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Pflichtblatt der Börsen Düsseldorf Stuttgart · hamburg · berlin · München

№ 51 · Sonntag, 23. Dezember 2012

Jahresausblick SPEZIAL > Seite 9

Editorial

LIEBE LESER IN NEN U ND LESER, das Börsenjahr 2012 ist beinahe beendet. Wieder einmal ging es spannend, ereignisreich und aufregend zu. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserem Magazin nützliche Anregungen und Ideen geben konnten. Auch mit Kritik haben wir nicht gespart, etwa am Euro-Rettungskurs mit den hanebüchenen Hilfsprogrammen und Rettungsschirmen, an der zunehmenden Zentralisierung in Europa (Fiskalpakt, Bankenaufsicht) oder an dem scheinbar bedingungslosen Glauben an die Allmacht der Notenbanken. Daran werden wir auch 2013, die erste Ausgabe erscheint am 13. Januar, anknüpfen. Es gibt genügend Gesprächsstoff und viel zu viel wird beschönigt. Auch die diesjährigen Ansprachen der Politik zu Weihnachten und dem Jahreswechsel dürften gespickt

sein mit beschwichtigenden Phrasen. Lassen Sie sich davon nicht einlullen! Bleiben Sie wachsam! Und denken Sie daran: Der Januar ist ein gefährlicher Monat, um an den Börsen zu investieren. Die anderen sind Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2013! Herzlichst, Ihre Redaktion von BÖRSE am Sonntag


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Schliekers Woche

Gender, hört die Signale! Sonntag, 23. Dezember 2012

AKTIEN & MÄRKTE Schliekers Woche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3 Markt im Fokus: Griechenland – Hurra!. . . 4 Märkte im Überblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . . . .5 Aktie der Woche: Analytik Jena . . . . . . . . 6 SPEZIAL Jahresausblick 2013. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Gastbeitrag: Léon Cornelissen. . . . . . . . . 13 UNTERNEHMEN Unternehmen der Woche: Weinrich . . . . . 14 News: BIGBANK, Oracle. . . . . . . . . . . . . . 15 FONDS Fonds der Woche: Sauren Global Stable Growth. . . . . . . . . . 16 Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Gastbeitrag: Scilla Huang Sun und Andrea Gerst. . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 ZERTIFIKATE Zertifikate-Idee: ThyssenKruppCapped-Bonus-Zertifikat . . . . . . . . . . . . 20 Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Rohstoffe Rohstoff der Woche: Sojabohnen. . . . . . . . .22 Rohstoffanalysen: Gold, Lebendrind, Mais, Brent. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Lebensart Event der Woche: Vorhang auf und Bühne frei – im Tigerpalast Frankfurt. . . . . 24 Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Coffeetable-Favourites: Her Majesty Queen Elizabeth II.. . . . . . . 26 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 27

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Das Jahr endet – kaum irgendwo mit einer versöhnlichen Note, aber was soll man sich beklagen, wo doch immerhin der Weltuntergang ausgefallen ist. Trotzdem sorgte der für reichlich Reinhard Schlieker Beschäftigung in etliZDF Wirtschafts­ chen Medien. Der sich korrespondent Nachrichtensender nennende Kanal N24 bekam zeitweise gar nicht genug von all den Untergangsfantasien. Dazwischen sendete er peinliche Youtube-Videos mit als Weihnachtsmännern verkleideten Leuten, die allerlei Tänze aufführten. Unterzeile: „Weihnachten im Internet“. Nun ja. Man könnte auf den Gedanken kommen, dass das Internet irgendwie das Gleiche, aber auch das Gegenteil dessen ist, was man früher als geschlossene Anstalt bezeichnet hat: Was drinnen vorgeht, ist dasselbe geblieben, nur dass man das Innerste nach außen gekehrt hat wie einen gewendeten Mantel. Weihnachtsmantel sozusagen. Und N24 bringt es denen, die keinen Computer haben. Also, da nichts untergegangen ist außer dem gesunden Menschenverstand, können wir a) feststellen, dass nun wieder die Zeugen Jehovas ihre Chance haben, und b) wir uns weiterhin mit den wirklich wichtigen Fragen der Menschheit befassen können, als da wären: Gender Mainstreaming, Geschlechterforschung und politische Korrektheit. Unser aller Familienministerin hat sich in die Untiefen zweier gefährlicher Loch-Ness-Entitäten begeben, nämlich der Religion und des Feminismus. „Die Gott“ will sie künftig sagen lassen, und das erinnert doch sehr an den Spruch, der schon in den 70er-Jahren nicht mehr ganz taufrisch war: „Als Gott den Mann erschuf, übte sie bloß.“ In der Tat aber gibt es am Rande der Gesellschaft, den meisten bislang gnädig verborgen bleibend, eine ganze Fachrichtung, die an behüteten Universitätsinstituten daran forscht, wie viele Geschlechter es eigentlich gibt, und die sich dabei von derlei Kleinkram wie der Biologie nicht

stoppen lässt. Weil man gerade dabei ist zu definieren, wer sich wie geschlechtsmäßig so fühlt und einordnet, nimmt man auch noch andere Merkmale fortgesetzter Diskriminierung unter die Lupe und ermittelt in Richtung „Weißseinsbewusstsein“ (das hat was mit Hautfarbe zu tun) und sonstigen Buntheiten der Menschheit. In diesen Kreisen also will sich Ministerin Schröder mitdrehen, ein fröhlicher Reigen selbstreferenzieller Fortschrittlicher, die der Menschheit (DIE Menschheit, immerhin!) den Weg weisen werden, wenn sie dereinst in den Alltag ausgebrochen sind wie jene aus der geschlossenen Anstalt. Schon heute aber dürfen sie ohne Scham CDU wählen, denn Frau Schröder kennt bei Modernität keine Gnade und schleift jedes Tabu, beispielsweise wenn Grimms Märchen die böse Hexe (besser: weise Frau) erwähnen und Wilhelm Busch dicklippige Schwarze (besser: WeißseinsDiskriminierte) zeichnet, Pippi Langstrumpf einen Negerkönig zum Vater (typisch! Vater!) hat, und dass die AutorInnen alle tot sind, ist noch lange keine Entschuldigung. Jedem das Seine und mir einen Frauenparkplatz. Darauf einen Schaumkuss! Das alles wäre nicht mehr als eine Büttenrede wert, wenn es nicht tatsächlich greifbare wirtschaftliche Auswirkungen hätte – denn verqueres Denken, egal woher, behindert irgendwann auch den Alltag und die beruflichen und persönlichen Chancen der Menschen. Von den Kosten ganz zu schweigen (was zahlen wir noch mal einer Ministerin im Monat?). Und wenn erst einmal die EU-Bürokratie mitkriegt, welcher Schwachsinn da noch ihrer Regulierung harrt, dann gnade uns die Gott. Aber – vielleicht geht dieser Kelch an uns vorüber, und wie sagte der Maya wohl sicher, lebte er denn noch: Es ist längst nicht aller Tage Abend. Aber immerhin bald Heiligabend.

Was denken Sie über dieses Thema? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de


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Tops und Flops der Woche

tops MorphoSys: Spartenverkauf füllt Kasse MorphoSys (WKN: 663200) verkauft für 53 Mio. Euro in bar die Geschäftssparte Forschungs- und diagnostische Antikörper AbD Serotec an Bio-Rad Laboratories. Die Transaktion, bei der auch die Tochterunternehmen MorphoSys UK, MorphoSys AbD GmbH und MorphoSys US an Bio-Rad übergehen, soll im Januar 2013 abgeschlossen werden. Die Töchter verfügen über Barreserven von rund 5 Mio. Euro, die im Kaufpreis berücksichtigt worden sind. Künftig wollen sich die Bayern auf die Wirkstoffentwicklung konzentrieren. Evotec: Meilensteinfantasie Janssen Pharmaceuticals wird Wirkstoffkandidaten aus dem Portfolio von Evotec (WKN: 566480) weiterentwickeln. Ziel ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen. Den Hamburgern fließen im Gegenzug 2 Mio. US-Dollar zu. Weitere 6 Mio. US-Dollar werden beim Nachweis bestimmter präklinischer Eigenschaften fällig. Doch damit nicht genug: Sollte ein entsprechendes Medikament auf den Markt kommen, winken Meilensteinzahlungen von bis zu 67 Mio. US-Dollar. Zudem wird Geld beim Erreichen bestimmter Umsatzziele fließen. Nike: Gewinnprognose überboten Im zweiten Geschäftsquartal brach der Gewinn des US-Sportartikelanbieters Nike (WKN: 866993) von 469 auf 384 Mio. US-Dollar ein. Der Gewinn aus fortgeführter Geschäftstätigkeit legte von 480 auf 521 Mio. US-Dollar zu, der entsprechende Gewinn je Aktie von 1,03 auf 1,14 US-Dollar. Experten hatten 1,00 US-Dollar prognostiziert. Dank eines brummenden Heimatmarktes zog der Gesamtumsatz von 5,55 auf 5,96 Mrd. US-Dollar an. Prognose: 6 Mrd. US-Dollar. Die Bestellungen für den Lieferzeitraum Dezember 2012 bis April 2013 erhöhten sich um 6% auf 9,3 Mrd. US-Dollar.

Flops Merck: Krebsimpfstoff Stimuvax versagt Neuer Rückschlag für Merck (WKN: 659990) nach dem Erbitux-Misserfolg: Der Krebsimpfstoff Stimuvax hat in einer klinischen Phase-III-Studie versagt. Es sei „keine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit inoperablem nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom“ festgestellt worden, teilten die Darmstädter mit. Dennoch sollen derzeit in Asien laufende klinische Studien mit Stimuvax fortgesetzt werden. Merck hatte die weltweiten Lizenzrechte für den Wirkstoff 2007 von der US-Firma Oncothyreon erworben. Research In Motion: Verbannung aus NASDAQ-100-Index Der angeschlagene Blackberry-Anbieter Research In Motion (WKN: 909607) fliegt am 24. Dezember (in den USA wird im Gegensatz zu Deutschland bis 13 Uhr Ortszeit gehandelt) aus dem NASDAQ-100-Index. Dasselbe Schicksal erleiden unter anderem Electronic Arts (WKN: 878372), Flextronics (WKN: 890331), Netflix (WKN: 552484) und Verisign (WKN: 911090). Insgesamt tauscht der Börsentreiber zehn Aktien aus. Neu in den Index werden Analog Devices (WKN: 862485), Liberty Media (WKN: A1JLEX) und Western Digital (WKN: 863060) aufsteigen. Micron: Quartalsverlust vergrößert Infolge einer schwachen PC-Nachfrage und gesunkener Preise erhöhte der US-Speicherchip-Produzent Micron Technology (WKN: 869020) den Verlust im ersten Geschäftsquartal von 187 auf 285 Mio. US-Dollar. Der Fehlbetrag je Aktie stieg von 0,19 auf 0,27 US-Dollar. Im operativen Geschäft weitete sich der Verlust von 82 auf 157 Mio. US-Dollar aus. Der Umsatz schrumpfte von 2,09 auf 1,83 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten mit 2 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,20 US-Dollar Verlust je Aktie gerechnet.

