintritt, dürfte auch eine schwache Konjunktur in Europa und in den USA keine nachhaltigen negativen Auswirkungen auf den globalen Energieverbrauch haben, hieß es im Firmenausblick. Darüber hinaus seien die Ölpreise hoch genug, um selbst technologisch komplexe und teure Bohrungen, insbesondere die steigende Anzahl an Offshore-Bohrungen (auf dem Meer), wirtschaftlich attraktiv zu gestalten. Dies lasse für den weiteren Jahresverlauf auch eine Fortsetzung der intensiven Schiefergestein-Bohraktivitäten in Nordamerika erwarten. Als Risiko sieht SBO eine zunehmende Verunsicherung über die Konjunkturentwicklung über das Jahr 2012 hinaus, was in einem etwas vorsichtigeren Investitionsklima der Ölund Gasindustrie münden könnte. Aussichtsreiche Perspektiven Und nicht nur kurzfristig scheinen die Perspektiven zu stimmen, sondern auch mittelbis langfristig. SBO setzt auf den erwarteten weltweit steigenden Bedarf an individueller Mobilität. Damit einher geht eine steigende Nachfrage nach Öl für die Herstellung von Kraftstoff, auch wenn verstärkt nach Alternativen (z. B. Biosprit, Elektro-, Erdgas oder

Wasserstoffantriebe) gesucht wird und auch die Entwicklung immer sparsamerer Motoren in vollem Gange ist. Die Erdölindustrie steht damit vor der großen Aufgabe, den steigenden Ölbedarf zu decken, was angesichts der rückläufigen Fördermengen in den erschlossenen Ölquellen nicht gerade einfach ist. Schließlich muss die sinkende Menge aus bestehenden Produktionskapazitäten überkompensiert werden, um den wachsenden Bedarf zu befriedigen. Ölkonzerne bauen daher ihre Förderkapazitäten aus, indem sie die Ausbeuteraten bestehender Vorkommen verbessern und neue Quellen erschließen. Es ist jedoch immer aufwendiger und wird immer teurer, an die begehrten Rohstoffe heranzukommen. Dank der hohen Ölpreise rechnet sich aber auch die Erschließung der schwer zugänglichen Lagerstätten. Dazu benötigt werden jedoch immer ausgefeiltere Techniken und das Erfordernis nach zunehmend komplexeren Technologien stellt einen stabilen, langfristigen Wachstumstreiber für SBO dar. Das Unternehmen hat sich auf die dazu benötigten Hochpräzisionskomponenten spezialisiert und bezeichnet sich in diesem Bereich als unangefochtener Weltmarktführer. Es stellt Bohrstrangkomponenten aus nicht magnetisierbarem Stahl, Motoren und Bohrwerkzeuge her und fertigt Gehäuse (Collars) für Messgeräte, Sensoren, Antennen und Generatoren sowie Hochpräzisionsteile (Internals),

an denen elektronische Komponenten und andere Teile für Messung und Analyse befestigt sind. Wartungs- und Reparaturdienstleistungen runden das Tätigkeitsspektrum ab.

Fazit Ein positives Branchenumfeld sorgt derzeit für kräftig sprudelnde Gewinne. Darüber hinaus sind die langfristigen Perspektiven angesichts der erwarteten steigenden weltweiten Nachfrage nach Erdöl und Erdgas vielversprechend, dürfte SBO als Weltmarktführer bei Hochpräzisionskomponenten und Hochleistungs-Bohrmotoren für die ÖlfeldServiceindustrie doch ein Nutznießer dieser Entwicklung sein. Zusammen mit dem aktuell verheißungsvollen charttechnischen Bild könnte dies spekulative Käufe rechtfertigen. Das Momentum scheint derzeit einfach zu stimmen.

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment ISIN: AT0000946652 WKN: 907391 Kurs 07.09.2012: 78,90 EUR 52-Wochen-Hoch: 79,47 EUR 52-Wochen-Tief: 46,12 EUR Empf. Stop-Loss: 69,80 EUR Unser Anlageurteil: spekulativer Kauf Stand: Freitag nach Börsenschluss

Derivate auf Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment WKN CZ0JF8 CZ08JS RCE2Y4

Typ Hebel-Zert. (Long) Hebel-Zert. (Long) Hebel-Zert. (Long)

Basispreis 61,95 Euro 57,23 Euro 53,23 Euro

Knock-out Laufzeit Hebel 65,14 Euro open end 4,67 60,18 Euro open end 3,65 55,23 Euro open end 3,16

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Rohstoffe glänzen wieder Die meisten Marktteilnehmer gehen derzeit davon aus, dass die Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken noch expansiver wird. Der Goldkurs konnte im Zuge dessen bereits zulegen – weitere Rohstoffe profitieren ebenfalls von der Flucht in Sachwerte. Auch von anderer Seite kommen für den Rohstoffsektor positive Nachrichten. Im ersten Halbjahr gerieten die Rohstoffnotierungen fast durch die Bank unter die Räder. Der viel beachtete S&P GSCI verlor beispielsweise zwischen dem 1. Januar 2012 und dem 30. Juni 2012 rund 16%. Nur wenige Wochen später hat sich das Bild jedoch nahezu komplett gewandelt. Agrargüter gefährlich teuer Die Rohstoffpreise haben stark zugelegt und die Verluste mehr als wettgemacht: Der S&P GSCI Index konnte seit Ende Juni um rund 22% zulegen und rangiert damit über seinem Jahresanfangswert (YTD). Auch Gold als klassischer sicherer Hafen zog zuletzt wieder an und liegt auf Jahressicht über 8% im Plus. Enorme Steigerungsraten verzeichneten jüngst auch die Agrargüter. Aufgrund einer starken Dürre in den USA, dem größten Lebensmittelproduzenten Für Anleger stellt sich trotz der Welt, sind die Preise für Mais und Soja aller Finanzinnovationen extrem angestiegen.

die Frage, wie man Rohstoffe am besten in das Portfolio integriert.

Nicht alles taugt zur Geldanlage Die moralischen Bedenken, die mit einer Spekulation auf Nahrungsmittelpreise verbunden sind, wurden in den vergangenen Wochen und Monaten heiß diskutiert. Für das Gros der Privatanleger ist die Spekulation mit Mais, Soja & Co. aber aus einem anderen Grund wenig interessant. Denn tatsächlich lässt sich wegen der Eigenheiten des physischen Güterhandels mit Nahrungsmitteln und

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bestimmten anderen Rohstoffen nur kurzfristig spekulieren. Der Grund dafür sind die Terminkontrakte, mit denen man überhaupt erst die Möglichkeit erhält, an einer bestimmten Notierung zu partizipieren. An dieser Stelle wurden die Probleme, die beim Rollen der Positionen entstehen können, bereits ausführlich erläutert. Demgegenüber sei die Anmerkung gestattet, dass Anlagekapital lediglich Trends verstärkt, aber nicht auszulösen vermag. Die steigenden Preise für Nahrungsmittel werden stattdessen maßgeblich durch die Verarbeitung der Rohstoffe zu Biosprit und Futtermitteln für die Fleischproduktion sowie das weltweite Bevölkerungswachstum verursacht. Wir beschränken uns daher auf die Feststellung, dass ein Investment in einzelne Agrargüter für Privatanleger – unabhängig von ethischen Erwägungen – ohnehin nur kurzfristig und in Ausnahmefällen eine interessante Option darstellt. Es ist nicht alles Gold, was glänzt Auch die beharrlich postulierte These, dass die Beimischung von Rohstoffen die