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Zitat der Woche

„Die Unternehmen sind in froher weihnachtlicher Erwartung.“ Hans-Werner Sinn vom ifo Institut freut sich darüber, dass die deutsche Wirtschaft mit wachsender Zuversicht ins Jahr 2013 startet.

Zahl der Woche

102,4 Punkte Nach sechs Rückgängen in Folge war der ifo Index im November erstmals wieder gestiegen und konnte nun zum Dezember ein weiteres Plus von 1% auf nun 102,4 Punkte verbuchen.

TERMINE DER WOCHE 24.12.12 14:30 USA Auftragseingänge langlebige Güter November 27.12.12 16:00 USA Verbrauchervertrauen, Conference Board Dezember 28.12.12 15:45 USA Chicago-Einkaufsmanagerindex Dezember 08.01.13 08:00 DE Auftragseingangsindex verarbeitendes Gewerbe Nov. 09.01.13 08:00 DE Produktionsindex produzierendes Gewerbe November 09.01.13 08:00 DE Einzelhandelsumsatz November 10.01.13 13:45 EWU EZB, Ergebnis der Ratssitzung


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Markt im Fokus

Griechenland: Hurra! Für die zu Recht gestellte Frage nach der Daseinsberechtigung der drei großen US-Rating-Agenturen sowie der berechtigten Kritik an deren abenteuerlichem Treiben gab es jüngst weitere Argumente. Standard & Poor’s (S&P) stufte die Bonität Griechenlands deutlich herauf. Die Bonitätswächter von S&P bewerten die Kreditwürdigkeit Griechenlands, das praktisch pleite ist, nun nicht mehr mit einem teilweisen Zahlungsausfall („SD“), sondern

FTSE Greece Index

Stand: 21.12.2012 (10:45 Uhr)

Indizes Index Dow Jones S&P 500 NASDAQ DAX MDAX TecDAX SDAX EUROSTX 50 Nikkei 225 Hang Seng

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mit „B–“ und damit um sechs Stufen höher. Hellas Anleihen werden somit nun als hoch spekulative Anlage eingestuft. Ferner sei der Ausblick stabil. Als wenn diese

Stand: Freitag nach Börsenschluss

21.12.2012 % Vorwoche 52weekHigh % 52week 13190,84 +0,43% 13661,87 +8,95% 1430,15 +1,17% 1474,51 +14,99% 3021,01 +1,67% 3196,93 +17,19% 7636,23 +0,52% 7682,90 +31,85% 11994,32 +0,32% 12103,01 +37,59% 835,99 +0,72% 846,91 +25,43% 5261,85 +0,89% 5303,55 +22,30% 2651,09 +0,78% 2661,92 +18,12% 9940,06 +2,08% 10255,15 +17,50% 22523,58 -0,37% 22683,72 +22,30%

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Einschätzungen nicht schon genug Beweis wären, um das Treiben der Rating-Agenturen als absurd zu bezeichnen, gab es dazu eine an Irrsinn nicht zu überbietende Begründung für die Anhebung. S&P rechtfertigte sie mit der starken Bestrebung der Euro-Partner, das Land im Währungsraum zu halten, und verwies zudem auf die zuletzt von Griechenland am Markt zurückgekauften Anleihen. Herrlich! Das dafür nötige Geld stammt aus Hilfskrediten, von denen zuletzt weitere 49,1 Mrd. Euro von den Euro-Finanzministern endgültig freigegeben wurden. Das unerhörte und skandalöse Spiel, das mit den griechischen Staatsschulden zugunsten der Gläubiger aus der Finanzindustrie und zulasten der griechischen Bevölkerung sowie der europäischen Steuerzahler geführt wird, geht damit weiter. Wen interessiert es da schon, dass immer mehr Griechen keinen Job haben und in Armut leben, sich daher zunehmend ärztliche Behandlung, Medizin, Heizöl oder schlicht Lebensmittel nicht mehr leisten können und immer mehr Frauen ihre Körper als Leihmütter verkaufen müssen und Kinder in der Hoffnung, es dort besser zu haben, in Heime gesteckt werden? Wen interessiert es, dass radikale Parteien sowohl am linken als auch am rechten Rand verstärkt Zulauf bekommen und sich die Gefahr sozialer Unruhen weiter verstärkt? Wen interessiert das alles? Hauptsache bei der Bonität geht es aufwärts. Hurra!


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Märkte im Überblick

usa

Deutschland

Europa

Drama bis zum Ultimo

Wünsch dir was!

Trunken und benebelt

Wie kaum anders zu erwarten, wird im USHaushaltsstreit wohl bis kurz vor Ultimo gerungen. Es scheint nicht anders zu gehen, als das Drama um einen Kompromiss bis zum letztmöglichen Termin herauszuzögern. Das zwischenparteiliche und innerparteiliche Gerangel um Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen blieb somit auch in der vergangenen Woche das Thema an der Wall Street. Zwar wurden die Kurse am US-Aktienmarkt zwischenzeitlich mal wieder von der Hoffnung auf eine Einigung im Budgetstreit angetrieben, sie verpuffte jedoch abermals, nachdem es John Boehner, der Verhandlungsführer der Republikaner und Präsident des Repräsentantenhauses, nicht schaffte, die innerparteilichen Gegner zu überzeugen, die geplanten Steuererhöhungen für Reiche mit mehr als 1 Mio. US-Dollar Jahreseinkommen mitzutragen. Eine entsprechend angesetzte Abstimmung am Donnerstag wurde daher abgesagt. Das Possenspiel fängt nun erneut an. Die daraus resultierende wieder zunehmende Unsicherheit sorgte am Freitag für sinkende US-Indizes. Die bis dahin zu verzeichnenden Gewinne zur Vorwoche schmolzen zusammen. Auch die unerwartet kräftig gestiegenen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im November, was von einigen Volkswirten als Zeichen interpretiert wurde, dass sich die Firmen wegen der Fiskalklippe nicht zurückhalten, konnten die Stimmung nicht heben.

Weihnachten ist die Zeit für Wünsche. Bei vielen Top-Managern großer deutscher Konzerne steht dabei laut einer dpa-Umfrage ein Ende der Euro-Schuldenkrise ganz oben auf der Liste. Dass sich dieser sehnliche Wunsch bereits 2013 erfüllt, kann man getrost in die Schublade Wunschdenken packen. Die Realität wird eine andere sein, auch wenn man zuletzt angesichts der Jahresendrally am deutschen Aktienmarkt sowie auch einigen Prognosen schlussfolgern könnte, dass die negativen Auswirkungen der Schuldenkrise auf die deutsche Wirtschaft nur temporärer Natur sind und es nach einer Wachstumsdelle im Winterhalbjahr 2012/13 wieder mit der Konjunktur aufwärtsgeht. Vielleicht gelingt dies auch tatsächlich und es gibt ein Miniwachstum. So recht daran glauben mag man aber nicht. Auch der jüngst abermals aufgehellte ifo Geschäftsklimaindex, der sich damit nun zum zweiten Mal in Folge verbessert hat, ändert daran nichts. Vielmehr könnte es sich um eine typische Zwischenerholung handeln. Daher nun die Sektkorken knallen zu lassen wäre verfrüht. Auch der DAX ließ sich vom ifo Index nicht beeindrucken. Wohl auch geprägt vom großen Verfallstag am Freitag konnte er sich in der vergangenen Woche ohnehin nicht so recht für eine Richtung entscheiden und pendelte um den Widerstand von 7.600 Punkten herum. Am Ende schloss er immerhin knapp darüber.

Die Kauflaune war zwar etwas gebremst, die europäischen Aktienmärkte präsentierten sich in der vergangenen Woche aber erneut überwiegend freundlich. Der EURO STOXX 50 kletterte abermals auf ein neues Hoch im Jahresverlauf 2012. Zwar konnte er das Niveau nicht ganz halten und kam wieder etwas zurück, es blieb aber am Ende bei einem Gewinn von 0,8% zur Vorwoche. Wenige Handelstage vor dem Jahresende lässt sich somit eine solide Performance 2012 von etwa 14% feststellen. In der positiven Entwicklung schwingt verhaltener Optimismus in Sachen Bewältigung der Schuldenkrise mit. Auch die Politik und einige Experten werden nicht müde, immer wieder zu betonen, Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Verwiesen wird dabei auch auf die errichteten Brandmauern (ESM, EZB-Anlaufkaufprogramm), was suggeriert, dass man sich wegen katastrophaler Extremereignisse keine Sorgen zu machen braucht. Insgesamt wurde somit eine scheinbar heile Welt geschaffen, in der das Prinzip Hoffnung an erster Stelle steht. Weil diese Zuversicht jedoch meilenweit entfernt ist von der Realität, birgt diese Wohlfühlatmosphäre das Risiko eines bösen Erwachens aus dem Land der Wunschträume. Vielleicht ist dies schon 2013 der Fall, wenngleich nicht auszuschließen ist, dass die europäischen Aktienmärkte trunken und benebelt vom Schnaps der Marke „Alles wird gut“ weiter zulegen.

S&P 500

DAX

EURO STOXX 50

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Stand: 21.12.2012

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Aktie der Woche TOptical: Real-Time PCR System von Analytik Jena

Analytik Jena: Rekordergebnisse Der Spezialist für Analysetechnik hatte zwar bereits Ende November glänzende vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2011/12 (bis Ende September) vorgelegt, sodass die jüngst veröffentlichte Jahresbilanz keine Überraschungen barg. Die abgelieferten Rekordergebnisse sind dennoch Grund genug, sich Analytik Jena einmal etwas genauer anzuschauen. Noch nie hat die Gesellschaft so viel umgesetzt wie im vergangenen Geschäftsjahr 2011/12. Konkret erzielte sie Erlöse von 94 Mio. Euro. Dies waren 8,9% mehr als im Vorjahr. Dazu verbesserten sich die Erträge überproportional. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 15,6% auf 10,2 Mio. Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich sogar um 21,7% auf 6,1 Mio. Euro. Unter dem Strich erzielte Analytik Jena einen Überschuss von 3,3 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 0,2 Mio. Euro angefallen war. Mit diesen Ergebnissen hatte das Unternehmen dem Vernehmen nach seine Erwartungen erreicht und teilweise deutlich übertroffen. „Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück“, freute sich Firmenlenker Klaus Berka. An dem Erfolg sollen auch die Aktionäre teilhaben und ihnen will man eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie vorschlagen. Brummende Geschäfte in Asien Verantwortlich für die trotz des schwierigen Marktumfeldes in Europa positive Geschäftsentwicklung war der konstant starke 06

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Umsatz im Kernbereich Analytical Instrumentation sowie die hervorragende Marktposition in Asien. Hier erwirtschaftet der Konzern die meisten Umsätze und baute dies im vergangenen Jahr mit kräftigen Zuwächsen von 30,8% auf 39,2 Mio. Euro aus. In der zweitgrößten Absatzregion, dem Heimatmarkt Deutschland, stiegen die Erlöse um 3,6% auf 25,3 Mio. Euro. In Europa (ohne Deutschland) verringerten sich die Einnahmen aufgrund der negativen Auswirkungen der Staatsschuldenkrise indes um 14,5% auf 25,3 Mio. Euro. Innovationskraft und internationale Märkte Mit den vorgelegten Zahlen setzte die 1990 gegründete Firma ihre positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre fort. Basis