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Stabilität eines Portfolios erhöht und damit das Verhältnis von Risiko und Ertrag verbessert, galt in den letzten Jahren nicht mehr: Legt man die Charts des S&P GSCI und des amerikanischen S&P 500 übereinander, stellt man rasch fest, dass just seit Ausbruch der Finanzkrise 2007 ein Gleichklang zwischen den Güter- und Kapitalmärkten herrscht. Das Bild ändert sich jedoch, wenn man die Angesichts der weiteren Entwicklung von Goldpreis und AktienkurEntwicklung im Rahmen der Schuldenkrise kann es sinnvoll sen vergleicht: Seit Anfang 2007 hat sich der Preis für Gold von gut 600 US-Dollar auf sein, zusätzlich einen Teil heute rund 1.700 US-Dollar nahezu verdreides Vermögens in Gold facht. Der DAX hingegen stand damals wie zu investieren. heute bei gut 7.000 Punkten und auch der Dow Jones kommt nur auf ein mageres Plus. Mangelndes Vertrauen als Kurstreiber Trotz solcher Ergebnisse sollten Anleger nicht darauf verzichten, qualitativ hochwertige Aktien zu kaufen beziehungsweise zu halten. Angesichts der weiteren Entwicklung im Rahmen der Schuldenkrise kann es jedoch sinnvoll sein, zusätzlich einen Teil des Vermögens

in Gold zu investieren. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung schützt Gold zwar nicht generell vor Inflation – „in vielen Jahren haben Anleger nach Abzug der Inflation Minus gemacht“, stellte der unabhängige Dienstleister „Finanztest“ fest (07/2010) –, im gegenwärtigen Umfeld dürfte die Notierung jedoch weiter deutlich zulegen können. Die niedrigen Zinsen sowie die starke Ausweitung der Geldmenge sind dabei lediglich der Nährboden für den kontinuierlichen Preisauftrieb des begehrten Metalls – nicht jedoch dessen Ursache. Letztere ist vielmehr in den weltweiten Ungleichgewichten und der aus dem Ruder gelaufenen Verschuldung zahlreicher Staaten zu suchen. „Gold wird getrieben durch die Unsicherheiten des Finanzmarkts auf Jahressicht nach Einschätzung der Experten stark zulegen“, so die Meinung der Einkaufsmanager der größten

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Unternehmen der DACH-Region in einer Umfrage von Spring Procurement. Wie die Gradzahl beim Fieber ist der Goldpreis also eher ein Maß für die Schwere der Erkrankung. Oder anders ausgedrückt, für den Vertrauensverlust in das Zentralbankensystem. So kaufen Sie steuerfrei Wer Gold kauft, sollte dabei einiges beachten. Steuerlich am günstigsten sind derzeit zweifelsfrei Münzen und Barren. Einerseits fällt beim Kauf derselben keine Mehrwertsteuer an, anderseits können eventuelle Kursgewinne nach Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei vereinnahmt werden. Die Hersteller von Barren und Münzen erheben für die Herstellungskosten allerdings ein Aufgeld. Hier gilt: Je größer die Einheit, desto weniger fällt dieses ins Gewicht. Weitere Kosten entstehen eventuell für die Verwahrung – beispielsweise im Schließfach. Ohne die beiden letztgenannten Posten kommen Anleger beim beliebten Xetra-Gold aus. Dabei handelt es sich um eine Inhaberschuldverschreibung der Deutsche Börse Commodities, die mit physischem Gold unterlegt ist und börsentäglich gehandelt wird. Zweifellos hat dieses Konstrukt viele Vorteile, jedoch auch einen Nachteil: Die steuerliche Behandlung ist nach wie vor umstritten. Es besteht die Gefahr, dass Xetra-Gold steuerlich wie Goldminenaktien oder Zertifikate behandelt wird. Unabhängig von der Haltedauer fallen Gewinne dann unter die Abgeltungsteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag und evtl. Kirchensteuer). Neben Gold könnten mittelfristig aber auch andere Edelmetalle Chancen bieten.

6% im nächsten Halbjahr. Es passt daher ins Bild, dass der Preis für Kupfer – der unter Experten ebenfalls als Frühindikator gilt – im letzten Monat um über 3% zulegen konnte und der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im August stärker zulegen konnte als erwartet. Die Vorzeichen für eine Fortsetzung der Aufholjagd an den Rohstoffmärkten stehen daher gut.

Fazit Für Anleger stellt sich jedoch trotz aller Finanzinnovationen die Frage, wie man Rohstoffe am besten in das Portfolio integriert. Insbesondere die Spekulation auf einzelne Güter birgt große Risiken. Gut gemanagte Commodity-Fonds sind für Privatanleger daher keine schlechte Wahl. Zusätzlich sollten Anleger Edelmetalle – allen voran Gold – ob ihrer Ausnahmestellung berücksichtigen. Goldmünzen und -barren sollten aufgrund der steuerlichen Vorteile bevorzugt werden.

Rohstoffpreise deuten auf Erholung hin „Für Platin und Silber erwartet man, dass in den nächsten sechs Monaten kaum Preisveränderungen vollzogen werden, danach aber ein deutlicher Anstieg erfolgen wird“, so die Einschätzung der Einkaufsmanager laut Spring-Procurement-Umfrage. Allerdings sind diese Güter steuerlich deutlich schlechter gestellt: Silber, das Gold des kleinen Mannes, wird selbst in Form von Münzen, die als Zahlungsmittel gelten, mit 7%-Mehrwertsteuer belegt – herkömmliche Barren sogar mit 19%. Beim Kauf von Platin- oder Palladiummünzen werden wie für Barren einheitlich 19% Mehrwertsteuer erhoben. Sowohl der Silber- als auch der Platinpreis werden jedoch weniger von dem Appetit der Anleger beeinflusst als von der Nachfrage der Industrie. Unter diesem Aspekt sind die Ergebnisse der Spring-Procurement-Umfrage eine echte Überraschung, denn die Einkäufer der Großunternehmen zeigten sich nicht nur für die Edelmetalle mittelfristig optimistisch. Frühindikatoren schalten auf Grün Die Großunternehmen sehen auch insgesamt eine robuste Rohstoffnachfrage. Laut den befragten Einkaufsmanagern zeigt der Trend mittlerweile wieder nach oben. Darauf deuten beispielsweise die Einschätzungen zur Ölpreisentwicklung hin – ein wichtiger Indikator. Die Befragten rechnen beim Rohöl mit einem Anstieg von 10

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Ausblick auf das nächste Spezial Ausgabe 38 (23.09.2012) Discount-Zertifikate


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Gastbeitrag

Das größte Missverständnis im Goldsektor Wir glauben, dass im Goldsektor ein elementares Missverständnis vorherrscht. Ein Großteil der Marktteilnehmer und Analysten messen der jährlichen Produktion, aber auch der jährlichen Nachfrage deutlich zu viel Bedeutung bei. So liest man häufig, dass der Goldpreis niemals unter die Produktionskosten fallen könne. Nachfolgend wollen wir auf diesen Irrtum eingehen.

Ronald-Peter Stöferle CMT, CFTe, Erste Group Bank AG, Group Research

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Jedes Gramm Gold, das gehalten wird, ist zu einem bestimmten Preis verkäuflich. Manche Eigentümer würden bereits zu einem geringfügig über dem aktuellen Spot-Preis notierenden Preis verkaufen, viele erst in deutlich höheren Preissphären. Wenn eine Privatperson – infolge stark gestiegener Preise – ihre vor Jahrzehnten gekauften Goldbestände veräußern will, verringert dies nicht den Gesamtbestand von Gold. Es findet lediglich eine Verlagerung von einem Privatbestand zu einem anderen Privatbestand statt. Für den Käufer ist es völlig egal, ob das Gold vor drei Wochen oder drei Jahrtausenden gefördert wurde. Die jährliche Goldproduktion von knapp 2.600 Tonnen ist deshalb für die Preisfindung vergleichsweise unbedeutend. Vielmehr setzt sich die Angebotsseite aus allem jemals geförderten und verfügbaren Gold zusammen. Das Recycling von Altgold ist ein wesentlich größerer Teil der Angebotsseite als bei Rohstoffen. Gold ist deshalb paradoxerweise nicht selten, im Gegenteil: Es ist eines der am weitesten verbreiteten Güter der Welt. Nachdem die industrielle Bedeutung gering ist, ist der Großteil des jemals geförderten Goldes noch immer verfügbar. Anders als bei Rohstoffen besteht bei Gold und Silber eine enorme Diskrepanz zwischen jährlicher Produktion und dem gesamten verfügbaren Bestand (= hohes Stock-to-flow-Ratio). Wie bereits im Vorjahr formuliert (vgl. Spezialreport Gold

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2011 „In Gold we Trust“) gehen wir davon aus, dass das hohe Stockto-flow-Verhältnis das wichtigste Spezifikum von Gold (und Silber) darstellt. Das gesamte jemals geförderte Gold beläuft sich auf fast 170.000 Tonnen. Dies bezeichnet man als „stock“. Die jährliche Produktion belief sich 2011 auf knapp 2.600 Tonnen. Dies nennt man „flow“. Dividiert man die beiden Beträge, so erhält man das Stockto-flow-Ratio von 65 Jahren. Jährlich wächst der Goldbestand um ca. 1,5% und somit weitaus langsamer als alle Geldmengenaggregate rund um den Globus. Das Wachstum entspricht in etwa dem Bevölkerungswachstum. Das Vertrauen in die aktuelle und zukünftige Kaufkraft von Geld hängt maßgeblich davon ab, wie viel Geld derzeit vorhanden ist und wie sich die Quantität im Laufe der Zukunft verändern wird. Was bedeutet dies nun konkret? Würde sich die Minenproduktion verdoppeln (was äußerst unwahrscheinlich ist), so würde dies für den Gesamtbestand an Gold lediglich ein Plus von 3% bedeuten. Dies wäre nach wie vor eine relativ unbedeutende Inflationierung des Goldbestandes, insbesondere im Vergleich zur derzeit stattfindenden Notenbankinflationierung. Würde die Produktion hingegen für ein Jahr ausfallen, so hätte dies ebenfalls wenig Bedeutung für den Gesamtbestand und die Preisfindung. Würde hingegen ein signifikanter Teil der Ölproduktion über längere Zeit ausfallen, so wären die Lagerbestände nach wenigen Wochen aufgebraucht. Starke Produktionserweiterungen bzw. -ausfälle können deshalb beim Gold wesentlich leichter absorbiert werden. Gold wird so viel Wert beigemessen, weil die jährliche Produktion in Relation zum Bestand so gering ist. Diese Eigenschaft wurde im Laufe der Jahrhunderte erworben und kann sich auch nicht mehr ändern. Diese Stabilität und Sicherheit ist eine zentrale Voraussetzung für die Schaffung von Vertrauen. Dies unterscheidet Gold und Silber als monetäre Metalle ganz klar von Rohstoffen und den anderen Edelmetallen. Dies erklärt auch, wieso man herkömmliche Angebots-/Nachfragemodelle am Goldmarkt nur bedingt einsetzen kann.


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Unternehmen der Woche

Busch & Müller

bringt Radfahrern die Erleuchtung

Der enorme Fortschritt im Fahrradbereich macht vor der Beleuchtung nicht halt. Anbieter wie Busch & Müller sorgen dafür, dass Radfahren so sicher ist wie nie zuvor. Neben Platten und Achtern hatten Radler vor noch nicht allzu langer Zeit mit einem dritten großen Gegner zu kämpfen: der Dunkelheit. Kaum begann es dämmern, musste man mit einem kleinen Hebel den Dynamo an die Felge absenken und damit die Vorder- und Rückleuchte anschalten. Doch damit begannen erst die Probleme. Wenn nicht gerade die schmalen Kabel, die vom Dynamo zu den Leuchten führten, durch Regen oder mechanische Einwirkungen beschädigt waren, sodass es finster blieb, musste der Radler sich mit anderem Ärger plagen. Lief das Rad, an dem der Dynamo aufsetzte, nicht rund, mutierten die ohnehin schwachen Lampen unfreiwillig zum Blinklicht. Und selbst wenn alles funktionierte, galt es in der Dunkelheit immer, etwas kräftiger in die Pedale zu treten, bremsten die Dynamos den Fahrer in seinem Vorwärtsdrang doch etwas aus. Hinzu kam, dass der Radfahrer beim Halten an Ampeln stets im Dunklen stand und den kleinen Birnen in den Leuchten bei derartiger Belastung kein langes Leben beschieden war. Etwas Entlastung brachten die ersten Batterielampen, die mit dem Aufkommen der unbeleuchteten Mountainbikes in den 80er-Jahren mehr und mehr Verbreitung fanden. Zwar meist nicht konform mit der Straßenverkehrsordnung, die weiterhin auf einer fest installierten Beleuchtung beharrt, sorgten sie für eine konstante Beleuchtung. Allerdings musste der Fahrer wegen des relativ hohen Energieverbrauchs stets ein Paar Ersatzbatterien bei sich haben und die Lichtausbeute war auch nicht viel besser als bei den dynamobetriebenen Vorgängern. Von derartigen Zuständen sind heutige Zweiradfahrer meilenweit entfernt. Dank des Fortschritts der vergangenen Jahre ist die Fahrradbeleuchtung auf dem Niveau von Autoscheinwerfern angelangt. Firmen wie der deutschen Traditionshersteller Busch & Müller haben durch zahlreiche Innovationen dafür gesorgt, dass Radfahren bei Nacht nicht zum Abenteuer wird. Das Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Meinerzhagen sorgt bei seinen energiesparenden und trotzdem lichtstarken LED-Scheinwerfern durch die 12

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sogenannte IQ-Technik dafür, dass ein doppelt so breites Lichtfeld wie bei herkömmlichen Lampen entsteht. Dazu bedient sich der Hersteller eines einfachen Tricks: Das Licht strahlt indirekt ab, sodass ein gleichmäßiges Lichtfeld entsteht. Doch damit nicht genug. Durch Auffächerung des Lichtstrahls wird aus der punktuellen Lichtquelle eine räumliche. Sie erlaubt anderen Verkehrsteilnehmern, den Abstand besser einzuschätzen. Sogar eine Anpassung an verschiedene Lichtbedingungen ist möglich. So leuchten die Signal-LEDs in der Dämmerung mit Höchstleistung, während der Hauptscheinwerfer mit gedämpfter Helligkeit strahlt. Wird es dunkler, kehrt sich dieses Verhältnis um. Und muss der Fahrer halten, so leuchtet ein Teil der Signal-LEDs weiter. Sofern die Stromversorgung nicht über Akkus erfolgt, hat Busch & Müller Dynamos im Programm, die fast nichts mehr mit ihren klobigen, unzuverlässigen Vorfahren gemein haben. Laufrollen aus Edelstahl sorgen auch bei Regen und Schnee für einwandfreien Betrieb und der hohe Wirkungsgrad fordert vom Fahrer auch in der Dunkelheit keine Höchstleistungen. Busch & Müller schaut auf eine langjährige Unternehmensgeschichte zurück. 2010 feierte das Unternehmen sein 85-jähriges Betriebsjubiläum. Angefangen hatte alles 1925 mit der Produktion von Katzenaugen. Dank einer damals neuen Gesetzgebung zur Sicherheit an Fahrrädern fanden der Kaufmann Willy Müller und der Werkzeugmacher August Busch großen Absatz für ihre Produkte. Neben Fahrradzubehör begann Busch & Müller 1957 auch mit der Produktion von Rückspiegeln. Heute zählen in diesem Segment zahlreiche wichtige Hersteller aus der Motorradbranche wie etwa BMW zu den Kunden. Hinzu kommen Kettenschützer, Seitenstützräder für Kinderfahrräder und sonstiges Zweiradzubehör, das rund 160 Mitarbeiter produzieren. Trotz der langen Unternehmensgeschichte befindet sich die Firma nach wie vor in Familienhand und wird in dritter Generation von den Nachfahren des Firmengründers Willy Müller geleitet.