Analytik Jena

Stand: 21.12.2012


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dafür ist die erfolgreich umgesetzte Strategie, Innovationskraft und High-End-Produkte mit den Wachstumspotenzialen internationaler Märkte zu verbinden. Analytik Jena hat sich dabei eigenen Angaben zufolge zu einem der führenden Hersteller analytischer und bioanalytischer Systeme für industrielle und wissenschaftliche Anwendungen gemausert. Er hilft mit seinen Produkten und Dienstleistungen, Anzeige

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Kleinstwelten sichtbar zu machen. Damit können unter anderem feste, flüssige oder gasförmige Stoffe auf ihre Bestandteile untersucht werden. Insgesamt betrachtet hat sich das Unternehmen somit in einem nachgefragten Technologiesegment positioniert und bedient dabei eine Vielzahl zukunftsträchtiger Anwendungsbranchen. Eingesetzt werden die Instrumente und Analysesysteme in den Laboren der Lebensmittel-, Umwelt-, Medizin-, Pharma- und Biotechnologieindustrie, aber auch in Forschungseinrichtungen und Universitäten der öffentlichen Hand sowie privaten Stiftungen und Institutionen. Mithilfe der Gerätschaften wird beispielsweise untersucht, ob Lebensmittel schädliche Substanzen enthalten, in Joghurt die richtigen Enzyme vorhanden sind oder Medikamente die optimale Wirkstoffmenge aufweisen. Andere dienen zum Nachweis von Bakterien und Viren. Technologisch in der Weltspitze Unterteilt in die drei eng miteinander verwobenen Geschäftsfelder „Analytical Instrumentation“, „Life Science“ und „Optics“ umfasst das Portfolio sowohl klassische Analysetechnik als auch Komplettangebote für bioanalytische Anwendungen im LifeScience-Bereich (z. B. DNA-Aufreinigung, Robotik, PCR-Instrumente, molekulare Diagnostik) und wird ergänzt durch Hochleistungsoptik für Konsumenten (Komponenten für anspruchsvolle Jagd-, Sport- und Profi-Anwendungen). Laborübergreifende Software-Management- und Informationssysteme (LIMS), Serviceleistungen sowie Geräte, spezifische Verbrauchs- und Einwegmaterialien (Reagenzien, Kunststoffartikel) komplettieren das Sortiment. Im größten Segment „Analytical Instrumentation“, dass 2011/12 rund 64% des Konzernerlöses erwirtschaftete, hat sich die Gesellschaft in den vergangenen 15 Jahren dabei eigenen Angaben zufolge technologisch in der Weltspitze eingeordnet. Basis dafür ist die Kernkompetenz in der optischen Spektroskopie


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und der Elementaranalytik sowie die hohe Innovationskraft, mit der das Sortiment konsequent ergänzt und ausgebaut wird. Der Umsatz des Kernsegments verbesserte sich im vergangenen Geschäftsjahr um 12,8% auf 60 Mio. Euro. Im vergleichsweise noch jungen Segment „Life Science“, das 2011/12 Erlöse von 28,2 Mio. Euro (Vorjahr 28,3 Mio. Euro) erzielte, wird unterdessen daran gearbeitet, dieses international zu positionieren, um sich als Systemanbieter für die Bioanalytik und molekulare Diagnostik zu profilieren. Analytik Jena sieht sich dabei auf einem guten Weg, mittelfristig zum klassischen Bereich aufzuschließen. Wichtige Weichen gestellt Laut Vorstand hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr zudem einige strategische Entscheidungen erfolgreich umgesetzt und dabei wichtige Weichenstellungen vorgenommen, mit denen Analytik Jena die sich bietenden Chancen nutzen und langfristig weiterhin solide und profitabel wachsen will. Dazu gehörte eine Kapitalerhöhung, mit der man den finanziellen Spielraum für die weitere Expansion schaffte. Außerdem wurde ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 30 Mio. Euro bei deutschen institutionellen Investoren platziert, um damit das langfristige Fremdkapital zu einem günstigen Zinsniveau neu zu strukturieren und sich damit ebenfalls langfristige Möglichkeiten zur Finanzierung des Wachstums und für künftige strategische Akquisitionen zu eröffnen. Schließlich gehören zur langfristigen Strategie die kontinuierliche Erweiterung des Produkt-und Beteiligungsportfolios sowie der Ausbau der drei Kerngeschäftsfelder, wozu auch strategische Partnerschaften, Beteiligungen und Zukäufe beitragen sollen. Erneut Zuwächse erwartet Bereits im laufenden Geschäftsjahr 2012/13 erwartet Analytik Jena weitere Ergebniszuwächse. „Ziel ist es, den Umsatz erneut zu 08

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Analytik Jena ISIN: DE0005213508 WKN: 521350 Kurs 21.12.12: 10,98 EUR 52-Wochen-Hoch: 12,70 EUR 52-Wochen-Tief: 9,61 EUR Empf. Stop-Loss: 9,60 EUR Unser Anlageurteil: langfristiger Kauf Stand: Freitag nach Börsenschluss

steigern, den Spitzenwert des Vorjahres zu übertreffen und das qualitative Wachstum der Erträge zu sichern“, erläuterte der Firmenchef. Dazu beitragen sollen das zunehmende Geschäft in Asien sowie die Markteinführung weiterer Produkte. Zudem betonte der Vorstand, dass der Konzern seine Position auf den Weltmärkten weiter festigen und ausbauen will.

Fazit Das Geschäftsmodell von Analytik Jena scheint solide, trag- und vor allem ausbaufähig. Die Gesellschaft setzt mit ihren Produkten auf Zukunftsbranchen, ist technologisch sehr innovativ und konnte sich zudem in der Wachstumsregion Asien sehr gut positionieren. Außerdem lassen sich aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Produkte und Dienstleistungen, womit sich Kunden aus vielen unterschiedlichen Branchen ansprechen lassen, zu denen auch viele aus zukunftsträchtigen Bereichen kommen, Nachfrageschwankungen in einzelnen Abnehmergruppen relativ gut ausgleichen. Dadurch ist eine wenig schwankungsanfällige Geschäftsentwicklung möglich. Insgesamt stehen die Zeichen somit weiterhin auf profitablem Wachstum, sodass die Aktie des Unternehmens für langfristige Käufe infrage kommen könnte. Bei eventuellen Investments ist das geringe Handelsvolumen an der Börse zu beachten, sodass Orders mit Preislimits zu versehen sind.

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Jahresausblick 2013

Jahresausblick Die aktuelle Lage ist alles andere als rosig. Lahmende Weltkonjunktur, Rezession in der Eurozone, Fiscal Cliff in den USA und horrende Staatsschulden allerorten. Trotzdem könnte das Jahr 2013 die Wende einläuten. Diese Regionen, Branchen und Asset-Klassen haben das größte Potenzial.

Der Weltkonjunktur ging im Jahr 2012 die Luft aus. Im Jahresdurchschnitt stieg die weltweite Produktion lediglich um 3,2%. Die Eurozone rutschte nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft (If W) erneut in die Rezession. In Kombination mit der Staatsschuldenkrise auf beiden Seiten des Atlantiks, niedrigen Zinsen und aufgeblähten Zentralbankbilanzen ist dies ein Umfeld, welches Anleger vor enorme Herausforderungen stellt: „Investoren müssen wieder Mut für risikobehaftete Anlageformen fassen, was angesichts der vielen ungelösten globalen Probleme nicht immer einfach ist“, bringt es Stefan Angele, Head of Investment Management bei Swiss & Global Asset Management, auf den Punkt. Doch es gibt auch positive Signale. Aktien & Co. machen Anleger froh Zunächst einmal sollte nicht übersehen werden, dass sich die Finanzmärkte bereits im laufenden Jahr weitgehend von der Realwirtschaft entkoppelt haben. Tatsächlich haben fast alle Asset-Klassen hohe Erträge gebracht: „Mit an der Spitze standen deutsche Aktien. Der DAX verzeichnete im bisherigen Jahresverlauf einen Anstieg um fast 30%. Aber auch mit einem europäischen und amerikanischen Aktienportefeuille konnte ein Wertzuwachs über 10% eingefahren werden. Zweistellig war der Zuwachs ebenfalls bei Aktienindizes von Schwellenländern. Außergewöhnliche Anlageerfolge gab es auch bei Unternehmensanleihen mit längeren Laufzeiten. Bei mittlerer Bonität (BBB, sieben bis zehn Jahre) wiesen europäische Indizes teilweise über 20% Zuwachs aus, bei Unternehmensanleihen mit längeren Laufzeiten und hoher Bonität (AAA, sieben bis zehn Jahre) waren es um die 10%. Selbst die niedrig verzinslichen längerfristigen 09

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Staatsanleihen der sicheren Häfen Deutschland und USA brachten dank eines weiter rückläufigen Renditeniveaus einen Anlageertrag von rund 7% bzw. 5%“, so die Allianz in einer aktuellen Publikation. Dieser Gleichlauf dürfte sich im kommenden Jahr nicht wiederholen: „Im Anleihenbereich halten wir Staatsanleihen – egal aus welcher Region – mittel- bis langfristig für weniger attraktiv. Denn die Effektivrenditen nach Abzug der Inflation sind verbreitet negativ, teilweise sogar die nominalen Renditen“, so Dennis Stattman, Fondsmanager des BGF Global Allocation Fund bei BlackRock. Talsohle durchschritten Nichtsdestotrotz konnten die privaten Haushalte im laufenden Jahr ihren Kapitalstock mehren: Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland im zweiten Quartal 2012 auf einen neuen Rekordwert und für die USA meldete die Federal Reserve Anfang Dezember, dass das Vermögen der US-Haushalte im dritten Quartal erstmal wieder das Niveau von Ende 2007 – vor Ausbruch der Finanzkrise – erreicht hat. Eine


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Jahresausblick 2013

Entwicklung, die gerade mit Blick auf die Bedeutung des privaten Konsums für die US-Konjunktur nicht zu vernachlässigen ist. Auch die Anzeichen für eine Erholung in der Realwirtschaft mehren sich. So ist der ifo Index im Dezember erneut gestiegen – auf nunmehr 102,4 Punkte. Getragen wurde der Anstieg von den Erwartungen an 2013: Immer mehr Unternehmen erwarten für das nächste Jahr bessere Geschäfte – insbesondere im Export. Dass es sich dabei um den zweiten Anstieg in Folge handelt und dass das Barometer zum dritten Mal hintereinander nicht gefallen ist, hat Signalcharakter: In der Vergangenheit markierte dies stets den Beginn einer Wachstumsphase. Dass die Weltbank in der vergangenen Woche ihre Konjunkturprognose für China nach oben korrigiert hat, passt ebenfalls ins Bild. Für das Reich der Mitte wird im kommenden Jahr mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 8,4% – nach rund 7,9% im laufenden Jahr – gerechnet. Reich der Mitte nimmt Anlauf Die Rückkehr zu einem höheren Wachstum lässt das Reich der Mitte interessant erscheinen. Dies gilt umso mehr, als die Kurse chinesischer Titel in den letzten Jahren deutlich zurückgekommen sind. Der CSI 300 Index hat seit Anfang 2010 fast ein Drittel an Wert verloren. Für Mark Burgess, Chief Investment Officer (CIO) bei Threadneedle Investments, sind die Aktien des Riesenreichs damit einer der Favoriten für 2013: „In China beispielsweise gibt es Anzeichen dafür, dass der Konjunkturabschwung seine Talsohle erreicht hat. Das dürfte den Aktienmärkten und den risikoreichen Vermögenswerten im Allgemeinen