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Campbell Soup

Zumtobel

Quartalsüberschuss erhöht

Gewinneinbruch

Der durch seine von Andy Warhol auf der Leinwand verewigten Dosensuppen weltweit berühmt gewordene US-Lebensmittelproduzent Campbell Soup (WKN: 850561) steigerte den Gewinn im vierten Geschäftsquartal von 100 auf 127 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie legte auch dank einer gesunkenen Aktienzahl von 0,31 auf 0,40 US-Dollar zu. Vor Sonderposten gab der Gewinn von 0,43 auf 0,41 US-Dollar je Aktie nach. Experten hatten 0,39 US-Dollar erwartet. Der Vorsteuergewinn (EBT) zog von 143 auf 178 Mio. US-Dollar an, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 169 auf 203 Mio. US-Dollar. Im Vergleich zur Vorjahresperiode stagnierte der Umsatz bei 1,61 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten einen Rückgang auf 1,59 Mrd. USDollar befürchtet. Dank des Wegfalls von Restrukturierungsausgaben schrumpften die Gesamtkosten von 1,44 auf 1,41 Mrd. US-Dollar. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz um 10% bis 12% anziehen. Je Aktie will Campbell Soup vor Sonderposten 2,51 bis 2,57 US-Dollar verdienen. Die Durchschnittsprognose liegt bisher bei 2,52 US-Dollar Gewinn je Aktie sowie 8,49 Mrd. US-Dollar Umsatz. In den vergangenen zwölf Monaten ging der Umsatz leicht von 7,72 auf 7,71 Mrd. US-Dollar zurück. Der Gewinn je Aktie sank von 2,42 auf 2,41 US-Dollar, vor Sonderposten von 2,54 auf 2,44 US-Dollar.

Im am 31. Juli beendeten ersten Geschäftsquartal schrumpfte der Überschuss des österreichischen Beleuchtungsspezialisten Zumtobel (WKN: A0JLPR) aufgrund gestiegener Kosten von 13,66 auf 9,03 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie fiel von 0,31 auf 0,21 Euro. Vor Steuern sank der Gewinn von 15,69 auf 10,96 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sackte von 18,23 auf 12,78 Mio. Euro ab. Während der Umsatz von 326,33 auf 323,39 Mio. Euro nachgab, erhöhten sich die Herstellungskosten von 218,74 auf 219,04 Mio. Euro. Zudem stiegen die Vertriebskosten von 80,72 auf 82,32 Mio. Euro, die Verwaltungsausgaben von 9,56 auf 10,28 Mio. Euro. In der Lichtsparte (Leuchten und Lichtlösungen) legte der Umsatz von 236,1 auf 243,0 Mio. Euro zu. Dagegen sank der in der Komponentensparte (elektronische und magnetische Lichtkomponenten) erzielte Umsatz von 110,3 auf 98,1 Mio. Euro. Der Umsatz mit LED-Produkten erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 36,6 auf 59,6 Mio. Euro – der Anteil am Gesamtumsatz entsprechend von 11,2% auf 18,4%. Nach wie vor wagt das Management keine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Nur so viel: Das Umsatzniveau des Vorjahres (1,28 Mrd. Euro) sowie die um Sonderposten bereinigte EBIT-Marge (2,7%) sollen übertroffen werden.

Unternehmenstermine Datum 11.09.2012 11.09.2012 11.09.2012 11.09.2012 12.09.2012 12.09.2012 14.09.2012 14.09.2012

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Uhrzeit Name - First Sensor AG 13:00 Deutsche Lufthansa AG - Texas Instruments Inc. - United Natural Foods Inc. - Apple Inc. 07:00 Fraport AG 07:30 Gerry Weber International AG - Deutsche Beteiligungs AG

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Ereignis Hauptversammlung Verkehrszahlen August Mid-Quarter Update Q3 Ergebnisbericht 2011/12 Präsentation iPhone5 Verkehrszahlen August 9-Monats-Bericht 2011/12 9-Monats-Bericht 2011/12

SCHNIGGE-IPO

Neue Zeichnungsplattform Über die neue internetbasierte Zeichnungsplattform der SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank können Interessenten ohne Beteiligung eines Dritten direkt an aktuellen Neuemissionen teilnehmen und damit ihre Zuteilungschancen erhöhen. Emittenten bietet die Zeichnungsplattform die Möglichkeit, Wertpapiere ohne Umweg über die Börse zu platzieren. Dies kann entweder in Eigenregie oder mithilfe der SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank erfolgen. Der Zeichnungsprozess wird vollautomatisch abgewickelt. Zudem werden Anlegern via Plattform rechtssicher die für die Emission erforderlichen Unterlagen wie Prospekte, Risikoaufklärungen etc. überlassen. Eingeweiht wird die neue Plattform am 10. September mit der von der SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank begleiteten Emission einer Unternehmensanleihe der börsennotierten Hahn-Immobilien-Beteiligungs AG. Weitere Informationen zur Anleihe finden Sie unter den Zertifikate-News. Die Zeichnungsplattform ist unter www.zeichnungsplattform.de zu erreichen.


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Mainfirst Top European Ideas –

jung und erfolgreich Der Mainfirst Top European Ideas hat dieser Tage Geburtstag. Fünf Jahre ist der Fonds alt geworden. In dieser für einen Fonds kurzen Lebenszeit hat er schon einiges durchgemacht. Die große Finanzkrise des Jahres 2008 und derzeit die Euro-Krise. Dennoch ist der Fonds sehr erfolgreich. Ziel des Mainfirst Top European Ideas ist es, den STOXX Europe 600 als Benchmark langfristig zu schlagen. Der Fonds investiert in Aktien und andere Beteiligungsinstrumente europäischer Unternehmen. Je nach Situation kann der Schwerpunkt auf große oder auf mittlere bis kleine Unternehmen gelegt werden. Mindestens 75% des Fondsvermögens müssen in Unternehmen aus der Europäischen Union angelegt werden, bis zu 25% können in Aktien von Unternehmen investiert werden, die nicht in Europa beheimatet sind oder in Anleihen, Wandel- und Optionsanleihen und andere Wertpapiere. Modifizierter Anlagestil Der Fonds wird von Olgerd Eichler gemanagt. Eichler hat wegen der aktuellen Krise den Anlagestil leicht modifiziert. „Wir berücksichtigen das aktuelle Konjunkturbild heute mehr und unterscheiden somit viel stärker Mainfirst Top European Ideas ISIN: Ertragsverwendung: Fondsvermögen: Fondswährung: Auflegungsdatum: Ausgabeaufschlag: Verwaltungsgebühr : Gesamtkostenquote (TER): Performance-Fee:

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LU0308864023 thesaurierend 729 Mio. Euro Euro 13.07.2007 max. 5% 1,5% p. a. 1,53% ja (siehe oben)

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zwischen langfristigen Kernanlagen einerseits sowie mittelfristigen und teilweise taktischen Positionen andererseits.“ Eichler hat sich dem Flexible-Blend-Investment-Stil verschrieben. Dabei wird ausschließlich in Unternehmen investiert, von denen der Fondsmanager persönlich überzeugt ist. Kurzfristige Kursschwankungen werden dabei bewusst in Kauf genommen. Für den Fonds kommen Unternehmen infrage, die eine solide Bilanz vorweisen können, die einen steten Cashflow generieren und deren Manager Vertrauen erwecken können. Angesichts der Euro-Krise agiert der Manager weniger offensiv: Nur 86% des Fondsvermögens sind investiert, die Barmittel erreichen 14%. Darin spiegelt sich die Vorsicht Eichlers wider. Die Benchmark konnte der Fondsmanager auf Sicht von fünf Jahren schlagen, auch wenn seit Auflage des Fonds die Gesamtperformance noch leicht negativ ist. Auf Sicht von drei Jahren hat er allerdings um 77% zugelegt und sich damit deutlich von der Benchmark abgesetzt. Morningstar hat dem Fonds fünf Sterne verliehen, die höchste Auszeichnung der Rating-Agentur. Fondsmanager Olgerd Eichler selbst wurde bereits 2007 zum Fondsmanager des Jahres gekürt. Von Atoss bis Zurich Insurance Zum Ende des Monats Mai waren die zehn größten Positionen des Fonds mit einer

Ausnahme Unternehmen mit einer hohen Marktkapitalisierung. Zu Bayer, BP, E.ON, ENI, Roche, Royal Dutch Shell, Sanofi, Total und Zurich Insurance gesellte sich Bertrandt. Zum Jahresende 2011 waren noch etliche Telekommunikationsunternehmen wie die spanische Telefónica und Vodafone unter den größten Positionen des Fonds. Vom deutschen Kurszettel waren Namen wie Mensch und Maschine, SAF-Holland, MPC Muenchmayer Petersen Capital, Duerr, Fuchs Petrolub, Berentzen-Gruppe (Vz), Indus Holding, Aurelius, Atoss Software und die Aareal Bank mit kleineren Positionen vertreten.

Fazit Bei den Kosten bewegt sich der Fonds im üblichen Bereich. Zum Ausgabeaufschlag, der maximal bei 5% liegt, kommt eine jährliche Verwaltungsgebühr von 1,5%. Auch gibt es eine Performance Fee von 15,00% der Nettovermögenswertentwicklung, die über die des STOXX Europe 600 hinausgeht (mit High Watermark). Diese wird also fällig, wenn die Benchmark geschlagen werden kann, und ist wohl auch dem aufwendigen Auswahlverfahren geschuldet. Der Fonds kann als ergänzendes Basisinvestment in ein breit aufgestelltes Portfolio aufgenommen werden.


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SCOPE

Geteilte Stimmung bei Aktienfonds Das Analysehaus Scope hat die Wertentwicklung von 81 Aktienfondskategorien in den letzten zwölf Monaten untersucht. Die Ergebnisse spiegeln das uneinheitliche Bild auf den internationalen Aktienmärkten wider. Aktienfonds boten Anlegern in den letzten zwölf Monaten hohe Renditen. Entscheidend war allerdings, in die richtigen Bereiche zu investieren. Die höchsten durchschnittlichen Renditen wurden in den Fondskategorien „Aktien Branche: Biotechnologie“ (39,03%), „Aktien USA“ (19,52%) und „Aktien Branche: Gesundheit“ (18,76%) erzielt (Stand 8/2012). Insgesamt wurden 81 Aktienfondskategorien betrachtet. Beim Megatrend Biotechnologie sind wesentliche Wachstumsbereiche unter anderem in der Industrie, der Pharmazeutik und in der Landwirtschaft zu sehen. Durch

ein anhaltend stabiles Wirtschaftswachstum und eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt konnten Aktienfonds mit dem Fokus auf USStandardwerte ebenfalls im Durchschnitt eine hohe Rendite erzielen. Die überdurchschnittliche Performance der Fonds aus dem Bereich Health Care resultiert aus dem dynamischen Wachstum, das die Gesundheitsbranche seit Jahren erlebt. Entscheidende Faktoren sind weiterhin die demografische Alterung, speziell in westeuropäischen Staaten, die zu höheren Ausgaben für Gesundheitsprodukte führt, und der starke medizinisch-technische Fortschritt. Am unteren Ende sind dagegen die Aktienmärkte der Euro-Staaten zu finden. Auf den europäischen Aktienmärkten, insbesondere auf denen der Euro-Krisenstaaten, kam es in den letzten zwölf Monaten zu einer deutlichen Schwächephase. Dies liegt in erster Linie an der schlechten konjunkturellen Lage und dem negativen Ausblick in Teilen der Eurozone. Die höchsten Verluste erzielten im Durchschnitt Aktienfonds mit dem Fokus auf spanische Standard- und italienische Nebenwerte. So verloren die Fonds der Kategorien „Aktien Spanien“ und „Aktien Italien Nebenwerte“ im Durchschnitt um 22,83% beziehungsweise 19,73%.

VENTAFONDS

Geschlossener Recycling-Technik-Fonds Beim „Öko-Energie Umweltfonds 1“ des Bremer Emissionshauses Ventafonds sollen Anleger an einer neuartigen und doch bereits erprobten Recycling-Technik partizipieren. Kunststoffe und Altöle werden in verkaufsfähiges Produktöl umgewandelt, das vergleichbar mit leichtem Heizöl ist. Für den Beteiligungsfonds „Öko-Energie Umweltfonds 1“ liegt inzwischen die Baugenehmigung für die erste Anlage vor, wobei eine Platzierungsgarantie über 10 Mio. Euro den Bau sichert. Mit deutscher Technik entsteht in Rheinauhafen in der Metropolregion Mannheim die Anlage. Die DEKRA-zertifizierte hohe Qualität des Öls soll den Verkauf des Produktöls erleichtern, schafft sie doch Sicherheit für die Abnehmer. Aus rund 1.000 Kilogramm 15

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Plastikmüll werden 850 Liter Heizöl gewonnen. Da der Ölpreis auf absehbare Zeit weiter steigen wird, ist dieses Investment, zusätzlich zum Vorteil der sinnvollen Zweitverwertung von Kunststoffmüll, auch noch höchst rentabel. Die Erträge sind laut Fondsinitiator Ventafonds selbst bei konservativster Annahme attraktiv zweistellig. Ausschüttungen von anfänglich 14% bei nur 0,49 Euro kalkuliertem Verkaufspreis – aktuell liegt der zugrunde gelegte Gasölpreis schon bei fast 0,80 Euro pro Liter – lassen einen deutlichen Mehrertrag erwarten. Die Stringenz des Konzepts und der Umsetzung wurde unter anderem durch die unabhängige CHECK-Unternehmensanalyse bestätigt. Das Fazit der Analyse lautet: „Der Öko-Energie Umweltfonds 1 ist ein aussichtsreich entwickeltes Industrieinvestment, das auf innovativer, gleichwohl bewährter Technik aufbaut. Anleger haben die Chance, an der Verwertung eines innovativen, umweltgerechten und technisch bahnbrechenden Energieträgers zu partizipieren.“ Noch bis zum 31. Dezember 2012 können sich Anleger ab einer Mindestsumme von 10.000 Euro plus 5% Agio beteiligen.