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zugutekommen, da die Schwellenmärkte der Hauptmotor für das Weltwirtschaftswachstum bleiben.“ Welche Bedeutung das Land mittlerweile erreicht hat, zeigt ein Blick auf die Rangliste der größten Wirtschaftsnationen: Im Februar 2011 hat China Japan als zweitgrößte Wirtschaftsnation abgelöst und schickt sich nun an, die Nummer 1 zu werden. Laut einer Studie des Marktforschers Frost & Sullivan könnte dies im Jahr 2025 gelingen. Nicht nur Jian Shi Cortesi, Fondsmanagerin des JB Chindonesia Fund, favorisiert dabei vor allem Konsumwerte: „Die Gewinnaussichten chinesischer Unternehmen aus dem Konsumsektor werden sich nach unserer Einschätzung im ersten Halbjahr 2013 verbessern. Die neue Regierung wird den derzeitigen 5-Jahres-Plan weiter vorantreiben und damit auch das Konsumwachstum ankurbeln. Davon profitieren ausgewählte Unternehmen aus den Sektoren Einzelhandel, Auto, Unterhaltungselektronik, Freizeit, IT und Versicherungen.“ Dass in den beiden größten Volkswirtschaften in diesem Jahr nahezu zeitgleich über die Führung des Landes abgestimmt wurde, ist also nicht die einzige


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Verbindung zwischen den beiden Staaten: Peking ist der größte Gläubiger der USA, die der weltgrößte Schuldner sind. Geheimfavorit USA Letzteres könnte sich jedoch ändern. Zum einen haben die USA begonnen, ihre gewaltigen Militärausgaben zurückzufahren, zum anderen vollzieht sich in den USA ebenfalls eine Energiewende. Im Gegensatz zu Deutschland geht es dabei allerdings nicht um den Ausbau erneuerbarer Energien. Stattdessen erschließen die Vereinigten Staaten derzeit sogenannte unkonventionelle Gas- und Ölvorkommen. Die Vorräte unter dem nordamerikanischen Kontinent sind so groß, dass das Land in wenigen Jahren vom Energieimporteur zu einem Energieexporteur aufsteigen wird. Laut einer Studie der Harvard Kennedy School wird die US-Ölproduktion im Jahr 2020 bei knapp 12 Mio. Barrel liegen. Damit würden die USA mehr Öl fördern als Katar, Kuwait, Venezuela und Mexiko zusammen. Parallel dazu sorgt der Gas-Boom dafür, dass die Preise für den Energieträger in den USA sinken. Bereits heute ist Gas laut einem „Handelsblatt“-Bericht um zwei Drittel günstiger als in Deutschland. Billige Energie, hohe Investitionen in die Förderkapazitäten und energieintensive Branchen sowie der Verbleib des Kapitals im Inland könnten der US-Wirtschaft in den kommenden Jahren einen neuen Boom bescheren. Dementsprechend positiv ist Burgess für US-Aktien eingestellt: „Die USA bieten eine attraktive Mischung aus Qualitätsmanagement, hoher Generierung von freiem Cashflow und defensivem Wachstum. Das Land profitiert ferner aufgrund der Förderung von Schiefergas von einer zunehmenden Energieunabhängigkeit.“ Qualität entscheidet Hinsichtlich der Auswahl von Einzeltiteln haben die Experten eine klare Meinung: „Unternehmen mit schlechtem Management, fragwürdigen Geschäftsmodellen und schwachen Franchises dürften in diesem rauen Wirtschaftsumfeld schwer zu kämpfen haben, während bewährte Management-Teams mit starken Franchises prosperieren werden“, so Burgess weiter. Qualitätstitel favorisiert auch Stefan Angele, Head of Investment Management bei Swiss & Global Asset Management: „In diesem Umfeld bieten qualitativ hochwertige Schwellenländeranleihen sowie Total-Return-Strategien im festverzinslichen Bereich und Aktien von gesunden Unternehmen, die insbesondere von Gravitationszentren durch die Entwicklungen in den Schwellenländern profitieren, relativ attraktive Risiko-Rendite-Chancen.“ Es ist nicht alles Gold Rohstoffe dürften sich ebenfalls uneinheitlich entwickeln: „Für Rohstoffanleger wird 2013 eine selektive Vorgehensweise entscheidend bleiben. Rohstoffe, bei denen die Dynamik von Angebot- und 11

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Nachfrage angespannt ist, wie zum Beispiel bei Erdöl und verwandten Produkten, dürften bessere Aussichten bieten als Bereiche, die an die Stärke der Weltwirtschaft gekoppelt sind, wie beispielsweise Industriemetalle“, ist Burgess überzeugt. Positiv sehen Experten dagegen die heimliche Weltreservewährung: „Es gibt weiterhin gute Gründe für eine Goldanlage: Gold eignet sich bestens zur Portfoliodiversifizierung. Und angesichts der massiven Schulden, die auf den Papierwährungen lasten, bietet Gold mehr denn je einen Schutz vor Inflation. Besonders in Zeiten eines Niedrigzinsumfeldes und daraus folgenden negativen Realzinsen können die Renditen einer Goldanlage attraktiv sein“, so Evy Hambro, Co-CIO des Natural Resources Teams bei BlackRock.

Fazit Für Anleger war 2012 ein deutlich besseres Jahr, als es die Nachrichtenlage suggerierte. 2013 könnte es umgekehrt kommen. Mutige Anleger, die die sich bietenden Chancen in China, den USA und auf den Anleihenmärkten ergreifen, dürften aber im neuen Jahr belohnt werden.

Ausblick auf das nächste Spezial Ausgabe 1 (13.01.2012) Investmentfonds Trends 2013


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Ausblick 2013:

Nordamerika ist unser Favorit bei Aktienkäufen Welche Entwicklungen könnten die Aktienmärkte 2013 maßgeblich beeinflussen? Auf diese Frage ist zuerst die Handhabung der drohenden Fiskalklippe in den USA durch die Regierung und die Opposition zu nennen. Wir glauben, dass diese Hürde genommen wird. Auch wenn die US-Wirtschaft kürzlich Schwächen gezeigt hat – Nordamerika dürfte für Aktienanleger im neuen Jahr eine der attraktivsten Regionen bleiben.

Léon Cornelissen Chef-Volkswirt Robeco Asset Management, Rotterdam

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Klippenspringer stürzen sich freiwillig aus großer Höhe von einem Felsen und landen in der Regel elegant und unversehrt im Wasser. Den USA droht derzeit ein finanzieller Klippensprung unfreiwilliger Art: die Haushaltsklippe (englisch: Fiscal Cliff ), die ab 2013 zu harten Einschnitten im Staatshaushalt führen könnte. Um den am Jahresende in Kraft tretenden, gesetzlich festgelegten Automatismus aus Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Höhe von rund 600 Mrd. US-Dollar (rund 453 Mrd. Euro) noch rechtzeitig abzuwenden, bedarf es eines politischen Kompromisses zwischen der demokratischen US-Regierung und der republikanischen Opposition sowie der Zustimmung der Opposition in den USA. Im Moment zeichnet sich zwar noch kein Kompromiss ab und das Versteckspiel zwischen den Parteien setzt sich fort. Dennoch rechnen wir damit, dass man sich vor Jahresende einigen wird. Wir gehen von einem Kompromiss aus, der die scharfen automatischen Einschnitte verhindert, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Rezession der US-Wirtschaft – noch im Jahr 2013 – führen würden. Ist diese Hürde genommen, kann die USRegierung um den wiedergewählten Präsidenten Barack Obama daran gehen, das Haushaltsdefizit zu verringern. Die Haushaltskonsolidierung kann zwar nicht nach Belieben in die Zukunft verschoben werden.

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Dennoch erwarten wir zunächst nur moderate Einschnitte und die Reduktion des Defizits um einen Prozentpunkt auf etwas unter 6%. Damit wäre das Defizit im US-Haushalt weiterhin zu hoch. Sollte hier keine echte Lösung gefunden werden, halten wir auch eine zweite Herabstufung der USA durch die Rating-Agenturen für möglich. Warum also könnte gerade der US-Markt 2013 trotz dieser Risiken eine gute Anlageoption sein? Starke Weltmarktposition der Unternehmen Die positive Nachricht lautet: Ungeachtet der Schuldendynamik zeigt sich die amerikanische Wirtschaft unter dem Strich relativ robust – 2013 sollte sie uns sogar positiv überraschen. Wir erwarten einen Anstieg der Konsensschätzungen für das US-Wirtschaftswachstum auf 3%. Die mögliche Aufhellung des konjunkturellen Bildes in den USA könnte sich positiv auf den US-Aktienmarkt auswirken. Gerade deshalb, weil die gegenwärtige Marktstimmung von der Unsicherheit rund um die Haushaltsklippe geprägt ist. Bei der Bewertung der aktuellen Marktlage sollten Anleger auch zwei weitere Aspekte nicht außer Acht lassen: Die jüngsten Schwächesignale der US-Wirtschaft könnten auf den negativen Einfluss des Wirbelsturms „Sandy“ zurückgeführt werden. Der Hurrikan war im Oktober mit erheblichen Auswirkungen auch für die Produktionsbetriebe über die Ostküste und andere Teile der USA hinweggefegt. Zudem hält der bislang ungeklärte Umgang mit der Haushaltsklippe die Unternehmen davon ab, heute schon Investment-Entscheidungen zu treffen. Haben die US-Politiker diese Hürde erst einmal genommen, wird Nordamerika vermutlich die einzige Region unter den Industrienationen sein, die ihre wirtschaftliche Erholung aus eigener Kraft vorantreiben kann. Angesichts dessen erwarten wir durch moderate fiskalische Einschnitte keine negativen Auswirkungen auf die Konjunktur, die sich nachteilig auf den Aktienmarkt auswirken. Nordamerika bleibt daher unsere bevorzugte Region für Aktienkäufe.


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Unternehmen der Woche

Weinrich:

Schokoladengenuss mit gutem Gewissen

Schokolade wird gerne als „süße Sünde“ bezeichnet. Das ist nicht ganz falsch, denn der süße Genuss hat viele Kalorien. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Dank hochwertiger Rohstoffe und Fertigungsverfahren, wie sie der Traditionshersteller Weinrich anwendet, kann Schokolade auch ein Qualitätsnahrungsmittel sein.

Um Gutes noch besser zu machen, setzt Weinrich zunehmend auf Bioschokoladen.