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Metro-Capped-Bonus-Zertifikat –

nervenschonendes Investment Seit Dezember 2010 hat die Metro-Stammaktie in der Spitze rund 66% ihres Wertes eingebüßt. Erfreulicherweise signalisiert die jüngste Kurserholung, dass der Titel einen Boden gefunden haben dürfte. Dennoch eignet sich der Anteilschein des Handelskonzerns derzeit lediglich für risikofreudige Anleger. Wer seine Nerven schonen möchte, sollte ein Metro-Bonuspapier von der Commerzbank ordern. Der Handelsriese Metro veröffentlichte Ende Juli die Zahlen für das zweite Quartal 2012, die nicht gerade berauschend ausgefallen sind. Immerhin konnte der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn um 2,5% auf 314 Mio. Euro gesteigert werden. Unter dem Strich ist jedoch ein Verlust von 28 Mio. Euro angefallen. Im entsprechenden Vorjahresquartal erzielte der Konzern einen Überschuss von 40 Mio. Euro. Zurückzuführen ist die enttäuschende Nettoergebnisentwicklung unter anderem auf umfangreiche Wertberichtigungen aufgrund des Verkaufs des unrentablen Großhandelsgeschäftes in Großbritannien sowie geringere Margen infolge einer Preisoffensive. Letztere sorgte allerdings dafür, dass der Umsatz im Berichtszeitraum um 1,8% auf 15,8 Mrd. Euro gestiegen ist. Metro wird bald in den MDAX absteigen Metro-Vorstandschef Olaf Koch erwartet steigende Gewinne im zweiten Halbjahr 2012. Deshalb geht der Unternehmenslenker davon aus, dass das Gesamtjahresergebnis in etwa auf Vorjahresniveau liegen wird. Unabhängig davon will Koch langfristig das Vertrauen der

Anleger in Metro zurückgewinnen und dadurch die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme der Stammaktie in den DAX schaffen – ebensolche wird ab dem 24. September im MDAX gelistet sein. Dies hat der Arbeitskreis der Deutschen Börse am vergangenen Mittwoch beschlossen. Laut Commerzbank-Analyst Jürgen Elfers könnte der Abstieg von Metro aus der ersten deutschen Börsenliga kurzfristig den Kurs belasten. Heiße Aktie, solides Zertifikat Eine starke Korrektur ist bei der Stammaktie aber trotz des Rauswurfs aus dem DAX nicht zu erwarten. Schließlich steckt in Metro großes Potenzial, das Koch nutzen will, indem er den Konzernumbau weiterhin diszipliniert vorantreibt. Ob parallel dazu in den kommenden Monaten der Aktienkurs deutlich steigen wird, ist jedoch fraglich, da Metro mittelfristig unter dem tristen Konsumklima in Südeuropa leiden dürfte. Deshalb sollten derzeit nur mutige Börsianer bei Metro einsteigen. Wer das Risiko scheut, ordert hingegen ein von der Commerzbank emittiertes CappedBonus-Zertifikat (WKN: CK9YK4). Damit lässt sich bis zum 27. Juni 2013 eine Rendite von 10,9% (Stand: 06.09.2012) erzielen, sofern der Kurs der Metro-Stammaktie während der Laufzeit nie die 17-Euro-Marke erreicht oder unterschreitet. Dass die Barriere verletzt wird, halten wir für wenig wahrscheinlich, weil bei 20 Euro eine starke charttechnische Unterstützung verläuft. Darüber hinaus notiert der Basiswert aktuell mehr als 7 Euro über dem Niveau der Barriere. Somit kann das Metro-Capped-Bonus-Zertifikat als risikoarmes Investment eingeschätzt werden, mit dem Anleger ruhig schlafen können.

Capped-Bonus-Zertifikat auf Metro Zertifikattyp Capped Bonus

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Emittent Commerzbank

Basiswert Fälligkeit Metro 27.06.2013

WKN CK9YK4


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BÖRSE STUTTGART

Anlagezertifikate im August heiß begehrt Im vergangenen August setzte die auf den Handel mit Anlage- und Hebelprodukten spezialisierte Stuttgarter Börse rund 7,2 Mrd. Euro um. Damit lag das Handelsvolumen in etwa auf dem Niveau des Vormonats. Rund die Hälfte des Umsatzes entfiel auf verbriefte Derivate: In dieser Anlageklasse setzte Stuttgart im August mehr als 3,6 Mrd. Euro um – ein Zuwachs von knapp 2% gegenüber dem Vormonat. Dabei fiel die Umsatzentwicklung bei Anlagezertifikaten und Hebelprodukten sehr unterschiedlich aus: So ging der Umsatz mit Hebelprodukten binnen Monatsfrist um gut 11% zurück, was

auf die Sommerflaute an den Börsen zurückzuführen sein dürfte. Im Gegensatz dazu legte der Handel mit Anlageprodukten um rund 12% zu. Besonders Kapitalschutz-Zertifikate (+24%), Index- und Partizipations-Zertifikate (+40%) sowie Expressprodukte (+39%) erfreuten sich gegenüber Juli einer stark steigenden Beliebtheit. Das überdurchschnittliche Handelsvolumen des vergleichbaren Vorjahresmonats wurde jedoch nicht erreicht. Im August 2011 führten starke Börsenturbulenzen dazu, dass die Märkte weltweit deutlich einbrachen und das Handelsvolumen überproportional stieg.

UBS

Zertifikate-Anleger agieren etwas offensiver Im vergangenen Monat ist die Risikobereitschaft der ZertifikateAnleger wieder leicht gestiegen. Dies zeigt die aktuelle Auswertung des UBS Investor Sentiment Index. Dieses Angstbarometer vergleicht den Stand des DAX mit der Höhe der Caps, die Anleger beim Kauf von UBS Discount-Zertifikaten auf den Index gewählt haben. Notiert der DAX am Laufzeitende auf dem Cap oder darüber, erzielen die Inhaber der Discount-Papiere die maximal mögliche Rendite. Ein Cap weit unterhalb des DAX signalisiert, dass Anleger mit größeren Kursrückgängen rechnen. Je höher der Cap angesetzt wird, desto optimistischer ist die Anlegerschaft. Der UBS Investor Sentiment Index

spiegelt somit die Risikobereitschaft der Anleger wider. Der AugustErhebung zufolge lag der durchschnittliche Cap bei UBS DiscountZertifikaten auf den DAX 16,05% unter dem Indexstand und damit 1,8 Prozentpunkte über dem Juli-Wert von 17,85%. Käufer dieser Produkte haben sich somit im August für einen etwas kleineren Risikopuffer als im Monat zuvor entschieden. Die längerfristige Betrachtung zeigt allerdings, dass Anleger trotz des Börsenaufschwungs noch eher vorsichtig eingestellt sind. Der im August gewählte Durchschnittscap notierte 0,63 Prozentpunkte tiefer als der rollierende Durchschnittswert der vergangenen zwölf Monate.

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ZERTIFIKATE

Rohstoff der Woche

Zucker:

Unterstützung deutlich verletzt

Der Preis für Zucker setzt in der vergangenen Woche die vom Zwischenhoch im Juli 2012 ausgehende Korrektur fort. Nun wurde die aus dem bisherigen Tief 2012 resultierende Unterstützung deutlicher verletzt, was für weiter sinkende Kurse sprechen könnte. Der Zuckerpreis ist seit dem Zwischenhoch im Juli im freien Fall. Beim aktuell noch aktivsten Future (Oktober 2012), der am 28. September ausläuft, ging es seither um fast 22% abwärts. Der danach fällige Future (März 2013) rutschte in der Spitze um rund 19% ab. Er verletzte dabei jüngst seine Unterstützung bei 20,25 US-Cent (Zwischentief von Juli 2012), an der er bereits in den beiden Vorwochen gekratzt hatte, nun deutlich und sank auf das niedrigste Niveau seit Januar 2011. Damit sieht es nach einem nachhaltigen Bruch der Haltezone aus, was für weiter sinkende Kurse sprechen könnte. Die zuletzt auszumachende hohe Abwärtsdynamik könnte dabei fortgesetzt werden, wenn auch die untere Abwärtstrendlinie (Verbindung Zwischentiefs September 2011 und Juni 2012) verletzt wird, die jüngst bereits erreicht wurde. Ansonsten könnte sich der Kurs weiter an der Linie nach unten hangeln. Allerdings ist im Bereich der Abwärtstrendlinie zumindest eine Stabilisierung, wenn nicht gar – angesichts überverkaufter technischer Indikatoren – eine Gegenbewegung denkbar. Für den jüngst anhaltenden Abwärtsdruck sorgte die zuletzt sehr gut voranschreitende

Ernte des weltweit größten Zuckerproduzenten Brasilien im August, begünstigt durch trockenes Wetter in der wichtigsten Anbauregion des Landes. Nachdem dort die Regenzeit dieses Jahr ungewöhnlich lange währte und damit die normalerweise Anfang April beginnende Ernte stark verzögerte und zudem noch bis Ende Juni zu viel Regen das Einbringen des Zuckerrohrs beeinträchtigte, was für die Kursrally im Juni und Juli sorgte, gibt es nun ein üppiges weltweites Angebot. Eine Tendenz, die sich in den nächsten Monaten fortsetzen könnte, weil nun auch bald die Ernte von Zuckerrohr und Zuckerrüben in der nördlichen Hemisphäre startet und hier eine gute Ausbeute erwartet wird. Zucker – März-Future (ICE)

Derivate auf Zucker (Basiswerte: JPMCCI - Sugar und Oktober-Future [ICE]) Typ Index-Zertifikat Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN VT1FCK CM77K4 CZ0PE8

Basispreis/Knock-out - 14,90/15,30 US-Cent 23,60/22,90 US-Cent

Laufzeit Hebel open end open end 4,50 open end 4,20


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ZERTIFIKATE

Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Blei – Spot-Preis (LME)

Rohstoffe (Auswahl)

Blei setzte den Aufwärtsimpuls seit Mitte August jüngst fort. Der Kurs kletterte dabei über die aus der Verbindung der Zwischenhochs von Januar und April resultierenden Abwärtstrendlinie. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte für weitere Zuwächse sprechen. Die nächsten horizontalen Hürden finden sich bei 2.156 und 2.272/2.288 US-Dollar.

Markt Kurs Rohöl WTI Crude NYMEX ($/bbl)

96,38

-0,19%

2,70

-3,78%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

315,90

-0,71%

Gold NYMEX ($/Unze)

1740,50

+3,14%

33,67

+6,04%

655,00

+4,42%

Platin Spot ($/Unze)

1590,70

+4,91%

Aluminium Spot ($/t)

1988,00

+7,52%

Blei Spot ($/t)

2081,75

+5,97%

Kupfer Spot ($/t)

7958,75

+4,63%

Nickel Spot ($/t)

16155,00

+1,76%

Zinn Spot ($/t)

19960,00

+1,60%

Zink Spot ($/t)

2065,25

-3,44%

Baumwolle ICE ($c/lb)

76,350

-1,08%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

163,70

-0,40%

2677,00

+2,53%

Mais CBOT ($c/bu)

798,00

-0,25%

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

138,00

+6,24%

1736,50

-1,14%

884,75

+1,70%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

19,39

-1,97%

Lebendrind CME ($c/lb)

126,40

+0,22%

Mastrind CME ($c/lb)

145,88

-0,65%

71,53

-3,57%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Kakao – Dezember-Future (ICE) Nachdem Kakao in der Vorwoche über die Hürde bei 2.555 US-Dollar (Zwischenhoch von Januar 2012) geklettert war, erfolgte jüngst zunächst ein Pullback auf diese nun als Unterstützung fungierende Marke, bevor es weitere Zuwächse gab. Dies könnte den Ausbruch und damit ein Auflösen der Konsolidierung seit Dezember 2011 nach oben bestätigen.

Kakao ICE ($/t)

Orangensaft – November-Future (ICE) Die Hurrikansaison bleibt Thema bei Orangensaft. Zwei neue Stürme im Atlantik sorgten jüngst für einen weiter steigenden Preis. Er näherte sich damit erneut dem Zwischenhoch von Juli. Mit einem nachhaltigen Ausbruch darüber könnte die Konsolidierung seit Mai nach oben aufgelöst werden und damit für weiter steigende Kurse sprechen.

Silber – Spot-Preis in US-Dollar Der Silberpreis knüpfte jüngst an seine zuletzt feste Tendenz an. Nachdem in der Vorwoche der langfristige Abwärtstrend nachhaltig überschritten wurde, setzte sich der Preis somit weiter davon nach oben ab. Auf kurz- bis mittelfristige Sicht könnten nun die Widerstände bei 35,68 und 37,50 US-Dollar ins Visier genommen werden.

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% zur Vorwoche

Sojabohnen CBOT ($c/bu) Weizen CBOT ($c/bu)

Schwein mag. CME ($c/lb)

Rohstoff-Indizes (Auswahl) Index Kurs

% zur Vorwoche

AMEX Gold BUGS Index (HUI)

483,88

+5,55%

1256,54

+2,19%

147,26

+0,85%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 311,67

+0,67%

Rogers Int. Commodity Index

+0,58%

AMEX Oil Index DJ AIG Commodity Index

3810,98


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Refugium der Woche

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Kulturkalender

„ARTandPRESS Kunst. Wahrheit. Wirklichkeit.“ Ausstellung, 15.09.12–10.03.13, Zentrum für Kunst und Medien­ technologie, Karlsruhe, www.zkm.de „GEGEN DIE WAND“ Bühne, 22.09.12–06.02.13, Badische Landesbühne, Bruchsal, www.dieblb.de „Wer hat Angst vor Dr. Stalker?“, Musik/Bühne, 20.09.12–23.09.12, Brotfabrik Berlin, Berlin, www.brotfabrik-berlin.de

Afrika entdecken im Nairobi Serena Hotel Das elegante Nairobi Serena Hotel gehört zu den besten Adressen Nairobis. Seine große tropische Gartenanlage mit Blick auf den Uhuru Park und die Skyline von Nairobi ist eine Oase inmitten der Großstadt. Trotzdem liegt das Hotel sehr zentral und man erreicht die City in etwa zehn Minuten zu Fuß. Das Nairobi Serena Hotel, bekannt für seinen fürsorglichen und aufmerksamen Service, bietet eine ruhige Lage in wunderschön gestalteten Gärten mit Blick auf den Uhuru Park und das Stadtzentrum. Trotz seiner zentralen Lage, inmitten Kenias pulsierender Hauptstadt, herrscht hier eine sehr ruhige, entspannte Atmosphäre. Die Einrichtung ist freundlich und einladend und spiegelt die Vielfalt des afrikanischen Kontinents wider. Die 183 im marokkanisch-afrikanischen Stil eingerichteten Zimmer sind klimatisiert und mit geschmackvollen, handgefertigten Möbeln und luxuriösen Marmorbädern ausgestattet. Für das weltmännische Flair dürfen Satellitenfernsehen, die obligatorische Minibar, ein elektronischer Safe sowie IDD-Telefone natürlich nicht fehlen. 20

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Das Hotelrestaurant „Mandhari“ gilt als eine der besten Adressen Kenias, wenn es um das Zusammenspiel exzellenter internationaler Küche geht. Weniger formell geht es im „Café Maghreb“ zu, das den ganzen Tag über verführerische thematische Büffets auftischt. Für einen leichten Imbiss zwischendurch empfiehlt es sich, die Poolbar aufzusuchen, wogegen der Nachmittagstee gepflegt in der „Bambara Lounge“ genossen werden kann. Im Maisha Health Club wird die Vorstellung von gesunder Lebensweise durch einen ultramodernen Fitnessraum, ein Aerobic-Studio, Dampfbäder, Saunen, Jacuzzis, zwei Räume für Schönheitsbehandlungen, eine Entspannungslounge sowie einen Swimmingpool neu definiert. W eitere Infos unter: www.serenahotels.com