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Im Gegensatz zu vielen anderen Süßigkeiten ist Schokolade nämlich alles andere als eine nährstoffarme Kalorienbombe. Der Kakao als Rohstoff jeder Schokolade liefert eine Vielzahl an Pflanzenwirkstoffen, die eine nützliche Wirkung auf den menschlichen Körper entfalten. So wird den Catechinen, die zu den Pflanzenfarbstoffen gehören, eine antioxidative Wirkung nachgesagt. Das bedeutet, dass sie dazu beitragen, die Träger der Erbanlagen, die DNA, und Zellmembranen vor Schäden bewahren. Die Zellen werden so vor Mutationen und damit vor Krebserkrankungen geschützt. Außerdem sollen sie Herzinfarkten vorbeugen. Andere wichtige Inhaltsstoffe der Schokolade sind Vitamin E und Endorphine, die auch als Glückshormone bekannt sind. Überraschend ist, dass ausgerechnet die stark zuckerhaltige Schokolade vor Karies schützt, denn im Kakao sind Stoffe wie Tannin, Fluor und Phosphat enthalten, die gegen Karies wirken. Um Gutes noch besser zu machen, setzt Weinrich zunehmend auf Bioschokoladen, die unter dem Namen Vivani und Björnsted angeboten werden. In beiden wird ein besonders hoher Anteil an Kakao verwendet. Statt weißen Zuckers enthalten sie Rohrzucker. Hiervon verspricht sich der Hersteller, dass mehr Mineralstoffe erhalten bleiben und der Kakaogeschmack nicht überlagert wird. Dass Kakao, Rohrzucker und alle weiteren Zutaten aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen, versteht sich von selbst. Der Erfolg spricht für die konsequente Herstellung. So hat die EdelBitter-Schokolade von Vivani in einem Test des Feinschmeckermagazins „Savoir Vivre“ die Höchstpunktzahl erhalten und dazu noch von der Deutschen Lebensmittelgesellschaft eine Goldauszeichnung bekommen. Wobei sie sich diesen Preis mit zahlreichen anderen Schokoladen aus dem Vivani-Sortiment teilt, die so klingende Namen wie „Edel Bitter Ecuador Olivo“ oder „Espresso-Dragées, Vollmilch und Feine Bitter“ tragen. Neben den klassischen Tafeln gibt es noch eine Auswahl an anderen Leckereien wie Riegeln, Nuss-Nugat-Creme und Schokoladengetränken. Das Unternehmen ruht sich aber nicht auf den bisherigen Erfolgen aus. So sind gerade erst mehrere neue Sorten wie die Winterschokolade oder ein Butter-Spekulatius in einer

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Ummantelung aus Vollmilchschokolade, vorgestellt worden. Da das Auge bekanntlich mitisst, hat sich Vivani auch für die Umhüllung seiner Schokoladen etwas Besonderes einfallen lassen. Statt der schmucklosen Verpackungen, in denen Lebensmittel aus ökologischem Anbau oft geliefert werden, zieren die Tafeln unterschiedliche Motive, die von einer Künstlerin eigens für das Unternehmen entworfen wurden. Weinrich verfügt über mehr als 100 Jahre Erfahrung mit der Fertigung von Süßwaren. 1895 gründeten Ludwig Weinrich und Paul Drüge in Herford die Biscuit- und Cakesfabrik Weinrich & Drüge. Wie der Name verrät, ging es zunächst um Gebäck. Erst nach dem 1. Weltkrieg kam auch Schokolade dazu und die Firma hieß nun Ludwig Weinrich Schokolade- und Keksfabrik, nachdem Paul Drüge aus dem Unternehmen ausgeschieden war. Da sie zu personalintensiv und damit zu teuer war, wurde die Gebäck- und Pralinenherstellung schließlich in den 1960erJahren aufgegeben und nur noch Schokolade produziert. Neben den Bioschokoladen im Hochpreissegment stellt Weinrich heute eine große Auswahl gefüllter und ungefüllter Schokoladen her, die in über 40 Ländern weltweit angeboten werden. Auch hier versucht das Unternehmen, die Ideen der nachhaltigen Lebensmittelherstellung zu verwirklichen, und greift auf fair gehandelte Kakaobohnen zurück, die aus genossenschaftlichem Anbau in Ghana stammen.


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Die Kalender-App für Golfer!

BIGBANK

Oracle

Quartalsüberschuss halbiert

Erwartungen übertroffen

Die auch in Deutschland mit Festgeldangeboten präsente estnische BIGBANK halbierte den Gewinn im dritten Quartal aufgrund von Wertberichtigungen und gestiegenen Kosten von 2,09 auf 0,97 Mio. Euro. Der Vorsteuergewinn brach von 2,23 auf 1,18 Mio. Euro ein. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Zinseinnahmen von 9,24 auf 11,56 Mio. Euro. Die für Festgeldanlagen an Kunden gezahlten Zinsen erhöhten sich von 1,58 auf 1,98 Mio. Der Zinsüberschuss legte von 7,67 auf 9,58 Mio. Euro zu. Unter dem Strich zogen die Einnahmen von 9,23 auf 11,27 Mio. Euro an. Die Kosten inklusive Wertberichtigungen stiegen von 7,00 auf 10,08 Mio. Euro. In den vergangenen neun Monaten schrumpfte der Gewinn der Bank, die seit Frühjahr 2012 auch in Schweden aktiv ist, von 5,03 auf 4,44 Mio. Euro, der Vorsteuergewinn von 5,36 auf 5,21 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss legte von 21,75 auf 28,06 Mio. Euro zu, die Gesamteinnahmen von 26,42 auf 33,42 Mio. Euro. Auf der Ausgabenseite stiegen die Gesamtkosten von 21,07 auf 28,21 Mio. Euro. Deutsche Anleger, die mit einer Festgeldanlage bei der BIGBANK liebäugeln, sollten bedenken, dass die Einlagen nur von einem gesetzlichen Einlagensicherungsfonds Estlands abgesichert sind – pro Kunde mit maximal 100.000 Euro.

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Sauren Global Stable Growth – ein Fonds in Topform Der von Eckhard Sauren gemanagte Dachfonds Sauren Global Stable Growth feierte am 14. Dezember sein fünfjähriges Jubiläum. Der Dachfonds deckt die globalen Aktienmärkte ab und mischt dazu Hedgefonds sowie konservative Anlageideen. Die Mittel werden nicht nur breit über Länder und Anlageklassen gemischt, sondern auch über Fondsmanager. Können die Profis frei von einer Benchmark agieren, haben sie gute Chancen, ins Portfolio aufgenommen zu werden. Auf Sicht von fünf Jahren schnitt der Sauren Global Stable Growth rund 35% besser als seine Referenzindizes ab. In diesem Jahr bringt er es auf 10%. Eckhard Sauren vertritt seine ganz eigene Investment-Philosophie: „Wir investieren nicht in Fonds, sondern in Manager“, sagt der Gründer und Vorstand der Kölner Investment-Boutique Sauren Fonds-Service AG. Seiner Ansicht nach liefert die in der Vergangenheit erzielte Wertentwicklung nämlich kaum verlässliche Aussagen, ob der Fonds auch künftig ordentliche Renditen erzielt. Das hänge vielmehr von der Persönlichkeit des Fondsmanagers und der Kontinuität seiner Anlagestrategie ab. Positiv bewertet Sauren es zum Beispiel, wenn der Manager einen nachhaltigen Mehrwert für seine Anleger erwirtschaftet hat. Negativ bewertet er dagegen, wenn der Manager lediglich von einer einmaligen Entscheidung profitiert hat oder die erwartete Konsistenz bei der Umsetzung seiner Anlagephilosophie vermissen lässt. Um sich ein Bild zu verschaffen, führen Sauren und sein Team ständig Gespräche mit Fondslenkern. Im Jahr treffen sie rund 350 Investment-Profis. Dabei erstellen sie ein umfassendes Profil und bewerten detailliert die Qualitäten des Fondsmanagers. Die Erfolgsquote ist hoch. Rund 80% der von Sauren ausgewählten Manager übertreffen ihren jeweiligen Index.

Manager des Alken European Opportunities. Sauren zählt ihn seit Jahren zu den besten Aktienfondsmanagern in Europa. Walewski war lange Zeit Fondsmanager des Oyster European Opportunities. 2005 gründete er die Gesellschaft Alken. Sauren favorisiert Manager, die sich selbständig machen. Sie genießen seiner Meinung dann eine größere Entscheidungsfreiheit und können ihre Anlageideen effizient umsetzen. Die von Sauren so geschätzte Flexibilität besitzt auch der Gama Concept. Der Mischfonds kann unabhängig von einer Benchmark Aktien- und Rentenquote innerhalb eines gewissen Rahmens den jeweiligen Marktentwicklungen anpassen. Für den Fonds spricht vor allem aber der Manager. Jens Ehrhardt ist ein erfahrener Profi und wurde für seine guten Leistungen bereits mehrfach ausgezeichnet. Mischfonds sind im Sauren Global Stable Growth derzeit mit 3,6% gewichtet. Wegen der Wachstumskomponente entfallen auf Aktienfonds rund 64%, auf Rentenfonds rund 9%. Chancen sieht Sauren auch bei Hedgefonds. Deren Anteil beträgt etwa 13%.

Freiheit für die Manager Beim Sauren Stable Global Growth haben 35 Manager das harte Auswahlverfahren bestanden. Einer von ihnen ist Nicolas Walewski,

Geringe Volumina bevorzugt Keineswegs müssen die Zielfonds über große Volumina verfügen. Sauren sieht dies eher als Nachteil. Sie können seiner

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Meinung nach in weniger liquiden Märkten oder Wertpapieren keine nennenswerten Positionen aufbauen. Trotz des noch relativ geringen Volumens hat sich Sauren vor Kurzem für den neu aufgelegten Henderson Euro High Yield Bond Fund entschieden. Sauren lobt die Arbeit der beiden Fondslenker Chris Bullock und Stephan Taryan. Beide haben ihr Können bei der Steuerung des Henderson Horizon Euro Corporate Bond Fonds unter Beweis gestellt. Dank der starken Leistungen der beiden Experten kletterte das Fondsvolumen innerhalb nur eines Jahres von 100 Mio. Euro auf 1 Mrd. Gut möglich, dass auch der HighYield Fond deutlich zulegt und die Mittelzuflüsse steigen. Der Sauren Global Stable Growth würde davon profitieren und Eckhard Sauren hätte wieder einmal Menschenkenntnis und Investment-Know-how bewiesen.

Sauren Global Stable Growth ISIN: Fondsvolumen: Fondswährung: Auflagedatum: Management-Gebühr: Gesamtkostenquote:

LU0136335079 24 Mio. Euro Euro 31.12.2001 0,65% 2,93%


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Vontobel Asset Management

Neuer Nachhaltigkeitsfonds Ausgestattet mit einer Vermögensbasis von rund 100 Mio. US-Dollar investiert der neue Vontobel Fund – Sustainable Global Leaders (ISIN: LU0848325295) weltweit in günstig bewertete Unternehmen, die sich durch eine hohe Kapitalrendite, eine starke Wettbewerbsposition sowie hohe Rentabilität und Cashflows auszeichnen. Der Aktienfonds konzentriert sich laut Vontobel auf Unternehmen, die den aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung – kurz ESG (Environmental, Social, Governance) wirksam begegnen.