„Feuerwerke der Malerei“ Ausstellung, 30.08.12–30.09.12, Kulturzentrum Englische Kirche, Bad Homburg / Ober-Erlenbach, www.boderke-zehntscheune.de „Stadt(ver)führungen 2012“ Freizeit/Unterhaltung, 21.09.12– 23.09.12, diverse Orte im Stadtgebiet Nürnberg und Fürth, www.stadtverfuehrungen.nuernberg.de „Samba Syndrom 2012” Musik/Tanz, 20.09.12–23.09.12, Landesmusikakademie Berlin, Berlin, www.sambasyndrom.de „Die Firma dankt“ Bühne, 14.09.12–21.10.12, Fränkisches Theater Schloss Maßbach, Maßbach, www.fraenkisches-theater.de

A phorismus der Woche „Wo alle Grenzen sich durchschneiden, alle Widersprüche sich berühren, da ist der Punkt, wo das Leben entspringt.“ (Friedrich Hebbel)


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Produkt der Woche

GIGA 5

Die von JuRA vereint gigantischen Kaffeegenuss und edles Design

Die GIGA 5, das SuperPremium-Produkt in Chrom Vorzüge der GIGA 5 • 2 professionelle Keramikscheibenmahlwerke für eine über Jahre präzise und konstant gleichmäßige Mahlung • Variabler Kombiauslauf mit 2 Kaffe- und 2 Milchausläufen für ein perfektes dreischichtiges Resultat – ohne Pause • Gleichzeitige Zubereitung von Kaffee und Milch für den perfekten Milchkaffee • Einzigartig durch vollendetes Design, hochwertige Materialien und überragende Verarbeitung

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Kaffeegenuss der Extraklasse bietet die GIGA 5, das erste High-End-Produkt im Super-Premium-Segment, mit dem JURA eine neue Ära der Kaffeekultur eingeläutet hat. Der formvollendete Espresso-/Kaffee-Vollautomat erfüllt die Wünsche anspruchsvoller Kaffeegenießer nach Exklusivität und Individualität und erfreut sowohl geschmacklich als auch optisch auf höchstem Niveau.

Zubereitungsschritte und macht die Zubereitung von Shakerato, Irish Coffe, Red Cool oder Mango Lassi einfacher denn je. Alle Barista-Spezialitäten sind nicht nur ein geschmackliches Erlebnis der Extraklasse, sondern auch ein optisches Highlight mit „wow-Effekt“.

Die elegante GIGA 5 glänzt durch Perfektion, Präzision und Professionalität und bringt Spitzen-technologie aus der Gastronomie in Privathaushalte. Sie verfügt über einen variablen Kombiauslauf, zwei professionelle Keramikscheibenmahlwerke und zwei Bohnenbehälter. Diese können mit unterschiedlichen Kaffeesorten gefüllt werden, sodass jeder seine Lieblingskreation individuell zusammenstellen kann. Erstmals ist es möglich, mit diesem Espresso-/KaffeeVollautomaten Milchkaffee in Perfektion zuzubereiten. Das wird nur erreicht, wenn Milch und Kaffee gleichzeitig in die tasse fließen.

Das markante und schnörkellose Design der GIGA 5 trägt die inneren Werte des technologischen Meisterstücks nach Außen und verleiht ihm, zusammen mit den hochwertigen Materialien, der präzisen Verarbeitung und einer unübertroffenen Haptik die Aura des Begehrenswerten. Ein besonderes Designmerkmal sind die Venti Ports auf der Oberseite des Edelvollautomaten, eine elektronisch gesteuerte „Klimaanlage“. Die markant geformten Lüftungslamellen unterstützen die Eleganz der Form und definieren die exquisite Optik des Super-Premium-Produkts.

Allem voran begeistert der Super-Premium-Vollautomat mit seiner digitalen Rezept-Bibliothek für 19 verschiedene Kaffee-Spezialitäten + 12 Barista-Spezialitäten. Kaffeegenießer werden dank dieser neuen Funktion im Handumdrehen zum Profi-Barista. Die Rezepte für fantasievolle Kaffeekreationen sind über den Rotary Switch wählbar. Klar verständlich führt die GIGA mit Bild und text durch sämtliche

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Coffeetable-Favourites

Elina Brotherus Still images from The Black Bay Sequence, 2010 60 min 12 sec, HD video (Apple ProRes 422), 16:9, silent. Credit: Commissioned by COMMA at Bloomberg SPACE, London, by Bloomberg LP, 2010

©: Bart Michiels Passchendaele 1917, Goudberg Copse From-The Course of History - 2005 Chromogenic Print 152,4 cm x 188,8 cm Courtesy of the artist

Sense of Place. European Landscape Photography Begleitend zur gleichnamigen Ausstellung „Sense of Place“ im Palais des Beaux-Arts in Brüssel, die man noch bis zum 16. September besuchen kann, hat der Prestel Verlag diesen Katalog herausgegeben.

Sense of Place. European Landscape Photography Verlag: Prestel Verlag Ausgabe: 280 Seiten Sprache: Deutsch, Englisch ISBN: 978-3-7913-4745-5 Preis: 49,95 Euro www.randomhouse.de/ prestel

Landschaft und Nation – eine Standortbestimmung Alle zwei Jahre lädt BOZAR im Rahmen des „Summer of Photography“ rund 30 Partner nach Belgien ein, um gemeinsam ein Fotofestival zu zelebrieren. Thema des Sommers 2012 ist die Landschaftsfotografie. Im Mittelpunkt des Programms steht die Ausstellung „Sense of Place“, die ein Bild der Vielfalt der nationalen und regionalen Landschaften innerhalb der EU malt. Natur und Landschaft sind bis heute fester Bestandteil eines Heimat- und Nationalitätsgefühls. Die Dokumentation dieser identitätsstiftenden Landschaften und Naturereignisse war vom Beginn an ein wesentliches Element der Landschaftsfotografie.

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Die Ausstellung im Palais des Beaux-Arts in Brüssel unternimmt eine Standortbestimmung der zeitgenössischen Landschaftsfotografie aller 27 Mitgliedsländer der Europäischen Union und fragt nach dem Zusammenhang von Natur und Nation. Wie verändert sich der Blick der Fotografen auf ihre Heimat im Kontext des zusammenwachsenden Europas? Mithilfe von etwa 160 groß- und kleinformatigen Fotografien, Fotoserien, Videos und Computeranimationen präsentieren 40 Fotokünstler – die deutschen Vertreter sind Andreas Gursky, Andreas Müller-Pohle und Thomas Weinberger – in drei Themenblöcken, der Norden, die Mitte und die Mittelmeerregion, ihr Bild von den Landschaften Europas. Die einzelnen künstlerischen Werke zeigen, wie die natürliche Umgebung geholfen hat, Identitäten zu formen. Die Fotografen veranschaulichen, dass Europa nicht nur ein politischer Bund ist, sondern Raum für individuelle Meinungen, Ansichten und das Selbstverständnis eines jeden Bürgers gibt.

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V.i.S.d.P. : ​Christian Ernst Frenko

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Herausgeber: ​ Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13 80539 München

Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv

Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

Risikohinweise / Disclaimer: „Sie erhalten diesen Newsletter als kostenlosen Service der Weimer Media Group GmbH. Alle veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen werden von der Herausgeberin mit großer Sorgfalt erstellt; da die Redaktion ihrerseits aber auch auf Quellen Dritter angewiesen ist und auch den Mitarbeitern der Herausgeberin Fehler unterlaufen können, kann für die Richtigkeit aller Angaben keine Garantie übernommen werden.

Bildnachweis: Fotolia, SIGMA-ELEKTRO GmbH Layout: addna, Nürnberg Technik: Daniel Gruber, finanzpark AG Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils Sonntag Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Steffen Droemert, Michael Amtmann, Michaela Ellen Lenz, Reinhard Schlieker, Frieda König, Wolfgang Tenor, Ronald-Peter Stöferle Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Deutsche Bibliothek: ISSN 1610-7446 Auflage: 117.000

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Ausgabe 36/12 (Spezial: Rohstoffe)  
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