Gemanagt wird der Fonds von Roger Merz. Er leitet innerhalb des AssetManagements der Vontobel-Gruppe den Bereich Global Equities und verfügt über mehr als 13 Jahre Anlageerfahrung mit Schwerpunkt auf globale und europäische Aktien. Die Management-Gebühr des Fonds liegt bei 1,5%, die Fondswährung ist US-Dollar. Nach Ansicht von Fondsmanager Wirz unterschätze der Markt das künftige Cashflow-Wachstum und infolgedessen die künftige Wertschöpfung entsprechender Unternehmen. Das Asset-Management der Vontobel-Gruppe wurde unlängst von der TBLI Group1 als „Best Asset Manager Investing in ESG“ ausgezeichnet.

Dexia Asset Management

Corporate Bonds weiterhin attraktiv Nach Ansicht der belgisch-französischen Investment-Gesellschaft Dexia wird sich der positive Trend bei Unternehmensanleihen auch 2013 fortsetzen. Dexia favorisiert ausgewählte erstrangige Bankanleihen, Covered Bonds und Industrieanleihen von Emittenten aus den Peripherieländern. Bei Staatsanleihen rät Dexia dagegen zur Vorsicht. Nicolas Forest, Leiter Zins- und Währungsstrategie bei Dexia Asset Management, empfiehlt Investoren wegen der guten Fundamentaldaten und des im Vergleich zum Euro-Raum höheren Wachstums kurz laufende, auf Kronen lautende norwegische Staatsanleihen. Der Renditevorsprung beträgt derzeit 1,20 Prozentpunkte gegenüber

deutschen Anleihen. Forest hält auch aufgrund des Renditevorsprungs von 0,70 Prozentpunkten gegenüber US-Schatzwechseln kurz laufende kanadische Staatsanleihen für interessant. Da sich die Industrieländer noch immer nicht vollständig von der jüngsten Krise erholt haben, beobachtet Dexia wegen der geringen Verschuldung auch die Emerging Markets weiter mit großem Interesse. Der Dexia Bonds Euro Corporate International (ISIN: LU0237839757) erzielte im laufenden Jahr rund 12%. Der in Währungen der Mitgliedsstaaten des IWF investierende Dexia Bonds International (ISIN: LU0012119433) bringt es auf knapp 6%.

JPMorgan

Deutsche Anleger vergeben Chancen Die Deutschen vernachlässigen bei der Finanzanlage weiterhin Schwellenländer als Wachstumsmärkte. Das zeigt das jüngste Emerging-Markets-Investment-Barometer von JPMorgan Asset Management vom November. Der Anteil der Anleger, die bereits in Emerging Markets investieren, ist mit 2,8% auf demselben niedrigen Niveau geblieben wie im September. Dem alle zwei Monate erscheinenden Emerging-Markets-Investment-Barometer liegt jeweils eine bundesweite Befragung von gut 1.800 Bundesbürgern durch die Gesellschaft für Konsumforschung (Gf K) zugrunde. Mehr als die Hälfte der Deutschen haben der Umfrage zufolge in 17

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Bezug auf Finanzen nichts mit den Begriffen „Emerging Markets“ und „Schwellenländer“ anfangen können: Nur 42,8% geben aktuell an, die Ausdrücke zu kennen beziehungsweise schon einmal gehört zu haben. Das sind immerhin 1,6 Prozentpunkte mehr als bei der September-Befragung. Bei der Frage nach den Gefahren eines Engagements in die Schwellenländer zeigten sich 36,8% der Befragten skeptisch. Sie halten die Emerging Markets im Vergleich zur Eurozone für viel risikoreicher, obwohl die Schwellenländer in der Regel wesentlich niedrigere Schuldenquoten aufweisen und ihre Volkswirtschaften kräftig wachsen.


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Luxusgüteraktien – Juwelen für das Portfolio Trotz der Konjunkturabschwächung in China ist die Nachfrage nach Luxusartikeln vonseiten chinesischer Konsumenten ungebrochen. Anlegern bieten Luxusgüteraktien die Möglichkeit, von der steigenden Konsumkraft der Schwellenländer zu profitieren, ohne dabei direkt in Asien zu investieren. Der Julius Bär Luxury Brands Fund setzt vor allem auf westliche Firmen und damit auf Gesellschaften, die im Gegensatz zu vielen asiatischen Unternehmen schon länger an der Börse notiert sind und starke Bilanzen aufweisen.

Scilla Huang Sun und Andrea Gerst Fondsmanagerinnen des JB Luxury Brands Fund, Swiss & Global Asset Management

Luxus ist eine Wachstumsindustrie. Treiber für das anhaltende Wachstum sind die steigenden Vermögen von Privatpersonen, insbesondere in Schwellenländern. Wir schätzen, dass 2013 im Luxusgütersektor über 90% des Wachstums von Konsumenten aus Schwellenländern kommen wird, wobei China an der Spitze bleibt. Die Anzahl chinesischer Touristen, die nach Europa reisen, wird sich zwischen 2011 und 2016 vermutlich auf 6,6 Mio. verdoppeln. Davon profitiert die Luxusgüterindustrie enorm, da allein die Chinesen bereits jetzt ein Viertel aller Luxusprodukte kaufen – einen Großteil davon nicht auf dem chinesischen Festland selbst, sondern wenn sie nach Hongkong oder Europa reisen. Wirtschaftliche Abschwächung in China moderat China spielt daher eine entscheidende Rolle in der Luxusindustrie. Da sich das chinesische Wirtschaftswachstum zuletzt verringert hat, sprechen manche von einem bevorstehenden „Hard Landing“. Dies erscheint uns übertrieben. Wachstumsraten von über 10% über einen längeren Zeitraum sind für eine Volkswirtschaft nicht realistisch. Die Abschwächung auf 6% bis 8% ist gesund und bringt in überhitzten Sektoren eine Beruhigung. Zudem stehen der neuen chinesischen

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Regierung noch zahlreiche Maßnahmen zur Verfügung, um einen wirtschaftlichen Abschwung zu verhindern. Positiv ist auch, dass Chinas Verschuldungsquote im Gegensatz zu vielen anderen Ländern gering ist und der Konsum in den kommenden Jahren überproportional wachsen wird. Anzahl der Millionäre in aufstrebenden Märkten wächst Die Anzahl der Millionäre in den asiatischen Ländern nimmt stetig zu – und damit auch die Nachfrage nach Luxusartikeln. Zwar leben immer noch die meisten Reichen in den USA, Japan und Deutschland, doch die aufstrebenden Länder holen auf: Mittlerweile leben mehr Millionäre in Asien als in Europa. China wird Japan bald als zweitreichstes Land der Welt überholen. Interessant dabei ist, dass das Durchschnittsalter der chinesischen Millionäre bei nur 39 Jahren liegt und 40% von ihnen weiblich sind. Dabei sind Luxusgüter längst nicht nur etwas für Frauen: Auch immer mehr Männer tragen exklusive Taschen oder benutzen teure Antifaltencremes. Zuletzt haben Edelmarken wie Hermès, Coach und Burberry reine Herrengeschäfte in New York, Tokio und London eröffnet. Julius Bär Luxury Brands Fund: Investment in ausgewählte Luxusmarken Unternehmen der Luxusgüterbranche haben oft sehr starke Bilanzen, womit sie auch für Privatanleger sehr gut geeignet sind. Außerdem sind sie in der Regel sehr profitabel, da ihre starken, etablierten Marken eine hohe Preissetzungsmacht haben. Der JB Luxury Brands Fund von Swiss & Global verschafft Privatanlegern einen Zugang zu sorgfältig ausgewählten Luxusgüterherstellern. Das Portfolio ist auf starke und gut gemanagte Marken ausgerichtet. Der Fonds hat seit Jahresbeginn um 20% zugelegt (ISIN: LU0329429897, B-Anteile in Euro). Dennoch ist die Bewertung nicht luxuriös.


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ThyssenKrupp-Capped-Bonus-Zertifikat – günstiger und defensiver als der Basiswert Seit dem 10. Dezember verteuerte sich die ThyssenKrupp-Aktie in der Spitze um rund 25%. Nun sollten vorsichtige Anleger nicht mehr den Anteilschein des Stahlherstellers ordern, sondern ein darauf basierendes Bonuspapier vom Schweizer Bankhaus UBS. Bei ThyssenKrupp ist sehr viel schiefgelaufen. Das führte dazu, dass der Traditionskonzern das Geschäftsjahr 2011/12 (per 30.09.2012) mit einem Verlust von 5 Mrd. Euro abgeschlossen hat. Dies ist der höchste Fehlbetrag in der Unternehmensgeschichte. Anleger sollten diesen Sachverhalt aber nicht überbewerten. Wesentlich wichtiger ist, dass Vorstandschef Heinrich Hiesinger den Konzern in die Erfolgsspur zurückführen will. Um hierfür optimale Voraussetzungen zu schaffen, wurden die Vorstände Olaf Berlien, Edwin Eichler und Jürgen Claassen per 31. Dezember 2012 entlassen. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn laut Hiesinger hat es bei ThyssenKrupp bislang ein Führungsverständnis gegeben, in dem Seilschaften und blinde Loyalität oft wichtiger waren als der Unternehmenserfolg.

Euro eingespart werden. Auf der Agenda steht derzeit der Verkauf des Verlustbringers Steel Americas, wodurch sich die Bilanzqualität laut Credit-Suisse-Analyst Michael Shillaker deutlich verbessern würde. Der Experte ist der Meinung, dass ThyssenKrupp die beste Restrukturierungsstory im Stahl- und Bergbausektor ist.

Kosten sollen reduziert werden Künftig wird Hiesinger eine neue Führungskultur etablieren. Sie soll auf Ehrlichkeit, Transparenz und Leistungsorientierung basieren. Dadurch will der ehemalige SiemensManager das Vertrauen der Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter zurückgewinnen. Ein weiteres Ziel des 52-jährigen Konzernchefs ist die Verringerung der Kosten – innerhalb der kommenden drei Jahre sollen 2 Mrd.

Lukrative Depotbeimischung Beispielsweise kostet ein vom Schweizer Bankhaus UBS emittiertes Capped-Bonus-Zertifikat (WKN: UU3NHV) 5,5% weniger als der Anteilschein von ThyssenKrupp. Fällig wird dieses Finanzprodukt im Dezember 2013. Bis dahin können Anleger damit eine Bonusrendite von 16,0% erzielen, sofern der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit nie die 14,50-Euro-Marke erreicht oder unterschreitet. Derzeit notiert die Aktie bei 18,24 Euro (Stand: 20.12.2012). Aufgrund des relativ großen Risikopuffers und der attraktiven Rendite eignet sich das Zertifikat als Depotbeimischung.

Einige Bonuszertifikate günstiger als die Aktie Erfreulicherweise erwartet die deutsche Stahlindustrie 2013 einen Anstieg der Rohstahlproduktion um 1%. Diese Prognose basiert auf positiven Signalen aus wichtigen Abnehmerbranchen und dürfte Hiesinger zuversichtlich stimmen bezüglich der mittelfristigen Geschäftsentwicklung. Aber unabhängig davon ist die ThyssenKruppAktie ein heißes Eisen. Zum einen, weil im laufenden Geschäftsjahr der Verlust zwar deutlich sinken wird, aber eine Rückkehr in die Gewinnzone erst im Fiskaljahr 2013/14 zu erwarten ist. Zum anderen, weil sich die Aktie zuletzt innerhalb weniger Handelstage erheblich verteuert hat. Daher kommen für konservative Börsianer eher Bonuszertifikate auf den DAX-Titel infrage, von denen einige mit einem Abgeld gehandelt werden.

Capped-Bonus-Zertifikat auf ThyssenKrupp Zertifikattyp Emittent Basiswert Fälligkeit Capped-Bonus UBS ThyssenKrupp 20.12.2013

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WKN UU3NHV


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SOCIETE GENERALE

Franzosen legen neue Maximum-Index-Anleihe auf Dividendenjäger werden derzeit bei der französischen Société Générale (SG) fündig. Das Geldinstitut legt die kapitalgeschützte Maximum-Index-Anleihe 03/13 - 09/20 (WKN: SG3M1A) auf, welche sich auf den STOXX Global Select Dividend 100 Index bezieht. Dieses seit Februar 2007 bestehende Kursbarometer setzt sich aus 100 dividendenstarken Aktien aus Europa, Nordamerika und Asien zusammen. Besagte Maximum-Anleihe auf einen internationalen Dividenden-Index lockt mit einem Ertragspotenzial ohne Begrenzung, sichert bereits erzielte Höchststände ab und verfügt über einen vollständigen Kapitalschutz zum Laufzeitende. Ihre Funktionsweise ist denkbar einfach: Zwar hängt die Rendite wie üblich von der Entwicklung des Basiswertes ab, jedoch hat der Emittent

einen Höchststandmechanismus eingebaut: Hierfür wird an jedem der halbjährlichen Bewertungstage der Schlusskurs des STOXX Global Select Dividend 100 festgehalten. Erstmals geschieht dies etwa 17 Monate nach Laufzeitbeginn. Auf diesem Weg gehen die einmal festgehaltenen Höchststände nicht verloren, auch wenn der Index in der Folge an Wert verliert. Für die Ermittlung der Rückzahlung im September 2020 zieht die SG schließlich den höchsten der insgesamt zwölf ermittelten Schlusskurse heran. Interessenten können das neue Papier noch bis zum 28. Februar in einer Stückelung von 1.000 Euro zeichnen. Allerdings fällt hierbei ein üppiges Agio von 5% an. Zudem sollten Anleger während der sehr langen Laufzeit stets das Emittentenrisiko im Auge behalten.

VONTOBEL

Zwei Protect-Multi-Kurzläufer in der Zeichnung Zum Jahresende bringt das Bankhaus Vontobel eine neue ProtectMulti-Aktienanleihe (WKN: VT62BD) mit einer Verzinsung von 8,20% in den Börsenhandel. Das Papier basiert auf den drei französischen Blue Chips AXA, GDF Suez und Danone. Damit sind die Risiken im Vergleich zu Aktienanleihen mit nur einem Basiswert deutlich erhöht, schließlich hängt die Performance hier von gleich drei Aktien ab. Am Ende der einjährigen Laufzeit erhalten Anleger ihren Einsatz nämlich nur dann vollständig zurück, wenn jeder der drei Blue Chips während der Laufzeit nicht mehr als 35% verliert. Verletzt auch nur einer der drei Werte die bei 65% des jeweiligen

Startwertes angesiedelte Barriere, liefert Vontobel im Dezember 2013 statt Bargeld Aktien des Basiswertes mit der schlechtesten Wertentwicklung. Ein baugleiches Protect-Multi-Papier (WKN: VT62BE) bezieht sich auf die deutschen Blue Chips BMW, K+S und Deutsche Telekom. Auch hier liegt die maßgebliche Schwelle für alle drei Werte bei 65% ihres Startwertes. Der Jahrescoupon beläuft sich jedoch auf 8,50%. Interessenten müssen bei beiden Neuemissionen mindestens 1.000 Euro in die Hand nehmen. Beide Zertifikate können ab dem 27. Dezember direkt an der Börse erworben werden.

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Rohstoff der Woche

Sojabohnen:

China storniert Käufe

Die steigende Tendenz in den vorangegangenen vier Wochen endete jüngst abrupt. Der Sojapreis fiel deutlich zurück. China, der weltweit größte Importeur der Hülsenfrucht hatte Kaufaufträge für US-Ware storniert. Die von der langfristigen Aufwärtstrendlinie sowie den Unterstützungen bei 1.391,50 und 1.403,50 US-Cent seit November ausgehende dynamische Erholung scheint wohl doch nur eine Gegenbewegung im übergeordneten Abwärtstrend gewesen zu sein. Nachdem Soja in der Vorwoche die kleine horizontale Hürde bei 1.484 US-Cent geknackt hatte, ging es jüngst zwar zunächst weiter aufwärts, dann rutschte der Preis jedoch deutlich ab und fiel wieder unter diese Marke. Daher rücken nun erneut die Aufwärtstrendlinie sowie die besagten Haltezonen ins Visier, die jüngst bereits angelaufen wurden. Vielleicht ist von diesem Haltezonenbündel erneut ein Aufwärtsimpuls möglich. Sollte es jedoch nachhaltig verletzt werden, was der Fall sein könnte, wenn das Zwischentief von November bei 1.372,25 US-Cent unterschritten wird, spräche dies wohl für weitere Abgaben. Ein nächstes Korrekturziel könnte dann die Unterstützung bei 1.249,50 US-Cent sein. Eine ähnliche Konstellation zeigt sich auch im nächstfälligen März-Future, der gemessen am Volumen des Open Interest bereits den am 14. Januar auslaufenden JanuarFuture übertroffen hat. Das tägliche Handelsvolumen dürfte bald nachziehen. Das

Zwischentief des März-Future von November liegt bei 1.359,50 US-Cent. Bei einem Bruch wäre hier das nächste Korrekturziel bei 1.246 US-Cent anzusiedeln. Verantwortlich für die jüngste Schwäche war die Stornierung von Kaufaufträgen für US-Soja durch China. Offenbar setzt das Reich der Mitte auf niedrigere Preise. Hintergrund ist womöglich die Erwartung guter Ernten in Brasilien und Argentinien im nächsten Jahr, was die weltweiten Bestände aufstocken und somit für ein solides Angebot sorgen und damit schließlich für günstigere Notierungen sprechen könnte. In den weltweit zweit- und drittgrößten Produzentenländern nach den USA entwickeln sich die Sojabestände demnach trotz teils regional nicht optimalen Wetters gut.

Sojabohnen – Januar-Future (ICE)

Derivate auf Sojabohnen (Basiswert: März-Future [CME]) Typ Index-Zertifikat (Quanto) Hebel-Zert. (long) Hebel-Zert. (short)

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WKN ABN0RY DZ8CRP DZ911Q

Basispreis/Knock-out - 1.069,99/1.096,602 US-Cent 1.777,453/1.755,117 US-Cent

Laufzeit Hebel open end open end 3,98 open end 3,85


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Rohstoffanalysen

Rohstoffe im Überblick Gold – Spot-Preis in US-Dollar

Rohstoffe (Auswahl)

Mit den jüngsten kräftigen Abgaben setzte Gold seine Korrektur seit November fort. Der Preis verletzte dabei die Unterstützung bei 1.672 US-Dollar sowie die langfristige Aufwärtstrendlinie. Erweist sich dieser Bruch als nachhaltig, ist ein Rutsch bis etwa 1.520 USDollar (untere Begrenzung der übergeordneten Seitwärtsspanne) vorstellbar.

Markt Kurs Rohöl WTI Crude NYMEX ($/bbl)

88,92

+2,43%

3,45

+4,51%

Heizöl NYMEX ($c/gal)

301,67

+1,09%

Gold NYMEX ($/Unze)

1657,20

-2,37%

29,99

-6,84%

682,75

-2,78%

Platin Spot ($/Unze)

1538,25

-4,91%

Aluminium Spot ($/t)

2035,50

-4,55%

Blei Spot ($/t)

2287,00

+0,12%

Kupfer Spot ($/t)

7807,50

-2,94%

Nickel Spot ($/t)

17385,00

-1,81%

Zinn Spot ($/t)

23350,00

+0,63%

Zink Spot ($/t)

2065,25

-3,44%

Baumwolle ICE ($c/lb)

76,220

+1,45%

Kaffee "C" ICE ($c/lb)

146,20

+1,70%

2316,00

-4,77%

Mais CBOT ($c/bu)

703,00

-3,80%

Orangensaft gefr. ICE ($c/lb)

132,20

-4,82%

1430,25

-4,32%

792,00

-2,70%

Zucker No.11 ICE ($c/lb)

19,09

+0,58%

Lebendrind CME ($c/lb)

133,40

+0,36%

Mastrind CME ($c/lb)

152,43

-0,47%

86,88

+1,64%

Erdgas NYMEX ($/MMBtU)

Silber Spot ($/Unze) Palladium Spot ($/Unze)

Lebendrind – Februar-Future (CME) Mit den jüngsten Zuwächsen knüpfte Lebendrind an den sehr dynamischen Aufwärtsimpuls aus der Vorwoche an. Der Preis kletterte dabei zunächst deutlicher über die Hürde von 133,30 US-Cent. Bestätigt sich der Ausbruch, könnte nach einem eventuellen Pullback an diese Marke als Nächstes vielleicht die Hürde bei 135,90 US-Cent angesteuert werden.

Kakao ICE ($/t)

Mais – März-Future (CME) Mais knüpfte mit den jüngsten kräftigeren Verlusten an den von Ende November ausgehenden letzten Abwärtsimpuls an. Dabei wurde die Unterstützung von 708,75 US-Cent (Zwischentief von September 2012) verletzt, was für eine fortgesetzte Korrektur sprechen könnte. Bei 681 US-Cent findet sich jedoch bereits die nächste potenzielle Haltezone.

Brent – Februar-Future (ICE) Brent läuft immer weiter in die Spitze der Konsolidierung seit September. Ein baldiger Ausbruch ist somit wahrscheinlich. Mit dem jüngsten Anstieg näherte sich der Preis dabei der Abwärtstrendlinie seit September. Sollte sie geknackt werden, spräche dies wohl für weitere Zuwächse. Erstes Ziel wäre dann die Hürde bei 116,30 US-Dollar.

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% zur Vorwoche

Sojabohnen CBOT ($c/bu) Weizen CBOT ($c/bu)

Schwein mag. CME ($c/lb)

Rohstoff-Indizes (Auswahl) Index Kurs

% zur Vorwoche

NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) 427,32

-2,36%

NYSE Arca Oil & Gas Index

1252,19

+1,19%

139,26

-0,91%

Reuters-Jeffries CRB Futures-Index 296,70

+0,00%

Rogers Int. Commodity Index

+0,69%

DJ AIG Commodity Index

3683,75


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Kulturkalender

„Schätze der Weltkulturen“ Ausstellung, 30.11.12–07.04.13, Bundeskunsthalle, Bonn, www.bundeskunsthalle.de „Taxi,Taxi!! oder Doppelt leben hält besser!!“ Bühne, 19.12.12–31.01.13, Die Komoedie Tap, Darmstadt, www.die-komoedie-tap.de „Henning Venske – DAS WAR’S! WAR’S DAS? Der Jahresrückblick“ Bühne/Unterhaltung, 02.01.13– 13.01.13, Alma Hoppes Lustspielhaus, Hamburg, www.almahoppe.de

Vorhang auf und Bühne frei – im Tigerpalast Frankfurt „Es gibt eine Pflicht zur guten Unterhaltung. Besuchen Sie den Tigerpalast, denn hier vollendet sich Liberté, Egalité, Varieté!“(Matthias Beltz, Kabarettist und Mitbegründer des Tigerpalast Varietés) „Liberté, Egalité, Varieté“ – unter diesem Motto eröffnete am 30. September 1988 das Tigerpalast Varieté Theater im Herzen Frankfurts. Die Faszination der Live-Unterhaltung mit Chanson, Kabarett, Live-Band und der atemberaubenden Akrobatik besteht noch heute und ließ den Tigerpalast zu Deutschlands führendem Varieté-Theater avancieren. Hautnah erleben hier 190 Gäste zweimal am Abend Nähe und Ausstrahlung der stärksten Artistenpersönlichkeiten in der internationalen Varieté-Welt: magische Momente und beste Abendunterhaltung im spürbaren Austausch mit einem begeisterten Publikum, das den Alltag der Großstadt hinter sich lässt. Zum Greifen nah, da mittendrin, erleben die Gäste im Frankfurter Tigerpalast ein Feuerwerk der Unterhaltungskünste. Ob Handstandakrobatik aus Italien, Trapezkunst aus Kasachstan oder Magie aus Las Vegas, ob Saltokunst aus der Schweiz, Seilakrobatik aus China, Jonglage aus New York oder 24

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Chansons – sie und viele andere ziehen das Publikum im unverwechselbaren Ambiente des alten Ballsaals im Zentrum der Stadt in ihren Bann. In der Heiligkreuzgasse nahe der Frankfurter Zeil wurde mit dem Tigerpalast 1988 ein ganzjährig spielendes Varieté-Theater für Artisten aus aller Welt geschaffen. Heute gilt der Tigerpalast national und international als Markenzeichen für hochkarätige Artistik und Varietékunst. Zwei Revuen an fast jedem Abend bieten das Beste vom Besten der internationalen Unterhaltungskunst in einer atemberaubenden Show. Das Live-Orchester begleitet die Gäste durch die Welt des Varietés und im Souterrain wird man vor oder nach der Vorstellung vom vielfach prämierten Tiger-Restaurant, ausgezeichnet unter anderem mit einem Michelin-Stern, erwartet. W eitere Infos unter: www.tigerpalast.de

„LOFT – die verrückteste WG aller Zeiten“ Kabarett/Unterhaltung, 18.12.12– 17.02.13, CHAMÄLEON Theater, Berlin, www.chamaeleonberlin.com „Wagner 2013. Künstlerpositionen“ Ausstellung, 07.12.12–17.02.13, Akademie der Künste, Berlin, www.adk.de „Viva Voce – ‚Commando a cappella‘” Musik, 13.01.13, Kurtheater, Bad Kissingen, www.kissingerwinterzauber.de „Neu-Sehland“ Bühne, 12.01.13–13.01.13, Wortkino – die Bühne von Dein Theater, Stuttgart, www.wortkino.de

A phorismus der Woche „Weihnachten offenbart die Temperaturen im Umgang der Menschen untereinander.“ (Karl Lehmann)


dezember 2012

einrichter x-mas special

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Eames Plastic Chair „RAR“, limited edition.

DLM Table, black von HAY.

Der Schaukelstuhl-Klassiker von Charles und Ray Eames erscheint für kurze Zeit in einer limited edition. Die Schale in erdigem Dunkelgrau mit schwarzen Untergestell steht auf dunkel gebeizten Ahornkufen. Ein exklusives Designmöbel – für den Einsatz als Solitär zuhause, in einer Lobby gruppiert oder im Hotelzimmer.

Mit dem Griff oben wird die Idee dieses Beistelltischs offensichtlich: DLM – Don‘t Leave Me. Gleich wo Sie Ihren Kaffee trinken und Ihre Zeitung lesen – den DLM Tisch können Sie überallhin im Haus mitnehmen, wo es Ihnen gerade am besten gefällt. Maße: 38 x 38 x 44/58 cm (B x H x T)

Setpreis nur gültig bei Bestellung innerhalb des Aktionszeitraums vom 01. – 31.12.2012. Der Setpreis versteht sich als Abholpreis und bezieht sich auf 1 Stuhl + 1 Beistelltisch, wie beschrieben inkl. 19% MwSt. Änderungen und Zwischenverkauf vorbehalten. Nur solange Vorrat reicht!

Bestellung per Telefon unter: 0911/52 02 55 oder per Email unter: info@einrichter.com einrichter Büro & Wohnkonzepte | Dr.-Carlo-Schmid-Straße 224 | 90491 Nürnberg | Fon: 09 11/52 02 55 | Fax: 09 11/52 02 56 0 | info@einrichter.com | www.einrichter.com


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Coffeetable-Favourites

© Rex USA Marilyn Monroe waiting in line to meet the Queen, London, 1956

Wie selten zuvor stand England im Jahr 2012 im Mittelpunkt des weltweiten Interesses. Die Olympischen Sommerspiele wurden hier ausgetragen, Ihre Majestät Queen Elizabeth II. feierte ihr diamantenes Kronjubiläum und nun steht auch noch royaler Nachwuchs ins Haus. Da kommt ein Prachtband zu Ehren der Queen gerade zur rechten Zeit!

Her Majesty Queen Elizabeth II. Verlag: TASCHEN Verlag Ausgabe: 400 Seiten Sprache: Englisch ISBN: 978-3836535182 Preis: 99,99 Euro

Zu Ehren des diamantenen Jubiläums der Queen, 60 Jahre auf dem Thron, feiert auch TASCHEN das außerordentliche Leben Ihrer Majestät. In einem opulenten und hochwertigen Bildband wird das besondere Leben der souveränsten Monarchin der Welt beleuchtet. 1926 geboren heiratete sie 1947, wurde 1953 zur Königin gekrönt und erfüllt seither ihre Pflichten im Dienst ihres Landes, ohne je eine einzige falsche Bewegung gemacht oder einen unziemlichen Satz geäußert zu haben. Dieses Buch schildert ihre erstaunliche Lebensgeschichte anhand von Hunderten Fotografien aus Archiven im Vereinigten Königreich (einschließlich der Royal Collection), in Europa und den USA, viele davon hier zum ersten Mal publiziert. Es sind Bilder, in denen sich Geschichte und Glamour vermischen, die enorme Umwälzungen in Politik, Kultur oder Mode reflektieren. Und ja: Hüte sieht man darauf in rauen Mengen. Die im Band versammelten Fotos enthüllen jeden Bereich der Regentschaft von Elizabeth II.: Kindheit und Jugend, das Erwachsenwerden im Zweiten Weltkrieg, die Reifung zur Ehefrau und Königin,

die Reisen auf der Jacht Britannia, die Paläste, die Hochzeiten, die Royal Family und die späteren Jahre. Unter den Fotografien finden sich die offiziellen Porträts von Cecil Beaton, Yousuf Karsh, Dorothy Wilding oder Lord Snowdon, aber auch unkonventionellere Aufnahmen von Patrick Lichfield, Annie Leibovitz, Rankin und vielen anderen. Vor allem Letztere enthüllen die Kraftquelle dieser Queen: Elizabeth II. mutierte nie zum weiblichen König, sondern blieb in jeder Lebenslage eine königliche Frau.

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V.i.S.d.P. : ​Christian Ernst Frenko

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Herausgeber: ​ Weimer Media Group GmbH Maximilianstraße 13 80539 München

Archiv: www.boerse-am-sonntag.de/archiv

Geschäftsführer Dr. Wolfram Weimer Amtsgericht: München HRB 198201 Vertriebsleitung: Andreas Fiek, Tel.: 0911 / 274 00 0 andreas.fiek@finanzpark.de Anmeldung: Um „BÖRSE am Sonntag“ kostenfrei zu beziehen, melden Sie sich an unter: www.boerse-am-sonntag.de Abmeldung: Zur Abmeldung vom Bezug der „BÖRSE am Sonntag“ senden Sie einfach eine Email an: abmelden@boerse-am-sonntag.de

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Bildnachweis: Fotolia, Analytik Jena Layout: addna, Nürnberg Technik: Daniel Gruber, finanzpark AG Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils Sonntag Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Ernst Frenko, Miriam Feuerstein, Thomas Uhlig, Margot Habjan, Andreas Fiek, Steffen Droemert, Michael Amtmann, Michaela Ellen Lenz, Michael Blumenroth, Wolfgang Tenor, Michael Fuchs, Christian Bayer, Jörg Billina, Thorsten Scheck, Léon Cornelissen, Scilla Huang Sun, Andrea Gerst Die Charts wurden mit freundlicher Unterstützung von TradeSignal erstellt. Deutsche Bibliothek: ISSN 1610-7446 Auflage: 117.000

oder insbesondere ersetzen. Es wird drin- einer unerlaubten Handlung oder einer gend empfohlen, sich stets auch immer aus sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergeanderen Quellen zu informieren. benden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Es kann im Einzelfall nicht ausgeschlos- Empfehlung entstehenden Schadens nicht sen werden, dass der Redakteur oder ein- verpflichtet ist.“ zelne Mitarbeiter der Herausgeberin an Unternehmen beteiligt sind, die Gegen- Für alle Hyperlinks gilt: Die Weimer Mestand von Analysen oder anderen Berich- dia Group GmbH erklärt ausdrücklich, ten sind. Umso mehr stellen die veröffent- keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und lichten Artikel, Nachrichten, Daten und die Inhalte der gelinkten Seiten zu haben. Empfehlungen immer auch eine persönli- Daher distanziert sich die Weimer Media Die Herausgeberin will ihren Abonnen- che Meinung des Autors dar und erheben Group GmbH von den Inhalten aller verten die Möglichkeit bieten, sich eine un- weder Anspruch auf Vollständigkeit noch linkten Seiten und macht sich deren Inabhängige und eigenverantwortliche Mei- auf alleinige Richtigkeit. halte ausdrücklich nicht zu Eigen. nung zu bilden, keinesfalls jedoch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf Wir verweisen insbesondere auf § 675 Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten von Wertpapieren oder Rechten abgeben. II BGB, wonach die Weimer Media vorhandenen Hyperlinks, ob angezeigt Die zur Verfügung gestellten Informatio- Group GmbH, unbeschadet der sich oder verborgen, und für alle Inhalte der nen sollen auch keine Beratung darstellen aus einem (anderen) Vertragsverhältnis, Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen. 27

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Ausgabe 51/12 (Spezial: Jahresausblick 2013)